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Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)
Aktualisiert: vor 12 Stunden 14 Minuten

Die EU auf dem Weg in eine »Transferunion«?

21. Juni 2018 - 0:00

In der Europäischen Union und der Eurozone wird hitzig über die Notwendigkeit zusätzlicher Transfers und das Zerrbild einer »Transferunion« gestritten. Angesichts der Kontroversen erscheint es dringlicher denn je, Vor- und Nachteile sowie Formen und Optionen von Transfers darzulegen und damit die Diskussion zu versachlichen. Eine rationale Gesamtbewertung muss über die reinen Finanztransfers hinaus auch die weiterreichenden Vorteile einer geeinten Union und einer stabilen Währungsunion einbeziehen.

Die EU verfügt bereits über verschiedene Transferinstrumente innerhalb und außerhalb ihres Budgets. Aber weder die vorhandenen noch die diskutierten weiteren Mechanismen rechtfertigen die These, Europa befinde sich auf dem Weg in eine Transferunion.

Dennoch setzen die erreichte Integrationstiefe und die erforderliche weitere Vertiefung Anreize für neue Arten von Transfers. Es wird unumgänglich sein, das Budget der EU aufzustocken und neue Transfermechanismen einzuführen, um den Anforderungen an eine stetig enger zusammenwachsende und interdependente EU mit einem Binnenmarkt und einer gemeinsamen Währung zu genügen. Dabei muss die Balance zwischen Solidarleistungen und mitgliedstaatlicher Eigenverantwortlichkeit gewahrt werden.

Drei Prinzipien sollten beachtet werden. Erstens müssen klare Grenzen gezogen werden, was Umfang, Dauer und Funktion von Finanztransfers als Form europäischer Solidarität betrifft. Zweitens müssen Transfers an das Prinzip der Konditionalität geknüpft werden, also der Belohnung von Regelkonformität und der Sanktionierung von Regelverstößen. Drittens wird eine Ultima-Ratio-Begrenzung für zusätzliche Transfers unabdingbar sein. Zu denken ist hier an eine Staateninsolvenz und ein geordnetes Verfahren der Schuldenrestrukturierung innerhalb der Eurozone.

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No “Global Britain” after Brexit

20. Juni 2018 - 0:00

Under the leitmotif of “Global Britain”, the British government is painting Brexit as a unique opportunity to rethink its foreign and security policy: stronger, more influential, more global. The heart of the concept is a global outlook and bilateral agreements to compensate the loss of EU ties. In fact, however, the looming reality of Brexit appears to be weakening the United Kingdom diplomatically and spotlighting the constraints that individual nation states face. Confronted with rising transatlantic tensions and a resurgent China and Russia, the EU has no interest in having a weakened and insecure neighbour right across the Channel. But neither will the EU offer the UK special access to its foreign and security policy as a third country. In parallel to the Brexit negotiations, Germany should therefore keep channels open by intensifying the bilateral relationship and proposing new European foreign policy consultation formats.

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Wird das Präsidialsystem zum Stolperstein für Erdogan?

18. Juni 2018 - 0:00

 

 

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German “Iran Bank” to Save Nuclear Agreement

15. Juni 2018 - 0:00
The prospect of securing major private-sector investments could offer Iran an incentive to uphold its side of the nuclear agreement despite Washington’s withdrawal. Laura von Daniels proposes the creation of a private German Iran Bank to facilitate such investments.
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Eine deutsche Iran-Bank könnte das Atomabkommen retten

13. Juni 2018 - 0:00

 

 

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Trotz Reformen wird Saudi-Arabien autoritärer

11. Juni 2018 - 0:00

 

 

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Actors in the Israeli-Palestinian Conflict

8. Juni 2018 - 0:00

The study examines the ways in which the Israeli-Palestinian conflict shapes and transforms the interests, narratives and options of relevant actors, in light of the failure of peace talks and the continuing occupation of the West Bank. The first contribution examines the Israeli discourse, laying out how the absence of resolution creates a paradoxical situation where majorities exist both for a two-state solution and against a Palestinian state. This translates politically into growing paralysis in relation to possible peace talks.

The second contribution analyses how the Palestinian leaderships in Ramallah and Gaza City relate to the Israeli occupying power, within a spectrum of negotiations, resistance rhetoric and direct and indirect cooperation. The contribution also elaborates how the leaderships unintentionally became accessories to the occupying power. The third contribution explores how the EU’s engagement suffers a discrepancy between stated objectives (two-state solution, Palestinian development) and achieved outcomes. It proposes concrete measures for resolving the conundrum. The fourth contribution examines the humanitarian organisation UNRWA, which operates under conditions of occupation and – inevitably but unwillingly – becomes a party to the conflict.

The fifth and last contribution examines the Israel lobby in the United States. Whether the occupation of the West Bank lies in Israel’s interests is found to be increasingly controversial among American Jews, and creating divisions within the Israel lobby.

Table of Contents

Map: West Bank, Gaza Strip and Golan Heights
p. 4

Issues and Recommendations
p. 5–7

Peter Lintl
Repercussions of the Unresolved Conflict on Israeli Power Constellations and Actor Perspectives
p. 7–20

Muriel Asseburg
The Palestinian Authority and the Hamas Government: Accessories to the Occupation?
p. 21–31

René Wildangel
The European Union and the Israeli-Palestinian Conflict: From Declaration to Action?
p. 32–42

Birthe Tahmaz
Why the Permanent Tensions between UNRWA and Israel?
p. 43–50

Lidia Averbukh
Actor in Flux: The Jewish Israel Lobby in the United States
p. 51–57

Appendix
p. 58

Abbreviations
p. 58

Authors
p. 59

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G7 in Kanada: Klimadiplomatie ohne die USA

5. Juni 2018 - 0:00

 

 

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G7 & Europa: Multilaterale Politik fängt zuhause an

5. Juni 2018 - 0:00

 

 

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Die Auslandseinsätze der Bundeswehr im Wandel

31. Mai 2018 - 0:00

Die Auslandseinsätze der Bundeswehr sind ein immer wieder kontrovers diskutiertes Instrument des deutschen Krisenmanagements. Wie in einem Brennglas lassen sich an den Diskussionen die »Reifungsprozesse« sowie die Bruchlinien deutscher, europäischer und transatlantischer Sicherheitspolitik ablesen. Zwar dürften Auslandseinsätze noch lange notwendig bleiben, sie sind jedoch einem erkennbaren Wandel unterworfen. Die Rahmenbedingungen für ihre Weiterentwicklung lassen sich entlang von drei Dimensionen nachzeichnen: dem Wandel des Kriegsgeschehens, den Veränderungen des internationalen politischen und rechtlichen Kontexts sowie schließlich dem Wandel des institutionellen Rahmens für diese Einsätze.

Mit all diesen Herausforderungen muss die deutsche Politik umgehen und kann gleichzeitig nur begrenzt Einfluss auf den beschriebenen Wandel nehmen. Grundsätzlich werden Entscheidungen über Auslandseinsätze in einem Dreieck aus Problemdruck (Krisen und Konflikte), Verantwortung (völkerrechtliche Verpflichtungen, Bündnisse, politische Bindungen) sowie der politischen Situation und Stimmung in Deutschland selbst getroffen.

Die Entwicklungen, welche die Handlungsspielräume in diesem Dreieck bestimmen, mögen schwer abzusehen sein. Doch die schlechteste aller Lösungen wäre, sich nur anlassbezogen und kurzfristig mit den beschriebenen Herausforderungen auseinanderzusetzen, zumal sie nicht allein Auslandseinsätze betreffen. Mit den Leitlinien zum Krisenmanagement von 2017 und dem Weißbuch 2016 hat die Bundesregierung einen Rahmen für das deutsche Engagement gesetzt, den es nun zu füllen gilt. Zudem sind die Erwartungen der Partner Deutschlands in EU, Nato und UNO größer geworden, was auch weitere militärische Beiträge erfordern wird.

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»Kein Blick in die Glaskugel«

29. Mai 2018 - 0:00

 

 

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Mehrheitsentscheidungen und Flexibilisierung in der GASP

28. Mai 2018 - 0:00

Die Einführung von Mehrheitsentscheidungen in der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) ist kein neues Thema. Aufgrund wachsender internationaler Herausforderungen an die EU nimmt die Diskussion jedoch wieder Fahrt auf. Befürworter plädieren dafür, das Einstimmigkeitsprinzip abzuschaffen, um die GASP effektiver zu machen. Allerdings sind die rechtlichen Möglichkeiten dafür ohne Vertragsänderung begrenzt. Mehrheitsentscheidungen in der GASP sind zudem dann problematisch, wenn sie die Legitimität der EU nach innen und ihre Glaubwürdigkeit nach außen schwächen. Hier böte sich ein doppelter Ansatz an: Mittelfristig ließe sich die EU-Außen- und Sicherheitspolitik durch Flexibilisierung stärken. Langfristig könnte die Entwicklung einer gemeinsamen strategischen Kultur durch den Aufbau europäischer Analysefähigkeiten unterstützt werden.

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Transatlantische Tragödie

28. Mai 2018 - 0:00

 

 

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Chechnya’s Status within the Russian Federation

25. Mai 2018 - 0:00

In the run-up to the Russian presidential elections on 18 March 2018, the Kremlin further tightened the federal “vertical of power” that Vladimir Putin has developed since 2000. In the North Caucasus, this above all concerns the republic of Dagestan. Moscow intervened with a powerful purge, replacing the entire political leadership. The situation in Chechnya, which has been ruled by Ramzan Kadyrov since 2007, is conspicuously different. From the early 2000s onwards, President Putin conducted a policy of “Chechenisation” there, delegating the fight against the armed revolt to local security forces. Under Putin’s protection, the republic gained a leadership which is now publicly referred to by Russians as the “Chechen Khanate”, among other similar expressions. Kadyrov’s breadth of power encompasses an independent foreign policy, which is primarily orientated towards the Middle East.

Kadyrov emphatically professes that his republic is part of Russia and presents himself as “Putin’s foot soldier”. Yet he has also transformed the federal subject of Chechnya into a private state. The ambiguous relationship between this republic and the central power fundamentally rests on the loyalty pact between Putin and Kadyrov. However, criticism of this arrangement can now occasionally be heard even in the Russian president’s inner circles. With regard to Putin’s fourth term, the question arises just how long the pact will last. The price that Moscow was willing to accept for Chechnya’s “pacification” by Kadyrov and his supporters includes serious human-rights violations. Since 2017 these have increasingly moved back into the focus of international politics and reporting.

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Zeitenwende in Malaysia nach den Wahlen

24. Mai 2018 - 0:05

Seit der Unabhängigkeit Malaysias 1957 regierte ununterbrochen das Parteienbündnis Nationale Front (Barisan Nasional, BN) unter Führung der konservativen, malaiisch dominierten United National Organisation (UMNO). Aus den Parlamentswahlen im Mai 2018 ging indes zum ersten Mal die Opposition als Sieger hervor. Der neue Premier ist jedoch ein alter Bekannter: Mahathir bin Mohamad bekleidete schon zwischen 1981 und 2003 das Amt des Regierungschefs und war in dieser Zeit auch Parteivorsitzender der UMNO. Der deutliche Wahlsieg, den die Allianz der Hoffnung (Pakatan Harapan, PH) mit Mahathir an der Spitze verbuchte, eröffnet die ungeahnte Möglichkeit, das von endemischer Korruption durchsetzte, stark autoritär geprägte politische System des Landes zu liberalisieren. Mehr noch, Malaysias Wahlergebnis könnte über das Land hinaus von Bedeutung sein und den Oppositionsbewegungen in Nachbarländern wie Kambodscha, Thailand oder Singapur Auftrieb geben.

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Kein »Global Britain« nach dem Brexit

24. Mai 2018 - 0:00

Unter dem Leitmotiv »Global Britain« versucht die britische Regierung, den Brexit als einzigartige Möglichkeit darzustellen, die eigene Außen- und Sicherheitspolitik neu zu konzipieren, und zwar globaler, einflussreicher und schlagkräftiger. Kernelemente sind eine weltweite Vernetzung und bilateral verhandelte Abkommen, die den Verlust der europäischen Einbettung kompensieren sollen. Doch scheint der anstehende Brexit die britische Außenpolitik bislang eher zu schwächen und dem künftigen Nicht-EU-Staat vor allem die Grenzen seiner Handlungsfähigkeit aufzuzeigen. Für Europa kann ein geschwächter und verunsichert handelnder Nachbar zu einem Risiko werden. Um London auch in Zukunft einzubinden, sollte Deutschland parallel zu den Brexit-Verhandlungen seine bilateralen Beziehungen intensivieren und neue Formate für die außenpolitische Konsultation in Europa vorschlagen.

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The Global Debate on the Future of Artificial Intelligence

23. Mai 2018 - 0:00

With the current developments in the field of artificial intelligence, the process of digitalisation has reached a new stage. Artificial intelligence makes it possible to analyse the large amounts of data collected today in completely new ways. Companies and countries are spending considerable resources to take advantage of these analytical possibilities. However, artificial intelligence is also dependent on the quality of the underlying data; it is completely unsuited for many tasks and has, so far, largely escaped human control. Germany should therefore use its influence in international forums to regulate the use of artificial intelligence in politically sensitive areas. In addition, the Federal Government should carefully examine on what data basis, for what purposes, and under what conditions artificial intelligence can make a contribution to the planning of foreign policy strategy.

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