Sie sind hier

INKOTA

Newsfeed INKOTA abonnieren INKOTA
Aktuelle Meldungen
Aktualisiert: vor 12 Minuten 20 Sekunden

#AlleFürsKlima – Mit INKOTA zum globalen Klimastreik!

11. September 2019 - 17:34
Die Klimakrise ist real und nicht mehr zu übersehen! Menschenrechte weltweit werden durch sie bedroht und die Lebensgrundlagen von Menschen im globalen Süden werden schon heute massiv durch sie gefährdet. Dabei trägt der globale Süden am wenigsten zur Erderwärmung bei, ist aber am stärksten von den Folgen betroffen:
  • Extreme Dürren und Überschwemmungen machen es Kleinbäuerinnen und Kleinbauern unmöglich, genug Nahrung zu erzeugen.
  • Die globalisierte Herstellung unserer Kleidung geht auf Kosten von Klima, Umwelt und der Menschen, die sie unter unwürdigen Bedingungen fertigen.
Seit Monaten streiken Schüler*innen weltweit für eine global gerechte Klimapolitik. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir alle sie unterstützen! Deshalb wird INKOTA am 20.9.2019 beim Generalstreik von Fridays for Future dabei sein und ruft alle auf, dabei zu sein. Kommen Sie mit uns zur zentralen Demonstration in Berlin! Wann: 20. September 2019, 12 Uhr
Wo: Brandenburger Tor Berlin INKOTA wird gleich in zwei Blöcken dabei sein und wir freuen uns Sie dort zu treffen! Demo-Block „Mode & Klima“ Die Berliner Aktionsgruppe der Kampagne für Saubere Kleidung und INKOTA laufen im Block „Mode & Klima“ mit. Denn Wegwerfmode ist auch Teil des Klima-Problems: Viel zu viele Ressourcen werden für die über den ganzen Globus verteilte Produktion von Kleidungstücken und Schuhen eingesetzt, die von der reicheren Bevölkerung des Planeten erschreckend häufig nur kurz oder gar nicht getragen werden. Die arbeitsintensiven Herstellungsschritte sind längst in die ärmsten Länder der Welt ausgelagert – deren Bevölkerung wie zum Beispiel in Bangladesch oder Indien dann wieder überproportional hart unter den Klimawandelfolgen leidet. Klimagerechtigkeit heißt auch Solidarität mit den Textilarbeiter*innen in aller Welt! Demo-Block für „Agrar- & Ernährungswende“ INKOTA ist außerdem im Block für Agrar- & Ernährungswende des Bündnisses „Wir haben es satt“ dabei. Fordert mit uns eine Agrarpolitik, die der klimapolitischen und ökologischen Notlage gerecht wird. Die Politik muss die Bäuerinnen und Bauern unterstützen, die für die Agrarwende ackern und gutes Essen für alle erzeugen – klima-, umwelt- und tiergerecht! Bringt eure Gießkannen und Schubkarren mit und schlagt mit uns Alarm für eine klimagerechte Ernährungs- und Agrarpolitik!
Kategorien: Ticker

Keine Angst vor existenzsichernden Preisen!

4. September 2019 - 17:42
Fair, öko, bio – wenn wir im Supermarkt Schokolade kaufen, verlassen wir uns auf die Siegel auf der Verpackung. Auch beim grünen Frosch der Rainforest Alliance gehen wir davon aus, dass der Kakao in der Schokoladentafel nachhaltig ist. Doch wir finden, das stimmt so nicht: Denn die Mehrheit der Kakaobauern und -bäuerinnen, die für die Rainforest Alliance arbeiten, lebt unterhalb der Armutsgrenze! Und damit nicht genug: Fällt der Kakaopreis, sinken ihre Einnahmen. Sie sind den ständigen Preisschwankungen auf dem Weltmarkt schutzlos ausgeliefert. Dabei schuften sie jeden Tag hart, um die Anforderungen der Rainforest Alliance zu erfüllen. Das ist nicht fair!

Die Rainforest Alliance könnte die Bäuerinnen und Bauern vor Preisschwankungen schützen und ihnen einen Weg aus der Armut ermöglichen: Dazu müsste sie einen existenzsichernden Mindestpreis für Kakao garantieren. Doch der Geschäftsführer Han de Groot zögert noch. Die Angst ist offensichtlich groß, dass Kakao- und Schokoladenunternehmen nicht bereit sind, höhere Preise für Kakao zu zahlen – und dann lieber auf den grünen Frosch als Siegel verzichten. Doch das lassen wir der Rainforest Alliance nicht durchgehen: Wer wirklich nachhaltig sein will, muss mutig vorangehen.

Im Augenblick entwickelt die Rainforest Alliance neue Vorgaben für die Vergabe ihres Siegels. Bis Ende des Jahres soll entschieden werden, ob darin Mindestpreise aufgenommen werden – oder nicht. Jetzt kommt es auf Sie an: Fordern Sie den Geschäftsführer der Rainforest Alliance auf: Sei kein Frosch, keine Angst vor existenzsichernden Preisen! Nur wenn jetzt viele SchokoladenliebhaberInnen mitmachen und sagen, was sie von einem Nachhaltigkeitssiegel erwarten, können wir es schaffen, Han de Groot zu überzeugen und endlich faire Preise für die Kakaobauern und –bäuerinnen sichern.

Hier klicken und Mail versenden
Andere Kakao-Zertifizierer gehen übrigens schon jetzt mit gutem Beispiel in der Preisfrage voran: Fairtrade wird seinen Kakao-Mindestpreis zum Oktober 2019 auf 2.400 US-Dollar pro Tonne erhöhen. Auch wenn das noch kein existenzsichernder Mindestpreis ist, ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Für die Rainforest Alliance gibt es also keine Ausreden mehr: Sie müssen nun dem Beispiel von Fairtrade folgen, statt einen Unterbietungswettlauf zwischen den Standards anzuheizen.

Unsere Erfahrung zeigt: Wenn sich viele Menschen hinter einer Forderung versammeln, können wir etwas bewegen. Mit der Kampagne Make Chocolate Fair und der Unterstützung von zehntausenden INKOTA-Aktiven haben wir es geschafft, die Schokoladenindustrie in den letzten Jahren mächtig ins Schwitzen zu bringen: So konnten wir zum Beispiel auf der Weltkakaokonferenz in Berlin das Thema existenzsichernde Einkommen auf die Agenda setzen.

Sie haben es in der Hand: Senden Sie jetzt eine E-Mail an Han de Groot und sorgen Sie so dafür, dass Kakaobäuerinnen und -bauern endlich einen Lohn zum Leben bekommen! Jetzt mitmachen
PS: 2016 kollabierte der Kakaopreis an der Börse: Mit einem Schlag verloren viele Kakaobauernfamilien 30 Prozent ihres Einkommens. Eine Katastrophe für die Menschen, die die wichtigste Zutat für unserer Schokolade produzieren. Sorgen Sie dafür, dass sich das ändert. Setzen Sie sich für einen existenzsichernden Kakaopreis ein!

Senden Sie eine Mail an Han de Groot
Kategorien: Ticker

Zukunftstechnologien smart³ - global: nachhaltig: digital

3. September 2019 - 16:23
Wir laden mit der dreiteiligen Vernetzungsreihe ein, zentrale Herausforderungen im Kontext von Zukunftstechnologien zu identifizieren, gemeinsame Ziele zu erkennen und daraus Handlungsansätze und politische Forderungen weiter- zuentwickeln. Die digitale Transformation bietet mit dem Ausbau von Zukunftstechnologien und datengespeisten Informationssystemen technische Lösungen für Probleme an, die unser Wirtschaftssystem selbst generiert hat: Klimanotstand, Zerstörung von Ökosystemen, Ausbeutung von Arbeitskräften und soziale Unruhen. Während durch die Digitalisierung Lösungen angeboten werden, droht sie die genannten Probleme im gleichen Zug zu reproduzieren. Zivilgesellschaftliche Kräfte sind daher aufgefordert, ihre Expertise zu bündeln und ihre Ideen und Visionen - von Klimaschutz und Mobilität, Umweltschutz, Menschenrechten und digitalen Bürgerrechten - zusammenzuführen. Jede Session bietet jeweils einen Input-Block und einen Block zur Vernetzung und Erarbeitung von gemeinsamen Handlungsansätzen. 27. September 2019// 13-17h // Geh8 // Dresden
Suffizienz und Teilhabe: Nachhaltiger Ausbau und Nutzung von Zukunftstechnologien mit Tilman Santarius (IÖW) 01. November 2019// 13-17h // Franckesche Stiftungen Haus 30 // Halle
Datenhandel und Rohstoffhandel 4.0: Gerechte Handelsstrukturen für Zukunftstechnologien mit Merle Groneweg (Power Shift) und Sven Hilbig (Brot für die Welt) 15. November 2019// 13-17h // Haus Dacheröden // Erfurt
Ökologie und Menschenrechte: Sorgfaltspflichten bei der Produktion von Zukunftstechnologien mit Jacques Nzumbu Mwanga (CARF/ D.R. Kongo) und Sabine Langkau (Frauenhofer- Institut für System- und Innovationsforschung ISI)  Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten um Anmeldung bis 20. September unter: ressourcengerecht[at]inkota.de Weitere Informationen Einladung zur Workshop- und Vernetzungsreihe    Diese Veranstaltungsreihe wird gefördert mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes, der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, der Stiftung Nord-Süd-Brücken sowie durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für rtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Katholischen Fonds. Für den Inhalt ist der Veranstalter allein verantwortlich; die dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.     
Kategorien: Ticker

Massensterben in Zentralamerika durch Pestizideinsatz

2. September 2019 - 17:43
Seit 20 Jahren beobachten ExpertInnen eine auffällige Häufung von chronischem Nierenversagen in den Zuckerrohranbaugebieten in Zentralamerika, bereits über 20.000 Menschen sind daran gestorben. Jüngste wissenschaftliche Erkenntnisse beweisen einen Zusammenhang mit dem Einsatz des Unkrautvernichters Paraquat und des Bayer-Pestizids Glyphosat. Auch die Menschen in der Projektregion der INKOTA-Partnerorganisation APADEIM in Nicaragua sind betroffen. In Nicaragua und El Salvador ist das chronische Nierenversagen je nach Region die zweithäufigste oder sogar die häufigste Todesursache bei Männern in den letzten 20 Jahren. Dabei werden nach und nach alle Organe des Körpers geschädigt, die Betroffenen berichten von Kopfschmerzen, massiver Atemnot, allgemeiner Schwäche. Normalerweise trifft diese Krankheit vor allem Menschen über sechzig Jahren mit Bluthochdruck und zu hohem Blutzuckerspiegel. Die meisten Opfer in Zentralamerika sind jedoch junge Männer mit unauffälligem Blutdruck und normalem Zuckerspiegel, die auf den Zuckerrohrplantagen arbeiten. Den Giften ausgesetzt Im Landkreis El Viejo im Nordwesten von Nicaragua stärkt die INKOTA-Partnerorganisation APADEIM kleinbäuerliche Familien. Dort gibt es kaum eine Familie, von der nicht mindestens eine Person im Zuckerrohranbau arbeitet und jeder kennt zumindest einen Menschen aus dem unmittelbaren Umfeld, der an Niereninsuffizienz erkrankt ist. „Die Zuckerrohrplantagen, die Monte Rosa hier im unmittelbaren Umfeld unserer Gemeinde angelegt hat, schädigen uns in allen Bereichen," sagt Corina Martínez aus der Gemeinde Sasama, deren Ehemann seit elf Jahren an chronischer Niereninsuffizienz leidet. „Alle zwei Wochen werden Pestizide versprüht, manchmal auch öfter. Meist mit einem Flugzeug, manchmal auch mit ihren Traktoren. Unser Wasser ist vergiftet. Von unserem Brunnen trinke ich schon lange kein Wasser mehr. Hier in meiner Gemeinde ist die Mehrheit erkrankt! Sowohl Männer als auch Frauen und Kinder." Herbizide sind verantwortlich Der Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Pestiziden auf den Zuckerrohrplantagen und der chronischen Niereninsuffizienz wurde lange als ein nebensächlicher Faktor abgetan. Neue wissenschaftliche Untersuchungen eines internationalen Forschungsteams aus El Salvador, Belgien, Kuba und Sri Lanka belegen nun, dass die eingesetzten Herbizide Paraquat und Glyphosat maßgeblich für die Erkrankungen verantwortlich sind. Sie führen zur Bildung von krankhaften Veränderungen im Zellstoffwechsel, sodass die Schadstoffe von den Nieren nicht mehr ausgeschieden werden können. In der Europäischen Union sowie zahlreichen anderen Ländern ist Paraquat seit vielan Jahren verboten aufgrund der Gefahren für die Gesundheit von Mensch und Tier. In Zentralamerika wird es jedoch massenhaft eingesetzt. Hergestellt wird es von dem Schweizer Chemiekonzern Syngenta, der es in Zentralamerika unter dem Handelsnamen Gramoxone verkauft. Glyphosat, das im Verdacht steht, Krebs zu erregen, kommt ebenfalls auf den Zuckerrohrplantagen Zentralamerikas sowie auf den Reisfeldern Sri Lankas in großem Umfang zum Einsatz. In Sri Lanka wurden in den letzten Jahren ebenfalls vermehrt Fälle von Niereninsuffizienz registriert. In Nicaragua wächst auf knapp 74.000 Hektar Zuckerrohr. Foto: APADEIM Glyphosat  ist das weltweit meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel und gehört seit der Übernahme des US-Konzerns Monsanto im Sommer 2018 der deutschen Bayer AG. Im vergangenen Jahr sind in den USA über 13.000 Klagen von KrebspatientInnen eingegangen, die regelmäßig Glyphosat verwendet haben. In der Broschüre „Advancing Together? Ein Jahr Bayer-Monsanto: eine kritische Bilanz“ sowie in einer Rede auf der diesjährigen Bayer-Hauptversammlung hat INKOTA scharfe Kritik an dem Pestizidgeschäft des Konzerns geübt. Zum Schutz von BäuerInnen und PlantagenarbeiterInnen weltweit sollte Glyphosat aus INKOTA-Perspektive nicht nur in der EU verboten, sondern auch vom Export in Drittländer, vor allem Länder des globalen Südens, ausgeschlossen werden. Denn 99 Prozent der Fälle von Pestizidvergiftungen ereignen sich in sogenannten Entwicklungsländern. Weitere Informationen FAQ zum Thema Niereninsuffizienz in Zentralamerika (PDF 547 KB) Pressemitteilung zu diesem Thema (PDF 293 KB) Mehr zu Bayer und Pestizide Broschüre „Advancing Together? Ein Jahr Bayer-Monsanto: eine kritische Bilanz“ Über die Arbeit der INKOTA-Partnerorganisation APADEIM
Kategorien: Ticker

Podiumsdiskussion: Future Food Systems

30. August 2019 - 16:20
  • Wann: Montag, 9. September 2019, 17:30 - 20:00 Uhr (mit anschließendem Empfang)
  • Wo: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
Unser globales Ernährungssystem befindet sich in einer Schieflage: Zum zweiten Mal in Folge ist die Zahl der Hungernden weltweit angestiegen. 821 Millionen Menschen haben keinen ausreichenden Zugang zu Nahrung. 151 Millionen Kinder sind chronisch unterernährt, 2 Milliarden Menschen leiden unter sogenanntem verborgenem Hunger und ebenso viele Menschen sind übergewichtig. Wachsende soziale Ungleichheit erschwert den Zugang zu gesunder Nahrung für immer mehr Menschen. Das UN-Komitee für Welternährung (CFS) erarbeitet in einem Multiakteursprozess bis zum Jahr 2020 Freiwillige Leitlinien für “Food Systems and Nutrition”, die aufzeigen, welche politischen Veränderungen für eine Transformation unserer Ernährungssysteme notwendig sind. Vor diesem Hintergrund möchte INKOTA Sie herzlich einladen, mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Bundesregierung, der Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu diskutieren, wie wir unsere Ernährungssysteme zukunftsfähig machen können. Gemeinsam wollen wir konkrete Empfehlungen für die Leitlinien formulieren. Dabei wird es um folgende Fragen gehen: Wie müssen unsere Ernährungssysteme gestaltet werden, damit sie allen Menschen eine gesunde Ernährung ermöglichen und wir unsere Lebensgrundlagen bewahren?
Wie müssen Ernährungs-, Agrar-, Gesundheits- und weitere Politiken  dazu aufeinander abgestimmt werden?
Welche Rolle sollte die Bundesregierung spielen?
Auf dem Podium diskutieren mit:
  • Beate Kasch, Abteilungsleiterin für „EU-Angelegenheiten, Internationale Zusammenarbeit, Fischerei" im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
  • Stefan Schmitz (tbc), Unterabteilungsleiter, Beauftragter Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“ im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Sofia Monsalve, Generalsekretärin von FIAN International, Vertreterin Zivilgesellschaftlicher Mechanismus des UN-Komitees für Welternährung (CFS)
  • Stefanie Lemke, Associate Professor, Gender, Nutrition & Right to Food Policies, Centre for Agroecology, Water and Resilience (CAWR), Coventry University und Universität Hohenheim
  • Ursula Hudson, Vorstandsvorsitzende Slow Food Deutschland e.V.
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich den Termin freihalten könnten. Wir bitten um ihre Online-Anmeldung bis spätestens zum 2. September 2019. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Andrea Sonntag (andrea.sonntag[at]welthungerhilfe.de) und Lea Meyer (lea.meyer[at]savethechildren.de) Wir freuen uns auf eine interessante Diskussion mit Ihnen! Veranstaltungsflyer im pdf-Format
Kategorien: Ticker

Massensterben in Zentralamerika durch Pestizideinsatz

27. August 2019 - 15:03
Seit 20 Jahren beobachten ExpertInnen eine auffällige Häufung von chronischem Nierenversagen in den Zuckerrohranbaugebieten in Zentralamerika, bereits über 20.000 Menschen sind daran gestorben. Jüngste wissenschaftliche Erkenntnisse beweisen einen Zusammenhang mit dem Einsatz des Unkrautvernichters Paraquat und des Bayer-Pestizids Glyphosat. Auch die Menschen in der Projektregion der INKOTA-Partnerorganisation APADEIM in Nicaragua sind betroffen. In Nicaragua und El Salvador ist das chronische Nierenversagen je nach Region die zweithäufigste oder sogar die häufigste Todesursache bei Männern in den letzten 20 Jahren. Dabei werden nach und nach alle Organe des Körpers geschädigt, die Betroffenen berichten von Kopfschmerzen, massiver Atemnot, allgemeiner Schwäche. Normalerweise trifft diese Krankheit vor allem Menschen über sechzig Jahren mit Bluthochdruck und zu hohem Blutzuckerspiegel. Die meisten Opfer in Zentralamerika sind jedoch junge Männer mit unauffälligem Blutdruck und normalem Zuckerspiegel, die auf den Zuckerrohrplantagen arbeiten. Den Giften ausgesetzt Im Landkreis El Viejo im Nordwesten von Nicaragua stärkt die INKOTA-Partnerorganisation APADEIM kleinbäuerliche Familien. Dort gibt es kaum eine Familie, von der nicht mindestens eine Person im Zuckerrohranbau arbeitet und jeder kennt zumindest einen Menschen aus dem unmittelbaren Umfeld, der an Niereninsuffizienz erkrankt ist. „Die Zuckerrohrplantagen, die Monte Rosa hier im unmittelbaren Umfeld unserer Gemeinde angelegt hat, schädigen uns in allen Bereichen," sagt Corina Martínez aus der Gemeinde Sasama, deren Ehemann seit elf Jahren an chronischer Niereninsuffizienz leidet. „Alle zwei Wochen werden Pestizide versprüht, manchmal auch öfter. Meist mit einem Flugzeug, manchmal auch mit ihren Traktoren. Unser Wasser ist vergiftet. Von unserem Brunnen trinke ich schon lange kein Wasser mehr. Hier in meiner Gemeinde ist die Mehrheit erkrankt! Sowohl Männer als auch Frauen und Kinder." Herbizide sind verantwortlich Der Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Pestiziden auf den Zuckerrohrplantagen und der chronischen Niereninsuffizienz wurde lange als ein nebensächlicher Faktor abgetan. Neue wissenschaftliche Untersuchungen eines internationalen Forschungsteams aus El Salvador, Belgien, Kuba und Sri Lanka belegen nun, dass die eingesetzten Herbizide Paraquat und Glyphosat maßgeblich für die Erkrankungen verantwortlich sind. Sie führen zur Bildung von krankhaften Veränderungen im Zellstoffwechsel, sodass die Schadstoffe von den Nieren nicht mehr ausgeschieden werden können. In der Europäischen Union sowie zahlreichen anderen Ländern ist Paraquat seit vielan Jahren verboten aufgrund der Gefahren für die Gesundheit von Mensch und Tier. In Zentralamerika wird es jedoch massenhaft eingesetzt. Hergestellt wird es von dem Schweizer Chemiekonzern Syngenta, der es in Zentralamerika unter dem Handelsnamen Gramoxone verkauft. Glyphosat, das im Verdacht steht, Krebs zu erregen, kommt ebenfalls auf den Zuckerrohrplantagen Zentralamerikas sowie auf den Reisfeldern Sri Lankas in großem Umfang zum Einsatz. In Sri Lanka wurden in den letzten Jahren ebenfalls vermehrt Fälle von Niereninsuffizienz registriert. In Nicaragua wächst auf knapp 74.000 Hektar Zuckerrohr. Foto: APADEIM Glyphosat  ist das weltweit meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel und gehört seit der Übernahme des US-Konzerns Monsanto im Sommer 2018 der deutschen Bayer AG. Im vergangenen Jahr sind in den USA über 13.000 Klagen von KrebspatientInnen eingegangen, die regelmäßig Glyphosat verwendet haben. In der Broschüre „Advancing Together? Ein Jahr Bayer-Monsanto: eine kritische Bilanz“ sowie in einer Rede auf der diesjährigen Bayer-Hauptversammlung hat INKOTA scharfe Kritik an dem Pestizidgeschäft des Konzerns geübt. Zum Schutz von BäuerInnen und PlantagenarbeiterInnen weltweit sollte Glyphosat aus INKOTA-Perspektive nicht nur in der EU verboten, sondern auch vom Export in Drittländer, vor allem Länder des globalen Südens, ausgeschlossen werden. Denn 99 Prozent der Fälle von Pestizidvergiftungen ereignen sich in sogenannten Entwicklungsländern. Weitere Informationen FAQ zum Thema Niereninsuffizienz in Zentralamerika (PDF 547 KB) Pressemitteilung zu diesem Thema (PDF 293 KB) Mehr zu Bayer und Pestizide Broschüre „Advancing Together? Ein Jahr Bayer-Monsanto: eine kritische Bilanz“ Über die Arbeit der INKOTA-Partnerorganisation APADEIM
Kategorien: Ticker

Keine Angst vor existenzsichernden Preisen!

22. August 2019 - 14:33
Fair, öko, bio – wenn wir im Supermarkt Schokolade kaufen, verlassen wir uns auf die Siegel auf der Verpackung. Auch beim grünen Frosch der Rainforest Alliance gehen wir davon aus, dass der Kakao in der Schokoladentafel nachhaltig ist. Doch wir finden, das stimmt so nicht: Denn die Mehrheit der Kakaobauern und -bäuerinnen, die für die Rainforest Alliance arbeiten, lebt unterhalb der Armutsgrenze! Und damit nicht genug: Fällt der Kakaopreis, sinken ihre Einnahmen. Sie sind den ständigen Preisschwankungen auf dem Weltmarkt schutzlos ausgeliefert. Dabei schuften sie jeden Tag hart, um die Anforderungen der Rainforest Alliance zu erfüllen. Das ist nicht fair!

Die Rainforest Alliance könnte die Bäuerinnen und Bauern vor Preisschwankungen schützen und ihnen einen Weg aus der Armut ermöglichen: Dazu müsste sie einen existenzsichernden Mindestpreis für Kakao garantieren. Doch der Geschäftsführer Han de Groot zögert noch. Die Angst ist offensichtlich groß, dass Kakao- und Schokoladenunternehmen nicht bereit sind, höhere Preise für Kakao zu zahlen – und dann lieber auf den grünen Frosch als Siegel verzichten. Doch das lassen wir der Rainforest Alliance nicht durchgehen: Wer wirklich nachhaltig sein will, muss mutig vorangehen.

Im Augenblick entwickelt die Rainforest Alliance neue Vorgaben für die Vergabe ihres Siegels. Bis Ende des Jahres soll entschieden werden, ob darin Mindestpreise aufgenommen werden – oder nicht. Jetzt kommt es auf Sie an: Fordern Sie den Geschäftsführer der Rainforest Alliance auf: Sei kein Frosch, keine Angst vor existenzsichernden Preisen! Nur wenn jetzt viele SchokoladenliebhaberInnen mitmachen und sagen, was sie von einem Nachhaltigkeitssiegel erwarten, können wir es schaffen, Han de Groot zu überzeugen und endlich faire Preise für die Kakaobauern und –bäuerinnen sichern.

Hier klicken und Mail versenden
Andere Kakao-Zertifizierer gehen übrigens schon jetzt mit gutem Beispiel in der Preisfrage voran: Fairtrade wird seinen Kakao-Mindestpreis zum Oktober 2019 auf 2.400 US-Dollar pro Tonne erhöhen. Auch wenn das noch kein existenzsichernder Mindestpreis ist, ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Für die Rainforest Alliance gibt es also keine Ausreden mehr: Sie müssen nun dem Beispiel von Fairtrade folgen, statt einen Unterbietungswettlauf zwischen den Standards anzuheizen.

Unsere Erfahrung zeigt: Wenn sich viele Menschen hinter einer Forderung versammeln, können wir etwas bewegen. Mit der Kampagne Make Chocolate Fair und der Unterstützung von zehntausenden INKOTA-Aktiven haben wir es geschafft, die Schokoladenindustrie in den letzten Jahren mächtig ins Schwitzen zu bringen: So konnten wir zum Beispiel auf der Weltkakaokonferenz in Berlin das Thema existenzsichernde Einkommen auf die Agenda setzen.

Sie haben es in der Hand: Senden Sie jetzt eine E-Mail an Han de Groot und sorgen Sie so dafür, dass Kakaobäuerinnen und -bauern endlich einen Lohn zum Leben bekommen! Jetzt mitmachen
PS: 2016 kollabierte der Kakaopreis an der Börse: Mit einem Schlag verloren viele Kakaobauernfamilien 30 Prozent ihres Einkommens. Eine Katastrophe für die Menschen, die die wichtigste Zutat für unserer Schokolade produzieren. Sorgen Sie dafür, dass sich das ändert. Setzen Sie sich für einen existenzsichernden Kakaopreis ein!

Senden Sie eine Mail an Han de Groot
Kategorien: Ticker

Zukunftstechnologien smart³ - global: nachhaltig: digital

21. August 2019 - 16:23
Wir laden mit der dreiteiligen Vernetzungsreihe ein, zentrale Herausforderungen im Kontext von Zukunftstechnologien zu identifizieren, gemeinsame Ziele zu erkennen und daraus Handlungsansätze und politische Forderungen weiter- zuentwickeln. Die digitale Transformation bietet mit dem Ausbau von Zukunftstechnologien und datengespeisten Informationssystemen technische Lösungen für Probleme an, die unser Wirtschaftssystem selbst generiert hat: Klimanotstand, Zerstörung von Ökosystemen, Ausbeutung von Arbeitskräften und soziale Unruhen. Während durch die Digitalisierung Lösungen angeboten werden, droht sie die genannten Probleme im gleichen Zug zu reproduzieren. Zivilgesellschaftliche Kräfte sind daher aufgefordert, ihre Expertise zu bündeln und ihre Ideen und Visionen - von Klimaschutz und Mobilität, Umweltschutz, Menschenrechten und digitalen Bürgerrechten - zusammenzuführen. Jede Session bietet jeweils einen Input-Block und einen Block zur Vernetzung und Erarbeitung von gemeinsamen Handlungsansätzen. 27. September 2019// 13-17h // Geh8 // Dresden
Suffizienz und Teilhabe: Nachhaltiger Ausbau und Nutzung von Zukunftstechnologien mit Tilman Santarius (IÖW) 01. November 2019// 13-17h // Franckesche Stiftungen Haus 30 // Halle
Datenhandel und Rohstoffhandel 4.0: Gerechte Handelsstrukturen für Zukunftstechnologien mit Merle Groneweg (Power Shift) und Sven Hilbig (Brot für die Welt) 15. November 2019// 13-17h // Haus Dacheröden // Erfurt
Ökologie und Menschenrechte: Sorgfaltspflichten bei der Produktion von Zukunftstechnologien mit Jacques Nzumbu Mwanga (CARF/ D.R. Kongo) und N.N. (Ökoinstitut) Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten um Anmeldung bis 20. September unter: ressourcengerecht[at]inkota.de Weitere Informationen Einladung zur Workshop- und Vernetzungsreihe    Diese Veranstaltungsreihe wird gefördert mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes, der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, der Stiftung Nord-Süd-Brücken sowie durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für rtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Katholischen Fonds. Für den Inhalt ist der Veranstalter allein verantwortlich; die dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.     
Kategorien: Ticker

INKOTA-Jahresbericht 2018

21. August 2019 - 11:15
Ein meterhoher Wellenbrecher vor der Bayer Konzernzentrale; als Weltkugel bemalte Orangen, die vor dem Brandenburger Tor ausgepresst werden; Osterhasen, die PassantInnen über die bittere Seite des Schokoladengeschäfts aufklären – das INKOTA-Jahr 2018 war spektakulär! Dass wir mit unserem Engagement auch etwas bewirken können, haben wir auch dieses Jahr wieder gezeigt. Ein besonderes Highlight war für uns, dass wir bei der Weltkakaokonferenz in Berlin das Thema existenzsichernde Einkommen auf die Agenda der Branche setzen konnten. Außerdem haben wir uns in die Debatte um Elektromobilität eingeklinkt, und sie durch die bisher vernachlässigte Perspektive der globalen Gerechtigkeit erweitert. Denn wir sind überzeugt: Nur wenn der wachsende Rohstoffbedarf für Elektromobilität unter Achtung der Menschenrechte gedeckt wird, kann diese Technologie Teil einer nachhaltigen Zukunftslösung werden. Und nicht nur unsere Kampagnenarbeit hier vor Ort hat Früchte getragen: Wir freuen uns sehr, dass wir seit Mitte 2018 mit zwei neuen Partnerorganisationen unsere Arbeit in Vietnam fortsetzen können. Weniger erfreulich waren hingegen die Entwicklungen in Nicaragua: Im letzten Jahr hat die Ortega-Regierung politische Freiheiten massiv eingeschränkt und gesellschaftlichen Protest brutal unterdrückt. Popol Na, eine Partnerorganisation von INKOTA, wurde verboten. Andere Partner in Nicaragua wurden in ihrer Arbeit stark eingeschränkt. Wir standen ihnen mit Solidarität und Unterstützung zur Seite – und werden dies auch 2019 fortsetzen. Doch mit dem Jahresbericht 2018 informieren wir Sie nicht nur über unsere Aktivitäten. Wir zeigen Ihnen auf, wie unsere Arbeit wirkt und was wir gemeinsam mit unseren UnterstützerInnen und PartnerInnen im globalen Süden und Norden bewegt haben. Außerdem schaffen wir Transparenz: Wir legen im Jahresbericht offen, wie wir unsere Spenden und Fördermittel verwendet haben. Weitere Informationen INKOTA-Jahresbericht 2018
Kategorien: Ticker

Kühle Getränke und erfrischende Gedanken

8. August 2019 - 14:14
Frische Luft, Getränke und Gedanken: Wir möchten Sie herzlich zu unserem INKOTA-Sommerfest am 23. August 2019 einladen! Neben der alljährlichen Grillaktion, leckerem Buffet, kühlen Getränken und dem netten Beisammensein im Garten haben wir in diesem Jahr einige interessante Gäste für einen informativen und unterhaltsamen Abend eingeladen.
  • Wann: 23. August, 17 Uhr bis open end, 18 Uhr beginnt die Lesung
  • Wo: INKOTA-Büro/Innenhof, Chrysanthemenstraße 1-3, 10407 Berlin
  • Anmeldung: Bis zum 16. August bitte an info@inkota.de
Laima Eicke wird das Buch „Das gute Leben für alle – Wege in die solidarische Lebensweise“ von der I.L.A. Werkstatt für globale Gerechtigkeit vorstellen. Außerdem freuen wir uns sehr, auch Imke Müller-Hellmann, Autorin des Buchs „Leute machen Kleider“, begrüßen zu dürfen. Mit beiden wollen wir im Anschluss an ihre Buchvorstellung und kurze Lesung über die Auswirkungen unseres globalisierten Wirtschaftssystems sowie alternative Lösungsansätze diskutieren. Außerdem freuen wir uns über einen musikalischen Beitrag des brasilianisch-mexikanischen Duos Babel Collage.

Für Grillgut, Salate und Getränke ist gesorgt. Damit wir besser planen können, melden Sie sich bitte bis zum 16. August unter info@inkota.de an.

Wir freuen uns auf Sie!
Kategorien: Ticker

AFRITOPIA – INKOTA in Wuppertal

8. August 2019 - 12:55
Dass in unserem Ernährungs- und Landwirtschaftssystem einiges schief läuft hat der Weltklimarat erst kürzlich bestätigt: 24 Prozent der Treibhausgas-Emissionen gehen auf das Konto der Lebensmittelindustrie. Doch was können wir tun um Landraub, Überfischung oder Pestizidexporten zu verhindern? Das AFRITOPIA – Global Food Lab bietet ein Wochenende lang die Möglichkeit, im wahrsten Sinnen des Wortes einen Blick über den Tellerrand zu werfen – und INKOTA ist mit dabei. Lernen Sie regionale Ernährungskonzepte, Urban Gardening-Projekte und soziale Start-Ups in der Landwirtschaft kennen und treffen Sie in Utopiastadt.
  • Was: Vorträge, Workshops, Aktionen, Film und Live-Musik rund um Ernährung und Landwirtschaft in Europa und Afrika
  • Wo: Utopiastadt, Mirker Str. 48, 42105 Wuppertal
  • Wann: 31.08. - 01.09.; Sa, 30.08. 14 -15Uhr Vortrag von INKOTA-Referentin Lena Bassermann zu Digitalisierung in der Landwirtschaft
Am Samstag ist INKOTA mit einem Vortrag zur Digitalisierung in der Landwirtschaft in Wuppertal vertreten. Während des Vortrags "Algorithmus auf dem Acker – Digitalisierung: Innovative Chance oder neue Gefahr für Kleinbauern weltweit?" diskutiert Lena Bassermann von INKOTA die Chancen und Risiken der Digitalisierung für kleinbäuerliche ErzeugerInnen und Arbeitende in der Landwirtschaft und der Nahrungsmittelindustrie weltweit.  Auch der Veranstaltungssort des AFRITOPIA - Global Food Lab hat einiges zu bieten. Die Utopiastadt ist das "kreative Kluster" in der Wuppertaler Nordstadt. Im und um den ehemaligen Miker Bahnhof versteht sich Utopiastadt als zentrale Anlaufstelle für kreative Stadtentwicklung und als Labor der Utopien. Neben Urban Gardening, Recycle- und Upcycle-Initiativen vereint das alte Bahnhofsgelände ein vielfältiges Angebot an regelmäßig stattfindenden musikalischen und literarischen Veranstaltungen, Austellungen und Workshops. Wir freuen uns auf Ihren Besuch beim AFRITOPIA! Weitere Informationen Programmübersicht AFRITOPIA Utopiastadt in Wuppertal Broschüre „Blocking the Chain“ zu Digitalisierung in der Landwirtschaft
Kategorien: Ticker

Future Food Systems

6. August 2019 - 16:20
  • Wann: Montag, 9. September 2019, 17:30 - 20:00 Uhr (mit anschließendem Empfang)
  • Wo: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
Unser globales Ernährungssystem befindet sich in einer Schieflage: Zum zweiten Mal in Folge ist die Zahl der Hungernden weltweit angestiegen. 821 Millionen Menschen haben keinen ausreichenden Zugang zu Nahrung. 151 Millionen Kinder sind chronisch unterernährt, 2 Milliarden Menschen leiden unter sogenanntem verborgenem Hunger und ebenso viele Menschen sind übergewichtig. Wachsende soziale Ungleichheit erschwert den Zugang zu gesunder Nahrung für immer mehr Menschen. Das UN-Komitee für Welternährung (CFS) erarbeitet in einem Multiakteursprozess bis zum Jahr 2020 Freiwillige Leitlinien für “Food Systems and Nutrition”, die aufzeigen, welche politischen Veränderungen für eine Transformation unserer Ernährungssysteme notwendig sind. Vor diesem Hintergrund möchte INKOTA Sie herzlich einladen, mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Bundesregierung, der Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu diskutieren, wie wir unsere Ernährungssysteme zukunftsfähig machen können. Gemeinsam wollen wir konkrete Empfehlungen für die Leitlinien formulieren. Dabei wird es um folgende Fragen gehen: Wie müssen unsere Ernährungssysteme gestaltet werden, damit sie allen Menschen eine gesunde Ernährung ermöglichen und wir unsere Lebensgrundlagen bewahren?
Wie müssen Ernährungs-, Agrar-, Gesundheits- und weitere Politiken  dazu aufeinander abgestimmt werden?
Welche Rolle sollte die Bundesregierung spielen?
Auf dem Podium diskutieren mit:
  • Beate Kasch, Abteilungsleiterin für „EU-Angelegenheiten, Internationale Zusammenarbeit, Fischerei" im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
  • Stefan Schmitz (tbc), Unterabteilungsleiter, Beauftragter Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“ im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Sofia Monsalve, Generalsekretärin von FIAN International, Vertreterin Zivilgesellschaftlicher Mechanismus des UN-Komitees für Welternährung (CFS)
  • Stefanie Lemke, Associate Professor, Gender, Nutrition & Right to Food Policies, Centre for Agroecology, Water and Resilience (CAWR), Coventry University und Universität Hohenheim
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich den Termin freihalten könnten. Wir bitten um ihre Online-Anmeldung bis spätestens zum 2. September 2019. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Andrea Sonntag (andrea.sonntag[at]welthungerhilfe.de) und Lea Meyer (lea.meyer[at]savethechildren.de) Wir freuen uns auf eine interessante Diskussion mit Ihnen!
Kategorien: Ticker

Smarter grüner Konsum?!

5. August 2019 - 14:17
Smartphones, E-Autos, Pads und Co: Technik wird immer grüner, effizienter und billiger für alle. Klingt super, aber warum steigt dann unser Rohstoffverbrauch immer weiter? Und an wem bleiben die versteckten Kosten hängen?
  • Was: Workshop mit Bergwerks-Besichtigung
  • Wann: 06.09.2019 bis 08.09.2019
  • Wo: Altenberg (Lkr. Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)
  • Kosten: 10 € (inkl. Anreise, Unterkunft, Verpflegung, Programm)
  • Anmeldung: ab 16 Jahren unter www.naturfreundejugend.de/go/ressourcen
Dieser Workshop in Kooperation mit der Naturfreunde Jugend führt uns nach Altenberg im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. In dem traditionellen Erzabbaugebiet besuchen wir ein Lithium-Bergwerk um Einblicke in die Arbeit unter Tage zu bekommen. Anhand des Erlebten setzen wir uns mit dem Abbau kritischer Rohstoffe im In- und Ausland auseinander. Dafür wollen wir mit euch eine Soziale Wanderung unternehmen um abstrakte und globale Themen gemeinsam erlebbar zu machen. In Workshops befassen wir uns mit den ökologischen und sozialen Konsequenzen unseres Rohstoffverbrauchs. Zudem schauen wir uns genauer an, was politisch verbessert werden kann, um Zukunftstechnologien fair zu gestalten.

Unser Ziel: wir formulieren Forderungen, die auch über den Workshop hinaus Gehör finden sollen.

Weitere Informationen: Infos zum Workshop & Anmeldung Link zum Facebook-Event Weitere Informationen zum INKOTA-Arbeitsbereich Ressourcen

Das Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt (UBA) im Auftrag des BMU.

   
Kategorien: Ticker

BMW, Daimler & Co: Antworten ohne Verantwortung

4. August 2019 - 12:45
Akkus für Elektro-Autos gelten als das neue Gold: Die Rohstoffe, die dafür gebraucht werden, sind auf internationalen Märkten heiß umkämpft. Ihre Verfügbarkeit bestimmt über den Ausbau der Elektro-Flotte. Daher drücken Autohersteller oft beide Augen zu, wenn es um die Frage geht: Woher stammen die wertvollen Metalle und Mineralien? Und wurden die Menschenrechte bei der Förderung eingehalten?

11.000 E-Mails mit Fragen schickten INKOTA-UnterstützerInnen deshalb an die großen Automobilunternehmen in Deutschland. Sie wollten wissen: Wie gerecht ist die Herstellung ihrer Elektroautos? Das Ergebnis: Kein Unternehmen kann bisher eine transparente Lieferkette vorweisen!

Das ist dramatisch, weil viele Zulieferer in der Kritik stehen, Menschenrechte bei der Förderung der Schlüsselrohstoffe zu missachten. Denn auch wenn der Verbrennungsmotor weg muss und eine Verkehrswende dringend nötig ist, so kann sie nur gelingen, wenn sie für alle weltweit grün und sauber ist.

Lesen Sie hier unsere Bewertung der Auskünfte von BMW, Daimler, VW & Co
Die Gewinnung von Kobalt, Kupfer, Lithium, Seltenen Erden, Nickel oder Grafit trägt zur Zerstörung der Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung in vielen Abbauregionen bei, die Arbeitsbedingungen im Bergbau sind häufig menschenunwürdig. Traurige Bekanntheit gewann der Rohstoff Kobalt, als Bilder von Kinderarbeit in und um die Minen um die Welt gingen. Auch im industriellen Bergbau werden Arbeitsrechte missachtet, trägt Korruption zur Ausbeutung der Regionen bei und steht Rohstoffsicherheit für Industrienationen noch immer an erster Stelle.

Die Antworten der Autohersteller machen deutlich: Freiwillige Selbstverpflichtungen zur Einhaltung von Menschenrechten sind nicht ausreichend. Selbst aufgeschlossene Unternehmer kümmern sich noch zu wenig um das menschenrechtsbasierte Management ihrer Lieferketten. Wir fordern daher die Bundesregierung auf, verbindlich Standards festzulegen: Die Pflicht für Unternehmen, Menschenrechte entlang ihrer Lieferketten zu achten, muss gesetzlich verankert werden.

Teilen Sie jetzt die Ergebnisse unser Befragung und machen Sie damit Druck bei den Auto-Herstellern:

Ergebnisse auf Facebook teilen Ergebnisse auf Twitter teilen


Kategorien: Ticker

Erdüberlastungstag schon wieder drei Tage früher

23. Juli 2019 - 12:25
Der globale Erdüberlastungstag ist dieses Jahr erneut nach vorne gerückt - gleich um drei Tage auf den 29. Juli. Damit ist er nun so früh im Jahr wie nie zuvor. Rein rechnerisch bräuchte die Weltbevölkerung 1,75 Erden, um ihren Ressourcenhunger zu stillen. Der Erdüberlastungstag beschreibt den Zeitpunkt im Jahr, bis zu dem die Menschheit so viele natürliche Ressourcen verbraucht und so viel CO2 ausgestoßen hat, wie alle Ökosysteme im gesamten Jahr erneuern bzw. aufnehmen können. Dabei ist Deutschlands Fußabdruck besonders groß: Würden alle Menschen weltweit so leben und wirtschaften wie wir in Deutschland, wäre der Erdüberlastungstag schon am 3. Mai. Gleichzeitig sind es vor allem Länder des globalen Südens am stärksten von den Folgen des ungebremsten Ressourcenverbrauchs betroffen: Starkregen, Dürren, Waldbrände, Überschwemmungen – zuletzt haben die zerstörerischen Folgen des Klimawandels unsere PartnerInnen in Mosambik getroffen. Aber auch der Landwirtschaft in Deutschland setzt der vergangene Dürresommer und die Hitze in diesem Juni gewaltig zu – die Folgen unserer Lebensweise werden zunehmend auch für uns spürbar. Gemeinsam mit weiteren Organisationen fordert INKOTA daher von der Bundesregierung eine Wende in der Energie-, Verkehrs- und Agrarpolitik. Zu den wichtigsten Forderungen zählen vor allem
  • die Förderung von Agrarökologie, statt im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union weiter nach dem Gießkannenprinzip vor allem große, auf den Export ausgerichtete Betriebe zu subventionieren;
  • ein Kohleausstieg deutlich vor dem aktuell diskutierten Ausstiegsdatum;
  • sowie ein wirkungsvolles Klimaschutzgesetz.
Weitere Informationen Zum Erdüberlastungstag 2019 Pressemitteilung zum Erdüberlastungstag vom 23. Juli 2019 FAQ zum deutschen und globalen Erdüberlastungstag (PDF, 729 KB)
Kategorien: Ticker

Trefft Make Chocolate Fair! beim EuroBean Chocolate Festival

22. Juli 2019 - 14:11
Ein Wochenende auf einem Schloss voll mit Schokolade? Da sind wir natürlich dabei! Beim EuroBean Chocolate Festival auf Schloss Rochsburg bei Chemnitz dreht sich ein Wochenende lang alles um den Schoko-Genuss. Doch der ist nicht nur süß... So gut Schokolade auch schmeckt, ein bitterer Beigeschmack bleibt doch immer. Warum? Das erfahren Sie am Stand unserer Kampagne Make Chocolate Fair! auf dem Schoko-Festival. Wir informieren über die Lebensbedingungen der Kakaobauern und -bäuerinnen und erläutern wo und warum es Kinderarbeit auf den Plantagen gibt. In unserer Ausstellung können Sie ihr Wissen mit einem Quiz testen, Neues dazulernen und ein schokofaires Überraschungspaket gewinnen.

Am Samstag und am Sonntag diskutiert Anke Kuß von Make Chocolate Fair! in ihren Workshops gemeinsam mit den BesucherInnen, was Schokoladenhersteller und SchokoladenliebhaberInnen tun können, damit sich die Lebensbedingungen für Kakaobauernfamilien verbessern und welche Verantwortung die Politik dabei hat.

Was Familien besonders freuen wird: Es gibt ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm für die Kleinen auf dem Festival. Auf die Kinder warten eine Schatzsuche, eine Schoko-Rallye, Figurentheater und weitere spannende Aktivitäten. 
  • Was: Ausstellung, Infostand und Workshop von Make Chocolate Fair!
  • Wann: 2.-4. August 2019, 10-18 Uhr; Workshops am 3. August von 13-14 Uhr und am 4. August von 16-17 Uhr
  • Wo: Schloss Rochsburg, Schlossstr. 1, 09328 Luzenau, OT Rochsburg. Anreise-Info
Am Samstag um 13 Uhr und am Sonntag um 16h diskutiert die INKOTA-Mitarbeiterin Anke Kuß in ihren Workshops gemeinsam mit den BesucherInnen, was Schokoladenhersteller und SchokoladenliebhaberInnen tun können, damit sich die Lebensbedingungen für Kakaobauernfamilien verbessern und welche Verantwortung die Politik hat. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Weitere Informationen Zur Kampagne Make Chocolate Fair! Zum EuroBean Chocolate Festival INKOTA-Infoblatt 5: Kinderarbeit – Die bittere Seite der Schokolade Gefördert durch Brot für die Welt aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, der Stiftung Nord-Süd-Brücken, durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), sowie der Deutschen Postcode Lotterie. Für den Inhalt dieser Publikation sind die Herausgeber alleine verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.
 
        
Kategorien: Ticker

BMW, Daimler & Co: Antworten ohne Verantwortung

22. Juli 2019 - 12:45
Akkus für Elektro-Autos gelten als das neue Gold: Die Rohstoffe, die dafür gebraucht werden, sind auf internationalen Märkten heiß umkämpft. Ihre Verfügbarkeit bestimmt über den Ausbau der Elektro-Flotte. Daher drücken Autohersteller oft beide Augen zu, wenn es um die Frage geht: Woher stammen die wertvollen Metalle und Mineralien? Und wurden die Menschenrechte bei der Förderung eingehalten?

11.000 E-Mails mit Fragen schickten INKOTA-UnterstützerInnen deshalb an die großen Automobilunternehmen in Deutschland. Sie wollten wissen: Wie gerecht ist die Herstellung ihrer Elektroautos? Das Ergebnis: Kein Unternehmen kann bisher eine transparente Lieferkette vorweisen!

Das ist dramatisch, weil viele Zulieferer in der Kritik stehen, Menschenrechte bei der Förderung der Schlüsselrohstoffe zu missachten. Denn auch wenn der Verbrennungsmotor weg muss und eine Verkehrswende dringend nötig ist, so kann sie nur gelingen, wenn sie für alle weltweit grün und sauber ist.

Lesen Sie hier unsere Bewertung der Auskünfte von BMW, Daimler, VW & Co
Die Gewinnung von Kobalt, Kupfer, Lithium, Seltenen Erden, Nickel oder Grafit trägt zur Zerstörung der Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung in vielen Abbauregionen bei, die Arbeitsbedingungen im Bergbau sind häufig menschenunwürdig. Traurige Bekanntheit gewann der Rohstoff Kobalt, als Bilder von Kinderarbeit in und um die Minen um die Welt gingen. Auch im industriellen Bergbau werden Arbeitsrechte missachtet, trägt Korruption zur Ausbeutung der Regionen bei und steht Rohstoffsicherheit für Industrienationen noch immer an erster Stelle.

Die Antworten der Autohersteller machen deutlich: Freiwillige Selbstverpflichtungen zur Einhaltung von Menschenrechten sind nicht ausreichend. Selbst aufgeschlossene Unternehmer kümmern sich noch zu wenig um das menschenrechtsbasierte Management ihrer Lieferketten. Wir fordern daher die Bundesregierung auf, verbindlich Standards festzulegen: Die Pflicht für Unternehmen, Menschenrechte entlang ihrer Lieferketten zu achten, muss gesetzlich verankert werden.

Teilen Sie jetzt die Ergebnisse unser Befragung und machen Sie damit Druck bei den Auto-Herstellern:

Ergebnisse auf Facebook teilen Ergebnisse auf Twitter teilen


Kategorien: Ticker

Erdüberlastungstag schon wieder drei Tage früher

22. Juli 2019 - 12:25
Der globale Erdüberlastungstag ist dieses Jahr erneut nach vorne gerückt - gleich um drei Tage auf den 29. Juli. Damit ist er nun so früh im Jahr wie nie zuvor. Rein rechnerisch bräuchte die Weltbevölkerung 1,75 Erden, um ihren Ressourcenhunger zu stillen. Der Erdüberlastungstag beschreibt den Zeitpunkt im Jahr, bis zu dem die Menschheit so viele natürliche Ressourcen verbraucht und so viel CO2 ausgestoßen hat, wie alle Ökosysteme im gesamten Jahr erneuern bzw. aufnehmen können. Dabei ist Deutschlands Fußabdruck besonders groß: Würden alle Menschen weltweit so leben und wirtschaften wie wir in Deutschland, wäre der Erdüberlastungstag schon am 3. Mai. Gleichzeitig sind es vor allem Länder des globalen Südens am stärksten von den Folgen des ungebremsten Ressourcenverbrauchs betroffen: Starkregen, Dürren, Waldbrände, Überschwemmungen – zuletzt haben die zerstörerischen Folgen des Klimawandels unsere PartnerInnen in Mosambik getroffen. Aber auch der Landwirtschaft in Deutschland setzt der vergangene Dürresommer und die Hitze in diesem Juni gewaltig zu – die Folgen unserer Lebensweise werden zunehmend auch für uns spürbar. Gemeinsam mit weiteren Organisationen fordert INKOTA daher von der Bundesregierung eine Wende in der Energie-, Verkehrs- und Agrarpolitik. Zu den wichtigsten Forderungen zählen vor allem
  • die Förderung von Agrarökologie, statt im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union weiter nach dem Gießkannenprinzip vor allem große, auf den Export ausgerichtete Betriebe zu subventionieren;
  • ein Kohleausstieg deutlich vor dem aktuell diskutierten Ausstiegsdatum;
  • sowie ein wirkungsvolles Klimaschutzgesetz.
Weitere Informationen Zum Erdüberlastungstag 2019 Pressemitteilung zum Erdüberlastungstag vom 23. Juli 2019 FAQ zum deutschen und globalen Erdüberlastungstag (PDF, 729 KB)
Kategorien: Ticker

Make Chocolate Fair! beim EuroBean Chocolate Festival

21. Juli 2019 - 14:11
Ein Wochenende auf einem Schloss voll mit Schokolade? Da sind wir natürlich dabei! Beim EuroBean Chocolate Festival auf Schloss Rochsburg bei Chemnitz dreht sich ein Wochenende lang alles um den Schoko-Genuss. Doch der ist nicht nur süß... So gut Schokolade auch schmeckt, ein bitterer Beigeschmack bleibt doch immer. Warum? Das erfahren Sie am Stand unserer Kampagne Make Chocolate Fair! auf dem Schoko-Festival. Wir informieren über die Lebensbedingungen der Kakaobauern und -bäuerinnen und erläutern wo und warum es Kinderarbeit auf den Plantagen gibt. In unserer Ausstellung können Sie ihr Wissen mit einem Quiz testen, Neues dazulernen und ein schokofaires Überraschungspaket gewinnen.

Am Samstag und am Sonntag diskutiert Anke Kuß von Make Chocolate Fair! in ihren Workshops gemeinsam mit den BesucherInnen, was Schokoladenhersteller und SchokoladenliebhaberInnen tun können, damit sich die Lebensbedingungen für Kakaobauernfamilien verbessern und welche Verantwortung die Politik dabei hat.

Was Familien besonders freuen wird: Es gibt ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm für die Kleinen auf dem Festival. Auf die Kinder warten eine Schatzsuche, eine Schoko-Rallye, Figurentheater und weitere spannende Aktivitäten. 
  • Was: Ausstellung, Infostand und Workshop von Make Chocolate Fair!
  • Wann: 2.-4. August 2019, 10-18 Uhr; Workshops am 3. August von 13-14 Uhr und am 4. August von 16-17 Uhr
  • Wo: Schloss Rochsburg, Schlossstr. 1, 09328 Luzenau, OT Rochsburg. Anreise-Info
Am Samstag um 13 Uhr und am Sonntag um 16h diskutiert die INKOTA-Mitarbeiterin Anke Kuß in ihren Workshops gemeinsam mit den BesucherInnen, was Schokoladenhersteller und SchokoladenliebhaberInnen tun können, damit sich die Lebensbedingungen für Kakaobauernfamilien verbessern und welche Verantwortung die Politik hat. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Weitere Informationen Zur Kampagne Make Chocolate Fair! Zum EuroBean Chocolate Festival INKOTA-Infoblatt 5: Kinderarbeit – Die bittere Seite der Schokolade Gefördert durch Brot für die Welt aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, der Stiftung Nord-Süd-Brücken, durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), sowie der Deutschen Postcode Lotterie. Für den Inhalt dieser Publikation sind die Herausgeber alleine verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.
 
        
Kategorien: Ticker

Wir bringen Menschrenrechts-Shirts auf die Straße

16. Juli 2019 - 15:29
INKOTA-UnterstützerInnen haben entschieden – vier Motive für T-Shirts und zwei für Jutebeutel mit motivierenden Menschenrechts-Botschaften stehen jetzt fest. Wir sind begeistert, dass mehr als 600 Menschen über die Motive abgestimmt und uns so geholfen haben, die beste Wahl zu treffen. Und gewonnen haben…? Sehen Sie selbst in unserer Crowdfunding-Kampagne bei Startnext!

Aber jetzt wird es erst richtig spannend: Nur wenn wir mit dieser Spendenaktion 7.500 Euro zusammenbekommen, können die Shirts überhaupt produziert werden. Deshalb unterstüten Sie bitte jetzt die Kampagne mit einem Betrag – als Dankeschön können Sie die T-Shirts oder Jutebeutel auswählen.

Hier klicken und Kampagne unterstützen
Von den Einnahmen gehen 20% als Spende an INKOTA. Daraus finanzieren wir Aktivitäten mit unseren Partnerorganisationen Cividep und SLD in Indien: Mit Trainings und Beratung unterstützen wir Fabrik- und HeimarbeiterInnen in der indischen Schuh- und Lederindustrie dabei, ihr Recht auf ein Leben in Würde zu erkämpfen. Dazu gehören unter anderem leicht verständliche Trainingshandbücher auf Tamil und Hindi.

Hergestellt werden die Bio-Baumwoll-T-Shirts und Jutebeutel von Menschen in Indien und Kroatien unter fairen Bedingungen in Zusammenarbeit mit unseren Partnern dna merch und Fair&Organic. Fair produziert heißt, dass sie in einer genossenschaftlich organisierten, d.h. von den ArbeiterInnen selbst verwalteten Näherei in Kroatien gefertigt werden. Gedruckt wird im Siebdruckverfahren mit umweltfreundlichen Farben auf Wasserbasis. Der Versand erfolgt klimaneutral. Fair für Mensch und Umwelt also.

Schicken Sie unsere Crowdfunding-Kampagne am besten auch an Ihre FreundInnen, Familie und Bekannten – oder bestellen Sie gleich gemeinsam? Fragen Sie Ihren Sportverein oder den Weltladen Ihrer Stadt, ob sie nicht vielleicht zehzn Shirts auf einmal Shirts bestellen wollen.

Das Crowdfunding läuft vom 17.7.2019 bis zum 7.10.2019 – dem Tag der menschenwürdigen Arbeit. Die T-Shirts werden vor Weihnachten ausgeliefert. Am wichtigsten aber: Seien Sie unter den ersten UnterstützerInnen! Denn je mehr Unterstützung die Kampagne gleich zu Beginn bekommt, desto wahrscheinlicher sind wir erfolgreich! Lassen Sie uns zeigen wofür wir stehen: Faire Kleidung, Haltung und Menschenrechte!

Weitere Informationen:

Zur Crowdfunding-Kampagne auf Startnext Zur Kampagne Change Your Shoes bei INKOTA
Kategorien: Ticker

Seiten