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APuZ 7–9/2015 zur Entwicklungszusammenarbeit erschienen

2015 läuft die Frist zur Erreichung der „Millenniumsentwicklungsziele“ aus. Der Konsultationsprozess für die „Post-2015-Agenda“ läuft auf Hochtouren. Diese soll auch soziale, wirtschaftliche und vor allem ökologische Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung umfassen, um jene Probleme in Angriff zu nehmen, die nicht vor nationalen Grenzen haltmachen. Mit diesem Anspruch nehmen die künftigen Sustainable Development Goals jenseits einer Unterscheidung nach „Entwicklungsstand“ alle Staaten gleichermaßen in die Pflicht. Um die künftige Agenda verwirklichen zu können, werden internationale Kooperationsformen nötig sein, die über die klassischen Rezepte hinausgehen. Der Entwicklungszusammenarbeit steht in diesem Kontext eine Neuausrichtung bevor.

Die Bundeszentrale für politische Bildung legt dazu ein neues Heft vor.
Mehr dazu: http://www. bpb.de/apuz/200 359/entwicklungszusammenarbeit

Entwicklungszusammenarbeit APuZ 7-9/2015
Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 79/2015)
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PDF: http://www. bpb.de/system/files/dokument_pdf/APuZ_2015-07-09_online.pdf

Inhalt

Anne-Sophie Friedel
Editorial

Andreas Eckert
Geschichte der Entwicklungszusammenarbeit
In der Geschichte der „Entwicklung“ gibt es jahrzehntelange Erfahrungen zu analysieren. Dabei erweist sich die Geschichte der Entwicklungszusammenarbeit nicht zuletzt als eine sich beständig wandelnder, häufig enttäuschter Erwartungen.

Franziska Müller, Aram Ziai
Eurozentrismus in der Entwicklungszusammenarbeit
Das Problembewusstsein für Eurozentrismus in der Entwicklungszusammenarbeit wächst. Doch durch die Verflechtung von Experten-, Geber- und Normenhierarchie in ihren Strukturen ist es schwierig, ihn ganz zu vermeiden.
Stephan Klingebiel

Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit
Angesichts veränderter globaler Herausforderungen bedarf es neuer Kooperationsansätze. Ist Entwicklungszusammenarbeit ein Auslaufmodell oder der Ausgangspunkt für die systematische Bearbeitung globaler Probleme?

Joachim Betz
Umbruch in der Entwicklungsfinanzierung?
Öffentliche Entwicklungszusammenarbeit kommt nur noch für einen kleinen Teil der Entwicklungsbemühungen ärmerer Länder auf. Die neue globale Agenda für nachhaltige Entwicklung setzt auf vielfältige Finanzierungsquellen.

Siegmar Schmidt
Entwicklungszusammenarbeit als strategisches Feld deutscher Außenpolitik
Mit Entwicklungspolitik verfolgten die Bundesregierungen stets unterschiedliche Ziele. Strategische und wirtschaftliche Interessen drängten phasenweise Entwicklungsziele in den Hintergrund. Derzeit wächst die Bedeutung außen- und sicherheitspolitischer Aspekte.

Theo Rauch
Zur Reform der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
Gelang es der Institutionenreform der deutschen Entwicklungszusammenarbeit die Vielfalt wirkungsvoll zu bündeln oder wurde ihr eine Zwangsjacke verpasst? Trägt die effizientere Vergabepraxis zu einer wirksameren Entwicklungspolitik bei?

Sebastian Steingaß
Der Beitrag der EU zur Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit
Indem die EU interne Maßnahmen zur Harmonisierung europäischer Entwicklungspolitiken auf internationaler Ebene vermittelt, beeinflusst sie die globale Agenda zur Steigerung der Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit.

Thomas Pogge
Weltarmut und Menschenrechte – Essay
Trotz eines hohen globalen Durchschnittseinkommens leben nach wie vor sehr viele Menschen in extremer Armut. Dass es sich dabei um ein anhaltendes Unrecht handelt, das den Armen der Welt zugefügt wird, erkennen nur wenige.