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Aktualisiert: vor 6 Stunden 48 Minuten

Zu einem verbindlichen globalen Abkommen über Wirtschaft und Menschenrechte

18. Oktober 2019 - 12:45
Am 18. Oktober startet OnHour am Brandenburger Tor in Berlin die Initiative „OnHour – UNited for Future!“ Damit die die Aufmerksamkeit auf fünf UN-Konferenzen bzw. Themen gelenkt werde, die für die Gestaltung der Klimakrise 2020 von großer Bedeutung für uns alle, für die Menschheit, sein werden. Den Auftakt macht eine Live-Streaming-Aktion zum UN-Menschenrechtsrat, wo in dieser Woche eine zwischenstaatliche Arbeitsgruppe ein Abkommen zu transnationalen Konzernen und anderen Wirtschaftsunternehmen im Bereich der Menschenrechte (Binding Treaty) verhandelt.
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Der SDG-Gipfel der Vereinten Nationen 2019

15. Oktober 2019 - 12:35

Am 24. und 25. September 2019 trafen sich Staats- und Regierungschefs bei den Vereinten Nationen in New York, um die Fort- (bzw. Rück-)schritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu erörtern. Die Veranstaltung war der erste UN-Gipfel zu den SDGs seit der Verabschiedung der Agenda 2030 im September 2015.

Weit größere politische und mediale Beachtung erfuhr der Klimaaktionsgipfel, zu dem der UN-Generalsekretär am Tag davor eingeladen hatte. Dies lag nicht zuletzt an der Präsenz junger Klimaaktivist/innen, allen voran Greta Thunberg. Flankiert wurde der SDG-Gipfel zudem durch weitere hochrangige Veranstaltungen zu den Themen Gesundheit, Entwicklungsfinanzierung und der Unterstützung kleiner Inselstaaten.

Verbindliche Beschlüsse brachte keiner dieser Gipfel. Dies war angesichts der weltpolitischen Großwetterlage auch nicht zu erwarten. Stattdessen kündigten Regierungen, UN-Organisationen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen eine Vielzahl freiwilliger Initiativen und Selbstverpflichtungen zur Verwirklichung der SDGs an.

Zivilgesellschaftlichen Organisationen und sozialen Bewegungen ging dies nicht weit genug. Die über 300 Teilnehmer/innen der People's Assembly, die parallel zum SDG-Gipfel in New York stattfand, kritisierten scharf den Mangel an politischem Willen und Führungsbereitschaft, die globalen Krisen effektiv anzugehen. Soziale Bewegungen wie Fridays for Future und Extinction Rebellion nahmen die Gipfelwoche zum Anlass, um zu weltweiten Streiks und Straßenprotesten aufzurufen.

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Den Stillstand überwinden

20. September 2019 - 9:52
Vor dem kommenden SDG-Gipfel der Vereinten Nationen am 24. und 25. September kommentiert und analysiert der renommierte Experte Jens Martens (u.a. Geschäftsführer des Global Policy Forums in New York; Koordinator der globalen Civil Society Reflection Group on the 2030 Agenda for Sustainable Development) die derzeitige Umsetzung der Agenda 2030 in Österreich und weltweit. Zum Ende hin gibt er auch Empfehlungen ab, wie wir den Stillstand überwinden können.
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Nachhaltiges Europa?

20. September 2019 - 9:52
Die EU-Kommission sieht die EU als Vorreiterin bei der Umsetzung der Agenda 2030 und nimmt in einem Refle­xionspapier vor allem andere Staaten in die Pflicht. Hier knüpft die Kritik von zivilgesellschaftlichen Organisationen an: Nach Verabschiedung der Agenda 2030 und der SDGs im Jahr 2015 habe die EU weder mit der konsequenten Umsetzung der SDGs auf EU-­Ebene begonnen noch eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Stattdessen trete die Kommission auf der Stelle, indem sie auch vier Jahre nach Verabschiedung der SDGs noch immer darüber ‚reflektiere’, wie diese in, mit und durch die EU umgesetzt werden könnten. Gleichzeitig verfol­ge die EU weiterhin nicht­ nachhaltige Politikkonzepte in wichtigen Bereichen wie der Landwirtschafts­- oder Han­delspolitik, die teilweise in direktem Widerspruch zur Ver­wirklichung der SDGs stünden.
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Grosse Ziele, aber kein Plan

19. September 2019 - 21:52

Am 24. und 25. September kommen die Staats- und Regierungschef dieser Welt in New York zusammen, um erstmals eine Zwischenbilanz zum Umsetzungsstand ihrer gemeinsamen Nachhaltigkeitsagenda zu ziehen. Ein weiterer UN-Gipfel also, bei dem sich unsere Regierenden treffen – um zu reden und sich bestenfalls Verantwortlichkeiten hin und her schieben oder schlimmer noch, die Missstände klein- und schönreden. Aber sie lassen sich nun mal nicht weglächeln. Auch ohne Gipfel wissen wir bereits, dass die Zahl der Hungernden wieder steigt, die Ärmsten immer ärmer und Reichen absurderweise immer reicher werden, die Artenvielfalt dramatisch abnimmt und die Klimakrise unvermindert voranschreitet – mit einem Wort, wir entwickeln uns nicht hin zu einem nachhaltig gerechten Miteinander in dieser Welt, sondern eher davon weg. Dabei steht genau das hinter den 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung, den Sustainable Development Goals (SDGs), denen sich die 193 UN-Staaten im Jahr 2015 verschrieben haben: die Sicherstellung einer gerechten gesellschaftlichen Entwicklung auf sozialer, ökonomischer und ökologischer Ebene. Vorrangig geht es dabei um die Verringerung von ungleichen Lebensstandards in und zwischen den Staaten, die Schaffung von Chancengleichheit aller Menschen und den Erhalt von Ökosystemen. Bis 2030 soll jedes Land eigene Maßnahmen umgesetzt haben, die zur Erfüllung dieser Ziele führen

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SDG-Summit 24.-25.09.2019 in New York

18. September 2019 - 21:50
Entsprechend der 2015 verabschiedeten Agenda 2030 sollen die Regierungen regelmäßig über die Umsetzung der SDGs in ihrem jeweiligen Land berichten. Dazu trifft sich der weltweite Beamtenapparat jedes Jahr im Juli beim High Level Political Forum (HLPF), um über die Fortsetzung der SDGs zu berichten. Allerdings wird das HLFP dafür kritisiert, dass dort von Staaten vor allem Werbefilmchen über ihr Land gezeigt und Vorzeigeprojekte präsentiert werden. Mit dem SDG-Gipfel 2019 (24.-25. September) sollen die SDGs und ihr Fortschritt das erste Mal auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs besprochen werden. Ziel ist es, die Relevanz der SDGs für die Staaten der Welt erneut hervorzuheben und auf höchster Regierungsebene an der Umsetzung zu arbeiten. Entsprechend will der Gipfel Fortschritt überprüfen und Maßnahmen zur Beschleunigung der Umsetzung identifizieren.
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UN-Gipfel in New York

17. September 2019 - 21:47

Am 24. und 25. September 2019 treffen sich die Staats- und Regierungschefs in New York, um die Fortschritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 zu diskutieren. Vor dem Hintergrund der Klimakrise oder der steigenden Zahl der Hungernden weltweit sind die Erwartungen an den Gipfel hoch. Ist es der Staatengemeinschaft gelungen, die notwendigen Schritte in Richtung nachhaltige Entwicklung einzuleiten? Was bedeutet das Ergebnis für die deutsche und europäische Politik? Und welche politischen Entscheidungen sind notwendig, um eine kohärente Umsetzung zu ermöglichen?

Programm

18:00 Uhr: Einlass und Registrierung

18:30 Uhr: Begrüßung

Dr. Luise Steinwachs Stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe

18:45 Uhr: Podiumsdiskussion mit

Frank Heinrich Mitglied des Deutschen Bundestags Anja Krüger Buchautorin und Journalistin, taz Jürgen Maier Geschäftsführer, Forum Umwelt und Entwicklung Dr. Luise Steinwachs Stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe

Moderation: Nadine Kreutzer

20:00 Uhr: Empfang

Um Anmeldung wird gebeten. Bitte melden Sie sich bis zum 23. September 2019 verbindlich hier an.

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier.

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UNO-Bericht fordert Ambitionssteigerung bei der Umsetzung der Agenda 2030

16. September 2019 - 21:45

Pressemitteilung vom 12.09.2019 | Berlin – Der heute veröffentlichte Globale Nachhaltigkeitsbericht (Global Sustainable Development Report, GSDR) unterstreicht die Notwendigkeit, in der Umsetzung der Agenda 2030 ambitionierter zu werden, um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bis 2030 zu erreichen. Besorgniserregend sind laut dem Bericht vor allem die global wachsende soziale Ungleichheit, ungebremster Klimawandel, der unvermindert voranschreitende Verlust der biologischen Vielfalt sowie die zunehmende Menge an Abfällen. Diese Entwicklungen zeichnen sich nicht nur durch negative, schwer zu ändernde oder unumkehrbare Auswirkungen aus, sondern erschweren die Umsetzung fast aller anderen Nachhaltigkeitsziele. Dies wirkt sich vielfach negativ auf Wirtschaft und Gesellschaft aus.

Ein Umsteuern erfordert radikale Reformen, damit katastrophale Folgen und potenziell unumkehrbare Schäden der Umwelt verhindert beziehungsweise abgemildert werden können. Dabei betont der GSDR, dass die Erreichung der SDGs nur durch eine regionen- und sektorübergreifende Kooperation zwischen Regierungen, Institutionen und Akteuren aller Art möglich ist.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Die Botschaft der Wissenschaft ist eindeutig: Ohne entschiedenes Handeln gefährden wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen und dadurch auch die Grundfesten von Gesellschaft und Wirtschaft. Dauerhafter umwelt- und sozial gerechter Wohlstand sowohl in Deutschland als auch weltweit erfordert kräftiges Umsteuern, damit es Natur und Menschen im Jahr 2030 besser geht als heute."

Bundesentwicklungsminister

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Globaler Nachhaltigkeitsbericht erschienen

16. September 2019 - 21:45
Am 12. September 2019 ist die erste Ausgabe des Global Sustainable Development Report (GSDR) erschienen. Der Bericht – mandatiert von den UN-Mitgliedern zur Überprüfung der Agenda 2030 – soll alle vier Jahre erscheinen und u.a. die in diesen Jahren stattfindenden SDG-Gipfel informieren. Er ergänzt die jährlich erscheinden SDG-Berichte des UN-Generalsekretärs, der primär auf den Indikatorenberichten zu den SDGs aufbaut.
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UN-Gipfel in New York

28. August 2019 - 20:55
Die Zahl der Hungernden steigt wieder, die Ungleichheit zwischen Armen und Reichen wächst, Artenvielfalt schwindet und die Klimakrise ist allgegenwärtig. In dieser Situation kommen Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, im September zu einem Gipfel-Marathon in New York zusammen. Am 23. September lädt UN-Generalsekretär António Guterres zum Klimagipfel, direkt im Anschluss (24.-25.9.) findet der sogenannte „SDG-Gipfel“ zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung statt. Am 26. September folgt eine Konferenz zur Finanzierung nachhaltiger Entwicklung.
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Soziale Ungleichheit überwinden – von der Utopie zur Realität

21. August 2019 - 20:31

Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wollen die Staaten Armut beenden, Wohlstand schaffen sowie Umwelt- und Klimaschutz voranbringen. Um dies zu erreichen, muss die stetig wachsende soziale, ökologische und ökonomische Ungleichheit deutlich reduziert werden – vor allem in den Ländern im globalen Süden. Aber auch in Deutschland wächst das Wohlstandsgefälle. Die Vermögensungleichheit steigt und prekäre Beschäftigungsverhältnisse nehmen zu. Schülerinnen und Schüler gehen für mehr Klimagerechtigkeit auf die Straße. Es muss sich etwas ändern, um langfristig den gesellschaftlichen Zusammenhalt bei uns und weltweit zu stärken.

Im Rahmen der Konferenz unterziehen wir die aktuellen politischen Entwicklungen einem Realitätscheck. In Gesprächsrunden und Fachforen diskutieren wir gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft Ideen, wie wir bei uns und weltweit diesoziale, ökologische und ökonomische Ungleichheit reduzieren können, und im Sinne der Agenda 2030 »niemand zurücklassen«.

Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen. Sie können sich hier anmelden.

Ein vollständiges Konferenzprogramm gibt ers hier zum Download.

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"Nicht konsequent genug"

21. August 2019 - 20:31
Die Bundesregierung strebt eine nachhaltige Entwicklung an, um auch künftigen Generationen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dies will sie insbesondere mit einer nationalen Nachhaltigkeitsstrategie erreichen, die nach den Feststellungen des Bundesrechnungshofes jedoch unvollständig ist und nicht konsequent genug umgesetzt wird. Die Bundesregierung muss ihre auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichteten Aktivitäten aufeinander abstimmen, den Erfolg kontrollieren und zielgerichtet steuern.
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SDGs nebenbei lernen

21. August 2019 - 20:31

Ungerechte Handelsbeziehungen im Vorbeigehen verstehen, die Substainable Development Goals (SDGs) nebenbei erklären und diskutieren – geht nicht? Doch! Casual Learning (oder informelles Lernen) spricht Menschen dort an, wo sie sich ohnehin aufhalten und erreicht damit Zielgruppen, die mit gewöhnlichen Formaten in der Regel nicht erreicht werden, sei es im Waschsalon, im Freibad oder auf dem Wochenmarkt. Mit eigens entwickelten Methoden können im Casual Learning Inhalte des Globalen Lernens niedrigschwellig vermittelt und für nachhaltige Entwicklung sensibilisiert werden.

Mit der Ausstellung des Zentrums Oekumene „Solidarität – Demokratie – Gerechtigkeit: 17 Ziele für eine bessere Welt“ machen wir uns mit den Zielen der SDGs vertraut. Anschließend führt eine ReferentIn von finep (forum für internationale Planung + Entwicklung) in das Konzept und die Methoden des Casual Learning ein und stellt verschiedene Bildungsmaterialien vor.

Anmeldungen an carolin.bernhardt[at]epn-hessen.de

Weitere Infos unter https://www.epn-hessen.de/events/sdgs-nebenbei-lernen/

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Sustainable Development Goals Report 2019

26. Juli 2019 - 18:47

Im Kontext des High-level Political Forum 2019 hat der UN-Generalsekretär seinen jährlichen Bericht über die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwickklung vorgelegt. Der Sustainable Development Goals Report 2019 liefert evidenzbasierte Erkenntnisse über die Erfolge und Fehlschläge bei der bisherigen Zielerreichung.

Ungeachtet der im Bericht dargestellten Fortschritte werden viele Bereiche genannt, die dringend größere Aufmerksamkeit erfordern. Die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen schreitet in alarmierendem Umfang fort: Der Meeresspiegel steigt; die Versauerung der Ozeane beschleunigt sich. Die letzten vier Jahre waren die wärmsten, die je verzeichnet wurden. Eine Million Pflanzen- und Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Die Bodendegradation hält ungehindert an. Das Ziel, die extreme Armut bis 2030 zu beenden, ist gefährdet. Der weltweite Hunger steigt und mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung verfügt nicht über die notwendigen Gesundheitsleistungen. Mehr als die Hälfte der Kinder auf der Welt erfüllen nicht die Standards für Lesen und Mathematik. Nur 28 Prozent der Schwerbehinderten erhielten Geldleistungen; Frauen in allen Teilen der Welt sind weiterhin strukturellen Nachteilen und Diskriminierungen ausgesetzt.

Entsprechend kommt der Bericht zu dem Schluss:

Es ist völlig klar, dass eine viel tiefere, schnellere und ehrgeizigere Reaktion erforderlich ist, um den sozialen und wirtschaftlichen Wandel in Gang zu setzen, der zur Erreichung der 2030-Ziele erforderlich ist. Aus unseren Fortschritten wissen wir,

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Risikogeschäft öffentlich-private Partnerschaften

26. Juli 2019 - 18:47

Öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) sind zunehmend Mittel zur Finanzierung von Entwicklungsprojekten. Auf der einen Seite stehen hohes politisches Interesse zur Mobilisierung privaten Kapitals und ein Aufschwung solcher Projekte. Auf der anderen Seite stehen Risiken und hohe Kosten für die öffentliche Hand. Hierüber möchten wir mit Vertreter_innen aus Politik, internationalen Finanzinstitutionen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren. Ziel der Konferenz ist der internationale Austausch von Erfahrungen mit der Implementierung. Ein ausführliches Programm mit allen Panels und Redner_innen finden Sie hier.

Organisiert wird die Konferenz gemeinsam von Erlassjahr, Forum Umwelt und Entwicklung, Friedrich-Ebert-Stiftung, Gemeingut in BürgerInnenhand, Heinrich-Böll-Stiftung, Informationsstelle Peru, Südwind, Urgewald und WEED (Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung).

Details     Anmeldung      Programm
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Wir brauchen eine Rohstoffwende!

22. Juli 2019 - 18:33
Die derzeitigen Produktions- und Konsummuster sind weder ökologisch noch sozial nachhaltig. Eine konsistente und zukunftsfähige Rohstoffpolitik muss den Herausforderungen unserer Zeit – wie Klimawandel, Übernutzung der Ressourcen, Zerstörung der Artenvielfalt und Ausbeutung der Meere sowie sozialen Konflikten und zunehmenden Menschenrechtsverletzungen im Zuge wirtschaftlicher Aktivitäten – gerecht werden. Die Bundesregierung muss bei der Rohstoff-, Energie- und Mobilitätswende ökologische Alternativen, Suffizienz sowie soziale und ökologische Standards mit aller Kraft vorantreiben. Technologische Entwicklungen, wie der Ausbau erneuerbarer Energien und der Elektromobilität sowie die Digitalisierung, müssen diesem Ziel dienen. Sie müssen die Lasten für Mensch und Umwelt verringern – sowohl hier in Deutschland, als auch in den rohstoffreichen Regionen des globalen Südens.
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Der Seetransport als Erfolgsstütze der deutschen Wirtschaft

19. Juli 2019 - 18:25
Deutschland ist Exportweltmeister und stolz drauf. Die tiefe Integration in globale Wertschöpfungsketten wird immer wieder gerne als Wiege des hiesigen Wohlstands angepriesen. Doch wird bei diesem Handel mit Gütern selten diskutiert, wie diese überhaupt ihren Bestimmungsort erreichen – insbesondere beim internationalen Handel außerhalb der EU. Seetransport ist ein blinder Fleck im öffentlichen und politischen Interesse, insbesondere was die Problematik rund um Umweltschutz und menschenwürdige Arbeitsbedingungen betrifft. Dabei geht es in der Hochseelogistik nun wirklich nicht fair zu. Oft sind die Arbeitsbedingungen auf Frachtschiffen extrem prekär: mit niedrigen, spät bezahlten Löhnen, langen Arbeitszeiten, wenigen bis keinen Urlaubstagen sowie gesundheitsgefährdenden Lebens- und Arbeitsbedingungen. Deutsches Arbeits- und Steuerrecht wird durch Ausflaggung umgangen. Zudem fahren Containerschiffe weitestgehend mit Schweröl und tragen enorm zur Belastung von Meer, Luft und Klima bei. Aktuell erzeugt die Welthandelsflotte in etwa so viele CO2-Emissionen wie Deutschland insgesamt.
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Citizens demand the EU stops stalling on a treaty to ensure that businesses respect human rights

19. Juli 2019 - 18:25
A coalition of 20 European civil society groups welcomes the publication of the revised draft UN Treaty on business and human rights and calls on the EU to conduct a thorough analysis of it. This is particularly important as the revised draft addresses many of the EU’s previous concerns, by building on the existing UN Principles on Business and Human Rights and defining which business activities should be covered. A new analysis should build the basis for a determined, proactive EU engagement in the upcoming 5th session, taking place in October 2019 in Geneva.
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NGOs rufen angesichts fehlender Umsetzung der SDGs weltweiten Notstand aus

19. Juli 2019 - 18:25
Zivilgesellschaftliche Organisationen aus aller Welt zeigen sich besorgt über den fehlenden Willen von Regierungen, die Umsetzung der 2030 Agenda ernsthaft anzugehen. In einer gemeinsamen Erklärung rufen deswegen zahlreiche Organisationen im Rahmen des High Level Political Forum (HLPF) den weltweiten Notstand aus. Angesicht des rasanten Klimawandels und Verlustes an Biodiversität, der zunehmender Verfolgung von Menschenrechtsaktivisten und -verteidigerinnen, sowie wachsenden Ungleichheiten und sozialer Unsicherheit, fordern sie Staaten auf, endlich ihre Verpflichtungen ernst zu nehmen.
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Das Märchen von der Entkopplung

16. Juli 2019 - 18:14

Ein neuer Bericht des Europäischen Umweltbüros (EEB) widerlegt den Gedanken, Wirtschaftswachstum könne von der zunehmenden Umweltzerstörung entkoppelt werden.

Das Europäische Umweltbüro (EEB) veröffentlichte am Dienstag zusammen mit dem Deutschen Naturschutzring (DNR) und dem Institut für zukunftsfähige Wirtschaft (ZOE) den Bericht „ Decoupling debunked – Evidence and arguments against green growth as a sole strategy for sustainability”.

Der Bericht beantwortet die Frage, ob Wirtschaftswachstum mit ökologischer Nachhaltigkeit vereinbar ist, mit einem klaren Nein. Es sei schlichtweg ein Mythos, dass die Idee der sogenannten Green Growth Strömung, Wirtschaftswachstum könne von der zunehmenden Umweltzerstörung entkoppelt werden, praktisch funktionierte.

Die Autor*innen machen ihre Aussagen an Entwicklungen fest wie steigenden Energieausgaben, Rebound-Effekten, Problem- und Kostenverlagerungen, an begrenzten Recyclingmöglichkeiten sowie an unpassenden und unzureichenden Technologien.

Entkopplung biete also keine dauerhaften Lösungen, um Verpflichtungen aus internationalen Abkommen wie dem Pariser Klimaabkommen, der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung oder der Biodiversitätskonvention umfassend nachzukommen.

Stattdessen mahnen die Autor*innen, dringend alternative Ansätze umzusetzen, die Wohlstand und Wohlergehen auf sozialer Ebene sichern, während gleichzeitig Umweltschutz und Klimakrise radikal angegangen werden. Statt einseitig auf steigende Effizienz zu setzen, plädieren die Autor*innen für Suffizienz: eine absolute Verringerung von Produktion und Verbrauch. [aw]

Bericht „Decoupling Debunked“   

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