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Aktualisiert: vor 8 Stunden 37 Minuten

Covid-19## Arme Staaten verfehlen Impfziele bis Jahresende

3. Dezember 2021 - 11:24

Aachen. - 96 Prozent der sogenannten Niedrigeinkommensländer werden aller Voraussicht nach das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgegebene Ziel verfehlen, bis zum Ende dieses Jahres mindestens 40 Prozent ihrer Bevölkerungen gegen COVID-19 zu impfen. Darauf machen MISEREOR und das Missionsärztliche Institut (MI) aufmerksam. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die ärmsten Staaten der Welt haben UN-Angaben zufolge bislang nur 0,6 Prozent der weltweit ausgelieferten Impfstoffe erhalten.

Global Humanitarian Overview## 274 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe

2. Dezember 2021 - 11:30

Bonn. - Nach Angaben des UN-Berichts "Global Humanitarian Overview" wird der Bedarf an humanitärer Hilfe weltweit im Jahr 2022 um 17 Prozent steigen. Die Hilfsorganisation CARE warnt, dass vor allem die Klimakrise, andauernde Konflikte sowie die Corona-Pandemie weltweit den größten Druck auf ärmere Länder ausüben. Vor allem Frauen und Mädchen seien besonders stark betroffen, erhielten aber deutlich zu wenig Unterstützung. Insgesamt benötigen im kommenden Jahr schätzungsweise 274 Millionen Menschen weltweit lebensrettende Hilfe.

Scheidender Entwicklungsminister## Müller wird Generaldirektor der UNIDO

1. Dezember 2021 - 11:21

Wien. - Der geschäftsführende deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wird neuer Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO). Die Ernennung von Minister Müller für eine vierjährige Amtszeit wurde jetzt im Rahmen der Generalversammlung der UNIDO in Wien bestätigt. Im Laufe des Dezember wird Müller Li Yong nachfolgen, der die Sonderorganisation der Vereinten Nationen seit 2013 leitete und während seiner Amtszeit das Mandat der UNIDO an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung ausrichtete.

Düstere Bilanz:## 452 Millionen Kinder wachsen in Konflikten auf

30. November 2021 - 11:24

Berlin. - Kriege und Konflikte zerstören weltweit immer mehr Kinderleben. Das belegt der 6. Bericht "Krieg gegen Kinder: Rekrutierung im Fokus" von Save the Children. Diese bisher umfassendste Datenhochrechnung, die gemeinsam mit dem Peace Research Institute Oslo (PRIO) erarbeitet wurde, zeigt, dass im Jahr 2020 weltweit rund 452 Millionen Mädchen und Jungen (eines von sechs Kindern) in einem Konfliktgebiet lebten und 193 Millionen Kinder unter gefährlichsten Lebensumständen aufwuchsen.

Klimaschutz## Selbst die Besten machen zu wenig

29. November 2021 - 11:25

Berlin. - Von den 197 Staaten, die sich im Klimaabkommen von Paris auf die Begrenzung der Erderhitzung verständigt haben, bekamen bisher nur 24 Länder eine "dauerhafte" Senkung ihrer Treibhausgas-Emissionen hin, darunter 22 in Europa. Die Erfolge konzentrieren sich auf den Energiesektor – und selbst das Tempo der Besten, in der günstigsten Zeitspanne, ist gerade mal innerhalb dessen, was für die nächsten Jahrzehnte weltweit erforderlich ist. Das sind die Kernergebnisse einer Studie unter Führung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change), die am Montag veröffentlicht wurde.

Globale Impfgerechtigkeit## Eine Frage der Vernunft und der Menschlichkeit

26. November 2021 - 0:00

Berlin. - Vor der Sondersitzung der Weltgesundheitsversammlung (WHA) und der 12. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) hat der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) die Notwendigkeit einer stärkeren solidarischen Gesundheitspolitik unterstrichen. Deutschland sollte sich stark machen für einen gerechten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen für alle Menschen, fordert der Dachverband.

Oxfam-Bericht## Häusliche Gewalt nimmt zu, doch Regierungen handeln kaum

25. November 2021 - 11:45

Berlin. - Im Schatten der COVID-19-Krise eskaliert eine Pandemie, die es schon sehr viel länger gibt: geschlechtsspezifische Gewalt. Anrufe bei Hotlines in zehn untersuchten Ländern haben zwischen 25 und 111 Prozent zugenommen, wie ein neuer Oxfam-Bericht zeigt. Zugleich versäumen es Regierungen, dagegen aktiv zu werden oder kürzen gar Finanzmittel für Frauenrechtsorganisationen.

Botswana## Pilotprojekt soll Löwen schützen

24. November 2021 - 11:34

München. - Afrikas Löwenpopulation ist in zwei Jahrzehnten um 43 Prozent eingebrochen. Experten gehen davon aus, dass heute weniger als 20.000 Löwen auf dem Kontinent leben. Das möchte der SAVE Wildlife Conservation Fund gemeinsam mit Pro Wildlife nun in einem neuen Projekt zum Schutz von Löwen in Botswana nah des Okavango-Deltas ändern. "SAVE Lions – Leben mit Löwen" hat als Projektgebiet eine der ökologisch wertvollsten, wildtierreichsten aber damit auch konfliktträchtigsten Regionen der Erde gewählt.

Donnerstags in Schwarz## Keine Gewalt gegen Frauen!

23. November 2021 - 11:18

Berlin. - Weltweit wird am 25. November der Internationale Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen begangen. Brot für die Welt ruft aus diesem Anlass zur Teilnahme an der Kampagne "Thursdays in Black" des Weltkirchenrates auf. Immer donnerstags tragen Menschen schwarze Kleidung und einen Anstecker mit dem Logo der Bewegung, um auf das Thema aufmerksam zu machen.

Kolumbien: Gewalt trotz Friedensabkommen nicht beendet

22. November 2021 - 11:27

Berlin. - Trotz einiger Fortschritte ist die Gewalt in Kolumbien auch fünf Jahre nach Unterzeichnung des Friedensvertrages nicht beendet. Die Mitgliedsorganisationen der Menschenrechtskoordination Kolumbien blicken deshalb mit Sorge auf die prekäre Menschenrechtslage in dem lateinamerikanischen Land.

Oxfam & ONE## "Hände weg vom Entwicklungsministerium!"

19. November 2021 - 11:24

Berlin. - Derzeit verhandeln SPD, Grüne und FDP über einen gemeinsamen Koalitionsvertrag für die kommende Bundesregierung. Es steht im Raum, dass das Entwicklungsministerium (BMZ) aufgelöst bzw. mit einem anderen Ministerium zusammengelegt wird. Die Entwicklungsorganisationen Oxfam und ONE schlagen Alarm: "Eine Schwächung des BMZ wäre ein großer Rückschlag im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten."

Weltbericht vorgestellt## UNESCO sieht Pressefreiheit in Gefahr

18. November 2021 - 11:39

Paris. - Weltweit gerät die freie Berichterstattung weiter unter Druck. Davor warnt die UNESCO in der Kurzfassung des Weltberichts zur Meinungsfreiheit und Medienentwicklung, der jetzt während der Generalkonferenz der Organisation in Paris vorgestellt wurde. Die mit der Covid-19-Pandemie einhergehenden wirtschaftlichen Rezessionen hätten auch Geschäftsmodelle der Medien erfasst, mit gravierenden Folgen für die Freiheit und Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten.

40 NGOs fordern:## Rüstungsexportstopp muss ausgeweitet werden

17. November 2021 - 11:22

Berlin. - Ein breites Bündnis von 40 zivilgesellschaftlichen Organisationen hat die geschäftsführende Bundesregierung und die Koalitionsverhandlungen führenden Parteien SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP in einem Offenen Brief dazu aufgefordert, den Rüstungsexport- und genehmigungsstopp für Saudi-Arabien zu verlängern. Zudem solle das Exportverbot auf die gesamte Militärkoalition im Jemen ausgeweitet werden.

Covid-19-Impfungen## Profit geht vor Weltgesundheit

16. November 2021 - 11:19

Berlin. - Große Pharmakonzerne bedienen die finanzkräftigsten Kunden zuerst – ohne Rücksicht auf Pandemieverlauf und Weltgesundheit. Das kritisiert die People's Vaccine Alliance (PVA) im Vorfeld des Stata-Gipfels in Boston – eines wichtigen Branchentreffens der Pharmaindustrie. Pfizer, BioNTech und Moderna machten mit ihren Impfstoffen jede Sekunde etwa 1.000 US-Dollar Gewinn – fast 100 Millionen pro Tag. Gleichzeitig hätten die Unternehmen noch keine einzige der Impfstoff-Dosen geliefert, die sie der Afrikanischen Union (AU) verkauft haben. Oxfam und die anderen Organisationen der PVA fordern die Aussetzung des Patentschutzes für COVID-19-Impfstoffe, -Tests und -Behandlungen.

COP26## Wendepunkt für die Kohle - aber 1,5 Grad noch nicht in Reichweite

15. November 2021 - 11:25

Berlin. - Trotz der Dynamik, die der 26. Weltklimagipfel in Glasgow für den weltweiten Ausstieg aus der Kohle und mehr Klimaschutz aufgebaut hat, ist das 1,5 Grad-Limit ohne schnelle Nachbesserungen der Ziele der größten Emittenten nicht in Reichweite. So lautet das erste Fazit der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch zum Ende des Weltklimagipfels COP26. Auch andere NGOs kritisieren die in Glasgow erzielten Ergebnisse.

VENRO## Starke Entwicklungspolitik braucht eigenständiges Ministerium

12. November 2021 - 11:27

Berlin. - Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) hat sich mit einem dringenden Appell an die Parteien in den Koalitionsverhandlungen gewandt. Er erwartet von der kommenden Bundesregierung deutlich mehr Anstrengungen in der Entwicklungspolitik. Dazu gehöre auch ein starkes und eigenständiges Ministerium, erklärte VENRO.

WFP## Die Klimakrise verschärft die Hungerkrise

12. November 2021 - 0:00

Berlin. - Der neue Leiter des Berliner Büros des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP), Martin Frick, hat vor den katastrophalen Folgen der Klimakrise für den Welthunger gewarnt. Bei seinem Amtsantritt sagte Frick: "Die Klimakrise ist schon heute dramatischer Brandbeschleuniger des Hungers. Die Auswirkungen davon spüren wir in WFP-Einsätzen quer über den Globus. Es trifft diejenigen, die am wenigsten für den Klimawandel verantwortlich sind und kaum Möglichkeiten haben, sich ihm anzupassen."

Klimakiller## Der Einfluss der unterschiedlichen Treibhausgase

11. November 2021 - 0:00

Berlin. - Der Anti-Methan-Pakt von fast 100 Staaten zum Auftakt der Weltklimakonferenz in Glasgow macht deutlich: Beim Kampf gegen die Erderhitzung rücken außer Kohlendioxid auch andere Treibhausgase in den Blick. Doch welches Gewicht haben die einzelnen Klimakiller, wieviel wird emittiert und von welchen Ländern und Sektoren? So umfassend wie nie zuvor hat jetzt ein Forschungsteam die Gesamtrechnung vorgelegt. Federführend war das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change).

Klimaschutz-Index## Rennen zur Klimaneutralität hat begonnen

10. November 2021 - 0:00

Glasgow. - Skandinavien zeigt der Welt, wie ambitionierter Klimaschutz funktioniert. Im neuen Klimaschutz-Index von Germanwatch und NewClimate Institute belegen Dänemark, Schweden und Norwegen vor allem dank großer Fortschritte bei den Erneuerbaren Energien und guter Klimapolitik die Ränge 4 bis 6. Die Plätze 1 bis 3 bleiben erneut frei, da sich noch kein Land tatsächlich auf einem 1,5 Grad-Pfad befindet. Die drei genannten sind dazu aber in Reichweite.

Klima-Anpassung## Deutschland unterstützt Entwicklungsländer mit weiteren 150 Millionen Euro

9. November 2021 - 11:21

Berlin. - Eine stärkere Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel ist eines der zentralen Anliegen der Entwicklungsländer bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow. Die Bundesregierung unterstützt das Ansinnen der Entwicklungsländer und stockt ihre multilateralen Investitionen in die Anpassungsfinanzierung um weitere 150 Millionen Euro auf. Mit 100 Millionen Euro des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) wird der Fonds der Globalen Umweltfazilität für die ärmsten Länder gestärkt, mit 50 Millionen Euro des Bundesumweltministeriums der Anpassungsfonds.

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