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Weitere Study Papers veröffentlicht

1. Februar 2023 - 17:13

Study Paper No 01/23 und No 2/23

Das Europa-Kolleg Hamburg freut sich, zwei weitere Study Paper zu veröffentlichen. Es handelt sich um die sehr gut bewerteten Abschlussarbeiten der MEELS-Studierenden Ibrahim Gündoğar und Meltem Gündoğar. Frau Gündoğar wurde ebenfalls mit einem Preis der Edmund-Siemers-Stiftung für den besten Abschluss des Graduiertenjahrgangs 2022 ausgezeichnet.

Ihr Study Paper untersucht missbräuchliche Marktpraktiken von Online-Plattformen unter dem Titel „EU’s Approach to Abuse of Dominance Concerning Online Platforms: A New Era for EU Competition Policy?“. Ibrahim Gündoğar.beschäftigt sich in seiner Abschlussarbeit mit dem Thema „Coherence of EU Common Agricultural Policy Reform with the EU Green Deal Objectives“.

Absolventen des MEELS-Studiengangs im Jahr 2022.

Beide Absolventen arbeiten zurzeit als EU-Experten in einer Koordinierungsstelle für die Beitrittsverhandlungen der Türkei zur Europäischen Union. Ibrahim Gündoğar hat zudem einen Bachelor-Abschluss in Internationalen Beziehungen von der politikwissenschaftlichen Fakultät der Universität Ankara. Er erhielt seinen Master-Abschluss in European and European Legal Studies vom Europa-Kolleg Hamburg.

Meltem Gündoğar hat einen Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität des Nahen Ostens und erwarb einen Master-Abschluss in Internationalem Handelsmanagement von der Boğaziçi-Universität. Außerdem ist sie Absolventin des Masterstudiengangs European and European Legal Studies am Europa-Kolleg Hamburg.

Hier die Zusammenfassungen und Links zu den beiden Study Papers:

  • Klimawandel und Umweltzerstörung gehören zu den wichtigsten Herausforderungen der heutigen Zeit. Obwohl das Bewusstsein für diese globale Bedrohung wächst, hat die internationale Gemeinschaft immer noch Schwierigkeiten, konkrete Schritte zur Bewältigung dieser Krisen zu unternehmen. In dieser Hinsicht spielt die Europäische Union (EU) die führende Rolle bei Maßnahmen gegen diese Probleme. Im Einklang mit dieser Rolle hat die Europäische Kommission ihren ehrgeizigen European Green Deal angekündigt, mit dem Ziel, bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent zu sein. In dieser Arbeit soll untersucht werden, ob die neue Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) die Ziele des European Green Deal erfüllt, insbesondere vor dem Hintergrund der „EU-Strategie vom Erzeuger zum Verbraucher“ und der „EU-Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bis 2030“.

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  • In den letzten Jahren hat die Sorge zugenommen, ob die bestehenden kartellrechtlichen Vorschriften und Instrumente ausreichen, um Rechtsfälle mit Online-Plattformen zu bewältigen. Diese Studie soll aufzeigen, ob eine weitere Marktregulierung erforderlich ist, um einen fairen Wettbewerb bei Online-Plattformen zu gewährleisten. Aufgrund des vielseitigen Charakters und der sich schnell verändernden Struktur von Online-Plattformen ist die Definition des relevanten Marktes und die Feststellung der Marktbeherrschung problematisch geworden. Außerdem sind die bestehenden Regeln durch bahnbrechende Entscheidungen in der EU-Rechtsprechung bis an die Grenzen einer wirksamen Durchsetzung gedehnt worden. Dennoch haben diese Rechtsfälle die Macht der Tech-Giganten nur in begrenztem Maße gebändigt. So führte die EU den Digital Markets Act ein, der Ex-ante-Regeln zur Bekämpfung der schwachen Wettbewerbsfähigkeit und unlauterer Praktiken auf den Online-Plattformmärkten enthält.

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Kategorien: Hamburg

Neues Study Paper befasst sich mit EU-Entwicklungspolitik

18. Januar 2023 - 14:03

Wir freuen uns, das Study Paper von Julian Yaw Adom Osei-Bonsu zum Thema

Half a Century Later: The Costs of European Development Policy on Grappling African Industries

zu veröffentlichen.

Der MEELS-Absolvent Julian Bonsu im Porträt.

Julian Osei-Bonsu studierte European and European Legal Studies am Europa-Kolleg Hamburg, wo er 2021 seinen Master of Arts erhielt. Zuvor erwarb er einen Bachelor of Arts mit Auszeichnung in Französisch und Recht an der University of Stirling im Vereinigten Königreich. Zu seinen Forschungsinteressen gehört die Aufarbeitung kolonialer Vergangenheit.

Abstract:

Das vorliegende Papier untersucht die Außenpolitik der EU in Afrika und analysiert vor allem die Bereiche, in denen diese Strategien nicht ausreichen, um Wachstum und Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent zu gewährleisten. Es wird ein Überblick über die europäische Kolonialgeschichte in Afrika gegeben, wobei der Schwerpunkt auf den anhaltenden Auswirkungen des Kolonialismus liegt, die noch heute auf beiden Kontinenten zu spüren sind, sowie auf seiner Bedeutung für die Gestaltung der heutigen Politik.

Die Studie befasst sich mit den Beziehungen zwischen der EU und Afrika im einundzwanzigsten Jahrhundert und bewertet die aktuellen politischen Maßnahmen der EU, die Afrika bei Wachstum und Entwicklung unterstützen sollen. Dies geschieht in Form von Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) sowie von Mitteln für die Entwicklungshilfe. Da sie als nicht entwicklungsfördernd kritisiert werden und „neokoloniale“ Formen annehmen, wenden sich die afrikanischen Länder zunehmend an andere aufstrebende Akteure, um mit ihnen zusammenzuarbeiten und Hilfe zu erhalten. Obwohl die neuen Partner eine willkommene Alternative für die Entwicklung Afrikas darstellen, insbesondere bei der Unterstützung der Industrialisierung des Kontinents, werden auch sie als von ihren eigenen Interessen am Zugang zu afrikanischen Märkten und Ressourcen sowie am Aufbau politischer Einflusssphären geleitet eingeschätzt. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Afrika seine eigenen, für den afrikanischen Kontext am besten geeigneten Methoden entwickeln muss.

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Kategorien: Hamburg

Neuer Visiting Fellow am Europa-Kolleg Hamburg: Dr. Roberto Luppi

21. Dezember 2022 - 10:13

Das Europa-Kolleg Hamburg begrüßt einen neuen Gastforscher. Der Italiener Dr. Roberto Luppi ist im Rahmen eines dreimonatigen Forschungsaufenthaltes ab Dezember 2022 am Europa-Kolleg Hamburg tätig sein.

Dr. Luppi hat an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie an der Universität LUMSA in Rom studiert, an der er 2020 auch promoviert wurde. Er hat Studien- und Forschungsaufenthalte an der Universidad Católica Argentina in Buenos Aires und an der University of Notre Dame in South Bend (Indiana) absolviert. Seine Veröffentlichungen beschäftigen sich mit rechtsphilosophischen Fragen wie der Analyse der Tugenden und Theorien der Gerechtigkeit. Außerdem ist er ist Herausgeber des Sammelbandes „John Rawls and the Common Good“.

Bis Dezember 2022 war Dr. Roberto Luppi wissenschaftlicher Referent der Villa Vigoni, des Deutsch-Italienischen Zentrums für den Europäischen Dialog. Im Rahmen dieser Tätigkeit nahm Luppi an der Konferenzreihe Hamburg-Vigoni Forum teil, die von der Universität Hamburg organisiert wird. Außerdem arbeitet der Italiener als Dozent an der Libera Università Maria Ss. Assunta, Palermo. Zuvor war der zukünftige Visiting Fellow bereits für die Konrad-Adenauer-Stiftung und als Mitarbeiter für einen Abgeordneten sowie den Kulturausschuss des italienischen Parlaments tätig.

Dr. Roberto Luppi hat bereits verschiedenste Beiträge zu internationalen Konferenzen geliefert und im Jahr 2022 unter anderem eine Konferenz der LUMSA Universität Palermo zum Thema „Building the Future Between Precarity and Hope. German-Italian Perspectives in a Changing Europe“ selbst organisiert.

Der Gastforscher wird bis Ende Februar 2023 mit dem Europa-Kolleg Hamburg zusammenarbeiten. Anschließend wird er seine Forschungsergebnisse im Rahmen eines Seminars am Institute of European Integration und in Form eines Manuskriptes präsentieren.

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Kategorien: Hamburg

Rückblick auf FOTAR 2022

12. Dezember 2022 - 15:49
Foto: BKHS/Michael Zapf

Wie kann der internationale Handel gerechter und klimafreundlicher gestaltet und gleichzeitig wettbewerbspolitischen Anforderungen gerecht werden? Über die „Changing Politics of Transatlantic Trade Relations“ wurde im Rahmen der Konferenz FOTAR 2022 am 08.12. diskutiert.

Renommierte Sprecher:innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sprachen im Rahmen von 3 Panels vor rund 60 Gästen im Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. Im Anschluss erfolgte ein Senatsempfang im Hamburger Rathaus. Zwischen den Programmpunkten tauschten sich Sprecher:innen und Gäste angeregt über Ideen aus.

Eine Frage aus dem Publikum. Foto: BKHS/Micheal Zapf

Die FOTAR 2022 begann mit einer Eröffnungsrede von Malin Oud vom Raoul Wallenberg Institute Stockholm, in der sie sich intensiv mit China und seiner Rolle als Herausforderer für die transatlantischen Partner beschäftigte. Das erste Panel der Konferenz fragte dann, inwieweit die Handelspolitik der EU und der USA soziale Ungleichheit – insbesondere auf globaler Ebene – bekämpfen kann. Dabei wies insbesondere Madita-Standke Erdmann vom Deutschen Frauenrat auf das Problem von Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern hin.

Die drei Diskutant:innen des ersten Panels: PD Dr. Andreas Grimmel, Madita-Standke Erdmann und Matt Duss, Foto: BKHS/Michael Zapf

Das darauffolgende zweite Panel diskutierte dann, wie westliche Staaten sich durch eine Diversifikation ihrer Lieferketten schützen können. Diese vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Energiekrise akute Frage stellten sich die fünf Diskutant:innen und Moderatorin Julia Friedlander auch im Hinblick auf die Marktmacht Chinas im Technologie-Bereich. Tim Rühlig von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik bezog Stellung zu protektionistischen Maßnahmen: „Wir sollten nicht im gleichen Maße wie China versuchen, unsere Wirtschaft von anderen Ländern abzuschotten.“

Gegenstand der dritten Panel-Diskussion war, inwieweit der transatlantische Handel zur Lösung des Klimaproblems beitragen kann. Dabei wurde auch auf die Verantwortung der Industriestaaten EU und USA hingewiesen. Der ehemalige Minister of Public Works (Infrastruktur) in Liberia W. Gyude Moore stellte klar, für wie dramatisch er den Klimawandel hält: „Die Klimakrise ist zerstörerischer als die Covid-19 Pandemie.“

Das letzte Panel im Lichthof fand in hybrider Form statt. Foto: BKHS/Michael Zapf

Nachdem die Diskussionen im Lichthof beendet waren, zogen viele der Teilnehmer:innen noch weiter zum Senatsempfang im Rathaus. Der Empfang begann mit einer Begrüßung durch den Finanzsenator der Stadt Hamburg Dr. Andreas Dressel. In Abwesenheit von Dr. Meik Woyke übernahm Elisabeth Winter seitens der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung einige Willkommensgrüße. Im Namen des Europa-Kollegs hieß Prof. Dr. Markus Kotzur die Gäste willkommen.

Schließlich wurde auch im prunkvollen Kaisersaal des Rathauses weiter diskutiert: Cathryn Clüver Ashbrook, Vizepräsidentin der Bertelsmann-Stiftung, sprach über die Rolle von Städten in der internationalen Handelspolitik. Mit einem Zitat von Benjamin Franklin brachte sie ihre Überzeugung zum Ausdruck: „We must indeed all hang together or, most assuredly, we shall all hang separately.“ Prof. Dr. Markus Kotzur bedankte sich im Anschluss bei allen Sprecher:innen und Teilnehmer:innen der FOTAR 2022 und straffte die Ergebnisse der Tagung am Ende auf 3 notwendige Handlungsmaximen: „Competition, Cooperation, Convergence.“

Diskussion im Kaisersaal mit Cathryn Clüver Ashbrook. Foto: BKHS/Michael Zapf

Die Redner:innen beim Senatsempfang, Foto: BKHS/Michael Zapf

Das Europa-Kolleg Hamburg möchte Sich ganz herzlich bei allen Teilnehmer:innen an der FOTAR 2022 bedanken und freut sich auf die nächste Konferenz gemeinsam mit der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung.

Hier das Video des Live-Streams der FOTAR 2022 zum Nachschauen.

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Kategorien: Hamburg

Research Seminar: Yannis Somarakis am Europa-Kolleg Hamburg

23. November 2022 - 10:00

Bei seinem gestrigen Vortrag setzte sich Yannis Somarakis mit der Beziehung zwischen Demokratie und Recht auseinander. Im Rahmen seines Research Seminars am Europa-Kolleg Hamburg stellte Somarakis die Frage nach „Judicial activism in CJEU and ECtHR case law?“.

Insbesondere der EuGH sah sich in jüngerer Vergangenheit dem Vorwurf ausgesetzt, seine extensive Rechtsprechung würde zur Schaffung neuer Rechtsvorschriften führen. Somarakis zeigte eindrucksvoll positive und negative Folgen einer solchen aktiven Rolle der Gerichte auf. Sein Vortrag behandelte außerdem die Rolle anderer nationaler und internationaler Gerichte.

Yannis Somarakis promovierte 2015 an der National Kapodistrian University of Athens und forscht seit 2021 an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hamburg.

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Kategorien: Hamburg

Mehr als 20 Gäste bei Vortrag an der Universität Hamburg

9. November 2022 - 18:02

An dem vom Europa-Kolleg Hamburg und der Universität Hamburg organisierten Vortrag von Prof. Dr. Christoph Herrmann nahmen mehr als 20 Gäste teil. Prof. Dr. Christoph Herrmann von der Universität Passau referierte zum Thema „„Herausforderungen der EU-Handelspolitik zwischen Open Strategic Autonomy und Green Deal“. (Link zu vorherigem Beitrag)

Vor Beginn des Vortrags wurden die Gäste durch den Präsidenten des Europa-Kollegs Hamburg Prof. Dr. Markus Kotzur herzlich begrüßt. Daraufhin wurde Redner Prof. Dr. Herrmann von Prof. Alexander Proelß aus dem Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Hamburg vorgestellt. Der Redner widmete sich schließlich Fragen zur Verteidigungsfähigkeit der Europäischen Union und zu Möglichkeiten einer gemeinsamen europäischen Bewältigung der Folgen des Klimawandels. Dabei ging es auch um aktuelle Themen wie den russischen Angriff auf die Ukraine und die steigenden Energiepreise in Europa.

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Kategorien: Hamburg

FOTAR

9. November 2022 - 17:56


FOTAR (Future of Transatlantic Relations) ist ein vom Europa-Kolleg Hamburg und von der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung konzipiertes und durchgeführtes Konferenzformat, das von der Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke großzügig gefördert wird. Es bringt Entscheidungsträger, Akademiker, Vertreter der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft aus den USA und Europa zusammen, um aktuelle Trends und Zukunftsszenarien der transatlantischen Partnerschaft zu diskutieren. Die FOTAR findet alle zwei Jahre in Hamburg statt.

DISKUSSIONEN BEI DER KONFERENZ 2020 QUELLE: BKHS

ZUSAMMENTREFFEN BEI DER FOTAR 2018 QUELLE: BKHS

Informationen zur kommenden FOTAR-Konferenz am 08.12.

FOTAR2022: Die sich verändernde Politik der transatlantischen Handelsbeziehungen
Internationale Konferenz | Hamburg, 8. Dezember 2022

Die Globalisierung steht unter Druck. Während die globalen Lieferketten unter Russlands Angriff auf die Ukraine und den Nachwehen der Pandemie leiden, wird der Politik des internationalen Handels wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Der Handel ist ein Eckpfeiler der transatlantischen Partnerschaft. Doch inmitten einer Vielzahl globaler Krisen werden klassische liberale Paradigmen wie die unsichtbare Hand des Marktes und die demokratisierende Wirkung der Handelsintegration auf beiden Seiten des Atlantiks in Frage gestellt und eine stärkere Rolle des Staates gefordert.

Zum dritten Mal lädt das vom Europa-Kolleg Hamburg und von der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung veranstaltete Konferenzformat FOTAR (Future of Transatlantic Relations) hochkarätige internationale Referenten ein, um zu diskutieren, wie die transatlantische Handelspartnerschaft zur sozioökonomischen Transformation des globalen Wirtschaftssystems beitragen kann: Wie können transatlantische Partner aus dem öffentlichen und privaten Sektor Menschenrechte in ihre globalen Wertschöpfungsketten einbinden? Was kann der transatlantische Handel zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen? Wie kann die Handelspartnerschaft zwischen der EU und den USA die Energiesicherheit und den technologischen Fortschritt nachhaltig sichern? Und wie können die transatlantischen Partner mit ihrer Handelspolitik der wachsenden sozialen Ungleichheit begegnen?


Ein menschliches Gesicht für den Handel: Menschenrechte und Welthandel
Demokratische Werte bilden das Fundament der transatlantischen Sicherheits- und Handelspartnerschaft. Der Schutz der Menschenrechte kann nicht an den transatlantischen Grenzen enden, da sie durch globale Lieferketten miteinander verbunden sind. Wie können sich die Vereinigten Staaten und die Europäische Union angesichts der wachsenden Spannungen mit Russland und China für die Menschenrechte entlang ihrer globalen Produktionslinien einsetzen?

Transatlantische Klimamaßnahmen sind notwendig: Handel für einen gesünderen Planeten
Um die gewünschten Ergebnisse beim Klimaschutz zu erzielen, sind Maßnahmen im Welthandel erforderlich: Zusammen mit China sind die USA und die EU für etwa die Hälfte des weltweiten Handels und der CO2-Emissionen verantwortlich. Welche transatlantischen handelspolitischen Instrumente könnten die internationalen Bemühungen ergänzen? Ist es möglich, kurzfristige Energiesicherheit mit langfristiger Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen? Und wie kann ein neues transatlantisches Engagement für einen umweltfreundlichen Handel eine globale Wirkung entfalten?

Der Wettlauf um die Technologie: Aufbau widerstandsfähiger transatlantischer Handelsbeziehungen
Die transatlantische und die chinesische Wirtschaft sind eng miteinander verflochten, während die Regierungen der beiden Länder in einen sich verschärfenden Systemwettstreit verwickelt sind. Wer bei neuen Technologien die Nase vorn hat, wird das Spiel gewinnen. Was macht globale Lieferketten widerstandsfähig, wenn sie mit dem Wettbewerb der Großmächte konfrontiert sind? Wie kann die Handelspolitik der EU und der USA neue Technologien vor dem Missbrauch durch autoritäre Regierungen schützen und gleichzeitig den rechtmäßigen Handel und die Weiterentwicklung dieser Technologien fördern?

Transatlantischer Handel für das Gute: Soziale Ungleichheit bekämpfen
Die Globalisierung bringt überall Gewinner und Verlierer hervor. Soziale Ungleichheit und ihre wirtschaftlichen und politischen Folgen sind zu einer großen globalen und transatlantischen gesellschaftlichen Herausforderung geworden, die die bereits diskriminierten Menschen an den Rand drängt, die Gesellschaften polarisiert und die demokratischen Institutionen aushöhlt. Wie kann der transatlantische Handel zu einem Instrument der sozioökonomischen Eingliederung in der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten und darüber hinaus werden? Inwieweit können die transatlantischen Partner die drohende Nahrungsmittelkrise im globalen Süden bekämpfen? Welche Handelspolitik stellt die Menschen in den Mittelpunkt, um den Wohlstand für alle zu fördern?

Grüner und gerechter Handel in Aktion: Eine Unternehmensperspektive
Amerikanische und europäische Unternehmen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Ambitionen der transatlantischen Handelspolitik in die Tat umzusetzen. Wie können Wirtschaftsakteure zu einer gerechten und grünen Transformation des Handels beitragen?

FOTAR 2020 SOURCE: BKHS

Über die Kooperation

zwischen dem Europa-Kolleg Hamburg und der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung

Europa-Kolleg HamburgBundeskanzler-Helmut-Schmidt-StiftungDas Europa-Kolleg Hamburg ist eine international anerkannte, interdisziplinäre Einrichtung für Bildung und Forschung auf dem Gebiet der europäischen Integration. Mit dem Institut für Europäische Integration und zwei Masterstudiengängen bietet das Europa-Kolleg Hamburg eine hervorragende Plattform für Forschung, Lehre und Lernen im Bereich der Europastudien. Renommierte Dozenten, die Fachbibliothek für Europastudien, der integrierte Wohnbereich, wichtige Projekte, Veranstaltungen und Publikationen bieten ein anregendes Umfeld für Studierende und Wissenschaftler aus aller Welt, die höchste Ansprüche im Bereich der europäischen Integration stellen.

Das Europa-Kolleg Hamburg wurde 1953 als gemeinnützige Stiftung des privaten Rechts gegründet. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Forschung und der akademischen Lehre auf dem Gebiet der europäischen Integration und der internationalen Zusammenarbeit. Die Stiftung beteiligt sich an der Finanzierung und nimmt alle damit verbundenen Verwaltungsaufgaben wahr. Sie wird von einem ehrenamtlichen Vorstand beaufsichtigt und von einem Kuratorium beraten.Die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung erinnert an einen der bedeutendsten deutschen Staatsmänner des 20. Jahrhunderts. Als zukunftsorientierte Denkfabrik greift sie Themen auf, die auch Schmidt interessierten. Drei übergreifende Programme stehen im Mittelpunkt des Arbeitsprogramms der Stiftung: 1) Europäische und Internationale Politik, 2) Globale Märkte und Soziale Gerechtigkeit und 3) Demokratie und Gesellschaft.

Eng verzahnt mit diesen Programmen spiegelt Gelebte Demokratie“ in der Hamburger Innenstadt fast ein halbes Jahrhundert deutscher und internationaler Zeitgeschichte wider. Sie stellt die Leistungen ihres Namensgebers in einen aktuellen und historischen Kontext. Im Helmut Schmidt-Archiv im Hamburger Stadtteil Langenhorn macht die Stiftung die privaten Dokumente Schmidts und seiner Frau Loki für die Forschung zugänglich und gewährt der Öffentlichkeit Zutritt zum ehemaligen Wohnhaus der Schmidts.

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Vortrag an der Universität Hamburg am 08.11.

2. November 2022 - 14:40

Am Dienstag, den 08.11.2022 findet an der Universität Hamburg ein wissenschaftlicher Vortrag statt . Mit Blick auf das Thema „Herausforderungen der EU-Handelspolitik zwischen Open Strategic Autonomy und Green Deal“ wird über die sicherheits- und klimapolitischen Aufgaben, mit denen die Europäische Handelspolitik derzeit konfrontiert wird, referiert werden. Der Redner ist Prof. Dr. Christoph Herrmann, Inhaber des Lehrstuhls für Staats- und Verwaltungsrecht, Europarecht, Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht an der Universität Passau.

Organisiert wird die Veranstaltung vom Europa-Kolleg Hamburg und von der Universität Hamburg. Beginn ist um 17 Uhr im Raum Raum WiWi 2054/2055 im Von-Melle-Park 5, 20146 Hamburg. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Europa-Kolleg Hamburg lädt sie herzlich ein, an dieser Veranstaltung teilzunehmen!

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Start des MEELS-Studiengangs am Institute for European Integration

2. November 2022 - 10:20

Der neue Jahrgang des Masterprogramms „European and European Legal Studies“ (MEELS) hat sein Studium am Europa-Kolleg Hamburg im September begonnen. Der Grund für den frühen Studienbeginn in diesem Jahr ist eine Zusammenlegung einiger Kurse des neuen MEELS-Jahrgangs mit dem neu aufgelegten Studiengang European and International Law (MEIL). Dieser vermittelt vertiefte Kenntnisse im Bereich des Völker- und Europarechts.

Die Einführungsveranstaltung zum Start in das Wintersemester 2022/2023 fand bereits am 05. September statt. Hierbei wurden die Studienbeginner wie üblich von Studiengangsleiter Prof. Dr. Markus Kotzur begrüßt. Der Studiengangsleiter erwartet positive Effekte von der Zusammenlegung der Kurse: „Die neuen MEELS-Studierenden werden mit Sicherheit von Synergien profitieren.“

Die 14 neuen MEELS-Studierenden kommen aus acht verschiedenen Herkunftsländern: Afghanistan, China, Deutschland, Frankreich, Georgien, Serbien, der Türkei und den USA.

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Neuer Gastforscher untersucht EU-China Beziehungen

26. Oktober 2022 - 15:02

Dr. Chien-Huei Wu wird ab November 2022 Visiting Fellow am Institute for European Integration. Der Forschungsprofessor am Institute of European and American Studies an der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Taipei, Taiwan koordiniert die dortige „EU Research Group“.

Der taiwanesische Wissenschaftler arbeitet im Bereich der Internationalen Rechts und des Internationalen Handels. Dabei beschäftigt Dr. Wu sich mit den Handelsbeziehungen der EU, dem Verhältnis Chinas zu Taiwan und den Beziehungen der EU zu Staaten aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Unter anderem hat er die Monografien WTO and the Greater China: Economic Integration and Dispute Resolution (Martinus Nijhoff 2012) und Law and Politics on Export Restrictions: WTO and Beyond (Cambridge University Press 2021) veröffentlicht.

Während seines Aufenthaltes am Institute for European Integration wird Dr. Wu eine Monografie über die Beziehungen zwischen der EU, China und Taiwan verfassen, in der er sich mit dem geplanten Umfassenden Investitionsabkommen zwischen der EU und China auseinandersetzt. Falls umgesetzt, dürfte dieses zur Beseitigung vieler Restriktionen für EU-Unternehmen auf dem chinesischen Markt führen. Im Hinblick auf das Abkommen untersucht der Gastforscher, wie die EU als multilateraler Akteur Handelspolitik betreibt und wie sie ihre Werte in Handelsabkommen einschreibt.

Wus Monografie hinterfragt die geplante Partnerschaft im Hinblick auf Menschenrechtsverletzungen seitens der chinesischen Regierung und die Rolle der EU als ‚normative power‘. Vor diesem Hintergrund wird Dr. Chien-Huei Wu zudem die Herausforderungen erforschen, die sich für ein mögliches Handelsabkommen zwischen der EU und Taiwan ergeben würden.

Dr. Wu war zuvor bereits Visiting Fellow am World Trade Institute der Universität Bern sowie an den Universitäten Köln, Passau und an der Georgetown University. Außerdem verfügt der zukünftige Gastforscher am Institute for European Integration über Berufserfahrungen als Staatsanwalt beim taiwanesischen Justizministerium und hat bereits verschiedene Ministerien Taiwans beraten. 2019 hat der in Florenz promovierte Doktor vor dem Europäischen Parlament über die Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen der EU und Taiwan gesprochen. Dr. Wu plant seinen Aufenthalt am Institute for European Integration bis Oktober 2023.

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Tagung „Integration durch Politik, Integration durch Recht?“ am Europa-Kolleg Hamburg

24. Oktober 2022 - 10:25

Am 15. Und 16.09.2022 fand die jährliche Tagung des Arbeitskreises Politik und Recht zum Thema „Integration durch Politik, Integration durch Recht?“ am Europa-Kolleg Hamburg statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Begrüßung durch Privatdozent Dr. Andreas Grimmel, der seit Jahren im Arbeitskreis der Deutschen Vereinigung für Politik und Recht engagiert ist.

Die 25 Teilnehmer:innen aus den Bereichen Politik-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften diskutierten angeregt über die Konstitutionalisierung der EU, das europäische Mehrebenensystem und demokratische Grundlagen eines supranationalen Systems. Trotz unterschiedlicher Perspektiven gelang es den Diskutierenden viele gemeinsame Positionen zu erschließen.

Organisator:innen der Tagung waren Dr. Susanne Giang, PD Dr. Andreas Grimmel, Prof. Dr. Markus Kotzur und Prof. Dr. Oliver Lembcke. Die Veranstalter:innen planen, zu den Ergebnissen der Tagung einen Sammelband zu veröffentlichen.

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