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Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
Aktualisiert: vor 8 Stunden 18 Minuten

Sachbearbeiter*in Entwicklungspolitik, Deutschland

22. Juli 2021 - 17:01
Über die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungs-organisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein. Neben ihrem Hauptsitz in Hannover ist die DSW in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda sowie mit Verbindungsbüros in Berlin und Brüssel vertreten. Mehr Informationen unter www.dsw.org.

Die DSW sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Sachbearbeiter*in Entwicklungspolitik, Deutschland

der*die unser Team in Berlin unterstützt.

Sie wollen unser politisches Team bei seinem Engagement für eine gute Entwicklungszusammenarbeit unterstützen? Sie sind Expertin darin erfolgreich Veranstaltungen zu organisieren und Arbeitsprozesse reibungslos zu gestalten? Sie haben Spaß daran, die kleinen und großen Herausforderungen des Arbeitsalltags standortübergreifend gemeinsam mit Kolleg*innen aus dem Finanz- und Verwaltungsteam an unserem Hauptsitz in Hannover anzupacken? Dann erwartet Sie bei uns eine spannende und sinnvolle Tätigkeit.

Ihre Aufgaben:
  • Unterstützung des politischen Teams, zum Beispiel mit Recherchen zu entwicklungspolitischen Themen
  • Unterstützung des Berliner Büros bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen
  • Unterstützung von Projektverantwortlichen bei der Planung und Koordinierung von Aktivitäten
  • Zusammenarbeit mit externen Dienstleister*innen, inklusive Angebotseinholung und Rechnungsüberprüfung
  • Selbständige Organisation von Büroabläufen, zum Beispiel die Beschaffung von Büromaterialien, die Abwicklung von Rechnungen, Datenbankpflege und Versandaktionen
  • Gewährleistung von reibungslosen administrativen und projektbezogenen Abläufen zwischen dem Berliner Büro und unserem Hauptsitz in Hannover sowie Aufrechterhaltung einer einwandfreien Büroinfrastruktur, einschließlich der IT- und Medieninfrastruktur
Wir erwarten:
  • Ein abgeschlossenes Bachelorstudium (VWL, BWL, Politikwissenschaften, Verwaltungswissenschaften oder vergleichbarer Studiengang) oder eine abgeschlossene relevante Berufsausbildung
  • Mindestens ein Jahr Berufserfahrung, gerne in der Entwicklungszusammenarbeit
  • Sehr gute Computer- und Datenbankkenntnisse sowie Interesse an IT und technischen Herausforderungen
  • Erste Erfahrung in der Durchführung von Veranstaltungen und/ oder der Projektarbeit
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen sowie Freude an der Arbeit im Team
  • Einen eigenverantwortlichen und lösungsorientierten Arbeitsstil
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift)
Wir bieten:
  • Ein spannendes Themenfeld in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem motivierten Team
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima
  • Eine faire Bezahlung und betriebliche Altersvorsorge
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie z. B. mobiles Arbeiten und Jobrad-Leasing
Bewerbungsverfahren:

Haben Sie Interesse? Wenn Sie Interesse haben, senden Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnisse) bitte mit dem Verweis „DSW2021/05 Sachbearbeiter*in Entwicklungspolitik“ per E-Mail an: jobs.deutschland@dsw.org

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer “DSW2021/05 Sachbearbeiter*in Entwicklungspolitik” in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Die Stelle ist teilzeitgeeignet und zunächst bis zum 31. August 2022 befristet.

Bewerbungsschluss ist der 14. August 2021.

Wir freuen uns auf Zusendungen!

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Covid-19 verdoppelt Sterberisiko für HIV-Infizierte

14. Juli 2021 - 15:47
Zwei Drittel der HIV-Infizierten leben in Subsahara-Afrika. Frauen und Mädchen besonders betroffen. Impfstoffmangel besorgniserregend.

Hannover, 14. Juli 2021. Laut des heute veröffentlichten UNAIDS-Berichtes haben Menschen, die mit HIV leben, ein doppelt so hohes Risiko an Covid-19 zu sterben wie die Allgemeinbevölkerung. Die meisten von ihnen hatten Mitte 2021 keinen Zugang zu Covid-19 Impfstoffen. Besonders betroffen sind Menschen in Afrika südlich der Sahara. Dort leben zwei Drittel (67 Prozent) der Menschen, die mit HIV infiziert sind. Mädchen und junge Frauen in dieser Region trifft es besonders hart: Sechs von sieben HIV-Neuinfektionen bei Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren betreffen Mädchen. Damit sind Frauen und Mädchen zwischen 15 und 24 Jahren doppelt so häufig mit HIV infiziert wie Jungen und Männer. Darauf macht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) mit großer Besorgnis aufmerksam.

„Menschen, die mit HIV leben, haben ein besonders hohes Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken. Daher ist es umso wichtiger, dass sie gegen Covid-19 geimpft werden. Wegen der ungerechten Verteilung der Impfstoffe liegen die Länder, in denen die meisten Menschen mit HIV leben, bei den Impfungen am weitesten zurück. Bundeskanzlerin Merkel sollte ihren Besuch bei US-Präsident Biden nutzen, um gemeinsam schnellere Schritte hin zu mehr Impfgerechtigkeit zu gehen“, sagt Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW).

Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Weitere Informationen

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Studie zum Weltbevölkerungstag: Globale Bevölkerungsentwicklung in Zeiten von COVID-19

9. Juli 2021 - 6:00

Wiesbaden/Hannover, 9. Juli 2021. Aktuell leben fast 7,9 Milliarden Menschen auf der Erde. Die COVID-19-Pandemie hat auch Folgen für die weitere Entwicklung der Weltbevölkerung. Darauf machen das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) und die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Weltbevölkerungstags am 11. Juli aufmerksam.

Die Zahl der Menschen auf der Erde ist in den letzten Jahrzehnten stark angewachsen. Wie sich die Weltbevölkerung weiter entwickeln wird, hängt besonders von der Entwicklung des Geburtenniveaus ab. Dies geht aus einer anlässlich des Weltbevölkerungstages 2021 vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung herausgegebenen Studie zu globalen Bevölkerungsentwicklungen hervor. Weltweit betrachtet sanken die Geburtenziffern in den meisten Ländern in den letzten 100 Jahren stark. Wurden etwa in Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts durchschnittlich mehr als vier Kinder pro Frau geboren, so liegt der Wert momentan bei etwa 1,6 Kindern. In einigen Ländern ist das Niveau noch niedriger, was langfristig zu neuen Herausforderungen führt. Dagegen liegen in manchen Ländern Afrikas und Südasiens die Geburtenziffern bei über vier Kindern pro Frau, wobei sie auch hier zurückgehen. Erfolge bei der nachhaltigen Entwicklung, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Geschlechtergerechtigkeit, haben einen wesentlichen Einfluss auf die künftige Bevölkerungsentwicklung. Es haben aber weiterhin weltweit viele Mädchen und Frauen keinen ausreichenden Zugang zu modernen Verhütungsmitteln. „Informationen und Zugang zu modernen Methoden der Familienplanung sind unverzichtbar, sie dienen der Realisierung grundlegender Rechte und Freiheiten“, betont Dr. Frank Swiaczny vom BiB.

Die Studie des BiB untersucht den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Aspekten der nachhaltigen Entwicklungsziele und der globalen Bevölkerungsdynamik. Sie wirft dabei auch einen Blick auf die möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weltbevölkerung.

Pandemie bedroht Entwicklungsziele der Agenda 2030

„Auch wenn sich die Auswirkungen der Pandemie auf die nachhaltigen Entwicklungsziele und die Bevölkerungsdynamik gegenwärtig noch nicht gänzlich absehen lassen, so zeigen sich in einigen Bereichen bereits jetzt erste Folgen“, darauf weist die Projektleiterin der Studie, Dr. Elke Loichinger vom BiB hin. Die Auswirkungen von COVID-19 sind sozial sehr ungleich verteilt. Mädchen und Frauen sind hiervon besonders betroffen: Sie sind häufig in „systemrelevanten“ Bereichen tätig und tragen beispielsweise auch die Hauptlast im Bereich der familiären Pflege und leisten zusätzliche Aufgaben im Haushalt und bei der Erziehung. Vor allem in ärmeren Ländern ist zudem die Zahl der Mädchen gestiegen, die ihre Schulausbildung, vorzeitig beenden mussten. Das könnte zukünftige Geburtenziffern in ärmeren Ländern beeinflussen, denn der Bildungsgrad von Frauen wirkt sich nachweislich auf ihre durchschnittliche Kinderzahl aus. Die Pandemie bedroht damit die in der Vergangenheit erzielten Erfolge in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Geschlechtergerechtigkeit – drei der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.

DSW beobachtet mehr unbeabsichtigte Schwangerschaften

Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der DSW, unterstreicht die pandemiebedingten Rückschritte für Mädchen und junge Frauen: „Die Pandemie und die damit verbundenen Schulschließungen führen zu einer starken Zunahme von Teenagerschwangerschaften und Frühverheiratungen – das sehen wir etwa in unseren ostafrikanischen Partnerländern. Tausende Mädchen geraten so in eine Armutsspirale und verlieren die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft. Die Regierungen weltweit sind dazu aufgerufen, sich jetzt noch stärker für die Themen Geschlechtergerechtigkeit, körperliche Selbstbestimmung sowie für die Verbesserung von Bildungschancen, inklusive des Zugangs zu Sexualaufklärung, für junge Menschen einzusetzen. Auch Deutschland kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten.“

Verständlicher Überblick über globale Bevölkerungsentwicklungen

Die Studie mit dem Titel “Globale Bevölkerungsentwicklung – Fakten & Trends” ist auf der Internetseite des BiB abrufbar. Auf Basis zahlreicher internationaler Datenquellen geht sie auf die wichtigsten Trends des globalen Bevölkerungsgeschehens ein. Dazu zählen das weltweit anhaltende Bevölkerungswachstum, die zunehmende Alterung in vergleichsweise jungen Ländern und die räumlichen Muster der internationalen Migrationsbewegungen. Weitere Aspekte wie die Rolle von Familienplanung, Bildung und Geschlechtergerechtigkeit fließen ebenso ein wie die Verstädterung, welche gleichzeitig eine Herausforderung und eine Chance für eine nachhaltige Entwicklung darstellt.

Weitere Informationen Bilder und Grafiken

Bild: Weltkarte mit Geburtenziffern der einzelnen Länder

Bildunterschrift: Anzahl der Kinder je Frau (zusammengefasste Geburtenziffer, TFR) 2015/20, Quelle: UN World Population Prospects 2019.

Bildnachweis: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung

Über das BiB

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) wurde 1973 mit Sitz in Wiesbaden gegründet, um Ursachen und Folgen des demografischen Wandels in Deutschland zu untersuchen. Neben der wissenschaftlichen Forschung sind die Beratung der Ministerien und der Wissenstransfer in die Öffentlichkeit wichtige Aufgaben des Instituts. Als Forschungseinrichtung des Bundes ist das Institut dem Bundesministerium des Innern unterstellt.

Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

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5 Fragen – 5 Antworten zur Weltbevölkerung

7. Juli 2021 - 10:00

Am 11. Juli ist Weltbevölkerungstag. Hier beantworten wir einige wichtige Fragen rund um das Thema Weltbevölkerung.

1. Wie viele Menschen leben heute auf der Welt?

Zum Weltbevölkerungstag 2021 leben 7,88 Milliarden Menschen auf der Welt – und es werden mehr. Während der Zeit, in der Sie diese Zeilen lesen, sind 68 Kinder geboren worden und 27 Menschen gestorben. Die Weltbevölkerung ist somit um 41 Menschen gewachsen. Besonders stark wächst die Weltbevölkerung in Afrika südlich der Sahara, der ärmsten Region der Erde. Mitte des Jahrhunderts werden dort mit rund 2,1 Milliarden Menschen voraussichtlich fast doppelt so viele leben wie heute.

Die historische Entwicklung der Weltbevölkerung: Der Anstieg der Weltbevölkerung erfolgte vor allem ab Mitte des 20. Jahrhunderts.

 

In China leben aktuell die meisten Menschen, nämlich 1,44 Milliarden. Die Entwicklung der Weltbevölkerung ist eng mit besonders bevölkerungsreichen Ländern verknüpft. Bis zum Jahr 2100 werden die Bevölkerungen von Indien, den USA, Indonesien, Pakistan, Brasilien und Nigeria um etwa 900 Millionen Menschen wachsen. Davon gehen die Vereinten Nationen in ihren aktuellen Vorausberechnungen aus. China ist dabei ein Sonderfall. Hier gehen die Vereinten Nationen von einem Rückgang auf 1,06 Milliarden Menschen im Jahr 2100 aus. Um das Jahr 2027 wird deshalb Indien China als bevölkerungsreichstes Land ablösen.

Diese Infografik zeigt die Verteilung der Weltbevölkerung nach Kontinenten anhand von 100 Menschen.

2. Warum wächst die Weltbevölkerung?

Das hohe Bevölkerungswachstum eines Landes geht zu einem großen Teil auf unbeabsichtigte Schwangerschaften zurück – weil Frauen und Mädchen nur mangelnden Zugang zu Familienplanung, Aufklärung und Gesundheitsdiensten haben. Gerade Frauen, die in ländlichen Regionen von Entwicklungsländern leben, bekommen häufig mehr Kinder, als sie sich wünschen.  Auch wenn Jungen und Männer bei Verhütungsfragen dieselbe Verantwortung tragen müssen, wird die Versorgung mit Verhütungsmitteln in internationalen Studien vor allem an Mädchen und Frauen gemessen. Der Grund: Frauen sind diejenigen, die schwanger werden und ihre eigene Vorstellung bezüglich der Kinderzahl oftmals nicht selbst bestimmen können. In unseren Projekten in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda klären wir Mädchen und junge Frauen genauso wie Jungen und junge Männer über Sexualität und ihre Rechte auf.

Rund 214 Millionen Frauen in Entwicklungsländern würden gern verhüten, haben dazu aber keine Möglichkeit. Deshalb sind 43 Prozent aller Schwangerschaften in diesen Ländern ungewollt! Neben ungewollten Schwangerschaften wirken sich auch der Wunsch nach mehr als zwei Kindern pro Paar und der hohe Anteil an jungen Menschen, die noch ins reproduktive Alter kommen, auf die Bevölkerungsentwicklung aus. Warum die Bevölkerung wächst, zeigt unser Animationsfilm:

3. Leben mehr Männer oder mehr Frauen auf der Welt?

Der Anteil von Frauen und Männern an der Weltbevölkerung ist ungefähr gleich. Als die Vereinten Nationen Mitte 2019 die neuen Zahlen zur Entwicklung der Weltbevölkerung veröffentlichten, lebten insgesamt 7,71 Milliarden Menschen auf der Erde, davon 3,82 Milliarden Frauen und 3,89 Milliarden Männer.

4. Gibt es mehr junge oder mehr alte Menschen auf der Erde?

Die Weltbevölkerung ist jung – derzeit wächst die größte Jugendgeneration aller Zeiten heran. Von den 7,88 Milliarden Menschen, die aktuell auf der Welt leben ist etwa ein Viertel (25,3 Prozent) jünger als 15 Jahre. In Zahlen sind das 1,99 Milliarden, also rund zweieinhalb mal so viele Menschen, wie in ganz Europa leben. Die Welt insgesamt altert: Heute ist rund jede zehnte Person älter als 65 Jahre. Im Jahr 2050 wird es jede sechste (16 Prozent) sein. Und in Europa, der Region mit der ältesten Bevölkerung, voraussichtlich sogar jede vierte. Hier liegt das Medianalter schon heute bei 42 Jahren. Die meisten Kinder und Jugendlichen wachsen in Entwicklungsländern auf – oft unter schwierigen Bedingungen. Damit sie ihr Potenzial voll entfalten können und zur Entwicklung ihrer Länder beitragen können, brauchen sie Zugang zu Aufklärung, Bildung und Gesundheitsdiensten.

5. Wird die Weltbevölkerung immer weiter wachsen?

Vermutlich nicht. Tatsächlich hat das Wachstum der Weltbevölkerung bereits abgenommen. Demograf*innen der Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung um das Jahr 2100 ihr Maximum von etwa 11 Milliarden Menschen erreichen wird. Andere Forschungsgruppen, wie zum Beispiel die Wissenschaftler*innen um Lutz Wittgenstein setzen das Maximum bei etwa 10 Milliarden Menschen um das Jahr 1970 ein. So unterschiedlich die Vorausberechnungen sein mögen. Im Ergebnis, dass weitere Fortschritte bei der freiwilligen Familienplanung, bei der Gesundheitsversorgung, beim Zugang zu Bildung und der Stärkung von Frauen und Mädchen notwendig sind, sind sich sich die Forschenden einig. Dazu muss zwingend in diese Bereiche investiert werden.

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 10.07.2015 und wird laufend aktualisiert.

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Renate Bähr erhält Auszeichnung für Lebenswerk

2. Juli 2021 - 15:06

Es ist eine Auszeichnung für herausragendes persönliches Engagement: Die EINE-WELT-Medaille. Am 24. Juni 2021 hat Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller die EINE WELT-Medaille an Renate Bähr verliehen. Die ehemalige und langjährige Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) freut sich sehr über diese besondere Auszeichnung ihres Lebenswerkes.

Neben Bährs Lebenswerk würdigt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit dieser Auszeichnung insbesondere ihr außerordentliches Engagement für die Nachhaltigkeitsziele. „Es ist eine große Ehre für mich, dass der Bundesminister mit dieser Auszeichnung die besondere Bedeutung der sozialen Nachhaltigkeit hervorhebt, darunter insbesondere die Erreichung von Geschlechtergerechtigkeit sowie sexueller und reproduktiver Gesundheit. Wir konnten schon viel erreichen und müssen nun dafür Sorge tragen, dass die Auswirkungen der Pandemie die Fortschritte nicht wieder zunichtemachen,“ sagt Renate Bähr.

Renate Bähr war von 2008 bis 2020 Geschäftsführerin der DSW. Bereits 1995 startete ihr Einsatz für die von Erhard Schreiber und Dirk Rossmann im Jahr 1991 gegründete Stiftung, für die sie bis 1998 als Pressesprecherin tätig war. In der Zeit von 1998 bis 2008 war sie stellvertretende Geschäftsführerin.

Die Medaille wurde durch den Bundesentwicklungsminister zum zweiten Mal verliehen. Sie zeichnet herausragendes persönliches Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit aus. Neben Renate Bähr erhielten noch drei weitere Personen die EINE-WELT-Medaille in Gold: Bärbel Dieckmann (ehemalige Präsidentin der Welthungerhilfe), Olaf Tschimpke (Vorsitzender von NABU International) und Edith von Welser-Ude (Publizistin).

Mehr dazu in der BMZeit 06/2021.

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Angela Bähr als Expertin in Fachzeitschrift DIE STIFTUNG

17. Juni 2021 - 11:50

Angela Bähr, Programmdirektorin der DSW.

Was ist wichtig in der Entwicklungszusammenarbeit? Wo liegen Chancen, wo Herausforderungen? Diese und viele weitere Fragen wurden beim Roundtable der Fachzeitschrift DIE STIFTUNG geklärt. Mit dabei war auch Angela Bähr, stellvertretende Geschäftsführerin und Programmdirektorin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW). Ein Thema, das immer wieder aufkam, war die Corona-Pandemie. „Die unzureichende Gesund­heitsversorgung im ländlichen Raum wird durch Covid-19 sichtbar wie unter einem Brennglas“, erklärt Angela Bähr. Die Pandemie hat gezeigt, wo die Entwicklungszusammenarbeit ausgebaut werden muss, nämlich vor allem bei digitalen Angeboten – auch im Bereich Gesundheit. Der Roundtable spricht neben bisherigen Erfahrungen auch über die kürzlich angelaufene Stiftungsallianz für Afrika (SAfA) und die positiven Synergieeffekte, die sich aus der Verzahnung von unterschiedlichen Aspekten der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) ergeben. Die SAfA ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Entwicklungszusammenarbeit in Zukunft aussehen kann.

Wenn Stiftungen zusammenarbeiten, ergeben sich viele Vorteile

In der SAfA arbeiten verschiedene Organisationen gemeinsam in Äthiopien daran, die Perspektiven für junge Menschen im Alter zwischen 15 und 29 Jahren zu verbessern. Jede Organisation bringt sich mit ihrem spezifischen Knowhow ein. Eine der Stiftungen in dem Zusammenschluss ist die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW). Auf verschiedenen Ebenen bekommen jungen Menschen das Angebot, sich Wissen anzueignen und ihre Perspektiven weiterzuentwickeln, um gar nicht erst in eine Armutsspirale zu geraten. Die DSW macht Angebote zu Familienplanung und körperlicher Selbstbestimmung. Damit wird vermieden, dass Mädchen bereits im Teenageralter schwanger werden und deshalb die Schule abbrechen. Auch Informationen zur Gleichstellung der Geschlechter stellt die DSW bereit, um insbesondere die Lebensperspektiven von Mädchen zu erweitern und zu verbessern. Andere Stiftungen und Organisationen innerhalb der SAfA konzentrieren sich auf die Bildung von jungen Menschen und fördern eine nachhaltige Landwirtschaft.

Mit beim Roundtable waren neben Angela Bähr auch Erich G. Fritz (Georg-Kraus-Stiftung), Michael Opitz (Hanns-R.-Neumann-Stiftung), Ralf Tepel (Karl-Kübel-Stiftung) und Prof. Claudia Warning (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, BMZ), die fast alle ebenfalls im Umfeld der SAfA tätig sind.

Das ganze Gespräch können Sie hier nachlesen.

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NGOs: G7 müssen sich für globale Impfgerechtigkeit einsetzen

9. Juni 2021 - 17:01
Weniger als jede tausendste Person in ärmeren Ländern geimpft

Gemeinsamer Aufruf der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Global Citizen und Save the Children anlässlich des G7-Gipfels vom 11. bis 13. Juni.

Berlin, 9. Juni 2021. Im Vorfeld des G7-Gipfels vom 11. bis 13. Juni unter dem Vorsitz Großbritanniens fordern die Nichtregierungsorganisationen (NGOs) Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Global Citizen und Save the Children die G7-Staaten dazu auf, sich stärker für globale Impfgerechtigkeit einzusetzen.

Kurz vor dem Gipfel ist in Deutschland fast jede vierte Person vollständig geimpft. “Dies ist ein großer Erfolg. Aber gerade jetzt dürfen die G7-Staaten nicht die Menschen in ärmeren Ländern vergessen”, sagen die NGOs. Reiche Länder haben sich etwa drei Milliarden Impfdosen mehr gesichert, als sie benötigen. Dem stehen Länder mit niedrigem Einkommen gegenüber, in denen weniger als 0,1 Prozent der Bevölkerung geimpft sind – weniger als einer von tausend Menschen. In Ländern mit mittlerem Einkommen liegen die Zahlen zwar etwas höher – aber auch hier sind Großteile der Risikogruppen und des Gesundheitspersonals noch nicht geimpft.

“Alle Länder sollten ihre Bevölkerung durch Impfungen vor Covid-19 schützen können. Nur so können weitere Lockdowns vermieden und die Pandemie beendet werden. Weltweit können viele Kinder weiterhin nicht zur Schule gehen. Sie verpassen lebenswichtige Routineimmunisierungen und ihre Familien laufen Gefahr, in extremer Armut zu landen. Schätzungen der Weltbank zufolge leben durch die Pandemie 150 Millionen mehr Menschen in extremer Armut. Für diese Rückschritte sind die Industrieländer durch das Horten von Milliarden von Impfdosen mitverantwortlich”, betonen die NGOs. Die ungleiche Verteilung der Impfstoffe gefährdet aber auch die erfolgreiche Pandemiebekämpfung in den G7-Staaten selbst. Denn nicht zuletzt die Ausbreitung von Mutationen zeigt, dass die Pandemie entweder weltweit besiegt wird oder gar nicht.

Um die Pandemie überall zu beenden, müssten reiche Staaten laut Schätzungen internationaler Expert*innen bis Anfang September mindestens eine Milliarde Impfdosen abgeben. Laut den NGOs ist es spätestens jetzt für die G7-Staaten Zeit, mehr Impfdosen bereitzustellen. Die Ankündigung der Bundesregierung, bis Ende des Jahres 30 Millionen Impfdosen an ärmere Länder abzugeben, sei ein Anfang, reiche aber bei weitem nicht aus. Diese Dosen müssten schnellstmöglich über die globale Impfstoffplattform Covax weitergegeben und gleichzeitig deutlich erhöht werden. Laut einer aktuellen Umfrage von Save the Children unterstützt die Mehrheit der Befragten in Deutschland (57 Prozent) die Abgabe von Impfdosen an ärmere Länder durch die G7-Staaten.

Zusätzlich müssten die G7-Staaten weitere Beiträge zur Finanzierung des ACT-Accelerators in 2021 und 2022 leisten, um einen weltweit gerechten Zugang zu Medikamenten, Tests und zur Stärkung von Gesundheitssystemen zu garantieren. Wesentlich ist es laut den NGOs aber auch, globale Produktionskapazitäten zur Herstellung von Impfstoffen und Medikamenten aufzubauen. Denn “derzeit werden nur ein Prozent aller auf dem afrikanischen Kontinent verabreichten Impfstoffe in Afrika produziert”, so die NGOs. “Dieses Problem muss nicht nur im Hinblick auf Covid-19, sondern auch langfristig angegangen werden.” Weitere Schritte für ein schnelleres Ende der Pandemie seien die zeitweilige Aufhebung von Patentrechten für Covid-19-Vakzine, die Aufhebung von Exportbeschränkungen für Covid-19 relevante Produkte, ein umfassender Technologietransfer sowie die Förderung des offenen Austauschs von epidemiologischen und Forschungsdaten.

Pressekontakte:

Global Citizen:

Rick Nagelschmidt, Tel.: 01775769569, E-Mail: presse@globalcitizen.org

Save the Children:

Susanne Sawadogo, Tel.: 030-2759 5979 120, E-Mail: susanne.sawadogo@savethechildren.de

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW):

Anke Witte, Tel.: 0511/ 94 373-32, E-Mail: anke.witte@dsw.org

Über die NGOs

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein. Mehr unter www.dsw.org

Global Citizen ist eine globale Bewegung engagierter Menschen, die gemeinsam ihre Stimmen nutzen, um extreme Armut bis 2030 zu beenden. Global Citizen bietet hierzu Informationen rund um Kernthemen wie Ernährungssicherheit, Gleichberechtigung, Bildung, Umweltschutz und globale Gesundheit – und die Möglichkeit, sich gemeinsam für die Themen einzusetzen, die einem am Herzen liegen. Auf diesen Wegen mobilisiert Global Citizen eine große Community von Global Citizens, die zusammen Entscheidungsträger*innen aus Politik und Wirtschaft zum Handeln auffordert und finanzielle und politische Zusagen für die Global Goals der Vereinten Nationen einfordert. Darüber hinaus unterstützt Global Citizen die Global Goals mit einzigartigen Event- und Aktionsformaten, wie den Global Citizen Festivals, für die Tickets nicht erwerblich sind, sondern durch politisches und soziales Engagement verdient werden. Seit Global Citizen im Jahr 2009 mit der Kampagnenarbeit begann, sind Global Citizens mehr als 28 Millionen Mal aktiv geworden. Diese Aktionen haben in Verbindung mit unserer politischen Arbeit dazu geführt, dass Mittel in Höhe von 35,4 Mrd. US-Dollar an unsere Partner*innen ausgezahlt wurden, die bis heute das Leben von über einer Milliarde Menschen verbessert haben.
Mehr Informationen auf www.globalcitizen.org und auf Twitter/Facebook unter @GlblCtznDe.

Save the Children wurde 1919 gegründet und ist heute als größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in mehr als 110 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können – seit über 100 Jahren. Mehr unter www.savethechildren.de

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Menstruationshygiene: Schlüssel für Selbstbestimmung, Gesundheit und Jobs

27. Mai 2021 - 8:30
Tag der Menstruationshygiene am 28. Mai / Eins von zehn Mädchen in Subsahara-Afrika verpasst während Monatsblutung Schule / Projekt schafft Abhilfe

Hannover, 27. Mai 2021. Etwa eins von zehn Mädchen in Afrika südlich der Sahara geht während seiner Monatsblutung nicht zur Schule. Einer der Gründe ist, dass sie keinen Zugang zu geeigneten Hygieneprodukten haben. Der daraus folgende unsaubere Menstruationsschutz führt wiederum oft zu Infektionen. In einem gemeinsamen Pilotprojekt in Uganda zeigen drei Stiftungen zusammen mit der Social Business NGO Impacc, dass Menstruationshygiene nicht nur ein wichtiger Schlüssel für Selbstbestimmung, Gesundheit und Gleichberechtigung ist, sondern auch Einkommensmöglichkeiten und Wissenstransfer schafft. Im Projekt produzieren junge Menschen nachhaltige und kostengünstige Menstruationsbinden, die MakaPads. Damit stellen sie nicht nur dringend benötigte Menstruationsprodukte her, sondern erschaffen sich auch Einkommensmöglichkeiten und die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Das Projekt ist Bestandteil des TeamUp Programms der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW), der Hanns R. Neumann Stiftung (HRNS) und der Siemens Stiftung.

Projekt, Produktionsziel und Wissenstransfer

Das TeamUp Programm und das Sozialunternehmen Impacc haben das Pilotprojekt Ende 2020 in einem TeamUp-Jugendförderzentrum in Mityana, einem Bezirk in Uganda, ins Leben gerufen. Ziel ist es, Einkommensmöglichkeiten für das Jugendförderzentrum und seine Mitglieder zu schaffen und gleichzeitig der Bevölkerung im Bezirk kostengünstige Menstruationsbinden anzubieten. Das Team der Produktionsstätte schult Mitglieder des Jugendförderzentrums im Umgang mit den Rohstoffen, in der Produktion, im Marketing und im Vertrieb. Die qualitativ hochwertigen MakaPads bestehen aus lokal wachsendem Papyrus und sind zu 95 Prozent abbaubar. Die Projektverantwortlichen planen eine MakaPads-Produktlinie mit einem Jahresabsatz von einer Million Menstruationsbinden. Das Know-How soll an weitere TeamUp-Jugendförderzentren weitergegeben werden.

Folgen mangelnder Menstruationshygiene

In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen haben unzureichende Aufklärung und mangelnde Hygieneversorgung weitreichende Folgen: Jugendliche verpassen häufiger den Unterricht, schaffen dadurch oft keinen Schulabschluss und werden häufiger ungewollt schwanger. „Scham und fehlende Periodenprodukte führen dazu, dass viele Mädchen während ihrer Menstruation nicht in die Schule gehen – und dadurch an mehr als 50 Tagen im Jahr dem Unterricht fernbleiben“, erklärt Angela Bähr, stellvertretende Geschäftsführerin der DSW. „Durch den Zugang zu Periodenprodukten kommen Mädchen, junge Frauen und menstruierende Menschen einem selbstbestimmten Leben einen entscheidenden Schritt näher.“ Außerdem verhindern geeignete Hygieneartikel Krankheiten und Infektionen: „Junge Frauen, die keine oder unsaubere Menstruationshygieneprodukte verwenden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Blasenentzündung oder eine Eierstockentzündung“, so Dr. Philippeit von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). „Neben Schmerzen und Unwohlsein können wiederholte Infektionen der Eierstöcke auch zu einer Unfruchtbarkeit führen. Insbesondere in Entwicklungsländern, wo Fertilität eine große Rolle spielt, wird eine junge, unfruchtbare Frau von der Gesellschaft stigmatisiert und ausgeschlossen.“

 

Bildmaterial: Bild 1 / Bild 2, Bildunterschrift: Menstruationsbinden ermöglichen ein gesundes und selbstbestimmtes Leben. © Impacc gGmbH

Blogbeitrag: „Wegen ihrer Menstruation verpassen Mädchen in Kenia mehr als 50 Schultage im Jahr“

Die Pressemitteilung können Sie hier als PDF herunterladen.

 

Unsere Presseverantwortlichen stehen Ihnen für Rückfragen zur Verfügung:
Für Impacc: Jannes Vahl, jannes.vahl@fairnarrative.com, +49 176 76790698
Für die DSW: Anke Witte, anke.witte@dsw.org, +49 511 94373-32

 

Über die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW): Die DSW ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Die DSW engagiert sich für die Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung. Insbesondere unterstützt sie junge Menschen in Ostafrika dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt die Stiftung sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein. www.dsw.org

Über Impacc: Impacc ist eine in Deutschland eingetragene internationale gemeinnützige Gesellschaft. Sie versteht sich als nachhaltigere Entwicklungshilfe: Spenden und Unterstützung als Investitionen in soziale Unternehmen nutzen, die Erträge erwirtschaften und so den Motor der Entwicklung am Laufen halten und sich langfristig selbst tragen – als Fürsprecher für das »Soziale« im »Business«. Funktionieren Märkte, wird Impacc nicht mehr gebraucht, aber leider tun sie das für viele Menschen oft nicht. Und da kommt Impacc ins Spiel: Die Social Business NGO schafft grüne, nachhaltige Arbeitsplätze für arme Menschen. www.impacc.org

Über TeamUp: TeamUp ist ein multisektoraler Ansatz der Entwicklungszusammenarbeit, der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) initiiert und durch die drei Stiftungen Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Hanns R. Neumann Stiftung (HRNS) und Siemens Stiftung verwaltet und kofinanziert wird. Das Programm vereint die Expertise, Netzwerke und Ressourcen von drei Organisationen in Uganda: Action 4 Health Uganda (A4HU), Hanns R. Neumann Stiftung (HRNS) und Whave Solutions, die in den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft sowie Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) tätig sind. www.teamupug.org

Der Beitrag Menstruationshygiene: Schlüssel für Selbstbestimmung, Gesundheit und Jobs erschien zuerst auf DSW.

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„Wegen ihrer Menstruation verpassen Mädchen in Kenia 50 Schultage im Jahr“

26. Mai 2021 - 18:32

Obwohl sie die Hälfte der Weltbevölkerung direkt betrifft, spricht man oft nicht darüber: die Menstruation. Das ist vor allem für junge Menschen ein Problem. In Tansania und Äthiopien weiß jede vierte junge Frau* nicht, was die Menstruation ist. Der Schreck ist also groß, wenn sie* zum ersten Mal Blutflecken an ihrer Kleidung entdeckt. Wie erleben Mädchen* und Frauen* in Ländern, in denen die DSW tätig ist, ihre Periode? Welche besonderen Hürden gibt es?

Eva Herrmann und Florian Paulus aus dem DSW-Projektteam geben Einblick, wie die Menstruation in DSW-Projekten thematisiert wird und wie die DSW die neuen Herausforderungen der COVID-19-Pandemie bewältigt.

 

Wie kommt es, dass so wenig über die Periode gesprochen wird? Ist die Menstruation ein Tabu?

Eva: Absolut. Die Menstruation ist fast überall auf der Welt ein Tabu. Nicht nur im Globalen Süden, auch in Deutschland bzw. Europa spricht man über das Thema Menstruation immer noch hinter vorgehaltener Hand – wenn überhaupt. Obwohl die Menstruation ja eigentlich die Hälfte der Menschheit betrifft.

Florian: Das Thema Menstruation wird in der Schule, im Freundeskreis und in der Familie selten besprochen. Wenn es doch mal zur Sprache kommt, verschließen Jungen und Männer oft die Ohren. Dadurch werden Mythen aber auch Scham aufrechterhalten.

Welche besonderen Schwierigkeiten beobachtet ihr in den DSW-Projektländern, wenn es um die Menstruation geht?

Eva: In einigen Traditionen gelten junge Frauen und Mädchen in der Zeit ihrer Menstruation als unrein. Sie gehen dann meist nicht in die Schule, wenn sie ihre Tage haben. Wenn doch, dann werden sie oft durch Mitschüler*innen gehänselt. Wenn das Stigma um Menstruation so groß ist, gibt es meist auch wenig Beratungsangebote, wo junge Frauen ihre Fragen stellen können. Viele fühlen sich allein gelassen – und zwar jeden Monat aufs Neue.

Florian: Eine weitere Schwierigkeit ist, dass Menstruationsprodukte in unseren Projektländern oft verhältnismäßig teuer sind oder keine passenden Produkte zur Auswahl stehen. Manchmal leisten dann ein Stück Stoff oder Blätter Abhilfe. Das ist nicht immer hygienisch und kann Infektionen fördern. Außerdem gibt es in den Schulen häufig kein sauberes Wasser und Mülleimer, geschweige denn Privatsphäre. Auch deshalb bleiben Mädchen während ihrer Periode oft zuhause. In Kenia zum Beispiel verpassen Mädchen mehr als 50 Schultage im Jahr wegen ihrer Menstruation.

Eva: Man darf auch nicht vergessen, dass sich viele Mädchen und Frauen sich während ihrer Periode nicht isolieren können, selbst wenn sie es wollten. Wenn sie dann auch noch kein Geld für Binden haben, geraten viele in eine echte Notlage. Die Periode ist ein Tabu, niemand darf sie sehen, aber wie soll man sie ohne Binden oder Tampons verstecken? Weil sie keine andere Möglichkeit sehen, an Geld zu kommen, um unter anderem Menstruationshygieneprodukte zu kaufen, lassen sich vor allem jugendliche Frauen manchmal auf bezahlten Sex mit älteren Männern ein. Diese Fälle häufen sich leider durch die Corona-Pandemie, denn es werden weniger Binden verteilt und das Geld ist besonders knapp.

Siehe auch: Valerie – wenn Menstruationsprodukte wegen Armut fehlen [Anm. d. Redaktion]

Hat die DSW auf diese akute Zuspitzung reagiert?

Florian: Ja, auf jeden Fall. Viele Jugendclubs und Jugendzentren der DSW sind in dieser Zeit zur Überbrückung eingesprungen und haben Menstruationsprodukte verteilt, wo sie benötigt wurden.

Wie thematisiert die DSW die Menstruation sonst noch in der Projektarbeit?

Florian: Ganz konkret betreuen wir ein Projekt in Uganda, in dem ein Jugendklub biologisch abbaubare Einwegbinden herstellt und diese kostengünstig anbietet. Dadurch verbessern wir nicht nur die Versorgung mit Binden. Wir schaffen auch Arbeitsplätze für Jugendliche.

Eva: Wir arbeiten auch auf politischer Ebene. 2017 hat sich die Regierung in Kenia per Gesetz verpflichtet, Produkte für Menstruationshygiene zur Verfügung zu stellen. Unsere kenianischen Kolleg*innen setzen sich dafür ein, dass der Staat seiner Verpflichtung nachkommt.

Florian: Wir thematisieren die Menstruation natürlich auch bei unserer „klassischen Arbeit“- also in unseren Jugendzentren und Jugendklubs. Dazu nutzen wir unseren Peer-to-Peer Ansatz: Gleichaltrige sprechen untereinander über das Thema Menstruation. Im nächsten Schritt bezieht die DSW auch das Umfeld von jungen Menschen mit ein. Dazu gehören Gespräche mit Familien und Dialoge in Gemeinden. In enger Zusammenarbeit mit dem Lehrpersonal organisieren wir Aufklärungsveranstaltungen in Schulen.

Nicht alles davon ist während Corona möglich…

Florian: Das stimmt. Wir mussten alle unsere Projekte umplanen. Die Jugendklubs und unsere Kolleg*innen vor Ort haben toll reagiert und Aufklärungsaktivitäten über soziale Medien, Radio und Gruppenchats durchgeführt. Sie haben auch dafür gesorgt, dass Trainingsinhalte digitalisiert werden.

Verändern die DSW-Projekte die Sichtweise auf die Menstruation? 

Florian: Es gibt zum Beispiel einige DSW-Jugendklubs, in denen die Jugendlichen gezielt Geld erwirtschaften, um damit Binden und Tampons zu kaufen. Diese werden dann kostenlos zur Verfügung gestellt. Generell ist uns wichtig, das Thema sichtbar zu machen. Durch Elterngespräche hat die DSW erreicht, dass sich unter anderem auch Väter mehr mit dem Thema Menstruation und der Gesundheit ihrer Töchter auseinandersetzen. Wenn wir das Tabu um die Menstruation beseitigen wollen, müssen wir das gesamtgesellschaftlich tun. Auch Männer sollten aktiv daran mitarbeiten!

Eva: Solange die Menstruation ein Tabu ist, sehen wir ganz klaren Handlungsbedarf. Auch seitens der Politik. Es sollte viel mehr Geld in die Hand genommen werden, damit Artikel für Menstruationshygiene überall leicht zu bekommen sind. Es muss auch viel besser zur Menstruation informiert werden, damit das Stigma um die Periode verschwindet. Unser Ziel ist, dass die Menstruation etwas ganz Normales und Alltägliches ist – in unseren Partnerländern aber auch hier in Deutschland und Europa. Man sollte nach einem Tampon genauso unverblümt fragen können wie nach einem Taschentuch.

Erläuterung: Weil auch Trans- und nicht-binäre Personen eine Menstruation erleben können, haben wir in der Einleitung hinter geschlechtszuweisenden Substantiven oder Pronomen ein * gesetzt. Weil es in unserer Projektarbeit vornehmlich um die Gegenüberstellung der ungleichen gesellschaftlichen Rollen von Männern und Frauen geht, haben wir bei den Berichten aus den Projektländern darauf verzichtet. 

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SRGR-Studie: Allgemeine Gesundheitsversorgung und körperliche Selbstbestimmung gehören zusammen

19. Mai 2021 - 10:50

„GESUND, SICHER, STARK“ ist der Titel der Studie, die das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung im Auftrag der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) erstellt hat. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit allgemeine Gesundheitsversorgung und sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) einander bedingen. Ein wesentlicher Appell: Allgemeine Gesundheitsversorgung und körperliche Selbstbestimmung müssen stärker verzahnt werden. Die SRGR-Studie wird am 19. Mai 2021 vorgestellt.

Um direkt zur SRGR-Studie zu gelangen, klicken Sie auf das Bild.

Covid-19 hat viele Schwachstellen sichtbar gemacht

Gesund zu sein, sich sicher zu fühlen und die Stärke zu haben, optimistisch in die Zukunft zu schauen – selten haben wir alle uns das wohl so sehr gewünscht wie im vergangenen Jahr. Für Viele sind Gesundheit und Zukunftsperspektive in dieser Krise aber nur Wünsche geblieben.

Das gilt auch für viele Menschen in afrikanischen Staaten südlich der Sahara. Sie leiden insbesondere unter den wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 und der dadurch zunehmenden Armut. Das ist ein Grund dafür, dass Mädchen häufiger früh verheiratet werden – ganz einfach, weil ihre Familien sie nicht mehr versorgen können. Oft bedeutet dies, dass sie noch im Teenageralter Mütter werden.

Die globale Pandemie hat uns auf dem Weg zu einer allgemeinen Gesundheitsversorgung – auf Englisch Universal Health Coverage (UHC) – und zu einem universellen Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte (SRGR) deutlich nach hinten geworfen.

Aber nicht nur das Virus, sondern auch rückwärtsgewandte politische Entscheidungen und Gegenwind auf internationalem und europäischem Parkett bremsen unsere Fortschritte aus. Deutlich wird dies insbesondere im SRGR-Bereich. Umso wichtiger ist es für uns, dass wir seit Anfang 2021 wieder auf die USA als einen zentralen Partner und Unterstützer zählen können.

Leider hielt die Freude über die Rückkehr der USA in den Kreis der Vorkämpfer für das Recht auf körperliche Selbstbestimmung nur kurz an. Denn Ende April ist ein anderer langjähriger Partner aus diesen Reihen ausgetreten – zumindest was die Finanzierung angeht. Das Vereinigte Königreich hat ankündigt, dass es seine Beiträge für UNFPA, IPPF und andere internationale Organisationen, die Millionen Menschen mit SRGR-Dienstleistungen versorgen, drastisch kürzen wird. Auch Mittel zur Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und Polio werden teilweise um über 90 Prozent gekürzt. All das trifft vor allem Frauen und Mädchen hart.

Diese Entwicklung macht einen entschiedenen Einsatz für SRGR und allgemeine Gesundheitsversorgung umso nötiger.

SRGR-Studie zeigt deutlichen Handlungsbedarf seitens der Politik

Deutschland hat in den letzten Jahren zunehmend Verantwortung in den Arbeitsfeldern globale Gesundheit und SRGR übernommen. Untermauert wurde dies vor allem mit finanzieller Unterstützung an multilaterale und internationale Organisationen.

Wir als Deutsche Stiftung Weltbevölkerung begrüßen dieses Engagement. Aber es bleibt in unseren Augen auch noch vieles zu tun für die Bundesregierung:

  • Sie muss ihre Vorreiterrolle im Bereich Globale Gesundheit und SRGR auch in der kommenden Legislaturperiode weiter ausbauen. Sie muss außerdem ihren politischen Einfluss auf internationaler und EU-Ebene nutzen, um eine progressive SRGR-Agenda voranzutreiben.
  • Damit Deutschland dies mit dem notwendigen Nachdruck tun kann, ist es zentral, dass die Bundesregierung das 0,7 Prozent-Ziel erfüllt. Das bedeutet, dass öffentliche Entwicklungsgelder in Höhe von 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für Entwicklungszusammenarbeit bereitstellt werden – und zwar langfristig und nicht nur in Krisensituationen wie der aktuellen.
  • Diese Mittel sollten unter anderem dafür genutzt werden, um die Beiträge an multilaterale Organisationen, die an der Schnittstelle von Globaler Gesundheit und SRGR arbeiten, weiter zu steigern. Das ist auch wichtig, um so zumindest einen Teil der Kürzungen des Vereinten Königreichs abzufedern.
  • Nicht zuletzt muss die Regierung die Arbeitsfelder der Allgemeinen Gesundheitsversorgung und SRGR stärker als bisher verzahnen.

Warum ist letzteres von zentraler Bedeutung, um die Nachhaltigen Entwicklungsziele zu erreichen? Wie agiert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit bislang in diesen Bereichen agiert? Wo gibt es Handlungs- und Anpassungsmöglichkeiten? Das alles beleuchtet die SRGR-Studie des Berlin-Instituts ausführlich.

Die Studie steht hier zum Download zur Verfügung.

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Junior Referent*in Monitoring & Evaluation (M&E)

12. Mai 2021 - 11:01

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Unser Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Wir engagieren uns für die Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung. Insbesondere unterstützen wir junge Menschen in Ostafrika dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringen wir uns auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Die DSW sucht eine*n

Junior Referent*in Monitoring & Evaluation (M&E)

am Arbeitsort Berlin.

Wir wünschen uns eine motivierte Person mit Interesse und hohem Engagement für die Ergebnissicherung unserer Projektarbeit. Sie werden an der Entwicklung und Umsetzung von Wirkungserhebung und -beobachtung im Bereich Jugendförderung und Sexuelle und Reproduktiver Gesundheit und Rechte (SRGR) mitwirken.

Ihre Aufgaben:
  • Unterstützung bei der Entwicklung von Projektvorschlägen, einschließlich der Entwicklung von Wirkungsmatrixen, Indikatoren, Zielen, Messungsmethoden, usw.;
  • Unterstützung des effektiven Betriebs und der Entwicklung von neuen digitalen Datenmanagement-Plattformen;
  • Unterstützung bei der Planung und Durchführung von Studien, insbesondere von Baseline Studien und Evaluierungen.
Wir erwarten:
  • Erfahrung in der Arbeit mit und Verständnis von Wirkungsmatrixen, einschließlich Indikatoren, Zielen, Messungsmethoden, etc.
  • Grundlegende Kenntnisse und Interesse an der Entwicklung und Implementierung von digitalen Datenmanagement-Plattformen.
  • Erste Erfahrung mit der Entwicklung von digitalen Datenerfassungsinstrumenten, insbesondere Umfragen und Kapazitätsbewertungen.
  • Erfahrung mit statistischen Analysewerkzeugen wie SPSS.
  • Hohe Aufmerksamkeit für Details.
Was Sie mitbringen:
  • Universitätsabschluss oder vergleichbare berufliche Qualifikation im Bereich Sozialwissenschaften, Wirtschaft, Entwicklungszusammenarbeit, Statistik oder ähnlichem;
  • Mindestens ein Jahr Berufserfahrung im Bereich M&E;
  • Fließende Englischkenntnisse, Deutsch auf muttersprachlichem Niveau;
  • Erfahrung in der internationalen Entwicklung, vorzugsweise in Ostafrika, ist von Vorteil.
Wir bieten:
  • einen spannenden Themenbereich in einem internationalen Arbeitsumfeld,
  • eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem motivierten Team;
  • ein spannendes Themenfeld in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld;
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima;
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie z.B. mobiles Arbeiten und Jobrad-Leasing.

Bei Interesse senden Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf und Anschreiben) mit dem Verweis „DSW2021_04 Junior Referent*in M&E“ per E-Mail an: jobs.deutschland@dsw.org

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer „DSW2021_04 Junior Referent*in M&E“ in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden können.

Die Funktion kann Vollzeit besetzt werden und ist zunächst auf 1 Jahr befristet. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2021.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

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Mehr Investitionen in die Forschung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten sind notwendig

15. April 2021 - 17:22
DSW: „Die deutsche Unterstützung muss noch viel entschiedener ausgebaut werden“

Hannover, 15. April 2021. Rund 3,9 Milliarden US-Dollar wurden 2019 weltweit in die Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten wie HIV und Aids, Tuberkulose, Malaria und vernachlässigte Tropenkrankheiten investiert. Die Gesamtsumme der Investitionen sank im Vergleich zum Rekordhoch des Vorjahres. Deutschlands Beitrag unter den öffentlichen Geldern fiel von 2,6 Prozent in 2018 auf 2,3 Prozent in 2019. Besonders die Fördermittel für gemeinnützige Produktentwicklungspartnerschaften (PDPs) gingen 2019 zurück – um ganze 8 Prozent. Damit war der Anteil der globalen Finanzierung von Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten, der an PDPs ging, so niedrig wie nie zuvor. Diese Zahlen gehen aus der neuen „G-Finder“-Studie hervor, die das unabhängige Policy Cures Research Institut heute zum dreizehnten Mal veröffentlicht hat.

Deutschland reduzierte seine Beiträge im Vergleich zum Vorjahr um acht Millionen US-Dollar, blieb aber in absoluten Zahlen der viertgrößte öffentliche Geber in diesem Bereich nach den Vereinigten Staaten, Großbritannien und der Europäischen Kommission. Lediglich 0,0015 Prozent des Bruttoinlandsproduktes investierte Deutschland in die Forschung und Entwicklung von Prävention, Diagnostika und Behandlung armutsassoziierter und vernachlässigter Krankheiten.

„Schon vor Covid-19 litten zu viele Menschen an Krankheiten, die in der Forschung und der Pharmaindustrie zu wenig Beachtung finden. Umso alarmierender ist es, dass die Forschungsmittel schon vor der Covid-19-Pandemie zurückgegangen sind – vor allem im Hinblick auf PDPs“, sagt Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW). „PDPs sind ein wichtiges Instrument im Einsatz gegen armutsassoziierte und vernachlässigte Krankheiten. Die deutsche Unterstützung dafür ist in den letzten Jahren gewachsen, was ich sehr begrüße. Sie muss aber noch viel entschiedener ausgebaut werden. Der Bericht zeigt unter anderem, dass die massive Förderung von Covid-19-Forschung das ohnehin geringe Förderbudget für Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten nicht weiter schmälern darf. Daher muss die Bundesregierung spätestens ab 2022 mindestens 100 Millionen Euro in die nächste Förderrunde investieren – auch um dem negativen Finanzierungstrend entgegenzuwirken.“

Laut Daten des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) betreffen armutsassoziierte und vernachlässigte Krankheiten 2,8 Milliarden Menschen weltweit – vor allem in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Für wenige der Krankheiten gibt es Impfstoffe, Arzneimittel können toxisch wirken und schwere Nebenwirkungen haben.

Weitere Informationen Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

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Referent*in Personal & Verwaltung (w/m/d) in Teilzeit

15. April 2021 - 14:15

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungs-organisation. Unser Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Wir engagieren uns für die Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung. Insbesondere unterstützen wir junge Menschen in Ostafrika dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringen wir uns auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Die DSW sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Referent*in Personal & Verwaltung (w/m/d) in Teilzeit

mit Dienstort Hannover.

Die Person wird an der erfolgreichen Umsetzung der Zielsetzungen der Stiftung mitwirken und insbesondere die personelle und administrative Schnittstelle zu den Länderbüros und Belgien sowie die Konzeption und Begleitung der Personalentwicklung der Mitarbeitenden übernehmen.

Als Mitglied der Abteilung Personal & Verwaltung ist eine enge Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen aus allen Bereichen der Stiftung und deren Unterstützung als interner Dienstleister selbstverständlich.

Ihre Aufgaben:
  • Enge Zusammenarbeit und Unterstützung bei Personal- und administrativen Themen der Länderbüros und Belgien.
  • Entwicklung moderner PE-Konzepte und Weiterentwicklung bestehender Maßnahmen mit hoher Affinität zu aktuellen Themen und Trends der Personalentwicklung
  • Beratung der Führungskräfte bei allen Fragen rund um das Thema Personalentwicklung
  • Zusammenarbeit mit externen Trainings- und Beratungsunternehmen und Moderation von Workshops und Fortbildungen
  • effektive und effiziente Arbeitsteilung der im Personal- und Verwaltungsbüro anfallenden Aufgaben (gegenseitige Unterstützung und Vertretung)
  • Sie organisieren sich und Ihren Aufgabenbereich eigenständig und behalten diesen auch in stressigen Zeiten im Blick und setzen passende Prioritäten
Wir erwarten:
  • Eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung und einschlägige Berufserfahrung in Bereich Personal, Personalentwicklung und/oder Verwaltung
  • Begeisterungsfähigkeit und eine positive Grundhaltung
  • Sie übernehmen gern die Verantwortung für Ihren Aufgabenbereich
  • Hohe Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Deutsch auf muttersprachlichen Niveau, sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift, weitere Sprachkenntnisse (z. B. Französisch) sind von Vorteil
  • Routinierter Umgang mit MS Office Programmen
Wir bieten:
  • eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem motivierten Team
  • ein spannendes Themenfeld in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima
  • Eine faire Bezahlung und betriebliche Altersvorsorge
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie z.B. mobiles Arbeiten und Jobrad-Leasing
  • Moderne Office Location in schöner Lage
Bewerbungsverfahren:

Wenn Sie Interesse haben, senden Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen bitte mit dem Verweis “DSW2021_03 Referent*in Personal & Verwaltung” per E-Mail an: jobs.deutschland@dsw.org

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer „DSW2021_03 Referent*in Personal & Verwaltung“ in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden können.

Das Arbeitsverhältnis ist zunächst befristet auf zwei Jahre mit Aussicht auf eine unbefristete Übernahme.

Bewerbungsschluss ist der 9. Mai 2021.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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UNFPA-Weltbevölkerungsbericht 2021: Körperliche Selbstbestimmung gilt nur für knapp die Hälfte der Frauen in Entwicklungsländern

14. April 2021 - 14:30
DSW: „In Krisen werden noch mehr Frauen und Mädchen Opfer von Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung!“

Hannover, 14. April 2021. Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) veröffentlicht am 14. April den diesjährigen Weltbevölkerungsbericht mit dem Titel Mein Körper gehört mir: Das Recht auf Autonomie und Selbstbestimmung einfordern. Herausgeberin der deutschen Kurzfassung ist die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW). Im Zentrum des UNFPA-Weltbevölkerungsberichts 2021 steht das Recht auf körperliche Selbstbestimmung und Unversehrtheit von Mädchen und Frauen. Nur 55 Prozent der Frauen in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen können selbst entscheiden, ob sie Sex haben, verhüten oder Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen möchten.

Zitat Dr. Natalia Kanem, Exekutivdirektorin von UNFPA: „Die Tatsache, dass fast die Hälfte der Frauen immer noch nicht selbst entscheiden kann, ob sie Sex haben, verhüten oder medizinische Versorgung in Anspruch nehmen wollen oder nicht, muss uns alle empören. Hunderte Millionen Frauen und Mädchen besitzen ihre eigenen Körper nicht. Ihr Leben wird von anderen bestimmt.“

Sexualisierte und geschlechtsbasierte Gewalt nimmt durch Coronakrise zu

Der Weltbevölkerungsbericht 2021 wertet aus, inwieweit Frauen und Mädchen die Macht haben, Entscheidungen über ihren Körper zu treffen. Er untersucht auch, inwieweit Regierungen die körperliche Selbstbestimmung und Unversehrtheit fördern oder behindern. Die Daten zeigen einen starken Zusammenhang zwischen der Entscheidungsmacht und dem Bildungsniveau einer Frau. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) macht darauf aufmerksam, dass mit geschlossenen Schulen zur Eindämmung der Corona-Pandemie das Risiko für Mädchen steigt, sexualisierter und geschlechtsbasierter Gewalt ausgesetzt zu sein. Auch fallen aufgrund von Lockdown-Bestimmungen viele Dienste der sexuellen und reproduktiven Gesundheit weg, die sonst dafür Sorge tragen, dass junge Menschen und vor allem Mädchen und Frauen über ihr körperliches Selbstbestimmungsrecht aufgeklärt werden. Nur 56 Prozent der Länder weltweit haben überdies eine umfassende Sexualaufklärung gesetzlich verankert.

Zitat Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW): „In Krisen werden noch mehr Frauen und Mädchen Opfer von Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung! Sexualisierte und geschlechtsbasierte Gewalt sind an der Tagesordnung. Regierungen dürfen davor nicht die Augen verschließen. Es muss mehr getan werden, um sexuelle und reproduktive Gesundheitsdienste in Krisen aufrecht zu erhalten und junge Menschen über ihre sexuellen und reproduktiven Rechte aufzuklären.“

Pressematerial Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Über UNFPA

Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) fördert eine Welt, in der jede Schwangerschaft gewollt, jede Geburt sicher und das Potenzial jedes jungen Menschen verwirklicht wird.

Pressekontakte

Anke Witte
Pressesprecherin | Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0511 94373-32 | Fax: 0511 94373-73
E-Mail: anke.witte@dsw.org

Monika Schröder
Referentin Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0511 94373-38 | Fax: 0511 94373-73
E-Mail: monika.schroeder@dsw.org

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Vorstellung des UNFPA-Weltbevölkerungsberichts 2021

9. April 2021 - 8:00
„Mein Körper gehört mir“: Pandemie verhindert körperliche Selbstbestimmung

Hannover, 09. April 2021. Viele Mädchen und Frauen haben nicht die Wahl. Sie dürfen nicht wählen, ob und wie lange sie die Schule besuchen. Sie dürfen nicht wählen, wann und wen sie heiraten. Sie dürfen nicht wählen, ob und mit wem sie Sex haben – oder nicht. Sie dürfen nicht wählen, ob und wie viele Kinder sie bekommen. All das hat einen gemeinsamen Ursprung: Der Glaube, Männer hätten das Recht, über die Schicksale von Mädchen und Frauen zu entscheiden.

Der diesjährige Weltbevölkerungsbericht des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) trägt den Titel „Mein Körper gehört mir: Das Recht auf Autonomie und Selbstbestimmung einfordern“. Der Bericht liefert erste ernüchternde Antworten auf folgende Frage: Wie wirkt sich die Coronakrise auf die körperliche Selbstbestimmung und Unversehrtheit von Mädchen und Frauen aus?

Die deutsche Kurzfassung des UNFPA-Weltbevölkerungsberichts 2021 stellen wir Ihnen vor am:

Mittwoch, 14. April 2021, um 14:30 Uhr
Konferenzsaal, Haus der Bundespressekonferenz
Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin (Ecke Reinhardtstraße)

 

Als Redner*innen auf dem Podium:

● Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
● Dr. Natalia Kanem, Exekutivdirektorin UNFPA
● Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

Herr Kreutzberg steht im Anschluss für O-Töne zur Verfügung. Wir bitten Sie, gewünschte Interviews bis zum 9. April 2021 anzumelden.

Achtung: Durch die Corona-Krise gelten besondere Einschränkungen. Momentan können nur Mitglieder der Bundespressekonferenz (BPK) und des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland (VAP) zugelassen werden. Vor Ort gilt eine Registrierungspflicht.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie die Pressekonferenz über einen Livestream verfolgen möchten.

Den UNFPA-Weltbevölkerungsbericht 2021 und Presseunterlagen können Sie bei der DSW, Herausgeberin der deutschen Kurzfassung, anfordern.

Pressekontakt

Bei Rückfragen melden Sie sich gerne bei Ihrer Ansprechpartnerin im DSW-Presseteam:

Monika Schröder, Tel.: 0511/ 94373-38 oder per E-Mail: monika.schroeder@dsw.org

Über die DSW

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Weltgesundheitstag: Die Hälfte der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung

6. April 2021 - 7:55
DSW: „Verhütungsmittel gehören zur gesundheitlichen Grundversorgung”

Hannover, 6. April 2021. Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April macht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) darauf aufmerksam, dass noch immer die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung hat. Dabei zeigt die Covid-19-Pandemie, wie anfällig unsere hochmobilen Gesellschaften für infektiöse Krankheiten sind und wie wichtig eine funktionierende und flächendeckende Gesundheitsversorgung für die Prävention und Eindämmung von Pandemien ist.

Krisen verschärfen bestehende Ungleichheiten

Globale Gesundheitskrisen verschärfen bestehende gesundheitliche, soziale und geschlechterbasierte Ungleichheiten. Aufgrund der Corona-Pandemie hatten laut dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) nahezu 12 Millionen Frauen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen („Entwicklungsländern“) zeitweise keinen Zugang zu Verhütungsmitteln. Dies führte zu 1,4 Millionen unbeabsichtigten Schwangerschaften. Gerade Mädchen und junge Frauen haben oft nicht Zugang zu der Versorgung, die sie benötigen, um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden, eine Geburt gesund zu überstehen oder eine Schwangerschaft sicher und legal abbrechen zu können.

Reproduktive Rechte nicht vernachlässigen

„Zugang zu Sexualaufklärung, Verhütungsmitteln und einer professionellen medizinischen Versorgung während Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüchen sind wichtige Bausteine universeller Gesundheitsversorgung“, betont Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der DSW. „Die Regierungen weltweit sind aufgerufen, allen Menschen Zugang zu Services im Bereich sexueller und reproduktiver Gesundheit zu ermöglichen, damit sie ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung wahrnehmen können. Überall und zu jeder Zeit.“

Pressebild
  • Bild Weltgesundheitstag
  • Bildunterschrift: Noch ein weiter Weg: Nur die Hälfte der Weltbevölkerung hat Zugang zu guter Gesundheitsversorgung. © DSW / Brian Otieno
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Die Pressemitteilung können Sie hier als PDF herunterladen.

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