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Nachhaltige Ziele für Hamburg umsetzen
Aktualisiert: vor 3 Stunden 26 Minuten

Die Klimabildung der Klimawoche

15. Juni 2020 - 9:48

Während der 12. Hamburger Klimawoche, die zwischen dem 20. und 27. September 2020 stattfindet, bieten wir auch wieder ein vielfältiges kostenloses Bildungsprogramm an, um Kinder und Jugendliche aus Hamburg und Umgebung für die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die sich daraus ergebenden drängenden gesellschaftlichen Klima-, Umwelt und sozialen Fragen sowie das gesellschaftliche Miteinander zu sensibilisieren. Ab dem 3. August können die Veranstaltungen hier auf unserer Webseite gebucht werden!

Engagierte Akteure*innen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft, so auch wieder die Edmund Siemers Stiftung, bieten im Klimawochen-Bildungsprogramm Workshops und Exkursionen an, in denen Schüler*innen und Kita-Kindern ein eigenes Bewusstsein für die Themen Umwelt-, Klimaschutz und nachhaltiges Zusammenleben entwickeln und Bestehendes hinterfragen können. Die angebotenen Inhalte lassen sich hervorragend mit dem Hamburger Bildungsplan verknüpfen. Lehrer*innen und Erzieher*innen können ihre Gruppen ganz einfach online über die Webseite der Hamburger Klimawoche für die Angebote anmelden – das Programm findet zwischen dem 21. und 25. September statt. Wer keine Neuigkeiten zum Bildungsprogramm verpassen möchte, kann sich in den Klimawochen-Newsletter eintragen.

„Unser kostenloses Bildungsprogramm soll einen Beitrag zum Schutz des Erdklimas und unserer Umwelt leisten sowie ein friedliches, gerechtes und diskriminierungsfreies gesellschaftliches Klima fördern“, erklärt Carla Wichmann, Koordinatorin des Bildungsprogramms der Hamburger Klimawoche. Mehr als 40 Akteure sorgen für ein breit gefächertes Bildungsprogramm der Klimawoche. So geht es in einem Modul beispielsweise um die „Biodiversität der Tiefsee“, es gibt eine Rallye über einen Biohof und im Workshop „Vom Regenwald ins Klassenzimmer“ dreht sich alles um den Artenschutz. Im  Schülerlabor erfahren die Jugendlichen lehrreiches über „Nachhaltige Energieversorgung“, in einem anderen Modul wird ein „Rollenspiel: Kinderrechte und Klimakrise“ angeboten. Die Klimawoche setzt aber auch ganz bewusst Akzente, um das gesellschaftliche Klima zu fördern. In dem Workshop „VEREINt stärker – Vorurteile und Diskriminierung erkennen und zusammen handeln“ geht es darum, wie Vorurteile zustande kommen und wie Schüler sich gegen sie positionieren können. Und auch für Kita-Kinder gibt es Angebote, so zum Beispiel den Workshop „Wale, Deine und das Klima”.

„Wir freuen uns über die gesellschaftliche Unterstützung für unser Bildungsprogramm“, sagt Frank Schweikert, Kurator der Hamburger Klimawoche. Sie reicht von der Universität Hamburg, über das Schülerforschungszentrum, Scientists4Future, die Edmund Siemers-Stiftung, vielen Vereinen bis hin zum Erzbistum Hamburg. „Schon jetzt haben unsere Partner mehr als 100 Angebote zugesagt. Die Bildungsarbeit für und mit unserer Jugend ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben, um die sich die Hamburger Klimawoche seit zwölf Jahren kümmert!“ Und Frank Otto, Vorsitzender von Klimawoche e.V. ergänzt: „Die Hamburger Klimawoche ist ein weit über Deutschland hinaus reichendes Signal für die nachhaltige Entwicklung unserer Metropolregion.“

Die Workshops des Bildungsprogramms der Hamburger Klimawoche finden an spannenden Schauplätzen statt, unter anderem auch in den schwimmenden Klassenzimmern auf der Binnenalster am Jungfernsteig. Hierbei wurden die Ausflugsdampfer der Alster Touristik GmbH (ATG) kurzerhand zu Lernorten umfunktioniert – was die Schüler*innen schon in den vergangenen Jahren begeisterte. Es gibt aber auch Exkursionen in den Großstadtdschungel und einige Referenten*innen kommen auch in die Schule oder Kita.

Im vergangenen Jahr konnte die Hamburger Klimawoche mit ihren Akteure*innen rund 120 Workshops, Exkursionen und Jugendkonferenzen zu Nachhaltigkeitsthemen anbieten, an denen mehr als 3000 Schüler*innen teilgenommen haben.

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Kategorien: Hamburg

Aktion: Müll sammeln am Elbstrand

3. Juni 2020 - 15:34

Am 13. und 14. ist der Lange Tag der Stadtnatur Hamburg, der von der Loki Schmidt Stiftung organisiert und von der Hamburger Klimawoche, dem Bundesverband Meeresmüll und der Deutschen Meeresstiftung unterstützt wird. Wir laden alle zur großen Müllsemmel-Aktion am Elbstrand ein.

Am 2. Juni war der Abmeldestart für die diesjährigen Veranstaltungen zum Langen Tag der Stadtnatur, der diesmal wegen der Corona-Pandemie etwas kürzer ausfällt. Zudem gibt es neben speziellen Veranstaltungen mit kleinen Gruppengrößen auch zahlreiche digitale Angebote, alle Informationen finden sich unter https://tagderstadtnaturhamburg.de

Wir rufen alle Hamburger*innen zum Mitmachen auf und sich am 13. und 14. Juni an der selbstständigen Müllsammelaktion am Elbstrand zu beteiligen. Der Alte Schwede in Övelgönne ist doch ein schöner Ausgangspunkt. Oder doch lieber am Anleger Teufelsbrück starten?

Die 5 bis 13 Millionen Tonnen Plastik, die geschätzt jedes Jahr in die Meere gelangen, stellen eine erhebliche Gefahr für alle Lebewesen dar. Deshalb bieten wir über die App Litterati eine Challenge an: Lasst uns während des Tages der Stadtnatur den Elbstrand säubern und herausfinden, was alles in der Elbe schwimmt. Und mitmachen lohnt sich: Die drei besten Müllsammler*innen erhalten ein Handtuch von Kushel, die ganz ökologisch aus aufgeforsteten Rotbuchen und feinster Bio-Baumwolle hergestellt werden. Und das kann dann am sauberen Strand zum Einsatz kommen. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen).

So kann jede*r mitmachen:

  • Auf der Seite vom Tag der Stadtnatur Hamburg zur Müllsammelaktion anmelden: https://tagderstadtnaturhamburg.de/programm/info.html?id=4604
  • Litterati-App herunterladen und mit den gleichen Namensdaten ein Konto erstellen. Nur so können wir später zu den besten Müllsammler*innen über die auf der Stadtnatur-Seite eingegebenen Daten Kontakt aufnehmen. Die App findet sich hier: https://www.litterati.org/
  • Dann den Veranstaltungscode in die App eingeben: ELBE20
  • Nun muss der gesammelte Müll fotografiert werden. Danach alle Informationen zum Müll und dem Fundort in der App eingeben und alles hochladen. Am Ende kann jede*r auf einer Karte sehen, wo wie viel Müll gesammelt wurde.

Nicht vergessen: Schickt uns bitte Fotos vom Müll sammeln! Genaue Anweisungen zur Teilnahme  gibt es nach der Anmeldung in einer Mail von uns.

Und wer Lust auf ein Quiz zum Thema hat, findet es hier.

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Kategorien: Hamburg

Mitmach-Aktion: Müll sammeln am Elbstrand

3. Juni 2020 - 15:10

Am 13. und 14. Juni ist der Lange Tag der Stadtnatur Hamburg, der von der Loki Schmidt Stiftung organisiert und von der Hamburger Klimawoche, dem Bundesverband Meeresmüll und der Deutschen Meeresstiftung unterstützt wird. Wir laden alle zur großen Müllsemmel-Aktion am Elbstrand ein.

Am 2. Juni war der Abmeldestart für die diesjährigen Veranstaltungen zum Langen Tag der Stadtnatur, der diesmal wegen der Corona-Pandemie etwas kürzer ausfällt. Zudem gibt es neben speziellen Veranstaltungen mit kleinen Gruppengrößen auch zahlreiche digitale Angebote, alle Informationen finden sich unter https://tagderstadtnaturhamburg.de

Wir rufen alle Hamburger*innen zum Mitmachen auf und sich am 13. und 14. Juni an der selbstständigen Müllsammelaktion am Elbstrand zu beteiligen. Der Alte Schwede in Övelgönne ist doch ein schöner Ausgangspunkt. Oder doch lieber am Anleger Teufelsbrück starten?

Die 5 bis 13 Millionen Tonnen Plastik, die geschätzt jedes Jahr in die Meere gelangen, stellen eine erhebliche Gefahr für alle Lebewesen dar. Deshalb bieten wir über die App Litterati eine Challenge an: Lasst uns während des Tages der Stadtnatur den Elbstrand säubern und herausfinden, was alles in der Elbe schwimmt. Und mitmachen lohnt sich: Die drei besten Müllsammler*innen erhalten ein Handtuch von Kushel, die ganz ökologisch aus aufgeforsteten Rotbuchen und feinster Bio-Baumwolle hergestellt werden. Und das kann dann am sauberen Strand zum Einsatz kommen. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen).

So kann jede*r mitmachen:
  • Auf der Seite vom Tag der Stadtnatur Hamburg zur Müllsammelaktion anmelden.
  • Litterati-App herunterladen und mit den gleichen Namensdaten ein Konto erstellen. Nur so können wir später zu den besten Müllsammler*innen über die auf der Stadtnatur-Seite eingegebenen Daten Kontakt aufnehmen. Die App findet sich hier: https://www.litterati.org/
  • Dann den Veranstaltungscode in die App eingeben: ELBE20
  • Nun muss der gesammelte Müll fotografiert werden. Danach alle Informationen zum Müll und dem Fundort in der App eingeben und alles hochladen. Am Ende kann jede*r auf einer Karte sehen, wo wie viel Müll gesammelt wurde.

Nicht vergessen: Schickt uns bitte Fotos vom Müll sammeln! Genaue Anweisungen zur Teilnahme  gibt es nach der Anmeldung in einer Mail von uns.

Und wer Lust auf ein Quiz zum Thema hat, findet es hier.

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Kategorien: Hamburg

Nordpol im Sommer bald ohne Eis

21. April 2020 - 18:45

Der Arktische Ozean wird mit hoher Wahrscheinlichkeit noch vor 2050 in manchen Sommern eisfrei sein, mit schwerwiegenden Folgen für die Natur. In wie vielen Jahren dies passiert, hängt entscheidend vom Klimaschutz ab. Das zeigt eine internationale Studie, die Prof. Dirk Notz von der Universität Hamburg koordinierte und an der 21 Institute beteiligt waren. Wir dokumentieren die Pressemitteilung der Uni Hamburg.

Das Forschungsteam hat aktuelle Ergebnisse von 40 verschiedenen Klimamodellen analysiert. Mit diesen Modellen wurden Simulationen durchgeführt, die von wenig Klimaschutz und ungebremsten Kohlendioxid-Emissionen in der Zukunft ausgehen. Wie erwartet, zeigen diese Simulationen einen beschleunigten Verlust von Meereis im Sommer. Doch laut Studie verschwindet das Meereis auch, wenn der CO2-Ausstoß in Zukunft rasch reduziert wird.

„Wenn wir die Emissionen weltweit schnell und deutlich reduzieren und so das Zwei-Grad-Ziel erreichen, wird das Arktiseis trotzdem noch vor 2050 im Sommer immer wieder einmal weitestgehend abschmelzen. Das hat uns überrascht“, sagt Leitautor Prof. Dirk Notz vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg.

Zurzeit ist der Nordpol das ganze Jahr über von Meereis bedeckt. Jeden Sommer schrumpft die Eisfläche, im Winter wächst sie wieder an. Im Zuge der globalen Erderwärmung hat das Meereis in den letzten Jahrzehnten bereits rapide an Fläche verloren. Für die Natur sind die Folgen problematisch: Die Meereisdecke ist Jagdrevier und unverzichtbarer Lebensraum zum Beispiel für Eisbären und Robben. Gleichzeitig spielt das Meereis eine wichtige Rolle im Klimasystem, weil seine helle Oberfläche das Sonnenlicht reflektiert und so die Arktis kühlt.

Wie viele Sommer in Zukunft eisfrei sein werden, hängt wesentlich von der Höhe der künftigen CO2-Emissionen ab, dies zeigt die Studie ebenfalls. Während bei starkem Klimaschutz eisfreie Jahre nur gelegentlich auftreten, werden sie bei höheren Emissionen normal sein. Der Mensch hat also in der Hand, wie oft das Meereis am Nordpol im arktischen Sommer komplett verloren geht.

Hier geht es zu dem entsprechenden Fachartikel.

Foto: Dirk Notz / Universität Hamburg

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Kategorien: Hamburg

Nordpol im Sommer bald ohne Eis

21. April 2020 - 13:28

Der Arktische Ozean wird mit hoher Wahrscheinlichkeit noch vor 2050 in manchen Sommern eisfrei sein, mit schwerwiegenden Folgen für die Natur. In wie vielen Jahren dies passiert, hängt entscheidend vom Klimaschutz ab. Das zeigt eine internationale Studie, die Prof. Dirk Notz von der Universität Hamburg koordinierte und an der 21 Institute beteiligt waren. Wir dokumentieren die Pressemitteilung der Uni Hamburg.

Das Forschungsteam hat aktuelle Ergebnisse von 40 verschiedenen Klimamodellen analysiert. Mit diesen Modellen wurden Simulationen durchgeführt, die von wenig Klimaschutz und ungebremsten Kohlendioxid-Emissionen in der Zukunft ausgehen. Wie erwartet, zeigen diese Simulationen einen beschleunigten Verlust von Meereis im Sommer. Doch laut Studie verschwindet das Meereis auch, wenn der CO2-Ausstoß in Zukunft rasch reduziert wird.

„Wenn wir die Emissionen weltweit schnell und deutlich reduzieren und so das Zwei-Grad-Ziel erreichen, wird das Arktiseis trotzdem noch vor 2050 im Sommer immer wieder einmal weitestgehend abschmelzen. Das hat uns überrascht“, sagt Leitautor Prof. Dirk Notz vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg.

Zurzeit ist der Nordpol das ganze Jahr über von Meereis bedeckt. Jeden Sommer schrumpft die Eisfläche, im Winter wächst sie wieder an. Im Zuge der globalen Erderwärmung hat das Meereis in den letzten Jahrzehnten bereits rapide an Fläche verloren. Für die Natur sind die Folgen problematisch: Die Meereisdecke ist Jagdrevier und unverzichtbarer Lebensraum zum Beispiel für Eisbären und Robben. Gleichzeitig spielt das Meereis eine wichtige Rolle im Klimasystem, weil seine helle Oberfläche das Sonnenlicht reflektiert und so die Arktis kühlt.

Wie viele Sommer in Zukunft eisfrei sein werden, hängt wesentlich von der Höhe der künftigen CO2-Emissionen ab, dies zeigt die Studie ebenfalls. Während bei starkem Klimaschutz eisfreie Jahre nur gelegentlich auftreten, werden sie bei höheren Emissionen normal sein. Der Mensch hat also in der Hand, wie oft das Meereis am Nordpol im arktischen Sommer komplett verloren geht.

Hier geht es zu dem entsprechenden Fachartikel.

Foto: Dirk Notz / Universität Hamburg

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Kategorien: Hamburg

Klimaschutz in der Corona-Krise

14. April 2020 - 18:39

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (Halle) hat eine dritte Stellungnahme mit Empfehlungen für die Corona-Krise veröffentlicht. In dem 18-seitigen Papier vom 13. April 2020 mit dem Titel „Coronaviris-Pandemie – die Krise nachhaltig überwinden“, das bei Beratungen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten eine Rolle spielen soll, mahnen die Experten auch, Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu berücksichtigen.

In der dritten Ad-hoc-Stellungnahme beschäftigen sich die Leopoldina-Wissenschaftler*innen mit den sozialen, rechtlichen, psychologischen, wirtschaftlichen und pädagogischen Aspekten der Pandemie und beschreiben Strategien, die zu einer schrittweisen Rückkehr zur Normalität beitragen können. Sie appellieren aber auch an die Politik, dass alle politischen Maßnahmen, die nicht der unmittelbaren Rettung von Unternehmen dienen, sich auf nationaler wie internationaler Ebene am Prinzip der Nachhaltigkeit orientieren müssen: „Der Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaft und eine konsequente Mobilitäts- und Landwirtschaftswende setzen wesentliche Impulse für Innovation und Wachstum. Dazu gehören die umgehende Einführung eines Preises für fossiles CO2, die schnellstmögliche Verabschiedung und Umsetzung der nationalen Wasserstoffstrategie sowie die Neuregelung des Strommarktes. Ziel muss ein starker europäischer ,Green Deal’ bleiben.“

Die Coronavirus-Krise habe „tiefe Spuren“ hinterlassen, „vor allem aber wegen der mindestens ebenso bedrohlichen Klima- und Biodiversitäts-Krise kann es nicht einfach eine Wiederherstellung des vorherigen Status geben“, schreiben die Wissenschaftler*innen. „Nicht zuletzt gilt es, aus den Erfahrungen mit der Coronavirus-Pandemie und ihren Ursachen Lehren für die Zukunft zu ziehen. Die generelle Zunahme der Bevölkerung, Urbanisierung und globale Mobilität, die Vernichtung und Abnahme der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen durch Landnutzungsänderungen und der Klimawandel tragen wesentlich zum Ausbruch von Epidemien und Pandemien bei.“

Die Leopoldina-Experten*innen fordern dazu auf, die Chance zu nutzen, die jetzt getätigten Investitionen und Programme nachhaltig auszurichten. So entstünde die „Freiheit der Beteiligten, die notwendigen Änderungen auf eine den jeweiligen lokalen und zeitlichen Gegebenheiten angemessene Weise umzusetzen, dringend nötige Technologieoffenheit beispielsweise bei der Energiewende herzustellen, regionale und globale Stoffkreisläufe zu schließen etc. Wird diese Chance vertan, so dürfte auf Grund der Größe der jetzigen Wirtschaftsprogramme ein später nötiges drastischeres Umsteuern extrem schwierig werden. Daher liegt in der Wahrnehmung dieser historischen Chance eine kaum zu überschätzende Verantwortung der Handelnden. Notwendig ist dabei eine transparente Kostendiskussion, die auch die massiven externen Kosten von Klima-, Umwelt- und nicht zuletzt daraus resultierenden Gesundheitsschäden berücksichtigt.“

Zwar ginge es zunächst darum, wirtschaftliche Aktivitäten so anzustoßen, dass die in diesem Jahr unvermeidliche Rezession nicht zu stark ausfällt, die Wirtschaft wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehrt, heißt es in dem Papier. „Dieser sollte allerdings stärker als zuvor von Prinzipien der Nachhaltigkeit bestimmt sein, nicht zuletzt, weil hierin enorme Potentiale für die wirtschaftliche Entwicklung liegen. Dies erfordert ein entschiedenes Handeln von Seiten der Wirtschaftspolitik. Aller Voraussicht nach werden jenseits der jetzt getroffenen Maßnahmen und trotz der im System angelegten automatischen Stabilisatoren (geringere Steuereinnahmen, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen) weitere konjunkturpolitische Maßnahmen erforderlich sein.“

So fordern die Wissenschaftler*innen auf „der Ausgabenseite“ den „Abbau klima- und umweltschädlicher Subventionen. Dabei sollten strukturpolitische Zielsetzungen, etwa im Hinblick auf die öffentliche Daseinsvorsorge und den Schutz von Gemeinschaftsgütern speziell in den Bereichen Gesundheits-, Klima- und Ökosystemschutz, vorrangig berücksichtigt werden.“

Foto: Hamburger Hafen / Pixabay

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Kategorien: Hamburg

Nationalakademie Leopoldina zum Klimaschutz in der Corona-Krise

14. April 2020 - 15:14

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (Halle) hat eine dritte Stellungnahme mit Empfehlungen für die Corona-Krise veröffentlicht. In dem 18-seitigen Papier vom 13. April 2020 mit dem Titel „Coronaviris-Pandemie – die Krise nachhaltig überwinden“, das bei Beratungen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten eine Rolle spielen soll, mahnen die Experten auch, Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu berücksichtigen.

In der dritten Ad-hoc-Stellungnahme beschäftigen sich die Leopoldina-Wissenschaftler*innen mit den sozialen, rechtlichen, psychologischen, wirtschaftlichen und pädagogischen Aspekten der Pandemie und beschreiben Strategien, die zu einer schrittweisen Rückkehr zur Normalität beitragen können. Sie appellieren aber auch an die Politik, dass alle politischen Maßnahmen, die nicht der unmittelbaren Rettung von Unternehmen dienen, sich auf nationaler wie internationaler Ebene am Prinzip der Nachhaltigkeit orientieren müssen: „Der Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaft und eine konsequente Mobilitäts- und Landwirtschaftswende setzen wesentliche Impulse für Innovation und Wachstum. Dazu gehören die umgehende Einführung eines Preises für fossiles CO2, die schnellstmögliche Verabschiedung und Umsetzung der nationalen Wasserstoffstrategie sowie die Neuregelung des Strommarktes. Ziel muss ein starker europäischer ,Green Deal’ bleiben.“

Die Coronavirus-Krise habe „tiefe Spuren“ hinterlassen, „vor allem aber wegen der mindestens ebenso bedrohlichen Klima- und Biodiversitäts-Krise kann es nicht einfach eine Wiederherstellung des vorherigen Status geben“, schreiben die Wissenschaftler*innen. „Nicht zuletzt gilt es, aus den Erfahrungen mit der Coronavirus-Pandemie und ihren Ursachen Lehren für die Zukunft zu ziehen. Die generelle Zunahme der Bevölkerung, Urbanisierung und globale Mobilität, die Vernichtung und Abnahme der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen durch Landnutzungsänderungen und der Klimawandel tragen wesentlich zum Ausbruch von Epidemien und Pandemien bei.“

Die Leopoldina-Experten*innen fordern dazu auf, die Chance zu nutzen, die jetzt getätigten Investitionen und Programme nachhaltig auszurichten. So entstünde die „Freiheit der Beteiligten, die notwendigen Änderungen auf eine den jeweiligen lokalen und zeitlichen Gegebenheiten angemessene Weise umzusetzen, dringend nötige Technologieoffenheit beispielsweise bei der Energiewende herzustellen, regionale und globale Stoffkreisläufe zu schließen etc. Wird diese Chance vertan, so dürfte auf Grund der Größe der jetzigen Wirtschaftsprogramme ein später nötiges drastischeres Umsteuern extrem schwierig werden. Daher liegt in der Wahrnehmung dieser historischen Chance eine kaum zu überschätzende Verantwortung der Handelnden. Notwendig ist dabei eine transparente Kostendiskussion, die auch die massiven externen Kosten von Klima-, Umwelt- und nicht zuletzt daraus resultierenden Gesundheitsschäden berücksichtigt.“

Zwar ginge es zunächst darum, wirtschaftliche Aktivitäten so anzustoßen, dass die in diesem Jahr unvermeidliche Rezession nicht zu stark ausfällt, die Wirtschaft wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehrt, heißt es in dem Papier. „Dieser sollte allerdings stärker als zuvor von Prinzipien der Nachhaltigkeit bestimmt sein, nicht zuletzt, weil hierin enorme Potentiale für die wirtschaftliche Entwicklung liegen. Dies erfordert ein entschiedenes Handeln von Seiten der Wirtschaftspolitik. Aller Voraussicht nach werden jenseits der jetzt getroffenen Maßnahmen und trotz der im System angelegten automatischen Stabilisatoren (geringere Steuereinnahmen, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen) weitere konjunkturpolitische Maßnahmen erforderlich sein.“

So fordern die Wissenschaftler*innen auf „der Ausgabenseite“ den „Abbau klima- und umweltschädlicher Subventionen. Dabei sollten strukturpolitische Zielsetzungen, etwa im Hinblick auf die öffentliche Daseinsvorsorge und den Schutz von Gemeinschaftsgütern speziell in den Bereichen Gesundheits-, Klima- und Ökosystemschutz, vorrangig berücksichtigt werden.“

Foto: Hamburger Hafen / Pixabay

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Kategorien: Hamburg

Das passiert auf der Klimawoche 2020

12. April 2020 - 18:36

Die 12. Hamburger Klimawoche wird stattfinden – auch oder gerade in Zeiten der Corona-Krise. Denn die mit viel Leid verbundenen Folgen der Pandemie zeigen uns unmissverständlich auf, dass wir was ändern müssen – global, aber auch jede*r Einzelne ist gefordert. Die Klimawoche will wie in den vergangenen Jahren auch einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung leisten und den Expert*innen und Wissenschaftler*innen eine Bühne bieten für Information und Diskussion. Und die Bürger*innen einladen, an diesem Dialog teilzunehmen und sich zu beteiligen.

Die 12. Hamburger Klimawoche wird zwischen dem 20. und 27. September 2020 überall in der Stadt präsent sein. Und die zentralen Veranstaltungen sollen wie 2019 auf dem Hamburger Rathausmarkt stattfinden. Am Wochenende 26. und 27. September ist dann der Themenpark in Kooperation mit der Green World Tour rund um die Hauptkirche St. Petri geplant.

In der Klimawoche wird es auf dem Rathausmarkt an jedem Tag in den aufgebauten Zelten um ein anderes übergeordnetes Thema gehen. Hier bieten wir schon einmal einen kleinen Überblick:

  • Artenvielfalt: Eine Million Arten sind in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vom Aussterben bedroht, wenn es zu keinen grundlegenden Änderungen bei Landnutzung, Umwelt- und Klimaschutz kommt, warnt ein Bericht des Weltbiodiversitätsrats. Wir diskutieren darüber, wie man diese dramatische Entwicklung abwenden kann.
  • Gesundheit: Nicht nur vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie, werden wir darüber sprechen, wie viel Privatisierung im Gesundheitssystem gut ist und ob eine Rekommunalisierung der Kliniken am Beispiel Hamburgs nicht die logische Folge der Corona-Krise sein müsste. Ebenso wird es um die Gefahr durch Zoonosen gehen, also um Infektionskrankheiten, die vom Tier auf den Menschen oder auch vom Menschen auf Tiere übertragen werden können. Und die Frage, welche Rolle dabei der Klimawandel und unser Raubbau an der Natur spielen.
  • Mobilität: Ist der kostenlose öffentliche Nahverkehr, wie ihn Luxemburg anbietet, eine unbezahlbare Utopie oder die Mobilität der Zukunft? Dieser Frage widmen wir uns genauso, wie dem Thema, wie der Individualverkehr denn zukünftig aussehen wird. Und welche Technik eigentlich besser ist: Elektro- oder Wasserstoffmobilität?
  • Wissenschaft: Der 25. September wird ganz im Zeichen der Wissenschaft stehen. Die European Researchers’ Night bildet das Herzstück dieses Tages. Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Fakultäten berichten im Kurzvortrag von ihren Forschungen. Spannend und informativ.
  • Ernährung: Die Auswirkungen der Ernährung auf den Klimawandel diskutieren wir unter dem Titel „Essen wir die Welt kaputt?“ Und es wird auch darum gehen, wie jede*r Einzelne durch kleine Veränderungen seines Konsums zum Klima- und Umweltschutz beitragen kann.
  • Migration: Den Zusammenhang von Klimawandel und Migration zeigen wir am letzten Tag der Klimawoche auf. Dabei wird es auch darum gehen, wie die Agrarpolitik der Industrieländer zum Beispiel einheimische Märkte in Afrika zerstört. 

Und natürlich gibt es auch wieder ein großes Bildungsprogramm für Schülerinnen und Schüler. Im vergangenen Jahren haben dieses Angebot mehr als 3000 Jugendliche genutzt.
Rund um die St. Petri-Kirche planen wir wieder den Themenpark der Klimawoche, auch in diesem Jahr Jahr in Kooperation mit Autarkia als Green World Tour. Zwischen Mönckebergstraße und Speersort werden sich Firmen, Initiativen und Vereine mit ihren nachhaltigen Themen und Produkten präsentieren. Zusätzlich ist in diesem Jahr der Ausbau des Thema nachhaltige Mobilität geplant. Dazu wollen wir auf einer großen Fläche über Elektromobilität, ob nun beim Auto oder Fahrrad, informieren.

Wir wissen heute natürlich noch nicht, welche Veranstaltungsformen im September wieder erlaubt sein werden oder inwieweit uns die Corona-Pandemie weiterhin zwingt, Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Deswegen arbeiten wir daran, möglichst viele Vortragsformate, die wir auf dem Rathausmarkt planen, auch in digitaler Form umzusetzen. Denn eine Absage der Klimawoche kommt für uns nicht infrage. Wer über die Planungen der Klimawoche auf dem Laufenden bleiben möchte, folgt uns bei Facebook und auf Instagram.

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Kategorien: Hamburg

Das passiert auf der Klimawoche 2020

12. April 2020 - 13:00
Die 12. Hamburger Klimawoche wird stattfinden – auch oder gerade in Zeiten der Corona-Krise. Denn die mit viel Leid verbundenen Folgen der Pandemie zeigen uns unmissverständlich auf, dass wir was ändern müssen – global, aber auch jede*r Einzelne ist gefordert. Die Klimawoche will wie in den vergangenen Jahren auch einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung leisten und den Expert*innen und Wissenschaftler*innen eine Bühne bieten für Information und Diskussion. Und die Bürger*innen einladen, an diesem Dialog teilzunehmen und sich zu beteiligen. Die 12. Hamburger Klimawoche wird zwischen dem 20. und 27. September 2020 überall in der Stadt präsent sein. Und die zentralen Veranstaltungen sollen wie 2019 auf dem Hamburger Rathausmarkt stattfinden. Am Wochenende 26. und 27. September ist dann der Themenpark in Kooperation mit der Green World Tour rund um die Hauptkirche St. Petri geplant.   In der Klimawoche wird es auf dem Rathausmarkt an jedem Tag in den aufgebauten Zelten um ein anderes übergeordnetes Thema gehen. Hier bieten wir schon einmal einen kleinen Überblick:
  • Artenvielfalt: Eine Million Arten sind in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vom Aussterben bedroht, wenn es zu keinen grundlegenden Änderungen bei Landnutzung, Umwelt- und Klimaschutz kommt, warnt ein Bericht des Weltbiodiversitätsrats. Wir diskutieren darüber, wie man diese dramatische Entwicklung abwenden kann. 

  • Gesundheit: Nicht nur vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie, werden wir darüber sprechen, wie viel Privatisierung im Gesundheitssystem gut ist und ob eine Rekommunalisierung der Kliniken am Beispiel Hamburgs nicht die logische Folge der Corona-Krise sein müsste. Ebenso wird es um die Gefahr durch Zoonosen gehen, also um Infektionskrankheiten, die vom Tier auf den Menschen oder auch vom Menschen auf Tiere übertragen werden können. Und die Frage, welche Rolle dabei der Klimawandel und unser Raubbau an der Natur spielen.

  • Mobilität: Ist der kostenlose öffentliche Nahverkehr, wie ihn Luxemburg anbietet, eine unbezahlbare Utopie oder die Mobilität der Zukunft? Dieser Frage widmen wir uns genauso, wie dem Thema, wie der Individualverkehr denn zukünftig aussehen wird. Und welche Technik eigentlich besser ist: Elektro- oder Wasserstoffmobilität?

  • Wissenschaft: Der 25. September wird ganz im Zeichen der Wissenschaft stehen. Die European Researchers’ Night bildet das Herzstück dieses Tages. Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Fakultäten berichten im Kurzvortrag von ihren Forschungen. Spannend und informativ. 

  • Ernährung: Die Auswirkungen der Ernährung auf den Klimawandel diskutieren wir unter dem Titel „Essen wir die Welt kaputt?“ Und es wird auch darum gehen, wie jede*r Einzelne durch kleine Veränderungen seines Konsums zum Klima- und Umweltschutz beitragen kann.

  • Migration: Den Zusammenhang von Klimawandel und Migration zeigen wir am letzten Tag der Klimawoche auf. Dabei wird es auch darum gehen, wie die Agrarpolitik der Industrieländer zum Beispiel einheimische Märkte in Afrika zerstört. 
Und natürlich gibt es auch wieder ein großes Bildungsprogramm für Schülerinnen und Schüler. Im vergangenen Jahren haben dieses Angebot mehr als 3000 Jugendliche genutzt. Rund um die St. Petri-Kirche planen wir wieder den Themenpark der Klimawoche, auch in diesem Jahr Jahr in Kooperation mit Autarkia als Green World Tour. Zwischen Mönckebergstraße und Speersort werden sich Firmen, Initiativen und Vereine mit ihren nachhaltigen Themen und Produkten präsentieren. Zusätzlich ist in diesem Jahr der Ausbau des Thema nachhaltige Mobilität geplant. Dazu wollen wir auf einer großen Fläche über Elektromobilität, ob nun beim Auto oder Fahrrad, informieren. Wir wissen heute natürlich noch nicht, welche Veranstaltungsformen im September wieder erlaubt sein werden oder inwieweit uns die Corona-Pandemie weiterhin zwingt, Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Deswegen arbeiten wir daran, möglichst viele Vortragsformate, die wir auf dem Rathausmarkt planen, auch in digitaler Form umzusetzen. Denn eine Absage der Klimawoche kommt für uns nicht infrage. Wer über die Planungen der Klimawoche auf dem Laufenden bleiben möchte, folgt uns bei Facebook und auf Instagram.

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Kategorien: Hamburg

Die Lehren der Corona-Krise für den Kampf gegen den Klimawandel

10. April 2020 - 18:33

Das Corona-Virus öffnet uns die Augen und Ohren und zeigt uns global, was wir in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten politisch und wirtschaftlich falsch gemacht haben. Und es wird uns noch zeigen, dass es nicht das Ziel ist, ein wachsendes und weder zukunftsweisendes noch nachhaltiges Wirtschaftssystem mit einer unendlichen Geldmenge am Leben zu halten, sondern dass es darauf ankommt, den Bedürfnissen der Menschen und unserer Umwelt gerecht zu werden – also genau das, was die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen im Grunde erreichen wollen! Und das, was die Hamburger Klimawoche nun schon im zwölften Jahr erreichen will. 

Bereits jetzt haben wir weltweit vermutlich schon mehr investiert, um das Coronavirus und die Folgen zu bekämpfen, was wir zur Eindämmung des Klimawandels global gebraucht hätten. Wenn wir dieses Geld und diese Energie ordentlich und früher kanalisiert hätten, wären wir dem Ende des fossilen Zeitalters schon viel näher sein. Heute werden Dinge im Eiltempo verändert, von denen wir nie geglaubt hatten, dass sie überhaupt geändert werden können. Bei allem menschlichen Leid der Pandemie, bei dem wir mit den gesundheitlich und wirtschaftlich Betroffenen und ihren Angehörigen mitfühlen, ist die Ausbreitung des Virus auch eine Chance, um unsere politischen Entscheidungen der Vergangenheit zu überdenken und sie in wahre und dem Menschen dienende nachhaltige Strukturen für die Zukunft zu lenken. 

Im Gegensatz zum Klimawandel, hört die Politik, hören wir alle in der Corona-Krise auf die Wissenschaftler*innen und folgen ihren Empfehlungen. Längst ist die öffentliche Diskussion darüber entbrannt, dies auch bei der Bekämpfung des Klimawandels zu tun. So kommentiert am 22. März 2020 die „Spiegel”-Redakteurin Annette Bruhns imNDR: „Meine Hoffnung ist, dass wir aus Corona lernen. Dass wir endlich auf die Wissenschaftler hören. Denn die Forscher warnen ja nicht bloß, sie kennen auch Lösungen. Die Länder, die von Anfang an auf ihre Virologen gehört haben – allen voran Taiwan und seine rund 24 Millionen Einwohner –, werden aller Voraussicht nach die Pandemie am besten überstehen.“ Und sie folgert für den Einsatz gegen den Klimawandel und den Beitrag den jede*r Einzelne leisten muss: „Eigentlich wissen wir doch alle, was zu tun ist. So, wie wir jetzt solidarisch zu Hause bleiben müssen, damit sich unsere Mütter und Väter nicht anstecken, genauso müssen wir solidarisch sein mit unseren Kindern. Und auch nach Corona weniger Auto fahren, weniger fliegen, weniger konsumieren. Ja, das sind schlechte Aussichten für unser Wirtschaftswachstum, unseren Wohlstand, unser gewohntes Lebensgefühl.“ 

Es sind längst keine Einzelstimmen mehr. Auch der Virologe Christian Drosten von der Charité Berlin, der die Bundesregierung in der Corona-Pandemie berät, hatte schon früher befürchtetet, dass die intensive Massentierhaltung zu einer Verbreitung von Seuchen führen würde, die für uns Menschen gefährlich sein können. Deswegen forderte er im „stern“ am 21. März 2020 ein Umdenken bei uns allen. „Der aktuelle Grund sollte jetzt sehr überzeugend sein, notwendige Veränderungen in Angriff zu nehmen. Das Problem ist der Fleischhunger in der sich ausweitenden Gesellschaft.“ Und der Virologe wird noch grundsätzlicher: „Wir sind an einem Punkt, an dem die globale Gesellschaft nachdenken muss, ob viele Dinge, die passieren, richtig sind. Ich glaube, dass das in der Größenordnung der Klimathematik steht.“ 

Die Hamburger Klimawoche zeigt diese Zusammenhänge seit Anbeginn auf. Und auch auf der 12. Hamburger Klimawoche werden die Themen Ernährung, Gesundheit und Artenschutz eine Rolle spielen. Was wir bei der Klimawoche planen, die zwischen dem 20. und 27. September 2020 stattfinden wird, lesen Sie hier.

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Kategorien: Hamburg

Die Lehren der Corona-Krise für den Kampf gegen den Klimawandel

10. April 2020 - 12:37
Das Corona-Virus öffnet uns die Augen und Ohren und zeigt uns global, was wir in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten politisch und wirtschaftlich falsch gemacht haben. Und es wird uns noch zeigen, dass es nicht das Ziel ist, ein wachsendes und weder zukunftsweisendes noch nachhaltiges Wirtschaftssystem mit einer unendlichen Geldmenge am Leben zu halten, sondern dass es darauf ankommt, den Bedürfnissen der Menschen und unserer Umwelt gerecht zu werden – also genau das, was die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen im Grunde erreichen wollen! Und das, was die Hamburger Klimawoche nun schon im zwölften Jahr erreichen will.   Bereits jetzt haben wir weltweit vermutlich schon mehr investiert, um das Coronavirus und die Folgen zu bekämpfen, was wir zur Eindämmung des Klimawandels global gebraucht hätten. Wenn wir dieses Geld und diese Energie ordentlich und früher kanalisiert hätten, wären wir dem Ende des fossilen Zeitalters schon viel näher sein. Heute werden Dinge im Eiltempo verändert, von denen wir nie geglaubt hatten, dass sie überhaupt geändert werden können. Bei allem menschlichen Leid der Pandemie, bei dem wir mit den gesundheitlich und wirtschaftlich Betroffenen und ihren Angehörigen mitfühlen, ist die Ausbreitung des Virus auch eine Chance, um unsere politischen Entscheidungen der Vergangenheit zu überdenken und sie in wahre und dem Menschen dienende nachhaltige Strukturen für die Zukunft zu lenken.   Im Gegensatz zum Klimawandel, hört die Politik, hören wir alle in der Corona-Krise auf die Wissenschaftler*innen und folgen ihren Empfehlungen. Längst ist die öffentliche Diskussion darüber entbrannt, dies auch bei der Bekämpfung des Klimawandels zu tun. So kommentiert am 22. März 2020 die „Spiegel”-Redakteurin Annette Bruhns im NDR: „Meine Hoffnung ist, dass wir aus Corona lernen. Dass wir endlich auf die Wissenschaftler hören. Denn die Forscher warnen ja nicht bloß, sie kennen auch Lösungen. Die Länder, die von Anfang an auf ihre Virologen gehört haben – allen voran Taiwan und seine rund 24 Millionen Einwohner –, werden aller Voraussicht nach die Pandemie am besten überstehen.“ Und sie folgert für den Einsatz gegen den Klimawandel und den Beitrag den jede*r Einzelne leisten muss: „Eigentlich wissen wir doch alle, was zu tun ist. So, wie wir jetzt solidarisch zu Hause bleiben müssen, damit sich unsere Mütter und Väter nicht anstecken, genauso müssen wir solidarisch sein mit unseren Kindern. Und auch nach Corona weniger Auto fahren, weniger fliegen, weniger konsumieren. Ja, das sind schlechte Aussichten für unser Wirtschaftswachstum, unseren Wohlstand, unser gewohntes Lebensgefühl.“   Es sind längst keine Einzelstimmen mehr. Auch der Virologe Christian Drosten von der Charité Berlin, der die Bundesregierung in der Corona-Pandemie berät, hatte schon früher befürchtetet, dass die intensive Massentierhaltung zu einer Verbreitung von Seuchen führen würde, die für uns Menschen gefährlich sein können. Deswegen forderte er im „stern“ am 21. März 2020 ein Umdenken bei uns allen. „Der aktuelle Grund sollte jetzt sehr überzeugend sein, notwendige Veränderungen in Angriff zu nehmen. Das Problem ist der Fleischhunger in der sich ausweitenden Gesellschaft.“ Und der Virologe wird noch grundsätzlicher: „Wir sind an einem Punkt, an dem die globale Gesellschaft nachdenken muss, ob viele Dinge, die passieren, richtig sind. Ich glaube, dass das in der Größenordnung der Klimathematik steht.“   Die Hamburger Klimawoche zeigt diese Zusammenhänge seit Anbeginn auf. Und auch auf der 12. Hamburger Klimawoche werden die Themen Ernährung, Gesundheit und Artenschutz eine Rolle spielen. Was wir bei der Klimawoche planen, die zwischen dem 20. und 27. September 2020 stattfinden wird, lesen Sie hier.

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Coronavirus: Zukunftsdialoge abgesagt!

18. März 2020 - 10:07

Die Ausbreitung des Coronavirus zwingt auch uns leider, unsere Arbeit anders zu gestalten und geplante Veranstaltungen abzusagen: Die für den April organisierten Zukunftsdialoge in der Nordakademie Graduate School im „Dockland” in Altona finden natürlich nicht statt.

Wir arbeiten gerade mit Hochdruck daran zu klären, welche Möglichkeiten es gibt, diese Veranstaltungen im Vorfeld der 12. Hamburger Klimawoche in der ein oder anderen Form digital für Interessierte anzubieten. Über das Ergebnis informieren wir hier und über unsere Facebook-Seite.

Und wer uns aktuell erreichen möchte, schreibt am besten eine Mail an orga@klimawoche.de.

Bleiben Sie alle gesund und befolgen Sie bitte die Empfehlungen von Ärzten*innen und Wissenschaftler*innen – bleiben Sie wann immer möglich zu Hause, das rettet Leben!

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