Sie sind hier

DIE

Newsfeed DIE abonnieren DIE
Publikationen des German Institute of Development and Sustainability (IDOS)
Aktualisiert: vor 4 Minuten 35 Sekunden

Die Nachfrage der Welt nach Wohlergehen mit weniger Ressourcen befriedigen

13. Juni 2022 - 9:12

Bonn, 13. Juni 2022. Anfang dieses Monats trafen sich die Staats- und Regierungschefs der Welt in Stockholm, um den 50. Jahrestag der Konferenz der Vereinten Nationen über die menschliche Umwelt zu begehen. Die Konferenz betonte die Umweltdimension nachhaltiger Entwicklung und beschloss, die Welt auf den Weg zu einem gesunden Planeten und Wohlstand für alle zu bringen - trotz zahlreicher globaler Krisen und einer beispiellosen ökologischen Verschlechterung. Inger Andersen, Generalsekretärin der Stockholm+50-Konferenz und Exekutivdirektorin des UN-Umweltprogramms, forderte „einen neuen Kompass für das Wohlergehen“, um das Verständnis der Menschheit von Fortschritt und Wohlstand zu überdenken.

Dieses Postulat ist weniger utopisch, als es auf den ersten Blick scheint. Der jüngste Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) hat überzeugende Beweise dafür vorgelegt, dass Wohlstand und Wohlergehen auch mit einem erheblich reduzierten Ressourcenverbrauch möglich sind. Nachfrageseitige Maßnahmen verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit – auch in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Der IPCC ermittelt ein Treibhausgasminderungspotenzial von 40-70% für Maßnahmen auf der Endverbraucherseite (z. B. energieeffiziente Geräte, Gebäude) sowie zahlreiche Vorteile für verschiedene Ziele der nachhaltigen Entwicklung (SDGs). Beispiele hierfür sind eine längere Lebenserwartung und eine bessere Gesundheit aufgrund geringerer Luftverschmutzung, aktivere Mobilitätsentscheidungen und der Zugang zu sauberer Energie. Um diese Vorteile zu nutzen und sie mit dem Ziel des Wohlergehens für alle in Einklang zu bringen, ist eine systematischere Verknüpfung von Strategien und Programmen für nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion (SCP) erforderlich.

Es ist eine politische Herausforderung, zu einem angemessenen Verständnis von Wohlbefinden zu gelangen, insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Bislang bietet die Messung der mehrdimensionalen Armut die fortschrittlichste Orientierung. Ihre Anwendung auf die SCP bedeutet, dass wir feststellen müssen, welche Produkte und Dienstleistungen wir wirklich brauchen, um ein gesundes, menschenwürdiges Leben zu führen, ohne uns um die Grundbedürfnisse zu kümmern. Länder auf allen Entwicklungsebenen müssen dies mit Blick auf die Gerechtigkeit sowohl innerhalb der Gesellschaft als auch zwischen den Ländern herausfinden.

Nachhaltiger Konsum wird in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen bereits praktiziert, z.B. beim Energiesparen, bei der gemeinsamen Mobilität, bei dezentralen digitalen Märkten, bei Reparatur- und Recyclingdiensten oder bei innovativen Start-ups zur Wiederverwendung von Plastik. Diese Praktiken werden jedoch häufig in informellen und marginalisierten Umgebungen mit Armut, prekären Arbeitsbedingungen und Umweltgefahren umgesetzt. Die Herausforderung besteht darin, solche Praktiken auszuweiten und sie mit den wirtschaftlichen Bestrebungen und Präferenzen der Verbrauche*innen einer wachsenden, urbanisierten Mittelschicht in Einklang zu bringen. Dann kann ein positiver Kreislauf in Gang gesetzt werden, in dem sich SCP und Entwicklung gegenseitig verstärken, indem sie durch tragfähige Unternehmensinnovationen, menschenwürdige Arbeit und verbesserte Gesundheit wirtschaftliche Vorteile schaffen.

Förderliche Faktoren sind wohlbekannt!

Vier Faktoren, die einen solchen positiven Kreislauf begünstigen, sind bereits gut bekannt:

Erstens der strategische Aufbau von Infrastrukturen und lebenszyklusorientierten Produktdesigns, die nachhaltige Entscheidungen ermöglichen, z. B. bei Verkehrssystemen, Gebäuden und Nutzungen. Zweitens: Integrierte Ansätze, die auf lokale und regionale Märkte abzielen, um lokale Konsummuster (z. B. von Modelabels und Lebensmittelprogrammen) mit Produktionsprozessen und Wertschöpfungsketten zu verbinden. Drittens: Aufwertung bestehender nachhaltiger Praktiken und entsprechende Innovationen in der informellen Wirtschaft, z. B. Reparatur- und Wiederverwendungsinitiativen. Viertens: Förderung von Normen des Wohlbefindens gegenüber Normen der Konsummaximierung und der Bequemlichkeit. In vielen Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind solche Normen noch in der Entwicklung begriffen, und die Vorteile nachhaltiger Entscheidungen lassen sich angesichts der sichtbareren externen Umweltauswirkungen leicht nachweisen.

Politische Rahmenbedingungen müssen Wohlstandsnormen mit Konsum und Produktion in Einklang bringen

Einzelne Verbraucher*innen oder Unternehmen werden nicht in der Lage sein, diese Veränderungen systematisch allein zu erreichen. Es bedarf entsprechender politischer Maßnahmen, um die Rahmenbedingungen für Konsum und Produktion zu ändern und damit die Strukturen jenseits der individuellen Verantwortung für den Konsum von Waren und Dienstleistungen anzupassen.

Die Ergebnisse des Stockholmer+50-Gipfels bieten nun einen universellen Bezugspunkt. So wie der historische Vorgängergipfel von 1972 die Grundlage für das internationale Umweltrecht bildete, kann der Gipfel den Ton für eine normative Neuausrichtung auf das menschliche Wohlergehen und die Gesundheit des Planeten angeben. Dieser Rahmen muss auf allen Ebenen der Gesellschaft mit Leben gefüllt werden. Es sind differenzierte politische Ansätze erforderlich, um das Wohlergehen der verschiedenen Gesellschaftsschichten zu fördern.

Während arme ländliche Haushalte ihren Konsum möglicherweise noch steigern müssen, um beispielsweise die Unterernährung zu überwinden, braucht die wachsende städtische Mittelschicht Anleitung und Anreize, um sich auf nachhaltigen Konsum und kohlenstoffarme Alternativen umzustellen. Kontextspezifische Forschung zu den Rahmenbedingungen für SCP und praktische internationale Zusammenarbeit können gemeinsam sowohl die Kalibrierung als auch die Anwendung eines globalen Kompasses für das Wohlergehen unterstützen. Dies wird die Macht und das Potenzial von nachfrageorientierten Lösungen erschließen.

Kategorien: Ticker

Green jobs in cities: challenges and opportunities in African and Asian intermediary cities

10. Juni 2022 - 12:42

Cities account for approximately 70 per cent of global energy consumption and about 75 per cent of greenhouse gas emissions due to the density of economic activities and infrastructure and their often path-dependent development patterns. Cities adopting a green transformation process can minimise their environmental impact and maximise opportunities to improve and support the natural environment. Topics to address are energy efficiency and reduction of non-renewable energy sources to reduce their carbon footprint; actively support waste reduction and management; establish green and resilient infrastructure; encourage nature-based solutions; enhance the efficiency of new buildings; encourage low-carbon transport; and improve water cycle management. Also, these fields will lead to a greener urban economy, create more green jobs – or respectively change jobs towards becoming green – and deliver improved quality of life outcomes for residents.
The aim of this discussion paper is to address the challenges, opportunities and fields of actions – respectively interventions – of these economic, but also social transformations on the job market on the level of cities. The regional focus is on African and Asian cities in developing countries. A special focus is on intermediary cities with between 1 to 5 million inhabitants since they constitute the fastest-growing urban areas today and more importantly, they have both the capacity and expertise to guide an economic transformation while still being, at the same time, not too large to be managed effectively, as outlined above.
The fields of action for cities in a transformation towards a green economy, thereby creating green jobs, can be clustered into:
• land use planning
• green buildings and construction
• sustainable mobility and urban transport
• green and blue urban infrastructure services with nature-based solutions (NBSs) as a cross-cutting issue
• renewable energy and energy efficiency
The employment effects of a transformation towards a green economy play an important role. The opportunities for cities in Africa and Asia to create green jobs under their own local mandates of decision-making in urban planning and within their own service providers, and/or to support the “greening” of the private sector, will obviously create more green jobs, and respectively shift current jobs into green jobs.

Kategorien: Ticker

Green jobs in cities: challenges and opportunities in African and Asian intermediary cities

10. Juni 2022 - 12:42

Cities account for approximately 70 per cent of global energy consumption and about 75 per cent of greenhouse gas emissions due to the density of economic activities and infrastructure and their often path-dependent development patterns. Cities adopting a green transformation process can minimise their environmental impact and maximise opportunities to improve and support the natural environment. Topics to address are energy efficiency and reduction of non-renewable energy sources to reduce their carbon footprint; actively support waste reduction and management; establish green and resilient infrastructure; encourage nature-based solutions; enhance the efficiency of new buildings; encourage low-carbon transport; and improve water cycle management. Also, these fields will lead to a greener urban economy, create more green jobs – or respectively change jobs towards becoming green – and deliver improved quality of life outcomes for residents.
The aim of this discussion paper is to address the challenges, opportunities and fields of actions – respectively interventions – of these economic, but also social transformations on the job market on the level of cities. The regional focus is on African and Asian cities in developing countries. A special focus is on intermediary cities with between 1 to 5 million inhabitants since they constitute the fastest-growing urban areas today and more importantly, they have both the capacity and expertise to guide an economic transformation while still being, at the same time, not too large to be managed effectively, as outlined above.
The fields of action for cities in a transformation towards a green economy, thereby creating green jobs, can be clustered into:
• land use planning
• green buildings and construction
• sustainable mobility and urban transport
• green and blue urban infrastructure services with nature-based solutions (NBSs) as a cross-cutting issue
• renewable energy and energy efficiency
The employment effects of a transformation towards a green economy play an important role. The opportunities for cities in Africa and Asia to create green jobs under their own local mandates of decision-making in urban planning and within their own service providers, and/or to support the “greening” of the private sector, will obviously create more green jobs, and respectively shift current jobs into green jobs.

Kategorien: Ticker

China in the Pacific: economic interests and security cooperation in a contested region

9. Juni 2022 - 8:50

Rivalry between an increasingly assertive China and the United States is mounting in Asia and the Pacific. On several occasions, China has seen its interests threatened by the United States in the region. The US president’s recent visit to Japan and the so-called Quad summit between the US, Australia, Japan and India, which took place during his stay have driven the attention and interests of Beijing’s officials to make a trip to the Pacific Islands in order to negotiate and sign a security agreement with countries of the region. China’s officials see Joe Biden’s recent trip to Asia, as an effort to counter Beijing’s economic, political and diplomatic influence as well as the recognition of China over Taiwan in the region. Wang Yi’s visit to the Pacific Islands in late May for a ten-day tour in eight countries was meant to contribute to securing China’s political, economic and diplomatic stance in the region.

Kategorien: Ticker

China in the Pacific: economic interests and security cooperation in a contested region

9. Juni 2022 - 8:50

Rivalry between an increasingly assertive China and the United States is mounting in Asia and the Pacific. On several occasions, China has seen its interests threatened by the United States in the region. The US president’s recent visit to Japan and the so-called Quad summit between the US, Australia, Japan and India, which took place during his stay have driven the attention and interests of Beijing’s officials to make a trip to the Pacific Islands in order to negotiate and sign a security agreement with countries of the region. China’s officials see Joe Biden’s recent trip to Asia, as an effort to counter Beijing’s economic, political and diplomatic influence as well as the recognition of China over Taiwan in the region. Wang Yi’s visit to the Pacific Islands in late May for a ten-day tour in eight countries was meant to contribute to securing China’s political, economic and diplomatic stance in the region.

Kategorien: Ticker

Breaking down barriers: the identification of actions to promote gender equality in interdisciplinary marine research institutions

7. Juni 2022 - 15:13

Gender diversity is important for achieving equality and ocean sustainability challenges. However, women are less likely to be in positions of leadership within academic interdisciplinary marine research institutions. We highlight the non-gendered and gendered challenges they experience as a leader that affect their role, mental wellbeing, success, and career progression. Accordingly, we present actionable strategies, systems, and processes that can be implemented by academic interdisciplinary marine research institutions and the scientific community to improve gender equality.

Kategorien: Ticker

Breaking down barriers: the identification of actions to promote gender equality in interdisciplinary marine research institutions

7. Juni 2022 - 15:13

Gender diversity is important for achieving equality and ocean sustainability challenges. However, women are less likely to be in positions of leadership within academic interdisciplinary marine research institutions. We highlight the non-gendered and gendered challenges they experience as a leader that affect their role, mental wellbeing, success, and career progression. Accordingly, we present actionable strategies, systems, and processes that can be implemented by academic interdisciplinary marine research institutions and the scientific community to improve gender equality.

Kategorien: Ticker

Misinformation across digital divides: theory and evidence from Northern Ghana

2. Juni 2022 - 14:54

Social media misinformation is widely recognized as a significant and growing global problem. Yet, little is known about how misinformation spreads across broader media ecosystems, particularly in areas with varying internet access and connectivity. Drawing on research in northern Ghana, we seek to address this gap. We argue that ‘pavement media’—the everyday communication of current affairs through discussions in marketplaces, places of worship, bars, and the like and through a range of non-conversational and visual practices such as songs, sermons, and graffiti—is a key link in a broader media ecosystem. Vibrant pavement and traditional media allow for information from social media to quickly cross into offline spaces, creating a distinction not of the connected and disconnected but of first-hand and indirect social media users. This paper sets out how social, traditional, and pavement media form a complex and deeply gendered and socio-economically stratified media ecosystem and investigates its implications for how citizens differentially encounter, process, and respond to misinformation. Based on the findings, we argue that efforts intended to combat the spread of misinformation need to move beyond the Western-centred conception of what constitutes media and take different local modalities of media access and fact-checking into account.

Kategorien: Ticker

Misinformation across digital divides: theory and evidence from Northern Ghana

2. Juni 2022 - 14:54

Social media misinformation is widely recognized as a significant and growing global problem. Yet, little is known about how misinformation spreads across broader media ecosystems, particularly in areas with varying internet access and connectivity. Drawing on research in northern Ghana, we seek to address this gap. We argue that ‘pavement media’—the everyday communication of current affairs through discussions in marketplaces, places of worship, bars, and the like and through a range of non-conversational and visual practices such as songs, sermons, and graffiti—is a key link in a broader media ecosystem. Vibrant pavement and traditional media allow for information from social media to quickly cross into offline spaces, creating a distinction not of the connected and disconnected but of first-hand and indirect social media users. This paper sets out how social, traditional, and pavement media form a complex and deeply gendered and socio-economically stratified media ecosystem and investigates its implications for how citizens differentially encounter, process, and respond to misinformation. Based on the findings, we argue that efforts intended to combat the spread of misinformation need to move beyond the Western-centred conception of what constitutes media and take different local modalities of media access and fact-checking into account.

Kategorien: Ticker

Mit Diktatoren richtig umgehen

1. Juni 2022 - 14:17

Autokratien sind weltweit auf dem Vormarsch. Um diesen Trend zu stoppen, müssen westliche Demokratien sowohl vor der eigenen Haustüre kehren als auch Demokratien in Entwicklungsländern fördern.

Kategorien: Ticker

Mit Diktatoren richtig umgehen

1. Juni 2022 - 14:17

Autokratien sind weltweit auf dem Vormarsch. Um diesen Trend zu stoppen, müssen westliche Demokratien sowohl vor der eigenen Haustüre kehren als auch Demokratien in Entwicklungsländern fördern.

Kategorien: Ticker

Dealing with dictators

1. Juni 2022 - 14:09

The world is witnessing a trend towards autocratic rule. The Russian invasion of Ukraine has made it even more important to stop this trend. Western democracies must do their best – at home and in support of democracies in developing countries.

Kategorien: Ticker

Dealing with dictators

1. Juni 2022 - 14:09

The world is witnessing a trend towards autocratic rule. The Russian invasion of Ukraine has made it even more important to stop this trend. Western democracies must do their best – at home and in support of democracies in developing countries.

Kategorien: Ticker

Investment facilitation for development: a toolkit for policymakers

1. Juni 2022 - 10:26

Since the previous version of this publication (September 2020), WTO negotiations on Investment Facilitation for Development have made steady progress. The number of participating members has increased to over 110, and the consolidated draft negotiation text has been updated to reflect progress made regarding a number of provisions. A number of investment facilitation measures that were highlighted in the first edition of this publication seem to have been included in the current WTO Investment Facilitation for Development (IFD) Agreement draft text, or are under consideration by Members. Among the measures that indirectly contribute to development by increasing FDI inflows, the following seem to be included: maintain a list of support measures offered to inward investors, through online portals and notification to the WTO; enable the payment of fees and charges online; use new technology to facilitate investment, e.g., digital single window; grant permits or licences automatically if no government action is taken within statutory time limits: ‘silence is consent’; provide for risk-based approvals as part of authorisation procedures; track complaints through an investment grievance mechanism or ‘early warning system’ to identify and address issues early before they worsen; make it easy to secure work permits for skilled expatriates by making available e-visas or ‘green channels’; make publicly available lists of support measures for outward investors through online portals; and publish information on requirements and procedures for outward investment, if any, to assist interested parties. Furthermore, the ITC-DIE project called to facilitate not only more FDI, but also more sustainable FDI through the inclusion of facilitation measures aimed at directly increasing the development impact of FDI, to fully reflect the ‘for development’ purpose of the IFD Agreement. The first edition of this publication proposed the following direct investment facilitation measures that seem to have been included in the IFD Agreement draft text or are under consideration by negotiators: encourage foreign investors to incorporate internationally recognised principles, standards and guidelines of responsible business conduct; build and maintain a database of local enterprises to help investors identify potential subcontractors and local partners; and establish supplier-development programmes to increase the number and capacity of qualified local enterprises that can contract or partner with foreign affiliates. The project also emphasised the importance of providing technical assistance to developing countries and least developed country (LDC) Members to enhance their ability to facilitate FDI and, specifically, sustainable FDI. The current IFD Agreement draft text includes a section on the provision of technical assistance and capacity building for developing countries and LDC Members. In addition, the first edition of this publication included the recommendation to insulate the IFD Agreement from international investment agreements, and especially their dispute-settlement provisions, through appropriate treaty-interface clauses, to avoid the use of the IFD Agreement in investor-state dispute-settlement cases; the current IFD text contains an appropriate clause in this regard. This updated version synthesises what has been learned from numerous capacity-building workshops and consultations with stakeholders (governments, international organisations, investment promotion agencies (IPAs), the private sector, civil society, academia) conducted in the framework of the ITC-DIE project on Investment Facilitation for Development (parts of the project are co-organised with other organisations).

Kategorien: Ticker

Dealing with the social repercussions of globalization

31. Mai 2022 - 10:04

Globalisation has been linked to social disintegration and political backlash against trade. How does this happen? And if we can absorb globalisation shocks to society, what are relevant policies to do so? I propose a framework that links globalisation to social cohesion outcomes, identifying three channels through which cohesion is affected: workers, households, and firms.

Kategorien: Ticker

A socially just transformation through integrated social protection ‘Plus’ programming

30. Mai 2022 - 17:54

Increasingly, the world’s 2-3 billion poor and vulnerable people face multiple overlaying crises – climate-related disasters, conflict, the Covid-19 pandemic and others. The complex challenges resulting from the ambition to become carbon-neutral by 2050 and tackle these crises in tandem will adversely affect vulnerable people and communities as well as groups suffering from intersecting inequalities that can be exacerbated. To achieve its ambitious goals, not least in climate and health, the G7 should lead a global campaign in favour of  integrated social protection programmes and the concept of ‘growth from below’ as cornerstones of development strategies.  This will enable a green recovery and fair transition towards sustainability in G7 countries and beyond, while helping and protecting vulnerable people and households against at least some of the many risks they face. This approach would not only contribute to reducing poverty rates and preventing impoverishment but also address multidimensional inequalities, working towards the 2030 Agenda’s mandate of leaving no one behind.

Kategorien: Ticker

A G7 infrastructure club: mobilizing the transformative power of cities to support multilateralism and the agenda 2030 in post-COVID G7/G20

30. Mai 2022 - 17:42

In the context of an increasing divergence of models, a highly divergent recovery and overlapping and multiple global crises, multi-level governance is critical to address systemic challenges. The benefits of such a strategy, too long ignored by national governments, was well documented during the Covid-19 pandemic. Thus, the G7 presidency of Germany has launched a G7 Urban development track to support investments for a better future and a sustainable planet and it has acknowledged the formation of an urban engagement group in the G7. The creation of an infrastructure club, complementing the G7 Germany proposal of a climate club would be an innovative way to support the transformative power of cities in the G7 and nurture a quality dialogue between G7 and G20 in support of the delivery of the Agenda 2030 despite times of uncertainties.

Kategorien: Ticker

Leadership and partnerships for the European Green Deal: EU relations with (re)emerging economies

30. Mai 2022 - 12:29

The European Green Deal (EGD) has been described as a transformation strategy for the European continent, but its success also depends on cooperation at global level. Therefore, the EU intends to engage other actors and show international leadership on the climate agenda and the energy transition. This paper analyses the external dimension of the EGD, with a focus on global partnerships and EU leadership. Specifically, it examines EU relations with (re)emerging economies, in particular China, India, Indonesia, Mexico, Russia, and South Africa. Based on information acquired through cooperation with local research institutions, the paper examines prospects for partnership between the EU and these countries in the implementation of the EGD goals. We argue that great potential exists for green cooperation between the EU and re(emerging) economies. However, diplomatic conflict may occur if the EU attempts to shift the costs of the energy transition on partner countries.

Kategorien: Ticker

Welche Bedeutung haben die „Grenzen des Wachstums“ heute?

30. Mai 2022 - 10:13

Bonn, 30.05.2022. Vor fünfzig Jahren schreckte ein 200 Seiten starkes Werk die Weltöffentlichkeit auf: „Limits to Growth – Grenzen des Wachstums“ rückte ins Bewusstsein, dass stetige Wachstumsprozesse auf einem endlichen Planeten an Grenzen stoßen können oder sogar müssen. Den Bericht hatte der Club of Rome in Auftrag gegeben. Dieser wurde 1968 ins Leben gerufen und ist ein informeller Zusammenschluss von hochrangigen Personen aus Politik, Diplomatie, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Mission des Club of Rome ist es, drängende Menschheitsfragen nicht länger in disziplinären Silos, sondern als komplexe interdependente Themen zu betrachten. Diese sollen in umfassenden und langfristig angelegten Forschungen bearbeitet und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Die Geschichte von „Limits to Growth“ hat gezeigt, dass so gestaltete Forschungen tatsächlich weltweite politische Debatten anstoßen und dauerhaft verankern können.

Lohnt sich die Lektüre von „Grenzen des Wachstums“ auch nach fünfzig Jahren noch und welche Lehren können gezogen werden?

Der Bericht wirft einen Blick in die Zukunft, basierend auf fünf Megatrends der ausgehenden sechziger und beginnenden siebziger Jahre: Bevölkerungswachstum, Industrialisierung, Unterernährung, Verbrauch nicht-erneuerbarer Rohstoffe und Umweltverschmutzung. Erstmals in der Geschichte der Erdsystemforschung wurden Computer eingesetzt, um die Entwicklung komplexer Systeme im Zeitverlauf zu modellieren. Unter verschiedenen Annahmen wird untersucht, wie sich die genannten Megatrends jeweils für sich und im Zusammenspiel untereinander entwickeln werden. Eine zentrale Botschaft ist, dass einige der Beobachtungsgrößen, konkret die Bevölkerung und die industrielle Produktion nicht linear, sondern exponentiell wachsen. Wenn andere Systemelemente, beispielsweise die Nahrungsmittelproduktion, nur linear gesteigert werden können, müssen massive Probleme zwingend auftreten. Die Autor*innen äußern die Befürchtung, dass Fortschritte z.B. bei der Reduktion der Umweltverschmutzung je Produktionseinheit durch einen exponentiellen Anstieg der Produktion überkompensiert werden. Ohne den Übergang von eine Wachstums- zu einem Gleichgewichtsmodell, so die Schlussfolgerung, ist ein schneller Systemzusammenbruch in naher Zukunft zwingend.

Der Bericht wurde über die Jahrzehnte hinweg intensiv und vielfältig rezipiert. Die Berechnungen und die ihnen zugrundeliegenden Annahmen werden rückwirkend teilweise als übermäßig vereinfachend und zu pessimistisch beurteilt. So konnte die Belastung städtischer Luft mit Schwefeldioxid nach 1972 deutlich schneller verringert werden als im Bericht als bestmögliches Szenario beschrieben. Die Lebensmittelerzeugung wurde dynamischer ausgeweitet als angenommen. Die Industrialisierung als dominante oder gar einzige Form des Wirtschaftswachstums zu interpretieren, ist in der Nachbetrachtung unzureichend: Seit 1970 hat der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Wertschöpfung deutlich zugunsten von Dienstleistungen abgenommen. 

Andere Studien zeigen aber, dass einzelne der Megatrends und ihr Zusammenspiel sich im Zeitverlauf durchaus bestätigt haben. Andere Bedrohungen kamen hinzu, die 1972 noch kaum beachtet wurden. Der Klimawandel beispielsweise findet in „Grenzen des Wachstums“ lediglich kursorische Erwähnung im Mittelteil des Berichts; ähnlich verhält es sich mit dem Verlust an Biodiversität und dem Artensterben.

Für die Nachhaltigkeitsdebatte gerade in Deutschland ist folgende Betrachtung „50 Jahre danach“ von großer Bedeutung. Technologischer Fortschritt kann, stärker als 1972 prognostiziert, Wachstumsprozesse auf der einen von Umweltzerstörung und der Erschöpfung natürlicher Ressourcen und Senken auf der anderen Seite abkoppeln. Oft bedeutet dies keine absolute Entkoppelung, d.h. Ressourcen werden weiter verknappt und Senken belastet, nur geschieht dies deutlich langsamer als 1972 vermutet. Dies verschafft der Menschheit Zeit, um neue Modelle für die nachhaltige Entwicklung zu entwickeln und umzusetzen.

Leider wird in Deutschland der Technologiediskurs oft mehr von der Furcht vor Risiken als von Optimismus bezüglich neuer Chancen geprägt. Dies betrifft weite Teile von Politik und Zivilgesellschaft. Aber auch die wissenschaftliche Technikfolgenabschätzung steht in der Tradition, vor allem mögliche nicht-intendierte negative Folgen von neuen Technologien in den Blick zu nehmen. Diese von dem Philosophen Hans Jonas als „Heuristik der Furcht“ gekennzeichnete Haltung kann Innovationen ausbremsen, was sich am Beispiel von Carbon Capture and Storage (CCS) ebenso zeigen lässt wie bei neuen Pflanzenzuchtmethoden wie CRISPR-CAS. Wir plädieren nicht für Blindheit gegenüber möglichen Risiken neuer Technologien. Angesichts rasch erodierender planetarer Grenzen sollte eine angemessene Bewertung von Innovationen aber in eine ergebnisoffene Einschätzung von Chancen und Risiken eingebettet werden. Nur so können Politik und Gesellschaft wichtige Leitplanken für die technologische Entwicklung setzen, ohne sie unnötig und ethisch nicht vertretbar zu verlangsamen.

Andreas Stamm ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik.

Jakob Rhyner ist Wissenschaftlicher Direktor der Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung / Innovations-Campus Bonn (ICB).

Hartmut Ihne ist Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Kategorien: Ticker

An eye-level partnership

30. Mai 2022 - 8:14

With their varied interests and needs, are European and African countries likely to build a stronger partnership? The Summit of the European Union and the African Union (EU-AU) at the end of February shows that cooperation between the two continents carries on. Yet, the need for a makeover of the partnership has been increasingly voiced. To ensure that the sustainability transition becomes an opportunity for enhanced cooperation rather than a barrier, the EU and African countries must discuss all implications of envisioned measures and plan for a sustainable future together. To that end, they need to ensure an eye-level partnership, with joint learning and knowledge creation, joint circular economy systems, and enhanced jobs and economic benefits on both sides. They must break out of old partnership patters to address each other’s challenges and support each other’s potential, while acknowledging intrinsic heterogeneity and varied needs as well as the implications of their long history together.

Kategorien: Ticker

Seiten