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Aktualisiert: vor 38 Minuten 44 Sekunden

Vier von fünf Jugendlichen machen nicht genug Sport

22. November 2019 - 10:00

22. November 2019 - Der alarmierende Bewegungsmangel bei Jugendlichen auf der ganzen Welt kann ihre Gesundheit ernsthaft bis ins Erwachsenenalter gefährden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab an, dass weltweit rund 80 Prozent der 11- bis 17-Jährigen weniger als 60 Minuten pro Tag aktiv sind - die tägliche Mindestempfehlung .

Im Durchschnitt scheiterten 85 Prozent der Mädchen an der empfohlenen Leistung, nur geringfügig schlechter als die Jungen (78 Prozent).

Die WHO hat wiederholt gewarnt, dass Menschen, die nicht genügend Sport treiben, für eine Reihe von vermeidbaren Krankheiten anfällig sind. Dazu gehören Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Brust- und Dickdarmkrebs.

Ein zusätzlicher Vorteil von körperlicher Aktivität ist die Verbesserung der geistigen Gesundheit. Bewegung fördert das Lernen, verzögert den Ausbruch von Demenz und trägt zur Aufrechterhaltung eines gesunden Gewichts bei.

Im Rahmen der Agenda für globale Ziele für nachhaltige Entwicklung für 2030 stimmten die Regierungen einer Verbesserung des Aktivitätsniveaus um 15 Prozent bis 2030 zu.

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Der Welttag des Fernsehens feiert einen wesentlichen Bestandteil des modernen Lebens

21. November 2019 - 11:23

21. November 2019 - Am heutigen Welttag des Fernsehens wird die Arbeit der Vereinten Nationen an der Entwicklung neuer Standards und Systeme für den Rundfunk gefeiert und die Rolle des Mediums als wichtigste Quelle für Information, Bildung und Unterhaltung gewürdigt.

"Das Fernsehen spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbindung der Welt mit Informationen und Wissen ", sagte Houlin Zhao, Generalsekretär der Internationalen Fernmeldeunion (ITU).

Die Sonderorganisation der Vereinten Nationen für Information und Kommunikation wurde vor mehr als 150 Jahren gegründet und förderte zunächst die Zusammenarbeit zwischen internationalen Telegraphennetzen.

In diesem Monat hat die ITU diskutiert, wie die Einführung von 5G-Diensten zu einer besseren Bereitstellung von Medieninhalten auf Rundfunk- und Nicht-Rundfunkplattformen führen könnte.

Das Fernsehen ist ein fester Bestandteil des Lebens geworden und macht 80 Prozent des gesamten Internetverkehrs der Verbraucher aus.

1949 veröffentlichte die Agentur erstmals technische Standards für das Fernsehen. Seitdem hat sie weltweit gültige Normen und Systeme für das Fernseherlebnis entwickelt.

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Tag der Industrialisierung Afrikas: UN-Chef fordert "grüne und saubere" Entwicklung

20. November 2019 - 10:31

 20. November 2019 - Während sich die afrikanischen Länder auf die Umsetzung eines historischen Freihandelsabkommens vorbereiten, fordert der Generalsekretär der Vereinten Nationen die Staats- und Regierungschefs nachdrücklich auf, ein Wirtschaftswachstum zum Nutzen der Menschen und des Planeten anzustreben.

Der UN-Chef Guterres sagte, die industrielle Entwicklung sei "von entscheidender Bedeutung" für ein nachhaltiges und integratives Wirtschaftswachstum in afrikanischen Ländern.

Das im vergangenen Jahr eingeführte Freihandelsabkommen der afrikanischen Union wird voraussichtlich einen Markt von mindestens 3 Billionen US-Dollar und eine Verbraucherbasis von mehr als einer Milliarde US-Dollar eröffnen.

Gleichzeitig soll sich das verarbeitende Gewerbe bis 2025 verdoppeln und dabei Millionen von Arbeitsplätzen schaffen.

"Ich fordere die afrikanischen Länder auf, einen ganzheitlichen Ansatz in der Industriepolitik zu verfolgen und durch stärkere Partnerschaften mit mehreren Interessengruppen umweltfreundliche und saubere Industrialisierungsstrategien zu verfolgen, die gerechte wirtschaftliche Chancen fördern und die Dringlichkeit der Bewältigung der Klimakrise berücksichtigen", sagte Guterres.

Der Generalsekretär unterstrich das internationale Engagement für die nachhaltige Entwicklung Afrikas.

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Gefahr und Elend für Reinigungskräfte, die menschlichen Abfall von Hand entfernen

19. November 2019 - 15:50

19. November 2019 - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wies auf die Gefahren für Millionen von Menschen hin, die Toiletten, Abwasserkanäle und Klärgruben reinigen. Sie leisten zwar einen wesentlichen öffentlichen Dienst, jedoch ist ihre eigene Gesundheit gefährdet und sie werden häufig ausgegrenzt.

„Die Arbeiter kommen in direkten Kontakt mit menschlichem Abfall und arbeiten ohne Schutz, um ihn von Hand zu entfernen. Dies setzt sie vielen Gesundheitsgefahren und Krankheiten aus“, sagte die WHO.

"Viele der Herausforderungen, denen sich Sanitärarbeiter gegenübersehen, resultieren aus ihrer mangelnden Sichtbarkeit in der Gesellschaft", sagte die WHO und stellte fest, dass nur wenige Entwicklungsländer Richtlinien zum Schutz der Arbeiter haben. "Wo Gesetze existieren, fehlen meist die finanziellen oder technischen Mittel, um sie umzusetzen."

Aufgrund unzureichender Investitionen und Infrastruktur sterben jedes Jahr Millionen von Menschen an Krankheiten, die mit unzureichender Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Hygiene einhergehen.

Das Ziel 6 für Nachhaltige Entwicklung fordert sauberes Wasser und gute Hygiene für alle und besteht darauf, dass sichere sanitäre Einrichtungen mit einem sicheren und würdigen Arbeitsumfeld einhergehen.

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Warum Toiletten unentbehrlich sind

19. November 2019 - 9:47

19. November 2019 - Für viele Menschen wird das Ende vom defäkieren im Freien statt auf einer Toilette von lebensveränderndem Vorteil sein, sagte der Kooperationsrat für Wasser- und Sanitärversorgung (WSSCC).

UN-Agenturen berichten, dass von den 673 Millionen Menschen, die offene Defäkation praktizieren, 91 Prozent in ländlichen Gebieten leben. Das Bevölkerungswachstum führt zu einem lokalisierten Wachstum der offenen Defäkation.

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge führen schlechte Hygiene- und Hygienepraktiken jährlich zu über 800.000 Todesfällen durch Diarrhoe. Laut dem UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) enthalten Ausscheidungen Millionen Viren, Bakterien und Parasitenzysten.

Das Fehlen zumindest grundlegender sanitärer und hygienischer Dienstleistungen ist eine Verletzung der Menschenrechte auf Wasser und sanitäre Einrichtungen, sowie auf Gesundheit, Arbeit und einem angemessenen Lebensstandard, Nichtdiskriminierung, Menschenwürde, Schutz, Information und Beteiligung.

Die Mitgliedstaaten und die UN-Organisationen haben sich dazu verpflichtet, die offene Defäkation zu beenden und fordern dringend die Bereitstellung von Finanzmitteln, den Kapazitätsaufbau und den Technologietransfer, um den Entwicklungsländern zu helfen, sicheres, sauberes, zugängliches und erschwingliches Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen für alle bereitzustellen.

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UNICEF: ungleiche Fortschritte in 30 Jahren Kinderrechtsvertrag

18. November 2019 - 10:19

18. November 2019 - Obwohl in den letzten drei Jahrzehnten Erfolge bei der Verbesserung der Leben von Kindern erzielt wurden, sind dringend Maßnahmen erforderlich, wenn auch die ärmsten Kinder Verbesserungen spüren sollen, so ein neuer UN-Bericht.

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) fordert Länder auf, die Zusagen umzusetzen, die vor 30 Jahren im Rahmen der Konvention über die Rechte der Kinder gemacht wurden.

Henrietta Fore, UNICEF-Exekutivdirektorin, stellte fest, dass immer mehr Kinder länger, besser und gesünder leben, die Ärmsten und Schwächsten jedoch weiterhin kaum Chancen haben.

"Zusätzlich zu den anhaltenden Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Bildung, müssen Kinder heute mit neuen Bedrohungen wie Klimawandel, Online-Missbrauch und Cybermobbing kämpfen", sagte sie.

Millionen Menschen sind aufgrund von Armut, Diskriminierung und Marginalisierung immer noch gefährdet. Die ärmsten Kinder sterben oft noch vor ihrem fünften Geburtstag an vermeidbaren Ursachen.

UNICEF wird die kommenden 12 Monate nutzen, um einen integrativen globalen Dialog zu fördern, der darauf abzielt, die Versprechen der Konvention für alle Kinder Wirklichkeit werden zu lassen.

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Bolivien-Krise: UN-Gesandter soll den Frieden unterstützen

15. November 2019 - 9:48

15. November 2019 - Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, gab bekannt, dass er einen Gesandten nach Bolivien geschickt habe, um den Staatschefs nach Abgang des ehemaligen Präsidenten Morales Unterstützung anzubieten.

"Der Generalsekretär ist nach wie vor tief besorgt über die Entwicklungen in Bolivien", sagte sein Sprecher Stéphane Dujarric. "Er appelliert erneut an alle Bolivianer, keine Gewalt anzuwenden und äußerste Zurückhaltung zu üben", fügte er hinzu. Dujarric verwies auf die zunehmenden Gewaltereignisse nach Wochen des Protests, die wegen des umstrittenen Ergebnisses der Präsidentschaftswahlen begannen.

Guterres hat Jean Arnault zum persönlichen Beauftragten ernannt, um sich "mit allen bolivianischen Akteuren" zu beschäftigen, sagte Dujarric. "Er bietet die Unterstützung durch die Vereinten Nationen bei den Bemühungen um eine friedliche Lösung der Krise an, transparente, integrative und glaubwürdige Wahlen eingeschlossen."

Der langjährige Gesandte ist ein ehemaliger Sonderbeauftragter des Generalsekretärs für Kolumbien. Er war außerdem Sonderbeauftragter für Georgien, Afghanistan, Burundi und Guatemala.

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UN erweitert den Zugang zu Insulin für Diabetiker weltweit

14. November 2019 - 9:57

14. November 2019 - Übermäßig teures Insulin könnte der Vergangenheit angehören. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Mittwoch einen Plan vorgestellt, um die Produktion weltweit zu diversifizieren.

Bei der Ankündigung der Initiative in Genf teilte die UN-Agentur mit, sie habe bereits informelle Interessenbekundungen von Pharmaunternehmen erhalten, die Insulin produzieren wollten. Die WHO habe untersucht, ob die Anwendung für Menschen sicher ist.

"Die schlichte Tatsache ist, dass die Verbreitung von Diabetes zunimmt, die zur Behandlung von Diabetes verfügbare Insulinmenge jedoch zu niedrig und die Preise zu hoch sind. Wir müssen also handeln", sagte Emer Cooke, Direktorin der Abteilung für Arzneimittelregelungen und andere Gesundheitstechnologien bei der WHO.

Das zweijährige Pilotprojekt umfasst die Bewertung von Insulin, das von Herstellern entwickelt wurde, um deren Qualität, Sicherheit, Wirksamkeit und Erschwinglichkeit sicherzustellen.

Das System könnte weiter ausgebaut werden, vorausgesetzt, es gibt genügend Interesse seitens der Hersteller und es steht entscheidend mehr Insulin für Diabetiker zur Verfügung.

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Lungenentzündungen töten mehr Kinder als jede andere Krankheit

13. November 2019 - 12:23

13. November 2019 - Alle 39 Sekunden stirbt ein Kind an einer Lungenentzündung. Damit tötet die Krankheit mehr Kinder als jede andere Krankheit auf der Welt. Allein im Jahr 2018 starben 800.000 Kinder an einer Lungenentzündung.

Obwohl dies bekannt ist, sind die Mittel zur Verbesserung der Überlebensraten weiterhin beschränkt, warnten die Vereinten Nationen am Welttag der Lungenentzündung. Nur drei Prozent der weltweiten Forschungsausgaben für Infektionskrankheiten werden für diese Krankheit aufgewendet, die für 15 Prozent der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren verantwortlich ist.

Zudem besteht ein enger Zusammenhang zwischen Todesfällen durch Kinderlungenentzündung und Armut. Mangelnder Zugang zu Trinkwasser, unzureichende Gesundheitsversorgung und die Belastung durch Unterernährung und Luftverschmutzung sind Hauptgründe für die Anfälligkeit für die Krankheit.

"Die Tatsache, dass diese vermeidbare, behandelbare und leicht zu diagnostizierende Krankheit die weltweit größte Todesursache für Jugendliche ist, ist ziemlich schockierend," sagte Dr. Seth Berkley, CEO der Vaccine Alliance.

Die UN fordert Länder auf, Strategien zur Bekämpfung und Prävention von Lungenentzündungen zu entwickeln und umzusetzen und bittet insbesondere reiche Länder die Kosten für wichtige Impfstoffe zu senken und dadurch Impfraten anzukurbeln.

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Guterres beim Pariser Friedensforum: Multilateralismus muss gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen meistern

12. November 2019 - 11:23

12. November 2019 - In einer Rede beim Pariser Friedensforum sagte UN-Generalsekretär António Guterres am Montag, dass sich der Multilateralismus an die fortbestehenden Konflikte anpassen müsse, die Leiden und Vertreibung verursachen und die Welt verunsichert haben. Diese Worte sprach Guterres während in Ländern auf der ganzen Welt Gedenkfeiern stattfanden, die das offizielle Ende des Ersten Weltkriegs im Jahr 1918 markierten.

Guterres zog Parallelen zur geopolitischen Landschaft des frühen 20. Jahrhunderts und beschrieb die heutige Welt als weder bipolar, unipolar noch multipolar, sondern als "chaotisch und unsicher".

Die Welt ist fünf großen Herausforderungen ausgesetzt, erklärte der Generalsekretär.

Erstens eine wirtschaftliche, technologische und geostrategische Bruchlinie. Die Welt ist in zwei geteilt. Die beiden größten Volkswirtschaften teilen sie auf und legen ihren Einflussbereichen jeweils ihre eigenen finanziellen und wirtschaftlichen Regeln auf.

Die zweite Herausforderung sei das wachsende Misstrauen gegenüber Institutionen und politischen Führern, dass zu einer weltweiten Demonstrationswelle geführt hat.

Dies führe zu einer dritten Herausforderung, sagte Guterres: einer Solidaritätslücke und einer zunehmenden nach innen gerichteten Haltung, unter der die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen - Minderheiten, Flüchtlinge, Migranten, Frauen und Kinder - als erste leiden.

Die vierte Herausforderung, sagte Guterres, ist die Klimakrise, ein „Wettlauf gegen die Zeit um das Überleben unserer Zivilisation. Ein Wettlauf, den wir verlieren“. Er beschrieb Rekordtemperaturen, schmelzende Gletscher, ausgedehnte Wüsten und zerstörerische Stürme. "Wenn wir jetzt nicht handeln", sagte Guterres, "wird sich die Geschichte daran erinnern, dass wir alle Mittel hatten, um uns zu wehren, aber beschlossen haben, nichts zu tun."

Eine technologische Kluft, erklärte Guterres, ist die fünfte Herausforderung. Neue Technologien haben zwar das Potenzial, ein wirksames Instrument für Frieden und nachhaltige Entwicklung zu sein, aber erhöhen auch Sicherheitsrisiken und können Ungleichheiten beschleunigen.

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Guterres appelliert an bolivianische Parteien, nach Rücktritt von Präsident Morales faire Wahlen sicherzustellen

11. November 2019 - 11:15

11. November 2019 - Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, forderte alle betroffenen Parteien in Bolivien nachdrücklich dazu auf, „Gewalt zu unterlassen, Spannungen abzubauen und maximale Zurückhaltung zu üben“, nachdem Präsident Evo Morales am Sonntag zurückgetreten war.

"Der Generalsekretär ist nach wie vor zutiefst besorgt über die Lage in Bolivien und nimmt die jüngsten Entwicklungen zur Kenntnis", heißt es in einer Erklärung eines Sprechers der Vereinten Nationen.

Guterres forderte alle Akteure auf, sich an das Völkerrecht zu halten, insbesondere an die Prinzipien der universellen Menschenrechte.

"Er appelliert außerdem an alle Akteure, sich für eine friedliche Lösung der gegenwärtigen Krise und für transparente und glaubwürdige Wahlen einzusetzen", heißt es abschließend.

Dem Rücktritt von Präsident Morales gingen mehrere Wochen andauernder Massenproteste voraus, die begannen, nachdem die Opposition und einige Bürgerbewegungen den mutmaßlichen Betrug bei der Präsidentschaftswahl am 20. Oktober zugunsten von Evo Morales anprangerten. Dieser hätte ihm eine vierte Amtszeit in Folge verschafft.

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30 Jahre Mauerfall

8. November 2019 - 14:05

08. November 2019 - Am 09. November vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer. Dieses hatte weltweite Auswirkungen, auch auf Deutschland und dessen Beziehungen zu den Vereinten Nationen. Mit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Oktober 1990 wurde die 17-jährige Doppelmitgliedschaft Deutschlands in den Vereinten Nationen beendet und damit völlig neue Rahmenbedingungen für die deutsche UN-Politik und den UN-Standort Bonn geschaffen.

Der "Zwei-plus-Vier-Vertrag" vom 12. September 1990, der die außenpolitischen Aspekte der deutschen Wiedervereinigung regelte, brachte dem vereinten Deutschland die vollständige Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten. Bereits zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 kündigte der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl eine aktivere Rolle Deutschlands in den Vereinten Nationen an. Der Bonn-Berlin-Beschluss vom 20. Juni 1991 setzte so für den Standort Bonn, an dem sich bereits 1951 die erste Organisation der Vereinten Nationen niedergelassen hatte, „die Übernahme und Ansiedlung neuer Funktionen und Institutionen von nationaler und internationaler Bedeutung" eine neue Zielmarke.

Die Rolle Bonns als Standort für Entwicklungspolitik sowie für die Einrichtung und Ansiedlung nationaler, internationaler und supranationaler Einrichtungen wurde damit festgeschrieben, der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Bonn verstärkten gemeinsam ihre Anstrengungen für den Auf- und Ausbau des UN-Standortes Bonn. Mit dem Berlin/Bonn-Gesetz und einer Ausgleichsvereinbarung konnte Bonn die dieser Rolle entsprechenden Infrastrukturen schaffen, vor allem die räumlichen Bedingungen für die künftige Arbeit multilateraler Einrichtungen. Mit der Ansiedlung des Freiwilligenprogramms der Vereinten Nationen im Jahr 1996 - und wenig später des Klimasekretariates - begann Bonns Entwicklung zur deutschen Stadt der Vereinten Nationen und Zentrum für globale Zukunftsthemen. Äußeres Symbol dieser Entwicklung ist der wachsende Bonner UN-Campus im Herzen des ehemaligen Regierungsviertels um den “Langen Eugen” herum, der den rund 1.000 Beschäftigten der Vereinten Nationen in Bonn Platz bietet.

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Erziehung als Mittel gegen Antisemitismus und Intoleranz

8. November 2019 - 9:55

08. November 2019 - Intoleranz kann verhindert und verlernt werden, denn niemand sei zum Hass geboren worden, sagte der UN-Generalsekretär Guterres am Donnerstag. Er unterstrich seinen anhaltenden Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und andere Formen des Hasses.

Guterres sprach im New Yorker Museum of Jewish Heritage anlässlich des 81. Jahrestages des vom NS-Regime durchgeführten Kristallnacht-Pogroms.

"Jahrzehnte nach dem Holocaust ist eine der ältesten Formen des Hasses immer noch bei uns vorhanden", bemerkte er.

Terroristen und Neonazis verstärken die Rekrutierung und Radikalisierung, setzte er fort, während das Internet dazu beiträgt, Bigotterie und gewalttätige Frauenfeindlichkeit zu verbreiten.

Der Generalsekretär forderte dringend Maßnahmen von Eltern, Lehrern und politischen Führern.

Guterres hob die Bemühungen der Weltgemeinschaft hervor, diesen Bedrohungen entgegenzuwirken, wie zum Beispiel die UN-Aktionspläne zur Bekämpfung von Hassreden und zur Gewährleistung der Sicherheit von Gotteshäusern.

„Menschen sind nicht geboren, um zu hassen; Intoleranz wird erlernt und kann so verhindert und auch wieder verlernt werden “, erklärte er.

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UN-Nothilfekoordinator: Notleidende Venezolaner brauchen mehr Hilfe

7. November 2019 - 10:29

07. November 2019 - "Gewöhnliche Frauen, Männer und Kinder stehen vor erdrückenden Herausforderungen, um in Venezuela zu überleben ", sagte der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock.

"Millionen können sich nicht das absolute Minimum an Nahrung, Wasser und Gesundheitsversorgung leisten", fuhr der Generalsekretär für humanitäre Angelegenheiten fort und fügte hinzu, dass sich die Situation weiter verschlechtere.

„Das Gesundheitssystem steht kurz vor dem Zusammenbruch. In vielen Krankenhäusern mangelt es an der grundlegendsten Wasser- und Strominfrastruktur. Patienten sind einem hohen Risiko ausgesetzt, ihr Leben zu verlieren.“

Der Mangel an Medikamenten und medizinischem Personal verschärfe die Situation, fügte Lowcock hinzu.

Er unterstrich, dass "nur eine politische Lösung das Leid beenden kann" und erklärte, dass die UN in der Zwischenzeit "weiterhin humanitäre Hilfe für die am stärksten gefährdeten Personen gemäß der UN-Grundsätze der Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität leisten wird".

"Jeder muss mehr tun", sagte er. „Es werden wesentlich mehr finanzielle Ressourcen benötigt. Wir müssen einen Weg finden, venezolanische Ressourcen freizusetzen, um mehr zu humanitären Aktionen beizutragen und der Verringerung des unmittelbaren Leidens der Menschen in diesem Land größere Priorität einzuräumen “, schloss er.

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Fast zwei Millionen Kameruner in humanitärer Notlage

6. November 2019 - 10:34

06. November 2019 - Die anhaltende Gewalt im Nordwesten und Südwesten Kameruns hat zu einem schnell wachsenden humanitären Notstand geführt, von dem inzwischen rund 1,9 Millionen Menschen betroffen sind.

In Genf erklärte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, dass in der westafrikanischen Nation fast eine Million Kinder betroffen waren.

"Schätzungen zufolge sind rund 1,9 Millionen Menschen, von denen etwa die Hälfte Kinder sind, in Not. Dies entspricht einer Steigerung von 80 Prozent gegenüber 2018 ", betonte UNICEF-Sprecherin Mercado.

Angesichts der Verschlechterung der Sicherheit in ländlichen wie städtischen Gebieten hielt das humanitäre Koordinierungsbüro der Vereinten Nationen (OCHA) fest, dass sowohl Separatisten als auch Regierungstruppen weiterhin Menschenrechtsverletzungen begehen.

Die Situation hat dazu geführt, dass eine wachsende Anzahl von Jugendlichen keine Ausbildung abschließen konnten. "Drei Jahre Gewalt und Instabilität haben mehr als 855.000 Kinder davon abgehalten eine Schule zu besuchen", sagte Mercado.

UNICEF hatte Lehrbücher und andere Lernmaterialien für 37.000 Kinder im schulpflichtigen Alter besorgt und Alphabetisierungs- und Rechenunterricht per Radio übertragen.

OCHA stellte fest, dass der Mangel an Finanzmitteln in Kamerun nach wie vor ein großes Problem darstellt.

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UNICEF fordert Regierungen auf, tausende ausländische Kinder, die im Nordosten Syriens gestrandet sind, zurückzuholen

5. November 2019 - 11:23

5. November 2019 – UNICEF appelliert an Länder, die dutzenden ausländischen Kinder, die im Nordosten Syriens gestrandet sind, nach der im vergangenen Monat begonnenen türkischen Offensive in die Heimat zurückzuführen.

Die Agentur schätzt, dass fast 28.000 Kinder aus mehr als 60 Ländern in der Region stecken bleiben, hauptsächlich in Flüchtlingslagern. Darunter sind fast 20.000 aus dem Irak.

Die UN-Agentur berichtet, dass mehr als 80 Prozent der gestrandeten ausländischen Kinder in Nordost-Syrien jünger als 12 Jahre alt sind, die Hälfte sogar jünger als fünf Jahre.

Zusätzlich werden ungefähr 250 Jungen in Haft gehalten, obwohl die Zahl wahrscheinlich höher ist. Einige sind nicht älter als neun Jahre.

Bisher haben wenigstens 17 Länder mehr als 650 Kinder zurückgeführt, die jetzt bei Familienmitgliedern leben. UNICEF hat den Prozess unterstützt, indem es einigen Jugendlichen geholfen hat, sich wieder in ihre Großfamilien und Gemeinden zu integrieren.

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UNICEF fordert Regierungen auf, tausende ausländische Kinder, die im Nordosten Syriens gestrandet sind, zurückzuholen

5. November 2019 - 11:23

5. November 2019 – UNICEF appelliert an Länder, die dutzenden ausländischen Kinder, die im Nordosten Syriens gestrandet sind, nach der im vergangenen Monat begonnenen türkischen Offensive in die Heimat zurückzuführen.

Die Agentur schätzt, dass fast 28.000 Kinder aus mehr als 60 Ländern in der Region stecken bleiben, hauptsächlich in Flüchtlingslagern. Darunter sind fast 20.000 aus dem Irak.

Die UN-Agentur berichtet, dass mehr als 80 Prozent der gestrandeten ausländischen Kinder in Nordost-Syrien jünger als 12 Jahre alt sind, die Hälfte sogar jünger als fünf Jahre.

Zusätzlich werden ungefähr 250 Jungen in Haft gehalten, obwohl die Zahl wahrscheinlich höher ist. Einige sind nicht älter als neun Jahre.

Bisher haben wenigstens 17 Länder mehr als 650 Kinder zurückgeführt, die jetzt bei Familienmitgliedern leben. UNICEF hat den Prozess unterstützt, indem es einigen Jugendlichen geholfen hat, sich wieder in ihre Großfamilien und Gemeinden zu integrieren.

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UNICEF fordert Regierungen auf, tausende ausländische Kinder, die im Nordosten Syriens gestrandet sind, zurückzuholen

5. November 2019 - 11:23

5. November 2019 – UNICEF appelliert an Länder, die dutzenden ausländischen Kinder, die im Nordosten Syriens gestrandet sind, nach der im vergangenen Monat begonnenen türkischen Offensive in die Heimat zurückzuführen.

Die Agentur schätzt, dass fast 28.000 Kinder aus mehr als 60 Ländern in der Region stecken bleiben, hauptsächlich in Flüchtlingslagern. Darunter sind fast 20.000 aus dem Irak.

Die UN-Agentur berichtet, dass mehr als 80 Prozent der gestrandeten ausländischen Kinder in Nordost-Syrien jünger als 12 Jahre alt sind, die Hälfte sogar jünger als fünf Jahre.

Zusätzlich werden ungefähr 250 Jungen in Haft gehalten, obwohl die Zahl wahrscheinlich höher ist. Einige sind nicht älter als neun Jahre.

Bisher haben wenigstens 17 Länder mehr als 650 Kinder zurückgeführt, die jetzt bei Familienmitgliedern leben. UNICEF hat den Prozess unterstützt, indem es einigen Jugendlichen geholfen hat, sich wieder in ihre Großfamilien und Gemeinden zu integrieren.

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