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Kinder müssen wirksam und umfassend geschützt werden

Unicef - February 19, 2021 - 10:00am
Statement von Christian Schneider, Geschäftsführer UNICEF Deutschland, zur Diskussion um das Lieferkettengesetz
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GermanZero – Klimaneutral bis 2035!

EINEWELTblabla - February 19, 2021 - 9:28am

Das Ziel „Klimaneutral bis 2035“ kommt euch bekannt vor? Kurze Erinnerung: 2015 wurde die erste umfassende und rechtsverbindliche weltweite Klimaschutzvereinbarung auf der Pariser Klimakonferenz beschlossen. Das Ziel dieses Übereinkommens: Die Erderwärmung soll deutlich unter 2°C gehalten werden und der Temperaturanstieg soll durch weitere Maßnahmen auf 1,5°C begrenzt werden. Außerdem sollen die Länder bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels unterstützt werden.

Wer ist GermanZero?

GermanZero ist eine 2019 gegründete, deutsche Klimaschutzorganisation, die sich dafür einsetzt, dass Deutschland bis 2035 klimaneutral wird. Der Plan – die völkerrechtliche Verpflichtung aus dem Pariser Weltklimaabkommen von 2015 – soll auch eingehalten werden. Für dieses Ziel hat die Organisation einen konkreten Klimaplan und die notwendigen Gesetzesentwürfe erarbeitet, um durch kommunale Klimaentscheide von Bürgerinnen und Bürgern mit diesem Gesetz die Demokratie von unten zu beleben und das Paket 2022 in den Bundestag einzubringen. Klingt gut! Aber wie genau soll das jetzt funktionieren?

Welche Aktionsformen gibt es?

Da gibt es zum einen das Ziel, zusammen mit Vertreter*innen aus Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft bis zum Herbst 2021 ein 1,5°-Gesetzespaket zu entwickeln. Mit diesem Gesetz soll ein fairer Klimaschutz für Deutschland, mithilfe eines Staatszieles – Klimaneutralität zum Wohle künftiger Generationen, effektive CO2-Steuern und umfassende sektorale Maßnahmen – erreicht werden. Angestrebt wird, dass im Frühjahr 2022 der Entwurf des Gesetzes mit einer Zweidrittelmehrheit von Bundestag und Bundesrat entschieden wird, um Deutschland bis spätestens 2035 in die Klimaneutralität zu führen.

Der Klimaplan definiert in einem ersten Maßnahmenkatalog, wie Deutschland bis 2035 klimaneutral werden und das 1,5-Grad-Ziel einhalten soll. Dazu gehören die klimafreundliche Transformation und ansteigende CO2-Mindestpreise in den Sektoren Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude und Wärme, Landwirtschaft und Ernährung, ebenso wie der Ab- und Umbau von klimaschädlichen Subventionen sowie die rechtliche Verankerung des Klimaschutzes.

Und dann gibt es noch die Kampagnen für Lokalgruppen zu Bürgerentscheiden: GermanZero unterstützt Kommunen und Städte dabei, Bürgerbegehren und Bürgerentscheide auf den Weg zu bringen, um ihre eigenen Kommunen klimaneutral zu machen. Ziel hierbei ist, die Forderung nach Klimaneutralität bis spätestens 2035 in einer Bottom-Up-Bewegung auch in den Regionen zu verankern und damit zugleich GermanZeros Initiative für ein 1,5-Grad-Klimagesetzespaket auf bundespolitischer Ebene zu forcieren. Dazu gehören auch die Politiker*innengespräche, um diese zur Abgabe eines Klimaversprechens zur Einhaltung des 1,5-Grad-Zieles aufzurufen. Angeboten werden den kommunalen Initiativen Workshops zum Kick-Off von Klimaentscheiden, Vernetzungsmöglichkeiten, Mustervorlagen zur Umsetzung und Gestaltung der kommunalen Initiativen sowie eine Patenbegleitung.

Wie könnt ihr aktiv werden?

Hier findet ihr heraus welche Städte schon aktiv geworden sind und welche noch den Startschuss und eure Unterstützung gebrauchen können. Informiert euch und sammelt Unterschriften in eurer Stadt, damit das große Ziel, Deutschland bis 2035 klimaneutral zu machen, erreicht werden kann!

 

– Ronja –

Das Beitragsbild entspricht dem Logo der Klimaschutzorganisation GermanZero.

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Die Aufhebung der Mexico City Policy bringt Kenia voran!

DSW - February 19, 2021 - 9:15am

Gastbeitrag von Evelyn Samba, Direktorin des DSW-Länderbüros Kenia. Der Text ist erstmals im kenianischen THE STANDARD in englischer Sprache erschienen. Sie lesen hier eine gekürzte Fassung. 

Evelyn Samba – Länderdirektorin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) in Kenia.

Die jüngste Aufhebung der Mexico City Policy durch US-Präsident Joe Biden ist eine erfreuliche Nachricht für die reproduktive Gesundheitsversorgung in Kenia.

Erstmals wurde sie 1984 von der Reagan Regierung in Mexiko-Stadt eingeführt und stellt allen im Ausland tätigen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) die rigorose Bedingung, dass sie für den Erhalt von US-Regierungsgeldern auf die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen oder die Beratung dazu verzichten müssen.  

Seitdem wurde die Mexico City Policy in der ersten Woche einer neuen Regierung entsprechend der Parteipolitik per Dekret aufgehoben und wieder eingeführt. Sie wurde im Januar 1993 vom demokratischen Präsidenten Bill Clinton aufgehoben, im Januar 2001 durch den republikanischen Präsidenten George W. Bush wieder eingeführt, im Januar 2009 erneut durch den demokratischen Präsidenten Barack Obama aufgehoben und im Januar 2017 erneut durch den republikanischen Präsidenten Donald Trump eingeführt.  

Ursprünglich bezog sich die Mexico City Policy nur auf finanzielle Mittel für den Bereich Familienplanung. Die Version der Trump Regierung, auch als Protecting Life in Global Health Assistance bekannt, schloss die gesamte US-Entwicklungszusammenarbeit im Gesundheitsbereich. Sie war gnadenloser als die Versionen von Reagan und Bush.

Die Umsetzung von Präsident Trumps Version der Global Gag Rule führte bei Hunderten von Organisationen, die Informationen und Dienstleistungen im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte anbieten, zum Wegfall von Finanzmitteln. Das hatte zur Folge, dass Millionen von Menschen auf der ganzen Welt den Zugang zu wichtigen Dienstleistungen im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit verloren haben.  

Ironischerweise zeigt eine Studie, die 2019 in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde, dass die Mexico City Policy die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche in einigen Ländern sogar erhöht hat: Die Mexico City Policy hat nämlich auch den Zugang zu Verhütungsmitteln negativ beeinflusst, somit stiegen die Anzahl der unbeabsichtigten Schwangerschaften an..  

Die Ergebnisse der Studie mit dem Titel USA aid policy and induced abortion in sub-Saharan Africa: an analysis of the Mexico City Policy zeigen, dass die Mexico City Policy die Rate der Schwangerschaftsabbrüche in den sechsundzwanzig untersuchten Ländern in Afrika südlich der Sahara um etwa vierzig Prozent erhöhte; Kenia eingeschlossen. 

Die drastische Mittelkürzungen aufgrund der Mexico City Policy schnitt viele Kenianer*innen von lebenswichtigen Dienstleistungen im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und der Familienplanung ab. Dies betraf insbesondere jene Kenianer*innen, die aus armen und unterversorgten Gemeinden stammen. 

Doch auch wenn wir den Politikwechsel der US-Regierung begrüßen, der den Kenianer*innen zugute kommen dürfte, ist es aus drei Gründen wichtig, dass Kenia auf eine vollständige Eigenfinanzierung von Programmen für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Familienplanung hinarbeitet. 

Der erste Grund ist, dass die Mexico City Policy bei erneuter Wahl eines republikanischen US-Präsidenten wieder in Kraft gesetzt werden könnte, was wieder zum Verlust von US-Regierungsgeldern führen würde.  

Der zweite Grund ist, dass Kenias Status als Land mit niedrigem mittlerem Einkommen bedeutet, dass wir allmählich von der Finanzierung derartiger Programme ausgeschlossen werden.

Tatsächlich vermerkt der im Oktober 2020 veröffentlichte Bericht der Health Sector Working Group 2021/22-2023/24, dass die Entwicklungspartner von Health Kenya (DFID, UNFPA, USAID und die Bill and Melinda Gates Foundation) zugesagt haben, die Mittel die reproduktive Gesundheit von Müttern, Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen (zu der auch die Familienplanung gehört) in Kenia zu verdoppeln, bis Kenia die Finanzierung ab 2023 vollständig selbst übernimmt. 

Der dritte Grund, weshalb Kenia die Finanzierung von Programmen für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Familienplanung durch eigene Gelder sicherstellen muss, ist, dass Präsident Uhuru Kenyatta auf dem Nairobi-Gipfel zum 25. Jahrestag der Weltbevölkerungskonferenz (ICPD25) im November 2019 zugesagt hat, dass Kenia die Finanzierung von Produkten der Familienplanung aus inländischen Mitteln erhöhen wird.

Im Januar erhielten wir die gute Nachricht, dass Kenia laut dem jüngsten Fortschrittsbericht Family Planning 2020 auf dem besten Weg ist, das Ziel für die Verwendung moderner Verhütungsmittel zu erreichen: Seit 2012 hat sich die Nutzung moderner Verhütungsmittel um zwei Millionen Anwender*innen erhöht. 

Um diesen Fortschritt aufrechtzuerhalten, ist es wichtig, dass die kenianische Regierung und die Bezirksregierungen Mittel für Familienplanung und reproduktive Gesundheit aus unseren nationalen Einnahmen im Haushalt bereitstellen, statt sich wie bisher auf die Finanzierung aus externen Quellen zu verlassen.

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G7 unterstützen weltweite Eindämmung der Corona-Pandemie

DSW - February 19, 2021 - 8:43am
NGOs begrüßen klares Bekenntnis zu Solidarität und Multilateralismus

Gemeinsame Reaktion von Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Global Citizen, Oxfam und Save the Children.

Berlin, 19. Februar 2021. Nach dem virtuellen G7-Treffen sagte Bundeskanzlerin Merkel heute neue Mittel in Höhe von 1,5 Milliarden Euro für den ACT-Accelerator zu. Der ACT-Accelerator ist die globale Antwort von Regierungen und Gesundheitsorganisationen auf die Corona-Pandemie. Damit sollen weltweit die Entwicklung und gerechte Verteilung von Covid-19-Impfstoffen, -Tests und -Medikamenten beschleunigt sowie Gesundheitssysteme gestärkt werden.

Neben der Bereitstellung zusätzlicher Mittel durch Deutschland kündigten auch US-Präsident Joe Biden und die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weitere Beiträge für COVAX, die Impfstoffsäule des ACT-Accelerators an. Für die USA ist der Beitrag von 4 Milliarden US-Dollar der erste für den ACT-Accelerator. Die EU sagte weitere 500 Millionen Euro zu. Insgesamt kamen damit heute etwa 5,3 Milliarden Euro für die weltweite Eindämmung der Corona-Pandemie zusammen.

„Dies ist ein starker und dringend benötigter Beitrag der Bundesregierung, der USA und der EU. Wir begrüßen dieses klare Bekenntnis zu Solidarität und Multilateralismus und hoffen, dass dieses Signal andere Regierungen inspiriert, diesem Beispiel zu folgen“, sagen die Nichtregierungsorganisationen (NGOs) Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Global Citizen, Oxfam und Save the Children anlässlich der Bekanntgabe zusätzlicher Mittel zur Eindämmung der Pandemie. Denn ein internationaler Erfolg gegen Covid-19 ist ohne weitere finanzielle Zusagen nicht möglich. Der Bedarf ist immens: 38,1 Milliarden US-Dollar benötigt der ACT-Accelerator, um Länder mit mittlerem und niedrigem Einkommen bei der Eindämmung von Covid-19 zu unterstützen. Bisher wurden ohne die heutigen Zusagen nur circa 6 Milliarden US-Dollar bereitgestellt. Die neuen Beiträge der Bundesregierung, der USA und der EU tragen maßgeblich zur Reduzierung der Finanzierungslücke bei.

Um die Pandemie jedoch weltweit zu beenden, müssen weitere Regierungen jetzt folgen. Insbesondere für Tests und Medikamente werden zusätzliche Mittel benötigt. Darüber hinaus erhöht sich mit jedem Tag, um den die Pandemie unnötig verlängert wird, die Gefahr der Entstehung und Verbreitung von Virusmutationen. Eine fehlende globale Antwort auf die Covid-19-Pandemie wirkt sich zudem direkt auf die Weltwirtschaft, aber auch auf die deutsche Wirtschaft aus.

Bereits im Vorfeld der heutigen Ankündigung hatte Deutschland den ACT-Accelerator mit knapp 600 Millionen Euro unterstützt.

Hintergrundinformationen:

Der ACT-Accelerator (Access to Covid-19 Tools – Accelerator) wurde im April 2020 ins Leben gerufen. Im ACT-Accelerator haben sich seitdem multilaterale Gesundheitsorganisationen, Wissenschaftler*innen sowie Vertreter*innen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft versammelt, um gemeinsam die Entwicklung und gerechte Verteilung von Impfstoffen, Diagnostika und Therapeutika im Einsatz gegen die Corona-Pandemie weltweit zu beschleunigen. Der ACT-Accelerator bündelt Expertise und Ressourcen, die einzelne Länder und Organisationen nicht allein mobilisieren können. Das gemeinsame Ziel ist, Lösungen zu finden, die schnell, präzise, skalierbar, erschwinglich und flächendeckend für alle Länder der Welt zugänglich sind. Der ACT-Accelerator besteht aus drei Säulen, darunter die Impfstoff-Säule COVAX, und einem „Health Systems Connector“ zur allgemeinen Stärkung der besonders betroffenen Gesundheitssysteme. Mehr Informationen auf: https://www.who.int/initiatives/act-accelerator

Pressekontakte:

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW):
Anke Witte, Tel.: 0511/ 94 373-32, E-Mail: anke.witte@dsw.org

Global Citizen:
Friederike Meister, Tel.: 01717364470, E-Mail: presse@globalcitizen.org

Oxfam:
Steffen Küßner, Tel.: 0177-8809977, E-Mail: skuessner@oxfam.de.

Save the Children:
Susanne Sawadogo, Tel.: 030-2759 5979 120, E-Mail: susanne.sawadogo@savethechildren.de

 

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein. Mehr unter www.dsw.org

Global Citizen ist eine internationale Kampagnen-Organisation mit dem Ziel, extreme Armut weltweit bis zum Jahr 2030 zu beenden. Unterstützt wird die Organisation bei ihrer Arbeit von Millionen von Global Citizens rund um den Globus, die sich über Themen wie Gleichberechtigung, Bildung, Ernährungssicherheit und Gesundheit informieren und anschließend aktiv werden. Auf diesen Wegen mobilisiert Global Citizen eine große Community von Global Citizens, die zusammen Entscheidungsträger*innen aus Politik und Wirtschaft zum Handeln auffordert und finanzielle und politische Zusagen für die Global Goals der Vereinten Nationen einfordert. Seit Global Citizen im Jahr 2011 mit der Kampagnenarbeit begann, sind Global Citizens mehr als 25 Millionen Mal aktiv geworden. Diese Aktionen haben zu Zusagen von Regierungen, Institutionen und Unternehmen in Höhe von über 48 Milliarden US-Dollar geführt, die bis heute das Leben von 880 Millionen Menschen verbessert haben. Mehr Informationen auf www.globalcitizen.org und auf Twitter/Facebook unter @GlblCtznDe.

Oxfam ist eine internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, die weltweit Menschen mobilisiert, um Armut aus eigener Kraft zu überwinden. Dafür arbeiten im Oxfam-Verbund 20 Oxfam-Organisationen Seite an Seite mit rund 3.500 lokalen Partnern in mehr als 67 Ländern. Mehr unter www.oxfam.de

Save the Children wurde 1919 gegründet und ist heute als größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in mehr als 110 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können – seit über 100 Jahren. Mehr unter www.savethechildren.de

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COVID-19 & LDCs: Upcoming opportunities to address structural impediments

Global Policy Watch - February 19, 2021 - 1:54am

Download UN Monitor #22 (pdf version).

By Elena Marmo and Barbara Adams

The United Nations and Member States begin the 2021 calendar confronted with the need to address the ongoing COVID-19 crisis and growing global inequalities. Despite the WHO’s efforts to make the COVID-19 vaccine “affordable and accessible for all” through the ACT Accelerator and calls by CSOs and UN leadership and world leaders for a People’s Vaccine (a global public good free from Intellectual Property Rights), the global vaccine distribution/rollout has been dominated by wealthy, developed countries, with little if any vaccines available for small and medium developing countries.

LDCs have been hit particularly hard as a result of COVID-19. The 2020 UNCTAD Report stated: “The GDP per capita of least developed countries (LDCs) is projected to contract by 2.6% in 2020 from already low levels, as these countries are forecast to experience their worst economic performance in 30 years. At least 43 out of the 47 LDCs will likely experience a fall in their average income.”

How will Member States and the UN Committee for Development Policy (CDP) factor this into their deliberations on the status of LDCs. The 22-26 February meeting of the CDP includes a Triennial Review regarding LDC graduation. The 5th United Nations Conference on the Least Developed Countries (LDC5), taking place in January 2022, is preceded in 2021 by a full calendar of preparatory and regional review meetings.

Committee for Development Policy

In its annual meeting from 22-26 February, CDP will hold its Triennial Review of the LDC category. Bangladesh, Lao People’s Democratic Republic, Myanmar, Nepal and Timor-Leste are all eligible for graduation from the LDC category. In May 2020 the CDP issued a statement on COVID-19’s effects on the prospects of graduation, emphasizing:

“Covid-19 threatens to have devastating effects on the least developed countries (LDC). Their public health systems are often underdeveloped and unable to cope with widespread pandemic. Lockdowns and social distancing measures to stop the spread are more difficult to implement and can have particularly debilitating impacts on livelihoods. Moreover, LDC economies have little resilience to shocks such as the collapse of global demand, exacerbating the socio-economic consequences of the crisis.”

Graduation is recommended on the basis of LDC criteria (gross national income per capita, an index of education and health, and an economic and environmental vulnerability index) including data through the year 2019.  As this method will not account for the impact of COVID-19 on the various countries eligible for graduation, the CDP has noted it will consider “additional information in the form of supplementary graduation indicators and country-specific analysis” which “will include information on Covid-19 and its impacts”. The CDP has begun tracking and compiling this information with the latest figures detailing total COVID-19 testing and cases in all LDCs.

Figure 1.1 – 10 February CDP Report on LDC COVID testing & cases

LDC5 Conference Preparations

LDC5 will take place in Doha, Qatar, 23 – 27 January 2022, at the level of Heads of State and Government. According to A/RES/74/232B1, the main objective of this conference is to adopt a new 10–year Programme of Action (PoA). The preparatory process will be based on country-level, regional and global substantive reviews of the existing PoA priorities. These reviews will contribute to the May and July 2021 meetings of the Intergovernmental Preparatory Committee (PrepCom), whose mandate is to agree on elements of the new PoA. Additionally the General Assembly and ECOSOC will hold a joint thematic event in June on the theme: “Accelerated implementation of the 2030 Agenda in LDCs to leave no one behind in the context of COVID-19”.

Meeting

Dates

Organizational session

8 February 2021

Africa Regional Review

22-26 February 2021

Asia-Pacific Regional Review

(Dates TBC – tentative 18-22 April 2021)

PrepCom 1st session

24-28 May 2021

PrepCom 2nd session

26-30 July 2021

Joint thematic event (GA & ECOSOC)

18 June 2021

LDC5

23-27 January 2022

The President of the UN General Assembly (PGA) has announced that Bangladesh and Canada will co-chair the PrepCom, with a bureau made up of Qatar (LDC5 host), Malawi (African Regional Review host) and regionally representative co-chairs: Ethiopia and Uganda from the African States; Nepal from the Asia-Pacific States; Czech Republic from the Eastern European States; Haiti and Paraguay from the Latin American and Caribbean States; and Turkey from the Western European and other States.

PGA President Volkan Bozkir cited a range of structural impediments to economic development, notably foreign debt: “The latest available data suggests that 14 LDCs are at high risk of external debt distress. While the G20 Debt Service Suspension Initiative for the International Development Association countries and LDCs, and the IMF’s debt service relief for 28 LDCs for at least 12 months, are welcome initiatives, more needs to be done. This includes dedicated debt relief measures – if LDCs are to rebound from the COVID-19 shock without compromising their development spending and progress.”

The President of the Economic and Social Council reinforced these concerns: “Even before the outbreak of the pandemic, LDCs were mostly off track in achieving the SDGs. The World Economic Situation and Prospects 2021 report estimates that LDCs saw their GDP shrink by 1.3 percent in 2020, which gets them even further away from the target of at least 7 percent growth, needed for sustainable development. This was mainly due to the disruption of international trade, a drop in oil prices, FDI, remittances and the collapse in tourism.”

LDC5 Regional Reviews

Two regional review meetings will be held prior to the PrepComs. The Africa Regional Review will take place in a virtual format 22 – 26 February 2021 organized by the host country, Malawi and the UN Economic Commission for Africa. The Asia-Pacific Review is tentatively schedule for 18 – 22 April 2021, organized by host country Bangladesh and the Economic and Social Commission for Asia and the Pacific. Registration for the Africa Regional Review is now open for all stakeholders, including Civil Society at this link.

It is crucial for these regional reviews to fully address pre-existing inequality-related conditions as well as the impact of COVID-19 on resulting and emerging inequalities—issues of debt, trade and the digital divide to name a few. The Africa Regional Review materials cite that for LDCs: “their structural constraints are compounded by new and emerging challenges, including those posed by ongoing conflict, the climate crisis, COVID-19 and their devastating impacts”. These inequalities will deepen without acknowledgement of the structural barriers to LDC development, and a plan to counteract them boldly in the upcoming Programme of Action and other intergovernmental fora.

These review processes will benefit from contributions, analyses and recommendations from a range of actors knowledgeable about and committed to LDC well-being and development. These include Civil Society Organizations (CSOs) from LDCs and many active in the development and rights arenas of health, trade, finance, ecological and gender justice and many others.

Extension on LDC Transition for Trade

On 1 October 2020, the LDC Group submitted a request to the WTO TRIPS Council (IP/C/W/668) seeking an extension of the LDC transition period, for as long as a country remains an LDC and an additional period of 12 years as a country graduates from its LDC status to ensure smooth transition.

CSOs have also issued a letter to the WTO calling on WTO Members to grant the LDC Group the requested transition period, based on the many challenges LDCs face. The letter notes: “Extremely limited testing, health services and sanitation, makes curbing COVID-19 in LDCs a massive challenge. Moreover, because of the impact of COVID-19 on commodity markets and LDC economies, resources for development are even more constrained than before.”

The letter also cites the General Assembly precedent for this extension as resolutions 59/209 of 20 December 2004 and 67/221 of 21 December 2012 have called on WTO Members to consider extending to graduated LDC Members the existing special and differential treatment measures and exemptions available to LDCs.

UNCTAD Reporting on LDCs

UNCTAD’s The Least Developed Countries Report 2020: Productive Capacities for the New Decade Report shares perspectives on counter-cyclical and preemptive policy measures for LDCs. It acknowledges the role of digitalization as a tool for development if carefully considered: “Advanced technologies offer ample scope for spillovers and productivity gains, but also risks deepening entrenched inequalities and technological divides”.

The report calls for “adequate financial resources, suitable policy space and more effective international support measures, notably in the area of technology transfer”. Among the policies promoted are investment for infrastructure and employment, science, technology and innovation policy framework; and brave industrial and sectoral policies to promote domestic value added and productive linkages.

In response to the report, Lazarus McCarthy Chakwera, President of the Republic of Malawi and host for the upcoming Africa Regional Review commented:

“It emphasizes the importance of comprehensive support for meso-level policies for productive capacity development in the context of addressing structural constraints and building the resilience of these countries. The international community should rally to the report’s call for greater solidarity and stronger international support to avert this crisis and build long-term resilience through fostering productive capacities. In this context, I also call on developed countries to understand that much like addressing the COVID-19 pandemic, tackling the acute development challenges LDCs face is a multilateral issue par excellence, and as such, should be a top priority for the international community.”

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The Italian Challenge: Can Draghi Master It?

SWP - February 19, 2021 - 12:00am

A political crisis was the last thing Italy needed during the pandemic. Yet, a personal conflict between the leader of Italia Viva, Matteo Renzi, and the previous prime minister, Giuseppe Conte, led to the collapse of the coalition in mid-January. President Sergio Mattarella then commissioned 73-year-old Mario Draghi – former head of the European Central Bank (ECB) – to form a technical government, which he will preside over as prime minister. According to Mattarella, it would have been risky to organise early elections during the pandemic. Indeed, new elections would have delayed the fight against the pandemic. In addition, the prospect of a right-wing populist government would also probably have had a negative impact on the financial markets – a risk that had to be avoided in an already challenging situation.

Difficult situation

Mario Draghi is inheriting a difficult situation: In Italy, the health, economic, and social crises triggered by the pandemic have exacerbated the country’s enormous structural problems. Italy’s “seven deadly sins” – as the Italian economist Carlo Cottarelli called them – are tax evasion, corruption, an excessive bureaucracy, an inefficient judicial system, demographic problems, the North-South divide, and difficulty in functioning within the Eurozone. As a result of the pandemic, gross domestic product (GDP) fell by almost 9 per cent in 2020, public debt rose to around 160 per cent of GDP, and more than 400,000 jobs were lost. The inability of the traditional parties to find solutions for the economic problems keeps support for the right-wing populist coalition (Lega, Fratelli d’Italia, Forza Italia) at almost 50 per cent.

Even though almost all major political forces have declared their intent to cooperate with the Draghi government, the framework of a technical government offers the right-wing populists a target. It is quite conceivable that they will accuse Draghi of lacking democratic legitimacy. It will also be a challenge for the new head of government to govern without his own parliamentary majority.

Managing the health crisis without austerity

The top priority of the new leadership will be to manage the health crisis. This includes speeding up vaccinations and supporting schools and the labour market. This means applying for – and successfully using – funds from the financial assistance plan of the European Union (EU) to mitigate the economic and social consequences of the Covid-19 pandemic, Next Generation EU. The expected €200 billion or so from this fund could benefit the economic recovery as well as the planned structural reforms in public administration, taxation, and the judiciary, which will give the new government more room for manoeuvre in economic policy. Unlike the last technical government under Mario Monti (2011–2013), the fact that Draghi will not have to enact politically costly fiscal consolidation with possible negative effects on GDP growth can also be seen as an opportunity. This is mainly due to broad market confidence in Draghi and the fact that his government is operating from the outset under the protective umbrella of the ECB, which will not allow the cost for servicing public debt to rise excessively. The Eurozone’s fiscal rules have also been temporarily suspended; this makes it possible to support the economy through fiscal policy measures. Finally, it should not be forgotten that, despite the structural problems, the Italian economy has many strengths: Italy is one of the most industrialised countries in Europe and the second-largest exporter after Germany. If some obstacles to growth are removed and, for example, credit is released by the Italian banking sector, the pace of recovery could pick up significantly. Draghi’s experience from the finance ministry and in central banking could help him set a decisive course.

Who will succeed Draghi?

Nevertheless, given the major challenges facing Draghi’s technical government, one should be cautious about expectations. The next general election is less than two and a half years away, and it cannot be ruled out that it will be brought forward. That is very little time to address structural problems that have existed for decades. To avert a victory for the right-wing populists, the new head of government will do everything he can to prevent early parliamentary elections until the current moderate majority in parliament has elected President Mattarella’s successor. The latter’s term ends in February 2022, and it cannot be ruled out that Draghi himself will succeed Mattarella. He could use his authority and power as president to stabilise politics, as is the traditional role of the Italian president.

In 2012, Draghi saved the Eurozone as head of Europe’s most important financial institution. In the current crisis, even if supported by figures from across a broad political spectrum, he will act as head of one of Europe’s most politically fragile governments – an incomparably less favourable starting position. Draghi will make the best possible use of his time as head of government. That much is certain. However, given the massive level of support for the populists, the most important question is: After Draghi, will someone take the helm who will continue his reforms or reverse them? Not only Italy’s future, but also that of the entire Eurozone depends on it.

This text was also published at fairobserver.com.

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Nur systemische Lösungen helfen gegen Nahrungsverluste

Welthungerhilfe - February 18, 2021 - 8:56pm
Erst eine genaue Analyse der Wertschöpfungsketten gibt Aufschluss darüber, ob weniger Nahrungsverluste zu mehr Ernährungssicherheit beitragen.
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Nachbesserungsbedarf beim Lieferkettengesetz „light“

Oxfam - February 18, 2021 - 5:58pm
Was das Lieferkettengesetz für Mensch und Umwelt bringt und was bis jetzt noch fehlt © Roanna Rahman / Oxfam Indien

Nach langem Ringen hat sich die Bundesregierung nun doch noch auf einen Kompromiss für ein Lieferkettengesetz geeinigt. Der Gesetzesentwurf sieht handfeste Sanktionen bei Menschenrechtsverstößen vor und ist – wie von Arbeitsminister Heil im Vorfeld versprochen - kein reines Placebo. Das ist ein echter Erfolg und ein wichtiger Schritt hin zu einem Wirtschaftssystem, das nicht auf Ausbeutung von Mensch und Natur beruht. Trotzdem weist der Entwurf an entscheidenden Stellen Lücken auf.

Ein gesetzlicher Rahmen für Menschenrechte

Mit dem Gesetz werden Unternehmen endlich verpflichtet, Menschenrechte entlang ihrer gesamten Lieferkette zu achten. Das war schon lange überfällig: Bereits 2011 wurden die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte vom UN-Menschenrechtsrat verabschiedet. 2018 wurde Deutschland vom UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte angemahnt, einen rechtlichen Rahmen für „menschenrechtliche Sorgfaltspflicht“ zu schaffen.

Derzeit verletzen deutsche Unternehmen in ihren globalen Lieferketten immer wieder grundlegende Menschenrechte und schädigen die Umwelt. Dies hat Oxfam in zahlreichen Studien zum Bananenanbau in Ecuador, Ananasanbau in Costa Rica, zu Wein aus Südafrika und Tee aus Indien immer wieder aufgezeigt.

Angetrieben durch Oxfams Supermarktcheck haben Aldi und Lidl zuletzt allerdings erhebliche Fortschritte bei ihrer Menschenrechtspolitik gemacht und Risikoanalysen gemäß der UN-Leitprinzipien durchgeführt. Mit dem Gesetz müssen bald auch die Nachzügler ihren Umwelt- und Menschenrechtsschutz verbessern. So kann sich beispielsweise auch Edeka – absolutes Schlusslicht unseres Supermarktchecks – durch das Lieferkettengesetz zukünftig nicht mehr darum drücken, auf menschenrechtliche Standards bei seinen Zulieferern zu achten. Das ist ein echter Fortschritt.

Der Haken bei der Sorgfaltspflicht

Eine wesentliche Lücke weist der Gesetzesentwurf bei den vorgesehenen Sorgfaltspflichten auf, die nur abgestuft gelten. Das heißt, dass wichtige Bestandteile wie die Risikoanalyse nur für die Unternehmen selbst und ihre direkten Zulieferer gelten. Aldi, Lidl, Rewe und Co müssen also nur prüfen, ob sie selbst oder ihre direkten Zulieferer Menschenrechte verletzen. Beispielsweise bei Lebensmitteln sind die Zulieferer zumeist in Deutschland ansässig, wo ohnehin strenge Arbeitsschutzregeln gelten. Daher droht das Gesetz in diesem Punkt seinen Zweck zu verfehlen.

Durch die Begrenzung auf die erste Lieferstufe entspricht das Lieferkettengesetz nicht den UN-Leitprinzipien. Zudem fällt es auch hinter die bereits bestehenden Bemühungen vieler Unternehmen zurück. Im Rahmen unserer Arbeit zu Supermärkten begrüßt Oxfam es als wichtigen Schritt, dass beispielsweise Aldi und Lidl inzwischen ihre Risikoanalysen zu sämtlichen Lebensmitteln veröffentlichen. In den Berichten zeigen sie für ihre Risikoprodukte wie Kaffee, Bananen oder Kakao auf, welche Menschenrechtsrisiken weltweit bestehen. Lidl veröffentlicht mittlerweile auch sämtliche Hauptlieferanten von Lebensmitteln weltweit. Dass das Gesetz solche Risikoanalysen nur für direkte Zulieferer einfordert, wird es deutlicher schwerer machen, auch Unternehmen wie Edeka endlich zu überzeugen, Risikoanalysen entlang ihrer gesamten Lieferketten durchzuführen und zu veröffentlichen. Daher besteht hier großer Nachbesserungsbedarf, wenn das Gesetz in den Bundestag kommt.

Immerhin müssen Unternehmen auch ihre mittelbaren Zulieferer überprüfen, wenn Gewerkschaften oder NGOs ihnen Hinweise geben, dass Menschenrechte in der Lieferkette verletzt werden. Wenn Oxfam beispielsweise einen Bericht zu Gesundheitsschäden durch den Einsatz hochgiftiger Pestizide bei Edekas Bananenlieferanten in Ecuador vorlegt, muss Edeka dem nachgehen und Abhilfe schaffen, ansonsten drohen Bußgelder. Dies greift aber zu kurz, da Unternehmen für einen effektiven Menschenrechts- und Umweltschutz präventiv handeln müssen, um durch ihre Risikoanalysen Verletzungen möglichst im Vorfeld zu verhindern.

Es gibt Sanktionen, doch zu wenig Unternehmen sind betroffen

Zu begrüßen ist, dass die Einhaltung der Sorgfaltspflicht durch eine Behörde überprüft wird. Diese kann im Einzelfall auch Bußgelder verhängen oder Unternehmen bis zu drei Jahren von öffentlichen Ausschreibungen ausschließen.

Ein großes Manko ist, dass das Gesetz erst ab 2023 gelten soll und nur für solche Unternehmen, die mehr als 3.000 Arbeitnehmer*innen haben. Das sind in Deutschland nur rund 600 Unternehmen. Erst ab 2024 werden auch Unternehmen mit 1.000 Arbeitnehmer*innen erfasst, wodurch knapp 3.000 Firmen betroffen wären.

Kein verbesserter Rechtsschutz für Betroffene von Menschenrechtsverletzungen

Leider fehlt dem Gesetzesentwurf ein neuer zivilrechtlicher Anspruch auf Schadensersatz. Immer noch haben Arbeiter*innen, die auf Bananen, Ananas- oder Weinplantagen für unser Essen schuften, keine echte Chance, vor deutschen Gerichten Schadensersatz einzuklagen, zum Beispiel für Gesundheitsschäden durch den Einsatz hochgiftiger Pestizide.

Insgesamt besteht daher großer Nachbesserungsbedarf. Eine Chance dafür besteht, wenn das Gesetz im März oder April in den Bundestag kommt. Allerdings hat auch das Wirtschaftsministerium schon Handlungsbedarf angemeldet. Einige Passagen des Gesetzes seien so nicht abgesprochen Wesen. Es gibt also viel zu tun in den nächsten Wochen.

Wichtig ist das auch mit Blick auf die europäische Ebene: Hier könnte bereits im Sommer ein Gesetzgebungsvorschlag für ein europaweites Lieferkettengesetz auf dem Tisch liegen. Das EU-Parlament hat dazu bereits einen Initiativbericht vorgelegt, der deutlich weiter geht als der deutsche Entwurf. Die Nachbesserung ist also nicht nur entscheidend für Deutschland, sondern auch, um den guten EU-Vorschlag nicht abzuschwächen.

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Worauf die Hoffnung ruht

E+Z - February 18, 2021 - 3:31pm
Der Coup ist ein herber Rückschlag für die Demokratisierung in Myanmar

„Ihr habt euch mit der falschen Generation angelegt!“ Das ist die Message der jungen Menschen an die Generäle. Sie sind viele, sie sind gut vernetzt – auch mit anderen Protestbewegungen wie denen in Thailand und Hongkong – und sie haben Freiheiten genossen, die sie sich nicht wieder nehmen lassen wollen. Diese Generation besteht darauf, von den Politikern regiert zu werden, die sie demokratisch gewählt hat.

Für 20-Jährige im heutigen Myanmar ist die Militärdiktatur eine Kindheitserinnerung. Das Land war seit zehn Jahren auf dem Weg der Demokratisierung. 2012 zog die National League of Democracy (NLD), die Partei der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, ins Parlament ein, seit 2015 hat sie dort die absolute Mehrheit. Das Militär war allerdings nie weg: Ein Viertel der Sitze ist für die Generäle reserviert, sie können damit jegliches Gesetz blockieren. Die Armee stellte außerdem mehrere Minister.

Trotzdem hatte Suu Kyi, die wegen einer für sie maßgeschneiderten Verfassungsklausel selbst nicht Präsidentin werden kann, viele Fäden in der Hand. Sie galt als De-facto-Regierungschefin, ihr Parteifreund und Vertrauter Präsident Win Myint als ihr Platzhalter. Nun sitzen beide in Haft. Die neuen selbsternannten Machthaber haben auch hunderte weitere Menschen festgenommen, darunter Politiker, Journalisten, Studenten und einen australischen Berater Suu Kyis.

Suu Kyis Image hat in den vergangenen Jahren – besonders im Westen – gelitten, weil sie mit den Generälen kooperierte und vor allem, weil sie die Verbrechen an der Minderheit der Rohingya weder verhinderte noch verurteilte. Bei sehr vielen Menschen in Myanmar genießt sie aber weiterhin großen Rückhalt, davon zeugen unter anderem die vielen Plakate, mit denen Demonstranten ihre Freilassung fordern.

Es geht hier jedoch nicht in erster Linie um Suu Kyi, und die heutige Generation der Protestierenden in Myanmar braucht auch keine Ikone, um für ihre Rechte zu kämpfen. Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft begehren dagegen auf, dass eine demokratisch gewählte Regierung nicht antreten durfte: Mönche und Ärztinnen, Ingenieure und Studentinnen, Mitarbeiter der Bahn und der Müllabfuhr. Die NLD hat die Parlamentswahlen am 8. November haushoch gewonnen, die Partei der Armee, die USDP, eine herbe Niederlage eingefahren. Die Militärs argumentieren mit Wahlbetrug, um den Putsch zu begründen. Er fand just an dem Tag statt, als das neu gewählte Parlament zum ersten Mal zusammenkommen sollte.

Vermutlich hatten die Generäle schlicht Angst, dass ihnen die Reste der Macht, die sie noch in den Händen hielten, entgleiten würden – und die Privilegien und Geldeinnahmen, die damit zusammenhängen. Mit einem derartigen Widerstand hatten sie aber wohl kaum gerechnet. Die Welt ist eine komplett andere als 1988, als es die letzten Massenproteste in Myanmar gab. Damals erschossen Soldaten tausende friedliche Demonstranten – und kamen ungestraft davon. Im Februar 2021 erschoss ein Polizist eine 19-jährige Demonstrantin – und die ganze Welt kennt ihren Namen und ihr Gesicht. Fotos und Videos von dem Moment, in dem Mya Thwate Thwate Khaing eine Kugel in den Kopf bekam, zirkulierten kurz darauf in den sozialen Medien.

Die Armee verliere zunehmend die Geduld, „aber es wird schwierig sein, ein Blutbad vor laufenden Smartphone-Kameras zu veranstalten“, schrieb Aung Zaw, der Chefredakteur der unabhängigen Zeitung The Irrawaddy, am 16. Februar. Der 52-Jährige hatte an den Protesten 1988 als junger Student teilgenommen und dafür mit Haft und Folter bezahlt. 1993 gründete er im thailändischen Exil The Irrawaddy. „Wenn das Militär, wie in der Vergangenheit, einen Großangriff startet, schaufelt es sich sein eigenes Grab.“

Die Hoffnung ist, dass ein Blutbad ausbleibt. Doch sicher ist das nicht. Bestimmt haben die Demonstranten Angst davor. Doch im Moment scheint eine andere Angst noch größer zu sein: Wenn die Menschen jetzt klein beigeben, sind Demokratie und Freiheit auf Jahre verloren.

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18. Februar 2021

ONE - February 18, 2021 - 12:57pm
1. Nigeria: Schüler und Lehrer verschleppt

Mehrere Medien, darunter Tagesschau.de, die Süddeutsche Zeitung, die Tageszeitung (TAZ), Zeit Online, Spiegel und die Deutsche Welle, melden, dass im Westen Nigerias 42 Menschen aus einem Internat verschleppt worden sind. 27 Schuljungen, drei Lehrer und zwölf Familienmitgliedern seien derzeit in der Gewalt der Entführer. Nach inoffiziellen Angaben aus Regierungskreisen sei ein Kind bei dem Angriff getötet worden. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich mindestens 650 Schüler in dem Wissenschaftskolleg in der Stadt Kagara im Bundesstaat Niger. Einem Lehrer sowie einigen Schulkindern soll die Flucht gelungen sein. Wer für die Tat verantwortlich ist, sei noch nicht klar. Die Angreifer sollen Militäruniformen und Sturmgewehre getragen haben. Es handle sich vermutlich um Mitglieder einer kriminellen Bande. In Nigeria komme es immer wieder zu Entführungen von Kindern. Bereits Mitte Dezember hatte die Terrormiliz Boko Haram im Nordwesten Nigerias mehrere Hunderte Schulkinder entführt. 

2. Vor G7-Treffen: Globaler Impfplan gefordert

Wie zahlreiche Medien, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Tagesspiegel, Zeit Online, Welt.de und die Berliner Morgenpost, berichten, fordern Entwicklungsorganisationen einen globalen Impfplan und stärkeres Engagement im Kampf gegen das Coronavirus vor dem virtuellen Treffen der Gruppe der sieben großen Industrienationen (G7) am Freitag. Dort werden Finanzzusagen für den Kampf gegen die Pandemie und die Verteilung von Impfstoffen erwartet. Auch UN-Generalsekretär António Guterres fordert, dass beim G7-Treffen ein Impuls für eine globale Impfstrategie der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) gesetzt wird, wie unter anderem das Handelsblatt, N-tv.de und Merkur.de schreiben. Die G20 sollen eine „Notfall-Taskforce“ einrichten, die einen solchen globalen Impfplan erstellt und dessen Umsetzung und Finanzierung koordiniert. Vor dem morgigen G7-Treffen kritisiert die Entwicklungsorganisation ONE, dass die reichen Staaten dringend benötigte Corona-Impfstoffe horten und damit ärmeren Ländern den Zugang erschweren, wie unter anderem das Handelsblatt, Focus Online und die Abendzeitung München melden. Insgesamt haben sie sich bereits über eine Milliarde Impfdosen mehr geordert als für die Impfung ihrer Bevölkerungen nötig sei. Wie Tagesschau.de und N-tv.de weiter melden, hat Südafrika gestern begonnen, die ersten Impfungen mit dem Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson durchzuführen. 

3. USA begleichen Schulden bei der WHO

Laut Tagesschau.de und dem Redaktionsnetzwerk Deutschland wollen die USA noch in diesem Monat ihre Schulden in Höhe von 200 Million US-Dollar bei der Weltgesundheitsorganisation begleichen. Unter dem vorherigen US-Präsidenten Donald Trump habe die USA im vergangenen Jahr ihren Ausstieg aus der WHO erklärt und die Zahlungen an die UN-Organisation seit April 2021 eingefroren. Der Ausstieg wäre Anfang Juli 2021 wirksam geworden, sei von Präsident Joe Biden aber gleich am ersten Arbeitstag rückgängig gemacht worden. US-Außenminister Antony Blinken betonte, die Wiederaufnahme der Zahlungen spiegele das Bestreben der Regierung von Präsident Joe Biden wider, den internationalen Kampf gegen die Corona-Pandemie anzuführen.

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Forschende entwickeln Browser-Erweiterung, die nachhaltigere Produkte auf Amazon und Co anzeigt

reset - February 18, 2021 - 6:57am
Eine Forschungsgruppe der TU Berlin und der Beuth Hochschule für Technik Berlin arbeitet zusammen mit Ecosia an einem „Green Consumption Assistant“. Dieser soll Hinweise und Tipps zu nachhaltigeren Produktalternativen anzeigen.
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The Pandemic and Governance in the Maghreb: A Moment of Truth

SWP - February 18, 2021 - 12:00am

The global pandemic crisis has highlighted the inherent weaknesses of governance in countries of the Maghreb. It has underscored Morocco’s lagging human development and infrastructure amid growing authoritarianism. In Algeria, where the government is struggling with an ongoing legitimacy crisis, the pandemic has exposed the state’s weak public services. In Tunisia, the pandemic has emphasised the disarray of the coun­try’s political elites and the effects of the protracted transition on state output. Yet, the pandemic crisis has pushed some of these governments to seize opportunities, in­cluding speeding up digitalisation, allowing for citizen engagement, and even seeking some self-sufficiency in terms of medical production. As these countries pursue eco­nomic relief and support to overcome the growing economic impacts from the crisis, European partners have the opportunity to use their leverage to promote policies that reduce inequality, prioritise investment in critical infrastructure, and encourage transparent and responsive citizen–government relations.

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Die Drei-Meere-Initiative: wirtschaftliche Zusammenarbeit in geostrategischem Kontext

SWP - February 18, 2021 - 12:00am

Ein halbes Jahrzehnt nach ihrer Gründung befindet sich die Drei-Meere-Initiative in einer Phase der Festigung und der Konkretisierung. Der lose Zusammenschluss von zwölf Ländern aus Ostmittel- und Südosteuropa hat es sich zum Ziel gesetzt, die Kon­nektivität zwischen den Ländern der Region zu verbessern. Mit seinem nunmehr auf über eine Mil­liarde Euro angewachsenen Investitionsfonds und durch das finanzielle und poli­tische Engagement der USA, das vermutlich auch die Biden-Adminis­tration fort­führen wird, ist die Initiative stabiler und handlungsfähiger geworden. Allerdings leidet sie weiter an den unterschiedlichen geopolitischen Interessen der teilnehmenden Staaten. Deutschland, das kein vollumfänglicher Teilnehmer, sondern Partner der Initiative ist, sollte sich, sofern es an seinem Beitrittswunsch festhält, im Sinne einer wohlwollenden Mitwirkungsbereitschaft in die Initiative einbringen, um un­abhän­gig von deren weiterer Entwicklung Kooperationschancen auszuloten und Präsenz in der Region zu zeigen.

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Unser Ernährungssystem läuft nicht rund

Welthungerhilfe - February 17, 2021 - 9:33pm
Um Unwuchten für Mensch und Planet zu beseitigen, müssen auf vielen Ebenen Ursachen und Wirkungen verändert werden.
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5 Fragen – 5 Antworten zu Produktentwicklungspartnerschaften (PDPs)

DSW - February 17, 2021 - 5:55pm

Für über eine Milliarde Menschen, die von armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten betroffen sind, bleibt die Gesundheitsforschung eine Schicksalsfrage. Denn zu ihrer Eindämmung wurden noch nicht ausreichende Diagnostika, Impfstoffe und Medikamente entwickelt.

Bild: DSW

Zu den armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten gehören zum Beispiel HIV, Tuberkulose, Malaria, verschiedene Wurmkrankheiten und die afrikanische Schlafkrankheit. Diese Krankheiten betreffen vor allem Menschen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, aber auch benachteiligte Gruppen in Ländern mit hohem Einkommen. Für wenige armutsassoziierte und vernachlässigte Krankheiten gibt es einen Impfstoff. Viele Arzneimittel können toxisch sein und haben häufig schwere Nebenwirkungen. Der Pharmaindustrie fehlt oft der wirtschaftliche Anreiz, für diese Krankheiten Impfstoffe, Medikamente, und Diagnostika zu entwickeln und zu verbessern. Daher wurden in den letzten Jahrzehnten Produktentwicklungspartnerschaften (PDPs) gegründet.

1. Was machen Produktentwicklungspartnerschaften?

Produktentwicklungspartnerschaften sind internationale Non-Profit-Organisationen, die sich auf Forschung und Entwicklung neuer Technologien konzentrieren, damit diese Krankheiten behandelt oder sogar geheilt werden können. In Kooperation mit Pharmafirmen und Forschungseinrichtungen entwickeln PDPs Medikamente, Impfstoffe und Diagnostika für vernachlässigte und armutsassoziierte Krankheiten. Außerdem vernetzen PDPs Forschungseinrichtungen mit öffentlichen und privaten Institutionen und verbessern die Verteilung von knappen Ressourcen.

2. Welche Erfolge konnten gefeiert werden?

Laut einem neuen Bericht der sogenannten Produktentwicklungspartnerschaften-Koalition, die aus zwölf PDPs besteht, konnten in den letzten zehn Jahren viele Erfolge gefeiert werden. So gab es wichtige Fortschritte wie unter anderem:

  • das erste Medikament für eine Behandlung von hoch-resistenten Formen der Tuberkulose,
  • eine Einzeldosis zur Behandlung und zur Verhinderung eines Rückfalls bei der verbreiteten Malariaform p. vivax,
  • die erste rein orale Behandlung für alle Stadien der afrikanischen Schlafkrankheit, und
  • der erste vaginale HIV-Präventionsring, der Frauen eine selbstständig anwendbare Möglichkeit bietet, sich vor HIV zu schützen.

Insgesamt haben diese zwölf Produktentwicklungspartnerschaften von 2010-2020 über 60 neue Gesundheitsinnovationen auf den Markt gebracht. Diese Innovationen haben über 2,4 Milliarden Menschen erreicht, hauptsächlich in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

3. Was macht Produktentwicklungspartnerschaften so besonders?

Zu den besonderen Eigenschaften von Produktentwicklungspartnerschaften gehören unter anderem:

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  • Prävention und Reaktion auf neu auftretende und zukünftige Gesundheitsgefahren: PDPs haben dazu beigetragen, die globale Reaktion auf die Covid-19-Pandemie zu unterstützen. Sie haben Impfstoff- und Antikörper-Kandidaten entwickelt, chemische Datenbanken zur Verfügung gestellt, die auf ihre potenzielle Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 getestet werden, und Arzneimittelforschungstechniken zur Unterstützung der Covid-19-Produktforschung angewandt. Einige PDPs entwickeln auch Produkte und bilden Forschungskoalitionen, um aufkommende Gesundheitsbedrohungen, wie z. B. antimikrobielle Resistenzen, anzugehen.
  • Preis-/Leistungs-Verhältnis: Produktentwicklungspartnerschaften erhalten Gelder und Sachleistungen aus öffentlichen und privaten Quellen. Durch die Bündelung von Ressourcen und die Nutzung von Kooperationen sind sie ein kosteneffektiver Weg, um Leben zu retten und Länder wirtschaftlich zu fördern. Durch ihr Finanzierungsmodell sind PDPs in der Lage, Produkte zu Kosten zu entwickeln, die unter denen des Privatsektors liegen. PDP-Produkte bieten also ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Stärkung lokaler Kapazitäten: Durch Partnerschaften, Schulungen, Infrastrukturverbesserungen und der Förderung der nächsten Generation von Forscher*innen, Expert*innen und Wissenschaftler*innen bauen Produktentwicklungspartnerschaften nachhaltige Forschungsplattformen auf. Damit sind Länder besser darauf vorbereiten, neue und zukünftige Gesundheitsprobleme und Forschungsfragen anzugehen. Außerdem verbessern die entwickelten Produkte oft die Leistungsfähigkeit von Gesundheitssystemen.
  • Beitrag zur universellen Gesundheitsversorgung und den nachhaltigen Entwicklungszielen: Die Entwicklung von Produkten aus dem Portfolio der Produktentwicklungspartnerschaften ist eine notwendige Voraussetzung für eine universelle Gesundheitsversorgung. Außerdem können mehrere Nachhaltigkeitsziele ohne PDPs gar nicht erreicht werden. Zum Beispiel verbesserte Impfstoffe, Medikamente, Diagnostika und Schutzmaßnahmen für Tuberkulose, Malaria und HIV & Aids sowie verbesserte Instrumente für die Gesundheit von Frauen und Kindern.
4. Warum brauchen Produktentwicklungspartnerschaften Investitionen und politischen Willen?

Die Entwicklung medizinischer Technologien braucht Zeit. Einige Forschungsansätze müssen auch verworfen werden. Deswegen benötigen Produktentwicklungspartnerschaften eine stabile langfristige Finanzierung und Investitionen. Sie brauchen dies in jeder Phase des Forschungsprozesses – von der Entdeckung und Epidemiologie bis hin zu klinischen Studien. Eine solche verlässliche Finanzierung kann durch längerfristige staatliche Mittel ermöglicht werden.

Um weltweit eine Verbesserung der Gesundheit zu erreichen, erfordert es einen ganzheitlichen Ansatz. Daher sind verstärkte Investitionen und eine sektorübergreifende Zusammenarbeit erforderlich, um die weit verbreitete Einführung, Bereitstellung und Umsetzung neuer Gesundheitstechnologien zu gewährleisten.

5. Setzt sich die Bundesregierung für Produktentwicklungspartnerschaften ein?

Ja, das tut sie. Einige Produktentwicklungspartnerschaften werden seit 2011 über das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Sogar in ihrer neuen Globalen Gesundheitsstrategie nennt die Bundesregierung PDPs als ein erfolgreiches Instrument, um vernachlässigte und armutsassoziierte Krankheiten weiter einzudämmen. Die derzeitige Förderung (2016-2021) der Produktentwicklungspartnerschaften wurde pandemiebedingt bis Ende 2022 verlängert. Wie die nächste Bundesregierung dieses wichtige Instrument dann weiter fördert oder ob sie es sogar verstetigt, bleibt abzuwarten.

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Impf-Nationalismus bekämpfen: Niemand ist sicher, wenn nicht alle sicher sind

SÜDWIND - February 17, 2021 - 2:29pm

von Dr. Pedro Morazán

Die internationale Debatte um den Zugang der Länder des Globalen Südens zur Impfung hat sich mit der weltweiten Verbreitung der Pandemie weiter verschärft. Das Wort „Impf-Nationalismus“ wird inzwischen von namenhaften Vertreter der internationalen Gemeinschaft benutzt, um die harte Konkurrenz reicher Länder um Impfdosen zu verurteilen. Für den Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tedros Ghebreyesus ist Impf-Nationalismus weder ethisch noch medizinisch sinnvoll, epidemiologisch selbstzerstörerisch und klinisch kontraproduktiv. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen Antonio Guterres klagte: “Impfstoffe erreichen schnell die Länder mit hohem Einkommen, während die Ärmsten der Welt überhaupt keine haben”, sagte er und fügte hinzu, dass “einige Länder Nebengeschäfte betreiben und sogar über den Bedarf hinaus beschaffen.” Der Impf-Nationalismus, der insbesondere in den reichen Zentren USA, EU oder Japan zu beobachten ist, geht am Ende auf Kosten aller. Die Industrieländer, in denen 14% der Weltbevölkerung leben, haben bereits mehr als 50% der vielversprechendsten Impfstoffe gekauft, so die People’s Vaccine Alliance, eine globale Koalition, der unter anderem Oxfam und Amnesty International angehören.

Ein Instrument für globale Herstellung und Verteilung

Ein Weg, um eine gerechtere Verteilung der Impfdosen zu erreichen, ist das Instrument für „Covid-19 Vaccines Global Access“ (COVAX),das von der WHO, Gavi und der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) gestartet wurde. Das Ziel der Allianz von bis zu 171 Ländern ist es, Covid-19-Impfstoffe für 3% der am stärksten gefährdeten Bevölkerung jedes teilnehmenden Landes zur Verfügung zu stellen, indem die Kosten für Forschung und Verteilung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern geteilt werden. Die Idee eines COVAX Fonds ist, die Entwicklung und Produktion von Impfstoffen gemeinsam zu beschleunigen und Impfstoffdosen bei Herstellern zu kaufen und allen teilnehmenden Staaten zuzuteilen. Leider ziehen einige reiche Länder und Pharmaunternehmen vor, dieses Abkommen zu umgehen und treiben damit die Preise des Impfstoffs in die Höhe. Das ist nicht nur unmoralisch, sondern kurzsichtig und in jeder Hinsicht konterproduktiv.

Die COVAX Facility hat bereits eine Zusage über 300 Millionen Dosen von AstraZeneca erhalten und erst kürzlich haben Gavi, das Serum Institute of India und die Bill & Melinda Gates Foundation eine Zusammenarbeit gestartet, um die Herstellung und Lieferung von bis zu 100 Millionen Dosen zukünftiger COVID-19-Impfstoffe für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen im Jahr 2021 durch das COVAX zu beschleunigen. Es geht also darum, Bemühungen zu bündeln und nicht in einen sinnlosen Konkurrenzkampf aller gegen alle zu treten.

Der Beitrag der EU ist halbherzig

Von daher ist der Appell, dass Länder, die über den eigenen Bedarf an Impfstoffen hinausgehen, über COVAX dringend überschüssige Dosen spenden, damit ärmere Länder auch zügig Zugang erhalten, um diesen entscheidenden Bedarf zu decken. Die EU finanziert die WHO-Plattform COVAX mit rund 500 Millionen Euro, um den Zugang zu dem Impfstoff für rund 90 Länder mit niedrigen Einkommen zu unterstützen. Das ist eindeutig unzureichend und kann sich früher oder später als ein Bumerang erweisen, wie die Mutation des Virus in Südafrika gezeigt hat, die sich auch in Südtirol schnell ausgebreitet hat. Einen Beitrag zur globalen öffentlichen Gesundheit zu leisten ist etwas anderes, als die Vorteile einer strategischen Lieferung der Impfstoffe durch europäische Hilfe zu ernten. Der Konflikt der EU mit AstraZeneca zeigt zudem, dass offensichtlich unterschiedliche Maßstäbe gelten, wenn Knappheit für die EU-Bürger*innen droht.

Trotz der wachsenden Zahl von Impfstoffoptionen deckt die derzeitige Produktionskapazität nur einen Bruchteil des weltweiten Bedarfs. Obwohl die Impfkampagnen gegen Covid-19 überall auf der Welt beschleunigt werden, scheint ein Großteil Afrikas hinterherzuhinken. Russland, was als erste ihren Impfstoff Sputnik V zugelassen hat, sieht darin jedoch eine Chance, ihr Prestige zu steigern, während die großen indischen Anbieter den klassischeren kommerziellen Weg einschlagen. Impfstoffe sind die beste Chance, diese Pandemie unter Kontrolle zu bringen – es sei denn, die Politiker*innen erliegen dem Impfstoff-Nationalismus.

Ein weiteres Hindernis für die Versorgung afrikanischer Länder ist der sogenannte „Schutz geistigen Eigentums“, der im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) mit negativen Folgen immer wieder zugunsten internationaler Großkonzernen, wie hier Pharmakonzernen, durchgesetzt wird. Damit dürfen Patentrechte nicht weitergegeben werden, um die Profite von Großkonzernen nicht zu gefährden. Derzeit stoßen mal wieder diese „Handelsbezogene Aspekte von geistigen Eigentumsrechte“ (TRIPS) gegen eine erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie. Deswegen fordern zivilgesellschaftliche Organisationen eine Aufhebung der Patentrechte auf Impfstoffe, um neue Produktionskapazitäten in Ländern des Globalen Südens zu schaffen. „Es ist ein Skandal, dass AstraZeneca von der EU weniger als zwei US-Dollar für eine Dosis verlangt, während das weitaus ärmere Thailand rund fünf US-Dollar pro Dosis zahlen muss. Die Herstellung im eigenen Land wird den Staaten helfen, die Kosten erheblich zu senken“, sagt Benny Kuruvilla, Leiter des Think Tanks „Focus on the Global South“ in New Dehli.

Noch ist es nicht zu spät für die EU. Neben einer weiteren Aufstockung der COVAX Facility sollte nun eine unmittelbare Aussetzung des TRIPS für COVID-19-Impfungen durchgesetzt werden. Nur so kann garantiert werden, dass die Sicherheit der Europäer*innen mit Sicherheit aller anderen gekoppelt wird, denn Gesundheit ist immer noch ein globales Gemeinschaftsgut.

Titelfoto: Visuals via Unspash

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17. Februar 2021

ONE - February 17, 2021 - 2:16pm
1. Sahel-Region: Paris zieht vorerst keine Truppen ab

Anders als erwartet, will Frankreich seine Truppen der Anti-Terror-Mission in der Sahel-Region erstmal nicht verkleinern oder zurückziehen, wie die Tageszeitung (TAZ) und die Neue Zürcher Zeitung schreiben. Darüber sei im Vorfeld des G5-Sahel-Gipfeltreffen viel spekuliert worden. Bei dem Treffen rief Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die europäischen Partner zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus in der Sahelzone auf, wie auch die FAZ.net, Zeit Online und die Frankenpost berichten. Mit bis zu 1.500 Soldat*innen stelle Frankreich das größte Kontingent der Mission ‘Barkhane’. Im vergangenen Jahr sei zudem eine europäische Truppe namens ’Takuba’ gegründet worden, an der Deutschland allerdings nicht beteiligt sei. Die Bundeswehr nehme mit insgesamt 1.000 Soldat*innen an einer EU-Ausbildungsmission und einer UN-Mission in Mali  teil, so Außenminister Heiko Maas. Weitere Kampfeinsätze lehne die Bundesregierung ab. Sie wolle sich stattdessen auf zivile Stabilisierung konzentrieren. Die G5-Staaten der Sahelregion – Mali, Tschad, Niger, Mauretanien und Burkina Faso – gehören zu den ärmsten der Welt. Die Terrorgruppen im Sahelgebiet seien extrem schwer zu bekämpfen. Angriffe islamistischer Gruppen in der Sahelzone seien laut dem Africa Center for Strategic Studies seit 2017 um fast das Siebenfache gestiegen. 

2. Lieferkettengesetz ein “Schwindel”

Hannes Koch thematisiert heute in der Tageszeitung (TAZ) die Lücken des Lieferkettengesetzes und die Kritik daran seitens Menschenrechtsorganisationen. Die Höhe der Bußgelder für Unternehmen, die gegen Menschenrechte verstoßen, seien im Gesetz noch nicht festgelegt. Das sollen die zuständigen Behörden regeln, so Hermann Gröhne (CDU), Unionsfraktionsvize für Arbeit und Soziales im Bundestag. Offen sei auch die genaue Umsetzung der neuen Regeln bei der Produktion in Ländern in der Lieferkette, die offen gegen Menschenrechte verstoßen. In China gebe es beispielsweise keine Vereinigungsfreiheit. Beim Kakaoanbau in Westafrika komme es immer wieder zu Fällen von Kinderarbeit. Hinzu komme, dass das Bundesamt für Wirtschaft mit nur 65 Mitarbeiter*innen 3000 einheimische Unternehmen plus ihre weltweiten Zulieferer überprüfen sollen. Die Umweltorganisation Greenpeace bezeichnet den Gesetzesentwurf als „Schwindel“. Wirtschaftsminister Altmaier habe die geplanten Regeln ausgehöhlt, so die Umweltaktivist*innen. 

3. Südafrika will AstraZeneca-Impfdosen teilen

Wie der Deutschlandfunk meldet, will Südafrika eine Millionen Impfdosen des Herstellers AstraZeneca mit anderen afrikanischen Ländern teilen. Die Dosen sollen über die Afrikanischen Union verteilt werden. Südafrika hatte seine eigene Impfkampagne vergangene Woche gestoppt, nachdem es Zweifel an der Wirksamkeit des AstraZeneca-Stoffes gegen die im Land vorherrschende Corona-Mutante gegeben habe. Gestern habe die Weltgesundheitsorganisation dem AstraZeneca-Impfstoff eine Notfallzulassung erteilt. Damit können die Impfstoff-Dosen an Länder ausgeliefert werden, die dem von den Vereinten Nationen unterstützten COVAX-Programm beigetreten sind. Zuvor berichteten Medien, darunter Merkur und T-Onlin.de, dass Südafrika die eine Million Dosen des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca an das Serum Institut of India zurückgeben wolle. Dies habe das südafrikanische Gesundheitsministerium zurückgewiesen.

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G20 Italy 2021 at the crossroad between closure and the revamp of multilateralism

DIE Blog - February 17, 2021 - 2:00pm

Multilateralism reached its low point in 2020 with the crystallization of the confrontation between major global powers, the further rise of nationalism, deglobalisation and trade protectionism that even threatened access to medical products and more recently Covid-19 vaccines in the midst of a pandemic. The latter profoundly affected global health, peoples’ livelihoods, and deteriorated existing systemic problems, from climate change to inequality, and intensified national reflexes as the G20 leaders turned their focus on domestic management of COVID-19. All these factors stood in the way of a successful G20 Riyadh Summit in November 2020 and still dominate the multilateral landscape in 2021.

The G20 Italian Presidency confronts such unprecedent challenges with an approach based on three broad and interconnected pillars of action: People, Planet and Prosperity. The agenda and attached priorities look beyond the immediate crisis by promoting a sustainable, just and resilient recovery, coherently with the spirit that inspires both the European New Green Deal and the European vision embodied in the Next Generation EU. Beyond the rhetoric of the three Ps, a set of key cross-cutting issues and three major areas of policy action seem to emerge from the Italian Presidency statements, documentation and early action.

Cross-cutting themes

Digital transformation, considered as both fundamental tool for a better quality of life and engine of increased inequalities, involves multiple G20 Working Groups such as Digital Economy, Labour, Education, Energy transition and climate sustainability, Health, Trade and Investment, and the Finance Track. Regarding the digitalization of industries, the G20 Italian Presidency shows a particular focus on micro, small and medium-sized enterprises’ (MSMEs) access to emerging technologies, by leveraging trustworthy Artificial Intelligence (AI) and promote traceability of products and services through blockchain technology. On the role of government in the digital transformation, it aims at further development on agreed digital government principles and the concept of secure digital identity.

The G20 responds to the health crisis by adopting a broader perspective to global health integrating human health with that of animals, plants and our shared environment in a holistic “One Health” approach.

The empowerment of women and youth is also pivotal in the 2021 agenda affecting multiple areas of cooperation, as they are deemed to play a crucial role in the promotion of a sustainable recovery.

The G20 Italy support to the Sustainable Development Goals (SDGs) and actions towards the mitigation of the pandemic crisis in the most vulnerable countries where health systems are less equipped, keeping a special focus on the African continent.

People

The economic crisis originated from the global pandemic amplified existing vulnerabilities and inequalities, reversing decades of progress in the eradication of poverty. Building on the realizations of the Saudi Presidency in the development domain, especially the G20 Support to COVID-19 Response and Recovery in Developing Countries and the G20 Financing for Sustainable Development Framework, the G20 agenda in 2021 will adopt a multi-dimensional approach through the advancement of Integrated National Financing Frameworks (INFFs) for the identification of financing needs and tools to support sustainable development of low-income countries.

In line with the Debt Service Suspension Initiative (DSSI) and the Common Framework for Debt Treatments beyond the DSSI adopted during the 2020 Presidency, the Italian G20, with a stronger role for the Development Working Group (DWG), seeks to identify guidelines and instruments to ensure that freed up resources are invested according to agreed global targets such as the SDGs.

Planet

The pivotal line of action of the G20 process in 2021 will engage the nexus between sustainable energy transition and climate change, as decisions taken in the next months are likely to determine the global fiscal and political space for climate action for the next decade.

The effectiveness of the G20 process in support of the energy transition and sustainable recovery would benefit from coordinated action with other relevant global processes. In this respect, the possible mutual synergies with the UK Presidency of G7 given the concomitant UK-Italy COP26 joint Presidency provide a unique opportunity to drive the global agenda to address simultaneously the multiple crises affecting the globe.

The Italian Presidency fosters members discussion on innovative energy technological solutions, green finance and the role of smart cities for a sustainable recovery.

Prosperity

Trade and investment flows experienced significant disruption due to the Covid-19 pandemic, even if growing complexities in the global trading system in the pre-Covid-19 world, such as increasing tensions between major global actors and the rise of global value chains, already weakened the global trade governance and lead to the current crisis of the World Trade Organization (WTO).

The Italian Presidency encourages discussions on different proposals of WTO reform, following up on the 2020 Trade and Investment Ministerial Meeting Communiqué and the Riyadh Initiative on the Future of WTO.

Two other central priorities and deliverables of the Italian G20 are i) MSMEs access to trade finance and the proposal to introduce an international passport to enhance their participation to international markets and global value chains (GVCs); ii) strengthening the resilience of GVCs of medical products and vaccines in order to prevent export restrictions, stockpiling and other forms of vaccine nationalism.

The future of multilateralism in a post-Covid World

Despite the postponement of the COP26 to November 2021, the Italian G20 Presidency has the opportunity to lead the progress of climate negotiations in a context of improved international relations, given the Biden Administration decision to rejoin the Paris Agreement. Italy has a strategic interest in promoting global cooperation on decarbonization considering its leading role in several renewables sub-sectors. At the same time, its traditional attention towards debt relief may favor initiatives for low-income countries’ investment in adaptation and mitigation strategies.

Nevertheless, if the intention of the international community to achieve the SDGs and proceed with the Paris Agreement is concrete, G20 initiatives such as the “Common Framework” has to be upgraded to the scale of the current crisis and coupled with debt cancellation measures, involving private sector creditors, multilateral development banks, and more than a subset of developing countries.

In the same spirit, the Italian G20 should formally launch a deliberative dialogue platform to help identify and resolve controversial issues on WTO reform. Extraordinary challenging times request for ambitious targets, such as building mutual trust among all the involved stakeholders, both in developed and developing country, without any intent to replace the WTO.

The international system is currently undergoing a real structural change. Other than the trends towards unilateralism discussed above, different directions lie ahead as it is becoming increasingly clear that the major global challenges that we face, from pandemic, to climate change, digital transformation, and economic recovery all are intrinsically transnational in nature.

The new Italian Government lead by Mario Draghi reinforce Italy’s international standing for the G20 leadership during 2021 unprecedented opportunity to revamp multilateralism.

 

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Das Sorgfaltspflichtengesetz: Worum es geht und wie kann Ihr Unternehmen sich darauf vorbereiten?

Global Compact - February 17, 2021 - 1:29pm
Nun ist es offiziell: ein Sorgfaltspflichtengesetz (auch "Lieferkettengesetz" genannt) kommt. Die Bundesregierung, insbesondere das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) haben sich auf Eckpunkte für ein Gesetz geeignet. Diese sehen Sorgfaltspflichten für Unternehmen zur Wahrung der Menschenrechte in ihren Lieferketten vor. Für die praktische Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten bietet das DGCN zahlreiche Unterstützungsangebote.
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One Step at a Time Toward the Circular Economy that Benefits All

SCP-Centre - February 17, 2021 - 12:56pm

Freshly-graduated Livia El-Khawad is the newest member of our SIPS team. She has placed a special focus on circularity and resource management during her studies and is driven by the goal of making circularity not only work, but to do so in a socially responsible way.

How did you decide to join the CSCP?

My decision to pursue a job at the CSCP was rooted in the belief that only through hands-on approaches would I be able to further comprehend what sustainability really means for society, organisations and individuals. Having just finished my studies at the Leuphana University in the field of Environmental Sciences, I felt that I needed a ‘reality check’.  Through the diverse projects that I am working on and the numerous collaborations with various stakeholders, I can better grasp the opportunities at hand and think of creative solutions that move things forward. My main focus will be our circularity projects, a key objective being not only accelerating the transition but also ensuring that it is a fair one for all parties involved.

What are you looking forward to the most in your new role as a consultant for the SIPS team?

A great approach at the CSCP is that no one is put into a thematic box in which they have to spend most of their time. By showing interest and motivation, there are excellent opportunities to explore new areas, grow beyond one’s core expertise, think creatively and connect the dots. That’s exactly what I am looking forward to the most: expanding my horizon. Tapping into knowledge and belief systems beyond one’s comfort zone is, in my view, key for the professional as well as the personal development.

In your view, what are the main ingredients for a sustainable life?

Leading a sustainable life requires perseverance, openness towards new ways of doing things, and on many occasions, creativity. We still live in a world in which the norm is pretty much an unsustainable, resource-intensive way of living. Not choosing the default option always necessitates extra effort on the part of the individual, but it also comes with little joys – like moving to toothpaste tablets, which I proudly did recently. I do sometimes get frustrated if I can’t find sustainable alternatives for perfectly simple things, but then I am so heartened by seeing all the creative solutions already out there.

For further questions, get in touch with Livia El-Khawad.

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