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Hamburger Ringvorlesung Entwicklungspolitik 2013

Ringvorlesung Universität Hamburg Sommersemester 2013

Der Streit um die Entwicklungspolitik

Wie Entwicklungspolitik in den politischen Parteien gemacht wird

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ZEIT & ORT: Dienstags, 18-20 Uhr (30.04.-09.07.),
Hörsaal 221 Hauptgebäude West-Flügel, Edmund-Siemers-Allee 1, Hamburg (S Dammtor)

Entwicklungspolitik wird einerseits als globale Strukturpolitik und Zukunftspolitik zur Lösung der Weltprobleme gefeiert. Andererseits wird sie hart kritisiert, weil die überfrachteten Ziele nicht erreicht werden. Die Parteien sind sich einig, dass die traditionelle Entwicklungszusammenarbeit nicht mehr genügt, um die internationalen Beziehungen zukunftsfähig zu gestalten. Weltweit wird eine kontroverse Debatte um Globale Güter und die Agenda nach Auslaufen der Millenniumsentwicklungsziele 2015 geführt.

Wir wollen nacheinander in die politischen Parteien Deutschlands hineinsehen, um zu verstehen, wie dort die deutsche Entwicklungspolitik gemacht wird. Um welche Inhalte und in welcher Form wird dort gestritten? Welche Reformvorschläge haben die politischen Parteien erarbeitet, um globale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung partnerschaftlich und wirkungsvoll zu befördern? Ist das Thema intern im Zentrum oder in der Nische der Politik? Welche Akzente wollen die Parteien in den nächsten vier Jahren in diesem Politikfeld setzen?


TERMINE

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30.04.2013
Auftaktveranstaltung: Kontroversen um die Zukunft der Entwicklungspolitik
Prof. Dr. Cord Jakobeit, Lehrstuhl Internationale Politik, Universität Hamburg
Ziele und Beteiligungsmöglichkeiten bei der Ringvorlesung
Karsten Weitzenegger, Dipl.-Pol., AGEG Consultants eG, Vorsitzender des SID Hamburg Chapters

07.05.2013
Auslaufmodell deutsche Entwicklungszusammenarbeit: Wie kann Entwicklungspolitik die Wirksamkeit verbessern?
Dr. Eckhard Deutscher, ehem. Exekutivdirektor der Weltbank und ehem. Vorsitzender des OECD-Entwicklungsausschusses (DAC) Paris

14.05.2013
Deutsche Entwicklungspolitik zwischen Inhalt und Haushalt
Dr. Ludger Reuke, Referent für Entwicklungspolitik bei Germanwatch e. V.; SID-Bonn

21.05.2013
Wird die deutsche Entwicklungspolitik den sozialen und ökologischen Zukunftsfragen gerecht?
Dr. Imme Scholz
Stellvertretende Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE)

04.06.2013
Die Entwicklungspolitik der SPD
Dr. Bärbel Kofler, MdB, Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AwZ) und stellvertretende entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion
Niels Annen (Hamburg), Mitglied im SPD-Parteivorstand, Referat Internationale Politikanalyse der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin, stellvertretender Vorsitzender des Forums “Eine Welt”

11.06.2013
Die Entwicklungspolitik der Partei DIE LINKE
Heike Hänsel, MdB, Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und entwicklungspolitische, Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE
Jan van Aken, MdB (Hamburg), Außenpolitischer Sprecher, stellvertretender Vorsitzender der Partei DIE LINKE

18.06.2013
Die Entwicklungspolitik der FDP
Dr. Christiane Ratjen-Damerau, MdB, entwicklungspolitische Sprecherin der FDP und Mitglied der FDP-Grundsatzkommission
Burkhardt Müller-Sönksen (Hamburg), MdB, medienpolitischer Sprecher und Obmann für Menschenrechte und humanitäre Aufgaben der FDP-Bundestagsfraktion

25.06.2013
Die Entwicklungspolitik der CDU/CSU
Jürgen Klimke, MdB, Stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der CDU/CSU Bundestagsfraktion
Bettina Machaczek (Hamburg), ehem. Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft und Sprecherin für Europa, Internationales und Entwicklungspolitik; Mitglied im Landesvorstand der CDU Hamburg

02.07.2013
Die Entwicklungspolitik von Bündnis 90/Die Grünen
Thilo Hoppe, MdB, stellvertretender Vorsitzender des Bundestagsausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Diakon und Journalist
Katharina Fegebank (Hamburg), Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Hamburg, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und Sprecherin für Soziales, Europa und Internationales

09.07.2013
Abschlussveranstaltung: Reaktionen von Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft auf die Arbeit der Parteien in der Entwicklungspolitik
Jens Martens, Dipl. Volkswirt, Leiter des Europa-Büros des Global Policy Forums
Ulrich Post, Welthungerhilfe, Vorstandsvorsitzender Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO), BMZ-Innovationsbeirat
Anneheide von Biela, Geschäftsführerin des Eine Welt Netzwerks Hamburg

FRAGEN AN DIE POLITISCHEN PARTEIEN

Wie die Entwicklungspolitik in der Partei definiert wird und funktioniert

Was zeichnet die Entwicklungspolitik der Partei traditionell und insbesondere gegenüber anderen Parteien aus? Welchen Stellenwert hat das Thema heute in der Partei? Wie sind die Akteure intern organisiert und vernetzt? Welche Probleme treten in den Ausschüssen und in der täglichen Arbeit auf?

Über die entwicklungspolitische Entscheidungsfindung und Dialog nach außen

Welche Kontroversen gab es innerparteilich in den letzten Jahren? Welche Strategien werden hinsichtlich der globalen Herausforderungen diskutiert? Welche Schnittstellen nach außen sind üblich oder möglich? Welche Rolle haben die politischen Stiftungen und die internationalen Parteienallianzen? Wo und wie kann die Zivilgesellschaft in Dialog mit den Parteien treten?

Die zukünftige Entwicklungspolitik

Wie soll die internationale Zusammenarbeit in Zukunft gestaltet werden? Wie wird Deutschland künftig den Herausforderungen von Globalisierung, Klimawandel und den Nachhaltigkeitszielen gerecht? Welche Partnerschaft mit neuen Gebern wie China, Indien und Brasilien wird angestrebt? Welcher Impuls kann von Hamburg ausgehen?

KOORDINATION

Prof. Dr. Cord Jakobeit, Institut für Politikwissenschaft, Universität Hamburg,
in Zusammenarbeit mit SID-Hamburg (Society for International Development Hamburg Chapter / Gesellschaft für Internationale Entwicklung Hamburg e. V.). Diese öffentliche Veranstaltung findet innerhalb des Allgemeinen Vorlesungswesens (über die Arbeitsstelle für Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Hamburg) und über das Vorlesungsverzeichnis der Politikwissenschaft statt. Der Erwerb von Credit Points für Studierende ist möglich und erwünscht. Programmheft der Universität Hamburg (PDF, 606 kB)

KOOPERATIONSPARTNER

Eine Welt Netzwerk Hamburg e. V.

FINANZIELLE FÖRDERUNG

Kirchlicher Entwicklungsdienst der Nordkirche (KED),
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Hashtag: #ezrv