Sie sind hier

ONE

Newsfeed ONE abonnieren
Gemeinsam mit Anderen extreme Armut besiegen
Aktualisiert: vor 22 Stunden 35 Minuten

11. Dezember 2019

11. Dezember 2019 - 12:57

1. Weniger Teenager-Schwangerschaften
Caroline Wiemann thematisiert auf Spiegel Online die Ursachen und Folgen von Schwangerschaften bei jungen Frauen weltweit. Global betrachtet gebe es einen sinkenden Trend. Allerdings seien Schwangerschaften junger Frauen weltweit ungleich verteilt. Während in der EU eine von hundert Unter-20-jährigen schwanger werde, ist es in Niger eine von sechs. Dort sei die Geburtenrate entsprechend am höchsten in der Welt. Eine frühe Schwangerschaft schränke Mädchen und junge Frauen in ihrer „persönlichen und sozialen Entwicklung ein“, verschlechtere ihre wirtschaftliche Situation und berge die Gefahr von gesundheitlichen Komplikationen. Ein wesentlicher Faktor sei hier auch die Verheiratung von Minderjährigen. In vielen afrikanischen Ländern seien Mädchen oft mit gesellschaftlichen Erwartungen konfrontiert, früh sexuell aktiv zu sein und viele Kinder zu gebären. Insbesondere Sexualaufklärung sowie ein besserer Zugang zu Verhütungsmitteln könne die Lage von Mädchen und jungen Frauen deutlich verbessern.

2. Stromkrise in Südafrika
In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung thematisiert Claudia Bröll die sich zuspitzende Energiekrise in Südafrika. Der staatliche Energieversorger Eskom habe die nationale Stromversorgung stark drosseln müssen. In der Folge werde landesweit die die Stromzufuhr für zweieinhalb Stunden ausgesetzt. Die lückenhafte Energieversorgung habe verheerende Folgen für die Wirtschaft, insbesondere für energieintensive Branchen wie den Bergbau. Der südafrikanische Ökonom Iraj Abedian erwartet bereits eine wirtschaftliche Rezession. Weil Eskom in staatlicher Hand und mit 27 Milliarden Euro hoch verschuldet sei, werden Forderungen laut den Energiemarkt zu liberalisieren. Die Infrastruktur der Energieversorgung sei veraltet und fast gänzlich von Kohle abhängig. Viele Kraftwerke seien zudem noch aus den 1960- und -70er Jahren. Die Folgen gehen jedoch über die Wirtschaftsleistung hinaus. Ganze Staddteile in Johannesburg und Pretoria leiden unter Stromausfällen, die Pumpsysteme der Wasserversorgung könnten nicht richtig arbeiten und Tourist*innen stecken auf dem Tafelberg fest, weil die Seilbahn nicht fahre.

3. Tote bei Zyklon auf Madagaskar
Der Zyklons ‚Belna‘ hat auf Madagaskar schwere Schäden verursacht, wie zdf.de, die Welt, Zeit Online, der Weser Kurier, die Volkstimme und die Neue Württembergische Zeitung melden. Der Wirbelsturm sei am Montag auf den Nordwesten des Inselstaats vor der Südostküste Afrikas getroffen, mittlerweile aber zu einem Sturm abgeflaut. In der Stadt Soalala seien Windböen von bis zu 130 Stundenkilometern gemessen worden. ‚Belna‘ habe Starkregen und hohe Wellen verursacht. Zudem bestehe in einigen Gebieten Überschwemmungsgefahr. Als direkte Sturmfolge haben 1.500 Menschen ihr Zuhause verloren. Neun Menschen seien ums Leben gekommen, mindestens drei werden immer noch vermisst. Tropische Wirbelstürme seien in der Region keine Seltenheit, ihre Saison beginne natürlicherweise allerdings später als zum jetzigen Zeitpunkt.

The post 11. Dezember 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

10. Dezember 2019

10. Dezember 2019 - 13:29

1. Äthiopiens Premier erhält Friedensnobelpreis
Heute erhält Abiy Ahmed, Premierminister Äthiopiens, den Friedensnobelpreis, wie viele Medien darunter zdf.de, tagesschau.de, die Welt, die Süddeutsche Zeitung, das Redaktionsnetzwerk Deutschland, Zeit Online, die Tageszeitung (taz), Spiegel Online, die Frankfurter Rundschau, die Badische Zeitung, die Berliner Morgenpost und der Standard berichten. Ausgezeichnet werde er für den von ihm initiierten Friedensprozess mit dem Nachbarland Eritrea sowie seinen „Reformwillen“. Der seit April 2018 amtierende Abiy habe den lange schwelenden Konflikt mit Eritrea befriedet. Sein Wirken fördere Stabilität und Frieden in Äthiopien und der gesamten Region. So habe Abiy beispielsweise zwischen Eritrea und Dschibuti, Kenia und Somalia vermittelt sowie im innenpolitischen Streit im Sudan. Allerdings sei die Entscheidung des Nobel-Instituts nicht unumstritten. Abiy sei kein politisch unbeschriebenes Blatt. Er sei selbst während der Militärdiktatur als Direktor des Geheimdienstes tätig gewesen. Mittlerweile habe der Reformer mit innenpolitischen Machtkämpfen und Gewaltausbrüchen zu kämpfen, nachdem er politische Gegner freigelassen und rehabilitiert habe. Hinzu komme, dass der Vielvölkerstaat an den Autonomiebestrebungen verschiedener ethnischer Gruppierungen auseinanderzureißen drohe. Reiss-Andersen vom Nobel-Institut begründet ihre Entscheidung damit, dass Ahmed für seine Bemühungen „Unterstützung und Ermutigung“ verdiene.

2. Deutschland unterstützt Sahelzone
Deutschland wird zusätzlich 42 Millionen Euro für die Sahelzone zur Verfügung stellen wie unter anderem die Saarbrücker Zeitung, die Bremer Nachrichten, die Neue Presse, die Westdeutsche Zeitung, der Weser-Kurier und die Oberhessische Presse melden. Dies habe am Montag Außenminister Heiko Maaß beim Treffen der EU-Außenminister*innen in Brüssel bekannt gegeben. Das Geld werde in den EU-Treuhandfonds für Afrika fließen und werde insbesondere für die „Stabilisierung von Gemeinden“ in der Sahelzone aufgewendet, die von Terrorismus und Armut geprägt sei. Die zusätzliche Investition sein auf die französische Sicherheitsinitiative den G5-Sahelstaaten Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso und Tschad abgestimmt. Dieses Vorgehen korrespondiere mit Aussagen des neuen EU-Außenbeauftragten. Anlässlich des EU-Außenminister*innetreffens habe der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell  für eine „offensivere Politik“ geworben, wie unter anderem zdf.de, die Süddeutsche Zeitung und das Handelsblatt melden. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung fügt hinzu, dass Borrell Afrika zur „zentralen Priorität“ erklärt hat. Die von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angekündigte „Partnerschaft unter Gleichen“ mit Afrika fokussiere explizit keine Migrationsfragen, sondern insbesondere Investitionen und Unterstützung bei Auswirkungen der Erderwärmung.

3. 500 Millionen für das Klima
Viele Medien thematisieren die Weltklimakonferenz in Madrid darunter tagesschau.de, zdf.de, die Deutsche Welle, der SWR, der MDR, die Welt, die Süddeutsche Zeitung, Zeit Online, t-online.de, der Merkur und Bild. Dort haben Klimaaktivist*innen dazu aufgerufen, den Menschen mehr zuzuhören, die bereits jetzt unter den Folgen des Klimawandels leiden. Die Länder, die die Folgen der Erderwärmung am stärksten zu spüren bekommen, haben am wenigsten zu den Treibhausgas-Emissionen beigetragen, mahnen die Aktivist*innen an. Nakabuye Hilda Flavia aus Uganda kritisierte in diesem Zusammenhang die Tatenlosigkeit wohlhabender Industrienationen. Entwicklungsminister Gerd Müller sagte zusätzliche Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro für den Kampf gegen Klimafolgen zu.

The post 10. Dezember 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

09. Dezember 2019

9. Dezember 2019 - 11:34

1. Von der Leyen in Afrika
Eine Vielzahl von Medien berichten über die erste Afrika-Reise der neuen Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen, darunter Tagesschau.de, Deutschlandfunk, Deutsche Welle, die Süddeutsche Zeitung, Bild am Sonntag, die Welt, Tagesspiegel, Spiegel Online und die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Von der Leyen habe sich mit dem amtierenden Präsidenten der Afrikanischen Union (AU), Moussa Faki Mahamat, in der äthiopischen Hauptstadt und dem Sitz der AU Addis Abeba getroffen. Von der Leyen habe “keinen grandiosen Plan für Afrika” und wolle in erster Linie zuhören. Zudem wolle sie beim Thema Klimaschutz enger zusammenarbeiten.  Zu Ihrem Besuch gehörten auch Treffen mit dem äthiopischen Premierminister und Friedensnobelpreisträger Abiy Ahmed sowie der äthiopischen Präsidentin Sahle-Work Zewde. Von der Leyen möchte mit ihrem eintägigen Besuch am Ende ihrer ersten Woche im Amt eine „starke politische Botschaft setzen“ und strebe mit Afrika „eine Partnerschaft auf Augenhöhe an“. Im Frühling kommenden Jahres wolle die EU ihre neue Afrika-Strategie präsentieren. Für den Herbst sei dann ein gemeinsamer EU-AU-Gipfel in Brüssel geplant.

2. Krise in Simbabwe
Auf Spiegel Online thematisiert Anne Backhaus die tiefe wirtschafts- und sozialpolitische Krise in Simbabwe, die durch die Folgen des Klimawandels noch verstärkt werden. 2017 habe das Militär den ehemaligen Diktator Robert Mugabe nach 37 Jahre im Amt abgesetzt. Sein Nachfolger Emmerson Mnangagwa habe das Land seitdem allerdings „vollends in den Ruin getrieben“. Misswirtschaft und Korruption haben zu einer andauernden Hyperinflation geführt, in der ständig Preise und Steuern erhöht werden und der Simbabwe-Dollar stetig an Wert verliere. 60 Prozent der 14 Millionen Einwohner leiden unter Nahrungsmittelengpässen, welche sich durch die andauernde Dürre im Land nur verschlimmern. Die Menschen halten sich über WhatsApp-Gruppen auf dem Laufenden, wo es gerade Wasser oder günstig Benzin gibt. Eine grundlegende medizinische Versorgung könne nicht mehr gewährleistet werden. Es gabe kaum noch Medikamente sowie „Bandagen, Spritzen oder Operations-Handschuhe“. Die nationale Ärzt*innenvereinigung, von denen Hunderte wegen eines Streiks entlassen wurden, spreche von einem „stillen Genozid“ an der eigenen Bevölkerung. Jegliche Kritik am Regime sowie öffentlicher Protest werde unterdrückt. Sechs Oppositionelle und Aktivist*innen seien zuletzt nach einer Demonstration im August entführt, gefoltert und getötet worden. Menschenrechtsorganisationen, die EU und die USA verurteilen die Gewalt und fordern Aufklärung.

3. 4 Länder – 4 Aussichten
Martina Schwikowski nimmt in der Deutschen Welle die politische Leistung von vier afrikanischen Staats- und Regierungschefs in den Blick, die als Hoffnungsträger ihr Amt antraten. João Lourenço, seit 2017 Präsident von Angola, habe sich die Stabilisierung der nationalen Wirtschaft zum Ziel gesetzt. Allerdings befinde sich das Land trotz reicher Ölvorkommen weiterhin in einer Rezession. Auch wenn Lourenço sich effektiv gegen korrupte Strukturen einsetze, plane er keine demokratischen Reformen. Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed habe für seinen Entspannungskurs mit dem Nachbarland Eritrea den Friedensnobelpreis erhalten. Innenpolitisch herschen in dem Land allerdings aufgrund von Autonomiebestrebungen verschiedener ethnischer Gruppen Spannungen. Über Ahmeds Zukunft werden insbesondere die Parlamentswahlen 2020 entscheiden. Südafrika habe große Hoffnungen in Cyril Ramaphosa gesetzt, der 2018 den in Korruption verstrickten Jacob Zuma als Präsident ablöste. Obwohl Ramaphosa die meisten ehemaligen Kabinettsmitglieder für seine neue Regierung im Amt belassen habe, bleibe der Optimismus, dass der neue Präsident einen wirtschaftlichen Aufschwung Südafrikas bewirken kann. Obwohl in Simbabwe der ehemalige Diktator Robert Mugabe 2017 abgesetzt worden sei, gebe es nach zwei Jahren Misswirtschaft unter Staatschef Emmerson Mnangagwa wenig Hoffnung auf einen Wandel.

 

The post 09. Dezember 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

06. Dezember 2019

6. Dezember 2019 - 16:27

1. Todesfälle durch Masern weltweit gestiegen
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC sind circa 9,8 Millionen Menschen im vergangenen Jahr an Masern erkrankt. Mehr als 140.000 seien daran gestorben, wie tagesschau.de, zdf.de, die Welt, die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, n-tv.de, der Focus und die Stuttgarter Zeitung melden. Hiermit sei die Anzahl der Todesfälle um 16.000 und die Ansteckungsrate um 2,2 Millionen Menschen gestiegen. Hinzukomme eine große Dunkelziffer, da aufgrund fehlender Meldepflichten nur ein Bruchteil der Masernfälle bekannt werde. Insbesondere Länder wie die Demokratische Republik Kongo, die Ukraine, Liberia, Madagaskar und Somalia seien von heftigen Ausbrüchen betroffen. Die Gründe liegen in geschwächten Gesundheitssystemen. Neue Krankheitsfälle werden unzureichend überwacht und geprüft. Zu fehlenden Impfungen kämen problematische Sicherheitslagen und Konflikte hinzu. Auch Länder, die bisher als masernfrei galten, verzeichnen steigende Erkrankungsraten, wie z.B. die USA. In Deutschland schwanken die Krankheitsfälle zwischen 165 und 2.465 Personen im Jahr. Eine Impfpflicht für KiTas und Schulen soll eine bessere präventive Versorgung sicherstellen.

2. Mali: Macron fordert mehr Unterstützung
Nachdem vor zwei Wochen 13 französische Soldat*innen bei einer Militäroperation in Mali verunglückten, stellt Frankreichs Präsident Macron Konsequenzen für den gesamten französischen Einsatz in Mali in Aussicht, wie die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichten. Macron habe während des NATO-Gipfels in London die Staatschefs der G5 Sahel-Staaten (Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso und Tschad) zu einem eigenen Gipfeltreffen eingeladen. Er forderte sie auf sich zur militärischen Hilfe Frankreichs und der EU zu bekennen. Macron betone, dass Frankreich mit dem Einsatz keine „neokolonialen“, „imperialistischen“ oder wirtschaftlichen Interesse verfolge. Er kritisiere vermeintlich wachsende anti-französische Ressentiments in diesen Ländern und fordere mehr Unterstützung und Solidarität von Verbündeten. Da sich die Sicherheitslage in der Sahelzone zunehmend verschlechtere, wäre ein Truppenabzug nicht im Interesse der Beteiligten. Im Januar soll in der Sahelzone eine neue europäische Mission, genannt ‚Tacouba‘, gestartet werden. Belgien und Tschechien haben bereits ihre militärische Unterstützung zugesagt. Frankreich habe ebenfalls rund 500 deutsche Spezialeinheiten angefragt.

3. Migrant*innen vor Mauretanien ertrunken
Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind am Mittwoch mindestens 58 Menschen vor der Küste Mauretaniens ertrunken, wie eine Vielzahl von Medien melden, darunter tagesschau.de, zdf.de, die Deutsche Welle, die Welt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spiegel Online, die Süddeutsche Zeitung, Zeit Online, die Tageszeitung (taz), t-online.de, die Rheinische Post und evangelisch.de. Das Boot habe am 27. November mit rund 150 Insassen in Gambia abgelegt. Davon haben sich circa 83 Personen nach der Havarie an die nördliche mauretanische Küste retten können. Die Fluchtroute über die Kanarischen Inseln sei nur gering frequentiert, weil sie sehr lang und somit gefährlich ist. Seitdem der ehemalige Innenminister Matteo Salvini versucht habe, das Mittelmeer als Fluchtroute zu blockieren, wachse die Anzahl der ankommenden Migrant*innen auf den Kanaren. Allerdings versuche Spanien bereits seit vielen Jahren, diese Fluchtmöglichkeit abzuriegeln, z.B. mit der Sperrung von Ceuta und Melilla 2005. Der spanische Grenzschutz patrouilliere durch die Küstengewässer Senegals und werde seit 2006 durch die europäische Grenzschutzorganisation Frontex unterstützt. Boote werden aufgehalten, zurückgeschickt, Migrant*innen in Lagern jahrelang festgehalten oder durch die Wüste zurück in die Sahelzone gebracht. Ohne die Möglichkeit einen Asylantrag zu stellen, stelle dies einen Rechtsverstoß dar, so die taz.

The post 06. Dezember 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

04. Dezember 2019

4. Dezember 2019 - 15:38

1. Kampf gegen Malaria geht weiter

Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die weltweite Zahl der Malaria-Fälle im vergangenen Jahr zurückgegangen, obwohl der Kampf gegen die Infektionskrankheit in den stark betroffenen Gebieten weiterhin herausfordernd ist, wie die Deutsche Welle, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die ÄrzteZeitung und die Stuttgarter Nachrichten melden. Das ursprüngliche Ziel, die Anzahl der Malaria-Fälle bis 2020 im Vergleich zu 2015 um 40 Prozent zu senken, könne nicht erreicht werden. Im vergangenen Jahr seien 408.000 Menschen an der Infektionskrankheit gestorben, wobei afrikanische Länder wie Burundi, die Demokratische Republik Kongo und Nigeria am stärksten betroffen seien. Es gebe allerdings auch Erfolge. So seien Paraguay, Usbekistan, Algerien und Argentinien mittlerweile frei von Malaria. Länder wie China, Iran, Malaysia und Uganda haben ebenfalls Fortschritte gemacht. Ein Stich der Anopheles-Mücke kann die Malaria-Erreger, sogenannte Plasmodien, in die menschliche Blutbahn übertragen. Die Krankheit verursacht Fieber, Blutarmut und neurologische Probleme und kann ohne Behandlung zum Tod führen.

2. Klimawandel und Konflikte: Rekordzahlen an Hilfsbedürftigen

Nachdem die Nichtregierungsorganisationen Save the Children und Oxfam kürzlich Berichte über die Folgen des Klimawandels für den Menschen veröffentlicht haben, stellt das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) ihren Bericht ‚Global Humanitarian Overview‘ vor, wie tagesschau.de, die Welt, Spiegel Online, Zeit Online und t-online.de melden. Im Jahr 2020 werde die wachsende Anzahl an Krisen und Konflikten mehr Menschen denn je in humanitäre Not bringen. Fast 168 Millionen Menschen werden weltweit humanitäre Hilfe und Schutz benötigen. Die Anzahl getöteter oder verstümmelter Kinder sei auf einem Höchststand, tödliche Angriffe auf helfendes oder medizinisches Personal nahmen ebenfalls stark zu. Die größte Krise mit 24 Millionen notleidenden Menschen fände im Jemen statt, dies sei die „schlimmste humanitäre Katastrophe der Welt“, so UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock. Die weltweite Lage werde sich noch verschlimmern, wenn nicht ebenfalls die Folgen des Klimawandels und die Ursache von Konflikten eingedämmt werden.

3. Nobelpreis für ‚Gandhi der Westsahara‘

Anna Reuß thematisiert in der Süddeutschen Zeitung die Arbeit der Friedensaktivistin Aminatou Haidar, die den Alternativen Nobelpreis 2019 erhält. Haidar setze sich für den Friedensprozess in der Westsahara ein. Sie gehöre den Sahrauis an, einer maurischen ethnischen Minderheit von ungefähr 600.000 Menschen im Nordwesten Afrikas, die auch in Algerien, Marokko, Mauretanien und teilweise in Spanien leben. Nachdem Spanien seine Okkupation der Westsahara 1975 beendete, annektierte Marokko den größten Teil des Gebiets. Bis heute gibt es Unruhen in den marokkanischen Gebieten der Westsahara sowie einen anhaltenden Streit über den Rechtsstatus des Gebiets. Haidar begann ihren gewaltlosen Widerstand gegen die Unterdrückung der Sahrauis als Teenagerin und werde mittlerweile „Gandhi der Westsahara“ genannt. Die heute 53-Jährige ist selbst Überlebende von „Folter, Einzelhaft und versuchter Vergewaltigung“, erhalte immer noch Morddrohungen, doch lasse sich von ihrem Einsatz nicht abbringen.

The post 04. Dezember 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Unsere Top 5 guten Nachrichten der letzten Wochen

3. Dezember 2019 - 17:12

Wenn die Tage kälter und kürzer werden, ist ein Fokus auf gute Neuigkeiten umso wichtiger. Vergangenen Monat gab es zahlreiche Momente, Events und Aktionen, bei denen uns richtig warm ums Herz wurde. Deshalb haben wir unsere persönlichen Top 5 Good News für euch ausgewählt. Denn es macht natürlich Spaß, gute Nachrichten zu erfahren – noch viel schöner ist es aber, sie mit anderen zu teilen. Viel Spaß beim Lesen!

 

‘ONE Vote’-Unterzeichner*innen werden durch den Einsatz der ONE-Jugendbotschafter*innen in Brüssel größte Fraktion im EU-Parlament

Die ‘ONE Vote’-Kampagne ist seit Februar in vollem Gange – und erlebte einen großen Höhepunkt während der Lobbytage in Brüssel. Europäische ONE-Jugendbotschafter*innen erreichten Unglaubliches: Die Zahl der Mitglieder des Europäischen Parlaments, die das ‘ONE Vote’-Versprechen unterzeichnet haben, stieg auf 204 an. Damit bilden sie die größte Fraktion im EU-Parlament! Dank des phänomenalen Einsatzes der #ONEYouth19 haben so viele Abgeordnete zugesichert, sich gegen extreme Armut und für Entwicklungszusammenarbeit stark zu machen. 

ONE-Mitgründer Jamie Drummond gewinnt den ‘World Without Aids Award’

Die bedeutende Auszeichnung der Deutschen Aids-Stiftung ging dieses Jahr an ONE-Mitgründer Jamie Drummond. Am 02.11. wurde er im Rahmen der alljährlichen Operngala für seinen jahrzehntelangen Einsatz gegen HIV/Aids ausgezeichnet. Eine große Ehre und tolle Sache, so großes Engagement gewürdigt zu sehen. ONE Deutschland hat sich natürlich riesig über diesen wohlverdienten Preis mitgefreut!

ONE-Direktor in Deutschland Stephan Exo-Kreischer @BueroBerlin mit “World Without Aids Award” Preisträger und Mitgründer von ONE, @DrumJamie, und @roxanephilson. Herzlichen Glückwunsch, Jamie! Und danke für deinen starken Einsatz gegen #Aids. #DeutscheAidsStiftung #AIDSGala pic.twitter.com/IqirtVExUE

— ONE in Deutschland (@ONEDeutschland) November 2, 2019

Deutschland erhöht Etat für Entwicklungsgelder

Bei der Bereinigungssitzung am 14.11.2019 beschloss der Haushaltsausschuss unter anderem das Entwicklungsbudget für 2020. Jugendbotschafter*innen in Deutschland starteten deshalb im Vorfeld eine Aktion auf Twitter und Facebook, um Mitglieder des Ausschusses zu starkem Einsatz für Entwicklungszusammenarbeit aufzufordern – mit Erfolg! So erhielt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 6% mehr Finanzierung, als im Vorjahr. Nur mit der richtigen finanziellen Unterstützung können die großen Herausforderungen unserer Zeit angegangen werden! Eine starke Förderung von Bereichen wie Bildung ist daher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir sagen: Gut so, liebe Politik und als Nächstes bitte das 0,7% Ziel anvisieren! 

Die #Bereinigungssitzung zum #Bundeshaushalt2020 steht bevor – wir geben Ihnen @SteffenSonja Rückenwind, wünschen viel Erfolg bei den Verhandlungen & hoffen, dass Sie weiterhin für #Entwicklungszusammenarbeit mit #ONEYouth19 an einem Strang ziehen. Ihr Einsatz zählt! #endpoverty pic.twitter.com/2avhegQTsK

— Anne (@Anne17667050) November 12, 2019

Eilmeldung: Polio Typ 3 ist ausgerottet

Eine gute Nachricht, die zwar bereits im Oktober in den Medien kursierte, uns aber immer noch begeistert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte Polio Typ 3 offiziell für ausgelöscht. Ein wirklich großer Schritt im Kampf gegen Infektionskrankheiten! 

Endlich: Ein wirksamer Impfstoff gegen Ebola

‘Ervebo’ – ein Name, der sicher vielen unbekannt ist, in Zukunft aber Tausende von Menschenleben retten wird. Es ist der Name des ersten nachweislich wirksamen und von der WHO geprüften Impfstoffs gegen Ebola. Eine großartige Neuigkeit, denn diese Impfung kann nun sowohl Menschen in gefährdeten Ländern immunisieren, als auch Gesundheitspersonal dabei unterstützen, Krankheitsausbrüche besser unter Kontrolle zu bekommen. Mit Unterstützung von Organisationen, wie der Impf-Allianz Gavi wird Ervebo sicherlich einen großen Teil dazu beitragen, Ebola zu beenden. 

Gute Nachrichten zu hören, macht richtig Spaß, oder? Wenn ihr keine positiven Neuigkeiten mehr verpassen wollt, könnt ihr gern bei ONE Deutschlands Facebook- und Twitter-Account vorbeischauen. Viel zu oft beschäftigen wir uns den ganzen Tag lang mit schlechten Nachrichten – lasst uns das gemeinsam ändern!

The post Unsere Top 5 guten Nachrichten der letzten Wochen appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

3. Dezember 2019

3. Dezember 2019 - 11:43

1. Hunger durch Klimakrise
Nachdem die Entwicklungsorganisation Oxfam gestern einen Bericht zu Klimageflüchten vorgestellt hatte, mahnt die Nichtregierungsorganisation Save the Children heute an, dass dieses Jahr in Afrika mindestens 1.200 Menschen aufgrund von Wetterextremen ums Leben gekommen sind. Dies melden unter anderem die Welt, die Berliner Zeitung, T-Online.de und der österreichische Standard. Durch die Klimakrise drohe zudem 33 Millionen Menschen eine prekäre Ernährungslage, die Hälfte von ihnen Kinder. Daher fordere die Organisation von der Politik bei der derzeit stattfindenden Weltklimakonferenz in Madrid „starke Entscheidungen“, die die Auswirkungen des globalen Klimawandels verringern.

2. Deutschland: Mehr Einsatz für fairen Handel?
Deutschland will sich stärker für faire Lieferketten und Produktion im Ausland einsetzen, wie unter anderem Tagesschau.de, ZDF.de, Focus Online und die Deutsche Welle melden. Auf ihrer Äthiopienreise betonten Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD), dass sie entschiedener gegen ausbeuterische Arbeit vorgehen und im Zweifel deutsche Firmen per Gesetz verpflichten wollen, im Ausland zu fairen Bedingungen zu produzieren. Zudem trafen Beide auf Äthiopiens Premier und Friedensnobelpreisträger Abiy Ahmed Ali und besuchten ein Geflüchtetenlager an der Grenze zum Südsudan. Das Entwicklungsland beherberge derzeit über 700.000 Geflüchtete, die meisten von ihnen aus Südsudan, Somalia und Eritrea.

3. Perspektivlos in Simbabwe
In seiner aktuellen Ausgabe nimmt der Spiegel die Lage in Simbabwe genauer unter die Lupe. Zwei Jahre nach dem Sturz von Langzeitdiktator Robert Mugabe gehe es dem Land „schlechter denn je“. Die anfängliche Euphorie neuen Präsidenten Emmerson Mnangagwa sei bereits verflogen. Die einstige „Kornkammer Afrikas“ leide an Versorgungsmangel und schaffe es nicht, seine Bürger*innen vom Rohstoffreichtum profitieren zu lassen. Stattdessen bereichern sich das Politik und das Militär selbst. 90 Prozent der Menschen seien ohne feste Arbeit. Ein Drittel der Bevölkerung sei von einer Hungersnot bedroht und bis zu drei Millionen Menschen seien wegen der widrigen Umstände bereits ausgewandert.

The post 3. Dezember 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

02. Dezember 2019

2. Dezember 2019 - 14:07

1. Millionflucht wegen Klimawandel
In einer neuen Studie warnt die Entwicklungsorganisation Oxfam, dass der globale Klimawandel dazu führt, dass sich jährlich 20 Millionen Menschen auf die Flucht begeben werden, wie unter anderem ZDF.de, Zeit Online, die Westdeutsche Allgemeine Zeitung sowie die Deutsche Welle berichten. Hauptursachen hierfür seien verstärkt auftretende Wetterextreme wie Wirbelstürme, Überschwemmungen oder Waldbrände. Entwicklungsminister Gerd Müller warnte im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) ebenfalls ebenfalls vor einer Zunahme von „Klimaflüchtlingen“. Er werde der anstehenden Klimakonferenz in Madrid jedoch fernbleiben, da das Format der jährlichen Klimakonferenzen „vollkommen aus dem Ruder gelaufen“ sei. Stattdessen befindet sich Müller derzeit zusammen mit Arbeitsminister Hubertus Heil auf Dienstreise in Äthiopien, wie auch Tagesschau.de, die Bild und der Deutschlandfunk. Dort werben sie dafür, dass deutsche Firmen im Ausland zu fairen Konditionen produzieren. Zudem werben sie dafür, die Kaffeesteuer für Fairtrade-Kaffee abzuschaffen.

2. Neuer Einsatz in der Sahelzone?
Gordon Repinski und Marina Kormbaki thematisieren im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) ein mögliches stärkeres deutsches Engagement in der Sahelzone. In der Generaldebatte im Bundestag habe Bundeskanzlerin Angela Merkel deutlich gemacht, dass sie Afrika ins Zentrum deutscher Sicherheitspolitik rücken wolle. Sie werbe für ein „robustes Mandat“, was im Endeffekt auf einen militärischen Einsatz der Bundeswehr in einem umkämpften Gebiet hinauslaufen werde. Bereits im kommenden Jahr sollen sich die Pläne zu einem deutschen und europäischen Engagement in der Sahelzone konkretisieren. Die bisherige EU-Ausbildungsmission in Mali (EUTM) sei nach Ansicht von Expert*innen bisher wenig effektiv. Die Opposition kritisierte das bisherige Vorgehen als unabgestimmt und intransparent.

3. Namibia hat gewählt
Mehrere Medien, darunter Tagesschau.de, das ZDF, die Frankfurter Rundschau, Zeit Online und der Deutschlandfunk, melden, dass Namibia den amtierdenden Präsidenten Hage Geingob  wiedergewählt hat. Der seit 2015 regierende Amtsinhaber habe dabei allerdings ein historsich schlechtes Ergebnis von rund 56 Prozent erzielt. Themen des Wahlkampfes seien unter anderem die „desolate Wirtschaftslage“ sowie die weit verbreitete Korruption gewesen. 1,3 Millionen seien dem Ruf an die Urnen gefolgt, was einer Wahlbeteiligung von etwa 60 Prozent entspreche. Laut Wahlbeobachter*innen sei die Wahl „weitgehend friedlich und in geordneter Weise“ erfolgt.

The post 02. Dezember 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Warum brauchen wir einen Welt-Aids-Tag?

30. November 2019 - 20:30

Jährlich wird am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag begangen. Der Tag gedenkt all denjenigen, die an der Krankheit verstorben sind. Zudem geht es darum, Solidarität mit den Menschen zu zeigen, die durch ihre Erkrankung von Stigmatisierung und Diskriminierung betroffen sind. Den Welt-Aids-Tag gibt es bereits seit rund 30 Jahren. Doch was wurde seitdem im Kampf gegen diese Krankheit erreicht und wo liegen aktuell die Herausforderungen? 

Fortschritte im Kampf gegen HIV/Aids

Noch vor 20 Jahren verbreitete sich das HI-Virus unkontrolliert und kam einem Todesurteil gleich. Seit damals haben wir viel erreicht. Denn die Zahl der Neuinfektionen ist seit 1997 um über 40% zurückgegangen. Diese Entwicklungen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis von medizinischem Fortschritt, politischem Willen und Aktivismus. Deshalb können wir uns heute eine Welt vorstellen, in der diese Krankheit Vergangenheit sein wird. Noch vor wenigen Jahren wäre uns der Gedanke sehr verwegen vorgekommen. 

Vier Gründe, warum der Kampf gegen HIV/Aids noch nicht gewonnen ist

Doch trotz all des Fortschritts und Optimismus, der sich gerade breitmacht, dürfen wir nicht vergessen: Die Krankheit ist heute noch immer eine Katastrophe für Millionen Menschen rund um den Globus. Hier sind vier Gründe, warum der Kampf gegen HIV/Aids noch nicht gewonnen ist

1) Jede Minute infizieren sich drei Menschen mit HIV

Jede einzelne Minute. Besonders häufig sind Mädchen und Frauen betroffen. Rund 800 junge Frauen infizieren sich täglich mit dem Virus. Gründe für diese Infektionen sind häufig sexuelle Übergriffe und fehlender Zugang zu medizinischer Aufklärung. Deshalb sind wir überzeugt, dass der Kampf für Gleichberechtigung und Gesundheit eng miteinander verknüpft sind. 

2) 14 Millionen infizierte Menschen haben keinen Zugang zu medizinischer Behandlung

Es ist medizinisch möglich, den Ausbruch von Aids zu unterbinden. Ebenso ist es möglich, die Übertragung des Virus zu verhindern. Mit einer HIV-Therapie können beispielsweise Babies vor einer Übertragung während der Zeugung, Schwangerschaft und Geburt geschützt werden. 

So die Theorie. Doch das setzt eine rechtzeitige, kontinuierliche und kostspielige medizinische Behandlung voraus. In der Praxis wird Millionen Menschen das Recht auf medizinische Behandlung verwehrt. Es fehlt häufig an den nötigen Gesundheitssystemen, sozialen Netzen und Bildungseinrichtungen, um Menschen mit HIV-Diagnose zu unterstützen. 

3) Wir verfehlen das 90-90-90 Ziel

Die Vereinten Nationen haben sich vor einigen Jahren das sogenannte 90-90-90 Ziel gesetzt. Die UN-Länder waren sich einig, dass der Kampf gegen HIV/Aids geschlossenen Einsatz braucht und das Ziel sollte dafür die Richtung vorgeben. 

Laut des 90-90-90 Ziel, sollen im Jahr 2020

  • 90 % der HIV-positiven Menschen ihren Status kennen
  • 90 % der Menschen, die ihren Status kennen, Behandlung erhalten
  • 90 % der Menschen in Behandlung, die Virenbildung erfolgreich unterdrückt haben. 

Leider waren wir Ende des vergangenen Jahres erst bei 79–78–86. Es bleibt also noch viel zu tun und unsere gemeinsamen Anstrengungen müssen deutlich verstärkt werden. 

4) Wichtige Gelder fehlen

Das gemeinsame Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) verfolgt das Ziel, die verschiedenen Aktivitäten im Kampf gegen die Krankheit rund um den Globus zu koordinieren. Die Organisation hat berechnet, dass eine Finanzierungslücke von 25% besteht, um wichtige Etappensiege zu erreichen. Bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass es große regionale Schwankungen gibt. Im südlichen und östlichen Afrika wurden die 2020 Finanzierungsziele näherungsweise erreicht. Erfreulicherweise führt dies zum erwünschten Effekt: Auch der Rückgang an Neuinfektionen und Todesfällen im Zusammenhang mit HIV/Aids nähert sich deutlich der 2020 Zielmarke an. Sehen wir hingegen nach Zentral- oder Nordafrika, zeichnet sich ein deutlich anderes Bild: Dort wurden nur 50% der benötigten Mittel zur Verfügung gestellt und der Fortschritt, den wir dort beobachten, ist deutlich langsamer. 

Unser Aktivismus geht weiter

Aus diesem Grund werden wir bei ONE uns weiter dafür starkmachen, dass HIV/Aids überall auf der Welt die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient. Denn wo du lebst, darf nicht darüber entscheiden, ob du lebst. Dafür setzen wir uns ein, nicht nur am Welt-Aids-Tag, sondern 365 Tage im Jahr. Auf dem Weg in eine Welt ohne Aids war unsere Kampagne zur Finanzierung des Globalen Fonds ein sehr wichtiger Etappensieg. Dies war nur möglich, dank des entschiedenen und unermüdlichen Einsatzes von ONE-Unterstützer*innen weltweit. Sie haben mit Petitionen, E-Mails und Briefen, eine Botschaft an die Politik geschickt, die nicht zu überhören war. 

Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft auf tatkräftige Unterstützung zählen können. Wenn du noch nicht dabei bist, trag dich jetzt auf unserem Verteiler ein. Wir melden uns dann bei dir, sobald wir Unterstützung bei einer aktuellen Kampagne brauchen. 

The post Warum brauchen wir einen Welt-Aids-Tag? appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

29. November 2019

29. November 2019 - 10:33

1. Namibia: Deutschland erkennt Völkermord an
Wie unter anderem das Redaktionsnetzwerk Deutschland und die Frankfurter Rundschau melden, steht die Bundesregierung kurz vor Ende der Verhandlungen mit der namibischen Regierung um die Anerkennung des Völkermords an den Herero und Nama. Zwischen 1904 und 1908 habe das Deutsche Reich in seiner damaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika Zehntausende Herero und Nama ermordet oder in die Wüste getrieben, wo sie verdurstet seien. Anders als von den Nachkommen der Betroffenen gefordert, werde Berlin voraussichtlich keine individuelle Entschädigung leisten. Stattdessen wolle die Bundesregierung besonders stark betroffene Gemeinden unterstützen, insbesondere in den Bereichen Berufsbildung, Gesundheit, Wohnen und Energie- und Stromversorgung. Zudem solle eine Stiftung für gemeinsame Erinnerungskultur gegründet werden.

2. Kongo: Angriff auf Ebola-Helfer*innen
Bei einem Anschlag in der Demokratischen Republik Kongo sind mehrere Mitarbeiter*innen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ums Leben gekommen. Dies melden unter anderem Tagesschau.de, Bild, Deutschlandfunk und die Deutsche Welle. Die genaue Zahl der getöteten Helfer*innen sei noch nicht ermittelt, Behörden sprechen jedoch von mindestens 12 Toten. Verantwortlich für den Anschlag sei die Rebellengruppe Mai-Mai, die Ebola für einen Teil eines politischen Komplotts halten. Während des aktuellen Krankheitsausbruchs haben sich 3300 Menschen infiziert, 2200 sind bereits gestorben.

3. Mehr Malaria durch Klimawandel?
N-tv.de
thematisiert die weltweite Ausbreitung der Infektionskrankheit Malaria, die durch die globale Erderwärmung begünstigt wird. Laut WHO erkrankten 2017 rund 220 Millionen Menschen an Malaria. 435.000 seien infolgedessen gestorben. Die steigenden Tempraturen machen auch eine Rückkehr der Anopheles- oder Tiger-Stechmücken nach Europa wahrscheinlich, die für gewöhnlich Wirt des Malaria-Virus sind. Derzeit könne man bereits in Ostafrika beobachten, was die veränderte Klimalage für Folgen habe. Durch stärkere Regenfälle und höhere Temparaturen haben die Mücken die besten Bedingungen sich zu vermehren. Wird Malaria früh erkannt und schnell behandelt, könne die Krankheit „problemlos medikamentös behandelt werden“. In einem Pilotversuch werden derzeit zudem in Kenia, Malawi und Ghana erstmalig Malaria-Impfungen durchgeführt.

The post 29. November 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

28. November 2019

28. November 2019 - 11:32

1. Mehr deutsche Waffen für Afrika?
In der gestrigen Generalaussprache im Bundestag hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für mehr Rüstungslieferungen nach Afrika ausgesprochen, wie unter anderem die Welt, die tageszeitung (taz), ntv.de und der Deutschlandfunk berichten. Man dürfe sich nicht nur auf die Ausbildung von Streitkräften beschränken, sondern müsse sich auch an der Ausrüstung ebendieser beteiligen. Deutschland solle „nicht dabei zusehen, wie Saudi-Arabien und Russland Afrika ausrüsten“. Eine restriktivere Exportpolitik von Rüstungsgütern, wie sie die Koalitionspartnerin SPD fordert, lehne sie daher ab. Neben der Welt melden auch die Neue Osnabrücker Zeitung, stern.de und T-Online.de, dass Deutschland UN-Empfehlungen zu Kindern in bewaffneten Konflikten missachtet. So werden ehemalige Kindersoldat*innen nicht als Geflüchtete anerkannt, wie ein Bündnis aus Kinderhilfsorganisationen in einem gemeinsamen Bericht kritisiert. Zudem fordert das Bündnis die Bundesregierung auf, dringend Waffenexporte in Staaten zu unterlassen, die Menschenrechte verletzen und in bewaffneten Konflikten involviert sind.

2. Guinea-Bissau wählt
Die Deutsche Welle thematisiert die aktuell stattfindende Präsidentschaftswahl in Guinea-Bissau. Das Land habe sich die vergangenen fünf Jahre im politischen Dauerstreit befunden, weswegen staatliche Instanzen nicht mehr funktionieren, die Wirtschaft schwächele und es einen politischen Stillstand gebe. Der bisherige Amtsinhaber José Marió Vaz sei abgewählt worden. Domingos Simões Pereira trete in einer Stichwahl gegen Umaro Sissoco Embaló das Rennen um die Nachfolge Vaz‘ an. Pereira sei Vorsitzender der PAIGC-Partei, die seit der Unabhängigkeit die politischen Geschicke des Landes lenke. Während Pereire, ein in den USA und Portugal ausgebildeter Finanzexperte, sich eher „weltmännisch und westlich“ gebe, trete sein Kontrahent „viel exzentrischer“ und „volksnäher“ auf. Bis zum vergangenen Jahr sei Embaló noch als Premierminister für die PAIGC-Partei aktiv gewesen. Nun trete der Geschäftsmann für die Oppositionspartei ‚Bewegung für eine Demokratische Alternative‘ an.

3. Benin weist EU-Diplomaten aus
Benin hat den deutschen EU-Botschafter Oliver Nette des Landes verwiesen, wie unter anderem Welt Online, Zeit Online und die Deutsche Welle melden. Nette soll sich in die innenpolitischen Angelegenheiten des Landes eingemischt und zu Protesten gegen die Regierung aufgerufen haben. Die verlange eine offizielle „Erläuterung der konkreten Gründe“ seitens der beninischen Regierung. Präsident Patrice Talon werde vorgeworfen, unliebsame Oppositionelle in Exil zu treiben. Beobachter*innen warnen davor, dass sich das Land zu einem autoritären Staat entwickeln könne.

The post 28. November 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Ein Zeichen setzen gegen Aids – dein Beitrag zum Welt-Aids-Tag

27. November 2019 - 17:11

ONE-Jugendbotschafterin Lilith ist schon seit Jahren aktiv im Kampf gegen Aids. Hier erzählt sie, warum ihr der Welt-Aids-Tag wichtig ist. 

Das Kleingeld klimpert in den kleinen Spendendosen und auf den T-Shirts und Pullis der Schülerinnen und Schüler findet man ein Meer an kleinen roten Schleifen. Dieses Pausenbild ergibt sich nur an einem Tag im Jahr an meinem Gymnasium: Dem Welt-Aids-Tag. Seit einigen Jahren führe ich gemeinsam mit den anderen Engagierten in der SMV (Schüler mit Verantwortung) diese Aktion durch. Spende gegen Schleife. Das eingenommene Geld geht an die Deutsche Aids-Stiftung – somit leistet auch unsere Schule einen Beitrag.

Am Welt-Aids-Tag sind rote Schleifen einfach überall

Unser Engagement ist dringend nötig

Dieser ist umso entscheidender, wenn man sich die aktuelle Lage vor Augen hält. 2018 haben sich 1,7 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert und 770.000 Menschen sind an den Folgen von Aids gestorben. Ausgrenzung und Stigmatisierung tritt in allen Regionen weltweit auch heute noch auf. Doch auch der Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten fehlt in vielen Teilen unserer Welt. Auch im Bereich der Bildung gibt es noch einiges zu tun. So wissen viele Menschen nicht, wie die Übertragung von HIV funktioniert und welche Vorkehrungen getroffen werden sollten, um z.B. das Übertragungsrisiko bei Geburten zu minimieren.

 

Einsatz an der Uni

Inzwischen habe ich die Schulzeit hinter mir gelassen und finde mich daher in diesem Jahr zum Welt-Aids-Tag im Hörsaalzentrum der Uni ein. Doch an diesem Tag ausnahmsweise nicht, um einer Vorlesung zur lauschen, sondern für eine Aktion im Foyer. Gemeinsam mit der Ortsgruppe Mit Sicherheit Verliebt verteile ich bei einem gemeinsamen Kuchenbasar auch Flyer von ONE. Denn auch für ONE ist der Kampf gegen vermeidbare Krankheiten ein zentrales Thema. Dass uns der Bereich Gesundheit am Herzen liegt, bringen wir regelmäßig zum Ausdruck. Im Zuge unserer Kampagne Armut ist sexistisch setzen wir uns insbesondere für die Stärkung von Mädchen und Frauen ein, da das Risiko einer HIV-Infektion für junge Frauen immer noch um 60% höher ist, als bei Männern im gleichen Alter.

ONE-Aktivist*innen machen in Lyon auf den Kampf gegen Aids aufmerksam

Setze dich gemeinsam mit ONE ein!

Um noch mehr Menschen auf das Thema aufmerksam zu machen, starten wir ONE-Jugendbotschafter*innen passend zum Welt-Aids-Tag eine eigene Social Media Challenge – aufbauend auf der brandneuen zweiten Episode von #YoursinPower, die pünktlich am 1. Dezember 2019 veröffentlicht wird. Darin portraitieren wir Dr. Joannie Bewa, die in Benin eine HIV-Aufklärungskampagne für junge Frauen gestartet hat. In unserem Film schreibt sie einen emotionalen Brief an ihr jüngeres Ich. Du willst bei der Challenge mitmachen und Dr. Bewas inspirierende Geschichte in die Welt tragen? Dann teile das Video auf den sozialen Medien, schreibe selbst einen kurzen Brief an dein jüngeres Ich und nominiere deine Freundinnen und Freunde, es dir gleichzutun.

Alle zusammen sind wir nicht zu überhören.

The post Ein Zeichen setzen gegen Aids – dein Beitrag zum Welt-Aids-Tag appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

SDG6: Goldeimer leistet wichtige Arbeit auf Festivals und in der ganzen Welt

27. November 2019 - 16:07

Dies ist ein Gastbeitrag von Goldeimer im Rahmen unserer Blogserie zum Welttoilettentag am 19.11.2019. Goldeimer ist ein gemeinsam mit Viva con Agua gegründetes Social Business, das Kompost und Klos in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und Sanitärprojekte der Welthungerhilfe möglich machen möchte. 

Es riecht nach Hobelspänen. Eine Bravo von 1998 liegt auf dem Tresen zwischen der Kasse und einer Schachtel Tampons. Rundherum lassen angeheiterte Menschen mit Bierdose in der Hand im Takt die Arme hochwirbeln, während “King of my Castle” aus den Boxen wummert. Ist das hier der richtige Ort, um die Welt ein Stückchen besser zu machen?

Kompostklos sorgen für umweltfreundlichere Festivals. Photo Credits: 3Komma3

Wir von Goldeimer betreiben mittlerweile über 70 Komposttoiletten auf rund 20 Festivals pro Jahr. Chemiefrei, wasserlos und sauber. Die meisten kennen das Trockenklo nur noch von ihren Großeltern. Wenn überhaupt. Was viele Festivalbesucher*innen für ein längst überholtes Konzept halten, ist für uns im Festival-Kontext eine innovative Alternative. Und die findet Anklang. Manche finden aus Neugier zu uns, andere schätzen die Klos wegen des nachhaltigen Konzepts oder der sozialen Komponente. Denn mit der Nutzung unterstützen die Besucher*innen die Arbeit von Goldeimer und Sanitärprojekte von Viva con Agua und der Welthungerhilfe.

Ein Acker, eine Bühne und gute Stimmung

Die meisten Festivals finden in Arealen statt, die abgeschnitten von der regulären Sanitärversorgung sind. Auf einem Acker findet man nicht an jeder Ecke einen Wasser- und Abwasseranschluss, deshalb wird die Sanitärversorgung zu einem großen Teil über freistehende Toiletten abgedeckt. Fäzes und Urin werden hier mit einem Chemie-Cocktail vermengt, an dessen Geruch man sich auch noch Tage später erinnert, wenn auch nur ungern. Handwaschmöglichkeiten sind in den meisten Fällen nicht in direkter Umgebung verfügbar. Die Idee hinter dem Goldeimer ist es, eine umweltfreundliche, kreislauforientierte Alternative zu bieten, ohne dass die Festivalbesucher*innen auf Komfort verzichten müssen. Mit rund 200.000 Nutzungen pro Jahr entlasten wir sowohl die freistehenden Toiletten, als auch die Sanitärcontainer mit regulären Spülklos. So sparen wir jede Saison 1.600.000 Liter Spülwasser ein, ohne Einsatz von giftigen Chemikalien in den Klos. Gespült wird mit Sägespänen. Zum Säubern der Hände steht Desinfektionsmittel bereit. 40 Tonnen organisches Material führen wir im gleichen Atemzug der Kompostierung zu und damit zurück in den Nährstoffkreislauf.

KaraKLOke in vollem Gange. Photo Credit: 3Komma3

Klo, Spielecke und Infostand

Der Goldeimer ist nicht nur ein Ort um sich zu erleichtern. Hier tanzen Menschen zu trashiger Musik, spielen Schietbüddel-Werfen und singen heiser in Klobürsten-Mikrofone beim KaraKLOke. Manche Besucher*innen bleiben da auch gerne etwas länger und genießen die Stimmung an den bunt bemalten Kompostklos. Sogar einen Heiratsantrag gab es im letzten Jahr am Goldeimer. 

In dieser lockeren Atmosphäre entwickeln die Menschen einen unverkrampften Zugang zum Thema Sanitärversorgung. Die Festivalumgebung macht es leicht – was die rund 200 ehrenamtlichen Goldeimer-Helfer*innen über Sanitärversorgung im globalen Süden erzählen, erleben die Festivalbesucher*innen hier hautnah in einer dreitägigen Simulation. Unbenutzbare Toiletten, die bei schlechtem Wetter und aufgeweichten Böden nicht abgepumpt werden können, fehlende Handwaschmöglichkeiten – eben das, was in anderen Ländern der Welt ein alltägliches Problem ist. 4,2 Mrd. Menschen haben keinen Zugang zu einer gesicherten Sanitärversorgung. Das ist das 52-fache der deutschen Bevölkerung. 673 Mio. Menschen haben gar keinen Zugang zu Klos. Ein Zustand, den die Vereinten Nationen bis 2030 auflösen wollen. In Ziel 6 der Sustainable Development Goals ist der Zugang zu Sanitären Anlagen, Wasser und Handwaschmöglichkeiten fest verankert.

Die bunt bemalten Kompostklos von Goldeimer sind leicht zu erkennen. Photo Credit: 3Komma3

Während und außerhalb der Festivalsaison leisten wir Aufklärungsarbeit und versuchen die Menschen zu ehrenamtlichem Engagement zu motivieren. Schließlich geht es in unserer Vision “Alle für Klos! Klos für alle!” nicht nur darum, Klos zu bauen. Erstmal müssen sich viele Leute für Sanitärversorgung einsetzen, damit sich nachhaltig etwas ändert.

Goldeimer ist ein sinnorientiertes Unternehmen. Alle Gewinne verbleiben in der Gemeinnützigkeit und werden genutzt, um Aktionen zur Aufklärung zu betreiben, Forschungsprojekte rund um das Klo und weltweite Sanitärprojekte von Viva con Agua und der Welthungerhilfe zu unterstützen. Du möchtest sie dabei unterstützen? Wie das geht, verrät euch das Team auf ihrer Website. Wenn ihr keine Aktionen von Goldeimer verpassen wollt, könnt ihr ihnen auch auf Facebook und Instagram folgen. 

The post SDG6: Goldeimer leistet wichtige Arbeit auf Festivals und in der ganzen Welt appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

27. November 2019

27. November 2019 - 15:24

1. Mali: Militärunfall mit Todesfolge
Am Dienstag sind 13 französische Soldat*innen bei einem Helikopterunfall in Mali ums Leben gekommen, wie die Deutsche Welle, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spiegel Online, die Süddeutsche Zeitung, der Tagesspiegel und t-online.de melden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe bereits sein Beileid bekundet. Allerdings werde Frankreich den dortigen Einsatz im Kampf gegen Terrorismus weiterführen, so Macron. Gemeinsam mit den ‚G5 Sahel‘-Staaten bestehend aus Burkina Faso, dem Tschad, Mali, Mauretanien und Niger sei Frankreich mit rund 3.000 Soldat*innen an der ‚Opération Barkhane‘ beteiligt, die den Terrorismus in der Sahelzone bekämpfen soll.

2. DR Kongo: Kein Geld für Bildung
In der Tageszeitung (taz) thematisiert Dominic Johnson die Schulreform in der Demokratischen Republik Kongo unter Präsident Félix Tshisekedi. Der Grundschulbesuch von 13,6 Millionen kongolesischer Kindern sei seit Beginn des Schuljahrs 2019/2020 kostenlos. Das bedeutet, dass Schulen von den Eltern keine Gebühren mehr erheben dürfen. Dies habe allerdings zur Folge, dass die Schulen ihre Lehrkräfte nicht mehr bezahlen können. Da diese nun seit September streiken, finde derzeit kein Schulunterricht mehr statt. Obwohl die Verfassung eine kostenlose Schulbildung vorsehe, seien die Schulen aufgrund des zu kleinen Staatshaushalts sich selbst überlassen. Zu zwei Dritteln stemmten bisher die Eltern die Finanzierung der Schulen. Sie müssen zudem auch für Schuluniformen und Lehrmittel aufkommen. Für viele seien die Schulgebühren kaum zu bezahlen, da diese das Monatsgehalt von 80 Prozent der Bevölkerung übersteige. Teile der Bevölkerung schätzen allerdings die Bildungsfinanzierung durch die Eltern, weil es verlässlicher sei, als auf die staatliche Finanzierung zu warten. Die Regierung Kongos habe ihre Reform teilweise zurückgezogen und plane eine Staffelung der kostenlosen Grundschulbildung bis 2022.

3. Namibia wählt
In Namibia finden heute Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt, wie zdf.de, die Deutsche Welle, der Deutschlandfunk, der Tägliche Anzeiger und die Aargauer Zeitung melden. Von den elf Kandidat*innen im Rennen um das Präsidentschaftsamt gelte Amtsinhaber Hage Geingob derzeit als Favorit. Er müsse sich jedoch wahrscheinlich mit Stimmverlusten abfinden. Seine Partei, die SWAPO, sei erst kürzlich in einen Korruptionsskandal verwickelt gewesen und werde für die anhaltende wirtschaftliche Krise des Landes verantwortlich gemacht. Da die Landwirtschaft die größte Arbeitgeberin des Landes sei, mache die seit 2013 anhaltende schwere Dürre dem Land ebenfalls zu schaffen. Hinzu kommen geringe Weltmarktpreise für namibische Exportprodukte und eine enorme Ungleichheit zwischen der armen und wohlhabenderen Bevölkerung. Auch die Bundesregierung verfolge die Wahlen aufmerksam. Sie habe in Aussicht gestellt, nach den Wahlen die Verhandlungen über die Aufarbeitung deutscher Kolonialverbrechen abzuschließen. Im August habe Entwicklungsminister Gerd Müller den deutschen Völkermord an den Herero und Nama als solchen anerkannt. Dennoch liefen zuletzt die Verhandlungen Deutschlands mit Opferverbänden und der namibischen Regierung schleppend.

The post 27. November 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

26. November 2019

26. November 2019 - 14:17

1. Ostkongo kommt nicht zur Ruhe
Viele Medien, darunter der Deutschlandfunk, die Deutsche Welle, Zeit Online, die Tageszeitung (taz) und Spiegel Online berichten über Ausschreitungen in der Demokratischen Republik Kongo. Vergangene Nacht habe eine Miliz in Beni im Osten des Landes acht Menschen getötet und neun weitere entführt. Hinter der Tat werde die Miliz ‚Alliierte Demokratische Kräfte‘ (ADF) vermutet. Daraufhin haben Demonstrant*innen das Rathaus von Beni in Brand gesetzt und anschließend den dortigen Stützpunkt der UN-Blauhelmmission ‚Monusco‘ gestürmt. Daraufhin sei die Polizei gewaltsam eingeschritten. Bei den Auseinandersetzungen sei mindestens ein Mensch ums Leben und weitere verletzt worden. Der Stützpunkt sei beschädigt und die UN-Truppen an einen anderen Stützpunkt verlegt worden. Die Demonstrant*innen werfen der Monusco-Mission vor, während des Überfalls untätig geblieben zu sein. Diese weisen die Schuld von sich, da sie ohne Aufforderung der kongolesischen Regierung nicht tätig werden dürfe und „unkoordiniertes Vorgehen“ gefährlich für die eigenen Einheiten sei. Gegenwärtig seien „Sicherheitskräfte und UN-Truppen absolut nicht in der Lage, die Menschen in Beni und anderen Städten des Kongos zu schützen“, so Seif Magango, stellvertretender Direktor für Ostafrika von Amnesty International. Die kongolesische Regierung und die UN-Mission kündigten an, zukünftig stärker zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit der Bevölkerung im Osten der Republik zu verbessern.

2. Ostafrika unter Wasser
In Kenia sind durch Unwetter ausgelöste Überschwemmungen und Erdrutsche mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen, wie unter anderem tagesschau.de, Zeit Online, die Deutsche Welle, zdf.de und die Mitteldeutsche Zeitung melden. Bisher seien bereits 52 Tote geborgen worden. Da jedoch Rettungskräfte durch zerstörte Straßen, Häuser und Brücken nur schwierig an die Unglücksorte gelangen, könne die Zahl der Opfer noch steigen. Die starken Regenfälle im Osten Afrikas werden durch ein Klimaphänomen, das ‚Indische-Ozean-Dipol‘ ausgelöst. Der ungewöhnlich warme Indische Ozean führe zu einer stärkeren Verdunstung. Dies habe einen stärkeren Niederschlag über Ostafrika zur Folge. Andere Länder in der Region seien ebenfalls betroffen. So habe auch Äthiopien mit Überschwemmungen und Erdrutschen zu kämpfen. In Tansania seien zehn Menschen von einem reißenden Fluss erfasst worden und ertrunken. Im Südsudan seien ganze Städte überflutet worden. Die Wetterextreme bedrohe die Nahrungs- und Gesundheitsversorgung von Millionen Menschen in Ostafrika.

3. Afrika plant mehr Cannabis-Exporte
Im Zuge der ‚CannaTech‘-Konferenz, die gestern und heute im südafrikanischen Kapstadt stattfindet, berichten einige Medien wie die Welt, die Süddeutsche Zeitung, die Stuttgarter Nachrichten, die Badische Neueste Nachrichten und n-tv.de über das wirtschaftliche Potenzial für Afrika, das im Anbau und Export von Cannabis liege. Bei der Konferenz versammelten sich mehr als 500 Wissenschaftler*innen und Unternehmer*innen aus der internationalen Cannabis-Industrie. Nach Ansicht von Fachkundigen werde Afrika eine Vorreiterrolle im Anbau und weltweiten Produktion von medizinischem Cannabis einnehmen. Der Wert des Cannabis und zugehöriger Produkte werde bis zum Jahr 2030 auf circa 6,4 Milliarden Euro geschätzt. Seit Kurzem lizensiere Südafrika den Anbau und Export von medizinisch genutztem Cannabis. Eswatini, Uganda und Malawi prüfen derzeit ebenfalls eine Legalisierung zum medizinischen Gebrauch.

The post 26. November 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

25. November 2019

25. November 2019 - 13:58

1. Sahelzone im Fokus
Im aktuellen Spiegel thematisiert Jan Puhl die wachsende Destabilisierung der Sahelzone. In der Vergangenheit sei Burkina Faso ein Stabilitätsanker der Region gewesen. Mittlerweile leide der Norden des Landes jedoch unter Terrorismus und extremer Dürre, welche zu Nahrungsmittelknappheit führe. Die islamistische Miliz Ansar al-Islam habe erst letzte Woche einen Militärstützpunkt angegriffen. Sie seien mit anderen Terrorist*innen- und Rebell*innengruppen über die Landesgrenzen vernetzt, machen Geld durch Schmuggel von Waffen, Drogen und Menschen und terrorisieren die Bevölkerung. Zurzeit seien 500.000 Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht, meist vom Norden Richtung Süden. Paul-Anton Krüger beschreibt in der Süddeutschen Zeitung die komplexe politische Lage in Libyen. Dort herrsche seit rund fünf Jahren Bürgerkrieg, was sich auch negativ auf die gesamte Sahelzone ausübe. Expert*innen sowie die Vereinten Nationen seien sich einige darin, dass die militärische Einmischung von Regionalmächten den Konflikt befeuere. Der libysche General Khalifa Haftar werde von den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ägypten unterstützt und die international anerkannte Regierung von Premier Fayez al-Serraj von der Türkei und Katar. Deutschland fungiere derweil als Vermittlerin zwischen Frankreich und Italien, die ebenfalls jeweils verschiedene Anführer unterstützen. Eine internationale Konferenz im Dezember soll eine Schlichtung herbeiführen. Ob der Termin wie geplant stattfindet, sei noch offen.

2. Sezessionsbestrebungen in Äthiopien
Die ethnische Gruppe der Sidama hat in einem Referendum für einen unabhängigen Regionalstaat in Äthiopien gestimmt, wie die Tageszeitung (taz) und die Deutsche Welle melden. Die Sidama seien eine Gruppe von 4,4 Millionen Menschen, bilden jedoch weniger als drei Prozent der Landesbevölkerung. Die Entscheidung für mehr Unabhängigkeit ermögliche der Minderheit selbständig über „Bereiche wie Steuern, Bildung und Sicherheit zu entscheiden“. Äthiopiens Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger Abiy Ahmed sehe das Ergebnis als Anzeichen eines demokratischen Weges, den Äthiopien eingeschlagen habe. Andere Beobachter*innen befürchten allerdings einen Zerfall des Landes in seine verschiedenen ethnischen Gruppierungen – das Land beheimate rund 80 Völker. Zehn weitere Volksgruppen im Süden des Landes haben ebenfalls entsprechende Referenden für mehr Autonomie angekündigt.

3. DR Kongo: „Schmutzige“ Investitionen aus Deutschland
Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) ist laut Human Rights Watch in ein „schmutziges Investment“ in der Demokratischen Republik Kongo involviert, berichtet Judith Raupp in der Süddeutschen Zeitung. Die DEG habe dem Palmölhersteller ‚Plantations et Huileries du Congo‘ (PHC) mit einem Kredit von 15 Millionen Euro unterstützt. Ziel waren „solide Arbeitsplätze“ zu schaffen sowie Schulen, Krankenhäuser und eine bessere Trinkwasserversorgung. Die Realität sei allerdings weit hinter den Erwartungen geblieben. Luciana Téllez Chávez von Human Rights Watch kritisiert die niedrigen Löhne der Beschäftigten, welche teilweise „unter dem internationalen Armutsstandard von 1,90 US-Dollar“ liegen. PHC verstoße gegen nationale Arbeitsgesetzgebung und schütze darüber hinaus die Arbeitskräfte nur unzureichend gegen Giftstoffe in der Produktion. Schadstoffe würden nicht ausreichend aus dem Abwasser gefiltert und kontaminieren Trinkwasser und Natur. PHC weise die Vorwürfe zurück, stelle jedoch in Aussicht, die Abwässer in Zukunft besser zu klären, sofern sie die Mittel für eine solche Investition zur Verfügung haben. Mehrere europäische Entwicklungsbanken unterstützen PHC, darunter die britische Entwicklungsbank CDC. Diese blockiere die Schlichtung zwischen PHC und den lokalen Gemeinden, so der Vorwurf von 15 Menschenrechtsorganisationen in einem offenen Brief. Ein unabhängiges Schlichtungsverfahren der DEG sei ebenfalls beantragt.

The post 25. November 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

22. November 2019

22. November 2019 - 14:59

1. Internationaler Strafgerichtshof: ein Schritt zur globalen Gerechtigkeit
In der Zeit thematisiert Nora Bossong Verfahren und Funktionsweise des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag. Es sei fraglich, wie „eine Institution aus der Idee von globaler Gerechtigkeit“ eine „praktikable Rechtsprechung“ schaffen könne. Die Afrikanische Union kritisiere, dass von elf gegenwärtig untersuchten Fällen zehn Länder aus Afrika seien. Das einzig nicht afrikanische Land sei Georgien. Ein Grund liege darin, welche Länder das sogenannte ‚Römische Statut‘ ratifiziert habe, also die vertragliche Grundlage, die die Gerichtsbarkeit des IStGH für die strafrechtliche Verfolgung sicherstellt. Länder wie die USA, Russland, die Türkei, Saudi-Arabien oder Syrien gehören nicht dazu. Dadurch würden sich Verbrechen in diesen Ländern der Zuständigkeit des IStGH entziehen. Darüber hinaus sei ungewiss, ob die Finanzierung des IStGH möglicherweise einen Einfluss auf die Verfahren nehme. Jene Verfahren, in denen „finanzkräftige Parteien“ involviert seien, würden sehr viel schleppender voranschreiten als solche, in denen es um Konflikte abseits der weltpolitischen Bühne gehe. Trotz all dieser Herausforderungen sei der IStGH ein wichtiges Organ um dem Ideal „globaler Gerechtigkeit“ näher zu kommen. Es müsse jedoch kritisiert, reformiert und weiterentwickelt werden.

2. Journalisten in Burundi festgenommen
In Burundi wurden am 22. Oktober vier Journalist*innen festgenommen, wie die Welt meldet. Darunter sei der Reporter Térence Mpozenzi. Mit den anderen Journalist*innen sei er für die unabhängige Online-Nachrichtenseite Iwacu in die Provinz Bubanza gereist, um über eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Rebellen und burundischen Sicherheitskräften zu berichten, bei der 14 Menschen ums Leben gekommen seien. Bei ihren Recherchen in Bubanza seien er und drei weitere Journalist*innen von der Polizei verhaftet und in Untersuchungshaft genommen worden. Mittlerweile seien die vier Journalist*innen wegen „Gefährdung der Staatssicherheit“ angeklagt und bis auf weiteres in Haft. Das ostafrikanischen Burundi befinde sich auf Platz 159 von 180 auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.

1. Großbritannien streitet um die letzte Kolonie der Welt
Die UNO hatte dem Vereinigten Königreich sechs Monate Zeit gegeben, um die Kontrolle über die Chagos-Inseln im Indischen Ozean aufzugeben. Diese Frist ist nun verstrichen, wie die Deutsche Welle und der Focus berichten. Obwohl Mauritius die Unabhängigkeit vom Vereinigte Königreich 1968 erhalten habe, seien die Chagos-Inseln unter britischer Kontrolle verblieben. In den darauffolgenden Jahren wurden fast 2.000 Menschen von dort nach Mauritius oder den Seychellen zwangsumgesiedelt, sodass eine Militärbasis errichtet werden konnte. Diese habe das Vereinigte Königreich bis 2036 an die USA verpachtet. Von dort fliegen die USA Kampfeinsätze nach Afghanistan und in den Irak. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag habe allerdings entschieden, dass die Chagos-Inseln völkerrechtlich zu Mauritius gehören. Die UN-Vollversammlung fordere ebenfalls die Rückgabe der Inseln an Mauritius – bis zum 22. November 2019. Das Vereinigte Königreich wies das Gerichtsurteil zurück und sei der UN-Resolution bis heute nicht nachgekommen. Philippe Sands, britischer Jurist und Berater der mauretanischen Regierung, sei jedoch davon überzeugt, dass das Vereinigte Königreich irgendwann nachgeben werde. Die anstehenden Neuwahlen könnten einen Regierungswechsel zur Folge haben. Jeremy Corbyn habe bereits jetzt zugesagt, die UN-Resolution zu respektieren.

The post 22. November 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

21. November 2019

21. November 2019 - 18:32

1. Überflutungen und Dürren in Afrika
Mehrere Medien, darunter Zeit Online und Welt Online thematisieren die Folgen des globalen Klimawandels. Laut dem britischen Marktforschungsunternehmen Economist Intelligence Unit (EIU) werde das weltweite Bruttoinlandsprodukt bis 2050 circa 250 Billionen US-Dollar betragen. Dies seien acht Billionen USD weniger als es ohne die Folgen des Klimawandels der Fall wäre, nämlich 258 Billionen USD. Zu den Folgen des Klimawandels gehören unter anderem steigende Temperaturen, extreme Dürren und Überschwemmungen. Die Tageszeitung (taz), t-online.de und die Abendzeitung beschreiben, wie diese Afrika am härtesten treffen. In Somalia seien gegenwärtig die meisten Flüsse über die Ufer getreten. Ähnliches ereignete sich im Südsudan. Im Osten des Landes seien 90 Prozent der Häuser überflutet worden. Es gebe dort gegenwärtig keine Elektrizität mehr, Ernte und Vieh sei verloren und Millionen von Menschen seien vom Hunger bedroht. Grund für die starken Regenfälle sei der ungewöhnlich warme Indische Ozean. Die verstärkte Verdunstung falle als Regen am Horn von Afrika nieder. Im Interview mit der Abendzeitung beschreibt Robert Bulten, Direktor für humanitäre Notfälle von World Vision Angola, dass extreme Dürre hingegen Angola, Simbabwe und Sambia am schlimmsten treffe. Es entstehen „unerträgliche Lebensbindungen für Familien, die ohnehin schon unter der Armutsgrenze leben“. Nasra Ismail, Direktor des Somalia-NGO-Konsortiums, erklärt in der Tageszeitung (taz), dass „Klimaschocks kein lokales Phänomen“ seien, „sondern Ausdruck eines ökologischen Notstands.“

2. 100 Jahre ‚Save the Children‘
Der Stern und die Zeit thematisieren das hundertjährige Jubiläum der Kinderrechtsorganisation ‚Save the Children‘. Die Britin Eglantyne Jebb habe ‘Save the Children‘ kurz nach Ende des ersten Weltkriegs im Jahr 1919 gegründet. Die von ihr schriftlich festgehaltenen Kinderrechte aus dem 1923 seien Vorlage für die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen gewesen, welche derzeit ihr 30-jähriges Jubiläum feiern. Heute fungiere die politisch unabhängige und konfessionslose Organisation als Dachorganisation für 28 weitere NGOs in über 120 Ländern. Gegenwärtig seien ihre Hauptziele „Kinder vor Gewalt, Gefahren und Ausbeutung zu schützen“ und ihnen Bildungschancen zu ermöglichen.

3. Namibia leidet an Folgen des deutschen Kolonialregimes
In der Tageszeitung (taz) thematisiert Elisabeth Kimmerle die deutsche Kolonialherrschaft in Namibia und deren Folgen, die bis heute präsent sind. Das Land sei „geprägt von Verdrängung und Aneignung“. Namibia habe erst 1990 ihre Unabhängigkeit vom südafrikanischen Apartheid-Regime erlangt. Nach der deutschen Kapitulation im Ersten Weltkrieg habe Südafrika die Kontrolle über Namibia erhalten. Bis heute seien die Eigentumsverhältnisse von Grund, Boden und Ländereien ungeklärt. Insbesondere die Durchführung von Landreformen sei komplex und für alle Beteiligten hoch emotional. Nach Angaben der Namibia Statistics Agency seien 2018 immer noch 70 Prozent des kommerziellen Farmlands in den Händen weißer Farmleute, die eigentlich eine Minderheit im Land darstellen. Darüber hinaus sei auch der deutsche Völkermord an den Herero und Nama nicht offiziell anerkannt, geschweige denn geklärt. Seit vier Jahren verhandeln die deutsche und die namibische Regierung über mögliche Entschädigung und eine Aufarbeitung. Opferverbände verklagten Deutschland zuletzt 2017 vor einem Gericht in New York. Sie verlangten „offizielle Anerkennung […], eine Entschuldigung und Wiedergutmachung“.

The post 21. November 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Endlich: Ein wirksamer Impfstoff gegen Ebola

21. November 2019 - 15:10

Diese Woche gibt es großartige Neuigkeiten im Kampf gegen Infektionskrankheiten: Es gibt nun eine nachweislich wirksame Impfung gegen Ebola! Es ist die erste ihrer Art, die von der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) in Qualität, Sicherheit und Effizienz geprüft wurde und sich bewährt hat. Damit ist der erste Schritt getan, um sie weltweit dort einzusetzen, wo Ebola eine Gefahr darstellt. Eine Infektion ist bis zu 90% tödlich.

Der Impfstoff namens Ervebo wurde in den Testphasen bereits zur Immunisierung von mehr als 250.000 Menschen eingesetzt und war nach nur einer einzigen Dosis erfolgreich. Mit der Genehmigung durch die WHO kann es nun flächendeckend zum Einsatz kommen und denen helfen, die mit Ebola in Kontakt gekommen sind.

WHO prequalifies #Ebola vaccine, paving the way for its use in high-risk countries. #VaccinesWork pic.twitter.com/FI8BZDtvCS

— World Health Organization (WHO) (@WHO) November 12, 2019

Wieso diese Impfung so wichtig ist

Die Impfung spielt eine große Rolle im Kampf gegen Ebola, einer hochansteckenden und oftmals tödlichen Krankheit. Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hat seit 2018 schon mehr als 2.000 Menschen das Leben gekostet.

Vor diesem Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo kam es das letzte Mal zwischen März 2014 und Juni 2016 in Guinea zu einem Ebola-Ausbruch. Er weitete sich damals bis Liberia und Sierra Leone aus und infizierte mehr als 28.600 Menschen, von denen mehr als 11.000 an der Infektion starben.

Der Ervebo Impfstoff kann dazu beitragen, eine solche dramatische Krankheitsausbreitung in Zukunft zu verhindern. Expert*innen hoffen, dass die Impfung Ebola zu einer Krankheit der Vergangenheit erklären kann. Inmitten eines Ausbruchs kann sie diejenigen schützen, die direkt oder indirekt mit Ebola in Kontakt gekommen sind – also auch Gesundheitspersonal, das an vorderster Front gegen den Ausbruch kämpft, um Menschenleben zu retten.

Und jetzt?

Die Prüfung und Zulassung des Impfstoffes ebnet den Weg für die Produktion und Verteilung in gefährdeten Ländern. Dank Institutionen wie der Impf-Allianz Gavi (Global Alliance for Vaccines and Immunization) wird die Impfung denen zur Verfügung gestellt, die sie gerade am dringendsten benötigen.

Gavi – eine Partnerschaft, die seit ihrer Gründung 2000 dazu beigetragen hat, 700 Millionen Kinder zu immunisieren und mehr als 10 Millionen Leben zu retten – hilft seit 2016 dabei, den Impfstoff zu verteilen und Vorräte anzulegen. Als Antwort auf den Ebola-Ausbruch in Westafrika 2014 versprach Gavi, Dosen der Impfung zu kaufen, sobald sie lizenziert ist – was nun endlich geschah.

Der Vorrat an Impfdosen kommt nun bereits in der Demokratischen Republik Kongo und ihren Nachbarländern zum Einsatz – mit einer nachweislich hohen Effizienz gegen eine Infektion. Der Einsatz wird nun stetig ausgeweitet, um Tausende Leben zu retten und Gesundheitspersonal vor Ort im Kampf gegen die Krankheit zu unterstützen.

2020 werden wir uns dafür stark machen, dass Gavi weiterhin die Menschen mit Impfungen versorgen kann, die sie am dringendsten benötigen. Sei Teil unserer Kampagne – werde ONE-Unterstützer*in!

The post Endlich: Ein wirksamer Impfstoff gegen Ebola appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

20. November 2019

20. November 2019 - 17:39

1. ‚Compacts with Africa‘ – eine Bilanz
Viele Medien, darunter Zeit Online, die Süddeutsche Zeitung, das Handelsblatt, die Tageszeitung (taz), die Berliner Zeitung, t-online.de und evangelisch.de ziehen Bilanz zur ‚Compact with Africa‘-Konferenz im Kanzlerinnenamt. Der Afrika-Beauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke, räumte in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland ebenfalls ein, dass eine gute Infrastruktur und „gute Regierungsführung“ Voraussetzungen zur Umsetzung der Initiative seien. Dazu gehören laut Entwicklungsorganisation ONE „Rechtstaatlichkeit und Menschenrechtsfragen“. Deutschland dürfe die Compact-Partnerländer nicht aus dieser Pflicht entlassen. Insgesamt mangele es der Compact-Initiative an „Schlagkraft“. Sie sei „effektiv eine deutsche und keine G20-Initiative“, so die NGO. Anna Reuß übt in der Süddeutschen Zeitung ebenfalls Kritik an der Zusammenarbeit mit autokratisch regierten Ländern. Ein Ausschluss dieser Länder vom Compact sei jedoch ebenfalls nicht zielführend.

2. Mali: Neuer Kampfeinsatz der Bundeswehr?
Bei einem Anschlag in Mali sind 24 malische und nigerianische Soldat*innen getötet werden, wie unter anderem die Deutsche Welle, tagesschau.de, t-online.de und evangelisch.de berichten. 17 Angreifer seien bei der Auseinandersetzung ebenfalls ums Leben gekommen. Obwohl sich noch niemand zu dem Anschlag bekannt habe, werde ein terroristischer Hintergrund vermutet. Die Sahelzone stehe allgemein im Fokus terroristischer Gruppierungen, welche die Region destabilisieren. Die Bundeswehr beteilige sich mit rund 1.100 Soldat*innen an der UN-Stabilisierungsmission, ‚Minusma‘ sowie an einer Ausbildungsmission der malischen Armee. Der Spiegel und die Tageszeitung (taz) melden zudem, dass Frankreich eine neue Mission plane, an der sich Deutschland beteiligen solle. Die Operation ‚Tacouba‘ (Touareg für ‚Säbel‘) sehe vor, dass die Ausbilder*in mit der auszubildenden Einheit gemeinsam in den Einsatz ziehen. Diese Form des Einsatzes werde ‚Mentoring‘ genannt und ziehe die Mobilisierung von zusätzlichen 500 deutschen Soldat*innen nach sich. Der Einsatz der Truppen würde dann aus geschützten Lagern in den offenen Kampf verlegt.

3. 30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention
Heute feiert die UN-Kinderrechtskonvention ihr 30-jähriges Jubiläum, wie tagesschau.de, die Deutsche Welle, der NDRzdf.de, Zeit Online, die WAZ, t-online.de, die Saarbrücker Zeitung und NRZ.de melden. In der UN-Vollversammlung 1989 haben sich die Mitgliedsländer auf einen Menschenrechtsvertrag geeinigt, der die bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Rechte von Kindern garantieren soll. Keine andere Vereinbarung habe innerhalb der Vereinten Nationen bisher so viel Unterstützung erfahren wie die Kinderrechtskonvention. Bis heute seien die USA das einzige Land, die die Konvention nicht ratifiziert haben. Seit Verabschiedung der Konvention seien weltweite Verbesserungen des allgemeinen Kindeswohls deutlich sichtbar. Die Kindersterblichkeit sowie Kinderarbeit sei rückläufig. Weltweit gehen mehr Kinder zur Schule als noch vor dreißig Jahren. Dennoch seien die globalen Unterschiede enorm. Für viele Kinder seien die Kinderrechte „etwas sehr abstraktes“, das mit ihrem Leben noch „wenig zu tun“ habe, so Rudi Tarneden, deutscher Pressesprecher des UN-Kinderhilfswerks Unicef. Die Bundesregierung habe die Bedeutung der Kinderrechtskonvention hervorgehoben und angegeben, sie im Grundgesetz verankern zu wollen.

The post 20. November 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Seiten