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Aktualisiert: vor 43 Minuten 55 Sekunden

Spotlight-Bericht 2020: Politikwechsel für systemische Veränderungen. Lehren aus der globalen COVID-19-Krise

17. September 2020 - 13:02

 

ONLINE | Launch of Spotlight Report 2020 - Shifting policies for systemic change. Lessons from the global COVID-19 crisis

The COVID-19 pandemic has a massive impact on the implementation of the SDGs and the fulfilment of human rights. The looming global recession will dramatically increase unemployment, poverty and hunger worldwide. Moreover, the crisis threatens to further deepen discrimination and inequalities. With this virtual launching event, we will present key findings of the report.

Friday, 18 September 2020, 9:00-10:00am EDT

Please register here

 

 


The COVID-19 pandemic has a massive impact on the implementation of the SDGs and the fulfilment of human rights. The looming global recession will dramatically increase unemployment, poverty and hunger worldwide. Moreover, the crisis threatens to further deepen discrimination and inequalities.

In the Declaration on the Commemoration of the 75th Anniversary of the United Nations, to be adopted on 21 September 2020, Heads of State and Government will promise „to mobilize resources, strengthen our efforts and show unprecedented political will and leadership“ in response to the current crisis.

The call to „build back better“ has become a leitmotif of intergovernmental responses to the crisis. But does „building back“ really lead to the urgently needed systemic change? What kind of policies, strategies and structural changes are necessary to ensure the primacy of human rights, gender justice and sustainability goals in all policy areas?

These questions are discussed in this year's report Spotlight on Sustainable Development 2020. Its fundamental message is that the multiple crises can only be overcome if the massive power asymmetries within and between societies can be reduced.

With this virtual launching event, we will present key findings of the report.

Brief snapshots by

  • Roberto Bissio, Coordinator of Social Watch
  • Ziad Abdel Samad, Executive Director of the Arab NGO Network for Development (ANND)
  • Vanita Mukherjee, Member of the Executive Committee of Development Alternatives with Women for a New Era (DAWN)

Policy conclusions by

  • Ignacio Saiz, Executive Director of the Center for Economic and Social Rights
  • Barbara Adams, President of Global Policy Forum

Moderator/Facilitator

  • Bodo Ellmers, Director of Sustainable Development Finance, Global Policy Forum Europe
  • Elisabeth Bollrich, Global Economy Expert at Friedrich-Ebert-Stiftung

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Participants will receive the login details for the web conversation one day before the event.

Please find more information on the Spotlight Report here.

Am 25. September 2020 findet das NachhaltigkeitsCamp Bonn digital statt

17. September 2020 - 13:00

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Am 25. September 2020 findet das NachhaltigkeitsCamp Bonn digital statt. Engagement Global ermöglicht damit allen Interessierten, sich zu vernetzen und eigene Projekte zur Nachhaltigkeit voranzubringen.

Das 5. NachhaltigkeitsCamp Bonn findet digital statt. Foto: Kolja Matzke

Bonn, 17. September 2020. Vernetzung, Fachwissen und Förderprogramme bietet Engagement Global, um den historischen Begriff der Nachhaltigkeit langfristig und weltweit wirken zu lassen. Unter dieser Prämisse findet auch das NachhaltigkeitsCamp Bonn digital statt. Am Freitag, 25. September 2020, kommen rund 150 Menschen virtuell zusammen, um Ideen weiterzutragen und Projekte zur Nachhaltigkeit voran zu bringen. Die Bandbreite der Themen reicht von der Förderung von Chancengleichheit über Bildung bis hin zu Klimaschutz.

Beim diesjährigen Barcamp wird Luca Samlidis, Pressesprecher von Fridays for Future Bonn, zu Gast sein. Er wird live vom Klimastreik in der Bonner Innenstadt dazu geschaltet, um das Barcamp zu eröffnen. Luca Samlidis' Rat für alle, die sich für Nachhaltigkeit engagieren wollen, lautet: „Tut es einfach und lasst euch nicht erzählen, dass ihr perfekt sein müsst, um etwas für den Klimaschutz zu tun und politisch etwas einzufordern. Und: Klimaschutz kann und sollte Spaß machen!"  

Dass gemeinsames Engagement wirkt und die Welt in einigen Aspekten lebenswerter geworden ist, zeigt die Zwischenbilanz des Sustainable Development Goals Report 2020 der Vereinten Nationen. Am 25. September 2015 verabschiedeten alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen auf dem Gipfeltreffen in New York die Agenda 2030 und mit ihr die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs). Diesen Zielen hat sich auch Engagement Global verpflichtet und bietet mit dem NachhaltigkeitsCamp Bonn zum fünften Mal allen die Möglichkeit, ihnen näher zu kommen. Das Barcamp ist ein im Bonner Raum etabliertes Format, das jedes Jahr von rund 150 Menschen selbst gestaltet wird. 

Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen, digital an der Veranstaltung teilzunehmen oder nach vorheriger Rücksprache persönlich im Studio in Siegburg vorbei zu kommen, um hinter die Kulissen einer virtuellen Veranstaltung zu blicken. An beiden Orten stehen Ansprechpersonen zur Verfügung.


Zur Website des NachhaltigkeitsCamp Bonn

Klimawandel kann Migration antreiben – insbesondere in Agrar-Ländern mit mittlerem Durchschnittseinkommen

15. September 2020 - 23:33
Pressemitteilung des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

15.09.2020

Klimawandel kann Migration antreiben – insbesondere in Agrar-Ländern mit mittlerem Durchschnittseinkommen

Weltweit sind Menschen Umweltgefahren ausgesetzt, die unter bestimmten Bedingungen auch Migrationsbewegungen auslösen. Veränderungen des Temperaturniveaus, erhöhte Niederschlagsschwankungen und schnell einsetzende Wetterextreme wie Tropenstürme sind wichtige Faktoren, wie eine neue Studie unter Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt. Umweltbedingte Migration ist in landwirtschaftlich geprägten Ländern mit mittlerem Einkommen am stärksten ausgeprägt; sie ist geringfügig schwächer in Ländern mit niedrigem Einkommen, in denen die Bevölkerung häufig nicht über die für die Abwanderung erforderlichen Mittel verfügt. Die Ergebnisse der Studie ermöglichen es, Regionen zu identifizieren, die in Zukunft besonders anfällig für Migrationsbewegungen sein könnten.

„Umweltfaktoren können die Migration antreiben, aber das Ausmaß der Auswirkungen hängt von den besonderen wirtschaftlichen und soziopolitischen Bedingungen in den jeweiligen Ländern ab", sagt Hauptautor Roman Hoffmann vom PIK und dem Wiener Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. „Sowohl in Ländern mit niedrigem als auch in Ländern mit hohem Einkommen sind die Auswirkungen der Umwelt auf die Migration schwächer – vermutlich, weil die Menschen entweder zu arm sind, um wegzugehen – also quasi gefangen sind –, oder weil sie in reichen Ländern über genügend finanzielle Mittel verfügen, um die Folgen abzufedern. Deshalb sehen wir vor allem in Regionen mit mittleren Einkommen und einer Abhängigkeit von der Landwirtschaft starke Auswirkungen."

Was zählt ist der Kontext

Die Metastudie, in der 30 Studien zum Thema analysiert wurden, offenbart eine Reihe faszinierender Muster. Sie zeigt zum Beispiel, dass die Auswirkungen auf die Migration je nach Art der Umweltgefahren unterschiedlich sind, und dass sich verschiedene Gefahren gegenseitig verstärken können. „Während Temperaturänderungen den stärksten Einfluss auf die Migration haben, können auch rasch einsetzende Naturkatastrophen und sich verändernde Niederschlagsvariabilität und Anomalien eine Rolle spielen. Besonders Kleinbauern sind auf stabile klimatische Bedingungen angewiesen und leiden unter Veränderungen und Schocks, da sie nicht über ausreichende Anpassungskapazitäten verfügen", sagt Ko-Autorin Raya Muttarak vom International Institute for Applied Systems Analysis und dem Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital (IIASA, VID/ÖAW, University of Vienna).

Die Forscher betonen, dass es dabei keinen Automatismus gibt – umweltbedingte Migration hängt immer von einer Reihe wirtschaftlicher und soziopolitischer Faktoren ab. Das Bild von Klimaflüchtlingen, die nach Europa oder in die USA drängen, ist häufig zu simpel. So fanden die Forscher zum Beispiel deutliche Belege dafür, dass Umweltveränderungen in gefährdeten Ländern überwiegend zu Migration innerhalb dieser Länder führen, oder zu Wanderungsbewegungen in andere Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen – und nicht zu grenzüberschreitender Migration in Länder mit hohem Einkommen. Betroffene Bevölkerungsgruppen wandern oft an Orte innerhalb ihrer eigenen Region aus und kehren nach relativ kurzer Zeit wieder in ihre Heimat zurück.

Künftige Migrations-Hotspots

Die Ergebnisse, die in der neuesten Ausgabe von Nature Climate Change veröffentlicht wurden, weisen auch auf Regionen hin, die für den Klimawandel besonders anfällig sind, und in denen die Umweltmigration künftig besonders stark ausgeprägt sein könnte. „Unsere Untersuchung zeigt, dass die Bevölkerungen in Lateinamerika und der Karibik, in mehreren Ländern Afrikas südlich der Sahara, insbesondere in der Sahelzone und in Ostafrika, sowie in West-, Süd- und Südostasien besonders gefährdet sind", sagt Ko-Autorin Anna Dimitrova vom Wiener Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Angesichts des zu erwartenden Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur nehmen die Forscher an, dass die umweltbedingte Migration in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Folglich müssen Hilfsmaßnahmen auf die tatsächlichen Situationen vor Ort zugeschnitten sein, um das Leid der Betroffenen zu verringern. „Der beste Weg, die Menschen dieser Regionen zu schützen, ist die Stabilisierung des Weltklimas, also die rasche Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen aus der Verbrennung fossiler Energieträger", so das Fazit von Jesus Crespo Cuaresma von der Wirtschaftsuniversität Wien und IIASA. „Migration kann eine wirksame Anpassungsstrategie sein; aber meist passiert sie unfreiwillig und geht mit nicht hinnehmbarem menschlichen Leid einher – nicht hinnehmbar, weil es tatsächlich vermieden werden kann."

Artikel: Hoffmann R, Dimitrova A, Muttarak R, Crespo Cuaresma J, & Peisker J (2020). A Meta-Analysis of Country-Level Studies on Environmental Change and Migration. Nature Climate Change. DOI: 10.1038/s41558-020-0898-6

Weblink zum Artikel: https://www.nature.com/articles/s41558-020-0898-6

Kontakt für weitere Informationen:


Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Pressestelle
Telefon: +49 (0)331 288 2507
E-Mail: presse@pik-potsdam.de
Twitter: @PIK_Klima
www.pik-potsdam.de

Wer wir sind: Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist eines der weltweit führenden Institute in der Forschung zu globalem Wandel, Klimawirkung und nachhaltiger Entwicklung. Natur- und Sozialwissenschaftler erarbeiten hier interdisziplinäre Einsichten, welche wiederum eine robuste Grundlage für Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft darstellen. Das PIK ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

SPD-Fraktion zum Lieferkettengesetz

15. September 2020 - 23:31

Nr. 275/2020 - 15.09.2020
Arbeitsgruppen: Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Arbeit und Soziales


SPD-Fraktion kämpft für das Lieferkettengesetz

Frank Schwabe menschenrechtspolitischer Sprecher,
Sascha Raabe, Sprecher für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung;
Bernd Rützel zuständiger Berichterstatter:

Die SPD-Fraktion im Bundestag hat dafür gesorgt, dass eine nationale gesetzliche Regelung zu den Sorgfaltspflichten deutscher Unternehmen entlang ihrer globalen Lieferketten im Koalitionsvertrag festgehalten ist. Teile der Unionsfraktion widersetzen sich jedoch, obwohl Forderungen nach einem Lieferkettengesetz immer lauter werden. Nach einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap befürworten drei von vier Befragten ein Gesetz, das Unternehmen zur Einhaltung von Sorgfaltspflichten in der Lieferkette verpflichtet. Selbst unter den Anhängern der Union spricht sich eine ebenso große Mehrheit für das Gesetz aus.

„Die SPD-Bundestagsfraktion macht sich weiter dafür stark, dass das Bundeskabinett schnell Eckpunkte für ein wirksames Lieferkettengesetz auf den Weg bringt. Die Blockadehaltung der Union muss ein Ende haben. Ein Lieferkettengesetz ohne Haftungsregelung entfaltet ebenso wenig eine gewünschte Wirkung wie die Beschränkung auf Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Viele Unternehmen sehen in einem Lieferkettengesetz einen Wettbewerbsvorteil und sind viel weiter als ihre teilweise rückwärtsgewandten Interessensverbände. Angesichts von schuftenden Kindern in lebensgefährlichen Steinbrüchen, von Näherinnen, die mit ihrem Lohn nicht mal ihre Kinder ernähren können und Arbeitern, die bei ihrer Arbeit in giftiger Brühe stehen, um Leder für Schuhe und Kleidung zu gerben, brauchen wir ein wirksames Lieferkettengesetz – und zwar jetzt."


  Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier: https://www.spdfraktion.de/presse/pressemitteilungen/spd-fraktion-kaempft-lieferkettengesetz
Die komplette Pressemitteilung als PDF: https://www.spdfraktion.de/node/4969175/pdf
 

© 2020 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: https://www.spdfraktion.de

IKEA unterstützt UNICEF-Programm Kinderrechteschulen

15. September 2020 - 23:30
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Kinderrechte auf den Stundenplan

IKEA unterstützt UNICEF-Programm Kinderrechteschulen

© UNICEF/UNI267626/Etges

Köln/ Hofheim-Wallau, den 15. September 2020 // Die aktuelle Corona-Situation hat noch einmal verdeutlicht: Kinder brauchen besondere Unterstützung und besonderen Schutz. Die Verwirklichung ihrer Rechte ist heute wichtiger denn je, auch in Deutschland. IKEA Deutschland setzt sich jetzt gemeinsam mit UNICEF Deutschland dafür ein, die Umsetzung der Kinderrechte an deutschen Schulen zu stärken. Mit dem Startschuss am diesjährigen Weltkindertag am 20. September fördert das schwedische Einrichtungsunternehmen auch finanziell das UNICEF Programm „Kinderrechteschulen".

Die Kinderrechte gelten für jedes Kind – in Deutschland ebenso wie in den Entwicklungsländern und Krisenregionen der Welt – und ihre Verwirklichung entscheidet sich vor allem im direkten Lebensumfeld der Kinder. „Auch in Deutschland werden viele Kinder und Jugendliche nicht ausreichend geschützt, gefördert und beteiligt. Während der Corona-Pandemie wurden die Interessen von Kindern vielfach hintenangestellt", sagt Christian Schneider, Geschäftsführer UNICEF Deutschland. „Mit dem Programm Kinderrechteschulen möchten wir gemeinsam mit IKEA Kinder von klein auf darin stärken, ihre Rechte wahrzunehmen und sich für ein solidarisches Miteinander einzusetzen."

Mit dem breit angelegten Programm Kinderrechteschulen setzt sich UNICEF bereits seit vielen Jahren dafür ein, dass Schulen in Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention sowohl im Unterricht als auch in ihrem Schulalltag verankern. Unter dem Motto „Wir leben Kinderrechte!" werden die Kinderrechte zum Herzstück der Schulgemeinschaft und von den Kindern, Lehrkräften und Sozialarbeitern gleichermaßen respektiert und gelebt. Kinder lernen, sich für ihre Rechte einzusetzen, Lösungen auszuhandeln und gemeinsam für ihre Ideen einzutreten. Hierfür hat UNICEF Deutschland ein Trainingsmodell entwickelt, das Behörden, Schulpersonal und Eltern mit den nötigen Kompetenzen in den Bereichen Kinderrechte, Gewaltprävention, pädagogische Ethik und Beteiligung ausstattet, auch über Online-Trainings.

Bislang nehmen 110 Schulen in Nordrhein-Westfalen sowie 30 Schulen in Hessen am Kinderrechteschulen Programm teil. Mittelfristig soll das Programm in weiteren Bundesländern umgesetzt werden. Gemeinsam mit dem Partner IKEA sollen nun über die kommenden fünf Jahre weitere 150 Schulen in Deutschland dafür fit gemacht werden, Kinderrechte im Schulalltag von rund 37.500 Mädchen und Jungen zu verankern. IKEA unterstützt auf diese Weise auch das langfristige Ziel von UNICEF Deutschland, das Kinderrechteschulen Programm bis 2030 in allen 16 Bundesländern zu etablieren.

Besonders im Blick sind dabei Grundschulen und die Unterstufen. Dauerhaft soll das Programm auf weiterführende Schulen ausgeweitet werden. Kinderrechte werden Teil des offiziellen Lernstoffes und damit des Stundenplanes. 

„Kinderrechte schaffen Zukunft!"

„Wir möchten die Kinder dort abholen, wo sie sind – in den Schulen. Mit unserem Programm unterstützen wir Schulen als zentrale Orte dabei, Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein für ihre Rechte zu vermitteln. Denn Kinderrechte schaffen Zukunft! Sie sind die Basis für eine gerechtere und zukunftsfähige Gesellschaft", sagt Christian Schneider, Geschäftsführer UNICEF Deutschland. „Wir sind froh und dankbar, dass unser langjähriger Partner IKEA Deutschland uns auf diesem Weg unterstützt, die Kinderrechte als Basis des Miteinanders an deutschen Schulen zu stärken." 

Auch Dennis Balslev, Geschäftsführer IKEA Deutschland, freut sich auf die gemeinsame Kooperation. „Kinder sind nicht einfach kleine Erwachsene. Sie sind die wichtigsten und auch die verletzlichsten Menschen in unserer Gesellschaft. Unsere Entscheidungen beeinflussen ihre gesamte Zukunft. Deshalb ist es unsere Pflicht, die Rechte und Bedürfnisse von Kindern zu respektieren." Die aktuelle Situation zeige, wie wichtig es sei, auf den Standpunkt der Kinder mehr Rücksicht zu nehmen: „Sie brauchen Freunde, Schulstrukturen, Orte, an denen sie sich sicher fühlen und einfach ein Kind sein können."

Um noch mehr Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, hat UNICEF jetzt die Kreidemal-Aktion „Kinder erobern die Straßen" am Weltkindertag ins Leben gerufen, die auch von IKEA kommunikativ und mit Sachspenden unterstützt wird. Hier sollen Kinder mit abwaschbarer Kreide nach Herzenslust auf die Straße malen, was sie sich in ihrer Stadt wünschen – ob kinderfreundlichere Plätze, neue Spieloasen oder anderes. So können sich die Kinder weit über den Pausenhof hinaus für eine bessere Zukunft einsetzen. 

Am 20.11.1989 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention. Sie garantiert jedem Kind weltweit zum Beispiel das Recht auf Überleben, auf Bildung, auf Schutz vor Missbrauch und Gewalt, aber auch das Recht, an Entscheidungen beteiligt zu werden.

Pressekontakt: 
UNICEF Deutschland, Tim Rohde, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 0221/93650-316, presse@unicef.de

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Her mit dem guten Leben für alle!

15. September 2020 - 23:29
Heute startet die Faire Woche auch in Schleswig-Holstein

Newsletter 4 // 2020
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen
www.bei-sh.org

Liebe Freundinnen und Freunde des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein,

mit dem guten Leben kennen wir uns in Schleswig-Holstein aus. Immerhin landen unsere Bewohner*innen beim sogenannten Glücksatlas regelmäßig auf dem ersten Platz. Andere Länder wie Schottland, Island und Neuseeland halten sogar das Bruttoinlandsprodukt nicht mehr für zeitgemäß und orientieren sich lieber am Wohlbefinden der Bevölkerung als Wohlstandsindikator.

Mit dem guten Leben beschäftigt sich in diesem Jahr auch die bundesweite Faire Woche, die heute begonnen hat. "Fair statt mehr. #Fairhandeln für ein gutes Leben" heißt das Motto. In Schleswig-Holstein ist  von Fehmarn bis zur Hallig Hoge etwas geboten. Insbesondere die Engagierten an der Westküste haben sich ordentlich ins Zeug gelegt und ein buntes Programm zusammengestellt. Aber auch in Lübeck finden Aktionen statt. Mit dem Grünen Haus in Eckernförde haben wir ein Fairtrade-Quiz erarbeitet, das digital gespielt werden kann. Es gibt auch etwas zu gewinnen.

Kommen Sie gut durch die Faire(n) Woche(n) und hinein in den Herbst. In sechs Wochen lesen wir uns wieder.

Ihr Team vom Bündnis Eine Welt
Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
  Neuigkeiten aus dem Bündnis Eine Welt und von unseren Partnern Die Faire Woche in Schleswig-Holstein Heute starteten die Aktionswochen zum Fairen Handel. Unter dem Motto "Fair statt mehr" bieten sie die Möglichkeit, sich gemeinsam zu fragen, wie Produktions- und Konsummuster aussehen müssen, damit sie nicht zu Lasten von Mensch, Tieren und Umwelt gehen. Was kann der Faire Handel dabei leisten und was vor allem jede*r einzelne von uns dazu beitragen kann.
"Ich finde es beeindruckend, wie viele interessante Angebote gerade in diesen schwierigen Corona-Zeiten unsere Mitglieder, aber auch Fairtrade Towns und andere Fair Handels-Engagierte vielerorts auf die Beine gestellt haben!", sagt Marco Klemmt, unser Fachpromotor für zukunftsfähiges Wirtschaften. "Ich wünsche allen Veranstaltungen daher viel Zuspruch und den Besucher*innen spannende und anregende Unterhaltung!" Die Faire Woche in Heide Die Faire Woche in Eckernförde (PDF) Die Faire Woche in Meldorf (PDF) Die Faire Woche in Lübeck Rätseln und gewinnen: Rund um Meeresschutz und Fairen Handel Unser Programm Bildung trifft Entwicklung hat in Kooperation mit dem Büro des Kieler Stadtpräsidenten und dem Grünen Haus Eckernförde zwei neue, digitale Rätsel für die App Actionbound heraus gebracht. Diesmal gibt es für die ersten Teilnehmer*innen sogar etwas zu gewinnen. Alle Infos zu den Bounds und zum Gewinnspiel Neue Gesichter im Promotor*innen-Programm Gleich zwei neue Kolleg*innen bereichern die Arbeit im Promotor*innen-Programm Schleswig-Holstein. Antje Edler wechselte von Niedersachsen nach Heide und vervollständigt die Stelle zum zukunftsfähigen Wirtschaften. Lotte Nawothnig vernetzt zivilgesellschaftliche Initiativen in Kiel. Hier stellen sich die beiden vor Neues aus dem Corona-Blog - Engagement geht auch digital Viele junge Menschen, die sich in diesem Jahr beispielsweise mit dem weltwärts-Programm im Ausland engagieren wollten, mussten ihr Pläne ändern, zurück reisen oder konnten gar nicht erst starten. Es gibt einige Möglichkeiten, sich digital zu engagieren oder mit der Einsatzstelle in Kontakt zu bleiben. Eine Einführung in die Welt des Online-Volunteering bietet dieses neue Handbuch, welches unsere Promotorin Chiara Dickmann gemeinsam mit ihrer Einsatzstelle der Kultur Life gGmbH zusammengetragen hat. Weitere Infos & Download Farbe fürs Quartier - Streetart-Projekt zu Nachhaltigkeitsthemen gestartet Ein buntes Nachbarschaftsprojekt - Gemeinsam mit dem AWO Servicehaus Lübscher Baum und der dort angesiedelten Stelle zur Quartiersentwicklung möchten wir Teile der Hauswände des Servicehauses und des angrenzenden öffentlichen Gartens sowie Stromkästen und Mülleimer im Quartier vor dem Hintergrund der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) künstlerisch neugestalten. Voraussichtlich ab kommenden Montag wird es möglich sein, über die ersten Entwürfe online abzustimmen. Dann werden Jung und Alt gemeinsam mit den Künstler*innen zur Praxis übergehen und ein neues buntes Highlight in der Kieler Innenstadt erschaffen. Hier efahren Sie mehr über die Veranstaltung Migrant*innenorganisationen informieren sich über einfache Wege zur eigenen Vereinswebseite Anfang September hat das Projekt „Partizipations- und Vereinsberatung für Migrant*innen" einen Workshop zur einfachen Websitegestaltung für Migrant*innenorganisationen angeboten. Es war die erste analoge Veranstaltung seit Coronabeginn, die im Rahmen des Projekts durchgeführt wurde. Hier geht's zum Bericht Die Macht der öffentlichen Hand - Zu den Ergebnissen der 8. Bundeskonferenz für sozial verträgliche IT-Beschaffung Öffentliche Verwaltungen und Institutionen sind in der Lage, Einfluss auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Umweltschutz bei der Produktion von IT-Hardware zu nehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die achte Bundeskonferenz zu sozial verträglicher Beschaffung von IT-Produkten, die am 3. und 4. September auf Einladung des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI) e.V. und der Europa-Universität Flensburg erstmals digital stattfand.
  Hier geht's zur Zusammenfassung Weitere aktuelle Veranstaltungen In diesem Monat reden wir über Geld. Genauer gesagt über nachhaltige Geldanlagen. In Geesthacht und Halstenbek ist dazu jeweils eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verein zur Förderung ethisch-nachhaltiger Geldanlagen e.V. und dem Oikocredit Förderkreis Norddeutschland e.V geplant. Außerdem beschäftigen wir uns mit ungleicher globaler Ressourcenverteilung. Workshop & Spiel: Engagement For Future finden in Kooperation mit den Students For Future Kiel im Rahmen des Zukunftsfestivals "Kiel Kann Mehr" statt.
  Hier geht's zu unseren Veranstaltungen Ausstellung auf Westküsten-Tour Die Ausstellung „Schafft Recht und Gerechtigkeit" richtet sich an Kirchengemeinden und kirchliche Gruppen, die sich in der Initiative Lieferkettengesetz für einen gesetzlichen Rahmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards engagieren möchten. Unser Mitglieds-Verein Eine Welt im Blick e.V. aus Heide holt diese Ausstellung im September und Oktober nach Meldorf, Heide, Husum und Wesselburen. Weitere Infos auf der Vereinswebseite Nachrichten aus Stadt & Land Landtag debattiert über Lieferkettengesetz Unterstützt Schleswig-Holstein eine gesetzliche Pflicht von Unternehmen, Menschenrechte und Umwelt in internationalen Lieferketten zu schützen? Auf Antrag der SPD-Landtagsfraktion hat das Landesparlament in Kiel in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause darüber debattiert. Alle Fraktionen, bis auf FDP und AfD, unterstützen den Antrag, der jetzt im Umweltausschuss beraten wird. Die Reden der Abgeordneten können im Presseticker nachgelesen werden. Zum Presseticker Post für Peter Altmaier Ein starkes Zeichen aus Berlin: Heute haben die Aktivist*innen der Initiative Lieferkettengesetz gemeinsam mit Greenpeace Deutschland 222.222 Unterschriften für ein Lieferkettengesetz, das diesen Namen verdient hat, übergeben. Aktuell mauert insbesondere das Wirtschaftsministerium. An unserem Stand auf der Kieler Woche haben wir darüber informiert, wie Sie hier im Norden aktiv werden können. Eine Postkarte an Peter Altmaier konnte man ebenfalls da lassen. Die Petition gibt es aber auch online. Fordern Sie mit uns Peter Altmaier zum Umdenken auf Abschied von Mawuli Aboagye 

Unser BtE-Referent Mawuli Aboagye ist nach kurzer schwerer Krankheit in Ghana verstorben. Wir vermissen ihn als einen engagierten und zugewandten Referenten, der in vielen Bildungsveranstaltungen sein Heimatland mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten einer Vielzahl von Jugendlichen nähergebracht hat. Seit 2018 war er bei BtE aktiv und hat zunehmend mehr Veranstaltungen durchgeführt und auf den wir uns immer hundertprozentig verlassen konnten.

In seinen Veranstaltungen zu den Themen Klimawandel, Elektromüll, Komposttoiletten, Kaffee oder allgemein um die SDGs hat er die Schüler*innen inspiriert und berührt. Seine freundliche, positive Ansprache und seine Energie haben die Teilnehmenden in den Workshops mitgenommen. Mawuli hatte eine ganz besondere Art mit Ihnen in Verbindung zu treten- mit viel Liebe, Enthusiasmus, Spaß und Offenheit. 

Wir haben Mawuli sehr geschätzt, seine ruhige und überlegte Art, seinen Tatendrang, seinen wachen, kritischen Geist, seine Ruhe, seine Verbindlichkeit und sein Liebe, die er in seine Arbeit und seine Begegnungen gelegt hat.

Mawuli war voller Tatendrang!

Als BtE Referent in Schleswig-Holstein, in seinen Projekten in Ghana und im Verein succeed in Ghana. Mawuli war sehr offen und hat sich stets neuer Themen angenommen und diese mit seinen persönlichen Bezügen in die Bildungsarbeit eingebracht. Das gemeinsame Projekt in Ghana wuchs in den letzten Jahren, maßgeblich Dank seiner Initiative und Arbeit. 

Mawuli war positiv! 

„The world we see, is the world we create"- war einer seiner Leitsätze. Mawuli hat eine gute Welt gesehen und für sie gekämpft. In Schleswig-Holstein und in Ghana. Er war überzeugt, dass eine nachhaltige, gerechtere Welt möglich ist und dass es sich lohnt dafür einzustehen. Ein Schritt nach dem anderen. 

Eine Lehrerin schrieb uns nach einer Veranstaltung extra eine Mail, und betonte dabei, wie erfolgreich und nachhaltig Mawuli mit den SuS erarbeitet hat, was sie selbst gegen den Klimawandel tun können.

Auch wenn Mawuli nicht mehr bei uns ist, wirkt er weiter. Sein Einfluss ist nicht verloren. Die Dinge, die wir aus der Begegnung mit ihm gewonnen haben, leben ins uns weiter. Und für diese sind wir dankbar.

Das Bündnis Eine Welt
Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
Wir sind Dachverband entwicklungspolitischer
Organisationen aus Schleswig-Holstein.
Das landesweite Netzwerk bündelt Informationen,
sorgt für Verbindungen unter den Akteuren und
 wirbt für globale Gerechtigkeit in der Welt.
 

Unsere Aufgaben, Ziele und Aktivitäten:
  • Als Dachverband sind wir Sprachrohr für die Themen und das Engagement unserer Mitglieder.
  • Als Träger und Kooperationspartner sind wir beteiligt an Projekten mit entwicklungspolitischen Inhalten in Zusammenarbeit mit Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft.
  • Vernetzung und Austausch: Wir bringen weltweit Menschen zusammen die sich für die Zukunft unserer Welt einsetzen (regional, national und international).
  • Projektentwicklung und Organisationsberatung: Durch Beratungs- und Fortbildungsangebote fördern wir die Aktivitäten der Menschen aus dem Umfeld unserer Arbeit.
  • Als Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit engagieren wir uns in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.
  Unsere Schwerpunkte:
  • Fairer Handel, Unternehmensverantwortung (CSR) und nachhaltige Beschaffung:
    Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen mit dem Fair Trade Prinzip.
  • Globale Partnerschaften und Entwicklung:
    Entwicklungszusammenarbeit in Schulpartnerschaften, Kommunalen Partnerschaften, Religiöse Partnerschaften, etc.
  • Durch Bildungsarbeit globale Zusammenhänge begreifbar machen, um die weltweite Entwicklung aktiv mitzugestalten.
  • Migration und Entwicklung
    Obwohl alle Menschen auf demselben Planeten leben, sind die Lebenswelten und Kulturen sehr unterschiedlich. Wir müssen voneinander lernen, um gemeinsam die weltweite Zukunft gestalten zu können.
Unser Grundsatz: "Global denken - lokal handeln"
  Sie möchten den Verband für sich nutzen, das Engagement unterstützen oder selber aktiv und Teil des Netzwerks werden? www.bei-sh.org/mitmachen Mitmachen Sie möchten Nachrichten und Aktionen mit entwicklungspolitischem Bezug mit interessierten Menschen in Schleswig-Holstein teilen? Dann schreiben Sie uns. news@bei-sh.org Weiterleiten Diesen Newsletter als email weiterleiten Diesen Newsletter auf Facebook teilen Diesen Newsletter auf Twitter teilen Empfangseinstellungen und Archiv: Sie sind in dem Verteiler des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) für unsere Rundschreiben (Newsletter) eingetragen.
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Ein Jahr staatliches Textilsiegel „Grüner Knopf“

11. September 2020 - 14:07
Minister Müller: „Grüne Knopf hat sich etabliert"



Berlin – Vor einem Jahr hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit 27 Vorreiter-Unternehmen das staatliche Textilsiegel Grüner Knopf eingeführt. Das Siegel gibt eine klare Orientierung beim Kauf sozial und ökologisch hergestellter Textilien. Mittlerweile machen 52 Unternehmen mit, darunter anerkannte Nachhaltigkeits-Pioniere der ersten Stunde, Sportlabel, Familienbetriebe und Mittelständler und auch große internationale Einzelhändler.

 

Minister Müller: „Trotz einer schwierigen wirtschaftlichen Lage hat sich der Grüne Knopf am Markt etabliert. Ich freue mich, dass mittlerweile 52 Unternehmen mitmachen. Das ist eine Verdoppelung im ersten Jahr, obwohl die Textilbranche von der Coronakrise besonders betroffen ist. Mittlerweile kann man sich von ‚Kopf bis Fuß' mit Grüner Knopf-Produkten einkleiden – von Mützen, über T-Shirts bis zu Sneakern. Auch Bettwäsche, Rucksäcke oder Zelte tragen das Siegel. Den Grünen Knopf gibt es für jeden Geschmack und auch für jeden Geldbeutel. Denn nachhaltige Mode muss nicht automatisch teuer sein."

 

Eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts GfK kommt zu dem Ergebnis: „Der Grüne Knopf ist auf dem besten Wege zu einer Erfolgsgeschichte". Rund ein Drittel der Deutschen kennen ihn – nach einem Jahr ein im Vergleich zu anderen Nachhaltigkeitssiegeln sehr guter Wert. Und nahezu alle Befragten befürworten ein staatliches Siegel zur Überprüfung sozialer und ökologischer Standards. Die Menschen wissen auch, wofür der Grüne Knopf steht: wie das Verbot von Kinderarbeit und gefährlichen Chemikalien oder Zahlung von Mindestlöhnen.

 

Dieses Vertrauen spiegelt sich auch an der Ladentheke wieder: Allein im wirtschaftlich schweren ersten Halbjahr 2020 wurden mehr als 50 Millionen Textilien mit dem Grünen Knopf verkauft. Davon rund 35 Millionen Kleidungsstücke.  Das entspricht hochgerechnet einem Marktanteil  des Grünen Knopfs zwischen 1,5 und 3 %. Zur Einordnung: Das deutsche Bio-Siegel lag in dem ersten Jahren nach Einführung bei 2 % Marktanteil und hat nach 7 Jahren einen Marktanteil von 3,5 % erreicht.

 

Müller weiter: „Der Grüne Knopf ist mehr als ein Textilsiegel – er ist unser Zeichen für Verantwortung. Wir brauchen einen grundlegenden Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten. Denn am Anfang vieler unserer Produkte stehen Menschen, dies bislang kaum von ihrer Arbeit leben können. Noch immer müssen 75 Millionen Kinder weltweit unter ausbeuterischen Bedingungen schuften – auch für unsere Produkte. Immer mehr Kunden wollen das nicht länger hinnehmen und fordern, dass in der Produktion grundlegende Mindeststandards eingehalten werden. Die Unternehmen beim Grünen Knopf erfüllen dies bereits. Und so ist der Grüne Knopf nach einem Jahr auch eine Blaupause für ein branchenübergreifendes Lieferkettengesetz. Denn das Siegel zeigt: Es geht. Selbst kleine Start Ups schaffen das."

 

Jetzt setzen auch die Diakonie Deutschland und der Deutsche Caritsverband auf nachhaltige Textilien. Zusammen sind sie die größten Textilbeschaffer in Deutschland - außerhalb der öffentlichen Hand. Allein für die 2,2 Millionen Betten und Plätze in den 56.000 Einrichtungen werden riesige Mengen an Bettwäsche benötigt. Am ersten Jahrestag des Grünen Knopf, den 9.9.2020, unterzeichnet Bundesminister Gerd Müller und der Präsidenten der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie sowie der Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, Hans Jörg Millies eine entsprechende Vereinbarung.

 

Müller: „Ich freue mich, dass die Diakonie und der Caritasverband auf den Grünen Knopf setzen. Private und öffentliche Einrichtungen können viel zu fairen Lieferketten beitragen, wenn sie konsequent nachhaltig beschaffen. Der Gedanke der christlichen Nächstenliebe gilt auch für die Menschen am Anfang der Lieferkette, wie etwa die Näherinnen in Bangladesch, die unsere Kleidung in Akkordarbeit nähen."


Feuer in Moria: Fast 4.000 Kinder ohne Obdach brauchen dringend Hilfe

11. September 2020 - 14:06
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Feuer in Moria  

Fast 4.000 Kinder ohne Obdach brauchen dringend Hilfe

UNICEF Deutschland stellt 100.000 Euro für Soforthilfe bereit

© UNICEF/UNI367862/Tzortzinis/AFP

Köln, den 11. September 2020 // Die Lage der Kinder auf der griechischen Insel Lesbos ist auch zwei Tage nach dem verheerenden Großbrand in dem Flüchtlingslager Moria dramatisch. Fast 4.000 Kinder und ihre Eltern sind weiterhin ohne Obdach und ausreichenden Schutz

Gemeinsam mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, der Internationalen Organisation für Migration sowie vielen weiteren Partnern und den griechischen Behörden organisiert UNICEF Hilfsmaßnahmen für die Kinder und ihre Familien. 

Das von UNICEF unterstützte Kinder- und Familienzentrum „Tapuat" nahe Moria wurde in eine Notunterkunft umgewandelt. Die meisten der 406 unbegleiteten Kinder, die gestern auf das Festland geflogen wurden, waren dort vorübergehend untergebracht. 

„Es ist gut, dass sich Deutschland zusammen mit weiteren europäischen Staaten bereit erklärt hat, die unbegleiteten Kinder aufzunehmen", sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Auf den griechischen Inseln verlieren weiter Tausende Mädchen und Jungen ihre Kindheit unter unerträglichen Bedingungen. Europa muss jetzt helfen und diese Tragödie beenden."

Es wurde vereinbart, dass in dem Zentrum auf Lesbos nun besonders schutzbedürftige Mütter und Kinder Zuflucht finden können. Die Kapazitäten reichen für schätzungsweise 200 Mütter und ihre Kinder. Weitere 100 Mütter und ihre Kinder können in nahegelegenen Einrichtungen kurzfristig versorgt werden. Insgesamt müssen rund 10.800 Menschen untergebracht werden. Es muss damit gerechnet werden, dass viele von ihnen eine weitere Nacht im Freien verbringen müssen.

UNICEF hält für die notdürftige Versorgung der Familien und Kinder Schutz- und Hygieneutensilien, Kleidung und Spiel- und Lernmaterialien bereit und hilft bei der Suche nach Unterkünften für besonders gefährdete Kinder und Mütter. Zusammen mit Partnern werden in den kommenden Tagen psychosoziale Hilfen für die Kinder organisiert. Die Kinder sollen so rasch wie möglich wieder ein Stück Normalität erfahren. 

Die Bundesbürger haben seit Mittwoch bereits über 100.000 Euro für die UNICEF-Hilfe für die geflüchteten und migrierten Kinder in Griechenland gespendet. 

Pressekontakt: 
UNICEF Deutschland, Rudi Tarneden, Pressesprecher, 0221/93650-315 oder 0170-8518846, presse@unicef.de

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Deutsche Länder engagieren sich für bezahlbare und saubere Energie

11. September 2020 - 14:06
Portal Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik:

Wiesbaden, 10. September 2020

Energie vernetzt denken

Bezahlbare, verlässliche und umweltfreundliche Energieversorgung bildet das Fundament nachhaltiger Wirtschaftssysteme. Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen gibt Handhabe dafür, wie Energieversorgung nachhaltig gestaltet werden kann. Auch die Deutschen Länder setzen sich für die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 ein. Zu dem speziellen Engagement Hessens ist aktuell auf dem Portal Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik der Bericht zum Nachhaltigkeitsziel 7 „Bezahlbare und saubere Energie" erschienen.

Bis zum Jahr 2050 soll – nicht zuletzt durch die weitgehende Decarbonisierung des Energiesektors – die Klimaneutralität in Hessen erreicht sein. Dementsprechend liegen Schwerpunkte der hessischen Energiepolitik auf der Steigerung der Energieeffizienz sowie dem Ausbau der erneuerbaren Energien in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr.

Bei ihrer Umsetzung sind Netzwerke entstanden, die Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen umfassen und so die Energiewende voranbringen. Eine innovative Energiewirtschaft – häufig in kommunaler Hand –, Hochschulen, die mit ihrer kreativen Forschung die Entwicklung der Energietechnologie voranbringen sowie tragfähige Netzwerke der relevanten Akteure sind die Stärken, die Hessen im Kontext des Nachhaltigkeitsziels 7 in die globale Energiewende einbringen kann. So gehört es seit jeher zu den elementaren Grundsätzen der hessischen Entwicklungspolitik, die Akteure aus Hessen in ihren internationalen Bezügen zu stärken.

Hessen leistet mit dem Transfer von technologischem Know-how zum Aufbau nachhaltiger Energiesysteme und mit bedarfsorientierten Beratungskonzepten im Rahmen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des 7. UN-Nachhaltigkeitsziels und eine gerechte Gestaltung der Globalisierung.

Den vollständigen Text finden Sie auf dem Portal Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik unter der Rubrik „Im Fokus". Einen tieferen Einblick in das Engagement für das Nachhaltigkeitsziel „Bezahlbare und saubere Energie" in den 16 Deutschen Ländern bietet die Ausgabe 94 des Rundbriefs Bildungsauftrag Nord-Süd mit einem Leitartikel Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende, Berlin.

www.entwicklungspolitik-deutsche-laender.de

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Projekt gefördert durch: die Deutschen Länder

Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

Für den Inhalt des Beitrages ist allein der WUS verantwortlich. Die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuschussgeber des WUS wieder.

Herausgeber: World University Service (WUS),Goebenstraße 35, 65195 Wiesbaden. V.i.S.d.P: Dr. Kambiz Ghawami

 

Hörtipp: "Dekolonisiert euch! Eine Weltreise zu den blinden Flecken des Journalismus" (Hostwriter/DLF Kultur 2020)

11. September 2020 - 14:05
Radioserie: „Dekolonisiert euch!"  Eine Weltreise zu den blinden Flecken des Journalismus  Hostwriter in Kooperation mit DLF Kultur, 2020 Link zu allen Folgen: https://www.deutschlandfunkkultur.de/reise-zu-den-blinden-flecken-des-journalismus.4229.de.html
Weiß, männlich, gebildet: Nachrichtenredaktionen sind oft wenig repräsentativ für die Gesellschaften, über die sie berichten. Die Perspektiven von Journalist:innen mit Einwanderungsgeschichte, People of Color, Reporter:innen aus Arbeiterfamilien oder Kolleg:innen mit Behinderung werden im Nachrichtenalltag nur selten berücksichtigt. Doch was passiert, wenn vielfältige Perspektiven fehlen? Welche Geschichten werden im Journalismus übersehen? Tabea Grzeszyk trifft Kolleg:innen rund um den Erdball, die gegen blinde Flecken in der Berichterstattung kämpfen. 
Folge 1: Mexiko - Unsichtbare Wissenschaft
Die Forschung ist international. Bis sie in die marktführenden englischsprachigen Wissenschaftsmagazine kommt. Dann verschwinden plötzlich manche Länder von der Landkarte, zum Beispiel Lateinamerika. Damit möchte sich die mexikanische Wissenschaftsjournalistin Laura Vargas-Parada nicht abfinden. https://www.deutschlandfunkkultur.de/blinde-flecken-des-wissenschaftsjournalismus-unsichtbar-in.2165.de.html?dram:article_id=483110
Folge 2: China - Achtung, Kulturbrille! 
Wir Deutschen geben nur ungern unsere Daten preis, weil wir unsere Privatsphäre schützen wollen. Warum viele Chinesinnen und Chinesen mit ihren persönlichen Daten ganz anders umgehen, erklärt die chinesische Reporterin Qian Sun.  https://www.deutschlandfunkkultur.de/blinde-flecken-beim-datenschutz-in-china-vorsicht.2165.de.html?dram:article_id=483140
Folge 3: Nigeria - Das Freelancer Dilemma
Qualitätsjournalismus wird gefördert. Vor allem, wenn er in renommierten Medien mit großer Reichweite erscheint. Für Freelancer*innen im Lokaljournalismus kann das zur Zwickmühle werden. Der nigerianische Umweltjournalist Kolawole Talabi schildert ein moralisches Dilemma. https://www.deutschlandfunkkultur.de/blinde-flecken-im-lokaljournalismus-nachrichtenwueste.2165.de.html?dram:article_id=483420
Folge 4: Afghanistan - Durch die Brille des Orientalisten 
Schulen bauen und Frauen befreien. Darauf konzentrieren sich seit 20 Jahren die Berichte westlicher Medien aus Afghanistan Der Journalist Emran Feroz kann dieses orientalistische Märchen nicht mehr hören. https://www.deutschlandfunkkultur.de/blinde-flecken-berichte-ueber-afghanistan-der.2165.de.html?dram:article_id=483379
Folge 5: Philippinen - Schließt den Menschenzoo! 
Wenn über Filipinos berichtet wird, dann fast immer über rechtlose Wanderarbeiter und misshandelte Kindermädchen. Die Journalistin Purple Romero kämpft für einen Journalismus, der alle Menschen als handelnde Subjekte zeigt. https://www.deutschlandfunkkultur.de/blinde-flecken-stereotype-ueber-filipinos-schliesst-den.2165.de.html?dram:article_id=483415
Folge 6: Deutschland - Vielfalt als Lippenbekenntnis
Weiß, männlich, gebildet: Deutsche Medienhäuser sind oft wenig repräsentativ für die Gesellschaft, über die sie berichten. Die tunesische Journalistin Asma Laabidi will, dass sich Redaktionen endlich dieser Realität stellen.  https://www.deutschlandfunkkultur.de/blinde-flecken-migranten-in-deutschen-redaktionen-vielfalt.2165.de.html?dram:article_id=483447 

Die Radioserie beruht auf dem Buch „Unbias the News. Warum Journalismus Vielfalt braucht", das 2019 im CORRECTIV-Verlag erschienen ist.  Deutsche Ausgabe: https://shop.correctiv.org/detail/index/sArticle/29/sCategory/5 English copy: https://shop.correctiv.org/en/books/30/unbias-the-news-why-diversity-matters-for-journalism/?c=19 


  Hostwriter ist ein preisgekröntes Netzwerk, das Journalist*innen dabei hilft, einfach über Ländergrenzen hinweg zusammenzuarbeiten.
donate.hostwriter.org



Indonesische Gemeinden reichen OECD-Beschwerde gegen HeidelbergCement ein

11. September 2020 - 12:28


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Pressemitteilung vom 09. September 2020 Indonesische Gemeinden reichen OECD-Beschwerde gegen HeidelbergCement ein

Vertreter*innen indonesischer Gemeinden haben heute bei der Bundesregierung Beschwerde gegen HeidelbergCement, einen der weltweit größten Zementhersteller, eingereicht. In der Beschwerde an die Nationale Kontaktstelle für die OECD-Leitsätze werfen sie dem Unternehmen vor, durch eine geplante Kalksteinmine und ein Zementwerk ihre Existenzgrundlage, Wasserressourcen sowie das lokale Ökosystem zu gefährden. Durch das Projekt am Kendeng-Karstgebirge in Zentraljava sind auch Gebiete bedroht, die von hoher spiritueller Bedeutung für die dort ansässigen indigenen Samin-Gemeinden sind.

Mindestens 35.000 Menschen aus den drei Unterdistrikten Sukolilo, Kayen und Tambakromo könnten durch die Folgen des Bergbaus im Kendeng-Karstgebiet ihren Zugang zu lebensnotwendigen Wasserressourcen für Eigenbedarf und die Landwirtschaft verlieren. Die lokalen Gemeinden lehnen das Projekt entschieden ab und haben sich geweigert, ihre Zustimmung (gemäß dem Prinzip des „free, prior and informed consent") für jeglichen Bergbau auf ihrem Territorium zu erteilen.
„Jeder Mensch braucht einen sicheren Ort zum Leben und genügend Nahrungsmittel. Wir fordern das Unternehmen auf, die geplante Zerstörung unserer Umwelt und Existenzgrundlage zu stoppen", so ein Vertreter der Gemeinden am Kendeng-Gebirge, dessen Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden kann.

Als Mitglied der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) unterhält Deutschland eine Nationale Kontaktstelle, die sich mit Beschwerden gegen deutsche Firmen wegen etwaiger Verstöße gegen die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen im Ausland befasst. Die Leitsätze umfassen Menschenrechts- und Umweltstandards.

In Indonesien und Deutschland kam es wiederholt zu Protesten gegen das Projekt, zuletzt bei der Jahreshauptversammlung von HeidelbergCement im Juni. Indonesische Anwälte haben die Rechtmäßigkeit der Betriebslizenz des Unternehmens vor indonesischen Gerichten angefochten. HeidelbergCement hat die Kritik gegen das Projekt weitgehend zurückgewiesen und sich einem ernsthaften Dialog mit Menschenrechts- und Umweltaktivist*innen widersetzt.

Eine indonesische Bürgerbewegung, deren Mitglieder aus den umliegenden Landkreisen stammen, hat die Beschwerde für die vom geplanten Zementwerk und dem Steinbruch betroffenen Gemeinden eingereicht. Sie bringen vor, dass der DAX-Konzern HeidelbergCement die OECD-Leitsätze im Zuge des Vorgehens seiner Tochtergesellschaft PT Indocement verletzt hat. Inclusive Development International, die Heinrich-Böll-Stiftung und FIAN Deutschland unterstützen die Bürgerbewegung in dem Beschwerdeverfahren.

„Als eines der größten deutschen börsennotierten Unternehmen muss HeidelbergCement mit allergrößter Sorgfalt darauf achten, dass die eigene Geschäftstätigkeit sowie die seiner Tochterunternehmen weltweit Menschenrechte und ökologische Gerechtigkeit respektiert. Mit der Beschwerde wird auf die Probe gestellt, wie ernst es Deutschland ist, deutsche Unternehmen im Rahmen des OECD-Mechanismus über wirtschaftliches Fehlverhalten zur Rechenschaft zu ziehen", so Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung.

Eine Folgenabschätzung des indonesischen Präsidialamtes und des indonesischen Ministeriums für Umwelt und Forstwirtschaft aus dem Jahr 2017 bestätigt viele der Befürchtungen. Die Studie zeigt auf, dass Bergbau am Kendeng-Gebirge die Lebensgrundlagen der lokalen Gemeinden gefährdet und lebenswichtige Wasserquellen – welche sowohl für die Landwirtschaft als auch als Trinkwasser von entscheidender Bedeutung sind – zerstört. Der Bericht beschreibt im Detail die schwerwiegenden Auswirkungen von Bergbauaktivitäten in dem Gebiet auf das lokale Ökosystem, darunter die Zerstörung der Lebensräume seltener Pflanzen- und Tierarten.

„Der Mangel an Transparenz bei HeidelbergCement sowie die deutliche Opposition der indigenen Gemeinden gegen das Projekt zeigen augenscheinlich, dass das Unternehmen seiner Verantwortung zur Achtung der OECD-Leitsätze und der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte nicht nachkommt", kritisiert Natalie Bugalski, Legal Director von Inclusive Development International. „Es ist abzusehen, dass das Projekt irreversible Umweltschäden und schwerwiegende Auswirkungen auf die Menschenrechte haben wird. HeidelbergCement sollte den Beweis für das Gegenteil erbringen oder das Vorhaben abbrechen", so Bugalski weiter.

„Die Bundesregierung muss ihren menschenrechtlichen Verpflichtungen nachkommen und umgehend handeln. Die Rechte auf Nahrung und Wasser der Gemeinden am Kendeng-Gebirge müssen gegen drohende Verletzungen durch das Tochterunternehmen von HeidelbergCement geschützt werden. Die Ernährungssicherheit Tausender lokaler Bauern und Bäuerinnen steht auf dem Spiel", ergänzt Philipp Mimkes, Geschäftsführer von FIAN Deutschland.

HeidelbergCement ist seit Anfang der 2000er Jahre durch den Erwerb von Tochterunternehmen, darunter PT Indocement, die das Kendeng-Projekt entwickelt, in Indonesien aktiv. Der Fall ist nicht der erste, bei dem die soziale und ökologische Bilanz des Unternehmens im Rampenlicht steht: 2016 veröffentlichte Human Rights Watch einen Bericht, in dem detailliert beschrieben wird, wie die Geschäftstätigkeit von HeidelbergCement in den besetzten palästinensischen Gebieten zu Verletzungen von Menschenrechten und des Humanitären Völkerrechts beiträgt. Im Jahr 2018 schrieb Western Sahara Resource Watch einen offenen Brief an den Vorstandsvorsitzenden von HeidelbergCement, in dem Bedenken hinsichtlich der Aktivitäten des Unternehmens in der Westsahara geäußert wurden, die möglicherweise die illegale militärische Besetzung dort befördern.

Die Beschwerdeführer fordern HeidelbergCement dazu auf:

- eine unabhängige Umwelt- und Menschenrechtsverträglichkeitsprüfung zu beauftragen und offen zu legen;
- die Menschenrechte aller betroffenen Gemeinden zu respektieren, einschließlich des Rechts der freiwillig vorab und in Kenntnis der Sachlage gegebenen Zustimmung der indigenen Samin („free, prior and informed consent") und Abbruch des Projekts, wenn keine gegenseitige Einigung erzielt werden kann;
- sämtliche mögliche Vorkehrungen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die betroffenen Gemeinden keinen Repressalien für die Einreichung dieser Beschwerde ausgesetzt werden.

Diese Forderungen und die Beschwerde der betroffenen Gemeinden werden unterstützt und mitgetragen von MISEREOR, Watch Indonesia!, Rettet den Regenwald und der Stiftung Asienhaus.
Weitere Informationen: www.inclusivedevelopment.net/campaign/indonesia-heidelbergcement/








 

Fair statt mehr ­- Faire Woche startet am 11. September

11. September 2020 - 12:23
Berlin/Köln/Mainz, 09.09.2020 – Unter dem Motto „Fair statt mehr" findet vom 11. bis zum 25. September die Faire Woche, die größte Aktionswoche des Fairen Handels, statt. Organisiert wird die bundesweite Veranstaltung vom Forum Fairer Handel in Kooperation mit dem Weltladen-Dachverband und TransFair (Fairtrade Deutschland). Der Corona-Pandemie zum Trotz zelebriert die Faire Woche 2020 das fünfzigjährige Bestehen der Fair-Handels-Bewegung in Deutschland und rückt die ursprüngliche Vision des Fairen Handels mit neuer Dringlichkeit in den Fokus: allen Menschen unabhängig ihrer Herkunft ein gutes Leben zu ermöglichen.

 

50 Jahre Fairer Handel in Deutschland

Der Faire Handel ist Anfang der 1970er-Jahre in Europa als Antwort auf die Ungerechtigkeit des Welthandels entstanden. Als Initialzündung in Deutschland gelten die von kirchlichen Jugendgruppen organisierten „Hungermärsche", an denen 1970 ca. 30.000 Menschen teilnahmen. Ihr Protest richtete sich gegen die wachsende Benachteiligung von Produzent*innen aus dem Globalen Süden am Weltmarkt. In den Folgejahren boten immer mehr Aktionsgruppen und Weltläden fair gehandelte Waren an, die ersten Fair-Handels-Organisationen wurden gegründet. Heute profitieren rund 2,5 Millionen Kleinbäuer*innen und Kunsthandwerker*innen sowie deren Familien vom Fairen Handel. „Wir haben in den vergangenen fünfzig Jahren viel erreicht. Doch gleichzeitig sind die Herausforderungen auf dem Weg zu einem gerechten Welthandel gewachsen", konstatiert Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des Forum Fairer Handel. „Die Auswirkungen der Corona-Krise, der Klimawandel sowie der Preisverfall bei Kaffee, Kakao und anderen Rohstoffen gefährden die Existenz von Millionen Kleinproduzent*innen. Es wird immer deutlicher: Wir brauchen dringend effektive politische Lösungen im Kampf gegen diese Entwicklungen", erklärt Andrea Fütterer. 

 

Frage nach einem guten Leben ist aktueller denn je

Ein Leben in Würde für alle Menschen ist auch die Vision der Agenda 2030, die die Vereinten Nationen vor fünf Jahren verabschiedet haben. Für eine nachhaltige Entwicklung definierte die internationale Staatengemeinschaft insgesamt zwölf Ziele, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDG). Bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele spielt der Faire Handel eine entscheidende Rolle – speziell für Ziel Nummer zwölf, nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion. Die Frage, wie Produktion und Konsum in Zukunft aussehen müssten, um möglichst vielen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen, beantwortet die Faire Woche mit ihrem diesjährigen Motto „Fair statt mehr". Was es braucht, sind faire Produktionsbedingungen statt Massenkonsum. „Qualität und Nachhaltigkeit sind nicht zum Schnäppchenpreis erhältlich", betont Andrea Fütterer. 

 

Noch drängender wird die Frage nach einem guten Leben vor dem Hintergrund der globalen Corona-Krise. Gerade die Menschen am Anfang der Lieferketten leiden aufgrund von Ausgangsbeschränkungen, Einkommenseinbußen und fehlender Absicherung am meisten unter den Auswirkungen der Pandemie. „Es kann keine Rückkehr zur weltweiten Normalität der Globalisierung geben", betont Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Schirmherr der Fairen Woche. „Wir müssen in vielen Bereichen umdenken, was wir tatsächlich für ein gutes Leben brauchen und wie wir dieses gestalten wollen. Die Pandemie zeigt, wie wichtig Gerechtigkeit in der Globalisierung ist: mit klaren Spielregeln, Gesundheitsstandards, Arbeitsschutz und sozialen Sicherheitsnetzen. Das Wohl der Menschen ist nicht verhandelbar", erklärt Müller. In diesem Sinne rufen die Veranstalter der Fairen Woche die politischen Entscheidungsträger*innen dazu auf, die Krise als Zäsur zu nutzen, um Rahmenbedingungen für den Aufbau widerstandsfähiger und fairer Lieferketten zu schaffen. Dazu gehört ein verbindliches und starkes Lieferkettengesetz ebenso wie die Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) der Vereinten Nationen.

 

Mit Solidarität in eine nachhaltige Zukunft

Dass Handelspartnerschaften, die sich am Gemeinwohl orientieren, funktionieren können, beweist der Faire Handel seit 50 Jahren. „Wir verhalten uns auch in Krisenzeiten solidarisch mit unseren Handelspartnern und versuchen sie auf jede erdenkliche Art zu unterstützen", erklärt Andrea Fütterer. Diese Solidarität gilt es in Zukunft auf den gesamten Handel auszuweiten: „Wir haben die einmalige Chance, den sozial-ökologischen Wandel, den wir als Fair-Handels-Bewegung schon lange leben, auf die ganz große internationale Agenda zu heben. Mit Blick auf die Klimakrise bleiben uns keine weiteren fünfzig Jahre, um den Welthandel gerechter zu gestalten und die Vision eines guten Lebens für alle umzusetzen", so Fütterer. Das Ziel muss eine Lebensweise sein, in der Menschenrechte geachtet, die Grundbedürfnisse aller befriedigt werden und ein respektvoller Umgang mit der Natur gelebt wird. „Als starke Bewegung lädt der Faire Handel Bürger*innen, Wirtschaft und Politik ein, gemeinsam nachhaltige Produktions- und Konsummuster zu entwickeln und zu etablieren", fasst Andrea Fütterer den Weg in die Zukunft zusammen.

 

Faire Woche ja, aber anders als sonst

Aufgrund der Corona-Beschränkungen findet die Faire Woche in diesem Jahr anders als geplant statt. Alle Besuche von Handelspartnern aus dem Globalen Süden mussten abgesagt werden. Stattdessen gibt es eine Reihe von Videobotschaften – unter anderem von Milan Bhattarei von Get Paper Industry aus Nepal: „Der Faire Handel ist sehr wichtig in unserem Leben und hat vieles verändert. Es beginnt mit einem regelmäßigen und fairen Einkommen, das ein gutes Leben erst möglich macht. Dadurch können wir unsere Kinder unterrichten lassen, […] ihnen gutes Essen geben und bessere Lebensbedingungen in der Zukunft bieten." Auch während des zwölfwöchigen Lockdowns in Nepal unterstützte der Faire Handel Bhattareis Organisation: „Alles wurde geschlossen, alle waren arbeitslos. Da wir in einer Fair-Handels-Organisation arbeiten, konnten wir uns trotz allem auf ein regelmäßiges Einkommen verlassen."

 

Obwohl die Faire Woche in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise etwas kleiner als sonst ausfallen wird: Die Organisatoren bedanken sich bei allen Aktionsgruppen – darunter Weltläden, Kirchengemeinden, Schulen und Fairtrade-Towns – die mit über 1.500 Veranstaltungen während der Fairen Woche 2020 den Fairen Handel in den Fokus von Öffentlichkeit und Politik rücken.

 

Sie möchten sich nach Aktionen in Ihrer Nähe erkundigen? Den Veranstaltungskalender finden Sie unter www.fairewoche.de/kalender.

 


Faire Woche 2020

Vom 11. bis zum 25. September 2020 findet die 19. Faire Woche, die größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland, statt. Zwei Wochen lang steht der Faire Handel mit rund 1.500 Veranstaltungen in ganz Deutschland im Mittelpunkt. Veranstalter der Fairen Woche sind das Forum Fairer Handel e.V. in Kooperation mit dem Weltladen-Dachverband e.V. und TransFair e.V. Die Faire Woche wird gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, durch Brot für die Welt mit Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes sowie durch MISEREOR.

 

Auftakt der Fairen Woche: Seien Sie live dabei!

Am Donnerstag, den 10. September 2020 um 15 Uhr wird die Faire Woche eröffnet – und Sie können live dabei sein. Lassen Sie sich beim digitalen Auftakt von verschiedenen Perspektiven aus der Fair-Handels-Bewegung, der Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zum Thema "50 Jahre Fairer Handel – auf dem Weg zu einem guten Leben für alle" inspirieren. Falls Sie sich interaktiv an der Veranstaltung beteiligen möchten, bitten wir um eine Anmeldung unter auftakt@fairewoche.de. Der Link zur Veranstaltung wird Ihnen im Anschluss zugesendet. Wer nur zuschauen möchte, kann den Livestream unter http://fairewoche.de/auftakt verfolgen. Nähere Informationen zum Auftakt erhalten Sie unter www.faire-woche.de/die-faire-woche/faire-woche-2020/auftakt

 

Highlights der Fairen Woche

11. September, 19 Uhr, Bergisch Gladbach: Die Fairtrade-Dokumentation „Make the World a Better Place" wird im Cineplex-Kino Bergisch Gladbach Bensberg mit anschließender Diskussion vorgeführt. Hier geht's zum Trailer des Films: www.fairtrade-deutschland.de/sdg-aktiv

 

14. -18. September: Junge Leute zwischen 15 und 25 Jahren und Schulklassen stellen sich der Fair Challenge von Weltladen-Dachverband und Forum Fairer Handel und erhalten täglich eine spannende Aufgabe rund ums Thema "Fairer Handel". Diejenigen, die die Challenge am besten lösen, erhalten die Chance auf tolle Gewinne.

 

16. September, Berlin: Schüler*innen des Robert-Havemann-Gymnasiums in Berlin-Karow gestalten eine Riesengrafik zum Thema „Fair statt mehr", welche aus der Vogelperspektive fotografiert wird. Die Schüler*innen der siebten Klasse haben sich im Vorfeld intensiv mit dem Fairen Handel und dem Jahresthema der Fairen Woche 2020 auseinandergesetzt.

 

16. September, Dortmund: Die Messe FAIR FRIENDS in Dortmund ist Deutschlands größte Messe für nachhaltige Lebensstile, Fairen Handel und gesellschaftliche Verantwortung. Die Aussteller präsentieren eine große Auswahl an verantwortungsvollen Produkten und Dienstleistungen. Im Themenbereich "Fairer Handel" werden zertifizierte Produkte wie Textilien, Mode, Lebensmittel oder auch Kunsthandwerk gezeigt.

 

19. September, 9-13 Uhr, Fellbach: Im Fellbacher Weltladen können Bürger*innen auf spielerische Weise ihren ökologischen Fußabdruck bestimmen.

 

19. September, 9-18 Uhr, Krefeld: Vom Weltladen in Krefeld zum Weltladen in Venlo (Niederlande) führt die faire Fahrradtour in Begleitung der Krefelder Bürgermeisterin Gisela Klaer. Zwischendurch gibt es faire Getränke und Snacks zur Stärkung, dazu ein Schokoquiz und ein Glücksrad.

 

22. September, 19-20:30 Uhr, Stuttgart: Der Weltladen „An der Planie" und das Agenda 2030 Bündnis »mEin Stuttgart – mEine Welt« laden zu einer Vortragsveranstaltung über Segelkaffee und Segelschokolade aus Südamerika ein. Was sich dahinter verbirgt, und was das Agenda 2030 Bündnis im Hinblick auf die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele in Stuttgart leistet, erfahren Sie an dem Abend.

 

24. September, Online-Seminar: Der Textilsektor ist ein Bereich, in dem deutlich wird, wie verheerend die Auswirkungen unseres Konsumverhaltens und politischer Entscheidungen sein können. Auf welche Siegel können wir uns verlassen? Was verbirgt sich hinter dem Fairtrade-Textilstandard und was kann er leisten? Wie verhält es sich mit dem Grünen Knopf als staatliches Siegel und wie ist dieses einzuordnen? Um hier Orientierung zu geben, bietet das Forum Fairer Handel in Kooperation mit dem Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin das Online-Seminar „Fair Fashion zwischen Anspruch und Wirklichkeit - Auf dem Weg zu mehr fair in der Textilbranche" an. Wir bitten um Ihre Anmeldung unter textil@forum-fairer-handel.de

 

24. September, Köln: In diesem Jahr ist die die Kölner Fairtrade Night "op jück", sprich: unterwegs an verschiedenen Orten. In lockerer Atmosphäre können Sie bis in die Abendstunden nachhaltige Unternehmen, Initiativen und Produkte kennenlernen. Mehr Infos hier: www.allerweltshaus.de/veranstaltungen/fair-trade-night-2020-op-jueck

 

Weitere Veranstaltungshighlights in Ihrer Region finden Sie im Veranstaltungskalender der Fairen Woche unter www.faire-woche.de/kalender.

 

Feuer in Moria – So ist die Situation der Kinder

11. September 2020 - 12:17
Tausende Flüchtlinge ohne Obdach. Insbesondere Kinder ohne Angehörige brauchen jetzt schnell Hilfe. Liebe UNICEF-Freundin, lieber UNICEF-Freund,

Feuer im Flüchtlingscamp Moria! Sicher haben Sie die Bilder vom Großbrand auf der griechischen Insel Lesbos gesehen, der das Lager zerstört und tausende Menschen ohne Obdach zurückgelassen hat. Menschen, die ohnehin schon in großer Not waren, haben erneut alles verloren.

Hier fasse ich die aktuelle Lage für Sie zusammen.
Wie ist die Situation auf Lesbos und in den griechischen Flüchtlingslagern?
Die Lage der Menschen auf Lesbos ist dramatisch. Nachdem in Moria mehrere Feuer ausgebrochen waren, musste das Lager in der Nacht zu Mittwoch evakuiert werden. Mehr als 12.000 Flüchtlinge und Migranten, davon ein Drittel Kinder, harren jetzt ohne Obdach rings um das frühere Lager aus. 
Moria war das größte Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln. Es war ursprünglich für weniger als 3.000 Menschen angelegt und schon seit Jahren restlos überfüllt. Es gab kaum feste Unterkünfte, die Hygienesituation und Gesundheitsversorgung war sehr schlecht. Insgesamt sind 40.000 Flüchtlinge und Migranten auf den Inseln Lesbos, Chios und Samos untergebracht.
Wie geht es jetzt weiter?
Die Menschen müssen schnell versorgt und untergebracht werden, insbesondere Kinder und ihre Familien. Kurz vor der Feuer-Katastrophe hatte es in Moria zudem Dutzende Corona-Fälle gegeben. Die Menschen müssen dringend vor dem Virus geschützt werden.

Was macht UNICEF vor Ort für die Kinder?
UNICEF hat mit seinen Partnern ein Kinder- und Familienzentrum nahe Moria zur Notunterkunft umgewandelt. Hier werden besonders schutzbedürftige Kinder und Jugendliche versorgt. UNICEF hat die Behörden zudem dabei unterstützt, rund 400 unbegleitete Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern und Angehörige in Moria lebten, aufs Festland zu bringen.  UNICEF setzt sich seit Jahren dafür ein, dass geflüchtete und migrierte Kinder unter menschenwürdigen Bedingungen leben können und schnellstmöglich auf das europäische Festland gebracht werden.

Gemeinsam mit unseren Partnern sorgen wir dafür, dass Mädchen und Jungen lernen können und psychosozial betreut werden. Für die Kinder in den Lagern ist die Situation kaum noch zu ertragen. Das Leben in Moria hat für viele von ihnen verheerende und langfristige Auswirkungen. Weitere UNICEF-Helfer wurden nach Lesbos geschickt. Wir sind weiter an der Seite der Kinder.

Kann ich helfen?
Ja. Die Familien aus Moria benötigen jetzt das Allernötigste, dazu gehören Zelte, damit sie nicht im Freien schlafen müssen, sowie sauberes Wasser und Hygieneartikel wie Seife, damit sie gesund bleiben und sich vor dem Coronavirus schützen können. Mit Ihrer Spende kann schnell weitere Hilfe zu den Kindern in Griechenland geschickt werden.

Für Ihre Unterstützung danke ich Ihnen.

Herzliche Grüße,
Ihr Klas Libuda  UNICEF Deutschland "Solche Orte der Verzweiflung darf es nicht länger geben!" Was muss jetzt geschehen, damit geflüchtete Kinder geschützt aufwachsen können? Lesen Sie hier die Stellungnahme von Christian Schneider, Geschäftsführer UNICEF Deutschland, nach dem Feuer In Moria. Zum Statement Über uns |Spenden |UNICEF-Pate werden |Grußkartenshop Deutsches Komitee für UNICEF e.V. | Höninger Weg 104 | 509 69 Köln, Vereinsregisternummer: VR 50 68 | USt-Id-Nr.: DE 123 049 237 Zuständiges Gericht: Amtsgericht Köln | Vorstandsvorsitzender: Georg Graf Waldersee Geschäftsführer: Christian Schneider Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft Köln
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Oxfam-Bericht: Konzerne päppeln Aktionäre, statt in die Zukunft zu investieren

10. September 2020 - 5:44

Sechs Monate COVID-19: Rekordausschüttungen nach Pandemie-Gewinnen

Nothilfe- und Entwicklungsorganisation fordert: Wirtschaft muss dem Gemeinwohl dienen, nicht den Aktionären

Berlin, 10.9.2020.  Aktionär*innen von Großunternehmen profitieren von der Corona-Pandemie. Das zeigt der aktuelle Bericht „Power, Profits and the Pandemic" der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam am Beispiel ausgewählter Unternehmen. So schütten die profitabelsten Konzerne in Europa, der USA und anderen Teilen der Welt trotz der Krise und staatlicher Unterstützung weiterhin Geld an Aktionär*innen aus, statt in menschenwürdige Arbeitsplätze und den klimakompatiblen Umbau ihrer Geschäftstätigkeit zu investieren. Auch deutsche Unternehmen wie beispielsweise BMW, Bayer und BASF planen entsprechende Ausschüttungen oder haben diese bereits getätigt, während sie gleichzeitig von milliardenschweren staatlichen Hilfszahlungen profitierten. Oxfam fordert von der Bundesregierung, ihre EU-Präsidentschaft für einen wirtschaftlichen Systemwechsel zu nutzen: die EU muss Unternehmen gesetzlich auf das Gemeinwohl verpflichten, um zu verhindern, dass diese weiterhin nur den Interessen der Kapitaleigner dienen.

Zwischen 2010 und 2019 haben Aktionär*innen der im S&P 500 Index gelisteten Unternehmen sich gut neun Billionen US-Dollar ausschütten lassen – das entspricht über 90 Prozent ihrer Gewinne in diesem Zeitraum. Bei einigen Unternehmen lag das Verhältnis von Ausschüttung zum Gewinn über 100 Prozent: Die Unternehmen mussten sich für die Auszahlung verschulden oder Rücklagen nutzten. Diese Praxis setzt sich in der Corona-Krise fort. Oxfams Bericht zeigt, dass die 25 profitabelsten globalen Unternehmen des S&P Global 100 Index den Aktionär*innen im Jahr 2020 voraussichtlich mehr als 378 Milliarden Dollar zahlen werden. Das entspricht 124 Prozent ihrer Gewinne des laufenden Jahres.

Zwischen 2016 und 2019 haben die profitabelsten Firmen in den USA, Europa, Südkorea, Australien, Indien, Brasilien, Nigeria und Südafrika zwei Billionen US-Dollar an Aktionär*innen gezahlt, durchschnittlich 83 Prozent ihrer Gewinne. Durch Dividenden und Aktienrückkäufe zahlten die drei größten Unternehmen im Gesundheitssektor in Südafrika 163 Prozent der Gewinne an Anteilseigner aus.

„Die Konzernmanager fühlen sich zuallererst ihren Aktionären verpflichtet, und diese fordern oft Ausschüttungen ein. Doch Unternehmen haben eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung und der müssen sie nachkommen. Sie müssen in den notwendigen sozial-ökologischen Wandel ihrer Geschäftsmodelle investieren und menschenwürdige Arbeitsbedingungen für ihre Angestellten und innerhalb ihrer Lieferketten schaffen, bevor Geld in die Taschen der Eigentümer fließt", fordert Barbara Sennholz-Weinhardt, Referentin für Wirtschaft und Globalisierung bei Oxfam.

Deutsche Unternehmen: Ausschüttungen trotz Staatshilfen US-Unternehmen wie Apple, Microsoft, Walmart und der Google-Mutterkonzern Alphabet liegen in absoluten Zahlen vorn, wenn es um Ausschüttungen und Rückkäufe geht. Dafür zeichnen sich deutsche Unternehmen durch Dreistigkeit und Maßlosigkeit aus:
  • Aktionär*innen von BMW, darunter einige der reisten Menschen Deutschlands, haben sich in diesem Jahr über 1,6 Milliarden Euro an Dividenden an auszahlen lassen. Gleichzeitig nimmt das Unternehmen von der Allgemeinheit finanzierte Hilfen für Kurzarbeit in Anspruch und forderte staatlich finanzierte Kaufprämien, von denen es nun profitiert. In den vergangenen Jahrzehnten hat BMW seine Profite lieber an Aktionäre ausgeschüttet, als ausreichend in menschengerechte Arbeitsbedingungen in seinen Rohstoff-Lieferketten oder in ein klimakompatibles Geschäftsmodell zu investieren.
  • Aktionär*innen von BASF haben sich innerhalb der vergangenen sechs Monate satte 400 Prozent der Unternehmensgewinne ausschütten lassen, insgesamt 3,4 Milliarden Euro. Gleichzeitig hat der Konzern etwa 1,1 Milliarden Euro aus einem Nothilfefonds der britischen Regierung erhalten. In den vergangenen Jahrzehnten hat BASF exzessiv Profite ausgeschüttet, statt das eigene Geschäftsmodell ökologisch umzustellen, wie beispielsweise der hohe Anteil toxischer Pestizide, die als hochgefährlich für Menschen, Tiere und Ökosysteme eingestuft werden, an ihrer Gesamtproduktion zeigt.
  • Die Aktionär*innen von Bayer haben entschieden, rund drei Milliarden Euro an Dividenden auszuzahlen. Gleichzeitig hat der Konzern etwa 670 Millionen Euro aus einem Nothilfefonds der britischen Regierung erhalten. In den vergangenen Jahrzehnten hat Bayer ebenso wie BASF exzessiv Profite ausgeschüttet, statt das eigene Geschäftsmodell ökologisch umzustellen.
Oxfam fordert wirtschaftlichen Systemwechsel

Oxfam fordert einen grundsätzlichen Kurswechsel der Wirtschaftspolitik, um zu verhindern, dass die Corona-Pandemie die Gesellschaft noch ungleicher und ungerechter macht. Die Bundesregierung muss im Rahmen ihrer EU-Präsidentschaft einen Beitrag dazu leisten, indem sie vorhandene Initiativen energisch vorantreibt. Dazu gehört:

  • Gewinne gerecht verteilen: Die EU sollte eine Obergrenze für die Ausschüttung von Unternehmensgewinnen an Aktionäre einführen. Das Verhältnis bei Vergütungen von Konzernmanagern und Beschäftigen sollte maximal 20:1 betragen.
  • Investitionen vor Gewinnausschüttung: Die EU sollte Unternehmen verpflichten, Gewinne in ausreichender Höhe in den sozial-ökologischen Umbau der eigenen Geschäftsmodelle zu investieren, bevor sie Geld an Eigentümer ausschütten.
  • Unternehmen auf das Gemeinwohl verpflichten: Die EU sollte die Vorstände und Aufsichtsräte von Unternehmen gesetzlich verpflichten bei strategischen Entscheidungen die Interessen aller Betroffenen – inklusive Arbeitnehmer*innen, Lieferanten und Kund*innen – zu berücksichtigen anstatt einseitig die Interessen der Kapitaleigner zu bedienen.


Hintergrund:

  • Eine vor kurzem durchgeführte Oxfam-Analyse (https://www.oxfamfrance.org/rapports/cac-40-des-profits-sans-lendemain/, französisch) ergab, dass die 40 größten französischen Unternehmen (CAC 40) ihre Aktionärsauszahlungen um 70 Prozent und die Vergütung ihrer CEOs um 60 Prozent erhöhten, während die Durchschnittsbezüge der Angestellten zwischen 2009 und 2018 nur um 20 Prozent stiegen. Diese Unternehmen hätten 98 Prozent ihres klimabedingten Investitionsbedarfs finanzieren können, wenn sie ihre Aktionärsauszahlungen bei 30 Prozent gedeckelt hätten.
  • Besonders dramatisch ist die Situation in der Textilindustrie: Die zehn größten Markenhersteller von Bekleidung schütteten im letztes Jahr 21 Milliarden US-Dollar bzw. 74 Prozent ihrer Gewinne an Aktionäre in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen aus. Nun haben Millionen von Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie in Bangladesch, Mexiko und Indien ihren Arbeitsplatz verloren, weil Unternehmen Bestellungen stornierten und sich weigerten, ihre Lieferanten zu bezahlen. In Bangladesch waren bis zu 2,2 Millionen Beschäftigte von Auftragsstornierungen betroffen. Fabrikschließungen haben im Land zu geschätzten Umsatzeinbußen von drei Milliarden Dollar geführt. COVID-19 wurde auch von Bekleidungsfabriken als Vorwand für die Entlassung gewerkschaftlich aktiver Beschäftigter genutzt. Myan Mode, ein Lieferant von Primark und Mango aus Myanmar, entließ fast die Hälfte seiner 1.274 Beschäftigten, von denen die meisten Gewerkschaftsmitglieder waren. In Indien wurden bei dem H&M-Lieferant Gokaldas Export 1.200 Arbeiterinnen und Arbeiter entlassen, während Gewerkschaftsmitglieder eingeschüchtert wurden.

COVID-19: Fortschritte im Kampf gegen Kindersterblichkeit in Gefahr

9. September 2020 - 9:39
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COVID-19: Fortschritte im Kampf gegen Kindersterblichkeit in Gefahr 

Neuer Bericht zur Kindersterblichkeit

© UNICEF/UNI358971/Fazel

Köln/New York/Genf, 9. September 2020 // Im Jahr 2019 sank die weltweite Kindersterblichkeit auf einen historischen Tiefstand von 5,2 Millionen Todesfällen; 1990 starben noch 12,5 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag. Dies geht aus aktuellen Schätzungen von UNICEF, der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Bevölkerungsabteilung des UN-Büros für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten und der Weltbank hervor.

Jedoch zeigen Untersuchungen von UNICEF und der WHO, dass durch die Covid-19 Pandemie grundlegende Gesundheitsdienste für Kinder und Mütter unterbrochen wurden. Hierdurch könnten die Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte im Kampf um das Überleben der Kinder wieder zunichtegemacht werden. 

„Wir dürfen nicht zulassen, dass die Pandemie die Fortschritte im Kampf gegen die Kindersterblichkeit stoppt", sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henriette Fore. "Wenn Kinder keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung haben, weil das System überlastet ist oder Schwangere Angst vor einer Geburt im Krankenhaus haben, weil sie befürchten sich anzustecken, können auch sie zu den Opfern von Covid-19 werden. Investitionen sind erforderlich, um die Gesundheitsversorgung wieder in Gang zu bringen, sonst könnten Millionen Kinder sterben, insbesondere Neugeborene."

Seit 1990 ist es gelungen, das Leben von Millionen Kindern zu retten: dazu haben Impfungen und eine bessere Gesundheitsversorgung zur Vorbeugung und Behandlung der Ursachen von Kindersterblichkeit, wie Geburtskomplikationen, Frühgeburten, Säuglingssepsis, Lungenentzündung, Durchfall und Malaria, beigetragen.

Wegen der Covid-19 Pandemie ist die Gesundheitsversorgung für Kinder und Mütter jedoch weltweit stark beeinträchtigt. Dazu gehören zum Beispiel der Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen sowie zu Geburtshilfe und Nachsorge. Oft fehlen auch Mittel für diese lebenswichtigen Maßnahmen. Vielfach suchen Frauen Gesundheitseinrichtungen nicht auf, weil sie Angst haben, sich mit dem Virus anzustecken.

Laut einer UNICEF-Umfrage in 77 Ländern im Sommer dieses Jahres wurden Impfungen und Routineuntersuchungen für Kinder in 68 Prozent der Länder zumindest teilweise eingeschränkt. In 63 Prozent der Länder wurde die pränatale Vorsorge unterbrochen, in 59 Prozent der Länder die Nachsorge nach der Geburt. 

In einer aktuellen Umfrage der Weltgesundheitsorganisation gaben 52 Prozent von insgesamt 105 Ländern an, dass Gesundheitsdienste für kranke Kinder unterbrochen wurden. In 51 Prozent der Länder kam es zu Unterbrechungen bei der Diagnose und Behandlung von Mangelernährung.

Solche Gesundheitsmaßnahmen sind aber entscheidend, um die Kinder- und Neugeborensterblichkeit zu verringern. Laut der WHO sinkt das Risiko von Todesfällen bei Neugeborenen um 16 Prozent, wenn Mütter von professionellen, nach internationalen Standards ausgebildeten Hebammen betreut werden; das Risiko einer Frühgeburt verringert sich so um 24 Prozent. 

„Die Tatsache, dass heute mehr Kinder als je zuvor ihren ersten Geburtstag erleben, zeigt, was erreicht werden kann, wenn die Welt Gesundheit und Wohl in den Mittelpunkt der Maßnahmen stellt", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. „Wir dürfen nicht zulassen, dass die Covid-19-Pandemie die beachtlichen Fortschritte für unsere Kinder und zukünftige Generationen rückgängig macht. Es ist vielmehr an der Zeit, auf dem aufzubauen, was sich bewährt hat, um Leben zu retten und in stärkere, widerstandsfähige Gesundheitssysteme zu investieren."

Laut den Ergebnissen der Umfragen von WHO und UNICEF hängt die Unterbrechung der Gesundheitsversorgung unter anderem damit zusammen, dass Eltern die Gesundheitszentren aus Angst vor einer Ansteckung meiden. Zudem fehlen Transportmöglichkeiten, Routinedienste sind außer Betrieb oder Einrichtungen wurden geschlossen. Außerdem fehlt teilweise das Gesundheitspersonal, da es zur Behandlung von Covid-19-Patienten eingesetzt wird oder es den Mitarbeitenden an Schutzausrüstung mangelt. Zu den am stärksten betroffenen Ländern gehören Afghanistan, Bolivien, Kamerun, die Zentralafrikanische Republik, Libyen, Madagaskar, Pakistan, Sudan und Jemen. 

In sieben dieser neun Länder starben von 1.000 Kindern, die lebend geboren wurden, 2019 im Durchschnitt 50 Mädchen und Jungen vor ihrem fünften Geburtstag. In Afghanistan, wo eines von 17 Kindern im letzten Jahr vor seinem fünften Geburtstag starb, gab das Gesundheitsministerium an, dass weniger Menschen Gesundheitseinrichtungen aufsuchen. 

Schon vor Covid-19 war die Gefahr für Neugeborene besonders hoch. Weltweit starb 2019 alle 13 Sekunden ein neugeborenes Kind. Dies entsprach 47 Prozent aller Todesfälle unter fünf Jahren – 1990 lag der Anteil bei 40 Prozent. Wenn die frühkindliche medizinische Versorgung unterbrochen wird, sinken die Überlebenschancen der Kinder. In Kamerun beispielsweise brachen laut UNICEF die grundlegende Gesundheitsversorgung für Neugeborene sowie Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere, der Zugang zur Geburtshilfe und die prä- und postnatale Betreuung um 75 Prozent ein. Im letzten Jahr starb dort eines von 38 Kindern in seinem ersten Lebensmonat.  

Im Mai dieses Jahres ging eine Analyse der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health davon aus, dass wegen der Unterbrechung der Gesundheitsversorgung durch die Pandemie täglich bis zu 6.000 Kinder unter fünf Jahren zusätzlich sterben könnten. 

Der Bericht Levels and Trends in Child Mortality" unterstreicht, dass die Gesundheitsversorgung für Schwangere, Kinder und Neugeborene dringend aufrechterhalten und ausgeweitet werden muss. Dies erfordert auch eine gute, fachliche Unterstützung bei der Geburt. Wichtig ist zudem die Zusammenarbeit mit den Eltern, um ihre Ängste zu mindern.

Über die Schätzungen zur Kindersterblichkeit

Der jährliche Report mit den neuesten Zahlen zur weltweiten Kindersterblichkeit „Levels and Trends in Child Mortality" wird von den Vereinten Nationen unter Federführung von UNICEF und unter Mitwirkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Bevölkerungsabteilung der UN DESA und der Weltbank-Gruppe erstellt.

Die aktuellen Zahlen zur Kindersterblichkeit hier zur Verfügung.  


Minister Müller zum ersten „Internationalen Tag der sauberen Luft“: „Müssen mehr in den Technologietransfer investieren“

7. September 2020 - 13:07

Berlin (BMZ) Luftverschmutzung bedroht weltweit die Gesundheit und das Klima. Um das Bewusstsein für dieses globale Problem zu schärfen, haben die Vereinten Nationen den 7. September 2020 zum ersten „International Day of Clean Air for blue skies" erklärt. Deutschland und Südkorea sind an der Ausrichtung des Aktionstages beteiligt. 

Dazu erklärte Bundesentwicklungsminister Müller: „Luftverschmutzung verursacht global größere Gesundheitsschäden als Rauchen oder Verkehrsunfälle. Weltweit führt sie jedes Jahr zu sieben Millionen frühzeitigen Todesfällen. Rund ein Viertel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu Abfallentsorgung und weniger als zehn Prozent des Abfalls werden recycelt. Stattdessen wird der Müll einfach unter offenem Himmel, auf wilden Müllhalden oder auf der Straße verbrannt. 2,8 Milliarden Menschen haben zudem noch keinen Zugang zu sauberer Kochenergie oder Öfen. Auch die steigende Zahl veralteter Verkehrsmittel trägt massiv zur Luftverschmutzung bei. Vor allem die arme Bevölkerung in den Mega-Städten der Entwicklungsländer ist betroffen. 

 Die Industrieländer müssen dieses Problem entschlossen angehen und massiv in den Technologietransfer investieren. Deutschland setzt hier einen Schwerpunkt auf die Förderung emissionsfreier Mobilität, sauberer Lösungen zum Kochen und den Aufbau einer modernen Abfallwirtschaft. 

In Indien, dem weltweit drittgrößten Treibhausgasverursacher, wächst beispielsweise der Fahrzeugbestand fünfmal schneller als die Bevölkerung. Wir unterstützen daher das Ziel Indiens, bis 2022 täglich sieben Millionen Menschen mehr für den öffentlichen Nahverkehr zu gewinnen. Bis 2022 bauen wir zudem 100 Gigawatt Solarenergie auf durch Solaranlagen, Solarparks und die Elektrifizierung der ländlichen Räume. Denn eine klimaschonende Entwicklung nutzt nicht nur den Menschen in Indiens Mega-Städten, sondern auch unserem Planeten.

Die Herausforderungen können aber nicht allein durch staatliche Zusammenarbeit gelöst werden. Wir brauchen zusätzlich das Engagement der Privatunternehmen. 

Deswegen haben wir die PREVENT Abfall Allianz​ zum Aufbau einer modernen Abfallwirtschaft in Schwellen- und Entwicklungsländer gegründet. Nach einem Jahr hat die Allianz 130 Mitglieder aus Privatwirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und öffentlichen Institutionen, die in gemeinsame Projekte investieren. Das zeigt: Es geht. Wir müssen es nur machen."



VENRO informiert! 20 Jahre UN-Resolution „Frauen, Frieden, Sicherheit"

7. September 2020 - 12:25

VENRO informiert! Ausgabe Nr. 6/2020

 

Nr. 6 / 2020

THEMENSCHWERPUNKT

20 Jahre UN-Resolution „Frauen, Frieden, Sicherheit"
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

wie können Frauen stärker an Friedensprozessen beteiligt werden? Und wie kann ihre Rolle beim Kampf gegen sexuelle Gewalt gestärkt werden? Welche Maßnahmen die Bunderegierung plant, um die UN-Resolution Frauen, Frieden und Sicherheit besser umzusetzen, erläutert Dr. Wiebke Rückert, Leiterin des Referats für Menschenrechte und Genderfragen im Auswärtigen Amt, im Interview.

 

Nach Einschätzung von Jeannette Böhme von medica mondiale bleibt nach wie vor problematisch, dass die Bundesregierung die Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit vor allem als Frauenförderungsinstrument betrachtet. Geschlechtersensible Konfliktanalysen und Folgeabschätzungen von politischen Entscheidungen existieren kaum.

 

In unserer Stellungnahme „Gleichberechtigung duldet keinen Aufschub" haben wir politische Handlungsempfehlungen formuliert, um die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Entscheidungsprozessen und -positionen auf allen Ebenen zu gewährleisten. Denn gerade die Corona-Krise zeigt uns aktuell wieder, dass Geschlechtergerechtigkeit noch lange nicht verwirklicht ist.

 

Herzliche Grüße,
Heike Spielmans
Geschäftsführerin

 

 

Rubriken dieses Newsletters

 

„Wir wollen, dass weibliche Stimmen Gehör im Sicherheitsrat finden"

 

Die Bundesregierung erarbeitet aktuell den dritten Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Resolution Frauen, Frieden und Sicherheit 1325. Im Interview erklärt Dr. Wiebke Rückert, Leiterin des Referats für Menschenrechte und Genderfragen im Auswärtigen Amt, wie die Bundesregierung Frauen stärker in Friedensprozesse einbinden will. 

  Zum Interview

Bundesregierung muss wirkungsorientierter handeln

 

20 Jahre ist es nun her, dass der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit" verabschiedet hat. Damit ihre Umsetzung endlich gelingt, muss der Dritte Nationale Aktionsplan stärker als bisher wirkungsorientiert ausgerichtet werden. Ein Blogbeitrag von Jeannette Böhme, Referentin für Politik und Menschenrechte bei medica mondiale.

  Zum Blogbeitrag

Gleichberechtigung duldet keinen Aufschub

 

Die Corona-Pandemie verstärkt Ungleichheiten – auch die zwischen den Geschlechtern. In einer Stellungnahme haben wir zentrale politische Ansatzpunkte definiert, um die Situation von Frauen und Mädchen in der Corona-Krise zu verbessern und ihre Teilhabe an politischen Entscheidungen und an Friedensprozessen zu stärken.

  Zur Stellungnahme

Jetzt erst recht: Kohle stoppen, Klima schützen! 

 

Am Freitag, den 25. September, protestieren wieder weltweit Menschen für gerechten Klimaschutz und eine Zukunft ohne Klimakrise! Wir unterstützen den Aufruf „Jetzt erst recht: Kohle stoppen, Klima schützen!". Es ist dringender als je zuvor, sich für echten und gerechten Klimaschutz einzusetzen. Seien Sie mit dabei, wenn wir gemeinsam mit Fridays for Future auf die Straßen gehen!

  Zum Aufruf

EU-Haushalt: Aufbau in Europa nicht ohne den globalen Süden

 

Der Europäische Rat hat den EU-Haushalt für die Jahre 2021 bis 2027 vorgestellt. Das Ergebnis ist aus entwicklungspolitischer Sicht enttäuschend. Für nachhaltige Entwicklung und Humanitäre Hilfe soll es weniger Mittel geben als zunächst vorgesehen. Jetzt ist das Europäische Parlament am Zug.

  Zur Stellungnahme (DE)
  Zur Stellungnahme (EN)

Globaler humanitärer Aktionsplan braucht dringend mehr Unterstützung

 

Zum Welttag der humanitären Hilfe hat VENRO angemahnt, die Bekämpfung der Corona-Pandemie in Krisenregionen und Konfliktgebieten nicht aus dem Blick zu verlieren. Bislang ist der globale humanitäre Aktionsplan der Vereinten Nationen nur zu rund 20 Prozent mit den notwendigen finanziellen Mitteln ausgestattet.

  Zur Pressemitteilung

Handreichung zur Fernsteuerung von Projekten jetzt auch auf Englisch erhältlich

 

Die Handreichung „Humanitäre Hilfe aus der Distanz" ist nun auch auf Englisch verfügbar. Sie gibt einen Überblick über verschiedene Arten der Fernsteuerung von Projekten und zeigt Instrumente und Fallbeispiele auf, die NRO bei der Planung und Umsetzung solcher Projekte unterstützen.

  Zur Handreichung (EN)
  Zur Handreichung (DE)

Multi-Stakeholder-Initiativen zur Stärkung unternehmerischer Sorgfaltspflichten

 

Zur Stärkung unternehmerischer Verantwortung entlang von Lieferketten wird vielfach auf Multi-Stakeholder-Initiativen gesetzt. Basierend auf den Erfahrungen deutscher Nichtregierungsorganisationen mit solchen Initiativen beschreiben wir zusammen mit dem CorA-Netzwerk und dem Forum Menschenrechte in einem Positionspapier Anforderungen an wirksame Multi-Stakeholder-Initiativen.

  Zum Positionspapier

Schluss mit der Blockade von Menschenrechten und Umweltschutz, Herr Altmaier!

 

Am Mittwoch, den 9. September will die Bundesregierung Eckpunkte für ein Lieferkettengesetz vorlegen. Unternehmen sollen verpflichtet werden, die Einhaltung von Umweltstandards und Menschenrechten entlang ihrer weltweiten Lieferketten zu gewährleisten. Nur einer versucht weiterhin zu blockieren: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Deshalb hat die Initiative Lieferkettengesetz eine neue Petition gestartet.

  Zur Petition
 

Digitales HLPF 2020: Chance vertan

Von Mira Ballmaier und Dr. Jürgen Focke

 

Im Juli 2020 fand das erste virtuelle High-level Political Forum der Vereinten Nationen zur Überprüfung der Agenda 2030 satt. Die Sprecher_innen unserer AG Agenda 2030, Mira Ballmaier und Dr. Jürgen Focke, ziehen eine ernüchternde Bilanz.

  Zum Blogbeitrag

Die Zahl der Hungernden steigt weiter, dabei sind wirksame Projekte längst bekannt

Von Dr. Bernhard Walter 

 

Im vergangenen Jahr sind dem jüngst veröffentlichten Welternährungsbericht zufolge insgesamt rund 690 Millionen Menschen chronisch unterernährt gewesen – das sind zehn Millionen mehr als 2018 und 60 Millionen mehr als vor fünf Jahren. 

  Zum Blogbeitrag

Stimmen aus der Zivilgesellschaft zur EU-Ratspräsidentschaft

 

Zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft veröffentlichen wir regelmäßig Blogbeiträge, in denen Vertreter_innen der Zivilgesellschaft ihre Anliegen thematisieren.

  Von Afrika bis Europa: Seite an Seite im Kampf für Klimagerechtigkeit  

Von Leonie Bremer

 

Die heutigen Kommunikationswege bieten die Chance, am Leben von Menschen in anderen Teilen der Welt teilzunehmen. Leonie Bremer, Pressesprecherin von Fridays for Future Deutschland, berichtet über die Lebensrealität in Uganda und den gemeinsamen digitalen Kampf gegen den Klimawandel.

  Zum Blogbeitrag
 

Die afrikanische Diaspora: eine ungenutzte Ressource der Entwicklungspolitik

 

Von Alhaji Allie Bangura

 

In der vergangenen Dekade hat sich das Verhältnis zwischen Afrika und Europa deutlich verändert. Dabei spielt die afrikanische Diaspora in Europa eine zunehmend wichtige Rolle. Wie können Afrikaner_innen in Europa ein neues Kapitel der afrikanisch-europäischen Beziehungen mitgestalten?

  Zum Blogeintrag
16.09.2020, Karl Kübel Stiftung, Online
  How to plan a project with Theory of Change?
 

In the last years, the expectation that development projects focus more on their impacts (rather than just the smooth implementation of the project measures) has risen dramatically. Organisations and project staff struggle with high expectations to prove „impact" and with a multitude of definitions, concepts, and tools on the market.

  Zur Veranstaltung
  25.09.2020 - 26.09.2020, Schmitz-Stiftungen, Münster
  Was ist ein gutes Auslandsprojekt?
 

Unter dem Titel „Was ist ein gutes Auslandsprojekt?" bieten die Schmitz-Stiftungen ein Seminar an, in welchem in die Planung, Begleitung und Antragstellung für Auslandsprojekte eingeführt wird. Es richtet sich an gemeinnützige Organisationen, die Kontakte in Länder des globalen Südens haben und ein Partnerschaftsprojekt durchführen möchten.

  Zur Veranstaltung
  15.10.2020, VENRO, Hannover
  Wirkungsorientierung bei Schulkampagnen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit
 

In diesem Workshop werden die Ergebnisse der Studie „Wirkungsorientierung in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit" für Schulkampagnen praxisnah aufgearbeitet. In einer theoretischen Einführung werden die Rahmenbedingungen für wirkungsvolle Schulkampagnen erläutert sowie mögliche Evaluationsmethoden und Indikatoren vorgestellt.

  Zur Veranstaltung

Save the Children sucht eine_n Projektleiter_in im Fachbereich Migration und Flucht.

 

Die Johanniter-Auslandshilfe sucht für Berlin eine_n Fachbereichsleiter_in Programmfinanzierung.

 

AGIAMONDO sucht eine_n Leiter_in der MISEREOR Dialog- und Verbindungsstelle, Abuja, Nigeria.

 

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Corona bedroht Flüchtlingsbildung zusätzlich

7. September 2020 - 12:22
UNO-Flüchtlingshilfe zum Welttag der Alphabetisierung (8.9.):

Corona bedroht Flüchtlingsbildung zusätzlich

 

Weltweit gibt es mehr als 770 Millionen Analphabeten. Inmitten von Krieg und Konflikten wird Bildung oft als Luxus angesehen. Aus Sicht der UNO-Flüchtlingshilft ist Bildung jedoch ein Menschenrecht und unverzichtbar, um insbesondere Flüchtlingen wieder Hoffnung und Perspektive zu geben. Die Fähigkeit, lesen und schreiben zu können, ist die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und die Überwindung von Armut. Besonders Flüchtlingskinder sind von der Misere betroffen und bereits beim Start benachteiligt. Nach der Studie „Coming Together for Refugee Education", die jüngst vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) veröffentlicht wurde, geht die Hälfte der geflüchteten Kinder nicht in der Schule. Hoffnung machen innovative Projekte vor Ort: vom mobilen Klassenzimmer, über Unterricht via Radio und die Einführung digitale Angebote.

 

„Die Lösung der Bildungsmisere ist simpel: nationale Bildungssysteme stärken und Finanzierung sicherstellen. Anderenfalls berauben wir Millionen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihrer Chancen und ihrer Zukunft", so Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe.

 

Die Ergebnisse sind ernüchternd: Während 77 Prozent der Flüchtlingskinder in die Grundschule gehen, besuchen nur 31 Prozent der Jugendlichen die Sekundarschule. Lediglich 3 Prozent der jungen Flüchtlinge sind in einer Hochschule eingeschrieben. Für Flüchtlingsmädchen ist die Situation besonders dramatisch. Sie haben bereits jetzt weniger Zugang zu Bildung als Jungen, und die Wahrscheinlichkeit, dass sie in der Sekundarstufe in die Schule gehen, halbiert sich. Auf der Grundlage von UNHCR-Daten schätzt der Malala-Fonds, dass infolge von COVID-19 die Hälfte aller Flüchtlingsmädchen in der Sekundarschule nicht mehr zurückkehren wird, sobald die Klassenräume wieder geöffnet sind.



Mehr Informationen zum Thema Bildung für Flüchtlingskinder und Beispiele erfolgreicher Projekte vor Ort in unserem aktuellen blog

 

Unterstützungsmöglichkeiten unter:

https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/hilfe-weltweit/perspektiven-schaffen/bildung/

Südwind: NRW-Landesregierung soll sich hinter ein starkes Lieferkettegesetz stellen

7. September 2020 - 0:05

Pressemitteilung:
SÜDWIND fordert:
NRW-Landesregierung soll sich hinter ein starkes Lieferkettegesetz stellen
[Bonn, 03.04.202 Um ein Lieferkettengesetz, das Unternehmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards im Ausland verpflichten soll, wird im Bundeskabinett aktuell heftig gerungen. Der Ausschuss für Europa und Internationales des Landtag NRW berät in seiner morgigen Sitzung über eine Unterstützung eines solchen Gesetzesvorhabens durch die Landesregierung. Das Bonner SÜDWIND-Institut engagiert sich in der Initiative Lieferkettengesetz für einen gesetzlichen Rahmen und fordert die Landesregierung zu einer klaren Positionierung für ein starkes Gesetz auf.  

Kinderarbeit auf Kakaoplantagen, verheerende Arbeits- und Lebensbedingungen im Rohstoffabbau, ungeschützter Umgang mit Chemikalien in Gerbereien, Vertreibung für Agrarprojekte: Ob Unternehmen gegen Menschenrechtsverstöße in ihren Lieferketten vorgehen, ist bislang eine Frage des freiwilligen Engagements. Die Bundesregierung plant dies zu ändern und will mit einem Lieferkettengesetz Unternehmen in die Pflicht nehmen, Verantwortung für die Achtung der Menschenrechte in ihren Auslandgeschäften zu übernehmen.

Über das Zustandekommen eines solchen Gesetzes und seine Inhalte wird aktuell kontrovers diskutiert. Morgen befasst sich der Landtag mit dem Thema: Der Ausschuss für Europa und Internationales berät über einen Antrag der NRW-SPD, der fordert, dass sich die Landeregierung gegenüber der Bundesregierung für ein Lieferkettengesetz stark machen solle.

„Aktuell blockiert das Bundeswirtschaftsministerium den Prozess zu einem Lieferkettengesetz und versucht, all jene Inhalte zu torpedieren, die dem Gesetz Wirksamkeit verleihen würden. Eine klare Stellungnahme der Landesregierung NRW für ein Lieferkettengesetz wäre ein wichtiges Signal in der laufenden Debatte", kommentiert Eva-Maria Reinwald, Fachpromotorin für Globale Wirtschaft und Menschenrechte bim SÜDWIND-Institut in Bonn.

Reinwald hatte den Antrag der SPD-Fraktion im Rahmen des schriftlichen Anhörungsverfahrens kommentiert. Darin weist sie auch darauf hin, dass viele Unternehmen zur Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen ein Lieferkettengesetz befürworten. Unter den inzwischen 65 Unterzeichnern eines Unternehmensstatements finden sich auch Unternehmen aus NRW, z.B. der Kosmetikhersteller Dr. Bronner`s und der Lebensmittelhändler Rewe.

Als Teil der Initiative Lieferkettengesetz, einem Bündnis von über 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen, setzt sich SÜDWIND für eine starke und wirksame Regelung ein.

„Betroffene, die z.B. Angehörige bei einem Fabrikbrand verloren haben, müssen die Möglichkeit haben, gegen ein Unternehmen zu klagen, wenn ein Schaden durch angemessene Vorsorgemaßnahmen hätte vermieden werden können. Ein Lieferkettengesetz ohne Sanktionen wird nicht die nötigen Veränderungen bringen," so Reinwald.
Weitere Informationen:
Zum Antrag der NRW-SPD: www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-8102.pdf

Zur Stellungnahme von SÜDWIND: www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMST17-2834.pdf

Pressemitteilung als PDF

        Kontakt:
Nathalie Grychtol,
Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0228- 763698-14
E-Mail: grychtol@suedwind-institut.de

Eva-Maria Reinwald
Telefon: 0228- 763698-21
E-Mail: reinwald@suedwind-institut.de

Seit fast 30 Jahren engagiert sich SÜDWIND für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit weltweit. Anhand von konkreten Beispielen zu Missständen decken wir ungerechte Strukturen auf. Dabei verbinden wir unsere Recherchen mit entwicklungspolitischer Bildungs-und Öffentlichkeitsarbeit und tragen Forderungen in Kampagnen, Gesellschaft, Unternehmen und Politik. SÜDWIND arbeitet gemeinnützig und unabhängig. Finanziert wird SÜDWIND aus Zuschüssen, Einnahmen aus Auftragstätigkeiten sowie Mitgliedsbeiträgen und Spenden.





Kindeswohl auch in reichen Ländern in Gefahr | UNICEF

7. September 2020 - 0:04
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Kindeswohl auch in reichen Ländern in Gefahr

Aktueller UNICEF-Report

© UNICEF/UNI361460/Highway Child

Köln/Florenz/New York, 03.09. 2020 // Selbstmordversuche, mentale Probleme, Übergewicht, aber auch unzureichende schulische Kenntnisse kennzeichnen laut UNICEF das Aufwachsen von viel zu vielen Kindern in wohlhabenden Industrieländern. Dies ist das Ergebnis der neuesten Report-Card des UNICEF-Forschungszentrums Innocenti. Gleichzeitig warnt UNICEF vor gravierenden Gefahren für das Kindeswohl durch die Covid-19-Pandemie. Die Niederlande, Dänemark und Norwegen liegen in Bezug auf das Wohlbefinden von Kindern auf den ersten drei Plätzen unter 41 Ländern der OECD und der EU. Deutschland liegt im internationalen Vergleich im oberen Mittelfeld auf Rang 14.

Für den Report „Worlds of Influence: Understanding what shapes child well-being in rich countries" („Einflusssphären – was das Wohlergehen von Kindern in reichen Ländern prägt") wurden vergleichbare nationale Daten aus 41 Ländern der OECD und der Europäischen Union zur psychischen und physischen Gesundheit von Kindern sowie zu ihren schulischen und sozialen Kompetenzen und den damit verbundenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ausgewertet.

„Viele der reichsten Länder der Welt, die eigentlich über genügend Ressourcen verfügen, scheitern, wenn es darum geht, allen Kindern eine gute Kindheit zu ermöglichen ", sagt Gunilla Olsson, Direktorin von UNICEF Innocenti. „Wenn Regierungen nicht schnell und entschlossen handeln und der Schutz von Kindern nicht Teil der Reaktion auf die Covid-19-Pandemie ist, müssen wir mit steigenden Armutsraten, einer Verschlechterung mentaler und physischer Gesundheit sowie einer wachsenden Kluft bei der Qualifikation von Kindern rechnen. Die Unterstützung von Kindern und ihren Familien während der Covid-19-Pandemie ist erschreckend unzureichend. Es muss mehr getan werden, um Kindern eine sichere und gute Kindheit zu ermöglichen – jetzt."

Zentrale Ergebnisse des UNICEF-Reports

  • Mentale GesundheitIn den meisten untersuchten Ländern geben weniger als 80 Prozent der 15-jährigen Mädchen und Jungen an, zufrieden mit ihrem Leben zu sein. In der Türkei liegt der Anteil am niedrigsten (53 %), gefolgt von Japan und Großbritannien. In Deutschland haben der Untersuchung zufolge 75 Prozent der Mädchen und Jungen eine hohe Lebenszufriedenheit. Kinder, die wenig Unterstützung von ihren Familien erhalten oder unter Mobbing leiden, geht es mental signifikant schlechter.

  • Litauen hat die höchste Selbstmordrate unter Jugendlichen – eine der Haupttodesursachen in der Altersgruppe zwischen 15 und 19 Jahren in reichen Ländern --, gefolgt von Neuseeland und Estland.

  • Körperliche Gesundheit: Der Anteil der Kinder mit Fettleibigkeit (Adipositas) und Übergewicht ist in den vergangenen Jahren gewachsen. Etwa eines von drei Kindern in den untersuchten Ländern ist entweder adipös oder übergewichtig. Die Raten wachsen besonders stark in Südeuropa. In Deutschland liegt der Anteil bei 27 %. In mehr als einem Viertel der reichen Länder liegt die Kindersterblichkeit bei Kindern zwischen fünf und 14 Jahren bei eins pro 1000. In Deutschland ist der Anteil 0,72 pro 1000.

  • Soziale und intellektuelle Kompetenzen:Ungefähr 40% aller Kinder in EU- und OECD-Ländern verfügen mit 15 Jahren nicht über grundlegende Fähigkeiten im Lesen und Rechnen. Kinder in Bulgarien, Rumänien und Chile schneiden hier im Vergleich am schlechtesten ab, am besten dagegen die Mädchen und Jungen in Estland, Irland und Finnland.

  • In den meisten Ländern hat eines von fünf Kindern nur wenig Vertrauen in seine soziale Fähigkeit, neue Freunde zu finden. Kinder in Chile, Japan und Island sind in dieser Hinsicht am wenigsten zuversichtlich. In Deutschland sagen lediglich 72 Prozent der Mädchen und Jungen, dass es ihnen leichtfällt, schnell Freundschaft zu schließen.

Der UNICEF-Report zeigt aber auch erkennbare Fortschritte für Kinder. Im Durchschnitt besuchen 95 Prozent aller Kinder im Vorschulalter organisierte Förderangebote. Die Zahl der jungen Menschen, die weder zur Schule gehen, noch eine Ausbildung machen oder an einem Trainingsprogramm teilnehmen, ist in 30 von 37 Ländern gesunken. Diese wichtigen Fortschritte sieht UNICEF allerdings durch Covid-19 in Gefahr.

Der Bericht stuft die Länder auch mit Blick auf ihre politischen Maßnahmen zur Förderung des Wohlbefindens von Kindern, ihrer wirtschaftlichen und sozialen Situation sowie der Umweltbedingungen ein. Norwegen, Island und Finnland weisen dabei die besten Bedingungen auf, gefolgt von Deutschland. Die Türkei, Mexiko und Griechenland schneiden hier am schlechtesten ab. 

Belastungen durch Covid-19 für Kinder katastrophal

Aufgrund der Covid-19-Pandemie haben die meisten untersuchten Länder Schulen für mehr als 100 Tage geschlossen und strikte Ausgangsbeschränkungen umgesetzt. UNICEF hebt hier die enormen Belastungen für Kinder durch die Pandemie hervor. Dazu zählen: der Verlust von Angehörigen und Freunden, Angst, Ausgangsbeschränkungen, fehlende Unterstützung, Schulschließungen, das Ausbalancieren von Arbeit und Privatleben in den Familien, unzureichender Zugang zu Gesundheitsmaßnahmen sowie Einkommens- und Jobverluste. Diese Belastungen können Kindern enormen Schaden zufügen; sie gefährden ihre mentale und körperliche Gesundheit und Entwicklung. 

Bereits vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie lag die durchschnittliche relative Armutsrate (60 Prozent des nationalen Medianeinkommens) bei Kindern in EU- und OECD-Ländern bei 20 Prozent; in Deutschland lag sie im Jahr 2018 bei 14,5 Prozent. Mit dem erwarteten starken Rückgang der Wirtschaftsleistung in den nächsten zwei Jahren in fast allen untersuchten Ländern wird ohne schnelle Gegenmaßnahmen der Regierungen die Kinderarmut steigen.

„Wenn die Folgen der Pandemie immer stärker auf Wirtschaft, Bildung und Zusammenleben durchschlagen, werden diese ohne konzertierte Gegenmaßnahmen verheerende Auswirkungen für das Wohlergehen der heutigen Kinder, ihrer Familien und der Gesellschaften, in denen sie leben, haben", sagt Gunilla Olsson, Direktorin des UNICEF-Forschungszentrums Innocenti. „Aber diese Risiken müssen nicht Realität werden, wenn Regierungen entschlossen aktiv werden, um das Wohlergehen der Kinder zu schützen."

Das Kindeswohl muss gerade jetzt unterstützt werden

Auf Grundlage des Reports und der aktuellen Entwicklungen ruft UNICEF zu folgenden Maßnahmen auf:  

  • Einkommensungleichheit und Kinderarmut müssen entschlossen bekämpft werden, damit alle Kinder Zugang zu den Ressourcen haben, die sie brauchen.

  • Die unzureichende Versorgung mit Hilfsangeboten im Bereich mentaler Gesundheit muss schnellstens überwunden werden.

  • Familienfreundliche Politik zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss ausgeweitet werden; insbesondere der Zugang zu hochwertigen, flexiblen und bezahlbaren Betreuungsangeboten für Kinder in den ersten Lebensjahren.

  • Der Schutz von Kindern vor vermeidbaren Krankheiten muss gestärkt werden, der Trend zu sinkenden Masernimpfungsraten muss umgekehrt werden.

  • Die Covid-19-Maßnahmen für Familien und Kinder müssen verbessert werden. Budgets, die das Wohlergehen von Kindern unterstützen, müssen vor Sparmaßnahmen geschützt werden.

Über die Report-Card

Der Bericht „World of Influence" baut auf vorangegangenen Untersuchungen zum Kindeswohl in Industrieländern in den UNICEF-Report-Cards 11 (2013) und 7 (2007) auf.

Über UNICEF Innocenti

Das UNICEF-Forschungszentrum Innocenti gehört zu UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Es erforscht neu aufkommende oder aktuelle Fragestellungen zum Aufwachsen von Kindern. Ziel ist es, Informationen für die strategische Ausrichtung von Programmen für Kinder bereitzustellen sowie weltweite Debatten zu Kinderrechten und ihrer Entwicklung anzustoßen.

Über UNICEF

UNICEF arbeitet weltweit, auch unter schwierigsten Bedingungen, um Kinder zu erreichen. In 190 Ländern und Territorien sind wir für jedes Kind im Einsatz, um eine bessere Welt für alle Kinder zu schaffen.

Download: Vollständiger englischsprachiger Bericht


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