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Aktualisiert: vor 3 Stunden 22 Minuten

Bio-Schweine

20. November 2018 - 12:00
Im vergangenen Jahr wuchs der Markt für Bio-Schweine um rund fünfzehn Prozent. Und auch dieses Jahr erwarten wir wieder ein gutes Wachstum.

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Bits und Bäume - Die Konferenz für Digitalisierung und Nachhaltigkeit

17. November 2018 - 1:00

Wir bringen Communities zusammen!

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Vom Mythos der klimasmarten Landwirtschaft – oder warum weniger vom Schlechten nicht gut ist

19. Oktober 2018 - 11:00

Wenn Niederschläge ausbleiben und Ernteerträge einbrechen, ist nicht nur die Frage nach einer klimaverträglichen Landwirtschaft, sondern auch die nach einer Klimaanpassung der Landwirtschaft aktuel

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Benefizveranstaltung für Saúl Luciano Lliuya aus Peru

25. September 2018 - 22:00

Historischer Durchbruch mit weltweiter Relevanz bei „Klimaklage“ gegen RWE.

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"Wenn es dem Globus zu heiß wird"

vor 0 Sek.

WDR-Reportage "Wenn es dem Globus zu heiß wird" und Diskussion.

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Große Auszeichnung für "den Mann, der Verantwortung für den ganzen Planeten übernimmt"

23. September 2018 - 14:28
Große Auszeichnung für "den Mann, der Verantwortung für den ganzen Planeten übernimmt" Stefan Küper 23.09.2018 | 14:28 Uhr Saúl Luciano Lliuya mit Kasseler Bürgerpreis geehrt / Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber und Ökonomin Claudia Kemfert loben Verdienste des Peruaners um Klimagerechtigkeit

Kassel (23. Sep. 2018). Saúl Luciano Lliuya ist heute mit dem renommierten Kasseler Bürgerpreis "Das Glas der Vernunft" ausgezeichnet worden. Der peruanische Bergführer und Kleinbauer, der vor dem Oberlandesgericht Hamm wegen Klimarisiken gegen den Energiekonzern RWE klagt, nahm die Auszeichnung gemeinsam mit seiner Frau und seinem Vater entgegen. Er erhält den Preis "für seinen Einsatz, die Folgen des Klimawandels in individuelle Verantwortung zu stellen", so die Jury. Luciano Lliuya zeigte sich von der Ehrung, die vor ihm schon Persönlichkeiten wie Hans Dietrich Genscher, Joachim Gauck, Vandana Shiva oder Edward Snowden erhielten, vor den rund 1.000 Gästen im Kasseler Staatstheater sichtlich bewegt: "Ich danke Ihnen herzlich. Ich möchte diesen Preis den Bergen der Anden widmen und den Familien, die unterhalb dieser Berge leben. Sie alle verdienen diesen Preis."

Zuvor hatte Festredner Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Schellnhuber den Fall, durch den Luciano Lliuya berühmt geworden ist, in den globalen klimawissenschaftlichen Kontext gestellt. "Wir haben gesehen, dass sich die Klimapolitik sehr langsam bewegt, wenn überhaupt", so Schellnhuber. "Deshalb ist es an der Zeit, dass sich die Zivilgesellschaft um ihre eigene Zukunft kümmert." Die Klimaklage gehöre dazu. "Saúl Luciano Lliuya hat gewissermaßen Entwicklungshilfe von außen gegeben."

Prof. Dr. Claudia Kemfert, Ökonomin und Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), betonte in ihrer Laudatio: "Sie haben schon jetzt Rechtsgeschichte geschrieben. Sie übernehmen Verantwortung nicht nur für Ihr Leben, Ihre Familie und Ihre Heimat, sondern sogar für den ganzen Planeten. Es geht hier ja nicht nur um Lliuya gegen RWE. Es geht darum, eine Praxis zu beenden, die uns weltweit  bedroht. (...) Wenn man es etwas pathetisch ausdrücken möchte: Es geht um nichts Geringeres als den Weltfrieden."

Zu den ersten Gratulanten gehörte Klaus Milke, Vorsitzender der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch, die Luciano Lliuya mit Rat und Tat bei seiner Klage unterstützt: "Wir freuen uns sehr über diese renommierte Auszeichnung für Saúl Luciano Lliuya. Wir bewundern seinen Mut, seinen Durchhaltewillen und all' die Mühen, die er mit seiner Familie für dieses Verfahren auf sich nimmt. Sein Präzedenzfall hat schon jetzt dazu geführt, dass ein hohes deutsches Gericht bestätigt hat: Große Mitverursacher des Klimawandels sind verantwortlich für die weltweiten Folgen. Saúl Luciano Lliuya fühlt sich nun zusätzlich ermutigt, dieses Verfahren zu einem erfolgreichen Ende zu führen."

Beweisaufnahme beginnt: OLG hat Sachverständige bestimmt
Der Zivilprozess in zweiter Instanz vor dem OLG Hamm ist derweil in die Phase der Beweisaufnahme übergegangen. Seit der grundsätzlichen Entscheidung des OLG im November, dass der Paragraf 1004 des BGB zur Anwendung kommt, hatten die Anwälte von RWE die Beweisaufnahme nicht akzeptiert und  die Fortsetzung des Verfahrens zu verzögern versucht. So scheiterte auch der Versuch seitens der Klägeranwältin Dr. Roda Verheyen (Hamburg), sich mit der Gegenseite auf gemeinsame Gutachter zu einigen. Das Gericht hat nun selbst zwei Sachverständige für das geologische Gutachten benannt. Diese müssen ihre Benennung noch akzeptieren. Die Gutachten sollen zeigen, ob die Flutgefahr unterhalb des Gletschersees tatsächlich besteht und ob dadurch der Besitz des Klägers gefährdet ist. Dies wird nach Ansicht der Klägerseite durch mehrere bereits existierende unabhängige Gutachten untermauert. Erst wenn die Sachverständigen die bestehende Gefahr für das Haus von Saúl Luciano Lliuya bestätigt haben, will das Gericht auch Gutachter für die klimawissenschaftliche Beweisführung beauftragen. Diese werden dann prüfen, ob RWE als einer der weltweit größten Emittenten als mitverantwortlich für das Flutrisiko einzustufen ist und wie groß diese Mitverantwortung ist.

Die Stiftung Zukunftsfähigkeit kommt für die Gerichts-, Anwalts- und Gutachtenkosten auf und ruft dafür weiterhin zu Spenden - nun vor allem für die Kosten der Gutachten - auf.
 

Foto: Alex Luna

Themen Klima Sicherheit & Klima AnsprechpartnerInnen Echter NameKlaus Milke Vorstandsvorsitzender milke@germanwatch.org Echter NameChristoph Bals Politischer Geschäftsführer +49 (0)228 / 60 492-34 bals@germanwatch.org Echter NameRoxana Baldrich Referentin Klimarisikomanagement und Fall Huaraz +49 (0)228 / 60 492-57 baldrich@germanwatch.org Echter NameStefan Küper Pressesprecher +49 (0)228 / 60 492-23, +49 (0)151 / 252 110 72 presse@germanwatch.org

Kasseler Bürgerpreis 2018: Wichtige Auszeichnung für Saúl Luciano Lliuya

23. September 2018 - 13:30

In diesem Jahr wird zum 28. Mal der Kasseler Bürgerpreis „Das Glas der Vernunft“ verliehen.

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WBGU: „Fall Huaraz“ wichtige Pionierklage

21. September 2018 - 14:11
WBGU: „Fall Huaraz“ wichtige Pionierklage Rebekka Hannes 21.09.2018 | 14:11 Uhr Rechte vom Klimawandel Betroffener müssen besser geschützt werden

Germanwatch begrüßt die Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen an die Bundesregierung, Klagen von Einzelpersonen gegen Großemittenten zu unterstützen.

In seinem neuesten Politikpapier „Zeit-gerechte Klimapolitik: Vier Initiativen für Fairness“ schlägt der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) der Bundesregierung die Förderung von vier Initiativen einer modernen und zeitgerechten Klimapolitik vor. Eine dieser Initiativen besteht in einem effektiven Rechtsschutz für Menschen, die durch den Klimawandel geschädigt werden.

Großemittenten können laut WBGU unter Umständen damit rechnen, für die aufgrund des notwendigen Ausstiegs aus Kohle, Öl und Gas staatlich veranlassten Betriebsstilllegungen vor Genehmigungsablauf entschädigt zu werden. Für Menschen, die durch Folgen des Klimawandels bedroht sind, fehlt jedoch bisher jeglicher Rechtsschutz. Diese Asymmetrie der Durchsetzung von Rechtsansprüchen zwischen geschädigten Personen und verursachenden Unternehmen führt aus Sicht des WBGU zu einer Schieflage, die einer an die heutigen Erfordernisse angepassten Transformation entgegensteht.

Der WGBU stellt den „Fall Huaraz“ von Saul Luciano Lliuya gegen den Energiekonzern RWE als eine der wenigen Klagen von Individuen gegen Unternehmen heraus, die als Präzedenzfall zur Beseitigung dieser Schieflage beitragen und somit die notwendige globale Energiewende befördern können. Der Beirat bezeichnet den Fall als „Pionierklage“, deren weltweite Symbolwirkung nicht zu unterschätzen sei und die für die Öffentlichkeit die globale Dimension und Verflechtung der Verursachung des Klimawandels und seiner Folgen verdeutliche. Außerdem trägt eine solche Pionierklage laut WBGU zur Rechtsfortbildung bei, deckt Schutzlücken auf und beschleunigt so unmittelbar und mittelbar die Anpassung der Rechtsordnungen an die globalen Herausforderungen des Klimawandels. Auch kann sie Impulse setzen, um den Klimaschutz weltweit zu stärken und Treiber für die langfristige Etablierung von Mechanismen für einen gerechten Schadensausgleich für vom Klimawandel Betroffene sein.

Der WBGU empfiehlt der Bundesregierung daher, Klagen von Individuen gegen Großemittenten zu unterstützen und betont, dass von Klimaschäden bedrohte Menschen effektive Klagemöglichkeiten über Staatsgrenzen hinaus benötigen. Die Ursache für die bisher noch geringe Anzahl solcher Klagen liege vor allem auch in den finanziellen Risiken für die Klagenden. Daher sollten neue Pionierklagen aus dem regulären Entwicklungsetat finanziert werden können, so der WBGU. Dies würde es einigen durch den Klimawandel geschädigten Individuen oder Gruppen ermöglichen, ihre Rechtsansprüche durchzusetzen ohne sich den Prozesskostenrisiken aussetzen zu müssen.

Konkret schlägt der WBGU vor, die Bundesregierung solle ein jährliches Budget von 10–25 Mio. € bereitstellen, um einigen durch den Klimawandel geschädigten Individuen oder Gruppen zu ermöglichen, ihre Rechtsansprüche durchzusetzen. Der WBGU empfiehlt, für die Vergabe der Gelder eine unabhängige Kommission einzurichten, die anhand klimawissenschaftlicher, entwicklungspolitischer und juristischer Expertise die Erfolgsaussichten einer solchen Klage abschätzt.

Germanwatch begrüßt den Vorstoß des WBGU. "Wir haben immer betont, dass wir diese zivilrechtliche Klage gegen RWE einerseits unterstützen, um den Schutz von Saúl Luciano Lliuya, seiner Familie, seinem Besitz und aller anderen bedrohten Menschen in Huaraz erreichen wollen, aber andererseits auch wegen des Präzedenzcharakters dieser Klage", so Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender von Germanwatch. "Wer mit seinem Unternehmen Risiken für Menschen weltweit mitverursacht und trotz des Wissens darum weiterhin verschärft, ist mitverantwortlich für den Schutz dieser Menschen. Es ist daher dringend notwendig, dass diesen Menschen bei der Durchsetzung ihrer Rechte geholfen wird. Der WBGU hat dazu einen sehr hilfreichen Vorschlag unterbreitet." Germanwatch setzt sich seit langem auch dafür ein, dass die Beschwerderechte von Menschen, die sich in ihren Menschenrechten von deutschen Unternehmen gefährdet sehen, gesichert werden.

Die nicht unerheblichen Klage-, Anwalts- und Gutachtenkosten werden im Fall des peruanischen Bergführers von der Germanwatch-nahen Stiftung Zukunftsfähigkeit übernommen, die dafür zu Spenden aufruft.  

Aktuell Klimaklage Internationale Klimapolitik Deutsche Klimapolitik Klima Internationale Klimapolitik Entwicklung & Klima Deutsche und Europäische Klimapolitik Deutsche Klimapolitik Europäische Klimapolitik Entscheider Journalisten AnsprechpartnerInnen Echter NameChristoph Bals Politischer Geschäftsführer +49 (0)228 / 60 492-34 bals@germanwatch.org Echter NameRoxana Baldrich Referentin Klimarisikomanagement und Fall Huaraz +49 (0)228 / 60 492-57 baldrich@germanwatch.org Echter NameStefan Küper Pressesprecher +49 (0)228 / 60 492-23, +49 (0)151 / 252 110 72 presse@germanwatch.org

„Klimagerechtigkeit jetzt! Sei fair, mach mit!"

21. September 2018 - 14:00

Mit Infoständen und Aktionen wollen wir möglichst viele Bürger*innen und eine breite Öffentlichkeit über Klimagerechtigkeit informieren und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, selbst für Klimasc

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Klimagipfel in San Francisco: Die Welt setzt auf Klimaschutz - NRW lässt Bäume für die Braunkohle fällen

15. September 2018 - 13:53
Klimagipfel in San Francisco: Die Welt setzt auf Klimaschutz - NRW lässt Bäume für die Braunkohle fällen Stefan Küper 15.09.2018 | 13:53 Uhr Germanwatch begrüßt Verpflichtungen von hunderten Regionen, Städten und Unternehmen zu mehr Klimaschutz / Kritik an NRW-Landesregierung und RWE

Bonn (15. Sept. 2018). Germanwatch begrüßt die Ergebnisse des gestern Abend (Ortszeit) in San Francisco beendeten Global Climate Action Summit. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation warnt jedoch zugleich, dass Deutschland den Anschluss verpassen könnte. „In San Francisco haben sich hunderte von Bundesstaaten, Regionen, Städten, Unternehmen und Investoren zu mehr Klimaschutz verpflichtet. Währenddessen lässt aber die NRW-Landesregierung im Hambacher Wald Baumhäuser räumen und Bäume fällen, damit noch mehr klimaschädliche Braunkohle abgebaut werden kann. Dieser Kontrast zwischen Hambach und San Francisco könnte nicht gewaltiger sein“, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. „Deutschland muss sich dem internationalen Trend anschließen und aus der Kohle aussteigen. Die Kommission, die einen Kohleausstieg beschließen soll, kommt mit konkreten Ausstiegsvorschlägen gerade in Fahrt. NRW und RWE dürfen deren Arbeit nicht weiter gefährden, indem sie versuchen, im Hambacher Wald Fakten zu schaffen.“  

In San Francisco haben sich öffentliche und private Akteure zu einer beschleunigten Umsetzung der Ziele verpflichtet, auf die sich die Regierungen der Welt vor drei Jahren in Paris geeinigt haben. Über 100 Regierungschefs, Bürgermeister und Unternehmer haben sich das Ziel von Netto-Null-Emissionen bis spätestens 2050 gesetzt. Folgende Ankündigungen sind nach Einschätzung von Germanwatch außerdem besonders relevant: Dem globalen Zusammenschluss für den Kohleausstieg bis spätestens 2030 sind zehn weitere Regionen und Städte beigetreten. Fast 500 Unternehmen haben sich wissenschaftsbasierte Klimaziele gesetzt, die mit dem Pariser Klimaabkommen kompatibel sind. Gut 400 Investoren, die gemeinsam 32 Billionen US-Dollar verwalten - darunter die Allianz - haben sich zu eigenen Klimazielen und zu stärkerem Engagement für Klimaschutz bei den Unternehmen, in die sie investieren, bekannt.

Themen Klima Internationale Klimapolitik AnsprechpartnerInnen Echter NameChristoph Bals Politischer Geschäftsführer +49 (0)228 / 60 492-34 bals@germanwatch.org Echter NameLutz Weischer Teamleiter Internationale Klimapolitik +49 (0)30 / 28 88 356-64 weischer@germanwatch.org Echter NameRixa Schwarz Teamleiterin Internationale Klimapolitik +49 (0)228 / 60 492-25 schwarz@germanwatch.org Echter NameStefan Küper Pressesprecher +49 (0)228 / 60 492-23, +49 (0)151 / 252 110 72 presse@germanwatch.org

Germanwatch-Mitgliederversammlung 2018

15. September 2018 - 13:45

Die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung wird am 15.9.18 von 11:45 bis 17:00 in Bonn stattfinden – alle Mitglieder sind herzlich eingeladen, sich den Termin schon jetzt vorzumerken.<

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Nach Bangkok: Noch viel Arbeit bis zum Klimagipfel

9. September 2018 - 14:16
Nach Bangkok: Noch viel Arbeit bis zum Klimagipfel Stefan Küper 09.09.2018 | 14:16 Uhr Germanwatch zum Abschluss der Klimaverhandlungen: Fortschritte beim Verhandlungstext noch zu gering / Klarheit über Klimafinanzierung für erfolgreichen Klimagipfel nötig

Bangkok (9. Sept. 2018). Germanwatch sieht nach den heute endenden Klimaverhandlungen noch viel Arbeit bis zum Klimagipfel (COP 24) Anfang Dezember. In Bangkok standen die Umsetzungsregeln für das Pariser Abkommen im Mittelpunkt. „Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit“, sagt Rixa Schwarz, Teamleiterin für Internationale Klimapolitik bei Germanwatch, die mit ihrem Team die Verhandlungen vor Ort beobachtet hat. „Bei einigen Themen wurden Fortschritte gemacht, aber in anderen Bereichen haben sich die Verhandler blockiert. Bis zum Klimagipfel Anfang Dezember muss noch intensiv am Text des Regelbuchs gearbeitet werden. Aber für einen erfolgreichen Gipfel in Katowice brauchen wir nicht nur ein gutes Regelbuch, sondern auch mehr Klarheit über die finanzielle Unterstützung für Klimaschutz, Klimaanpassung und den Umgang mit Klimawandelfolgen in den ärmsten Ländern.“

Nach Einschätzung von Germanwatch gab es bei einigen zentralen Elementen der Umsetzungsregeln deutliche Fortschritte, beispielsweise bei den Vorschriften zur Transparenz der Maßnahmen für Klimaschutz und -anpassung. Bei anderen Elementen waren die politischen Differenzen aber so groß, dass noch keine konkreten Textentwürfe erarbeitet werden konnten. Schwarz: „Wenn die Verhandler heute die Textentwürfe zur Seite legen und erst im Dezember in Katowice wieder hervorholen würden, würde die Zeit zu knapp. Daher ist es wichtig, dass die Vorsitzenden der Verhandlungsgruppen den Auftrag bekommen, bis dahin weiter am Text zu arbeiten, so dass zu Beginn des Klimagipfels eine belastbare Grundlage vorliegt.“

Verhandlungen zur Klimafinanzierung festgefahren
Das Ergebnis der COP 24 müsse verschiedene Themen umfassen, erläutert Schwarz: „Bislang klafft eine enorme Lücke zwischen den Pariser Klimazielen und dem, was die Staaten tatsächlich tun. Um diese Lücke zu schließen, muss in Katowice ein Paket beschlossen werden: Erstens eine Verpflichtung der Staaten die eigenen unzureichenden Klimaziele zu erhöhen, zweitens ein Sofortprogramm der Industrieländer, bereits bis 2020 mehr beim Klimaschutz zu tun, drittens Klarheit, dass die erforderliche Klimafinanzierung für arme Länder fließen wird und viertens  Umsetzungsregeln, damit Klimaschutz und Klimafinanzierung transparent und vergleichbar werden.“ Doch die Verhandlungen zur Klimafinanzierung sind festgefahren. „Die Industrieländer müssen für verlässliche Klimafinanzierung sorgen, damit weltweit Klimaschutz und Anpassung an Klimawandelfolgen möglich wird", sagt Schwarz. „Wir erwarten vor allem auch von der EU Zusagen."

Die nächsten Gelegenheiten für Fortschritte in der internationalen Klimapolitik bieten der Global Climate Action Summit (GCAS) in San Francisco schon in der kommenden Woche und die UN-Generalversammlung mit der New York Climate Week Ende des Monats. Germanwatch erwartet in San Francisco ein starkes Signal für ehrgeizigen Klimaschutz – von Regierungen und nicht-staatlichen Akteuren gleichermaßen. Die Ministertreffen in New York zur Climate Week und dann zur Pre-COP im November sind Gelegenheiten, Kompromisse bei den politischen Knackpunkten auszuloten. Die polnische COP-Präsidentschaft wird nach Einschätzung von Germanwatch dafür eine aktivere Rolle spielen und sich in den nächsten Wochen das Vertrauen der Verhandlungsparteien erarbeiten müssen.

Rixa Schwarz: „Auch Deutschland und die EU müssen ihren Beitrag zu einer erfolgreichen COP 24 leisten. Die Bundeskanzlerin muss bis zum Klimagipfel erklären, wie die versprochene Verdopplung der deutschen Klimafinanzierung umgesetzt werden soll und entsprechende Unterstützung für den Grünen Klimafonds zusagen. Die Kohlekommission muss erste Ergebnisse vorlegen, die zeigen, dass Deutschland ernst macht mit dem Klimaschutz. Und die EU muss klar signalisieren, dass sie das unzureichende 2030-Klimaziel erhöhen wird.“

Hinweis: Expertinnen und Experten von Germanwatch haben die Verhandlungen vor Ort beobachtet. Die eigentlichen Verhandlungen sind abgeschlossen, aber zum Versandzeitpunkt dieser PM  liefen die Abschlusssitzungen noch und der wichtige Auftrag an die Verhandlungsleiter zur weiteren Textarbeit war noch nicht erteilt.

Themen Klima Internationale Klimapolitik UN-Klimaverhandlungen AnsprechpartnerInnen Echter NameRixa Schwarz Teamleiterin Internationale Klimapolitik +49 (0)228 / 60 492-25 schwarz@germanwatch.org Echter NameLutz Weischer Teamleiter Internationale Klimapolitik +49 (0)30 / 28 88 356-64 weischer@germanwatch.org Echter NameDavid Eckstein Referent für Klimafinanzierung und Investitionen +49 (0)228 / 60 492-45 eckstein@germanwatch.org

„Rise for Climate“

6. September 2018 - 10:49
„Rise for Climate“ Rebekka Hannes 06.09.2018 | 10:49 Uhr Weltweiter Aktionstag unter dem Motto "Echter Klimaschutz kann nur von der Basis aus wachsen" am 8. September

Am 8. September 2018 finden weltweit Demonstrationen und Veranstaltungen statt. Mit dezentralen Aktionen in Städten, Universitäten und im öffentlichen Raum möchten tausende Menschen Bürgermeister*innen, Politiker*innen und Regierungen auffordern, im Sinne des Klimaschutzes für alle zu handeln.

Unter dem Motto „Echter Klimaschutz kann nur von der Basis aus wachsen“ möchten Menschen weltweit darauf aufmerksam machen, dass die wissenschaftlichen Fakten zur Klimakrise eindeutig sind, die Technologie zur Energiewende bereitsteht und sie unverzügliches, entschlossenes Handeln einfordern.
Das Aktionsbündnis „Rise for Climate“ fordert den Aufbau einer Welt ohne Kohle, Öl und Gas, in der Menschen wichtiger sind als der Profit. Mit der Unterstützung einer breiten Basis möchte es Entscheidungsträger*innen auffordern, auf der nächsten UN-Klimakonferenz in Polen (COP24) Ende des Jahres ihre nationalen Klimapläne bis spätestens 2020 anzupassen.

Germanwatch unterstützt diesen weltweiten Aktionstag.

Auf dieser Karte kann jede*r eine Veranstaltung vor Ort finden und Teil der Bewegung werden.

Aktuell Deutsche Klimapolitik EU-Klimapolitik Internationale Klimapolitik Treibhausgase Klima Internationale Klimapolitik Deutsche und Europäische Klimapolitik Deutsche Klimapolitik Europäische Klimapolitik AnsprechpartnerInnen Echter NameLutz Weischer Teamleiter Internationale Klimapolitik +49 (0)30 / 28 88 356-983 weischer@germanwatch.org

Kosovo braucht jetzt deutsche Unterstützung für Kohleausstieg und Energiewende

5. September 2018 - 10:34
Kosovo braucht jetzt deutsche Unterstützung für Kohleausstieg und Energiewende Stefan Küper 05.09.2018 | 10:34 Uhr Studie zeigt: Umstieg der dortigen Stromversorgung auf Erneuerbare ist machbar und wäre Signal für die Region

Berlin/Bonn (5. Sept. 2018). Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch  und die Balkan Green Foundation (BGF) rufen die Bundesregierung auf, den Umstieg von Kohle auf Erneuerbare Energien auf dem Westbalkan gemeinsam mit den Ländern der Region verstärkt voranzutreiben. Gegenüber dem Kosovo solle sich die Bundesregierung noch in diesem Herbst verpflichten, den notwendigen Umstieg auf Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Stromnetzentwicklung langfristig und intensiv zu unterstützen. "Die Partner im Kosovo brauchen jetzt eine  starke Unterstützungszusage Deutschlands für den Umbau des Energiesystems", sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. Im Herbst stehen Regierungsverhandlungen zwischen Deutschland und Kosovo zur weiteren Gestaltung der Entwicklungszusammenarbeit an.

Die Zeit drängt. Denn ohne eine solche Zusage ist laut Germanwatch die Gefahr groß, dass ein US-Investor im Kosovo ein großes Kohlekraftwerk baut. "Damit würde sich der Kosovo für weitere Jahrzehnte von der Braunkohle abhängig machen. Dies wäre völlig unvereinbar mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens und denen der Energiegemeinschaft, der auch Kosovo beigetreten ist", so Bals. "Für das Erreichen der Klimaziele müssen Deutschland und die EU die europäischen Nachbarländer deutlich intensiver bei ihren Energiewenden unterstützen."

Die von Germanwatch und der Balkan Green Foundation (Pristina/Kosovo) veröffentlichte Studie "Phasing in Renewables" (Link s.u.) zeigt: eine Energiewende im Kosovo ist trotz aktuell 97% Braunkohle im Strommix nicht nur technisch möglich, sondern auch dringend nötig. Sie wäre Teil einer vernetzten Lösung für Südosteuropa und hätte Signalwirkung für die ganze Region, die noch stark von der Kohleverstromung abhängig ist. Denn das Land hat gutes Potenzial für Wind- und Solarenergie (wie z. B. eine aktuelle IRENA-Studie zeigt) sowie ausgezeichnete Vernetzungsmöglichkeiten mit der albanischen Wasserkraft. Deutschland könnte einen wichtigen Beitrag leisten, insbesondere durch die Stärkung Erneuerbarer Energien. Das wäre die konsequente Fortsetzung der Politik des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) gegenüber der Weltbank und KfW, sich gegen den Bau des neuen Braunkohlekraftwerks zu positionieren. Durch einen boomenden Erneuerbaren-Sektor könnten auch neue Perspektiven für junge Kosovarinnen und Kosovaren geschaffen werden, um in ihrem Land zu bleiben oder in den Kosovo zurückkehren zu können. Kosovo ist in Europa eines der Länder mit der höchsten Arbeitslosigkeit (30% insgesamt, 56% bei jungen Menschen) und den schlechtesten Energieeffizienzwerten.

Nach Ansicht von Germanwatch setzen deutsche Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit in Kosovo bereits wichtige Impulse im Energiesektor. Beispielsweise gehören bei der Verbesserung der Energieeffizienz die Umsetzungsorganisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, GIZ und KfW, zu den größten Akteuren im Kosovo. Allerdings engagiert sich die Bundesregierung bisher kaum beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Zudem fehlt es an einer hochrangig ausgesprochenen langfristigen Absichtserklärung zur Energiewende-Zusammenarbeit. Christoph Bals: "Deutschland ist für den Kosovo eines der zentralen Partnerländer und hat großen Einfluss auf die Energiepolitik im Land. Den sollte die Bundesregierung jetzt nutzen und das Land auch bei den Erneuerbaren Energien deutlich intensiver unterstützen."

Die kosovarische Regierung favorisiert derzeit noch den Neubau eines Braunkohlekraftwerks - "Kosova e Re" ("Neues Kosovo"). Das höchst umstrittene Vorhaben wird von der US-Regierung unterstützt, kommt jedoch seit Jahren nicht voran. Nun hat die Weltbank ihre Zusage für die notwendigen Bürgschaften in Frage gestellt. Kosovo wendet sich darum mit Finanzierungsanfragen an verschiedene Regierungen. Auch Anfragen für Exportkreditversicherungen ("Hermes-Kredite") für deutsche Anlagentechnik liegen vor.

Hintergrund

Die Balkan Green Foundation (BGF) ist eine regionale Organisation, die einen inklusiven und gerechten Fortschritt für eine nachhaltige Entwicklung auf dem Westbalkan vorantreibt. Schwerpunktmäßig setzt sich die BGF für entwicklungspolitische Lösungen ein, die im Einklang mit den jüngsten globalen Entwicklungen und Herausforderungen stehen sowie mit den Zielen des Kosovo zur EU-Integration. Die BGF treibt regelmäßig regionale Initiativen und Kampagnen voran. Sie hat sich erfolgreich als zentraler strategischer Partner für regionale und globale Institutionen, Organisationen und Gemeinden positioniert.

Themen Klima Deutsche und Europäische Klimapolitik Europäische Klimapolitik AnsprechpartnerInnen Echter NameChristoph Bals Politischer Geschäftsführer +49 (0)228 / 60 492-34 bals@germanwatch.org Echter NameOldag Caspar Teamleiter Deutsche und Europäische Klimapolitik +49 (0)30 / 28 88 356-85 caspar@germanwatch.org Echter NameMartin Schön-Chanishvili Referent für Partnerschaften Mittel- und Osteuropa +49 (0)30 / 28 88 356-84

Robuste Regeln für Umsetzung des Paris-Abkommens müssen nun erarbeitet werden

3. September 2018 - 13:07

Germanwatch erwartet von den morgen in Bangkok beginnenden Klimaverhandlungen (bis Sonntag) deutliche Fortschritte zur Vorbereitung der Entscheidungen beim Klimagipfel im Dezember. Die knapp einwöchige Zwischenverhandlung ist das letzte Treffen der Verhandlerinnen und Verhandler vor dem UN-Klimagipfel (COP24) in Katowice (Polen). "Robuste Regeln für das Pariser Klimaabkommen, verbesserte Klimaziele der Staaten und Unterstützung für die vom Klimawandel besonders Betroffenen in den ärmsten Ländern - das sind die wichtigsten Elemente für Katowice", sagt Rixa Schwarz, Teamleiterin für Internationale Klimapolitik bei Germanwatch.

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Robuste Regeln für Umsetzung des Paris-Abkommens müssen nun erarbeitet werden

3. September 2018 - 13:00
Robuste Regeln für Umsetzung des Paris-Abkommens müssen nun erarbeitet werden Hanna Fuhrmann 03.09.2018 | 13:00 Uhr Letzte Etappe vor Klimagipfel: Germanwatch fordert deutliche Fortschritte bei UN-Verhandlungen in Bangkok / Team zur Beobachtung vor Ort

Bangkok (3. Sept. 2018). Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch erwartet von den morgen in Bangkok beginnenden Klimaverhandlungen (bis Sonntag) deutliche Fortschritte zur Vorbereitung der Entscheidungen beim Klimagipfel im Dezember. Die knapp einwöchige Zwischenverhandlung ist das letzte Treffen der Verhandlerinnen und Verhandler vor dem UN-Klimagipfel  (COP24) in Katowice (Polen). "Robuste Regeln für das Pariser Klimaabkommen, verbesserte Klimaziele der Staaten und Unterstützung für die vom Klimawandel besonders Betroffenen in den ärmsten Ländern - das sind die wichtigsten Elemente für Katowice", sagt Rixa Schwarz, Teamleiterin für Internationale Klimapolitik bei Germanwatch. Sie ist mit mehreren Kolleginnen und Kollegen in Bangkok vor Ort.

Ein seit Mai überarbeiteter, aber stellenweise noch sehr unausgegorener Textentwurf liegt als Basis für die Arbeit in Bangkok vor. Dieser Text muss als Grundlage angenommen und dann konzentriert überarbeitet werden. "Es ist noch ein gutes Stück Arbeit nötig, damit in diesem Jahr das  notwendige Regelbuch für das Pariser Abkommen verabschiedet werden kann. Dies ist die Grundlage für die Nachbesserung der Klimaziele und eine weltweit gute Umsetzung des Abkommens ab 2020", so Schwarz. „Es gilt in Bangkok keine Zeit zu verlieren und die Entwürfe zielführend weiter zu diskutieren, damit in Katowice das Regelbuch beschlossen werden kann." Diese Regeln seien sehr wichtig um sicherzustellen dass Klimaschutzbeiträge der einzelnen Staaten vergleichbar sind, Klimafinanzierung nicht mehrfach angerechnet wird und nachvollziehbar ist, welches Land wieviel zu Klimaschutz und Finanzierung beiträgt. Außerdem müsse die Unterstützung für die vom Klimawandel am stärksten bedrohten Menschen im globalen Süden verbessert werden, so Schwarz.

Es wird sich zeigen, ob die zunehmenden Anzeichen für die globale Klimakrise wie extreme  Hitzewellen und schwere Überschwemmungen in vielen Ländern der Welt zusätzlichen Druck auf die Verhandlerinnen und Verhandler ausüben. Rixa Schwarz: "Der Klimawandel ist weltweit spürbarer. Wie von Klimawissenschaftlern prognostiziert geht er an niemandem spurlos vorbei, aber die besonders Betroffenen erfahren längst nicht den nötigen Schutz. Auch hierfür muss sich der UNFCCC-Prozess besser aufstellen."

Themen Klima Internationale Klimapolitik UN-Klimaverhandlungen Entwicklung & Klima Sicherheit & Klima Klimawissenschaft AnsprechpartnerInnen Echter NameRixa Schwarz Teamleiterin Internationale Klimapolitik +49 (0)228 / 60 492-25 schwarz@germanwatch.org Echter NameStefan Küper Pressesprecher 0228 / 60492-23, 0151 / 25211072 presse@germanwatch.org

Vom nationalen Aktionsprogramm zu einer Agenda für Niedersachsen: Bildung für nachhaltige Entwicklung

3. September 2018 - 2:00

Am 20. Juni 2017 ist für Deutschland der Nationale Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung verabschiedet worden.

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Campfire 2018 - Festival für Journalismus und digitale Zukunft

1. September 2018 - 14:00

Wir wissen, dass wir einen Wandel hin zur Nachhaltigkeit brauchen.
Wir haben Ideen, was sich ändern soll - und dennoch ist konsequentes Verhalten nach diesem Prinzip selten.

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Stellenangebot: Projektfinanzcontroller(in)

27. August 2018 - 6:00
Stellenangebot: Projektfinanzcontroller(in) Dr. Gerold Kier 27.08.2018 | 06:00 Uhr Arbeitsort Berlin; 20-40h / Woche (50-100%); Vergütung in Anlehnung an TVöD 10; Arbeitsbeginn baldmöglichst; auf 12 Monate befristet

Bewerbungsschluss: 9.9.2018

Germanwatch sucht eine/n Projektfinanzcontroller(in) zur Betreuung mehrerer Projekte mit unterschied­lichen Laufzeiten, Volumina, GeberInnen und PartnerInnen. Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen dem Team Finanzen & Verwaltung und projektverantwortlichen FachreferentInnen. Die Stelle ist für Teilzeitkräfte geeignet: Der Stellenumfang kann u.a. abhängig von Ihren Möglichkeiten und Präferenzen zwischen 20 und 40 h pro Woche betragen, ggf. auch in Absprache mit Ihnen in diesem Rahmen flexibel gestaltet werden. Bewerbungen von BerufseinsteigerInnen sind ebenso wie von Personen mit Berufserfahrung willkommen.

Ihre Tätigkeiten umfassen:

  • Budgetplanung und Abklärung von Antragsformalia für Neuprojekte
  • Regelmäßige Ausgaben-Einnahmen-Kontrolle und laufende Projektfinanzplanung in Zusammenarbeit mit den Projektverantwortlichen für jeweilige Projekte
  • Erstellen von Mittelabrufen und Rechnungen an Geldgeber für Projektgelder
  • Abschließen von Projekten zum Jahres- und Projektende inkl. Erstellen von finanziellen Zwischen- und Abschlussberichten sowie Reportings
  • laufende Dokumentation projektrelevanter Unterlagen
  • Beratung und Unterstützung von KollegInnen, PartnerInnen und UnterauftragnehmerInnen in administrativen Fragestellungen; Kommunikation mit GeberInnen
  • Zusammenarbeit mit KollegInnen aus dem Team Finanzen & Verwaltung bzgl. laufender Finanzbuchhaltung und Bearbeitung von Rechnungen, Vorbereitung der projektrelevanten Teile des Jahresabschlusses und der Jahresfinanzplanung
  • Zusammenarbeit mit KollegInnen in den Fachteams bzgl. Abrechnung von Projektreisen, Workshops mit ProjektpartnerInnen, Einkauf von Dienstleistungen und Optimierung der administrativen Prozesse

Sie bringen mit:

  • Berufs- oder Praktikums-/Ehrenamtserfahrung in der Finanz- und Projektverwaltung, möglichst von Verbänden, NGOs oder ZuschussgeberInnen
  • Sicherer Umgang mit Microsoft Excel
  • Kenntnisse in Buchhaltung und Jahresabschluss-Vorbereitung sind von Vorteil
  • Gute Deutsch- und Englischkenntnisse; weitere Sprachen können von Vorteil sein
  • Möglichst Interesse an Entwicklungs- und Umweltthemen
  • Möglichst Kenntnisse in den verschiedenen steuerrechtlichen Bereichen gemeinnütziger Organisationen inkl. Zweckbetrieb und wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb
  • Ausbildung oder Studium mit kaufmännischer Ausrichtung oder anderweitig erworbene grundlegende Kenntnisse im Projektfinanzcontrolling
  • Selbständige, sorgfältige und zuverlässige Arbeitsweise

Wir bieten eine in Anlehnung an den öffentlichen Dienst (Tarifgruppe 10) vergütete und auf 12 Monate befristete Anstellung. Sie erwartet zudem die Möglichkeit, ein engagiertes, sympathisches Team dabei zu unterstützen, auf wichtige gesellschaftliche Debatten und Prozesse Einfluss zu nehmen.

Bewerbungsfrist: 9.9.2018 (sofern die Frist verlängert wird, geben wir dies unter https://germanwatch.org/de/15618 bekannt).

Ihre Bewerbung schicken Sie uns bitte zusammen mit dem ausgefüllten Bewer­bungsbogen, den Sie unter https://germanwatch.org/de/15618 abrufen können (Kontaktadresse bei technischen Problemen: bewerbung@germanwatch.org). Der Bewerbungsbogen ist das zentrale Dokument und unverzichtbarer Teil Ihrer Bewerbung. Er enthält weitere wichtige Hinweise zum Bewerbungsverfahren. Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich am 19.9.2018 in Bonn oder Berlin statt, ggf. wird es eine zweite Runde am 25.9.2018 geben.

Aktuell Stellenangebot Dateianhang

Download: Ausschreibung [PDF; 0.15 MB]

Download: Bewerbungsbogen [WORD; 0.05 MB]

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