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Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
Aktualisiert: vor 45 Minuten 36 Sekunden

Was ist eigentlich eine demografische Dividende?

15. Juni 2018 - 15:57

Die Welt ist jung! Heute lebt die größte Jugendgeneration aller Zeiten. 26 Prozent der Weltbevölkerung sind jünger als 15 Jahre. In Afrika südlich der Sahara sind es sogar 43 Prozent. Diese Entwicklung ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Eine sogenannte demografische Dividende wäre für viele Länder der Ausweg aus der Armut. Aber was ist eine demografische Dividende überhaupt und wie kann sie herbeigeführt werden?

Demografische Dividende erklärt

Das Verhältnis von Altersgruppen in einem Land bestimmt maßgeblich die Voraussetzungen für eine starke Wirtschaft. Idealerweise machen Menschen im arbeitsfähigen Alter den größten Anteil aus. Denn Sie versorgen direkt oder indirekt Kinder, Jugendliche und alte Menschen. Ist das Verhältnis unausgeglichen, etwa wenn zu viele Kinder geboren werden, entstehen wirtschaftliche und soziale Herausforderungen.

Jedes Land durchläuft im Zuge seiner Entwicklung verschiedene Phasen der Demografie. Die Altersstruktur bleibt also nicht immer gleich. Eine junge Bevölkerung mit vielen Kindern und einer niedrigen Lebenserwartung kann sich durch verschiedene Faktoren zu einer älteren Bevölkerung mit weniger Kindern und einer hohen Lebenserwartung entwickeln. Dieser Wandel bietet die Grundlage für die demografische Dividende. Sie beschreibt den wirtschaftlichen Nutzen eines Staates, wenn der Anteil der Arbeitsfähigen wächst. Das Wirtschaftswunder, das ostasiatische Länder in den letzten Jahrzehnten erfahren haben, entstand unter anderem durch eine demografische Dividende.

Phasen des demografischen Übergangs

Der Lebensstandard innerhalb eines Staates steigt

Wenn die Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter zunimmt und menschenwürdige Arbeit findet, wächst die Wirtschaft und der Staat erzielt höhere Einnahmen. Diese kann er so einsetzen, dass der Lebensstandard der Bevölkerung insgesamt steigt. Dies wiederum kurbelt die sozioökonomische Entwicklung weiter an und positive Einflüsse begünstigen sich gegenseitig.

Wie kann eine demografische Dividende herbeigeführt werden?

Jugendliche sind der Schlüssel für den Ausweg aus der Armut, denn sie sind die Erwerbsfähigen von Morgen. In sie muss investiert werden, beispielsweise durch eine verbesserte Gesundheitsversorgung. Denn Gesundheit ist die erste Voraussetzung für eine selbstbestimmte Zukunft und ein langes Leben. So können sie länger erwerbstätig sein und zur Entwicklung ihres Landes beitragen. Neben der Lebenserwartung gibt es auf dem Weg zur demografischen Dividende noch einen zweiten wichtigen Faktor: die Senkung der Geburtenrate. Diese wird ebenfalls durch eine bessere Gesundheitsversorgung erzielt. Wenn weniger Kinder sterben, entscheiden sich Eltern meist für kleinere Familien. Außerdem sind Aufklärungsangebote und der Zugang zu modernen Verhütungsmitteln wichtig, denn nur so können Jugendliche vorausschauend ihre Familie planen.

Was die DSW dafür tut

Wir engagieren uns in Ostafrika, wo es eine besonders junge Altersstruktur gibt. In unseren Projekten bilden wir Jugendliche darin aus, ihre Altersgenoss*innen über Sexualität, Verhütung und Familienplanung zu informieren. Auch mit Lehrkräften, Eltern sowie politischen und religiösen Meinungsführer*innen arbeiten wir zusammen, um zu erreichen, dass insbesondere Mädchen die Schule abschließen und selbst Entscheidungen zu den Themen Ehe und Kinderkriegen fällen dürfen. Wenn Jugendliche aufgeklärte Entscheidungen treffen, werden ihre Kinder in ein sichereres Umfeld geboren.

Was Deutschland und andere reiche Länder dafür tun können

Länder wie Deutschland können Staaten mit einer jungen Bevölkerungsstruktur dabei unterstützen, eine demografische Dividende zu erzielen. Dafür müssen sie in bessere Gesundheitssysteme und Angebote zur freiwilligen Familienplanung in Entwicklungsländern investieren. So gibt es langfristig nicht nur einen größeren Anteil von Menschen im erwerbsfähigen Alter, sondern auch das Weltbevölkerungswachstum nimmt ab.

Weitere Informationen

Infoblatt zur demografischen Dividende
Datenreport mit Zahlen und Fakten zur Bevölkerungsentwicklung

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Fußball – mehr als nur ein Sport

15. Juni 2018 - 13:08

Es gibt wohl nur wenige Bereiche, in denen die Globalisierung so stark zu spüren ist wie beim Fußball. In der Bundesliga sind Spieler aus über 50 Ländern vertreten. Häufig sind sie hier die größten und bekanntesten Botschafter ihres Landes. Denn mal ehrlich, was wissen die meisten von uns schon über Gabun? Wer sich für Fußball interessiert weiß: Aus Gabun kommt ein Fußballer, der sich in der deutschen Bundesliga einen echten Namen gemacht hat, Pierre-Emerick Aubameyang. Nachdem er bei Borrussia Dortmund unter Vertrag war, ist er heute Stürmer beim FC Arsenal.  Und so lernen wir durch Fußballturniere, wie aktuell bei der WM, Nationen kennen, die sich sonst jenseits unseres Tellerrands befinden.

Die Engländer spielen – und die ganze Welt schaut zu

Mittlerweile ist auch das Fußballschauen in Afrika und Asien nicht weniger beliebt als bei uns. Vor allem wenn es um eine Sache geht! Beliebt ist dabei vor allem die englische Premier League. Geht mal am Wochenende in eine Bar in der kenianischen Hauptstadt Nairobi, wenn gerade Arsenal London gegen Manchester United spielt. Viel Spaß bei der Platzsuche!

Die örtlichen Liegen Afrikas spielen eher eine untergeordnete Rolle. Die Stadien sind meist halbleer, dafür wird viel gesungen und getanzt. Die Atmosphäre ist im Allgemeinen entspannter als in europäischen Stadien, kann sich bei Derbys aber auch aufheizen. Das Hauptinteresse aber liegt auf Europa.

Und ein Tipp: Wenn ihr euch irgendwo auf der Welt befindet, Anschluss sucht, aber keine Ahnung von Fußball habt, dann macht vorher einen kleinen Crashkurs über Fußball in Deutschland oder England von jemandem in eurem Bekanntenkreis. Denn Fußball ist fast überall auf der Welt ein wunderbarer Türöffner für jedes Gespräch.

Fußball verbindet in der Stadt und auf dem Land

Kinder mit ihren Fußbällen aus Bananenblättern. Quelle: FSMC

Ohne Übertreibung lässt sich sagen, dass Fußball für viele die größte Freizeitbeschäftigung überhaupt ist. In den größeren Städten sieht man Jungs (und oft auch Mädchen) mit einem normalen Ball, in ländlichen Regionen auch viele Kinder und Jugendliche, die mit selbstgebastelten Bällen aus Plastiktüten oder Bananenblättern kicken. Gespielt wird dabei häufig gar nicht auf Tore, denn diese haben meistens kein Netz und der Ball müsste nach einem Treffer erstmal wieder gesucht werden.

Deshalb wird häufig auf einem großen Platz nur auf zwei gegenüberliegende, kleine Steine gespielt. Dabei wird dann viel gedribbelt, häufig gepasst und logischerweise fast nie geschossen. Die Entwicklung dieses Stils erklärt dann auch die häufige Torlosigkeit in den afrikanischen Ligen. Ein 4:3 gibt es hier nur selten, ein 1:0 dagegen sehr häufig.

Fußball bringt auch Zukunftsperspektiven

Fußball kann viele Werte vermitteln, die für viele Jugendliche sinnvoll sind. Teamgeist, Wille, Lernbereitschaft und natürlich auch den positiven Einfluss auf die Gesundheit. Doch gerade in vielen Entwicklungsländern ist es noch so viel mehr. Es gibt viele Initiativen, die Fußball auch mit Bildung verbinden. Die Jugendgruppen in unseren Projekten in Ostafrika versuchen mit Fußballturnieren nicht nur Spaß und Freude in die vernachlässigten Wohngebiete zu bringen. Sie klären zeitgleich auch andere Jugendliche über Sexualität und Verhütungsmethoden auf, damit sie sich vor ungewollten Schwangerschaften und sexuell übertragbaren Krankheiten schützen können. Wie das funktioniert, seht ihr hier:

 

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DSW-Projekt in Äthiopien für bessere Ernährung und mehr Gleichberechtigung

4. Juni 2018 - 9:00

In der Amhara-Region im Norden Äthiopiens, einer abgelegenen Gegend rund um die Quelle des Nils, bestehen noch immer viele Praktiken, die verhindern, dass Mädchen und Frauen ein gesundes und selbstbestimmtes Leben führen können. Besonders verbreitete Hindernisse sind ungewollte Schwangerschaften und Mangelernährung.

Um die Ernährung von Frauen zu verbessern und Gleichberechtigung zu stärken, haben wir ein dreijähriges Projekt gestartet, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert wird. Hierfür arbeiten wir eng mit der ortsansässigen Amharan Development Association (ADA) zusammen, die sich seit über 20 Jahren für Gesundheit und Bildung in der Region einsetzt.

Hohe Zahl ungewollter Schwangerschaften ist eine große Herausforderung

Eine der größten Herausforderungen für die Menschen in der Amhara-Region ist die hohe Zahl ungewollter Schwangerschaften. Oft haben Mädchen und Frauen keinen Zugang zu Informationen über ihren Körper oder zu Verhütung. Gleichzeitig sind viele der jungen Mütter mangelernährt. Dies hängt vor allem mit schädlichen Praktiken zusammen, die Frauen strukturell benachteiligen: Beispielsweise ist es üblich, dass zuerst Jungen und Männer beim Essen zugreifen dürfen. Frauen und Mädchen essen das, was übrig bleibt, und das ist oftmals nicht genug.

Das kann gefährlich werden. Zum Beispiel haben Frauen einen höheren Eisenbedarf als Männer. Wenn dieser langfristig nicht gedeckt wird, kann das die Entwicklung des Gehirns beeinflussen, Konzentrationsstörungen hervorrufen und den Menstruationszyklus stören. Besonders wichtig sind die Nährstoffe während der Schwangerschaft. Nährstoffmangel schadet auch dem ungeborenen Kind. Das Geburtsgewicht von 2,5 Kilogramm erreichen viele Neugeborene in der Amhara-Region nicht, sodass sie schon bei ihrem Start ins Leben große gesundheitliche Hürden überwinden müssen.

Jugendberater*innen informieren andere Jugendliche

In unseren Workshops bilden wir Jugendberater*innen aus und schulen sie darin, welche Nährstoffe Mädchen und Frauen benötigen, um gesund zu bleiben. Gleichzeitig lernen sie, wie sie sich vor ungewollte Schwangerschaften schützen und dieses Wissen in den Jugendklubs vor Ort weitergeben können. Durch Moderationstrainings stärken wir sie darin, ihre Meinung zu sagen und für sich einzustehen. So werden sie Fürsprecher*innen für ihre eigenen Bedürfnisse.

Doch auch die Gemeinden müssen mit einbezogen werden, damit die Mädchen und Frauen sich Gehör verschaffen können. Mit rund 500 Gemeindedialogen, in denen unter Anleitung über schädliche Praktiken und Frauengesundheit diskutiert wurde, nahmen über 10.000 Gemeindemitglieder teil. Und auch in den kommenden Jahren, setzen wir uns auf diesen Ebenen für die Rechte der Mädchen und Frauen ein: Wir schulen Jugendliche in den Bereichen Ernährung und Verhütung, sensibilisieren die Gemeinden für ihre Bedürfnisse und Rechte. So unterstützen wir eine nachhaltige Veränderung in der Amhara-Region.

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Menstruation: Noch längst nicht alles geregelt!

28. Mai 2018 - 8:35

Frauen sehen regelmäßig rot – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nämlich bei der Monatsblutung. Ein natürlicher Vorgang, bei dem die Gebärmutterschleimhaut vom Körper abgestoßen wird. Die Menstruation beginnt in der Pubertät und bleibt rund 40 Jahre ein wiederkehrendes Ereignis bis zur so genannten Menopause. Trotzdem weiß nicht jede Frau genau über den eigenen Zyklus Bescheid. Über die Tage spricht man einfach nicht. Der Menstrual Hygiene Day am 28. Mai ist die perfekte Gelegenheit mal Klartext zu reden.

Die erste Regel ist für jedes Mädchen neu, ungewohnt und vielleicht auch unangenehm. Viele sind unsicher, was da gerade mit ihrem Körper passiert. Doch es gehört zu den ganz normalen Körperfunktionen einer jeden Frau wie die Tatsache, dass Haare wachsen und ausfallen, die Haut sich regelmäßig erneuert oder man schlicht ein- und ausatmet. Kein Grund, sich dafür zu schämen! Die Tatsache, dass Mädchen und Frauen bluten, macht sie nicht unrein, unausstehlich oder unfähig.

Was hat die Monatsblutung mit Bildung zu tun?

Besonders wichtig ist während der Periode die Körperhygiene. Doch die Möglichkeit, einfach in die Drogerie zu gehen und Tampons oder Binden zu kaufen, gibt es für viele Mädchen und Frauen, gerade in Entwicklungsländern, nicht. Das hat verschiedene Gründe. Das Thema wird in vielen Regionen der Welt tabuisiert. Binden sind entweder nicht verfügbar oder für viele Familien nicht erschwinglich. Mit der Folge, dass auf unhygienische Alternativen zurückgegriffen wird. Oftmals gibt es auch keine nach Geschlechtern getrennte Toiletten in Schulen oder die sind nicht wirklich sauber. Das führt dazu, dass Mädchen in Entwicklungsländern häufig während ihrer Regel nicht in die Schule gehen und dadurch an mehr als 50 Tagen im Jahr fehlen. Das wiederum hat Auswirkungen auf ihre Bildung und Berufschancen.
Damit man als junges Mädchen bestens auf den ersten Tag der Tage vorbereitet ist, kann man ein kleines Notfallset mit Binden oder Tampons und eventuell einer frischen Unterhose in die Schultasche packen. Was am Anfang noch ungewohnt ist, wird schnell zur Normalität. Sollte die Regel einmal ausbleiben, ist das kein Grund zur Panik. Nicht immer steckt eine Schwangerschaft dahinter. Stress, eine Erkältung oder andere äußere Einflüsse können den Körper manchmal ganz schön durcheinanderbringen. Bei den meisten verläuft die Regel nach einiger Zeit sehr regelmäßig. Wer planen will, wann es das nächste Mal so weit ist, kann einen Zykluskalender führen. Den gibt’s zum Beispiel beim Frauenarzt oder auch als App.

Tasse statt Tampon

© menstruationstasse.net (CC BY 2.0)

Immer beliebter werden Menstruationstassen. Das sind kelchförmige Produkte, meist aus weichem Silikon oder einem medizinischen Kunststoff, die Frauen in die Scheide einführen, um das Menstruationsblut aufzufangen. Namen dafür gibt es viele: Menstasse, Mondtasse, Menstruationskappe, -becher oder -kelch. Da die Menstruationstasse über Jahre verwendet werden kann, ist sie umweltfreundlicher und kostengünstiger als Tampons und Binden. Die Tasse wird in verschiedenen Größen angeboten, kann schon vor Beginn der Menstruation eingesetzt werden und bis zu zwölf Stunden im Körper bleiben. Das Einsetzen erfordert etwas Eingewöhnung. Während der Periode kann man sie mit Wasser reinigen und am Ende in kochendem Wasser sterilisieren.

Viele Frauen nutzen sie inzwischen auch in Entwicklungsländern. Die DSW führt seit 2018 in Kenia ein einjähriges Pilotprojekt mit Menstruationstassen durch. Die Teilnehmerinnen sind bereits jetzt ganz begeistert von den Tassen. Fast schon eine kleine Revolution bei der Menstruationshygiene.

Die Teilnehmerinnen des Projekts werden von einer DSW-Mitarbeiterin darin geschult, wie die Menstruationstassen benutzt werden.

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Wenn Mädchen Mütter werden

23. Mai 2018 - 8:23

Spätestens mit der ersten Freundin oder dem ersten Freund werden die Themen Aufklärung und Verhütung aktuell. Wie war das nochmal mit den fruchtbaren Tagen? Gut, wenn man weiß, wo es Informationen gibt und man offen mit jemandem über das wichtige Thema sprechen kann. Kondom, Pille oder Spirale? Die Liste der Verhütungsmöglichkeiten ist lang. Theoretisch. Denn in der Praxis sind sie nicht überall verfügbar oder es fehlt einfach das nötige Geld.

Quelle: Vereinte Nationen, World Contraceptive Use 2015

Ohne Verhütung steigt für Mädchen und Frauen die Gefahr, ungewollt schwanger zu werden. Sie stehen dann vor weiteren schwierigen Fragen und Entscheidungen der Teenagerschwangerschaft. Möchte ich das Kind bekommen? Unterstützen Partner und Familie? Das ganze Leben wird auf den Kopf gestellt. Eben noch ein ganz normaler Teenager, hat man plötzlich sehr erwachsene Sorgen: Wie kann und will ich in Zukunft leben? Mit wem? Kann ich die Schule oder Ausbildung auch mit einem Kind schaffen? Wie soll das alles finanziert werden?

In Ländern, in denen Sozialsysteme nur wenig Unterstützung bieten, sind die Konsequenzen einer ungewollten Schwangerschaft für Mädchen und Frauen besonders dramatisch. Doch gerade in Entwicklungsländern steht Sexualaufklärung selten auf dem Stundenplan und einen Verhütungswunsch umzusetzen, ist aus verschiedenen Gründen schwer. Das hat Folgen: In den Ländern bekommt fast jede fünfte Frau vor ihrem 18. Geburtstag ein Kind.

Die häufig ungewollten Schwangerschaften können für Mädchen und jungen Frauen lebensgefährlich sein. Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt sind (nach Suizid) die zweithäufigste Todesursache bei Mädchen und jungen Frauen zwischen 15 und 19 Jahren. Darum ist es so wichtig, schon früh aufzuklären, Jugendlichen Zugang zu Verhütungsmitteln zu ermöglichen und jungen Müttern Unterstützung zu bieten. Wie eine ungewollte Schwangerschaft das Leben einer Jugendlichen durcheinanderbringt, erzählt Nabajju Stellah aus einem Jugendklub der DSW in Uganda.

„Ich hatte das Gefühl, alles falsch gemacht zu haben“

Nabajju Stellah wollte Krankenschwester werden und hatte große Pläne für ihr Leben. Mit 16 dachte sie, dass ihre Reise zu Ende sei. Eine ungewollte Schwangerschaft zwang sie, die weiterführende Schule zu verlassen. Die Aussichten auf ihr weiteres Leben brachten die junge Frau aus einem Dorf im Süden Ugandas an den Rand der Verzweiflung.

Nabajju Stellah aus Uganda wurde während ihrer Schulzeit ungewollt schwanger. Heute berät sie selbst Jugendliche in ähnlichen Situationen.

Einige Zeit nach der Geburt ihres Sohnes holte sie Prüfungen nach, begann an einer Grundschule zu arbeiten und verkaufte zusätzlich Mandazi, ein süßes Gebäck. „Ich wollte meinen Eltern nicht auf der Tasche liegen. Schließlich haben sie mich in die Schule geschickt, um zu lernen und nicht, um Enkelkinder nach Hause zu bringen“, sagt Nabajju. „Dennoch hatte ich immer noch das Gefühl, alles falsch gemacht und mir meine Zukunft verbaut zu haben.“

Hilfe gesucht – Aufgabe gefunden

Die Tätigkeit als Lehrerin sah sie als Notlösung und den Traum, als Krankenschwester zu arbeiten, in weiter Ferne. Als ihr Sohn zwei Jahre alt war, trat sie dem von der DSW geförderten Kasanje Jugendklub bei und traf dort auf Jugendliche in ähnlichen Situationen. „Durch die Beratung und den Austausch mit anderen habe ich Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten gewonnen“, erzählt sie mit strahlenden Augen.

Heute, mit 24 Jahren, ist Nabajju selbst Jugendberaterin und informiert zu den Themen Sexualität, Verhütung und Teenagerschwangerschaft – neben ihrer Arbeit als Lehrerin. Durch ihr Engagement im Jugendklub hat sich Nabajjus Einstellung zu ihrem Beruf geändert und auch die Beziehung zu ihrem Sohn: „Ich liebe beide. Anfangs habe ich mein Kind dafür verantwortlich gemacht, dass mein Leben nicht so lief, wie ich es mir vorgestellt hatte.“

Sie atmet tief ein, strafft ihre Schultern und fügt dann hinzu: „Heute bin ich sehr glücklich mit dem, was ich habe. Ich habe das Gefühl, jedes Problem bewältigen zu können, das sich mir in den Weg stellt.“ Und dieses Gefühl gibt die selbstbewusste junge Frau nun an andere weiter.

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Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert DSW-Projekt zur Bekämpfung von Scheidenfisteln in Äthiopien

22. Mai 2018 - 12:19

Von Geburtsfisteln sind weltweit schätzungsweise zwei Millionen Frauen betroffen. Allein in Äthiopien erleiden jedes Jahr rund 3.500 junge Frauen und Mädchen Geburtsverletzungen, die zu Harn- und Stuhlinkontinenz führen. Um ein Bewusstsein für die Erkrankung zu schaffen, findet am 23. Mai der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene „Internationale Tag zur Beendigung von Geburtsfisteln“ statt. Auch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) will die Fisteln verhindern und betroffenen Frauen und Mädchen helfen. „Daher fördern wir seit April 2018 ein Projekt der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung zur Bekämpfung von Geburtsfisteln in der Amhara-Region über einen Zeitraum von zwei Jahren mit ca. 90.000 Euro“, betont Dr. Carolin Kröner, Mitglied des Stiftungsrats der EKFS.

„Die meisten Frauen gebären ohne jegliche medizinische Hilfe, auch im Notfall ist keinerlei fachkundige Versorgung möglich“, erklärt DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. In der Amhara-Region im Norden Äthiopiens heiratet rund jedes vierte Mädchen (27 Prozent) zwischen ihrem 15. und 17. Geburtstag. „Bei den meist sehr jungen Müttern entstehen Scheidenfisteln, wenn der Kopf des Babys während langer Wehen das Gewebe im viel zu schmalen Unterleib ständig an die Beckenknochen drückt“, erläutert Renate Bähr. Die Blutzufuhr wird unterbrochen, Teile des Gewebes sterben ab und es entstehen Löcher zwischen Scheide, Blase und Darm. Die jungen Frauen verlieren infolge der Geburtsverletzung die Kontrolle über ihre Ausscheidungen und riechen nach Harn und Stuhl. „Sie werden aus der Gemeinschaft verstoßen und leben in Armut am Rande der Gesellschaft“, betont Bähr.

Das Projekt wird in den nächsten zwei Jahren in 14 Bezirken der Amhara-Region umgesetzt werden – mit dem Ziel, die Gesundheit der Frauen und Mädchen langfristig zu stärken, Geburtsfisteln zu verhindern und geheilte Frauen wieder in die Gesellschaft zu integrieren. So sollen unter anderem geschulte Jugendberaterinnen Gleichaltrige über Sexualität und Mädchenrechte aufklären und eine Anlaufstelle für Jugendliche in Not bieten. Die Beraterinnen sorgen auch für eine medizinische Erstversorgung durch die örtlichen Gesundheitsmitarbeiter und organisieren den Transport in das Hamlin Fistula Hospital. In den meisten Fällen können die Scheidenfisteln dort operiert und die Inkontinenz beseitigt werden.

Die Vereinten Nationen haben den Internationalen Tag zur Beendigung von Geburtsfisteln im Jahr 2014 ins Leben gerufen, um ein Bewusstsein für die Erkrankung zu schaffen. Der Tag wird jährlich begangen.

Über die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) – Forschung fördern. Menschen helfen.

Die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung widmet sich der Förderung medizinischer Forschung und unterstützt medizinisch-humanitäre Projekte. Die Stiftung wurde im Jahr 1983 von der Unternehmerin Else Kröner gegründet und zu ihrer Alleinerbin eingesetzt. Die EKFS bezieht nahezu alle ihre Einkünfte aus Dividenden des Gesundheitskonzerns Fresenius, dessen größte Aktionärin sie ist. Bis heute hat sie rund 1660 Projekte gefördert. Mit einem jährlichen Gesamtfördervolumen von aktuell über 40 Millionen Euro ist sie eine der größten Medizin fördernden Stiftungen Deutschlands. Weitere Informationen finden Sie unter: www.ekfs.de.

 Über die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

Die DSW ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene nehmen wir Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter.

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Wie sich die Global Gag Rule auf das Leben von Mädchen und Frauen in Kenia auswirkt

18. Mai 2018 - 9:23

Unmittelbar nach seiner Amtseinführung im Januar 2017 hat US-Präsident Donald Trump die sogenannte Global Gag Rule in verschärfter Form wieder eingeführt. Der Richtlinie zufolge werden allen Organisationen, die Abtreibungen anbieten oder auch nur zum Thema informieren, US-amerikanische Entwicklungsgelder komplett gestrichen. Das gilt auch für solche Projekte im Gesundheitsbereich, die nichts mit Schwangerschaftsabbrüchen zu tun haben. Nach und nach machen sich die Auswirkungen der Global Gag Rule in den Projektländern der DSW bemerkbar – beispielsweise in Kenia.

Gastbeitrag von Evelyn Samba Was wird sich durch die Global Gag Rule in Kenia ändern?

Die Wiedereinführung der sogenannten Mexico City Policy – auch als Global Gag Rule bekannt – hat dramatische Konsequenzen für die sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte von Mädchen und Frauen in Kenia.

Gesundheitszentrum in Kenia.

In vielen ländlichen Gebieten und informellen Siedlungen Kenias sind die von Nichtregierungsorganisationen (NROs) betriebenen Gesundheitsstationen die einzige Quelle für Informationen zu Sexualaufklärung und freiwilliger Familienplanung. Einige dieser Gesundheitsstationen mussten nun schließen, da aufgrund der Global Gag Rule nicht mehr genügend finanzielle Mittel dafür bereitstehen. Andere mussten ihre Aktivitäten einschränken und dringend benötigte Mitarbeiter entlassen, um Kosten zu senken.

Was sind die Folgen?

Viele Mädchen und Frauen, die auf Gesundheitsstationen der NROs angewiesen waren, müssen jetzt lange Wege zu Fuß zurücklegen, um staatliche Gesundheitseinrichtungen zu erreichen. Doch auch dort ist nicht gewährleistet, dass ihnen geholfen wird. Im öffentlichen Gesundheitswesen wird aus Protest gegen schlechte Arbeitsbedingungen häufig gestreikt. Es gibt also für Mädchen und Frauen, die in Armut leben, kaum eine Alternative für die aufgrund der Global Gag Rule weggefallenen Gesundheitsstationen und -dienste.

Für viele Frauen ist diese Situation lebensbedrohlich. Die Frauen können sich nicht vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen oder den Zeitpunkt für die Geburt eines Kindes selbst bestimmen. Möglicherweise lassen sie einen unsicheren Schwangerschaftsabbruch vornehmen, damit sie weiter auf ihren Feldern arbeiten können, um ihre Familie zu ernähren.

Vielen Frauen können nicht mehr selbst über ihre Sexualität bestimmen, weil ihnen Informationen über Aufklärung und Verhütung sowie der Zugang zu Verhütungsmitteln fehlen. Dadurch sind sie wieder der traditionellen Überzeugung ausgeliefert, dass der Wert einer Frau daran zu messen ist, wie viele Kinder sie gebären kann. Meldungen zufolge hat auch die häusliche Gewalt wieder zugenommen.

Welche Auswirkungen hat die Global Gag Rule für Jugendliche?

Heranwachsende Mädchen können keine informierten Entscheidungen treffen oder über „Safe Sex“ verhandeln, da sie haben keinen Zugang mehr zu Verhütungsmitteln haben. In den informellen Siedlungen von Nairobi, wo jedes fünfte Mädchen (17 Prozent) im Alter von 15 bis 19 Jahren bereits ein Kind bekommt, hat die Zahl der unsicheren Abtreibungen zugenommen.

Sex und Sexualität sind in vielen Teilen der kenianischen Gesellschaft ein Tabuthema. Auch in der Schule werden dazu keine Informationen vermittelt, da religiöse Gemeinschaften ihren Standpunkt zum Thema Aufklärung in Schulen allzu deutlich gemacht haben. Lediglich 13 Prozent der staatlichen Gesundheitseinrichtungen in Kenia bieten jugendfreundliche Dienste an. Obwohl die Zahl der durch Aids verursachten Todesfälle bei Jugendlichen unter 24 Jahren statistisch am höchsten ist und Jugendliche immer früher sexuell aktiv werden. Wenn man diesen jungen Menschen Informationen zum Thema Sexualität vorenthält, kann es sie das Leben kosten.

Über die Autorin: Evelyn Samba ist Leiterin des DSW-Länderbüros in Kenia.

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Im Jahr 2050 werden zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben

16. Mai 2018 - 17:01

Weltweit leben immer mehr Menschen in Städten. Während heute 55 Prozent der 7,62 Milliarden Erdenbürger Stadtbewohner sind, werden es im Jahr 2050 voraussichtlich zwei Drittel (68 Prozent) sein. Besonders stark nimmt die Urbanisierung in Entwicklungs- und Schwellenländern zu, wie die heute veröffentlichten World Urbanization Prospects der Vereinten Nationen zeigen. Weltweit wird die Zahl der Stadtbewohner den Projektionen zufolge bis zum Jahr 2050 um 2,5 Milliarden Menschen zunehmen, fast ausschließlich in Asien und Afrika. In Deutschland leben schon heute drei von vier Bewohnern (77 Prozent) in Städten, im Jahr 2050 werden es voraussichtlich 84,3 Prozent sein.

DSW: „Zunehmende Urbanisierung bietet Chancen“

„Die Verstädterung bietet Menschen in armen Ländern die Chance auf einen höheren Lebensstandard – wenn eine geplante Stadtentwicklung erfolgt“, sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW). „In den Metropolen lassen sich medizinische Versorgung, Schulen und andere öffentliche Dienstleistungen mit niedrigeren Pro-Kopf-Kosten als in ländlichen Gebieten bereitstellen. Voraussetzung für eine geplante Stadtentwicklung ist jedoch, dass gezielt in solche Angebote investiert wird. Dabei müssen vor allem die Bedürfnisse von benachteiligten Gruppen berücksichtigt werden. Nur so können sich die Lebensperspektiven der Stadtbewohner in armen Ländern verbessern.“

Über die DSW

Die DSW ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene nehmen wir Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter.

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Die Menschen zieht es in die Stadt

16. Mai 2018 - 17:00

New York – Rio – Tokyo. Städte weltweit wachsen rasant. Nach aktuellen Zahlen der Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen (UNPD) leben heute 55 Prozent der Weltbevölkerung in Städten – also mehr als jeder Zweite! Zum Vergleich: 1950 war es gerade mal jeder Dritte. Und der Stadt-Boom hält an.

Vor allem auf junge Menschen üben Ballungszentren einen ganz besonderen Reiz aus. Besonders in Entwicklungsländern – wo die (städtische) Bevölkerung am schnellsten wächst – erhoffen sich junge Menschen bessere Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten in der Stadt.

Die Schattenseiten der Stadt

Die Lichter der Stadt haben aber auch ihre Schattenseiten. Begehrter Wohnraum wird knapp und damit teuer. Starker Auto- und Lastwagenverkehr führt zu Luftverschmutzung und Verkehrschaos. Ballungsgebiete heizen sich auf und es entstehen sogenannte Hitzeinseln. Wächst die Stadt ungeplant, kann es zu illegalen Bauten und Slumbildung kommen.

Außerdem braucht die Stadt genügend Bildungsangebote, Arbeitsmöglichkeiten und eine gute Gesundheitsversorgung für ihre wachsende Bevölkerung.

Weitere Herausforderungen sind unter anderem die Infrastruktur, Müllentsorgung, Wasser- und Stromversorgung. Die müssen so organisiert werden, dass sie den steigenden Bewohnerzahlen gerecht werden. Einige Stadtverwaltungen kommen da bereits jetzt an ihre Grenzen.

Wachstum mit Plan

Städte werden weiter wachsen, sagen die Vereinten Nationen voraus. Bis 2050 werden voraussichtlich mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten leben. Aktuell sind der amerikanische Kontinent und Europa am städtischsten geprägt – doch Afrika und Asien holen schnell auf.

Gerade Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern können von der Urbanisierung profitieren. Vorausgesetzt die Stadtentwicklung wird gut geplant und es wird an den richtigen Stellen investiert. Weil in Städten die Wege zu Gesundheitszentren, Bildungseinrichtungen und anderen öffentlichen Einrichtungen kürzer sind als auf dem Land, reduzieren sich die Kosten. Dadurch kann auch die Versorgung der Bevölkerung mit diesen grundlegenden Angeboten eher sichergestellt werden.

Frische Ideen für die Stadt der Zukunft

Damit aus der Stadt ein lebenswerter Ort und kein stinkender Moloch wird, sind neue Ideen bei der Stadtplanung dringend gefragt. Und es gibt bereits interessante Ansätze für ein nachhaltiges Städtewachstum.

Statt grauer Betonwüsten sollen die Fassaden der Metropolen grün werden. Grüne Architektur macht Hochhäuser nachhaltig, verbessert gleichzeitig die Luftqualität und reduziert den Hitzestau im Großstadtdschungel. Vertikale Gärten trotzen dem horizontalen Platzmangel. Mit Urban Gardening bringen Bewohner das Land in die eigene Stadt. Denn Pflanzen wachsen an jedem noch so kleinen Fleck.

Eine Möglichkeit die Stadt der Zukunft nachhaltig zu gestalten: Der Hochhauskomplex Bosoco Verticale in Mailand. © Jel_ave (CC BY-NC 2.0)

Auch der Verkehr bleibt im Fluss: Carsharing, öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder stehen bei Jugendlichen jetzt schon hoch im Kurs. In den am stärksten wachsenden Städten in Afrika und Asien können solche Konzepte in Zukunft helfen, den täglichen Verkehrskollaps zu verhindern.

Und wo viele Menschen aufeinander treffen, entstehen auch frische Ideen, Produkte und Dienstleistungen. In Städten konzentriert sich Know-how. Außerdem erleichtert die dort vorhandene Infrastruktur neue Entwicklungen. Dass das in Städten rund um den Globus funktioniert, beweist beispielsweise die rege Start-up-Szene in Kenia.

Stadt als Chance: Wo viele Menschen zusammentreffen, entstehen auch neue Ideen.

Bis 2030 wird es nach Schätzungen der Vereinten Nationen 43 sogenannte Megacities geben, die zehn Millionen oder mehr Einwohner haben. Die meisten davon in Entwicklungsländern. Höchste Zeit also, sich Gedanken über die Stadt der Zukunft zu machen!

New York, Rio und Tokyo sind übrigens jetzt schon Megacities.

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„Ich kann es anders machen als meine Mama“: Silvia über den Muttertag in Kenia

13. Mai 2018 - 9:00

Silvia ist 25 und Jugendberaterin in einem Projekt der DSW in Kenia.

Silvia Bulali ist eine 25-jährige Jugendberaterin in einem unserer Projekte in Kenia. Ich spreche mit ihr über den Muttertag in Kenia und darüber, was es bedeutet, später mal selbst Mutter zu sein.

Silvia, wie wird in Kenia Muttertag gefeiert?

Silvia: Wir zeigen unseren Müttern, dass wir sie schätzen und lieben. Neben persönlichen Briefen und kleinen Geschenken machen wir das vor allem über Facebook, indem wir Fotos von uns und unseren tollen Mamas posten. Die, die keine Mutter mehr haben, machen das Gleiche für die Verwandten, die sie aufgezogen haben.

Was hast du dieses Jahr für den Muttertag geplant?

Silvia: Ich möchte meine Mama überraschen, ihr ein Kleid kaufen und in ein gutes Restaurant gehen. Außerdem bekommt sie Blumen und eine Karte.

Stellst du dir so auch deinen eigenen Muttertag in – sagen wir mal – zehn Jahren vor?

Silvia: Ich würde mich sehr darüber freuen! Für meine eigene Zukunft werde ich manche Dinge anders machen, als meine Mutter. Ich bin als einziges Mädchen mit fünf Brüdern im Korogocho Slum in Nairobi aufgewachsen. Meine Brüder respektieren mich, weil ich durchsetzungsstark und tough bin.

Ich möchte aber später nur zwei Kinder haben. Anders als meine Mutter habe ich mehr Entscheidungsgewalt darüber, wie viele Kinder ich möchte und einen besseren Zugang zu Verhütungsmitteln. Mein Freund und ich wollen bald heiraten und nächstes oder übernächstes Jahr, wenn ich mit meinem Studium fertig bin, das erste Kind bekommen.

Jugendberaterin Silvia vor einer Kletterwand.

Und wenn eure Kinder mal fragen, warum sie nicht mehr Geschwister haben?

Silvia: Dann sage ich ihnen, dass sie für mich im Mittelpunkt stehen, dass ich ihnen Liebe schenken und viel Zeit mit ihnen verbringen will. Das ist mit mehr Kindern viel schwieriger. Ich möchte ihnen einfach etwas bieten können, zum Beispiel ein richtiges Haus und gute Gesundheitsversorgung. Es ist mir wichtig, dass meine Kinder eine gute Bildung bekommen und ihre Fähigkeiten erkennen und nutzen.

Wie stellst du dir die Rolle deines zukünftigen Ehemanns dabei vor?

Silvia: Ich würde mir wünschen, dass er beispielsweise die Kinder zur Schule oder zum Arzt bringt und am Wochenende mit ihnen Ausflüge in die Natur macht. In meinen Augen ist es die Aufgabe von beiden Elternteilen, die Kinder aufzuziehen.

Was möchtest du am heutigen Muttertag allen Mädchen sagen?

Silvia: Später mal Mutter zu sein, ist bestimmt sehr schön! Aber man muss seine Familie gut planen und sicher gehen, dass man für jedes Kind sorgen kann. Deshalb sollte man unbedingt verhüten, wenn man noch keine Kinder möchte. Aber nicht jede junge Frau hat die Möglichkeit dazu. Deshalb setze ich mich für die sexuellen und reproduktiven Rechte junger Menschen ein. Sie müssen selbst über ihren Körper entscheiden können.

Und was ist deine Botschaft an die Mütter?

Silvia: Danke, dass ihr so viel auf euch nehmt, uns Kinder zu versorgen! Danke für eure Hingabe, danke dafür, wie ihr es meistert, wenn es mal nicht so leicht ist, und für die Liebe, die ihr uns schenkt. Wir haben euch immer lieb, nicht nur an Muttertag!

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Bericht: Mehr als 200 Millionen Frauen in Entwicklungsländern können nicht verhüten

9. Mai 2018 - 9:05

Mehr als 200 Millionen Frauen in Entwicklungsländern können nicht verhüten, obwohl sie das gern möchten. Das geht aus einem heute veröffentlichten Bericht der Expertenkommission des US-amerikanischen Guttmacher Instituts und der Fachzeitschrift The Lancet hervor. Die Autoren bemängeln unter anderem schwaches politisches Engagement, unzureichende finanzielle Mittel und mangelnde Bereitschaft seitens der Politik, sich offen und umfassend mit Fragen der Sexualität zu beschäftigen. Den Bedarf an modernen Verhütungsmitteln und Gesundheitsdiensten für Schwangere in Entwicklungsländern vollständig zu decken, würde laut Kommission im Jahr neun US-Dollar pro Person kosten – doppelt so viel wie heute investiert wird.

DSW: „Sexualaufklärung und Zugang zu Verhütungsmitteln sind unerlässlich für Entwicklung“

Dazu sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der DSW: „Umfassende Sexualaufklärung und der Zugang zu modernen Verhütungsmitteln sind unerlässlich für Entwicklung. Wenn Frauen frei entscheiden können ob, wann und mit wem sie wie viele Kinder bekommen, verbessert dies nicht nur die Gesundheit der Frauen, sondern stärkt zugleich die Rolle der Frau und das Haushaltseinkommen steigt. Hätten alle Frauen in Entwicklungsländern Zugang zu Verhütungsmitteln und Gesundheitsdienstleistungen, gäbe es im Vergleich zum vergangenen Jahr 67 Millionen weniger ungewollte Schwangerschaften und 224.000 weniger Todesfälle durch Schwangerschaft und Geburt bei Frauen. Das wäre jeweils ein Rückgang von rund drei Viertel der Fälle. Für eine nachhaltige Entwicklungspolitik sollte die Bundesregierung deshalb ihre Ausgaben gerade in den Bereichen Aufklärung und Verhütung sowie sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte verstärken.“

Über die DSW

Die DSW ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene nehmen wir Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter.

Weitere Informationen:

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Sex und Nairobi City: drei Frauen – drei Länder – drei Geschichten über Sex und Verhütung

9. Mai 2018 - 8:30
Gastbeitrag von Rena Föhr

Wie ist es, eine Frau zu sein – in Kenia, in Deutschland, und in England? Alice, Njeri und Rena von der DSW sprechen in Nairobi offen über Kondom-Ausstellungen, darüber wie es ist, wenn man sich Verhütung nicht leisten kann und was sie von ihren Regierungen fordern.

Wie war bei euch die Sexualaufklärung in der Schule? 

Njeri: In Kenia lernt man in der Schule nichts über Verhütungsmittel. Wir haben das „ABC“-Prinzip gelernt: „A“ bedeutete „Abstinenz“, was „B“ hieß, habe ich vergessen, und C bedeutete „Condoms“ – aber darüber haben wir nicht wirklich gesprochen. Die Botschaft lautete, sich an „A“ zu halten.

Alice: In England gab es den ersten Aufklärungsunterricht für uns, als wir elf Jahre alt waren. Die Schulkrankenschwester kam und führte „Das Gespräch“ mit uns. Das klang etwas beängstigend, war aber eigentlich eine gute Sache und sehr informativ. Dort haben wir in erster Linie gelernt, welche körperlichen Veränderungen wir in der Pubertät zu erwarten hatten. Mit dreizehn lernten wir etwas über die verschiedenen Verhütungsmethoden. Wir haben aber nicht über beiderseitiges Einvernehmen gesprochen oder über Spaß am Sex.

Rena: In Deutschland lernte man zuerst etwas über die Geschlechtsorgane. Das war sehr biologisch. Dann haben wir uns einen Zeichentrickfilm über die Pubertät angeschaut, in dem sich die Pickel eines Jungen in Eiffeltürme verwandelten – das war ziemlich traumatisch! In der neunten Klasse sind wir zu einer Kondom-Ausstellung gegangen, bei der ein Mann mittleren Alters namens Wolfgang eine Führung machte. Von ihm erfuhren wir etwas über die Geschichte des Kondoms – von den ersten Kondomen der Antike, die aus Ziegenblasen angefertigt wurden, bis hin zu Kondomen mit weihnachtlichem Design. Außer über die Pille und Kondome (die zur Empfängnisverhütung nicht sicher sind) haben wir nie über andere Verhütungsmethoden gesprochen.

Woher bekommt ihr Verhütungsmittel? Welche Methode verwendet ihr?

Njeri: In Kenia gibt es alle Verhütungsmittel. In vielen öffentlichen Einrichtungen gibt es Kondomautomaten, und von mobilen Kliniken und in Universitäten bekommt man kostenlose Kontrazeptiva. Aber je nachdem wo man lebt, hat man vielleicht keinen Zugang zu Informationen oder das Thema Verhütung wird stigmatisiert. In ländlichen Gebieten gibt es zwar Kondome, aber wahrscheinlich gehört der Laden deinem Onkel. Wenn man also anonym bleiben möchte, fährt man am besten in den nächsten Ort. Was mich persönlich betrifft, so habe ich in meinem Studium an der Kenyatta University umfassende Informationen über Verhütung bekommen. Ich lebe in einer langfristigen Beziehung, also habe ich mich für eine Spirale entschieden.

Alice: In England sind Kontrazeptiva für alle kostenlos. Aber ich lebe in Deutschland, wo Verhütungsmittel nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Ich verwende einen Hormonring, der kostet ungefähr hundert Euro für sechs Monate. Einmal konnte ich mir keinen neuen Ring einsetzen lassen, weil ich einfach nicht genug Geld hatte.

Rena: Nachdem wir uns auf sexuell übertragbare Krankheiten hatten testen lassen, haben mein Partner und ich mit der kombinierten Temperatur- und Körperbeobachtungsmethode Sensiplan angefangen. Dabei kann man anhand der Temperatur und des Zervixschleims die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Zyklus bestimmen. In der fruchtbaren Zeit benutzen wir Kondome oder ein Caya-Diaphragma. Wir haben viel recherchiert, einen Sensiplan-Kurs gemacht und waren bei einem spezialisierten Gynäkologen, um zu lernen, wie man das Diaphragma benutzt. In Berlin ist so etwas leicht zu finden (wenn auch ziemlich teuer), aber in ländlichen Gebieten wissen die meisten Ärzte wahrscheinlich nicht, wie man diese Methoden vermittelt.

Welche Hindernisse gibt es sonst noch?

Njeri: In Kenia ist es ein Stigma, wenn eine Frau Kondome kauft. Es aber wichtig, eigene Kondome dabei zu haben! Es heißt nichts mehr, als dass man auf seine Gesundheit achtet. Wenn jemand einen dafür verurteilt oder sich weigert, ein Kondom zu benutzen, dann sollte man besser gehen.

Alice: Auf jeden Fall. Ich habe mal mit einem Schluss gemacht, weil er mich so unter Druck gesetzt hat, keine Kondome zu benutzen. Er wollte unbedingt, dass ich hormonell verhüte, obwohl ich das nicht wollte. Solche Männer interessieren sich weder für deine noch für ihre eigene Gesundheit.

Rena: Mir haben auch schon männliche Freunde das Gegenteil erzählt, nämlich dass ihre weiblichen Geschlechtspartner sie überreden wollten, kein Kondom zu benutzen. Ich finde es so oder so inakzeptabel. Wenn man bei solchen Leuten eine Verhaltensänderung bewirken will, muss man schon umfassende Aufklärungsarbeit leisten.

Was sollte sich ändern in deinem Land?

Alice: In England sollten der Aspekt des beiderseitigen Einvernehmens, des gegenseitigen Respekts und der Freude am Sex bei der Sexualaufklärung stärker berücksichtigt werden. In Deutschland wünsche ich mir, dass die Krankenversicherung die Kosten für Verhütungsmittel übernimmt!

Njeri: Sex sollte in der High School nicht länger ein Tabuthema sein. Statt Enthaltsamkeit zu predigen, sollten die Jugendlichen lernen, Verantwortung für ihre Gesundheit und ihre Sexualität zu übernehmen.

Rena: Wir brauchen mehr und bessere Informationen über sexuell übertragbare Krankheiten. Außerdem sollten auch kostenlose Tests angeboten werden.

Das Interview ist zum Weltfrauentag am 8. März 2018 im englischen Original auf dem internationalen Blog der DSW erschienen.

Über die Autorin: Rena Föhr ist internationale Kommunikationsreferentin im DSW-Büro in Berlin.

Willst Du wissen, wie es um die Verhütung in Deinem Land bestellt ist?

Einen Überblick über die europäischen Länder bietet der European Contraception Atlas (PDF).

 

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DSW-Event: Welche Rolle spielt Deutschlands Engagement bei Forschung und Entwicklung zu vernachlässigten Armutskrankheiten?

4. Mai 2018 - 12:43

Auf Einladung der DSW diskutierten am 18. April Mitglieder des Deutschen Bundestages und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen über die Rolle Deutschlands bei der Bekämpfung vernachlässigter Armutskrankheiten. Im Fokus stand die Frage, welche Rolle Forschung und Entwicklung für die globale Gesundheit spielen.

Bei einer kurzen Einführung in die Thematik unterstrich Lisa Görlitz, politische Referentin der DSW, den Handlungsbedarf seitens der Industrienationen. Weltweit seien über eine Milliarde Menschen von Armutskrankheiten wie Malaria, Aids oder Tuberkulose betroffen. Jedes Jahr fordern diese Krankheiten mehrere Millionen Menschenleben, verursachen teils lebenslange Behinderungen und hemmen den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt in Entwicklungsländern. Doch für neue und wirksame Diagnostika und Wirkstoffe stehen wenig Mittel zur Verfügung. Derzeit besteht eine Finanzierungslücke von rund drei Milliarden US-Dollar.

Deutschland hat in seinen Präsidentschaften der G7 im Jahr 2015 und der G20 im Jahr 2017 gezeigt, dass das Thema globale Gesundheit von besonderer Bedeutung ist. Entsprechend unterstützt Deutschland die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich politisch und finanziell. Erfolgreich gefördert werden unter anderem die sogenannten Produktentwicklungspartnerschaften (Product Development Partnerships, kurz PDPs). Es handelt sich dabei um Partnerschaften zwischen Non-Profit Organisationen, Pharmafirmen und Forschungseinrichtungen, um Medikamente, Impfstoffe und Diagnostika zu vernachlässigten Armutskrankheiten zu entwickeln.

Dr. Joachim Klein spricht über die wichtigsten Säulen der Förderung durch das BMBF.

In seinem Vortrag betonte Dr. Joachim Klein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dass die PDPs eine wichtige Säule im Förderungskonzept des Ministeriums darstellten. In der aktuellen Förderrunde sind laut Klein 50 Millionen Euro zwischen 2016 und 2021 für PDPs bereitgestellt. Die geförderten PDPs arbeiten unter anderem an HIV-Prävention, Malaria- und Tuberkulose-Wirkstoffen.

Neben der Bedeutung der PDPs betonte Klein eine weitere wichtige Säule im Förderungskonzept des BMBF: Die Initiative „Forschungsnetze für Gesundheitsinnovationen in Subsahara-Afrika” soll drängende Fragen der globalen Gesundheit in Kooperation mit afrikanischen Partnern lösen. Die Netze werden von afrikanischen Wissenschaftlern vor Ort koordiniert, wobei im Mittelpunkt jene Krankheiten stehen, die Menschen in Afrika besonders gefährden. Das BMBF stellt eine Förderung fünf eigenständiger Netzwerke mit insgesamt 50 Millionen Euro für fünf Jahre bereit. „Nicht nur für Afrika forschen, auch in Afrika forschen“, brachte der Ministeriumsvertreter diesen Ansatz auf den Punkt.

 

Dr Klein @BMBF_Bund: „The new German role in Global Health needs to be followed by action „ @dsw_intl fully agrees. Minister @AnjaKarliczek can #LeaveALegacy

— Andreas Hübers (@AHuebers) 18. April 2018

Anschließend diskutierten Dr. Jörg Möhrle von der PDP „Medicines for Malaria Ventures“ und die Bundestagsabgeordnete Eva Maria Schreiber (Die Linke), wie die Finanzierungslücke bei der Bekämpfung vernachlässigter Armutskrankheiten zu schließen sei. Schreiber sprach sich für eine klare Schwerpunktsetzung im Bereich globaler Gesundheit aus. Neue Medikamente müssten für die Ärmsten bezahlbar und zugänglich sein. „Gesundheit ist keine Ware“, stellte die Abgeordnete klar.

Abgeordnete Schreiber und Dr. Möhrle diskutieren, welche Schritte Deutschland machen muss, um seiner Verantwortung nachzukommen.

Einig waren sich Möhrle und Schreiber, dass Förderungen verstetigt werden müssten, um langfristige Forschung zu realisieren. Der PDP-Vertreter betonte, dass es insbesondere Mechanismen für flexible Förderungszeiträume brauche, sodass sich Gelder nicht in nur an einer vorher festgesetzten Projektlaufzeit orientieren.

Besonders Möhrles Erfolgsbeispiele aus der Praxis illustrierten, wie viel PDPs konkret verändern können. Am Ende waren sich alle einig: Es muss noch viel mehr in die Bekämpfung von vernachlässigten Armutskrankheiten investiert werden, wenn Deutschland seiner Verantwortung bei der globalen Gesundheit nachkommen will.

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Juniorreferent/in für Monitoring & Evaluation (M&E)

4. Mai 2018 - 11:26

Zur Ergänzung unseres dynamischen Teams sucht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) für das Verbindungsbüro in Berlin zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n

Juniorreferentin für Monitoring & Evaluation (M&E)

Die DSW ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene nehmen wir Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter.

Wir wünschen uns eine motivierte Person mit Interesse und hohem Engagement für die Ergebnissicherung unserer Projektarbeit. Sie werden an der Entwicklung und Umsetzung von Wirkungserhebung und Beobachtung im Bereich Jugendförderung und sexuelle reproduktive Gesundheit und Rechte mitwirken.

Ihre Aufgaben:
  • Unterstützung bei der Entwicklung bedarfsbezogener Datensammlungsformate und anderer M&E Instrumente;
  • Mitwirkung und Beratung bei der Weiterentwicklung und Umsetzung des M&E Systems der DSW und Unterstützung der Projektpartner und DSW Kolleg/innen bei der regelmäßigen Datensammlung;
  • Durchführung von sporadischen Überprüfungen und Validierungen zufällig ausgewählter Datensätze;
  • Unterstützung bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des M&E Datenmanagements auf einer web-basierten Monitoring- und Berichterstattungsdatenbank;
  • Mitwirkung und technische Beratung bei der Entwicklung von Wirkungszielen und Wirkungsmatrixen für neue Projekte;
  • Unterstützung des M&E Teams bei der Vorbereitung und Durchführung von Workshops und Trainings;
Wir erwarten:
  • Nachweisbare erste Erfahrungen im Bereich M&E in Studium und Beruf, sowie Interesse an und erste Einblicke in die Umsetzung von Advocacy – und Jugendförderungsprojekten in der Entwicklungszusammenarbeit;
  • Kenntnisse und erste Erfahrungen mit allen M&E bezogenen Elementen eines Projektzyklus, wie beispielsweise Entwicklung von Wirkungsmatrixen, Datensammlung, Datenanalyse, Berichterstattung und M&E Trainings;
  • Erfahrung in der Zusammenarbeit mit und möglichst auch Anleitung von externen M&E Experten/-innen ist wünschenswert.
  • Erfahrung in der Nutzung von Datenmanagement Software, SPSS oder STATA und/oder anderer Datenanalysesoftware ist wünschenswert.
Was Sie mitbringen:
  • Universitätsabschluss oder vergleichbare berufliche Qualifikation im Bereich Sozialwissenschaften, Wirtschaft, Entwicklungszusammenarbeit, Statistik oder ähnlichem;
  • Mindestens ein Jahr Berufserfahrung im Bereich M&E;
  • Fließende Englischkenntnisse, Deutsch auf muttersprachlichem Niveau;
  • Erfahrung in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit;
  • Bereitschaft nach Afrika zu reisen.
Wir bieten:
  • einen spannenden Themenbereich in einem internationalen Arbeitsumfeld,
  • eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem motivierten Team.

 

Bei Interesse senden Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf und Anschreiben) mit dem Verweis „Juniorreferentin M&E “ per E-Mail an: jobs.deutschland@dsw.org.

Die Funktion kann Vollzeit besetzt werden und ist zunächst auf 1 Jahr befristet. Bewerbungsschluss ist der 1. Juni 2018.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

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Neue Legislatur, neues gemeinsames Engagement: Auftakt des Parlamentarischen Beirats

27. April 2018 - 9:11
Gastbeitrag von Anja Papenfuß

Schlagabtausche, Zwischenrufe, höhnisches Lachen – im Bundestag geht es in der Regel sehr kontrovers zu. Nicht so beim ersten Treffen des Parlamentarischen Beirats für Bevölkerung und Entwicklung nach den Bundestagswahlen. Dieses fand am 19. April – in Abstand zu den hitzigen Plenumsdebatten – im Paul-Löbe-Haus statt. Hier trafen sich Abgeordnete aus fünf Fraktionen, um sich – ganz harmonisch und einvernehmlich – Themen zu widmen, die für sie alle Herzensanliegen sind: Entwicklungspolitik, globale Gesundheit, Familienplanung und die Rechte von Mädchen und Frauen.

Verbindendes Element: der Parlamentarische Beirat

Was im Reichstagsgebäude und vor laufenden Kameras selten zu sehen ist, ist im Parlamentarischen Beirat der DSW ganz selbstverständlich: Seit seiner Gründung 2003 verständigen sich Abgeordnete über Fraktionsgrenzen hinweg auf gemeinsame Initiativen. Hierbei verbindet sie ihr Engagement für internationale Gerechtigkeit und Menschenrechte.

Egal welchem Bundestagsausschuss die Abgeordneten formell angehören – Gesundheit, Menschenrechte oder Bildung und Forschung – als Mitglieder des Parlamentarischen Beirats tragen sie ihr Wissen und ihre Ideen für entwicklungspolitische Ansätze zusammen.

Auch Hierarchien spielen im Beirat keine Rolle: Neu gewählte Abgeordnete sitzen neben „alten Hasen“, die seit mehreren Jahren zu diesen Themen arbeiten, und ehemaligen Ministerinnen. Der Beirat dient gerade auch dazu, sie miteinander zu vernetzen. Die Fachkenntnisse und politische Erfahrung der langjährigen Mitglieder werden so durch die Impulse der Neugewählten ergänzt.

Bei der Auftaktsitzung der neuen Legislaturperiode unter dem Vorsitz des Beiratssprechers Frank Heinrich (CDU) lernten sich alte und neue Beiratsmitglieder kennen und besprachen die Themen für die kommenden Monate.

Als erstes wollen die Beiratsmitglieder sich mit dem Thema jugendfreundliche Gesundheitsdienste befassen. In vielen Entwicklungsländern werden Jugendliche vom Gesundheitspersonal unfreundlich oder gar nicht behandelt, vor allem wenn sie sich zu Verhütungsmethoden beraten lassen wollen.

Außerdem wollen die Abgeordneten für einen Beitritt Deutschlands zur „She Decides“-Initiative werben. Diese wurde vor gut einem Jahr von mehreren europäischen Regierungen gestartet, in Reaktion auf drastische Mittelkürzungen der US-Regierung für internationale Familienplanungsvorhaben. Sehr zur Enttäuschung vieler Beiratsmitglieder und der DSW ist die Bundesregierung der „She Decides“-Initiative bisher nicht offiziell beigetreten.

Wie die DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr betonte, führen die entstehenden Finanzierungslücken zu vielen ungewollten Schwangerschaften und einer verschlechterten Gesundheitsversorgung. Hierunter leiden vor allem ohnehin schon benachteiligte Gruppen wie Jugendliche und Frauen und Mädchen in entlegenen Regionen.

Im Juni 2018 wollen sich die Beiratsmitglieder deswegen mit dem neuen Direktor der International Planned Parenthood Federation (IPPF) darüber austauschen, was Deutschland zu den Zielen der „She Decides“-Initiative beitragen kann.

Vernetzen für globale Gesundheit

Zuletzt stellten die DSW und ihre Partnerorganisation EPF (European Parliamentary Forum on Population and Development, der Brüsseler Dachverband der europäischen Beiratssekretariate) internationale Fortbildungs- und Vernetzungsangebote für die Beiratsmitglieder vor. So plant die DSW im Herbst 2018 eine Studienreise für Abgeordnete, um ihnen sogenannte Produktentwicklungspartnerschaften (PDPs) vorzustellen. PDPs entwickeln erfolgreich Medikamente und Impfstoffe gegen vernachlässigte Krankheiten, die vor allem arme Bevölkerungsgruppen und Entwicklungsländer betreffen. Sie setzen sich in der Regel aus Forschungseinrichtungen, Pharmaunternehmen und Nichtregierungsorganisationen zusammen.

Zusammenfassend appellierte der Vorsitzende Frank Heinrich an die Abgeordneten, den Beirat aktiv mitzugestalten, und lobte den Beiratsansatz: „Die DSW macht politische Arbeit nicht für uns Abgeordnete, sondern mit uns!“

Als eine laute Sirene die kurz bevorstehende namentliche Abstimmung im Bundestag ankündigte, beendete Frank Heinrich das Treffen und die Beiratsmitglieder begaben sich rasch – weiterhin gemeinsam – auf den Weg zurück ins Reichstagsgebäude. Genau so einen guten, engagierten Start in die neue Legislaturperiode hatte sich die DSW für den Beirat erhofft!

Über die Autorin: Anja Papenfuß ist entwicklungspolitische Referentin im DSW-Büro in Berlin und Ansprechpartnerin für den Parlamentarischen Beirat der DSW.

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Referent/in für den Bereich „Ressourcenmobilisierung“

26. April 2018 - 17:05

Zur Ergänzung unseres dynamischen Teams sucht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) am Stiftungssitz in Hannover zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

Referent/in für den Bereich „Ressourcenmobilisierung“.

Die DSW ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene nehmen wir Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter.

Der/die Referent/-in wird an der erfolgreichen Umsetzung der Zielsetzungen der Stiftung mitwirken. Er/Sie wird das Team „Ressourcenmobilisierung“ vor allem bei der Kontaktpflege und Antragsentwicklung mit institutionellen Gebern unterstützen.

Ihre Aufgaben:
  • Mitarbeit bei der Identifizierung von Finanzierungsinstrumenten auf deutscher und internationaler Ebene;
  • Entwicklung von Projektanträgen für die Stiftung und Beratung der Antragsentwicklung in den afrikanischen Projektländern;
  • Unterstützung bei der Entwicklung und Pflege von internen RM- Instrumenten;
  • Mitarbeit beim Aufbau und Pflege von strategischen Partnerschaften und Kooperationen zur Ressourcenmobilisierung.
Wir erwarten:
  • Hochschulabschluss in Politikwissenschaften, Sozialwissenschaften, internationalen Beziehungen, Development Studies, Public Health oder vergleichbare Qualifikation;
  • Mindestens drei Jahre Berufserfahrung mit entwicklungspolitischem Bezug;
  • Erfahrungen bei der Planung, Antragsstellung und Durchführung von EZ- Projekten;
  • Erfahrungen im Bereich M&E und Kenntnisse in den Bereichen Sexuelle und Reproduktive Gesundheit, Jugend und Gender sind vorteilhaft;
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch
    (in Wort und Schrift);
  • Interkulturelle und kommunikative Kompetenzen, strukturierte Arbeitsweise sowie Freude an der Arbeit im Team;
  • Bereitschaft zu Dienstreisen (national und international).
Wir bieten:
  • ein internationales Arbeitsumfeld
  • eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem dynamischen Team
  • ein spannendes Themenfeld
Bewerbungsverfahren:

Wenn Sie Interesse haben, senden Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf und Anschreiben) bitte mit dem Verweis “Referentin für den Bereich Ressource Mobilisation“ per E-Mail an: jobs.deutschland@dsw.org.

Die Funktion kann Vollzeit besetzt werden und ist zunächst auf zwei Jahre befristet.

Bewerbungsschluss ist der 14.Mai 2018

Bitte sehen Sie von Nachfragen zu Ihrer Bewerbung ab.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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Auftakt für den parlamentarischen Beirat

25. April 2018 - 15:45

Am 19. April fand das erste Treffen des Parlamentarischen Beirats für Bevölkerung und Entwicklung in der aktuellen Legislaturperiode im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestags statt. Neue und „alte“ Mitglieder sowie an einer Mitgliedschaft interessierte Abgeordnete aus fünf Fraktionen diskutierten mögliche Themen und Initiativen für die kommenden Monate.

Beiratssprecher Frank Heinrich (CDU) unterstrich in seiner Einführung den „pragmatischen, thematisch breiten und parteiübergreifenden“ Ansatz des Beirats. Er rief die Teilnehmenden dazu auf, den Beirat aktiv mitzugestalten und innerhalb ihrer Fraktionen für die Beiratsarbeit zu werben.

DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr betonte die negativen Auswirkungen der Global Gag Rule der US-Regierung auf die Finanzierung von internationalen Familienplanungsvorhaben. Renate Bähr warb in diesem Zusammenhang für die Unterstützung der Abgeordneten für die „She Decides“-Initiative, der sich die Bundesregierung bisher nicht offiziell angeschlossen hat.

Manuela Smolinski vom Brüsseler Dachverband der europäischen Beiratssekretariate – European Parliamentary Forum on Population and Development (EPF) – stellte von EPF organisierte Aktivitäten zu internationalen Vernetzung von Abgeordneten vor. An diesen können auch die Mitglieder des Parlamentarischen Beirats teilnehmen. Seitens der DSW ist in diesem Jahr unter anderem eine Studienreise für Abgeordnete zum Thema Forschung und Entwicklung für armutsbedingte und vernachlässigte Krankheiten geplant.

Bei den nächsten Treffen des Beirats wollen die Mitglieder sich mit jugendfreundlichen Gesundheitsdiensten und den Auswirkungen der Global Gag Rule auseinandersetzen.

Über den Parlamentarischen Beirat

Der Parlamentarische Beirat für Bevölkerung und Entwicklung wurde 2003 auf Initiative der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) von Bundestagsabgeordneten als informelles, fraktions- und ausschussübergreifendes Gremium gegründet. Die DSW übernimmt die Sekretariatsfunktion für den Beirat.

Hier gibt es weitere Infos zum Parlamentarischen Beirat: www.dsw.org/parlamentarischer-beirat

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Welt-Malaria-Tag am 25. April: Täglich sterben mehr als 1.200 Menschen an Malaria

24. April 2018 - 9:30

Jeden Tag sterben mehr als 1.200 Menschen an Malaria – 445.000 pro Jahr. Seit 2013 stagniert die Zahl der Todesfälle auf diesem Niveau. Bei den Neuinfektionen sind die Zahlen seit 2013 um fünf Millionen auf heute 216 Millionen jährlich angestiegen. Mehr als 90 Prozent aller Todesfälle und Neuinfektionen entfallen auf Länder in Afrika. Darauf macht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Welt-Malaria-Tages am 25. April aufmerksam.

DSW: „Steigende Malaria-Infektionszahlen sind ein Weckruf zum Handeln“

„Wir stehen bei der Malaria-Bekämpfung an einem Scheideweg“, sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der DSW. „Imprägnierte Moskitonetze haben in der Vergangenheit maßgeblich dazu beigetragen, dass vor allem Kinder vor einer Ansteckung geschützt wurden. Malaria-Medikamente haben viele Menschenleben gerettet. Diese Erfolge sind jedoch durch zunehmende Resistenzen gegen die eingesetzten Insektizide und Medikamente bedroht. Die Krankheit könnte mit verbesserten Mitteln einfach und kostengünstig verhindert beziehungsweise behandelt werden. Die steigenden Infektionszahlen sind ein Weckruf und zeigen: Es muss dringend gehandelt werden. Ich fordere daher die Bundesregierung auf, sich finanziell stärker für Forschung und Entwicklung zu verbesserten Präventionsmaßnahmen, Diagnostika und Medikamenten zu engagieren.“

Über die DSW

Die DSW ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene nehmen wir Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter.

Weitere Informationen:

Blogbeitrag: 5 Fragen – 5 Antworten zu Malaria

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Studentische Hilfskraft bzw. Mitarbeiter/-in für Minijob im Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

20. April 2018 - 15:19

Zur Ergänzung unseres dynamischen Teams sucht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) am Stiftungssitz in Hannover zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

studentische Hilfskraft bzw. Mitarbeiter/-in für Minijob im Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Stelle ist für zunächst sechs Monate mit Option auf Verlängerung für ca. zehn Stunden pro Woche zu besetzen.

Die DSW ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene nehmen wir Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter.

Ihre Aufgaben:
  • Layout-Arbeiten (z.B. Grafiken, Präsentationen),
  • Mailings und Versandaktionen,
  • Durchführung von Recherchen zu diversen Themen und Anlässen,
  • Unterstützung bei der Erstellung von Publikationen,
  • Auswertung der Pressearbeit,
  • Ablage von Filmen, Fotos und Presseclippings,
  • Unterstützung von diversen Projekten des Kommunikationsteams (z.B. bei Medienstunts, Kampagnen).
Wir erwarten:
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau,
  • gute Englischkenntnisse,
  • sehr gute Kommunikationsfähigkeiten,
  • versierter Umgang mit gängigen Computerprogrammen sowie InDesign und Photoshop,
  • hohe Team- und Kooperationsfähigkeit,
  • flexibles und selbstständiges Arbeiten,
  • detailgenaues Arbeiten.
Wir bieten:
  • ein spannendes Themenfeld in einem internationalen Arbeitsumfeld,
  • eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem motivierten Team.
Bewerbungsverfahren:

Bei Interesse senden Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf und Anschreiben) mit dem Verweis „Studentische Hilfskraft/Minijob“ per E-Mail an: jobs.deutschland@dsw.org.

Bewerbungsschluss ist der 4. Mai 2018

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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Deutschland verfehlt 0,7-Prozent-Ziel bei Entwicklungsfinanzierung

9. April 2018 - 17:18

Im Jahr 2017 gab Deutschland 24,7 Milliarden US-Dollar für Entwicklungszusammenarbeit aus – das entspricht 0,66 Prozent des Bruttonationaleinkommens. Damit verfehlt Deutschland das international festgelegte Ziel von 0,7 Prozent. Das geht aus den heute veröffentlichten Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. Die Bundesregierung rechnet bei der Entwicklungsfinanzierung nach wie vor Ausgaben für Geflüchtete im Inland an.

DSW: „Im Koalitionsvertrag vereinbarte Mittel reichen nicht aus“

„Wie befürchtet, war für die Bundesregierung das Einhalten seiner Jahrzehnte alten Zusage, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden, eine Eintagsfliege“, sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW). „Das muss aber nicht so bleiben. Der Haushalt für das laufende Jahr wird jetzt aufgestellt. Daher hat die neue Bundesregierung nach den enttäuschenden Zahlen heute die Möglichkeit gegenzusteuern und 2018 mehr Gelder für die Armutsbekämpfung zur Verfügung zu stellen. Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Mittel zur Entwicklungsfinanzierung reichen jedoch nicht aus.“

Über die DSW

Die DSW ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene nehmen wir Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter.

Weitere Informationen zu den OECD-Zahlen:

http://www2.compareyourcountry.org/oda?cr=oecd&lg=de

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