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Aktuelle Meldungen der Engagement Global gGmbH - Service für Entwicklungsinitiativen
Aktualisiert: vor 10 Stunden 24 Minuten

Mut und Risiko in Afghanistan

19. September 2018 - 17:08
Nahid Shahalimi, Autorin und Künstlerin, bei der Auftaktveranstaltung in Erfurt. Foto: Engagement Global/Samantha Font-Sala

Am Donnerstag, dem 13. September 2018, fand in Erfurt die Auftaktveranstaltung der Reihe „Mut, Risiko und (Über)Leben – Wie Frauen in und über Afghanistan berichten“ statt. Zu Gast waren drei Referentinnen, die mit beeindruckenden Lebensgeschichten von einem Land erzählten, das überwiegend mit Krieg, Terror und Anschlägen in Verbindung gebracht wird. Gemeinsam mit dem Publikum diskutierten die Buchautorin Nahid Shahalimi sowie die Journalistinnen Shakila Ebrahimkhil und Sharmila Hashimi am Donnerstagabend über die Rolle von Frauen, Medien und Demokratie in Afghanistan.

Drei Frauen aus Afghanistan, drei Geschichten

Nahid Shahalimi floh vor 30 Jahren mit ihrer Mutter aus Afghanistan. Heute lebt sie als Künstlerin, Aktivistin und Buchautorin mit ihren Kindern in München. Shakila Ebrahimkhil ist ehemalige TV-Korrespondentin. Nach einem Anschlag der Taliban und Morddrohungen gegen sie und ihr Team floh sie nach Deutschland. Heute lebt sie mit ihren Kindern in Darmstadt und absolviert ein Praktikum bei der Deutschen Welle in Bonn. Sharmila Hashimi ist Aktivistin und Journalistin. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin, arbeitet unter anderem für Handbook Germany und die Süddeutsche Zeitung und tritt aktiv für Meinungsfreiheit und Demokratie ein.

Die Veranstaltungsreihe mit insgesamt sieben Terminen organisiert die Außenstelle Leipzig von Engagement Global. Moderiert von Sabine Witt, Projektleiterin bei Engagement Global und Duska Roth, berichteten die drei Referentinnen zunächst von ihren persönlichen Erfahrungen auf und nach der Flucht, der Arbeit als Journalistinnen in Afghanistan und der Ankunft und der Integration in Deutschland. Bei der anschließenden Fragerunde waren die Erfurterinnen und Erfurter eingeladen, ihre Fragen an die drei Referentinnen zu stellen. Bei Getränken und Snacks konnten sich die Teilnehmenden im lockeren Rahmen mit den drei Frauen austauschen.

Deutlich wurde bereits am ersten Abend, dass Mut und Risiko verschiedene Facetten haben. Für eine Frau in Khabul kann die Ausübung eines Berufes möglich sein, während auf dem Land bereits der Besuch einer Schule eine Herausforderung ist. Auch die drei Referentinnen berichten von ihren verschiedenen Lebenswegen in einem Land, das geprägt ist von langen Jahren des Krieges, einer jungen Bevölkerung und dem Einfluss von internationalen Akteuren.

Innerhalb der Veranstaltungsreihe finden noch zwei weitere Termine statt:

  • Nordhausen, Mittwoch, 19. September 2018, 17:30 bis 20:30 Uhr
  • Merseburg, Donnerstag, 20. September 2018, 17:30 bis 20:30 Uhr

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um vorherige Anmeldung wird gebeten. Die Veranstaltungen finden Sie im Veranstaltungskalender von Engagement Global.

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Seit 10 Jahren weltwärts im entwicklungspolitischen Freiwilligendienst

18. September 2018 - 16:17
Rund 1.000 Gäste feierten das 10-jährige Jubiläum von weltwärts. Foto: Inga Kjer/Engagement Global

Das mit weißer Kreide auf dem Gehweg aufgesprühte Signet des weltwärts-Jubiläums wies den Weg. Dieser führte die rund 1.000 geladenen Gäste, darunter rund 600 ehemalige und jetzige Freiwillige am letzten Samstag ins Berliner Congress Center (bcc). Dort feierten alle Akteure des Gemeinschaftswerks aus Zivilgesellschaft und staatlichen Stellen eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte.

Seit zehn Jahren engagieren sich junge Menschen über weltwärts in gemeinnützigen Einrichtungen in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa, Ozeanien oder Deutschland. Rund 35.000 Freiwillige haben bisher an dem Programm teilgenommen, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert wird. Zentral bei der Umsetzung sind rund 160 zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland, die gemeinsam mit Partnerorganisationen im Zielland geeignete Einsatzplätze identifizieren und die Freiwilligen während ihres Einsatzes begleiten. Sie alle waren zur Jubiläumsfeier geladen, ebenso wie rund 100 Vertreterinnen und Vertreter der Partnerorganisationen aus insgesamt 34 Ländern. Koordiniert wird das weltwärts-Programm von Engagement Global.

Entsprechend vielfältig war auch das Fachprogramm, das am Vormittag von Trägerorganisationen, Interessenverbünden und Initiativen ehemaliger Freiwilliger gestaltet wurde. Insgesamt 18 Workshops und Podiumsdiskussionen zu den Themenfeldern Engagement & Transformation, Globale Partnerschaften und Perspektiven für weltwärts wurden angeboten. An Themeninseln im Foyer informierten außerdem zahlreiche Organisationen über ihre Aktivitäten in den genannten Bereichen. Dabei wurde deutlich, wie der gemeinsame Wunsch nach einer global gerechteren Welt die verschiedenen Akteure eint.

Im Festakt am Nachmittag ging es nicht nur darum, Erfolge Revue passieren zu lassen, sondern auch zur Sprache zu bringen, an welchen Stellen das Programm noch verbessert werden kann. In einer Videobotschaft würdigte Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller das Engagement aller Beteiligten. Der Parlamentarische Staatssekretär Nobert Barthle, der den Minister beim Festakt vertrat, bekräftigte diesen Dank in seinem Grußwort und kündigte den weiteren Ausbau des weltwärts-Programms an. Danach soll sich die Anzahl der weltwärts-Freiwilligen in den nächsten zehn Jahren verdoppeln. Freiwillige schauten nicht nur über den Tellerrand hinaus und sähen danach die Welt mit anderen Augen, sie nähmen auch Einfluss auf die Einstellung ihres sozialen Umfelds und bewirkten so eine nachhaltige Veränderung in der Gesellschaft, so Barthle.

Esther Henning, zivilgesellschaftliche Koordinatorin des Programmsteuerungsausschusses, schrieb den Erfolg von weltwärts der langjährigen Erfahrung der Trägerorganisationen bei der Entsendung von Freiwilligen zu. Die Vielzahl der beteiligten Organisationen und Einsatzstellen motiviere junge Menschen aller Gruppen zur Teilnahme am Freiwilligendienst. Weiter forderte Henning aber auch einen Ausbau der Süd-Nord-Komponente und mehr Räume für Partnerdialog. Als besonderes Merkmal von weltwärts nannte Henning die Zusammenarbeit von Staat und Zivilgesellschaft im Gemeinschaftswerk weltwärts. Diese gemeinsame Programmsteuerung könne Vorbild für weitere Bereiche sein.

Theresa Loch von der Freiwilligenvertretung Internationaler Freiwilligendienste (PFIF) betonte in ihrem Impuls, dass weltwärts in erster Linie ein Lerndienst sei, für den eine pädagogische Begleitung essentiell sei. Dies unterscheide das weltwärts-Programm grundlegend von vielen anderen Angeboten. Sie wies zudem auf die Bedeutung der Rückkehrendenarbeit hin. Denn viele Freiwillige engagieren sich nach ihrem Einsatz weiterhin entwicklungspolitisch, zum Beispiel im Bereich des globalen Lernens. Dieses Engagement müsse noch stärker als bisher gefördert werden, so Loch.

Das weltwärts-Programm sei ein Gemeinschaftswerk, an dem alle Akteure in ihrer Rolle mitwirken könnten, so Dr. Jens Kreuter, Geschäftsführer von Engagement Global. In seiner Rede führte er schließlich zusammen: „Ich bin froh in einem Land zu leben, in dem auch kritisches Engagement staatlich gefördert wird“ und bedankte sich bei allen Akteuren für ihr hohes Engagement.

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Partizipation verändert

11. September 2018 - 16:23
Bei der Sommerakademie 2018 wurde über die zivilgesellschaftliche Beteiligung im Kontext der Agenda 2030 diskutiert. Foto: Engagement Global

„Partizipation beginnt da, wo es einem bewusst wird, ansonsten kann man nicht teilhaben.“ sagte eine Teilnehmerin der diesjährigen Sommerakademie auf die Eingangsfrage: Was ist überhaupt Partizipation und Beteiligung und was hat das mit uns zu tun?

Die Sommerakademie 2018 stand in diesem Jahr unter dem Titel „Leave No One Behind! Zivilgesellschaftliche Beteiligung im Kontext der Agenda 2030“ und fand von Dienstag, den 4. September, bis Freitag, den 7. September 2018, nun schon zum vierten Mal im Berliner Jugendkulturzentrum Pumpe statt.

30 Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen und Semester diskutierten im Rahmen der Sommerakademie 2018 die Rolle von Individuen, organisierter Zivilgesellschaft und Staat in Beteiligungsprozessen, die nicht nur im Kontext der Agenda 2030 und der Umsetzung der 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung stehen.

In fachlichen Inputs und Diskussionen sowie Beispielen aus guter Beteiligungspraxis suchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerakademie an vier Tagen Antworten auf die Fragen:

  • Was ist überhaupt Partizipation und Beteiligung und was hat das mit uns zu tun?
  • Welche Formen der Partizipation sind erfolgreich und was gehört zu einem guten Beteiligungsprozess dazu?
  • Wo braucht es neue Wege und Ideen? Wie sollten und können wir uns als Gesellschaft an diesem politischen Prozess beteiligen?

Marie Luise Abshagen vom Forum für Umwelt und Entwicklung verdeutlichte die Möglichkeiten und Grenzen von Partizipation der organisierten Zivilgesellschaft im Rahmen des politischen Prozesses der Agenda 2030.

„Partizipation ist der Schlüssel dazu, ungerechte Verhältnisse zu verändern.“ erläuterte Iven Saadi, der das Thema Partizipation und Teilhabe vor allem am Beispiel von Kinderrechten im internationalen Kontext vorstellte.

Im Rahmen einer Exkursion besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Berliner ufafabrik, die schon seit 1979 als selbstverwaltetes, ganzheitliches Lebens- und Arbeitsprojekt im Berliner Bezirk Tempelhof wirkt und hatten Gelegenheit die Aktivitäten der Demokratischen Initiative 100 Prozent Tempelhofer Feld e.V. zum Erhalt des Tempelhofer Flugfeldes kennenzulernen und zu diskutieren.

Vor Ort waren Vertreterinnen und Vertreter aus Nichtregierungsorganisationen, wie Silas Kropf von Amaro Drom e.V., Narcisse Djakam von Integritude e.V. sowie Sabine Schielmann und Pedro Cona Caniullan des Instituts für Ökologie und Aktionsethnologie e.V. (Infoe), die anhand ihrer Erfahrungen, Chancen und Grenzen von zivilgesellschaftlicher Partizipation und Teilhabe in Deutschland und am Beispiel der Mapuche in Chile verdeutlichten.

Information durch Medien und die Produktion von Medien spielen eine vielfältige Rolle beim Thema Partizipation und Teilhabe. Joanna Maria Stolarek der Neuen Deutschen Medienmacher und Simon Didszuweit und Judith Liesenfeldn der Deutschen Welle Akademie verdeutlichten in ihren Workshops, wo sie in ihrer Arbeit einen Unterschied machen.

Am letzten Tag der Sommerakademie hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit sich konkrete praktische Fähigkeiten, Handwerkszeug und Methoden anzueignen, um selbst in Aktion zu kommen. Methoden aus dem theaterpädagogischen Spektrum des Forum Theaters, die Zukunftswerkstatt als sozial-kreative Problemlösungsmethode sowie praktische Einführung in die Vorbereitung für eigene Kampagnen standen zur Auswahl.

Die Sommerakademie ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationszentrum e.V. (EPIZ) und der Außenstelle Berlin von Engagement Global.

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Laufen für die 17 Ziele

10. September 2018 - 13:45
Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung wurden beim Mainzer Firmenlauf präsentiert. Foto: Kathi Krechting

Sportlich wurde es am Donnerstag, dem 6. September 2018, in Mainz. Der Mainzer Firmenlauf stand erneut im Zeichen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG). Über 50 Läuferinnen und Läufer präsentierten die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung auf der fünf Kilometer langen Strecke und brachten die bunten Zeichen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Unter dem Motto „17 Ziele bewegen“ wurde die Botschaft der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung für tausende Menschen auf den Straßen der Mainzer Innenstadt sichtbar.

Der Firmenlauf ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen, die den Bezug zwischen den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung und Mainz hervorheben wollen. Grundsätzlich ist jeder und jede bei der Umsetzung gefragt und kann sich in einem bestehenden Verein oder Projekt oder mit eigener Initiative für die SDGs einsetzen.

Die Außenstelle Mainz von Engagement Global organisierte das Team #17Ziele in Kooperation mit dem lokalen Agenda 21 Büro der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz und mit dem Weltladendachverband.

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Alles rund um die 17 Ziele: Von Mobil bis Kaffee

28. August 2018 - 14:49
Besucherinnen und Besucher erfuhren am 17-Ziele-Mobil alles rund um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Foto: Engagement Global

Alles rund um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) erfuhren die Besucherinnen und Besucher am Tag der offenen Tür im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am Samstag, dem 25. August 2018. Das 17 Ziele-Mobil von Engagement Global vermittelte dort spielerisch mit Riesen-Jenga und Energie-Fahrrad Wissenswertes rund um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Auf der Bühne wurde zu Fairem Handeln diskutiert und eine äthiopische Kaffeezeremonie abgehalten. Botschaften aus verschiedenen Ländern luden die Gäste ein, sich über ihre Länder und Spezialitäten zu informieren. Und vor einer Fotowand mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung konnten sich die Gäste fotografieren lassen.

Viele spannende Aktionen wurden geboten: Kinder konnten ihre Botschaften für eine bessere Welt auf Stoffbeutel stempeln und beim Schokoladen-Quiz mitmachen. Erwachsene informierten sich zur Arbeit des Ministeriums von Textilbündnis bis Marshallplan oder schauten, was passiert, wenn Hände im Sand die Projektion zu Meereswelt oder Gebirge veränderten. Am Zusammenspiel konnten die Besucherinnen und Besucher sogar gegeneinander antreten, hier waren Neugier, Geschick und Muskelkraft gefragt. Figuren wie Selma und Paul werden per Zufall ausgewählt und mit ihnen die körperliche Verfassung und Einschränkungen, die diese im Alltag haben. Faire Arbeitsbedingungen und Geschlechtergerechtigkeit sind an dieser Station Thema.

Das vielfältige Programm gab interessante Einblicke in die Arbeit des Ministeriums. Eine Vielzahl an Nichtregierungsorganisationen (NRO) sowie staatlicher Organisationen präsentierten ihre Projekte und informierten über die unterschiedlichen Arbeitsfelder der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Die Aussicht vom Dach des Ministeriums lockte ebenso viele: Neben dem Programm genossen die Besucherinnen und Besucher den wundervollen Ausblick über Berlin bei fairem Kaffee und Tee. Tanzend ließen die Gäste den Tag am Abend ausklingen und einige verkündeten, dass sie gerne auch nächstes Jahr wiederkommen.

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Zur Internetseite von #17Ziele

Zu den Informationen über die Lokale AGENDA21 in Mainz

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17 Ziele-Karikaturen auf dem Mainzer Sonnenmarkt

27. August 2018 - 14:17
Eine Besucherin am Stand von Engagement Global ließ sich mit SDG 5, Geschlechtergleichstellung, zeichen. Foto: bildschoen13

„Mainz denkt global“ – unter diesem Motto fand am vergangenen Samstag, dem 25. August 2018, der AGENDA21-Sonnenmarkt in Mainz statt. Der Sonnenmarkt ist seit 20 Jahren fester Bestandteil des Lokalen AGENDA21-Prozesses, der alle Bürgerinnen und Bürger auf Nachhaltigkeit aufmerksam machen will. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele, der Sustainable Development Goals (SDG), sowie auf entwicklungspolitischem Engagement und fairem Handel. Die Außenstelle Mainz von Engagement Global beteiligte sich erneut mit einem kreativen Programm zur Bekanntmachung der SDG.

Kreativ über Nachhaltigkeit informieren

Kein Hunger, keine Armut, hochwertige Bildung, Klimaschutz und Frieden – dies sind nur fünf der 17 Ziele der Agenda 2030 und jedes Ziel spricht die Menschen unterschiedlich an. Dies griffen die Mitarbeiterinnen von Engagement Global in Mainz mit einer kreativen Idee auf. Nachdem im letzten Jahr ein Hashtagdrucker Fotos der Besucherinnen und Besucher machte, gab es in diesem Jahr Karikaturen mit dem individuellen SDG-Favoriten. Der bekannte Schnellzeichner Filippo Spadaro schaffte den Menschen in Mainz ein Andenken an diesen Tag, indem er sie in nur wenigen Minuten mit ihrem persönlichen Ziel porträtierte. Die Zeichnung durften sie anschließend als Andenken mit nach Hause nehmen.

Auch Oberbürgermeister Michael Ebling wurde während der Eröffnungsrede von Filippo Spadaro zu Papier gebracht. Ebling betonte in seiner Ansprache die Verantwortung der Kommune und jedes Einzelnen bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele. Besonders stolz mache ihn das langjährige Engagement der auf dem Sonnenmarkt vertretenen 33 Organisationen und Initiativen aus Mainz und Umgebung mit ihren Ansätzen für eine fairere und gerechtere Welt.

Neben den Porträtzeichnungen konnten spielfreudige Besucherinnen und Besucher ihr Wissen über die SDG in einem Hüpfspiel testen und sich von den Mitarbeiterinnen der Außenstelle Mainz rund um die Agenda 2030 und die vielfältigen Angebote von Engagement Global informieren lassen.

Der Lokale AGENDA 21 Prozess wird in diesem Jahr 21 Jahre alt. Das diesjährige Motto „Mainz denkt global“ steht dabei für die weltweite Verantwortung, die auch Mainz übernehmen möchte.

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Kommunale Klimapartnerschaften stärken

24. August 2018 - 13:21
Britta Heidemann, Fecht-Olympiasiegerin und Veronika Rücker, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes, haben ihre Nachhaltigkeitsziele gefunden. Foto: Engagement Global/Florian Gaertner

Die Leichtathletik Europameisterschaft in Berlin ging am Sonntag, 12. August 2018, mit einem Marathon in den Endspurt – und damit auch die Aktivitäten unter dem Motto „Berlin 2018. Athletics for Sustainable Development“. Zum Thema Nachhaltigkeit im Sport war Engagement Global gemeinsam mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sowie dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf und der Kampagne „Berliner Sport – Rund um Fair!“ vor Ort.

Das Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) richtete einen Teil der Aktivitäten an die Teilnehmenden des DLV Jugendlagers: Gleich am ersten Tag konnten sich rund 120 Jugendliche bei einer Bootsfahrt auf der Spree mit Freiwilligen des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes weltwärts darüber austauschen, wie sie sich in Sportprojekten im globalen Süden engagieren können. In anschließenden Workshops vertieften sie Fragen der Nachhaltigkeit. Viel Diskussion rief beispielsweise ein Workshop zur fairen Produktion von Sportartikeln hervor, in dem durch Verhandlungen die verschiedenen Interessen von Unternehmen, Belegschaft wie auch Konsumentinnen und Konsumenten hervortraten.

Gesellschaftliche Verantwortung im Nachwuchssport

„Wir haben die Teilnehmenden gut darauf vorbereitet, dass es im Jugendlager nicht alleine darum geht, am sportlichen Geschehen teilzunehmen und die Wettkämpfe zu verfolgen. Als Nachwuchssportlerinnen oder -sportler, die möglicherweise unsere Profis von morgen sind, haben sie auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Und mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit in den ersten beiden Tagen, möchten wir hier einen deutlichen Akzent setzen,“ betonte Matthias Ströher, Leiter des Jugendlagers beim DLV.

Auf der europäischen Meile auf dem Breitscheidplatz in Berlin gab es für die Öffentlichkeit zahlreiche Bildungs- und Mitmachangebote zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung und Fairen Handel. Die Social Media Aktion zur Verbreitung der 17 Ziele erfreute sich großer Beliebtheit, auch bei Britta Heidemann, Fecht-Olympiasiegerin und Botschafterin für „Sport und Entwicklung“ sowie der Vorstandsvorsitzenden vom DOSB, Veronika Rücker. Sie setzen sich für die Ziele 3 und 4, „Gesundheit und Wohlergehen“ sowie „Hochwertige Bildung“ ein. Im „EM-Club“ erzählte Heidemann, wie beeindruckt sie vom Besuch bei dem neu gestarteten Projekt „Athletics for Development“ in Uganda sei und warum ihr der Einsatz vom Sport in der Entwicklungszusammenarbeit am Herzen liege.

Unter dem Motto „Berlin 2018. Athletics for Sustainable Development“ gab es bis Sonntag, den 12. August 2018, zahlreiche Aktivitäten, um Nachwuchssportlerinnen und -sportler für eine nachhaltige Lebensweise und für den Einsatz von Sport in der Entwicklungszusammenarbeit zu begeistern sowie Interessierte zu den nachhaltigen Entwicklungszielen zu informieren. Auch Thomas Klein, Projektleiter im Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland bei Engagement Global, zog ein positives Fazit für das Engagement bei sportlichen Ereignissen: „Bei der Leichtathletik EM hat sich wieder gezeigt, dass der Sport und die Entwicklungspolitik große Schnittmengen haben. Es geht um Respekt, Toleranz und Weltoffenheit. Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Leichtathletik Verband und mit dem Deutschen Olympischen Sportbund hat enormes Potenzial für die Informations- und Bildungsarbeit von Engagement Global. Das bezieht sich sowohl auf die Sportverbände als auch auf die Ansprache von sportinteressierten Menschen.“

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Leichtathletik für nachhaltige Entwicklung

20. August 2018 - 18:20
Britta Heidemann, Fecht-Olympiasiegerin und Veronika Rücker, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes, haben ihre Nachhaltigkeitsziele gefunden. Foto: Engagement Global/Florian Gaertner

Die Leichtathletik Europameisterschaft in Berlin ging am Sonntag, 12. August 2018, mit einem Marathon in den Endspurt – und damit auch die Aktivitäten unter dem Motto „Berlin 2018. Athletics for Sustainable Development“. Zum Thema Nachhaltigkeit im Sport war Engagement Global gemeinsam mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sowie dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf und der Kampagne „Berliner Sport – Rund um Fair!“ vor Ort.

Das Programm Entwicklungsbezogene Bildungsarbeit in Deutschland (EBD) richtete einen Teil der Aktivitäten an die Teilnehmenden des DLV Jugendlagers: Gleich am ersten Tag konnten sich rund 120 Jugendliche bei einer Bootsfahrt auf der Spree mit Freiwilligen des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes weltwärts darüber austauschen, wie sie sich in Sportprojekten im globalen Süden engagieren können. In anschließenden Workshops vertieften sie Fragen der Nachhaltigkeit. Viel Diskussion rief beispielsweise ein Workshop zur fairen Produktion von Sportartikeln hervor, in dem durch Verhandlungen die verschiedenen Interessen von Unternehmen, Belegschaft wie auch Konsumentinnen und Konsumenten hervortraten.

Gesellschaftliche Verantwortung im Nachwuchssport

„Wir haben die Teilnehmenden gut darauf vorbereitet, dass es im Jugendlager nicht alleine darum geht, am sportlichen Geschehen teilzunehmen und die Wettkämpfe zu verfolgen. Als Nachwuchssportlerinnen oder -sportler, die möglicherweise unsere Profis von morgen sind, haben sie auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Und mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit in den ersten beiden Tagen, möchten wir hier einen deutlichen Akzent setzen,“ betonte Matthias Ströher, Leiter des Jugendlagers beim DLV.

Auf der europäischen Meile auf dem Breitscheidplatz in Berlin gab es für die Öffentlichkeit zahlreiche Bildungs- und Mitmachangebote zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung und Fairen Handel. Die Social Media Aktion zur Verbreitung der 17 Ziele erfreute sich großer Beliebtheit, auch bei Britta Heidemann, Fecht-Olympiasiegerin und Botschafterin für „Sport und Entwicklung“ sowie der Vorstandsvorsitzenden vom DOSB, Veronika Rücker. Sie setzen sich für die Ziele 3 und 4, „Gesundheit und Wohlergehen“ sowie „Hochwertige Bildung“ ein. Im „EM-Club“ erzählte Heidemann, wie beeindruckt sie vom Besuch bei dem neu gestarteten Projekt „Athletics for Development“ in Uganda sei und warum ihr der Einsatz vom Sport in der Entwicklungszusammenarbeit am Herzen liege.

Unter dem Motto „Berlin 2018. Athletics for Sustainable Development“ gab es bis Sonntag, den 12. August 2018, zahlreiche Aktivitäten, um Nachwuchssportlerinnen und -sportler für eine nachhaltige Lebensweise und für den Einsatz von Sport in der Entwicklungszusammenarbeit zu begeistern sowie Interessierte zu den nachhaltigen Entwicklungszielen zu informieren. Auch Thomas Klein, Projektleiter im Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland bei Engagement Global, zog ein positives Fazit für das Engagement bei sportlichen Ereignissen: „Bei der Leichtathletik EM hat sich wieder gezeigt, dass der Sport und die Entwicklungspolitik große Schnittmengen haben. Es geht um Respekt, Toleranz und Weltoffenheit. Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Leichtathletik Verband und mit dem Deutschen Olympischen Sportbund hat enormes Potenzial für die Informations- und Bildungsarbeit von Engagement Global. Das bezieht sich sowohl auf die Sportverbände als auch auf die Ansprache von sportinteressierten Menschen.“

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17 Ziele – EINE Zukunft: SchulKinoWochen starten

17. August 2018 - 13:08
Die SchulKinoWochen beschäftigen sich mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Foto: Engagement Global

Klimawandel, Meeresverschmutzung, Konsum, Flucht und Migration sind Themen, die alle etwas angehen. Was kann unser Beitrag zum Klimaschutz, zu fairen Standards in der Arbeitswelt und gegen die Verschmutzung der Meere sein?

Die Filmreihe „17 Ziele – EINE Zukunft“ ist ein Angebot im Rahmen der bundesweiten SchulKinoWochen von VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz in Kooperation mit Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Lehrkräfte können sich mit ihren Klassen ab sofort für die SchulKinoWochen anmelden. Sie können auch Referentinnen und Referenten aus dem Programm Bildung trifft Entwicklung (BtE) von Engagement Global zur Begleitung der Filme und zur Nachbereitung im Unterricht über die Internetseite von BtE buchen.

In folgenden Bundesländern finden die SchulKinoWochen ab November 2018 statt:

  • Mecklenburg-Vorpommern: 5. bis 9. November 2018
  • Saarland: 12. bis 16. November 2018
  • Berlin: 19. bis 30. November 2018
  • Hamburg: 19. bis 23. November 2018
  • Rheinland-Pfalz: 19. bis 23. November 2018
  • Sachsen-Anhalt: 19. bis 23. November 2018
  • Thüringen: 19. bis 23. November 2018
  • Schleswig-Holstein: 26. bis 30. November 2018

In folgenden Bundesländern finden die SchulKinoWochen im Frühjahr 2019 statt:

  • Brandenburg: 17. bis 31. Januar 2019
  • Nordrhein-Westfalen: 24. bis 6. Februar 2019
  • Niedersachsen: Februar bis März 2019
  • Bremen: 25. bis 29. März 2019
  • Baden-Württemberg: März 2019
  • Bayern: März 2019
  • Hessen: März 2019
  • Sachsen: 25. März bis 5. April 2019
17 Ziele Fotoaktion

Schülerinnen und Schüler können zu 17 Ziele-Helden werden und mit einer Fotoaktion freien Eintritt für die ganze Klasse für eine Filmvorführung gewinnen. Ein Foto oder eine Collage soll beschreiben, welche Ziele an ihrer Schule umgesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich kreativ mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung auseinandersetzen: Was symbolisiert an der Schule eines oder mehrere der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung? Welche Produkte stehen in der Pause zum Verkauf? Wie grün ist der Pausenhof? Gibt es an der Schule Projekte zu einem der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung?

Einsendeschluss ist drei Wochen vor Filmvorführung. Alle weiteren Informationen gibt es auf der Internetseite vom Projekt #17Ziele.

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15 Jahre Vielfalt

9. August 2018 - 15:28
Der BtE-Projektbrief bietet Einblicke in das Thema Vielfalt. Foto: Engagement Global

Das Programm Bildung trifft Entwicklung (BtE) engagiert sich für ein Lernen, das Brücken zwischen globalen Zusammenhängen und den Lebenswelten der Lernenden schlägt. Das Thema Vielfalt spielt dabei eine besondere Rolle. Vielfalt kann neue Perspektiven eröffnen, Horizonte erweitern sowie Stereotype bekämpfen.

Der diesjährige Projektbrief von BtE stellt das Thema Vielfalt in den Vordergrund. Unter dem Motto „Vielfalt sprechen lassen!“ wird auf 15 Jahre Vielfalt mit BtE zurückgeblickt. Zukunftsorientiert stellen sich zudem die neuen regionalen Bildungsstellen in Bayern und Schleswig-Holstein mit Einblicken aus ihrer Arbeit vor.

Außerdem bietet der Projektbrief praktische Beispiele zur Auseinandersetzung mit Vielfalt in der heutigen Bildungsarbeit und Ausflüge in aktuelle Diskurse rund um das Thema Bildung trifft Entwicklung.

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Kommune bewegt Welt: Preisträger ausgewählt

27. Juli 2018 - 11:40
Die Erstplatzierten Marburg in der Kategorie „Mittlere Kommune“ des Wettbewerbs „Kommune bewegt Welt“ aus dem Jahr 2016. Foto: Tobias Vollmer

Viele Städte, Landkreise und Gemeinden setzen sich in Zusammenarbeit mit migrantischen Organisationen dafür ein, globale Themen auf die kommunale Agenda zu setzen. Bereits zum dritten Mal zeichnet der Wettbewerb „Kommune bewegt Welt“ der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global, herausragende kommunale Beispiele zu Migration und Entwicklung aus.

Die unabhängige Jury ermittelte am Donnerstag, den 25. Juli 2018, die Preisträger. Die Expertinnen und Experten aus dem Bereich Migration und Entwicklung prüften jede Bewerbung und arbeiteten einen Kriterienkatalog ab. Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Gewinner war die Kontinuität der Zusammenarbeit und die Gleichberechtigung der Partner. Im Vordergrund steht das gemeinsame Engagement von Kommunen und migrantischen Organisationen. Das Preisgeld in Höhe von 135.000 Euro wird zu gleichen Teilen zwischen den Kategorien „kleine, mittlere und große Kommune“ verteilt.

„Kommune bewegt Welt“ ist ein Wettbewerb von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, durchgeführt von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt. Schirmherr ist Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Der Wettbewerb, der alle zwei Jahre stattfindet, geht im Jahr 2018 in die dritte Runde. Bis zum Fristende am Freitag, dem 29. Juni 2018 , gab es einen großen Anteil an Neubewerbungen. Insgesamt 64 Prozent der Bewerbungen gingen zum ersten Mal ein. Zudem ist, im Vergleich zu den Wettbewerbsrunden zuvor, eine bessere bundesweite Verteilung zu erkennen. Die offizielle Verkündigung der Gewinner und die anschließende Preisverleihung wird am Dienstag, dem 25. September 2018, in Berlin stattfinden. Der Bezirk Berlin-Mitte errang neben Marburg 2016 den ersten Platz des Wettbewerbs.

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Bildung – digital und nachhaltig

26. Juli 2018 - 14:28

An Personen mit fachlichem Hintergrund Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie an Fachleute aus dem Bereich Digitalisierung richtet sich ein Diskussionspapier zur Frage, wie eine wechselseitige Ergänzung von BNE und Digitaler Bildung gestaltet werden kann. Das Papier formuliert Leitfragen zur Klärung des Verhältnisses von BNE und Digitalisierung in der schulischen Bildung und liefert erste Impulse zu ihrer Beantwortung.

Die Anregung für das Diskussionspapier entstand im September 2017 bei der Fachtagung der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Bundesministerium für wirtschafltiche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zum Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung. Dort war Bildung in der digitalen Welt das Thema eines vielbeachteten Workshops, dessen Teilnehmende auch über die Fachtagung hinaus an der Thematik BNE und Digitalisierung weiterarbeiten wollten. Ein Ergebnis ist das nun vorliegende Diskussionspapier. Es will eine breit geführte Diskussion anstoßen, wie die Ansätze einer wechselseitigen Ergänzung von BNE und Digitaler Bildung konzeptionell weiterentwickelt und in die Praxis überführt werden können. Kommentare, Ergänzungen, weitere Fragen und Vorschläge zur Umsetzung sind deshalb sehr willkommen.

Die Abteilung Schulische Bildung von Engagement Global koordiniert diesen Prozess im Kontext der Weiterentwicklung des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung (OR). Die Diskussion soll auch dem Umsetzungsprozess des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung notwendige Impulse geben.

Ansprechperson

Rene Danz
rene.danz@engagement-global.de



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Start im Kommunalen Verwaltungsaustausch

24. Juli 2018 - 15:08
Foto: MINALOC Ruanda

Vom 7. bis zum 14. Juli 2018 reisten Vertreterinnen und Vertreter rheinland-pfälzischer Kommunen und Institutionen nach Ruanda um dort den kommunalen Verwaltungsaustausch zu starten. Das noch junge Projekt ist Teil des 2017 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung initiierten „Marshallplan mit Afrika“. Zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda besteht eine langjährige Partnerschaft. Das Pilotvorhaben der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global wird in Kooperation mit dem Ministerium des Innern und für Sport in Mainz durchgeführt. Ziel ist der fachliche Austausch zwischen Kommunen und Institutionen sowie wirkungsorientierte gemeinsame Projektideen im Rahmen der Agenda 2030 zu entwickeln.

Teilnehmende rheinland-pfälzische Kommunen sind die Stadt Bad Kreuznach, die Verbandsgemeinde Birkenfeld, der Landkreis Germersheim, die Verbandsgemeinde Hachenburg und die Stadt Landau mit ihren jeweiligen Partnerdistrikten in Ruanda. Neben der Stärkung einzelner kommunaler Partnerschaften beinhaltet das Projekt auch Kooperationen von Institutionen, wie etwa dem Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz und dem ruandischen Kommunalverband RALGA (Rwanda Association of Local Governance Authorities). Ebenfalls auf institutioneller Ebene haben die Hochschule für öffentliche Verwaltung zusammen mit der Stadt Mayen und die Kommunal-Akademie in Boppard eine Partnerschaft mit dem ruandischen Local Governance Institute aufgenommen.

Direkter Austausch mit den Partnern

Die Auftaktreise bot den beteiligten Akteuren aus den genannten Kommunen und Institutionen die Möglichkeit, in den direkten und persönlichen fachlichen Austausch mit ihren ruandischen Partnern zu treten und die konkreten Themen für die Zusammenarbeit der kommenden drei Jahre zu eruieren. Diese sind je nach Partnerschaft unterschiedlich und reichen von guter Regierungsführung und Bürgerbeteiligung bis hin zu Stadtplanung, erneuerbaren Energien, Wasserversorgung oder Abfallmanagement.

Das Programm begann mit einem gemeinsamen Auftaktworkshop mit den ruandischen Partnerinstitutionen sowie den Bürgermeistern und Verwaltungsmitarbeitenden der Partnerdistrikte in der Hauptstadt Kigali. Eröffnet wurde der Workshop von Minister Francis Kaboneka vom ruandischen Ministry of Local Governance (MINALOC), der betonte, dass die Kommunalverwaltungen sowohl in Ruanda als auch in Rheinland-Pfalz anhand von good practice-Beispielen durch das Projekt gestärkt werden können.

Durch anschließende Begehungen vor Ort konnten sich die rheinland-pfälzischen Teilnehmenden ein Bild von den Gegebenheiten und Bedarfen ihres Partnerdistrikts machen sowie direkt in den konkreten fachlichen Austausch mit den ruandischen Projektpartnern treten. Bei einem Abschlussworkshop in Kigali wurden anschließend die Erkenntnisse der Woche diskutiert, relevante Themen für den gegenseitigen Austausch identifiziert sowie konkrete Aktionspläne für den weiteren Projektverlauf entworfen.

Potentiale im kommunalen Verwaltungsaustausch

Wolfang Treis, Oberbürgermeister der Stadt Mayen, sieht in der „Digitalisierung von Verwaltungsprozessen das größte Potential insbesondere für gemeinsames und gegenseitiges Lernen“. Die Stadt Mayen unterstützt die Hochschule für öffentliche Verwaltung während des Projektes als Sitzkommune in Fragen der praktischen Arbeit. Auch Bernhard Eck, Vorstandsvorsitzender des Entsorgungs- und Wirtschaftsbetriebes Landau, betrachtet das Thema Digitalisierung, insbesondere der kommunalen Kostenrechnung im Bereich der Gebühren, als eine gute Möglichkeit des gegenseitigen Austauschs: „Wir haben seit Jahren eine eingeübte Praxis, die es schwer macht Strukturen neu zu denken und auszuprobieren. Da Ruanda hier am Anfang steht, ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für die Zusammenarbeit.“ Stefan Heck, Leiter der Kommunal-Akademie in Boppard, die sich in ihrer Projektpartnerschaft auf die Verbesserung der Aus- und Weiterbildung kommunaler Verwaltungsmitarbeiter konzentriert, zeigt sich beeindruckt von den Erfahrungen und den Arbeitstreffen vor Ort: „Die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen hat mich zutiefst bewegt. Dass wir innerhalb einer Woche wirklich konkrete Ansätze für die Zusammenarbeit entwickeln konnten, war ein toller Erfolg!“.

Die Zukunft des Pilotvorhabens gestaltet sich während der Laufzeit von 2018 bis 2020 in den einzelnen Partnerschaften individuell. Mögliche Austauschformate sind neben dem allgemeinen regelmäßigen Wissenstransfer zum Beispiel Expertinnen- und Expertenentsendungen nach Ruanda oder Rheinland-Pfalz, Hospitationen sowie Austauschprogramme zwischen den Institutionen der kommunalen Aus- und Weiterbildung. Darüber hinaus ist für die rheinland-pfälzischen Projektteilnehmenden ein Kurs der Akademie für Internationale Zusammenarbeit zu interkultureller Kompetenz und Landesanalyse im Herbst dieses Jahres geplant. Ein Netzwerktreffen jeweils für die rheinland-pfälzischen und die ruandischen Teilnehmenden ist für 2019 angesetzt.

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Elektro­nische Bässe zu analogem Müllsammeln

19. Juli 2018 - 9:22
Das 17-Ziele Mobil bringt das Thema Nachhaltigkeit auf Festivals. Foto: Engagement Global

Festivals haben oft wenig mit Nachhaltigkeit zu tun. Nach einem Wochenende mit Spaß, Musik und gutem Wetter bleiben meist Unmengen an Müll auf dem Gelände zurück. Wie kann man die Festivalzeit im Sommer nachhaltiger gestalten?

Das 17-Ziele-Mobil von Engagement Global machte von Donnerstag, 5. Juli, bis Sonntag, 8. Juli 2018, Station auf dem Feel Festival am Bergheider See in der Niederlausitz. Mit Riesen-Jenga, einer Handy Ladestation und einem Energie-Fahrrad bot das 17-Ziele-Mobil viel Anregung zu Gesprächen und Diskussionen zum Thema Nachhaltigkeit.

Nächste Stationen des 17-Ziele-Mobils
  • 7. bis 12. August 2018: Fanmeile Berlin, Leichtathletik Europameisterschaft
  • 8. und 9. September 2018: Grüner Kiez, Lollapalooza Berlin
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Aktionswochen im Finale

17. Juli 2018 - 14:08
Die Aktionswochen wurden von Studierenden und Publikum positiv aufgenommen.

Fußball führt Menschen verschiedenster Herkunft zusammen. Gemeinsam anfeuern, jubeln und trösten. Auch in der Entwicklungszusammenarbeit ist Sport ein wichtiger Motor. Mit den Aktionswochen „Sport. Global. Nachhaltig. Verantwortung im Zeichen der Agenda 2030“ brachten Engagement Global und die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung mit den Fußballbegeisterten zusammen.

Hunderte Fußballbegeisterte kamen zum Viertelfinale zwischen Schweden und England am Samstag, 7. Juni 2018, am Aachener Weiher in Köln zusammen. Das Programm „Entwicklungsbezogene Bildungsarbeit Deutschland“ (EBD) von Engagement Global nutzte die Ausstrahlung, um auf die gesellschaftliche Verantwortung des Sports aufmerksam zu machen. In Kombination mit Fußballgeschicklichkeitsspielen wurde unter der Moderation des Politikwissenschaftlers und Bundesligakommentators Dr. Stephan Kaußen ein Quiz zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung veranstaltet. Im anschließenden Gespräch im kritischen Sportstudio am Aachener Weiher erläuterte Katharina Oltmanns von der Children Win Kampagne bei terre des hommes dem aufmerksamen Publikum, dass sich Sportgroßveranstaltungen wie die Fußballweltmeisterschaft entscheidend auf das Leben der Kinder vor Ort ausüben. Das Ziel der Kampagne ist, dass Kinder vor den negativen Auswirkungen von Sportgroßereignissen weltweit besser geschützt werden.

Jenny Hellmann und Andreas Hennig, Mitarbeitendeder Außenstelle Düsseldorf von Engagement Global, zogen zum Abschluss der Aktionswochen eine erste – sehr positive – Bilanz und verwiesen auf die Vielzahl an Veranstaltungsformaten, die dem Sport jeweils eine große Kraft attestierten, zu nachhaltiger Entwicklung beizutragen: Der Dokumentarfilm „The Workers Cup“ über Wanderarbeiter in Katar verdeutlichte dem Publikum, wie die globale Welt entschieden durch Einkommensunterschiede und Migration geprägt wird und welch ambivalente Rolle dem Sport darin zukommt. In einem anschließenden Filmgespräch mit dem Publikum wurde deutlich, dass es die Einbeziehung unterschiedlichster Akteure wie Verbände, Vereine, Unternehmen, Sporttreibende und -interessierte erfordere, um mit dem Sport nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Zwei Stadionführungen im Rheinenergiestadion des 1. FC Köln wurden durch einen Vortrag von Bianca Quardokus vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ergänzt. Darin thematisierte sie Nachhaltigkeitsaspekte bei Sportstätten und Sportgroßveranstaltungen. Quardokus erklärte, dass Großveranstaltungen wie Olympische Spiele und Fußballweltmeisterschaften eine zunehmende gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung haben, aber auch die negativen Begleiterscheinungen auf Umwelt und Natur steigen. Sie verwies die Studierenden aus dem Seminar Veranstaltungsmanagement auf das von DOSB und Sporthochschule gemeinsam entwickelte Portal „Green Champions 2.0 für nachhaltige Sportveranstaltungen“, das Veranstaltern hilft Sportveranstaltungen möglichst umweltfreundlich zu planen und durchzuführen.

Neben der großen Podiumsdiskussion zum Auftakt der Aktionswochen wurden auch die Gastvorträge durch Vertretungen von Sportverbänden und -vereinen sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen von den Studierenden der Sporthochschule sehr gut angenommen und es wurde lebhaft und kritisch diskutiert. So auch beim Vortrag von Tom Koster, Corporate Social Responsibility Manager von Fortuna Düsseldorf, der den Studierenden aus dem Bereich Sportmarketing erläuterte, dass es insbesondere für kleinere Vereine nicht immer einfach sei, sich sozial zu engagieren. Umso bemerkenswerter erscheint die Unterstützung, die der frisch gebackene Bundesligist einer Vielzahl lokaler Hilfsorganisationen zukommen lässt und Fortunas Anerkennung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung als zentralen Referenzrahmen für Nachhaltigkeit. Im Doppelvortrag zu Produktionsmustern in der Sportartikelindustrie von Sina Marx von femnet e.V. und Markus Duffner vom Dachverband kritischer Aktionäre kam dann noch die Zivilgesellschaft zu Wort. Die Vortragenden erläuterten eindrücklich, wie gering der Anteil der hier erwirtschafteten Gewinne ist, der zurück in den globalen Süden an die Arbeitskräfte und Produzierende fließt. Die Verwendung von Siegeln bilde in der Sportartikelindustrie nach wie vor die Ausnahme und ließe sich lediglich bei einzelnen Marken von Outdoorbekleidung beobachten.

Die Aktionswochen haben bei vielen Studierenden einen Perspektivwechsel angeregt, mit der Deutschen Sporthochschule Köln hat Engagement Global außerdem einen spannenden neuen Kooperationspartner hinzugewonnen.

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Zum Internetportal Green Champions 2.0. auf der Internetseite des DOSB

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Düsseldorfer Debatten gestartet

13. Juli 2018 - 12:52
Prof. Dr. Christine Wieck von der Universität Hohenheim, Olaf Bernau, Sozialwissenschaftler sowie die Journalistin und Moderatorin Monika Hoegen in der Diskussion. Foto: Engagement Global

Zum Auftakt der „Düsseldorfer Debatten zur globalen Entwicklung, eine Veranstaltungsreihe der Entwicklungspolitik in Nordrhein-Westfalen“ im Haus der Universität in Düsseldorf, hatten die Initiatoren ein hochbrisantes und durchaus komplexes Thema gewählt: „Förderung der Ernährungssouveränität oder Agrar-Kolonialismus? Private Direktinvestitionen und EU-Landwirtschaftsförderung in Afrika.“

Der Landwirtschaftssektor ist nach wie vor in vielen afrikanischen Ländern der wichtigste Arbeitgeber. Deshalb sollte die Förderung des ländlichen Raums und die – nachhaltige – Entwicklung der Landwirtschaft ein zentrales politisches Anliegen sein. Ob und wie solche Entwicklungsprozesse mit Direktinvestitionen oder besser mit staatlicher Förderung unterstützt werden können, wurde differenziert an Länderbeispielen diskutiert.

Prof. Dr. Christine Wieck und Olaf Bernau, die den Input gaben, konnten dabei aus ihren Arbeitserfahrungen schöpfen. Prof. Dr. Christine Wieck vom Institut für Agrarpolitik und Landwirtschaftliche Marktlehre der Universität Hohenheim arbeitete viele Jahre in afrikanischen Ländern. Aktuell ist sie Mitglied einer elfköpfigen Task Force unabhängiger Fachleute, eingesetzt von der EU-Kommission, Bereich Agrar und Entwicklung. Die Task Force soll Empfehlungen erarbeiten, unter anderem dafür, wie afrikanische Strategien zur Landwirtschaftsförderung und der Entwicklung des ländlichen Raums seitens der Europäischen Kommission unterstützt werden können. Ein Augenmerk gilt dabei der Jugendbeschäftigung in ruralen Gebieten.

Olaf Bernau ist Sozialwissenschaftler und engagiert sich sehr stark bei Afrique-Europe-Interact, einem transnational organisierten Netzwerk von Basisaktivistinnen und -aktivisten, das Ende 2009 gegründet wurde und sich unter anderem für selbstbestimmte Entwicklung einsetzt. Bernaus Länderschwerpunkt ist Mali.

Die Referentinnen und Referenten diskutierten mit dem Publikum des Weiteren die Schwächen freiwilliger Verpflichtungen zu Standards einerseits, wie etwa die Richtlinien der Food and Agriculture Organization (FAO) zu verantwortlichem Handeln, und die fehlende Sanktion verpflichtender Standards andrerseits. Denn afrikanische Regelwerke gibt es durchaus. So hat sich beispielsweise die Afrikanische Entwicklungsbank (ADB) – bei der auch Deutschland Mitglied ist – verpflichtet, bei großen Krediten an private Investoren vor Vertragsabschluss die Umwelt- und Sozialverträglichkeit des Projektes zu prüfen. Im Falle eines malischen Agrarinvestors wurde diese Prüfung nicht durchgeführt, zu Lasten zahlreicher Kleinbauern.

Unter dem Schlagwort „Landgrabbing“ diskutierten die Anwesenden über die Auswirkungen ausländischer Großinvestitionen in afrikanischen Ländern. Hierzu kam aus dem Publikum die Anregung, auch die Rolle der hiesigen, deutschen Konsumenten mitzudenken und sich besser zu informieren, welche Firmen solche Investitionen tätigen.

Die nächste Veranstaltung der Reihe – am 4. Oktober 2018, wieder im Haus der Universität in Düsseldorf – ist dem Thema Good Governance gewidmet.

DÜSSELDORFER DEBATTEN ZUR GLOBALEN ENTWICKLUNG ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe vom Eine Welt Netz NRW und der Außenstelle Düsseldorf von Engagement Global in Kooperation mit dem Eine Welt Beirat der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem Eine Welt Forum Düsseldorf. Die Düsseldorfer Debatten verstehen sich als Beitrag zum Programm Entwicklungspolitische Bildung in Deutschland (EBD).

Die Reihe will das Wissen über Entwicklungen in afrikanischen Staaten vertiefen und dabei auch beleuchten, welche Rolle deutsche und europäische Politik bei diesen Entwicklungen hat. Entwicklungspolitisch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich im Austausch mit Fachleuten ausführlicher über Zusammenhänge zwischen der Politik Deutschlands und Europas und den Entwicklungen in afrikanischen Ländern zu informieren. Im Mittelpunkt jeder Veranstaltung steht je ein Politikfeld oder Sachgebiet.

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Zur Internetseite vom Eine Welt Netz NRW

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Gesellschaftliche und politische Beteiligung von Frauen fördern

12. Juli 2018 - 13:28
Dr. Joy Alemazung, Regina Thum-Ziegler, Christine Walker, S.E. Benedicto Nshimiyimana, Karin Nordmeyer, Christine Haderthauer, Jana Pareigis, Dagmar Maur. Foto: Engagement Global

Am Samstag, 7. Juli 2018, fand in München auf dem PLU-Campus die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe „Agenda 5/17: Geschlechtergerechtigkeit durch Partnerschaft“ statt. Nachdem der Auftakt im Oktober 2017 in Stuttgart bereits viele Impulse zum Thema Gendergerechtigkeit gegeben hatte, wurde nun der Schwerpunkt auf die Entwicklung der gesellschaftlichen und politischen Beteiligung von Frauen gelegt.

In Gesprächsrunden, Workshops und Podiumsdiskussionen setzten sich rund 50 internationale Teilnehmende mit den Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten für eine gerechte Teilhabe von Frauen auseinander.

In ihrem Einführungsreferat beleuchtete Karin Nordmeyer, Vorsitzende von UN Women Nationales Komitee Deutschland, die Entwicklung der Rechte und Teilhabe von Frauen im internationalen Vergleich. Dass hier noch viel Handlungsbedarf besteht und gerade in vielen westlichen Kulturen eher eine rückschrittliche Entwicklung stattfindet, bestätigten auch Christine Haderthauer, Mitglied des Bayrischen Landtages, und Regina Thum-Ziegler, Vorsitzende der Frauenliste Bayern e.V. in der Podiumsdiskussion.

Der Erste Botschaftsrat der Botschaft Ruanda, S.E. Benedicto Nshimiyimana, berichtete über die Situation von Frauen in dem ostafrikanischen Land. Viele zentrale gesellschaftliche Stellen und Ämtern, so auch im Parlament, seien mehrheitlich von Frauen besetzt. Nshimiyimana beschrieb auch die Aufgabe des „Gender monitoring Office“ (GMO). Die staatliche Behörde soll die Gleichstellung von Männern und Frauen fördern und geschlechtsspezifischer Gewalt und damit verbundenen Ungerechtigkeiten entgegenwirken.

In drei parallelen Foren wurden vertiefend Themen wie die Herausforderungen religiös geprägter Gesellschaften und die Situation von Frauen in Lateinamerika beleuchtet. Zana Ramadani, Autorin des Buches „Die verschleierte Gefahr“, schilderte ihre persönlichen Erfahrungen. Sowohl sie als auch Eva-Maria Heerde-Hinojosa, ehemalige Leiterin der Misereor-Arbeitsstelle Bayern, konstatierten, dass aufgrund der immer noch häufig vorkommenden starren Rollenverteilungen eine wirkliche Gendergerechtigkeit und Partizipation von Frauen weltweit nur durch eine gesamtgesellschaftliche Unterstützung erreicht werden kann.

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Halbzeit

26. Juni 2018 - 14:25
Stadionsprecher des 1. FC Köln Michael Trippel, Susanne Gaerte, Referentin Sport für Entwicklung beim Deutschen Olympischen Sportbund und Andreas Hennig von Engagement Global. Foto: Rene Frampe

„Sport. Global. Nachhaltig. Verantwortung im Zeichen der Agenda 2030.“ Unter diesem Motto organisieren die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) und Engagement Global seit 15. Juni 2018 Aktionswochen zu Sport und der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen nachhaltiger Entwicklung, die – so die vorläufige Bilanz – gut ankommen bei Studierenden und Publikum.

Allein vergangenen Mittwoch, 20. Juni 2018, hatten auf dem Campus der Sporthochschule mehrere Hundert Studierende den Weg zum Stand von Engagement Global gefunden. Im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland wurde dort thematisiert, wie der Sport zur Erreichung der 17 Ziele insbesondere im Kontext von Sportgroßveranstaltungen wie der Weltmeisterschaft beitragen kann. Auch das Beratungsangebot zu Austausch- und Freiwilligendiensten wie ASA, weltwärts und dem Konkreten Friedensdienst NRW stieß bei den Studierenden auf großes Interesse.

Bereits am Vormittag hatten prominente Gäste zur politischen und gesellschaftlichen Verantwortung von Sportverbänden und Sportgroßveranstaltungen gesprochen. Nach einer Begrüßung durch Dagmar Maur, zuständige Abteilungsleiterin bei Engagement Global, diskutierten Willy Lemke, ehemals Manager von Werder Bremen und UN-Sonderberater für Sport; Silvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport bei Transparency International, und Dr. André Hahn, stellvertretender Vorsitzender und sportpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE, moderiert von Prof. Dr. Jürgen Mittag, dem Leiter des Instituts für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung an der Deutschen Sporthochschule. In der Diskussion betonte insbesondere André Hahn, dass der Sport das Thema Menschenrechte und Pressefreiheit verstärkt thematisieren müsse. Sylvia Schenk hingegen verwies auf die positiven Entwicklungen, die der Sport diesbezüglich unter anderem im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar angestoßen habe. Was das Zusammenspiel von Politik und Sport angeht, war das Podium einig bei der Notwendigkeit gesetzlicher Regelungen gegen Doping und der staatlichen Förderung und Finanzierung von Schulsport. Kritisch bis ablehnend wurde allerdings die Einmischung in Verbandsbelange gesehen, etwa bei der Vergabe von Großveranstaltungen.

Mit dem Rahmenprogramm zum Public Viewing am Sonntag, 17. Juni 2018, war es gelungen, eine sonst recht schwer erreichbare Zielgruppe sehr gut anzusprechen. Dazu trug ganz wesentlich Michael Trippel als Moderator für das „kritische Sportstudio am Aachener Weiher“ bei. Der Stadionsprecher des 1. FC Köln ist bekannt bei den Fans und fand den richtigen Ton, mit ihnen über die gesellschafts- und entwicklungspolitische Verantwortung des Fußballs zu diskutieren. Im Gespräch mit Susanne Gaerte, Referentin Sport für Entwicklung beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), Andreas Hennig, Projektleiter bei Engagement Global in Düsseldorf und Jonas Reckermann, Beachvolleyball-Olympiasieger 2012 und Vorsitzender der Werte-Stiftung, ging es um die Potenziale des Sports entwicklungspolitische Anstöße zu geben. Um zu zeigen, wie Sportler und Verbände solche Möglichkeiten stärker ausschöpfen können, stellten die Gäste Projekte vor, in denen entwicklungspolitisches Engagement und Sport bereits erfolgreich verbunden werden. Dazu zählen Auslandsprojekte des DOSB in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die entwicklungspolitische Bildungsarbeit von Engagement Global im Sport sowie die Aktivitäten von Jonas Reckermann in der Werte-Stiftung.

Das 17 Ziele-Mobil von Engagement Global bot eine aussagestarke Kulisse für das Sportstudio, das live auf die große Leinwand und alle Bildschirme am Aachener Weiher übertragen wurde.

Den Sonntagabend schloss ein Auftritt der Poetry Slammerin Jessy James LaFleur ab, die extra für diese Veranstaltung einen kritischen Text geschrieben und performt hatte, der den Spagat zwischen der Liebe zum Fußball und der Abneigung gegen Entwicklungen rund um Großveranstaltungen widerspiegelte.

Weitere Veranstaltungen der Aktionswochen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender und im Flyer, eine Auswahl hier:

  • Dienstag, 26. und Mittwoch, 27. Juni 2018: öffentliche Führungen im RheinEnergieStadion in Köln
  • Donnerstag, 28. Juni 2018: Diskussion mit Tom Koster, Manager für Corporate Social Responsibility bei Fortuna Düsseldorf, zu Fairplay in Profi-Vereinen
  • Freitag, 29. Juni 2018: „The Workers Cup“, ein Film von Adam Sobel zur WM 2022 in Katar, Open Air Kino am Aachener Weiher
  • Samstag, 7. Juli 2018: Public Viewing mit kritischer Informationsbegleitung
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Nachhaltig die Welt gestalten

25. Juni 2018 - 17:48
Am 17-Ziele-Mobil von Engagement Global sorgt ein Fahrrad für frischen Wind. Foto: Jo Hempel

Man nehme eine ungewöhnliche Location, ein aktuelles Thema sowie motivierte Teilnehmende und schon hat man das Rezept für ein erfolgreiches Barcamp. Das NachhaltigkeitsCamp Bonn hatte am vergangenen Freitag, 22. Juni 2018, genau diese Zutaten. Bereits zum dritten Mal fand die Konferenz mit Camping-Atmosphäre in der Wohnwagenlandschaft des BaseCamps Bonn statt.

Als Barcamp ist das NachhaltigkeitsCamp eine für alle offene Konferenz, bei der die Teilnehmenden nicht nur zuhören, sondern auch selbst aktiv werden. Am frühen Vormittag organisierten sie vor Ort die Themen für den Tag, die sogenannten Sessions und erstellten einen gemeinsamen Zeitplan. 40 Sessions rund um nachhaltige Entwicklung kamen so zusammen. Mehr als 160 Teilnehmende tauschten sich zu den Themen nachhaltige Digitalisierung , nachhaltige Kindererziehung oder das Für und Wider von Laborfleisch aus.

Neben zahlreichen Tipps und Anregungen ging es unter anderem um die Fragen „ Kann man mit sozialem Engagement auch Geld verdienen? Wie können wir die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung erlebbar machen?“ Die Teilnehmenden entwickelten neue Ideen, stellten eigene Projekte vor und vernetzten sich untereinander.

Wegwerfen ist nicht weg

Eine Teilnehmerin berichtete, ihr habe der Satz „Wegwerfen ist nicht weg“ in der Session zum Thema „Plastikfrei leben“ die Augen geöffnet. Plastikfrei könne man nicht leben, wenn man den Plastikmüll nur wegwerfe. Es brauche eine nachhaltige Lösung, mit Plastik umzugehen, wie zum Beispiel der Verzicht auf den Erwerb oder das nachhaltige Recyceln des Mülls.

Viele der Barcamp-Teilnehmenden beschäftigen sich bereits privat oder über Organisationen mit dem Thema Nachhaltigkeit. Bei vielen kam daher die Frage auf, wie Menschen außerhalb der „Blase“ zu erreichen seien. Teilnehmer Philipp Stakenborg diskutierte in seiner Session darüber, wie man Begeisterung für nachhaltige Themen außerhalb von Filterblasen erreichen kann. Sein Vorschlag: Positiver Vandalismus; beispielsweise durch eine Guerilla-Putz-Aktion in der Straßenbahn.

Sportlich ging es auf dem Hof vor dem BaseCamp Bonn zu. Neben einem Elektro-Lastenfahrrad, dass Armin Weische in seiner Session vorstellte, konnte man ebenso beim 17 Ziele-Mobil von Engagement Global in die Pedale treten und dabei Strom erzeugen oder sich mit der Rikscha des Vereins „Radeln ohne Alter“ eine Spazierfahrt gönnen. Der Bonner Ableger des Vereins gründete sich aus einer Session beim ersten NachhaltigkeitsCamp im Jahr 2016 und engagiert sich mobilitätseingeschränkte Menschen.

Mit seinem Angebot leistete das ausverkaufte NachhaltigkeitsCamp einen Beitrag zur Erreichung der Agenda 2030 und den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG) der Vereinten Nationen. Die Frage „Was kann ich selbst im Alltag tun?“ zog sich auch in diesem Jahr durch die vielfältigen Sessions. Das NachhaltigkeitsCamp Bonn wurde von Engagement Global mit Unterstützung von Bonn.digital veranstaltet.

Weitere Informationen

Zur Internetseite des NachhaltigkeitsCamps Bonn

Zum Artikel im Bonner General-Anzeiger

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