Sie sind hier

Vereinte Nationen

Newsfeed Vereinte Nationen abonnieren
Ständig die neueste Meldung auf dem Schirm, aktuell und übersichtlich: Mit dem RSS-Angebot von UNRIC erhalten Sie alle wichtigen Meldungen über die UNO.
Aktualisiert: vor 9 Stunden 48 Minuten

UN-Generalsekretär: Weltraumtechnologie für eine bessere Welt nutzen

21. Juni 2018 - 14:04

21. Juni 2018 – Weltraumerforschung hat weltweit nicht nur die Vorstellungskraft gefördert, sie kann auch dazu beitragen, dass die Menschheit existenzielle Herausforderungen auf der Erde bewältigt, sagte UN-Generalsekretär António Guterres am Mittwoch in seiner Botschaft an das UN-Forum für Weltraum-Angelegenheiten.

In einer Videobotschaft zur Eröffnung der hochrangigen UNISPACE+50-Sitzung hob Guterres hervor, dass die Länder trotz großer politischer Differenzen für einen Fortschritt im Weltraum zusammengearbeitet haben. UNISPACE ist das Hauptforum der Vereinten Nationen über die friedliche Nutzung des Weltraums und wird vom Büro für Weltraumfragen (UNOOSA) organisiert.

Die Zusammenarbeit habe zu „großem wissenschaftlichen und technologischen Errungenschaften" geführt. „Wir müssen sicherstellen, dass jeder Zugang zu fortschrittlichen Weltraumtechnologien hat und von ihnen profitiert", so der Generalsekretär. UNISPACE+50 findet in der österreichischen Hauptstadt Wien statt und erinnert an den 50. Jahrestag der UN-Konferenz zur Erforschung und friedlichen Nutzung des Weltraums.

Der österreichische Präsident Alexander Van der Bellen sagte, dass der Weltraum ein entscheidender Faktor sein werde, um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bis zum Jahre 2030 zu erreichen. Die Weltraumtechnologie könne eine „entscheidende Rolle" bei der Bewältigung komplexer und vielfältiger Herausforderungen spielen – von Naturkatastrophen bis hin zu verheerenden Auswirkungen des Klimawandels.

Kategorien: Ticker

Nach US-Austritt: UN-Generalsekretär bekräftigt „wichtige Rolle" des Menschenrechtsrats

20. Juni 2018 - 12:30

20. Juni 2018 – Als Reaktion auf den Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem UN-Gremium, das Menschenrechte weltweit fördern und schützen soll, sagte Generalsekretär António Guterres, dass er einen Verleib der USA „deutlich bevorzugt“ hätte.

In einer Erklärung ließ UN-Generalsekretär Guterres verlautbaren, dass der Menschenrechtsrat in Genf Teil der „Menschenrechtsarchitektur“ der Vereinten Nationen sei, die „weltweit eine sehr wichtige Rolle bei der Förderung und dem Schutz der Menschenrechte spielt".

Der Menschenrechtsrat ist ein 47-köpfiges zwischenstaatliches Gremium innerhalb des UN-Systems, das Menschenrechtsverletzungen anspricht und Empfehlungen dazu abgibt. Seine Mitglieder werden von der UN-Generalversammlung gewählt.

Kurz vor der Veröffentlichung der Erklärung des UN-Generalsekretärs am Dienstagabend hatten die USA ihre Entscheidung über den Austritt bekannt gegeben. UN-Botschafterin Nikki Haley erschien gemeinsam mit Außenminister Mike Pompeo.

Sie beschuldigten den Rat, eine tief verwurzelte Voreingenommenheit gegenüber Israel zu hegen, und kritisierten, das Gremium sei bereit, Nationen zuzulassen, die selbst Menschenrechte verletzt hätten. Haley hielt dabei fest, dass dieser Schritt in keiner Weise bedeute, dass die USA sich von ihren eigenen Menschenrechtsverpflichtungen zurückziehen.

Kategorien: Ticker

UN-Flüchtlingskommissar: Weltweite Flüchtlingszahlen auf Rekordniveau, aber Lösungen in Reichweite

19. Juni 2018 - 12:40

19. Juni 2018 – Die Zahl der Menschen, die gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen, ist im vergangenen Jahr um fast drei Millionen auf 68,5 Millionen gestiegen, so UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi (UNHCR) am Dienstag.

Als Grund für den Anstieg nannte Filippo Grandi anhaltende Gewalt auf der ganzen Welt und fehlende Lösungen für Konflikte. Mehr als zwei Drittel aller Flüchtlinge weltweit stammten aus einer Handvoll Ländern, sagte der Hochkommissar gegenüber Journalisten in Genf.

An der Spitze der Liste steht Syrien, wo nach sieben Jahren brutaler Kämpfe mehr als 6 Millionen Menschen im Ausland Zuflucht gesucht haben, gefolgt von Afghanistan (2,6 Millionen) und Südsudan (2,4 Millionen).

Der UNHCR-Bericht stellte außerdem fest, dass 85 Prozent der 68,5 Millionen Menschen, die letztes Jahr vertrieben wurden, aus armen Ländern oder Ländern mit mittlerem Einkommen stammten. „Es ist weiterhin vor allem eine Krise der armen Welt – also Menschen aus armen Ländern, die in arme Länder umsiedeln oder in ihrem Land bleiben, als Vertriebene."

Der bevorstehende Globale Pakt über Flüchtlinge folgt der New Yorker Erklärung für Flüchtlinge und Migranten aus dem Jahr 2016, in der alle 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen erklärten, die Verantwortung, allen Menschen zu helfen, die internationalen Schutz benötigen, gerechter zu verteilen. UNHCR hat dafür Konsultationen mit Regierungen und anderen Interessengruppen durchgeführt, um einen Entwurf für diesen Pakt zu erarbeiten, den Filippo Grandi der UN-Generalversammlung später in diesem Jahr präsentieren wird.

Kategorien: Ticker

Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre

18. Juni 2018 - 12:12

18. Juni 2018 – Land ist keine grenzenlose Ressource. Seine Rolle in unserem täglichen Leben zu ignorieren, bedroht die Nahrungs- und Wasserversorgung, die Artenvielfalt und die Sicherheit von uns allen, so die Konvention der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Desertifikation (UNCCD). Die UN-Organisation setzt sich weltweit für die Bekämpfung von Wüstenbildung ein.

In einer Erklärung zum Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre rief UNCCD-Exekutivsekretärin Monique Barbut dazu auf, den wahren Wert des Landes anzuerkennen.

Landraub, ungeplante Ausbreitung von Städten, nicht nachhaltige Landwirtschaft und Überkonsum können zwar schnelle wirtschaftliche Vorteile bringen, aber führen gleichzeitig zu Degradierung und dem Verlust wichtiger Ökosystemleistungen.

Die Konsequenz: Ein Drittel der weltweit nutzbaren Fläche wurde in den letzten 30 Jahren bereits stark degradiert, wobei jährlich 75 Milliarden Tonnen Boden aus Ackerland verloren gingen.

Laut UNCCD kann jedoch jeder zu nachhaltigem Landmanagement beitragen und ebenso davon profitieren – als Verbraucher, Produzenten, Unternehmen oder Regierung. „Lassen Sie uns zusammenarbeiten, um die Art und Weise, wie wir konsumieren, produzieren, arbeiten und leben, zu verändern, ohne unsere gegenwärtige oder zukünftige soziale, wirtschaftliche oder ökologische Sicherheit zu gefährden. Ohne das Land zu schädigen, von dem alles abhängt," so Barbut weiter.

Kategorien: Ticker

UN-Sondergesandter: Militärische Eskalation im Jemen wird "ernsthafte Konsequenzen" für Zivilisten haben

14. Juni 2018 - 15:12

14. Juni 2018 – Eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat versucht die Kontrolle über den jemenitischen Hafen Hodeidah zu gewinnen und von oppositionellen Huthi-Truppen zu übernehmen. Dies werde für Millionen von Zivilisten „ernsthafte Konsequenzen" in einer bereits „schlimmen" Situation haben, sagte der UN-Sondergesandte für Jemen Martin Griffiths am Mittwoch.

Nach Berichten über einen schweren Luft- und Bodenangriff gegen die strategisch wichtige Stadt Hodeidah am Roten Meer warnte der UN-Sondergesandte Martin Griffiths in einer Erklärung, dass es „Auswirkungen auf seine Bemühungen haben werde, die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen".

Griffiths bekräftigte das „starke Engagement" der Vereinten Nationen für eine politische Lösung des Konflikts und sagte, dass „jede Gelegenheit" genutzt werde, um eine militärische Konfrontation zu vermeiden.

„Ich fordere die Parteien auf, sich konstruktiv mit unseren Bemühungen zu befassen, Hodeidah jegliche militärische Konfrontation zu ersparen", hieß es in Griffiths Statement. „Ich fordere die Parteien außerdem auf, Zurückhaltung zu üben und dem Frieden eine Chance zu geben."

Schon vor dem gegenwärtigen Konflikt zählte Jemen zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Kämpfe im Land haben dazu geführt, dass weniger als die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen des Landes in Betrieb sind. Grundlegende medizinische Bedürfnisse können nicht erfüllt werden, wodurch Jemeniten für vermeidbare Krankheiten anfällig sind. So sind im vergangenen Jahr mehr als eine Million Menschen an Cholera erkrankt.

Kategorien: Ticker

Ungleichheiten und Umweltrisiken: UN Bonn-Podiumsdiskussion beim Deutsche Welle Global Media Forum

13. Juni 2018 - 13:13

13. Juni 2018 – Gestern diskutierten auf dem Deutsche Welle Global Media Forum in Bonn drei hochrangige UN-Experten den Zusammenhang zwischen Ungleichheiten und Umweltrisiken. Weltweit streben Länder danach, das Wohl ihrer Bevölkerung zu verbessern und bestehende Ungleichheiten zu verringern, doch Auswirkungen des Klimawandels und Umweltrisiken bedrohen diese Bestrebungen. Caroline Petit, stellvertretende Direktorin des Regionalen Informationszentrums der UN (UNRIC) in Brüssel, führte als Moderatorin durch die Diskussion.

Zita Sebesvari von der Universität der Vereinten Nationen – Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit (UNU-EHS) – sprach über Risiken für das Mekong-Delta in Vietnam. Je nach Jahreszeit sind große Teile des Deltas überflutet, doch die Art und Weise der Überflutung variiert aufgrund von Entwicklungsentscheidungen und Klimawandel. „Landwirte verlieren ihre Erträge und Möglichkeiten für ihren Lebensunterhalt“, betonte sie. „Einige sind unter Umständen sogar gezwungen, andere Einkommensquellen zu suchen, aber nicht alle Landwirte können sich solch radikale Veränderungen leisten.“

Matthias Braubach vom Europäischen Zentrum für Umwelt und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) brachte zudem eine gesundheitliche Perspektive in die Diskussion ein. „Es gibt einen Unterschied zwischen Ungleichheiten – wo Aspekte einfach anders und nicht gleich sind – und Ungerechtigkeit – wobei man sagt, dass das ein unfairer Unterschied ist“, sagte er. „Wir sehen unterschiedliche Dimensionen von Ungleichheiten auf globaler Ebene, beispielsweise in Bezug auf den Klimawandel. Viele Ressourcen unseres Planeten sind durch unseren Lebensstil bereits aufgebraucht.“

Koko Warner vom Sekretariat des UN-Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen (UNFCCC) hob die Umweltrisiken für das tägliche Leben von Menschen und den Aufbau von Resilienz hervor. Sie beschäftigt sich beruflich unter anderem mit der Anpassung an Risiken. Warner betonte, dass Umweltkatastrophen vor allem die Ärmsten treffen würden und nannte als Beispiel die großen Überschwemmungen in Pakistan im Jahr 2010: „Die Menschen hatten Mühe, ihre Kinder weiter zur Schule zu schicken, Essen auf den Tisch zu bringen und viele weitere Probleme, zum Beispiel sich Medizin leisten zu können“, sagte sie.

Neben anderen Maßnahmen gab es auch spezielle Programme für Frauen, denen Personalausweise ausgestellt wurden. Laut Warner half ihnen ein solches Programm, eine wirtschaftliche Basis zu schaffen und eigenes Einkommen zu generieren: „Durch diese Ausweise konnten arme Frauen plötzlich ein Bankkonto eröffnen.“ Die Frauen hatten somit die Möglichkeit, ihre Familien aus der Armut zu holen. „Was wir uns vorstellen, gestaltet unsere Zukunft – wir sollten sie gemeinsam gestalten“, so die Expertin.

Anschließend diskutierten die Podiumsmitglieder und das Publikum, das hauptsächlich aus Medienschaffenden und Experten bestand, die Beziehung zwischen den Medien und UN-Organisationen und wie Angelegenheiten globaler Relevanz ein breiteres Publikum erreichen könnten.

Das Global Media Forum der Deutschen Welle ist die einzige internationale Medienkonferenz, die Entscheidungsträger und Multiplikatoren aus den Bereichen Journalismus, digitale Medien, Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammenbringt. In diesem Jahr kamen mehr als 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom 11. bis 13. Juni nach Bonn.

Kategorien: Ticker

Deutschland in UN-Sicherheitsrat gewählt

11. Juni 2018 - 1:00

11. Juni 2018 - Für die kommenden zwei Jahre 2019/20 wird Deutschland als nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat vertreten sein. Die Entscheidung fiel am Freitag in der UN-Generalversammlung in New York: Die Bundesrepublik erhielt 184 der 193 Stimmen und somit die notwendigen Zweidrittelmehrheit für einen Sitz.

Neben den fünf ständigen Mitgliedern USA, Frankreich Großbritannien, Russland und China gibt es im UN-Sicherheitsrat zehn nicht-ständige Mitglieder, die jeweils für eine zweijährige Periode gewählt werden. Am Freitag wurden fünf Sitze dieser nicht-ständigen Mitglieder neu gewählt. Im Gegensatz zu den fünf ständigen Mitgliedern kommt ihnen jedoch kein Vetorecht zu.

Neben Deutschland werden künftig auch Belgien, Indonesien, Südafrika und die Dominikanische Republik im UN-Sicherheitsrat vertreten sein.

Die Bundesrepublik war bisher fünfmal Teil des Gremiums, die DDR ein Mal.

 

Kategorien: Ticker

Weltmeere ersticken im Plastikmüll

8. Juni 2018 - 11:20

8. Juni 2018 – Am Welttag der Ozeane, der jährlich am 8. Juni stattfindet, wollen die Vereinten Nationen und ihre Partner auf die zerstörerische Kraft der weltweiten Plastikverschmutzung aufmerksam machen.

UN-Generalsekretär António Guterres hat aus diesem Anlass Regierungen, Gemeinden und Einzelpersonen dazu aufgerufen, sich verstärkt für den Schutz der Ozeane einzusetzen. „Wir müssen individuell und kollektiv daran arbeiten, diese vermeidbare Tragödie zu stoppen und Meeresverschmutzung jeglicher Art, einschließlich der Verschmutzung durch Plastik, erheblich zu reduzieren“, hieß es in einer Erklärung des Generalsekretärs.

Wie individueller Einsatz für den Ozeanschutz aussehen kann, zeigt die Geschichte des englischen Fotografen Saeed Rashid. Während eines Tauchgangs im November 2017 an einem Riff im ägyptischen Roten Meer, stieß er auf eine Karettschildkröte, die eine Plastiktüte verschluckt hatte und deshalb nicht mehr fressen konnte.

Die zufällige Begegnung führte zu einem persönlichen "Erwachen" über die Gefahren, die weggeworfenes Plastik für das Leben in den Weltmeeren darstellt.Er versuche, nun sich dieser Problematik – vor allem beim Einkauf – noch mehr bewusst zu sein, aber manchmal lässt es sich jedoch nicht vermeiden. 

Mehr zu Saeed Rashids Schildkrötenrettung sowie dem weltweiten Kampf gegen die Plastikverschmutzung erfahren Sie unter: https://unworldoceansday.org/spotlight-article/plastic-planet

Kategorien: Ticker

UN-Organisationen und Myanmar unterzeichnen Vereinbarung für Rohingya-Rückkehr

7. Juni 2018 - 11:58

6. Juni 2018 – UN-Generalsekretär António Guterres hat die zwischen den UN-Organisationen und Myanmar erzielte Vereinbarung begrüßt. Diese soll Hunderttausenden Rohingya-Flüchtlingen ermöglichen, freiwillig und sicher in ihre Heimat Rakhine zurückzukehren.

Am Mittwoch unterzeichneten die Regierung von Myanmar, das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) die Vereinbarung. Inhaltlich betrifft diese die Unterstützung seitens der UN, um Bedingungen für eine freiwillige und sichere Rückkehr von Flüchtlingen aus Bangladesch und ihre Reintegration in das Land zu schaffen.

"Da diese Bedingungen noch nicht gegeben sind, begrüßt der Generalsekretär die Vereinbarung der myanmarischen Regierung, diesen ersten Schritt zur Lösung der tieferen Ursachen des Konflikts in Rakhine zu unternehmen", hieß es in der Erklärung eines Sprechers des UN-Generalsekretärs.

Seit August letzten Jahres waren rund 700.000 überwiegend muslimische Rohingya aus der Provinz Rakhine, im mehrheitlich buddhistischen Myanmar, in das benachbarte Bangladesch geflohen. Die meisten Flüchtlinge gaben an, vor Gewalt und Verfolgung geflohen zu sein.

Die Vereinbarung wird UNHCR und UNDP nun Zugang nach Rakhine verschaffen, einschließlich der Herkunftsorte der Flüchtlinge und möglicher neuer Siedlungsgebiete, zu denen die Vereinten Nationen seit Ausbruch der Gewalt keinen Zugang hatten.

Kategorien: Ticker

Ecuadorianische Politikerin und Dichterin wird Präsidentin der UN-Generalversammlung

6. Juni 2018 - 15:12

6. Juni 2018 – Die UN-Generalversammlung hat am Dienstag die ecuadorianische Außenministerin María Fernanda Espinosa Garcés zur Präsidentin der bevorstehenden 73. Sitzungsperiode gewählt. In der Geschichte des Gremiums ist sie die vierte Frau, die diese Position innehat.

Espinosa erhielt den Vorsitz mit 128 Stimmen während die einzige Gegenkandidatin, die UN-Botschafterin Mary Elizabeth Flores Flake aus Honduras, 62 Stimmen erhielt. In ihrer Antrittsrede merkte Espinosa an, dass sie die erste Frau aus Lateinamerika und der Karibik sei, die zur Präsidentin der Generalversammlung gewählt wurde.

„Wie Sie wissen, bin ich Dichterin und Politikerin. Als solche bin ich mir vollkommen bewusst, dass keine Ansicht nützlich ist, wenn man nichts sieht, und kein Wort einen Wert hat, wenn man nicht zuhört. Ich werde bereit sein, Ihnen allen zuzuhören sowie für Sie und mit Ihnen zu arbeiten", sagte sie.

UN-Generalsekretär António Guterres lobte Espinosa in seinem Gratulationsschreiben als erfahrene Diplomatin und Politikerin, die „die Notwendigkeit der Zusammenarbeit bei der Bewältigung der aktuellen globalen Herausforderungen" verstehe.

Gegenüber Reportern im UN-Hauptquartier sagte María Espinosa, sie glaube, dass sich die Vereinten Nationen jeden Tag in „steter Geschwindigkeit" weiterentwickeln, um „eine relevantere, effizientere, transparentere und demokratischere Organisation zu werden“. Dafür werde sie mit den 193 Staaten Hand in Hand arbeiten.

Kategorien: Ticker

UN-Generalsekretär: Die Welt wird von schädlichem Plastikmüll „überflutet“

5. Juni 2018 - 13:47

5. Juni 2018 – Die Welt muss gemeinsam die „Verschmutzung durch Plastik bekämpfen“, sagt UN-Generalsekretär António Guterres in seiner Erklärung zum heutigen Weltumwelttag. Bereits jetzt gibt es mehr Mikroplastikpartikel in den Ozeanen als „Sterne in unserer Galaxie“.

Ein gesunder Planet sei für eine florierende und friedliche Zukunft von wesentlicher Bedeutung, so António Guterres in seiner Erklärung weiter. „Wir alle spielen eine Rolle beim Schutz unserer einzigen Heimat.“ 

Wenn die gegenwärtigen Entwicklungen anhalten, werden unsere Ozeane bis 2050 mehr Plastik als Fische haben, sagte er. „Jedes Jahr landen mehr als acht Millionen Tonnen in den Ozeanen", warnt Guterres.

Am Weltumwelttag ruft der UN-Generalsekretär deshalb jeden dazu auf, Produkte aus Einwegplastik abzulehnen. 

„Zusammen können wir den Weg zu einer saubereren, grüneren Welt aufzeigen."

Kategorien: Ticker

Zusammenstöße in Mali: UN-Generalsekretär ruft zum Dialog auf

4. Juni 2018 - 15:53

4. Juni 2018 – UN-Generalsekretär António Guterres hat nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Bereitschaftspolizei in Malis Hauptstadt Bamako zu "Ruhe und Zurückhaltung" aufgerufen.

Berichten zufolge soll die Polizei Tränengas gegen Oppositionsanhänger eingesetzt haben, um einen Protestmarsch für mehr Transparenz vor den Präsidentschaftswahlen nächsten Monat in der Hauptstadt zu zerschlagen. 

Der UN-Generalsekretär war Anfang der Woche zu einem zweitägigen Besuch in Mali, um die Entschlossenheit und die Opferbereitschaft der UN-Friedenstruppen in der derzeit gefährlichsten Blauhelm-Mission zu würdigen.

Er äußerte sein Bedauern darüber, dass die malische Regierung Demonstrationen der Oppositionsparteien verboten habe, und betonte, dass ein „miteinbeziehender, politischer Dialog" ebenso wichtig sei wie der „Schutz der fundamentalen Menschenrechte und der freien Meinungsäußerung für friedliche Demonstrationen, auch angesichts des anhaltenden Ausnahmezustands." 

Bei seinem Besuch in Mali in dieser Woche hatte sich Guterres auch mit Parteien des vor drei Jahren unterzeichneten – jedoch brüchigen – Waffenstillstandsabkommens getroffen, danach sagte er, dass die UN bereit seien, „eine friedliche Lösung der Konflikte zu unterstützen".

Kategorien: Ticker

UN-Mitgliedsstaaten unterstützen „ehrgeizige und umfassende“ Reform des Entwicklungsprogramms

1. Juni 2018 - 13:04

1. Juni 2018 – Die Generalversammlung hat gestern grünes Licht für einen neuen Plan gegeben, um nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. UN-Generalsekretär António Guterres beschrieb die Reformpläne als „ambitionierteste und umfassendste Transformation des UN-Entwicklungsprogramms seit Jahrzehnten".

Das Reformpaket ebne den Weg für eine neue Ära der „nationalen Eigenverantwortung" beim Thema Entwicklung. Dies würde vom gesamten UN-System unterstützt und ermögliche den Mitgliedstaaten eine nachhaltige, wirtschaftliche und soziale Entwicklung, sagte der UN-Generalsekretär.

Mit der Reform werden die Aufgaben des Residierenden Koordinators – der oder die hochrangigste UN-Vertreter/in in einem Land -von jenen des Residierenderen Vertreters des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) getrennt.

„Man wird sich auf unparteiische und ermächtigte Residierende Koordinatoren verlassen können, die sich voll und ganz den Anforderungen widmen, um die Agenda 2030 zu erfüllen, und dabei auf Erfahrung, Fähigkeiten und Wissen im gesamten System zurückgreifen", sagte Guterres weiter.

„Unsere Teams vor Ort werden nun besser in der Lage sein, ihre Kapazitäten, Fähigkeiten und Antworten an ihre Prioritäten anzupassen.”

Kategorien: Ticker

Weltnichtrauchertag 2018: WHO kritisiert fehlende Aufklärung

31. Mai 2018 - 11:00

31. Mai 2018 – Anlässlich des heutigen Weltnichtrauchertags hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf hingewiesen, dass die Folgen von Tabakkonsum weiterhin unterschätzt werden. Der direkte Konsum von Tabak und die Belastung durch Tabakrauch in der Umgebungsluft („Passivrauchen“) sind wesentliche Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und tragen jedes Jahr zu drei Millionen Todesfällen bei.
Einem Bericht der WHO zufolge fehlt es besonders in Ländern mit mittleren und niedrigen Einkommen an Bewusstsein für die Risiken des Tabakkonsums. In China wissen mehr als 6 von 10 Personen nicht, dass Rauchen einen Herzinfarkt zur Folge haben kann. In Indien und Indonesien ist über der Hälfte der Erwachsenen die Verbindung zwischen Tabakkonsum und den Risiken eines Schlaganfalls nicht bekannt.
Auch der Schutz von Konsumenten vor der Tabakindustrie verläuft ungleich und sei weiter fortgeschritten in reicheren Ländern, sagte Douglas Betcher, Direktor der Abteilung für nichtübertragbare Krankheiten bei der WHO. Gegenüber Journalisten in Genf erklärte er, dass dies unter anderem auf stärkere Regulierung zurückzuführen sei.
Im Rahmen der Agenda 2030 und den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) hatte sich die internationale Gemeinschaft darauf geeinigt, bis zum Jahr 2030 die Zahl der Todesfälle durch nichtübertragbare Krankheiten um ein Drittel zu reduzieren. Betcher warnte, dass zurzeit nur etwa 12 Prozent der Länder auf einem guten Weg seien, dieses Ziel zu erreichen.

 

Kategorien: Ticker

Generalsekretär António Guterres dankt UN-Friedenstruppen in Mali

30. Mai 2018 - 14:41

20. Mai 2018 – UN-Generalsekretär António Guterres ist am Dienstag in Mali eingetroffen. In seiner gestrigen Rede am Internationalen Tag der Friedensicherungskräfte dankte er Truppen weltweit für ihren Dienst und ihre Opferbereitschaft.

Das nordwestafrikanische Land ist der gefährlichste Ort der Welt für die Blauhelme. Letztes Jahr kamen 21 Soldaten der UN-Friedensmission in Mali (MINUSMA) und sieben Zivilisten ums Leben. 

„Als Soldaten der UN-Friedensmission haben Sie bewiesen, dass Sie zu allen Arten von Opfern bereit sind. Für viele Ihrer Kollegen bedeutete dies das höchste Opfer, ihr Leben zu geben, um das Leben malischer Zivilisten zu schützen", sagte Guterres gestern bei der Zeremonie. „Ich möchte Ihnen für diese Bemühungen und diese Opferbereitschaft, sehr danken, Ihnen Anerkennung zollen und sagen, wie stolz ich darauf bin, mit Ihnen zu arbeiten.“

Zudem verlieh Guterres zwei Soldaten der Friedensmission Medaillen für ihren hervorragenden Dienst: an Kommandantin Olufunmilayo Ajibike Amodu aus Nigeria und an Major Mohammad Badrul Ahsan Khan aus Bangladesch.

Heute wird der Generalsekretär weitere Regionen und lokale Behörden besuchen und sich mit UN-Mitarbeitern sowie Frauen, Jugendlichen und religiösen Vertretern treffen.

Kategorien: Ticker

UN-Generalsekretär Guterres bei UN-Friedenstruppen in Mali

29. Mai 2018 - 13:52

29. Mai 2018 – Anlässlich des 70. Jahrestages der UN-Friedensmissionen ist Generalsekretär Guterres in Mali, um Truppen der dortigen Mission (MINUSMA) zu besuchen.

Der Einsatz in Mali gilt als besonders gefährlich – auch wegen der angespannten Sicherheitslage. „Patrouillen werden durchgeführt, um die Bevölkerung zu beruhigen und ihr zu helfen, das Gefühl der Unsicherheit zu überwinden.Zu Beginn der Krise haben die Menschen es nicht gewagt, auszugehen, weil sie Angst vor bewaffneten Gruppen und Angriffen hatten", erklärte Masserigne Faye, Koordinator der für die Mission wesentlichen Polizeieinheit.

Nach einem gewaltsamen Aufstand separatistischer Rebellen wurden 2013 in Mali die ersten UN-Friedenstruppen eingesetzt. Die MINUSMA soll dazu beitragen, ein fragiles Friedensabkommen zur Unterstützung der nationalen Behörden einzuhalten und Zivilisten in Konflikten Schutz zu gewährleisten. 

Der UN-Generalsekretär trifft während seines zweitägigen Besuchs Truppen und MINUSMA-Mitarbeiter. Zudem wird er auch mit Malis Präsident Ibrahim Boubacar Keïta und andere Regierungsvertretern in Bamako Gespräche führen

Kategorien: Ticker

DR Kongo: Geflohene Ebola-Patienten bergen erhöhtes Infektionsrisiko

28. Mai 2018 - 14:46

28. Mai 2018 – Die Flucht von drei mit dem Ebola-Virus infizierten Patienten aus einem Krankenhaus in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) sei “nicht unerwartet", so die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag. Sie betonte dabei auch die Notwendigkeit, den betroffenen Gemeinschaften verstärkt die Gefahren der tödlichen Krankheit zu erklären.

Nachdem sie zuvor eine Quarantänestation im Krankenhaus Wangata in Mbandaka verlassen hatten, sind in der vergangenen Woche zwei der drei Patienten gestorben, bestätigte WHO-Sprecher Tarik Jasarevic.

„Es ist sehr bedauerlich, dass Menschen aus dem Behandlungszentrum geflohen sind, aber das ist nicht unerwartet. Wir hatten das bereits bei früheren Ausbrüchen", so Jasarevic.

Neue Daten der kongolesischen Gesundheitsbehörden sprechen von insgesamt 52 Ebola-Fällen im Nordwesten des Landes; 31 davon sind bestätigt, 13 sind wahrscheinlich und acht sind verdächtig. 22 Todesfälle wurden bisher bestätigt. 

„Es ist wirklich wichtig, dass wir unsere Bemühungen, mit der Gemeinschaft in Kontakt zu treten, weiter verstärken, damit jeder versteht, wie Ebola übertragen wird, und dass der Aufenthalt der kranken Menschen zu Hause nicht nur die Überlebenschancen für diese Person verringert, wenn sie keine unterstützende Behandlung erhält, sondern er bringt auch die ganze Familie in Gefahr", fügte der WHO-Sprecher hinzu.

Kategorien: Ticker

UN-Generalsekretär Guterres präsentiert neue Agenda zur Abrüstung

25. Mai 2018 - 14:49

25. März 2018 – UN-Generalsekretär Guterres hat am Donnerstag eine mutige neue Vision für die globale Abrüstung vorgestellt, um nukleare Arsenale und andere tödliche Waffen aus einer Welt zu eliminieren, die nur „einen mechanischen, elektronischen und menschlichen Fehler“ von Zerstörung entfernt ist.

„Die Vereinten Nationen wurden mit dem Ziel gegründet, den Krieg als außenpolitisches Instrument zu beseitigen", erklärte Generalsekretär António Guterres. „Aber sieben Jahrzehnte später ist unsere Welt so gefährlich wie nie zuvor."

An der Universität Genf in der Schweiz stellte Guterres seine neue Agenda mit dem Titel „Sicherung unserer gemeinsamen Zukunft" (Securing Our Common Future) vor.

Im vergangenen Jahr wurden mehr als 1,7 Billion US-Dollar für Waffen und Armeen ausgegeben – der höchste Stand seit dem Fall der Berliner Mauer. Das sei rund das 80-fache jenes Betrags, der gebraucht wird, um die Bedürfnisse der humanitären Hilfe auf der ganzen Welt zu decken, so Guterres.

Abrüstung – einschließlich Rüstungskontrolle, Nichtverbreitung, Verboten, Beschränkungen, Vertrauensbildung und, wo nötig, Beseitigung – ist „ein wesentliches Instrument, um unsere Welt und unsere Zukunft zu sichern", sagte der UN-Generalsekretär.

Kategorien: Ticker

UN-Generalsekretär: Korruption auf allen Ebenen global bekämpfen

24. Mai 2018 - 14:33

24. Mai 2018 – Korruption und Komplizenschaft kennen keine geografischen Grenzen, und die Schwächsten leiden am häufigsten darunter. UN-Generalsekretär António Guterres hat am Mittwoch Regierungschefs aufgefordert, diese Missstände auf allen Ebenen zu bekämpfen.

„Durch Korruptionsbekämpfung können Regierungen zeigen, dass sie das Thema ernst nehmen“, sagte Generalsekretär António Guterres auf einer Veranstaltung anlässlich des 15. Jahrestages des UN-Übereinkommens gegen Korruption.

„Eine Gesellschaft kann nicht gerecht und effizient funktionieren, wenn öffentliche Vertreter – von Ärzten bis hin zu Polizisten, Richtern und Politikern – sich selbst bereichern, anstatt ihre Pflichten mit Integrität wahrzunehmen", sagte Guterres.

Das 2003 verabschiedete UN-Übereinkommen gegen Korruption ist das einzige rechtsverbindliche universelle Instrument zur Bekämpfung von Korruption in all ihren Formen.

„Die Vereinten Nationen werden Mitgliedstaaten weiterhin bei jedem Schritt unterstützen, die Bürger in diesem Kampf zu einzubinden und zu stärken, und dabei helfen, Institutionen aufzubauen und zu verbessern, die ihre Zusagen halten können", so der Generalsekretär.

Kategorien: Ticker

UN-Hochkommissar Zeid Al Hussein: „Menschenrechte sind weltweit bedroht“

23. Mai 2018 - 14:04

23. Mai 2018 – Die Welt bewegt sich in Bezug auf Menschenrechte zurück und ihre Prinzipien werden weltweit angegriffen, hat der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra’ad Al Hussein am Dienstag gewarnt. Er forderte die Menschen dazu auf, „unnachgiebiges und leidenschaftliches Engagement" bei deren Verteidigung zu zeigen.

In einer scharfen Rede betonte Zeid Ra'ad Al Hussein anlässlich des 25. Jahrestages der Weltkonferenz über Menschenrechte, den „universellen, unteilbaren, voneinander abhängigen und miteinander verbundenen" Charakter der Menschenrechte.

Im Jahr 1993 hatten auf der Konferenz 171 Staaten die Wiener Erklärung und das Aktionsprogramm angenommen, um die Menschenrechte auf der ganzen Welt zu stärken. Dies führte auch zur Gründung des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR), dem Zeid derzeit vorsteht. 

Auf der Konferenz diese Woche sagte der UN-Hochkommissar, es gäbe eine Tendenz „zurück in eine Zeit, in der Rassisten und Fremdenfeinde vorsätzlich Hass und Diskriminierung in der Öffentlichkeit entfachten, während sie sich sorgfältig in Gestalt von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit hüllten."

Weltweit seien Menschenrechte bedroht, dies würde jedoch nicht mehr als „Priorität" behandelt, sondern als „Paria". Zeid rief deshalb alle dazu auf, sich dafür einzusetzen, was die Wiener Erklärung tatsächlich festhält.

Kategorien: Ticker

Seiten