Sie sind hier

Engagement Global Presse

Newsfeed Engagement Global Presse abonnieren
Pressemitteilungen der Engagement Global gGmbH - Service für Entwicklungsinitiativen
Aktualisiert: vor 1 Tag 15 Stunden

Jetzt bewerben für das ASA-Programm

11. Januar 2023 - 9:10

Ein Arbeitsaufenthalt im Ausland erweitert den Horizont, schärft die sozialen und fachlichen Fähigkeiten – und kann ein Beitrag für nachhaltige Entwicklung sein. Im ASA-Programm von Engagement Global engagieren sich Studierende sowie junge Menschen, die eine Ausbildung abgeschlossen haben oder deren Bachelor-Abschluss nicht länger als 18 Monate zurückliegt für drei bis sechs Monate in Ländern des Globalen Südens. Aus rund 150 Projektvorschlägen mit sozialem, ökologischem oder wissenschaftlichem Fokus kann ein zur Fachrichtung und zu den individuellen Interessen passendes Projekt gewählt werden. Bewerbungen sind noch bis zum 20. Januar 2023 möglich.

Zur Durchführung der Projekte kooperiert das ASA-Programm mit Partnerinstitutionen aus Feldern der nachhaltigen Entwicklung. Darunter sind etwa Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen (NRO) und Durchführungsorganisationen staatlicher Entwicklungszusammenarbeit. Weitere Projekte werden mit Unternehmen und Hochschulen als Partner umgesetzt.

Projekte für nachhaltige Entwicklung verwirklichen

ASA-Teilnehmende haben so die Chance, Workshops zur grünen Energiewende zu gestalten, an nachhaltigen Alternativen in der Brillenproduktion mitzuwirken oder lokale Feldstudien in einem Regenwald zu unterstützen.

Wer gerne im schulischen Kontext arbeiten möchte, kann sich etwa auf das Projekt der Association Bouche des Sourds d'Afrique (ABSA) in Obala in Kamerun bewerben. Das Ziel des Vereins ist es, gehörlose Kinder zu fördern, im Alltag zu begleiten und ihre Rechte zu schützen. Mit dem ASA-Projekt arbeitet der Verein derzeit daran, den Kindern eine sichere Lernumgebung zu schaffen. Unterstützung wird im Sommer und Herbst 2023 vor allem bei der Gestaltung von schulischen Einrichtungen benötigt, die zu diesem Ziel beitragen. Bewerberinnen und Bewerber mit Interesse an Kinderbetreuung, ein wenig handwerklicher Begabung und etwas Erfahrung im Fundraising sind gefragt.

Auch Talente aus dem Multimedia-Bereich werden gesucht. Zum Beispiel für Videos über Fachkenntnisse sowie Erfahrungen von Farmerinnen und Farmer in Burkina Faso. Oder für die Produktion eines Films in Kamerun, um auf die Situation von Menschen aufmerksam zu machen, die innerhalb ihres Heimatlandes vertrieben wurden. Die Projekte bieten gute Gelegenheiten für Studierende, Absolventinnen und Absolventen ihre fachlichen Fähigkeiten einzubringen, zu erweitern und Erfahrungen zu sammeln.

Das ASA-Programm fördert Studierende und Menschen mit Berufsabschluss, die sich im Ausland engagieren wollen. Das Lern- und Qualifizierungsprogramm ermöglicht Perspektivwechsel und vermittelt den Teilnehmenden entwicklungspolitische Kenntnisse sowie Reflexions- und Handlungskompetenzen. So lernen junge Menschen Wege hin zu nachhaltiger Entwicklung kennen und gestalten diese durch ihr Engagement mit.

Auf der ASA-Website sind alle Projekte, Teilnahmevoraussetzungen und Informationen zum Bewerbungsprozess zu finden.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Eine Kapitänsbinde, auf die sich alle einigen können

1. Dezember 2022 - 13:50
17 Kapitänsbinden mit dem Logo der 17 Ziele auf dem Weg nach Katar. Foto: Engagement Global

Das Projekt #17Ziele von Engagement Global hat Kapitänsbinden mit dem bunten Logo der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung produzieren lassen und nach Katar verschickt. Die Agenda 2030 zu diesen 17 Zielen wurde 2015 von allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, auch von Katar, unterzeichnet. Sowohl die FIFA als auch die UEFA haben sich zu den Zielen bekannt, zu denen menschenwürdige Arbeit (Ziel 8) und Geschlechtergleichheit (Ziel 5) sowie weniger Ungleichheiten (Ziel 10) zählen.

Nie zuvor hat eine Kapitänsbinde so viel Aufruhr erzeugt wie die „One Love“-Binde bei der Fußball- Weltmeisterschaft derzeit in Katar. Die gemeinsame Aktion der Nationalmannschaften aus England, den Niederlanden, Belgien, Schweiz, Wales, Frankreich, Dänemark, Norwegen, Schweden und Deutschland sollte ein Zeichen für Inklusion und gegen jede Form von Diskriminierung sein. Seit die FIFA das Tragen der Armbinde auf dem Feld untersagt hat, reißt die Kritik am Verbot und dem Nichttragen der Binde nicht ab.

Dabei gibt es eine naheliegende Alternative. Ein Symbol, unter dem sich eigentlich alle – Spieler, Verbände und Gastland – wiederfinden können: das Logo der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG). Denn FIFA und UEFA haben sich bereits zu den Zielen bekannt, Katar hat die Agenda 2030 unterzeichnet und sich damit zur Erreichung der Ziele verpflichtet.

Das Projekt #17Ziele von Engagement Global hat die Kapitänsbinde mit dem SDG-Logo produzieren lassen und 17 Armbinden als Angebot in das Quartier der deutschen Nationalmannschaft nach Katar geschickt. Es ist eine Einladung, für gemeinsame Werte und Ziele der Staatengemeinschaft einzutreten. Wer ebenfalls Farbe bekennen will, hat die Chance, eine von fünf 17Ziele-Armbinden zu gewinnen. Alle Informationen dazu werden ab Donnerstagabend auf dem Instagram Kanal des Projekts #17Ziele bekannt gegeben.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Nachhaltig in der Ausbildung

29. November 2022 - 15:28
Lernen über nachhaltige Wirtschaft. Foto: Engagement Global/Wolfram Schubert

In der Wirtschaft liegen zahlreiche Hebel, um die von den Vereinten Nationen beschlossene Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals; SDG) voranzutreiben. Damit diese Hebel auch zukünftig genutzt werden, braucht es sensibilisierte Mitarbeitende, die sich für eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft einsetzen. Der Grundstein dafür kann schon in der Ausbildung gelegt werden.

Darum hat die Außenstelle Leipzig von Engagement Global in Kooperation mit dem Verband der Wirtschaft Thüringens und der MDC Power GmbH 30 Auszubildende des Motorenwerks der MDC Power in Kölleda zu einer Seminarreihe über nachhaltiges Wirtschaften eingeladen.

Das Ziel der Seminarreihe ist es, den Teilnehmenden globale Zusammenhänge nahezubringen und zu zeigen, wie sie nachhaltig handeln können – privat wie beruflich. Vermittelt werden soll, wie zum Beispiel durch die Verwendung ressourcenschonender Materialien oder die Umstellung auf Kreislaufsysteme die Wirtschaft nachhaltiger gestaltet werden kann. An vier Terminen im November haben sich die Auszubildenden in Workshops intensiv und praxisnah mit verschiedenen Themen rund um nachhaltige Entwicklung beschäftigt. Ein weiterer Seminartag am Donnerstag, 8. Dezember 2022, ist geplant.

Nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft

Gestartet ist die Reihe am 9. November 2022 mit einem Einblick in die Agenda 2030. „Wie ist der Zukunftsvertrag entstanden, welche Punkte beinhaltet er und wie ist der Status quo?“ waren etwa Fragen, die den Auszubildenden beantwortet wurden. Ergänzend beleuchteten die Teilnehmenden auch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. „Das Herunterbrechen der UN-Ziele bis auf das Wirken im Unternehmen und für jeden Einzelnen schafft eine wertvolle Sensibilisierung unserer Mitarbeiter und wird unsere Auszubildenden ihr ganzes Arbeitsleben begleiten und zugleich immer wichtiger werden“, fasst Dr.-Ing. Richard Löw von MDC Power zusammen.

Beim zweiten Termin am 10. November 2022 schlug das Seminar mit dem Thema „Nachhaltige Rohstoffgewinnung und Energieversorgung“ die Brücke zum Arbeitsfeld der Auszubildenden. Unter anderem wurden die Teilnehmenden dabei an die Herausforderungen des Abbaus der häufig in der Motorenherstellung verwendeten Rohstoffe Kobalt und Lithium herangeführt. Diskutiert wurden dabei etwa Aspekte wie die Enteignung von Land, Umweltverschmutzung und Gesundheitsschäden.

Das Gelernte konnten sie anschließend in einem Planspiel berücksichtigen: In einer fiktiven Bergbauregion mussten sie ihre wirtschaftlichen Interessen gegenüber ökologischen abwägen. Weitere Einblicke in die Praxis bekamen die Teilnehmenden am 15. und 22. November 2022 anhand internationaler Fallbeispiele rund um fairen Handel und Kreislaufwirtschaft.

Mit Nachhaltigkeit in die Zukunft

Für den Termin am 8. Dezember 2022 ist geplant in den persönlichen Wirkungsbereich der Auszubildenden zu gehen. Unter dem Motto „Nachhaltiges Wirtschaften in eigener Sache“ werden Praxisbeispiele von MDC Power aufgegriffen und ein Ideenwettbewerb ausgerufen. „Die Unterstützung im Workshop durch unsere Nachhaltigkeitsbeauftragten und unser Energieteam bietet neue Chancen für Projekte und zukünftige Verbesserungen bei der MDC Power GmbH – ich freue mich auf die Ergebnisse und deren nachfolgende Umsetzung“, betont Dr.-Ing. Richard Löw.

Geplant ist die Seminarreihe in Zukunft auf andere Ausbildungsjahrgänge auszuweiten und mit weiteren Unternehmen umzusetzen.

Die Veranstaltungsreihe wurde im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) von Engagement Global und in Kooperation mit dem Verband der Wirtschaft Thüringens und der MDC Power GmbH durchgeführt. Ziel des EBD-Programms ist es, Menschen durch Informations- und Bildungsmaßnahmen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen zu motivieren und zu eigenem entwicklungspolitischem Engagement zu ermutigen.

Kategorien: Ticker

Zeit für Action: EINE WELT-Wochenende in Leipzig

28. November 2022 - 16:25
Der Beitrag von Jugendlichen ist wichtig, um Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Unterricht zu verankern. Foto: David Ertl

Welche globalen Herausforderungen bewegen uns aktuell? Wie können junge Menschen diese Herausforderungen annehmen und die Zukunft der Einen Welt mitgestalten? Wie soll die Schule von morgen aussehen und welchen Beitrag können Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte dazu leisten? Ideen, Inspiration und Anknüpfungspunkte zu diesen Fragen gab es auf dem EINE WELT-Wochenende in zahlreichen Workshop- und Fortbildungsangeboten, einem Markt der Möglichkeiten und bei verschiedenen, teils musikalischen Mitmachaktionen. Vom 25. bis 27. November 2022 trafen sich die rund 400 Teilnehmenden in Leipzig.

„Der Austausch und die Gespräche mit den Lehrkräften und Jugendlichen zeigen: Junge Menschen haben ein enormes Potential, einen Beitrag zu einer nachhaltigeren und gerechteren Welt für alle Menschen zu leisten“, so Dr. Claudia Funke-Mandelli vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). „Mit dem EINE WELT-Wochenende wurden die Teilnehmenden weiter in ihrer Handlungsfähigkeit bestärkt und Ihnen der Raum geboten, Ideen für die Mitgestaltung der eigenen schulischen und privaten Lebensbereiche auszuloten.“

Wissenstransfer und interaktive Workshops boten Raum für Mitgestaltung

Das EINE WELT-Wochenende fand direkt im Anschluss an die „13. KMK/BMZ Fachtagung zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung“ (OR Fachtagung) statt. Dort wurde besonders die Erweiterung des OR auf die gymnasiale Oberstufe in den Fokus gerückt. Ein Ziel war es, die gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse direkt an die Teilnehmenden des EINE WELT-Wochenendes weiterzugeben.

Dafür begleitete eine Gruppe von engagierten Schülerinnen und Schülern des Kooperationspartners SV Bildungswerk e.V., die zuvor an der Fachtagung zum OR teilgenommen hatten, das EINE WELT-Wochenende. Neben eigenen Workshop-Angeboten bereicherten sie die Diskussionen um wichtige Perspektiven und Erkenntnisse, die sie bei der vorangegangenen Veranstaltung gewonnen hatten.

Die Ergebnisse der Fachtagung waren bereits am Freitag präsentiert worden. Der Samstagvormittag startete mit einer Podiumsdiskussion zu der Frage, wie sich Bildung, Schule und Unterricht verändern müssen, um zukunftsfähig zu sein. Im Anschluss ging es für die Lehrkräfte unter anderem in Workshops um die Themen „Systemisches Denken“, „Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung im Unterricht“ und „BNE-Kompetenzen“. Die Jugendlichen konnten währenddessen beispielsweise an Workshops zum nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen, zu den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals; SDG) und an verschiedenen musikalischen Angeboten teilnehmen. Parallel zu den Workshops fand ein Markt der Möglichkeiten statt, der eine Ausstellung, Infostände, Gallery Walks und verschiedene Mitmachaktionen bot.

Ein Highlight am Samstagabend war das Konzert von Gewinnerinnen und Gewinnern des Song Contests „Dein Song für EINE WELT!“. Am Sonntag fand die Veranstaltung mit Diskussionen im Fish Bowl-Format und verschiedenen Open Space-Angeboten einen angeregten Ausklang.

Förderung der Beteiligungskultur und Jugendpartizipation

Durch die Anerkennung des Potenzials und der Fähigkeiten der Jugendlichen und Lehrkräfte fördert die Veranstaltung eine stärkere Beteiligung. Der Beitrag der Jugendlichen ist essenziell, um BNE in schulischen Strukturen zu verankern. Die am Wochenende gemeinsam entwickelten Ideen können die Teilnehmenden nun als Botschafterinnen und Botschafter für die Eine Welt umsetzen und weiter optimieren.

Über den Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik

Das EINE WELT-Wochenende fand im Rahmen des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik „alle für Eine Welt – Eine Welt für alle“ und seiner Begleitmaßnahme, dem Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“, statt. Beide Wettbewerbe werden im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen durchgeführt. Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik verfolgt das Ziel, den Lernbereich Globale Entwicklung im Unterricht aller Jahrgangsstufen und Schulformen zu verankern und Kinder und Jugendliche für die Themen der Einen Welt zu sensibilisieren und zu aktivieren. Ziel des Song Contests ist es, junge Menschen dazu zu motivieren, sich auf musikalische Weise mit globalen Themen und Zusammenhängen auseinanderzusetzen.

Ansprechpersonen

Presseanfragen

Petra Gohr-Guder
Pressesprecherin
Engagement Global gGmbH
presse@engagement-global.de

Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen zur Veranstaltung oder zum Wettbewerb an

Jana Schütte
Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik
Telefon +49 228 20 7172753
jana.schuette@engagement-global.de

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Einfach machen: Auslandsjahr mit Beeinträchtigung

23. November 2022 - 9:12

Meeresschildkröten schützen in Costa Rica, an einer Gehörlosen-Schule arbeiten in Ghana oder Straßenfußball unterstützen in Indien: Es gibt viele Möglichkeiten für einen Freiwilligendienst im Ausland. Man kann dabei Freundschaften gewinnen und sich beruflich orientieren, Sprachkenntnisse verbessern und neue Perspektiven gewinnen.

Dank staatlicher Förderprogramme ist der Gang ins Ausland für alle machbar, auch für junge Menschen mit einer Behinderung. Der Internationale Tag für Menschen mit Behinderung am 3. Dezember lenkt den Blick auf die Belange von Personen mit einer Beeinträchtigung. Es wird auf ihre Herausforderungen im Alltag ebenso wie auf ihre Möglichkeiten aufmerksam gemacht. Ein Freiwilligendienst im Ausland ist eine dieser Möglichkeiten.

Engagement weltweit

Zum Beispiel mit dem Europäischen Solidaritätskorp können junge Menschen mit geringem Zugang zu Bildungsangeboten in ehrenamtlichen Initiativen weltweit mitwirken – gefördert von der Europäischen Union. Zusätzliche Kosten für Unterstützungsbedarf werden übernommen. In vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützten inklusiven Workcamps verwirklichen Engagierte in den Sommermonaten gemeinnützige Projekte. Wer sich besonders für nachhaltige Entwicklung einsetzen möchte, der findet mit dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltwärts das passende Programm.

Bei weltwärts stehen der Perspektivwechsel, das Engagement für eine nachhaltige Entwicklung und die Stärkung internationaler Partnerschaften im Vordergrund. Das Programm richtet sich an junge Menschen ab 18 Jahren, die für mindestens sechs Monate in einem Land in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa oder Ozeanien leben und sich freiwillig engagieren möchten. Menschen mit einer Beeinträchtigung oder Behinderung können bis zu einem Alter von 35 Jahren teilnehmen. Dank der Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung entstehen den Freiwilligen keine Kosten für Reise, Unterkunft, Verpflegung und Versicherungen. Es wird jedoch erwartet, dass sie ihre Entsendeorganisation beim Spenden sammeln unterstützen.

Kosten, die durch eine Behinderung oder Beeinträchtigung entstehen, werden von weltwärts übernommen, wie zum Beispiel die Kosten für Medikamente, die die Auslandskrankenversicherung nicht übernimmt, oder die Kosten für Gebärdendolmetschung. Organisationen, die weltwärts anbieten, kann man in der weltwärts-Börse auf der Website des Programms finden.

Mehr über weltwärts

Über 3.000 Freiwillige gehen jedes Jahr weltwärts. Rund 900 junge Menschen aus dem Globalen Süden haben vergangenes Jahr einen Freiwilligendienst in Deutschland gemacht. weltwärts wird von rund 140 gemeinwohlorientierten Trägern in Deutschland und circa 2.000 Partnerorganisationen in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa und Ozeanien umgesetzt.

Die Koordinierungsstelle weltwärts bei Engagement Global verantwortet die Beratung und Unterstützung der beteiligten Akteure sowie die administrative und finanzielle Koordination. Gefördert wird das Programm durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Auf Wunsch kann Kontakt zu weltwärts-Freiwilligen hergestellt werden.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Einladung zur Konferenz „Kostbares Gut Wasser“

16. November 2022 - 11:30
Wasser wird zu einer knappen Ressource. Foto: Klaus Wohlmann

Wie wirkt sich der Klimawandel konkret auf die Ressource Wasser aus – weltweit, aber auch in Deutschland? Wie kann globaler Wasserknappheit und ihren Auswirkungen entgegengewirkt werden? Wie ist mit den lokalen Folgen in Mecklenburg-Vorpommern umzugehen? Diese Fragen stehen im Zentrum der Konferenz „Kostbares Gut Wasser“, die am Freitag, 25. November 2022, im Stralsunder Schloss stattfinden wird.

Die Außenstelle Hamburg von Engagement Global organisiert die Konferenz gemeinsam mit Tutmonde e.V. und dem Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern, um über Auswirkungen wie weltweite Ressourcenkonflikte, verstärkte Migrationsströme und auch regionale Ressourcenknappheit zu informieren, zu diskutieren und Lösungsstrategien zu entwickeln.

Zu der Arbeitskonferenz eingeladen sind Mitglieder von Vereinen und Organisationen sowie Akteurinnen und Akteure aus Politik und Verwaltung Mecklenburg-Vorpommerns, die sich für nachhaltige Entwicklung einsetzen. Anmeldung ist bis Mittwoch, 25. November 2022, möglich.

Von globalen Ressourcenkonflikten bis zu lokalem Küstenschutz

Die Konferenz hat das Ziel, die gemeinsamen Herausforderungen und Möglichkeiten des Globalen Südens und Globalen Nordens im Einsatz gegen den Klimawandel und dessen Auswirkungen näher zu beleuchten. Anhand der konkreten Bedrohung der Wasserknappheit wird mit Vorträgen deutlich gemacht, welche sozioökonomischen Auswirkungen der Klimawandel hat.

In die Thematik einleiten wird Prof. Dr. Jürgen Scheffran, der Leiter der Forschungsgruppe „Klimawandel und Sicherheit“ am Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg. In seinem Input beschreibt er die aktuellen Ressourcenkonflikte rund um Wasser. Aber nicht nur Konflikte, auch verstärkte Migrationsbewegungen sind Folgen zunehmender Wasserknappheit. Diesen Aspekt greift Dr. Benjamin Schraven vom German Institute of Development and Sustainability (IDOS) in Bonn mit seinem Beitrag zu Mobilitätsströmen und Klimaflucht auf.

Direkt daran anknüpfend wird der Blick auf die Region gelenkt. Denn nicht nur global ist Klimaflucht ein Thema, auch in Mecklenburg-Vorpommern wird sich der Klimawandel stark auswirken. Insbesondere die ostdeutschen Küsten und die Menschen, die dort leben, werden zunehmend bedroht sein. Im letzten Vortrag des Tages werden Judith Schäfer und Mariana Moreno-Kuhnke aus ihrer Arbeit in der Arbeitsgemeinschaft Wasser am IKEM - Institut für Küstenschutz, Energie und Mobilität e.V. berichten.

Die Expertinnen werden darüber sprechen, wie die Küsten zukünftig geschützt werden können und welche Maßnahmen die Regierung dazu plant. Außerdem soll Thema sein, welche Möglichkeiten, Bürgerinnen und Bürger haben, sich mit Vorschlägen für ihre Region einzubringen. Diese Frage nach regionalen Lösungsansätze wird anschließend in einem Workshop von allen Teilnehmenden gemeinsam näher beleuchtet.

  • Datum: Freitag, 25. November 2022
  • Uhrzeit: 12:30 Uhr bis 16:30 Uhr
  • Ort: Schloss am Sund, Stralsund
  • Anmeldeschluss: Mittwoch, 23. November 2022, 12 Uhr

Veranstaltet wird die Konferenz von Tutmonde e.V. in Kooperation mit Engagement Global und dem Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern, in Zusammenarbeit mit der Integrationsbeauftragten der Landesregierung und der Migrationsbeauftragten der Hansestadt Stralsund. Die Konferenz findet im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) von Engagement Global statt.

Das EBD-Programm zielt darauf ab, Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen zu motivieren und zu eigenem Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zu ermutigen.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Karikaturen zu Flucht und Migration

3. November 2022 - 13:03
Die Ausstellung zeigt Karikaturen zu Flucht und Migration. Foto: Krzysztof Grondziel

Die Themen Flucht und Migration sind brandaktuell und wiegen schwer. Es gibt aber Möglichkeiten, sie niedrigschwellig zu vermitteln. Die Karikaturenausstellung „Ein Ort.Irgendwo“ zum Beispiel nimmt sich dem Thema künstlerisch an. Die ausgestellten und von Geflüchteten gestalteten Karikaturen zeigen persönliche Erlebnisse und nehmen gleichzeitig die konfliktbehafteten Strukturen unserer Welt in den Blick. Zu sehen ist die Ausstellung vom 11. November 2022 bis 15. Januar 2023 in der Evangelischen Akademie Bad Boll und kann in Kombination mit einer Führung besucht werden.

Vernissage und Midissage der Ausstellung „Ein Ort.Irgendwo“

Am 11. November 2022 um 20 Uhr wird die Karikaturenausstellung mit einer Vernissage eröffnet. Im Rahmen dessen liest Kathrin Zeiske aus ihrem Buch „Ciudad Juárez“ vor und Poldy Tagle, eine Pianistin aus Chile, begleitet das Programm mit den Stücken „América mía" und „El Tango, un sentir sin fronteras“ musikalisch.

Am 7. Dezember 2022 um 19 Uhr findet anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte eine Abendveranstaltung in der Kunsthalle Göppingen statt. Im Mittelpunkt steht dabei das Thema „Blickpunkt Iran: Frauen kämpfen für Veränderung“.

Die Ausstellung kann im Zeitraum vom 11. November 2022 bis 15. Januar 2023 täglich von 9 bis 20 Uhr besucht werden. Öffentliche Führungen werden am 27. November und 10. Dezember 2022 sowie am 15. Januar 2023 jeweils um 16:30 Uhr angeboten.

Tagung „Migration und Flucht am Beispiel von Zentralamerika“

Die Ausstellung ist auch Teil des Programms der Tagung „Migration und Flucht am Beispiel von Zentralamerika“, die am 11. und 12. November 2022 ebenfalls in der Evangelischen Akademie Bad Boll stattfindet. Gemeinsam mit Referentinnen und Referenten unter anderem aus El Salvador setzen sich die Teilnehmenden an den zwei Veranstaltungstagen mit den in Zentralamerika vorherrschenden Fluchtursachen auseinander und diskutieren, wie man diesen begegnen kann. Auch bietet die Tagung Raum, entwicklungspolitische Konzepte zu hinterfragen, zivilgesellschaftliche Strategien kennenzulernen und sich zu vernetzen.

Die Karikaturenausstellung „Ein Ort. Irgendwo“ und die dazugehörigen Veranstaltungen sind Bildungsangebote der Außenstelle Stuttgart von Engagement Global in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Bad Boll im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD). Ziel des EBD-Programms ist es, Menschen durch Informations- und Bildungsmaßnahmen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen zu motivieren und zu eigenem entwicklungspolitischem Engagement zu ermutigen.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Nachhaltig regieren beim SDG-Spiel

20. Oktober 2022 - 16:39
Spiel für die 17 Ziele. Foto: Engagement Global

Wie können globale und lokale Krisen gemeistert werden? Was ist die richtige Strategie für eine große Bevölkerung? Wie kann das eigene Land zum Erfolg geführt werden – ohne, dass ein anderes darunter leidet? Beim Brettspiel „Gemeinsam für die Zukunft – 17 Ziele für eine nachhaltigere Welt“ können Teilnehmende diesen Fragen anhand eines Szenarios auf den Grund gehen.

In der Rolle von Staatsoberhäuptern übernehmen alle Teilnehmenden die Verantwortung für fiktive Länder – etwa für einen Staat im Globalen Süden oder für eine Industrienation. Gewinnen kann nur, wer mit den Mitspielerinnen und Mitspielern zusammenarbeitet. Die gemeinsame Aufgabe: Die Staatengemeinschaft als Ganzes in eine nachhaltige Zukunft führen. Wer also schon immer mal das eigene strategisches Gespür testen, das Wissen über nachhaltige Entwicklung stärken und die diplomatische Fähigkeiten verbessern wollte, hat am Mittwoch, 2. November 2022, dazu die Chance. Die Außenstelle Berlin von Engagement Global lädt zum entwicklungspolitischen Spieleabend in die Volkshochschule Berlin Mitte ein.

17 Ziele, vier Personen und ein Ziel

Die Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals - SDG) ist eine reale Herausforderung, mit der sich die Weltgemeinschaft konfrontiert sieht. Die Aufgaben sind zahlreich: von Armutsbekämpfung über das Erreichen von Geschlechtergerechtigkeit bis zum Schutz der Meere. Mit dem SDG-Strategiespiel können Interessierte einen Eindruck von den Zusammenhängen, Herausforderung und Auswirkungen nachhaltiger Entwicklung – oder dem Fehlen einer solchen – bekommen.

Beim Spieleabend in der Volkshochschule können circa 20 Spielerinnen und Spieler teilnehmen und gleichzeitig spielen – vier Personen je Spiel. Wer wird fair regieren und das Land in eine ökologisch, wirtschaftlich und politisch nachhaltige Zukunft führen?

  • Datum: Mittwoch, 2. November 2022
  • Uhrzeit: 17 bis 20 Uhr
  • Ort: Volkshochschule Berlin Mitte
  • Eintritt: Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt über die Website der Volkshochschule

Das Strategiespiel ist im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) von Engagement Global entstanden. Die Veranstaltung wird von der Außenstelle für Berlin und Brandenburg von Engagement Global im Rahmen des EBD-Programms durchgeführt, in Kooperation mit der Volkshochschule Berlin Mitte.

Das EBD-Programm zielt darauf ab, Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen zu motivieren und zu eigenem Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zu ermutigen.

Ansprechperson

Rebecca Burkert
Engagement Global
aussenstelle.berlin@engagement-global.de

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

17 Ziele bei NaturVision Filmtagen

17. Oktober 2022 - 14:49

Auf den NaturVision Filmtagen in Neuschönau werden vom 21. bis 23. Oktober 2022 die globalen Dimensionen von nachhaltiger Entwicklung in den Blick genommen. Das Festival zeigt preisgekrönte Filme zu Natur, Klima und Tierwelt. Ein Programmhighlight am zweiten Tag des Festivals ist der Global Day. Vier Filme mit Schwerpunkt auf den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG) sind nacheinander ab 13 Uhr im Großen Kinosaal des Hans-Eisenmann-Haus zu sehen.

Die SDG sind Teil der Agenda 2030, die 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet worden ist und mit der die Staaten sich verpflichten zu einer nachhaltigen Entwicklung, die ökonomische, ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt. Die Filme auf dem Global Day verdeutlichen den Zuschauerinnen und Zuschauern anhand von konkreten Beispielen, warum die Umsetzung der Agenda 2030 voranschreiten muss und wie das Engagement für ihr Erreichen aussehen kann. Im Anschluss an jeden Film stehen Expertinnen und Experten für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

Der „Global Day – 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung“ wurde möglich dank einer Kooperation der Außenstelle Stuttgart von Engagement Global mit dem Landkreis Freyung-Grafenau. Die Filmvorführung mit anschließenden Fachgesprächen sind Teil des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland.

Meere, T-Shirts und Klimasünden

Die vier Filme beschäftigen sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit den SDG. Den Start macht die Dokumentation „Axel Wagner und die Klimakrise: Wasser in der Erderwärmung“. Der Biologe und Wirtschaftsjournalist Axel Wagner hat die Folgen der Klimaerwärmung festgehalten und setzt sich mit der Doku-Reihe dafür ein, das Ziel 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ weltweit voranzutreiben.

Der Film „Helden der Meere“ wird vom Filmemacher selbst, dem National-Geographic-Fotograf York Hovest, vorgeführt. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die sich für das Ziel 14 „Leben unter Wasser“ stark machen. Ein Beispiel für starkes Engagement und Möglichkeiten, die zur Umsetzung der Agenda 2030 beitragen. Auf Lösungen legt auch der nächste Film den Fokus.

„Tausche T-Shirt gegen Hoffnung“ zeigt Geschichten von Projekten und Menschen weltweit, die für die Abschaffung unmenschlicher Arbeitsbedingungen in der Modeindustrie eintreten. Produziert haben den Film zum Ziel 8 „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ Jonathan und Sahra Ziegler, die im Hans-Eisenmann-Haus persönlich von ihren Erfahrungen berichten werden.

Den Abschluss macht die Dokumentation „Mein Fußabdruck, das Klima und ich“ mit der Frage, wo die Verantwortung der Einzelpersonen für die Agenda 2030 beginnt – und wo sie endet. Passend dazu können Zuschauerinnen und Zuschauer ihren eigenen Fußabdruck berechnen. Außerdem wird der Landkreis Freyung-Grafenau die Gelegenheit nutzen, seine Energie- und Treibhausgasbilanz vorzustellen sowie über sein Klimaschutzkonzept und seine Nachhaltigkeitsstrategie zu sprechen.

Nach den Filmvorführungen sind alle Teilnehmenden zu einem Abend mit Kaltgetränken, regionalen Häppchen und zum Austausch eingeladen. Die interaktive Ausstellung „Der Ökologische Fußabdruck“ im Hans-Eisenmann-Haus regt zudem dazu an, sich vertiefter mit der Klimaproblematik zu befassen und das eigene Verhalten zu reflektieren.

  • Datum: Samstag, 22. Oktober 2022
  • Uhrzeit: ab 13 Uhr
  • Eintritt: Hans-Eisenmann-Haus (Großer Kinosaal), Böhmstraße 39, 94556 Neuschönau

Filmauswahl

  • 13:00 Uhr Axel Wagner und die Klimakrise
  • 15:30 Uhr Helden der Meere
  • 17:30 Uhr Tausche T-Shirt gegen Hoffnung
  • 19:00 Uhr Mein Fußabdruck, das Klima und ich

Der Global Day findet im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) von Engagement Global und in Kooperation mit dem Landkreis Freyung-Grafenau statt.

EBD möchte Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen motivieren und zu eigenem Engagement für eine nachhaltigere Welt ermutigen. Mit unterschiedlichen Formaten bringt EBD einer breiten Öffentlichkeit oder ausgewählten Zielgruppe entwicklungspolitische Themen nahe – bundesweit durch die sechs Außenstellen von Engagement Global.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker