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Pressemitteilungen der Engagement Global gGmbH - Service für Entwicklungsinitiativen
Aktualisiert: vor 1 Tag 35 Minuten

Fachtagung zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung

11. Dezember 2018 - 8:51
Podiumsdiskussion auf der Orientierungsrahmen-Fachtagung. Foto: Nico Drago / MAPP media GmbH

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Kultusministerkonferenz (KMK) führte Engagement Global am Donnerstag, 6. und am Freitag, 7. Dezember 2018 in Köln die jährlich stattfindende Fachtagung zur Umsetzung und Weiterentwicklung des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung (OR-Fachtagung) durch. Rund 185 Fachleute aus Ministerien, Wissenschaft, Lehrerbildung, Schulen und Nichtregierungsorganisationen nahmen daran teil.

Die Bedeutung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) unterstrich Dr. Jens Kreuter, Geschäftsführer von Engagement Global: „BNE wird als Bildungskonzept verstanden, das die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln im Sinne der 17 Ziele für nachhaltigen Entwicklung befähigt.“ Der Orientierungsrahmen setze hier wichtige Impulse, um dauerhafte Lernprozesse in Gang zu setzen, die zu einer Beteiligung an gesellschaftlicher Transformation ermutigten und befähigten.

Die wechselseitige Beziehung von BNE und digitaler Bildung, ihre Chancen und Risiken sowie ihre weitreichenden Implikationen für die Didaktik, war ein Thema der OR-Fachtagung.

Ein weiterer Fokus lag auf der möglichen Erweiterung des OR auf die Sekundarstufe II. Wulf Bödeker, BNE-Berichterstatter der Kultusministerkonferenz, betonte hierzu: „Globales Lernen als Teil von BNE ist eine Chance vor allem auch für die gymnasiale Oberstufe.“ Denn dort lernten Schüler und Schülerinnen, systematisch zu denken. Sie eigneten sich Kompetenzen an, um Fachurteile einzuschätzen, zu überprüfen und in einen Problemzusammenhang zu stellen, sagte Bödeker.

Nicht nur thematisch, auch methodisch bot die Tagung eine große Bandbreite: mit Vorträgen und Präsentationen, Podiumsdiskussionen und Gesprächsrunden, auch zur Fortführung des Weltaktionsprogramms bis 2030 und zur Diskriminierungssensibilität im Unterricht. In acht verschiedenen Workshops erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Konzepte und Strategien, beispielsweise zu Schnittstellen von BNE und Open Educational Resources, also frei zugänglichen Bildungsmaterialien, oder zu lokalen und regionalen Bildungspartnerschaften als Impuls für BNE in der Schule.

Die Ergebnisse der Orientierungsrahmen-Fachtagung werden bis Februar 2019 auf der Internetseite Globale Entwicklung in der Schule veröffentlicht werden.

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Nachhaltigkeitspreis für kommunale Partnerschaften

30. November 2018 - 14:41
Der Nachhaltigkeitspreis für Kommunale Partnerschaften wird 2018 zum ersten Mal verliehen. Foto: Deutscher Nachhaltigkeitspreis

In diesem Jahr wird der 11. Deutsche Nachhaltigkeitspreis erstmalig in der Kategorie „Kommunale Partnerschaften“ verliehen. Vier Städte-Paare haben sich für das Finale qualifiziert: Gudensberg – Schtschyrez (Ukraine), Leipzig – Travnik (Bosnien und Herzegowina), Solingen – Thiès (Senegal) und Wernigerode – Hoi An (Vietnam). Sie alle eint ihr Engagement für die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Der Nachhaltigkeitspreis wird während des Deutschen Nachhaltigkeitstages am Freitag, 7. Dezember 2018 von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller in Düsseldorf überreicht.

Der Nachhaltigkeitspreis für kommunale Partnerschaften wurde gemeinsam vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global initiiert. „Gute Partnerschaftsarbeit muss gewürdigt werden und zum Nachahmen einladen. Deshalb hat das BMZ mit der SKEW in diesem Jahr erstmals einen Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie ‚Kommunale Partnerschaften‘ ausgelobt. Egal, wer den Preis erhält – alle Kommunen im Wettbewerb zeigen eindrücklich, was kommunale Zusammenarbeit bewirken kann“, erklärt Dr. Stefan Wilhelmy, Leiter des Fachbereichs Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global.

Die Servicestelle bündelt ihre Angebote zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsagenda für Kommunen im Programm „Global – Lokal: Agenda 2030 verOrten“. Die Kommunen setzen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung vor Ort um und positionieren sich gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern sowie ihren Partnern im globalen Süden zu den zentralen Fragen unserer Zeit: Welchen Beitrag zum Klimaschutz können Kommunen leisten? Wie kann nachhaltige Produktion gefördert werden? Und wie soll sich die eigene Kommune bis 2030 entwickeln? Das Vorhaben wurde als Leuchturmprojekt 2018 der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ausgewählt und zeigt auf, wie globale Zielsetzungen, nationale Strategien und kommunale Aktivitäten ineinandergreifen können.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist die nationale Auszeichnung für vorbildliche Leistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Forschung, Architektur und Kommunen. Mit fünf Wettbewerben, 800 Bewerbern und 2.000 Gästen zur Abschlussveranstaltung ist der Preis der größte seiner Art in Europa. Die Auszeichnung wird seit 2008 von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. vergeben in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen. Mit dem Preis werden Akteure und Ideen mit Vorbildfunktion gefördert.

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Kreatives Schaffen beim Jugendworkshop

26. November 2018 - 10:02
Rund 30 Teilnehmende tauschten sich beim Jugendworkshop aus. Foto: Bianca Klüser/Engagement Global

„#andaction – Gemeinsam nachhaltig handeln“ – Unter diesem Motto setzten sich von Freitag, 23.bis Sonntag, 25. November 2018 Teilnehmende eines Jugendworkshops im nordrhein-westfälischen Bad Sassendorf mit ihren Ideen für ein gemeinsames und nachhaltiges Handeln in der EINEN WELT auseinander.

Bereits am Freitag kamen die Teilnehmenden zu einem Kennenlernen mit erstem Input zusammen. Dabei stand, aufbauend auf dem Erlernen der Methodik des Storytellings, das Erzählen des eigenen Projekts in Form einer spannenden „Geschichte des Gelingens“ im Fokus.

Am Samstagvormittag stellten zwei Mitglieder des Jugendbeirats von Plan International Deutschland e.V. ihre „Geschichte des Gelingens“ vor, in der sie die aktuelle Aktion „Education – Not for Sale“ mitgestaltet haben und von der Arbeit des Jugendbeirats berichteten.

Im Anschluss ging es für die rund 30 Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter Anleitung von Referent Christoph Hinske von The Engagement Company in die erste intensive Workshop-Phase. In der Projektwerkstatt „Gemeinsam nachhaltig handeln“ erkundeten die Teilnehmenden ihre persönlichen Werte und Motivationsfaktoren, trugen Ideen zur Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung zusammen und entwickelten erste Strategien, wie diese konkret im Alltag umgesetzt werden können.

Am Samstagabend wurde das Programm mit einem Wohnzimmerkonzert bereichert, das von Gewinnerinnen und Gewinnern des Song Contests „Dein Song für EINE WELT!“ musikalisch gestaltet wurde. Arne Goertlitz, Zoe Hoffard, Kiara Huber, Philipp Jung und Anna-Sophie Grenz sowie Alina Striedl sorgten mit ihren Liedern für einen stimmungsvollen Ausklang des Samstagabends, ehe es am Sonntag erneut in eine intensive Schaffensphase mit verschiedenen Workshopeinheiten ging.

Moderiert wurde der gesamte Workshop von Dominique Pannke und Andreas Schulze, die mit vielfältigen Methoden die Teilnehmenden zum kreativen Denken motivierten.

Im Anschluss an die Veranstaltung werden die Ergebnisse des Workshops auf der Webseite des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik publiziert.

Die Teilnehmenden zogen am Ende der Veranstaltung ein positives Fazit. „Es war toll zu sehen, wie viele Schulen hier mitmachen und mit welchen Projekten sich die anderen beschäftigen. Ich finde, die Probleme, die es in anderen Ländern gibt, werden zu wenig gehört. Deshalb ist es wichtig, dass wir unsere Ideen weiterdenken und unsere Erfindungen voranbringen. Und ich nehme mit, dass wir alle unterschiedlich sind. Aber ganz egal, woher jemand kommt, jeder Mensch verdient es, eine Chance zu bekommen“, so Gavin Purkhardt, Teilnehmer der achten Runde des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik.

Der Jugendworkshop ist eine Fortbildung für Gewinnerinnen und Gewinner des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ und des Song Contests „Dein Song für EINE WELT!“.

An der achten Wettbewerbsrunde haben sich rund 32.000 Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und Schulformen mit über 500 ideenreichen Beiträgen beteiligt. Die neunte Runde startet zum Schuljahresbeginn 2019/2020.

Der Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“ ist eine Begleitmaßnahme zum Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik und wird von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt. Über 2.600 musikbegeisterte Kinder und Jugendliche haben sich mit rund 500 Liedern an der zweiten Runde des Song Contests beteiligt. Die neue, dritte Runde beginnt Anfang 2019.

Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ wird von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und unter Schirmherrschaft des deutschen Bundespräsidenten durchgeführt.

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Zur Internetseite des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik

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Mehr Beteiligung beim Bürgerhaushalt erreichen

19. November 2018 - 14:05
Foto: Andreas Grasser

Das Netzwerk Bürgerhaushalt lädt am Montag, 26. und Dienstag, 27. November 2018 zur 14. internationalen Netzwerktagung nach Berlin ein.

In interaktiven Workshops, auf dem Podium und anhand anregender Beispiele aus der nationalen und internationalen Praxis wird in der Kalkscheune in Berlin eine aktuelle Bestandsaufnahme zum Thema Bürgerhaushalte erstellt und diskutiert, welche Bedingungen gegeben sein müssen, damit Bürgerhaushalte als Instrumente der Bürgerbeteiligung gelingen.

Zu dem Treffen kommen Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Bürgerschaft zusammen, um ihre Erfahrungen im Bereich des Bürgerhaushalts auszutauschen. Einerseits soll der Blick auf gelungene Praxis in Städten und Kommunen innerhalb und außerhalb Deutschlands gerichtet werden. Andererseits soll aber auch darüber diskutiert werden, warum und woran Bürgerhaushalte scheitern können.

In diesem Jahr stehen unter anderem Trainings zur Aktivierung ehrenamtlichen Engagements und zu Storytelling im Rahmen der Medienarbeit von Kommunen auf dem Programm. Eröffnet wird die 14. Konferenz von Sawsan Chebli, der Berliner Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales.

Ausrichter der Konferenz sind die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global sowie das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE).

Kommunen leben davon, dass sich Bürgerinnen und Bürger an kommunalen Prozessen beteiligen und sich für die Entwicklung ihres Gemeinwesens engagieren. Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) unterstützt den Erfahrungsaustausch sowohl zwischen den deutschen Bürgerhaushaltskommunen als auch mit ihren Partnern im Süden. Dieser gelingt am besten über gelebte Städtepartnerschaften und internationale Netzwerke: sie sind ein guter Weg, voneinander und miteinander zu lernen, zusammenzuarbeiten und bürgerschaftliches wie kommunales Engagement zu entwickeln.

Ansprechpartnerin für inhaltliche Fragen

Dr. Stefanie Hanke
Dr.Stefanie.Hanke@engagement-global.de

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17 Ziele – EINE Zukunft: Auftakt mit Film und Gespräch bei den SchulKinoWochen

14. November 2018 - 12:51
Die SchulKinoWochen zeigen Filme rund um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Foto: Engagement Global

Mode wird immer billiger. Ein T-Shirt bekommt man heute für fünf Euro, eine Jeans kostet gerade mal zehn. Der Film „The true cost – Der Preis der Mode" befasst sich mit den sozialen und ökologischen Auswirkungen des globalisierten Modemarkts.

Zum Auftakt des Filmprogramms 17 Ziele – EINE Zukunft der SchulKinoWochen wird dieser Dokumentarfilm gezeigt am Montag, 19. November 2018, 10 Uhr, im Cinemaxx am Potsdamer Platz in Berlin.

Filmgespräch

Neben Gunther Beger, Abteilungsleiter im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, ist Anne Neumann von FEMNET e.V. zu Gast im Kino. Im Anschluss an die Vorstellung sprechen sie mit über 200 Schülerinnen und Schülern über Nachhaltigkeit in der Textilindustrie.

Pressevertreterinnen und -vertreter sind zur Berichterstattung eingeladen.

Tu Du's auf 17Ziele.de

Der Film „The true cost – Der Preis der Mode" ist Teil des Filmprogramms „17 Ziele – EINE Zukunft“ von VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz in Kooperation mit Engagement Global, das sich mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 beschäftigt. Die 17 Ziele halten fest, welche Veränderungen notwendig sind, damit im Jahr 2030 allen Menschen ein gutes Leben in einer nachhaltigen, gerechten Welt möglich ist. Analog dazu beschäftigen sich die Filme aus dem Programm mit dem Ist-Zustand der Erde sowie den Bedürfnissen von morgen und fragen nach unserem Beitrag für eine lebenswerte Zukunft.

In insgesamt rund vierzig Kinovorführungen des 17-Ziele-Filmprogramms erwarten die SchulKinoWochen Berlin in den nächsten zwei Wochen noch über 2.000 Berliner Schülerinnen und Schüler. Sie verlegen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern den Unterricht für einen Vormittag in den Kinosaal, um sich mittels filmischer Formate mit den verschiedenen Zielen für nachhaltige Entwicklung zu beschäftigen. Die SchulKinoWochen finden bundesweit statt. Alle Filme und Termine zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung finden Sie auf der Webseite von VISION KINO.

Lehrkräfte können sich mit ihren Klassen ab sofort anmelden. Sie können auch Referentinnen und Referenten aus dem Programm Bildung trifft Entwicklung (BtE) von Engagement Global zur Begleitung der Filme und zur Nachbereitung im Unterricht über die Internetseite von BtE buchen.

17 Ziele – EINE Zukunft ist ein Angebot von VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz in Kooperation mit Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Der Dokumentarfilm „The true cost – Der Preis der Mode" – Konsumkritik im Kleidungsetikett

Mode wird immer billiger. Ein T-Shirt bekommen wir heute für fünf Euro. Um Kleidung so günstig herzustellen, haben Textilunternehmen ihre Produktionsstätten in Billiglohnländer wie China, Indien und Bangladesch verlagert. Dort entsteht die Kleidung unter oft menschenunwürdigen und gefährlichen Arbeitsbedingungen. Der Film dokumentiert die soziale und ökologische Ausbeutung der Entwicklungsländer im Zeichen eines globalisierten Modemarkts und führt sie auf eine veränderte Einstellung gegenüber Kleidung zurück: Heute diktieren uns Industrie und Werbung die so genannte. „Fast Fashion“, bei der jede Woche eine neue Kollektion präsentiert und Kleidung nur noch als austauschbares Wegwerfprodukt verstanden wird. In zahlreichen Interviews mit Opfern, Akteurinnen und Akteuren sowie Kritikerinnen und Kritikern der Modebranche und mit einem pointierten Off-Kommentar skizziert der Film die Entwicklung der internationalen Modeindustrie als Beispiel für die negativen Folgen der Globalisierung. Er wirft dabei gezielt zentrale Fragen auf: Wer ist verantwortlich? Warum ist die reiche Modeindustrie nicht in der Lage, für vernünftige Arbeitsbedingungen zu sorgen? Und wie kann auch jeder Einzelne mit seinem Kaufverhalten Einfluss auf die Entwicklungen nehmen?

Presseeinladung

Wir bitten um vorherige Anmeldung unter: berlin@schulkinowochen.de

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Netzwerktreffen der Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“

7. November 2018 - 14:59
Foto: Gemeinde Gestratz

Projektpartnerinnen und -partner aus der Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“ (IKKN) nehmen von Dienstag, 20. bis Mittwoch, 21. November 2018 an einem Netzwerktreffen in Erlangen teil. Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global lädt in Kooperation mit der Stadt Erlangen zum Abschluss der ersten Projektphase in das Erlanger Rathaus ein.

Das Netzwerktreffen richtet sich an deutsche Kommunen, kommunale Unternehmen und Projektpartnerinnen und –partner, die sich bereits engagieren sowie Kommunen, die sich für ein Engagement in kommunalen Projektpartnerschaften mit Jordanien, Libanon und der Türkei interessieren.

Mehr als 40 Kommunen und kommunale Unternehmen nahmen aktiv an der ersten Projektphase der Initiative teil. Durch insgesamt 30 Veranstaltungen in Deutschland und den Partnerländern erfuhren sie von der Situation von Geflüchteten in Jordanien, Libanon und der Türkei und entwickelten Ideen, wie Partnerschaften zur Unterstützung kommunaler Strukturen beitragen können. Auf diesem Weg gingen bereits 19 Kommunen und kommunale Unternehmen Partnerschaften ein und setzen heute gemeinsame Projekte mit ihren Partnern im Ausland um.

Nach dem Abschluss dieser ersten Projektphase bietet das Netzwerktreffen im Rathaus Erlangen nun eine Gelegenheit, Resümee zu ziehen. In verschiedenen Arbeitsgruppen diskutieren die Teilnehmenden über die Themen Wissenstransfer, Erwartungsmanagement, Sicherheit, finanzielle Fördermöglichkeiten innerhalb der Initiative und tauschen sich zu Ihren bisherigen Erfahrungen in der Projektzusammenarbeit mit den Kommunen in Jordanien, Libanon und Türkei aus. Außerdem wird es um die Frage nach Verstetigungsmöglichkeiten von kommunalen Partnerschaftsprojekten sowie die zukünftige Gestaltung des Nahostnetzwerkes gehen.

Ablauf

Das Netzwerktreffen eröffnen die Leiterin des Büros für Chancengleichheit und Vielfalt, Internationale Beziehungen der Stadt Erlangen, Silvia Klein, die Abteilungsleitung Kommunale Partnerschaften Länder und Regionen von Engagement Global, Kurt-Michael Baudach sowie die Referentin Caroline Kern aus dem Referat Länder und Kommunen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Eröffnung findet am Dienstag, 20. November 2018 um 13 Uhr statt. Das Grußwort spricht Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik um 16 Uhr. Am Mittwoch, 21. November 2018, 11 Uhr, werden Perspektiven und Impulse für die zweite Projektphase diskutiert.

Die Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“ wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von der SKEW gemeinsam mit der Städteplattform Connective Cities seit 2016 umgesetzt. Die Initiative verfolgt das Ziel, die partnerschaftliche Zusammenarbeit und den Wissenstransfer zwischen flüchtlingsaufnehmenden Kommunen rund um Syrien und kommunalen Akteuren aus Deutschland zu fördern.

Presseeinladung

Für Fragen zum Thema Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“ steht Ihnen Kurt-Michael Baudach, Leiter der Abteilung Kommunale Partnerschaften Länder und Regionen von Engagement Global, am 20. November 2018 gerne für Interviews zur Verfügung. Wir bitten um vorherige Anmeldung bei:

Petra Gohr-Guder
Pressesprecherin
presse@engagement-global.de

Ansprechpartnerin für inhaltliche Fragen

Angela König
Telefon +49 228 20717 638
angela.koenig@engagement-global.de

Weitere Informationen

Zu den Informationen über die Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“ und den Aufbau von kommunalen Projektpartnerschaften

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Eine Welt zu Gast in Nürnberg

19. Oktober 2018 - 10:02
Nach der ersten Konferenz zu kommunalen Partnerschaften mit Lateinamerika und der Karibik im Jahr 2015 findet sie dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Foto: Andreas Grasser

Mehr als 100 Teilnehmende aus verschiedenen deutschen Städten und deren lateinamerikanischen Partnerstädten werden zur zweiten Konferenz „Kommunale Partnerschaften mit Lateinamerika und der Karibik“ in Nürnberg erwartet. Im Zentrum der dreitägigen Veranstaltung stehen die Vernetzung und der Austausch zwischen den Akteurinnen und Akteuren zu den unterschiedlichen Themen der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit. Ziel ist es, mithilfe von interaktiven Workshops und Diskussionsrunden den Erfahrungsaustausch zwischen den internationalen Teilnehmenden anzuregen und neue Impulse für die praktische Partnerschaftsarbeit zu setzen.Veranstalter ist die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Nürnberg.

Inhaltlich wird es insbesondere um die verschiedenen Themen der Agenda 2030 – wie Umwelt und Klimawandel – und deren Bedeutung für die kommunale Ebene gehen. In Anlehnung an Nürnberg als Stadt des Friedens und der Menschenrechte ist ebenso vorgesehen die Menschenrechtsthematik, mithilfe eines Workshop und eines Vortrag von Dr. Michael Krennerich, von der Universität Nürnberg-Erlangen, mit in die Diskussion aufzunehmen.

Insgesamt werden rund 30 Städte und Gemeinden aus der gesamten Bundesrepublik sowie 20 lateinamerikanische und karibische Kommunen an der Konferenz teilnehmen, darunter fünf neue Partnerschaften zwischen deutschen und argentinischen Städten. Die lateinamerikanischen Gäste kommen unter anderem aus den Ländern Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Jamaika, Kolumbien und Nicaragua. Aus Nürnbergs Partnerstadt San Carlos in Nicaragua wird ebenfalls eine mehrköpfige Delegation erwartet.

Eröffnet wird die Konferenz am Montag, dem 29. Oktobers 2018, durch Dr. Clemens Gsell, Bürgermeister der Stadt Nürnberg sowie durch Kurt Michael Baudach, Abteilungsleiter der SKEW.

Ergänzt wird das Vernetzungstreffen durch ein kulturelles Rahmenprogramm. Zum Abschluss des ersten Konferenztages am 29. Oktober 2018 sind die Teilnehmenden dazu eingeladen, bei einem Besuch des Museums für Kommunikation die Gespräche des Tages zu vertiefen. Geplant ist zudem ein Abendempfang im Nürnberger Rathaus am Dienstag, dem 30. Oktober 2018.

Engagement Global arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und fördert und stärkt weltweit das kommunale und zivilgesellschaftliche entwicklungspolitische Engagement.

Veranstaltungsort

Holiday Inn Nürnberg
Engelhardsgasse 12
90402 Nürnberg

Pressevertreterinnen und –vertreter sind herzlich zur Konferenz eingeladen.

Montag, 29. Oktober von 9:30 bis 19 Uhr
Dienstag, 30. Oktober von 8:30 bis 20 Uhr
Mittwoch, 31. Oktober von 8:30 bis 14 Uhr

Ansprechpartnerin

Alexandra Menge
Servicestelle Kommunen in der Einen Welt
Telefon +49 (0) 228 207 17 656
alexandra.menge@engagement-global.de

Weitere Informationen

Zu den Informationen zur Konferenz zu kommunalen Partnerschaften mit Lateinamerika und der Karibik

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6. Stuttgarter Forum für Entwicklung

10. Oktober 2018 - 14:06
Wie beim fünften Stuttgarter Forum 2016 diskutieren auch dieses Jahr Teilnehmer aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in 12 Fachforen und einem Schülerforum. Foto: SEZ/Nicole Kimme

Zum sechsten Stuttgarter Forum für Entwicklung mit dem Titel „Für weltweit gute Aussichten: Klimagerechtigkeit für alle!“ am Freitag, dem 19. Oktober 2018, laden die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) und die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global in Kooperation mit einer Vielzahl verschiedener Institutionen ein.

Globale Wertschöpfungsketten, vom Klimawandel verursachte Migration, CO2-Kompensation, Welternährung – das diesjährige Forum beleuchtet das Thema Klimagerechtigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven und will konkrete Handlungsvorschläge unterbreiten. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Frage: Was können wir tun und wie können wir unserer Verantwortung gerecht werden?

Über den Tag verteilt wird es 12 Fachforen und ein Schülerforum zu verschiedenen Aspekten von Klimagerechtigkeit geben. Auf dem ganztägigen Markt der Möglichkeiten stellen zudem viele der rund 40 Kooperationspartner ihre Arbeit vor.

Seitens des Landes begrüßt Staatssekretärin Dr. Gisela Splett, Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg die Gäste. Keynote-Speakerin Anjalina Diana Podder, Abteilungsleiterin des Klimareferats der Bischöflichen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Bischofskonferenz Bangladesch, wird in ihrer Rede die Bedeutung von Klimagerechtigkeit verdeutlichen: Ihr Heimatland ist aufgrund seiner Lage unterhalb des Meeresspiegels besonders stark vom Klimawandel betroffen. Obwohl Bangladesch nur 0,4 Prozent zu den weltweiten CO2-Emissionen beiträgt, ist es eines der Länder, die besonders stark unter den Folgen des Klimawandels leiden.

Eröffnet wird das sechste Stuttgarter Forum für Entwicklung um 10 Uhr in der König-Karl-Halle im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Einladung zur Pressekonferenz

Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) und die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global laden Sie ein zur Pressekonferenz „Für weltweit gute Aussichten: Klimagerechtigkeit für alle!“

Freitag, 19. Oktober 2018 11:00 Uhr - 12:00 Uhr, Raum Baden-Baden, 1. Obergeschoss, Haus der Wirtschaft

Ihre Gesprächspartner sind: -

  • Anjalina Diana Podder, Abteilungsleiterin des Klimareferats der Bischöflichen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Bischofskonferenz Bangladesch, Dhaka/Bangladesch
  • Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), Stuttgart
  • Dr. Stefan Wilhelmy, Bereichsleiter der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global, Bonn
Presseanmeldung

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und bitten Sie um Anmeldung per E-Mail bis Montag, den 15. Oktober 2018. Wir bitten Sie, uns etwaige Interviewwünsche bis spätestens Mittwoch, 17. Oktober 2018, mitzuteilen.

Veranstaltungsort

Haus der Wirtschaft
Willi-Bleicher-Straße 19
70174 Stuttgart

Ansprechpersonen

Petra Gohr-Guder
Pressesprecherin Engagement Global
Telefon +49 (0) 228 20 717 120
presse@engagement-global.de

Beate Wörner
Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg
Telefon +49 (0) 711 210 294 0
woerner@sez.de

Weitere Informationen

Zu den Informationen zum Stuttgarter Forum auf der Internetseite der SEZ

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Dritte Deutsch-Ukrainische Kommunale Partnerschaftskonferenz

8. Oktober 2018 - 15:04
Handschlag beim Runden Tisch Deutschland-Ukraine in Kiew 2016. Foto: Jaroslaw Kostyk

Bereits zum dritten Mal organisiert die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global eine Deutsch-Ukrainische Kommunale Partnerschaftskonferenz in Kooperation mit der Stadt Freiburg im Breisgau. Die Veranstaltung am Mittwoch, 10., und Donnerstag, 11. Oktober 2018, im Historischen Kaufhaus der Stadt Freiburg richtet sich an Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Vertreterinnen und Vertreter deutscher und ukrainischer Kommunen, die durch partnerschaftliche Beziehungen verbunden sind.

Nach drei Jahren erfolgreicher Unterstützung durch das Projekt „Kommunale Partnerschaften mit der Ukraine“ von der SKEW wird die Entwicklung der partnerschaftlichen Beziehungen auf kommunaler Ebene thematisiert. Anhand von Fachbeiträgen und Podiumsdiskussionen sollen übergreifende Themen der deutsch-ukrainischen Partnerschaftsarbeit insgesamt beleuchtet werden.

Die Veranstaltung wird am Mittwoch, dem 10. Oktober 2018, um 13:30 Uhr vom Oberbürgermeister der Stadt Freiburg, Martin Horn, dem Botschafter der Ukraine in Deutschland, Dr. Andrij Melnyk, Dr. Doris Witteler-Stiepelmann, Leiterin des Referats Länder und Kommunen im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie Ingrid Arenz, stellvertretende Geschäftsführerin von Engagement Global, eröffnet.

Mehr als 35 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Deutschland und der Ukraine und 80 Kommunen aus beiden Ländern werden an der Veranstaltung teilnehmen.

Medienvertreterinnen und -vertreter können ausschließlich am ersten Veranstaltungstag, dem 10. Oktober 2018, von 13:30 bis 17:30 Uhr an der Konferenz teilnehmen. Von 14:15 bis 14:45 Uhr gibt es die Gelegenheit für ein Pressegespräch. Für Rückfragen und Interviewwünsche steht Ihnen Dr. Michael Hamalij von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global zur Verfügung.

Veranstaltungsort

Historisches Kaufhaus der Stadt Freiburg
Münsterplatz 24
79098 Freiburg im Breisgau

Ansprechpersonen

Petra Gohr-Guder
Pressesprecherin Engagement Global
Telefon +49 (0) 228 20 717 120
presse@engagement-global.de

Günter Burger
Stadt Freiburg im Breisgau
Referate Protokoll und internationale Kontakte
Telefon +49 (0) 761 20 110 20
guenter.burger@stadt.freiburg.de

Weitere Informationen

Zu den Informationen zu Partnerschaften mit Kommunen in der Ukraine auf der Internetseite der SKEW

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Herausragendes Engagement ausgezeichnet

26. September 2018 - 11:35
Die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs „Kommune bewegt Welt“. Foto: Engagement Global/Dirk Enters

Die Preisverleihung des Wettbewerbs „Kommune bewegt Welt“ fand am Dienstag, dem 25. September 2018 in Berlin-Mitte statt. Der Wettbewerb zeichnet herausragende kommunale Beispiele zu Migration und Entwicklung aus. Bereits zum dritten Mal wurde der Preis an Städte, Landkreise und Gemeinden verliehen, die sich gemeinschaftlich mit migrantischen Organisationen und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren für eine global nachhaltige Entwicklung einsetzen.

Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller: „Die Kommunen sind für unsere Entwicklungszusammenarbeit geschätzte und wichtige Partner – sie haben das Wissen und kennen die Lösungen für die Herausforderungen, vor denen auch andere Kommunen in aller Welt stehen. Das zeigen auch die hier ausgezeichneten Kommunen dieses Wettbewerbs Integration ist keine Einbahnstraße – und wir können profitieren, wenn Menschen, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind, ihren Horizont und ihr Wissen mit einbringen und der kommunalen Entwicklungspolitik neue Impulse geben. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Debatten ist es wichtig, die Leistungen von Migrantinnen und Migranten in unseren und für unsere Kommunen zu würdigen.“

Kategorie „über 100.000 Einwoher“

Eine unabhängige Jury aus Expertinnen und Experten im Bereich Migration und Entwicklung wählte die diesjährigen Preisträger in drei verschiedenen Kategorien. In der Kategorie „über 100.000 Einwohner“ belegt die Stadt Saarbrücken, die sich aufgrund ihres langjährigen Engagements und die Zusammenarbeit mit Migrantinnen und Migranten im Bereich Fairer Handel durchsetzen konnte, den ersten Platz. Laut der Jury ziehen sich die Themen Fairer Handel und Faire Beschaffung wie ein roter Faden durch die entwicklungspolitische Arbeit der Stadt. Das Engagement ist authentisch, da Migrantinnen und Migranten als „Botschafterinnen und Botschafter des Fairen Handels“ aus dem globalen Süden berichten und als Referentinnen und Referenten in entwicklungspolitischen Regionalforen fungieren.

Kategorie „20.000 bis 100.000 Einwohner“

In der Kategorie „20.000 bis 100.000 Einwohner“ setzte sich die Stadt Ingelheim gegen andere Bewerber durch. Grund dafür: Bei dem Projekt „Integration mit Geschmack“ geht es um weitaus mehr als Integration. Es ist ein gelungenes Beispiel gemeinsamer entwicklungspolitischer Aktivitäten des Vereins Casa del Sol und des Migrations- und Integrationsbüro der Stadt Ingelheim (MIB) in Lateinamerika. Diese Zusammenarbeit ist eingebettet in ein großes Netzwerk von Akteuren aus der Verwaltungen und des Stadtrates, Ingelheimer Migrantinnen und Migranten, Kleinproduzenten im globalen Süden, dem Handel, Ingelheimer Bürgerinnen und Bürger als Konsumenten und den Medien.

Kategorie „bis 20.000 Einwohner“

In der Kategorie „bis 20.000 Einwohner“ belegt die Stadt Engen den ersten Platz. Das Thema Migration und Entwicklung wird von der Stadt Engen als Querschnittsthema von Kultur- und Hauptamt behandelt, wobei sehr eng mit der Zivilgesellschaft kooperiert wird. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Engagments von Kommunalverwaltung und Zivilgesellschaft steht die Veranstaltungsreihe „Unser buntes Engen“. Dabei handelt es sich um Länderabende, die von den jeweiligen Migrantinnen- und Migrantengruppen in Kooperation mit der Stadt vorbereitet, durchgeführt und moderiert werden.

Weiterhin wurden die Kommunen Donauwörth, Bitburg, Fellbach, Winnenden, Mannheim und Kiel ausgezeichnet.

Das Preisgeld in Höhe von 135.000 Euro wird zu gleichen Teilen zwischen den drei Kategorien verteilt. Dr. Bernhard Felmberg, Abteilungsleiter im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, überreichte die Urkunden an die Gewinnerinnen und Gewinner. Dr. Jens Kreuter, Geschäftsführer der Engagement Global, stellte fest: „Die große Zahl und die Bandbreite der Bewerbungen zeigt, wie viele herausragende Beispiele es für Zusammenarbeit gibt und wie groß das Interesse für Entwicklung ist. Dieser Wettbewerb ist eine Mutmachgeschichte für alle, die sich engagieren. Das ist eine enorm positive Botschaft und an sich schon einen Preis wert.“

Poetisch wurde es auch. Die Berliner Wortakrobaten der Kiezpoeten brachten die Thematik des Tages auf den Punkt: „Und es gibt immer einen Idioten, der auf unsere Erde, statt Wasser, auch noch Beton kippt. Aber, wenn sogar auf betonierten Straßen immer noch was wachsen kann, dann lasst uns nicht nur Grashalme sein, oder den Wind uns forttragen. Denn wir sind Rosen, aus dem Riss im Beton.“

„Kommune bewegt Welt“ ist ein Wettbewerb im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, durchgeführt von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global.

Weitere Informationen

Zu den Informationen über den Wettbewerb

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weltwärts verändert

10. September 2018 - 14:24
Zehn Jahre weltwärts - zehn Jahre entwicklungspolitischer Freiwilligendienst. Foto: Engagement Global

Im Januar 2008 reisten die ersten 50 weltwärts-Freiwilligen in ihre Einsatzländer. Den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltwärts hatte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufen: Junge Menschen sollten unabhängig von ihrem Einkommen die Möglichkeit haben, internationale Erfahrung zu sammeln und sich solidarisch zu engagieren. Seitdem haben rund 35.000 junge Menschen die Möglichkeit genutzt, sich in gemeinnützigen Einrichtungen in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa, Ozeanien oder Deutschland zu engagieren. Die Erfahrungen, die sie dabei sammelten, begleiten sie ein Leben lang und gaben oft auch Impulse, sich nach der Rückkehr weiter zu engagieren.

Dr. Jens Kreuter, Geschäftsführer von Engagement Global gGmbH, betont den Erfahrungszugewinn für junge Menschen: „Ein Freiwilligendienst ist ein ganz außergewöhnliches Erlebnis, das neue Horizonte eröffnet, oft entscheidend prägt und auf jeden Fall eine wichtige Lernerfahrung ist.“ Nach der Rückkehr in ihre Heimatländer werden Freiwillige mit ihren vielfältigen Initiativen zu Motoren des globalen Lernens und tragen dazu bei, auch andere für Entwicklungsfragen zu interessieren.

Das Jubiläum bleibt jedoch nicht bei einem Rückblick auf die Erfolge des Programms stehen, es wendet sich auch den zukünftigen Herausforderungen zu.

Den Auftakt bildet das Zukunftsforum Afrika am 14. September. Dazu hat das Ministerium afrikanische Botschafter und Botschafterinnen, weltwärts-Freiwillige aus afrikanischen Ländern sowie Freiwillige, die dort ihren Freiwilligendienst geleistet haben, eingeladen. Gina Ama Blay, Ghanas Botschafterin in Deutschland, wird ein Grußwort sprechen, bevor Bundesminister Dr. Gerd Müller das Zukunftsforum offiziell eröffnet. Wege, wie Deutschland und afrikanische Länder gemeinsam die Zukunft gestalten können, diskutieren Nia Künzer, Fußballerin und Botschafterin für „Fußball für Entwicklung“, der Musikproduzent Joe Chialo (Afroforce1), der Freiwillige Moustapha Ndiaye aus Senegal und Yanneck Keßel. Keßel gehörte zu den ersten Freiwilligen, die mit weltwärts und dem ASC Göttingen in Südafrika einen Dienst geleistet haben. Seit 2015 arbeitet er beim ASC Göttingen im Bereich internationale Freiwilligendienste.

Die Jubiläumsveranstaltung am 15. September wird von allen weltwärts-Akteuren unter dem Motto „#weltwärts verändert.“ gemeinsam gestaltet. Im Fachprogramm am Vormittag bieten Trägerorganisationen, Interessensverbünde und Initiativen ehemaliger Freiwilliger unter anderem Workshops und Podiumsdiskussionen zu den Themenfeldern Engagement & Transformation, Globale Partnerschaften sowie Perspektiven für weltwärts an. Eine Podiumsdiskussion widmet sich beispielsweise der Frage, wie es weitergehen soll mit dem Freiwilligendienst. Ein weiterer Workshop behandelt Ergebnisse der unabhängigen Evaluation des Freiwilligendienstes. Das BMZ wird durch den Parlamentarischen Staatssekretär Norbert Barthle vertreten sein.

Presseeinladung

Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich zur Jubiläumsveranstaltung am 15. September 2018 eingeladen. Ehemalige Freiwillige, internationale Freiwillige, die aktuell einen Dienst in Deutschland leisten, Trägerorganisationen sowie Partnerorganisationen aus aller Welt stehen Ihnen vor Ort für Interviews zur Verfügung. Bitte melden Sie sich dazu vorab bei unten stehenden Kontaktpersonen an.

Ansprechpersonen

Petra Gohr-Guder
Pressesprecherin Engagement Global
Telefon +49 228 20717 120
presse@engagement-global.de

Daniela Heblik
Koordinierungsstelle weltwärts
Daniela.Heblik@engagement-global.de

Weitere Informationen

Zu den Informationen über die Veranstaltung am 15. September 2018

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Medien-Frauen berichten in und über Afghanistan

3. September 2018 - 13:16
Über die persönlichen Erfahrungen der Gesprächsteilnehmerinnen soll das Bild von Afghanistan neu reflektiert werden. Foto: Anja Schneider/Engagement Global

Mit der Reihe „Mut, Risiko und (Über)Leben – Wie Frauen in und über Afghanistan berichten“ veranstaltet die Außenstelle Leipzig von Engagement Global sieben Gesprächsrunden, an denen afghanische Journalistinnen von ihren persönlichen Erfahrungen im Beruf und privaten Alltag berichten. Am Donnerstag, dem 13. September 2018, findet in Erfurt der Auftakt statt.

Zu Gast sind Buchautorin Nahid Shahalimi und Journalistin Sharmila Hashimi. In Erfurt nimmt zusätzlich TV-Korrespondentin Shakila Ebrahimkhil an der offenen Gesprächsrunde teil, die nach dem Ende des Taliban-Regimes als erste Frau in Afghanistan im TV arbeitete und heute eine der bekanntesten TV-Journalistinnen Afghanistans ist.

Gesprächspartnerinnen

Nahid Shahalimi reiste für ihr Buch „Wo Mut die Seele trägt“ nach Afghanistan und sprach mit Frauen und Mädchen über Träume, Mut, Trauer, und auch Lebensfreude. Sie erzählt authentische und beeindruckende Lebensgeschichten voller Stärke und Zuversicht. Auf der Grundlage des Buches ist 2017 die Dokumentation „We the Woman of Afghanistan“ entstanden, die zurzeit auf internationalen Festivals spielt.

Shakila Ebrahimkhil war Korrespondentin für Tolo TV, einem der bekanntesten TV-Kanäle in Afghanistan und interviewte unter anderem den damaligen Präsidenten Hamid Karzai. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach für den „Brave Woman Award“ nominiert. Wegen Morddrohungen durch die Taliban verließ sie Afghanistan. Der prämierte Dokumentarfilm „Facing the Dragon“ erzählt von ihrer Arbeit als eine der bekanntesten Journalistinnen in Afghanistan, von ihrer Flucht sowie ihrer Ankunft in Deutschland.

Sharmila Hashimi ist Journalistin und schreibt unter anderem für Handbook Germany und die Süddeutsche Zeitung. Seit 2014 lebt und arbeitet sie in Deutschland. Zuvor war sie als Aktivistin und Journalistin in Afghanistan tätig. 2009 gründete Sharmila Hashimi das Afghan Journalism Center, um zur Verbesserung von Demokratie und Meinungsfreiheit beizutragen und Journalistinnen und Journalisten in Afghanistan zu unterstützen.

Gemeinsam mit den (Medien-)Frauen diskutiert das Publikum in insgesamt sieben Städten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen über die Perspektiven auf Afghanistan, die Rolle der Frau, das Bild in den westlichen Medien und warum dieses oftmals einseitig ist.

Termine
  • Erfurt, Donnerstag, 13. September 2018, 17 bis 20 Uhr
  • Wurzen, Freitag, 14. September 2018, 19 bis 22 Uhr
  • Gera, Montag, 17. September 2018, 17:30 bis 20:30 Uhr
  • Hettstedt, Dienstag, 18. September 2018, 14 bis 16 Uhr
  • Aschersleben, Dienstag, 18. September 2018, 18 bis 21 Uhr
  • Nordhausen, Mittwoch, 19. September 2018, 17:30 bis 20:30 Uhr
  • Merseburg, Donnerstag, 20. September 2018, 17:30 bis 20:30 Uhr
Presseeinladung

Die Gesprächspartnerinnen stehen interessierten Journalistinnen und Journalisten für Interviews zur Verfügung. Wir bitten um vorherige Anmeldung.

Petra Gohr-Guder
Pressesprecherin
presse@engagement-global.de

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