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Hamburg

Deutsche Bundesregierung bei #COP27

SID Blog - 7. November 2022 - 23:38
Deutschlands Beitrag zur Weltklimakonferenz in Ägypten: Ambition und Solidarität

 

Heute beginnt die 27. Weltklimakonferenz (COP27) in Sharm El-Sheikh. Unter dem Vorsitz von Ägypten werden dort in den kommenden zwei Wochen Regierungsvertreterinnen und -vertreter aus fast 200 Staaten verhandeln. Für die deutsche Bundesregierung hat die Eindämmung der Klimakrise oberste Priorität und wir werden uns in Sharm El-Sheikh mit geeinten Kräften dafür einsetzen, den internationalen Klimaschutz voranzutreiben. 

 

Annalena Baerbock, Außenministerin: 

 

„Die Menschheit steuert auf einen Abgrund zu, auf eine Erwärmung von über 2,5 Grad, mit verheerenden Auswirkungen auf unser Leben auf dem einzigen Planeten, den wir haben. Dabei hat die Menschheit alle nötigen Instrumente in der Hand, um die Klimakrise zu begrenzen und auf den 1,5-Grad-Pfad zu kommen. Wir wissen, was zu tun ist – schnellstmöglich raus aus fossiler Energie und rein in Erneuerbare. Schon heute sind Solar- und Windenergie billiger als neue fossile Kraftwerke, die die Zukunft unserer Kinder zerstören. In Deutschland haben wir das ehrgeizigste Programm zu Ausbau der erneuerbaren Energien in unserer Geschichte gestartet und werden bis spätestens 2045 klimaneutral. Auf der COP wollen wir mit anderen Staaten unsere Kräfte bündeln und werden uns für mehr Ambition und eine robustes Arbeitsprogramm mit konkreten Minderungsschritten einsetzen.

 

Der russische Angriffskrieg und seine geopolitischen Folgen überschatten zur Zeit alle internationalen Verhandlungen. Der Angriff auf die Regeln der Weltgemeinschaft hat überall zu Verunsicherung, Spaltung, Vertrauensverlust geführt, die es nicht leichter machen, die ganze Welt hinter dem gemeinsamen Ziel zu vereinen. Aber 2022 darf kein verlorenes Jahr für den Klimaschutz werden. Für viele Staaten geht es um das Überleben ihrer Bevölkerung und ihrer Kultur. Für sie ist die Klimakrise weiterhin das wichtigste Sicherheitsthema, nicht Russlands Krieg in Europa. Sie erwarten von den reichen Ländern zu Recht mehr Solidarität, und Deutschland ist dazu bereit, sowohl bei der Klimafinanzierung als auch bei der Bewältigung von Schäden und Verlusten."

 

 

Robert Habeck, Minister für Wirtschaft und Klimaschutz:

 

„Die strukturelle Krise unserer Zeit ist die globale Erderwärmung. Und wir werden daran gemessen werden, diese Krise beherrschbar zu halten. Dies schaffen wir nur, wenn wir das fossile Zeitalter endgültig hinter uns lassen. Der derzeitige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine überschattet das globale Klimaschutzengagement erheblich. Dennoch gilt, jetzt erst recht: mehr Klimaschutz. Genau das ist unsere deutsche wie auch unsere europäische Antwort. Wir beschleunigen unsere Energiewende, damit 2030 80% unseres Stromes aus erneuerbaren Energien stammt und wir lassen ab 2035 EU-weit nur noch CO2-freie Autos zu. Global gesehen stehen wir an der Schwelle zu einer vollständig klimafreundlichen Energieversorgung. Kohle, Öl und Gas müssen Schritt für Schritt durch Sonne, Wind und grünem Wasserstoff ersetzt werden. Dies gilt es jetzt nachhaltig und international gut abgestimmt zu planen und mit globalen Standards verlässlich zu gestalten. Mit weiteren Energie- und Klimapartnerschaften zwischen Industrieländern und dem globalen Süden wollen wir diesen Prozess vorantreiben. Die Weltklimakonferenz bietet das richtige Forum dafür."

 

 

Svenja Schulze, Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

 

„Deutschland wird bei dieser Klimakonferenz ein wichtiger Brückenbauer sein zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Dazu müssen wir anerkennen, dass es bereits heute erhebliche Klimaschäden gibt, gerade in den ärmsten Ländern. Diese Länder verlangen zurecht Solidarität und darauf haben die Industrieländer in den vergangenen Jahren keine angemessene Antwort gehabt. Es ist daher eine zentrale entwicklungspolitische Aufgabe, mit praktischen Lösungen den vom Klimawandel betroffenen Gesellschaften konkret zu helfen. Ein wichtiger Beitrag kann der neue Schutzschirm gegen Klimarisiken sein, den wir als G7-Präsidentschaft gemeinsam mit den verwundbarsten Staaten wie Ghana und Bangladesch erarbeitet haben und auf der Klimakonferenz starten wollen. Das ist ein Beispiel für die progressiven Allianzen, die wir für eine erfolgreiche Klimakonferenz brauchen. Das gilt auch für konkrete Klimaschutz-Maßnahmen, denn zwei Drittel der globalen Treibhausgas-Emissionen stammen heute aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Wenn wir zusammen mit anderen Industriestaaten Schwellenländer wie Südafrika bei einem sozial abgesicherten Kohleausstieg unterstützen, dann kann das eine neue Dynamik entfalten. Denn der beste Schutz vor Klimaschäden ist immer noch ein schneller weltweiter Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas und ein konsequenter Schutz unserer Natur."

 

 

Steffi Lemke, Ministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz:

 

"Wir sind mit drei existenziellen Großkrisen konfrontiert, die sich gegenseitig verstärken: Die Klimakrise, das rasant fortschreitende Artenaussterben und die Krise der zunehmenden Verschmutzung - sie alle bedrohen das Leben der Menschen auf diesem Planeten. Neben dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und seinen fürchterlichen Auswirkungen dürfen diese drei Krisen nicht aus dem Blick geraten. Von der Weltklimakonferenz COP 27 in Ägypten muss deshalb das klare Signal ausgehen, dass wir diese Krisen zusammendenken und gemeinsame Lösungen finden. Wir müssen die Natur schützen, damit sie uns schützt. Gesunde Ökosysteme, ob Wälder, Moore oder Auen, binden CO2, sorgen für Artenvielfalt und machen unsere Landschaften widerstandsfähiger gegen die Klimakrise. Ohne diese natürlichen Klimaschützer wird es nicht gelingen, die Pariser Klimaziele zu erreichen. In knapp vier Wochen trifft sich dann die Weltgemeinschaft in Montreal, Kanada, um einen neuen globalen Rahmen für die biologische Vielfalt zu verabschieden. Ich hoffe, dort auf guten Ergebnissen aus Sharm-El Sheikh aufbauen zu können."

 

Gemeinsame Pressemitteilung des Auswärtigen Amts, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz zum Beginn der COP27

 


 

Online-Veranstaltung: Den Frieden schmecken - Kulinarik aus der Ukraine und anderen Krisengebieten von Conflictfood

Event in #Hamburg - 7. November 2022 - 18:09
Termin:  Mittwoch, 07.12.2022 Sprache Deutsch

Info/Anmeldung: Hamburg mal fair, Ansprechpartnerin: Frederike Lang, Tel. 040 88156799, info(at)hamburgmalfair.de, www.hamburgmalfair.de

Online HH Deutschland Preview Text: 

Info/Anmeldung: Hamburg mal fair, Ansprechpartnerin: Frederike Lang, Tel. 040 88156799, info(at)hamburgmalfair.de, www.hamburgmalfair.de

Anmeldefrist:  Mittwoch, 30.11.2022
Kategorien: Hamburg

Fußball – nicht immer Fair Play

#hamburg mal fair - 7. November 2022 - 10:03
Fußball – nicht immer Fair Play

Sport und Fair Play gehören zusammen! Gemeinsam schauen wir uns die ungerechten Spielregeln bei der Ballproduktion an.

Das Spiel mit dem Ball ist uns ein Vergnügen. Doch geht der Blick zurück auf die Arbeiter*innen, die die Bälle zusammennähen, ist das keine runde Sache. Denn in der Sportartikel- und Ballproduktion sind miserable Arbeitsbedingungen an der Tagesordnung. Acht von zehn handgenähten Fußbällen weltweit kommen aus der pakistanischen Stadt Sialkot. Die pakistanische Industriestadt lebt von der Fußballproduktion – aber können die teilweise ausbeuterisch arbeitenden Mensch auch vom Nähen der Bälle leben?

In dem Workshop erfahren die Kinder und Jugendlichen wie ein Ball per Hand genäht wird und wie Fußbälle gerecht produziert werden können, was Gerechtigkeit im Spiel bedeutet und wo es im Welthandel ungerecht zugeht.

Zielgruppe: Unter-, Mittel- und Oberstufe

Dauer: 1,5 bis 3 Stunden (auch ganze Projekttage möglich)

Kosten: je nach Dauer zwischen 70 und 130 Euro

Kategorien: Hamburg

Klimakiller Reichtum: Ein Milliardär verursacht so viel Treibhausgase wie eine Million Menschen

SID Blog - 7. November 2022 - 3:30

Oxfam: Mehr Klimaschutz durch höhere Steuern für Superreiche und strengere Regulierung von Konzernen und Investitionen 

Berlin, 7. November 2022. 125 Milliardär*innen verursachen jährlich 393 Millionen Tonnen an Treibhausgasen - so viel wie ganz Frankreich. Jede*r von ihnen ist im Durchschnitt wegen seiner/ihrer Investitionen für so viele Emissionen verantwortlich, wie eine Million Menschen aus den ärmeren 90 Prozent der Weltbevölkerung. Das geht aus dem Bericht „Carbon Billionaires: The investment emissions of World's richest people" hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam anlässlich der UN-Weltklimakonferenz COP 27 in Scharm El-Scheich veröffentlicht. 

"Schon die Emissionen, die Milliardär*innen durch eigenen Konsum mit Privatjets, Superjachten und Luxusvillen verursachen, betragen das Tausendfache der weltweiten pro-Kopf-Emissionen. Wenn man sich zudem die Emissionen ansieht, die durch ihre Investitionen mitverursacht werden, sind ihre Treibhausgasemissionen Vielfaches höher. Die 125 untersuchten Milliardär*innen haben zusammen Investitions-Emissionen, die dem Treibhausgas-Fußabdruck ganzer Länder entsprechen", sagt Manuel Schmitt, Referent für Soziale Ungleichheit bei Oxfam Deutschland. "Die maßgebliche Rolle extremer sozialer Ungleichheit und insbesondere die enorme Verantwortung der Superreichen für die Klimakrise werden in der Politik kaum berücksichtigt. Das muss sich ändern ", so Schmitt weiter.

Der Bericht zeigt auch, dass die untersuchten Milliardäre die Emissionsintensität ihrer Investitionen schon allein dadurch auf ein Viertel reduzieren könnten, wenn sie ihre Investitionen in Fonds mit strengeren Umwelt- und Sozialstandards verlagern würden.  

"Die Superreichen müssen besteuert und Investitionen so reguliert werden, dass sich Geldanlagen, die den Planeten zerstören, nicht mehr lohnen. Die Regierungen müssen außerdem Unternehmen zu mehr Rechenschaftspflicht und Transparenz und zur radikalen Reduzierung ihrer Emissionen verpflichten", sagt Schmitt. 

Wenn Regierungen auf der COP27 über weitergehende Maßnahmen zum Klimaschutz im Rahmen des Mitigation Work Programme verhandeln, müssen sie auch stärker die Rolle von Konzernen, Superreichen und ihre Investitionen in den Blick nehmen. Konkret fordert Oxfam: 

  • Eine Vermögenssteuer für die reichsten Menschen und zusätzlich einen Aufschlag auf Vermögen, das in klimaschädliche Industrien investiert wurde. 
  • Eine ambitionierte Übergewinnsteuer, insbesondere für Konzerne aus dem fossilen Energiesektor. 
  • Ehrgeizige Aktionspläne der Unternehmen zum Klimaschutz mit kurz- und mittelfristigen Zielen, die mit den Zielen des Pariser Abkommens kompatibel sind und bis 2050 Klimaneutralität erreichen.  
  • Unternehmen müssen verpflichtet werden, Strategien zur Umsetzung ihrer Gemeinwohlpflichten vorzulegen. Ausschüttungen an Aktionär*innen sollten an Voraussetzungen gebunden und beim Überschuss eines Geschäftsjahres gedeckelt werden. 

"Um die globale Erwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius zu halten, wie es das Pariser Abkommen vorsieht, muss der weltweite Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase drastisch sinken. Das erfordert neben engagierter Klimapolitik der Regierungen auch umfassende Veränderungen in der Art und Weise, wie Investoren und Unternehmen ihre Geschäfte führen", sagt Schmitt. 

 

 Hinweise 

Der Bericht „Carbon Billionaires: The investment emissions of World's richest people" steht zusammen mit methodischen Erläuterungen und Rohdaten der Untersuchung unter SPERRFRIST 7.11.2022, 01:01 MEZ zum Download bereit unter https://oxfam.box.com/s/cq8iwklllyd8b69hqm6t50t7jlenq86p, Passwort „oxfam2022". 



Klimafolgeschäden: Oxfam fordert von COP27 Unterstützung einkommensschwacher Länder

SID Blog - 6. November 2022 - 20:25
UN-Weltklimakonferenz COP27  Schwache Klimaziele: Welt steuert weiter auf katastrophale Erwärmung zu  

Berlin, 4. November 2022. Kurz vor der UN-Weltklimakonferenz COP27 im ägyptischen Scharm El-Scheich fordert die Nothilfe- und Entwicklungsorganisationen Oxfam von den Regierungen Fortschritte bei der zügigen Abkehr von fossilen Energien vor allem in Industrie- und Schwellenländern und ein Ende der Blockade beim Umgang mit den unvermeidlichen Klimafolgeschäden in einkommensschwachen Ländern - und dafür auch neue Finanzzusagen der Industrieländer. 

Jan Kowalzig, Referent für Klimapolitik bei Oxfam: "Weder die G7, noch die EU, noch die meisten großen Schwellenländer betreiben ausreichend Klimaschutz. Die Welt steuert unverändert auf eine Katastrophe globalen Ausmaßes zu. Hitzewellen und Waldbrände in Europa, die schlimme Dürren im östlichen Afrika und zuletzt die extremen Überschwemmungen in Pakistan sind die noch vergleichsweise milden Vorboten einer katastrophalen Zukunft, wenn die Regierungen die Abkehr von den fossilen Energien weiter so stiefmütterlich behandeln. Die COP27 muss hier konkrete Schritte vereinbaren, die globale Kooperation zum Ausbau der erneuerbaren Energien zu vervielfachen."  

Erst in der vergangenen Woche hatte das Klimasekretariat der Vereinten Nationen in einer Auswertung der eingereichten Klimaziele der Länder festgestellt, dass die globalen Emissionen bis 2030 noch um 11 Prozent ansteigen werden, obwohl sie um 45 Prozent fallen müssten, um die Erderhitzung auf maximal 1,5°C zu begrenzen, wie es das Pariser Abkommen zum Ziel hat. Dem Aufruf der letzten UN-Klimakonferenz COP26, die Klimaziele entsprechend nachzubessern, sind nur sehr wenige Länder gefolgt. 

Großes Konfliktpotential für die COP27 birgt auch der Umgang mit den unvermeidlichen Klimafolgeschäden ("Loss and Damage") in den einkommensschwachen und von den Folgen der Klimakrise besonders betroffenen Ländern des Globalen Südens. Noch vor einem Jahr hatten die Industrieländer einen Beschluss blockiert, der die finanzielle Unterstützung für die Bewältigung solcher Klimafolgeschäden auf eine verbindlichere Basis hätte stellen sollen, etwa für den Wiederaufbau nach Unwetterkatastrophen oder Zerstörungen durch die allmählichen Veränderungen. Vor allem die vulnerablen Länder fordern nun von der COP27 Fortschritte.  

Jan Kowalzig weiter: "Wenn die Möglichkeiten zur Anpassung an den Klimawandel erschöpft sind, verlieren die Menschen alles – ob infolge zunehmender Unwetterkatastrophen oder durch die schleichenden Veränderungen wie den steigenden Meeresspiegel. Die COP27 muss hier dringend den Weg ebnen für geeignete Instrumente und Einrichtungen, über die die betroffenen Länder durch die Verursacher der Klimakrise verlässlich und ausreichend unterstützt werden können. Die Industrieländer sollten zudem durch neue Finanzzusagen auch ein deutliches Signal senden, dass sie bereit sind, ihrer Verantwortung gerecht zu werden – hier schauen wir insbesondere auf die Bundesregierung. Sie beansprucht für sich eine konstruktive Rolle bei dem Thema und kann nun auf der COP27 echte Führungsstärke beweisen." 



Hungerbekämpfung und Afrika stärker in den Fokus nehmen

SID Blog - 6. November 2022 - 20:21

06.11.2022 

Erwartungen an die 27. Weltklimakonferenz (COP27): Dürren, Überschwemmungen, Hitzewellen: Hungerbekämpfung und Afrika stärker in den Fokus nehmen

Bonn/Berlin, 06. November 2022. Die bevorstehende Klimakonferenz in Sharm-el-Sheik steht unter schwierigen geopolitischen Vorzeichen, die die bisher erzielten Fortschritte beim Klimaschutz sogar in Frage stellen könnten. Dabei ist die Klimakrise neben bewaffneten Konflikten der größte Hungertreiber weltweit. Die Zahl der Hungernden ist auf bis zu 828 Millionen Menschen gestiegen und aufgrund der Klimakrise könnten Millionen Familien ihre Existenz verlieren. Die großen Extremwetterereignisse der letzten Monate – von den Hitzewellen und Dürren in Afrika, Asien und Europa bis hin zu den katastrophalen Überschwemmungen in Pakistan und im Westen Afrikas – sind eine dramatische Mahnung, wie dringend die Lösung der Klimakrise heute ist. Besonders betroffen sind afrikanische Länder, sie sollten daher stärker im Fokus stehen. Der Anteil Afrikas an den globalen CO2-Emissionen liegt lediglich bei 3,3 %. Aktuell leiden am Horn von Afrika mehr als 36 Millionen Menschen unter der schlimmsten Dürre seit 40 Jahren.

„Klimaschutz darf nicht auf Kosten der Ernährungssicherheit gehen. Die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels auf die Ernährung besonders armer Menschen – allen voran Frauen und Mädchen – sind verheerend. Dabei ist der Kampf gegen den Klimawandel eine Frage der globalen Gerechtigkeit, denn es leiden diejenigen am stärksten, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Die Menschen in Afrika zahlen den höchsten Preis. Hier werden über 100 Millionen Menschen bis zum Ende des Jahrzehnts Dürren, Überschwemmungen und extreme Hitzewellen als Folge des Klimawandels erleben. Ernährungssicherung muss stärker im Fokus der Klimakonferenzen stehen und die Industrieländer müssen ihre finanziellen Zusagen einhalten, die bereits auf den letzten Konferenzen gemacht wurden. Wir brauchen mehr internationale Zusammenarbeit und mehr Fortschritte beim Klimaschutz, bei der Anpassung, der Finanzierung sowie beim Thema Verluste und Schäden. Die ersten Ansätze afrikanischer Länder zur Nutzung klimafreundlicher Energien müssen stärker unterstützt werden“, fordert Michael Kühn, Klimaexperte der Welthungerhilfe. 

Michael Kühn ist vom 13. bis 20.11.2022 bei der Klimakonferenz in Sharm-el-Sheik vor Ort und steht als Gesprächspartner zur Verfügung.

Für welche Belange sich die Bundesregierung aus Sicht der Welthungerhilfe bei der COP27 einsetzen soll, lesen Sie unserem aktuellen Policy Brief.

Weitere Informationen über den Zusammenhang von Klimawandel, Wetterextremen und Hunger finden Sie auf unserer Webseite und auf der Presseseite unter www.welthungerhilfe.de/presse

 

Die Welthungerhilfe wird in diesem Jahr 60 Jahre. Sie ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 10.895 Auslandsprojekte in rund 70 Ländern mit 4,46 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

Herausgeber:

Deutsche Welthungerhilfe e.V.
Pressestelle
Friedrich-Ebert-Straße 1
53173 Bonn
IBAN: DE15 3705 0198 0000 0011 15
BIC: COLSDE33

Ansprechpartnerinnen:

Simone Pott
Pressesprecherin
Telefon 0228 / 22 88-132
Mobil 0172 / 2525962
simone.pott@welthungerhilfe.de

Juliane Last

Assistenz
Telefon 030 / 288 749-15
presse@welthungerhilfe.de

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Who made my clothes

#hamburg mal fair - 6. November 2022 - 9:58
Who made my clothes Die Suche nach Nachhaltigkeit und Fairness in der Modebranche

In unserem Workshop betrachten wir den langen Entstehungsprozess unserer Kleidung – vom Baumwollanbau bis hin zum Altkleidercontainer.

Klar: Mit unserer Kleidung wollen wir unser Modebewusstsein, vielleicht sogar unsere Lebenseinstellung und Zugehörigkeit ausdrücken. Aber dass die stets kurzlebigen Modehighlits zumeist menschen- und umweltfeindlich produziert werden, vergessen wir manchmal.

Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern sprechen wir über Alternativen beim Shopping und stellen den Fairen Handel als ein Konzept vor, bei dem Gerechtigkeit gegenüber Mensch und Umwelt bei der gesamten Produktion berücksichtigt werden soll. Durch Filmausschnitte, interaktive Methoden und Diskussionsrunden werden die Jugendlichen angeregt sich ihre eigenen Positionen uns Wertvorstellungen zu erarbeiten.

Zielgruppe: Mittel- und Oberstufe

Dauer: 1,5 bis 3 Stunden (auch ganze Projekttage möglich)

Kosten: je nach Dauer zwischen 70 und 130 Euro

Kategorien: Hamburg

Bittere Schokolade

#hamburg mal fair - 5. November 2022 - 9:51
Bittere Schokolade

In dem Workshop betrachten wir die Bedingungen in den Kakao produzierenden Ländern und nehmen den Weg der Kakaobohne bis zur fertigen Schokolade unter die Lupe.

Denn wir lieben Schokolade: In Deutschland werden pro Person im Jahr ca. 12 kg Schokolade verzehrt. Doch wie wird Schokolade eigentlich hergestellt und woher kommt sie? Wir betrachten vor allem Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen, wie beispielsweise ausbeuterische Kinderarbeit. Als Gegenkonzept zum konventionellen Handel erarbeiten wir gemeinsam die Prinzipien des Fairen Handels.

Zielgruppe: Unter-, Mittel- und Oberstufe

Dauer: 1,5 bis 3 Stunden (auch ganze Projekttage möglich)

Kosten: je nach Dauer zwischen 70 und 130 Euro

Kategorien: Hamburg

Newsletter November 2022

World Future Council - 4. November 2022 - 17:04

Welcome to our Newsletter! Enjoy reading!

The post Newsletter November 2022 appeared first on World Future Council.

Kategorien: Hamburg

Die Reise (d)eines Smartphones

#hamburg mal fair - 4. November 2022 - 14:44
Die Reise (d)eines Smartphones

In diesem Workshop sprechen wir über die Auswirkungen des Handybooms auf Mensch und Umwelt. Dabei nehmen wir den gesamten weg eines Smartphones von der Gewinnung der Rohstoffe über die Herstellung bis hin zur Entsorgung unter die Lupe.

Ein Leben ohne Smartphone könnt ihr euch gar nicht mehr vorstellen? Fast alle um euch herum besitzen ein Smartphone und benutzen es täglich mehrere Stunden. Die kleinen Computer dienen zum Chatten, Spielen, Shoppen und bringen auch sonst viele Vorteile für den Alltag. Aber habt ihr schon einmal an die Auswirkungen auf die Umwelt und die Arbeitsbedingungen bei der Produktion in Ländern des Globalen Südens gedacht? Und wenn ja – können wir daran überhaupt etwas ändern bzw. verbessern?

Gemeinsam sprechen wir über unsere Gewohnheiten und Bedürfnisse beim Smartphone-Konsum und hinterfragen die Wegwerfgesellschaft. Den Fairen Handel diskutieren wir als einen Ansatz, bei dem Gerechtigkeit gegenüber Mensch und Umwelt bei der gesamten Produktion berücksichtigt werden soll. Durch Filmausschnitte, interaktive Methoden und Diskussionsrunden erarbeitet ihr eigenen Positionen und Ideen zu eurem Smartphone-Konsum.

Zielgruppe: ab der 7. Klasse

Dauer: 3 Stunden

Kosten: 130 Euro

Kategorien: Hamburg

Den Frieden schmecken –Kulinarik aus der Ukraine und anderen Krisengebieten von Conflictfood

#hamburg mal fair - 4. November 2022 - 12:33

Den Frieden schmecken Kulinarik aus der Ukraine und anderen Krisengebieten von Conflictfood

07.12.2022, 19:30 bis 21:00 Uhr, Online über Zoom

Kann man mit Tee, Safran oder Kaffee Frieden stiften? Das Unternehmen Conflictfood möchte mit kulinarischen Spezialitäten zur Lösung von sozialen und ökologischen Konflikten beitragen. Während unseres Onlineevents berichten die Unternehmensgründer Salem El-Mogaddedi und Gernot Würtenberger von ihrer Vision durch Handel mehr Selbstbestimmung und Gerechtigkeit zu fördern.

Mit eindrucksvollen Bildern erzählen sie von ihrer Reise durch die Ukraine im Herbst diesen Jahres. Im Naturreservat der ukrainischen Karpaten besuchten sie die Bio-Manufaktur Molfar. Im Sommer wird dort der Weidenröschen-Tee von Hand gepflückt, anschließend in der Manufaktur fermentiert und danach getrocknet. Den Kräutertee Ivan Chai mit seiner honigsüßen Note werdet ihr während unseres Online-Gesprächs selber testen können.

Während des gemeinsamen Teegenusses erfahrt ihr auch von anderen Produkten, die Conflictfood anbietet: Handgepflückter Safran von einem Frauenkollektiv aus Afghanistan, geröstetes Getreide aus Palästina, Pfeffer aus regenerativer Landwirtschaft in Kambodscha sowie wild wachsender Tee und Kaffee aus dem umkämpften Myanmar.

Im Gespräch mit euch wollen wir die Fragen diskutieren, welche Wirkung Handel in Konfliktregionen haben kann, welche Möglichkeiten es gibt, in Konfliktregionen zu wirtschaften und zu handeln und welche Hürden und Schwierigkeiten es gibt.

Wir versenden ein Paket mit Ivan Tee pünktlich zur Veranstaltung, so dass wir während des Gesprächs gemeinsam Tee trinken können. Bitte gebt dafür eure Kontaktdaten hier ein oder schickt uns eine Mail an info@hamburgmalfair.de. Den Einwahllink für die Veranstaltung erhaltet ihr per Mail nach der Anmeldung.

Kosten:
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Wir freuen uns aber über Spenden (z.B. zwischen 5 und 10€) auf unser Konto: Mobile Bildung e.V. | IBAN DE465 206 041 000 064 275 61

Anmeldung: bis 30.11. über eveeno oder unter info@hamburgmalfair.de

Veranstalter: hamburg mal fair, Conflictfoods, Fair-Handels-Beratung Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern


Bilder: Einreise in die Ukraine                   Conflictfood zu Besuch bei Molfar                       Teegenuss

 

Kategorien: Hamburg

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