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18. Februar 2021

ONE - February 18, 2021 - 12:57pm
1. Nigeria: Schüler und Lehrer verschleppt

Mehrere Medien, darunter Tagesschau.de, die Süddeutsche Zeitung, die Tageszeitung (TAZ), Zeit Online, Spiegel und die Deutsche Welle, melden, dass im Westen Nigerias 42 Menschen aus einem Internat verschleppt worden sind. 27 Schuljungen, drei Lehrer und zwölf Familienmitgliedern seien derzeit in der Gewalt der Entführer. Nach inoffiziellen Angaben aus Regierungskreisen sei ein Kind bei dem Angriff getötet worden. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich mindestens 650 Schüler in dem Wissenschaftskolleg in der Stadt Kagara im Bundesstaat Niger. Einem Lehrer sowie einigen Schulkindern soll die Flucht gelungen sein. Wer für die Tat verantwortlich ist, sei noch nicht klar. Die Angreifer sollen Militäruniformen und Sturmgewehre getragen haben. Es handle sich vermutlich um Mitglieder einer kriminellen Bande. In Nigeria komme es immer wieder zu Entführungen von Kindern. Bereits Mitte Dezember hatte die Terrormiliz Boko Haram im Nordwesten Nigerias mehrere Hunderte Schulkinder entführt. 

2. Vor G7-Treffen: Globaler Impfplan gefordert

Wie zahlreiche Medien, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Tagesspiegel, Zeit Online, Welt.de und die Berliner Morgenpost, berichten, fordern Entwicklungsorganisationen einen globalen Impfplan und stärkeres Engagement im Kampf gegen das Coronavirus vor dem virtuellen Treffen der Gruppe der sieben großen Industrienationen (G7) am Freitag. Dort werden Finanzzusagen für den Kampf gegen die Pandemie und die Verteilung von Impfstoffen erwartet. Auch UN-Generalsekretär António Guterres fordert, dass beim G7-Treffen ein Impuls für eine globale Impfstrategie der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) gesetzt wird, wie unter anderem das Handelsblatt, N-tv.de und Merkur.de schreiben. Die G20 sollen eine „Notfall-Taskforce“ einrichten, die einen solchen globalen Impfplan erstellt und dessen Umsetzung und Finanzierung koordiniert. Vor dem morgigen G7-Treffen kritisiert die Entwicklungsorganisation ONE, dass die reichen Staaten dringend benötigte Corona-Impfstoffe horten und damit ärmeren Ländern den Zugang erschweren, wie unter anderem das Handelsblatt, Focus Online und die Abendzeitung München melden. Insgesamt haben sie sich bereits über eine Milliarde Impfdosen mehr geordert als für die Impfung ihrer Bevölkerungen nötig sei. Wie Tagesschau.de und N-tv.de weiter melden, hat Südafrika gestern begonnen, die ersten Impfungen mit dem Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson durchzuführen. 

3. USA begleichen Schulden bei der WHO

Laut Tagesschau.de und dem Redaktionsnetzwerk Deutschland wollen die USA noch in diesem Monat ihre Schulden in Höhe von 200 Million US-Dollar bei der Weltgesundheitsorganisation begleichen. Unter dem vorherigen US-Präsidenten Donald Trump habe die USA im vergangenen Jahr ihren Ausstieg aus der WHO erklärt und die Zahlungen an die UN-Organisation seit April 2021 eingefroren. Der Ausstieg wäre Anfang Juli 2021 wirksam geworden, sei von Präsident Joe Biden aber gleich am ersten Arbeitstag rückgängig gemacht worden. US-Außenminister Antony Blinken betonte, die Wiederaufnahme der Zahlungen spiegele das Bestreben der Regierung von Präsident Joe Biden wider, den internationalen Kampf gegen die Corona-Pandemie anzuführen.

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Forschende entwickeln Browser-Erweiterung, die nachhaltigere Produkte auf Amazon und Co anzeigt

reset - February 18, 2021 - 6:57am
Eine Forschungsgruppe der TU Berlin und der Beuth Hochschule für Technik Berlin arbeitet zusammen mit Ecosia an einem „Green Consumption Assistant“. Dieser soll Hinweise und Tipps zu nachhaltigeren Produktalternativen anzeigen.
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The Pandemic and Governance in the Maghreb: A Moment of Truth

SWP - February 18, 2021 - 12:00am

The global pandemic crisis has highlighted the inherent weaknesses of governance in countries of the Maghreb. It has underscored Morocco’s lagging human development and infrastructure amid growing authoritarianism. In Algeria, where the government is struggling with an ongoing legitimacy crisis, the pandemic has exposed the state’s weak public services. In Tunisia, the pandemic has emphasised the disarray of the coun­try’s political elites and the effects of the protracted transition on state output. Yet, the pandemic crisis has pushed some of these governments to seize opportunities, in­cluding speeding up digitalisation, allowing for citizen engagement, and even seeking some self-sufficiency in terms of medical production. As these countries pursue eco­nomic relief and support to overcome the growing economic impacts from the crisis, European partners have the opportunity to use their leverage to promote policies that reduce inequality, prioritise investment in critical infrastructure, and encourage transparent and responsive citizen–government relations.

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Die Drei-Meere-Initiative: wirtschaftliche Zusammenarbeit in geostrategischem Kontext

SWP - February 18, 2021 - 12:00am

Ein halbes Jahrzehnt nach ihrer Gründung befindet sich die Drei-Meere-Initiative in einer Phase der Festigung und der Konkretisierung. Der lose Zusammenschluss von zwölf Ländern aus Ostmittel- und Südosteuropa hat es sich zum Ziel gesetzt, die Kon­nektivität zwischen den Ländern der Region zu verbessern. Mit seinem nunmehr auf über eine Mil­liarde Euro angewachsenen Investitionsfonds und durch das finanzielle und poli­tische Engagement der USA, das vermutlich auch die Biden-Adminis­tration fort­führen wird, ist die Initiative stabiler und handlungsfähiger geworden. Allerdings leidet sie weiter an den unterschiedlichen geopolitischen Interessen der teilnehmenden Staaten. Deutschland, das kein vollumfänglicher Teilnehmer, sondern Partner der Initiative ist, sollte sich, sofern es an seinem Beitrittswunsch festhält, im Sinne einer wohlwollenden Mitwirkungsbereitschaft in die Initiative einbringen, um un­abhän­gig von deren weiterer Entwicklung Kooperationschancen auszuloten und Präsenz in der Region zu zeigen.

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Unser Ernährungssystem läuft nicht rund

Welthungerhilfe - February 17, 2021 - 9:33pm
Um Unwuchten für Mensch und Planet zu beseitigen, müssen auf vielen Ebenen Ursachen und Wirkungen verändert werden.
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5 Fragen – 5 Antworten zu Produktentwicklungspartnerschaften (PDPs)

DSW - February 17, 2021 - 5:55pm

Für über eine Milliarde Menschen, die von armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten betroffen sind, bleibt die Gesundheitsforschung eine Schicksalsfrage. Denn zu ihrer Eindämmung wurden noch nicht ausreichende Diagnostika, Impfstoffe und Medikamente entwickelt.

Bild: DSW

Zu den armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten gehören zum Beispiel HIV, Tuberkulose, Malaria, verschiedene Wurmkrankheiten und die afrikanische Schlafkrankheit. Diese Krankheiten betreffen vor allem Menschen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, aber auch benachteiligte Gruppen in Ländern mit hohem Einkommen. Für wenige armutsassoziierte und vernachlässigte Krankheiten gibt es einen Impfstoff. Viele Arzneimittel können toxisch sein und haben häufig schwere Nebenwirkungen. Der Pharmaindustrie fehlt oft der wirtschaftliche Anreiz, für diese Krankheiten Impfstoffe, Medikamente, und Diagnostika zu entwickeln und zu verbessern. Daher wurden in den letzten Jahrzehnten Produktentwicklungspartnerschaften (PDPs) gegründet.

1. Was machen Produktentwicklungspartnerschaften?

Produktentwicklungspartnerschaften sind internationale Non-Profit-Organisationen, die sich auf Forschung und Entwicklung neuer Technologien konzentrieren, damit diese Krankheiten behandelt oder sogar geheilt werden können. In Kooperation mit Pharmafirmen und Forschungseinrichtungen entwickeln PDPs Medikamente, Impfstoffe und Diagnostika für vernachlässigte und armutsassoziierte Krankheiten. Außerdem vernetzen PDPs Forschungseinrichtungen mit öffentlichen und privaten Institutionen und verbessern die Verteilung von knappen Ressourcen.

2. Welche Erfolge konnten gefeiert werden?

Laut einem neuen Bericht der sogenannten Produktentwicklungspartnerschaften-Koalition, die aus zwölf PDPs besteht, konnten in den letzten zehn Jahren viele Erfolge gefeiert werden. So gab es wichtige Fortschritte wie unter anderem:

  • das erste Medikament für eine Behandlung von hoch-resistenten Formen der Tuberkulose,
  • eine Einzeldosis zur Behandlung und zur Verhinderung eines Rückfalls bei der verbreiteten Malariaform p. vivax,
  • die erste rein orale Behandlung für alle Stadien der afrikanischen Schlafkrankheit, und
  • der erste vaginale HIV-Präventionsring, der Frauen eine selbstständig anwendbare Möglichkeit bietet, sich vor HIV zu schützen.

Insgesamt haben diese zwölf Produktentwicklungspartnerschaften von 2010-2020 über 60 neue Gesundheitsinnovationen auf den Markt gebracht. Diese Innovationen haben über 2,4 Milliarden Menschen erreicht, hauptsächlich in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

3. Was macht Produktentwicklungspartnerschaften so besonders?

Zu den besonderen Eigenschaften von Produktentwicklungspartnerschaften gehören unter anderem:

Für eine Detailansicht klicken Sie bitte auf das Bild. Bild: DSW

  • Prävention und Reaktion auf neu auftretende und zukünftige Gesundheitsgefahren: PDPs haben dazu beigetragen, die globale Reaktion auf die Covid-19-Pandemie zu unterstützen. Sie haben Impfstoff- und Antikörper-Kandidaten entwickelt, chemische Datenbanken zur Verfügung gestellt, die auf ihre potenzielle Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 getestet werden, und Arzneimittelforschungstechniken zur Unterstützung der Covid-19-Produktforschung angewandt. Einige PDPs entwickeln auch Produkte und bilden Forschungskoalitionen, um aufkommende Gesundheitsbedrohungen, wie z. B. antimikrobielle Resistenzen, anzugehen.
  • Preis-/Leistungs-Verhältnis: Produktentwicklungspartnerschaften erhalten Gelder und Sachleistungen aus öffentlichen und privaten Quellen. Durch die Bündelung von Ressourcen und die Nutzung von Kooperationen sind sie ein kosteneffektiver Weg, um Leben zu retten und Länder wirtschaftlich zu fördern. Durch ihr Finanzierungsmodell sind PDPs in der Lage, Produkte zu Kosten zu entwickeln, die unter denen des Privatsektors liegen. PDP-Produkte bieten also ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Stärkung lokaler Kapazitäten: Durch Partnerschaften, Schulungen, Infrastrukturverbesserungen und der Förderung der nächsten Generation von Forscher*innen, Expert*innen und Wissenschaftler*innen bauen Produktentwicklungspartnerschaften nachhaltige Forschungsplattformen auf. Damit sind Länder besser darauf vorbereiten, neue und zukünftige Gesundheitsprobleme und Forschungsfragen anzugehen. Außerdem verbessern die entwickelten Produkte oft die Leistungsfähigkeit von Gesundheitssystemen.
  • Beitrag zur universellen Gesundheitsversorgung und den nachhaltigen Entwicklungszielen: Die Entwicklung von Produkten aus dem Portfolio der Produktentwicklungspartnerschaften ist eine notwendige Voraussetzung für eine universelle Gesundheitsversorgung. Außerdem können mehrere Nachhaltigkeitsziele ohne PDPs gar nicht erreicht werden. Zum Beispiel verbesserte Impfstoffe, Medikamente, Diagnostika und Schutzmaßnahmen für Tuberkulose, Malaria und HIV & Aids sowie verbesserte Instrumente für die Gesundheit von Frauen und Kindern.
4. Warum brauchen Produktentwicklungspartnerschaften Investitionen und politischen Willen?

Die Entwicklung medizinischer Technologien braucht Zeit. Einige Forschungsansätze müssen auch verworfen werden. Deswegen benötigen Produktentwicklungspartnerschaften eine stabile langfristige Finanzierung und Investitionen. Sie brauchen dies in jeder Phase des Forschungsprozesses – von der Entdeckung und Epidemiologie bis hin zu klinischen Studien. Eine solche verlässliche Finanzierung kann durch längerfristige staatliche Mittel ermöglicht werden.

Um weltweit eine Verbesserung der Gesundheit zu erreichen, erfordert es einen ganzheitlichen Ansatz. Daher sind verstärkte Investitionen und eine sektorübergreifende Zusammenarbeit erforderlich, um die weit verbreitete Einführung, Bereitstellung und Umsetzung neuer Gesundheitstechnologien zu gewährleisten.

5. Setzt sich die Bundesregierung für Produktentwicklungspartnerschaften ein?

Ja, das tut sie. Einige Produktentwicklungspartnerschaften werden seit 2011 über das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Sogar in ihrer neuen Globalen Gesundheitsstrategie nennt die Bundesregierung PDPs als ein erfolgreiches Instrument, um vernachlässigte und armutsassoziierte Krankheiten weiter einzudämmen. Die derzeitige Förderung (2016-2021) der Produktentwicklungspartnerschaften wurde pandemiebedingt bis Ende 2022 verlängert. Wie die nächste Bundesregierung dieses wichtige Instrument dann weiter fördert oder ob sie es sogar verstetigt, bleibt abzuwarten.

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Impf-Nationalismus bekämpfen: Niemand ist sicher, wenn nicht alle sicher sind

SÜDWIND - February 17, 2021 - 2:29pm

von Dr. Pedro Morazán

Die internationale Debatte um den Zugang der Länder des Globalen Südens zur Impfung hat sich mit der weltweiten Verbreitung der Pandemie weiter verschärft. Das Wort „Impf-Nationalismus“ wird inzwischen von namenhaften Vertreter der internationalen Gemeinschaft benutzt, um die harte Konkurrenz reicher Länder um Impfdosen zu verurteilen. Für den Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tedros Ghebreyesus ist Impf-Nationalismus weder ethisch noch medizinisch sinnvoll, epidemiologisch selbstzerstörerisch und klinisch kontraproduktiv. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen Antonio Guterres klagte: “Impfstoffe erreichen schnell die Länder mit hohem Einkommen, während die Ärmsten der Welt überhaupt keine haben”, sagte er und fügte hinzu, dass “einige Länder Nebengeschäfte betreiben und sogar über den Bedarf hinaus beschaffen.” Der Impf-Nationalismus, der insbesondere in den reichen Zentren USA, EU oder Japan zu beobachten ist, geht am Ende auf Kosten aller. Die Industrieländer, in denen 14% der Weltbevölkerung leben, haben bereits mehr als 50% der vielversprechendsten Impfstoffe gekauft, so die People’s Vaccine Alliance, eine globale Koalition, der unter anderem Oxfam und Amnesty International angehören.

Ein Instrument für globale Herstellung und Verteilung

Ein Weg, um eine gerechtere Verteilung der Impfdosen zu erreichen, ist das Instrument für „Covid-19 Vaccines Global Access“ (COVAX),das von der WHO, Gavi und der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) gestartet wurde. Das Ziel der Allianz von bis zu 171 Ländern ist es, Covid-19-Impfstoffe für 3% der am stärksten gefährdeten Bevölkerung jedes teilnehmenden Landes zur Verfügung zu stellen, indem die Kosten für Forschung und Verteilung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern geteilt werden. Die Idee eines COVAX Fonds ist, die Entwicklung und Produktion von Impfstoffen gemeinsam zu beschleunigen und Impfstoffdosen bei Herstellern zu kaufen und allen teilnehmenden Staaten zuzuteilen. Leider ziehen einige reiche Länder und Pharmaunternehmen vor, dieses Abkommen zu umgehen und treiben damit die Preise des Impfstoffs in die Höhe. Das ist nicht nur unmoralisch, sondern kurzsichtig und in jeder Hinsicht konterproduktiv.

Die COVAX Facility hat bereits eine Zusage über 300 Millionen Dosen von AstraZeneca erhalten und erst kürzlich haben Gavi, das Serum Institute of India und die Bill & Melinda Gates Foundation eine Zusammenarbeit gestartet, um die Herstellung und Lieferung von bis zu 100 Millionen Dosen zukünftiger COVID-19-Impfstoffe für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen im Jahr 2021 durch das COVAX zu beschleunigen. Es geht also darum, Bemühungen zu bündeln und nicht in einen sinnlosen Konkurrenzkampf aller gegen alle zu treten.

Der Beitrag der EU ist halbherzig

Von daher ist der Appell, dass Länder, die über den eigenen Bedarf an Impfstoffen hinausgehen, über COVAX dringend überschüssige Dosen spenden, damit ärmere Länder auch zügig Zugang erhalten, um diesen entscheidenden Bedarf zu decken. Die EU finanziert die WHO-Plattform COVAX mit rund 500 Millionen Euro, um den Zugang zu dem Impfstoff für rund 90 Länder mit niedrigen Einkommen zu unterstützen. Das ist eindeutig unzureichend und kann sich früher oder später als ein Bumerang erweisen, wie die Mutation des Virus in Südafrika gezeigt hat, die sich auch in Südtirol schnell ausgebreitet hat. Einen Beitrag zur globalen öffentlichen Gesundheit zu leisten ist etwas anderes, als die Vorteile einer strategischen Lieferung der Impfstoffe durch europäische Hilfe zu ernten. Der Konflikt der EU mit AstraZeneca zeigt zudem, dass offensichtlich unterschiedliche Maßstäbe gelten, wenn Knappheit für die EU-Bürger*innen droht.

Trotz der wachsenden Zahl von Impfstoffoptionen deckt die derzeitige Produktionskapazität nur einen Bruchteil des weltweiten Bedarfs. Obwohl die Impfkampagnen gegen Covid-19 überall auf der Welt beschleunigt werden, scheint ein Großteil Afrikas hinterherzuhinken. Russland, was als erste ihren Impfstoff Sputnik V zugelassen hat, sieht darin jedoch eine Chance, ihr Prestige zu steigern, während die großen indischen Anbieter den klassischeren kommerziellen Weg einschlagen. Impfstoffe sind die beste Chance, diese Pandemie unter Kontrolle zu bringen – es sei denn, die Politiker*innen erliegen dem Impfstoff-Nationalismus.

Ein weiteres Hindernis für die Versorgung afrikanischer Länder ist der sogenannte „Schutz geistigen Eigentums“, der im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) mit negativen Folgen immer wieder zugunsten internationaler Großkonzernen, wie hier Pharmakonzernen, durchgesetzt wird. Damit dürfen Patentrechte nicht weitergegeben werden, um die Profite von Großkonzernen nicht zu gefährden. Derzeit stoßen mal wieder diese „Handelsbezogene Aspekte von geistigen Eigentumsrechte“ (TRIPS) gegen eine erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie. Deswegen fordern zivilgesellschaftliche Organisationen eine Aufhebung der Patentrechte auf Impfstoffe, um neue Produktionskapazitäten in Ländern des Globalen Südens zu schaffen. „Es ist ein Skandal, dass AstraZeneca von der EU weniger als zwei US-Dollar für eine Dosis verlangt, während das weitaus ärmere Thailand rund fünf US-Dollar pro Dosis zahlen muss. Die Herstellung im eigenen Land wird den Staaten helfen, die Kosten erheblich zu senken“, sagt Benny Kuruvilla, Leiter des Think Tanks „Focus on the Global South“ in New Dehli.

Noch ist es nicht zu spät für die EU. Neben einer weiteren Aufstockung der COVAX Facility sollte nun eine unmittelbare Aussetzung des TRIPS für COVID-19-Impfungen durchgesetzt werden. Nur so kann garantiert werden, dass die Sicherheit der Europäer*innen mit Sicherheit aller anderen gekoppelt wird, denn Gesundheit ist immer noch ein globales Gemeinschaftsgut.

Titelfoto: Visuals via Unspash

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17. Februar 2021

ONE - February 17, 2021 - 2:16pm
1. Sahel-Region: Paris zieht vorerst keine Truppen ab

Anders als erwartet, will Frankreich seine Truppen der Anti-Terror-Mission in der Sahel-Region erstmal nicht verkleinern oder zurückziehen, wie die Tageszeitung (TAZ) und die Neue Zürcher Zeitung schreiben. Darüber sei im Vorfeld des G5-Sahel-Gipfeltreffen viel spekuliert worden. Bei dem Treffen rief Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die europäischen Partner zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus in der Sahelzone auf, wie auch die FAZ.net, Zeit Online und die Frankenpost berichten. Mit bis zu 1.500 Soldat*innen stelle Frankreich das größte Kontingent der Mission ‘Barkhane’. Im vergangenen Jahr sei zudem eine europäische Truppe namens ’Takuba’ gegründet worden, an der Deutschland allerdings nicht beteiligt sei. Die Bundeswehr nehme mit insgesamt 1.000 Soldat*innen an einer EU-Ausbildungsmission und einer UN-Mission in Mali  teil, so Außenminister Heiko Maas. Weitere Kampfeinsätze lehne die Bundesregierung ab. Sie wolle sich stattdessen auf zivile Stabilisierung konzentrieren. Die G5-Staaten der Sahelregion – Mali, Tschad, Niger, Mauretanien und Burkina Faso – gehören zu den ärmsten der Welt. Die Terrorgruppen im Sahelgebiet seien extrem schwer zu bekämpfen. Angriffe islamistischer Gruppen in der Sahelzone seien laut dem Africa Center for Strategic Studies seit 2017 um fast das Siebenfache gestiegen. 

2. Lieferkettengesetz ein “Schwindel”

Hannes Koch thematisiert heute in der Tageszeitung (TAZ) die Lücken des Lieferkettengesetzes und die Kritik daran seitens Menschenrechtsorganisationen. Die Höhe der Bußgelder für Unternehmen, die gegen Menschenrechte verstoßen, seien im Gesetz noch nicht festgelegt. Das sollen die zuständigen Behörden regeln, so Hermann Gröhne (CDU), Unionsfraktionsvize für Arbeit und Soziales im Bundestag. Offen sei auch die genaue Umsetzung der neuen Regeln bei der Produktion in Ländern in der Lieferkette, die offen gegen Menschenrechte verstoßen. In China gebe es beispielsweise keine Vereinigungsfreiheit. Beim Kakaoanbau in Westafrika komme es immer wieder zu Fällen von Kinderarbeit. Hinzu komme, dass das Bundesamt für Wirtschaft mit nur 65 Mitarbeiter*innen 3000 einheimische Unternehmen plus ihre weltweiten Zulieferer überprüfen sollen. Die Umweltorganisation Greenpeace bezeichnet den Gesetzesentwurf als „Schwindel“. Wirtschaftsminister Altmaier habe die geplanten Regeln ausgehöhlt, so die Umweltaktivist*innen. 

3. Südafrika will AstraZeneca-Impfdosen teilen

Wie der Deutschlandfunk meldet, will Südafrika eine Millionen Impfdosen des Herstellers AstraZeneca mit anderen afrikanischen Ländern teilen. Die Dosen sollen über die Afrikanischen Union verteilt werden. Südafrika hatte seine eigene Impfkampagne vergangene Woche gestoppt, nachdem es Zweifel an der Wirksamkeit des AstraZeneca-Stoffes gegen die im Land vorherrschende Corona-Mutante gegeben habe. Gestern habe die Weltgesundheitsorganisation dem AstraZeneca-Impfstoff eine Notfallzulassung erteilt. Damit können die Impfstoff-Dosen an Länder ausgeliefert werden, die dem von den Vereinten Nationen unterstützten COVAX-Programm beigetreten sind. Zuvor berichteten Medien, darunter Merkur und T-Onlin.de, dass Südafrika die eine Million Dosen des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca an das Serum Institut of India zurückgeben wolle. Dies habe das südafrikanische Gesundheitsministerium zurückgewiesen.

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G20 Italy 2021 at the crossroad between closure and the revamp of multilateralism

DIE Blog - February 17, 2021 - 2:00pm

Multilateralism reached its low point in 2020 with the crystallization of the confrontation between major global powers, the further rise of nationalism, deglobalisation and trade protectionism that even threatened access to medical products and more recently Covid-19 vaccines in the midst of a pandemic. The latter profoundly affected global health, peoples’ livelihoods, and deteriorated existing systemic problems, from climate change to inequality, and intensified national reflexes as the G20 leaders turned their focus on domestic management of COVID-19. All these factors stood in the way of a successful G20 Riyadh Summit in November 2020 and still dominate the multilateral landscape in 2021.

The G20 Italian Presidency confronts such unprecedent challenges with an approach based on three broad and interconnected pillars of action: People, Planet and Prosperity. The agenda and attached priorities look beyond the immediate crisis by promoting a sustainable, just and resilient recovery, coherently with the spirit that inspires both the European New Green Deal and the European vision embodied in the Next Generation EU. Beyond the rhetoric of the three Ps, a set of key cross-cutting issues and three major areas of policy action seem to emerge from the Italian Presidency statements, documentation and early action.

Cross-cutting themes

Digital transformation, considered as both fundamental tool for a better quality of life and engine of increased inequalities, involves multiple G20 Working Groups such as Digital Economy, Labour, Education, Energy transition and climate sustainability, Health, Trade and Investment, and the Finance Track. Regarding the digitalization of industries, the G20 Italian Presidency shows a particular focus on micro, small and medium-sized enterprises’ (MSMEs) access to emerging technologies, by leveraging trustworthy Artificial Intelligence (AI) and promote traceability of products and services through blockchain technology. On the role of government in the digital transformation, it aims at further development on agreed digital government principles and the concept of secure digital identity.

The G20 responds to the health crisis by adopting a broader perspective to global health integrating human health with that of animals, plants and our shared environment in a holistic “One Health” approach.

The empowerment of women and youth is also pivotal in the 2021 agenda affecting multiple areas of cooperation, as they are deemed to play a crucial role in the promotion of a sustainable recovery.

The G20 Italy support to the Sustainable Development Goals (SDGs) and actions towards the mitigation of the pandemic crisis in the most vulnerable countries where health systems are less equipped, keeping a special focus on the African continent.

People

The economic crisis originated from the global pandemic amplified existing vulnerabilities and inequalities, reversing decades of progress in the eradication of poverty. Building on the realizations of the Saudi Presidency in the development domain, especially the G20 Support to COVID-19 Response and Recovery in Developing Countries and the G20 Financing for Sustainable Development Framework, the G20 agenda in 2021 will adopt a multi-dimensional approach through the advancement of Integrated National Financing Frameworks (INFFs) for the identification of financing needs and tools to support sustainable development of low-income countries.

In line with the Debt Service Suspension Initiative (DSSI) and the Common Framework for Debt Treatments beyond the DSSI adopted during the 2020 Presidency, the Italian G20, with a stronger role for the Development Working Group (DWG), seeks to identify guidelines and instruments to ensure that freed up resources are invested according to agreed global targets such as the SDGs.

Planet

The pivotal line of action of the G20 process in 2021 will engage the nexus between sustainable energy transition and climate change, as decisions taken in the next months are likely to determine the global fiscal and political space for climate action for the next decade.

The effectiveness of the G20 process in support of the energy transition and sustainable recovery would benefit from coordinated action with other relevant global processes. In this respect, the possible mutual synergies with the UK Presidency of G7 given the concomitant UK-Italy COP26 joint Presidency provide a unique opportunity to drive the global agenda to address simultaneously the multiple crises affecting the globe.

The Italian Presidency fosters members discussion on innovative energy technological solutions, green finance and the role of smart cities for a sustainable recovery.

Prosperity

Trade and investment flows experienced significant disruption due to the Covid-19 pandemic, even if growing complexities in the global trading system in the pre-Covid-19 world, such as increasing tensions between major global actors and the rise of global value chains, already weakened the global trade governance and lead to the current crisis of the World Trade Organization (WTO).

The Italian Presidency encourages discussions on different proposals of WTO reform, following up on the 2020 Trade and Investment Ministerial Meeting Communiqué and the Riyadh Initiative on the Future of WTO.

Two other central priorities and deliverables of the Italian G20 are i) MSMEs access to trade finance and the proposal to introduce an international passport to enhance their participation to international markets and global value chains (GVCs); ii) strengthening the resilience of GVCs of medical products and vaccines in order to prevent export restrictions, stockpiling and other forms of vaccine nationalism.

The future of multilateralism in a post-Covid World

Despite the postponement of the COP26 to November 2021, the Italian G20 Presidency has the opportunity to lead the progress of climate negotiations in a context of improved international relations, given the Biden Administration decision to rejoin the Paris Agreement. Italy has a strategic interest in promoting global cooperation on decarbonization considering its leading role in several renewables sub-sectors. At the same time, its traditional attention towards debt relief may favor initiatives for low-income countries’ investment in adaptation and mitigation strategies.

Nevertheless, if the intention of the international community to achieve the SDGs and proceed with the Paris Agreement is concrete, G20 initiatives such as the “Common Framework” has to be upgraded to the scale of the current crisis and coupled with debt cancellation measures, involving private sector creditors, multilateral development banks, and more than a subset of developing countries.

In the same spirit, the Italian G20 should formally launch a deliberative dialogue platform to help identify and resolve controversial issues on WTO reform. Extraordinary challenging times request for ambitious targets, such as building mutual trust among all the involved stakeholders, both in developed and developing country, without any intent to replace the WTO.

The international system is currently undergoing a real structural change. Other than the trends towards unilateralism discussed above, different directions lie ahead as it is becoming increasingly clear that the major global challenges that we face, from pandemic, to climate change, digital transformation, and economic recovery all are intrinsically transnational in nature.

The new Italian Government lead by Mario Draghi reinforce Italy’s international standing for the G20 leadership during 2021 unprecedented opportunity to revamp multilateralism.

 

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Das Sorgfaltspflichtengesetz: Worum es geht und wie kann Ihr Unternehmen sich darauf vorbereiten?

Global Compact - February 17, 2021 - 1:29pm
Nun ist es offiziell: ein Sorgfaltspflichtengesetz (auch "Lieferkettengesetz" genannt) kommt. Die Bundesregierung, insbesondere das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) haben sich auf Eckpunkte für ein Gesetz geeignet. Diese sehen Sorgfaltspflichten für Unternehmen zur Wahrung der Menschenrechte in ihren Lieferketten vor. Für die praktische Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten bietet das DGCN zahlreiche Unterstützungsangebote.
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One Step at a Time Toward the Circular Economy that Benefits All

SCP-Centre - February 17, 2021 - 12:56pm

Freshly-graduated Livia El-Khawad is the newest member of our SIPS team. She has placed a special focus on circularity and resource management during her studies and is driven by the goal of making circularity not only work, but to do so in a socially responsible way.

How did you decide to join the CSCP?

My decision to pursue a job at the CSCP was rooted in the belief that only through hands-on approaches would I be able to further comprehend what sustainability really means for society, organisations and individuals. Having just finished my studies at the Leuphana University in the field of Environmental Sciences, I felt that I needed a ‘reality check’.  Through the diverse projects that I am working on and the numerous collaborations with various stakeholders, I can better grasp the opportunities at hand and think of creative solutions that move things forward. My main focus will be our circularity projects, a key objective being not only accelerating the transition but also ensuring that it is a fair one for all parties involved.

What are you looking forward to the most in your new role as a consultant for the SIPS team?

A great approach at the CSCP is that no one is put into a thematic box in which they have to spend most of their time. By showing interest and motivation, there are excellent opportunities to explore new areas, grow beyond one’s core expertise, think creatively and connect the dots. That’s exactly what I am looking forward to the most: expanding my horizon. Tapping into knowledge and belief systems beyond one’s comfort zone is, in my view, key for the professional as well as the personal development.

In your view, what are the main ingredients for a sustainable life?

Leading a sustainable life requires perseverance, openness towards new ways of doing things, and on many occasions, creativity. We still live in a world in which the norm is pretty much an unsustainable, resource-intensive way of living. Not choosing the default option always necessitates extra effort on the part of the individual, but it also comes with little joys – like moving to toothpaste tablets, which I proudly did recently. I do sometimes get frustrated if I can’t find sustainable alternatives for perfectly simple things, but then I am so heartened by seeing all the creative solutions already out there.

For further questions, get in touch with Livia El-Khawad.

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Eine bessere Welt für Kinder nach Covid-19

Unicef - February 17, 2021 - 10:00am
In einem offenen Brief wendet sich UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore heute an die internationale Gemeinschaft. Angesichts der dramatischen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Kinder müssen uns gerade jetzt daran erinnern, was nötig ist, um eine bessere Welt für Kinder zu schaffen.
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17.02.2021 Start der Fastenzeit: Minister Müller und Misereor-Chef Spiegel rufen zu fairem Wirtschaften auf

BMZ - February 17, 2021 - 10:00am
Zum Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch rufen Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel zu mehr Solidarität mit den Ärmsten der Welt auf. Minister Müller: "Heute am Aschermittwoch beginnt für viele Gläubige die Fastenzeit. Menschen auf der ganzen Welt nutzen jedes Jahr die Wochen bis zum Osterfest, um sich auf das Wesentliche im Leben zu besinnen und auch um zu verzichten und umzudenken. Globalisierung muss ...
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17.02.2021 Ernährungssicherung im Zeichen der Pandemie: Deutschland stärkt Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung

BMZ - February 17, 2021 - 8:55am
Deutschland unterstützt den Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) in den Jahren 2022 bis 2024 mit insgesamt 88,49 Millionen Euro und bleibt damit einer der wichtigsten Geber des Fonds. ​Dazu erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ, Maria Flachsbarth: "Die signifikante Erhöhung unseres Beitrags unterstreicht unser Vertrauen in die Fähigkeit des IFAD, die Ernährungssituation im ländlichen Raum dauerhaft zu ...
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DG HochN Hub-Reihe Nachhaltigkeitsberichterstattung

#HOCHN - February 17, 2021 - 12:00am
Im Rahmen der neugegründeten DG HochN läuft eine Hub-Reihe zu Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Foto: pixabay/CC0

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DG HochN Hub zu Transformationspfaden und Rollenwechsel von Lehrenden

#HOCHN - February 17, 2021 - 12:00am
Prof. Dr. Georg Müller-Christ von der Universität Bremen lädt zusammen mit Bror Giesenbauer zu diesem Hub zum Transformationsverständnis der DG HochN ein.

Foto: UHH/Lutsch

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Homomorphe Verschlüsselung und Europas Cloud

SWP - February 17, 2021 - 12:00am

Homomorphe Verschlüsselung stellt einen nächsten Evolutionsschritt der Krypto­grafie dar. Mit dieser Technologie können Datenbanken erstmals verschlüsselt ge­nutzt werden. Auch eröffnen sich mit ihr zahlreiche neue Möglichkeiten im Bereich Multi-Cloud-Computing und Machine Learning. Zudem hat homomorphe Krypto­grafie politische Implikationen. Die Technologie ist zentral für die Sicherheitspolitik, etwa beim Datenaustausch zwischen Sicherheitsbehörden. Neue Multi-Cloud-Geschäfts­modelle könnten zudem neue Abhängigkeiten erzeugen, etwa von den USA, wo bereits an einer Standardisierung gearbeitet wird. Um nicht abgehängt zu werden, sollte die EU die Anwendungsforschung fördern und homomorphe Verschlüsselung bei den Planungen für die eigene Cloud-Initiative Gaia-X frühzeitig miteinbeziehen.

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25.02.2021 | Vorstellung des Evaluierungsberichts 2020

GIZ Event - February 16, 2021 - 6:09pm
Veranstaltungsdatum: Donnerstag, 25. Februar 2021
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Lust auf ein neues Projekt? – Zeit für Wettbewerbe

EINEWELTblabla - February 16, 2021 - 3:03pm

Ja, die Wintermonate können manchmal ein bisschen zäh sein, vor allem in diesen anhaltenden Pandemiezeiten. Und auch die Perspektive kleine oder große Zukunftspläne zu schmieden sieht irgendwie nicht so rosig aus. Deswegen gibt es hier ein versuchtes Angebot der Aufmunterung: eine Kombination aus Beschäftigung und Planung! Wir stellen euch ein paar Wettbewerbe vor, die in den kommenden Monaten anstehen und auf die ihr euch ab jetzt vorbereiten könnt. Habt ihr Interesse euch mit Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen und Kapazität für ein neues Projekt? – Dann los!

Future Fiction Kreativwettbewerb

Was wäre, wenn die Klimaerwärmung gebremst oder sogar aufgehalten werden kann? Was wäre, wenn die Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden? Was wäre, wenn das die Zukunft ist? Wie sieht diese Zukunft aus? Stellen wir uns kurz vor: wir befinden uns in einem Jahr zwischen 2030 und 2040. Es wurden viele Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt und wir haben es geschafft, die Erderwärmung zu stoppen. Wie sieht die Welt nun aus? 

Im Rahmen des Future Fiction Kreativwettbewerbs werden Menschen zwischen 13 und 23 Jahren gesucht, die ihre Vorstellung in einem Text oder Video darstellen möchten. Deine Geschichte kann in deinem Dorf, deiner Stadt oder deinem Viertel spielen. Sie soll zeigen, wie die Welt aussieht, wenn unsere Klimaschutzbemühungen erfolgreich umgesetzt werden. Zeig uns mit deinem Beitrag, wieso es sich lohnt, sich für diese Zukunft einzusetzen!

Wieso dein Beitrag für den Wettbewerb wichtig ist: Mit dem Wettbewerb wollen die Initiator*innen Menschen inspirieren und motivieren, sich gegen die Klimaerwärmung einzusetzen. Mit deinem Beitrag trägst du deshalb zu einer Bewegung bei, die die Vorstellung einer besseren Welt in die Realität umsetzen möchte. Du hilfst dabei, auch andere Menschen davon zu überzeugen, sich für eine bessere Zukunft einzusetzen. Die Beiträge, die unsere Jury am meisten überzeugen können, werden in einer Ausstellung präsentiert, über Social Media und Newsletter bekannt gemacht und in unseren Podcast „Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel“ aufgenommen. Es wird außerdem angestrebt, ausgewählte Texte in einem E-Book zu veröffentlichen.

Du kannst deine Geschichte entweder als Video oder als Text einreichen. Einsendeschluss ist der 18. April 2021.

Ausgepackt – Co2-Verpackungsfrei-Wettbewerb

Wie können Plastik- und Verpackungsmüll reduziert werden, um Natur, Umwelt und Klima zu schützen? Welche nachhaltige Verpackung könnte noch erfunden werden? Welche No-Waste-Botschaften können andere bewegen, auf Verpackungen zu verzichten? Im Ausgepackt-Wettbewerb sollen Ideen entwickelt werden, die helfen, den Package-Footprint, also den Fußabdruck des Verpackungsverbrauchs, zu reduzieren.

In drei Kategorien können Beiträge bis zum 05. Mai 2021 eingereicht, die von einer fachkundigen Jury bewertet und im Herbst 2021 beim „Festival der guten Ideen“ prämiert werden. Zu gewinnen gibt es attraktive Sach- und Buchpreise. Mitmachen können alle Jugendlichen zwischen 12 und 23 Jahren. Entweder als Einzelteilnehmende oder als Gruppe/Schulklasse. Jede Gruppe oder Einzelperson kann in jeder Kategorie einen Beitrag einreichen.

Das sind die Kategorien:

  1. NoWaste-Botschaft für eine verpackungsärmere Welt
  • Entwicklung eines Plakats, einer Social Media-Kampagne, einem Videoclip oder einem anderen medialen Format mit einer NoWaste-Botschaft
  1. Idee für eine umwelt- und klimafreundliche Verpackung
  • Erfindung einer kreativen Verpackungslösung für ein Produkt das die Umwelt und das Klima schont. Das kann zum Beispiel eine Mehrweglösung, eine neue Unverpackt-Idee oder eine Verpackung sein, die aus einem nachwachsenden Rohstoff besteht.
  1. Ideen für Verpackungseinsparung an der Schule/ im Jugendtreff
  • Ein großes Potential Verpackungen einzusparen haben Schulen, Jugendtreffs und andere Einrichtungen, wo viele Menschen viel konsumieren. Welche Vorschläge gibt es für diese Orte, damit sie künftig weniger Verpackungsmüll produzieren? Oder welche Idee wurde schon verwirklicht?

 

Am 17. und 24. Februar von 11 bis 12 Uhr findet für alle interessierten Schüler*innen, Azubis und Studierende ein zweiteiliges Online-Seminar zum Thema Klima und Verpackungen statt. Hier findet ihr mehr Informationen zur Online-Ideenwerkstatt für nachhaltige Verpackungen.

„Dein Song für eine Welt“ – Wettbewerb

Am 28. Januar 2021 ist der Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“ in eine neue Runde gestartet. Du schaust gern über den eigenen Tellerrand und denkst, die EINE WELT geht uns alle an? Du hast Spaß an Musik oder schreibst eigene Songs? Du bist zwischen 10 und 25 Jahre alt? Dann bist du hier genau richtig. Der Song Contest ruft alle zwei Jahre Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland sowie in Ländern des Globalen Südens dazu auf, sich musikalisch mit entwicklungspolitischen Themen, wie z.B. Menschenrechten, dem Klimawandel, nachhaltigem Konsum oder Flucht und Migration auseinanderzusetzen und eigene Songs dazu zu schreiben und zu komponieren.
Auch dir liegt ein globales Thema besonders am Herzen? Auch du möchtest mit deiner Musik die Welt bewegen? Dann mach mit beim Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“ und vielleicht wird dein Song der nächste EINE WELT-Song!

Zu gewinnen gibt es Geld- und Sachpreise. Und der Einsendeschluss läuft bis zum 16. Juni 2021!

 

– Ronja –

 

Das Beitragsbild ist von Dragos Gontariu auf Unsplash.

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Vietnam: Gemeinsam gegen Pestizide

INKOTA - February 16, 2021 - 2:55pm
Um Unkraut und Schädlinge zu bekämpfen, setzen Bäuerinnen und Bauern weltweit chemische Mittel ein. Das ist auch in Vietnam so. Zwar wurde dort das hoch umstrittene Herbizid Glyphosat – das auf deutschen Äckern nach wie vor verwendet wird – im Juni 2019 verboten. Doch der grundsätzliche Glaube an die Kraft der chemischen Keule ist auch in Vietnam weiter ungebrochen. Zu verführerisch klingt die Erzählung, dass ohne viel Arbeit Unkraut und Schädlinge beseitigt und der Ertrag vervielfacht werden können. Dabei gibt es längst ökologische Alternativen: „Um Schädlingen vorzubeugen, pflanzen wir geeignete Blumen um unsere Gemüsereihen herum, zum Beispiel Ringelblumen“, sagt Kleinbäuerin Quach Thi Yen. „Sie locken die Schädlinge von unserer Ernte weg und ziehen gleichzeitig die natürlichen Feinde der Schädlinge an.“ Ohne Pestizide für Pflanzen, Tiere und eigene Gesundheit Quach Thi Yen macht beim Projekt der INKOTA-Partnerorganisation DWC mit, das Teil der Solidaritätsaktion des Neuen Deutschlands ist. „Damit unser Obst, Gemüse und Getreide besser wächst, haben wir auch unseren eigenen Dünger hergestellt“, erzählt sie. „Wir haben Bananen, Papaya oder andere Gemüsesorten mit Zucker fermentiert – und eine nahrhafte Lösung mit reichlich Stickstoff und Kalium erzeugt. Das ist unser neuer Dünger!“ Der Arbeitsaufwand ist etwas höher als beim Einsatz chemischer Mittel. Das nehmen die Dorfbewohner*innen aber gern in Kauf, zum Schutz ihrer Gesundheit und des Lebensraums der Tiere und Pflanzen. Jetzt Appell "Giftexporte stoppen!" unterschreiben! Mit Agrarökologie gegen Pestizide Nichtregierungsorganisationen wie INKOTA setzen sich schon seit Jahren für ein weltweites Verbot gefährlicher Giftstoffe in der Landwirtschaft ein. Im Gegenzug unterstützt INKOTA Initiativen, die versuchen auf chemische Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel zu verzichten und nur noch rein biologischen Dünger zu verwenden. Dabei geht es auch darum, die Anbaumethoden vielseitiger und widerstandsfähiger zu gestalten, indem natürliche Stoffkreisläufe stärker berücksichtigt werden. Genau diesen agrarökologischen Ansatz verfolgen auch die Expert*innen von DWC in Vietnam. Selbstbestimmt zu einer Landwirtschaft ohne Pestizide Bei dem hier vorgestellten DWC-Projekt geht es zwar vor allem um lokale Mitbestimmung: In bis zu 20 einzelnen Kleinprojekten organisieren und verwalten die teilnehmenden Dorfgemeinschaften während der Projektlaufzeit eigene Projekte. Die Themen der Projekte bestimmen die Einwohner*innen selbst. Zu Beginn haben sie Vorschläge für die einzelnen Projekte gesammelt und ausdiskutiert, welche davon umgesetzt werden sollen. In der Gemeinde von Quach Thi Yen spielt das Thema Landwirtschaft allerdings in fast allen Projekten eine Rolle. Das hat einen einfachen Grund: Alle Projektteilnehmer*innen sind Kleinbäuerinnen oder Kleinbauern. Dem Prinzip des ökologischen Landbaus folgend wollen sie die eigene Landwirtschaft nachhaltiger machen. Die DWC-Expert*innen stehen ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite. Dorfgemeinschaft vereint gegen Pestizide Wie ernst es den Dorfbewohner*innen mit der Abkehr vom Gift auf ihren Feldern und Äckern ist, schildert die Vorsitzende der örtlichen Frauenunion. „Die Menschen hier bestellen die Felder oft gemeinsam“, erzählt Bui Kim Phuong. „Ich erinnere mich an eine Familie, die am Tag ihrer Ernte plötzlich allein auf dem Feld stand. Niemand wollte ihr zur Hand gehen, weil sie entgegen der gemeinsamen Abmachung zuvor Herbizide versprüht hatte. Die anderen Dorfbewohner*innen sind einfach wieder nach Hause gegangen – aus Angst um ihre eigene Gesundheit und weil sie ihre Böden und die gesamte Umwelt nicht länger strapazieren wollen.“ Dieser Artikel ist zuerst im Neuen Deutschland erschienen. Denn das Projekt mit unserem Partner DWC in Vietnam ist Teil von „Teilen macht satt” – unserer Spendenaktion mit dem Neuen Deutschland. Deutsche Chemiekonzerne wie Bayer und BASF exportieren Pestizide nach Afrika, Asien und Lateinamerika, die so gefährlich sind, dass sie in der EU verboten sind. Sorgen Sie jetzt dafür, dass die Bundesregierung ihrer Verantwortung nachkommt und handelt: Jetzt Appell "Giftexporte stoppen!" unterschreiben! Weitere Informationen: Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit in Vietnam Zum Projekt „Durch mehr Partizipation zu einem selbstbestimmten Leben“
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