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22.Oktober 2021

ONE - 9 hours 1 min ago
1. Sudan: Massenproteste gegen Übergangsregierung

Zehntausende haben in der Hauptstadt Khartum und anderen Städten die Auflösung der Übergangsregierung gefordert. Darüber berichten Tagesschau.de, die Tageszeitung (taz) und Deutschlandfunk. Die Demonstrierenden verlangen den Rücktritt des Präsidenten des Souveränen Rats, Armeegeneral Burhan, und des Kommandeurs einer militärischen Spezialeinheit. Der Übergangsregierung werde einen Mangel an Reformen sowie schlechter werdende wirtschaftliche Bedingungen und wachsende Armut vorgeworfen. Premierminister Hamduk spreche von der “gefährlichsten politischen Krise”, die das Land seit dem Sturz von Diktator Baschir 2019 erlebt habe.

2. Armut macht Fehlbildungen tödlich

In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau thematisieren der Kinderarzt und Ernährungswissenschaftler Michael Krawinkel sowie die Kinderchirurgin Judith Lindert angeborene Fehlbildungen des Verdauungstraktes bei Kindern. Diese gehören zu den fünf häufigsten Todesursachen bei Kindern, tauchen aber in Programmen zu Globaler Kindergesundheit nicht auf. Für Gastroschisis, einem Defekt der vorderen Bauchwand, seien die Unterschiede in der Sterblichkeit besonders groß: Mit dieser Fehlbildung sterben 90 Prozent der Betroffenen in einkommensschwachen Ländern, aber nur 1,4 Prozent in Ländern mit hohem Einkommen. Inwieweit Beatmungsgeräte und künstliche Ernährung verfügbar sind, sei ein entscheidender Faktor bei der Behandlung. Im Gegensatz zu Aids, Tuberkulose und Malaria beziehe sich die Behandlung nicht auf die Anwendung von Medikamenten, sondern auf kinderchirurgische, ärztliche und pflegerische Dienstleistungen. Es brauche vor allem funktionierende Überweisungs- und Transportsysteme für die Patient*innen.

3. Gesundes Wirtschaftswachstum für Afrika

Wirtschaftswissenschaftler Robert Kappel macht in der Welt mehrere Vorschläge für ein gesundes Wirtschaftswachstum in Afrika. Je ein Prozent Wirtschaftswachstum generiere in Subsahara Afrika gerade einmal 0,4 Prozent Jobwachstum. Ausländische Investitionen fließen nach wie vor in den Rohstoffsektor und in die landwirtschaftliche Produktion von Blumen oder Kaffee, “Kolonialwaren des alten Schlags”, deren Wertschöpfung im Ausland erfolge. Im Durchschnitt seien in den letzten Jahren gerade einmal 140.000 Arbeitsplätze jährlich auf dem gesamten Kontinent entstanden. Hoffnung mache die in diesem Jahr in Kraft getretene afrikanische kontinentale Freihandelszone (AfCFTA) die ein Jobwachstum von einem Prozent pro Jahr generieren kann. Laut Kappel soll sich Europa nicht wie in den letzten Jahrzehnten immer wieder mit neuen Vorschlägen einbringen, sondern den Kontinent eine eigene Dynamik entwickeln lassen. Es brauche eine umsichtige Strategie zur Entwicklung eines afrikanischen Mittelstandes, der wettbewerbsfähig gegenüber ausländischer Konkurrenz werden und Impulse für Beschäftigung geben kann.

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The WHO pandemic treaty: responding to needs or playing COVID-19 geopolitics?

#2030Agenda.de - October 21, 2021 - 9:13pm

The coronavirus (COVID-19) crisis has ignited eagerness in some circles for new binding instruments in the global health arena. This is an unexpected development, in many ways: health policy arrangements are mostly grounded on soft norms, and the World Health Organization (WHO) has adopted binding agreements only twice in its 76 years of history. Nicoletta Dentico describes in her paper the background of the proposal for a Pandemic Treaty currently discussed in the WHO and discloses the actors and their interests. She places the proposal in the broader context of the global health crisis and the power asymmetries in global health governance.

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Wir müssen Konflikte adressieren, wenn wir Zero Hunger erreichen wollen

VENRO - October 21, 2021 - 4:55pm

Der neue Welthunger-Index 2021 reiht sich ein in eine Kette alarmierender Berichte. Befeuert durch multiple Krisen wie Covid-19, Klimawandel und Konflikte stagniert der Fortschritt oder hat gar Rückschläge bei der Erreichung von Zero Hunger zu verzeichnen. Es braucht resiliente Ernährungssysteme, um den Krisen zu begegnen.

Wir sind dramatisch vom Kurs auf Zero Hunger abgekommen

Der Welthunger-Index 2021 (WHI) zeigt zwar, dass der Hunger global betrachtet seit dem Jahr 2000 sukzessive zurückgegangen ist, jedoch steigt die Verbreitung von Unterernährung, einer der vier WHI-Indikatoren, seit einigen Jahren wieder. Dies ist ein Warnsignal für zukünftige Umkehrungen auch bei anderen Indikatoren. Bei dem derzeitigen Tempo wird die Welt als Ganzes – und 47 Länder im Besonderen – das Ziel Zero Hunger bis 2030 deutlich verfehlen. 28 dieser Länder liegen in Afrika südlich der Sahara. Dem WHI 2021 zufolge befindet sich ein Land – Somalia – in einer gravierenden Hungersituation. In neun Ländern ist die Situation sehr ernst: Burundi, Demokratische Republik Kongo, Jemen, Komoren, Madagaskar, Südsudan, Syrien, Tschad und Zentralafrikanische Republik.*

Multiple Krisen verschärfen den Hunger

Besonders beunruhigend ist die Tatsache, dass die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie noch nicht in vollem Umfang in die Berechnungen für den WHI einfließen konnten. Das heißt: In Zukunft verschärft sich der Trend womöglich weiter! Die Pandemie beeinträchtigt Ernährungssicherheit u.a. durch Einkommensverluste aufgrund von Infektionen, Quarantäne, Lockdowns, durch Beeinträchtigung der Nahrungsmittelversorgung sowie daraus resultierende Preiserhöhungen. Zugleich können wichtige ernährungsrelevante medizinische Leistungen wie Impfungen, Behandlung von Fehlernährung oder Schwangerschaftsbetreuung nicht mehr angeboten oder in Anspruch genommen werden.

Ein weiterer Hungertreiber ist der Klimawandel. Bereits jetzt verschärft der Klimawandel die Ernährungsunsicherheit durch höhere Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und häufigere Extremwetterereignisse; und die Auswirkungen sind weitverbreitet, rasant und intensivieren sich.

Konflikte bleiben Haupttreiber von Hunger

Gewaltsame Konflikte werden immer schwerwiegender und langwieriger – und bleiben Haupttreiber von Hunger . In acht von zehn Ländern mit sehr ernsten, bzw. gravierenden WHI-Werten ist der Hunger maßgeblich durch Konflikte bedingt: Somalia, Tschad, Demokratische Republik Kongo, Zentralafrikanische Republik, Südsudan, Burundi, Syrien, Jemen. Gewaltsame Konflikte beeinträchtigen nahezu jeden Bereich von Ernährungssystemen – von der Erzeugung bis hin zum Konsum; z.B. durch negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft, wenn Ernten oder Betriebsmittel vernichtet oder geraubt werden, Land unzugänglich wird und Arbeitskräfte infolge von Verletzungen, Tod oder Vertreibung fehlen. Gleichzeitig kann erhöhte Ernährungsunsicherheit zu Konflikten beitragen. Diese Wechselwirkung zwischen Konflikt und Hunger zeigt: Ohne Ernährungssicherheit ist eine nachhaltige Friedenssicherung kaum möglich, und ohne Frieden ist es unwahrscheinlich, den weltweiten Hunger zu beenden.

Resiliente Ernährungssysteme können zur Friedensförderung beitragen

Um die Resilienz von Gemeinden angesichts von Herausforderungen wie dem Risiko gewaltsamer Konflikte, des Klimawandels, Extremwetterereignissen und wirtschaftlichen Schocks zu stärken, müssen wir die Ernährungssysteme so verändern, dass sie nachhaltig und gerecht werden. Selbst inmitten von Konflikten und extremer Vulnerabilität können Interventionen zur Ernährungssicherung und zum Aufbau von Resilienz einen Beitrag zur Friedensförderung leisten. Das zeigt der diesjährige Gastbeitrag im WHI von Dan Smith und Caroline Delgado vom Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI).

Letztlich ist es jedoch entscheidend, dass Konflikte politisch gelöst werden. Das Völkerrecht muss gestärkt und Verletzungen des Rechts auf Nahrung, einschließlich in Konfliktsituationen – etwa durch den Einsatz von Hunger als Kriegswaffe – konsequent sanktioniert werden.

*In fünf dieser Länder zeigt dies der WHI-Wert (Dem. Rep. Kongo, Jemen, Madagaskar, Tschad, Zentralafrikanische Republik). In vier weiteren Ländern lagen nicht ausreichend Daten vor, um einen WHI-Wert zu berechnen, sie wurden auf Basis vorhandener Daten vorläufig in diese WHI-Schweregradkategorie eingestuft (Burundi, Komoren, Südsudan, Syrien).

 

Zum Welthunger-Index:

Der Welthunger-Index (auf Englisch: Global Hunger Index, GHI) misst und vergleicht jährlich die Ausprägung von Hunger und Unterernährung in der Welt, verschiedenen Regionen und einzelnen Ländern. Er soll zu einer stärkeren Wahrnehmung und einem besseren Verständnis des Kampfes gegen den Hunger führen und lenkt die Aufmerksamkeit auf jene Weltregionen, in denen zusätzliche Ressourcen am dringendsten benötigt werden, um den Hunger zu beenden. Weitere Informationen zu den Ergebnissen, der Berechnung des Index und zur Situation in einzelnen Ländern, sowie den Gesamtbericht zum Download finden Sie unter: www.welthungerindex.de

Tomorrow without Toxics – Internationale zivilgesellschaftliche Konferenz zum Chemikalienmanagement

Forum Umwelt & Entwicklung - October 21, 2021 - 1:57pm

Seien Sie bei der International Civil Society Conference on Chemicals Management (ICSCCM) dabei! Die virtuelle Konferenz wird vom deutschen NGO-Netzwerk Forum Umwelt und Entwicklung organisiert, in Kooperation mit den Partner Organisationen HEJ-Support, WECF, PAN Germany und BUND – Friends of the Earth Germany. Die Registrierung zur Konferenz wird ab November kostenlos möglich sein. Ein detailliertes Programm wird demnächst veröffentlicht.

 

Die virtuelle Konferenz findet vom 22. Bis 26. November statt und richtet sich an die Zivilgesellschaft und soziale Bewegungen aus der ganzen Welt. Wir wollen zusammen die Aufgaben und Herausforderungen der internationalen Regulierung von Chemikalien und toxischen Stoffen diskutieren. Die Konferenz bietet jeden Tag ein High-Level Panel und bietet Raum für Austausch, Diskussion und Wissensweitergabe. Zusammen wollen wir während der Konferenz einen Aufruf formulieren und im Nachgang veröffentlichen, der uns und andere Stakeholder dazu aufruft, für eine solide und nachhaltige Regulierung von Chemikalien einzutreten.

 

Konferenzplattform und Übersetzungen:

Für die Realisierung der Konferenz nutzen wir eine digitale Plattform. Die Plattform kombiniert Streaming-Tools mit Social-Media-Elementen. Hier können wir diskutieren, interagieren und uns vernetzen. Die Plattform wird in verschiedenen Sprachen verfügbar sein und auch die Panels werden simultan übersetzt. Wir wollen eine möglichst niedrigschwellige Beteiligung und Interaktion ermöglichen. Wenn Sie Interesse an einem Side-Event haben oder eigene Themen einbringen wollen, kontaktieren sie uns gerne!

 

Mehr Informationen finden Sie hier: https://www.giftfreie-zukunft.org/icsccm

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Welttag der Information über Entwicklungsfragen: Ausgaben Deutschlands und der OECD-Länder

SID Blog - October 21, 2021 - 1:08pm
PRESSEMITTEILUNG zum UN-Welttag der Information über Entwicklungsfragen am 24. Oktober 2021 Nachhaltige Entwicklung braucht Tempo und höhere Bildungsausgaben – Deutschland und OECD-Länder sind gefragt

[Wiesbaden, 21.10.2021] In ihrem Sondierungspapier zur Bildung der künftigen Bundesregierung erklären SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP, dass sie das internationale und entwicklungspolitische Handeln Deutschlands an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen ausrichten wollen. Wichtigste Grundlage, um dies zu erreichen, ist Information und Bildung zu nachhaltiger Entwicklung (BNE). Als Akteur im Feld der BNE in Deutschland informiert der World University Service (WUS) jährlich zu den Ausgaben der OECD-Länder für entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit. Das aktuelle Datenblatt hierzu liegt jetzt vor. Der UN-Welttag am 24. Oktober 2021 gibt Anlass, die Bedeutung von Bildung als Grundlage für nachhaltiges Handeln hervorzuheben.

„Entwicklungspolitische Information und Bildung legt das Fundament für informierte, effektive Maßnahmen in der Wirtschaft, im Gesundheitswesen, im Umweltschutz, im sozialen Zusammenleben. Die neuen Zahlen zu den Ausgaben für entwicklungspolitische Information und Bildung der OECD-Staaten zeigen, dass alle beteiligten Staaten deutlich nachlegen müssen. Auch Deutschland ist gefragt – der 16. Bericht zur Entwicklungspolitik der Bundesregierung, der gestern vom Bundeskabinett verabschiedet wurde, bestätigt dies", betont Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des WUS, anlässlich der Vorstellung des neuen Datenblattes. „Die nächste Bundesregierung hat hier eine Chance: Sie kann entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit stärken und damit die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung für Entwicklungspolitik als Beitrag für eine internationale Friedenspolitik erhöhen. Sie fördert damit u. a. auch das Engagement junger Menschen für eine solidarische Weltgemeinschaft."

Das United Nations Development Programme (UNDP) empfahl bereits 1993, drei Prozent der Gesamtausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit (ODA – Official Development Assistance) für entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit zu verwenden. In Deutschland betragen die Ausgaben hierfür nach aktuellen Berechnungen der OECD lediglich ca. 0,74 Prozent. Das neue Datenblatt der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd gibt einen Überblick über die Ausgaben für entwicklungspolitische Bildung der OECD-Staaten.

Mehr zur Arbeit der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd ist unter www.informationsstelle-nord-sued.de finden.


Digitales Lernen weltweit fair gestalten! – Machen Sie mit bei der Global Education Week 2021!


World University Service – Deutsches Komitee e. V.
Seit 1950 aktiv für das Menschenrecht auf Bildung
Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd
Goebenstr. 35 - 65195 Wiesbaden
Tel.: +49 611 9446170 - Fax: +49 611 446489
infostelle@wusgermany.de - www.informationsstelle-nord-sued.de
www.entwicklungspolitik-deutsche-laender.de - Eine-Welt-Veranstaltungskalender

 

SID Talk: Wie geht faire Digitalisierung? Nächsten Mittwoch, 27. Oktober, 20 Uhr

SID Blog - October 21, 2021 - 1:07pm

SID Hamburg lädt Sie zu einem geplanten Zoom-Meeting ein.

Neuer Termin zu unserem aktuellen Fokusthema Entwicklungspolitik 4.0? Die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit.

Inwieweit können digitale und technische Innovation und Transformation zum Erreichen der Agenda 2030 beitragen?

Thema: „Eine fair gestaltete Digitalisierung - Wie kann das gehen?"

Mittwoch, 27.Oktober 2021, 20:00 Uhr

Bei uns ist Sven Hilbig. Er beschäftigt sich in seinem Arbeitskontext bei Brot für die Welt viel mit dem Thema einer fair gestalteten Digitalisierung.

Anmeldung erforderlich: https://www.sid-hamburg.de/node/738


Mexico’s back-tracking on energy policy, the European Union and the COP26

DIE Blog - October 21, 2021 - 12:33pm

As the 26th UN Climate Change Conference of the Parties (COP26) in Glasgow approaches (31 October to 12 November 2021), Mexico’s Congress discusses a controversial proposal to modify the Constitution in the electricity sector. This legislative change would give primacy to the Comisión Federal de Electricidad (CFE), a state-owned company, effectively crowding out private producers and eliminating independent regulators. The discussion takes place in a highly polarised political context, with the government arguing, in full nationalist fashion, for the need to take back control of a strategic sector that was opened to private and foreign investment with the 2013 Energy Reform. The weak and fragmented opposition and environmental non-governmental organisations (NGOs), like Greenpeace, criticise the effects this will have for the private sector, investor confidence and the ensuing litigation by the affected companies, higher prices to the final consumer, and, of course, the environmental implications for the reduction of green-house emissions.

The introduction of electricity generation with renewable sources (solar and wind), which increased from 3% to 9.4% between 2015 and 2020, was achieved primarily through private investment, notably from European and Canadian companies. This trend is now being reversed, as the expansion of solar and wind capacity has slowed down since 2020, when a new regulatory framework for the power sector was introduced, and no new capacity is planned until 2027. Meanwhile, only 32% of CFE’s electricity production comes from renewables and, in aggregate, 75% of Mexico’s electricity still comes from fossil fuels. If approved, the Constitutional change would reverse the progress achieved so far.

At least, the proposed reform is putting the discussion on climate change and de-carbonization on the public agenda, where it has been conspicuously absent. In fact, President Lopez Obrador’s environmental agenda is rather limited. It focuses on the project Sembrando Vida, which consists of paying rural populations to plant trees – so far with underwhelming results. Instead, the government has prioritized energy self-sufficiency based on fossil fuels, through massive funding for the state-owned Mexican Petroleum (PEMEX).

For the EU, Mexico’s changing energy policy is of great concern for two main reasons. On the one hand, because of the implications of the European companies that have already invested in the renewables sector and now face legal uncertainty. On the other, at a more general level, the EU is worried about the difficulties this policy change poses for Mexico’s international commitment to fight climate change.

Mexico’s shifting international position on climate action

The 22% CO2 emissions reduction proposed in Mexico’s 2015 Nationally Defined Contribution (NDC) was based on the energy sector reform, especially the introduction of renewables in the electricity sector, as well as the introduction of cleaner fuels. However, given the current government’s energy policy, Mexico has not proposed a more ambitious 2020 NDC, up for review in Glasgow in 2021, as stipulated in the Paris Agreement. In fact, the new NDC revised the business-as-usual (BAU) scenario upwards, which means that achieving the 2030 target would result in higher emissions. Thus, Climate Action Tracker, moved Mexico’s pledge from “insufficient” to “highly insufficient”, lowering climate ambition and transparency.

As a result of these energy policy changes, Mexico’s international position is shifting, from the leading developing country it was in the effort against climate change, towards emphasis on adaptation, closer to the G77 views. At the COP26 it will be demanding financial support for Latin America and the Caribbean from international and regional institutions as a condition for intensifying its policies, as Foreign Minister Marcelo Ebrard stated at the CELAC (Comunidad de Estados Latinoamericanos y Caribeños) summit hosted by Mexico last September. More worryingly, no high-level officials are to attend the summit in Glasgow in November.

Still, in contrast to these trends, Mexico continues to pay lip service to environmentalism in other international fora and from other angles. For example, it recently co-sponsored and voted in favor of a resolution at the United Nations’ Human Rights Council recognizing the right to a clean, healthy and sustainable environment. Moreover, it is promoting the expansion of Sembrando Vida as a key cooperation tool with Central America. Mexico is also committed to strengthening the global framework for biodiversity and subscribes to a green recovery from the COVID-19 pandemic.

What role for the EU?

Despite the Global Agreement between the EU and Mexico, in force since 2000, and the Strategic Partnership since 2007, which includes a high-level dialogue on climate change, relations are not going through their best moment, as both sides’ priorities shift apart. The last high-level meeting of the dialogue on climate change, which used to take place yearly, was held in 2019, and the one that was supposed happen in October 2020 has been postponed indefinitely. Instead, discussion of the matter has been grouped with other issues, such as the Agenda 2030, the drugs problem, gender equality, and migration during the first high-level meeting on multilateral issues, a year ago.

Sectoral interaction with the Federal government has become increasingly difficult for the EU in matters related to climate and energy policy. The main interlocutor used to be the Ministry of the Environment (SEMARNAT), but it has suffered severe budget cuts in the last three years, drained of bureaucratic capacity, expertise, and political standing. Dialogue with the Ministry for Energy (SENER) is non-existent, and European ambassadors have complained to the Senate for not consulting stakeholders before changing the legislation in the electricity sector in April 2020.

The EU, its member states and the United Kingdom continue to be regarded as a source of funding, expertise and technical support, but dialogue on climate change has narrowed down to the Foreign Ministry, and within the frame of multilateral issues. Thus, EU bilateral environmental cooperation with Mexico continues, but it is now focused on state and local initiatives, as well as with other actors from civil society with whom cooperation is still possible. Examples of current cooperation include a project called “Chihuahua Green City”, in collaboration with the major and business associations, and a training course for young Mexican leaders in favor of climate action and biodiversity.

In the future, Mexico which is an open economy that depends on exports, will probably face difficulties when the EU starts demanding environmental certifications to allow entry into its market and imposes the carbon tax proposed in the EU Green Deal. Therefore, the EU should work with Mexican exporters’ associations and other local actors to increase their awareness of the coming changes that will affect their business and help them to adapt accordingly. Ratifying the recently signed EU-Mexico Agreement (2020), which includes a new chapter on Sustainable Development, would also provide additional tools for the EU to encourage Mexican compliance in this increasingly controversial issue.

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Plastic Pirates go Europe – Wir machen mit: die Klassen M3, B3 und B4

EINEWELTblabla - October 21, 2021 - 11:53am

Wir kommen von der Carl-Orff-Schule in Engers. Der Ort Engers ist ein Stadtteil von Neuwied. Die Stadt Neuwied liegt am Mittelrhein. Diese Region ist im Bundesland Rheinland-Pfalz. Wir haben an der Aktion „Plastic Pirates“ teilgenommen.

Was machen „Plastic Pirates“?

Piraten sammeln Schätze. „Plastic Pirates“ sammeln Müll.

Wie lief die Aktion ab?

Am Mittwoch, 29.9.2021 von 10:00 Uhr bis 11:45 Uhr waren wir mit 3 Klassen am Rheinufer. Wir haben drei Aufgaben durchgeführt:

Gruppe A (Müll am Flussufer)
Die Gruppe A untersucht das Verdriften von Müll. Dazu wird in 9 markierten Kreisen Müll gesucht.

Gruppe B (Müllvielfalt am Flussufer)
Die Gruppe B sammelt Müll am Ufer. Der Müll wird an einer Station sortiert.

Gruppe C (Treibender Müll)
Die Gruppe C untersucht den treibenden Müll an der Wasseroberfläche. Außerdem wird die Fließgeschwindigkeit gemessen.

Jede Klasse hat eine Gruppe übernommen. Alle Gruppen dokumentieren ihre Arbeit (Werte aufschreiben, fotografieren). Diese Daten werden auf der Homepage www.plastic-pirates.eu hochgeladen und stehen dann der Forschung zur Verfügung.

In drei Ländern Europas wird diese Aktion durchgeführt: Portugal, Slowenien und Deutschland.

Warum haben wir mitgemacht?

Wir haben bei der Plastic Pirates Aktion mitgemacht, weil das Thema sehr wichtig ist. Wir finden den Umweltschutz wichtig.

Was haben wir gelernt?

Müll gehört in die Mülltonne und nicht in die Natur, Müll im Gewässer verursacht große Umweltschäden. Plastik verrottet nicht, sondern wird zum Mikroplastik.

Wir haben 531 Zigarettenkippen gesammelt. Eine Zigarette vershmutzt bis zu 60 Liter Trinkwasser. Wir haben durch die Sammelaktion 31.860 Liter Wasser „gerettet“.

Was hat uns überrascht?

Dass kein Müll vorbei geschwommen ist. Die Strömung vom Rhein war stark. Uns hat die große Menge an gesammelten Müll überrascht. Wir haben 36,9 kg Müll gesammelt. Ein freundlicher Mitarbeiter der Stadt Neuwied hat den gesammelten Müll entsorgt.

Warum ist dieses Projekt wichtig?

Wir sammeln mit der Aktion Daten über Plastikmüll im Rhein. Unsere Daten helfen der Forschung.

Unsere Schule engagiert sich auch in anderen BNE-Bereichen. Besucht doch einmal unsere Homepage: www.cos-neuwied.de

-Viele Grüße von den Klassen M3, B3 und B4-

Die Fotos sind von Lehrkräften der Carl-Orff-Schule gemacht worden.

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Diskussionspapier: Soziale Gerechtigkeit im Ressourcenschutz

Forum Umwelt & Entwicklung - October 21, 2021 - 10:32am
Soziale Gerechtigkeit im Ressourcenschutz

Autor*innen: AG Soziale Gerechtigkeit des Netzwerk Ressourcenwende; u. A.:
Julia Klein, Josephine Koch, Tom Kurz, Benedikt Jacobs und Tabea Waltenberg

 

Im Netzwerk Ressourcenwende, in dem das Forum aktiv ist,  hat sich 2020 eine Arbeitsgruppe gegründet, welche die Themen soziale Gerechtigkeit und Ressourcenschutz stärker zusammendenken will. Der bisherige Diskussionsstand der AG wurde nun in einem Diskussionspapier veröffentlicht. Das Papier versucht, die Problematik der bestehenden sozialen Ungleichheit in Verbindung mit den notwendigen Forderungen nach einem ökologischen Ressourcenumgang zu beleuchten, damit letztere die zunehmenden Verteilungskonflikte – lokal und global – nicht zusätzlich verschärfen. Es wird der Diskussionsstand der Gruppe abgebildet und anhand einiger aktueller Beispiele und Strategien schlaglichtartig aufgezeigt, wie soziale Gerechtigkeit und Ressourcenschutz zusammen vorangebracht werden können. Dabei wird keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhoben und so mancher Aspekt fehlt noch. Gleichzeitig wagt das Papier einen ehrlichen Blick darauf, was die Verbindung von sozialer Gerechtigkeit und Ressourcenschutz für unsere Lebens- und Wirtschaftsweise bedeuten könnte. Ziel ist es, eine Debatte anzustoßen und mit verschiedenen Menschen und Akteur*innen in einen Austausch zu treten.

 

Denn: die Ressourcenkrise ist im Kern eine Verteilungskrise. Um die Planetaren Grenzen zu wahren, muss der Ressourcenverbrauch drastisch reduziert werden. Die zentralen Fragen lauten Wer muss den Ressourcenverbrauch drastisch reduzieren? Und wie können begrenzte Ressourcen gerecht verteilt werden?

 

Das Diskussionspapier verschafft im ersten Teil einen Überblick über die Probleme des aktuellen Ressourcenverbrauchs und analysiert die gescheiterten Versuche, diese zu lösen. Im zweiten Teil werden Ansatzpunkte für Veränderungen wie Suffizienzpolitik und Demokratisierung vertiefend behandelt. Abschließend werden einige Positivbeispiele wie die Donut-Ökonomie erörtert.

 

AnsprechpartnerInnen beim Forum:

 

Tom Kurz: kurz@forumue.de

Josephine Koch: koch@forumue.de

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21. Oktober 2021

ONE - October 21, 2021 - 9:15am
1. Bilanz über vier Jahre deutsche Entwicklungspolitik

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat sich gegen die Überlegung ausgesprochen, sein Ministerium mit dem Auswärtigen Amt zusammenzulegen. Das erklärte er anlässlich der Vorstellung des Entwicklungspolitischen Berichts der Bundesregierung, wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung, die Tageszeitung (taz), die Frankfurter Rundschau und der Bayerischer Rundfunk berichten. Weltweit sterben täglich 15.000 Kinder an Unterernährung, so Müller. Sein Ministerium habe erstmals 2016 und 2020 die internationale Verpflichtung eingehalten, jeweils 0,7 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung als Entwicklungsausgaben zur Verfügung zu stellen. Mit Blick auf die kommende Regierung fordere er eine weitere Erhöhung des Entwicklungsetats auf ein Prozent, ein europäisches Lieferkettengesetz und einen europäischen “Green Deal” für den afrikanischen Kontinent.

2. Die Türkei soll Afrikas führender Handelspartner werden

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan besucht diese Woche Angola, Nigeria und Togo und will damit den Einfluss der Türkei in Afrika vergrößern. Das berichten das Redaktionsnetzwerk Deutschland und die Frankfurter Rundschau. Die Türkei wolle „Afrikas führender Handelspartner in der Welt werden“, so Erdogan. Bis 2025, so sein Ziel, soll sich das Handelsvolumen der Türkei mit Afrika auf 50 Milliarden Dollar verdoppeln. Die türkische Afrika-Strategie sei breit angelegt und reiche von Bildungseinrichtungen, Medienprojekten und sozialen Einrichtungen über humanitäre Hilfe in Somalia bis zu Infrastrukturprojekten. Gleichzeitig entwickle dich der afrikanische Kontinent zu einem immer größeren Absatzmarkt für die Produkte der türkischen Rüstungsindustrie. Marokko und Äthiopien wollen türkische Kampfdrohnen anschaffen. Damit riskiere die Türkei aber auch ein Aufflammen regionaler Auseinandersetzungen wie den Bürgerkrieg in der äthiopischen Provinz Tigray oder den Streit Ägyptens und Äthiopiens um den Staudamm am Blauen Nil.

3. UN-Klimakonferenz: Ruf nach globaler Gerechtigkeit

Andrea Böhm thematisiert in der Zeit die globalen Herausforderungen des Klimaschutzes am Beispiel Madagaskar mit Blick auf die Weltklimakonferenz in Schottland. Die Insel liege in einer Region, in der die Erderwärmung doppelt so schnell vor sich geht wie im globalen Durchschnitt. Derzeit seien auf Madagaskar mehr als eine Million Menschen von Hunger bedroht. Dabei verursache die Bevölkerung weniger als 0,01 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen. Selbst mit den “neuen” Klimazielen der mächtigsten Industrie-und Schwellenländer steuere die Welt laut einer Analyse von Climate Transparency auf eine Erderhitzung von 2,4 Grad zu. Der kenianische Klimaexperte Mohamed Adow nennt die G20-Staaten deswegen eine “Bedrohung für die Menschheit”. Die mangelnde globaler Gerechtigkeit müsse Grund genug sein, dass die Politik endlich entschlossener handelt, so Böhm.

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Bericht aus Afghanistan: "Viele haben nichts zu essen außer trockenes altes Brot, getunkt in Tee"

Unicef - October 21, 2021 - 9:00am
Es ist derzeit nicht leicht, einen Überblick über die Lage in Afghanistan zu bekommen. Nur wenige haben Zugang zum Land, die Sicherheitslage ist bedrohlich. Wir von UNICEF sind weiter vor Ort. Hier schildert Salam Al-Janabi, Sprecher von UNICEF Afghanistan, was er im Einsatz für Kinder erlebt.
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Diplomatie und Künstliche Intelligenz

SWP - October 21, 2021 - 2:00am

Künstliche Intelligenz (KI) birgt das Versprechen, große Datenmengen schneller und zuverlässiger zu analysieren, als Menschen dies können. Ist es also auch möglich, mit KI-Systemen die für diplomatische Verhandlungen relevanten Informationen so auszuwerten, dass dadurch ein signifikanter strategischer Mehrwert entsteht? Wir gehen dieser Frage zunächst anhand von zwei explorativen Fallstudien nach. Die erste dreht sich um die Verhandlungen für eine deutsch-österreichische Zollunion in den Jahren 1930/31. Hier zeigen wir, wie KI-Systeme genutzt werden könnten, um für Zwecke der Strategiebildung automatisiert ein Spektrum möglicher Szenarien zu entwickeln. In der zweiten Fallstudie geht es um die Verhandlungen um die sogenannte Cybercrime-Resolution im Rahmen der Vereinten Nationen (VN). In Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt wurde für die Studie untersucht, ob und in welcher Form KI-Systeme geeignet sind, das Verhalten von Staaten in der VN-Generalversammlung zu prognostizieren. Ausgehend von den beiden Fallstudien nehmen wir in einer systematischen Zusammenschau weitere Möglichkeiten in den Blick, KI als Instrument für die Diplomatie zu nutzen, zum Beispiel beim automatisierten Monitoring öffentlicher Medien rund um einen Verhandlungsprozess. KI ist heute noch oft fehleranfällig und wird absehbar nicht die Urteilskraft erfahrener Diplomaten ersetzen können. Als unterstützendes Instrument jedoch hat KI das Potenzial, einen möglicherweise unverzichtbaren Beitrag zur Vorbereitung und Durchführung diplomatischer Verhandlungen zu leisten. Die deutsche Außenpolitik sollte die Voraussetzungen dafür schaffen, die Einsatzmöglichkeiten von KI und anderen Methoden der Datenanalyse für die Zwecke der Verhandlungsdiplomatie weiter zu explorieren; außer­dem sollte sie eine »außenpolitische Datenstrategie« entwickeln und nor­mative Leitlinien für die Nutzung von KI im Kontext der Diplomatie einziehen.

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On Words and Votes in Venezuela

SWP - October 21, 2021 - 2:00am

Regional and local elections are to be held in Venezuela on 21 November. After sev­eral years of election boycotts opposition forces are taking part in the elections again. In addition, since August this year they have participated in a dialogue with envoys of President Nicolás Maduro in Mexico. While many Venezuelans are struggling to merely survive, the two conflict parties are seeking to extend their room for manoeu­vre. The international community should support the dialogue and election process and dose pressure on and incentives for the Maduro regime giving priority to the needs of society.

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Minister Müller stellt Entwicklungspolitischen Bericht vor

SID Blog - October 20, 2021 - 9:01pm
„Wenn wir die globalen Mega-Trends nicht entschlossen in Entwicklungs- und Schwellenländern angehen, kommen die Probleme zu uns"

 

Berlin, 20.10.21 – Entwicklungsminister Müller stellte heute in der Bundespressekonferenz den Entwicklungspolitischen Bericht der Bundesregierung vor - gemeinsam mit Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt und Eberhardt Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF - und forderte eine stärke Entwicklungspolitik.

 

Entwicklungsminister Müller: „Die globalen Herausforderungen, die vor uns stehen, sind enorm und sie betreffen uns auch in Deutschland unmittelbar: der Klimawandel, die größte Flüchtlingskrise seit Ende des zweiten Weltkriegs und vor allem die Corona-Pandemie. Als Folge kommen Hunger und Armut weltweit zurück, nach großen Fortschritten in den Jahrzehnten davor. Jeden Tag verhungern 15.000 Kinder. Weltweit hungern wieder über 800 Millionen Menschen. Das ist Mord, denn wir haben das Wissen und die Technologie, das zu ändern.  Durch den Klimawandel haben Millionen Menschen bereits ihre Lebensgrundlagen verloren. Wenn wir nicht konsequent global gegensteuern, könnten daraus 140 Millionen Klimaflüchtlinge in den nächsten 30 Jahren werden.

 

Das alles verlangt eine starke Antwort aus Deutschland. Denn die Folgen betreffen uns direkt. Deshalb braucht es auch in der nächsten Legislaturperiode eine starke, eigenständige deutsche Entwicklungspolitik. Denn wir haben in den letzten Jahren viel geschafft: Seit 2020 setzen wir ein weltweites Corona-Sofortprogramm von 4,7 Milliarden Euro um. Allein im letzten Jahr haben 10 Millionen Menschen von verbesserten Gesundheitsdienstleistungen  profitiert und 12 Millionen Kinder können zur Schule gehen.​ Der Globale Klimaschutz wurde deutlich gestärkt. Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz wurde beschlossen und der Grüne Knopf, das staatliche Textilsiegel, wurde erfolgreich am Markt eingeführt.

 

Wir dürfen nicht nachlassen. Ich sage ganz klar: Wer zwei Prozent für Rüstung anstrebt, der muss sich auch für ein Prozent für Entwicklung und humanitäre Hilfe aussprechen. Damit schaffen wir mehr Sicherheit in der Welt, verringern Fluchtursachen, schaffen Perspektiven vor Ort und leisten einen sehr wirksamen Beitrag für den globalen Klimaschutz. Wir müssen Nachhaltigkeit zum Prinzip alles unseres Handelns machen. 

 

Die Mittel dazu könnten eine ambitionierte, europaweite Finanztransaktionssteuer erbringen. Mit nur 0,01 Prozent, auch auf Transaktionen von hochspekulativen Derivaten, könnten europaweit jedes Jahr 60 bis 80 Milliarden Euro generiert werden, die zur Bekämpfung des Hungers und für eine nachhaltige globale und gerechte Entwicklung weltweit eingesetzt werden sollten."

 

Dagmar Pruin, Präsidentin Brot für die Welt: „Wir sind dankbar, dass das BMZ dem Kampf gegen den Hunger besondere Aufmerksamkeit schenkt. Minister Müller spricht  angesichts von 15.000 Hungertoten pro Tag sogar von Mord, weil diese Opfer vermeidbar wären. Diese Opfer wären in der Tat vermeidbar, denn es ist genug für alle da. Wir brauchen hier endlich deutlich größere Anstrengungen und einen ganzheitlichen Ansatz.

Kohärenz durch Fusionen von Ministerien herstellen zu wollen, ist ein Irrweg. Dann könnte man auch das Wirtschafts- und das Umweltministerium zusammenlegen, um Ökonomie und Ökologie zu versöhnen. ​Statt über Fusionen nachzudenken, die für lange Zeit viel Energie binden, sollten im Sinne von mehr Kohärenz eher Strukturen gestärkt werden, die zu mehr Kooperation für eine nachhaltige Entwicklung führen. Ich denke da zum Beispiel an den Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung und den Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung, der zu einem Ausschuss des Bundestages aufgewertet werden sollte. Wir brauchen dringend so etwas wie einen SDG-TÜV: Alle Gesetze und Beschlüsse sollten vorab daraufhin überprüft werden, ob sie im Einklang mit der Agenda 2030 und den Pariser Klimabeschlüssen stehen.

 

Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF​: „Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ist international ein Leuchtturm mit einer enorm hohen Wirkung. Dies gilt es weiter auszubauen. Auch in unserem eigenen Interesse. Die langfristig und partnerschaftlich angelegte Strategie des BMZ führt die direkte Unterstützung der Menschen vor Ort mit dem notwendigen Erhalt der Lebensgrundlagen wie die biologische Vielfalt und ein gesundes Klima zusammen. Die neue Bundesregierung muss sich noch stärker dafür einsetzen für Eine Welt ohne Hunger, den Schutz des Klimas, der Biodiversität und gesunder Ökosysteme sowie eine gerechte Globalisierung, die ein Leben in Würde für alle ermöglicht.

 

 

Ergebnisse der deutschen Entwicklungspolitik der vergangenen vier Jahre:

 

·         Erneut wurde das 0,7-Prozent Ziel für Entwicklungszusammenarbeit erreicht.

·         Seit 2020 wird ein weltweites Corona-Sofortprogramm von 4,7 Milliarden Euro umgesetzt.

·         Der Globale Klimaschutz wurde deutlich gestärkt: Der deutsche Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung wurde seit 2014 mehr als verdoppelt. Die "Allianz für Entwicklung und Klqwa    ​ima" wurde zur Förderung der Klimaneutralität von Unternehmen und Kommunen gegründet.

·         Gerechte globale Lieferketten wurden vorangebracht: Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz wurde beschlossen und der Grüne Knopf, das staatliche Textilsiegel, wurde erfolgreich am Markt eingeführt.

·         Beim Artenschutz wurde der Weltnaturerbe-Fonds gestartet. Insgesamt unterstützt das BMZ 660 Schutzgebiete weltweit mit einer Fläche sechsmal so groß wie Deutschland

·         Und schließlich wurde das erste umfassende Reformkonzept seit 12 Jahren, „BMZ 2030", beschlossen und umgesetzt.

 

Mit diesem Engagement der Bundesregierung hat allein im vergangenen Coronajahr 2020 dazu beigetragen, dass:

 

·         rd. 10 Millionen Menschen verbesserten Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen haben;

·         rd. 12 Millionen Schülerinnen und Schüler von verbesserten Bildungseinrichtungen profitieren;

·         rd. 1 Million Binnenvertriebene, 860.000 Flüchtlinge und 90.000 Rückkehrerinnen und Rückkehrer unterstützt

 


 

Den gesamten Entwicklungspolitischen Bericht finden Sie als Download hier: https://www.bmz.de/de/aktuelles/entwicklungspolitischer-bericht-der-bundesregierung

 

Umsetzung der Kinderrechte muss Kompass des politischen Handelns sein | UNICEF

SID Blog - October 20, 2021 - 9:00pm
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Umsetzung der Kinderrechte muss Kompass des politischen Handelns sein

UNICEF zum Start der Koalitionsverhandlungen

© Shutterstock

Köln, den 20. Oktober 2021// Zum morgigen Beginn der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FPD appelliert UNICEF Deutschland an die Parteien, jetzt ein neues Regierungsprogramm zu erarbeiten, das umfassende und wirksame politische Antworten auf die akuten Herausforderungen enthält, vor denen Kinder und Jugendliche in Deutschland und anderen Ländern stehen.

Aus Sicht von UNICEF Deutschland beinhaltet das in der vergangenen Woche vorgelegte Sondierungspapier gute Ansätze. Dazu gehören die Absichten im Bereich der Familien- und Sozialpolitik, die Chancengerechtigkeit für Kinder zu fördern, die am meisten Unterstützung brauchen, sowie konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Kinderarmut in Deutschland zu bekämpfen, in Bildung zu investieren und die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. 

Diese Ansätze sollten weiter konkretisiert und in der kommenden Legislaturperiode möglichst zeitnah und verbindlich umgesetzt werden. Die besonders benachteiligten Kinder und ihre Familien müssen im Zentrum einer erfolgreichen Familien- und Sozialpolitik stehen.  

UNICEF Deutschland begrüßt zudem das klare Bekenntnis der Parteien zu einem gemeinsamen Weg zum Klimaschutz, einschließlich der Bekräftigung des 1,5-Grad-Ziels und der Einhaltung der Verpflichtungen zur internationalen Klimafinanzierung. Die Ausformulierung dieser Bekenntnisse im Koalitionsvertrag werden über die Zukunftsfähigkeit der neuen Agenda entscheiden. Schon heute sind weltweit etwa eine Milliarde Kinder aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels extrem stark gefährdet. Die neue Bundesregierung sollte sich daher klar zu einer globalen und nationalen, auf das Wohl und die Rechte von Kindern ausgerichteten Politik in den Bereichen Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit bekennen.

Ebenso wichtig ist der im Sondierungspapier formulierte Wille, das internationale Handeln an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) auszurichten. Angesichts der enormen globalen Herausforderungen, die durch die Covid-19-Pandemie verschärft wurden, darf dies kein Lippenbekenntnis bleiben. Vielmehr ist es wichtiger denn je, dass humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und die Förderung des sozialen Zusammenhalts Hand in Hand auf eine nachhaltige und gerechte Zukunft für jedes Kind hinwirken. 

Darüber hinaus sollten in den kommenden Koalitionsverhandlungen weitere Maßnahmen zur Förderung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in allen Politikbereichen diskutiert werden. Die vorgeschlagene Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre ist dabei ein wichtiger, aber nicht der einzig notwendige Schritt, um Kindern in Politik und Gesellschaft als Expert*innen in eigener Sache mehr Gehör zu geben.

UNICEF Deutschland ruft die Parteien dazu auf, an die Ansätze der Sondierungsgespräche anzuknüpfen und eine an den Kinderrechten orientierte Politik weiterzuentwickeln, zu konkretisieren und in einem möglichen Koalitionsvertrag festzuschreiben. Zielführend wäre hierbei insbesondere eine übergeordnete Strategie zur Umsetzung der Kinderrechte, die die einzelnen auch im Sondierungspapier genannten Maßnahmen aufgreift und in einen planbaren, kohärenten und wirkungsvollen Rahmen bringt. Dafür muss auch die Finanzierung der geplanten Vorhaben sichergestellt werden.

Eine Regierungskoalition, die der Verantwortung der heutigen und zukünftigen jungen Generation gerecht wird, muss die Verwirklichung der Kinderrechte zum Kompass ihres politischen Handelns machen. 


Unter dem Titel „Eine Politik mit Zukunft – für Kinder und mit Kindern" hat UNICEF Deutschland zur Bundestagswahl 2021 konkrete Vorschläge zur Umsetzung der Kinderrechte veröffentlicht. Die Empfehlungen enthalten unter anderem Maßnahmen zur Stärkung der Teilhabechancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher in Deutschland sowie zur Verbesserung der Situation von Kindern in Krisen- und Konfliktgebieten.


Umsetzung der Kinderrechte muss Kompass des politischen Handelns sein

Unicef - October 20, 2021 - 3:00pm
Zum morgigen Beginn der Koalitionsverhandlungen appelliert UNICEF Deutschland an die Parteien, jetzt ein neues Regierungsprogramm zu erarbeiten, das umfassende und wirksame politische Antworten auf die akuten Herausforderungen enthält, vor denen Kinder und Jugendliche in Deutschland und anderen Ländern stehen.
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20. Oktober 2021

ONE - October 20, 2021 - 10:48am

1. Klimakrise trifft Menschen in Afrika am härtesten

Der afrikanische Kontinent ist vom menschengemachten Klimawandel besonders stark betroffen. Darüber berichten Tagesschau.de, Zeit Online, Spiegel.de, Stern.de, die Welt, die Tageszeitung (taz), die Hamburger Morgenpost und die Deutsche Welle. Die Folgen der Erderwärmung wie Überschwemmungen, Dürren oder Erdrutsche seien in Afrika stärker zu spüren als im weltweiten Durchschnitt. Zu dem Schluss komme der neue Bericht “The State of the Climate in Africa 2020” der Weltwetterorganisation (WMO) und der Afrikanischen Union (AU). Der Klimawandel habe bereits im vergangenen Jahr zu mehr Ernährungsunsicherheit, Armut und Vertreibung auf dem afrikanischen Kontinent beigetragen. Die Zahl der von Hunger Bedrohten in ganz Afrika sei im letzten Jahr um fast 40 Prozent gestiegen. In Ostafrika und am Horn von Afrika haben Dürren, Flut- und Sturmkatastrophen 1,2 Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Besonders betroffen seien Menschen in extremer Armut, die von weniger als 1,90 Dollar am Tag leben müssen.

 

2. Deutschland droht Ziel von 100 Millionen Impfdosen-Spenden zu verfehlen

Tagesschau.de und NDR.de berichten, dass Deutschland dieses Jahr wahrscheinlich nicht die versprochenen 100 Millionen Corona-Impfdosen an ärmere Ländern spenden kann. Den Herstellern der Impfstoffe werden schwere Vorwürfe gemacht. Grund für das Verfehlen des Ziels seien bürokratische Hürden, Preisfestsetzungen und wenig planbare Liefermengen, die dafür sorgen, dass die Spenden nicht wie gewünscht abfließen können. In vielen EU-Mitgliedsstaaten bauen sich derzeit Impfstoff-Überschüsse auf, während sich global eine Notfallsituation bei den Verteilungen abzeichne, warne Staatssekretär Thomas Steffen in einem Brief an Pierre Delsaux, den Direktor der neuen EU-Gesundheitsbehörde Hera. Die Behörde unterstehe der EU-Kommission. Die Bundesregierung hatte angekündigt, dass sie bis Ende des Jahres 100 Millionen Impfdosen an ärmere Länder abgeben werde. Laut dem Auswärtigen Amt seien bisher insgesamt knapp 17,1 Millionen Impfdosen an 21 Länder gespendet worden.

 

3. Sudans Regierung beruft Krisenstab gegen Proteste

Nach tagelangen Protesten gegen die Regierung hat Sudans Premierminister Abdullah Hamduk einen Krisenstab einberufen. Darüber berichten das Redaktionsnetzwerk Deutschland und die Deutsche WelleDas Gremium solle die „gefährlichste politische Krise“ seit des Sturzes von Diktator Omar al-Baschir 2019 lösen, so Hamduk. Tausende Demonstrant*innen veranstalten seit Samstag einen Sit-In vor dem Palast der Republik in der Hauptstadt Khartum. Hamduk habe sie zur Zurückhaltung und zum Dialog aufgerufen. Die Protestierenden fordern die Armee auf, die Übergangsregierung aufzulösen, die den Krisenstaat seit al-Baschirs Sturz zurück zur Demokratie hatte bringen sollen. Sie werfen der Regierung zunehmend schlechter werdende wirtschaftliche Bedingungen und wachsende Armut vor. Im Osten hatten Demonstrant*innen Anfang Oktober für mehr als zwei Wochen Sudans größten Hafen blockiert. Das Parlament hatte daraufhin gewarnt, dass lebensrettende Medikamente, Benzin und Weizen bald ausgingen. Auch die Stromversorgung sei aufgrund der Versorgungsausfälle unsicher. Ende September hatte das Militär einen Putschversuch in der Nähe der Hauptstadt vereiteln können.

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Kindheit im Steinbruch

E+Z - October 20, 2021 - 10:28am
Viele Länder haben ein Verbot von Kinderarbeit in Steinbrüchen in ihren Gesetzen verankert, doch es hapert an der konsequenten Durchsetzung

Weltweit sind mehr als 150 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren gezwungen zu arbeiten. Zu den besonders geächteten Formen von Kinderarbeit zählen die UN die gefährliche Arbeit in Steinbrüchen. Der Politikwissenschaftler Walter Eberlei hat ein lesenswertes Buch herausgegeben, das diese Missstände thematisiert.

Reiche Länder profitieren demnach davon, dass Kinder anderswo illegal und für einen Hungerlohn in Steinbrüchen schuften. Allein Deutschland führte laut der Studie 2016 fast 20 000 Tonnen Naturstein aus China, Indien und Vietnam ein, unter anderem für Pflastersteine und Grabsteine, aber auch für Küchenplatten und Gartengestaltung. Etwa ein Drittel aller Grabsteine in Deutschland stammt Schätzungen zufolge aus Indien – einem Land, in dem Kinder circa 8 bis 10 Prozent der Arbeiterschaft im Stein- und Minensektor ausmachen. Etwa eine Million Kinder könnten betroffen sein.

Die Minderjährigen arbeiten teils schon ab ihrem fünften Lebensjahr. Sie helfen bei Sprengungen, schleppen schwere Lasten oder schneiden und polieren Gestein. Dabei gebrauchen sie gefähr­liche Werkzeuge und Chemikalien. Neben Hautabschürfungen, Knochenbrüchen und Missbildungen drohen ihnen Unfälle, die Tod oder Behinderung nach sich ziehen sowie Lungenkrankheiten wie Asthma oder Silikose.

In der Regel besuchen diese Kinder keine Schule oder haben sie früh abgebrochen. Sie haben kaum Chancen, der lebenslangen Armut zu entkommen. Obwohl sie wenig verdienen, reicht das Einkommen ihrer Familie ohne ihren Beitrag oft nicht aus, denn ihre Eltern sind unterbezahlt und nicht sozial abgesichert. Das führt in Kreditfallen. Da Kinder die Schulden ihrer Eltern erben, können ganze Familien über Generationen hinweg durch Schuldknechtschaft versklavt sein.

Auch das in Indien nach wie vor stark präsente Kastensystem spielt laut der Studie eine wichtige Rolle. Die Vaddera, die Steinmetz-Kaste, gehöre zu den niedrigeren Kasten in der Hierarchie. Die Angehörigen dieser Kaste sähen in der Regel keinen Wert in der Beschulung ihrer Kinder. Ein beruf­licher Aufstieg sei kaum möglich.

Das Buch wirft auch ein Licht auf China, den weltweit größten Natursteinproduzenten und führenden Exporteur für Halbfertig- und Endprodukte in die USA und nach Europa. Auch wenn die Datenlage intransparent sei, ließe die günstige Preisgestaltung in China auf prekäre Arbeitsverhältnisse und Kinderarbeit schließen, so der Bericht. Obwohl Kinderarbeit in China eher ein Tabuthema sei, werde etwa schwere Arbeit von straffälligen Jugendlichen – auch in Steinbrüchen – als angemessene Behandlung betrachtet. Zudem würden Schulen ihre Schüler teils für schwere Arbeiten vermitteln, um die eigene finanzielle Situation aufzubessern.

Das Fazit des Buches ist ernüchternd: Während beispielsweise Brasilien durchaus Fortschritte im Kampf gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit habe erzielen können, blieben Länder wie Indien, China und auch Vietnam weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Und das, obwohl dort eigentlich Gesetze zum Schutz von Kindern gelten. Als Gründe für diese Kluft zwischen Recht und Wirklichkeit nennt das Buch unter anderem:

  • mangelnden politischen Willen,
  • weit verbreitete Korruption,
  • wenig konsequente Strafverfolgung,
  • staatliche Kontrolle von investiga­tivem Journalismus.

Die schlimmsten Formen von Kinderarbeit zu verbieten und zu beseitigen gehört zu den wichtigsten Zielen der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs). Hier gibt es noch viel zu tun. In erster Linie müssten die Länder selbst handeln, indem sie geltendes Recht konsequent anwenden, erwachsenen Arbeitnehmern faire Löhne zahlen und wirksame Sozialsysteme etablieren. Aber auch Importländer wie Deutschland könnten ihren Teil beitragen, etwa mit strengen Vergaberichtlinien im öffentlichen Beschaffungswesen oder durch transparente Zertifizierung.

Buch
Eberlei, W. (Hrsg.), 2018: Grabsteine aus Kinderhand. Kinderarbeit in Steinbrüchen des globalen Südens als politische Herausforderung. Frankfurt, Brandes & Apsel.

Dagmar Wolf ist Redaktionsassistentin bei E+Z Entwicklung und Zusammenarbeit /D+C Development and Cooperation.
euz.editor@dandc.eu

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How social accountability initiatives are helping pursue social justice

EADI Debating Development Research - October 20, 2021 - 10:12am
By Elsbet Lodenstein and Sylvia Bergh | EADI/ISS Blog Series  Achieving social justice in service delivery in the health, social welfare, and humanitarian sectors is still a formidable challenge in most developing countries. Poor and marginalised people generally lack the voice to make their demands heard and the awareness to claim their rights. However, social accountability …
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Supporting developing countries for a global sustainable recovery: lessons from the Italian G20 Presidency

DIE - October 20, 2021 - 9:58am

A series of high-profile events has added up to making 2021 a crucial year to tackle the global sustainable development agenda and present a unique opportunity to drive a virtuous circle of political commitment, regulation, and financial flows towards sustainable recovery in developing countries, which is a key issue of this year’s G20 cycle. Bringing the voice of developing countries in the global multilateral agenda is not easy to tackle due to different and often competing political priorities. This blog draws lessons from the Italian G20 Presidency to inform the development policy considerations and efforts of the upcoming Indonesian, Indian and Brazilian G20 Presidencies. These Presidencies have a great potential to prioritize sustainable recovery in the Global South in their own, as well as in cooperation with the G7 and EU Presidencies when appropriate.

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