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Aktualisiert: vor 1 Tag 1 Stunde

Aufruf an Parlamentarier## Einsatz von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten beenden

20. September 2018 - 11:16

München. - Handicap International Deutschland und die Dachorganisation Humanity & Inclusion haben eine internationale parlamentarische Initiative gestartet. Die acht nationalen Vereine von Handicap haben in den letzten Tagen einen gemeinsamen Brief an insgesamt 4.500 Parlamentsabgeordnete ihrer Länder geschickt. Darin fordern sie die Abgeordneten auf, sich gegen den Einsatz von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten (Explosive Weapons in Populated Areas, EWIPA) einzusetzen. 92 Prozent der Opfer bei derartigen Einsätzen sind Zivilisten. Die Aktion findet in Belgien, Deutschland, Frankreich, Kanada, Luxemburg, Großbritannien, den USA und der Schweiz statt.

Bewaffnete Konflikte## Über 10.000 Kinder wurden 2017 getötet oder verstümmelt

20. September 2018 - 0:00

Osnabrück. - Anlässlich des Weltkindertages am 20. September hat das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes darauf aufmerksam gemacht, dass immer mehr Kinder in Kriegen und bewaffneten Konflikten getötet oder verstümmelt werden. Laut einem kürzlich veröffentlichten UN-Bericht ist ihre Zahl von 8.000 im Jahr 2016 auf über 10.000 in 2017 gestiegen. Allein in Afghanistan wurden knapp 3.200 Kinder zu Kriegsopfern.

Philippinen## Taifun Mangkhut hat Häuser und Ernten zerstört

19. September 2018 - 12:05

Berlin. - Taifun Mangkhut hat auf den Philippinen vor allem Ernten und Häuser zerstört. Durch den Sturm wurden im wirtschaftlich schwachen Norden der Hauptinsel Luzon Felder teilweise komplett vernichtet, zehntausende Häuser sind unbewohnbar. Insgesamt sind bis zu einer Million Menschen schwer betroffen. "Taifun Mangkhut hat die Ärmsten der Armen getroffen und vielen Menschen alles genommen", berichtete Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, am Mittwoch in Berlin. "Im Norden der Philippinen leben die Familien häufig in einfachsten Hütten, die dem Sturm nicht standhalten konnten."

Greenpeace:## Industrie-Lobby will strengere EU-Klimaziele verhindern

19. September 2018 - 11:36

Berlin. - Der europäische Industrie-Lobby-Verband Business Europe, zu dem auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gehört, will sich einem strengeren EU-Klimaziel offenbar widersetzen. In einem internen Papier vom 13. September, das Greenpeace zugespielt wurde, schlage Business Europe seinen Mitgliedern unterschiedliche Strategien vor, wie eine von der EU-Kommission diskutierte Anhebung des Klimaziels für das Jahr 2030 angegriffen werden könnte, berichtete die Umweltorganisation am Mittwoch in Berlin.

NGO-Bündnis fordert:## Bundesregierung muss UN-Erklärung zur Stärkung der Bauernrechte unterstützen

19. September 2018 - 0:00

Berlin. - Der UN-Menschenrechtsrat berät am 19. und 20. September in Genf abschließend über die "Erklärung der Rechte von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten". Aus diesem Anlass hat ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis die Bundesregierung aufgefordert, für die Annahme der Erklärung zu stimmen. Angesichts zunehmender Ressourcenkonflikte um Land, Wasser und Saatgut und eines Machtungleichgewichts zwischen Kleinbauern und der industriellen Landwirtschaft sei es dringend erforderlich, die Rechte der Kleinbauern zu stärken, so die NGOs.

Klimaanpassung## Durchwachsene Bilanz der Hilfen in Entwicklungsländern

18. September 2018 - 11:35

Bonn. - Vor dem Treffen der G7-Umweltminister im kanadischen Halifax (19. bis 21. September) hat die internationale Hilfsorganisation CARE einen Bericht vorgelegt, der untersucht, wie die G7-Staaten ärmere Länder bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen. Besonders kritisch beleuchtet der CARE-Bericht, dass die Beteiligung und Förderung von Frauen und Mädchen bei Anpassungsmaßnahmen unzureichend umgesetzt wird.

Äthiopien## Mehr als 60 Tote bei ethnisch motivierter Gewalt

18. September 2018 - 11:17

Göttingen. - Nach dem gewaltsamen Tod von mehr als 60 Angehörigen kleinerer Volksgruppen in Äthiopien hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen besseren Schutz ethnischer Minderheiten vor politisch motivierter Gewalt und die Bestrafung der Verantwortlichen gefordert. "Wenn Äthiopiens Demokratisierung nicht gefährdet werden soll, dann dürfen die schweren Übergriffe auf Minderheiten nicht ungesühnt bleiben", erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen.

Oxfam-Bericht:## Pharmakonzerne unter Steuervermeidungsverdacht

18. September 2018 - 2:01

Berlin. - US-amerikanische Pharmakonzerne stehen im Verdacht, Gewinne in Steueroasen verschoben und sich so um ihren angemessenen Beitrag zum Gemeinwohl gedrückt zu haben. Allein bei den vier Konzernen Pfizer, Merck, Johnson & Johnson und Abbott soll sich der Schaden für Staatshaushalte in Industrie- und Entwicklungsländern in den Jahren 2013 bis 2015 auf 3,8 Milliarden US-Dollar belaufen. Das geht aus dem Bericht "Prescription for Poverty" hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam am Dienstag veröffentlicht hat.

DR Kongo## Traumatisierte Kinder brauchen dringend Hilfe

17. September 2018 - 11:54

Friedrichsdorf. - Kinder in der kongolesischen Krisenregion Kasai benötigen dringend psychosoziale Hilfe. Das zeigt ein Bericht der internationalen Hilfsorganisation World Vision, für den 100 Kinder zu ihren Erfahrungen seit dem Ausbruch kriegerischer Gewalt im Jahr 2017 befragt wurden. "Die Ergebnisse sind erschütternd und die Folgen gefährden die Zukunft einer ganzen Generation und damit die Zukunft eines ganzen Landes", erklärte Eva Rosenkranz, verantwortlich für die Projekte in der Demokratischen Repubik Kongo.

Philippinen## NGOs leisten Nothilfe für Taifun-Opfer

17. September 2018 - 11:27

Berlin. - Nachdem Taifun Mangkhut im Norden der Philippinen auf Land getroffen ist, haben deutsche Hilfsorganisationen gemeinsam mit ihrem lokalen Partner damit begonnen, Nothilfe für die betroffene Bevölkerung zu leisten. Mangkhut ist der 15. und bislang stärkste Taifun, der die Philippinen in diesem Jahr getroffen hat. Insbesondere durch Sturzfluten, Überschwemmungen und Erdrutsche hat der Sturm im Norden der Hauptinsel Luzon schwere Schäden verursacht und Dutzende Todesopfer gefordert. In den betroffenen Regionen leben etwa sechs Millionen Menschen.

Kohleausstieg## MISEREOR fordert Ende von Kohleimporten

17. September 2018 - 0:00

Aachen. - Anlässlich der Sitzung der Kohlekommission am Dienstag hat das Werk für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR die Teilnehmenden aufgefordert, sich klar an den Zielen des Pariser Klimaabkommens im Kontext der Agenda 2030 zu orientieren. Die Kommission müsse zügig einen konkreten Ausstiegspfad aus der Kohleverstromung vorgeben. Dieser müsse jedoch global gedacht werden, erklärte MISEREOR am Montag in Aachen.

10 Jahre weltwärts## "Ein starkes Zeichen für Weltoffenheit"

14. September 2018 - 11:24

Berlin. - Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst "weltwärts" feiert am Samstag (15. September) sein zehnjähriges Bestehen. "Weltwärts" ist mittlerweile der größte internationale Freiwilligendienst Deutschlands. Fast 40.000 junge Menschen sind in den letzten zehn Jahren mit "weltwärts" in die Partnerländer gegangen. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sieht darin ein starkes Zeichen für Weltoffenheit. Zum Jubiläum kommen mehr als 1.000 Gäste aus 80 Ländern nach Berlin.

Elektro-Mobilität## Bundesregierung muss auf Menschenrechte pochen

14. September 2018 - 0:00

Berlin. - Anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis zum 22. September hat das entwicklungspolitische INKOTA-netzwerk vor einseitigen Lösungen der Mobilitätsfrage gewarnt. Der sprunghafte Anstieg der Elektroauto-Produktion sei mit erheblichen menschenrechtlichen Risiken verbunden. Insbesondere beim Abbau von Mineralien und Metallen für Batterien sieht das Netzwerk dringenden Handlungsbedarf und fordert die Bundesregierung auf gesetzlich nachzusteuern.

Europäische Union## Müller begrüßt Vorschlag zu neuer EU-Afrika-Strategie

13. September 2018 - 11:36

Berlin. - In seiner Rede zur Lage der Europäischen Union hat Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eine Afrika-Strategie für nachhaltige Investitionen und Arbeitsplätze angekündigt und sich für eine neue Wirtschafts-Partnerschaft ausgesprochen. Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat diesen Vorstoß begrüßt. "Kommissionspräsident Juncker hat Recht: Afrika braucht keine Almosen, sondern eine neue Partnerschaft auf Augenhöhe", erklärte Müller.

Positionspapier## VENRO sieht Zivilgesellschaft unter zunehmendem Druck

13. September 2018 - 11:00

Berlin. - Zivilgesellschaftliche Organisationen sehen sich weltweit zunehmendem Druck und zunehmender Repression ausgesetzt. Darauf hat der Verband für Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) am Donnerstag hingewiesen. Im Vorfeld des Internationalen Tages der Demokratie (15. September) veröffentlichte VENRO das Positionspapier "Demokratie braucht eine starke Zivilgesellschaft", das den Blick auf den zunehmend engeren Handlungsspielraum zivilgesellschaftlicher Akteure lenkt - auf den Trend von sogenanntem "Shrinking Space".

Results Report## Globaler Fonds rettete in 16 Jahren 27 Millionen Menschenleben

12. September 2018 - 11:27

Berlin. - Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria hat in den vergangenen 16 Jahren 27 Millionen Menschenleben gerettet. Das ist die Schlagzeile eines neuen Berichts, der einerseits die Wirksamkeit des Globalen Fonds darlegt und gleichzeitig vor der Gefahr der Selbstzufriedenheit im Kampf gegen vermeidbare Krankheiten warnt. Die Lobby-Organisation ONE ist jedoch besorgt, dass die deutsche Bundesregierung ihren zugesagten Beitrag für die Jahre 2016-2019 den aktuellen Zahlen zufolge nicht einhalten könnte.

UNO-Flüchtlingshilfe:## Syrienhilfe ist dramatisch unterfinanziert

12. September 2018 - 11:07

Bonn. - Die Syrien-Hilfe des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) ist dramatisch unterfinanziert. Bis Ende des Jahres werden 233 Millionen Euro benötigt, um den Schutzbedürftigsten überlebenswichtige Unterstützung zukommen zu lassen. Darauf hat jetzt die UNO-Flüchtlingshilfe in Bonn hingewiesen.

UN-Bericht## 821 Millionen Menschen leiden unter Hunger

11. September 2018 - 11:56

Rom. - Die Zahl der Hungernden steigt weiter an. Das bestätigt der am Dienstag veröffentliche UN-Bericht "The State of Food Security and Nutrition in the World 2018". Demzufolge litten 2017 weltweit 821 Millionen Menschen Hunger – das ist jeder Neunte. Wenig Fortschritt wurde zudem in der Bekämpfung der verschiedenen Formen von Mangelernährung erzielt – von Unterentwicklung bei Kindern bis zu Fettleibigkeit bei Erwachsenen. Dadurch ist die Gesundheit von hunderten Millionen Menschen gefährdet.

DR Kongo## Angst und Gewalt erschweren Eindämmung von Ebola

11. September 2018 - 11:24

Berlin. - Die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam warnt, dass Angst und Gewalt die Eindämmung von Ebola in der Demokratischen Republik Kongo gefährden könnten. In den vergangenen Tagen traten in einigen urbanen Gegenden neue Fälle auf. Oxfam weist darauf hin, dass trotz des robusten Nothilfe-Einsatzes nicht genug getan wird, um die betroffenen Gemeinden dabei zu unterstützen, ihre Ängste zu überwinden und die Menschen über Ursachen und Verlauf der todbringenden Krankheit aufzuklären.

Klimawandel## Küstenerosion in der Arktis verstärkt die globale Erwärmung

11. September 2018 - 0:00

Bremerhaven. - Der Verlust arktischer Permafrostböden durch die Erosion der Küste könnte künftig zu einer Verstärkung des Treibhauseffekts führen. Das zeigen Untersuchungen von Sedimentproben aus dem ochotskischen Meer an der Ostküste Russlands, die Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven analysiert haben. Ein Verlust von Permafrostböden in dieser Region führte zum Ende der letzten Eiszeit gleich mehrfach zu einer plötzlichen Zunahme der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre.

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