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Gemeinsam mit Anderen extreme Armut besiegen
Aktualisiert: vor 22 Stunden 24 Minuten

9. Mai 2022

9. Mai 2022 - 14:15
1. Bill Gates zieht Lehren aus der Pandemie

Bill Gates spricht im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) darüber, wie die nächste Pandemie aus seiner Sicht verhindert werden kann. Demnach glaubt er, dass der schlimmste Teil der COVID19-Pandemie überstanden sei, Omikron aber weiter Gefahren berge. Besonders gefährlich sei das Virus dort, wo weniger alte Menschen geimpft seien. Außerdem sehe er ein Problem im Vertrauen der Bevölkerung. Aus seiner Erfahrung mit der Bill & Melinda Gates-Stiftung zur Polio-Impfung wisse er, dass bei Gerüchten über Nebenwirkungen schnell herausgefunden werde müsse, wem die Bevölkerung vertraut. Hierfür wünsche er sich eine Task-Force aus Expert*innen, die weltweit Vertrauen genießen. Die Bill & Melinda Gates-Stiftung sei als “privates-philanthropisches Projekt” dafür jedoch ungeeignet, so Gates. Außerdem konzentriere sich die Stiftung auf HIV, Malaria, Tuberkulose und Durchfallerkrankungen, weil diese in ärmeren Ländern unterfinanziert seien. Die Task-Force müsse hingegen durch Industrienationen getragen werden. Dies sei momentan jedoch schwierig, da der Krieg in der Ukraine, Inflation und politische Polarisierung mehr Aufmerksamkeit auf sich zögen als das Thema globale Gesundheit. Ein Lichtblick sei jedoch die Entwicklung von neuen mRNA- Impfstoffen, unter anderem gegen Malaria und HIV, so Gates.

2. Spekulation treibt Nahrungsmittelpreise in die Höhe

Die Lebensmittelkrise infolge des Ukraine-Kriegs wird von Investor*innen zur Spekulation genutzt. Das berichtet SPIEGEL+. Dadurch würden die Preise in die Höhe getrieben, wodurch die Notlage in ärmeren Ländern verschlimmert werde. Fonds und Banken hätte einige Tage nach Beginn des russischen Angriffs bereits dazu geraten, in Agrarfonds zu investieren, um sich gegen Inflation abzusichern. Die Folge: In den ersten Märzwochen sei so viel Geld in Agrarfonds geflossen, wie sonst in einem gesamten Monat. Der ehemalige UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter, habe während der Nahrungsmittelkrise 2008/09 beobachtet, wie solche Spekulationen zu Aufständen in über 40 Ländern und schließlich den Arabischen Frühling führten Schon heute sei vor allem in Afrika der Preis für Weizen um bis zu 44% gestiegen. Auch Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze warnte dieses Wochenende in der Bild am Sonntag vor der drohenden “größten Hungersnot seit dem Zweiten Weltkrieg”.

3. Mangroven wirken sich positiv auf das Klima aus

Mosambik, Kenia, Madagaskar, Gambia und der Senegal setzen vermehrt auf Mangroven, um die Küsten und das Klima zu schützen. Das geht aus einem Bericht der Zeitung DIE WELT hervor. Maritime Ökosysteme seien in der Lage, CO2 aus der Atmosphäre schneller abzubauen als Wälder. Zudem würden neue Jobs entstehen. Große Mangrovenwälder seien in den vergangenen Dekaden häufig Abholzung, Fischzucht, Küstenentwicklung und Umweltverschmutzung zum Opfer gefallen. Dadurch sei das Überschwemmungsrisiko gestiegen und Lebensräume für Tiere seien zurückgedrängt worden.

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6. Mai 2022

6. Mai 2022 - 10:49
1. G7: Scholz lehnt Forderung nach “Deglobalisierung” ab

Zivilgesellschaftliche Organisationen der “Civil Society 7” (C7) haben Olaf Scholz einen Katalog an konkreten Forderungen für den G7-Gipfel im Juni überreicht. Darüber schreibt die Süddeutsche Zeitung (SZ). Thematische Schwerpunkte seien humanitäre Hilfe, Gesundheitsvorsorge sowie die Klima- und Finanzpolitik. Die Forderungen würden vor allem auf die Belange des Globalen Südens zielen. Dieser sei in erheblichen Maße von den Folgen des Ukraine-Kriegs sowie finanziellen Engpässen und stark belasteten Gesundheitssystemen betroffen. Am C7 haben 500 Vertreter*innen aus 40 Ländern teilgenommen. Unter ihnen ist Dereje Alemayehu vom C7-Steuerungsgremium, die kritisiere, dass die weltweite Wirtschaftsordnung nicht zukunftsfähig sei und eine “gesteuerte Deglobalisierung” fordere. Das derzeitige, ungebremste Wachstum sei nicht mehr tragbar und gefährde die Lebensgrundlage von Milliarden Menschen. Bundeskanzler und G7-Gastgeber Scholz halte von der Idee einer Deglobalisierung nichts. “Das ist nicht unser Konzept”, so Scholz.

2. Landwirtschaftsministerium gegen Ausweitung von Anbauflächen

Deutsche Landwirt*innen wollen mehr Weizen anbauen. Das geht einem Bericht des Handelsblatts hervor. „Wir deutschen Bauern bieten an, einen Beitrag zu leisten, um die Versorgungsengpässe an Nahrungsmitteln vor allem in Afrika, Asien und Arabien zu reduzieren“, sagt Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes. Eine Voraussetzung für den erhöhten Anbau sei eine Ausweitung der bestehenden Ackerflächen. Diese würde jedoch der Biodiversität schaden. Bisherige Ausgleichsflächen müssten für die landwirtschaftliche Nutzung planiert werden. Diese Flächen fänden vorrangig zum Anbau von Mais und Soja für die Viehzucht Nutzen. Laut EU-Kommission sei dieses Vorgehen 2022 im Angesicht der Krisensituation zulässig. Das Landwirtschaftsministerium von Cem Özdemir (Grüne) sei hingegen gegen eine weitergehende Nutzung der Flächen, da die “Transformation hin zu nachhaltigen Agrarsystemen” weiter vorangetrieben werden müssen. Zustimmung erhält Özdemir von der Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD). Statt einer Ausweitung des Anbaus sei sinnvoller, weniger Flächen für Biosprit- und mehr für Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung zu stellen.

3. Forscher*innen befragen afrikanische Kleinbauer*innen nach Zukunftswünschen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) legt dieses Jahr den Fokus des “Wissenschaftsjahres” auf zivile Partizipation in der Wissenschaft. Darüber berichtet die Tageszeitung (TAZ). Es gehe darum, dass sich die Bevölkerung mehr in die Wissenschaft einbringen könne. Dabei stehe nicht nur die Forschungsbeteiligung in Deutschland zur Debatte. Auch werde erprobt, wie sie auf anderen Kontinenten aussehen könne. Zu diesem Zweck sei unter anderem der Sonderforschungsbereich “Future Rural Africa” der Universitäten Bonn und Köln involviert. Der Sonderforschungsbereich behandele Fragen rund um Klimawandel, Verstädterung und Digitalisierung, welche die Lebensbedingungen afrikanischer Kleinbauer*innen veränderten. Hierfür seien auch Befragungen in Namibia, Tansania und Kenia durchgeführt worden, um die Wünsche der Kleinbauer*innen besser einbeziehen zu können.

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5. Mai 2022

5. Mai 2022 - 13:54
1. Deutschland beendet Ausbildungsmission in Mali

Deutschland stellt seine Ausbildungsmission in Mali nach fast zehn Jahren ein. Dies erklärte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) am Mittwoch, wie Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), die Tageszeitung (TAZ) und Deutsche Welle berichten. Man werde nicht zulassen, dass “gut ausgebildete malische Soldaten” gemeinsam mit russischen Einheiten “furchtbare Menschenrechtsverletzungen begehen”, so Lambrecht weiter. Hintergrund seien Vorwürfe, dass die neue malische Regierung, die die sich 2021 an die Macht geputscht habe, mit russischen Söldner*innen der Wagner-Gruppe kooperieren soll. Laut Bundeswehrangaben seien seit Beginn der Mission im Verbund mit EU-Partnern rund 15.000 malische Soldat*innen ausgebildet worden. Fortgeführt solle jedoch die deutsche Beteiligung am Stabilisierungseinsatz der Vereinten Nationen (UN) in Mali. Bedingung hierfür sei aber, dass die UN Ersatz für die bislang von Frankreich gestellten Fähigkeiten finde, so Lambrecht. Die Regierung in Mali hatte am Montag verkündet, zwei Kooperationsabkommen mit Frankreich aufzukündigen. Auch die Ausbildungsmission der Bundeswehr im Nachbarstaat Niger soll weiter fortgesetzt werden, erklärte die Ministerin.

2. Hunger auf der Welt erreicht Rekordwert

Die Zahl hungernder Menschen in der Welt ist 2021 um ein Viertel gestiegen. Dies stellt ein neuer Bericht des Netzwerks gegen Lebensmittelknappheit fest, wie unter anderem der Tagesspiegel, die Tageszeitung (TAZ) und die Frankfurter Rundschau berichten. Demnach seien im vergangenen Jahr 193 Millionen Menschen auf dringende Hilfe angewiesen gewesen, um ihren Nahrungsbedarf decken zu können. Damit drohe ein Anstieg um fast 40 Millionen Hungernde im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2020. Seit 2016 habe sich die Zahl der Hungernden beinahe verdoppelt. Über eine halbe Million Menschen seien unmittelbar vom Hungertod bedroht und weitere 236 Millionen Menschen befinden sich in einer angespannten Lage. Als Gründe für den Anstieg des Hungers in der Welt nennt der Bericht bewaffnete Konflikte in Staaten wie Afghanistan, Äthiopien, Sudan, Syrien und Nigeria, aber auch die ökonomischen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Hinzu kämen Wetterextreme in verschiedenen afrikanischen Staaten. Da sich der Bericht auf 2021 beziehe, seien die steigenden Lebensmittelpreise in Folge des Ukraine-Krieges noch gar nicht einbezogen. Expert*innen warnen jedoch, dass der Preisanstieg die Krise in den besonders vulnerablen Staaten massiv verschärfen werde. Es sei daher dringend geboten, “die Ursachen von Ernährungskrisen zu bekämpfen und nicht erst zu reagieren, wenn sie bereits eingetreten sind”, so die Autor*innen des Berichts. Zusätzlich brauche es “neue Soforthilfen”, so der Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms David Beasley.

3. Guterres begrüßt Aussöhnungsbemühungen in Nigeria

In Nigeria findet ein Reintegrationsprogramm für ehemalige Extremisten statt, wie der Deutschlandfunk meldet. Das Programm richte sich insbesondere an ehemalige Kämpfer von Boko-Haram. Laut dem nigerianischen Militär hätten sich bereits über 1.600 ehemalige Angehörige der islamistischen Miliz dem Programm angeschlossen. UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete dies als “bestmöglichen Schritt für den Frieden”. Bei seiner Reise nach Maiduguri im Staat Borno, der als Hochburg der Terrorgruppe gelte, hatte Guterres sich sich mit ehemaligen Extremisten in einem Rehabilitierungslager getroffen. Dort hatte er für zusätzliche globale Finanzhilfen für Wiederaufbaumaßnahmen geworben. Diese sollen vor allem den Nordosten des Landes unterstützen, in dem die Rebellen weiter aktiv seien.

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4. Mai 2022

4. Mai 2022 - 11:41
1. Mali verweist französische Truppen des Landes

Mali hat seine Militärkooperation mit Frankreich aufgekündigt. Das berichten Frankfurter Rundschau, Tageszeitung (TAZ) und Deutsche Welle (DW). Der Staat, in dem Bürgerkrieg herrscht, sei erst 1960 von Frankreich unabhängig geworden. Vor zehn Jahren kam es zur Teilung des Landes, die französische Eingreiftruppen wieder rückgängig machten. Allerdings seien weder französische Truppen noch der anschließende UN-Einsatz in der Lage gewesen, den Konflikt zu lösen. Nachdem Frankreich ohnehin seinen Rückzug angekündigt habe, kündigte die regierende Militärjunta nun die Verteidigungsabkommen mit der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich. Es sei schon länger eine Verschlechterung der militärischen Zusammenarbeit festzustellen, begründet der Sprecher der Regierung, Abdoulaye Maïga, die Entscheidung. Durch die Kündigung der Abkommen seien französische Soldat*innen nun illegal im Land. Inzwischen würden dagegen mehr Soldat*innen der umstrittenen russischen Söldner-Gruppe “Wagner” ins Land kommen und die Militärregierung Malis unterstützen.

2. Weltweite Pressefreiheit weiter in Gefahr

Reporter ohne Grenzen warnt vor einer generellen Verschlechterung der Pressefreiheit. Das geht aus Berichten der Tageszeitung (TAZ), Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ sowie FAZ.NET), Frankfurter Rundschau und Deutsche Welle (DW) hervor. Schuld an der weltweiten Verschlechterung der Situation für Journalist*innen seien Kriege und Krisen. Diese gefährdeten nicht nur die physische Gesundheit von Berichterstatter*innen, sondern würden Repressionen von Seiten vieler Regierungen erleichtern. In Afrika falle beispielsweise die Berichterstattung aus Mali immer schwerer, da Journalist*innen häufig nur noch über Umwege das Land bereisen können. Der Sudan, Eritrea sowie die äthiopische Provinz Tigray seien vor allem von Beschränkungen im Zugang zum Internet betroffen. In Uganda, Angola oder dem Kongo sei das in Wahlkämpfen ebenfalls zu beobachten. Dagegen sei die journalistische Arbeit in Südafrika, Kenia, Ghana oder im Senegal weitestgehend ungestört durchführbar.

3. Abholzung des Regenwaldes nimmt ab

Seit der Jahrtausendwende nimmt die Geschwindigkeit, in der tropische Regenwälder abgeholzt werden, stetig ab. So sei die abgeholzte Fläche tropischer Regenwälder in den letzten 20 Jahren um 29 Prozent gesunken. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) vermeldet, seien zwischen 2010 und 2018 noch 7,8 Millionen Hektar pro Jahr abgeholzt worden, während es im Zeitraum von 2000 bis 2010 noch 11 Millionen Hektar pro Jahr gewesen seien. Laut Welternährungsorganisation (FAO) sei dies jedoch noch kein Grund zur Entwarnung, da das die Fläche des Regenwaldes weiterhin abnehme. Außerdem würde mit dem erwarteten Bevölkerungswachstum auch ein Anstieg der benötigten Lebensmittel einhergehen. Weltweit fänden 90 Prozent der gerodeten Regenwaldflächen landwirtschaftliche Nutzung. Grund für den leicht positiven Trend sei ein gestiegenes Bewusstsein für die Gefahren der Abholzung und mehr Investitionen in Konservierung und Wiederaufforstung aus dem öffentlichen und privaten Sektor.

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3. Mai 2022

3. Mai 2022 - 12:06
1. 1,2 Milliarden Hilfsgelder gegen Dürre in Ostafrika

Am Horn von Afrika droht die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten. Darüber berichtet der Tagesspiegel. Es drohe der vierte Ausfall einer Regenzeit in Folge. Die Auswirkungen des Klimawandels seien in Ostafrika jeden Tag deutlich zu spüren. Über eine Millionen Menschen befänden sich auf der Flucht. Laut Welternährungsprogramm (WFP) hätten heute 15 Millionen Menschen unzureichenden Zugang zu Nahrungsmitteln, man erwarte einen Anstieg auf bis zu 26 Millionen bis zum Ende des Jahres. “Humanitäre Organisationen haben seit letztem Jahr gewarnt, dass die Dürre katastrophale Folgen haben könnte, wenn wir nicht sofort handeln”, erklärt Michael Dunford, WFP-Regionaldirektor für Ostafrika. Dennoch sei die Dürre bisher von anderen Krisen überschattet worden. Nun fand ein Gipfel in Genf statt, bei dem sich Vertreter*innen der Vereinten Nationen (UN) und der Europäischen Union (EU) trafen und 1,29 Milliarden Euro an Hilfsgeldern zusicherten. Doch das sei nicht annähernd genug. “Wir müssen heute die bittere Wahrheit akzeptieren, dass wir uns in einem Wettlauf gegen die Zeit befinden”, so UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths.

2. Auch Südafrika und Senegal zu Gast beim G7-Gipfel

Im Juni findet auf dem bayerischen Schloss Elmau der G7-Gipfel statt. Darüber berichten das Handelsblatt sowie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Nun seien die Gastländer bekanntgegeben worden. Neben den G7-Staaten Deutschland, der USA, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada werden der Senegal, Südafrika, Indonesien und Indien an der Konferenz teilnehmen. Bei dem Gipfel, der von Bundeskanzler Olaf Scholz wird, stehen vorrangig der Krieg in der Ukraine, der Schutz vor dem Klimawandel, die Pandemiebekämpfung sowie die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit und Demokratie auf der Tagesordnung.

3. Tank oder Teller – Getreideanbau für Kraftstoffgewinnung in der Kritik

Entwicklungsministerin Svenja Schulze, Landwirtschaftsminister Cem Özdemir und Umweltministerin Steffi Lemke machen sich für die Begrenzung des Einsatzes von Biogas und Biodiesel stark. Das geht aus Berichten der Süddeutschen Zeitung (SZ) sowie der Frankfurter Rundschau (FR) hervor. Der Ukraine-Krieg befeuere die Diskussion rund um Bioenergie auf zweierlei Weisen: Auf der einen Seite könne Kraftstoff aus biologisch verwertbaren Stoffen die Abhängigkeit von Gas und Öl aus Russland verringern, auf der anderen Seite verbrauche die Biogasproduktion vorrangig Agrarprodukte wie Weizen, Roggen, Zuckerrüben und Mais. Vor allem Weizen sei aber aufgrund des Ukraine-Krieges in Afrika und dem Nahen Osten jetzt schon Mangelware. Dort warnen die Vereinten Nationen bereits vor einer Hungerkrise. Eine von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) veranlasste Studie habe festgestellt, dass weltweit 1,2 Millionen Hektar landwirtschaftlich bewirtet werden, um die Produktion von Agrosprit zu ermöglichen. Dieser Flächenverbrauch wirke den möglichen Klimavorteilen des Agrosprits gegenüber fossiler Brennstoffe entgegen, da auf dieser Fläche ansonsten durch natürliche Vegetation CO2 aus der Atmosphäre gebunden werden könnte.

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2. Mai 2022

2. Mai 2022 - 14:11
1. Verheerende Folgen des Ukraine-Kriegs

Die Diplomat*innen der Welt schauen derzeit mit bangem Blick auf mögliche Kaskadeneffekte des Ukraine-Krieges auf Regionen im Nahen Osten, Afrika, Lateinamerika und Asien. Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtet, würde dort, zusätzlich zu Getreide- oder Pflanzenölknappheit, eine Knappheit an Düngemitteln und Ackerfläche befürchtet. Ackerland laufe Gefahr knapp zu werden, da auf den Anbau sogenannter Energiepflanzen zur Kraftstoffgewinnung umgestellt werden könnte, um damit wiederum Engpässen in der Gas- und Ölversorgung entgegenzuwirken. Dies wäre laut Greenpeace-Chefökonom Mauricio Vargas auch klimapolitisch verheerend.Selbiges gelte für den bereits zu beobachtenden Anstieg der Nutzung von Kohlekraft. Außerdem sähen sich viele Entwicklungsländer, die ohnehin durch die Corona-Pandemie massiv verschuldet seien, zur Aufnahme weiterer Schulden gezwungen, sagt Mathias Mogge, Vorstandsvorsitzendem von Venro, dem Dachverband der Entwicklungsorganisationen. Auch sicherheitspolitisch könne diese Situation weltweite Auswirkungen haben. Robert Habeck befürchte, dass weniger reiche Länder mit einer instabileren Wirtschaft den weltweiten Mangel schlechter stemmen könnten. Hierin erkenne er ein Potential für Konflikte.

2. Schleppende Corona-Impfkampagnen in vielen afrikanischen Ländern

In vielen Ländern des afrikanischen Kontinents kommen Impfkampagnen gegen das Corona-Virus ins Stocken. Berichten der Süddeutschen Zeitung (SZ) zufolge seien hierfür Fallzahlen verantwortlich, die deutlich niedriger seien als zu Beginn der Pandemie prognostiziert worden war. Somit erscheine eine Impfung vielen Menschen weniger notwendig. Um die Ziele der Kampagne zu erreichen, müsse laut Matshidiso Moeti, Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Impftempo auf dem gesamten Kontinent verneunfacht werden. Inzwischen sei die Versorgungslage mit Impfstoff zwar besser als zu Beginn der Pandemie, da beispielsweise in Südafrika Vakzine produziert würden und die Zahl gespendeter Impfdosen gestiegen sei. Allerdings sei das Momentum verloren gegangen, da aktuell nur noch wenige Fälle bekannt würden und keine genaue Datenerfassung bestehe. Außerdem würden Probleme in der Infrastruktur, Aufklärung und einer einheitliche Kommunikation die Impfquote negativ beeinflussen. Zudem bestehe ein Misstrauen gegenüber den Eliten und eine größere Sorge vor anderen Krankheiten wie Malaria oder Tuberkulose.

3. Neues Institut erforscht neuartige Krankheitserreger

Das Helmholtz-Institut eröffnete am vergangenen Wochenende in Greifswald ein neues Tochter-Institut. Dies berichtet die Tageszeitung (TAZ). Das Helmholtz-Institut für One Health (HIOH) sei dafür zuständig, Krankheitserreger und ihre Veränderungen zu erforschen und dabei einen interdisziplinären Blick zu wahren. Dieser soll nicht nur die menschliche Gesundheit in Betracht ziehen. Vielmehr sollen Erkenntnisse aus Naturwissenschaft, Medizin und Sozialforschung zusammenfließen. Außerdem sei auch die Veterinärmedizin bedeutend. „Wir haben in den vergangenen Jahren lernen müssen, dass sie eng mit der Gesundheit von Tieren, der Umwelt und auch der ökologischen Diversität verwoben ist“, sagt Fabian Leendertz, Leiter des neuen HIOH. In ihren drei Forschungsabteilungen würden zu Beginn zwei Proben aus den Modell-Regionen Subsahara-Afrika und Mecklenburg-Vorpommern untersucht werden.
Beide Gebiete seien von Landwirtschaft und Jagd geprägt, wenn auch traditionell in unterschiedlicher Weise.

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29. April 2022

29. April 2022 - 12:01
1. Dreifache Krise bedroht Ostafrika

In vielen Ländern Ostafrikas bleiben derzeit viele Marktstände leer. Darüber berichtet die Tageszeitung (TAZ). Auch im sonst fruchtbaren Uganda seien Lebensmittel knapp und teuer. Grund dafür sei unter anderem eine teils anhaltende Dürre: Die im Februar erwartete Regenzeit sei in Uganda deutlich zu spät eingetroffen, während sie in Kenia, Somalia, Südsudan und Äthiopien bisher gänzlich ausgeblieben sei. Laut Oxfam bedrohe die Dürre die Nahrungsmittelversorgung von 28 Millionen Menschen in Ostafrika. Schon jetzt seien 13 Millionen Menschen auf der Flucht. Hinzu kämen steigende Lebensmittel- und Kraftstoffpreise aufgrund des Ukraine-Krieges. So seien vor allem Weizen und Sonnenblumenöl erheblich teurer geworden, während einige Tankstellen in Kenia und der Demokratischen Republik Kongo keinen Kraftstoff geliefert bekämen. Das wirke sich wiederum auf die Preise des Lebensmittel- und Rohstofftransports aus. Schon durch die Corona-Pandemie waren Preise gestiegen und Einkommen geschrumpft. Die Preissteigerungen, so UN-Generalsekretär Antonio Guterres, “bestrafen vor allem die Entwicklungsländer weltweit sehr hart”. Nun würden die Regierungen Ostafrikas gegensteuern: Uganda wolle beispielsweise die Produktion von Palmöl ausbauen, während das Parlament über Steuersenkungen auf Kraftstoff diskutiere. Laut Martin Bwalya, Direktor für Wissensmanagement und Programmbewertung bei der Entwicklungsagentur der Afrikanischen Union (Auda-Nepad), könne der Ausbau der Afrikanischen Freihandelszone AfCFTA oder der Einsatz dürreresistenten Saatguts helfen.

2. Hunger als Waffe in Putins Arsenal

Am Ende ihrer Äthiopien- und Libanon-Reise spricht sich Svenja Schulze, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, für “eine Politik für Ernährungssicherheit” und eine “Globalisierung der Nachhaltigkeit” aus. Um diese Ziele zu erreichen, plädiert sie im Interview mit dem Handelsblatt für ein weltweites Bündnis. Zu den schwerwiegenden Folgen von Pandemie und Klimawandel würden sich die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs einreihen, die sich vor allem in Entwicklungsländern bemerkbar machten. Kurzfristig ginge es nun darum, dass die vorhandenen Reserven bei den Menschen ankämen. Dazu müssten Agrarprodukte bei den Sanktionen gegen Russland ausgespart bleiben. Jedoch sehe sie auch, dass Putin den Hunger als gezielte Waffe einsetze. Daher sei es für Entwicklungsländer nötig, mehr Nahrungsmittel selbst produzieren zu können, um weniger abhängig von Importen zu sein. Ein weiteres Problem sei die hohe Verschuldung vieler Entwicklungsländer. Für einen Schuldenschnitt wäre laut Schulze eine Schuldenrestrukturierung notwendig, die alle Akteure einbeziehe. Schließlich sei in vielen Ländern China der größte Gläubiger, in anderen Staaten würden hingegen private Gläubiger dominieren.

3. Zweiter Online-Corona-Gipfel im Mai

Am 12. Mai 2022 wird erneut ein internationaler Online-Corona-Gipfel stattfinden. Das berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Staats- und Regierungschef*innen sowie Mitglieder der Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen und Teilnehmende aus dem privaten Sektor seien aufgerufen, “neue Verpflichtungen einzugehen, um die Welt zu impfen”, wie die Mitteilung des Weißen Hauses verkündete. Gastgeber seien die USA, Deutschland, Senegal, Belize und Indonesien. Die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtete bereits im Februar über Pläne der Firma BioNTech, u.a. im Senegal Impfdosen produzieren zu wollen.

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Côte d’Ivoire: Ein Dorfvorsteher bietet Malaria die Stirn

28. April 2022 - 17:18

Dies ist ein Gastbeitrag des Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria.

Krayé Agenor ist der Vorsteher des ivorischen Dorfs Ménékré. Schon im Kindesalter hinterlässt Malaria Spuren in seinem Leben, zu denen über die Jahre weitere hinzukommen werden. Erst als Lehrer, dann als Dorfvorsteher, nutzt er seine Position, um die Eindämmung von Malaria voranzutreiben und so Menschenleben zu retten. Mit dem koordinierten Einsatz von Gesundheitsfachkräften auf Gemeindeebene verzeichnen Krayé und andere ivorische Gemeinden trotz der zusätzlichen Bedrohung durch COVID-19 schließlich deutliche Erfolge.

Eine Kindheit von Malaria geprägt

Schon in Kindstagen zeichnet Malaria Krayé Agenors Leben. Zwei seiner damals schwangeren Tanten starben an der Fieberkrankheit – eine Erinnerung, die sich einbrannte. Zu jener Zeit verstanden Krayé und die anderen Bewohner*innen seines Heimatdorfs Ménékré Malaria noch nicht vollends. Als Kind folgte er daher dem Fluchtinstinkt seines älteren Bruders, um der unbestimmten Bedrohung von Malaria zu entkommen. Doch es zog ihn zurück nach Ménékré, um dort zunächst als Lehrer und später als Dorfvorsteher Verantwortung in der Dorfgemeinschaft zu übernehmen – und sich um ihr Wohlergehen zu kümmern.

Krayé weiß, dass das Wohlergehen seiner Dorfgemeinschaft auch vom Schutz vor Malaria abhängt. In der Côte d’Ivoire ist Malaria endemisch. Die Bevölkerung lebt in dem ständigen Risiko, daran zu erkranken. Eine besonders akute Bedrohung stellt die von Mücken übertragene Krankheit jedoch für Kinder dar: 2020 starben weltweit 627.000 Menschen an Malaria, davon 96 Prozent in Sub-Sahara Afrika, und 80 Prozent waren Kinder unter fünf Jahren. Schätzungsweise stirbt in jeder Minute ein Kind an Malaria. Krayé bedrückt diese Gefahr für Kinder: „Wenn du siehst, wie ein unschuldiges Kind sein Leben einfach so verliert, ist was falsch“, sagt er. „Der Schmerz ist heftig. Man stellt sich vor, wie sich das Kind entwickelt hätte und die Welt nimmt es dir einfach weg.“

Lehrer, Dorfvorsteher, Malariabekämpfer

Schon in seiner Arbeit als Lehrer hat Krayé seine Schüler*innen über die Gefahren von Malaria aufgeklärt und ihnen gezeigt, wie sie sich und ihre Familien schützen können. Nachdem er eines Tages selbst an Malaria erkrankte und dank der schnellen Gesundheitsversorgung außerhalb des Dorfes überlebte, transformierte er in seiner neuen Funktion als Dorfvorsteher die Bekämpfung von Malaria in Ménékré.

Als Krayé 2018 von Gesundheitsfachkräften auf Gemeindeebene hörte, war er direkt überzeugt. „Sie besuchen Familien und gehen von Tür zu Tür, um zu beraten, Eltern aufzuklären und Kinder zu versorgen“, erklärt er. Nachdem er die große Wirkung sah, die schon eine Person mit dieser Arbeit in seinem Dorf erzielte, beauftragte er vier weitere. „Malaria wird nun mit Bildung, dem Einsatz behandelter Moskitonetze und kostenlosen Medikamente eingedämmt“, fasst er die Strategie zusammen.

Gesundheitspersonal gefördert vom Globalen Fonds

Das Gesundheitspersonal auf Gemeindeebene wird vom Globalen Fonds seit Jahren unterstützt. Seit 2007 hat er knapp 500 Millionen US-Dollar in der Côte d‘Ivoire investiert. So konnte er gemeinsam mit den Gemeinden sowie lokalen und internationalen Partnern die Ausbildung und den koordinierten Einsatz von Gesundheitspersonal auf Gemeindeebene fördern: zwischen 2018 und 2021 hat sich die Zahl der Gesundheitsarbeiter*innen landesweit von 5.900 auf 10.000 erhöht. Darüber hinaus stellt der Globale Fonds Diagnose-Tests, Präventiv-Behandlung für Schwangere und Medikamente für an Malaria Erkrankte bereit. Die finanziellen Mittel werden zudem für die Verteilung von Moskitonetzen eingesetzt, darunter die klassischen mit Insektizid behandelten Netze und, in Regionen mit einer hohen Insektizid-Resistenz, Moskitonetze mit einer neuen Technologie. Bei allen Maßnahmen achten der Globale Fonds und seine Partner besonders darauf, Schwangere und Kinder zu erreichen, da diese besonders gefährdet sind.

Malaria-Strategie in der Corona-Pandemie

Die Maßnahmen tragen Früchte: In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Malaria-Todesfälle in der Côte d’Ivoire halbiert. Jedoch stellt COVID-19 weltweit eine Herausforderung in der Bekämpfung von Malaria dar: die Todesfälle stiegen 2020 um 12 Prozent. Auch die Côte d’Ivoire musste ihre Malaria-Strategie an die neue Pandemie anpassen und schaffte es 2021 mit einer nationalen Verteilungskampagne, trotz COVID-19 96 Prozent der ivorischen Haushalte mit Moskitonetzen zu versorgen. COVID-19 erschwerte zwar die klassische Verteilungsstrategie über zentrale Ausgabestellen, doch dank der kontinuierlich aufgebauten Infrastruktur des dezentral arbeitenden Gesundheitspersonals auf Gemeindeebene konnten die Moskitonetze kontaktarm in die Haushalte gebracht werden.

Auch Krayé zieht ein positives Fazit mit Blick auf die vergangenen Jahre. Seitdem die Gesundheitsarbeiter*innen in seinem Dorf tätig sind, sind die Malaria-Zahlen merklich zurückgegangen. „Ich weiß, dass wir uns auf einem guten Weg befinden, Malaria in diesem Dorf auszurotten. Wir müssen zwar noch einige Schritte gehen, aber Leben wurden gerettet“, fasst er die bemerkenswerte Entwicklung in Ménékré zusammen.

Willst du auch alles Menschenmögliche tun, um weitere Millionen Todesfälle durch HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose zu verhindern? Dann füge deinen Namen zu unserem Aufruf hinzu.

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28. April 2022

28. April 2022 - 13:19
1. Kabinettsentwurf: Etat für Entwicklung wird aufgestockt

Der Etat des Bundesentwicklungsministeriums soll dieses Jahr um eine Milliarde Euro aufgestockt werden. Darüber berichtet Evangelisch.de. Am gestrigen Mittwoch sei ein ein vorangegangener Entwurf des Ergänzungshaushaltes vom Kabinett beschlossen worden. Allerdings müsse das entsprechende Gesetz erst noch im Bundestag verabschiedet werden. Derweil warb Entwicklungsministerin Schulze auf ihrer Reise in Äthiopien für ein weltweites Bündnis zur Ernährungssicherheit, schreibt Deutsche Welle (DW). Dort würden die Preise für Brot, Gemüse und Salat weiter steigen. “Jedes Prozent Steigerung der Lebensmittelpreise führt dazu, dass mindestens zehn Millionen Menschen auf der Welt mehr in Armut, in Hunger fallen”, sagte Schulze. Neben dem Krieg in der Ukraine herrsche in der Tigray Region im Norden Äthiopiens ein blutiger Konflikt. Hinzu kämen die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Klimawandels, der sich mit der schwerste Dürre seit Jahrzehnten sowie einer Heuschreckenplage bemerkbar mache. All diese Krisen würden das Land zusätzlich belasten.

2. Verwüstung der Böden schreitet fort

Die Böden der Welt sind stark belastet. Das meldet die Frankfurter Rundschau unter Berufung auf einen Bericht der Vereinten Nationen (UN). Demnach gelten 40 Prozent der Böden als geschädigt, woraus eine geringere Fruchtbarkeit der Böden resultiere. Dies sei vor allem in Entwicklungsländern ein Problem. Um Ernährungssicherung, Biodiversität und Klimaschutz zu verbessern, empfehle der Bericht eine Wiederherstellung eines Drittels der Landfläche. Der Vorsitzende der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD), Ibrahim Thiaw, erklärte: “Wir müssen dringend unsere globalen Lebensmittelsysteme überdenken, die für 80 Prozent der Entwaldung und 70 Prozent des Süßwasserverbrauchs verantwortlich sind und die größte Ursache für den Verlust der biologischen Vielfalt auf dem Land darstellen”.

3. Masern-Fälle steigen rasant an

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht durch einen Anstieg der Masernfälle eine Millionen Kinder in Gefahr. Die gemeldeten Masernfälle seien im Vergleich zum Vorjahr in den ersten beiden Monaten um 79 Prozent gestiegen. Das meldet der Tagesspiegel. Ursache sei ein mangelnder Impfschutz. Dieser sei beispielsweise mit der Unterbrechung von Impfprogrammen während der Corona-Pandemie oder der Umschichtung von Mitteln, die eigentlich für Masernimpfungen vorgesehen waren, zu erklären. Hinzu kämen Kriege und Konflikte, die zu Flucht und engem Zusammenleben führten. Die größten Ausbrüche zwischen April 2021 und April 2022 seien in Somalia, dem Jemen, Nigeria, Afghanistan und Äthiopien gemeldet worden.

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Jugendbotschafter*innen-Programm startet hybrid

27. April 2022 - 16:23

Mit vollem Elan sind wir mit dem Kick Off 2022 in ein neues Jugendbotschafter*innen-Jahr gestartet. Zum ersten Mal fand das Event im Hybrid-Format statt – einige Jugendbotschafter*innen versammelten sich live in Berlin, andere wurden online hinzugeschaltet. Valentin und Anne erzählen euch hier von ihren Eindrücken aus der Offline- und Online-Perspektive. 

Get to know the Activists!

Mit Höchstgeschwindigkeit und selbstverständlichen Stellwerksstörungen geht es für mich mit der Bahn Richtung Berlin. Als ich mit einer Stunde Verspätung am Berliner Hauptbahnhof eintreffe, warten bereits zwei weitere „neue“ Jugendbotschafter*innen auf mich. Mit einem kleinen Umweg schaffen wir es ins Hostel – einchecken, Bett sichern, kurz ausruhen. Immer mehr “alte und neue Häs*innen” trudeln so langsam ein und füllen die Bänke vor der Hostel-Lobby. In Kleingruppen machen wir uns nun auf dem Weg z unserem Tagungsort für die kommenden drei Tage. Motiviert begrüßt uns das Team der ONE-Mitarbeiter*innen: Sandra, Christina und Selma stehen mit Zetteln und Taschen bewaffnet bereit. So langsam füllt sich der Raum. Ganz besonders beliebt ist der Snack- und Kaffeestand. Wenn dann alle mit Getränken und Nervennahrung versorgt sind, starten wir gemeinsam ins ONE-Jahr 2022!

Jugendbotschafter*innen in Berlin

Während unsere Mitstreiter*innen in Berlin aufeinander treffen, versammeln sich ein Dutzend Jugendbotschafter*nnen jeweils vorm heimigen Bildschirm. Corona hält uns vielleicht aus unterschiedlichen Gründen daheim – aber sicher nicht vom Kick Off 2022 fern! Manche Gesichter auf den Kacheln sind schon seit mindestens einem Jahr dabei, andere starten ganz frisch ins Jugendbotschafter*innen-Dasein. Damit wird also auch in unsere Online-Runde eine Kennenlernrunde fällig. Mit Bingo, Chat-Roulette und Co. starten wir in ein spannendes Wochenende. Dabei haben wir immer tatkräftigen Support von ONE-Mitarbeiter*innen aus Berlin und sogar aus London. 

Werde Faktivist*in!

Damit wir überzeugend arbeiten können, sind unsere Kampagnen immer auf konkrete Fakten gestützt. Deswegen geht es das gesamte Wochenende in den unterschiedlichsten Workshops darum, unsere Gehirne mit Fakten rund um die Entwicklungszusammenarbeit zu füllen. Für die angereisten Jugendbotschafter*innen startet das Event mit einem Refresh des 1×1, aber nicht in Mathe, sondern in Entwicklungspolitik. Mit Zahlen, Daten, Grafiken und O-Tönen ausgestattet, sind wir nach dieser Einheit gut vorbereitet für die Lobby-Gespräche.

Auch bei uns Online-Jugendbotschafter*innen geht es in zahlreiche Workshops. Bei einigen werden wir sogar in den Tagungsort live zugeschaltet. In einer Key-Note zu “Kolonialitäten & Globaler Gerechtigkeit” diskutieren wir mit externen Referent*innenüber immer noch bestehende koloniale Strukturen in der Entwicklungszusammenarbeit – ein super wichtiges Thema, damit diese wirklich auf Augenhöhe stattfindet.

Doch um unsere Themen erfolgreich auf der öffentlichen Agenda zu platzieren, sind nicht nur Inhalte wichtig, sondern auch die Methoden. Lobbyieren, Pitchen, Campaigning. Wir beraten über Taktiken des besten Elevator-Pitchs und tüfteln an eigenen Kampagnenideen im Zuge der deutschen G7-Präsidentschaft. Neben Demonstrationen, QR-Codes und Stickern fallen dabei auch Begriffe wie Bus-Tour oder Karnevalswagen – Stay tuned!

Kreative Ideenfindung in vollem Gange

Vorhang auf für…

Ist ja klar, das gesamte großartige ONE-Team ist beim Kick Off mit von der Partie. Darüber hinaus erwartet uns aber noch die ein oder andere Überraschung. So werden wir von Star-Gast Benedicta überrascht, einer ehemaligen ONE Champion aus Nigeria, die uns live zugeschaltet von ihrer spannenden Arbeit erzählt und sich unseren Fragen stellt. 

Austausch mit ONE Champion Benedicta

Außerdem bekommen wir einen exklusiven Einblick in die Arbeit einer Büroleiterin eines Bundestagsabgeordneten. 

Vom Kick-Off direkt ins Lobby-Gespräch

Und wir wären nicht bei ONE, wenn wir die Theorie nicht direkt in Aktion umsetzen würden. Am Montag laufen die ersten Lobby-Gespräche schon seit den frühen Morgenstunden und im ONE-Büro entwickelt sich eine ganz eigene Dynamik: Es wird bereits von den ersten Gesprächen berichtet, andere feilen noch an der Taktik oder der Gesprächsaufteilung.

Ob Online oder Offline – unsere Jugendbotschafter*innen treffen sich mit wichtigen Entscheidungsträger*innen. Hier mit Karin Göring-Eckardt von Bündnis 90/Die Grünen.

Sobald eine Pause zwischen den Lobby-Gesprächen auftaucht, nutzen wir diese zu einer Berlin-Rallye der anderen Art – hier geht es nicht darum, die Berliner Mauer, den Fernsehturm oder das Brandenburger Tor zu entdecken. In Teams aufgeteilt müssen wir in einer Challenge so viele Postkarten und Plakate unserer Kampagne zum Thema Impfstoffgerechtigkeit loswerden, wie möglich. Auch persönliche Video-Botschaften an Karl Lauterbach, Christian Lindner oder Svenja Schulze dürfen nicht fehlen.

Ein gelungenes Wochenende mit viel Input, interessanten Gesprächen, neuen Kontakten, vielen tollen Menschen und erfolgreichen Lobby-Gesprächen geht so langsam zu Ende. Wieder zuhause angekommen, freuen wir uns über die schönen Erinnerungen und auf das Jahr bei ONE.

Du möchtest unsere jungen Aktivist*innen über das Jahr hinweg unterstützen? Über den Hashtag #ONEActivists kannst du ihren Aktionen auf den sozialen Medien folgen und ihnen dort deine Unterstützung zeigen. 

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Alte Krise, neue Entwicklungen: 3 Gründe, warum Ernährungssicherheit auf der G7-Agenda ganz oben stehen muss

27. April 2022 - 14:23

Stell dir vor, die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands würde seit etwas mehr als einem Monat Hunger leiden. Ungefähr das hat der russische Angriffskrieg in der Ukraine, gepaart mit den Folgen des Klimawandels, zufolge – mit dem Unterschied, dass die rund 38 Millionen Menschen, die nun zusätzlich von Ernährungsunsicherheit betroffen sind, hauptsächlich auf dem afrikanischen Kontinent leben. Diese Ernährungskrise besteht allerdings keineswegs einzig und allein aufgrund des fortwährenden Kriegs. Sie ist Resultat vieler Faktoren: Von den Auswirkungen der Klimakrise über die fehlende Unterstützung für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bis hin zur Duldung stetig anwachsender Schuldenberge in von Armut betroffenen Ländern. Hunger ist seit Jahrzehnten ein Problem, das internationale Aufmerksamkeit verdient. Doch genauso wie die COVID-19-Pandemie soziale Ungleichheiten verschärft und ins Scheinwerferlicht gerückt hat, wirkt der Angriffskrieg in der Ukraine auf globale Ernährungsunsicherheit: Die Lage spitzt sich aktuell noch schneller und drastischer zu, Staats- und Regierungschef*innen weltweit überdenken ihre Prioritätenliste. So auch die G7-Länder unter der diesjährigen Präsidentschaft Deutschlands. Wir stellen drei Gründe vor, weshalb Ernährungssicherheit schon seit langem auf der Agenda ganz oben stehen sollte.

Olivia Gimbo, PRP (Protacted Relief Programme) des World Food Programme, Harare 2009. Foto: WFP

Die rasante Inflation wird vom Angriffskrieg in der Ukraine angetrieben, war allerdings bereits vorher ein drängendes Problem.

Im Februar 2022 lagen allgemeine Verbraucher*innenpreise beinahe 8 Prozent höher als im Vorjahr. Das ist der steilste Anstieg seit 40 Jahren. Bereits vor dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine meldete der Food Price Index der Food and Agricultural Organization (FAO) einen Anstieg von Lebensmittelpreisen um mehr als 24 Prozent im Vergleich zu 2021 – das entspricht einem monatlichen Anstieg von rund 4 Prozent. Insbesondere Pflanzenöle und Milchprodukte wurden signifikant teurer. Ausschlaggebend waren schlechte Ernteerträge durch ungünstige Wetterbedingungen, Naturkatastrophen und die andauernden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. So kam es beispielweise zu ausbleibenden Erträgen und dem massenhaften Sterben von Nutztieren in Ostafrika, wo Menschen in Äthiopien, Kenia, Somalia und Djibouti die längste Dürre seit vier Jahren erlebten. Doch das ist nicht alles. FAO-Wirtschaftsexperte Upali Galketi Aratchilage schreibt die Inflation von Lebensmittelpreisen auch Faktoren außerhalb der Produktionsketten zu, wie Energie- und Düngerpreisen- und -lieferungen. Nun kommen auch noch erschwerend die Auswirkungen von Putins Invasion der Ukraine hinzu. Insbesondere Lieferketten für Getreide und Pflanzenöle sind stark beeinträchtigt oder fallen ganz aus. Das stellt von Armut betroffene Länder vor eine weitere Herausforderung in einer von multiplen Krisen gezeichneten Zeit. Laut FAO könnten der Krieg und die damit verbundenen Ernteausfälle globale Lebensmittelpreise um weitere 8 bis 22 Prozent nach oben treiben. Die Weltbank warnte bereits, dass dadurch in Niedrig- und Mitteleinkommensländern Millionen von Menschen in die Armut abrutschen könnten. In vielen Ländern Afrikas südlich der Sahara geben Menschen bereits rund 40 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Eine ausreichende Ernährung wird insbesondere in Regionen der Welt wie dieser immer unbezahlbarer. Enorme Schuldenberge machen gerade die von Hungersnöten am stärksten betroffenen Länder noch reaktionsunfähiger.

Bunte Säcke voll Reis, Linsen, Körnern und anderen Lebensmitteln. Foto: cottonbro / Pexels

Globale Lieferketten kreieren schon seit langem fragile Abhängigkeitsverhältnisse und stehen nun in Vielzahl vor dem Kollaps.

Überwiegen die Nachteile globaler Lieferketten mittlerweile ihren Nutzen? Diese Frage wurde bereits in den ersten zwei Jahren der COVID-19-Pandemie diskutiert. Die Auswirkungen des Virus stellten insbesondere die Volkswirtschaften afrikanischer Länder hart auf die Probe. Exportverbote, Mobilitätseinschränkungen und unsolidarische politische Maßnahmen reicher Länder verursachten den ersten Abfall des afrikanischen Bruttoinlandsprodukts seit 25 Jahren. Expert*innen schätzen, dass afrikanische Länder frühestens 2025 das wirtschaftliche Vorkrisenniveau wiederhergestellt haben werden. Die pandemische Lage zeichnete ein klares Bild: Unsere globalisierte Handelswelt ist nicht auf globale Krisen wie eine Pandemie oder die immer drastischeren Auswirkungen der Klimakrise vorbereitet. Im Zweifel wird sich in reichen Ländern für protektionistische Maßnahmen entschieden, während von Armut betroffene Regionen zurückgelassen werden. Nicht umsonst brauchen wir ein umfassendes Liefergesetz, das Akteur*innen entlang der gesamten Lieferketten in die Verantwortung nimmt. Produzent*innen und Konsument*innen in Ländern des Globalen Südens laufen angesichts globaler Notsituationen am ehesten Gefahr, Hunger zu leiden, Nahrungsmittelengpässe zu erleben und von Ungerechtigkeiten betroffen zu sein. Das ist nun bei den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine nicht anders. Der ghanaische Finanzminister Kenneth Ofori-Atta bemerkte erst kürzlich, dass afrikanische Länder die Region außerhalb der Ukraine sind, die am stärksten vom Krieg betroffen seien. 16 Länder des Kontinents beziehen den Großteil ihres Getreides aus Russland und der Ukraine. 2020 importierten afrikanische Länder landwirtschaftliche Produkte im Wert von 4 Milliarden US-Dollar aus Russland – 90 Prozent davon Weizen. Der Kontinent ist also stark abhängig vom „Brotkorb der Welt“, wie Russland und die Ukraine gern genannt werden. Dass Felder in der Ukraine nicht bestellt, Ernten nicht eingefahren und Exportmengen nicht aufrechterhalten werden können, hat in afrikanischen Ländern daher verheerende Auswirkungen. Auch die Preise für andere Grundnahrungsmittel in vielen afrikanischen Ländern wie Reis sind infolge des Kriegs gestiegen. Unsichere Lieferrouten in der Schwarzmeerregion werden die sowieso schon kritische Ernährungslage weiter verschärfen und politische Unruhen anheizen.

Bäuerin erntet Getreide im äthiopischen Kolu. Foto: Petterik Wiggers/IWMI

Wieder einmal sind es Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die es mit am härtesten trifft.

Expert*innen sind sich einig: Um SDG2 zu erreichen, also weltweiten Hunger zu besiegen, sind wir maßgeblich auf die Stärkung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern angewiesen. Aktuell produzieren wir weltweit zwar ausreichend Lebensmittel, die allerdings bei Millionen von Menschen nie ankommen. Eine nachhaltige Umgestaltung unseres globalen Ernährungssystems ist unsere einzige Chance, für kommende Krisen resilienter zu werden und weltweit für Ernährungssicherheit zu sorgen. Schon vor dem Krieg in der Ukraine war die globale Gemeinschaft weit vom Erreichen des SDG2 entfernt. Bereits seit mehreren Jahrzehnten werden Lieferketten für Nahrungsmittel zunehmend komplexer. Insbesondere Kleinbäuerinnen und Kleinbauern kämpfen mit extremer Unsicherheit aufgrund der Schwankungen am Weltmarkt – sie haben oft keinen Einfluss auf die Preisgestaltung und können sich somit auch in den seltensten Fällen ein finanzielles Sicherheitsnetz schaffen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass sie in Krisenzeiten höhere Produktionskosten, Ernteausfälle oder Exportstopps kaum abfedern können. Ein Beispiel: Infolge des Kriegs haben sich Düngerpreise in Kenia verdoppelt. Russland ist unter den weltweit größten Exporteuren für wichtige Inhaltsstoffe in Düngermitteln. In vielen afrikanischen Ländern wird der drastische Anstieg in Produktionskosten bedeuten, dass Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weniger anpflanzen und dementsprechend auch ernten werden können. Lokale Alternativen gibt es häufig kaum oder gar nicht, da sich seit Jahrzehnten auf Importe von außerhalb Afrikas gestützt wird. Auch steigende Benzinpreise treffen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern am härtesten. Mit sowieso schon geringen Ressourcen zum Betreiben ihrer landwirtschaftlichen Maschinen und oft sehr schlechter Anbindung an lokale Märkte und Städte bedeuten hohe Spritpreise eine Verschärfung der Krise. Auf kurze Sicht ist eine ausreichende Finanzierung von Organisationen wie dem World Food Programme (WFP) dringend notwendig. Langfristig zeigen die sich aktuell überlappenden Krisen, dass wir auf eine nachhaltige, umweltfreundliche und insbesondere lokale Produktion umstellen müssen, um Ernährungsunsicherheit vorzubeugen. Der Schlüssel liegt hier in der politischen und finanziellen Stärkung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Als Rückgrat der Nahrungsmittelversorgung sind rund zwei Milliarden Menschen weltweit, insbesondere in Afrika und Asien, von ihrer Produktion abhängig. Wenn Entscheidungsträger*innen sich entschließen würden, ihren Schutz zur Priorität zu machen, kämen wir SDG2 einen gewaltigen Schritt näher.

Aktuell ist es vielleicht deutlicher als je zuvor: Krisen überlappen sich und treffen durch die Bank weg die von Armut betroffenen Regionen der Welt am stärksten. Die G7-Staats- und Regierungschef*innen müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und diese tiefgreifenden Zusammenhänge erkennen. Mehr noch: Sie sollten während der diesjährigen G7-Präsidentschaft Deutschlands endlich den Weg ebnen, um Krisenmanagement künftig auf die Komplexitäten unserer globalisierten Welt abzustimmen und sicherstellen, dass Schutz für die Vulnerabelsten priorisiert wird. Keine der aktuellen globalen Herausforderungen kann losgelöst von ihrem Netz an Kausalitäten und Auswirkungen betrachtet werden.

Du willst zur aktuellen Krise für Ernährungssicherheit auf dem Laufenden bleiben? Folge bei Twitter Organisationen wie dem World Food Programme, dem Global Agriculture and Food Security Program (GAFSP) oder dem International Fund for Agricultural Development (IFAD).

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27. April 2022

27. April 2022 - 13:30
1. Schulze-Reise: Weitere Unterstützung für den Libanon

Auf ihrer Reise in den Libanon und nach Äthiopien hat Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze für eine stärkeren Kampf gegen Hunger geworben. Das berichtet Tagesschau.de und die Tageszeitung (TAZ). Demnach habe die Bundesregierung dem Libanon bereits weitere 10 Millionen Euro an Unterstützung zugesagt. Aufgrund des Ukraine-Kriegs und der daraus resultierenden Weizenknappheit käme es im Libanon zu schweren Versorgungsengpässen. Dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) falle es immer schwerer, die derzeitige Unterstützung mit den verfügbaren Mitteln zu leisten: Bereits jetzt sei ein Drittel der Bevölkerung im Libanon auf Hilfe des WPF angewiesen. Allerdings gerate die Hilfsorganisation nun zunehmend unter Druck, da sie einen Großteil des Weizens aus der Ukraine beziehe. Mit der Knappheit hierfür stiegen die Preise, weshalb die Unterstützung ebenfalls teurer werde und in sieben Ländern bereits zurückgefahren worden sei, so Ute Klamert, Exekutivdirektorin des WFP. Wie Deutsche Welle (DW) berichtet, mache sich die Weizenknappheit infolge des Ukraine-Kriegs auch in Äthiopien bereits stark bemerkbar, wo der Mangel laut Schulze zu Unruhen führen könne.

Die Zusicherung weiterer finanzieller Mittel sei laut Tagesschau.de als “Wink mit dem Zaunpfahl” in Richtung Finanzminister Christian Lindner zu verstehen. Sein Finanzministerium plane das Budget des Bundesentwicklungsministeriums von 12,4 Milliarden im Vorjahr auf 10,8 Milliarden zu kürzen. Noch heute werde das Kabinett über einen möglichen Ergänzungshaushalt beraten.

2. Kritik an geplanten Wasserstoffimporten aus afrikanischen Staaten

Wie die Tageszeitung (TAZ) berichtet, steht der Import großer Mengen Wasserstoff aus afrikanischen Staaten nach Deutschland und Europa in der Kritik. Die Pläne, in Zukunft Teile des Energiebedarfs in Europa auch mit Wasserstoff aus den Ländern Afrikas zu decken, seien bisher als große wirtschaftliche Chance gewertet worden. Jedoch bezweifeln Wissenschaftler*innen inzwischen ob die exportierenden Länder tatsächlich vom Handel profitieren würden und ob die Produktion und der Transport erheblicher Mengen Wasserstoff überhaupt möglich sei. Um “wirtschaftlichen Kolonialismus” zu vermeiden, sei es wichtig, dass ein Teil des Wasserstoffs lokal in Afrika genutzt werde, so die Forscher*innen. Nur dann stelle der Wasserstoff “eine bedeutende Entwicklungschance für die Länder des Globalen Südens und insbesondere für Afrika” dar.

3. Aus Plänen einer “grünen Mauer” wird ein “grünes Mosaik”

Um die weitere Ausbreitung der Sahara-Wüste einzudämmen, soll in der Sahelzone eine etwa 8.000 Kilometer lange “grüne Mauer” gepflanzt werden. Dies berichtet die WELT. Ziel sei es, einen 15 Kilometer breiten Grünstreifen aus Bäumen und Pflanzen vom Senegal im Westen bis zur Ostküste in Dschibuti zu ziehen. Allerdings sei hiervon erst ein Bruchteil erreicht. Das Projekt werde von der Afrikanischen Union seit 15 Jahren vorangetrieben, um die Folgen des Klimawandels abzumildern. In dieser Zeit sei es aber immer wieder ins Stocken geraten, da finanzielle Mittel zu langsam ankamen und lokale Krisen ein Hindernis bei der Ausführung darstellen. Aufgrund dieser Schwierigkeiten sprächen die Entscheider*innen inzwischen lieber von einem “grünen Mosaik”. Dieses biete insbesondere Frauen Arbeitsplätze und sei für den Erhalt bestehender Baumbestände wichtig.

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26. April 2022

26. April 2022 - 13:36
1. Migration im Niger: Gefährliche Fluchtrouten

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, häufen sich die Gefahren für Geflüchtete im Niger weiter. Auf dem Weg nach Libyen oder Algerien, von wo es häufig über die Mittelmeerroute nach Europa weitergehe, würden viele Geflüchtete den Wüstenstaat durchkreuzen. Dadurch sei der Niger zu einem wichtigen Partner für Europa geworden und habe auf den Wunsch der EU bereits 2015 ein Gesetz verabschiedet, das die Weiterreise nach Libyen oder Algerien für illegal erklärt. Für die Absicherung der Grenze habe der Niger von der EU bis 2020 eine Milliarde Euro erhalten. Zwar gehen die Zahlen der Geflüchteten, die die nigrische Wüste durchqueren, seitdem zurück, allerdings warnt Johannes Claes vom beobachtenden Clingendael Institute vor zu schnellen Schlüssen: Die tatsächliche Zahl lasse sich kaum messen, da seit dem Gesetz die Geflüchteten auf weiter abgelegene, gefährlichere Routen jenseits der Kontrollpunkte ausweichen. Außerdem sei ein legaler Wirtschaftszweig im Norden des Landes weggebrochen, da es dort nun illegal ist, Unterkünfte und Fahrten für Geflüchtete anzubieten. Laut Claes stelle das eine Gefahr für die Region dar, da so Armut und Instabilität gefördert werden.

2. Afrikanische Staatschefs fordern neue Afrika-Politik von Macron

Mit Macrons Wiederwahl als französischer Präsident werden Forderungen nach einer neuen Afrika-Politik des Landes lauter, wie evangelisch.de berichtet. Es sei an der Zeit, dass die ehemalige Kolonialmacht ihre Verbindungen zu Diktaturen endgültig kappe und so zu einer stärkeren Demokratie auf dem afrikanischen Kontinent beitrage, so der Präsident der panafrikanischen Bürgerbewegung TLP, Marc Ona Essangui. Der frühere Minister der Elfenbeinküste, Jean-Louis Billon, fordere von Macron eine von historischen Komplexen befreite Afrika-Politik. Zugleich begrüßten zahlreiche afrikanische Staats- und Regierungschefs Macrons Wiederwahl, darunter die Präsidenten des Senegal (Macky Sall), Äthiopiens (Abiy Ahmed), und Ruandas (Paul Kagame). Der nigrische Präsident Mohamed Bazoum gratulierte Macron zur Wiederwahl, der Präsident sei ein geschätzter Partner im Kampf gegen den Terrorismus.

3. Guinea: Militärregierung lässt Ex-Präsident Alpha Condé frei

Die Militärregierung im westafrikanischen Guinea hat mehr als sieben Monaten nach dem Putsch den gestürzten Präsidenten Alpha Condé freigelassen, wie die Deutsche Welle berichtet. Die militärische Übergangsregierung habe in einer verbreiteten Erklärung mitgeteilt, dass Ex-Präsident Condé frei und seine Würde und Unversehrtheit gewährleistet sei. Die Erklärung erfolgte kurz vor Ablauf des Ultimatums der Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS. Die ECOWAS habe der Militärjunta Ende März mit weiteren Sanktionen gedroht, sollte sie bis zum 25. April keinen Plan für einen demokratischen Übergang vorgestellt haben. Erst letzte Woche habe die Militärregierung Details des Übergangsplans vorgestellt, ohne jedoch Angaben zum zeitlichen Rahmen zu nennen. Bevor es zur Übergabe der Macht an eine zivile Regierung komme, soll es unter anderem eine Volkszählung, Beratungen über eine neue Verfassung und ein Verfassungsreferendum geben. Darüber hinaus sollen Lokal- und Regionalwahlen sowie Präsidentschaftswahlen abgehalten werden.

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25. April 2022

25. April 2022 - 13:52
1. Konkurrenz um Hilfen für die Ukraine und den Rest der Welt

Priyanka Shankar thematisiert für die Deutsche Welle wie die Aufmerksamkeit, die die humanitären Hilfen für die Ukraine bekommen, zulasten der Krisen in anderen Teilen der Welt gehen. So habe Tedros Adhanom Ghebreyesus, Leiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO), letzte Woche auf einer Pressekonferenz betont, dass den Krisen in Tigray (Äthiopien), Jemen, Afghanistan oder Syrien im Vergleich zur Ukraine “nicht einmal ein Bruchteil” der Aufmerksamkeit geschenkt werde. Vor allem durch die anhaltenden Bürgerkriege im Jemen und Äthiopien litten Millionen von Menschen an akuter Nahrungsmittelknappheit. Im Jahr 2022 seien nach einem Blitzaufruf der Vereinten Nationen (UN) bereits 68,2 Prozent der angekündigten 1,1 Milliarden Euro für humanitäre Hilfen in der Ukraine abgerufen worden. Währenddessen seien für den Jemen nur 2,1 Prozent des humanitären Hilfeplans der UN umgesetzt worden. Im Jahr 2021, also vor der russischen Invasion in die Ukraine, wären noch 61,5 Prozent des humanitären Hilfeplans der UN im Jemen umgesetzt worden. Demnach hätten mehrere europäische Länder ihre Budgets zugunsten der Ukraine umgeschichtet. Diese Unterfinanzierung der Bekämpfung anderer Krisen führe “zu mehr Instabilität” und könne am Ende sogar mehr Mittel erfordern, so Bram Frouws, Leiter des Mixed Migration Center. Deshalb appelliere Frouws zu einer grundsätzlichen “Verschiebung von der Nächstenliebe zu einem Gerechtigkeitsbegriff” in der Entwicklungspolitik. Zudem sollten die Behörden gerade jetzt besonders darauf achten, nicht zu schnell Personal und Ressourcen aus anderen Regionen abzuziehen.

2. Drohende Hungersnöte: Schulze im Libanon und Äthiopien

Entwicklungsministerin Svenja Schulze reist aufgrund der stark gestiegenen Preise für Nahrungsmittel infolge des Ukraine-Kriegs in den Libanon und nach Äthiopien. Darüber berichten die Berliner Zeitung und der Bayerische Rundfunk. Ziel ihres Besuchs sei es, die drohende Hungerkatastrophe zu vermeiden. Die beiden Länder seien stark abhängig vom Weizen aus der Ukraine. Nach bilateralen Gesprächen mit libanesischen Regierungsvertretern in Beirut und dem Besuch von Projekten des Welternährungsprogrammes (WFP) werde sie noch heute nach Äthiopien weiterreisen. Dort werde Schulze Vertreter*innen der Afrikanischen Union treffen und für ein neues Bündnis für globale Ernährungssicherheit werben.

3. Entwicklungsorganisationen fordern mehr Engagement zur Bekämpfung von Malaria

Zum heutigen Welt-Malaria-Tag fordern Entwicklungsorganisationen mehr Geld zur Malariabekämpfung, wie die Ärztezeitung berichtet. Nach Angaben des internationalen Finanzierungsbündnis „The Global Fund“ nehmen vor allem durch die verzögerte Bereitstellung von Finanzmitteln sowie durch mangelnde Fortschritte bei der Krankheitsbekämpfung und die Folgen der Corona-Maßnahmen die Zahl an Malariaerkrankungen und Todesfällen weltweit wieder zu. Noch dazu erhöhe sich durch den Klimawandel und globale Verkehrsströme das Risiko, dass malaria-übertragende Moskitos in Gebiete gelangen, die bisher nicht von der Krankheit betroffen seien. Daher möchte der Fonds in den nächsten drei Jahren umgerechnet 3,7 Milliarden Euro für die Bekämpfung von Malaria bereitstellen. Auch die Entwicklungsorganisation „One“ habe die Bundesregierung aufgefordert, ihren Beitrag für den Globalen Fonds zu erhöhen. Ziel des Fonds sei es, bis 2030 Malaria zu beenden. Anlässlich des Welt-Malaria-Tages startet heute online der Dokumentarfilm “Das Fieber – Der Kampf gegen Malaria”, wie Gunnar Decker für Neues Deutschland berichtet.

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Niger: Malaria-frei bis 2030 – ein Anliegen der Weltgemeinschaft

23. April 2022 - 11:57

Dies ist ein Gastbeitrag des Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria.

Malaria ist die zweithäufigste Todesursache in Niger. Die Übertragung durch Moskitos und der erschwerte Zugang zu Behandlungen in Gesundheitseinrichtungen für die Ärmsten bieten einen währenden Nährboden für die Krankheit. Gesundheitsarbeiterinnen wie Aissa Yayé und Bibata Aouda nehmen daher eine wichtige Rolle bei der Versorgung und Aufklärung auf Gemeindeebene ein. Aissa Yayé betont, wie wichtig Moskitonetze für den Schutz vor Malaria sind: ohne sie zu schlafen, sei schlicht keine Option. Neben Tests zur Erkennung und Tabletten zur Behandlung von Malaria unterstützt der Globale Fonds das afrikanische Land mit Moskitonetzen.

Allein 2020 konnten 8,5 Millionen Netze in Niger verteilt werden. Obwohl es an vielem fehle, sei der Wille in Niger groß, Malaria zu bekämpfen und in Zukunft vollständig zu besiegen, so Aissa Yayé. Der Generalsekretär des Gesundheitsministeriums, Dr. Ranaou Abache, stellt zudem heraus, dass die Eindämmung von Malaria nicht nur als Anliegen Nigers gesehen werden darf, sondern ein Anliegen der Weltgemeinschaft sein müsste.

 

Weitere Informationen zu den Freunden des Globalen Fonds findest Du hier.

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22. April 2022

22. April 2022 - 16:10
1. Kritik an Neuausrichtung des IWF

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, stellt nach Ansicht ihrer Kritiker*innen das Geschäftsmodell des IWF zunehmend infrage. Darüber berichten Martin Greive und Jan Hildebrand im Handelsblatt. Demnach vernachlässige der IWF die Weltfinanzaufsicht, um sich stattdessen um entwicklungspolitische Fragen zu kümmern. Neues Futter habe diese Kritik nach einer Botschaft von Georgiewa zum Auftakt der Frühjahrstagung des IWF erhalten. Demnach wolle der Fonds die Wirtschaft durch “die richtigen Investitionen”, insbesondere für die Bildung von Mädchen, wieder ankurbeln. Viele Mitarbeiter*innen und Top-Ökonom*innen kritisieren schon länger, dass sich der IWF primär mit Themen beschäftige, die nicht zu seinen Kernkompetenzen gehören. Im internationalen Finanzgefüge sei bisher die Weltbank für die entwicklungspolitischen Fragen zuständig gewesen. Der IWF habe hingegen ursprünglich die Rolle gehabt, die Vergabe von Krediten an notleidende Staaten zu garantieren sowie die internationale Zusammenarbeit in der Währungspolitik und im Welthandel zu organisieren. Laut Mitarbeiter*innen des IWF bestehe der neue Kurs von Georgiewa vor allem darin, möglichst viel Geld an notleidende Länder zu geben. Dabei sollen in den letzten zwei Jahren IWF-Hilfen von insgesamt umgerechnet 160 Millionen Euro an 90 Länder übermittelt worden sein. Der Ökonom Kenneth Rogoff kritisiert “das Fehlen von Auflagen in einigen aktuellen Fällen”. Dadurch seien die Reserven des Fonds in Gefahr. Allerdings gebe es vor allem in Europa auch Befürworter*innen der Neuausrichtung. Denn der IWF habe viel Kritik für sein Vorgehen in der 90er-Jahren und die harten Auflagen für südeuropäische Länder während der Euro-Krise erhalten.

2. Italien: Gas-Deals mit Republik Kongo & Angola

Italiens Regierung setzt auf Gas aus der Republik Kongo und Angola, um sich von russischen Gaslieferungen unabhängig zu machen. Darüber berichten die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spiegel, Tagesschau.de und die Welt. Gestern habe der italienische Außenminister Luigi Di Maio sowie der Umwelt- und Energieminister Roberto Cingolani in Brazzaville mit Vertreter*innen der Republik Kongo eine Absichtserklärung zur Lieferung von 4,5 Milliarden Kubikmeter Flüssigerdgas ab 2023 unterzeichnet. Die Flüssiggasanlage, aus der der Brennstoff komme, werde im nächsten Jahr ans Netz gehen. Erst einen Tag zuvor habe die italienische Delegation in Angola Gaslieferungen von 1,5 Milliarden Kubikmeter im Jahr vereinbart. Im Gegenzug habe sich Italiens Energiekonzern ENI verpflichtet, sich im Bereich der erneuerbaren Energien zu engagieren. Laut Angaben des Außenministeriums in Rom werde Mario Draghi bald auch nach Mosambik reisen, um bestehende Gas-Partnerschaften weiter auszubauen. Cingolani geht davon aus, dass Italien sich in 18 Monaten vollständig von russischen Energielieferungen emanzipiert haben werde.

3. Afrika: Mehr als eine Million Kinder gegen Malaria geimpft

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt anlässlich des Welt-Malaria-Tages am kommenden Montag mit, dass mehr als eine Million Kinder in Afrika Impfungen gegen Malaria erhalten haben. Darüber berichten die Deutsche Welle, die Westdeutsche Allgemeine Zeitung und das Ärzteblatt. Der Impfstoff biete einen weitreichenden Infektionsschutz, so die WHO. Im Jahr 2019 habe es nach Angaben der WHO weltweit 229 Millionen Malaria-Fälle gegeben, davon 94 Prozent in Afrika. 409.000 Menschen seien an Malaria gestorben.

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21. April 2022

21. April 2022 - 15:40
1. Schulze wirbt für globales Bündnis für Ernährungssicherheit

Entwicklungsministerin Svenja Schulze will bei der Frühlingstagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank für ein Bündnis für globale Ernährungssicherheit werben. Darüber berichten mehrere Medien, wie die Süddeutsche Zeitung, Zeit Online, Tagesschau.de, Stern.de, der Deutschlandfunk und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Laut Schulze drohe infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine die schwerste globale Ernährungskrise der vergangenen Jahrzehnte. Das Welternährungsprogramm beziehe die Hälfte seiner Weizenlieferungen aus der Ukraine. Auch Länder wie Ägypten, Tunesien, Libyen, Jemen oder Somalia seien fast komplett abhängig von Weizen aus der Ukraine. Das anvisierte Bündnis solle nach Angaben der Ministerin stärker koordinieren – im Kreis der Geber, aber auch mit internationalen Organisationen und weiteren engagierten Akteuren. Als Vorbild dafür sollen die internationalen Absprachen zur weltweiten Versorgung mit Corona-Impfstoffen dienen. Kanzler Olaf Scholz habe bereits zugesagt, dass Deutschland zusätzliche 430 Millionen Euro für Ernährungssicherheit bereitstelle.

2. “Multiple Krisen” setzen Weltwirtschaft massiv unter Druck

Krisen wie die Corona-Pandemie und die Folgen des Ukraine-Krieges bedrohen die Weltwirtschaft. Auf der Frühjahrstagung von IWF, Weltbank und den G20-Finanzminister*innen in Washington soll diese Woche darüber beraten werden, wie diese Bedrohung abgewendet werden kann. Das thematisiert Arthur Landwehr für Tagesschau.de. Neben weltweit explodierenden Preisen für Energie und vor allem Lebensmittel, die zu einer Hungersnot in einkommensschwachen Ländern führe, komme die Inflation und steigende Zinsen hinzu. Diese hätten bereits 60 Prozent der einkommensschwachen Länder an den Rand des Zusammenbruchs oder darüber hinaus geführt. Finanzminister Christian Lindner warnte daher vor einer drohenden globalen Schuldenkrise, wenn nicht sofort etwas getan werde. Er appelliere vor allem an China als größten Gläubiger einkommensschwacher Länder, Schuldenerleichterungen zu erlassen. Deutschland habe laut dem Finanzminister bereits 100 Millionen Euro für Zinssubventionen zugesagt und gebe weitere sechs Milliarden Euro an Kredite für einen Fonds, mit dem einkommensschwache Staaten unterstützt werden sollen. Ferner fordere Weltbank-Präsident David Malpass von allen Staaten gemeinsam mit dem IWF und der Weltbank, an Lösungen zu arbeiten.

3. Entwicklungszusammenarbeit muss ungerechte Strukturen verändern

Aram Ziai, Politikwissenschaftler und Professor an der Universität Kassel, fordert in der Frankfurter Rundschau eine Abkehr vom klassischen Ansatzes der Entwicklungspolitik, der globale Ungleichheit als ein “Problem des Fortschritts” sieht. Eine Entwicklungspolitik, die Armutsbekämpfung ernst nehme, müsse weltwirtschaftlich ungerechte Strukturen verändern. Den Entwicklungsinvestitionen von etwa 100 Milliarden US-Dollar, die jährlich in den Globalen Süden flößen, stehen durch “Freihandelsimperialismus, die Zahlung von Schuldendienst, irreguläre Finanztransfers von Eliten und die Repatriierung von Gewinnen durch multinationale Konzerne, Geldflüsse in umgekehrter Richtung” gegenüber. Diese Finanztransfers aus dem Süden in den Norden betragen ein Mehrfaches der 100 Milliarden US-Dollar, so Ziai. Er fordert, dass Rechenschaftsmechanismen wie das Inspection Panel der Weltbank gestärkt werden müssen. Zudem sollten die Geberländer das Wissen über Entwicklungsprojekte und Wirtschaftsweisen aus dem Süden endlich ernst nehmen.

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20. April 2022

20. April 2022 - 17:09
1. Südafrika: Landesweiter Katastrophenzustand nach Unwetter ausgerufen

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa rief nach einer der schlimmsten Unwetter-Katastrophen in Südafrika mit bisher 443 Toten und 40 000 Vertriebenen den landesweiten Katastrophenzustand aus. Darüber berichten mehrere Medien, wie die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Zeit Online, Tagesschau.de, ZDF.de, Stern.de, der Deutschlandfunk und die Deutsche Welle. “Das Leben, die Gesundheit und das Wohlergehen Tausender Menschen sind weiterhin bedroht”, so Ramaphosa. Durch heftige Regenfälle seien Anfang vergangener Woche Überschwemmungen und Schlammlawinen ausgelöst worden. In einigen Gegenden gebe es weder Strom noch fließendes Wasser. Laut Ramaphosa sei es bereits absehbar, dass sich die wirtschaftlichen Kosten für den Wiederaufbau der Infrastruktur und den Produktionsausfall auf umgerechnet Hunderte Millionen Euro belaufen würden.

2. Washington: G20-Finanzminister*innen-Treffen verzichten auf Abschlusserklärung

Heute treffen sich die Finanzminister*innen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Washington, wie das Handelsblatt und der Deutschlandfunk berichten. Aus Regierungskreisen hieß es gestern, dass sie angesichts des Krieges in der Ukraine bei ihrem Treffen auf eine gemeinsame Abschlusserklärung verzichten wollen. Denn die meisten Staaten sollen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine scharf verurteilen. Doch es werde davon ausgegangen, dass auch Vertreter*innen Russlands an der Tagung teilnehmen werden. Zentrale Themen der Beratungen sollen unter anderem die Auswirkungen des russischen Angriffs in der Ukraine auf die Weltwirtschaft, die Bekämpfung der Inflation, der Kampf gegen die Coronapandemie sowie das Verhindern einer neuen Hungerkrise in einkommensschwachen Ländern sein. Bei dem Treffen werden Finanzminister*innen und Zentralbanker*innen anwesend sein. Deutschland werde durch Finanzminister Christian Lindner und Bundesbankchef Joachim Nagel vertreten werden.

3. Kenia: Kampf gegen gesundheitsgefährdende Müllhalde

Die größte Müllhalde Kenias in Dandoora, einem Stadtteil der Hauptstadt Nairobi, muss aufgrund der Gefahr für die Gesundheit der Anwohner*innen geräumt werden, wie ZDF.de thematisiert. Dieses Urteil sei bereits letztes Jahr gesprochen worden, und für die Räumung wurde eine Frist von sechs Monaten gesetzt. Doch seitdem sei noch nichts passiert. “Selbst wenn du atmest, kannst du es spüren”, sagt der Anwohner Isaiah Odando. Folge für die Menschen vor Ort seien häufig Krankheiten wie Asthma, Lungenentzündung oder andere Krankheiten, die direkt mit der Umweltverschmutzung zusammenhängen. Deshalb habe Odando vor drei Jahren gegen die Mülldeponie geklagt. Da der Gerichtsbeschluss bisher nicht umgesetzt wurde, versuchen er und seine Mitkämpfer*innen jetzt, mit den Verantwortlichen direkt ins Gespräch zu kommen. Odando will nicht aufgeben bis sich an der Situation etwas geändert habe, wie er selbst sagt. In der Gegend um die Müllhalde sollen ungefähr eine halbe Millionen Menschen leben, die sich nicht leisten können, woanders zu wohnen.

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More to her story: Frauen und Mädchen weltweit erzählen ihre wahre Geschichte

20. April 2022 - 10:19

Dies ist ein Gastbeitrag von Sarah Little, Journalistin, Sozialunternehmerin und Gründerin der Plattform “More to Her Story”.

Geschlechtergerechtigkeit und extreme Armut stehen beide ganz oben auf der globalen Agenda. Seit fast 25 Jahren ist extreme Armut stetig zurückgegangen. Die Covid-19-Pandemie hat jedoch jahrzehntelange Fortschritte zunichte gemacht und Millionen von Menschen unter die Armutsgrenze getrieben. Für Frauen und Mädchen, die mit Krieg und Armut zu kämpfen haben, gibt es nur wenige Möglichkeiten. Gesundheit und Sicherheit sind für sie eine Frage des Zufalls. Und die Gleichstellung der Geschlechter erscheint wie ein Wunschtraum.

Vor fünf Jahren war ich 20 Jahre alt, und es war einer der Höhepunkte des syrischen Bürgerkriegs. Ich wollte die Geschichten von jungen Frauen in meinem Alter hören, die durch den Konflikt vertrieben worden waren. Also reiste ich nach Jordanien. Hier verbrachte ich Monate mit jungen syrischen Frauen, die im größten Geflüchtetenlager des Nahen Ostens lebten. Ich freundete mich mit ihnen an und hörte ihre Geschichten. Diese Freundschaften und Gespräche öffneten mir die Augen für die besonderen Herausforderungen, mit denen Frauen und Mädchen konfrontiert sind. Daraufhin reiste ich auch in andere Geflüchtetenlager und Siedlungen in Afrika und Europa. Durch Zuhören und Lernen wollte ich einen Raum schaffen, in dem junge Frauen und Mädchen, die an den Rand gedrängt wurden oder von Krieg und Konflikten betroffen sind, sich frei äußern können. Dieser Raum wurde zu More To Her Story.

Die Gespräche mit Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt haben auch deutlich gemacht, dass die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern nicht in einem Vakuum existiert. Krieg und Konflikte, Vertreibung, Klimawandel, Kinderheirat, fehlende Bildung und extreme Armut wirken sich unverhältnismäßig stark auf Frauen und Mädchen aus. Eine neue Studie von UN Women, UNDP und dem Pardee Center for International Futures schätzt, dass heute 388 Millionen Frauen und Mädchen in extremer Armut leben; fast 84 % dieser Frauen und Mädchen leben in zwei Regionen: Afrika südlich der Sahara und Zentral- und Südasien.

Mina, Südsudan

Ich traf Mina* an einem feuchten Tag im Kakuma-Geflüchtetenlager im Norden Kenias, einem der größten Geflüchtetenlager der Welt. Hier leben mehr als 150 000 Menschen. Wir saßen in einem Labyrinth aus Lehmhütten und hüpfenden Kindern, und Mina erzählte mir ihre Geschichte. Im Alter von 16 Jahren war sie mit ihren drei jüngeren Geschwistern und ohne Eltern zu Fuß Hunderte von Kilometern durch die gefährliche Wüste gezogen, um dem Konflikt im Südsudan zu entkommen. Als sie schließlich in Kenia in Sicherheit war, hatte Mina nicht genug Geld, um ihre Geschwister zu versorgen. Also begann sie, ihren Körper an Männer im Lager zu verkaufen, um Essen und andere Dinge zu bekommen.

Fünf Jahre später saß Mina mir gegenüber, schwanger und mit einem weinenden Kleinkind auf dem Schoß. Sie konnte sich und ihre Familie kaum ernähren. Ihre begrenzten Möglichkeiten und die extreme Armut hielten sie in einem endlosen Kreislauf der Ausbeutung, selbst in einem Geflüchtetenlager.

Khadra, Somalia

Khadra*, eine junge Frau aus Somalia, wuchs ebenfalls in diesem Lager auf. Sie erzählte mir von ihren größten Ängsten:

“Als ich ein junges Mädchen war, hatten wir nie Frieden. Eines Nachts griffen Schläger meine Nachbarin an und töteten ihren Vater und ihren Bruder. Sie vergewaltigten und schlugen sie. Jetzt schlafe ich nie in Ruhe. Meine größte Angst ist, dass sie meinen Vater und meinen Bruder töten und mich vergewaltigen, wie sie es mit meiner Nachbarin getan haben.”

Die “Schläger”, von denen Khadra spricht, sind bewaffnete Männer, die nachts auf dem Lagerplatz lauern. Da viele Häuser in Kakuma nicht ausreichend gesichert sind, besteht für Frauen und Mädchen oft ein hohes Risiko, nachts entführt oder vergewaltigt zu werden. Eine Studie von UN Women aus dem Jahr 2019 zeigt, dass die Polizei in Kakuma zwei bis drei Fälle von geschlechtsspezifischer Gewalt pro Monat erhält. Viele Fälle werden wahrscheinlich nicht gemeldet werden.

Heute arbeitet Khadra für das International Rescue Committee in Kakuma. Hier bietet sie Frauen und Mädchen, die geschlechtsspezifische Gewalt erlebt haben, psychische und psychosoziale Unterstützung. Außerdem hilft sie bei der Verteilung von Covid-19-Impfstoffen in dem Lager. Fast 70 % der Bevölkerung von Kakuma leben unter der Armutsgrenze von 1,90 Dollar pro Tag, so dass der Fußweg die beste Möglichkeit ist, das Krankenhaus zu erreichen, um sich impfen zu lassen. Für Frauen und Mädchen im Lager kann es jedoch gefährlich sein, lange Strecken zu Fuß zurückzulegen. Deshalb setzt sich Khadra dafür ein, dass sie sicheren und gleichberechtigten Zugang zu Impfstoffen haben wie ihre männlichen Kollegen.

In einer Welt, in der kein Land die Gleichstellung der Geschlechter erreicht hat, erschüttert extreme Armut die Sicherheit von Millionen von Frauen und Mädchen. Das globale Ziel Nr. 5 der Vereinten Nationen, geschlechtsspezifische Gewalt zu verringern und Gleichstellung zu erreichen, steht nach wie vor ganz oben auf der globalen Agenda. Doch wenn wir dieses Ziel tatsächlich erreichen wollen, müssen wir daran denken, dass Sicherheit und Gleichberechtigung für junge Frauen wie Mina und Khadra Sicherheit und Gleichberechtigung für alle bedeuten.

 

*Namen wurden geändert.

 

Um dem Ziel Geschlechterungerechtigkeit näher zu kommen, ist eine Entwicklungspolitik mit feministischem Ansatz essentiell. Was das bedeutet und was es dafür braucht, erfährst du in unserem Blogbeitrag zur Feministischen Entwicklungspolitik. 

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19. April 2022

19. April 2022 - 16:36
1. Mali: Gespräche über zukünftige Zusammenarbeit

Außenministerin Annalena Baerbock befürwortet bei ihrem Truppenbesuch in Mali die Fortsetzung des Bundeswehreinsatz in Mali, wie Sara Sievert bei Focus Online berichtet. Die UN-Mission Minusma bemühe sich seit 2013 um die Sicherung eines Friedensabkommens. “Wenn wir nicht mehr da sind, wird es schlimmer“, teilte ein Kontingentführer Baerbock mit. Im Mai laufe das Bundeswehrmandat für Mali aus. Bis dahin müsse die Bundesregierung über eine Verlängerung des Mandats entscheiden. Auch die Fortsetzung der EUTM-Mission, im Zuge derer die Bundeswehr malischer Soldat*innen ausbilde, stehe auf der Kippe. Ein Grund hierfür seien Angriffe auf Zivilist*innen unter Beteiligung malischer Truppen und russischer Kämpfer. Im Gegensatz zu Verteidigungsministerin Christine Lambrecht, die den Nutzen des ganzen Bundeswehreinsatzes in Mali in Frage stelle, betone Baerbock immer wieder, wie wichtig es sei, zwischen den beiden Missionen zu unterscheiden. Am Mittwoch werde Baerbock den malischen Präsidenten und den Außenminister des Landes zu ersten Gesprächen treffen. Dabei werde es neben sicherheitspolitischen Aspekten auch um den Import von Erdöl aus Mali gehen. Auch Entwicklungs-Staatssekretärin Bärbel Kofler ist nach Mali gereist, um mit Projektpartnern und der Zivilgesellschaft über Themen wie Ernährung, Landwirtschaft und Trinkwasser-Versorgung zu sprechen. Darüber berichten unter anderem Stern.de, Arte.tv, Deutschlandfunk und der Tägliche Anzeiger.

2. Washington: Frühjahrstagung von IWF und Weltbank beginnt

Gestern haben der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank ihre jährliche Frühjahrstagung in Washington begonnen. Darüber berichten mehrere Medien wie die Tageszeitung (Taz), Welt, die Neue Züricher Zeitung und die Rhein-Neckar-Zeitung. Im Fokus stehen dabei die Bekämpfung der Inflation, die Entwicklung der Weltwirtschaft, der Kampf gegen die Pandemie und das Verhindern einer neuen Hungerkrise in ärmeren Ländern. Deutschland werde unter anderem durch Finanzminister Christian Lindner, Bundesbankchef Joachim Nagel und Entwicklungsministerin Svenja Schulze vertreten. Heute wolle der IWF seine neue Prognose zur Entwicklung der Weltwirtschaft vorlegen. Dabei soll IWF-Chefin Kristalina Georgiewa bereits gewarnt haben, dass die Wachstumsaussichten infolge des Kriegs in der Ukraine für die meisten Staaten nach unten korrigiert werden müssen. Bereits im Januar habe der IWF seine globale Wachstumsprognose infolge der Omikron-Welle um 0,5 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent gesenkt.

3. Guinea: Übergangsplan zur Demokratie?

Die Militärregierung in Guinea hat Details für den Übergang zur Demokratie veröffentlicht, wie die Frankfurter Rundschau schreibt. Allerdings sei noch kein festes Zeitfenster für Wahlen und die Übergangsphase festgelegt worden. Bevor es zur Übergabe der Macht an eine zivile Regierung komme, soll es nach Angaben des französischen Senders RFI unter anderem eine Volkszählung, Beratungen über eine neue Verfassung und ein Verfassungsreferendum geben. Darüber hinaus sollen Lokal- und Regionalwahlen sowie Präsidentschaftswahlen abgehalten werden. Im September hatten die Putschisten die Regierung abgesetzt und die Macht übernommen. Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas hatte der Junta in Guinea Ende März mit Sanktionen gedroht, sollte sie bis zum 25. April keinen Übergangsplan zur Demokratie vorgelegt haben.

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