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Aktualisiert: vor 30 Minuten 7 Sekunden

30 Jahre Gerechtigkeit gestalten

vor 4 Stunden 30 Minuten
30 Jahre Gerechtigkeit gestalten Pascal Molinario 24.02.2021 | 14:33 Uhr Ein Grußwort anlässlich des 30jährigen Bestehens von Germanwatch von Silvie Kreibiehl (Vorstandsvorsitzende) und Christoph Bals (Politischer Geschäftsführer)

Liebe Mitglieder, Wegbegleiter_innen und Interessierte,

heute möchten wir feiern, denn Germanwatch hat Geburtstag. Wir schauen auf 30 Jahre zurück, in denen wir uns einen festen Platz in der deutschen zivilgesellschaftlichen Landschaft erarbeitet haben –  so mancher Meilenstein in der Klima- und entwicklungspolitischen Struktur-Politik wäre ohne Germanwatch später oder vielleicht auch gar nicht erreicht worden.

30 Jahre Gerechtigkeit gemeinsam gestalten

Germanwatch war und ist eine Organisation, die oft leise und im Hintergrund, aber immer mal wieder auch laut und ganz prominent Impulse setzt. Aus der ursprünglichen eng definierten Nord-Süd-Ecke sind wir längst herausgewachsen. Mit unseren Teams decken wir elementare Themen der globalen Gerechtigkeit und des Umweltschutzes ab – mit viel detailliertem Fachwissen und in gewachsenen sowie vertrauensvollen Verbindungen zu Entscheidungsträger_innen, aber auch in innovativen Bündnissen. Vor allem aber haben wir das große Ganze nie aus dem Blick verloren und können unsere Fachexpertise zusammenfügen, Themen vernetzt denken und Anknüpfungspunkte bieten. In Zeiten sich zuspitzender, interdependenter Krisen und vor dem Hintergrund der notwendigen zügigen sozial-ökologischen Transformation eine wichtige Eigenschaft.

Die nächsten 30 Monate im Blick – mit positiven Visionen, Mut und Möglichkeiten zur Partizipation.

Mit 30 werden wir gebraucht wie selten zuvor. Denn in den nächsten 30 Monaten werden entscheidende Weichenstellungen erfolgen.

  • Bei zentralen Globalen Entwicklungszielen für den Schutz unserer Lebensgrundlagen (Biodiversität und Klima) sowie der Kluft zwischen Arm und Reich hat sich seit 2015 das Problem deutlich vergrößert, nicht verringert. Die Zeit für den ernsthaften Einstieg in den notwendigen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft läuft davon.
     
  • Deutschland hat gerade ein schlechtes Zeugnis ausgestellt bekommen – die angekündigten grünen Wiederaufbauprogramme sind überwiegend nicht grün. Zugleich widersetzt sich vor allem das Wirtschaftsministerium mit der Taxonomie einen ernsthaften Prüfmaßstab zu etablieren, der "Green Washing" vermeiden könnte.
     
  • Im neuen Koalitionsvertrag und auf EU-Ebene gilt es in den nächsten drei Jahren die Rahmensetzungen für den grundlegenden Umbau von Wirtschaft, Landwirtschaft und Finanzmarkt auf den Weg zu bringen.
     
  • In Deutschland gilt es ein – im Parlament nachgebessertes – Lieferkettengesetz auf den Weg zu bringen und dann in Europa ein noch wirkungsvolleres. Die Bundesregierung, u.a. mit Verweis auf die europäischen Wettbewerber, konnte sich dazu noch nicht durchringen.
     
  • Mit unserem Bildungsansatz, der nicht nur den ökologischen Fußabdruck verringern will, sondern dafür motiviert, den Handabdruck (Handprint) für die notwendigen transformativen Schritte zu vergrößern, zeigen wir, wie Werte nicht nur beschworen, sondern umgesetzt werden können. Ohne solch engagiertes Handeln werden viele heute in Deutschland selbstverständliche Grundrechte durch eine Krisenkaskade in absehbarer Zeit unter Druck kommen. Dagegen setzen wir positive Visionen, Mut und Möglichkeiten zur Partizipation.

All dies muss gestaltet werden vor dem Hintergrund einer noch nicht an ihr Ende gekommenen Pandemie, die unser Leben auf den Kopf gestellt hat – damit ist sie Chance und Risiko zugleich. Eine massive Chance, die disruptiven Veränderungen der letzten Monate für einen Pfadwechsel zu nutzen. Aber auch ein Risiko, wenn die Bereitschaft zum Wandel – von den Wideraufbauprogrammen, bis hin zu den demnächst von der EU vorgelegten klimapolitischen Umbauprogrammen für alle Sektoren – jetzt eher schrumpft.

Wir sagen Danke!

Im Namen des gesamten Vorstands, der Geschäftsführung und der Mitarbeiter_innen möchten wir uns herzlich bei Ihnen für Ihre oft schon langjährige Unterstützung und Ihr Interesse an der sozial-ökologischen Transformation bedanken. Lassen Sie uns auch in den nächsten, so kritischen Monaten und Jahren gemeinsam hinsehen, analysieren und einmischen – für globale Gerechtigkeit und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen.

Silvie Kreibiehl | Vorstandsvorsitzende

Christoph Bals | Politischer Geschäftsführer

Aktuell AnsprechpartnerInnen Echter NameSilvie Kreibiehl Vorstandsvorsitzende kreibiehl@germanwatch.org Echter NameChristoph Bals Politischer Geschäftsführer +49 (0)228 / 60 492-34 bals@germanwatch.org

Platzhalter: Policy Papier zu umweltbezogene Sorgfaltspflichten (Rebecca Heinz)

22. Februar 2021 - 17:30
Platzhalter: Policy Papier zu umweltbezogene Sorgfaltspflichten (Rebecca Heinz) Janina Longwitz 22.02.2021 | 17:30 Uhr .

Germanwatch unterstützt gemeinsam mit Fridays for Future Klimaklage portugiesischer Kinder und Jugendlicher vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

22. Februar 2021 - 10:09
Germanwatch unterstützt gemeinsam mit Fridays for Future Klimaklage portugiesischer Kinder und Jugendlicher vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Stefan Küper 22.02.2021 | 10:09 Uhr Klimaklage vor Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte richtet sich gegen 33 Staaten – darunter auch Deutschland / Sechs Kinder und Jugendliche aus Portugal fordern stärkere Reduzierung von Emissionen, um ihre Menschenrechte zu schützen / Im Rahmen der nun beantragten Intervention von Germanwatch und FFF sollen zusätzliche Expertise und Argumente in das Verfahren eingebracht werden

Berlin (22. Feb. 2021). Germanwatch hat gemeinsam mit Fridays for Future Deutschland (FFF) heute einen Antrag beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gestellt, um einer Klimaklage von sechs portugiesischen Kindern und Jugendlichen als Streithelfer beizutreten. Sie unterstützen damit offiziell das Anliegen der jungen Klägerinnen und Kläger. Die Klage richtet sich gegen alle 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie Großbritannien, die Schweiz, Norwegen, Russland, die Türkei und die Ukraine als weitere große europäische Emittenten. Diese Staaten verletzen nach Ansicht der klagenden Jugendlichen ihre Menschenrechte, da sie ihre Treibhausgase nicht ausreichend reduzieren, um die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Sie berufen sich dabei auf die Europäische Menschenrechtskonvention, die nach ihrer Interpretation die europäischen Regierungen zu einer Reduktion von Treibhausgasen innerhalb ihrer Grenzen sowie zu einer Verantwortungsübernahme für die Emissionen, die im Ausland freigesetzt werden, verpflichtet.

In den vergangenen Jahren hat Portugal als Folge der Klimakrise starke Hitzewellen und dadurch beförderte Waldbrände erlebt. Ein Risiko, das sich im Laufe des Lebens der noch jungen Klägerinnen und Kläger weiter vergrößern wird.

Durch die Intervention möchten Germanwatch und FFF durch zusätzliche Argumente die Kläger und Klägerinnen in dem Verfahren gegen die Versäumnisse der beklagten Staaten beim Klimaschutz stärken. Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch: „Wir möchten in unserer Rolle als Streithelfer die Notwendigkeit und Machbarkeit ambitionierter Emissionsreduktionen verdeutlichen – insbesondere auch in Deutschland. Diese Argumente werden auch in der von Germanwatch und anderen Organisationen unterstützten Verfassungsbeschwerde gegen das unzureichende deutsche Klimaschutzgesetz der neun Kinder und Jugendlichen vor dem Bundesverfassungsgericht angeführt. Deutschland muss seinen Anteil leisten und Emissionen ausreichend und wirkungsvoll reduzieren, um Grundrechte und Freiheiten der heute jungen Menschen und nächsten Generationen zu schützen.“

Maximilian Herzog, Aktivist bei FFF: "Den Kampf gegen die Klimakrise führen wir als Jugend nicht nur auf den Straßen, sondern auch vor Gerichten. Wir solidarisieren uns mit unseren Mitstreiter*innen aus Portugal, die deutlich machen, dass 33 Länder mit ihrer Klimapolitik schon heute fundamentale Menschenrechte verletzen. Diese Klage bietet eine historische Möglichkeit, Deutschland endlich zu konsequentem Klimaschutz zu verpflichten, wofür bereits 2019 über 1,4 Millionen Menschen in Deutschland demonstriert haben. Gemeinsam mit Germanwatch und führenden Wissenschaftler*innen möchten wir unseren Beitrag zum Erfolg dieser historischen Klage leisten.“

Die Klage der Portugiesen wurde im September vergangenen Jahres beim EGMR eingereicht. Anstatt vor nationale Gerichte zu ziehen, wählten sie aufgrund der Dringlichkeit der Klimakrise den direkten Weg nach Straßburg und hatten bislang Erfolg: das Gericht nahm sich der Klage in einem Schnellverfahren an und forderte die beklagten Staaten im November zur Stellungnahme auf. Ein Urteil des EGMR wäre für alle beklagten Staaten rechtsverbindlich und würde die europäischen Regierungen zur ambitionierteren Eindämmung der Klimakrise verpflichten.

Neben Germanwatch und FFF Deutschland haben auch Organisationen und Jugendgruppen in weiteren europäischen Ländern Anträge auf Streithilfe eingereicht, um die Kinder und Jugendlichen aus Portugal in ihrer Klage zu unterstützen. Eine Antwort des Gerichts, ob den Anträgen stattgegeben wird, wird es vermutlich im März geben.

Themen Klima Deutsche und Europäische Klimapolitik AnsprechpartnerInnen Echter NameChristoph Bals Politischer Geschäftsführer +49 (0)228 / 60 492-34 bals@germanwatch.org Echter NameCaroline Schroeder Referentin für Klimaklage-Kommunikation +49 (0)30 / 28 88 356-985 schroeder@germanwatch.org Echter NameStefan Küper Pressesprecher +49 (0)228 / 60 492-23, +49 (0)151 / 252 110 72 presse@germanwatch.org

Offener Brief zum EU-Wiederaufbaupaket: Deutschland muss nachbessern

19. Februar 2021 - 9:00
Offener Brief zum EU-Wiederaufbaupaket: Deutschland muss nachbessern Vanessa Lippert 19.02.2021 | 09:00 Uhr

Die Konjunkturbelebung nach der Coronakrise unterstützen die EU-Mitgliedsstaaten durch EU-Gelder, insbesondere das 672,5 Mrd. Euro schwere EU-Programm "Aufbau- und Resilienzfazilität" (Recovery and Resilience Facility | RFF). Dies erfolgt durch Zuschüsse (~ 312 Mrd. Euro) und Darlehen (~ 360 Mrd. Euro).

Um Zuschüsse zu erhalten soll jeder Mitgliedsstaat einen Aufbau- und Resilienzplan bei der Europäischen Kommission bis zum 30. April 2021 einreichen. Bei diesen nationalen Plänen sollen zumindest 37 % der Gelder dem Klima und der Biodiversität zugutekommen (und 20 % für digitale Maßnahmen). Zusätzlich gilt für alles das "Do-No-Harm-Prinzip", nach dem keine für den Klimaschutz schädlichen Maßnahmen finanziert werden dürfen.

Im Dezember 2020 hat die Bundesregierung ihren Entwurf für den Deutschen Aufbau- und Resilienzplan vorgelegt. In einem Offenen Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und an Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) fordert Germanwatch – zusammen mit acht Umweltverbänden – den deutschen Wiederaufbauplan so nachzubessern, dass die für Deutschland vorgesehenen knapp 23 Mrd. Euro an Zuschüssen aus dem RFF-Programm tatsächlich den nächsten Generationen dienen.

Offener Brief zum EU-Wiederaufbaupaket: Deutschland muss nachbessern

An
Herrn Olaf Scholz, Bundesminister für Finanzen und Stellvertreter der Bundeskanzlerin, 11016 Berlin
Frau Svenja Schulze, Bundesumweltministerin 11055 Berlin

Berlin, 19.02.2021

Sehr geehrter Herr Bundesminister Scholz, sehr geehrte Frau Bundesministerin Schulze,

die Corona-Pandemie ist eine enorme Herausforderung für unsere Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die jüngste Einigung der EU-Gesetzgeber zum Wiederaufbaupaket „Next Generation EU“ einschließlich der sogenannten Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF), aus der Deutschland etwa 23 Milliarden Euro allein als reine Zuschüsse erhalten soll. Das Paket muss seinem Namen gerecht werden und sowohl dem Wohl der jetzigen als auch dem zukünftiger Generationen dienen. Zukunftsinvestitionen im Sinne der Ziele des Europäischen Green Deals im Bereich Klima-, Natur- und Umweltschutz sind deswegen dringend angeraten und bei der Ausarbeitung des deutschen Plans zu berücksichtigen. Dabei sind die auf EU-Ebene für den Aufbaufonds beschlossene Ausgabenquote von 37 Prozent für den Klimaschutz, die besondere Rolle für den Biodiversitätsschutz sowie das „do no significant harm“-Prinzip entscheidend.

Die Bundesregierung hat im Dezember 2020 ihren Entwurf für den Deutschen Aufbau- und Resilienzplan (DARP) vorgestellt und befindet sich nun im Dialog mit der EU-Kommission zur Finalisierung des Plans bis Ende April. Sowohl den Prozess zur Erstellung dieses Planentwurfs als auch dessen Inhalt sehen die unterzeichnenden Verbände im höchsten Maße kritisch:

  • Inhaltlich muss der DARP zwingend an die EU-Vorgaben angepasst werden. Biodiversitätsschutz ist nach europäischen Vorgaben ein qualitatives Kriterium innerhalb der nationalen Pläne. Investitionen etwa in die Renaturierung von Ökosystemen können Jobs und gleichzeitig langfristige Werte in Form von Ökosystemdienstleistungen schaffen. Investitionen in Ökosysteme sind Investitionen in unsere Lebensgrundlage. Sie und die daraus resultierenden Leistungen für den Menschen zahlen sich aus, denn die langfristigen Vorteile übersteigen die anfänglichen Kosten. Entgegen den europäischen Vorgaben berücksichtigt der deutsche Planentwurf Biodiversitätsschutz jedoch leider nicht.
     
  • Der Green Recovery Tracker für Deutschland von Wuppertalinstitut und E3G zeigt, dass der DARP die Klimaquote von 37 Prozent voraussichtlich nicht erfüllt. Hier muss die Bundesregierung dringend nachbessern. Wir bedauern darüber hinaus außerordentlich, dass im Wiederaufbaufonds kein expliziter Ausschluss der Förderung fossiler Energien verankert wurde. Auch die Förderung von Plug-In-Hybridfahrzeugen kann nicht als Klimaschutzausgabe gelten, denn diese Fahrzeuge verursachen im Straßenverkehr ein Vielfaches der von den Herstellern angegebenen CO2-Emissionen. Für die Glaubwürdigkeit des Plans ist es essentiell, dass die deutsche Bundesregierung keinerlei Investitionen in fossile Energieträger, einschließlich fossilem Gas, ermöglicht. Klimaschädliche Maßnahmen dürfen nicht als Klimaschutz klassifiziert werden.
     
  • Der DARP beruht vor allem auf dem bereits im Juni beschlossenen nationalen Konjunkturpaket, das nun mit EU-Mitteln gegenfinanziert werden soll. Das ist nicht im Einklang mit dem Zusätzlichkeitsprinzip der EU-Förderung, dem auch die RRF unterliegt. Aus unserer Sicht sollten den europäischen Geldern zusätzliche Investitionen in die Zukunft finanziert werden, statt Gelder lediglich umzuschichten. Es ist wichtig, hier keine bedenklichen Präzedenzfälle für Europa zu schaffen.
     
  • Die EU-Kommission sieht eine Beteiligung zivilgesellschaftlicher Organisationen bei der Erstellung der nationalen Wiederaufbaupläne vor. Allerdings wurden bei der Erstellung des DARP lediglich im November die Wirtschafts- und Sozialpartner konsultiert, nicht aber die Umweltverbände. Die RRF-Verordnung muss den Zielen des European Green Deal zuarbeiten und sollte diese nicht unterminieren. Wo es um Investitionen geht, steht mit der EU-Taxonomie inzwischen ein relevanter Prüfmaßstab zur Verfügung. Allein aufgrund der starken Umweltvorgaben der RRF-Verordnung ist aus unserer Sicht auch eine umfassende Beteiligung von Umweltverbänden unerlässlich. Neben einer höheren Qualität der Maßnahmen stärkt das Partnerschaftsprinzip die demokratische Legitimation des DARP und die gesellschaftliche Akzeptanz. Außerdem sieht die EU-Verordnung zum Wiederaufbaupaket vor, dass die Mitgliedstaaten Rechenschaft über die Öffentlichkeitsbeteiligung ablegen müssen. Darüber hinaus ergibt sich aus der Aarhus-Konvention eine Verpflichtung zur Beteiligung der Umweltverbände, da der DARP eindeutig ein Plan mit Umweltbezug ist. Daher müssen Transparenz und Öffentlichkeitsbeteiligung im Einklang mit Artikel 7 der Konvention gewährleistet sein.

Die unterzeichnenden Umweltverbände sind sehr interessiert an einem vertiefenden Austausch und bereit, konstruktiv zum Partnerschaftsprinzip im Rahmen des Wiederaufbaupakets zu einer bestmöglichen Verwendung dieser Mittel beizutragen.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Kai Niebert, Präsident DNR

Jörg-Andreas Krüger, President NABU

Antje von Broock, Bundesgeschäftsführerin Politik & Kommunikation BUND

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH

Brick Medak, Leiter Berliner Büro E3G

Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer Germanwatch

Martin Kaiser, Geschäftsführender Vorstand Greenpeace

Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz WWF

 

Publikationstyp Offener Brief Themen Deutsche und Europäische Klimapolitik Deutsche Klimapolitik

Download: Offener Brief "EU-Wiederaufbaupaket: Deutschland muss nachbessern" [PDF; 366KB]

. Beteiligte Personen Echter NameChristoph Bals Politischer Geschäftsführer +49 (0)228 / 60 492-34 bals@germanwatch.org Echter NameAudrey Mathieu Referentin für EU-Klimapolitik +49 (0)30 / 28 88 356-63 mathieu@germanwatch.org

UNESCO BNE 2030 – Bildung für eine nachhaltigere Welt

18. Februar 2021 - 13:57
UNESCO BNE 2030 – Bildung für eine nachhaltigere Welt Vanessa Lippert 18.02.2021 | 13:57 Uhr Arbeitsübersetzung von BNE 2030 für den Bildungsaustausch erschienen

Das neue UNESCO Framework ESD for 2030 – Towards achieving the SDGs (UNESCO-Programm BNE 2030) stellt das Lehren und Lernen ins Zentrum der notwendigen Transformation hin zu einer nachhaltigeren und gerechteren Welt.

Das UNESCO-Programm BNE 2030 wurde bereits im September 2019 der UN vorgelegt und von der UN-Vollversammlung am 19.12.2019 beschlossen. Bisher fehlt eine offizielle deutsche Übersetzung.

Um diese Lücke zu füllen, legen wir, Germanwatch e.V. und BildungsCent e.V., eine vorläufige Arbeitsübersetzung in Auszügen, der aus unserer Sicht wichtigsten Teile und Aspekte aus Kapitel vier und fünf des UNESCO-Programms BNE 2030 vor.  

Wir wollen mit der Arbeitsübersetzung Impulse in die Bildungsarbeit und überall dort wo Aus- und Weiterbildung stattfindet geben. Auf die gewachsenen globalen Herausforderungen versucht die UNESCO hier eine Antwort der Bildung hin zu transformativem Lernen und transformativer Bildung zu geben.

Es handelt sich dabei nicht um eine wörtliche Übersetzung, sondern um einen ersten Versuch, das UNESCO-Programm BNE 2030 auf Deutsch verfügbar zu machen. Dafür wurden die zum Teil längeren Texte komprimiert bzw. die aus unserer Sicht wichtigsten Aspekte extrahiert. Um dies transparent zu machen, stellen wir unsere vorläufige Übersetzung dem englischen Originaltext gegenüber. Mit unserer Übersetzung erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr erwarten wir mit Spannung die offizielle Übersetzung der Bundesregierung.

Publikationstyp Papier Seitenanzahl6 Themen Bildung Bildung & Klima

Download: UNESCO ESD2030/ BNE 2030 Übersetzung [PDF; 227KB]

. Beteiligte Personen Echter NameStefan Rostock Teamleiter Bildung für nachhaltige Entwicklung, NRW-Fachpromotor für Klima & Entwicklung +49 (0)228 / 60 492-26 rostock@germanwatch.org Echter NameDaniela Baum Referentin Bildung für nachhaltige Entwicklung & Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien West - RENN.west +49 (0)228 / 60 492-24 baum@germanwatch.org

Referent_in für Forschung zur Transformation des Energiesystems (w/m/d)

18. Februar 2021 - 10:52
Referent_in für Forschung zur Transformation des Energiesystems (w/m/d) Vanessa Lippert 18.02.2021 | 10:52 Uhr 32-40 h / Woche, Arbeitsort Berlin oder Bonn, Beginn möglichst zum 01.04.2021 – befristet bis Ende März 2022

Germanwatch ist eine international tätige Umwelt- und Entwicklungsorganisation mit Büros in Bonn und Berlin. Für unsere Arbeit im Forschungsprojekt ENSURE und im Dialog-Projekt „Debatte Stromnetze Gestalten“ suchen wir eine/n Referent_in für Forschung zur Transformation des Energiesystems (w/m/d).

Die im Rahmen der Energiewende ausgegebenen Zielstellungen können nur erreicht werden, wenn die Anzahl und Leistung der installierten Erneuerbare-Energien-Anlagen erheblich zunimmt. Um die Versorgungssicherheit weiterhin gewährleisten zu können, sind weitreichende Veränderungen des Energiesystems und insbesondere des Stromnetzes erforderlich.

Das Kopernikus-Forschungsprojekt ENSURE wird von einem interdisziplinär zusammengesetzten Konsortium aus etablierten Partnern der Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft umgesetzt. Es widmet sich der Erforschung und Erprobung von neuen Stromnetzstrukturen. Eine wichtige Methode im Projekt ist die Szenarienbildung, in der die Erwartungen relevanter Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft koordiniert werden. In Szenarien werden häufig Sprunginnovationen implizit angenommen. Dies sind Innovationen, die auf tiefgreifenden technologischen, wirtschaftlichen, politischen oder gesellschaftlichen Neuerungen beruhen. Einen Schwerpunkt im Projekt bildet außerdem die Erprobung von Innovationen in Form einer Demonstration im realen Netz, sowie deren transparente und erfolgreiche Kommunikation vor Ort.

Germanwatch ist außerdem Gründungsmitglied der Renewables Grid Initiative (RGI), in der seit 2009 zivilgesellschaftliche Organisationen und Netzbetreiber kooperieren, um gemeinsam daran zu arbeiten, dass der für die Energiewende notwendige Netzausbau im Einklang mit naturschutzfachlichen Belangen und in einem transparenten Verfahren geschieht. Seit vier Jahren läuft das Projekt "Debatte Stromnetze gestalten", in dem wir in mehreren Regionen in Deutschland im Austausch mit lokalen und regionalen Akteuren und begleitend einem entsprechenden Dialog auf Bundesebene sind.

Zu Ihren Hauptaufgaben gehören:

  • Wissenschaftliche Forschung zum Thema Sprunginnovationen im Energiesystem mittels qualitativer angewandter Methoden (Umfragen, Stakeholder-Workshops). Das beinhaltet die Identifikation und Bewertung von technischen, politischen und gesellschaftlichen Sprunginnovationen im Energiesystem und die Stakeholder-basierte Identifikation und Priorisierung gesellschaftlicher Akzeptanzfaktoren der identifizierten Sprunginnovationen.
  • Kritische Reflexion und Re-Interpretation der langfristigen Transformationsszenarien im Projekt ENSURE vor dem Hintergrund der identifizierten Sprunginnovationen.
  • Weiterentwicklung einer Kommunikationsstrategie der Netzdemonstration.
  • Inhaltliche Betreuung einer Dialog-Website und Beantwortung von Bürger*innenanfragen zur Netzdemonstration.
  • Kommunikation und Kooperation mit Projektpartnern aus Wirtschaft und Wissenschaft.
  • Organisation und Konzeption von Stakeholder-Workshops zu verschiedenen Themen, die im Kontext der Transformation des Energiesystems relevant sind.
  • Unterstützung bei der Erstellung von fachlichen Hintergrundpapieren im Team.
  • Erarbeitung von Kommunikationsmaterial für Politik und Bürger*innen.

Sie bringen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in den folgenden Bereichen mit:

  • Abgeschlossenes sozial-, kommunikations-, wirtschafts- oder politikwissenschaftliches Studium oder vergleichbare Kenntnisse
  • Wissenschaftliche Arbeitsweise
  • Nachgewiesene Kenntnisse zu Energiesystemen
  • Erfahrungen mit sozialwissenschaftlichen Methoden: Umfragemethoden (z.B. Delphi), Veranstaltungsorganisation, Bürger_innenkommunikation
  • Erfahrungen in der Arbeit mit Nichtregierungsorganisationen, wissenschaftlichen Einrichtungen /Universitäten und Unternehmen von Vorteil
  • Erfahrungen mit wissenschaftlicher Projektarbeit von Vorteil
  • Kenntnisse in den Bereichen Zukunftsforschung, Innovationsmanagement und/oder -scouting sind von Vorteil
  • Ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit und Fähigkeit zur zielgruppengerechten Kommunikation
  • Organisations- und Planungskompetenz sowie Kreativität und Teamfähigkeit
  • Stilsichere Deutschkenntnisse auf muttersprachlichem Niveau, sehr gute Englischkenntnisse
  • Berufserfahrung wird nicht zwingend vorausgesetzt, soweit obige Kenntnisse aus Studium und Praktika oder ehrenamtlichen Tätigkeiten erworben wurden.

Bewerbungen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte und von People of Color begrüßen wir ausdrücklich. Wir bieten hohe Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitszeit und des Arbeitsorts sowie Unterstützung bei technischen Hilfsmitteln.

Gewünschter Beginn ist der 01.04.2021 - nach Absprache ist auch ein späterer Einstieg möglich.

Wir bieten eine in Anlehnung an den öffentlichen Dienst vergütete und auf 12 Monate befristete Anstellung in Vollzeit/Teilzeit (32 - 40 Stunden pro Woche). Arbeitsort ist Berlin oder Bonn - aktuell arbeiten wir aufgrund der Pandemie überwiegend mobil. Wir bieten hohe Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitszeit und der Unterstützung bei technischen Hilfsmitteln. Sie erwartet die Möglichkeit, zusammen mit einem engagierten, sympathischen Team auf wichtige gesellschaftliche Debatten und Prozesse wirksamen Einfluss zu nehmen.

Ihre Bewerbung schicken Sie uns bitte bis zum 14.03.2021 zusammen mit dem ausgefüllten Bewerbungsfrage­bogen, den Sie unter www.germanwatch.org/de/19864 im Downloadbereich abrufen können (Kontakt bei technischen Problemen: Ulrike Koll, koll@germanwatch.org). Der Bewerbungsbogen ist das zentrale Dokument und unverzichtbarer Teil Ihrer Bewerbung. Er enthält weitere wichtige Hinweise zum Bewerbungsverfahren.

Die Bewerbungsgespräche werden voraussichtlich an folgenden Terminen stattfinden (per Video):

Erste Gesprächsrunde: 19.03.2021

Zweite Gesprächsrunde (mit einer Auswahl von Bewerbenden der 1. Runde): 23.03.2021

Weitere Informationen über Germanwatch: www.germanwatch.org

Aktuell Stellenangebot Unterstützer Dateianhang

Download: Stellenanzeige [PDF; 493KB]

Download: Bewerbungsbogen [PDF; 47,5KB]

AnsprechpartnerInnen Echter NameUlrike Koll Referentin Personal und Finanzen +49 (0)228 / 60 492-18 koll@germanwatch.org

Referent_in für Landwirtschaft, Tierhaltung und Antibiotika (w/m/d)

17. Februar 2021 - 9:53
Referent_in für Landwirtschaft, Tierhaltung und Antibiotika (w/m/d) Vanessa Lippert 17.02.2021 | 09:53 Uhr 32-40 h / Woche, Arbeitsort Berlin, Beginn möglichst zum 01.04.2021

Germanwatch sucht eine Person mit Erfahrung in Analyse-, Netzwerk- und Advocacy-Arbeit im Bereich Tierhaltung, Agrarpolitik und möglichst Antibiotikaresistenzen. Germanwatch setzt sich für den Umbau der Tierhaltung ein, weg von industrialisierten Systemen mit ihren negativen Auswirkungen u.a. auf Gesundheit, Klima, biologische Vielfalt und globale Gerechtigkeit. Einer der Schwerpunkte des Germanwatch-Teams Welternährung, Landnutzung und Handel ist der übermäßige Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung. Mit Untersuchungen, Öffentlichkeits- und Advocacy-Arbeit machen wir auf dieses Problem aufmerksam und werben für Lösungsvorschläge.

Wir suchen eine Person, die mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen zu Agrarpolitik und Tierhaltung breit aufgestellt ist und politische Entwicklungen und Debatten kundig und prägnant aufarbeiten, kommunizieren und beeinflussen kann. Ein Schwerpunkt soll dabei auf der Vernetzung und gemeinsamen Kampagnenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Partner_innen auf EU-Ebene liegen. Aktivitäten, die sich auf das Thema Antibiotikaresistenzen beziehen, stehen zu Beginn der Tätigkeit - ggf. auch längerfristig - im Vordergrund. Bei Interesse und entspre­chender Eignung besteht die Perspektive, auch Leitungsaufgaben im Team zu übernehmen.

Zu Ihren Hauptaufgaben gehören:

  • Analyse politischer Prozesse mit Relevanz für Tierhaltung und Antibiotikaeinsatz und Entwicklung von Strategien für die Advocacy-, Netzwerk- und Kommunikationsarbeit
  • Advocacy-Arbeit gegenüber Europäischer Kommission, Europäischem Parlament sowie Bundesregierung und Bundestag zur Reduktion des Antbiotikaeinsatzes in der Tierhaltung, insbesondere im Rahmen der Farm to Fork-Strategie und relevanter EU-Verordnungen
  • Aufbau eines Netzwerks zivilgesellschaftlicher Akteur_innen in der EU zu Antibiotika in der Tierhaltung und Pflege entsprechender Netzwerke in Deutschland
  • Entwicklung einer (Online-) Kampagnenstrategie zum Thema, einschließlich der Identifikation geeigneter Kooperationspartner_innen
  • Verfassen von Studien (ggf. zusammen mit wissenschaftlichen Institutionen), Thesen- und Hintergrund­papieren
  • Medien- und Öffentlichkeitsarbeit (z.B. das Verfassen von Pressemitteilungen und Tweets sowie das Erstellen und Halten von Präsentationen)

Sie bringen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in den folgenden Bereichen mit:

  • Mindestens 2 Jahre relevante Berufserfahrung (inklusive relevanter Tätigkeiten in Praktika oder Ehrenamt)
  • Erfahrungen mit der Begleitung politischer Prozesse in Deutschland und/oder der EU
  • Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu verstehen, wissenschaftlich und politisch relevant aufzubereiten und verständlich zu vermitteln
  • Erfahrungen mit wissenschaftlichen Studien und Datenerhebung zu den Themen Agrarpolitik, Tierhaltung und/oder Antibiotika, möglichst mit politischem Kontext
  • Erfahrung in Aufbau und Pflege internationaler/europäischer Netzwerke
  • Sehr gute kommunikative Fähigkeiten und souveränes Auftreten gegenüber Medien, Verbänden, Wirtschaft und Politik
  • Fähigkeit zum selbstständigen, eigenverantwortlichen Arbeiten sowie zur Teamarbeit
  • Erfahrungen mit Projektanträgen und im Projektmanagement
  • Sehr gutes Deutsch und Englisch in Wort und Schrift, gerne auch weitere Fremdsprachen

Wir bieten eine in Anlehnung an den öffentlichen Dienst vergütete und zunächst auf 12 Monate befristete Anstellung in Vollzeit/Teilzeit (32 - 40 Stunden pro Woche). Eine Verlängerung der Stelle wird angestrebt. Arbeitsort ist Berlin - aktuell arbeiten wir aufgrund der Pandemie überwiegend mobil. Wir bieten hohe Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitszeit und des mobilen Arbeitsorts sowie Unterstützung bei technischen Hilfsmitteln. Sie erwartet die Möglichkeit, zusammen mit einem engagierten, sympathischen Team auf wichtige gesellschaftliche Debatten und Prozesse wirksamen Einfluss zu nehmen.

Bewerbungen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte und von People of Color begrüßen wir ausdrücklich. Wir bieten hohe Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitszeit und des Arbeitsorts sowie Unterstützung bei technischen Hilfsmitteln.

Gewünschter Beginn ist der 01.04.2021 - nach Absprache ist auch ein späterer Einstieg möglich.

Ihre Bewerbung schicken Sie uns bitte bis zum 14.03.2021 zusammen mit dem ausgefüllten Bewerbungsfragebogen, den Sie unter www.germanwatch.org/de/19862 im Downloadbereich abrufen können (Kontakt bei technischen Problemen: Judit Mays, mays@germanwatch.org). Der Bewerbungsbogen ist das zentrale Dokument und unverzichtbarer Teil Ihrer Bewerbung. Er enthält weitere wichtige Hinweise zum Bewerbungsverfahren.

Die virtuellen Bewerbungsgespräche werden voraussichtlich an folgenden Terminen stattfinden:

Erste Gesprächsrunde: 23.03.2021

Zweite Gesprächsrunde (mit einer Auswahl von Bewerbenden der 1. Runde): 25.03.2021

Weitere Informationen über Germanwatch: www.germanwatch.org

 

Aktuell Stellenangebot Unterstützer Dateianhang

Download: Stellenangebot [PDF; 75KB]

Download: Bewerbungsbogen [WORD; 51KB]

AnsprechpartnerInnen Echter NameJudit Mays Personalreferentin +49 (0)228 / 60 492-40 mays@germanwatch.org

Welche Rolle spielt das Europäische Semester für den Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft?

16. Februar 2021 - 14:32
Welche Rolle spielt das Europäische Semester für den Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft? Vanessa Lippert 16.02.2021 | 14:32 Uhr

Als Reaktion auf die Covid-19-Krise hat sich die EU auf ein historisches Konjunkturpaket in Höhe von 750 Mrd. Euro geeinigt, dessen Mittel von den EU-Mitgliedsstaaten abgerufen werden können. Um finanzielle Unterstützung zu beantragen, müssen die EU-Mitgliedsstaaten Konjunktur- und Resilienzpläne vorlegen. Diese können länderspezifische Empfehlungen berücksichtigen, die im Rahmen des Europäischen Semesters jährlich entwickelt werden, um makroökonomische Ungleichgewichte zwischen den EU-Mitgliedsstaaten zu beheben.

Das Europäische Semester beschreibt einen Prozess, bei dem die Mitgliedsstaaten ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik an gemeinsamen Zielen und Regeln ausrichten, die in einem mehrjährigen Dialog auf EU-Ebene vereinbart werden. Bei der Erfüllung der EU-Klimaziele bei gleichzeitiger Umsetzung notwendiger Wirtschaftsreformen, könnte das Europäische Semester eine sichtbare Schlüsselrolle spielen, denn es schafft vor allem Transparenz unter den Mitgliedsstaaten.

Gemeinsam mit Climate & Company und der Frankfurt School of Finance & Management haben wir dieses Policy Brief entwickelt, um Klarheit darüber zu schaffen, wie das Europäische Semester als Monitoring Instrument zur Erreichung der EU-Klimaziele eingesetzt werden und was es zur Umsetzung des EU Green Deals leisten kann.

 

Publikationstyp Policy Brief AutorInnenStefanie Berendsen (Climate & Company), the Frankfurt School of Finance & Management (Johanna Wietschel), und Audrey Mathieu (Germanwatch) Seitenanzahl4 Publikationsdatum02/2021 Themen Internationale Klimapolitik UN-Klimaverhandlungen Entwicklung & Klima

Download: Policy Brief "The European Semester’s Key Role for a Green Recovery" (auf Englisch) [PDF; 1,3 MB]

. Beteiligte Personen Echter NameAudrey Mathieu Referentin für EU-Klimapolitik +49 (0)30 / 28 88 356-63 mathieu@germanwatch.org Echter NameFranziska Marten Referentin für klimakompatible Finanzflüsse +49 (0)30 / 28 88 356-62 marten@germanwatch.org Echter NameMilena Ostrower Referentin für klimakompatible Finanzflüsse +49 (0)30 / 28 88 356-81 ostrower@germanwatch.org

„Um Klimaneutralität zu erreichen, darf der Verkehr nicht vernachlässigt werden“

16. Februar 2021 - 11:37
„Um Klimaneutralität zu erreichen, darf der Verkehr nicht vernachlässigt werden“ Vanessa Lippert 16.02.2021 | 11:37 Uhr

Das European Year of Rail 2021 soll den Fokus im Verkehrssektor von Straße und Luft weglenken und verstärkt auf den Schienenverkehr richten.

Das von der Europäischen Kommission initiierte European Year of Rail 2021 soll das Image der Eisenbahn verbessern. Im Interview spricht Dr. Manfred Treber, unser Klima- und Verkehrsreferent, mit Jasmin Cool über

Jasmin Cool: Wie denkst Du über die Initiative des European Year of Rail 2021?

Manfred Treber: Diese Initiative kommt genau richtig. Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, brauchen wir dringend eine Verkehrswende. Da die Bahn der klimafreundlichste Massenverkehrsträger ist, kann man mit der Initiative ein Signal setzen. Wir machen uns gemeinsam mit anderen europäischen Partnerorganisationen für mehr internationale Zugverbindungen und Nachtzüge stark.

Cool: Welche Rolle spielt der Schienenverkehr bei dem Ziel der EU-Kommission bis 2050 klimaneutral zu sein?

Treber: Der Verkehrssektor macht rund zwanzig Prozent der Treibhausgasemissionen aus, besonders verursacht von Straßen- und Flugverkehr. Um Klimaneutralität zu erreichen, müssen diese Emissionen drastisch sinken. Bis jetzt wurden sie gegenüber 1990 praktisch nicht vermindert, sie sind also weit entfernt vom Pfad, der das 1,5 Grad- Ziel erreicht. Die Verlagerung des europäischen Verkehrs von Straße und Luft auf Schiene ist ein Ansatz.

Cool: Wie attraktiv ist Zugfahren aktuell für die Deutschen?

Treber: Bei der Entscheidung zur Fernreise mit dem Zug ist für Konsument_innen der Preis am wichtigsten. Dieser ist gefühlt zu hoch, obwohl Bund und Städte bereits Anteile übernehmen. Der Bund muss sich für Preissenkungen, Angebotsverbesserung, Streckenausbau und -reaktivierung einsetzen. Für internationale Reisen gibt es bisher außerdem zu wenige Verbindungen und Buchungsschwierigkeiten.

Cool: Ist der Schienenverkehr in Europa eine Alternative zum Flugverkehr?

Treber: Auf vielen Strecken, wie Frankfurt-Paris, ist die Bahn eine Alternative. Fehlende grenzüberschreitende Bahnverbindungen können durch die Schließung von Infrastrukturlücken und weitere direkte Tag- und Nachtzugverbindungen geschaff en werden. Am 8. Dezember hat das Bundesverkehrsministeriums neue Nachtzugverbindungen ab Dezember 2021 angekündigt, Tagzugverbindungen jedoch nicht. Zwei Drittel der Europäer_innen unterstützen außerdem sogar ein Flugverbot für Strecken, die in zwölf Stunden Bahnfahrt bewältigt werden können.1 Klar ist: Der Schienenverkehr braucht Investitionen und klimagerechte Besteuerung seiner Wettbewerber: Kerosinsteuer, Maut, Abschaff ung der Pendlerpauschale.

Cool: Welche europäischen Länder handeln beispielhaft ?

Treber: Die Schweiz ist durch hohe Investitionen Vorreiterin, Spanien durch den EU-finanzierten Ausbau der Hochgeschwindigkeitsstrecken. 2 Im Zuge der Initiative soll das Image der Eisenbahn aufgewertet und ihre Attraktivität gesteigert werden. Dazu kann auch das Konzept TransEuropExpress 2.0 (TEE 2.0) des Bundesverkehrsministeriums beitragen, mit dessen Linien jeweils mindestens drei EULänder mit täglich verkehrenden Hochgeschwindigkeitsund Nachtzügen verbunden werden sollen. Ich habe hier einen weiteren Streckenvorschlag eingebracht, der gute Aussichten hat. Das Konzept kann neue Perspektiven für den europäischen Tourismus eröff nen sowie Alternativen zum Flugzeug schaff en. Ideal wäre ein Vorlaufbetrieb des TEE 2.0 und ein europäisches Buchungssystem zum Ende des European Year of Rail im Dezember 2021 als Aufbruchssignal für einen neuen grenzüberschreitenden Schienenverkehr.

Dieses Interview wurde zuerst im Germanwatch Mitgliedsmagazin EINBLICK 2020|4 veröffentlicht.

Publikationstyp Interview Publikationsdatum12/2020 Themen Deutsche und Europäische Klimapolitik Deutsche Klimapolitik . Beteiligte Personen Echter NameDr. Manfred Treber Klima- und Verkehrsreferent +49 (0)228 / 60 492-14 treber@germanwatch.org

Kommt die Renaissance des europäischen Bahnverkehrs?

15. Februar 2021 - 9:00
Kommt die Renaissance des europäischen Bahnverkehrs? Janina Longwitz 15.02.2021 | 09:00 Uhr Was Deutschland jetzt tun sollte

Für die EU ist die Verlagerung des Luft- und Straßenverkehrs auf die Schiene ein wichtiger Hebel zur Erreichung ihrer Klimaziele. Allerdings ist die Bahn über Jahrzehnte hinweg eher stiefmütterlich behandelt worden. Es wurde zu wenig investiert, gleichzeitig sind viele internationale Verbindungen eingestellt worden. Im Ergebnis gleicht Europa heute eher einem Flickenteppich aus nationalen Netzen als einem geeinten Kontinent. Europa braucht schnellere und häufigere Direktverbindung zwischen Metropolen, ein Nachtzugnetz für größere Distanzen, einfache Buchungsmöglichkeiten, eine Ankunftsgarantie bei Auslandsreisen sowie faire Preise. Kurzum: Wir brauchen ein attraktives und wahrhaft europäisches Bahnsystem.

Das Europäische Jahr der Schiene 2021 sollte zum Wendepunkt werden, um dem europäischen Bahnverkehr zu einer Renaissance zu verhelfen. Deutschland kommt dabei sowohl aufgrund seiner geographischen Lage als auch seiner Größe eine Schlüsselrolle zu. Vor diesem Hintergrund sollte die Bundesregierung die folgenden Schritte ergreifen:

  1. Zielfahrplan Europatakt entwickeln: Der Deutschlandtakt und die Idee einer Wiederbelebung des Trans-Europ-Expresses sind wichtige Schritte hin zu einem europäischeren Bahnnetz. Ein echter Europatakt braucht allerdings weitere Langläufer-Strecken mit Tag- und Nachtzügen, aber auch kürzere Verbindungen im Stundentakt sowie eine gut vertaktete Anbindung an den Regionalverkehr. Deutschland sollte hier zur treibenden Kraft in Europa werden.
  2. Verantwortung für internationale Verbindungen übernehmen: Züge grenzüberschreitend fahren zu lassen ist mit höheren Kosten und mehr Aufwand verbunden als der Betrieb rein nationaler Verbindungen. Fast alle EU-Mitgliedsstaaten schließen Verkehrsverträge mit Bahnunternehmen ab, um Angebote auf der Schiene zu garantieren, auch wenn sie nicht attraktiv sind. Das ist hierzulande immer noch nicht möglich: Deutschland ist das einzige EU-Land ohne nationalen Aufgabenträger für den Fernverkehr.
  3. Die Kosten für die Verkehrswende fair verteilen: Die Bahn hat im Wettbewerb mit anderen Verkehrsträgern nur dann eine Chance, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Solange sich an der Grundstruktur nichts ändert, sind alle anderen Maßnahmen nicht mehr als Nothilfen. Seit Jahrzehnten wird die Bahn in Deutschland benachteiligt – sowohl steuerlich als auch bei der Zuteilung von Infrastrukturgeldern. Um mehr Anreize für den Betrieb internationaler Verbindungen zu schaffen, müssen die Trassenpreise in Deutschland auf die Höhe der direkten Kosten begrenzt werden.
  4. Nadelöhre in der Infrastruktur ausbauen: Um Kapazitäten für mehr europäische Verbindungen zu schaffen, muss der Bund in den kommenden Jahren deutlich mehr Gelder als bisher für die Schiene bereitstellen. Insbesondere müssen Elektrifizierungslücken an Grenzen geschlossen, die Umstellung auf das europäische Signalsystem beschleunigt und die Ausbaumaßnahmen für den Deutschlandtakt umgesetzt werden.
  5. Eine Investitionsinitiative ‚Züge für Europa‘ starten: Um international fahren zu können, müssen Züge interoperabel, d. h. mit mehreren Signal- und Stromsystemen ausgestattet sein. Weil dies mit entsprechenden Mehrkosten verbunden ist, könnte Deutschland einen staatlich geförderten Fahrzeugpool aufbauen, oder den Kauf von interoperablen Zügen und Nachtzügen bezuschussen.
  6. Daten für den europaweiten Fahrkartenverkauf verfügbar machen: Europaweite Verbindungen müssen einfach und reibungslos buchbar sein. Deshalb müssen Bahnunternehmen dazu verpflichtet werden, Echtzeit-Daten und Fahrkarten-Daten offen zu teilen.
Publikationstyp Papier Themen Klima Deutsche und Europäische Klimapolitik Deutsche Klimapolitik Europäische Klimapolitik

Download: Für die Renaissance des europäischen Bahnverkehrs [PDF; 4,3 KB]

. Beteiligte Personen Echter NameLena Donat Referentin für klimafreundliche Mobilität +49 (0)30 / 28 88 356-73 donat@germanwatch.org

Lieferkettengesetz: Germanwatch fordert Nachbesserungen im Bundestag - Regulierung auf EU-Ebene muss stärker werden

12. Februar 2021 - 12:26
Lieferkettengesetz: Germanwatch fordert Nachbesserungen im Bundestag - Regulierung auf EU-Ebene muss stärker werden Stefan Küper 12.02.2021 | 12:26 Uhr Erster Schritt für besseren Schutz der Menschenrechte – aber Kritik an nur anlassbezogener Überprüfung in tiefergehender Lieferkette und Beschränkung auf große Konzerne

Berlin (12. Feb. 2021). Die Einigung auf die Ausgestaltung des Lieferkettengesetzes nach monatelangen, zähen Verhandlungen trifft bei der Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisation Germanwatch auf ein geteiltes Echo. „Diese Einigung auf ein Gesetz ist ein wichtiger erster Schritt, um Menschenrechte in den Lieferketten deutscher Unternehmen zu stärken. Aber für wirkungsvollen Schutz vor Menschenrechtsverletzungen ist er noch zu klein“, sagt Cornelia Heydenreich, Leiterin des Teams Unternehmensverantwortung bei Germanwatch. „Der Bundestag muss beim Gesetzentwurf dringend nachbessern: Im Gesetz muss klargestellt werden, dass Unternehmen aktiv menschenrechtliche Risiken in ihrer gesamten Lieferkette ermitteln und beseitigen müssen und nicht erst auf einen Anlass warten dürfen. Ansonsten greift das Gesetz den Grundgedanken der UN-Leitprinzipien nicht ausreichend auf. Das Gesetz muss zudem unbedingt auf mehr Unternehmen ausgeweitet werden und auch Umweltstandards einbeziehen.“

Gegen den Widerstand von Bundeswirtschaftsminister Altmaier ist es leider nicht gelungen, auch eine zivilrechtliche Haftungsregelung durchzusetzen, allerdings schlagen die drei Minister eine sogenannte Prozessstandschaft vor, nach der Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften für Betroffene klagen können. Heydenreich: „Wir bedauern, dass der Kompromissentwurf keine Haftungsregelung enthält. Die angekündigte Prozessstandschaft ist eine innovative Idee, die nun im Detail geprüft werden muss. Für das anstehende Gesetzgebungsverfahren auf EU-Ebene sollte weiterhin eine zivilrechtliche Haftungsregelung vorgesehen werden.“ EU-Justizkommissar Reynders will im Frühjahr den Entwurf für ein Lieferkettengesetz vorlegen. Angekündigt hatte er dafür auch eine Haftungsvorschrift. Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments hatte Ende Januar fast einstimmig für einen starken Gesetzentwurf mit Haftung gestimmt.

Germanwatch setzt sich seit langem für ein wirksames Lieferkettengesetz ein und ist Teil der Initiative Lieferkettengesetz, in der sich bereits mehr als 120 Organisationen zusammengeschlossen haben.

Themen Unternehmensverantwortung Beschwerdemechanismen – Rechte für Betroffene Umsetzung von UN-Instrumenten AnsprechpartnerInnen Echter NameCornelia Heydenreich Teamleiterin Unternehmensverantwortung +49 (0)30 / 28 88 356-4 heydenreich@germanwatch.org Echter NameStefan Küper Pressesprecher +49 (0)228 / 60 492-23, +49 (0)151 / 252 110 72 presse@germanwatch.org

Offener Brief an Minister Winfried Hermann: Kein Einsatz von synthetischen Kraftstoffen im Straßenverkehr

11. Februar 2021 - 11:16
Offener Brief an Minister Winfried Hermann: Kein Einsatz von synthetischen Kraftstoffen im Straßenverkehr Vanessa Lippert 11.02.2021 | 11:16 Uhr

Klimafreundlich hergestellte synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) werden extrem knappe und teure Energieträger sein, welche mit hohen Umwandlungsverlusten bei der Erzeugung einhergehen. Ihre Nutzung muss daher auf die Anwendungen begrenzt werden, in denen eine direkte Elektrifizierung absehbar nicht möglich ist. Dazu gehören im Verkehrsbereich der Flug- und Schiffsverkehr auf der Langstrecke sowie Teile des Straßengüterverkehrs. Der Einsatz von E-Fuels im Straßenverkehr gefährdet die Verkehrswende.

Die Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors müssen schnell und drastisch reduziert werden. Dies kann im Straßenverkehr am besten durch eine massive Reduktion des motorisierten Individualverkehrs, einen zeitnahen Zulassungsstopp für Verbrennungsmotoren bei Pkw und den Infrastrukturausbau für die batteriebetriebene Elektromobilität gelingen.

Publikationstyp Offener Brief Themen Deutsche und Europäische Klimapolitik Deutsche Klimapolitik

Download: Offener Brief "Kein Einsatz von synthetischen Kraftstoffen im Straßenverkehr" [PDF; 732KB]

. Beteiligte Personen Echter NameLena Donat Referentin für klimafreundliche Mobilität +49 (0)30 / 28 88 356-73 donat@germanwatch.org Echter NameOldag Caspar Teamleiter Deutsche und Europäische Klimapolitik +49 (0)30 / 28 88 356-85 caspar@germanwatch.org

Klimaschutz vor dem Bundesverfassungsgericht: Klägerinnen und Kläger fordern Klimaschutzgesetz, das ihre Grundrechte schützt

10. Februar 2021 - 19:20
Klimaschutz vor dem Bundesverfassungsgericht: Klägerinnen und Kläger fordern Klimaschutzgesetz, das ihre Grundrechte schützt Caroline Schroeder 10.02.2021 | 19:20 Uhr Kinder und junge Erwachsene aus Deutschland sowie Menschen aus Nepal und Bangladesch reichen Erwiderung zu Stellungnahmen von Bundesregierung und Bundestag ein/ Mit ihren Verfassungsbeschwerden fordern sie von der Bundesregierung wirksame Klimaschutzmaßnahmen zur Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5 Grad – nur so seien ihre Grundrechte geschützt/ Organisationen Deutsche Umwelthilfe, Germanwatch, Greenpeace und Protect the Planet unterstützen sie dabei.

Gemeinsame Pressemitteilung von Germanwatch, Greenpeace, Protect the Planet und Deutsche Umwelthilfe

Berlin (10.2.2021). In den drei Verfassungsbeschwerden gegen das deutsche Klimaschutzgesetz haben heute die Klägerinnen und Kläger ihre Erwiderungen zu den Stellungnahmen von Bundesregierung und Bundestag beim Verfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht. Die Kinder und jungen Erwachsenen aus Deutschland und Menschen aus Nepal und Bangladesch verleihen darin ihrer Kritik Nachdruck, dass die Ziele und Maßnahmen des 2019 verabschiedeten Klimaschutzgesetzes nicht ausreichen, um ihre Grundrechte auf Leben und körperliche Unversehrtheit, auf Berufsfreiheit und Eigentum effektiv vor den Folgen der Klimakrise zu schützen sowie die Verpflichtungen aus dem Pariser Klima-Abkommen zu erfüllen. Angesichts der fortschreitenden Klimakrise bitten sie das Bundesverfassungsgericht, zeitnah in die Prüfung ihrer Verfassungsbeschwerden einzusteigen und zu entscheiden, ob das Klimaschutzgesetz verfassungsgemäß ist.

Erst vergangene Woche hatte in Frankreich ein Bündnis aus Umweltschutzorganisationen vor Gericht einen historischen Sieg erzielt. Das Pariser Verwaltungsgericht urteilte, dass die unzureichende Klimapolitik des französischen Staats rechtswidrig ist. Das Gericht wird nun entscheiden, ob es den französischen Staat anweist, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um den Ausstoß klimaschädlicher Gase zu reduzieren.

Vertreten werden die Klägerinnen und Kläger der deutschen Verfassungsbeschwerden von den Rechtsanwälten Roda Verheyen und Remo Klinger. Dazu Roda Verheyen: „Bundesregierung und Bundestag sind wichtige Antworten schuldig geblieben. Das eigene Bekenntnis zu den Erkenntnissen des Weltklimarats und damit einer maximalen Temperaturerhöhung von 1,5 Grad steht im Widerspruch zum Klimaschutzgesetz. Gerichte in den Niederlanden und Frankreich haben es schon deutlich gesagt: Es gibt Schutzpflichten und jeder Staat muss seinen Anteil leisten. Das Verfassungsgericht hat es jetzt in der Hand und muss dem deutschen Gesetzgeber Leitplanken für effektiven Klimaschutz vorgeben.”

Auch Remo Klinger betont: „Es gibt ein Grundrecht auf ein ökologisches Existenzminimum. Klimaschutz ist deshalb Grundrechtsschutz. Jeder Tag ohne ausreichenden Klimaschutz ist ein verlorener Tag.“

Beschwerdeführer Lüke Recktenwald geht es vor allem um die Zukunft auf seiner Heimatinsel Langeoog: „Ich lebe in vierter Generation auf der Insel. Ich möchte die Möglichkeit haben, wie meine Eltern auf der Insel zu leben und zu arbeiten. Die Bundesregierung muss dringend handeln, um unsere Grundrechte heute und in Zukunft zu schützen.“

Yi Yi Prue, Rechtsanwältin und Beschwerdeführerin aus Bangladesch ergänzt: „Erst im Mai 2020 hat der Super-Zyklon Amphan in Bangladesch und Indien viele Menschen das Leben gekostet und katastrophale Schäden verursacht. Betroffen waren auch einige der Klägerinnen und Kläger, mit denen ich gemeinsam die Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht eingereicht habe. Wir sind jetzt von der Klimakrise betroffen, deshalb müssen vor allem die Industriestaaten wie Deutschland jetzt etwas dagegen tun, um weitere Katastrophen zu verhindern.“

Linus Steinmetz ist Beschwerdeführer und bei Fridays for Future aktiv: „Meine Generation geht seit Monaten für mehr Klimaschutz auf die Straße. Die Regierung unter Angela Merkel schafft bisher trotzdem kaum mehr als leere Versprechen in Sonntagsreden. Wenn die Bundesregierung von sich aus nicht in der Lage ist, konsequenten Klimaschutz umzusetzen, muss sie gerichtlich dazu verpflichtet werden.“

Die Deutsche Umwelthilfe unterstützt die beiden Verfassungsbeschwerden von 15 Betroffenen aus Bangladesch und Nepal sowie von 10 Kindern und jungen Erwachsenen aus Deutschland. Die dritte Verfassungsbeschwerde von neun jungen Erwachsenen, unter anderem der Mitbegründerin der deutschen Fridays For Future Bewegung, Luisa Neubauer, wird von Germanwatch, Greenpeace und Protect the Planet unterstützt.
 

Hintergrund – Was ist bisher passiert?

10.01.2020: Einreichung der zwei von der DUH unterstützten Beschwerden beim Bundesverfassungsgericht (AZ: 1 BvR 78/20 und 1 BvR 96/20).

12.02.2020: Einreichung der von Germanwatch, Greenpeace und Protect the Planet unterstützten Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht (AZ: 1 BvR 288/20).

22.05.2020: Bundesverfassungsgericht fordert Bundestag, Bundesrat, Bundeskanzleramt, Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat, Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz und alle Länderregierungen zu Stellungnahmen auf.

Ende Oktober 2020: Eingang Stellungnahmen des Deutschen Bundestags und der Bundesregierung.

01.02.2021: Einreichung der Erwiderung der Beschwerdeführerinnen und Beschwerdeführer, die von der DUH unterstützt werden.

10.02.2021: Einreichung der Erwiderung der Beschwerdeführerinnen und Beschwerdeführer, die von Germanwatch, Greenpeace und Protect the Planet unterstützt werden.

Links:

 

Kontakt:

Germanwatch:
Caroline Schroeder, Referentin für Klimaklage-Kommunikation: 0160-98042898, schroeder@germanwatch.org
Stefan Küper, Pressesprecher: 0151-252 110 72, presse@germanwatch.org

Greenpeace:
Lisa Göldner, Klima-Expertin: 0151-11633674, lisa.goeldner@greenpeace.org
Michelle Bayona, Pressesprecherin: 0171-8780830, michelle.bayona@greenpeace.org

Deutsche Umwelthilfe:
Matthias Walter, Marlen Bachmann, Thomas Grafe: 030 2400867-20, presse@duh.de

Protect the Planet:
Markus Raschke, Projektmanager, markus.raschke@protect-the-planet.de

 

 

Erwiderung der 9 Kläger*innen aus Deutschland (PDF; 210KB)

Erwiderung der 10 Kläger*innen aus Deutschland und 15 Kläger*innen aus Nepal und Bangladesch (PDF; 423 KB)

Themen Deutsche und Europäische Klimapolitik AnsprechpartnerInnen Echter NameCaroline Schroeder Referentin für Klimaklage-Kommunikation +49 (0)30 / 28 88 356-985 schroeder@germanwatch.org Echter NameStefan Küper Pressesprecher +49 (0)228 / 60 492-23, +49 (0)151 / 252 110 72 presse@germanwatch.org Echter NameChristoph Bals Politischer Geschäftsführer +49 (0)228 / 60 492-34 bals@germanwatch.org

Offener Brief an Minister Altmaier: Grüner Wasserstoff muss verantwortungsvoll eingesetzt werden

10. Februar 2021 - 10:50
Offener Brief an Minister Altmaier: Grüner Wasserstoff muss verantwortungsvoll eingesetzt werden Vanessa Lippert 10.02.2021 | 10:50 Uhr

Um bis spätestens 2050 Klimaneutralität zu erreichen, brauchen wir grünen Wasserstoff, der mithilfe von erneuerbarem Strom aus Wasser produziert wird. Doch wie können dieser notwendige schnelle Hochlauf des nationalen und internationalen Wasserstoffmarktes und die intelligente Integration des Energieträgers und industriellen Rohstoffs Wasserstoff in das Energiesystem gelingen? 

In dem wir verantwortungsvoll mit der vorerst begrenzten Ressource umgehen und Wasserstoff prioritär in jenen Sektoren einsetzen, für die alternative Dekarbonisierungsoptionen nicht zur Verfügung stehen – der Wärmesektor zählt hier auf absehbare Zeit nicht dazu, finden Germanwatch, DNR, BUND, DUH, E3G, NABU und WWF und wenden sich in einem gemeinsamen Brief an Bundeswirtschaftsminister Altmaier.

Publikationstyp Offener Brief Themen Deutsche und Europäische Klimapolitik Deutsche Klimapolitik

Download: Offener Brief "Grüner Wasserstoff muss verantwortungsvoll eingesetzt werden" [PDF; 714KB]

. Beteiligte Personen Echter NameAndrea Wiesholzer Referentin - Netze für die Energiewende +49 (0)30 / 28 88 356-988 wiesholzer@germanwatch.org Echter NameOldag Caspar Teamleiter Deutsche und Europäische Klimapolitik +49 (0)30 / 28 88 356-85 caspar@germanwatch.org

Stellenangebot: Personalsachbearbeiter_in (w/m/d)

10. Februar 2021 - 9:52
Stellenangebot: Personalsachbearbeiter_in (w/m/d) Vanessa Lippert 10.02.2021 | 09:52 Uhr 20-40 h / Woche, Arbeitsort Bonn, Beginn möglichst zum 1.4.2021

Germanwatch ist eine international tätige Umwelt-, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisation mit Büros in Bonn und Berlin. Wir suchen eine Person mit Erfahrung in und Freude an der administrativen Bearbeitung von Personalangelegenheiten im Bereich der Einstellungsverfahren und Verwaltungsvorgänge während der Beschäftigungsverhältnisse bis hin zu deren Abschluss. Die Stelle ist im Germanwatch-Team Finanzen und Verwaltung angesiedelt.

Zu Ihren Hauptaufgaben gehören:

  • Bewerbungsmanagement inkl. Erstellen und Veröffentlichen von Ausschreibungsunterlagen, Begleitung und administrativen Abwicklung von Stellenbesetzungsverfahren, Begleitung des Arbeitsbeginns und Ausscheidens von Beschäftigten
  • Unterschriftsreife Vorbereitung von arbeitsvertraglichen Dokumenten und Bescheinigungen
  • Bearbeitung von Vorgängen aus den Bereichen Urlaub, Mutterschutz, Elternzeit, Bildungsurlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, betriebliche Altersversorgung
  • Pflege von Personalakten
  • Erstellung von Statistiken, Auswertungen und Meldungen
  • Mitarbeit bei der Optimierung inkl. Digitalisierung unserer Arbeitsprozesse im Personalwesen

Nach Absprache ist die Eingrenzung des Aufgabenspektrums auf einen Teil der obigen Tätigkeiten möglich.

Sie bringen Qualifikationen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in den folgenden Bereichen mit:

  • Abgeschlossene kaufmännische oder personalwirtschaftliche Ausbildung (z.B. Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation / Büromanagement oder Verwaltungsfachwirt_in) oder vergleichbare Kenntnisse
  • Möglichst Berufserfahrung im Personalwesen oder Zusatzqualifikation im Personalbereich
  • Gute Fachkenntnisse im Tarifrecht des öffentlichen Dienstes, im Arbeits- und Sozialversicherungsrecht sowie im Datenschutz
  • Sicherer Umgang mit MS Office, insbesondere Excel
  • Sehr gute Deutschkenntnisse, möglichst gute Englischkenntnisse
  • Kommunikationsstärke, strukturierte und gewissenhafte Arbeitsweise, Diskretion, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit

Bewerbungen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte und von People of Color begrüßen wir ausdrücklich. Wir bieten hohe Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitszeit und Unterstützung bei technischen Hilfsmitteln.

Gewünschter Beginn ist der 1.4.2021 - nach Absprache ist auch ein späterer Einstieg möglich.

Wir bieten eine in Anlehnung an den öffentlichen Dienst (bis zu Entgeltgruppe 9b TVÖD) vergütete und zunächst auf 2 Jahre befristete Anstellung in Voll- oder Teilzeit (20-40 Stunden pro Woche). Eine Verlängerung und Aufstockung der Stelle wird angestrebt. Arbeitsort ist Bonn - aktuell arbeiten wir aufgrund der Pandemie überwiegend mobil.

Ihre Bewerbung schicken Sie uns bitte bis zum 08.03.2021 zusammen mit dem ausgefüllten Bewerbungsfrage­bogen, den Sie unter www.germanwatch.org/de/19861 im Downloadbereich abrufen können (Kontakt bei technischen Problemen: Ulrike Koll, koll@germanwatch.org). Der Bewerbungsbogen ist das zentrale Dokument und unverzichtbarer Teil Ihrer Bewerbung. Er enthält weitere wichtige Hinweise zum Bewerbungsverfahren.

Die Bewerbungsgespräche werden voraussichtlich an folgenden Terminen stattfinden (per Video):

Erste Gesprächsrunde: 24.03.2021

Zweite Gesprächsrunde (mit einer Auswahl von Bewerbenden der 1. Runde): 29.03.2021

Weitere Informationen über Germanwatch: www.germanwatch.org

 

Aktuell Stellenangebot Unterstützer Dateianhang

Download: Stellenangebot [PDF; 325KB]

Download: Bewerbungsbogen [WORD; 47KB]

AnsprechpartnerInnen Echter NameJudit Mays Personalreferentin +49 (0)228 / 60 492-40 mays@germanwatch.org

Warum umweltbezogene Sorgfaltspflichten in Rohstofflieferketten wichtig sind: der Fall von Cerro Matoso, Kolumbien

8. Februar 2021 - 10:30
Warum umweltbezogene Sorgfaltspflichten in Rohstofflieferketten wichtig sind: der Fall von Cerro Matoso, Kolumbien Vanessa Lippert 08.02.2021 | 10:30 Uhr

Im letzten Jahr hat die deutsche Regierung heftig und kontrovers über die Einführung und Ausgestaltung eines Lieferkettengesetzes diskutiert. Umweltbezogene Belange unternehmerischer Sorgfaltspflicht wurden hierbei jedoch nur stiefmütterlich adressiert. Auf europäischer Ebene wird die Debatte hingegen bereits deutlich progressiver geführt. Der Rechtsausschuss des Europaparlaments empfahl am 27. Januar explizit die Aufnahme von eigenständigen umweltbezogenen Sorgfaltspflichten in einem zukünftigen europäischen Lieferkettengesetz.

Eine umweltbezogene Sorgfaltspflicht hätte nicht nur das Potenzial, den Umweltschutz entlang globaler Wertschöpfungsketten zu verbessern, sondern kann, wie die vorliegende Fallstudie aus Kolumbien zeigt, auch ein geeigneter Ansatz zur Prävention von Menschenrechtsverletzungen sein. Zudem ist es oft kompliziert, Unternehmen für solche Menschenrechtsverletzungen (wie z.B. Gesundheitsschäden) verantwortlich zu machen, die aus schleichenden und von Unternehmen verursachten Umweltverschmutzungen resultieren.

Zukünftige Ansätze zur Verankerung einer umweltbezogenen Sorgfaltspflicht, sollten diese Herausforderungen adressieren, indem sie Anforderungen für ein risikobasiertes Umweltmanagement entlang von Lieferketten definieren. Unsere Studie will durch die Analyse eines konkreten Falles und durch die Perspektive einer kolumbianischen zivilgesellschaftlichen Gruppe einen wichtigen Beitrag zur weiteren Konkretisierung der Debatte leisten. Die Studie wurde gemeinsam mit Pensamiento y Acción Social, einer kolumbianischen Nichtregierungsorganisation, erarbeitet.

Über die Studie:

Das kolumbianische Abbauprojekt Cerro Matoso befindet sich im Süden des Departements Córdoba. Die Region hat mitunter unter den weitreichendsten Menschenrechtsverletzungen während des internen bewaffneten Konflikts in Kolumbien gelitten. Die lokalen Gemeinden beschuldigen die Konzerne BHP und South 32 (welches sich 2015 von BHP abgespalten hat), zur Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen beigetragen zu haben. In der Mine wurden jahrzehntelang keine angemessenen Umweltschutzmaßnahmen ergriffen, was zu einer Verschmutzung von Wasser, Boden und Luft mit Giftstoffen führte, mit verheerenden Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung. Die Umweltregulierung und ihre Durchsetzung sind in der vom Konflikt geprägten Region schwach.

Wie der vorliegende Fall zeigt, sind sowohl die aktuellen Regulierungen in Kolumbien als auch die Sorgfaltspflichtmaßnahmen der Unternehmen unzureichend, um Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden im Zusammenhang mit Bergbauaktivitäten und Rohstofflieferketten angemessen anzugehen. Eine umweltbezogene Sorgfaltspflicht hätten, wenn frühzeitig angewandt, schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen möglicherweise verhindern können.

Die Studie verweist auf die Schwierigkeit, Unternehmen für solche Gesundheitsschäden in Verantwortung zu ziehen, die in Zusammenhang mit den von ihnen verursachten Umweltverschmutzungen stehen. Der Fall Cerro Matoso wurde vor dem Verfassungsgericht Kolumbiens verhandelt. Hier kam es zu widersprüchlichen Bewertungen über das Ursache-Wirkungs-Verhältnis zwischen menschlicher Gesundheit, Umweltschädigung und Bergbauaktivitäten. Aufgrund der Schwierigkeit die Gesundheitsschäden in klaren Zusammenhang zu vergangenen unternehmerischen Tätigkeiten zu stellen, wurden die anfänglich gerichtlich angeordneten Kompensationszahlungen nachträglich annulliert. Darüber hinaus waren die Umweltauflagen so unspezifisch, dass eine Verurteilung auf Grundlage von Umweltverschmutzung nicht möglich war.

Präventiver Umweltschutz hätte schwerwiegende Menschrechtsverletzungen im vorliegenden Fallbeispiel möglicherweise verhindert. Ein entsprechender umweltbezogener Ansatz sollte daher auch in unternehmerischen Sorgfaltspflichten verankert werden. Wichtig ist es, eine umweltbezogene Sorgfaltspflicht so auszugestalten, dass sie unternehmerische Handlungspflichten entlang von Wertschöpfungsketten für den Umweltbereich definiert. Für Unternehmen wäre hieraus ablesbar, welche Maßnahmen und Verantwortung sie zum Schutz der Umwelt entlang ihrer Lieferkette ergreifen müssen. Im Schadensfall wäre es so möglich, die Verantwortung von Unternehmen in Relation zur Missachtung oder mangelnden Umsetzung umweltbezogener Sorgfaltspflichten zu ermitteln. Eine umweltbezogene Sorgfalt hätte gegenüber dem rein menschrechtlichen Ansatz den Vorteil, dass auf komplizierte Verfahren zur Ermittlung von Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen Unternehmenstätigkeit, Umweltschädigung und Gesundheitsauswirkung verzichtet werden könnte.

Publikationstyp Studie AutorInnenPensamiento y Acción Social – PAS / Rebecca Heinz, Johanna Sydow Seitenanzahl22 Publikationsdatum02/2021 Themen Unternehmensverantwortung Ressourcenpolitik

Download: Why environmental due diligence matters in minerals supply chain : the case of Cerro Mataso, Colombia [PDF; 3,9MB]

. Beteiligte Personen Echter NameRebecca Heinz Referentin für Ressourcenpolitik +49 (0)228 / 60 492-54 heinz@germanwatch.org Echter NameJohanna Sydow Referentin für Ressourcenpolitik und IT-Branche +49 (0)30 / 28 88 356-91 sydow@germanwatch.org

Warum umweltbezogene Sorgfaltspflichten in Rohstofflieferketten wichtig sind: der Fall der geplanten Llurimagua-Kupfermine, Ecuador

8. Februar 2021 - 10:30
Warum umweltbezogene Sorgfaltspflichten in Rohstofflieferketten wichtig sind: der Fall der geplanten Llurimagua-Kupfermine, Ecuador Vanessa Lippert 08.02.2021 | 10:30 Uhr

Bis heute ist die umweltbezogene Sorgfaltspflicht kaum in die Gesetzgebung integriert und sie ist noch nicht so konkret wie die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte in Bezug auf die menschenrechtliche Verantwortung von Unternehmen. Die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht erfasst die Umweltzerstörung, wenn sie direkt mit einer Menschenrechtsverletzung verbunden ist, wie z.B. bei der Freisetzung von Giftstoffen, die direkt zum Tod oder zu gesundheitlichen Problemen führt. Es ist jedoch klar, dass ohne eine Umweltdimension in der Sorgfaltspflichtgesetzgebung 1) die Zerstörung der Biodiversität, des Klimas und andere Umweltschäden, die nicht direkt zu Menschenrechtsverletzungen führen, und 2) die Zerstörung, die sich kumulativ aufaddiert und langfristig zu Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen führt, sehr schwer in den Griff zu bekommen sein werden. Die Debatte um die umweltbezogene Sorgfaltspflicht ist derzeit von besonderer Relevanz, da derzeit mehrere neue horizontale Sorgfaltspflichtgesetze u.a. von der Europäischen Union entworfen werden. Bei dieser geplanten Gesetzgebung soll es sich um eine menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichtgesetzgebung handeln. Wie diese Studie zeigen wird, ist die Einbeziehung der umweltbezogenen Sorgfaltspflicht ein entscheidender Schritt, um Umweltkatastrophen und einen weiteren Verlust der Biodiversität zu verhindern. Darüber hinaus werden einige wichtige Aspekte hervorgehoben, die bei der Weiterentwicklung des Konzepts der umweltbezogenen Sorgfaltspflicht berücksichtigt werden müssen.

Der Fall der geplanten Kupfermine LLurimagua

Diese Studie veranschaulicht den Fall eines potentiellen Kupferbergbauprojekts Llurimagua in der Zone Intag in Ecuador, die in einem Nebelwald liegt, der sich durch hohe Niederschläge und eine hohe Biodiversität auszeichnet. Sie legt die Geschichte der Bergbauunternehmen in der Region dar und zeigt anhand verschiedener wissenschaftlicher Studien die enormen Umweltauswirkungen auf, die ein Bergbaubetrieb haben würde. Es ist in dieser Hinsicht ein interessanter Fall, da die möglichen Auswirkungen durch eine unabhängige Umweltverträglichkeitsprüfung des japanischen Staates gut dokumentiert sind. Der Hauptautor Carlos Zorilla arbeitet für die NGO Decoin und engagiert sich seit 26 Jahren im Kampf gegen den Bergbau in Intag, um die einzigartige Natur in diesem Gebiet zu schützen.  Er trug auch zur Gründung von Initiativen und Unternehmen bei, die alternative wirtschaftliche Einkommen zum Bergbau bieten und sammelte viel Wissen über die Prozesse rund um den Start von Minen und deren Auswirkungen auf die Umwelt, mit dem er zu diesem Papier beiträgt. Neben der Veranschaulichung des Falles skizziert Carlos Zorilla verschiedene umweltbezogene rote Linien sowie spezifische detaillierte Kriterien, die im Rahmen der Umwelt-Due-Diligence bewertet werden sollten. Diese Bewertung kann auch bedeuten, dass bestimmte Regionen zu "No-Go-Zonen" erklärt werden müssen. Alles in allem zeigt diese Fallstudie, warum es so wichtig ist, die umweltbezogene Sorgfaltspflicht in den Rahmen der Sorgfaltspflichtengesetzgebungen einzubeziehen und welche Aspekte bei der Umsetzung in der Praxis zu beachten sind.

Publikationstyp Studie AutorInnenCarlos Zorilla (Decoin) / Johanna Sydow (Germanwatch e.V.) Seitenanzahl28 Publikationsdatum02/2021 Themen Unternehmensverantwortung Ressourcenpolitik

Download: Why environmental due diligence matters in mineral supply chain : the case of the planned LLurimagua copper mine, Ecuador [PDF; 2,7MB]

. Beteiligte Personen Echter NameJohanna Sydow Referentin für Ressourcenpolitik und IT-Branche +49 (0)30 / 28 88 356-91 sydow@germanwatch.org

Kanzlerin Merkel muss Versprechen umsetzen und gemeinsam mit Premier Johnson internationale Klimafinanzierung anschieben

6. Februar 2021 - 11:09
Kanzlerin Merkel muss Versprechen umsetzen und gemeinsam mit Premier Johnson internationale Klimafinanzierung anschieben Stefan Küper 06.02.2021 | 11:09 Uhr Merkel-Johnson-Gespräch am Montag: Neuer Prozess zur Erhöhung der Klima-Finanzhilfen an arme Länder muss von Deutschland und Großbritannien gestartet werden / 100 Milliarden-Dollar-Ziel ist 2020 offenbar verfehlt worden

Bonn/Berlin (6. Feb. 2021). Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch erwartet für das am Montag stattfindende Gespräch zwischen Bundeskanzlerin Merkel und dem britischen Premierminister Johnson eine Vereinbarung, wie die beiden Regierungschefs den internationalen Prozess zur Erhöhung der künftigen Klimafinanzierung gemeinsam umsetzen wollen. Kanzlerin Merkel hatte im Rahmen des jüngsten Klimagipfels am 12. Dezember angekündigt, dass sie sich für einen solchen Prozess einsetzen werde. „Wir erleben immer wieder, wie groß die Erwartungshaltung in der internationalen Gemeinschaft ist, dass Kanzlerin Merkel ihre Ankündigung zum internationalen Prozess für die Klimafinanzierung nun umsetzt. Premier Johnson hat bereits eine ambitionierte Erhöhung der Klimafinanzierung Großbritanniens bis 2025 angekündigt und er ist Gastgeber des nächsten UN-Klimagipfels und des G7-Gipfels. Er wäre daher der ideale Partner für den Start eines solchen Prozesses“, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.

Anstieg der deutschen Klimafinanzierung auf Verdopplung bis 2025 wäre guter Beitrag
Projektionen zeigen, dass das für 2020 vorgesehene 100 Milliarden-Dollar-Ziel offenbar verfehlt worden ist. Diese Summe hatten die Industrienationen bereits 2009 armen Ländern zur Unterstützung ihrer Maßnahmen für Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels zugesagt – und zwar ab 2020 jedes Jahr. Die bisherige Klimafinanzierung reicht nicht aus, um dieses 2015 nochmal bestätigte Ziel zu erreichen. Damals war dies für viele arme Länder die Grundlage zur Zustimmung zum Pariser Klimaabkommen. Seitdem hat sich die Klimakrise nochmal dramatisch beschleunigt.

„Wir brauchen ein Signal für eine Klimafinanzierung, die der notwendigen Transformation und den Auswirkungen des Klimawandels gerecht wird. Viele der Ärmsten und Verletzlichsten, die nun zusätzlich mit der verheerenden Coronakrise konfrontiert sind, können die dringend notwendigen Investitionen in Klimaschutz und –anpassung nicht leisten. Dabei haben sie selbst am wenigsten zur Klimakrise beigetragen. Es gilt nun, einen internationalen Prozess vorzubereiten, der beim Petersberger Klimadialog im Frühjahr mit der Ankündigung einer schrittweisen Verdopplung der deutschen Klimafinanzierung auf 8 Milliarden Euro pro Jahr ab 2025 wirkungsvoll angeschoben werden könnte“, so Bals weiter.

Themen Klima Internationale Klimapolitik Entwicklung & Klima AnsprechpartnerInnen Echter NameChristoph Bals Politischer Geschäftsführer +49 (0)228 / 60 492-34 bals@germanwatch.org Echter NameDavid Ryfisch Teamleiter Internationale Klimapolitik +49 (0)228 / 60 492-22 ryfisch@germanwatch.org Echter NameRixa Schwarz Teamleiterin Internationale Klimapolitik +49 (0)228 / 60 492-25 schwarz@germanwatch.org Echter NameStefan Küper Pressesprecher +49 (0)228 / 60 492-23, +49 (0)151 / 252 110 72 presse@germanwatch.org

Studie stützt Klimaklage gegen RWE: Menschengemachte Emissionen verantwortlich für Gletscherflut-Risiko in Anden

4. Februar 2021 - 12:56
Studie stützt Klimaklage gegen RWE: Menschengemachte Emissionen verantwortlich für Gletscherflut-Risiko in Anden Stefan Küper 04.02.2021 | 12:56 Uhr Unabhängige wissenschaftliche Untersuchung von Forschern der Universitäten Oxford und Washington kommt zu klarem Ergebnis: Erwärmung, die in der Region oberhalb von Huaraz Gletscherschmelze verursacht, ist zu mehr als 85 Prozent auf Emissionen durch Menschen zurückzuführen

Huaraz/Bonn (4. Feb. 2021). Wegen der auch in Peru grassierenden Corona-Pandemie kann derzeit die Beweisaufnahme vor Ort in dem Verfahren des Peruaners Saúl Luciano Lliuya gegen RWE vor dem Oberlandesgericht (OLG) Hamm noch nicht wie beabsichtigt stattfinden. Dennoch kommt nun zusätzlich Bewegung in das Verfahren – und zwar von Seiten der Wissenschaft: Ein renommiertes Forscherteam hat erstmals auf Basis von Klimamodellen nachgewiesen, dass ein vom Gletschersee oberhalb von Huaraz in den Anden ausgehendes Flutrisiko fast ausschließlich auf den menschengemachten Klimawandel zurückzuführen ist.

Der heute von Wissenschaftlern der University of Oxford und University of Washington veröffentlichte Artikel in der Fachzeitschrift Nature Geoscience zeigt laut einer Pressemitteilung der Universitäten auf, dass der Einfluss des Menschen auf die gemessene Erwärmung in dieser Region der Anden bei über 85 Prozent liegt. Es sei sogar zu mehr als 99 Prozent sicher, dass sich der Rückzug des Gletschers, der zu dem Flutrisiko am dortigen Gletschersee führt, nicht allein mit natürlichen Veränderungen erklären lasse.

Die neue Studie, die nicht im Kontext des Verfahrens vor dem OLG Hamm angefertigt wurde, bestätigt die Auffassung der Klägers Saúl Luciano Lliuya und seiner Rechtsanwältin Dr. Roda Verheyen (Hamburg). Luciano Lliuya ist erleichtert über die klaren Aussagen der Forscherinnen und Forscher: „Wieder einmal beweist uns die Wissenschaft, wie der menschgemachte Klimawandel den Gletscherrückgang verursacht und zu großen Gefahren für uns führt. Diese Studie hilft uns zu verstehen, was das Problem ist und wer dafür verantwortlich ist.“ Der Kleinbauer und Bergführer aus der Region führt seit 2015 eine Zivilklage gegen RWE, in der er vom Energiekonzern die Finanzierung von Schutzmaßnahmen an dem wachsenden Gletschersee fordert – und zwar gemäß dessen Anteils an der menschgemachten Erderhitzung, das wären ca. 0,5 Prozent. Nachdem Richter am Oberlandesgericht Hamm Ende 2017 die Klage für juristisch schlüssig befunden hatten, ist der Prozess seither in der Beweisführung. Der zuständige Senat plant gemeinsam mit Gutachtern einen Ortstermin am Gletschersee durchzuführen.

Roda Verheyen, Anwältin von Saúl Luciano Lliuya, erklärt: „Dies ist eine unabhängige wissenschaftliche Studie, an der wir in keiner Weise beteiligt waren. Wir werden die erstaunlich eindeutigen Erkenntnisse der Studie nun genau prüfen und dann gegebenenfalls in das gerichtliche Verfahren einbringen. Ich freue mich für meinen Mandanten, der seit Jahren auf eine Entscheidung in der Sache wartet, auch weil – schon vor der Corona-Krise – die Beklagte alles getan hat, um das Verfahren zu verschleppen.“

Die Stiftung Zukunftsfähigkeit übernimmt in diesem Präzedenzfall alle dem Kläger entstehende Kosten und ruft dafür zu Spenden auf. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch begleitet diese Klage wegen ihrer großen Relevanz für weltweit von Folgen der Klimakrise bedrohte Menschen mit Öffentlichkeitsarbeit. Klaus Milke, Vorsitzender der Stiftung und Ehrenvorsitzender von Germanwatch, sagt: „Die Wissenschaft zeigt uns immer präziser, zu welch‘ dramatischen Konsequenzen die fortschreitende Klimakrise führt. Diese Studie von unabhängigen Dritten liefert wertvolles Beweismaterial, um die Kausalkette zwischen den Emissionen von RWE und den Klimawandelfolgen in den Anden aufzuzeigen. In der Zukunft könnten weitere Studien dieser Art ähnliche Klagen ermöglichen, um auch andere große Treibhausgasemittenten zur Verantwortung zu ziehen.“

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Stellenangebot: Referent_in für Klima- und Energiepolitik / Klimaschutz-Index (w/m/d)

3. Februar 2021 - 20:00
Stellenangebot: Referent_in für Klima- und Energiepolitik / Klimaschutz-Index (w/m/d) Judit Mays 03.02.2021 | 20:00 Uhr 32 - 40 h / Woche +++ Arbeitsort Bonn +++ Beginn möglichst zum 1.5.2021

Seit 2005 veröffentlicht Germanwatch jährlich den Climate Change Performance Index (CCPI), der als unabhängiges Kontrollinstrument die Klimaschutzleistungen einzelner Länder bewertet.

Wir suchen eine Person, die mit ihren Kenntnissen, Erfahrungen und Interessen im Bereich globale Klimaschutz- und Energiepolitik breit aufgestellt ist und die diesbezügliche wissenschaftliche und politische Entwicklungen und Debatten kundig und prägnant aufarbeiten und kommunizieren kann. Der Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung bei der Erstellung des Index sowie bei Maßnahmen zur Steigerung seiner Sichtbarkeit und Wirksamkeit. Die Stelle ist im Team Internationale Klimapolitik angesiedelt.

Zu Ihren Hauptaufgaben gehören:

  • Mitarbeit an der Erstellung des Climate Change Performance Index
  • Konzeption, Koordination und Durchführung der CCPI-Umfrage zur nationalen Klimapolitik in 60 Ländern
  • Ausbau und Pflege des internationalen Netzwerks von Klima- und Energieexpert_innen
  • Unterstützung bei der Koordination verschiedener externer Partner_innen
  • Mitwirkung an Öffentlichkeits- und Pressearbeit (Pressemitteilungen, Blogs, Newsletter, Social Media) sowie an der Betreuung der CCPI-Projektwebseite

Sie bringen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in den folgenden Bereichen mit:

  • Erfahrungen mit wissenschaftlichen Studien und Datenerhebung zum Thema Klimaschutz und Energie, möglichst mit politischem Kontext
  • Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu verstehen, wissenschaftlich / Indikatoren-basiert aufzubereiten und verständlich zu vermitteln
  • Starke Koordinations- und Kommunikationsfähigkeiten und eine hohe interkulturelle Kompetenz, Erfahrung mit internationalen Partner_innen und im Projektmanagement ist wünschenswert
  • Erfahrung in Aufbau und Pflege internationaler Netzwerke insbesondere der Zivilgesellschaft
  • Selbständige Arbeitsweise und Teamfähigkeit
  • Sehr gutes Deutsch und Englisch in Wort und Schrift, gerne auch weitere Fremdsprachen
  • Fortgeschrittene Kenntnisse in Excel sind von Vorteil
  • Erfahrungen mit WordPress, Newsletter-Tools und der Pflege von Datenbanken von Vorteil

Gewünschter Beginn ist der 1.5.2021 - nach Absprache ist auch ein späterer Einstieg möglich.

Wir bieten eine in Anlehnung an den öffentlichen Dienst vergütete und zunächst bis zum 31.12.2022 befristete Anstellung in Vollzeit/Teilzeit (32 - 40 Stunden pro Woche). Eine Verlängerung der Stelle wird angestrebt. Arbeitsort ist Bonn - aktuell arbeiten wir aufgrund der Pandemie überwiegend mobil. Wir bieten hohe Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitszeit und des mobilen Arbeitsorts sowie Unterstützung bei technischen Hilfsmitteln. Sie erwartet die Möglichkeit, zusammen mit einem engagierten, sympathischen Team auf wichtige gesellschaftliche Debatten und Prozesse wirksamen Einfluss zu nehmen.

Bewerbungen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte und von People of Color begrüßen wir ausdrücklich.

Ihre Bewerbung schicken Sie uns bitte bis zum 28.02.2021 zusammen mit dem ausgefüllten Bewerbungsfrage­bogen, den Sie im Downloadbereich abrufen können (Kontakt bei technischen Problemen: Judit Mays, mays@germanwatch.org). Der Bewerbungsbogen ist das zentrale Dokument und unverzichtbarer Teil Ihrer Bewerbung. Er enthält weitere wichtige Hinweise zum Bewerbungsverfahren.

Die virtuellen Bewerbungsgespräche werden voraussichtlich an folgenden Terminen stattfinden:

Erste Gesprächsrunde: 12.03.2021

Zweite Gesprächsrunde (mit einer Auswahl von Bewerbenden der 1. Runde): 18.03.2021

 

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