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Sammlung von Newsfeeds

Mut und Risiko in Afghanistan

Engagement Global - 19. September 2018 - 17:08
Nahid Shahalimi, Autorin und Künstlerin, bei der Auftaktveranstaltung in Erfurt. Foto: Engagement Global/Samantha Font-Sala

Am Donnerstag, dem 13. September 2018, fand in Erfurt die Auftaktveranstaltung der Reihe „Mut, Risiko und (Über)Leben – Wie Frauen in und über Afghanistan berichten“ statt. Zu Gast waren drei Referentinnen, die mit beeindruckenden Lebensgeschichten von einem Land erzählten, das überwiegend mit Krieg, Terror und Anschlägen in Verbindung gebracht wird. Gemeinsam mit dem Publikum diskutierten die Buchautorin Nahid Shahalimi sowie die Journalistinnen Shakila Ebrahimkhil und Sharmila Hashimi am Donnerstagabend über die Rolle von Frauen, Medien und Demokratie in Afghanistan.

Drei Frauen aus Afghanistan, drei Geschichten

Nahid Shahalimi floh vor 30 Jahren mit ihrer Mutter aus Afghanistan. Heute lebt sie als Künstlerin, Aktivistin und Buchautorin mit ihren Kindern in München. Shakila Ebrahimkhil ist ehemalige TV-Korrespondentin. Nach einem Anschlag der Taliban und Morddrohungen gegen sie und ihr Team floh sie nach Deutschland. Heute lebt sie mit ihren Kindern in Darmstadt und absolviert ein Praktikum bei der Deutschen Welle in Bonn. Sharmila Hashimi ist Aktivistin und Journalistin. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin, arbeitet unter anderem für Handbook Germany und die Süddeutsche Zeitung und tritt aktiv für Meinungsfreiheit und Demokratie ein.

Die Veranstaltungsreihe mit insgesamt sieben Terminen organisiert die Außenstelle Leipzig von Engagement Global. Moderiert von Sabine Witt, Projektleiterin bei Engagement Global und Duska Roth, berichteten die drei Referentinnen zunächst von ihren persönlichen Erfahrungen auf und nach der Flucht, der Arbeit als Journalistinnen in Afghanistan und der Ankunft und der Integration in Deutschland. Bei der anschließenden Fragerunde waren die Erfurterinnen und Erfurter eingeladen, ihre Fragen an die drei Referentinnen zu stellen. Bei Getränken und Snacks konnten sich die Teilnehmenden im lockeren Rahmen mit den drei Frauen austauschen.

Deutlich wurde bereits am ersten Abend, dass Mut und Risiko verschiedene Facetten haben. Für eine Frau in Khabul kann die Ausübung eines Berufes möglich sein, während auf dem Land bereits der Besuch einer Schule eine Herausforderung ist. Auch die drei Referentinnen berichten von ihren verschiedenen Lebenswegen in einem Land, das geprägt ist von langen Jahren des Krieges, einer jungen Bevölkerung und dem Einfluss von internationalen Akteuren.

Innerhalb der Veranstaltungsreihe finden noch zwei weitere Termine statt:

  • Nordhausen, Mittwoch, 19. September 2018, 17:30 bis 20:30 Uhr
  • Merseburg, Donnerstag, 20. September 2018, 17:30 bis 20:30 Uhr

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um vorherige Anmeldung wird gebeten. Die Veranstaltungen finden Sie im Veranstaltungskalender von Engagement Global.

Weitere Informationen

Zum Veranstaltungskalender

Kategorien: Ticker

19.09.2018 Bundesregierung unterstützt regionale Integration in Westafrika

BMZ - 19. September 2018 - 17:00
Die Bundesregierung wird die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS bei der wirtschaftlichen Integration, Bekämpfung von Infektionskrankheiten und der wirtschaftlichen Stabilisierung in Konfliktsituationen unterstützen. Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller: "Afrika braucht afrikanische Lösungen. ECOWAS zeigt, dass afrikanische Staaten gewillt und in der Lage sind, Verantwortung für die eigene Zukunft zu übernehmen."...
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UNESCO World Book Capital 2020

UNESCO News - 19. September 2018 - 16:59
Language English

How can we build Peace?

World Future Council - 19. September 2018 - 16:28
We asked our expert policy staff on the occasion of World Peace Day 2018

Building peace is a very complex endeavour: Social injustice, economic inequalities, climate change, lack of opportunities, resource scarcity, depletion of natural habitat, hunger and poverty, and violation of human rights can cause social unrest or even violent conflict. All these factors are interdependent and intertwined. Is building peace a futile mission? No, because proven solutions and successful approaches already exist. On this year’s UN World Peace Day, we asked our dedicated policy staff what can be done to achieve and sustain peace:

 

 

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DVPW-Kongress 2018: Wissenschaftlicher Austausch zu "Grenzen der Demokratie"

GIGA - 19. September 2018 - 16:21
Konferenz DVPW-Kongress 2018: Wissenschaftlicher Austausch zu "Grenzen der Demokratie"

GIGA-Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler präsentieren bei der Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) 2018 ihre Arbeiten zu Demokratie.

Kontakt Themen und Regionen Dr. Thomas RichterKoordinator GIGA ForumSenior Research Fellow +49 (0)40 - 428 25-528 thomas.richter@giga-hamburg.de
  • Rentierstaatstheorie
  • Stabilität und Wandel autoritärer Regime
  • Außenwirtschaftsreformen bei Entwicklungsländern

  • Kleine Golfmonarchien
Dr. Alexander De JuanSenior Research FellowRedaktion GIGA Focus Nahost +49 (0)40 - 428 25-537 alexander.dejuan@giga-hamburg.de
  • Institutionen in innerstaatlichen Konflikten
  • Religion und Ethnizität in innerstaatlichen Konflikten
  • Externe Unterstützung des Staatsaufbaus in fragilen Staaten

  • Nahost
  • Sudan
Dr. Tim GlawionResearch Fellowtim.glawion@giga-hamburg.de
  • Lokale Sicherheitsstudien
  • Politische Ordnung und Sicherheit
  • Intervention und Staatsaufbau

  • Zentralafrikanische Republik
  • Somalia/Somaliland
  • Haiti
Prof. Dr. Patrick KöllnerVizepräsidentDirektor des GIGA Institut für Asien-Studien +49 (0)40 - 42 88 74-17 patrick.koellner@giga-hamburg.de
  • Formale und informelle Institutionen
  • Politische Parteien und Organisationen

  • Japan
  • Nord- und Südkorea
  • Neuseeland
Dr. Saskia P. Ruth-LovellResearch Fellow +49 (0)40 - 428 25-525 saskia.ruth@giga-hamburg.de
  • Clientelism and Social Policy in Mexico
  • Causes and Consequences of Populism in Comparative Perspective
  • Quality of Representative Democracy and the Measurement of Democracy

  • Lateinamerika
Dr. Johannes VüllersAssoziiertjohannes.vuellers@uni-konstanz.de
  • Communication
  • Network and Contention
Prof. Dr. Sandra DestradiLead Research FellowLeitung FSP 4 +49 (0)40 - 42 88 74-28 sandra.destradi@giga-hamburg.de
  • Indiens Außen- und Sicherheitspolitik
  • Kriegs- und Friedensprozesse
  • Regionen und Regionalmächte

  • Indien
  • Südasien
Dr. Hakkı TaşResearch Fellow +49 (0)40 - 428 25-715 hakki.tas@giga-hamburg.de
  • Democratization
  • Civil-Military Relations
  • Political Islam
  • Identity Politics in the Middle East
  • Power and Resistance

  • Turkey
  • Egypt
Forschungsschwerpunkte Macht und Ideen Andere News Journal | 31.08.2018 Neues Journal of Current Southeast Asian Affairs 2/2018

In der neusten Ausgabe des Journal of Current Southeast Asian Affairs erfahren Sie unter anderem mehr über Vietnams strategische Positionierung im internationalen Handel und die Beziehung zwischen Geld und Gewalt im philippinischen Krieg gegen Drogen.

Journal | 22.08.2018 Neues Journal of Politics in Latin America 2/2018

Die politische Partizipation durch Wahlen und Abstimmungen steht im Fokus der aktuellen Ausgabe des Journal of Politics in Latin America. Die Wahlen in Brasilien und Mexiko sowie das Scheitern des kolumbianischen Friedensreferendums sind nur eine Auswahl der Beiträge dieses Heftes.

Call for Proposals | 15.08.2018 Young African Scholar Award

The GIGA journal Africa Spectrum and the University of the Free State in Bloemfontein, South Africa, are inviting submissions for the third Young African Scholar Award.

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19.09.2018 Minister Müller: "Die Beendigung der Armut ist Schwerpunkt der deutschen Entwicklungspolitik"

BMZ - 19. September 2018 - 16:00
Anlässlich der heute veröffentlichten Weltarmutszahlen der Weltbank, erklärte Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller: "Wir haben schon große Erfolge erzielt: Die Zahl der Armen ist weltweit von 1,89 Milliarden Menschen im  Jahr 1990 auf 736 Millionen im Jahr 2015 gesunken. Vor allem in Asien sinkt die Armut spürbar. Aber zehn Prozent der Weltbevölkerung müssen immer noch mit weniger als 1,90 Dollar am Tag auskommen."...
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SID Blog: wöchentliches weltweites web 09/19/2018 (a.m.) http://dlvr.it/Qkhjf9 

Twitter - 19. September 2018 - 15:42

SID Blog: wöchentliches weltweites web 09/19/2018 (a.m.) http://dlvr.it/Qkhjf9 

SID Blog: Afrika muss die Fehler der Landwirtschaft Europas vermeiden http://dlvr.it/Qkhjcn 

Twitter - 19. September 2018 - 15:42

SID Blog: Afrika muss die Fehler der Landwirtschaft Europas vermeiden http://dlvr.it/Qkhjcn 

SID Blog: Mehr Nachhaltigkeit beim Anbau von Naturkautschuk zu #IAA gefordert http://dlvr.it/QkhjZV 

Twitter - 19. September 2018 - 15:42

SID Blog: Mehr Nachhaltigkeit beim Anbau von Naturkautschuk zu gefordert http://dlvr.it/QkhjZV 

The Good, Bad and REALLY Bad News from the World Health Organization’s Latest Report on Tuberculosis

UN Dispatch - 19. September 2018 - 15:06

The World Health Organization released its annual Global Tuberculosis report on September 18th. The report is 250 pages long, a massive conglomeration of everything we know about the current state of the Tuberculosis (TB) epidemic. It has all the newest data on TB infections, funding approaches, research into treatments, and policy approaches to stopping the epidemic.

The report tells the story of a fight we’re winning, but not fast enough. TB remains a global epidemic; it’s among the top ten causes of death globally. One-fifth of the world’s population has a latent TB infection, and every one of those people is at risk for developing active TB later in life. Still, the overall trend is mostly good. TB is no longer an automatic death sentence; we have the drugs and tools to treat the infection. But it’s not good enough. We’re not on track to meet the Sustainable Development Goals (SDG) target for tuberculosis, and new cases of tuberculosis are on the rise – not decreasing.

The Good News

Tuberculosis is less deadly than it used to be. In 2017, 16% of people with TB died from the infection. That’s a decrease from 23% in 2000. The global TB incidence rate is falling by about 2% every year. In especially good news, the WHO Euro region and the WHO Africa region – showed decreases of 5% and 4% per year respectively. Care and treatment for TB has also gotten better. A new test for TB came into common use in 2013, the Xpert MTB/RIF. Health systems and health care providers are getting better and better at using these new tests for faster, more accurate TB diagnosis.

Finally, TB incidence is falling rapidly in five African countries – by 18% in sSwatini (formerly Swaziland) 10% in Zimbabwe, 8% in Botswana, 7% in Lesotho & South Africa, and 6% in Namibia. These are among the fastest reductions seen in recent decades, and they represent the impact that good HIV treatment has on tuberculosis incidence. People living with HIV are much more vulnerable to TB infection than the population as a whole. Access to ART drugs for HIV helps to restore the immune system and reduce vulnerability to infection.

The Bad News

In 2017, 6.4 million new cases of TB were reported. That’s an increase from 2016 – the number has gone up every year since 2013. While the percentage of people who die from TB is decreasing, it needs to fall by another 10% in the next two years to meet the SDG target for TB. There is almost no possibility that we can achieve that kind of reduction.

The Really Bad News

160,184 cases of multi-drug resistant TB (MDR TB) were reported globally in 2017; an increase from the previous year. MDR TB is difficult and pensive to treat, because the TB bacteria have evolved resistance to isoniazid and rifampin, the two most potent TB drugs. MDR TB has a much higher death rate than ordinary (susceptible) TB – only about 55% of patients are successfully treated, compared to over 80% among people infected with susceptible TB.

Treating MDR TB also takes longer, making people more likely to leave treatment before they’re finished and put their communities at risk of infection. In 2017, almost half of all MDR TB cases were in three countries; India, Russia, and China. Among those 160,184 cases of MDR TB, about 8.5% were infected with extensively drug resistant TB (XDR TB). XDR TB is resistant to more than four TB drugs. XDR cases are difficult, sometimes impossible to treat.

Globally, 3.6% of new TB cases were drug-resistant. That’s a very bad sign. Normally, a patient ends up with drug-resistant TB when their susceptible TB is treated incorrectly. Maybe they get the wrong drugs, or maybe they quit their treatment early. Whatever happens, their treatment puts enough pressure on their bacteria colony for resistance to evolve – and not enough pressure to get rid of the infection. That kind of drug resistance can be prevented through better patient care. In those 3.6% of cases, though, their first TB infection was resistant to drugs. That’s a much more challenging situation to address.

What does it all mean?

Tuberculosis is still a poor person’s disease. In 2017, there were fewer than 10 cases of TB per 100,000 people in higher-income countries, compared to 150-500 cases per 100,000 in the rest of the world. The list of the 30 countries with a high TB burden was made up entirely of lower income and middle-income countries. Globally, there were approximately ten million cases of TB in 2017, about 133 cases per 100,000 people.

If it’s a poor person’s disease, though, that means money could solve the problem. Two out of the report’s eight chapters are devoted to the finances behind fighting the epidemic, and there’s a reason for that. Right now, we’re not investing the money needed to solve it. For 2018, there is a gap of over three billion dollars between the financing needed to fight the epidemic and the funds that are actually available. If trends don’t change, the gap will be over six billion dollars by 2022.

In global health, we talk about “commitment,” a lot. Most of the time, though, commitment just means money. And money is what’s needed here. Money to support research into a better TB vaccine, money to find new diagnostic technologies, money to support MDR and XDR TB treatment. We stop a TB epidemic by diagnosing TB quickly in people who are infected, and then getting them started in the correct treatment as fast as possible. Better technology and treatments would help, but we’ve got enough tools already if we just had the funds to fully deploy them.

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WHO sets the Global Health agenda?

#2030Agenda.de - 19. September 2018 - 14:55
To coincide with the World Health Summit and the Grand Challenges Conference of the Bill & Melinda Gates Foundation in Berlin, Global Policy Forum, Brot fuer die Welt, medico international, and MISEREOR invite you to discuss the benefits, risks and side-effects of the WHO’s engagement with philanthropic foundations, and reflect on how the WHO can be strengthened in order to fulfill its responsibilities. Speakers will include representatives from the German Ministry of Health, the WHO (tbc) and international civil society.
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Mehr Partizipation? Gestärkter Multilateralismus?

#2030Agenda.de - 19. September 2018 - 14:55
In der Einschätzung des HLPF gehen die Meinungen in Politik und Zivilgesellschaft auseinander. Manche sehen in ihm das potentielle Spitzengremium für globale Umwelt-, Entwicklungs- und Wirtschaftspolitik und eine demokratischere Alternative zur G20, andere halten es lediglich für ein weiteres Forum zum Austausch diplomatischer Gemeinplätze. Im kommenden Jahr wird das politische und mediale Interesse am HLPF auf jeden Fall steigen. Denn im September 2019 tagt das Forum erstmals als globaler Nachhaltigkeitsgipfel auf Ebene der Staats- und Regierungschefs. Außerdem steht ein erster „Review“ seiner Arbeit an. Bei unserem Workshop wollen wir über die Funktionen und die Agenda des HLPF informieren und eine erste Zwischenbilanz seiner Arbeit vornehmen, um vor diesem Hintergrund die politische Relevanz, die Potentiale und den Reformbedarf dieses Gremiums einzuschätzen. Dabei wird es auch um die Frage gehen, welche Reforminitiativen von der deutschen Politik ausgehen können.
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Aktualisierung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

#2030Agenda.de - 19. September 2018 - 14:55

Bereits für dieses Jahr hat die Bundesregierung eine erste Aktualisierung der 2016 veröffentlichten Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie angekündigt. Als einen ersten Schritt für die Überarbeitung hat der Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung ein Konsultationspapier als Diskussionsgrundlage für die Aktualisierung veröffentlicht. Bis zum 26. Juni 2018 waren Organisationen und Privatpersonen aufgerufen ihre Rückmeldungen für diesen ersten Überarbeitungsschritt einzureichen.

Die Stellungnahme des Forum finden sie hier.

Die Bundesregierung hat zusätzlich eine Sammlung aller Rückmeldungen aus Institutionen und Unternehmen veröffentlicht.

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Die G20 inklusiver gestalten: Was ist mit der Zivilgesellschaft?

DIE - 19. September 2018 - 14:43
Bonn, 19.09.2018. Als der diesjährige Gastgeber der G20, der argentinische Präsident Mauricio Macri, Anfang August an der Eröffnungssitzung des ‚Civil 20‘ (C20) teilnahm, sagte er: „Die Zivilgesellschaft spielt eine Schlüsselrolle bei Dialog- und Konsensbildungsprozessen. […] Wir alle müssen Protagonisten sein und an den Diskussionen der Zivilgesellschaft teilnehmen und sie nicht vernachlässigen.“ Nicht alle seiner G20-Kollegen teilen diese Ansicht. Der CIVICUS ‚State of Civil Society Report 2018‘ stuft zivile Handlungsspielräume in nur drei G20-Mitgliedsstaaten, die EU ausgenommen, als „offen“ ein. Der Raum für die Zivilgesellschaft in elf Ländern ist „verengt“ oder „beschränkt“. In drei Mitgliedsstaaten gilt er als „unterdrückt“ und in zwei als „geschlossen”. So auch in Saudi-Arabien, das in 2020 Gastgeber sein wird. Argentinien wird als „verengt” eingestuft. In diesem Jahr findet der G20-Gipfel am 30. November und 1. Dezember in Buenos Aires statt. Kann die G20 trotz des „shrinking space“ in einigen Mitgliedstaaten durch mehr Einbindung der Zivilgesellschaft integrativer gestaltet werden? Legitimitätslücke der G20 In den vergangenen zehn Jahren ist die G20 zu einer der wichtigsten Institutionen für Global Governance geworden. Ihre Rolle hat sich von der Bewältigung der Finanzkrise von 2008 auf die Behandlung einer Agenda jenseits von Finanz- und Wirtschaftsfragen verlagert. Ihre Legitimität ist jedoch nicht im gleichen Maße gewachsen wie ihre Bedeutung. Obwohl die C20 nur eine von sieben Beteiligungsgruppen ist, bietet sie einen normativen Horizont für die Politik und kommt der Vertretung der zivilgesellschaftlichen Vielfalt bei der G20 am nächsten; mehr als 600 zivilgesellschaftliche Organisationen (CSOs) aus über 40 Ländern haben zum Abschlusskommuniqué beigetragen, das sie im August Präsident Macri vorgelegt haben. Die Rolle der Präsidentschaft Die Beteiligung der Zivilgesellschaft in der G20 zu verbessern, ist besonders schwierig. In ihrer jetzigen Form hängt die G20-Agenda stark vom politischen Willen der Präsidentschaft ab. Die Gastgeberregierung kann die Beteiligung der Zivilgesellschaft unterstützen oder einschränken und den Umfang und die Verfügbarkeit der dem C20-Bündnis bereitgestellten Mittel beeinflussen. Als China 2016 den Vorsitz bei der G20 führte, erlaubte seine Regierung bestimmten nationalen und internationalen CSOs nicht, an der C20 in Qingdao teilzunehmen. In diesem Jahr mobilisierte Argentinien nur geringe finanzielle Mittel für die C20, was es für CSOs aus Übersee schwierig machte, am Gipfel teilzunehmen. Die G20 und C20 inklusiver gestalten Begrenzte Mittel tragen dazu bei, dass es der C20 selbst an Legitimität mangelt. Vergleichsweise viele CSOs aus dem globalen Süden verfügen nicht über eigene Ressourcen, Zugang zu Geldern, qualifiziertes Personal und Insiderwissen, das für Lobbyarbeit auf globaler Ebene erforderlich ist. CSOs, die an der C20 teilnehmen, sind hauptsächlich serviceorientiert und streben konkrete Ergebnisse an, im Gegensatz zu widerstandsorientierten Gruppen, die eine starke Transformationsagenda verfolgen oder sogar die Legitimität der G20 völlig ablehnen. Diejenigen, die friedlich oder gewaltsam an den Orten der G20 protestieren, sitzen nicht unbedingt am Tisch der C20-Treffen. CSOs, die über die C20 politisch aktiv sind oder sogar Lobbyarbeit bei den Sherpas machen, haben in der Regel eine globale Reichweite. Solche CSOs sind überwiegend im globalen Norden beheimatet und haben oft selbst keine Legitimität oder Rechenschaftspflicht „nach unten“. Obwohl unkritischer Enthusiasmus über den Einfluss der Zivilgesellschaft in der G20 fehl am Platz ist, bleibt die C20 der stärkste Kanal für die Zivilgesellschaft, um vielfältigere Perspektiven in den Politikprozess der G20 einzubringen. Um ihre eigene Glaubwürdigkeit als legitime und rechenschaftspflichtige Akteure zu erhöhen, müssen die C20 und andere Beteiligungsgruppen mehr Akteure aus dem Globalen Süden und Nicht-G20-Staaten einbeziehen, insbesondere aus einkommensschwachen Ländern und fragilen Staaten – und dies vorzugsweise dauerhaft. Die Think 20 (T20) Africa Standing Group, die Forscher aus ganz Afrika zusammenbringt, ist hierfür ein positives Beispiel. Darüber hinaus sollten einflussreiche NGOs darauf achten, die Zivilgesellschaft nicht zu monopolisieren, sondern mehr Graswurzel-Initiativen und marginalisierte Gemeinschaften in die C20 einzubeziehen. Dies würde sie auch weniger verwundbar für Angriffe von illiberalen Regierungen machen, die Zweifel an der Legitimität von Zivilgesellschaft schüren. Bislang ist der Mangel an Finanzmitteln das größte Hindernis für die C20, diese Herausforderungen zu bewältigen. Daher müssen die Unterstützung und Finanzierung der C20 von der G20-Präsidentschaft entkoppelt werden. Dies würde das Risiko verringern, dass „shrinking spaces“ auf nationaler Ebene die Einbindung der Zivilgesellschaft in der G20 gefährden. Eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Beteiligungsgruppen könnte die finanzielle Herausforderung ebenfalls mildern. Darüber hinaus kann die Zusammenarbeit in problemspezifischen Arbeitsgruppen ein gutes Instrument sein, die Politikgestaltung der G20 zu beeinflussen; sie würde ein Problem von verschiedenen Fronten aus angehen und Lerneffekte fördern. Angesichts global kleiner werdender Handlungsspielräume für CSOs ist ein gemeinsames Vorgehen unterschiedlicher nichtstaatlicher Akteure notwendig, um die Stimme der Zivilgesellschaft zu stärken – inner- und außerhalb der G20.
Kategorien: Ticker

Co-Creating Inclusive Business Opportunities

SNRD Africa - 19. September 2018 - 14:42
New publication about experiences with initiatives in Malawi
Kategorien: english

Co-Creating Inclusive Business Opportunities

SNRD Africa - 19. September 2018 - 14:42
New publication about experiences with initiatives in Malawi
Kategorien: english

Pressekonferenz: So geht Nachhaltigkeit!

Global Policy Forum - 19. September 2018 - 14:35

Mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) haben die Regierungen den neuen Rahmen für die globale Nachhaltigkeitspolitik der kommenden zwölf Jahre abgesteckt. Im SDG-Report 2018 finden Sie eine Bandbreite an Vorzeige-Aktivitäten, wie wir uns in Deutschland sozial gerechter und ökologisch sauber organisieren können. Für Journalisten bietet der diesjährige Bericht eine Fülle an Hintergründen für die bundespolitische Berichterstattung genauso wie an Geschichten, was alles auf lokaler und regionaler Ebene läuft. In 17 Beispielen wird gezeigt, was zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen alles für Nachhaltigkeit und Menschenrechtsschutz leisten, obwohl sie politisch häufig nicht unterstützt werden. Auf diese Weise wird die Agenda 2030 greifbar und konkret heruntergebrochen.

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Nepal: Straflosigkeit, Marginalisierung und Bedrohung des Handlungsspielraums der Zivilgesellschaft

FIAN - 19. September 2018 - 14:13
Das Nepal Dialogforum hat anlässlich eines Gesprächs mit Bundesaußenminister Heiko Maas am 12. September ein Aide-Mémoire übergeben. In diesem appellieren die Mitglieder des Forums – zu denen neben FIAN International auch die Adivasi-Koordination, Amnesty International, MISEREOR, Brot für die Welt, die Gossner Mission, Peace Brigades International, die Stiftung Asienhaus und das Südasienbüro zählen – an die deutsche Bundesregierung, Nepal aufzufordern, endlich konkrete politische Maßnahmen für ein gerechtes und friedvolles Miteinander nach dem bewaffneten Konflikt (1996 - 2006) und den Verfassungskonflikten (seit 2015) zu ergreifen. Hierzu wäre unter anderem notwendig, die Straflosigkeit im Land zu beenden, die schweren Menschenrechtsverletzungen der vergangenen Jahrzehnte aufzuarbeiten, der Marginalisierung von Minderheiten entgegen zu wirken und der Zivilgesellschaft vollständigen Handlungsspielraum zu gewähren. Das Aide-Mémoire finden Sie hier.

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