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Aktualisiert: vor 13 Minuten 9 Sekunden

10 Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise gründet sich die Bürgerbewegung Finanzwende

16. September 2018 - 14:00
Finanzmärkte wieder in den Dienst der Menschen stellen

In Deutschland hat sich jetzt dazu die „Bürgerbewegung Finanzwende“ gegründet. Sie will eine Finanzwende, die die internationalen Finanzmärkte wieder in den Dienst der Menschen stellen soll. Wir wünschen diesem Bündnis aus ExpertInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft und BürgerInnen viel Erfolg.

Die Bürgerbewegung Finanzwende ist ein überparteilicher Zusammenschluss verschiedenster Akteure der Zivilgesellschaft. In der Mitgliedschaft befinden sich z. B. Norbert Blüm (CDU), Gesine Schwan (SPD) und Axel Troost (LINKE).

Aus der Zivilgesellschaft unterstützen als Gründungsmitglieder der Deutsche Gewerkschaftsbund, Facing Finance, Peter Eigen (Gründer Transparency International), Ute Straub (Brot für die Welt), sowie Axel Kleinlein (Vorstandsvorsitzender Bund der Versicherten) und viele andere.

Der Verein ist Teil des internationalen Finance Watch-Netzwerks und arbeitet eng mit diesem zusammen. SID arbeitet in der Change Finance Coalition mit, die sich weltweit für ein demokratisch reguliertes Finanzsystem einsetzt, das Menschen und Planeten dient.

Ten Years from the financial crisis, SID joined Change Finance coalition to ask for a paradigm shift

14. September 2018 - 19:12

SID is member of the Change Finance coalition - https://www.changefinance.org-  including  civil society organizations, advocacy groups, think tanks and grassroots movements, advocating and campaigning  together to ask governments to take action and change the rules of finance. 

Tomorrow Saturday 15th September 2018 is the 10th anniversary of the collapse of the US Investment Bank Lehman Brothers which marked the start of the financial crisis in 2008. The date has been chosen as a symbolic moment to mobilize around and provide support to the 'Ten Years On' campaign. 

More information are available on the campaign' s website https://www.changefinance.org/take-action/ as well as on SID website at the following link: https://www. sidint.net/content/ten-years-crisis-finance-rules-world-lets-change-rules

The SID post also includes a selection of analysis about the past crisis and the risk of a new collapse, should a paradigm shift not happen soon.     

Vortragsreihe zu 50 Jahre CLUB OF ROME im Planetarium Hamburg

6. September 2018 - 15:20

„Der Mensch als Moderator des Lebens?“ ist der Titel einer gemeinsamen Vortragsreihe des Planetariums Hamburg zusammen mit der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME. In verschiedenen Vorträgen fragen Mitglieder der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME, welchen Einfluss die Menschen auf den Planeten Erde ausüben und ob sie sich dieser Verantwortung bewusst sind. Ziel der Reihe ist es, Impulse zum Nachdenken zu geben über den Einfluss der Menschheit auf den Planeten Erde.

Die Vortragsreihe greift einen der wesentlichen Gründungsgedanken des CLUB OF ROME auf: „Seine Macht überträgt dem Menschen die Funktion und Verantwortung für Entscheidungen, die einst der Weisheit der Natur oblagen. Er muss nun eine neue Rolle als Moderator des Lebens auf der Erde übernehmen“ schrieb einer der Gründer Aurelio Peccei einst.

​„Ich möchte nicht, dass der Mensch die Rolle des Moderators im Erdsystem einnimmt, aber de facto hat er sie. Mit der Vortragsreihe wollen wir an unsere Verantwortung als Menschheit erinnern, aber auch dazu inspirieren, uns wieder mehr als Teil des Erdsystems und von Ökosystemen zu verstehen und in der Konsequenz unsere Verhaltensweisen zu ändern, damit wir nicht weiter den Planeten ausbeuten“, so Prof. Mojib Latif, Präsident der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME. Er eröffnete die Vortragsreihe am 1. Juni mit einem Vortrag „Klimawandel und die Rolle der Ozeane“. Die weiteren Termine jeweils um 19:30 Uhr:

​Prof. Christan Berg: „Mars One oder Earth Two? Der blaue Planet und sein bedrohtes Paradies“ (13. September 2018)
Prof. Uwe Schneidewind: „Zukunftskunst. Der umfassende Umbau von Technik, Wirtschaft und Gesellschaft“ (25. Oktober 2018)
Dr. Daniel Dahm: „Sustainability Zeroline: vom Global Overshoot zum Aufbau der Lebensgrundlagen.“ (21. Februar 2019)
sowie Dr. Thomas Bruhn vom jungen ThinkTank30 der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME: „Der Mensch: Geisteshaltungen und Denkweisen im Anthropozän“

​Die Vortragenden erläutern im besonderen Ambiente des Planetariums die wesentlichen menschengemachten Veränderungen aus verschiedenen Blickwinkeln, zeigen aber auch Lösungen und Handlungsoptionen auf.

„Es wird nicht ohne Grund in der Wissenschaft diskutiert, das Zeitalter des Menschen, das Anthropozän, auszurufen. Selbst aus dem Weltall kann man erkennen, wie wir Menschen mit unseren technologischen Möglichkeiten, bewusst oder unbewusst, den Planeten verändern“ so Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetariums.

SID gratuliert dem CLUB OF ROME zum 50. Jahrestag und weist auf diese Veranstaltungen gern hin.

10. Hamburger Klimawoche: Nachhaltige Ziele für Hamburg umsetzen | 23.-30. September 2018

30. August 2018 - 23:22

Die Hamburger Klimawoche ist eine Initiative aus der Mitte der Gesellschaft. Zahlreiche Vereine, Stiftungen, Unternehmen, wissenschaftliche Institutionen und Medienpartner haben sich hier zusammengetan, um eine Woche lang ein Aktionsprogramm in Hamburg zu bieten. Die Bürger*innen und Besucher*innen unserer Stadt wollen wir so einladen, Klimaschutz hautnah zu erfahren und die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) in ihrem persönlichen Handeln ein Stück weit mehr umzusetzen.

Viele Menschen wollen etwas Konkretes für eine nachhaltige Entwicklung tun und ihr Leben umweltfreundlicher gestalten, stehen dabei jedoch einem unübersichtlichen Angebot seriöser, aber auch unseriöser, technologischer Lösungen und Dienstleistungen gegenüber. Es gibt bereits eine Vielzahl von erfolgreichen Technologien und Geschäftsmodellen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit.

Im Rahmen der Klimawoche sollen diese nachhaltigen Ideen den berühmten „Otto Normalverbraucher“ motivieren umzudenken, innovativ und vor allem richtig zu handeln. Die Klimawoche ist eine zeitgemäße und publikumswirksame Interaktions-, Integrations- und Kommunikationsplattform von aktuellen und künftigen Lösungen zum Erreichen einer nachhaltigen Welt.

Die Klimawoche bietet wichtige und attraktive Informationen zu nachhaltigkeitsbezogener Forschung, Dienstleistungen und Produkten mit erfahrenen Partnern im Herzen der Stadt. Und sie zeigt durch ihre Veranstaltungen nicht zuletzt auch, wieviel Spaß das Thema „Nachhaltigkeit“ macht!

Hier finden Sie weitere Informationen rund um die Idee der Hamburger Klimawoche:

Den Kopf frei haben! Petition gegen das sogenannte Kinderkopftuch

22. August 2018 - 10:03

Live Stream der Pressekonferenz von Terre de Femmes, Berlin, zur Petition gegen das sogenannte Kinderkopftuch

Donnerstag, 23.08.2018, 10:30 bis 11:30 Uhr auf dem Terre de Femmes Youtube-Kanal

Weiteres von Terre de Femmes zum Thema: TDF-PositionspapierTDF-ArgumentepapierWissenschaftliche Argumente

Verbände verlangen bessere Umsetzung der Hamburger Nachhaltigkeitsagenda

5. Juli 2018 - 19:33

Der Hamburger Ratschlag, ein Zusammenschluss von SID mit anderen Hamburger Nicht-Regierungs-Organisationen, mahnt Umsetzungsfortschritte für die Hamburger Nachhaltigkeitsagenda an und überreicht Forderungen zu Umwelt, Stadtentwicklung und Verkehr am 5. Juli 2018 an Staatsrat Pollmann im Hamburger Rathaus.

Bild von links nach rechts: Naciye Demirbilek (W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e. V.), Staatsrat Pollmann (Behörde für Umwelt und Energie), Karsten Weitzenegger (SID Hamburg – Gesellschaft für internationale Entwicklung Hamburg e. V.), Cornelia Creischer (Landesfrauenrat Hamburg e. V.), Prof. Dr. hc. Randzio-Plath (Marie-Schlei-Verein e. V.), Wolfgang Lührsen (BUND-Landesverband Hamburg e. V.), Frank Schier (Zukunftsrat Hamburg e. V.), Klaus Willke (Germanwatch e. V.)

Die Zukunft, die wir wollen – das Hamburg, das wir brauchen

Die Sustainable Development Goals (SDG) verlangen die Partizipation aller. So hat sich die Hamburger Zivilgesellschaft zusammengetan, um die Umsetzung der UN Agenda 2030 zu begleiten. Bereits heute leben über 50 Prozent der Weltbevölkerung in Städten. 2050 werden es voraussichtlich 80 Prozent sein. Die Umsetzung der SDGs und damit die Erhaltung der Lebensbedingungen wird daher in den Städten entschieden.

Deswegen haben die unterzeichnenden Hamburger Nichtregierungsorganisationen zusätzlich zu ihren Forderungen weitere Empfehlungen zu Umwelt, Stadtentwicklung und Verkehr erarbeitet, in der Hoffnung, dass Hamburg in diesem Prozess nicht nur Verantwortung, sondern auch eine Vorbildfunktion für andere Städte übernimmt.

Die Empfehlungen wurden am 5. Juli 2018 dem Staatsrat Pollmann übergeben:

 

1. Umwelt

  1. Die Biostadt Hamburg stellt sicher, dass bis 2030 ökologische Landwirtschaft auf mindestens 50% der landwirtschaftlichen Fläche betrieben wird. Auf den übrigen Flächen werden auf 5% Maßnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt durchgeführt, wie z. B., Ackerrandstreifen und Blühflächen.
  1. Hamburg ist spätestens bis 2050 klimaneutral. Dazu wird innerhalb eines Jahres ein konkreter Maßnahmenplan erarbeitet, der insbesondere die Hafenwirtschaft mit der Kreuzfahrtbranche sowie den Flughafen miteinbezieht.
  2. In der Metropolregion Hamburg ist der Trinkwasserbedarf der Bevölkerung in Menge und Güte durch gezielten Waldumbau vorhandener Nadelforste in naturnahe Eichen- und Buchenlaubwälder zu generieren und langfristig zu sichern.
  3. Die Stadt muss den Verbund der Biotope dauerhaft sicherstellen.
  4. Innerhalb eines Jahres veröffentlicht die Stadt Hamburg ein Indikatoren Set zur Umsetzung der Senatsdrucksache im Bereich Umwelt sowie den Ist-Zustand der Indikatoren und veröffentlicht jährlich den entsprechenden Fortschritt.

2. Stadtentwicklung

  1. Hamburg soll ein integriertes Stadtentwicklungs-konzept an den SDGs orientieren, dazu die Teilhabe der Zivilgesellschaft ermöglichen, Dialoggremien schaffen zwischen Oberbaudirektion und Zivilgesellschaft, das Kataster samt Grundeigentum transparent machen.
  2. Zugang zu angemessenem, inklusivem und bezahlbaren Wohnraum muss gewährleistet werden, z. B. durch Präferenz für kleine Baugenossenschaften, Anreize für sozialen Wohnungsbau, Erleichterung des Wohnraumtausches, Verbot von Leerstand, Umwand-lung von Gewerberäumen, längere Sozialbindung, Mehrgenerationenhäuser und phantasievolles Bauen auch von Hochhäusern.
  3. Hamburg muss naturfreundliche Grün- und Freiflächen durch intelligentes, flächensparendes Bauen entlang der Siedlungsachsen der Metropolregion und Nachverdichten dauerhaft erhalten statt Neuversiegeln.
  4. Hamburg soll zusammen mit fortgeschrittenen Städten die gesamte Metropolregion Hamburg bewegen, einen demokratischen und vielfältigen Prozess zu betreiben, um eine integrierte Regionalplanung zu erproben und verbindlich einzuführen.

3. Verkehr

  1. Für eine weitere Umsetzung der SDGs muss der Senat ein visionäres Verkehrskonzept vorlegen, das konkrete Beschränkungs-, Entschleunigungs- und eMobilitäts-Maßnahmen zur Einhaltung der europäischen Grenzwerte zur Luftreinhaltung sowie zur Reduzierung des Flug- und Straßenlärms beinhaltet.
  2. Die in der Senatsdrucksache noch ungefähr gehaltenen Ziele müssen konkret quantifiziert werden.
  3. Der Senat muss konkrete Indikatoren zum Monitoring der Umsetzung der Ziele festlegen.

http://www.2030hamburg.de/

Flassbeck kritisiert Freihandel als realitätsferne Ideologie

4. Juni 2018 - 16:53

In einem fulminanten Vortrag  machte Prof. Dr. Heiner Flassbeck bei der Ringvorlesgung #HungerHandel auf die grundlegenden Fehler des Freihandelsglaubens aufmerksam. Im Zentrum steht die Frage: Warum gibt es in den Entwicklungsländern kaum Fortschritte, obwohl sie doch die Idee des Freihandels umsetzen?

In einem fulminanten Vortrag machte Prof. Dr. Heiner Flassbeck bei der Ringvorlesgung #HungerHandel auf die grundlegenden Fehler des Freihandelsglaubens aufmerksam. Im Zentrum steht die Frage: Warum gibt es in den Entwicklungsländern kaum Fortschritte, obwohl sie doch die Idee des Freihandels umsetzen?