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Aktualisiert: vor 1 Stunde 42 Minuten

Guterres: “Echter Wandel" bei Einbindung von Frauen in Friedens- und Sicherheitsmissionen noch zu langsam

30. Oktober 2019 - 12:04

Die Einbindung von Frauen in Friedens- und Sicherheitsmissionen muss „weiterhin eine der obersten Prioritäten der Vereinten Nationen sein“, sagte Generalsekretär António Guterres am Dienstag vor dem Sicherheitsrat.

Laut Guterres sei es eine traurige Tatsache, dass die eingegangenen Verpflichtungen nicht in reale Veränderungen auf der ganzen Welt umgesetzt wurden, und er beklagte, dass der Wandel nicht schnell genug komme und nicht weit genug gehe.

Fast zwei Jahrzehnte nach der Resolution 1325, die die unverhältnismäßigen und einzigartigen Auswirkungen des bewaffneten Konflikts auf Frauen und Mädchen anerkannte, sind „Frauen immer noch von Friedens- und politischen Prozessen ausgeschlossen," teilte Guterres dem Sicherheitsrat mit.

„Ein erbärmlich kleiner Anteil von 0,2 Prozent der bilateralen Hilfe in Konfliktsituationen geht an Frauenorganisationen“, beklagte der Generalsekretär und stellte fest, dass Angriffe auf Menschenrechtsverteidigerinnen, Friedensstifterinnen und weibliche humanitäre Helfer zugenommen hätten.

In den Friedensmissionen arbeitet man gegen die sexuelle Ausbeutung und den sexuellen Missbrauch und daran, die Beteiligung von Frauen zu erhöhen. "Vorfälle sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs innerhalb der Friedensmissionen haben sich halbiert, und der Prozentsatz der Frauen in der Militär- und Polizeikomponente unserer Operationen nimmt endlich zu“, erklärte der UN-Chef.

Guterres sagte, dass er Sofortmaßnahmen zur Erreichung des Gleichgewichts zwischen den Geschlechtern verfolge und wies darauf hin, dass er viele Frauen in Leitungspositionen von Missionen ernannt habe.

Vor Ende der Tagung verabschiedete der Rat die Resolution 2493. Diese fordert den Aufbau von Genderberatung und/oder Beratung zum Schutz von Frauen, um die „uneingeschränkte und wirksame Teilnahme von Frauen“ an Wahlvorbereitungsprozessen, Abrüstung, Justizreformen und umfassenderen Wiederaufbauprozessen nach Konflikten zu ermöglichen.

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In Lateinamerika arbeiten mehr Frauen, aber das Geschlechtergefälle besteht weiter

29. Oktober 2019 - 15:43

Laut neuen Angaben der Vereinten Nationen arbeiten mehr und mehr Frauen in Lateinamerika. Die Anzahl berufstätiger Frauen stieg in den letzten 30 Jahren um 11 Prozent, womit die Region, wenn es um den Wachstum der weiblichen Arbeitskraft geht, anderen einen Schritt voraus ist.

Der Zugang von Frauen zu bezahlten Arbeitsmöglichkeiten und die Verringerung der Geschlechtsgefälle seien "entscheidend für Wachstum, Gleichstellung und Armutsbekämpfung in der Region", sagten die Autoren der Studie, die aus einer Zusammenarbeit der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) entstanden ist.

Dennoch beträgt der Unterschied zwischen der Erwerbsbeteiligung von Frauen und der von Männern im Durchschnitt immer noch mehr als 25 Prozent. Ein genauer Blick auf die Lohnskala zeigt außerdem, dass das Einkommen von Frauen für jede geleistete Arbeitsstunde durchschnittlich 17 Prozent unter dem von Männern liegt, die das gleiche Alter, die gleiche Ausbildung und den gleichen wirtschaftlichen Status haben.

Es gibt große Unterschiede zwischen den Ländern in der Region hinsichtlich dem Wachstumstempo und der erreichten weiblichen Beteiligung von Frauen, wobei die Zahlen in Entwicklungsländern eindeutig zurückliegen.

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