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Join us at the ITB Berlin Convention: Sustainable Tourism as an Opportunity for Destinations, 5 March

SCP-Centre - February 25, 2020 - 9:06pm

What does sustainable innovation mean to the tourism business? How can the tourism industry and their supporting businesses make their existing and new products more sustainable as well as attractive to the mass market? Can tourism become a force for doing good? The SUS-ISLAND project together with Mautourco, a leading Mauritian Tour Operator, explored these questions in their pilot project of which the results will be showcased at ITB – the world’s largest travel trade fair on 5 March, 2020.

Mauritius has committed to acquiring the ‘Green Destination Status’ by 2030, and the government has put a Tourism Development Plan in place to support this goal. The CSCP and the Mauritius Tourism Authority (MTA) have jointly developed SUS-ISLAND, a project funded by the European Commission under the Switch Africa Green Programme. The project concentrates in the promotion of sustainable tourism in Mauritius by demonstrating and scaling up self-sustaining mechanisms for improving sustainability impacts along value chains.

Join us at the deep dive session on ‘The Wise Dodo Mauritius’, an innovative product developed within the SUS-ISLAND project that aims to give tourists new, authentic experiences while reducing the negative sustainability impact or footprint (e.g. resources overuse, emissions, water and waste generation) and increase the positive sustainability impact or handprint (e.g. ecosystems quality, community development).

Mautourco joined the SUS-ISLAND project team as a pilot Tour Operator to test and showcase approaches to create better value with a lower footprint and to mainstream sustainable tourism innovations. The CSCP together with its partner blueContec started off the pro-handprint innovation journey with Mautourco in an intense four-day workshop in April 2019. The goal was to rethink the tour business entirely by not only reducing negative impacts wherever possible but also create new handprints – positive impacts like authentic experiences, local development, ecosystem revitalization and cultural preservation. What this looks like in reality can be seen at the Messe Berlin.

Keynote speakers: Sören Hartmann, CEO, DER Touristik Group, Member of the Management Board, REWE Group and the Hon. G.P. Lesjongard, Minister of Tourism, Mauritius

Moderated by: Andreas Koch, Managing Director, blueContec

Panel guests: Arvind Bundhun, Director, Mauritius Tourism Promotion Authority (MTPA), Jörn Krausser, Director Product Management, Indian Ocean & Asia, DER Touristik Germany, Deyna Marianen, Commercial and Project Manager, Mautourco Ltd,Daren Moodely, Project Coordinator, Sus-Island Mauritius project, Mauritius Tourism Authority (MTA)

Mautourco is the first company to pilot handprint innovations with the SUS-ISLAND project. Additionally, there are three more pilots to go on the innovation journey. The SUS-ISLAND team will develop a pro-handprint innovation toolkit based on the learnings from the pilots to replicate the successes. Learn more on our project website.

For more information visit the ITB Berlin Website.

Please contact Kartika Anggraeni for further questions.

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Wie ONE und senegalesische Aktivist*innen die Gesetzgebung geändert haben

ONE - February 25, 2020 - 6:35pm

“Dies ist ein großer Erfolg für alle Aktivist*innen, die unermüdlich für einen Wandel im Senegal gekämpft haben.“ Black Queen, senegalesische Rapperin und Aktivistin.

Gemeinsam mit Partner-Organisationen starteten unsere Kolleg*innen im Senegal im Juni 2019 eine wichtige Kampagne. Sie forderten ein  Gesetz, um sexuelle Gewalt konsequenter und stärker zu verurteilen.  Dies sollte zu einer deutlichen Verbesserung der Sicherheit von Frauen und Mädchen beitragen, die von geschlechtsbezogenen Gewalt betroffen sind.

Die Kampagne nahm durch eine neue Petition und die Zusammenarbeit mit regionalen Gruppen schnell an Fahrt auf. Durch den Einsatz von Mailings, Social Media, Blogposts und Aktivitäten vor Ort konnten mehr als 97.000 Leute auf der ganzen Welt mobilisiert werden. Und dieser Einsatz hat sich gelohnt! Mit Hilfe des Engagements unserer Unterstützer*innen konnten wir etwas bewegen. Unsere Anstrengungen haben dazu beigetragen, dass ein neues Gesetz verabschiedet wurde. Mit dessen Hilfe wird die Strafe für sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen deutlich erhöht.

“Das ist ein großer Erfolg für all die Aktivist*innen, die sich unermüdlich für einen Wandel in Senegal eingesetzt haben“ erklärt Aktivistin und Künstlerin Black Queen. „Endlich erkennt die Regierung an, welchen schrecklichen Einfluss sexuelle und geschlechterbasierte Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen auf deren Lebensweg hat. Endlich erkennen sie das Vergehen als Gewalttat an. Ich bin stolz darauf, dass ich die Möglichkeit hatte, ONE im Senegal bei der Kampagne zu unterstützen. Ich hoffe, dass auch andere Länder darauf aufmerksam werden, nachziehen und uns in unserer Botschaft unterstützen: ‚Genug ist genug‘.”

Handlungsaufforderungen für den Senegal

Das ausschlaggebende Ereignis für die Kampagne findet sich im Mai 2019. Nachdem zwei junge senegalesische Frauen, Bineta Camara und Coumba Yade, vergewaltigt und ermordet wurden, gab es einen massiven öffentlichen Aufschrei. Dies führte dazu, dass hunderte von Menschen auf die Straßen gingen und Gerechtigkeit und Maßnahmen forderten, um die geschlechterbasierte Gewalt im Senegal zu bekämpfen. Sie forderten die Regierung auf, das Gesetz zu ändern, welches bislang nur eine geringfügige Bestrafung von Vergewaltigungen vorsah.

ONE nahm die Energie dieses Augenblickes auf und wandelte die Empörungen in Taten um. Wir starteten eine Kampagne, mit der die Regierung dazu aufgefordert wurde, die veralteten Gesetze zu überarbeiten. Gemeinsam mit dem DOYNA Collective, der DafaDoy coalition, JGEN Senegal und Black Queen haben wir uns dafür eingesetzt, dass die Vergewaltigung als ernstzunehmende Straftat anerkannt wird.

Im Dezember 2019 organisierten ONE und JGEN Women Global Entrepreneurship  ein Treffen mehrerer Interessenvertreter*innen, gemeinsam mit Anwält*innen und politisch Verantwortlichen. JGEN ist ein Verband der sich gegen geschlechtsbezogene Gewalt im Senegal einsetzt. Die Interessenvertreter*innen diskutierten mögliche Änderungen die an dem Gesetz vorgenommen werden könnten und was genau diese Änderungen für Konsequenzen haben würden.

Bewegung auf Regierungsebene

Unsere Petition haben wir direkt an den Präsidenten Macky Sall überreicht. Die Regierung verkündete daraufhin, dass sie ein neues Gesetz verfassen würde, um sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Anfang Dezember wurde eine neue Version des Gesetzes veröffentlicht und ins Parlament eingebracht.  Das Parlament debattierte darüber und verabschiedete ein Gesetz, welches Vergewaltigung als ein ernsthaftes Vergehen anerkennt.

Am 10. Januar unterschrieb Präsident Sall formell das Dokument, welches die veränderte Gesetzgebung festlegte. Mit der veränderten Gesetzgebung, erhalten verurteilte Straftäter eine Strafe von mindestens 10 Jahren, bis lebenslänglich ist jedoch auch möglich.

Was kommt als nächstes?

Das neue Gesetz ist bahnbrechend und bedeutet einen erheblichen Fortschritt. Es macht Hoffnung für die Entstigmatisierung des kulturellen Tabus ,von welchem sexuelle Übergriffe und geschlechtsbezogene Gewalt im Senegal betroffen sind.

„Der Kampf ist jedoch lange noch nicht vorbei“ betont ONEs Westafrika-Direktorin Oulie Keita. „Die Herausforderung besteht darin, das Gesetz nun anzuwenden und die nötigen Schritte einzuleiten, damit es national, regional und lokal durchgesetzt werden kann.“

In diesem Zusammenhang trifft sich Keita  mit den Hauptakteuren auf Regierungsebene, um die nächsten Schritte für die Umsetzung des Gesetzes vorzubereiten. Somit soll durchgesetzt werden, dass die Vergewaltigung tatsächlich auch bestraft wird.

ONE wird auch weiterhin mit Gruppen auf lokaler Ebene zusammenarbeiten, um sicherzustellen dass jede und jeder im Senegal über dieses Gesetz Bescheid weiß und wie dieses Gesetz im Kampf gegen sexuelle Gewalt beitragen kann.

Ohne unsere ONE-Unterstützer*innen im Senegal und auf der ganzen Welt hätten wir diesen großen Schritt nicht gehen können. Auf unserem weiteren Weg wollen wir sicherstellen dass das neue Gesetz den Betroffenen Unterstützung bietet, den Opfern Gerechtigkeit bringt und wir die Kommunen weiter darüber aufklären können. Teil diese guten Nachrichten mit deinen Mitmenschen. 

 

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Online-Kurs: „Go! Global - Virtueller Schulaustausch“

Engagement Global Presse - February 25, 2020 - 4:54pm
Bis 15. März können sich Interessierte für den Online Kurs „Go! Global“ bewerben. Foto: Engagement Global

Bildung ist ein Schlüsselfaktor für nachhaltige Entwicklung. In Zeiten der Globalisierung hat das Handeln der Menschen direkte Auswirkungen auf künftige Generationen und auf Menschen in anderen Regionen. Bildung für nachhaltige Entwicklung (ESD - Education for Sustainable Development) vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten, dieses Handeln einzuschätzen und zu verändern. Engagement Global und das ESD Expert Net fördern Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler, die im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) tätig sind oder tätig sein wollen und die Zukunft nachhaltig gestalten möchten.

Das Netzwerk unterstützt all diejenigen, die sich international und virtuell über ihre praktischen Erfahrungen im Zusammenhang mit den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDG) austauschen möchten. Das virtuelle Schulaustauschprogramm nennt sich „Go! Global“ und soll Schulen weltweit virtuell vernetzen.

Der englischsprachige Online Kurs „Go! Global“ richtet sich an Lehrende, Moderatorinnen und Moderatoren, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie alle an Bildung für nachhaltige Entwicklung interessierten Personen, die künftige Initiatoren von virtuellen Schulaustauschen sein möchten. Der Kurs dient zur Vorbereitung und soll dabei helfen neue Kompetenzen im Umgang mit digitalen Tools wie Videokonferenzen, interaktiven Präsentationen und Virtual-Reality-Touren zu entwickeln.

Ziel ist, dass Lehrende einen virtuellen Austausch über ein Nachhaltigkeitsprojekt an der eigenen Schule oder Institution durchführen können. Dafür erlernen sie eine virtuelle Umgebung zu entwicklen und zu implementieren. Sie erfahren mehr über die Grundkonzepte der nachhaltigen Entwicklung und wie sie diese kreativ umsetzen können.

Noch bis Sonntag, 15. März 2020, können sich Interessierte für den Online Kurs bewerben.

Das ESD Expert Net wurde 2010 im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufen. Das Ziel: Stärkung des internationalen Dialogs zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und Austausch mit regional bedeutsamen Schwellenländern. Seit 2014 arbeitet das Netzwerk zusammen mit Engagement Global als internationaler Schlüsselpartner der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO - United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) an der Umsetzung des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Weitere Informationen
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25. Februar 2020

ONE - February 25, 2020 - 4:23pm

1. Wahl in Togo: Langzeitherrscher weiter im Amt
Bei den Präsidentschaftswahlen im westafrikanischen Togo am vergangenen Wochenende wurde der seit anderthalb Jahrzehnten regierende Präsident Faure Gnassingbé erneut in seinem Amt bestätigt, wie der Spiegel, die Süddeutsche Zeitung, die Deutsche Welle, die Tageszeitung (taz), der Standard und die Neue Züricher Zeitung berichten. Gnassingbé erhielt 72 Prozent der Stimmen, der stärkste Gegenkandidat und frühere Ministerpräsident Agbéyomé Kodjo lediglich 18 Prozent. Die Wahl war somit schon in der ersten Runde entschieden. Die Opposition bezichtige Gnassingbé bereits des Wahlbetrugs. Erst vergangenes Jahr habe Gnassingbé mittels einer Verfassungsänderung erwirkt, dass er prinzipiell bis 2030 an der Macht bleiben könne. Gnassingbés Vater Gnassingbé Eyadéma war fast vierzig Jahre bis zu seinem Tod im Jahr 2005 Präsident des Landes. Ihm folgte sein Sohn. Togo sei nach Untersuchungen des Internationalen Währungsfonds das zehntärmste Land der Welt. Laut Weltbank leben mehr als die Hälfte der Bevölkerung in extremer Armut. Immerhin konnte bisher verhindert werden, dass die terroristische Gewalt aus dem benachbarten Burkina Faso nach Togo überschwappt.

2. Landet deutsches Entwicklungsgeld in Steueroasen?
Das Entwicklungsministerium und deutsche Wirtschaftsexpert*innen reagieren auf einen Weltbankbericht der Hinweise darauf fand, dass ein Teil der Entwicklungsgelder der Weltbank auf Auslandskonten in Steueroasen verschoben werde, wie der Tagesspiegel berichtet. Ein Sprecher des Ministeriums habe auf Anfrage erklärt, dass man „ein engmaschiges System aufgebaut [habe], damit keine Mittel in korrupten Kanälen landen“. Darüber hinaus würden Mittel der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit beispielsweise größtenteils über Partnerorganisation zur Verfügung gestellt, nicht direkt den jeweiligen Regierungen. Diese Organisation würden die „ordnungsgemäße Verwendung der Mittel“ durch Evaluierungen und Revisionen prüfen. Während das Ministerium zwar die Ergebnisse ernst nehme, zweifeln sie die wissenschaftliche Methodik der Studie an. Laut Tagesspiegel betrachten dagegen andere deutsche Ökonom*innen die Ergebnisse und Methodik als „einigermaßen plausibel“. Jakob Miethe von der Universität München weise darüber hinaus darauf hin, dass Deutschland selbst Entwicklungsgelder in Fonds anlege, die sich in Steueroasen befinden. Opposition und Expert*innen kritisieren allgemein die fehlende Bereitschaft Deutschlands, bilaterale Kapitalflüsse zu regulieren.

3. Lesothos Premier in Mord verwickelt
Der Premierminister von Lesotho, Thomas Thabane, muss im Zuge eines Verfahren wegen der Ermordung seiner Frau, Lipolelo Thabane, vor Gericht aussagen, wie der Spiegel, die Süddeutsche Zeitung, die Deutsche Welle, der Tagesspiegel, der Focus und der Standard melden. Thomas Thabanes dritte Ehefrau und Tatverdächtige, Maesaia Thabane, wollte in den Genuss der Annehmlichkeiten als First Lady des Landes kommen und verlangte vom Premierminister, sich von seiner damaligen Ehefrau, Lipolelo Thabane, scheiden zu lassen. Diese weigerte sich allerdings das Amt der First Lady einzubüßen. Im Sommer 2017 wurde Lipolelo Thabane umgebracht. Ende 2019 nahm die Polizei Ermittlungen gegen Maesaiah Thabane auf. Das 2,2 Millionen Einwohner*innen starke Lesotho sei ein kleines Königreich mitten in Südafrika, dessen wichtigstes Exportprodukt sauberes Wasser darstellt. Ansonsten seien die Ressourcen des Landes begrenzt und werden von korrupten Politiker*innen und Militärs ausgebeutet. Südafrikas Finanzminister Tito Mboweni habe vorgeschlagen, das Land Südafrika anzugliedern, so die Süddeutsche Zeitung.

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Weil der Markt versagt

E+Z - February 25, 2020 - 2:50pm
Armut und Krankheit bedingen einander – und deshalb ist öffentliche Gesundheitsversorgung unverzichtbar

Kranke Menschen wiederum laufen eher Gefahr arm zu werden, weil sie häufig nicht arbeiten können und hohe Gesundheitskosten haben. Die Lebenserwartung von Armen ist geringer, und mit zunehmendem Alter leiden sie auch mit größerer Wahrscheinlichkeit an chronischen Krankheiten.

Der Wohlstand einer Gesellschaft entscheidet sich deshalb auch an ihrer allgemeinen Gesundheitsversorgung. Alle Länder mit hohen Einkommen haben umfassende Netze aus Arztpraxen und Krankenhäusern. Sie sorgen auch mit Gesetzgebung und staatlichen Sicherungssystemen dafür, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung eine Krankenversicherung hat.

Entwicklungs- und Schwellenländer sind davon hingegen meilenweit entfernt. Dort bestimmt hauptsächlich die Kaufkraft, wer welche Behandlung bekommt. Wohlhabende haben die Möglichkeit, sich von Privatärzten – vielleicht sogar im Ausland – versorgen zu lassen. Die große Allgemeinheit muss schauen, wie sie mit dem Mangelzustand zurechtkommt.

Märkte funktionieren aber nicht in jedem Sektor – und was die medizinische Versorgung angeht, versagen sie systematisch. Wer gesund ist, macht sich in der Regel auch keine Sorgen, so dass viele Menschen Geld lieber für etwas anderes als eine Krankenversicherung ausgeben. Ohne staatliche Regulierung bleiben viel zu viele schutzlos. Wer dringend ärztliche Hilfe braucht, ist dagegen oft bereit, jeden Preis zu zahlen, kann aber gar nicht beurteilen, ob das jeweilige Angebot wirklich hilft. Auch hier hilft kompetente Regulierung und Aufsicht.

Aus diesen Gründen ist Gesundheitsversorgung eine staatliche Aufgabe und darf nicht dem freien Markt überlassen werden. Ein solides Gesundheitswesen reduziert gravierende ökonomische Risiken für Privathaushalte ebenso wie für Unternehmen. Deshalb ist es eine Grundlage für volkswirtschaftlichen Erfolg. Nur so ist garantiert, dass im Sinne der Nachhaltigkeits-Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) „niemand zurückgelassen“ wird. Aus gutem Grund betonte die Vorgänger-Agenda der Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) Gesundheitsthemen noch stärker.

Dass der Markt es nicht von selbst richtet, zeigt auch, dass es kaum Medikamente und Impfstoffe gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten gibt, da die Pharmaindustrie wenig wirtschaftliches Interesse an deren Entwicklung hat.

Entwicklungs- und Schwellenländer brauchen ein möglichst gutes und allgemein zugängliches Gesundheitswesen. Nötig sind dafür Geld und Fachwissen. Internationale Zusammenarbeit muss zum Erfolg beitragen, denn es gibt ein weltweites Interesse daran, dass Gesundheitssysteme zuverlässig funktionieren.

Das neue Coronavirus (Covir-19) belegt, dass es um globale Gemeinschaftsgüter geht. Als diese Zeilen Ende Februar geschrieben wurden, breitete sich die Krankheit überraschend schnell in Italien aus, weshalb mehrere Kommunen im Norden des Landes unter Quarantäne gestellt wurden. Die Nachrichten aus Iran waren ähnlich beunruhigend. Noch ist nicht abzusehen, welchen Schaden Covir-19 gesundheitlich, aber auch ökonomisch anrichten wird. Klar ist aber, dass arme Menschen und arme Länder besonders stark betroffen sein werden.

Sabine Balk ist Redakteurin von E+Z/D+C.
euz.editor@dandc.eu

 

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Grüne Deals | wer bezahlt und wer kassiert?

Forum Umwelt & Entwicklung - February 25, 2020 - 1:12pm

Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums Umwelt & Entwicklung

 

Auf einmal wollen sie alle dealen. Deals, New Deals, Green Deals, solche Begriffe machen die Runde, und gemeint sind dabei nicht die „genialen Freihandelsabkommen“ eines Donald Trump, sondern grosse Pläne für progressive Politik. Ob wirklich oder nur scheinbar progressiv, ist dabei eine andere Frage.

 

New Deal und Green New Deal – woher kommt das?

Es war Franklin D.Roosevelt, US-Präsident von 1933-1945, der den Begriff „New Deal“ geprägt hat. Wörtlich bedeutet der Begriff die „Neuverteilung der Karten“. Gemeint waren eine Serie von Wirtschafts- und Sozialreformen, mit der die US-Bundesregierung massiv in die Wirtschaft eingriff, ein grossangelegtes öffentliches Investitionsprogramm auflegte und den Grundstein des amerikanischen Sozialstaates legte. Nach der Weltwirtschaftskrise wurde vor allem durch Regulierung des Bankensystems und des Wertpapierhandels eine stabilere Wirtschaftsordnung geschaffen. Das Programm wurde von den Republikanern und den Wirtschaftseliten massiv bekämpft und mit Kommunismus und Faschismus gleichgesetzt. Aber breite Mehrheiten profitierten nicht nur wirtschaftlich davon, es war für sie auch psychologisch der Aufbruch aus der Depression der Weltwirtschaftskrise 1929. Roosevelt und die Demokraten gewannen sämtliche Wahlen bis zu Roosevelts Tod 1945. Nach 1945 war der New Deal zu erheblichen Teilen auch das Vorbild für den Wiederaufbau in Europa.
An diese Tradition anknüpfend, geistert der Begriff eines „Green New Deal“ schon länger durch die Welt als einer der vielen Begriffe, mit dem die vielbeschworene „ökologisch-soziale Transformation“ vorangebracht werden soll. Aufmerksamkeit erregte erstmals die von der britischen New Economics Foundation initiierte »Green New Deal Group«, deren Bericht »A Green New Deal« am 21. Juli 2008 erschien. Der damalige UNEP-Chef Achim Steiner griff die Idee kurz darauf mit seinem Vorschlag eines „Global Green New Deal« auf. Reduziert auf einen »Green Deal«, der begrifflich eigentlich gar keinen Sinn macht, wurde es erstmals von der konservativen britischen Regierung 2012 als Gebäudesanierungs-Programm für Energieeffizienz. Soziale Fragen kamen dort natürlich nicht vor.

 

Der Green New Deal in den USA

Aus akademischen und NGO-Spezialistenkreisen herausgefunden hat der Begriff wohl erstmals 2019. Progressive Politiker in den USA, allen voran Bernie Sanders und Alexandria Ocasio-Cortez, machten den »Green New Deal« zu einem Kampagnenbegriff. Ocasio-Cortez publizierte ein wunderbares Video, mit dem sie die Inhalte des GND brillant und allgemeinverständlich und vor allem emotional ansprechend zusammenfasste. Es wurde und wird millionenfach in den sozialen Medien verbreitet. Sie brachte gemeinsam mit weiteren 98 Abgeordneten einen Resolutions-Antrag in den Kongress ein, den GND zum Regierungsprogramm zu erheben. Damit war die eigene Partei gezwungen, sich dazu zu verhalten. Die Abstimmung steht noch aus. Im Wahlkampf von Bernie Sanders, aber auch der vielen progressiven Kandidatinnen und Kandidaten für den Kongress und andere Ämter, spielt der GND eine zentrale Rolle.

 

Im Wesentlichen geht es – ganz in der Tradition Roosevelts – um ein massives öffentliches Investitionsprogramm für die Energiewende hin zu 100% Erneuerbaren, Energiesparen vor allem durch Gebäudesanierung, eine Ökologisierung der Landwirtschaft, massiven Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und anderer Zukunftsinfrastrukturen. Gekoppelt wird dies mit einer Beschäftigungsgarantie und breiten Lohnsteigerungen im Niedriglohnsektor, der Schaffung neuer und guter Arbeitsplätze vor allem im öffentlichen Sektor und im Mittelstand, dem Aufbau eines Sozialstaats europäischer Prägung, mit regionaler Entwicklung und Wertschöpfungskreisläufe und einem entsprechenden wirksamen Aussenschutz, sprich: weniger Globalisierung.

 

Sanders und Ocasio-Cortez halten es für naiv zu glauben, so etwas bekommt man, wenn man vor allem auf die Kräfte des Marktes setzt. Dafür setzen die Protagonisten des GND auf einen aktiven Staat, der in die Wirtschaft eingreift. Der Green New Deal soll die Nutzung der fossilen Energien beenden, aber auch den Neoliberalismus. Natürlich werden für eine solche umfassende Umgestaltung der Wirtschaft jede Menge Arbeitskräfte benötigt. Das bedeutet, es wird mehr neue Arbeitsplätze geben als alte verloren gehen. Das ist der Unterschied zu einem Strukturwandel, der ungeplant vonstatten geht. Es geht nicht darum, ein reines Umweltprogramm aufzulegen, oder den Neoliberalismus klimafreundlicher zu machen, oder um den Umbau einer einzelnen Wirtschaftsbranche, etwa des Energiesektors. Es geht um den Umbau der gesamten Wirtschaft – um sie gleichzeitig ökologisch nachhaltiger und sozial gerechter zu machen. Das sind für Sanders und Ocasio-Cortez die beiden Kernaufgaben unserer Zeit.

 

Und jetzt kommt natürlich sofort die Frage, wer soll das alles bezahlen – eine Frage, die immer nur gestellt wird, wenn es um progressive Ideen geht. Wenn es darum geht, mit riesigen Milliardensummen Banken zu retten, ist immer Geld da. Wenn es darum geht, die Unternehmenssteuern noch weiter zu senken, ist dafür immer Geld da. Die Federal Reserve Bank, die EZB und andere Zentralbanken schaffen heute jeden Tag Milliarden aus dem Nichts, sie nennen es „quantitative easing“, und finanzieren damit alles Mögliche, Staatsschulden, Unternehmensanleihen und so weiter. Nur nichts Zukunftsweisendes. Wo landet denn dieses Geld am Ende? Im Endeffekt machen sie damit nur diejenigen noch reicher, die ohnehin reich sind.

 

Aber das kann man ja ändern. Die »Modern Monetary Theory« (MMT) ist heute eine der interessantesten wirtschaftspolitischen Konzepte, die in Europa allerdings kaum bekannt ist – vermutlich weil sie gegen sämtliche Gebote und Verebote der politisch-ökonomischen Orthodoxie vor allem in Deutschland verstösst. Die Wirtschaftsprofessorin Stephanie Kelton ist das Aushängeschild der MMT und ist eine der wichtigsten wirtschaftspolitischen Beraterinnen von Bernie Sanders. Dies genauer zu erklären, würde hier zu weit führen und kann an anderer Stelle nachgelesen werden – etwa hier, hier, hier oder hier. Eine erstaunlich freundliche Übersicht gibt sogar Bloomberg. Die MMT geht davon aus, dass Staaten, die ihre eigene Währung und Zentralbank besitzen (also die USA), im wesentlichen das Geld selbst schaffen können, das sie für die Staatsaufgaben benötigen und nicht anderweitig (etwa durch Steuern) einnehmen. De facto arbeitet Japan mit seiner horrenden Staatsverschuldung schon seit Jahrzehnten so, wobei die Hauptschuldnerin des japanischen Staates seine eigene Zentralbank ist, so dass diese Schulden eigentlich nur theoretischer Natur sind.

 

Wenn also die Geldschöpfung der Zentralbanken für die Finanzierung von Staatsaufgaben wie dem GND herangezogen wird, geht es eigentlich spätestens seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr so sehr darum, ob man das macht, sondern darum, wer die Nutzniesser sind. Die EZB hat mit ihren Anleihenkaufprogrammen seit 2009 Staatsanleihen und private Unternehmensanleihen gekauft für die schwindelerregende Summe von 2.6 Billionen Euro, das sind 2600 Milliarden Euro. Jeden Monat pumpt die EZB 20 Milliarden frisches Geld in den »Markt«. Noch mehr haben die USA gemacht. Was genau damit gekauft wurde und wird, wissen wir nicht. Wir wissen nur, dass eben nicht nur Staatsanleihen gekauft werden, sondern auch Anleihen grosser Konzerne. Bayer konnte so seine Monsanto-Übernahme mit finanzieren.

 

Geld ist offensichtlich genug da, es wird praktisch gedruckt – und es landet bei denjenigen, die ohnehin schon viel haben. Das billige Geld treibt die Aktienkurse, die Immobilienpreise, die Ackerlandpreise in immer neue Höhen, die mit realer Wertschöpfung nichts mehr zu tun haben, und sucht sich immer neue Anlagemöglichkeiten. Je höher der Aktienkurs, je höher die Immobilienpreise, desto höher müssen auch die Renditen sein, wenn die Rentabilität der Investition nicht sinken soll. All das haben arbeitende Menschen für die Investoren zu erwirtschaften.

 

Es wird Zeit, dass mit dieser Geldschöpfung etwas Sinnvolleres gemacht wird. Genau das planen Sanders, Ocasio-Cortez & Co. Wenn die immense Geldschöpfung der Zentralbanken nicht mehr der Ausweitung privater Vermögen dienen, sondern öffentlichen Zwecken und dem Gemeinwohl, wird die globale Investorenklasse von einer ihrer wichtigsten Geldquellen abgeschnitten. Daher lehnen sie die MMT rundheraus als völlig utopisch und unrealistisch ab – nicht aber die Politik des »quantitative easing«. Wie gesagt: das Prinzip der MMT ist eigentlich seit der Finanzkrise 2008 Praxis, beim GND werden aber die Nutzniesser geändert.
Der Green New Deal ist also keine der neumodischen „win-win“-Veranstaltungen, wo es angeblich nur Gewinner gibt. So etwas ist eine Illusion. Nein, es gibt dabei Verlierer, und das sind genau diejenigen, die in den letzten 40 Jahren den Neoliberalismus durchgeboxt haben, und die in dieser Zeit reicher geworden sind auf Kosten anderer.

 

Für Weiteres laden Sie sich den Vollständigen Artikel hier herunter:

Grüne Deals

 

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„Partnerschaften“ als Herzstück der EU-Afrika-Strategie

EurActiv - February 25, 2020 - 12:07pm
Die EU will versuchen, eine Reihe von politischen "Partnerschaften" in den Mittelpunkt ihrer EU-Afrika-Strategie zu stellen.
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Über Hunger und Lebensmittelverschwendung

EINEWELTblabla - February 25, 2020 - 10:00am

18 Millionen Tonnen Lebensmittel schmeißen wir in Deutschland jährlich in den Müll. Das sind über 700.000 LKW-Ladungen und 20 Milliarden Euro. Oder um es in zugänglicheren Dimensionen auszudrücken: Jedes dritte Nahrungsmittel landet in der Tonne. Der WWF hat 2016 zur Veranschaulichung den symbolischen „Tag der Lebensmittelverschwendung“ eingeführt., eine Art Stichtag bis zu dem alle Lebensmittel für die Mülltonne produziert worden sind. Das erschreckende Ergebnis: Die ersten 122 Tage des Jahres sind betroffen. Das sind alle Kalendertage bis zum 2. Mai.

Paradoxe Welt: Hunger und Überfluss

Während unser Konsumverhalten zu diesen absurden Zahlen führt, herrscht in anderen Teilen der Welt Mangel. Laut Welthungerhilfe leiden aktuell 821 Millionen Menschen Hunger, das sind 11 % der Weltbevölkerung oder jeder 9. Mensch. Und das Paradoxon geht weiter: Es sind die Lebensmittelerzeuger*innen, die die größte Gruppe unter den hungerleidenden Menschen ausmachen. 50 % Kleinbauern und -bäuerinnen, 20 % Landlose und 10 % Nomaden, Fischer*innen und Indigene gegenüber nur 20 % verarmten Städter*innen.

Auf staatlicher Ebene betrachtet sind die Menschen aus der Zentralafrikanische Republik am schlimmsten betroffen, gefolgt von Tschad, Madagaskar, Jemen und Sambia. Aktuell wird immer wieder Uganda in den Medien genannt, wo eine Heuschreckenplage die Bevölkerung geradewegs in die Nahrungsknappheit führt. Gründe für Ernährungskrisen gibt es viele: Kriege und Konflikte, Naturkatastrophen, Armut, der Welthandel, schlechte Regierungsführung und nicht zuletzt – jetzt vollenden wir den Kreis und blicken zurück nach Europa – Ressourcenverschwendung und Klimawandel.

Wir und unsere Ressourcenverschwendung Verschleiß in der Produktion

Schon heute produzieren wir genug Lebensmittel für 12 Milliarden Menschen und könnten somit theoretisch alle ernähren. Das Problem sind jedoch die riesigen Mengen an Nahrungsmitteln, die entlang der globalen Wertschöpfungskette verloren gehen. Dabei lassen sich klar zwei Trends unterscheiden: Im Globalen Süden geht der Großteil an Nahrungsmitteln während Produktion oder Lagerung verloren. Die Erzeuger*innen haben oft sehr einfache Geräte für Saat und Ernte, wodurch der Verschleiß relativ groß ist. Auch sind die Ernteerzeugnisse generell weniger und häufiger mit Schädlingen befallen wegen der traditionellen Düngemethoden. Die Lagerung erfolgt zumeist in einfachen Holzhütten, die weder Feuchtigkeit noch Kälte oder Schädlinge abwehren. So verrotten oder gefrieren Ernteprodukte bei schlechten Wetterbedingungen. Sogar während des Transports ist der Verlust groß: Holprige Straßen und schlechtes Verstauen zerquetschen Lebensmittel wie Tomaten oder sie fallen vom Wagen herunter.

Verschleiß im Verkauf

Im Globalen Norden sieht die Lage ganz anders aus: Unsere Agroindustrie sorgt mit chemischen Düngemitteln und Gentechnik für enorme Summen bei der Ernteproduktion, die Lagerung erfolgt in gekühlten Hallen und geschlossenen Räumen, die perfekt an die Bedürfnisse der Erzeugnisse angepasst werden können und auch im Transport gehen nur in Ausnahmefällen Produkte verloren. Unser Problem beginnt erst bei den Supermärkten und hört in der Küche auf.

Kosmetik lautet das Stichwort. Kleine Kartoffeln, krumme Möhren und unförmige Gurken – all das finden wir nicht in den Regalen von Rewe, Aldi & Co. Nicht weil sie ungenießbar sind, sondern aufgrund von mangelnder Schönheit. Nicht einmal Obst und Gemüse sind vom heutigen Schönheitswahn ausgenommen. Aussortiert und rausgeschmissen landen die vollkommen essbaren Lebensmittel auf der Müllhalde. Und das große Wegwerfen geht weiter: Wer schon einmal „containern“ war, weiß, wie viele Schätze sich in den Tiefen der Supermarkt-Container finden lassen, wenn am Abend nicht verkaufte Ware einfach weggeschmissen wurde.

Verschleiß zu Hause

Das Haltbarkeitsdatum scheint bis heute noch eine der missverstandensten Zeitangaben zu sein, sonst würden wohl kaum so viele essbare Lebensmittel in der Tonne landen. Der Vollständigkeit halber nochmal die Aufklärung: Das Datum bedeutet eine Garantie, dass das Lebensmittel bis dahin haltbar ist. Es bedeutet nicht, dass es danach schlecht ist. Wegen der Garantie muss das Datum sogar früher angesetzt sein, als das Produkt voraussichtlich schlecht werden wird.

Selbst wenn wir um den Mythos Haltbarkeitsdatum wissen, landet immer noch genug Essen im Müll. Wir wissen oft nicht was alles tatsächlich essbar ist und schmeißen lieber zu viel weg. Suppengrün, Kartoffelschale, das Innere vom Apfel, nur um ein paar Beispiele zu nennen. Lieber mehr wegschneiden lautet das Motto in unseren Küchen. Die richtige Lagerung ist auch vielen fremd – oder wunderst du dich nie warum die Tomaten im Kühlschrank so schnell matschig werden? Und last but not least komme ich zu den Mengen. Es ist wirklich schade, dass in Supermärkten 2 kg Möhren günstiger sind als 1 kg, besonders vor dem Hintergrund, dass in Deutschland jeder fünfte Mensch in einem Einpersonenhaushalt wohnt und die durchschnittliche Haushaltsgröße nur bei zwei Personen liegt. Nicht sehr verwunderlich, dass viele der extra groß portionierten Lebensmittel im Müll landen.

Von Gastronomiebetrieben möchte ich an dieser Stelle gar nicht erst anfangen.

Es entsteht der Eindruck, dass wir den Wert von Nahrung verloren haben. Und damit meine ich nicht die Lust an der Pizza, sondern die Entscheidung auch den Rand mitzuessen. Den einen Grund dafür habe ich schon angedeutet: Respekt den 821 Millionen Menschen gegenüber, die sich das eben nicht leisten können. Den anderen Grund bilden die Folgen der Müllproduktion für das Klima.

Wie wir den Klimawandel befeuern

Auch Müll gilt als treibender Faktor für den Klimawandel. Besonders hoch ist der vermeidbare Verlust von Getreideerzeugnissen (v.a. Brot und Backwaren), Gemüse und Obst, gefolgt von Milch- und Kartoffelerzeugnissen. Im Gegensatz dazu stehen beim Flächenfußabdruck Getreide, Fleisch- und Milcherzeugnisse an oberster Stelle.

Die Produktion aller verlorenen Lebensmittel erfordert Anbaufläche, Wasser, Energie für Lagerung und Transport, Kühlung, Verpackungsmaterial und Entsorgung. Alles umsonst ausgestoßene Treibhausgase und verlorene Fläche, die sonst Lebensraum bieten und Artenschutz betreiben könnte.

Aktiv werden: diese Initiativen gehen gegen Lebensmittelverschwendung vor

Des Problems der Lebensmittelverschwendung haben sich einige Initiativen schon vor Jahren angenommen. Foodsharing ist wahrscheinlich die bekannteste. Foodsaver „retten“ Lebensmittel aus verpartnerten Betrieben und Privathaushalten oder holen diese aus sogenannten Fairteilern in der Stadt ab – alles kostenlos. Wer mitmachen möchte, kann sich einfach registrieren. Erfahrungen zur UXA Foodsharing-App kannst du hier nachlesen.

Mit einem ähnlichen Konzept arbeitet Too good to go, allerdings bezahlst du hier einen reduzierten Preis für übriggebliebene Lebensmittel. Über die App werden dir gastronomische Betriebe angezeigt, bei denen du dir deine „Wundertüte“ mit überschüssigem Essen abholen kannst.

In Stuttgart gibt es sogar ein Foodsharing Café, die Raupe Immersatt.

Hartgesottene Lebensmittelretter*innen gehen containern, allerdings ist das in Deutschland illegal und kann zu Strafanzeigen führen. Manche Supermärkte tolerieren diese Art des zivilen Ungehorsams, andere verschließen ihre Müllcontainer absichtlich. Eine abgeschwächtere Form davon haben Freiburger Studierende in ihrer Mensa durchgesetzt: das „Bändern“.

All die Initiativen leisten tolle Arbeit gegen Lebensmittelverschwendung, doch auch die Politik muss endlich was tun. Aktuell wird im Bundestag ein Gesetz diskutiert, das Hersteller mit in die Verantwortung ziehen soll für den Müll ihrer Ware. Ziel sind Haltbarkeit, Wiederverwendbarkeit und weniger Verpackung. Die Kritik ist jedoch laut und kommt von allen Seiten: nicht weitreichend genug, schlechte Umsetzung, fehlende Kontrollmechanismen. Wie rückständig Deutschland tatsächlich im Thema Lebensmittelverwertung ist, zeigen die folgenden drei Beispiele aus Europa.

Blick über den Tellerrand: Europa

Seit Februar 2016 dürfen Supermärkte in Frankreich keine Lebensmittel mehr wegwerfen. Unverkaufte Ware muss stattdessen kostenlos abgegeben werden.

Italien versucht durch Anreize wie Steuererleichterungen Unternehmen zu überzeugen, Lebensmittel nicht zu verschwenden. Zudem können Lebensmittel nach Überschreiten des Verkaufsdatums gespendet sowie fehlerhaft gekennzeichnete Waren weitergegeben werden.

Auch Finnland will nun Lebensmittelverschwendung gesetzlich verbieten. Das Verbot soll für Supermärkte, Restaurants, Krankenhäuser und Cafés gelten.

Schließlich wurde in Tschechien ein Gesetz erlassen, dass Supermärkte verpflichtet unverkäufliche Lebensmittel zu spenden.

Vorlagen zur Umsetzung eines Gesetzes gegen Lebensmittelverschwendung gibt es genug. Das Problem scheint bisher noch nicht dringlich genug zu sein. Schade, da durch das Einbinden von Supermärkten und Gastronomie enorme Mengen an Müll wegfallen können und sogar Spenden ansteigen. Angesichts der steigenden Nachfrage bis Überforderung bei unseren gemeinnützigen Tafeln wäre das eine gute Lösung für beide Seiten.

Beitragsbild von Markus Spiske auf Pixabay

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Eine klimaneutrale Welt? - Hier sind die gesellschaftlichen Stellschrauben dafür

reset - February 25, 2020 - 6:40am
Wissenschaftler*innen haben sechs Elemente identifiziert, mithilfe derer mit gewissen Veränderungen das 1,5°C-Grad-Ziel des Abkommens von Paris eingehalten werden könnte. Die gute Nachricht dabei: Einige sind gar nicht so weit entfernt von ihrem Kipp-Punkt hin zu weniger CO2-Emissionen.
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Projekt Nachhaltigkeit 2020 gestartet

#HOCHN - February 25, 2020 - 12:00am
Projekt Nachhaltigkeit geht in die nächste Runde - noch bis zum 23.3.2020 können sich Nachhaltigkeitsprojekte und Initiativen für den Wettbewerb online bewerben.

Foto: Projekt Nachhaltigkeit/ RENN.nord

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24. Februar 2020

ONE - February 24, 2020 - 5:10pm

1. Bundespräsident fordert engere Zusammenarbeit mit Afrika
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier befindet sich zurzeit auf Afrikareise in Kenia und ruft Europa zu einer stärkeren und engeren Zusammenarbeit mit dem afrikanischen Kontinent auf, wie zdf.de, der Deutschlandfunk, der SWR, der Bayrische Rundfunk, stern.de, das Handelsblatt und die Stuttgarter Nachrichten melden. Steinmeier habe sich in Kenias Hauptstadt Nairobi mit Vertreter*innen der Zivilgesellschaft getroffen. Zudem habe Staatspräsident Uhuru Muigai Kenyatta ihn und die ihn begleitende Wirtschaftsdelegation empfangen. Steinmeier beschreibe seinen Besuch in Kenia als „überfällig“. Der letzte deutsche Bundespräsident in Kenia war Heinrich Lübke im Jahr 1966. Der Bayrische Rundfunk zitiert Annette Weber, Afrika-Expertin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), welche die Innovationskraft kenianischer Unternehmen lobt. Gleichzeitig benennt sie die Probleme des Landes und der Region wie Terrorismus, Korruption und fehlende demokratische Strukturen. Anders als in Europa, gebe es allerdings weniger Feindseligkeit gegenüber geflüchteten Menschen aus Nachbarstaaten. Am Donnerstag reise Steinmeier weiter in den Sudan, um den dortigen „politischen Aufbruch“ zu unterstützen. Entwicklungsminister Gerd Müller sicherte im Gespräch mit der dpa zu, dass Deutschland das Land mit insgesamt 80 Millionen Euro in Investitionen unterstützen könne, wie Zeit Online und Saarbrücker Zeitung berichten.

2. Südsudan: Übergangsregierung und Friedensvereinbarung
Vergangene Woche verkündeten der südsudanesische Präsident Salva Kiir und Oppositionsführer Riek Machar, eine gemeinsame Übergangsregierung bilden zu wollen. Nun trafen sich am Samstag Kiir und Machar in Südsudans Hauptstadt Juba, umarmten sich und „gelobten Frieden“, wie der Deutschlandfunk, die Süddeutsche Zeitung, die Berliner Zeitung, die Tageszeitung (taz), der Standard, evangelisch.de und die Neue Züricher Zeitung berichten. Insgesamt 400.000 Menschen kamen im Bürgerkrieg ums Leben, Millionen mussten fliehen. Darüber hinaus habe ein UN-Bericht festgestellt, dass die rivalisierenden Gruppen beide „Gräueltaten an der Bevölkerung begangen haben“, wie die taz berichtet. Obwohl sich Machar und Kiir nun auf eine Übergangsregierung geeinigt haben, die innerhalb der nächsten drei Jahre nationale Wahlen vorbereiten sollen, zweifle der Lual Deng, Ökonom im Ebony Center for Strategic Studies in Juba, daran, dass beide für eine solch lange Zeit zusammen arbeiten können. Laut Angaben der UN-Vertretung in Juba, rekrutieren beide Seiten weiterhin neue Kämpfer für ihre jeweiligen Streitkräfte, so die taz. Die Machtverhältnisse in der neuen Regierung seien noch nicht abschließend geklärt.

3. Haushalt fehlen 60 Milliarden Euro
Christian Reiermann thematisiert im Spiegel die voraussichtlichen finanziellen Lücken im Bundeshaushalt für die Jahre 2021 bis 2024. Zurzeit werde bis zum Jahr 2024 mit einem Fehlbetrag von bis zu 60 Milliarden Euro gerechnet. Finanzminister Olaf Scholz plane, die Ausgaben für Militär und Entwicklungszusammenarbeit weiterhin gleichermaßen anzuheben. Das summiere sich für 2021 auf 4,1 Milliarden Euro. Bis 2024 sollen die Aufwendungen für die Bundeswehr schrittweise auf 1,5 Prozent des BIP erhöht werden. Die finanziellen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit sollen gleichmäßig dazu ebenfalls ansteigen. Um bis 2024 die 1,5 Prozent des BIP für das Militär und für die Entwicklungszusammenarbeit eine Anhebung im Gleichschritt zu erreichen, fehlt allerdings bis dahin viel Geld. Insgesamt gäbe es bis 2024 ein Loch von mehr als 40 Millionen Euro. Um keine neuen Schulden zu machen, werde zurzeit beraten, die fehlenden Mittel über den Verkauf von Telekom- und Postaktien oder eine Tabaksteuererhöhung zu kompensieren. Am 18. März finde ein Kabinettstermin zur Beratung des Haushalts statt.

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Ländliche Notfallversorgung

E+Z - February 24, 2020 - 12:03pm
Auch mit wenig Mitteln lässt sich eine Notfallversorgung im ländlichen Afrika gewährleisten

Eine Notfallstation ist essenziell, um schwer erkrankten oder verunfallten Patienten sofort adäquat helfen zu können. Geschieht dies nicht, sind viele Betroffene zum Tode verurteilt, wie etwa bei einer schweren Blutvergiftung oder starken Blutungen. Es reicht nicht, Notfallpatienten in einem Krankenhaus in einer ambulanten Station zu behandeln, weil die Hilfe zum einen oft nicht schnell genug kommt und zum anderen die Diagnose oft nicht korrekt ist.

Zum Aufbau einer Notfallstation braucht es Folgendes: Organisation, Training und einiges Material. Im St. Francis haben wir das vorhandene Personal für ambulante Patienten so umorganisiert, dass mit einem Drei-Schicht-Betrieb eine 24-Stunden-Notfallversorgung möglich wurde. Wir richteten eine sogenannte Triage ein, das ist die Einteilung der Patienten nach der Schwere der Erkrankung oder Verletzung. So wird jeder Patient und jede Patientin als Erstes von einer Pflegeperson begrüßt, die Blutdruck, Puls, Temperatur und Sauerstoffsättigung misst. Sie teilt die Patienten anhand eines Score (South African Triage Scale, SATS) in drei Dringlichkeitsstufen ein.

Dadurch können die schwer kranken Patienten herausgefiltert und sofort in den Notfallraum gebracht werden, wo das Notfallteam rasch die Diagnose stellen und mit der Behandlung beginnen kann. Die weniger Kranken warten im Warteraum, bis sie von einem der weiteren Mediziner der Notfallstation gesehen werden. Erst nach der Triage werden die Patienten registriert und bezahlen die Dienstleistung. Notfallmedikamente verabreichen wir den Patienten sofort und rechnen diese später ab.

Im Notfallraum stehen dem Personal vier Überwachungsmonitore, zwei Ultraschallgeräte, ein Defibrillator, ein Elektrokardiographie-Gerät, Material zum nichtinvasiven Management der oberen Luftwege, eine Absaugpumpe, ein Vernebler für Medikamente zum Inhalieren und ein System für Thoraxdrainagen zur Verfügung. Schnelltests zur Bestimmung von Blutzucker, Malaria und HIV, Schwangerschaftstests, Urintests, Spritzen, Kanülen, Handschuhe und bereitgestellte intravenöse Flüssigkeit, Katheter und Notfallmedikamente gehören ebenfalls zur Ausstattung. Für dieses Jahr planen wir, ein Point-of-Care-System zur Durchführung der Blutgasanalyse und ein Blutchemie-Labor einzuführen.

Das Notfallpersonal besteht aus sechs ausgebildeten Medizinern (Medical Doctors, Clinical Officers, Assistant Medical Officers), vier alle zwei Monate rotierenden jungen Intern Doctors (Ärzte im Praktikum) sowie 13 Pflegekräften. Wichtig ist die kontinuierliche Schulung des Personals in Notfallmedizin, Ultraschall und Echokardiographie. Dies geschieht im Sinne des „Train the Trainers“-Prinzips: Ausgebildete schulen ihre unerfahreneren Kolleginnen und Kollegen. Das Training findet täglich am Patientenbett statt, während der täglichen Übergabe-Rapporte sowie in Notfall- und Ultraschallkursen.

Seit Beginn unseres Projektes haben wir rund 30 Mediziner und Pflegefachkräfte in Notfallmedizin geschult. Neun Mediziner – vier davon arbeiten auf der Intensivstation – haben die Ultraschallprüfung gemäß EFSUMB-Richtlinien (European Federation of Societies for Ultrasound in Medicine and Biology) bestanden. Sie sind nun Instruktoren und betreuen weniger erfahrene Kollegen in der täglichen Praxis. Weitere rund 80 junge Ärztinnen und Ärzte, die frisch nach dem Studium ein Jahr im Krankenhaus arbeiten, haben einen Einblick in Notfallmedizin und Ultraschall bekommen.

Wir behandeln pro Jahr 36 000 Erwachsene und Kinder auf der Notfallstation. Da die Distanzen zum Krankenhaus oft weit und mühsam sind aufgrund schlechter Straßen, das Geld knapp ist, wenige Menschen eine Krankenversicherung haben und die Felder stets bearbeitet werden müssen, kommen die Patienten oft erst in fortgeschrittenen Krankheitsstadien. Nach der Diagnose werden die Patienten behandelt, stabilisiert und in gebessertem Zustand direkt in den Operationssaal oder auf die Abteilungen verlegt, oder – im besten Fall – nach Hause entlassen.

Die wichtigsten Krankheitsbilder können wir behandeln: Blutvergiftung und andere Infektionskrankheiten wie Lungenentzündung oder Malaria behandeln wir durch rasche Gabe von Flüssigkeit und Antibiotika. Bei Unfällen mit inneren Verletzungen verlegen wir die Patienten direkt in den Operationssaal, etwa um innere Blutungen zu stillen, die Milz bei einem Milzriss zu entfernen oder um Frauen mit blutenden, geplatzten, Eileiterschwangerschaften notfallmäßig zu behandeln.

Eine gute Zusammenarbeit mit allen Disziplinen im Krankenhaus ist äußerst wichtig. Bei einigen Krankheiten stoßen wir aber an Grenzen: Da wir keine Computertomographie (CT) haben, können Schädelhirntraumata weder standardgerecht untersucht noch behandelt werden. Da wir keine Möglichkeit zur langfristigen Beatmung haben, müssen wir Patienten mit schweren Lungenentzündungen, die eine mechanische Atemunterstützung brauchen, in ein Zentrumskrankenhaus schicken. Da dieses 420 Kilometer weit weg ist und eine zehnstündige Fahrt – teilweise über eine schlechte Schotterpiste – bedeutet, ist das oft unrealistisch. Auch für Nierenersatzverfahren bei Patienten mit einem Nierenversagen müssen wir Patienten verlegen.

46 Prozent aller Patienten, die wir vom Juli 2016 bis Juni 2017 behandelt haben, litten an Infektionskrankheiten wie respiratorischen Krankheiten, Harnwegsinfekten und Malaria. Zehn Prozent der Patienten hatten Unfälle mit schweren Verletzungen, sechs Prozent Bauch- und fünf Prozent gynäkologische oder Probleme in der Schwangerschaft. Fünf Prozent litten an kardiovaskulären Krankheiten.

Finanziert wird die Notfallstation von verschiedenen Stiftungen (Symphasis Stiftung, Zürich, Schweiz; Hella-Langer-Stiftung, Gräfelfing, Deutschland; Ernst Göhner Stiftung, Zug, Schweiz), welche die Materialkosten und meinen Lohn übernehmen. Die Räumlichkeiten wurden von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit Schweiz gebaut. Sämtliche Löhne des Notfallpersonals werden vom Krankenhaus oder vom Staat getragen. Gerade eben wird ein eigenes Budget für die Notfallstation etabliert: Sämtliche Einkünfte aus Ultraschalluntersuchungen, EKG und Interventionen werden separat auf ein Konto der Notfallstation gezahlt. Von diesem Geld können Überstunden des Personals finanziert, Ersatzteile für Geräte, Verbrauchsmaterial und Notfallmedikamente für Patienten, die kein Geld haben, gekauft werden.

Vergangenes Jahr erhielt unser Projekt den mit 100 000 Euro dotierten Else-Kröner-Fresenius-Preis für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit. Mit dem Preisgeld haben wir drei weitere Ultraschallmaschinen und einige Ersatzteile gekauft, werden drei Ultraschallkurse und einen Notfallkurs durchführen sowie Lohnkosten finanzieren. Die Leitung der Notfallstation liegt bei den tansanischen Kollegen. Ich arbeite im Notfallteam mit und werde bei medizinischen oder organisatorischen Fragen konsultiert.

Bislang gibt es nur sehr wenige Notfallstationen in Subsahara-Afrika, vor allem auf dem Land. Die tansanische Regierung möchte den Aufbau von Notfallstationen fördern. Unsere Station hat Modellcharakter für andere Krankenhäuser: Wir haben gezeigt, dass es möglich ist, vor allem durch Organisation und Training und nur mit wenig Geld, eine funktionstüchtige Notfallstation im ländlichen Afrika aufzubauen.

Martin Rohacek ist Internist und Notfallmediziner vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH). Seit 2015 arbeitet er am St. Francis Referral Hospital in Ifakara in Tansania und betreibt klinische Forschung am Ifakara Health Institute. 2019 erhielt er den mit 100 000 Euro dotierten Else-Kröner-Fresenius-Preis für Medizinische Entwicklungszusammenarbeit.
mrohacek@ihi.or.tz

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24.02.2020 Minister Müller reist nach Bangladesch und Indien – Arbeitsbedingungen im Textilsektor und Kampf gegen Kinderarbeit im Fokus

BMZ - February 24, 2020 - 11:00am
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller ist zu einer Reise nach Bangladesch und Indien aufgebrochen. Im Zentrum stehen die Arbeitsbedingungen in globalen Lieferketten, insbesondere im Textilsektor, der Kampf gegen Kinderarbeit in der Region sowie die Lage der Rohingya-Flüchtlinge. Hierzu erklärt Minister Müller: "Menschrechte sind unteilbar. Aber immer noch müssen 150 Millionen Kinder weltweit unter teils ausbeuterischen Bedingungen arbeiten. Für Millionen Arbeiter ...
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Klimaschutztag

RNE Termin - February 24, 2020 - 10:57am

Der Beitrag Klimaschutztag erschien zuerst auf Rat für Nachhaltige Entwicklung.

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Wald im Klimawandel

RNE Termin - February 24, 2020 - 10:56am

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