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Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
Aktualisiert: vor 1 Stunde 16 Minuten

Stiftungsallianz für Afrika (SAfA) geht an den Start

19. Oktober 2021 - 14:12

Der 17. und 18. August 2021 waren aufregende Tage für die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW). Ein Eröffnungsworkshop mit Planungssitzung in Bahir Dar, der Hauptstadt der Region Amhara (Äthiopien), setzte den Startschuss für ein neues entwicklungspolitisches Vorhaben: die Stiftungsallianz für Afrika (SAfA) gGmbH. „Die SAfA setzt ambitionierte Ziele, die sich an der Lebensrealität von jungen Menschen im Alter zwischen 15 und 29 Jahren orientieren. Wir stehen mit vollem Einsatz und zu einhundert Prozent für die Ziele der SAfA ein“, erklärt Feyera Assefa, Direktor im äthiopischen Länderbüro der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) in der Eröffnungsrede. In den besonders bevölkerungsreichen Regionen Amhara und Oromia verbessert die SAfA in einem ersten gemeinsamen Projekt die Lebensperspektiven von jungen Menschen. Das Projekt heißt „Enhancing livelihood prospects for young people in Ethiopia” und fasst drei Anknüpfungspunkte ins Auge. Einer ist Gesundheit, körperliche Selbstbestimmung und freiwillige Familienplanung, ein weiterer ist Landwirtschaft und Einkommenssicherung und schließlich liegt ein dritter Schwerpunkt in den Bereichen Bildung und Logistik.  Finanziert wird es vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie den drei Stiftungen, die die SAfA bilden: der Rossmann Stiftung, der Kühne Stiftung, der Max und Ingeburg Herz Stiftung und der Hanns R. Neumann Stiftung. Die Hanns R. Neumann Stiftung Äthiopien, die Elias Melake Stiftung und die DSW Äthiopien setzen das Projekt in den kommenden vier Jahren um.

Warum braucht es eine Allianz aus mehreren Organisationen?

Die Herausforderungen, denen junge Menschen in Äthiopien begegnen, sind vielfältig. Viele finden weder auf dem Land noch in der Stadt die Bedingungen vor, die sie für einen guten Start ins Erwachsenenleben brauchen. Eine einzelne Organisation kann das nicht immer leisten. Beispielsweise fehlen vielen Jugendlichen ausreichende Bildungsangebote. Eine gute Bildung ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und ein sicheres Einkommen. Um wenigstens Mädchen versorgt zu wissen, verheiraten Eltern ihre Töchter oft bereits im Teenageralter. Was vermeintlich „gut gemeint“ ist, endet für viele Mädchen und junge Frauen in viel zu frühen Ehen, die nicht auf Augenhöhe stattfinden und in denen sie wenig Mitspracherecht haben – zum Beispiel wenn es um die Anzahl ihrer Kinder geht. Oft werden die Mädchen dann auch bereits im Teenageralter schwanger, was auch körperliche Folgen nach sich ziehen kann. Mädchen, die vor ihrem 18. Lebensjahr entbinden, sind zum Beispiel unverhältnismäßig oft von Geburtskomplikationen wie Scheidenfisteln betroffen. Um all diesen Herausforderungen beizukommen, braucht es Bildung, Sexualaufklärung, aber auch Perspektiven für ein regelmäßiges Einkommen. In einer Allianz können all diese Aspekte angegangen werden. Das zeigt das erste Projekt der SAfA.

Das erste SAfA-Projekt „Enhancing livelihood prospects for young people in Ethiopia”

Bildung und Sexualaufklärung führen dazu, dass gängige Geschlechterrollen hinterfragt werden und Frauen und Mädchen selbstbestimmtere Entscheidungen in Bezug auf ihre Partnerwahl und die Anzahl ihrer Kinder treffen. Im Projekt deckt die DSW Äthiopien diese Bereiche ab. Die Hanns R. Neumann Stiftung hingegen bildet die Jugendlichen in der Landwirtschaft aus und unterstützt sie dabei, Businesspläne für landwirtschaftliche Betriebe zu erstellen. Damit haben junge Menschen echte Zukunftsperspektiven und können sich besser vor Armut schützen. Die Elias Melake Stiftung bietet den Jugendlichen Weiterbildungen in den Bereichen Lieferketten und Geschäftsbeziehungen an. Sie bekommen so das nötige Knowhow in die Hand, um ihre Unternehmen auszubauen und Synergien mit anderen Unternehmer*innen zu bilden. „Mit mehrgleisigen Ansätzen haben wir schon bei dem TeamUp-Programm sehr gute Erfahrungen gemacht“, erklärt Angela Bähr, Programmdirektorin der DSW, „so können wir Programme umsetzen, die die unterschiedliche Bedarfe von zahlreichen Jugendlichen und Jungerwachsenen ansprechen. Das kommt den Jugendlichen in ihrer gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung direkt zugute! Die SAfA ist ein tolles Modell für nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, die auch die Fragen der Bevölkerungsdynamik aufgreift. Ich freue mich auf die kommenden vier Jahre und hoffe auf viele weitere.“

SAfA setzt auf Zusammenarbeit mit den Regionalregierungen

In Amhara und Oromia leben viele junge Menschen. 70.000 von ihnen sollen Zugang den Angeboten des Projekts bekommen. Damit das gelingt, müssen die Entwicklungsorganisationen auch regionale Behörden von ihren Aktivitäten überzeugen und gut mit ihnen zusammenarbeiten. Entsprechend lang war die Gästeliste für den Eröffnungsworkshop in Bahir Dar. 58 Teilnehmende nahmen in den Stuhlreihen des Veranstaltungsraumes Platz. Neben Mitarbeitenden der Bündnispartner waren auch Repräsentant*innen des äthiopischen Gesundheitsministeriums, dem Ministerium für Frauen, Kinder und Jugend und der amharischen Regionalverwaltung vor Ort. Sie bekamen nicht nur eine Einführung in das Konzept, sondern erfuhren auch, welche konkreten Maßnahmen die ausführenden Organisationen umsetzen. Ein Überblick, wie die Projektpartner ihre Erfolge messen, bildete den Abschluss der zweitägigen Veranstaltung.

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Jugendliche kämpfen für Zugang zu Verhütung

11. Oktober 2021 - 16:58

Dieser Blogbeitrag, wurde erstmals am 22. September 2021 auf der englischen Website der DSW veröffentlicht. Er ist ein gemeinsamer Beitrag mit IPPF unter dem Dach von Countdown2030 Europe.

Jedes Jahr wird der Weltverhütungstag am 26. September auf der ganzen Welt begangen. Der Tag wurde im Jahr 2007 ins Leben gerufen. Er soll das Bewusstsein für moderne Verhütungsmittel und das Recht jedes*r Einzelnen stärken, selbst zu entscheiden, ob, wann und mit wem er*sie Kinder haben möchte. In den letzten Jahrzehnten gab es zwar erhebliche Fortschritte beim Zugang zu Verhütungsmitteln und in der Forschung, die die Möglichkeiten des*r Einzelnen, Entscheidungen über die eigene sexuelle und reproduktive Gesundheit zu treffen, erweitert haben, aber es bleibt noch einiges zu tun. Deswegen setzt sich die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) jeden Tag aufs Neue dafür ein, dass mehr Jugendliche, insbesondere in Ostafrika, Zugang zu Verhütungsmitteln erhalten. Denn fast jede zweite Frau im Alter von 15 bis 49 Jahren in Afrika südlich der Sahara, die eine Schwangerschaft verhindern möchte, kann nicht verhüten.

Die Versorgung und der Zugang zu Verhütungsmitteln waren während der Coronapandemie unterbrochen. Junge Menschen waren davon besonders betroffen.  Am Weltverhütungstag feiern wir gemeinsam mit unseren internationalen Partnern, wie z.B.  der International Planned Parenthood Federation (IPPF) oder dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (United Nations Population Fund, UNFPA) junge Menschen von Malawi bis Jamaika, Uganda bis Mali, die ihre Altersgenossen dabei unterstützen, informierte Entscheidungen über ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit zu treffen.

 

Kondwani (22) von der Youth Action Movement (YAM), Family Planning Association Malawi. Foto © IPPF/Tommy Trenchard

„Die meisten von ihnen kommen wegen Kondomen her, aber ich verteile sie nicht einfach. Ich frage sie: Wie benutzt man ein Kondom? Welchen Nutzen hat es, welche Vorteile bietet es?“

In Chigude, einem ländlichen Dorf in Malawi, informieren Kondwani und andere Freiwillige Jugendliche über sexuelle und reproduktive Gesundheit. Die Freiwilligen wollen ihr Wissen mit Gleichaltrigen teilen. Sie treffen sich regelmäßig und wenden sich an junge Menschen in Schulen, Universitäten und in den sozialen Medien.

Lesen Sie hier mehr über Kondwanis Arbeit (in Englisch).

 

Abdoulaye Camara, Leiter des Youth Action Movement (YAM) Dance Troupe, Bamako, Mali. Foto © IPPF/Xaume Olleros

 

 

„Wir lenken sie mit Tanz und Humor ab und vermitteln ihnen dann wichtige Botschaften über Sex, ohne ihnen zu nahe zu treten. Wir machen deutlich, dass es nicht darum geht, sie zu beschämen oder sie vorzuführen, sondern einfach zu erklären, wie diese Dinge passieren.“

Abdoulaye ist Leiter der Tanztruppe des Youth Action Movement, einer  Jugendbewegung, die zur Association Malienne pour la Protection et la Promotion de la Famille (AMPPF) gehört. Sie nutzen Tanz und Comedy, um über Sex zu sprechen und einem Publikum, das oft mit solchen Themen überfordert ist und sich dafür schämt, Botschaften zu vermitteln, die von der Verwendung von Kondomen bis zur Warnung vor der Einnahme gefälschter Antibiotika reichen.

Lesen Sie hier mehr über Abdoulayes Arbeit (in Englisch).

 

Lucy Melvin (22) von der Link Empowerment Initiative in Githurai, Nairobi (Kenia).

„Ich habe das Gefühl, dass sich seit dem Beginn der Pandemie vieles verändert hat. Zuerst wurden viele Aktivitäten, die wir früher im Jugendzentrum durchgeführt haben, eingestellt. Der Zugang zu Diensten und Informationen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit hat sich im Folgenden ebenfalls verschlechtert, und deshalb werden viele junge Menschen, vor allem Mädchen, schwanger, weil niemand da ist, der sie anleitet und mit ihnen über Familienplanung und die Verwendung von Verhütungsmitteln spricht.“

Lucy ist Mitglied der Link Empowerment Initiative und beteiligt sich an Aktivitäten, die darauf abzielen, junge Menschen über sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) sowie Verhütung und Familienplanung aufzuklären. Sie erreicht viele Jugendliche in der Gemeinde mit den richtigen Informationen und vermittelt ihnen Fähigkeiten, die sie nutzen können, um ihr Leben zu verbessern.

Candice (18) von der Youth Advocacy Movement YAM), Jamaica Family Planning Association. Foto © IPPF/Ryan Riley

„Ich habe gesehen, wie Teenager schwanger wurden, weil sie nicht wussten, wie sie eine Schwangerschaft verhindern konnten. Ich dachte mir, ich könnte helfen, indem ich mich selbst informiere, es auf mich anwende und mit den Menschen um mich herum spreche und sie über sexuelle Gesundheit und Rechte aufkläre. Ich wollte einfach für mich selbst lernen und das Wissen weitergeben.“

Candice nutzt ihr Wissen und ihr Engagement beim Youth Advocacy Movement (YAM), um Gleichaltrige über ihre sexuelle Gesundheit und ihre Rechte aufzuklären, in der Hoffnung, dass sie eine informierte Entscheidung treffen, wenn sie Sex haben wollen.

Lesen Sie hier mehr über Candices Arbeit (in Englisch).

 

John Jessy (22) DSW – Action4Health Uganda, Youth Champion, Uganda.

„Es ist sehr wichtig junge Menschen mit genauen Informationen zu versorgen, damit sie fundierte Entscheidungen treffen können. Es hat sich als wirksames Mittel erweisen, wenn in Geseundheitseinrichtungen sogenannte Jugendbereiche – also Räume, in denen junge Menschen Gesundheitsdienste, einschließlich Dienste der sexuellen und reproduktiven Gesundheit in Anspruch nehmen können – eingerichtet werden. So können junge Menschen besser erreicht werden.“

Lesen Sie hier mehr über John Jessys Arbeit (in Englisch).

 

 

Jüngste Daten von UNFPA haben gezeigt, dass in einem Jahr der Coronapandemie fast 12 Millionen Frauen weltweit der Zugang zu Verhütungsmitteln verwehrt blieb, was zu 1,4 Millionen ungewollten Schwangerschaften führte. Vor diesem Hintergrund geben die Ergebnisse des Berichts Donors Delivering for SRHR 2021, der jährlich gemeinsam von der DSW und dem Europäischen Parlamentarischen Forum für sexuelle und reproduktive Rechte (EPF) veröffentlicht wird, Anlass zur Sorge. Der Bericht zeigt, dass bereits vor der Coronapandemie die ODA-Zahlungen der OECD-DAC-Geber für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) sanken. Im Jahr 2019 fielen sie um mehr als eine Milliarde US-Dollar geringer aus als 2018.

Angesichts der pandemiebedingten Rückschritte in diesem Bereich müssen die Geber jetzt mehr denn je aktiv werden und zusammenarbeiten, um die Finanzierungslücke zu schließen und damit gerechte und dauerhafte Fortschritte für alle zu erzielen. Die jüngsten Schritte der Europäischen Union, die Bedeutung von SRGR in ihrem neuen Gender-Aktionsplan (GAP III) anzuerkennen, sind zwar ein wichtiger Schritt nach vorn, doch es ist von entscheidender Bedeutung, dass die EU nun konkrete Schritte unternimmt, um die Zusagen in höhere Auszahlungen umzuwandeln und die Bereitstellung von SRGR-Diensten für junge Menschen in vulnerablen Situationen in der ganzen Welt zu unterstützen.

Lesen Sie hier mehr über Empfehlungen des Countdown2030 Europe (in Englisch).

 

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Referent*in für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

28. September 2021 - 12:52

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein. Neben ihrem Hauptsitz in Hannover ist die DSW in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda sowie mit Verbindungsbüros in Berlin und Brüssel vertreten. Mehr Informationen unter www.dsw.org.

Die DSW sucht zum 1. Januar 2022 am Stiftungssitz in Hannover als Elternzeitvertretung mit Befristung auf ein Jahr eine*n

Referent*in für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Vollzeit

Der*Die Referent*in wird an der erfolgreichen Umsetzung der Zielsetzungen der Stiftung arbeiten. Er*Sie wird im internationalen Kommunikationsteam bei der Implementierung von Online- und Offline-Aktivitäten sowie bei anderen Kommunikationsmaßnahmen vorwiegend für den deutschsprachigen Bereich mitwirken.

Zentrale Aufgaben:
  • Verantwortung für den Bereich der Videoproduktion und Koordination von Dienstleistern
  • Erstellung von Social Media Content und Community Management
  • Erstellung von Texten für Print und Online
  • Mitarbeit bei der Konzeption und Durchführung von Kampagnen, Veranstaltungen etc.
  • Monitoring (z.B. Verwaltung von Presse-Clippings)
  • Durchführung von Recherchen zu diversen Themen und Anlässen
  • administrative Tätigkeiten/ Reporting
Wir erwarten:
  • einen Hochschulabschluss (Diplom, Master oder Bachelor), vorzugsweise mit dem Schwerpunkt Kommunikation, Journalismus, Entwicklungszusammenarbeit oder eine vergleichbare Qualifikation
  • mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in einem ähnlichen Aufgabengebiet
  • Textsicherheit und ausgezeichnetes Sprachgefühl, Kommunikationsstärke und crossmediales Denken
  • sicherer Umgang mit gängigen Computerprogrammen (MS-Office), Photoshop/ InDesign/ Premiere sowie Social-Media-Kanälen (Twitter, Instagram, Facebook und YouTube)
  • fortgeschrittene Kenntnisse in der Videokonzeption
  • gute Kenntnisse von Content-Management-Systemen (z.B. WordPress), Newsletter-Diensten (z.B. Mailchimp) wünschenswert
  • hohe Team- und Kooperationsfähigkeit sowie flexibles und eigenständiges Arbeiten
  • hohe Einsatz- und Leistungsbereitschaft
  • detailgenaues Arbeiten sowie proaktives und lösungsorientiertes Handeln
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift)
  • Kenntnisse im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte (SRGR) sowie globalen Gesundheit sind von Vorteil
Wir bieten:
  • eine faire Vergütung und Förderung des persönlichen wie beruflichen Wachstums
  • einen spannenden Themenbereich in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem motivierten Team
  • flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie z.B. mobiles Arbeiten und Jobrad-Leasing
  • Betriebliche Altersvorsorge
Bewerbungsverfahren:

Sind Sie interessiert? Dann senden Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und Gehaltsvorstellung) bitte mit dem Verweis „DSW2021_09 Referent*in für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ per E-Mail an: jobs.deutschland@dsw.org

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer “DSW2021_09 Referent*in für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit” in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Bewerbungsschluss ist der 15. Oktober 2021.

Für inhaltliche Rückfragen zur Ausschreibung wenden Sie sich gern an Anke Witte unter anke.witte@dsw.org. Von Nachfragen zum laufenden Bewerbungsprozess bitten wir Sie abzusehen.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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Koalitionspartner*innen für starke Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe gesucht!

28. September 2021 - 8:00
NGOs fordern zuverlässige Entwicklungsfinanzierung von neuer Bundesregierung

Berlin, 28. September 2021. Unter dem Motto „Koalitionspartner*innen gesucht!” rufen 13 Entwicklungsorganisationen die Parteien dazu auf, sich in den anstehenden Gesprächen für mehr globale Gerechtigkeit einzusetzen. Sie fordern ein klares Bekenntnis zu einer verlässlichen und ausreichenden Finanzierung für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe im Koalitionsvertrag.

Im Rahmen ihrer Kampagne #ZusammenWeiterEntwickeln wollen die NGOs mit den künftigen Koalitionspartner*innen an gemeinsame Erfolge anknüpfen und sich für mehr globale Gerechtigkeit sowie ein Ende der extremen Armut einsetzen. „Wir fordern eine nachhaltige Entwicklungspolitik für alle Menschen im Sinne der Agenda 2030. Die künftige Bundesregierung muss ihrer internationalen Verantwortung gerecht werden und sich zu mehr Solidarität, einer starken multilateralen Zusammenarbeit und einer verlässlichen Finanzierung verpflichten“, erklären die NGOs.

Die zentrale Forderung der Organisationen ist die Erfüllung der sogenannten ODA-Quote (Official Development Assistance, ODA): Deutschland muss sein Versprechen aus dem Jahr 1970 halten, mindestens 0,7 Prozent der eigenen Wirtschaftsleistung dauerhaft in öffentliche Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zu investieren. Dieses 0,7-Prozent-Ziel erreichte Deutschland 2020 dank der umfassenden Sonderprogramme der Bundesregierung zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Zuvor war die Quote erst einmal im Jahr 2016 erreicht worden, und das auch nur durch die Anrechnung der Kosten für Geflüchtete im Inland.

Gleichzeitig fordern die NGOs, dass der Etat des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) nicht unter das aktuelle Niveau von 12,43 Mrd. Euro fällt. „Das BMZ muss als Ministerium eine viel exponiertere Rolle in der neuen Regierung einnehmen. Nur so kann die zukünftige Bundesregierung zusammen mit der Zivilgesellschaft die Entwicklungszusammenarbeit spürbar beeinflussen und die Länder des globalen Südens dabei unterstützen, die nachhaltigen Entwicklungsziele zu erreichen“, sagt Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW). „Eine ausreichende Finanzierung ist das Fundament dafür, bessere und gerechtere Lebensbedingungen für alle Menschen auf der Welt zu schaffen, extreme Armut und Hunger zu beenden und die Folgen der Corona-Pandemie insbesondere im globalen Süden abzufedern”, erklärt Kreutzberg weiter.

Teil der von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) initiierten Kampagne sind diese NGOs: Aktionsbündnis gegen AIDS, CARE Deutschland, CBM Christoffel-Blindenmission, Friends of the Global Fund Europe, die Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen, Global Citizen, ONE Deutschland, Oxfam, Plan International Deutschland, Save the Children Deutschland, SOS-Kinderdörfer weltweit und World Vision Deutschland. Mit verschiedenen Aktionen, wie einem Kampagnenfilm, einer starken Kommunikation in den sozialen Medien unter dem Hashtag #ZusammenWeiterEntwickeln und einer mobilen Plakataktion im Berliner Regierungsviertel machen die NGOs auf ihre Kampagne aufmerksam und suchen einen konstruktiven Austausch mit der Politik.

 

Weitere Informationen

 

Pressekontakte

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
Anke Witte: 0511/94 37 332, presse@dsw.org
www.dsw.org

Aktionsbündnis gegen Aids
Peter Wiessner: 030/2790 9998,  0163/45 68 514, wiessner@aids-kampagne.de
www.aids-kampagne.de

CARE Deutschland
Stefan Brand: 0170/74 48 600, brand@care.de
www.care.de

CBM Christoffel-Blindenmission
Marion Muhalia: 06251/13 12 41, marion.muhalia@cbm.org
www.cbm.de

Friends of the Global Fund Europe
Sergius Seebohm: 0162/2030 777, sergiusseebohm@afmeurope.org
www.theglobalfund.org/en/friends/

Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen
Donald Sandmann: 030/206 711 46, d.sandmann@stiftung-gegm.de
stiftung-gegm.de/

Global Citizen
Rick Nagelschmidt: 0177/576 95 69, presse@globalcitizen.org
www.globalcitizen.org

ONE
Scherwin Saedi: 0152/03 77 14 29, scherwin.saedi@one.org
www.one.org/onevotede/

Oxfam Deutschland
Steffen Küßner: 0177/880 99 77, skuessner@oxfam.de
www.oxfam.de

Plan International Deutschland
Sascha Balasko: 040/607 716 146, sascha.balasko@plan.de
www.plan.de

Save the Children
Claudia Kepp: 0170/785 89 35, claudia.kepp@savethechildren.de
www.savethechildren.de

SOS-Kinderdörfer weltweit
Boris Breyer: 089/179 14 287, boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

World Vision Deutschland
Iris Manner: Christian Kage; Pressestelle: 06172/763-151, -153, -155, presse@wveu.org
www.worldvision.de

 

Diese Pressemitteilung können Sie hier als PDF herunterladen.

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NGOs fordern: Deutschlands Rolle in der Welt muss Thema werden beim letzten TV-Triell

17. September 2021 - 10:42

Aufruf an ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins.

Berlin, 17. September 2021. In einem gemeinsamen Appell rufen zehn Hilfs- und Entwicklungsorganisationen die Fernsehsender ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins dazu auf, bei der TV-Debatte der drei Kanzlerkandidat*innen am kommenden Sonntag humanitäre und entwicklungspolitische Themen wie globale Armuts- und Hungerbekämpfung und den weltweiten Kampf gegen Krankheiten wie Tuberkulose und Covid-19 zu berücksichtigen. In den bisherigen TV-Triellen mit RTL/N-TV sowie ARD/ZDF waren Pläne zur Bekämpfung globaler Ungleichheit leider nicht Gegenstand der Debatte. Angesichts der großen globalen Herausforderungen, vor denen die Welt steht, ist dies aber dringend nötig.

Die Nichtregierungsorganisationen ONE Deutschland, CARE Deutschland, Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Deutsche Welthungerhilfe, Global Citizen, Oxfam, Plan International, Save the Children, UNICEF Deutschland und World Vision appellieren gemeinsamen an die Fernsehsender ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins: ,,Die internationale Gemeinschaft und damit auch Deutschland hat sich mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen verpflichtet, die Welt bis 2030 gerechter zu machen. Die Bekämpfung von extremer Armut, Hunger und sozialer Ungleichheit, die Gleichstellung der Geschlechter, der weltweite Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung – das alles sind Themen, die gegenwärtig viel zu kurz kommen. Es bleiben nur noch neun Jahre, um die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen. Die Wähler*innen haben ein Recht darauf zu erfahren, wie ernst es Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz mit Deutschlands Verantwortung in der Welt meinen. Wer ins Kanzleramt einziehen will, sollte einen Plan haben, wie wir die UN-Nachhaltigkeitsziele erreichen. Weltweite Armutsbekämpfung muss Chef*innen-Sache werden. Die Wähler*innen sollten wissen, wie der Plan der Kandidierenden aussieht, globale Gerechtigkeit zu erreichen und die UN-Ziele zu verwirklichen.”

Informationen für Journalist*innen:
  • Interviews möglich: Bei Interesse stehen Ihnen die beteiligten Organisationen für Interviews zur Verfügung. Kontaktieren Sie dafür gerne einen der untenstehenden Pressekontakte.
  • Bildmaterial: “Machen Sie die Welt gerechter!” – diese Forderung projizierte ONE vergangene Woche ans Kanzleramt und vor den Reichstag. Die dazugehörigen Bilder, die Sie kostenfrei verwenden dürfen, finden Sie hier (Fotocredit “ONE”): https://bit.ly/3l2cOW9
  • Mehr Informationen zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen finden Sie hier: https://17ziele.de/

 

ONE ist eine internationale Bewegung, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 einsetzt. Damit jeder Mensch ein Leben in Würde und voller Chancen führen kann. Wir sind überparteilich und machen Druck auf Regierungen, damit sie mehr tun im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten, insbesondere in Afrika. Zudem unterstützt ONE Bürger*innen dabei, von ihren Regierungen Rechenschaft einzufordern. Mehr Informationen auf www.one.org.

CARE: 1945 in den USA gegründet, kämpft CARE heute weltweit gegen Not, Armut und Ungerechtigkeit. 100 Millionen CARE-Pakete retteten nach dem Zweiten Weltkrieg Leben. Gespendet von Mensch zu Mensch als Symbol der Versöhnung. In 100 Ländern der Welt setzt sich CARE heute dafür ein, dass Armut überwunden wird und von Katastrophen Betroffene überleben können. Besonders wichtig dabei ist uns die Gleichstellung von Mann und Frau und die besondere Förderung von Frauen und Mädchen – dort, wo sie systematisch benachteiligt sind.

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW): Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Die Deutsche Welthungerhilfe e.V. ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030″. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 10.369 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 4,2 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

Global Citizen ist eine globale Bewegung engagierter Menschen, die gemeinsam ihre Stimmen nutzen, um extreme Armut bis 2030 zu beenden. Global Citizen bietet hierzu Informationen rund um Kernthemen wie Ernährungssicherheit, Gleichberechtigung, Bildung, Umweltschutz und globale Gesundheit – und die Möglichkeit, sich gemeinsam für die Themen einzusetzen, die einem am Herzen liegen. Auf diesen Wegen mobilisiert Global Citizen eine große Community von Global Citizens, die zusammen Entscheidungsträger*innen aus Politik und Wirtschaft zum Handeln auffordert und finanzielle und politische Zusagen für die Global Goals der Vereinten Nationen einfordert. Darüber hinaus unterstützt Global Citizen die Global Goals mit einzigartigen Event- und Aktionsformaten, wie den Global Citizen Festivals, für die Tickets nicht erwerblich sind, sondern durch politisches und soziales Engagement verdient werden. Seit Global Citizen im Jahr 2009 mit der Kampagnenarbeit begann, sind Global Citizens mehr als 28 Millionen Mal aktiv geworden. Mehr Informationen unter www.globalcitizen.org.

Oxfam ist eine internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, die weltweit Menschen mobilisiert, um Armut aus eigener Kraft zu überwinden. Dafür arbeiten im Oxfam-Verbund 21 Oxfam-Organisationen Seite an Seite mit rund 3.500 lokalen Partnern in mehr als 67 Ländern. Mehr unter www.oxfam.de

Plan International ist eine unabhängige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe. Mädchen und Jungen sollen weltweit die gleichen Rechte und Chancen haben und ihre Zukunft aktiv gestalten. Um das zu erreichen, setzen wir in unseren Partnerländern effizient und transparent Projekte zur nachhaltigen Gemeindeentwicklung um und reagieren schnell auf Notlagen und Katastrophen, die das Leben von Kindern bedrohen. In mehr als 75 Ländern arbeiten wir Hand in Hand mit Kindern, Jugendlichen, Unterstützenden und Partnern jeden Geschlechts, um unser globales Ziel zu erreichen: 100 Millionen Mädchen sollen lernen, leiten, entscheiden und ihr volles Potenzial entfalten. Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bestärken uns in unserem Engagement.

Save the Children: Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in 120 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können – seit über 100 Jahren.

UNICEF ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. UNICEF setzt sich in 190 Ländern dafür ein, dass jedes Kind sich gesund entwickeln, geschützt aufwachsen und zur Schule gehen kann – unabhängig von Religion, Hautfarbe oder Herkunft. Das Deutsche Komitee für UNICEF wurde 1953 als Verein gegründet und ist heute eine der wichtigsten Stützen der weltweiten UNICEF-Arbeit.

World Vision ist eine unabhängige christliche Kinderhilfsorganisation mit über 70 Jahren Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Nothilfe. Unser Fokus liegt darauf, den am stärksten gefährdeten Kindern Chancen zu bieten, ein erfülltes Leben zu führen.  In rund 100 Ländern arbeiten wir mit Spenderinnen und Spendern, Kindern und Jugendlichen, Dorfgemeinschaften, Regierungen und vielen Partnern transparent zusammen, um nachhaltig Armut und Ungerechtigkeiten zu überwinden. World Vision Deutschland e.V. führt derzeit 280 Projekte in 48 Ländern durch und erreicht damit rund 16 Millionen Menschen. Mit der internationalen Kampagne „It Takes a World to end Violence against Children“ setzt sich World Vision dafür ein, Gewalt gegen Kinder in jeder Form zu beenden.

 

Pressekontakte

ONE: Scherwin Saedi: 0152 / 03 77 14 29, scherwin.saedi@one.org

CARE Deutschland: Stefan Brand: 0170 / 74 48 600, brand@care.de

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW): Anke Witte: 0511 / 94 37332, presse@dsw.org

Welthungerhilfe: Simone Pott, Pressesprecherin: 0172 / 252 59 62, simone.pott@welthungerhilfe.de

Global Citizen: Rick Nagelschmidt: 0177 / 576 95 69, presse@globalcitizen.org

Plan International: Barbara Wessel: 040 / 607 716 204, barbara.wessel@plan.de

Oxfam Deutschland: Steffen Küßner, 0177 / 880 99 77, skuessner@oxfam.de

Save the Children: Claudia Kepp: 0170 / 785 89 35, claudia.kepp@savethechildren.de

UNICEF Deutschland: Christine Kahmann, 0221 / 93 650 315, presse@unicef.de

World Vision Deutschland: Pressestelle: 06172 / 763-151, -153, -155, -156;  presse@wveu.org

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Warum Gleichstellung der Geschlechter eine Priorität der Entwicklungspolitik der künftigen Regierung sein muss

14. September 2021 - 8:30

Von Megan O’Donnell und Alisa Kaps.

Nach 16 Jahren unter Angela Merkel steht die Bundestagswahl vor der Tür und das Kanzler*innenamt ist neu zu besetzen. Selten schien es so schwierig vorherzusehen, wer dort einziehen wird. Doch ganz gleich, welche Parteien die neue Regierung bilden, wer ihr als Kanzler*in vorstehen und welches Geschlecht diese Person haben wird, eines ist sicher: Das Thema Gleichstellung der Geschlechter muss ganz oben auf ihrer Agenda stehen.

Die neue Bundesregierung wird Gelegenheit haben, sich als eine weltweit treibende Kraft für die Gleichstellung der Geschlechter zu positionieren – in einer Zeit, in der Führung dringend benötigt wird. Die Coronakrise hat die Fortschritte bei der Verwirklichung des nachhaltigen Entwicklungsziels 5 (SDG5, ‘Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen‘) beeinträchtigt. Gleichzeitig stellen sich einige  Nachbarländer Deutschlands gegen die  Förderung der Geschlechtergleichstellung oder ziehen sich bei dem Thema zurück, sei es im Rahmen von EU-Verhandlungen (z. B. Polen und Ungarns jüngster Vorstoß zur Streichung von Verweisen auf Geschlechtergleichstellung in EU-Erklärungen) oder in ihrer Entwicklungszusammenarbeit (z. B. die Kürzungen Großbritanniens bei der Unterstützung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit). In diesem Blog skizzieren wir die Herausforderungen bei der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter, welche Maßnahmen Deutschland in jüngster Zeit zu diesem Thema ergriffen hat und was von der neuen Regierung noch erwartet wird.

Geschlechtergleichstellung während und nach COVID-19

In erster Linie braucht die Welt eine geschlechtergerechte Erholung von der Coronakrise, von der Frauen und Mädchen weltweit unverhältnismäßig stark betroffen sind. Neuste Forschungsergebnisse der COVID-19 Gender and Development Initiative (die im Center for Global Development (CGD) angesiedelt ist) zeigen, dass die negativen Auswirkungen der Krise Frauen und Mädchen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen überproportional treffen. Schon vor dem Ausbruch von COVID-19 waren die Erwerbsbeteiligung, der Zugang zu Finanzmitteln, die Qualität der Arbeitsplätze und die Entlohnung von Frauen nicht gleichwertig mit denen von Männern. Die Pandemie und die weltweite Rezession haben diese Unterschiede noch vergrößert.

Die Pandemie hat auch Rückschlägen für die Gesundheit, die Rechte und die körperliche Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen zur Folge.  Wirtschaftliche Einbußen und die Tatsache, dass Menschen während der Lockdowns zu Hause bleiben müssen, haben zu einem weltweiten Anstieg von geschlechtsspezifischer Gewalt geführt. Zudem wurde vielerorts  der Zugang von Frauen und Mädchen zu grundlegenden Gesundheitsdiensten erschwert. Das erhöht Gesundheitsrisiken – insbesondere für schwangere Frauen und Mädchen. In den ostafrikanischen Ländern, in denen die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) tätig ist, hat die Belastung der Gesundheitssysteme dazu geführt, dass Frauen und vor allem Mädchen häufiger unbeabsichtigt schwanger werden. Das hat unter anderem Folgen für ihre Bildungschancen: In Kenia ist die Zahl der Mädchen, die nach dem Lockdown nicht in die Schule zurückkehrten, doppelt so hoch wie die der Jungen. Unbeabsichtigte Schwangerschaften und Frühverheiratung gehören dabei zu den Hauptursachen.

Was Deutschland bisher unternommen hat

Einen aktuellen Eindruck des deutschen Engagements für einen geschlechtergerechten Aufschwung nach der Pandemie lieferte das Generation Equality Forum (GEF), das UN Women (in Partnerschaft mit Mexiko und Frankreich) anlässlich des 25. Jahrestages der Vierten Weltfrauenkonferenz und der Erklärung und Aktionsplattform von Peking veranstaltete. Ziel des Forums war es, Regierungen, internationale Organisationen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft dazu aufzurufen, ehrgeizige politische und finanzielle Verpflichtungen einzugehen, um die Gleichstellung der Geschlechter weltweit voranzubringen.

Bei den deutschen GEF-Zusagen standen Investitionen in die Bildung von Mädchen, in die wirtschaftliche Stärkung von Frauen (300 Mio. US-Dollar, u. a. für Mädchenbildung, Landrechtsprogramme und die Women Entrepreneurs Finance Initiative, kurz WEFI) sowie in die Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt (96 Mio. US-Dollar, u. a. für den UN Trust Fund zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen) im Mittelpunkt. Beim Thema sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechten (SRGR) zeigte Deutschland mit nur einer Zusage dagegen deutlich weniger Engagement. In den übrigen drei Kategorien des Forums (sogenannten Action Coalitions) zu Klimagerechtigkeit, Technologie und feministische Führung gab es gar keine Zusagen. Die mangelnde Priorisierung von SRGR steht dabei im Widerspruch zu Deutschlands Fokus auf die wirtschaftliche Stärkung von Frauen. Frühere CGD-Forschungen weisen auf die Notwendigkeit hin, die beiden Aspekte zusammen anzugehen, da sie sich gegenseitig bedingen.

Bruttoauszahlungen, in konstanten Preisen 2019; Quelle: OECD

Ein Blick auf die offiziellen Entwicklungsgelder (Official Development Assistance, ODA) gibt ebenfalls einen Eindruck über das Engagement Deutschlands für die Gleichstellung der Geschlechter: Im Jahr 2019 beliefen sich die deutschen Entwicklungsgelder, die Geschlechtergleichstellung entweder als wesentliches Ziel oder als Hauptziel verfolgten, auf sieben Milliarden US-Dollar – mehr als doppelt so viel wie zehn Jahre zuvor. Das macht Deutschland in absoluten Zahlen zum zweitgrößten Geber für Geschlechtergleichstellung. Allerdings entspricht das nur 46 Prozent der gesamten bilateralen ODA – ein Wert, der weit unter dem Anteil von 2009 von fast 60 Prozent liegt. Dies spiegelt eine abnehmende Priorisierung von Investitionen in die Gleichstellung der Geschlechter wider. Mit den aktuellen Zahlen liegt Deutschland knapp unter dem Durchschnitt des Ausschusses für Entwicklungshilfe (DAC) von 47 Prozent. Darüber hinaus lag der Anteil der Entwicklungsgelder mit dem Schwerpunkt auf Geschlechtergleichstellung im Jahr 2019 bei nur zwei Prozent (329 Millionen US-Dollar), während der Durchschnitt der DAC-Länder bei fünf Prozent lag. Deutschland bleibt damit weit hinter dem Ziel zurück, 8,5 Prozent der ODA-Mittel für Projekte mit dem Hauptziel Geschlechtergerechtigkeit aufzuwenden. Hierfür hatte sich die Bundesregierung bei den Verhandlungen über das neue EU Instrument für Nachbarschaft, Entwicklungszusammenarbeit und internationale Zusammenarbeit (NDICI) selbst eingesetzt.

Was für die neue Regierung zu tun bleibt

Es steht außer Frage, dass Deutschland das Thema Gleichstellung der Geschlechter auf seiner Entwicklungsagenda hat. Aber es steht noch lange nicht so weit oben, wie nötig wäre, um einen nachhaltigen Beitrag zum Erreichen des SDG 5 zu leisten. Die neue Bundesregierung kann auf den Investitionen ihrer Vorgängerin in die wirtschaftliche Stärkung von Frauen, die Bildung von Mädchen, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) sowie geschlechtsspezifische Gewalt aufbauen. Sie muss allerdings noch weitergehen und sicherstellen, dass die Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit berücksichtigt wird. Ein geschlechtertransformativer Ansatz muss der neue Status quo der deutschen Entwicklungspolitik werden.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wäre die stärkere Verankerung der Gleichstellung der Geschlechter im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Zuge des “Reformprozesses 2030”. Derzeit ist Geschlechtergleichstellung in der Arbeitsstruktur des Ministeriums weder ein “Kernbereich” noch ein eigener “Initiativbereich”, was der Bedeutung des Themas nicht gerecht wird. Mit der Umstrukturierung im Zuge des BMZ 2030-Prozesses wurde das Thema Geschlechtergleichstellung mit den Themen Menschenrechte und Inklusion zu einem sogenannten “Qualitätsmerkmal” zusammengeführt, um all diese Aspekte in den Arbeitsbereichen des BMZ zu verankern. Diese Verschmelzung birgt jedoch die Gefahr, dass die Gleichstellung der Geschlechter zur Nebensache wird.

Darüber hinaus sollte die Entwicklung eines neuen Gender-Aktionsplans (GAP III) hohe Priorität bekommen. Seit 2014 wird das deutsche Engagement im Bereich der Geschlechtergleichstellung von einer sektorübergreifenden Strategie geleitet, während die Einzelheiten und Maßnahmen zur Umsetzung im Aktionsplan für die Gleichstellung der Geschlechter festgelegt wurden. Der letzte Gender-Aktionsplan  (GAP II) war von 2016 bis 2020 gültig, wurde aber danach nicht neu aufgelegt. Ein neuer GAP sollte den dreigleisigen Ansatz des GAP II – Gender Mainstreaming, Stärkung von Frauen und Mädchen und politischer Dialog – fortsetzen, dabei aber ehrgeizigere Ziele setzen und anders als bisher mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet sein.

Insgesamt sollte Deutschland die finanziellen Mittel für die Geschlechtergleichstellung deutlich aufstocken. Die Regierung sollte dem Beispiel des GAP III der Europäischen Union folgen und sicherstellen, dass 85 Prozent aller neuen Maßnahmen der deutschen bilateralen Entwicklungszusammenarbeit bis 2025 zur Stärkung der Rolle der Frau beitragen und seine Entwicklungsgelder entsprechend anpassen. Darüber hinaus sollte Deutschland so bald wie möglich mindestens 8,5 Prozent seiner ODA-Mittel für Projekte bereitzustellen, die Gleichstellung der Geschlechter zum Hauptziel haben. Mittelfristig sollten 20 Prozent der Entwicklungsgelder dafür aufgewendet werden.

Neben einem starken finanziellen Engagement muss die neue Regierung ihre Gender-Analyse sowie ihre Wirkungsmessung und das Monitoring von Zielen zur Geschlechtertransformation verbessern, um sich von Zielen, die sich allein auf Finanzströmen konzentrieren, hin zu stärker ergebnisorientierten Zielen zu bewegen. Die Umsetzung des GAP III sollte an inputorientierten Indikatoren gemessen werden, die z. B. den Fortschritt in Bezug auf geschlechtsspezifische Finanzierungsziele verfolgen (ein Indikator, der den Anteil der Entwicklungszusammenarbeit erfasst, der an Frauenrechtsorganisationen geht) und an Indikatoren zur Diversität beim Personal von Regierungen. Außerdem müssen die inputorientierten Indikatoren durch solche ergänzt werden, die sich auf Ergebnisse konzentrieren. Die kanadische Politik der internationalen Frauenförderung und die Indikatoren, mit denen ihre Fortschritte verfolgt werden, können als Vorbild dienen.

Deutschland hat in naher Zukunft die Möglichkeit, eine internationale Führungsrolle in Fragen der globalen Geschlechtergleichstellung zu übernehmen. Mit der G7-Präsidentschaft im Jahr 2022 hat die neue deutsche Regierung die Chance, den Ton in einer größeren Gruppe von Geberländern anzugeben. Die Bundesrepublik Deutschland sollte daher die Gleichstellung der Geschlechter gut sichtbar auf der G7-Agenda platzieren und sich als fähige und zuverlässige Partnerin positionieren, um die Errungenschaften im Bereich der Frauenrechte, Geschlechtergleichstellung und SRGR auf internationaler und EU-Ebene weiter zu stärken.

 

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Kampagne #ZusammenWeiterEntwickeln: 13 Entwicklungs-NGOs fordern starke Finanzierung der Entwicklungszusammenarbeit

3. August 2021 - 15:02

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Kathrin Wieland neues DSW-Vorstandsmitglied

28. Juli 2021 - 8:49
Dirk Roßmann wechselt in den DSW-Stiftungsrat. Kathrin Wieland übernimmt seine Nachfolge im Vorstand.

Hannover, 28. Juli 2021. Stiftungsgründer Dirk Roßmann (74) ist zum 30. Juni 2021 aus dem Vorstand der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ausgeschieden und wechselt in den Stiftungsrat. Ihm folgt im Vorstand auf einstimmigen Beschluss des Stiftungsrates Kathrin Wieland (55).

Dirk Roßmann wird die Arbeit der DSW auch zukünftig aktiv begleiten. Er gründete die Stiftung im Jahr 1991 gemeinsam mit dem Hannoverschen Unternehmer Erhard Schreiber und war seither ununterbrochen im Vorstand tätig.

Kathrin Wieland verfügt über viele Jahre Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit. Seit 2016 arbeitet sie mit der Gründung der TolaData GmbH an digitalen Lösungen für den Sektor, von 2008 bis 2017 war sie Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied der internationalen Nichtregierungsorganisation Save the Children in Deutschland. Sie ist zudem Aufsichtsratsvorsitzende des International Rescue Committee (IRC) Deutschland.

„Mein besonderer Dank gilt Dirk Roßmann, der als Gründer, Förderer und Impulsgeber die DSW stets intensiv bei ihrer Arbeit begleitet und unterstützt hat. Wir freuen uns sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm im Stiftungsrat. Mit Kathrin Wieland konnten wir eine versierte und erfahrene Persönlichkeit als Nachfolgerin für dieses wichtige Ehrenamt gewinnen. Ich bin überzeugt davon, dass sie die Geschicke der DSW positiv und innovativ mitgestalten wird“, erklärt DSW-Geschäftsführer Jan Kreutzberg.

 

Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

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Sachbearbeiter*in Entwicklungspolitik, Deutschland

22. Juli 2021 - 17:01
Über die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungs-organisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein. Neben ihrem Hauptsitz in Hannover ist die DSW in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda sowie mit Verbindungsbüros in Berlin und Brüssel vertreten. Mehr Informationen unter www.dsw.org.

Die DSW sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Sachbearbeiter*in Entwicklungspolitik, Deutschland

der*die unser Team in Berlin unterstützt.

Sie wollen unser politisches Team bei seinem Engagement für eine gute Entwicklungszusammenarbeit unterstützen? Sie sind Expertin darin erfolgreich Veranstaltungen zu organisieren und Arbeitsprozesse reibungslos zu gestalten? Sie haben Spaß daran, die kleinen und großen Herausforderungen des Arbeitsalltags standortübergreifend gemeinsam mit Kolleg*innen aus dem Finanz- und Verwaltungsteam an unserem Hauptsitz in Hannover anzupacken? Dann erwartet Sie bei uns eine spannende und sinnvolle Tätigkeit.

Ihre Aufgaben:
  • Unterstützung des politischen Teams, zum Beispiel mit Recherchen zu entwicklungspolitischen Themen
  • Unterstützung des Berliner Büros bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen
  • Unterstützung von Projektverantwortlichen bei der Planung und Koordinierung von Aktivitäten
  • Zusammenarbeit mit externen Dienstleister*innen, inklusive Angebotseinholung und Rechnungsüberprüfung
  • Selbständige Organisation von Büroabläufen, zum Beispiel die Beschaffung von Büromaterialien, die Abwicklung von Rechnungen, Datenbankpflege und Versandaktionen
  • Gewährleistung von reibungslosen administrativen und projektbezogenen Abläufen zwischen dem Berliner Büro und unserem Hauptsitz in Hannover sowie Aufrechterhaltung einer einwandfreien Büroinfrastruktur, einschließlich der IT- und Medieninfrastruktur
Wir erwarten:
  • Ein abgeschlossenes Bachelorstudium (VWL, BWL, Politikwissenschaften, Verwaltungswissenschaften oder vergleichbarer Studiengang) oder eine abgeschlossene relevante Berufsausbildung
  • Mindestens ein Jahr Berufserfahrung, gerne in der Entwicklungszusammenarbeit
  • Sehr gute Computer- und Datenbankkenntnisse sowie Interesse an IT und technischen Herausforderungen
  • Erste Erfahrung in der Durchführung von Veranstaltungen und/ oder der Projektarbeit
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen sowie Freude an der Arbeit im Team
  • Einen eigenverantwortlichen und lösungsorientierten Arbeitsstil
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift)
Wir bieten:
  • Ein spannendes Themenfeld in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem motivierten Team
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima
  • Eine faire Bezahlung und betriebliche Altersvorsorge
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie z. B. mobiles Arbeiten und Jobrad-Leasing
Bewerbungsverfahren:

Haben Sie Interesse? Wenn Sie Interesse haben, senden Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnisse) bitte mit dem Verweis „DSW2021/05 Sachbearbeiter*in Entwicklungspolitik“ per E-Mail an: jobs.deutschland@dsw.org

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer “DSW2021/05 Sachbearbeiter*in Entwicklungspolitik” in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Die Stelle ist teilzeitgeeignet und zunächst bis zum 31. August 2022 befristet.

Bewerbungsschluss ist der 14. August 2021.

Wir freuen uns auf Zusendungen!

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Covid-19 verdoppelt Sterberisiko für HIV-Infizierte

14. Juli 2021 - 15:47
Zwei Drittel der HIV-Infizierten leben in Subsahara-Afrika. Frauen und Mädchen besonders betroffen. Impfstoffmangel besorgniserregend.

Hannover, 14. Juli 2021. Laut des heute veröffentlichten UNAIDS-Berichtes haben Menschen, die mit HIV leben, ein doppelt so hohes Risiko an Covid-19 zu sterben wie die Allgemeinbevölkerung. Die meisten von ihnen hatten Mitte 2021 keinen Zugang zu Covid-19 Impfstoffen. Besonders betroffen sind Menschen in Afrika südlich der Sahara. Dort leben zwei Drittel (67 Prozent) der Menschen, die mit HIV infiziert sind. Mädchen und junge Frauen in dieser Region trifft es besonders hart: Sechs von sieben HIV-Neuinfektionen bei Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren betreffen Mädchen. Damit sind Frauen und Mädchen zwischen 15 und 24 Jahren doppelt so häufig mit HIV infiziert wie Jungen und Männer. Darauf macht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) mit großer Besorgnis aufmerksam.

„Menschen, die mit HIV leben, haben ein besonders hohes Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken. Daher ist es umso wichtiger, dass sie gegen Covid-19 geimpft werden. Wegen der ungerechten Verteilung der Impfstoffe liegen die Länder, in denen die meisten Menschen mit HIV leben, bei den Impfungen am weitesten zurück. Bundeskanzlerin Merkel sollte ihren Besuch bei US-Präsident Biden nutzen, um gemeinsam schnellere Schritte hin zu mehr Impfgerechtigkeit zu gehen“, sagt Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW).

Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Weitere Informationen

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Studie zum Weltbevölkerungstag: Globale Bevölkerungsentwicklung in Zeiten von COVID-19

9. Juli 2021 - 6:00

Wiesbaden/Hannover, 9. Juli 2021. Aktuell leben fast 7,9 Milliarden Menschen auf der Erde. Die COVID-19-Pandemie hat auch Folgen für die weitere Entwicklung der Weltbevölkerung. Darauf machen das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) und die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Weltbevölkerungstags am 11. Juli aufmerksam.

Die Zahl der Menschen auf der Erde ist in den letzten Jahrzehnten stark angewachsen. Wie sich die Weltbevölkerung weiter entwickeln wird, hängt besonders von der Entwicklung des Geburtenniveaus ab. Dies geht aus einer anlässlich des Weltbevölkerungstages 2021 vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung herausgegebenen Studie zu globalen Bevölkerungsentwicklungen hervor. Weltweit betrachtet sanken die Geburtenziffern in den meisten Ländern in den letzten 100 Jahren stark. Wurden etwa in Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts durchschnittlich mehr als vier Kinder pro Frau geboren, so liegt der Wert momentan bei etwa 1,6 Kindern. In einigen Ländern ist das Niveau noch niedriger, was langfristig zu neuen Herausforderungen führt. Dagegen liegen in manchen Ländern Afrikas und Südasiens die Geburtenziffern bei über vier Kindern pro Frau, wobei sie auch hier zurückgehen. Erfolge bei der nachhaltigen Entwicklung, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Geschlechtergerechtigkeit, haben einen wesentlichen Einfluss auf die künftige Bevölkerungsentwicklung. Es haben aber weiterhin weltweit viele Mädchen und Frauen keinen ausreichenden Zugang zu modernen Verhütungsmitteln. „Informationen und Zugang zu modernen Methoden der Familienplanung sind unverzichtbar, sie dienen der Realisierung grundlegender Rechte und Freiheiten“, betont Dr. Frank Swiaczny vom BiB.

Die Studie des BiB untersucht den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Aspekten der nachhaltigen Entwicklungsziele und der globalen Bevölkerungsdynamik. Sie wirft dabei auch einen Blick auf die möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weltbevölkerung.

Pandemie bedroht Entwicklungsziele der Agenda 2030

„Auch wenn sich die Auswirkungen der Pandemie auf die nachhaltigen Entwicklungsziele und die Bevölkerungsdynamik gegenwärtig noch nicht gänzlich absehen lassen, so zeigen sich in einigen Bereichen bereits jetzt erste Folgen“, darauf weist die Projektleiterin der Studie, Dr. Elke Loichinger vom BiB hin. Die Auswirkungen von COVID-19 sind sozial sehr ungleich verteilt. Mädchen und Frauen sind hiervon besonders betroffen: Sie sind häufig in „systemrelevanten“ Bereichen tätig und tragen beispielsweise auch die Hauptlast im Bereich der familiären Pflege und leisten zusätzliche Aufgaben im Haushalt und bei der Erziehung. Vor allem in ärmeren Ländern ist zudem die Zahl der Mädchen gestiegen, die ihre Schulausbildung, vorzeitig beenden mussten. Das könnte zukünftige Geburtenziffern in ärmeren Ländern beeinflussen, denn der Bildungsgrad von Frauen wirkt sich nachweislich auf ihre durchschnittliche Kinderzahl aus. Die Pandemie bedroht damit die in der Vergangenheit erzielten Erfolge in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Geschlechtergerechtigkeit – drei der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.

DSW beobachtet mehr unbeabsichtigte Schwangerschaften

Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der DSW, unterstreicht die pandemiebedingten Rückschritte für Mädchen und junge Frauen: „Die Pandemie und die damit verbundenen Schulschließungen führen zu einer starken Zunahme von Teenagerschwangerschaften und Frühverheiratungen – das sehen wir etwa in unseren ostafrikanischen Partnerländern. Tausende Mädchen geraten so in eine Armutsspirale und verlieren die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft. Die Regierungen weltweit sind dazu aufgerufen, sich jetzt noch stärker für die Themen Geschlechtergerechtigkeit, körperliche Selbstbestimmung sowie für die Verbesserung von Bildungschancen, inklusive des Zugangs zu Sexualaufklärung, für junge Menschen einzusetzen. Auch Deutschland kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten.“

Verständlicher Überblick über globale Bevölkerungsentwicklungen

Die Studie mit dem Titel “Globale Bevölkerungsentwicklung – Fakten & Trends” ist auf der Internetseite des BiB abrufbar. Auf Basis zahlreicher internationaler Datenquellen geht sie auf die wichtigsten Trends des globalen Bevölkerungsgeschehens ein. Dazu zählen das weltweit anhaltende Bevölkerungswachstum, die zunehmende Alterung in vergleichsweise jungen Ländern und die räumlichen Muster der internationalen Migrationsbewegungen. Weitere Aspekte wie die Rolle von Familienplanung, Bildung und Geschlechtergerechtigkeit fließen ebenso ein wie die Verstädterung, welche gleichzeitig eine Herausforderung und eine Chance für eine nachhaltige Entwicklung darstellt.

Weitere Informationen Bilder und Grafiken

Bild: Weltkarte mit Geburtenziffern der einzelnen Länder

Bildunterschrift: Anzahl der Kinder je Frau (zusammengefasste Geburtenziffer, TFR) 2015/20, Quelle: UN World Population Prospects 2019.

Bildnachweis: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung

Über das BiB

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) wurde 1973 mit Sitz in Wiesbaden gegründet, um Ursachen und Folgen des demografischen Wandels in Deutschland zu untersuchen. Neben der wissenschaftlichen Forschung sind die Beratung der Ministerien und der Wissenstransfer in die Öffentlichkeit wichtige Aufgaben des Instituts. Als Forschungseinrichtung des Bundes ist das Institut dem Bundesministerium des Innern unterstellt.

Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

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5 Fragen – 5 Antworten zur Weltbevölkerung

7. Juli 2021 - 10:00

Am 11. Juli ist Weltbevölkerungstag. Hier beantworten wir einige wichtige Fragen rund um das Thema Weltbevölkerung.

1. Wie viele Menschen leben heute auf der Welt?

Zum Weltbevölkerungstag 2021 leben 7,88 Milliarden Menschen auf der Welt – und es werden mehr. Während der Zeit, in der Sie diese Zeilen lesen, sind 68 Kinder geboren worden und 27 Menschen gestorben. Die Weltbevölkerung ist somit um 41 Menschen gewachsen. Besonders stark wächst die Weltbevölkerung in Afrika südlich der Sahara, der ärmsten Region der Erde. Mitte des Jahrhunderts werden dort mit rund 2,1 Milliarden Menschen voraussichtlich fast doppelt so viele leben wie heute.

Die historische Entwicklung der Weltbevölkerung: Der Anstieg der Weltbevölkerung erfolgte vor allem ab Mitte des 20. Jahrhunderts.

 

In China leben aktuell die meisten Menschen, nämlich 1,44 Milliarden. Die Entwicklung der Weltbevölkerung ist eng mit besonders bevölkerungsreichen Ländern verknüpft. Bis zum Jahr 2100 werden die Bevölkerungen von Indien, den USA, Indonesien, Pakistan, Brasilien und Nigeria um etwa 900 Millionen Menschen wachsen. Davon gehen die Vereinten Nationen in ihren aktuellen Vorausberechnungen aus. China ist dabei ein Sonderfall. Hier gehen die Vereinten Nationen von einem Rückgang auf 1,06 Milliarden Menschen im Jahr 2100 aus. Um das Jahr 2027 wird deshalb Indien China als bevölkerungsreichstes Land ablösen.

Diese Infografik zeigt die Verteilung der Weltbevölkerung nach Kontinenten anhand von 100 Menschen.

2. Warum wächst die Weltbevölkerung?

Das hohe Bevölkerungswachstum eines Landes geht zu einem großen Teil auf unbeabsichtigte Schwangerschaften zurück – weil Frauen und Mädchen nur mangelnden Zugang zu Familienplanung, Aufklärung und Gesundheitsdiensten haben. Gerade Frauen, die in ländlichen Regionen von Entwicklungsländern leben, bekommen häufig mehr Kinder, als sie sich wünschen.  Auch wenn Jungen und Männer bei Verhütungsfragen dieselbe Verantwortung tragen müssen, wird die Versorgung mit Verhütungsmitteln in internationalen Studien vor allem an Mädchen und Frauen gemessen. Der Grund: Frauen sind diejenigen, die schwanger werden und ihre eigene Vorstellung bezüglich der Kinderzahl oftmals nicht selbst bestimmen können. In unseren Projekten in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda klären wir Mädchen und junge Frauen genauso wie Jungen und junge Männer über Sexualität und ihre Rechte auf.

Rund 214 Millionen Frauen in Entwicklungsländern würden gern verhüten, haben dazu aber keine Möglichkeit. Deshalb sind 43 Prozent aller Schwangerschaften in diesen Ländern ungewollt! Neben ungewollten Schwangerschaften wirken sich auch der Wunsch nach mehr als zwei Kindern pro Paar und der hohe Anteil an jungen Menschen, die noch ins reproduktive Alter kommen, auf die Bevölkerungsentwicklung aus. Warum die Bevölkerung wächst, zeigt unser Animationsfilm:

3. Leben mehr Männer oder mehr Frauen auf der Welt?

Der Anteil von Frauen und Männern an der Weltbevölkerung ist ungefähr gleich. Als die Vereinten Nationen Mitte 2019 die neuen Zahlen zur Entwicklung der Weltbevölkerung veröffentlichten, lebten insgesamt 7,71 Milliarden Menschen auf der Erde, davon 3,82 Milliarden Frauen und 3,89 Milliarden Männer.

4. Gibt es mehr junge oder mehr alte Menschen auf der Erde?

Die Weltbevölkerung ist jung – derzeit wächst die größte Jugendgeneration aller Zeiten heran. Von den 7,88 Milliarden Menschen, die aktuell auf der Welt leben ist etwa ein Viertel (25,3 Prozent) jünger als 15 Jahre. In Zahlen sind das 1,99 Milliarden, also rund zweieinhalb mal so viele Menschen, wie in ganz Europa leben. Die Welt insgesamt altert: Heute ist rund jede zehnte Person älter als 65 Jahre. Im Jahr 2050 wird es jede sechste (16 Prozent) sein. Und in Europa, der Region mit der ältesten Bevölkerung, voraussichtlich sogar jede vierte. Hier liegt das Medianalter schon heute bei 42 Jahren. Die meisten Kinder und Jugendlichen wachsen in Entwicklungsländern auf – oft unter schwierigen Bedingungen. Damit sie ihr Potenzial voll entfalten können und zur Entwicklung ihrer Länder beitragen können, brauchen sie Zugang zu Aufklärung, Bildung und Gesundheitsdiensten.

5. Wird die Weltbevölkerung immer weiter wachsen?

Vermutlich nicht. Tatsächlich hat das Wachstum der Weltbevölkerung bereits abgenommen. Demograf*innen der Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung um das Jahr 2100 ihr Maximum von etwa 11 Milliarden Menschen erreichen wird. Andere Forschungsgruppen, wie zum Beispiel die Wissenschaftler*innen um Lutz Wittgenstein setzen das Maximum bei etwa 10 Milliarden Menschen um das Jahr 1970 ein. So unterschiedlich die Vorausberechnungen sein mögen. Im Ergebnis, dass weitere Fortschritte bei der freiwilligen Familienplanung, bei der Gesundheitsversorgung, beim Zugang zu Bildung und der Stärkung von Frauen und Mädchen notwendig sind, sind sich sich die Forschenden einig. Dazu muss zwingend in diese Bereiche investiert werden.

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 10.07.2015 und wird laufend aktualisiert.

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