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Schulze: Gleichberechtigung ist Schlüssel, damit acht Milliarden Menschen gut leben können

SID Blog - 15. November 2022 - 1:30

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Heute überschreitet die Weltbevölkerung laut den Berechnungen der Vereinten Nationen die Acht-Milliarden-Marke. Vermutlich wird der achtmilliardste Mensch in einem Entwicklungsland geboren, denn dort wächst die Bevölkerung derzeit mit Abstand am stärksten. Zugleich verhandelt die Weltgemeinschaft derzeit auf der Weltklimakonferenz im ägyptischen Sharm-el-Sheikh, wie die menschliche Zivilisation auch in Zukunft das stabile Weltklima erhalten kann, das sie für ihr Wohlergehen braucht.

 

Entwicklungsministerin Svenja Schulze: „Eine wachsende Bevölkerung verschärft nicht per se die Klimakrise. Aber künftig müssen sich mehr Menschen auf eine deutlich nachhaltigere Weise versorgen. Dafür müssen gerade wir in den reicheren Ländern unsere eigene Lebens- und Wirtschaftsweise ändern und gleichzeitig unsere Partnerländer weltweit im Einsatz gegen den Klimawandel unterstützen. Denn es sind vor allem die Reicheren, ob in den Industrie- oder Schwellenändern, die die meisten CO2-Emissionen verursachen. Die armen Länder, in denen viele Kinder geboren werden, tragen nur sehr wenig zum Klimawandel bei. Gemeinsame Aufgabe muss daher sein, ein Entwicklungsmodell zu schaffen, das die Armut überwindet und zugleich eine stabile, gesunde Umwelt erhält. Genau darum geht es hier bei der Klimakonferenz."

 

Die Wahrscheinlichkeit liegt hoch, dass der achtmilliardste Mensch im globalen Süden zur Welt kommt. Denn während die Bevölkerung in immer mehr Ländern des globalen Nordens altert und zu schrumpfen beginnt, sind es vor allem Staaten im globalen Süden, in denen die Einwohnerzahl stark wächst. Sie stehen vor der Herausforderung, ihre wachsende Bevölkerung zu versorgen. Zugleich bergen diese großen Jugendgenerationen auch das Potenzial, Gesellschaften auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung voranzubringen. Allerdings brauchen sie dafür die richtigen Rahmenbedingungen: vom Zugang zu Gesundheitsleistungen, Bildung und Familienplanung über einen Job bis hin zur einer sozialen Absicherung. Denn in vielen Entwicklungsländern sind Kinder weiterhin oft die einzige Absicherung bei Krankheit oder im Alter.

Entwicklungsministerin Svenja Schulze: „Wenn wir als Menschheit ein gutes Leben für acht Milliarden ermöglichen wollen, dann müssen Frauen und Mädchen weltweit gleiche Rechte bekommen. Wir wissen, dass die Stärkung von Frauen und Mädchen Gesellschaften insgesamt stärkt. Das ist ein Schlüssel für gute Entwicklung. Und es trägt auch dazu bei, die Bevölkerungsentwicklung in gesunde Bahnen für den Planeten und für uns Menschen zu lenken. Bessere Bildung für Mädchen, bessere Jobs für Frauen, Zugang zu Familienplanung und finanzielle Sicherheit auch bei Krankheit, Arbeitsplatzverlust oder im Alter - all das hilft Frauen, selbst frei über die Zahl der Kinder entscheiden zu können."

Körperliche Selbstbestimmung ist eng mit den Chancen von Mädchen und Frauen auf soziale, wirtschaftliche und politische Teilhabe verknüpft. Eine unbeabsichtigte Schwangerschaft bedeutet oft das Ende ihres Bildungsweges. Haben Mädchen und Frauen dagegen Zugang zu modernen Verhütungsmethoden, Sexualaufklärung und Gesundheitsdienstleistungen, können sie ihre Lebens- und Familienplanung selbst in die Hand nehmen.

Über die Initiative „Selbstbestimmte Familienplanung und Müttergesundheit" investiert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) jährlich mindestens 100 Millionen Euro in die Gesundheit und körperliche Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen. Auch in Zusammenarbeit mit multilateralen Partnern setzt sich Deutschland für die Gesundheit und Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen ein. Über die Förderung des BMZ von Instrumenten zur sozialen Sicherung wird in den Partnerländern der Zugang zu Bildung und Gesundheit sowie die finanzielle Unabhängigkeit insbesondere von Frauen verbessert. Soziale Sicherung hat das Potenzial,  diskriminierende Geschlechternormen zu überwinden. Sie ist eine lohnende Investition in die Zukunft von Gesellschaften, da sie zu längerem Schulbesuch, weniger Kinderarbeit, sowie besserer Ernährung und Gesundheit von Familien beiträgt.




Oxfam fordert G20 zum Handeln auf

SID Blog - 14. November 2022 - 2:00
G20-Gipfel auf Bali

Dramatischer Hunger und satte Gewinne: Oxfam fordert G20 zum Handeln auf

G20 müssen weltweiten Krisen und wachsender Ungleichheit mit Übergewinnsteuer, Schuldenerlass und Maßnahmen gegen Hunger begegnen

Berlin, 14.11.2022 – Einkommensschwache Länder entschulden, Übergewinne auf krisenbedingte Extraprofite von Konzernen sowie sehr hohe Privatvermögen besteuern und deutlich mehr Unterstützung für hungerleidende Menschen fordert  die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam von den G20 beim Gipfel auf Bali. Die G20 müssen dem skandalösen Widerspruch zwischen der dramatisch steigenden Anzahl an Menschen, die von Hunger und Armut betroffen sind, einerseits und den sprudelnden Krisengewinnen von Milliardären andererseits etwas entgegensetzen.

Corona-Pandemie, Konflikte und Klimakrise verschärfen weltweit Hunger und Armut. In Ostafrika droht aufgrund einer Dürre von historischem Ausmaß alle 36 Sekunden ein Mensch an Hunger zu sterben. Weltweit sind mittlerweile bis zu 828 Millionen Menschen von Hunger betroffen - besonders Frauen sowie Menschen, die wegen ihrer Herkunft, Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung diskriminiert werden. Der Weltbank zufolge hat die weltweite Armut während der Corona-Pandemie zum ersten Mal seit Jahrzehnten zugenommen.

Unterdessen machen Konzerne aus den G20-Ländern Rekordgewinne. Deutsche Konzerne zahlten 2022 so hohe Dividenden wie noch nie aus. Auch US-Konzerne verzeichnen die höchsten Gewinnspannen seit 1950.

Von den Rekordgewinnen profitieren insbesondere reiche Eigentümer*innen. Das Vermögen der Milliardär*innen in den G20-Ländern ist seit 2020 um 1,88 Billionen US-Dollar gestiegen. Inzwischen besitzen sie mit rund 10 Billionen US-Dollar 89 Prozent des gesamten weltweiten Milliardär*innen-Vermögens. Milliardär*innen, die ihren Vermögens- und Investitionsschwerpunkt in der Energie- und Lebensmittelindustrie haben, werden derzeit jeden Tag um eine halbe Milliarde US-Dollar reicher.

„Die G20 müssen in Bali konkrete Maßnahmen gegen die schockierende soziale Ungleichheit und Rekordgewinne auf Kosten einkommensschwacher Menschen ergreifen. Diese Ungleichheit lässt Armut und Hunger erst entstehen und wird durch die derzeitigen multiplen Krisen dramatisch verschärft. Den Preis zahlen weltweit die Menschen mit geringem Einkommen, die angesichts steigender Lebensmittel- und Energiekosten kaum über die Runden kommen", fordert Tobias Hauschild, Leiter Soziale Gerechtigkeit bei Oxfam Deutschland.

„Die G20 müssen nun einen Aktionsplan gegen Armut, Hunger und Ungleichheit aufsetzen und dafür Schuldenerlasse, die Besteuerung von Übergewinnen und mehr Unterstützung für einkommensschwache Länder auf den Weg bringen. Jetzt die Ausgaben zu kürzen ist genau die falsche Reaktion auf die Krise."

Seit Beginn der Corona-Pandemie mussten einkommensschwache Länder 113 Milliarden US-Dollar an ihre Gläubiger aus den G20-Ländern zahlen. Die G20-Länder erhalten jeden Tag 136 Millionen US-Dollar an Schuldenrückzahlungen von den ärmsten Ländern der Welt. Einkommensschwache Länder haben im vergangenen Jahr durchschnittlich 27,5 Prozent des Staatshaushalts für die Rückzahlung von Schulden ausgegeben. Das ist viermal mehr als für die Gesundheitsversorgung und zwölfmal mehr als für soziale Sicherung.

Die Folgen sind fatal: Oxfams jüngst veröffentlichter Commitment to Reducing Inequality Index zeigt, dass die Hälfte aller einkommensschwachen Länder seit Ausbruch der Corona-Pandemie den Anteil der Gesundheitsausgaben am Staatshaushalt gekürzt hat. Fast die Hälfte aller 161 untersuchten Länder hat die Sozialausgaben gekürzt, 70 Prozent haben ihren Anteil an den Bildungsausgaben gekürzt. In den nächsten fünf Jahren planen drei Viertel aller Länder weltweit weitere Kürzungen in diesen Bereichen in Höhe von insgesamt 7,8 Billionen US-Dollar.

Oxfam fordert die G20-Staats- und Regierungschefs dazu auf,

  • einen weitreichenden Schuldenerlass und Schuldenerleichterungen für alle Länder zu beschließen, die dies benötigen, insbesondere für einkommensschwache Länder. Private Gläubiger müssen verpflichtet werden, Schuldenerleichterungen zu denselben Bedingungen anzubieten wie Staaten und internationale Institutionen.
     
  • eine stärkere Besteuerung von Konzernen und sehr vermögenden Menschen durch ambitionierte Übergewinnsteuern und eine höhere Vermögensbesteuerung in die Wege zu leiten.
     
  • angesichts der sich verschärfenden Hungerkrise die dringend benötigten Mittel für humanitäre Notsituationen deutlich zu erhöhen und Ressourcen für die Umgestaltung der in einkommensschwachen Ländern vor allem von Frauen getragenen Landwirtschaft durch die Unterstützung von Kleinbäuerinnen zu verstärken.
     
  • Sparmaßnahmen abzulehnen und zusätzliche IWF-Mittel für einkommensschwache Länder zu ermöglichen, sodass Strategien zur Bekämpfung von Armut, Hunger und Ungleichheit durch Investitionen in Gesundheit, Bildung, soziale Sicherung und Geschlechtergerechtigkeit umgesetzt werden können


 

Weltklimakonferenz: Deutschland unterstützt internationale Initiative zum verbesserten Einsatz von Düngemitteln

SID Blog - 12. November 2022 - 16:32
Deutschland beteiligt sich an der „Global Fertilizer Challenge", die US-Präsident Joe Biden im Sommer ins Leben gerufen hatte, um der zunehmenden weltweiten Düngemittelknappheit zu begegnen. Entwicklungs-Staatssekretär Jochen Flasbarth verkündete die deutsche Unterstützung in Höhe von 13 Millionen Euro im Kreis weiterer Partner der Initiative heute auf der Weltklimakonferenz in Scharm El-Scheich. Die Düngemittelknappheit, die vor allem durch teure Erdgaspreise ausgelöst wurde, bedroht aktuell die Nahrungsmittelversorgung von Millionen Menschen. Ziel der Initiative ist es, besonders die ärmsten Länder im Kampf um die Ernährungssicherheit zu unterstützen und bessere Erträge bei weniger Düngemitteleinsatz zu erzielen.

Flasbarth: „Man muss Klimaschutz und Ernährungssicherheit zusammendenken, um erfolgreich zu sein. Düngemittel sind in der jetzigen Situation gerade in Entwicklungsländern unverzichtbar für Ernährungssicherheit. Zugleich ist ihr effizienter Einsatz mitentscheidend für die Klimabilanz der Landwirtschaft. Wir brauchen eine Transformation der Landwirtschaft und des Ernährungssystem hin zu ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit. Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in einkommensschwachen Ländern haben eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung der Ernährung. In Zeiten, in denen Düngemittel aufgrund des russischen Angriffskriegs so teuer wie nie zuvor sind, sind sie ganz besonders auf Unterstützung angewiesen. Wenn sie geringere Ernten einfahren, treibt das Millionen Menschen in den Hunger. Dem muss die Weltgemeinschaft konkrete Initiativen wie diese entgegen setzen. Wer Düngemittel effizient und sparsam einsetzt, sichert Ernten und schützt zugleich das Klima."

Das International Fertilizer Development Center (IFDC) schätzt, dass die Düngemittelnachfrage in Subsahara-Afrika in diesem Jahr aufgrund der Preissteigerungen um 30 Prozent zurückgehen wird. Dies könnte dazu führen, dass 30 Millionen Tonnen weniger Nahrungsmittel produziert werden, was dem Bedarf von 100 Millionen Menschen entspricht.

 

Ziel der Global Fertilizer Challenge ist es, in Zeiten hoher Düngemittelpreise das bisherige Prinzip „Viel hilft viel" zu korrigieren. Stattdessen soll ein Win-Win-Szenario umgesetzt werden: Weniger Dünger – mehr Ertrag. Dieser doppelte Fortschritt soll durch ein breites Spektrum von Maßnahmen wie verbesserte Bedarfsanalysen, mehr Planung, Schulungsangebote oder durch die Förderung alternativer Anbaumethoden, die Steigerung der Düngereffizienz und die Förderung von Alternativen zu Mineraldüngern ermöglicht werden.

 

Zur Weltklimakonferenz in Scharm El Scheich soll mit Unterstützung von Regierungen, Privatwirtschaft und philanthropischen Stiftungen ein Betrag von 100 Millionen Dollar mobilisiert werden. Deutschland beteiligt sich mit insgesamt 13,6 Millionen Euro an dieser neuen Initiative.

 

Die Global Fertilizer Challenge ist neben ihrer unmittelbaren Wirkung auf eine Abfederung der Düngemittelpreisanstiege auch ein Beitrag zu einer nachhaltigeren, klimaangepassten Landwirtschaft.

 

Das BMZ setzt bereits in zahlreichen Projekten auf die Verbreitung von nachhaltigen landwirtschaftlichen Praktiken. Dazu zählen integriertes Bodenfruchtbarkeitsmanagement, standortgerechte Düngemittelempfehlungen oder organische Düngung. Gefördert wird dies durch Schulungen von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, landwirtschaftliche Beratungsdienstleistungen, den Aufbau von Wissensnetzwerken, die Förderung von kleinen und mittleren Produktionsbetrieben für nicht-synthetische Düngemittel oder durch den Ausbau digitaler Plattformen. Diese konkreten Maßnahmen tragen dazu bei, die Abhängigkeit von synthetischen Düngemitteln zu reduzieren, Boden- und Wasserqualität zu verbessern und damit sowohl einen Beitrag zur globalen Ernährungssicherheit als auch zum Klima- und Artenschutz zu leisten.



Entwicklungsministerin Schulze zur Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestags in der Nacht zu heute

SID Blog - 11. November 2022 - 14:55
„Diese Koalition zeigt, dass sie bei allen innenpolitischen Herausforderungen auch den Rest der Welt und die größeren Zusammenhänge nicht vergisst. Der Klimawandel, die Folgen der Pandemie, zunehmende Konflikte in vielen Regionen der Welt und ein russischer Präsident, der über seinen verbrecherischen Krieg gegen die Ukraine hinaus Getreide und Energie als globale Waffe einsetzt – all das ergibt eine gefährliche Mischung, die weltweit Millionen Menschen in den Hunger treibt. Deshalb ist es ein wichtiges und starkes Signal vorsorgender Politik, dass die Bundesregierung noch in diesem Jahr eine zusätzliche Milliarde Euro zur Bekämpfung der globalen Ernährungskrise bereit stellt.

Für das Jahr 2023 kann das BMZ jetzt mit rund einer Milliarde Euro mehr planen. Das gibt uns mehr Möglichkeiten, Putins globalem Krieg mit dem Hunger wirksam entgegen zu treten. In konfrontativen Zeiten können wir damit zeigen, dass Deutschland ein verlässlicher Partner ist.

Mir ist wichtig, dass wir die Mittel so nachhaltig einsetzen, dass wir nicht nur die akute Krise lindern, sondern zugleich dafür sorgen, dass die nächste Krise am besten gar nicht erst entsteht."

 Hintergrund:

Von der zusätzlichen Milliarde für globale Ernährungssicherheit im Jahr 2022 entfallen 495 Millionen Euro auf das BMZ, die zu großen Teilen an das Welternährungsprogramm und in die Umsetzung des Bündnis für globale Ernährungssicherheit bei der Weltbank gehen.

Für das Jahr 2023 hat der Haushaltsausschuss des deutschen Bundestages beschlossen, dem Entwicklungsministerium weitere Mittel in Höhe von  962,1 Mio. für 2023 aus der Globalen Krisenvorsorge zur Verfügung zu stellen. Insgesamt liegt der Etat damit rund 1,1 Mrd. Euro über dem Regierungsentwurf bei rund 12,2 Mrd. Euro.

Die Mittel fließen vor allem in von den aktuellen Krisen besonders betroffene Länder in Afrika, dem Nahen Osten und Asien.

 


Veranstaltun: Gesundheit klimagerecht

Event in #Hamburg - 10. November 2022 - 19:01
Termin:  Samstag, 10.12.2022 Sprache Deutsch

 

 

Info/Anmeldung: W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik, info[at]w3-hamburg.de, 040 39805360, www.app.guestoo.de/public/event/709c9439-9d09-4e8a-a14e-36ef6c1598e3

Nernstweg 34 22765 Hamburg HH Deutschland Preview Text: 

 

 

Info/Anmeldung: W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik, info[at]w3-hamburg.de, 040 39805360, www.app.guestoo.de/public/event/709c9439-9d09-4e8a-a14e-36ef6c1598e3

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Online-Veranstaltung: Neugestaltung der Umweltzukunft mit Frauen* aus dem Globalen Süden

Event in #Hamburg - 10. November 2022 - 18:55
Termin:  Dienstag, 22.11.2022 Sprache Deutsch

 

Info/Anmeldung: W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik e. V., info[at]w3hamburg.de, 040 398053-60,neugestaltung-der-umweltzukunft-mit-frauen-aus-dem-globalen-sueden

 

Online HH Deutschland Preview Text: 

 

Info/Anmeldung: W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik e. V., info[at]w3hamburg.de, 040 398053-60,neugestaltung-der-umweltzukunft-mit-frauen-aus-dem-globalen-sueden

 

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Online-Veranstaltung: Let´s talk (again) about ... Kolonialismus im Kapitalismus

Event in #Hamburg - 10. November 2022 - 14:45
Termin:  Montag, 21.11.2022 Sprache Deutsch

Info/Anmeldung: W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik e. V., info[at]w3-hamburg.de, Tel. 040 398053-60, www.w3-hamburg.de/veranstaltung/lets-talk-again-about-kolonialismus-im-kapitalismus/

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Info/Anmeldung: W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik e. V., info[at]w3-hamburg.de, Tel. 040 398053-60, www.w3-hamburg.de/veranstaltung/lets-talk-again-about-kolonialismus-im-kapitalismus/

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Online-Veranstaltung: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit?

Event in #Hamburg - 10. November 2022 - 14:41
Termin:  Donnerstag, 17.11.2022 Sprache Deutsch

Info/Anmeldung: W3_Werkstatt für internationaöe Kultur und Politik e. V., info[at]w3-hamburg.de, Tel. 040 398053-60, www.w3-hamburg.de/veranstaltung/gleicher-lohn-fuer-gleiche-arbeit/

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Info/Anmeldung: W3_Werkstatt für internationaöe Kultur und Politik e. V., info[at]w3-hamburg.de, Tel. 040 398053-60, www.w3-hamburg.de/veranstaltung/gleicher-lohn-fuer-gleiche-arbeit/

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Zeit zum Handeln

AgrarKoordination - 10. November 2022 - 14:00
Der Report des Lancet Countdown on Health and Climate Change zeigt einmal mehr, wie dringend der Handlungsbedarf bei der Bekämpfung des Klimawandels ist: Unsere Gesundheit ist so stark wie nie zuvor durch die Auswirkungen der Klimakrise bedroht. Extremwetterereignisse, Hitze, Waldbrände und Dürren stellen eine immer größere Gefahr dar und verschärfen gleichzeitig bestehende Probleme, wie die Ausbreitung von Infektionskrankheiten und die dramatische Verschärfung der Ernährungsunsicherheit. Der Bericht erscheint jährlich im Vorfeld der Weltklimakonferenz und fasst die Auswirkungen der Klimakrise auf die menschliche Gesundheit zusammen.  Weiterlesen: 
https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(22)01540-9/fulltext Wie sehr Gesundheit, Ernährung und Klima zusammenwirken, das erfahrt ihr in unserer Multimedia Reportage: Essen wir die Erde auf? 
https://www.agrarkoordination.de/mitmachen/planetaryhealthdiet/ Mit der Planetary Health Diet das Klima retten: 
https://www.youtube.com/watch?v=VcUgDEWHMCk&feature=youtu.be
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Mehr als 20 Gäste bei Vortrag an der Universität Hamburg

Europa Kolleg #Hamburg - 9. November 2022 - 18:02

An dem vom Europa-Kolleg Hamburg und der Universität Hamburg organisierten Vortrag von Prof. Dr. Christoph Herrmann nahmen mehr als 20 Gäste teil. Prof. Dr. Christoph Herrmann von der Universität Passau referierte zum Thema „„Herausforderungen der EU-Handelspolitik zwischen Open Strategic Autonomy und Green Deal“. (Link zu vorherigem Beitrag)

Vor Beginn des Vortrags wurden die Gäste durch den Präsidenten des Europa-Kollegs Hamburg Prof. Dr. Markus Kotzur herzlich begrüßt. Daraufhin wurde Redner Prof. Dr. Herrmann von Prof. Alexander Proelß aus dem Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Hamburg vorgestellt. Der Redner widmete sich schließlich Fragen zur Verteidigungsfähigkeit der Europäischen Union und zu Möglichkeiten einer gemeinsamen europäischen Bewältigung der Folgen des Klimawandels. Dabei ging es auch um aktuelle Themen wie den russischen Angriff auf die Ukraine und die steigenden Energiepreise in Europa.

Der Beitrag Mehr als 20 Gäste bei Vortrag an der Universität Hamburg erschien zuerst auf Europa-Kolleg Hamburg.

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Neues Dashboard zur Koordination des weltweiten Einsatzes für Ernährungssicherheit

SID Blog - 9. November 2022 - 18:01
                                    

Neues Dashboard zur Koordination des weltweiten Einsatzes für Ernährungssicherheit

Berlin/Washington, 9. November 2022 - Das Bündnis für globale Ernährungssicherheit (Global Alliance for Food Security, GAFS), das gemeinsam von der deutschen G7-Präsidentschaft und der Weltbankgruppe ins Leben gerufen wurde, hat heute das Global Food and Nutrition Security Dashboard vorgestellt, ein Schlüsselinstrument für die rasche Reaktion auf die sich verschärfende globale Ernährungskrise. Das Dashboard wurde gemeinsam mit einem breiten Kreis an Partnern entwickelt. Es stellt aktuelle Daten über das Ausmaß der weltweiten Ernährungssituation, zu aktuell laufender Unterstützung und Finanzierungsbedarfen sowie Analysen zur Ernährungssicherheit auf globaler und Länderebene zur Verfügung, um die Koordination der politischen und finanziellen Reaktion auf die Krise zu verbessern.

Das neue Instrument wird die umfangreichen, weltweit verfügbaren Informationen rund um das Thema Ernährungssicherheit an einem Ort zusammenführen, um so Transaktionskosten zu senken, die Transparenz zu erhöhen und die Auswertung zu verbessern. Zudem wird es dazu beitragen, Unterstützung zu beschleunigen, indem es konkrete Finanzierungsbedarfe und -lücken aufzeigt. Ziel ist es, eine weltweit koordinierte Reaktion auf die Ernährungskrise zu ermöglichen und gleichzeitig mittel- bis langfristige Maßnahmen zur Ernährungssicherheit zu fördern.

Aktuell breitet sich die weltweite Hungerkrise aus, verschärft durch gewaltsame Konflikte, immer extremere Wetterereignisse und hohe Lebensmittelpreise. Qualitativ hochwertige Daten und deren transparente Aufbereitung haben das Potenzial, die Ernährungssicherheit zu verbessern, die globale Zusammenarbeit zu stärken und die Entwicklung effektiver nationaler Politikmaßnahmen zu ermöglichen.

„Das Dashboard und die Art wie wir es entwickelt haben, ist ein Beispiel für die Stärke und die innovative Kraft, die wir haben, wenn wir weltweit unsere Kräfte bündeln. Dies war möglich, dank der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen vielen Organisationen und Partnerländern sowie der Weltbank", sagt Svenja Schulze, deutsche Entwicklungsministerin, „Die im Dashboard gut aufbereiteten Daten sind zentral für eine schnelle und koordinierte politische Reaktion, um so die Ernährungssicherheit für Länder und Menschen gewährleisten zu können. Um die Lebensmittel dorthin zu bekommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden, müssen wir die notwendigen Daten dort verfügbar machen, wo sie am schnellsten und effektivsten genutzt werden können."

Das Dashboard wird auch dazu beitragen, vorausschauende Forschung zu fördern und deren Ergebnisse breit zugänglich zu machen. Dies gilt insbesondere für Erkenntnisse in den Bereichen von Frühwarnsystemen und Bodenfruchtbarkeit, um künftig besser gegen Preis- und Versorgungsschocks bei Düngemitteln gewappnet zu sein, die Wirksamkeitsprüfung von Programmen und politischen Maßnahmen zu verbessern und nationale Agrarforschungs- und Innovationssysteme zu stärken.

"Die Welt verdient widerstandsfähige, nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme, die gut für die Menschen, den Planeten und die Wirtschaft sind", sagt David Malpass, Präsident der Weltbankgruppe, "Wir wollen nicht nur die aktuelle Krise überwinden, sondern unsere globalen Agrar- und Ernährungssysteme auch widerstandsfähiger gegen künftige Krisen machen. Dieses Global Food and Nutrition Security Dashboard ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu besseren Agrar- und Ernährungssystemen."

 

 

New Dashboard to Track Food and Nutrition Security and Global Response

 

WASHINGTON/BERLIN, November 9, 2022 -  The Global Alliance for Food Security (GAFS), jointly convened by the German Group of Seven (G7) Presidency and the World Bank Group, today launched the Global Food and Nutrition Security Dashboard as a key tool to fast-track a rapid response to the unfolding global food security crisis. Following a multi-stakeholder consultative process, the Dashboard is designed to consolidate and present up-to-date data on food crisis severity, track global food security financing, and make available global and country-level research and analysis to improve coordination of the policy and financial response to the crisis.

 

It will bring together disparate and vast information on food security into one place, to help reduce transaction costs, improve transparency, and strengthen analysis. It can also help speed up financing by highlighting funding needs and gaps. The goal is to inform a coordinated global food crisis response while also helping to advance medium to long-term food security interventions.

 

A global hunger crisis is unfolding, exacerbated largely by violent conflict, increasingly extreme weather events, and record high food prices. Quality data and transparent reporting have the potential to boost food and nutrition security - enhancing global cooperation and enabling the development of sound national policies.

 

"The development of the dashboard is an example for the strength and innovative power we can achieve when we join forces globally. It has become possible thanks to the excellent cooperation between many organizations and partner countries and the World Bank," said Svenja Schulze, German Federal Minister for Economic Cooperation and Development, "The comprehensible data presented in the dashboard is key for a swift and coordinated political response to guarantee food security for countries and people. In order to get the food to where it is most needed, we need to get the necessary information to where they can be used most quickly and efficiently."

 

The Dashboard will also help facilitate and disseminate forward-looking research and generate new knowledge on topics such as food security early warning analytics, soil fertility solutions for building resilience to fertilizer price and supply shocks, evaluating food security programming and policy response effectiveness, and strengthening national agricultural research and innovation systems.

 

"The world deserves resilient, sustainable food systems that are good for people, the planet and the economy," said David Malpass, President of the World Bank Group, "We aim not only to get us out of the current crisis, but to make our global food systems more resilient to future crises. This Global Food and Nutrition Security Dashboard is an important step in the journey towards better food systems."

 

FOTAR

Europa Kolleg #Hamburg - 9. November 2022 - 17:56


FOTAR (Future of Transatlantic Relations) ist ein vom Europa-Kolleg Hamburg und von der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung konzipiertes und durchgeführtes Konferenzformat, das von der Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke großzügig gefördert wird. Es bringt Entscheidungsträger, Akademiker, Vertreter der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft aus den USA und Europa zusammen, um aktuelle Trends und Zukunftsszenarien der transatlantischen Partnerschaft zu diskutieren. Die FOTAR findet alle zwei Jahre in Hamburg statt.

DISKUSSIONEN BEI DER KONFERENZ 2020 QUELLE: BKHS

ZUSAMMENTREFFEN BEI DER FOTAR 2018 QUELLE: BKHS

Informationen zur kommenden FOTAR-Konferenz am 08.12.

FOTAR2022: Die sich verändernde Politik der transatlantischen Handelsbeziehungen
Internationale Konferenz | Hamburg, 8. Dezember 2022

Die Globalisierung steht unter Druck. Während die globalen Lieferketten unter Russlands Angriff auf die Ukraine und den Nachwehen der Pandemie leiden, wird der Politik des internationalen Handels wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Der Handel ist ein Eckpfeiler der transatlantischen Partnerschaft. Doch inmitten einer Vielzahl globaler Krisen werden klassische liberale Paradigmen wie die unsichtbare Hand des Marktes und die demokratisierende Wirkung der Handelsintegration auf beiden Seiten des Atlantiks in Frage gestellt und eine stärkere Rolle des Staates gefordert.

Zum dritten Mal lädt das vom Europa-Kolleg Hamburg und von der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung veranstaltete Konferenzformat FOTAR (Future of Transatlantic Relations) hochkarätige internationale Referenten ein, um zu diskutieren, wie die transatlantische Handelspartnerschaft zur sozioökonomischen Transformation des globalen Wirtschaftssystems beitragen kann: Wie können transatlantische Partner aus dem öffentlichen und privaten Sektor Menschenrechte in ihre globalen Wertschöpfungsketten einbinden? Was kann der transatlantische Handel zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen? Wie kann die Handelspartnerschaft zwischen der EU und den USA die Energiesicherheit und den technologischen Fortschritt nachhaltig sichern? Und wie können die transatlantischen Partner mit ihrer Handelspolitik der wachsenden sozialen Ungleichheit begegnen?


Ein menschliches Gesicht für den Handel: Menschenrechte und Welthandel
Demokratische Werte bilden das Fundament der transatlantischen Sicherheits- und Handelspartnerschaft. Der Schutz der Menschenrechte kann nicht an den transatlantischen Grenzen enden, da sie durch globale Lieferketten miteinander verbunden sind. Wie können sich die Vereinigten Staaten und die Europäische Union angesichts der wachsenden Spannungen mit Russland und China für die Menschenrechte entlang ihrer globalen Produktionslinien einsetzen?

Transatlantische Klimamaßnahmen sind notwendig: Handel für einen gesünderen Planeten
Um die gewünschten Ergebnisse beim Klimaschutz zu erzielen, sind Maßnahmen im Welthandel erforderlich: Zusammen mit China sind die USA und die EU für etwa die Hälfte des weltweiten Handels und der CO2-Emissionen verantwortlich. Welche transatlantischen handelspolitischen Instrumente könnten die internationalen Bemühungen ergänzen? Ist es möglich, kurzfristige Energiesicherheit mit langfristiger Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen? Und wie kann ein neues transatlantisches Engagement für einen umweltfreundlichen Handel eine globale Wirkung entfalten?

Der Wettlauf um die Technologie: Aufbau widerstandsfähiger transatlantischer Handelsbeziehungen
Die transatlantische und die chinesische Wirtschaft sind eng miteinander verflochten, während die Regierungen der beiden Länder in einen sich verschärfenden Systemwettstreit verwickelt sind. Wer bei neuen Technologien die Nase vorn hat, wird das Spiel gewinnen. Was macht globale Lieferketten widerstandsfähig, wenn sie mit dem Wettbewerb der Großmächte konfrontiert sind? Wie kann die Handelspolitik der EU und der USA neue Technologien vor dem Missbrauch durch autoritäre Regierungen schützen und gleichzeitig den rechtmäßigen Handel und die Weiterentwicklung dieser Technologien fördern?

Transatlantischer Handel für das Gute: Soziale Ungleichheit bekämpfen
Die Globalisierung bringt überall Gewinner und Verlierer hervor. Soziale Ungleichheit und ihre wirtschaftlichen und politischen Folgen sind zu einer großen globalen und transatlantischen gesellschaftlichen Herausforderung geworden, die die bereits diskriminierten Menschen an den Rand drängt, die Gesellschaften polarisiert und die demokratischen Institutionen aushöhlt. Wie kann der transatlantische Handel zu einem Instrument der sozioökonomischen Eingliederung in der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten und darüber hinaus werden? Inwieweit können die transatlantischen Partner die drohende Nahrungsmittelkrise im globalen Süden bekämpfen? Welche Handelspolitik stellt die Menschen in den Mittelpunkt, um den Wohlstand für alle zu fördern?

Grüner und gerechter Handel in Aktion: Eine Unternehmensperspektive
Amerikanische und europäische Unternehmen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Ambitionen der transatlantischen Handelspolitik in die Tat umzusetzen. Wie können Wirtschaftsakteure zu einer gerechten und grünen Transformation des Handels beitragen?

FOTAR 2020 SOURCE: BKHS

Über die Kooperation

zwischen dem Europa-Kolleg Hamburg und der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung

Europa-Kolleg HamburgBundeskanzler-Helmut-Schmidt-StiftungDas Europa-Kolleg Hamburg ist eine international anerkannte, interdisziplinäre Einrichtung für Bildung und Forschung auf dem Gebiet der europäischen Integration. Mit dem Institut für Europäische Integration und zwei Masterstudiengängen bietet das Europa-Kolleg Hamburg eine hervorragende Plattform für Forschung, Lehre und Lernen im Bereich der Europastudien. Renommierte Dozenten, die Fachbibliothek für Europastudien, der integrierte Wohnbereich, wichtige Projekte, Veranstaltungen und Publikationen bieten ein anregendes Umfeld für Studierende und Wissenschaftler aus aller Welt, die höchste Ansprüche im Bereich der europäischen Integration stellen.

Das Europa-Kolleg Hamburg wurde 1953 als gemeinnützige Stiftung des privaten Rechts gegründet. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Forschung und der akademischen Lehre auf dem Gebiet der europäischen Integration und der internationalen Zusammenarbeit. Die Stiftung beteiligt sich an der Finanzierung und nimmt alle damit verbundenen Verwaltungsaufgaben wahr. Sie wird von einem ehrenamtlichen Vorstand beaufsichtigt und von einem Kuratorium beraten.Die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung erinnert an einen der bedeutendsten deutschen Staatsmänner des 20. Jahrhunderts. Als zukunftsorientierte Denkfabrik greift sie Themen auf, die auch Schmidt interessierten. Drei übergreifende Programme stehen im Mittelpunkt des Arbeitsprogramms der Stiftung: 1) Europäische und Internationale Politik, 2) Globale Märkte und Soziale Gerechtigkeit und 3) Demokratie und Gesellschaft.

Eng verzahnt mit diesen Programmen spiegelt Gelebte Demokratie“ in der Hamburger Innenstadt fast ein halbes Jahrhundert deutscher und internationaler Zeitgeschichte wider. Sie stellt die Leistungen ihres Namensgebers in einen aktuellen und historischen Kontext. Im Helmut Schmidt-Archiv im Hamburger Stadtteil Langenhorn macht die Stiftung die privaten Dokumente Schmidts und seiner Frau Loki für die Forschung zugänglich und gewährt der Öffentlichkeit Zutritt zum ehemaligen Wohnhaus der Schmidts.

Der Beitrag FOTAR erschien zuerst auf Europa-Kolleg Hamburg.

Kategorien: Hamburg

NGO-Appell zum Bundeshaushalt 2023

SID Blog - 9. November 2022 - 14:12

Keine Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit und Humanitärer Hilfe!

Berlin, 8. November 2022. Vor der Bereinigungssitzung für den Bundeshaushalt 2023 am 10. November richten sechs Entwicklungsorganisationen einen gemeinsamen Appell an die Politik: Der Bundestag soll die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen für das Entwicklungsministerium und das Auswärtige Amt zurücknehmen. Investitionen in die Bekämpfung extremer Armut, Hunger, vermeidbarer Krankheit sowie Nothilfe sind so wichtig wie noch nie.

Derzeit sehen die Haushaltsplanungen der Bundesregierung für das kommende Jahr Kürzungen von jeweils zehn Prozent für die Etats des Entwicklungsministeriums (BMZ) und des Auswärtigen Amts (AA) vor. Die Entwicklungsorganisationen Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), der Verein Freunde des Globalen Fonds Europa, Global Citizen (GC), ONE, Oxfam, Save the Children Deutschland und die Welthungerhilfe kritisieren diesen Schritt und richten folgenden Appell an die Haushaltspolitiker*innen des Bundestags:

"Noch nie waren Kürzungen für die Entwicklungszusammenarbeit und die humanitäre Hilfe so fehl am Platz wie jetzt. Die derzeitige Weltlage ist absolut kritisch – und erfordert mehr Solidarität denn je. Die Corona-Pandemie hat 150 Millionen Menschen zusätzlich in den Hunger getrieben. Der Krieg in der Ukraine und die rasant gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreise verschärfen bereits bestehende Krisen, wovon der Globale Süden besonders betroffen ist. Wir fordern den Bundestag auf, die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen für die Entwicklungszusammenarbeit und die humanitäre Hilfe zu verhindern."

Bei der Bereinigungssitzung für den Bundeshaushalt am 10. November hat der Haushaltsausschuss die Gelegenheit, die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen zu verhindern. Die Organisationen rufen die Haushälter*innen des Bundestags ferner auf, weiterhin 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zu investieren – jedoch ohne dabei die Kosten für Geflüchtete im Inland anzurechnen. Die Unterstützung für Geflüchtete im Inland ist wichtig und richtig, darf aber nicht auf Kosten der globalen Armutsbekämpfung erfolgen.

Die Bundesregierung muss stärker in die Ernährungssysteme investieren, um das globale Entwicklungsziel der Vereinten Nationen (SDG 2) "Kein Hunger" noch bis 2030 zu erreichen. Hierfür ist eine langfristige und ausreichende Finanzierung notwendig, nämlich mindestens eine Milliarde Euro zusätzlich pro Jahr. Wenn Deutschland seine Führungsrolle bei globaler Gesundheit behalten will, dann müssen die Beiträge für die internationale Forschung oder auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dringend wieder erhöht werden.


Auch das große Ziel einer feministischen Außen- und Entwicklungspolitik lässt sich nur glaubwürdig widerspiegeln, wenn deutlich mehr investiert wird in Organisationen, die sich für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte einsetzen. Und nicht zuletzt ist diese Bundesregierung, die den klimapolitischen Aufbruch angekündigt hat, in der Pflicht, ihre internationale Klimafinanzierung zu verdoppeln: Der gerechte Anteil beträgt jährlich rund acht Milliarden Euro. Aktuell stellt Deutschland gerade mal 5,3 Milliarden zur Verfügung.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein. www.dsw.org

Der Verein Freunde des Globalen Fonds Europa engagiert sich im Dialog mit Politik, Medien, der Zivilgesellschaft und Unternehmen in Europa für die Bekämpfung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria. Dabei wirbt der Verein insbesondere für Investitionen der internationalen Gemeinschaft zu Gunsten des Globalen Fonds (GFATM). In einem breiten Bündnis zahlreicher Partner möchten wir die Ausbreitung dieser drei verheerenden Epidemien beenden. www.friendseurope.org

Global Citizen ist eine globale Bewegung engagierter Menschen, die gemeinsam ihre Stimmen nutzen, um extreme Armut jetzt und überall zu beenden. Global Citizen bietet hierzu Informationen rund um Kernthemen wie Ernährungssicherheit, Gleichberechtigung, Bildung, Umweltschutz und globale Gesundheit – und die Möglichkeit, sich gemeinsam für die Themen einzusetzen, die einem am Herzen liegen. Unter dem Motto Pop & Policy mobilisiert Global Citizen eine große Community von Global Citizens, die zusammen Entscheidungsträger*innen aus Politik und Wirtschaft zum Handeln auffordert und finanzielle und politische Zusagen für die Global Goals der Vereinten Nationen einfordert. Seit Global Citizen im Jahr 2009 mit der Kampagnenarbeit begann, sind Global Citizens mehr als 30 Millionen Mal aktiv geworden. Diese Aktionen haben in Verbindung mit unserer politischen Arbeit dazu geführt, dass Mittel in Höhe von 41,4 Mrd. US-Dollar an unsere Partner*innen ausgezahlt wurden, die bis heute das Leben von über 1,1 Milliarde Menschen verbessert haben. www.globalcitizen.org

ONE ist eine internationale Bewegung, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 einsetzt. Damit jeder Mensch ein Leben in Würde und voller Chancen führen kann. Wir sind überparteilich und machen Druck auf Regierungen, damit sie mehr tun im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten, insbesondere in Afrika. Zudem unterstützt ONE Bürger*innen dabei, von ihren Regierungen Rechenschaft einzufordern. Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf www.one.org

Oxfam ist eine internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, die weltweit Menschen mobilisiert, um Armut aus eigener Kraft zu überwinden. Dafür arbeiten im Oxfam-Verbund 21 Oxfam-Organisationen Seite an Seite mit rund 3.000 lokalen Partnern in 87 Ländern. Mehr unter www.oxfam.de

Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 120 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet, in der alle Kinder gesund und sicher leben sowie frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können – seit über 100 Jahren. www.savethechildren.de

Die Welthungerhilfe wird in diesem Jahr 60 Jahre. Sie ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 10.895 Auslandsprojekte in rund 70 Ländern mit 4,46 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen. www.welthungerhilfe.de



#Ratschlag2022: „Wie gelingt nachhaltiges Organisationshandeln?“ am 23. November (online)

#Nachhaltigkeit in #Hamburg - 9. November 2022 - 9:15

Wie soll Nachhaltigkeit im Alltag einer Einrichtung mit ohnehin knappen Ressourcen funktionieren? Franziska Mohaupt ist Referentin für nachhaltige Entwicklung beim Bundesverband Soziokultur und wird in ihrer digitalen Session im Rahmen des Hamburger Ratschlag Stadtteilkultur 2022 zeigen, wie es unkompliziert gelingen kann. Im November findet die Tagung des Ratschlags „SUPERKRAFT erschöpft? – Stadtteilkultur und die Krisen“ …

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Press Release: Future Policy Award for a toxic-free world

World Future Council - 8. November 2022 - 16:00

Berlin/Hamburg/New York, 08.11.2022 - The Future Policy Award 2023 will take a closer look at policies for a toxic-free world, regulating the use of hazardous chemicals in products, with a focus on children and their environment.

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Kategorien: Hamburg

Silberstreifen Award 2022: Zero Waste-Visionen gesucht (bis 4.12.2022)

#Nachhaltigkeit in #Hamburg - 8. November 2022 - 9:45

Das Design Zentrum Hamburg ruft Hamburger Designer*innen aller Disziplinen auf, sich beim Silberstreifen Award 2022: Zero Waste zu bewerben. Bei erfolgreicher Auswahl können Designer*innen mit einer finanziellen Förderung die eigenen Arbeiten weiterentwickeln und öffentlich im Design Zentrum Hamburg ausstellen. Dafür erhalten Einzelpersonen 2.000 Euro und Teams 3.000 Euro. Der Silberstreifen Award 2022 will herausragende Ideen, …

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Zeitenwende für Klimagerechtigkeit

SID Blog - 7. November 2022 - 23:42
Bundeskanzler Scholz muss Zeitenwende für Klimagerechtigkeit einleiten – COP27 zum Umsetzungsgipfel machen

Zum Start des 27. UN-Klimagipfels in Sharm-El-Sheikh fordern die Klima-Allianz Deutschland und der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) die Bundesregierung auf, sich für eine konsequente nationale und globale Energiewende einzusetzen und Länder im globalen Süden bei der Bewältigung der Klimakrise entschlossener zu unterstützen. Der aktuelle UN Emissions Gap Report und der Synthesebericht zu den nationalen Klimazielen der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) zeigen deutlich, dass sich die Staaten nicht auf einem 1,5-Grad-kompatiblen Pfad befinden.

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG von Klima-Allianz Deutschland und VENRO

 

Dr. Christiane Averbeck, Vorständin der Klima-Allianz Deutschland, erklärt: „Um die Erderhitzung auf 1,5-Grad zu begrenzen, muss die Staatengemeinschaft bei der COP27 den globalen Ausstieg aus fossilen Energieträgern beschließen und massive Investitionen in erneuerbare Energien mobilisieren. Das ist auch die Antwort auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Energiekrise. Bundeskanzler Scholz muss klar aufzeigen, wie Deutschland seine fossile Abhängigkeit beenden wird. Die Bundesregierung hat hier widersprüchliche Signale gesendet, etwa wenn sie die Erschließung neuer Gasfelder in Afrika finanziell unterstützen will. Es gilt, das Versprechen der COP26 in Glasgow einzulösen, die internationale Finanzierung für fossile Energieträger bis Ende dieses Jahres zu beenden. Zur Glaubwürdigkeit der deutschen Klimapolitik gehört es zudem ganz zentral, die Klimaziele im eigenen Land einzuhalten. Wir fordern den Bundeskanzler und sein Kabinett auf, noch in diesem Jahr ein Klimaschutzsofortprogramm zu verabschieden, das sicherstellt, dass die Minderungsziele in allen Sektoren – insbesondere auch im Verkehrssektor – erreicht werden."

Mathias Mogge, Vorstandsvorsitzender von VENRO, betont: „Besonders die Länder im globalen Süden leiden schon heute überproportional unter den Auswirkungen der Erderhitzung, obwohl sie selbst wenig zur Klimakrise beitragen. Die Industriestaaten müssen endlich den Weg für einen Finanzierungsmechanismus freimachen, um für die klimabedingten Schäden und Verluste aufzukommen. Auch ist es nicht länger hinnehmbar, dass das Versprechen, ärmere Länder jährlich mit 100 Milliarden US-Dollar zu unterstützen, uneingelöst bleibt. Deutschland muss dabei seinen gerechten Beitrag leisten und die Mittel für die internationale Klimafinanzierung in der Haushaltsplanung für die nächsten Jahre erhöhen. Nur so kann die Bundesregierung ihre Zusage, die Mittel bis 2025 auf mindestens sechs Milliarden Euro pro Jahr anzuheben, erfüllen."  

Angesichts der problematischen Menschenrechtslage vor Ort findet die diesjährige UN-Klimakonferenz unter schwierigen Vorzeichen statt. In Ägypten gibt es willkürliche Verhaftungen politischer Aktivist*innen, Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit und des Rechtes auf friedliche Versammlung. „Die Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass Menschen frei ihre Meinung äußern dürfen und auch nach der COP27 keine Repressionen fürchten müssen", fordern die Verbände.


Hungerbekämpfung und Afrika stärker in den Fokus nehmen

SID Blog - 7. November 2022 - 23:40

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Bonn/Berlin, 06. November 2022. Die bevorstehende Klimakonferenz in Sharm-el-Sheik steht unter schwierigen geopolitischen Vorzeichen, die die bisher erzielten Fortschritte beim Klimaschutz sogar in Frage stellen könnten. Dabei ist die Klimakrise neben bewaffneten Konflikten der größte Hungertreiber weltweit. Die Zahl der Hungernden ist auf bis zu 828 Millionen Menschen gestiegen und aufgrund der Klimakrise könnten Millionen Familien ihre Existenz verlieren. Die großen Extremwetterereignisse der letzten Monate – von den Hitzewellen und Dürren in Afrika, Asien und Europa bis hin zu den katastrophalen Überschwemmungen in Pakistan und im Westen Afrikas – sind eine dramatische Mahnung, wie dringend die Lösung der Klimakrise heute ist. Besonders betroffen sind afrikanische Länder, sie sollten daher stärker im Fokus stehen. Der Anteil Afrikas an den globalen CO2-Emissionen liegt lediglich bei 3,3 %. Aktuell leiden am Horn von Afrika mehr als 36 Millionen Menschen unter der schlimmsten Dürre seit 40 Jahren.

„Klimaschutz darf nicht auf Kosten der Ernährungssicherheit gehen. Die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels auf die Ernährung besonders armer Menschen – allen voran Frauen und Mädchen – sind verheerend. Dabei ist der Kampf gegen den Klimawandel eine Frage der globalen Gerechtigkeit, denn es leiden diejenigen am stärksten, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Die Menschen in Afrika zahlen den höchsten Preis. Hier werden über 100 Millionen Menschen bis zum Ende des Jahrzehnts Dürren, Überschwemmungen und extreme Hitzewellen als Folge des Klimawandels erleben. Ernährungssicherung muss stärker im Fokus der Klimakonferenzen stehen und die Industrieländer müssen ihre finanziellen Zusagen einhalten, die bereits auf den letzten Konferenzen gemacht wurden. Wir brauchen mehr internationale Zusammenarbeit und mehr Fortschritte beim Klimaschutz, bei der Anpassung, der Finanzierung sowie beim Thema Verluste und Schäden. Die ersten Ansätze afrikanischer Länder zur Nutzung klimafreundlicher Energien müssen stärker unterstützt werden", fordert Michael Kühn, Klimaexperte der Welthungerhilfe. 

Michael Kühn ist vom 13. bis 20.11.2022 bei der Klimakonferenz in Sharm-el-Sheik vor Ort und steht als Gesprächspartner zur Verfügung.

Für welche Belange sich die Bundesregierung aus Sicht der Welthungerhilfe bei der COP27 einsetzen soll, lesen Sie unserem aktuellen Policy Brief.

06.11.2022 | Pressemitteilung

 

Die Welthungerhilfe wird in diesem Jahr 60 Jahre. Sie ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 10.895 Auslandsprojekte in rund 70 Ländern mit 4,46 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.



 

Weltklimakonferenz: Deutschland verdoppelt Engagement für weltweiten Waldschutz

SID Blog - 7. November 2022 - 23:39
Wälder sind ein Schlüssel im Kampf gegen Klimakrise, Artensterben und Hunger. Darum hat Bundeskanzler Olaf Scholz zum Beginn der Weltklimakonferenz in Sharm El-Sheik heute eine Verdopplung des deutschen Beitrags zum Waldschutz von einer auf zwei Milliarden Euro für den Zeitraum bis 2025 zugesagt. Die zusätzliche Milliarde wird über das Bundesentwicklungsministerium bereitgestellt.

Entwicklungsministerin Schulze: „Diese Zusage ist ein starkes Zeichen der Solidarität, sowohl für die Weltklimakonferenz in Ägypten als auch für die Weltnaturkonferenz im Dezember in Kanada. Ohne eine intakte Natur stehen die Menschen den Naturgewalten schutzlos gegenüber. Wälder sind Heimat für Tier- und Pflanzenarten, aber auch Lebensgrundlage von Menschen auf der ganzen Welt. Darum ist Waldschutz auch Armutsbekämpfung. Mit den zusätzlichen Mitteln werden wir Projekte fördern, die Naturschutz, nachhaltige Nutzung und eine wirtschaftliche Grundlage für die indigene und lokale Bevölkerung zusammendenken."

Auf Einladung der Regierung Großbritanniens fand heute auf der Weltklimakonferenz das erste Wald-Klima-Partnerschaftstreffen auf Ebene der Regierungschef*innen („Forest Climate Leaders Partnership") statt. Diese Initiative hat Großbritannien während der letztjährigen COP26-Präsidentschaft ins Leben gerufen, um gemeinsam den Schutz, die Wiederherstellung und die nachhaltige Nutzung von Wäldern voranzubringen.

Im vergangenen Jahr, bei der Weltklimakonferenz in Glasgow, hatte Deutschland insgesamt eine Milliarde Euro für den globalen Waldschutz im Zeitraum von 2021 bis 2025 zugesagt. Dieser Betrag wird nun auf zwei Milliarden Euro verdoppelt, davon 1,7 Milliarden Euro über das BMZ.

Investiert werden die Mittel zum größten Teil über bilaterale Programmemit Partnerländern wie Brasilien, Ecuador, Madagaskar oder Pakistan. So hat sich zum Beispiel Pakistan das Ziel gesetzt, bis 2023 Waldlebensräume mit zehn Milliarden Bäume wiederherzustellen.

Finanziert werden zudem auch multilaterale Initiativen. Dazu zählt zum Beispiel die zentralafrikanische Waldinitiative CAFI (Central African Forest Initiative) und die Kongobecken-Waldpartnerschaft mit inzwischen 122 Partnern, darunter zehn Länder Zentralafrikas mit hohem Waldbestand. Ziel der Zusammenarbeit ist es, den  Schutz und die nachhaltige Nutzung von Waldressourcen im Kongobecken zu intensivieren und zu koordinieren. Das Engagement umfasst auch die Mitgründung und laufende Unterstützung der African Forest Landscape Restoration Initiative (AFR100), mit der das BMZ die Renaturierung von mindestens 100 Millionen Hektar wald- oder baumreicher Landschaften bis zum Jahr 2030 unterstützt.

Deutschland setzt damit ein klares Zeichen für stärkere Anstrengungen zum Walderhalt. Dies ist unerlässlich, um Entwaldung und Landdegradierung bis 2030 zu stoppen. Darauf hatte sich die Weltgemeinschaft im letzten Jahr in der Glasgow Leaders Declaration on Forests and Land Use geeinigt. Um den Klimawandel nicht über 1,5 Grad hinausgehen zu lassen bedarf es neben der Senkung von Treibhausgasen etwa bei der Energieerzeugung, bei Industrie und Verkehr auch eine Stärkung und Wiederherstellung natürlicher Senken für Kohlendioxid, wie Wälder und Moore.

Die indigene und lokale Bevölkerung ist im besonderen Maße von natürlichen Ressourcen und biologischer Vielfalt abhängig, nicht zuletzt für ihre Ernährungssicherung. Gleichzeitig trägt sie mit ihrem Wissen erheblich zum Schutz der Wälder bei. Deutschland setzt sich beim Waldschutz daher besonders für die Rechte und die Beteiligung von indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften ein. Denn der Erhalt und die Wiederherstellung der Wälder können nur Hand in Hand mit den Menschen vor Ort funktionieren.

Für etwa ein Drittel der Menschheit sind Wälder die Lebensgrundlage. Seit 1990 gingen schätzungsweise 420 Millionen Hektar Wald verloren, das entspricht ungefähr der Größe der Europäischen Union. Der Großteil, 88 Prozent der globalen Waldzerstörung, geht auf die Landwirtschaft zurück. Auch der Konsum in Europa trägt immer noch maßgeblich zur Zerstörung von Wäldern bei. Die Europäische Union arbeitet darum derzeit im Rahmen des Green Deal an einer Gesetzgebung, die den Import von Produkten in die EU verbietet, deren Herstellung zu Entwaldung geführt hat. Das betrifft unter anderem Holz, Kaffee, Kakao, Palmöl, Rindfleisch oder Soja, welches vor allem als Futtermittel für Schweine und Geflügel verwendet wird.

 


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