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Aktuelle Meldungen der Engagement Global gGmbH - Service für Entwicklungsinitiativen
Aktualisiert: vor 12 Stunden 39 Minuten

Für die Rechte der Kinder

20. September 2021 - 18:29
Bei Projekten wie in Bolivien werden die Stärkung von Kinderrechten und Umweltschutz gemeinsam gedacht. Foto: Ayni

Marginalisierung, Klimawandel und Ressourcenabbau bedrohen in besonderem Maße die Lebensweise und -grundlage von indigenen Völkern, also von rund 370 Millionen Menschen weltweit. Unter ihnen sind auch Kinder, die ein besonderes Recht auf den Schutz vor Gewalt und Diskriminierung, auf eine gesunde Umwelt und kulturelle Praxis haben sollten.

Die Nichtregierungsorganisationen (NRO) Ceprosi in Peru und Ayni in Bolivien haben es sich, in Zusammenarbeit mit terre des hommes, zum Ziel gemacht, die Rechte der indigenen Jugend zu unterstützen. Ein gemeinsames Projekt der NRO, gefördert vom Programm bengo von Engagement Global, verwirklicht Maßnahmen im Bereich interkulturelle Bildung und Gewaltprävention, um die in den Ländern existierenden Gesetze zu stärken.

Der Weltkindertag in Deutschland macht jedes Jahr darauf aufmerksam, dass es trotz der Gesetze viele junge Menschen gibt, die unter prekären oder bedrohlichen Bedingungen leben. Kinder und Jugendliche in ohnehin schon marginalisierten Gruppen, wie etwa den indigenen Gemeinden, sind in besonderem Maße von Gewalt und Diskriminierung betroffen. Sie leiden verstärkt unter den Folgen des Klimawandels sowie unter der geringen Wertschätzung ihrer Kultur und dem damit einhergehenden Wissensverlust. Mädchen tragen zudem das Risiko geschlechtsbedingter Diskriminierung.

Einsatz in Peru und Bolivien

Das Projekt der NRO setzt bei dem kulturellen Wissen an. Es integriert die indigene Weltvorstellung und kulturelle Praxis in die einzelnen Maßnahmen des Projektes. Kurse zur Gewaltprävention in Schulen, Empowerment für Mädchen und junge Frauen bauen auf diesem indigenen Wissen auf, ebenso die Kommunikations- und Sensibilisierungsarbeit vor Ort, in der Region Cuzco in Peru und in der Region Cochabamba in Bolivien. Kern des Projektes ist es, Strukturen zur besseren Vernetzung für die Länder zu schaffen, gute Beispiele auszutauschen und interkulturelle Bildung unter Berücksichtigung der Genderperspektive zu stärken.

Projekte wie diese stellen über den Weltkindertag hinaus die nächste Generation in den Mittelpunkt und signalisieren den Jüngsten weltweit, dass ihre Rechte zählen. Mehr über das bis 2023 laufende Projekt erzählt Josephine Wragge von terre des hommes im Interview mit Engagement Global.

Bengo steht deutschen Nichtregierungsorganisationen (NRO) als Beratungsstelle für Fragen rund um die entwicklungspolitische Projektarbeit in Ländern des Globalen Südens zur Seite. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stellt den NRO zur Unterstützung dieser Arbeit Fördermittel bereit, die von Engagement Global verwaltet werden.

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Mitmachaktionen bei der Gartenschau Lindau

15. September 2021 - 17:18
Pius Bandte, Stadt- und Kreisrat in Lindau, Thomas Gehring und Hep Monatzeder, Abgeordnete des Bayerischen Landtags, beteiligen sich an den Mitmachaktionen. Foto: Engagement Global

Das große Jenga Spiel des 17 Ziele Mobils von Engagement Global war eine von vielen Mitmachaktionen, die den Besucherinnen und Besuchern der Gartenschau in Lindau zu den Aktionstagen zur Nachhaltigkeit geboten wurde. Zusammen mit der Ausstellung „FRIEDENSKLIMA! 17 Ziele für Gerechtigkeit und Frieden“ und dem Weltspiel, bereitgestellt durch das Programm Bildung trifft Entwicklung (BtE), bildeten sie den Mittelpunkt des Mitmachmarktes am Samstag, 10. und Sonntag, 11. September 2021. Am Ufer des Bodensees konnten sich Interessierte so spielerisch mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung und besonders mit den Themen Frieden, Klima und Ökologie auseinandersetzen.

Pius Bandte, Stadt- und Kreisrat in Lindau, besuchte die Gartenschau in seiner Heimatstadt und beteiligte sich gemeinsam mit den bayerischen Landtagsabgeordneten Thomas Gehring und Hep Monatzeder auch an den Mitmachaktionen. Die drei Politiker zeigten sich begeistert vom Engagement der Akteure. „So viele lokale Initiativen in der Friedensregion Bodensee und so viel ehrenamtliches Engagement bei den Aktionstagen zu sehen, beeindruckt und motiviert mich“, so Pius Bandte.

Von diesem Engagement konnte sich auch Elmar Stegmann, Landrat des Landkreises Lindau, überzeugen, der sich Zeit nahm, die verschiedenen Organisationen und Initiativen kennenzulernen. Gefragt, welche Maßnahme für mehr Nachhaltigkeit die Politiker in ihrem Umfeld als nächstes umsetzen möchten, wurde einstimmig die Umstellung des Verwaltungswesens auf eine faire Beschaffung genannt.

Die Aktionstage zur Nachhaltigkeit fanden erstmalig auf der Gartenschau in Lindau statt und wurden gemeinsam veranstaltet von lokalen und regionalen Initiativen, Vereinen und Organisationen wie Amnesty International Lindau, BUND Naturschutz Bayern e.V. Kreisgruppe Lindau, Außenstelle Stuttgart von Engagement Global, Eine Welt Netzwerk Bayern im Rahmen des Programms „Bildung trifft Entwicklung“, Friedensregion Bodensee e.V., friedens räume Lindau mit pax christi Diözese Augsburg e.V., Lokale Agenda 21 Stadt Lindau und Parents For Future Lindau.

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Gesicht zeigen für die 17 Ziele

6. September 2021 - 15:17
Die Außenstelle Mainz informiert kreativ auf der „Meile der Nachhaltigkeit". Foto: Birgit Steck

Wie wollen wir morgen leben? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Agenda 2030-Sonnenmarkts mit der "Meile der Nachhaltigkeit", der am Samstag, 4. September 2021, in Mainz stattfand. Insgesamt 33 Vereine und Institutionen präsentierten ihre Visionen eines nachhaltigen und global gerechten Miteinanders entlang der Ludwigsstraße sowie auf dem Bischofsplatz. Für Aufmerksamkeit und Zulauf sorgte ein buntes Programm aus Musikgruppen, Clowns auf Stelzen sowie anregende Spiele der Ausstellenden.

Die Koordinatorin der Veranstaltung, Dr. Sabine Gresch vom Agenda-Büro der Stadt Mainz, ermutigte, in der Pandemie auch eine Chance zu sehen: „Vielleicht entwickeln wir durch diese Krise eine andere Sicht auf die Welt und unsere Rolle darin. Globale Solidarität bekommt einen anderen Stellenwert.“

Foto-Mitmachaktion zu SDG

Die Frage, welche Rolle jede und jeder einelzene bei der Erreichung der globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung einnehmen kann, stand auch im Fokus der Foto-Mitmachaktion am Stand der Außenstelle Mainz von Engagement Global. Ausgerüstet mit Kreidetafeln und den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDG) stand dem Publikum die Möglichkeit offen, sich mit ihren Vorsätzen direkt vor Ort ablichten zu lassen, um diese anschließend mit nach Hause zu nehmen und dort in das alltägliche „Tun“ zu integrieren. So konnten die Besucherinnen und Besucher ihre individuellen Statements für ein global gerechtes Miteinander festhalten und sich nebenbei zu den vielfältigen Angeboten und Programmen von Engagement Global informieren.

Besonders SDG 4 „Hochwertige Bildung“ wurde von vielen der Passantinnen und Passanten als Schlüssel eines global gerechten und nachhaltigen Miteinanders gesehen. Und gerade jüngere Generationen und Familien sprachen sich dafür aus. Eine Resonanz, die das Team der Außenstelle gerne aufgenommen hat und zu entsprechenden Angeboten und Programmen von Engagement Global, wie Bildung trifft Entwicklung (BtE) und den Orientierungsrahmen, beraten hat.

Die Teilnahme der Außenstelle Mainz wurde im Rahmen des Service-Angebots von Engagement Global durchgeführt und bewegt sich mit der Mitmachaktion im Themenfeld „Agenda 2030“.

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Radtour für's Klima

16. August 2021 - 9:31
Dr. Michael Bilharz stellt in Mainz-Kastel die Klimawette vor. Engagement Global ist mit einem Stand dabei. Foto: Klaus Neuhaus

Die Sommertour der „Klimawette“ hat Halbzeit. Viele Kilometer wurden geradelt, häufig gegen die symbolische Tonne gekickt und schon einige echte Tonnen CO2 gespart. Um das erklärte Ziel der „Klimawette“, die Einsparung einer Million Tonnen CO2 bis zur Weltklimakonferenz am 1. November 2021, zu erreichen, braucht es noch mehr Unterstützerinnen und Unterstützer. Diese Woche hat Initiator Dr. Michael Bilharz einige von ihnen im Zuge seiner 100-tägigen Sommertour durch Deutschland unter anderem in Wiesbaden, Darmstadt und Frankfurt am Main getroffen. Die Außenstelle Mainz von Engagement Global radelte mit.

Diskussion zum Klima

Klimaschutz-Engagierte aus Wiesbaden und Mainz haben gemeinsam am Sonntag, 8. August 2021, dazu eingeladen, im Wiesbadener Ortsbezirk Mainz-Kastel die Tonne zu kicken – und viele Interessierte kamen. Radfahrer Dr. Michael Bilharz wurde mit seiner symbolischen Tonne CO2 nicht nur von der Wiesbadener Stadträtin Dr. Tilli Reinhardt und Janina Steinkrüger, designierten Dezernentin für Umwelt, Grün, Energie und Verkehr Mainz, am Kasteler Kransand-Ufer empfangen, auch acht Bundestagskandidatinnen und -kandidaten aus den beiden Landeshauptstädten waren vor Ort. Zuvor hatten diese bei einer zweistündigen Podiumsdiskussion Themen rund um Klimaschutz auf Stadt- und Landesebene besprochen. Stellvertretend hat Stadträtin Dr. Tilli Reinhardt die Wette für die Stadt Wiesbaden angenommen.

Mit der Sommertour „Kickt die Tonne!“ fährt Dr. Michael Bilharz für einen ambitionierten Klimaschutz, das 1,5-Grad-Ziel und CO2-Vermeidung durch rund 200 Städte in Deutschland. Die Aktion soll auf die Klimawette aufmerksam machen, die der Verein „3 fürs Klima“ im Jahr 2020 ausgerufen hat und dessen Vorstandssprecher Dr. Michael Bilharz ist. Der Verein, der von Umweltexpertinnen und -experten gegründet wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen dabei zu unterstützen, den CO2-Fußabdruck zu reduzieren, Reste zu kompensieren und das persönliche Umfeld ebenfalls dazu zu motivieren.

Die Außenstelle Mainz signalisierte vor Ort Unterstützung für Projekte und Initiativen für ein gerechtes und nachhaltiges globales Miteinander. „Dazu gehört auch, dass im Sinne der Klimagerechtigkeit dafür gesorgt werden muss, dass die heute ungleiche Verteilung der Folgen der globalen Erwärmung unter Berücksichtigung des Verursacherprinzips ausgeglichen wird“, betont Birgit Steck, Leiterin der Außenstelle Mainz, in einem Redebeitrag. „Gerade die Bevölkerung des globalen Südens, die am wenigsten zum Klimawandel beiträgt, hat oftmals am stärksten und ungeschütztesten unter seinen Folgen zu leiden.“

Radtour durch Hessen

Theresa Holzer und Kathrin Hammes vom Außenstellen-Team radelten von Mainz aus gemeinsam mit Dr. Michael Bilharz in die nächsten Städte weiter. In Darmstadt wurden die Radfahrerinnen und Radfahrer am Montag, 9. August 2021, von Vertreterinnen und Vertretern von lokalen Institutionen sowie von Oberbürgermeister Jochen Partsch vor dem Rathaus begrüßt, der die ambitionierte Klimawette für seine Stadt akzeptierte. Die Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt am Main bekamen am selben Tag wenige Stunden später die Gelegenheit, gemeinsam mit dem BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.), der das Rahmenprogramm gestaltete, auf dem Opernplatz gegen die CO2-Tonne zu kicken. Aus der Satteltasche heraus informierte die Außenstelle Mainz, wie auch bei den anderen Stopps, über Angebote und Programme von Engagement Global sowie die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Am Sonntag, 22. August 2021, wird auch die Außenstelle Düsseldorf zu dieser Aufgabe beitragen. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller wird die Außenstelle Dr. Michael Bilharz in der Landeshauptstadt in Empfang nehmen. Beim Halt der Klimawette in Werder am Samstag, 25. September 2021, zum Aktionstag „Werder for Future“ ist die Außenstelle Berlin mit dabei – mit dem 17-Ziele-Mobil und vielen Mitmachangeboten. Anschließend radeln sie mit Dr. Michael Bilharz nach Potsdam, um auch dort die Klimawette zu begleiten. Weitere Stationen der Sommertour, bei denen Engagement Global vertreten sein wird, sind Hamburg und Dessau.

Die nächsten Stopps der Sommertour, bei denen Engagement Global voraussichtlich dabei sein wird:

  • Sonntag, 22. August 2021, 17:00 Uhr: Düsseldorf, Rathaus
  • Freitag, 17. September 2021, 13:00 Uhr: Hamburg
  • Samstag, 25. September 2021, 14 Uhr: Werder
  • Sonntag, 3. Oktober 2021, 19:00 Uhr: Dessau
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Digitales Quiz zur Fashion Week

12. Juli 2021 - 16:04
Auch beim Kleidungskauf ist Fairness wichtig. Das verdeutlichte das Fashion Quiz den Teilnehmenden spielerisch. Foto: Bildschoen13

Ob der durchschnittliche Weg einer Jeans eher der Route eines Weißstorchflugs oder Angela Merkels Dienstreisen in 2019 nahekommt, beantworteten 42 Ratende beim Digitalen Fashion Quiz am 7. Juli 2021. Engagement Global hat viele Informationen rund um „Fairness beim Kleiderkauf“ in diesem Quiz aufgegriffen. Anlass war die vom 5. bis 9. Juli 2021 stattfindende „Frankfurt Fashion Week“, bei der mit dem überwiegend digitalen Programm ein Fokus auf die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung gelegt wurde.

Das Moderatoren-Duo Tom und Darren aus Hamburg führte die Teilnehmenden durch das thematisch passende Fashion Quiz von Engagement Global. Die drei Fragerunden orientierten sich an den ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Dimensionen von Nachhaltigkeit. Aufgelockert wurde das Quiz durch zwei Filme, die die Akademie Mode & Design (AMD) am Standort Wiesbaden als Kooperationspartner der Veranstaltung beigesteuert hatte: Im „Ateliergespräch mit AMD-Studierenden zu nachhaltiger Mode“ gaben die Modermacherinnen und -macher der Zukunft einen Einblick in ihr kreatives Schaffen und zeigten, wie sie sich während des Sommersemesters 2021 mit Nachhaltigkeit in der Mode auseinandergesetzt hatten. So war nicht nur eine kleine Kollektion entstanden, sondern auch das fiktive Label „Greenix“, das auf einem gemeinsam erarbeiteten Manifest basiert, in dem sich die Studierenden zu einer nachhaltigen Modeschöpfung bekennen.

In der zweiten Rundenpause hatten die AMD-Modedesignerinnen und -designer Dr. Kristina Nolte, Leiterin des Bereichs Kommunikation in der Geschäftsstelle des Grünen Knopfs, interviewt. „Es gibt einen Siegel-Dschungel und selbst für informierte Verbraucherinnen und Verbraucher ist es schwierig zu sehen, welches Siegel für welche Standards stehen. Der Grüne Knopf schafft als Metasiegel einen Überblick und sortiert. Er berücksichtigt soziale und ökologische Kriterien und – im Unterschied zu anderen Siegeln – nimmt auch die Unternehmen in den Fokus bezüglich der Risiken.“ Hinter dem Grünen Knopf steht das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als Siegelgeber.

Gefragt nach der größten Selbstkritik des Siegels sagte Nolte, dass der Grüne Knopf seit seinem Start Ende 2019 46 Anforderungen an die zu zertifizierenden Textilien stelle. Diese konzentrieren sich momentan auf die Produktionsstufen Nähen und Zuschneiden, sowie Bleichen und Färben. „Aber auch in den anderen Lieferkettenstufen gibt es prekäre Arbeitsverhältnisse und Umweltverschmutzungen. Hier werden wir in den nächsten Jahren nachschärfen. Wir sind kurz davor, den neuen Standard öffentlich zur Diskussion zur stellen. Zukünftig werden beispielsweise existenzsichernde Löhne eine größere Rolle spielen.“ Das Fashion Quiz wurde von der Außenstelle Mainz von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) durchgeführt.

Das Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) will Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen motivieren und zu eigenem Engagement für eine nachhaltigere Welt ermutigen. Mit unterschiedlichen Formaten bringt EBD einer breiten Öffentlichkeit oder ausgewählten Zielgruppe entwicklungspolitische Themen nahe – bundesweit durch die sechs Außenstellen von Engagement Global.

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Mobilisierung der Wirtschaft für globale Nachhaltigkeit

6. Juli 2021 - 13:15
Mit einem moderierten Gespräch der Expertinnen und Experten am Mittwochabend endeten die Koblenzer Werkstatttage. Foto: Engagement Global

Wie Unternehmen erfolgreich geführt und gleichzeitig globale Nachhaltigkeitsziele im Auge behalten werden, zeigten die Koblenzer Werkstatttage „Wirtschaften mit globaler Verantwortung“ mit vier digitalen Workshops und einer hybriden Abendveranstaltung. Sie wurden am 29. und 30. Juni 2021 von der Außenstelle Mainz von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD), in Kooperation mit dem ISSO Institut Koblenz durchgeführt.

Vier digitale Workshops – für Wirtschaft mit Nachhaltigkeit

Im ersten Workshop am Dienstagvormittag verdeutlichte Mathias Brandt von der IHK Koblenz, wie mit Kommunikation und Kooperationen Brücken geschlagen werden können zwischen privatwirtschaftlichen Investitionen und den Zielen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Auch staatliche Stellen beteiligen sich. Prof. Dr. Clemens Wollny von der TH Bingen zeigte dies an dem Beispiel einer Machbarkeitsstudie zu einer Kompostierungsanlage in Kigali, Ruanda, die von der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) finanziert wurde. Mit dem „SDG Compass“ präsentierte Doreen Hermann von CQC Consult im zweiten Workshop am Nachmittag ein Werkzeug für Firmen, mit dem aus den Sustainable Development Goals (SDG) konkrete Maßnahmen abgeleitet werden können.

„Jetzt stellen sich die Weichen für viele Unternehmen, ob sie in zehn oder 20 Jahren noch dieselben Marktanteile haben werden wie heute. Für ein verantwortungsvolles Handeln ist die Verankerung der Sorgfaltsprozesse sinnvoll und als langfristige Investition zu sehen“, machte Erik Wessels vom Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte im Workshop „Global verantwortlich in Rheinland-Pfalz. Menschenrechtliche Sorgfaltsprozesse im Unternehmen verankern“ am Mittwochvormittag deutlich. Carolin Seeger, ebenfalls Expertin beim Helpdesk, nahm den Teilnehmenden die Sorge vor komplizierten Verfahren: „Man fängt nie bei null an. Es gibt immer schon bestehende Prozesse, auf die aufgebaut werden kann.“

Im vierten Workshop gab Prof. Dr. Nadine Kammerlander von der WHU in Vallendar am Nachmittag Impulse zum „Verantwortungsvollen Wirtschaften eines jeden Einzelnen – mit Konsequenzen in alle Richtungen“. Im Workshop wurden drei zentrale Thesen erarbeitet: Der Mensch müsse im Mittelpunkt wirtschaftlicher Aktivitäten stehen, Akteure aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft gelte es zu vernetzen sowie das Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele ernsthaft zu verfolgen.

Hybrider Abschluss – mit Keynote und Expertengespräch

Während der hybriden Abendveranstaltung zum Abschluss der Werkstatttage erläuterte auch Prof. Christian Berg in seiner Keynote „Global nachhaltige Wirtschaften – Verantwortung und Chance zugleich“, dass es zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele keine punktuellen Lösungen gebe. Vielmehr müsse systemisch gedacht, Zielkonflikte vermieden und Synergien genutzt werden.

Im Gespräch mit Moderatorin Ulrike Nehrbaß gefragt nach konkreten Maßnahmen sollte er je Wirtschaftsminister werden, würde Berg eine Erhöhung des CO2-Preises durchsetzen und sich für mehr Transparenz stark machen. Obwohl Berg mehrfach auf die Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen hinwies, betonte er auch, dass ein integrativer Ansatz und globale wirtschaftliche Rahmenbedingungen nötig seien.

Die Abendveranstaltung wurde live übertragen und kann weiterhin online abgerufen werden.

Das Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) will Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen motivieren und zu eigenem Engagement für eine nachhaltigere Welt ermutigen. Mit unterschiedlichen Formaten bringt EBD einer breiten Öffentlichkeit oder ausgewählten Zielgruppe entwicklungspolitische Themen nahe – bundesweit durch die sechs Außenstellen von Engagement Global.

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Vielfalt unter einem Dach

24. Juni 2021 - 10:30
Ziel des DAJW ist es, den Austausch der jungen Generation über Landesgrenzen hinweg zu förndern. Foto: Pexels, freepik, istock, pixabay

Das Deutsch-Afrikanische Jugendwerk (DAJW) wird junge Menschen aus Deutschland und den Ländern des afrikanischen Kontinents in ihrem Engagement für nachhaltige Entwicklung unterstützen. Seine Begegnungsformate Teams up! und Team works! bringen Jugendgruppen zusammen und junge Fachkräfte in Austausch. Erfahrungen teilen und Ideen entwickeln, gemeinsam lernen und handeln – dazu möchte das DAJW mit seinen Angeboten beitragen.

Zwei Angebote – ein Ziel

Konkret angesprochen werden mit dem neuen Angebot zum einen zivilgesellschaftliche Träger aus der Jugendarbeit: Das Angebot Teams up! fördert den internationalen Jugendaustausch sowie daran angeschlossene Begleit- und Modellprojekte. Es ermöglicht Jugendgruppen aus Deutschland und afrikanischen Ländern, an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten. Inhaltlich setzen sich die Jugendlichen – ob Theatergruppen, Fußballvereine oder Umwelt-AGs – dabei mit einem der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) auseinander.

Bei Team works! – dem zweiten Angebot des DAJW – bilden junge und erfahrene Fachkräfte ein Tandem für nachhaltige Entwicklung. Zusammen mit dem Senior Experten Service (SES) ermöglicht das DAJW jungen Berufstätigen aus Deutschland und aus afrikanischen Ländern auf diese Weise vierwöchige Einsätze in einem Partnerbetrieb.

Beide Angebote des DAJW eint das Ziel, das Engagement und den Austausch der jungen Generation in afrikanischen Ländern und in Deutschland zu stärken und zu fördern.

Austausch voranbringen – mit starken Partnerschaften

Bei seinem Anliegen setzt das DAJW auf starke und bewährte Partnerschaften: Teams works! etwa wird vom Senior Experten Service (SES) durchgeführt, der seit vielen Jahren mit unterschiedlichen Partnerbetrieben in Deutschland und afrikanischen Ländern zusammenarbeitet.

Teams up! hingegen profitiert von einem großen und vielfältigen Netzwerk zivilgesellschaftlicher Partner aus der Jugendarbeit: Es knüpft an das bisherige Angebot von Engagement Global für internationalen Jugendgruppenaustausch – weltwärts-Begegnungsprojekte – an. Teams up! möchte außerdem gezielt Antragstellende aus Zielgruppen erreichen, die bisher nicht oder nur wenig mit entwicklungspolitischen Themen in Kontakt gekommen sind. Das DAJW arbeitet hierfür mit erfahrenen Partnern wie der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) zusammen.

Clara Wengert, Geschäftsstellenleiterin des DAJW, ist zuversichtlich: "Über verschiedene Formate des Austauschs wird das Jugendwerk jungen Menschen aus Deutschland und afrikanischen Ländern die Möglichkeiten eröffnen, voneinander zu lernen und miteinander Zukunft zu gestalten. In Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Trägern und Unternehmen auf beiden Seiten wollen wir ein starkes Netzwerk für Jugendaustausch entstehen lassen."

Das DAJW ist ein Angebot von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Es wird bei seiner Förderlinie Team works! Fachkräftebegegnungen für nachhaltige Entwicklung vom Senior Experten Service (SES) unterstützt.

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Ein Café, viele Geschichten

23. Juni 2021 - 13:24
Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik startet zum Schuljahresbeginn 2021/2022 in eine neue Runde. Foto: Engagement Global

Wieso schwimmt immer mehr Plastikmüll in unseren Weltmeeren? Welche Auswirkungen hat unser Konsumverhalten weltweit? Und wie sieht eigentlich der Alltag von Menschen in anderen Teilen der Erde aus? Es sind Fragen wie diese, die durch den Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik Einzug in die Klassenzimmer aller Schulformen und -fächer erlangen – und das deutschlandweit.

Der Wettbewerb motiviert Kinder und Jugendliche sich gemeinsam mit ihren Lehrkräften mit globalen Themen zu beschäftigen. Durch die Auseinandersetzung mit eigenen und fremden Lebensrealitäten wird der Perspektivwechsel gefördert und Schülerinnen und Schüler lernen, globale Zusammenhänge zu erkennen und eigene Handlungsideen im Sinne des EINE WELT-Gedankens zu entwickeln. Dies gelingt besonders durch Projekte, die im Austausch mit Menschen aus dem Globalen Süden entstanden sind. Durch persönliche Gespräche und Begegnungen erhalten Kinder und Jugendliche einen tiefen Einblick in die Lebenswelten von Menschen in anderen Ländern und setzen sich so mit der eigenen, aber auch fremden Wertorientierung und ihrer Bedeutung für die Lebensgestaltung auseinander.

Auch in der vergangenen Runde des Schulwettbewerbs wurden wieder zahlreiche Beiträge eingereicht, die in partnerschaftlicher Zusammenarbeit entstanden sind und durch die internationale Begegnung bereichert wurden. Dabei standen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, speziell Themen wie Ressourcenschutz, nachhaltiger Konsum, Klima und Gesundheit sowie kultureller Austausch und die Erarbeitung gemeinsamer Handlungsideen für eine nachhaltigere Gestaltung des Lebensalltags im Globalen Norden und Süden, im Fokus der partnerschaftlichen Projekte.

Durch ihr Engagement werden sich Schülerinnen und Schüler ihrer vielfältigen Möglichkeiten zur verantwortlichen Mitwirkung im globalen Entwicklungsprozess und der aktiven Gestaltung eines nachhaltigen Miteinanders zunehmender bewusst. Ihre Projekte tragen zudem dazu bei, andere Menschen im Bereich globale Entwicklung weiterzubilden.

So treten einige Projektgruppen nach Fertigstellung ihrer Arbeiten aktiv an andere Schulen oder gar die Lokalpolitik heran, um das erlangte Wissen weiterzugeben und das Recht auf Bildung zu einer Pflicht werden zu lassen.

Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik startet zum Schuljahresbeginn 2021/2022 in eine neue Runde. Dann können erneut kreative und nachhaltige Projekte zu den Themen der EINEN WELT eingereicht werden!

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Zur Internetseite des Schulwettbewerbs

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Sport für fairen Handel

23. Juni 2021 - 11:08
Zwei der Hauptpersonen von „#einBall“, Amal und Ruben, sprechen über die faire Produktion von Fußbällen. Foto: Rock’n’Roll Pictures

Fairness, Respekt und Toleranz sind Werte, die auf jedem Sportplatz gelten. Aber auch abseits des Feldes sollte Fair Play selbstverständlich sein. Der Herausforderung, Sport und nachhaltige Entwicklung zusammenzubringen, stellen sich immer mehr Akteure.

Engagement Global ist seit einigen Jahren in diesem Bereich aktiv und vermittelt seit 2016 gemeinsam mit Sportverbänden Werte wie Gleichberechtigung und Weltoffenheit, aber auch Informationen zu globaler Verantwortung, etwa bei der nachhaltigen Produktion von Sportartikeln, wahrgenommen werden kann. Das komplexe Feld wird in dem Film „#einBall“ aufgegriffen. Er ist entstanden aus der Kooperation des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) von Engagement Global mit dem Bündnis #sporthandeltfair.

„#einBall“ stellt die sozial und ökologisch faire Herstellung von Fußbällen in den Mittelpunkt. Die Hauptpersonen der Dokufiktion sind drei junge Menschen – Amal, Ruben und Riaz –, die sich dafür einsetzen, dass Riaz‘ Onkel in Sialkot, Pakistan, sein Unternehmen auf faire Produktion umstellt. Dabei müssen sie nicht nur den Onkel überzeugen, sondern auch einige praktische Herausforderungen bewältigen. „#einBall“ zeigt, wer die drei Akteurinnen und Akteure unterstützt und was sie lernen.

Dass der Film zwar fiktionalisiert, aber sehr realistisch sei, erzählt Pasha Abdul Latif, der im Film den Onkel spielt, und der Vorführung aus Sialkot zugeschaltet war. Er berichtete von seinem eigenen Onkel, der eine Textilfabrik besitze und seit dem Dreh mit der Umstellung der Produktion angefangen habe, um seine Produkte zertifizieren zu lassen.

„Ziel war es einen Film zu machen, der eine junge Zielgruppe anspricht und diese für die Themen fairer Handel und nachhaltige Produktion von Sportprodukten begeistern kann. Gleichzeitig sollte er kompakt sein und eher als Einstieg für vertiefte Bildungsarbeit dienen“, erläuterte Jenny Hellmann von der Außenstelle Düsseldorf von Engagement Global bei der Filmrelease.

Diese fand digital statt. Teilgenommen haben Multiplikatorinnen und Multiplikatoren von Nichtregierungsorganisationen und Bildungseinrichtungen, ein Ballhersteller sowie Verantwortliche aus Sportvereinen und -verbänden. Außerdem wurde die Filmrelease genutzt, um umfassendes Begleitmaterial für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit vorzustellen. Dieses bietet Anregungen zur Vertiefung des Themas.

Mit dem Film „#einBall“ und dem dazugehörigen Begleitmaterial können junge Menschen in Sportvereinen sowie in Freizeit- und Bildungseinrichtungen an das Thema fairer Handel im Sport herangeführt werden. Die einzelnen Module stehen auch in Versionen für die Bearbeitung des Themas an Hochschulen zur Verfügung.

Das Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) will Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen motivieren und zu eigenem Engagement für eine nachhaltigere Welt ermutigen. Mit unterschiedlichen Formaten bringt EBD einer breiten Öffentlichkeit oder ausgewählten Zielgruppe entwicklungspolitische Themen nahe – bundesweit durch die sechs Außenstellen von Engagement Global.

EBD ermittelt auf Ebene der Bundesländer wie auch bundesweit entwicklungspolitische Handlungsbedarfe und konzipiert dazu passgenaue Informations- und Bildungsmaßnahmen.

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Bessere Bildungschancen für geflüchtete Kinder

18. Juni 2021 - 10:48
Kinder früh auf die Schule vorzubereiten, hilft ihnen bei der Eingewöhnung. Foto: Unsplash

Jedes Jahr am 20. Juni wird der Weltflüchtlingstag begangen. Der Tag macht darauf aufmerksam, dass Millionen von Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung oder den Folgen des Klimawandels sind. Auch ruft der Tag dazu auf, Geflüchtete an allen Lebensbereichen teilhaben zu lassen – von der Gesundheitsversorgung bis hin zum Sport. Ebenso sollen geflüchtete Menschen eine Chance auf Bildung bekommen.

Das Programm bengo von Engagement Global unterstützt aktuell ein Projekt des Vereins Orienthelfer e. V., das syrische geflüchtete Kinder und ihre Familien im Libanon auf den Besuch der Grundschule vorbereitet. Orienthelfer e. V. arbeitet in diesem Projekt wiederum mit der indischen Nichtregierungsorganisation AMURT (Ananda Marga Universal Relief Team) zusammen, die unter anderem Entwicklungsprojekte im Libanon durchführt.

Vorschulbildung und psychosoziale Unterstützung im Libanon

Viele der im Libanon lebenden syrischen Familien haben mit Armut, aber auch mit psychosozialen Problemen zu kämpfen. Psychosozial meint, die Psyche und das soziale Verhalten betreffend. Dazu kommen Hindernisse beim Zugang zu Bildung. Um die Chance auf Bildung für Kinder im Vorschulalter in der Region Chouf zu erhöhen, werden diese intensiv auf die erste Klasse des öffentlichen Schulsystems vorbereitet.

In die Vorbereitung sind speziell geschulte Lehrkräfte involviert, aber auch Expertinnen und Experten, die sich den psychosozialen Belangen der Kinder annehmen. Die Eltern erhalten durch eine Familienberatung dahingehend Unterstützung, das Bildungsbedürfnis ihrer Kinder zu priorisieren – trotz der oftmals schwierigen Lebensumstände.

Ziel des Projekts ist es, dass die Kinder nach der Vorbereitungszeit am libanesischen Schulunterricht teilnehmen. Zudem sollen die Abbruchquote gesenkt und die Chance auf einen positiven Bildungsweg erhöht werden.

Das Programm bengo

Bengo steht deutschen Nichtregierungsorganisationen (NRO) als Beratungsstelle für Fragen rund um die entwicklungspolitische Projektarbeit in Ländern des Globalen Südens zur Seite. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stellt den NRO zur Unterstützung dieser Arbeit Fördermittel bereit, die von Engagement Global verwaltet werden.

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Das bengo-Antragsportal öffnet

15. Juni 2021 - 11:46
Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule an den Römersteinen setzen sich mit den Themen Recycling, Artenvielfalt oder Ernährungssicherheit auseinander. Foto: Pixabay

Die Mainzer Grundschule an den Römersteinen hat schon 2017 begonnen, das Thema Nachhaltigkeit im Unterricht zu verankern. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wurde während eines fachlich begleiteten Studientages in eine Vision und konkrete Ziele gegossen. Mehrere Arbeitsgruppen entstanden. „Die Nachhaltigkeitsdetektive“ beispielsweise beschäftigen sich mit dem Thema Konsum und bewusstes Handeln. Zum umweltbewussten Handeln gehört auch ein sparsamer Umgang mit Energie: Die Schule beteiligt sich am Projekt KESch (Klimaschutz durch Energiesparen an Schulen) und wurde 2019 mit der höchsten möglichen Punktzahl ausgezeichnet für ihre Bemühungen, Wasser, Strom und Gas zu sparen.

Mülltrennung, Recycling, Plastikvermeidung und Artenvielfalt sind weitere Themen, die methodisch ideenreich ihren Niederschlag im Unterricht finden. Die Schülerinnen und Schüler tragen, was sie gelernt haben, auch aus der Schule heraus, etwa mit dem Theaterstück „Alle satt?“ oder indem sie – wie im April 2019 geschehen – an der Kinder-Uni Mainz teilnehmen.

Im Unterricht wurden 2020, gefördert über das Aktionsgruppenprogramm von Engagement Global, fünf Workshops durchgeführt, deren roter Faden die Frage globaler Gerechtigkeit war, also wie sich unser Konsumverhalten weltweit auswirkt. Ob Abfall oder Recycling, Kinderarbeit, Artenvielfalt oder Ernährungssicherheit – immer sind mit dem Lernen im BNE-Kontext Erkenntnisse verbunden zu globalen Abhängigkeiten und Auswirkungen. Der Workshop zu Fair play und Kinderrechten etwa thematisierte am Beispiel Spielzeugproduktion die Themen Kinderarbeit und Kinderrechte. Im Workshop zur Ernährung ging es am Beispiel Fair-Trade-Schokolade um Ernährungsgewohnheiten anderer Menschen auf der Erde, um globale Transportwege unserer Lebensmittel und die damit verbundenen Folgen für die Natur und die Lebensbedingungen anderer Menschen.

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Buko 2021: Kommunen als Treiber für Entwicklung

15. Juni 2021 - 10:18
Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule an den Römersteinen setzen sich mit den Themen Recycling, Artenvielfalt oder Ernährungssicherheit auseinander. Foto: Pixabay

Die Mainzer Grundschule an den Römersteinen hat schon 2017 begonnen, das Thema Nachhaltigkeit im Unterricht zu verankern. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wurde während eines fachlich begleiteten Studientages in eine Vision und konkrete Ziele gegossen. Mehrere Arbeitsgruppen entstanden. „Die Nachhaltigkeitsdetektive“ beispielsweise beschäftigen sich mit dem Thema Konsum und bewusstes Handeln. Zum umweltbewussten Handeln gehört auch ein sparsamer Umgang mit Energie: Die Schule beteiligt sich am Projekt KESch (Klimaschutz durch Energiesparen an Schulen) und wurde 2019 mit der höchsten möglichen Punktzahl ausgezeichnet für ihre Bemühungen, Wasser, Strom und Gas zu sparen.

Mülltrennung, Recycling, Plastikvermeidung und Artenvielfalt sind weitere Themen, die methodisch ideenreich ihren Niederschlag im Unterricht finden. Die Schülerinnen und Schüler tragen, was sie gelernt haben, auch aus der Schule heraus, etwa mit dem Theaterstück „Alle satt?“ oder indem sie – wie im April 2019 geschehen – an der Kinder-Uni Mainz teilnehmen.

Im Unterricht wurden 2020, gefördert über das Aktionsgruppenprogramm von Engagement Global, fünf Workshops durchgeführt, deren roter Faden die Frage globaler Gerechtigkeit war, also wie sich unser Konsumverhalten weltweit auswirkt. Ob Abfall oder Recycling, Kinderarbeit, Artenvielfalt oder Ernährungssicherheit – immer sind mit dem Lernen im BNE-Kontext Erkenntnisse verbunden zu globalen Abhängigkeiten und Auswirkungen. Der Workshop zu Fair play und Kinderrechten etwa thematisierte am Beispiel Spielzeugproduktion die Themen Kinderarbeit und Kinderrechte. Im Workshop zur Ernährung ging es am Beispiel Fair-Trade-Schokolade um Ernährungsgewohnheiten anderer Menschen auf der Erde, um globale Transportwege unserer Lebensmittel und die damit verbundenen Folgen für die Natur und die Lebensbedingungen anderer Menschen.

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Umweltschutz im Kleinen: ganz groß

7. Juni 2021 - 13:29
Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule an den Römersteinen setzen sich mit den Themen Recycling, Artenvielfalt oder Ernährungssicherheit auseinander. Foto: Pixabay

Die Mainzer Grundschule An den Römersteinen hat schon 2017 begonnen, das Thema Nachhaltigkeit im Unterricht zu verankern. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wurde während eines fachlich begleiteten Studientages in eine Vision und konkrete Ziele gegossen. Mehrere Arbeitsgruppen entstanden. „Die Nachhaltigkeitsdetektive“ beispielsweise beschäftigen sich mit dem Thema Konsum und bewusstes Handeln. Zum umweltbewussten Handeln gehört auch ein sparsamer Umgang mit Energie: Die Schule beteiligt sich am Projekt KESch (Klimaschutz durch Energiesparen an Schulen) und wurde 2019 mit der höchsten möglichen Punktzahl ausgezeichnet für ihre Bemühungen, Wasser, Strom und Gas zu sparen.

Mülltrennung, Recycling, Plastikvermeidung und Artenvielfalt sind weitere Themen, die methodisch ideenreich ihren Niederschlag im Unterricht finden. Die Schülerinnen und Schüler tragen, was sie gelernt haben, auch aus der Schule heraus, etwa mit dem Theaterstück „Alle satt?“ oder indem sie – wie im April 2019 geschehen – an der Kinder-Uni Mainz teilnehmen.

Im Unterricht wurden 2020, gefördert über das Aktionsgruppenprogramm von Engagement Global, fünf Workshops durchgeführt, deren roter Faden die Frage globaler Gerechtigkeit war, also wie sich unser Konsumverhalten weltweit auswirkt. Ob Abfall oder Recycling, Kinderarbeit, Artenvielfalt oder Ernährungssicherheit – immer sind mit dem Lernen im BNE-Kontext Erkenntnisse verbunden zu globalen Abhängigkeiten und Auswirkungen. Der Workshop zu Fair play und Kinderrechten etwa thematisierte am Beispiel Spielzeugproduktion die Themen Kinderarbeit und Kinderrechte. Im Workshop zur Ernährung ging es am Beispiel Fair-Trade-Schokolade um Ernährungsgewohnheiten anderer Menschen auf der Erde, um globale Transportwege unserer Lebensmittel und die damit verbundenen Folgen für die Natur und die Lebensbedingungen anderer Menschen.

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Entwicklungspolitische Themen in Kitas platzieren

1. Juni 2021 - 14:54
Mit verschiedenen Bildungsangeboten fördert Engagement Global Globales Lernen und sensibilisiert für Solidarität. Foto: Anja Lehmann

Jedes Jahr am 1. Juni macht der Internationale Kindertag auf die individuellen Bedürfnisse und Rechte von Kindern aufmerksam. Eines der wichtigsten Rechte ist das Recht auf Bildung, das in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und in der Kinderrechtskonvention verankert ist. Bildung ist unter anderem deshalb so essenziell, weil sie Menschen dazu befähigt, sich für die eigenen Rechte einzusetzen und sich solidarisch für die Rechte anderer zu engagieren.

Um bereits die Jüngsten für globale Zusammenhänge und Solidarität zu sensibilisieren, unterstützt Engagement Global pädagogische Fachkräfte dabei, entwicklungspolitische Themen im Kita-Alltag zu platzieren.

In Online-Informationsveranstaltungen können sich Erzieherinnen und Erzieher sowie Engagierte in Kitas über die verschiedenen Angebote von Engagement Global für den Elementarbereich informieren. Zum Beispiel über Bildung trifft Entwicklung (BtE) oder das Aktionsgruppenprogramm (AGP). Während das AGP den Kitas eine finanzielle Förderung für entwicklungspolitische Projektwochen oder Aktionstage bietet, vermittelt BtE Referentinnen und Referenten, die den Kindern altersgerecht globale Themen wie Fairen Handel näherbringen.

Umgesetzt werden die Informationsveranstaltungen regional von den Außenstellen von Engagement Global. So zum Beispiel am 17. Juni 2021 von der Außenstelle Leipzig für Interessierte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Interessierte aus Mitteldeutschland können sich per Mail an die Außenstelle wenden.

Am 30. September 2021 führt die Außenstelle Mainz eine Online-Veranstaltung zum Thema „Fairer Handel und Globales Lernen in der Kita“ durch. Interessierte aus Hessen erhalten in Vorträgen und Workshops Impulse und Tipps, wie Inhalte des fairen Handels und des Globalen Lernens in Kitas spielerisch und alltagsnah umgesetzt werden können.

Die Außenstellen von Engagement Global fungieren als regionale Anlaufstellen für alle Fragen rund um entwicklungspolitisches Engagement in den Bundesländern. Die Außenstelle Leipzig ist für die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zuständig; die Außenstelle Mainz für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

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