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Sammlung von Newsfeeds

Geschäftsbereichsleitung (w/m/d) Klimapolitik, Wirtschaft und Gesellschaft (Berlin) - Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH

greenjobs - 26. September 2022 - 16:21
Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH sucht zur weiteren Verstärkung des Geschäftsbereichs „Klimapolitik, Wirtschaft und Gesellschaft“ in Berlin zum nächstmöglichen Zeitpunkt und auf Dauer eineGeschäftsbereichsleitung (w/m/d) Klimapolitik, Wirtschaft und Gesellschaft Die ZUG ist eine bundeseigene, gemeinnützige Gesellschaft, die für die Bundesregierung Aufträge in den Bereichen Umwelt-, Natur- und Klimaschutz übernimmt. Sie betreut nationale und [...]
Kategorien: Jobs

Video of a committee meeting - Monday, 26 September 2022 - 15:12 - Subcommittee on Human Rights - Committee on Development - Committee on Foreign Affairs

EP - 26. September 2022 - 16:16
Length of video : 53'

Disclaimer : The interpretation of debates serves to facilitate communication and does not constitute an authentic record of proceedings. Only the original speech or the revised written translation is authentic.
Source : © European Union, 2022 - EP

„Die Ideen stammen aus der Lebenswirklichkeit unserer Zielgruppen“

welt-sichten - 26. September 2022 - 16:03
Sechzigstes Jubiläum feiert die Welthungerhilfe dieses Jahr. Innovationen seien wichtig, aber kein Selbstzweck sagt der zuständige Teamleiter, Florian Landorff.

Die Midterms 2022: Positionen und Perspektiven

SWP - 26. September 2022 - 15:13
Kategorien: Ticker

Pathfinder 2021

World Future Council - 26. September 2022 - 14:59

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Kategorien: Hamburg

Alles auf eine Karte: Wie hoch pokert Putin noch?

SWP - 26. September 2022 - 14:44
Die Ukraine kann siegen und Russland ist schwer angeschlagen. Was bringt jetzt Putins Mobilmachung? Wächst dadurch der Widerstand gegen ihn im eigenen Land? Und was wagt Putin noch, wenn er am Abgrund steht - militärisch und im Wirtschaftskrieg gegen den Westen?
Kategorien: Ticker

Bits & Bäume – Von Kobalt & Katastrophen. Wie erreichen wir eine ökologisch und sozial-gerechte Ressourcenwende?

Forum Umwelt & Entwicklung - 26. September 2022 - 14:39

Samstag, 01.10, 12:10–12:50 (Europe/Berlin), Birne (Hauptgebäude, WS, TU Berlin)

Im Rahmen der Bits & Bäume Konferenz vom 30.09.-2.10. 2022

 

Der Erdüberlastungstag hat schon im Juli gezeigt: die Weltbevölkerung verbraucht mehr Ressourcen als ihr jährlich zur Verfügung stehen. Dabei ist der Nutzen dieses Verbrauches extrem ungerecht zwischen Globalem Norden und Globalem Süden verteilt. Welche politischen Mittel braucht es um den Ressourcenverbrauch global zu senken? Wie kann das sozial-gerecht gelingen? Diskutieren Sie mit!

Diskussionsworkshop der AG Soziale Gerechtigkeit des Netzwerk Ressourcenwende.

Der Erdüberlastungstag hat schon im Juli gezeigt: die Weltbevölkerung verbraucht mehr Ressourcen als ihr jährlich zur Verfügung stehen. Die digitale Industrie nimmt dabei eine immer größere Rolle ein- die Nachfrage für Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder seltenen Erden wird sich in den nächsten Jahren vervielfachen.
Dabei ist der Nutzen dieses Verbrauches extrem ungerecht verteilt: Gesellschaften im globalen Norden profitieren von dem hohen Ressourcenverbrauch, während ein Großteil dieser Rohstoffe im Globalen Süden abgebaut wird- häufig unter Missachtung der Menschenrechte und Umweltschäden.
Welche politischen Mittel braucht es um den Ressourcenverbrauch global zu senken? Wie kann das sozial-gerecht gelingen?

Das Netzwerk Ressourcenwende arbeitet seit 2019 zu der Frage, wie globaler Ressourcenschutz und Ressourcengerechtigkeit erreicht werden kann. Dieser interaktive Workshop basiert insbesondere auf den Ergebnissen der Workshopreihe „Soziale Gerechtigkeit im Ressourcenschutz“ und dem zugehörigen Papier und der Forderungen des BUNDs zur absoluten Reduktion des Ressourcenverbrauchs.

Vortragende: Rubén Kaiser (BUND) und Josephine Koch (Forum Umwelt und Entwicklung)

 

Anmeldung und Tickets für die Konferenz:  https://bits-und-baeume.org/konferenz-2022/tickets/

Programm der Konferenz: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/schedule/

 

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The Future of Europe: From Conference to Convention?

SWP - 26. September 2022 - 14:00
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Zukunftskommission Landwirtschaft sollte auf Umsetzung ihrer Empfehlungen drängen: Weniger Tiere, bessere Haltung

Germanwatch - 26. September 2022 - 13:23
Pressemitteilung | 26.09.2022Zukunftskommission Landwirtschaft sollte auf Umsetzung ihrer Empfehlungen drängen: Weniger Tiere, bessere Haltung Vor konstituierender Sitzung der Zukunftskommission Landwirtschaft: Germanwatch warnt vor Diskussionen, die Umsetzung verzögern könnten

Berlin (26. Sept. 2022). Die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation Germanwatch fordert vor der morgigen Sitzung der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL), bereits im vergangenen Jahr vorgelegte Empfehlungen dieser Kommission zügig in die Umsetzung zu bringen. „Die Zukunftskommission Landwirtschaft sollte sich jetzt vor allem darum bemühen, die Bundesregierung bei der zügigen Umsetzung der existierenden Empfehlungen zu unterstützen. Die Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr sind insbesondere beim Umbau und der Reduktion der Tierhaltung durchaus fortschrittlich. Weitere Diskussionen dürfen nun nicht zu unnötigen Verzögerungen führen“, fordert Konstantinos Tsilimekis, Leiter des Teams Welternährung, Landnutzung und Handel bei Germanwatch.

„Die Fleischnachfrage in Deutschland und der Export gehen deutlich zurück. Wir brauchen eine wirtschaftliche Perspektive für tierhaltende Betriebe, die zugleich zu einer tier- und klimafreundlicheren Erzeugung mit deutlich verringerten Tierzahlen führt“, so Tsilimekis weiter. Die Empfehlungen der ZKL sehen bereits vor, den Konsum in Deutschland an die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) anzupassen und die Fleischerzeugung entsprechend zu verringern. Die Betriebe sollten bei dieser Anpassung so unterstützt werden, wie es das Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung („Borchert-Kommission“) vorgeschlagen hat. Tsilimekis: „Für die Umsetzung braucht man natürlich finanziellen Spielraum. Dafür sollte sich Landwirtschaftsminister Özdemir auch gegen Bedenken der FDP durchsetzen.“

Weniger Tiere: Auch eine Frage der Ernährungssicherheit
„Weniger Tiere, mehr Tierschutz und Nachhaltigkeit – das dient nicht nur der Landwirtschaft und Gesundheit in Deutschland“, ergänzt Tsilimekis. „Dies würde auch ermöglichen, angesichts der seit diesem Jahr noch einmal erheblich verschärften Welternährungslage mehr Getreide für die menschliche Ernährung anstatt für Tierfutter zu verwenden. Gerade deshalb drängt die Zeit bei der Umsetzung.“

Themen Welternährung Agrarpolitik Tierhaltung Ansprechpartner:Innen Echter NameKonstantinos Tsilimekis Teamleiter Welternährung, Landnutzung und Handel +49 (0)30 / 57 71 328-82 tsilimekis@germanwatch.org Echter NameStefan Küper Pressesprecher +49 (0)228 / 60 492-23, +49 (0)151 / 252 110 72 kueper@germanwatch.org Echter NameKatarina Heidrich Pressereferentin +49 (0)151 / 742 968 18 heidrich@germanwatch.org

Neue Podcast Folge "Iss was?"

AgrarKoordination - 26. September 2022 - 12:30
Brasilien gilt als das wichtigste Sojaland der Welt, mit fatalen gesellschaftlichen und ökologischen Folgen. In Südbrasilien, dort wo die gigantischen Sojafelder wachsen, hat sich eine alternative Landwirtschaft entwickelt, die auf Agrarökologie beruht. Wir erfahren im Gespräch mit Prof. Antonio Andrioli, was das Besondere an Agrarökologie ist und wie wir in Deutschland dazu beitragen können, den „Sojawahnsinn“ zu stoppen. Podcast anhören
Kategorien: Hamburg

Brasilien## Lula will Garantie für Sicherheit bei Wahlen

epo.de - 26. September 2022 - 11:37

Brasília. - Vertreter der Wahlkoalition des Präsidentschaftskandidaten Luiz Inácio Lula da Silva, "Brasilien der Hoffnung", haben bei einem Treffen mit Richter Alexandre de Moraes, Präsident des Obersten Wahlgerichts (TSE), Garantien für die Sicherheit der Wählerinnen und Wähler gefordert. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Montag berichtet.

Nazanin Ash on grassroots refugee resettlement

Devex - 26. September 2022 - 10:41
Kategorien: english

Die Präsidentschaftswahl in Brasilien

EINEWELTblabla - 26. September 2022 - 10:31

Ein gespaltenes Land geht am 2. Oktober 2022 wählen. Zur Wahl stehen elf Kandidatinnen und Kandidaten. In den letzten Wahlumfragen liegt der ehemalige Präsident Luiz Inácio Lula da Silva mit 45 Prozent vorne. Den zweiten Platz belegt mit 37 Prozent der aktuelle Amtsinhaber Jair Bolsonaro. In diesem Beitrag lernt ihr die beiden Kandidaten mit den höchsten Umfragewerten kennen und erfahrt, warum diese Wahl die brasilianische Demokratie auf die Probe stellt.

Jair Bolsonaro

Jair Bolsonaro (67) ist seit über 30 Jahren in der brasilianischen Politik aktiv; seit 2018 ist er Präsident des Landes. Er wird insbesondere durch die Agrarindustrie, Teile des Militärs sowie der Bevölkerung evangelikalen Glaubens unterstützt. Die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes und von Lebensgrundlagen indigener Bevölkerungen, eine rücksichtslose Corona-Politik, die das Leben von 676.000 Menschen gekostet und zu Hungersnöten in Teilen der Bevölkerung geführt hat, sind einige Folgen von Bolsonaros Regierung. Eine zweite Amtszeit würde Bolsonaro grünes Licht geben, diese Politik fortzusetzen.

Luiz Inácio Lula da Silva

Luiz Inácio Lula da Silva (76) war Gewerkschaftler, hat in den 1980er-Jahren die Arbeiterpartei (PT) gegründet und das Land von 2003 bis 2011 regiert. Lula wurde 2018 wegen Korruption verurteilt, verbrachte 580 Tage im Gefängnis und durfte daher bei der letzten Präsidentschaftswahl (2017) nicht gegen Bolsonaro kandidieren. 2022 darf er sich zur Wahl stellen, da alle Prozesse gegen ihn annulliert wurden. Es stellte sich nach einem langen Verfahren heraus, dass der damalige Bundesrichter Sérgio Moro – der Lula verurteilt hatte – parteiisch agierte. Lulas Wählerinnen und Wähler kommen insbesondere aus den unteren Schichten der Bevölkerung. Mit Lula verknüpfen sie die wirtschaftlichen Fortschritte des Landes während seiner ersten Regierungszeit (2003–2007). Bei einem Wahlerfolg Lulas sollten soziale Fragen, vorrangig die Hungerbekämpfung, in den Vordergrund gestellt und eine engere Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und indigenen Bevölkerungen gestärkt werden.

Gespaltenes Land, Fake News und Drohung eines Militärputsches

Das Land ist wie auch vor der letzten Präsidentschaftswahl gespalten: Bolsonaro oder Lula. Die Umfragewerte der anderen Kandidatinnen und Kandidaten liegen weit hinter den beiden zurück. Wie im Jahr 2017 spielen soziale Netzwerke und Instant-Messaging-Dienste im Wahlkampf eine zentrale Rolle. Die Verbreitung von Fake News ist erneut zu beobachten. Bolsonaro hat nach wie vor einen großen Teil des brasilianischen Militärs hinter sich. Er behauptete während der Wahlkampagne mehrmals, das elektronische Wahlsystem Brasiliens sei nicht sicher. Viele befürchten daher, dass – im Falle einer Wahlniederlage – keine demokratische Amtsübergabe erfolgen wird. In den letzten Wochen erhielt Lula die Unterstützung von Politikerinnen und Politikern anderer Parteien, einige davon sind frühere Gegnerinnen und Gegner Lulas. Sie sagten, sie wollten Lulas Sieg bereits im ersten Wahlgang unterstützen, um die brasilianische Demokratie vor einem Militärputsch zu schützen.

Brasilien ist eine junge Demokratie. Erst 1989 wurde nach 21 Jahren Militärdiktatur wieder demokratisch gewählt. Für Erwachsene zwischen 18 und 70 Jahren besteht Wahlpflicht. Wer nicht wählt, muss eine Strafe bezahlen. Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren können wählen. Sollte am 2. Oktober 2022 keine Kandidatin oder kein Kandidat die absolute Mehrheit der gültigen Stimmen erreichen, findet vier Wochen später eine Stichwahl statt.

Autor: Carlos dos Santos. Er ist in Brasilien geboren und lebt seit 13 Jahren in Deutschland.

Beitragsbild von Rafaela Biazi auf Unsplash

Der Beitrag Die Präsidentschaftswahl in Brasilien erschien zuerst auf EineWeltBlaBla.

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Mehr Wirksamkeit für bessere Ergebnisse fordern

GDI Briefing - 26. September 2022 - 10:00

Die erste Lesung des geplanten Entwicklungsetats für 2023, die Anfang September im Bundestag stattfand, hat einen besorgniserregenden Zustand parlamentarischer Debatten zur deutschen Entwicklungspolitik offengelegt. Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, plädierte unter Verweis auf die Verantwortung Deutschlands bei der Bewältigung regionaler und globaler Krisen für mehr Mittel. Diese Forderung wiederholte sie einige Tage später in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel („[…] natürlich brauchen wir mehr Geld“). Vertreter*innen der meisten Parteien im Bundestag beklagten fast einstimmig die geplante Kürzung der öffentlichen Mittel und warfen sich dabei gegenseitig vor, falsche Prioritäten zu setzen. Aber ob sie nun für Schulzes avisierte „feministische“ Agenda einstanden, globale Ernährungssicherheit oder den Schutz der biologischen Vielfalt forderten – bis auf eine Ausnahme schwiegen die Vortragenden zur Frage der Wirksamkeit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ).


Dabei hatten Regierungen aus aller Welt bereits vor über zwanzig Jahren einen politischen Meilenstein erreicht: Sie erkannten an, dass mehr Entwicklungshilfe allein nicht ausreicht, um das Leben von Milliarden Menschen im globalen Süden zu verbessern. Der Konsens von Monterrey aus dem Jahr 2002 wurde zu einer Grundlage für ein neues Verständnis der internationalen EZ im neuen Jahrtausend. Es räumt Wirksamkeit Vorrang vor dem bloßen Volumen der finanziellen Zusagen bilateraler und multilateraler Geber ein. Der Konsens diente als Fundament für eine bahnbrechende internationale Erklärung drei Jahre später in Paris, deren Unterzeichner*innen die wichtigsten Grundsätze für eine erfolgreiche EZ anerkannten: Erfolg sollte letztlich an erzielten Ergebnissen und nicht an den bereitgestellten Mitteln gemessen werden. Dazu dürfen Geber sich jedoch nicht nur an Budgets orientieren, sondern müssen sich verpflichten, qualitativ bessere Arbeit zu leisten. Es ist höchste Zeit, sich diesen Konsens wieder in Erinnerung zu rufen.


Angesichts der geplanten Kürzung des Entwicklungsetats für 2023 um rund zehn Prozent—circa 1,27 Milliarden Euro weniger—sollte sich die Bundesregierung dringend darauf besinnen, dass es auf Ergebnisse ankommt. Nur so kann Deutschland seinem Anspruch als verlässlicher Partner und Vordenker in der internationalen EZ gerecht werden. Das in der Debatte mehrfach vorgebrachte Argument, sinkende Budgets seien ein beunruhigendes Signal in Richtung der anderen G7-Staaten, trifft nur einen Teil der Wahrheit. Es stellt internationale Sichtbarkeit in den Vordergrund, also das Ansinnen, aus höheren Staatsausgaben politisches Kapital auf globalen Bühnen zu schlagen. Dabei wird eine Tatsache verkannt, auf die die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und das Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval) seit Jahren hinweisen: Das deutsche EZ-System produziert keine ausreichenden Wirkungen.


Höhere Wirksamkeit als Chance
Die Bundesregierung kann auch in Zeiten begrenzter Budgets viel bewegen, wenn sie einen Fokus auf die Förderung und Einforderung organisationalen Lernens und dadurch höherer Wirksamkeit ihrer technischen und finanziellen Zusammenarbeit legt. Dieses Vorgehen würde überzeugendere Argumente für eine erneute Aufstockung des Entwicklungsetats in den kommenden Jahren liefern. Es würde zudem dazu beitragen, dass Deutschland international sichtbarer eigene Impulse setzen kann, anstatt multilaterale Prioritäten lediglich mitzufinanzieren.


Mit weniger mehr zu erreichen, ist zweifellos eine anspruchsvolle Aufgabe. Jahrzehntelang haben verschiedene Bundesregierungen versucht, durch die Zuteilung von Milliarden von Steuergeldern an zwei Durchführungsorganisationen—GIZ und KfW—ihre politischen Ideen und Sonderinitiativen umzusetzen. Im Rahmen ihrer Arbeit in über hundert Partnerländern haben diese beiden Hauptakteure der deutschen EZ einen enormen Erfahrungsschatz angesammelt. Dieses Fachwissen müssen sie in Zeiten von Mittelkürzungen nutzen und unter Einbeziehung internationaler Forschung daran arbeiten, wirkungsvollere – und nicht einfach nur größere – Projekte umzusetzen. Natürlich ist es unrealistisch, von der GIZ und KfW zu erwarten, dass sie selbst für Sparmaßnahmen eintreten. Doch Unternehmensinteressen müssen jetzt hintenangestellt werden. Die geplanten Kürzungen im deutschen Entwicklungsetat stellen eine Herausforderung dar, aber sie sind auch eine Chance, um bestehende Ansätze zu überdenken und mehr Wirkung pro ausgegebenem Euro zu erzielen.


Alle, die bereit sind, ihre Kräfte zu bündeln, um die Konzeptions- und Umsetzungsqualität der deutschen EZ zu steigern, können sich auf eine Fülle fundierter Erkenntnisse und Empfehlungen stützen. Neben den Berichten der OECD, des DEval und des Bundesrechnungshofs (BRH)—zuletzt im Jahr 2021—fassen Online-Datenbanken die Ergebnisse Tausender für die deutsche EZ relevanter Studien zusammen. Das deutsche EZ-System kann durch eine systematischere Einbeziehung dieses Wissens in seine Ausgestaltung bilateraler Projekte und multilateraler Partnerschaften zum Vorreiter in evidenzorientierter EZ werden. Die Daten dafür sind vorhanden. Woran es seit Jahren mangelt, ist die Nachfrage nach entwicklungspolitischer Wirksamkeit. Doch genau so könnten Bundestagsabgeordnete Verbesserungen im Leben von Milliarden Menschen bewirken – indem sie Bundesministerin Schulze auffordern, jene Projekte und Partnerschaften zu priorisieren, die nachweislich am wirksamsten sind.

Kategorien: english

Mehr Wirksamkeit für bessere Ergebnisse fordern

DIE - 26. September 2022 - 10:00

Die erste Lesung des geplanten Entwicklungsetats für 2023, die Anfang September im Bundestag stattfand, hat einen besorgniserregenden Zustand parlamentarischer Debatten zur deutschen Entwicklungspolitik offengelegt. Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, plädierte unter Verweis auf die Verantwortung Deutschlands bei der Bewältigung regionaler und globaler Krisen für mehr Mittel. Diese Forderung wiederholte sie einige Tage später in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel („[…] natürlich brauchen wir mehr Geld“). Vertreter*innen der meisten Parteien im Bundestag beklagten fast einstimmig die geplante Kürzung der öffentlichen Mittel und warfen sich dabei gegenseitig vor, falsche Prioritäten zu setzen. Aber ob sie nun für Schulzes avisierte „feministische“ Agenda einstanden, globale Ernährungssicherheit oder den Schutz der biologischen Vielfalt forderten – bis auf eine Ausnahme schwiegen die Vortragenden zur Frage der Wirksamkeit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ).


Dabei hatten Regierungen aus aller Welt bereits vor über zwanzig Jahren einen politischen Meilenstein erreicht: Sie erkannten an, dass mehr Entwicklungshilfe allein nicht ausreicht, um das Leben von Milliarden Menschen im globalen Süden zu verbessern. Der Konsens von Monterrey aus dem Jahr 2002 wurde zu einer Grundlage für ein neues Verständnis der internationalen EZ im neuen Jahrtausend. Es räumt Wirksamkeit Vorrang vor dem bloßen Volumen der finanziellen Zusagen bilateraler und multilateraler Geber ein. Der Konsens diente als Fundament für eine bahnbrechende internationale Erklärung drei Jahre später in Paris, deren Unterzeichner*innen die wichtigsten Grundsätze für eine erfolgreiche EZ anerkannten: Erfolg sollte letztlich an erzielten Ergebnissen und nicht an den bereitgestellten Mitteln gemessen werden. Dazu dürfen Geber sich jedoch nicht nur an Budgets orientieren, sondern müssen sich verpflichten, qualitativ bessere Arbeit zu leisten. Es ist höchste Zeit, sich diesen Konsens wieder in Erinnerung zu rufen.


Angesichts der geplanten Kürzung des Entwicklungsetats für 2023 um rund zehn Prozent—circa 1,27 Milliarden Euro weniger—sollte sich die Bundesregierung dringend darauf besinnen, dass es auf Ergebnisse ankommt. Nur so kann Deutschland seinem Anspruch als verlässlicher Partner und Vordenker in der internationalen EZ gerecht werden. Das in der Debatte mehrfach vorgebrachte Argument, sinkende Budgets seien ein beunruhigendes Signal in Richtung der anderen G7-Staaten, trifft nur einen Teil der Wahrheit. Es stellt internationale Sichtbarkeit in den Vordergrund, also das Ansinnen, aus höheren Staatsausgaben politisches Kapital auf globalen Bühnen zu schlagen. Dabei wird eine Tatsache verkannt, auf die die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und das Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval) seit Jahren hinweisen: Das deutsche EZ-System produziert keine ausreichenden Wirkungen.


Höhere Wirksamkeit als Chance
Die Bundesregierung kann auch in Zeiten begrenzter Budgets viel bewegen, wenn sie einen Fokus auf die Förderung und Einforderung organisationalen Lernens und dadurch höherer Wirksamkeit ihrer technischen und finanziellen Zusammenarbeit legt. Dieses Vorgehen würde überzeugendere Argumente für eine erneute Aufstockung des Entwicklungsetats in den kommenden Jahren liefern. Es würde zudem dazu beitragen, dass Deutschland international sichtbarer eigene Impulse setzen kann, anstatt multilaterale Prioritäten lediglich mitzufinanzieren.


Mit weniger mehr zu erreichen, ist zweifellos eine anspruchsvolle Aufgabe. Jahrzehntelang haben verschiedene Bundesregierungen versucht, durch die Zuteilung von Milliarden von Steuergeldern an zwei Durchführungsorganisationen—GIZ und KfW—ihre politischen Ideen und Sonderinitiativen umzusetzen. Im Rahmen ihrer Arbeit in über hundert Partnerländern haben diese beiden Hauptakteure der deutschen EZ einen enormen Erfahrungsschatz angesammelt. Dieses Fachwissen müssen sie in Zeiten von Mittelkürzungen nutzen und unter Einbeziehung internationaler Forschung daran arbeiten, wirkungsvollere – und nicht einfach nur größere – Projekte umzusetzen. Natürlich ist es unrealistisch, von der GIZ und KfW zu erwarten, dass sie selbst für Sparmaßnahmen eintreten. Doch Unternehmensinteressen müssen jetzt hintenangestellt werden. Die geplanten Kürzungen im deutschen Entwicklungsetat stellen eine Herausforderung dar, aber sie sind auch eine Chance, um bestehende Ansätze zu überdenken und mehr Wirkung pro ausgegebenem Euro zu erzielen.


Alle, die bereit sind, ihre Kräfte zu bündeln, um die Konzeptions- und Umsetzungsqualität der deutschen EZ zu steigern, können sich auf eine Fülle fundierter Erkenntnisse und Empfehlungen stützen. Neben den Berichten der OECD, des DEval und des Bundesrechnungshofs (BRH)—zuletzt im Jahr 2021—fassen Online-Datenbanken die Ergebnisse Tausender für die deutsche EZ relevanter Studien zusammen. Das deutsche EZ-System kann durch eine systematischere Einbeziehung dieses Wissens in seine Ausgestaltung bilateraler Projekte und multilateraler Partnerschaften zum Vorreiter in evidenzorientierter EZ werden. Die Daten dafür sind vorhanden. Woran es seit Jahren mangelt, ist die Nachfrage nach entwicklungspolitischer Wirksamkeit. Doch genau so könnten Bundestagsabgeordnete Verbesserungen im Leben von Milliarden Menschen bewirken – indem sie Bundesministerin Schulze auffordern, jene Projekte und Partnerschaften zu priorisieren, die nachweislich am wirksamsten sind.

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Neuer Bericht legt nahe: Eine schnelle Umstellung auf erneuerbare Energien führt zu enormen Einsparungen

reset - 26. September 2022 - 9:51

Bei RESET.org befassen wir uns viel den verschiedensten alternativen Technologien zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen – von der bekannten Sonnen– und Windenergie bis hin zu Durchbrüchen in der Fusionsenergie. Eine große Hürde wird jedoch immer wieder genannt, wenn über erneuerbare Energien diskutiert wird: erneuerbare Technologien gelten meistens als weniger zuverlässig und gleichzeitig teurer als traditionelle fossile Brennstoffe. Diese seien im Vergleich dazu zwar „schmutzig, aber billig“.

Eine neue Studie der Universität Oxford legt jedoch nahe, dass das so nicht stimmt. Dass fossile Brennstoffe schmutzig sind steht auch hier außer Frage, aber sie sie sind keinesfalls billig.

Das Oxford Institute for New Economic Thinking untersuchte historische Preisdaten sowohl für erneuerbare als auch für fossile Energieträger, um einen Langzeitvergleich zu erstellen. Die Daten für fossile Brennstoffe reichten bis zum Höhepunkt der industriellen Revolution in den 1880er Jahren zurück. Über den gesamten Zeitraum von 140 Jahren und inflationsbereinigt kamen die Forschenden zu dem Schluss, dass die Preise für fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas stark schwanken und erhebliche Steigerungen und Rückgänge aufweisen, ohne dass ein langfristiger Trend erkennbar wäre. Wichtig ist jedoch, dass die Preise für fossile Brennstoffe heute weitgehend die gleichen sind wie 1880, in den meisten Fällen sind sie sogar teurer.

Gleichzeitig werden die Kosten für erneuerbare Technologien immer günstiger. Obwohl sie ursprünglich viel teurer waren, sind erneuerbare Technologien heute auf dem gleichen Preisniveau wie Öl und nähern sich Kohle und Gas an. Im Durchschnitt sind die Kosten für erneuerbare Technologien wie Solar- und Windenergie und Akkumulatoren seit ihrer Markteinführung um etwa zehn Prozent pro Jahr gesunken – und sinken weiter.

Rupert Way, Matthew C. Ives, Penny Mealy, J. Doyne Farmer

Hinzu kommt, dass die fossilen Brennstoffe zwar derzeit mehr Energie liefern, ihre Produktionsmenge aber seit 1880 nur geringfügig zugenommen hat und in vielen Fällen auf einem Plateau angelangt ist. Die erneuerbaren Energieträger hingegen haben an Effizienz gewonnen und nähern sich nun dem Produktionsniveau der fossilen Brennstoffe an.

Auf der Grundlage dieser Daten entwickelte das Team mithilfe probabilistischer Modelle drei Zukunftsszenarien (schneller Übergang, langsamer Übergang und kein Übergang) für den Übergang von nicht erneuerbaren zu erneuerbaren Energiequellen und bewertete die voraussichtlichen Kosten für den Zeitraum von 2020 bis 2070. Dabei legt ihre Analyse nahe, dass ein schneller Übergang zu erneuerbaren Energien (bis 2050) deutlich günstiger ist als das Modell „Langsam“ und „Kein Übergang“. Sie kamen zu dem Schluss, dass die jährlichen Energiesystemkosten für das Modell des schnellen Übergangs bis 2050 um 514 Milliarden USD niedriger sind als beim Szenario ohne Übergang. Berücksichtigt man Änderungen bei den Zinssätzen und die zusätzlichen Kosten, die fossile Brennstoffe in anderen Bereichen der Gesellschaft verursachen würden, kommt das Team zu dem Schluss, dass die Einsparungen letztlich bis zu 12 Billionen USD betragen könnten.

Rupert Way, Matthew C. Ives, Penny Mealy, J. Doyne Farmer

Das Szenario „Schneller Übergang“ ist besonders vorteilhaft, da verstärkte Investitionen in erneuerbare Technologien die Technologie nur weiter verbessern, die Kosten wahrscheinlich senken und die Leistung erhöhen werden.

Letztendlich sieht das Oxford-Team die Behauptung, dass eine Umstellung auf erneuerbare Energien zu einem Rückgang des BIP und astronomischen Preisen führen würde, mit Skepsis. Stattdessen könnte die Umstellung in nur relativ kurzer Zeit zu massiven Einsparungen führen. Und hier mit eingerechnet sind noch nicht einmal die Kosten, die uns der Klimakollaps kosten würde, wenn uns der Umstieg auf erneuerbare Energien nicht unverzüglich gelingt.

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Why is China Suddenly Expanding its Nuclear Arsenal?

UN Dispatch - 26. September 2022 - 4:00

China first tested a nuclear weapon in 1964. And since then, Chinese authorites have been content with a relatively small nuclear arsenal.

That was, until very recently. There is now mounting evidence that China is substantially expanding its nuclear capabilities.

In this episode, we speak with Tong Zhou, Senior Fellow at the Carnegie Endowment for International Peace and a Visiting Researcher at Princeton University’s Program on Science and Global Security, to explain what is driving Chinese nuclear strategy.

We kick off with a brief history of China’s nuclear weapons program before having an in depth discussion about the intentions and motivations behind China’s expanding nuclear arsenal. We also discuss what steps China’s main rival, the United States, could take to assuage at least some of the concerns driving Chinese nuclear strategy.

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New Release: Interest rate turnaround. A turning point for development finance?

Global Policy Watch - 26. September 2022 - 3:45

Download the briefing (pdf format)

Since the adoption of the 2030 Agenda on Sustainable Development, development finance has operated under conditions of low interest rates and high liquidity in global financial markets. This has changed with the recent turnaround in interest rates. The briefing paper Interest rate turnaround. A turning point for development finance? by Bodo Ellmers, describes the current trends, analyzes the implications for financing sustainable development in the Global South, and formulates policy recommendations on how countries in the Global South and their financing partners in the North can respond to the interest rate increases.

Since March 2022, the US Federal Reserve has been raising key interest rates at a record pace and in large steps. Developing countries in particular have had to follow suit in even larger steps in order to remain attractive as investment locations for volatile capital and to prevent massive capital outflows.

The implications are enormous and multifaceted. Escalating interest costs weigh heavily on developing countries’ budgets and absorb scarce resources needed for development and public goods. Capital flight and lack of liquidityin global financial markets mean that developing countries find it difficult to access new capital for investment in economic development and socio-ecological transformation, or only at prohibitively high costs. The number of countries in acute debt crises is threatening to grow rapidly.

The optimal mix of instruments in development finance changes with the level of interest rates. The turnaround of interest rates is also a gamechanger for development finance. It requires a fundamental policy shift. As interest rates rise, using private financing at market conditions is rational and affordable for fewer countries and for fewer purposes. At the same time, financing channels such as domestic financing from tax revenues or external financing from Official Development Assistance (ODA) grants become more important, as these are not dependent on interest rate levels.

The interest rate turnaround exacerbates the humanitarian emergency in the Global South, where populations have been hit hard by multiple energy, food, climate, and coronavirus crises. In the short term, the international community can provide liquidity to the Global South, for example, through a new issue of International Monetary Fund (IMF) Special Drawing Rights. Relief packages also need to be put in place in developing countries to protect vulnerable groups, and investment in sustainable development still needs to be scaled up under difficult conditions. Fair and effective taxation, debt relief and ODA grants can increase the fiscal space for this.

Interest rate turnaround
A turning point for development finance?

By Bodo Ellmers
Published by: Brot für die Welt, Misereor & Global Policy Forum Europe
Bonn, September 2022
www.globalpolicy.org

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Early Contours of Philippine Foreign Policy under Ferdinand Marcos Jr.

SWP - 26. September 2022 - 2:00

Ferdinand “Bongbong” Marcos Jr. won the Philippines’ presidential election by a land­slide on 9 May and was officially sworn in on 30 June. During the election cam­paign, Marcos Jr. – the son of Philippine dictator Ferdinand Marcos Sr. who was ousted in 1986 – remained extremely vague when it came to describing his foreign and security policies. Some observers initially speculated that Marcos Jr. would con­tinue to pursue the foreign policy shift towards the People’s Republic of China that had been estab­lished by his predecessor Rodrigo Duterte. Several weeks into Marcos Jr.’s presidency, however, a much more nuanced picture has emerged. It appears that the newly elected president is likely seeking to balance the Philippines’ relations with China and the US to a greater extent than his predecessor. He therefore seems to be follow­ing in his father’s foreign policy footsteps. This could open up new opportunities for coopera­tion between the Philippines and Germany and the EU – provided that such collabo­ration considers the high degree to which Manila’s current foreign policy agenda seems to be driven by domestic concerns and objectives.

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