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Neue Afrika-Strategie des BMZ: Jobs für die größte Jugendgeneration aller Zeiten

SID Blog - 24. Januar 2023 - 12:58

 


Schwerpunkte sind sozial-ökologische Transformation, gute Arbeit und Geschlechtergerechtigkeit

Entwicklungsministerin Svenja Schulze hat die neue Afrika-Strategie des BMZ vorgelegt. Die Schwerpunkte des deutschen Engagements mit den afrikanischen Partnerländern liegen demnach künftig beim sozial-ökologischen Wandel der Wirtschaft, der Schaffung guter Arbeit für die rasch wachsende junge Bevölkerung und der Geschlechtergerechtigkeit. Um eine größere Wirkung zu erzielen, will das BMZ zudem verstärkt europäische und multilaterale Hebel nutzen. Die Strategie gründet auf einem sechsmonatigen Konsultationsprozess mit europäischen und afrikanischen Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Jugend.

Schulze: „Afrika wächst und verändert sich gewaltig. Wie es sich entwickelt, wird das 21. Jahrhundert prägen – und damit auch Deutschlands und Europas Zukunft. Wir sprechen in Afrika über die größte Jugendgeneration aller Zeiten. Etwa die Hälfte der Menschen in Afrika ist unter 20. Welche Perspektiven diese Jugendgeneration bekommt, wird mit darüber bestimmen, wie sie ihre Kraft zum Guten entfalten kann. Es geht also darum, die Chancen, die mit dieser größten Jugendgeneration verbunden sind, für nachhaltige Entwicklung zu nutzen. Damit das gelingt, sind 25 Millionen zusätzliche Jobs in Afrika nötig – pro Jahr. Es sind Jobs, die den Unterschied machen zwischen Perspektivlosigkeit, Frust und Instabilität auf der einen Seite und Entwicklung, Innovation und der Bewältigung von Krisen auf der anderen Seite. Das Entwicklungsministerium kann diese Jobs nicht selbst schaffen. Aber wir können gemeinsam mit Afrika an guten Grundlagen und Rahmenbedingungen arbeiten.“

Kern der Afrika-Strategie ist es, Rahmenbedingungen für neue Jobs zu schaffen, die sozial  und ökologisch wirken und zugleich Frauen stärken. Beispiele dafür sind Energiewende-Partnerschaften, nachhaltige Infrastruktur, der Aufbau einer neuen grünen Wasserstoff-Industrie, lokale Lebensmittelverarbeitung, mehr innerafrikanischer Handel oder ein besserer Zugang zu Krediten für Frauen. Auch die Digitalisierung ist ein wichtiger Transformationshebel, gerade für die junge Generation. Die Afrikapolitik des BMZ wird damit sozialer, ökologischer und feministischer. Dies zieht sich quer durch alle sechs Schwerpunktthemen der Strategie.

Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, Beschäftigung und Wohlstand: Ziel ist eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft (Just Transition), die den Erhalt der Lebensgrundlagen, wirtschaftlichen Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und die Schaffung guter Arbeitsplätze verbindet.

Überwindung von Armut und Hunger und Aufbau sozialer Sicherung: Ziel ist eine Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme, um die Ernährungssicherung langfristig zu stärken. Auch der Ausbau sozialer Sicherungssysteme trägt dazu bei, Armut und Ungleichheit zu reduzieren und ist damit Grundvoraussetzung für gute Arbeit und faire Entwicklung.

Gesundheit und Pandemieprävention: Ziel ist der Aufbau robuster Basis-Gesundheitssysteme und Unterstützung beim Aufbau medizinischer Produktionskapazitäten (besonders für die Impfstoffproduktion).

Feministische Entwicklungspolitik und Geschlechtergerechtigkeit: Ziel ist die Überwindung der Ursachen für Ungleichbehandlung und Diskriminierung von Frauen und Mädchen sowie die Verbesserung ihrer Rechte, Repräsentanz und des Zugangs zu Ressourcen. Auf Frauen zu setzen, ist ein bedeutender Hebel für gute Entwicklung und neue Jobs. So unterstützt das BMZ zum Beispiel eine Initiative der Afrikanischen Entwicklungsbank, die Frauen den Zugang zu Finanzierung erleichtert und so afrikanische Unternehmerinnen stärkt und neue Jobs schafft.

Rechtstaatlichkeit, Demokratie, Menschenrechte und gute Regierungsführung: Ziel ist die Stärkung demokratischer Institutionen, leistungsfähiger Verwaltungen und einer freien Presse als Fundament widerstandsfähiger Gesellschaften und politischer Teilhabe.

Frieden und Sicherheit: Ziel ist der Abbau von Konfliktursachen und Prävention durch integrierte Ansätze von humanitärer Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung. Menschen auf der Flucht werden ebenso unterstützt wie aufnehmende Gemeinschaften.

Der afrikanische Kontinent hat heute 1,4 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner – bis Mitte des Jahrhunderts könnten es zweieinhalb sein, ein Viertel der Weltbevölkerung. Zugleich lassen sich die großen globalen Herausforderungen von der Bekämpfung des Klimawandels, des Artenverlustes bis hin zu neuen Pandemien nur gemeinsam bewältigen. Konzepte von Blockbildung, Abkopplung oder Deglobalisierung sind dafür nicht geeignet. Das Ziel der neuen BMZ-Strategie ist daher, gemeinsam mit Afrika globale Strukturpolitik zu machen.

Schulze: „Wir sind gut beraten, die Nachbarschaft mit Afrika zu pflegen. In der neuen multipolaren Weltordnung müssen Deutschland und Europa rechtzeitig die Kompetenz aufbauen, auch über Kontinente hinweg belastbare Allianzen, Netzwerke und Partnerschaften zu schließen. Wir brauchen dringend Partner über den Westen hinaus. Wie wir heute mit dem afrikanischen Kontinent umgehen, entscheidet mit darüber, wie er morgen mit uns umgeht. Darum ist die Haltung von Respekt und guter Nachbarschaft nicht nur moralisch richtig, sondern auch in unserem Interesse. Wir wissen: Wir sind nicht die einzigen, die sich in Afrika engagieren. Auch andere haben ihren Einsatz verstärkt. Deutschland und Europa sollten sich also darauf konzentrieren, selber attraktive Kooperationsangebote zu machen.“

Die Afrika-Strategie finden Sie hier: https://www.bmz.de/afrika

Die Pressekonferenz zur Vorstellung der Afrika-Strategie finden Sie hier: https://www.bmz.de/afrika-strategie-veranstaltungen

Entwicklungsministerin Schulze wird die Strategie zudem morgen bei der Tagung „Gemeinsame Perspektiven: Zusammenarbeit mit Afrika in Zeiten des Wandels“ im BMZ Berlin diskutieren. Das Programm finden Sie hier:https://www.bmz.de/afrika-strategie-veranstaltungen . Livestream ab 15 Uhr unter https://us02web.zoom.us/j/84580006949

 


Vortrag: Bildungsfunkeln für die Zukunft Vol. 2

Event in #Hamburg - 24. Januar 2023 - 10:43
Termin:  Mittwoch, 14.06.2023 Sprache Deutsch

Info/Anmeldung: norddeutsch und nachhaltig (nun), Ansprechpartnerin: Ulrike Kusel, Tel. 040 226327764, kusel[at]save-our-future.de, www.nun-zertifizierung.de/veranstaltungen/details/bildungsfunkeln-fuer-die-zukunft-vol-2/

Hamburg HH Deutschland Preview Text: 

Info/Anmeldung: norddeutsch und nachhaltig (nun), Ansprechpartnerin: Ulrike Kusel, Tel. 040 226327764, kusel[at]save-our-future.de, www.nun-zertifizierung.de/veranstaltungen/details/bildungsfunkeln-fuer-die-zukunft-vol-2/

Anmeldefrist:  Mittwoch, 31.05.2023
Kategorien: Hamburg

Vortrag: Braucht unsere Bildungsarbeit mehr Wirksamkeit?

Event in #Hamburg - 24. Januar 2023 - 10:39
Termin:  Donnerstag, 23.03.2023 Sprache Deutsch

Info/Anmeldung: norddeutsch und nachhaltig (nun), Ansprechpartnerin: Ulrike Kusel, Tel. 040 226327764, kusel[at]save-our-future.de, nun-zertifizierung[at]save-our-future.de, www.nun-zertifizierung.de/veranstaltungen/details/braucht-unsere-bildungsarbeit-mehr-wirksamkeit/

dock europe - Internationales Bildungszentrum Hamburg TH Deutschland Preview Text: 

Info/Anmeldung: norddeutsch und nachhaltig (nun), Ansprechpartnerin: Ulrike Kusel, Tel. 040 226327764, kusel[at]save-our-future.de, nun-zertifizierung[at]save-our-future.de, www.nun-zertifizierung.de/veranstaltungen/details/braucht-unsere-bildungsarbeit-mehr-wirksamkeit/

Anmeldefrist:  Donnerstag, 16.03.2023
Kategorien: Hamburg

Deutschland lädt zusammen mit Partnern zu internationaler Bildungskonferenz ein

SID Blog - 23. Januar 2023 - 21:28


Internationaler Tag der Bildung am 24. Januar

Weltweit sind 222 Millionen Kinder im Schulalter von Konflikten und Notsituationen betroffen – drei Mal so viele wie noch 2016. Auf einer Konferenz in Genf soll Mitte Februar unter Vorsitz von Entwicklungsministerin Svenja Schulze und weiteren Amtskolleginnen und - kollegen neues Geld für den UN-Bildungsfonds für Kinder in Notsituationen mobilisiert werden. Der internationale Tag der Bildung findet am 24. Januar statt und erinnert an das Versprechen der Weltgemeinschaft, bis zum Jahr 2030 allen Menschen den Zugang zu hochwertiger Bildung zu ermöglichen.

Das Entwicklungsministerium lädt Partner und Geber aus aller Welt zu einer internationalen Bildungskonferenz Mitte Februar nach Genf ein. Die Konferenz wird von Deutschland gemeinsam mit der Schweiz und Norwegen sowie Kolumbien, Niger und Südsudan ausgerichtet. Ziel ist es, den Bildungsfonds der Vereinten Nationen „Education Cannot Wait" (ECW) mit ausreichenden Finanzmitteln aufzufüllen. Mit den Geldern sollen 20 Millionen Kinder und Jugendliche in Krisenregionen unterstützt werden, damit sie weiterhin die Schule besuchen können. „Education Cannot Wait" wurde 2016 vom UN-Sonderbeauftragten für Bildung, Gordon Brown, ins Leben gerufen und hat seitdem fast sieben Millionen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Bildung gesichert.  

Entwicklungsministerin Svenja Schulze: „Wer Entwicklung will, muss in Bildung investieren. Nur aus Kindern, die eine Schule besucht haben, können später gut ausgebildete junge Menschen werden. Ohne gut ausgebildete junge Menschen funktioniert keine Wirtschaft, keine Gesundheitsversorgung, kein Bildungssystem.  Ohne Bildung gibt es keine Gleichberechtigung, keine Demokratie und kein selbstbestimmtes Leben. Das gilt ganz besonders für Mädchen und junge Frauen. Darum ist es so wichtig, den UN-Bildungsfonds wieder mit Geld zu füllen. Kein Kind darf zurückbleiben!"

Weltweit sind 222 Millionen Kinder und Jugendliche im schulfähigen Alter von Notsituationen und langanhalten Konflikten betroffen. Durch Kriege, Flucht, die Folgen des Klimawandels und die COVID-19 Pandemie hat sich die Zahl seit 2016 verdreifacht. Von den 222 Millionen Kindern und Jugendlichen gehen 78 Millionen nicht in die Schule.

84 Prozent aller Kinder und Jugendlichen, die nicht in die Schule gehen, sind von langanhalten Krisen wie gewalttätigen Konflikten oder  Naturkatastrophen betroffen. Der Großteil von ihnen lebt in zehn Ländern: Afghanistan, Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Mali, Nigeria, Pakistan, Somalia, Südsudan, Sudan und Jemen.

In Äthiopien zum Beispiel erreichen nur zwei Drittel  eines Jahrgangs einen Primarschulabschluss. Zum Vergleich: In Deutschland erreichen 99 Prozent einen Primarschulabschluss. Von den geflüchteten Kindern und Jugendlichen, die in Äthiopien leben, besuchen nur 47 Prozent eine Grund- oder weiterführende Schule.

Aber auch in Europa sind Kinder und Jugendliche betroffen. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat für Millionen von Kindern und Jugendlichen in der Ukraine den Zugang zu Bildung unterbrochen oder massiv erschwert.

Gerade in Zeiten von Krisen sind Schulen häufig die einzige Anlaufstelle für sauberes Trinkwasser, Mahlzeiten und sanitäre Anlagen. Schulen bieten „Normalität" und ermöglichen auch den Zugang zu Gesundheitsinformationen und -diensten sowie zu psychosozialer Unterstützung.

Für Mädchen in Krisenregionen ist der Zugang zu Bildung besonders erschwert. Die aktuelle Situation in Afghanistan, in der Frauen und jungen Mädchen der Zugang zu Sekundarschulen verwehrt ist, ist dafür ein drastisches Beispiel. Ohne Bildung können sie jedoch ihr volles Potenzial nicht entfalten,  den Kreislauf der Armut nicht durchbrechen und sind einem erhöhten Risiko von Zwangsverheiratung, Teenager-Schwangerschaften und geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt.

Weitere Informationen zur Konferenz: https://www.ecwhlfc2023.org


 

 

 

Klimawandel behindert Migration durch Schwächung des Wirtschaftswachstums in Herkunftsländern

SID Blog - 23. Januar 2023 - 21:25
Zu arm, um zu gehen

Der Klimawandel verstärkt Migration weltweit. In den vergangenen 30 Jahren wurde dieser Effekt aber stark verringert, weil der Klimawandel das Wirtschaftswachstum in den Ländern des globalen Südens schwächt. Das haben Forschende des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) herausgefunden, indem sie die beobachteten Migrationsströme mit einem Szenario ohne die Auswirkungen des Klimawandels verglichen haben.

„Der Klimawandel verringert das Wirtschaftswachstum in fast allen Ländern der Welt", erläutert Jacob Schewe, Leiter des PIK FutureLabs Sicherheit, ethnische Konflikte und Migration und einer der Autoren der Studie, die in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht wurde. „Dies wirkt sich aber in ärmeren und reicheren Ländern sehr unterschiedlich aus. Insgesamt hat die Migration im Zusammenhang mit dem Klimawandel zugenommen – aber sie hat das in geringerem Maße getan, als man hätte erwarten können. Der Grund ist bitter: In armen Ländern fehlen vielen Menschen in Not die Mittel, um auswandern zu können. Ihnen bleibt keine Wahl als zu bleiben, wo sie sind."

In ihrer Studie konzentrierten sich die PIK-Wissenschaftler auf einen wichtigen Einflussfaktor für Migrationsströme – das Einkommensniveau eines Landes. Sie untersuchten, wie sich der Klimawandel auf die internationale Migration auswirkt, indem sie das Einkommensniveau mehrerer Länder von 1990 bis 2020 analysierten.

„Das Wirtschaftswachstum beeinflusst das nationale Einkommensniveau und dieses wiederum die Migration. Sowohl aus Ländern mit hohem als auch aus Ländern mit sehr niedrigem Einkommensniveau wandern relativ wenige Menschen aus. Bei den armen Ländern liegt das unter anderem daran, dass sich viele Menschen einfach die Ausreise nicht leisten können", erläutert Christian Otto, PIK Wissenschaftler und ebenfalls Ko-Autor der Studie. Sehr arme Menschen bleiben also oft in ihrem Heimatland, auch wenn sie dort in Not geraten oder aus anderen Gründen gern auswandern würden.

„Bei unserer Studie ging es nicht um die durch Naturkatastrophen verursachte Flucht", ergänzt Anders Levermann, Leiter der Komplexitätsforschung am PIK, Professor an der Universität Potsdam und Wissenschaftler an der New Yorker Columbia University, ein Mitautor der Studie. „Vielmehr ging es um die von den Lebensumständen motivierte Migration. Die globale Erwärmung hält viele Menschen im globalen Süden weiter in Armut und erschwert ihnen so das Auswandern. Der Klimawandel nimmt Menschen eine wichtige Möglichkeit, sich an seine Folgen anzupassen, und verstärkt damit die Schere zwischen Arm und Reich."


Artikel: Albano Rikani, Christian Otto, Anders Levermann, Jacob Schewe (2023): More people too poor to move: Divergent e ffects of climate change on global migration patterns. Environmental Research Letters [DOI 10.1088/1748-9326/aca6fe]

Weblink zum Artikel: https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/aca6fe


Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)  23.01.2023


Frankreich und Deutschland beschließen engere Zusammenarbeit bei globalen Krisen und der Reform der Weltbank

SID Blog - 23. Januar 2023 - 21:24
Paris, 22.1.2023: Entwicklungsministerin Svenja Schulze traf am 22.1.2023 beim deutsch-französischen Ministerrat in Paris mit ihrer französischen Amtskollegin Chrysoula Zacharopoulou zusammen. Sie bekräftigten, sich gemeinsam als Europäerinnen für die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sowie für die Bekämpfung globaler Krisen wie dem Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Pandemien einzusetzen.

 

Zacharopoulou: „Als Franzosen, Deutsche und Europäer teilen wir die Entschlossenheit, die Ziele für nachhaltige Entwicklung umzusetzen. Wir teilen ebenfalls das Engagement für den Multilateralismus und die internationale Solidarität. Meine deutsche Amtskollegin und ich werden eng zusammenarbeiten, um die zahlreichen Aufgaben 2023 zu einem Erfolg zu machen."

 

Schulze: „2015 haben wir uns als Weltgemeinschaft globale Nachhaltigkeitsziele für das Jahr 2030 gegeben. 2023 ist Halbzeit und es sieht nicht gut aus. Pandemie, Konflikte und nicht zuletzt der völkerrechtswidrige, menschenverachtende russische Angriffskrieg haben uns um Jahre zurückgeworfen bei Armut, Hunger, Gesundheit oder Bildung. Meine französische Amtskollegin und ich haben besprochen, enger zusammenzuarbeiten, um Fortschritte im Klimaschutz und bei der Armutsbekämpfung schneller und effektiver zu erreichen. Dafür braucht es auch eine Reform der Weltbank. Die Weltbank muss fit dafür werden, den weltweiten Klimaschutz voranzubringen."

 

Beim deutsch-französischen Ministerrat am 22. Januar beschlossen die französische und die deutsche Entwicklungsministerinnen, Chrysoula Zacharopoulou und Svenja Schulze, in den kommenden Jahren als deutsch-französisches Duo und im Team Europe eng zusammenzuarbeiten. Sie erörterten insbesondere die Umsetzung der folgenden zentralen Vorhaben:

 

1)      Multilaterale Herausforderungen für Entwicklung und für den Schutz der globalen öffentlichen Güter

 

Mit Blick auf den Gipfel über einen „Neuen Finanzpakt" mit dem Globalen Süden, der für den 23. Juni in Paris geplant ist, verständigten sich beide Länder darauf, sich zu konsultieren und abzustimmen, sowie  gemeinsame Standpunkte zur Weiterentwicklung der internationalen Entwicklungs-Architektur und zum Schutz der globalen öffentlichen Güter in die verschiedenen multilateralen Foren einzubringen, insbesondere die G7 und die G20.

 

2)      Just Energy Transition Partnership (JETP) im Senegal

 

Frankreich und Deutschland, die gemeinsam für die Verhandlung einer Partnerschaft für eine gerechte Energiewende (Just Energy Transition Partnership, JETP) mit Senegal federführend sind, werden gemeinsam den Abschluss eines Abkommens in den nächsten Monaten voranbringen. Frankreich und Deutschland haben auf der COP27 als erste bilaterale Geber Finanzierungen im Rahmen der JETP mit Südafrika bereitgestellt (600 Mio. Euro). Des Weiteren beteiligen sich beide Länder aktiv an der Umsetzung der kürzlich unterzeichneten JETP mit Indonesien und Vietnam.

 

3)      Schutz der Wälder des Kongobeckens

 

Im Rahmen der Übergabe des Vorsitzes der Kongobeckenwaldpartnerschaft von Deutschland an Frankreich stehen beide Länder im regelmäßigen Dialog über den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder Zentralafrikas, insbesondere mit Blick auf den One Forest Summit.

 

Die beiden Ministerinnen kamen überein, sich regelmäßig über den Fortschritt dieser Leuchtturmprojekte auszutauschen und die Umsetzung anderer strategischer Vorhaben in ihrem Bereich zu verfolgen.

 

 

 

Kinderferienprojekt: Aus alter Kleidung wird Neues

#Nachhaltigkeit in #Hamburg - 23. Januar 2023 - 10:00

Im März wird in der LOLA wieder gemeinsam ausrangierte Kleidung zu neuen Schätzen umgestaltet. An dem Ferienprojekt können Kinder von 9 bis 12 Jahren aus Bergedorf teilnehmen. Acht Kinder aus Bergedorf kamen im Herbst 2022 täglich zusammen, um mit der Nähmaschine aus ausrangierter Kleidung und Stoffen „neue“ Gebrauchs- und Dekogegenstände zu schaffen. Entstanden sind Kissen, …

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Jetzt bewerben! Pilotprojekte „Ganztag und Raum“

Globales Lernen in Hamburg - 21. Januar 2023 - 12:49

Wie lässt sich gute inklusive ganztägige Bildung in bestehenden Räumen umsetzen? Das Projekt „Ganztag und Raum“ geht in die nächste Runde. Gesucht werden vier neue Pilotprojekte, die im Schuljahr 2023/2024 in einem maßgeschneiderten Prozess begleitet und beraten werden. Ziel ist es, jeweils ein integriertes Nutzungskonzept zu entwickeln, das die additiven Strukturen von „Schule (Bildung)“ und „Jugendhilfe (Betreuung)“ sowohl pädagogisch als auch räumlich auflöst. Auf dieser Basis erfolgen organisatorische sowie Umbau- und Ausstattungsmaßnahmen.

Nach einer grundsätzlichen Interessensbekundung bewerben sich Vertreter*innen aus Verwaltung, Schule und Jugendhilfe gemeinsam. In der Bewerbung werden relevante Informationen zur Schule, zum bestehenden Ganztagskonzept sowie zur Projektmotivation dargestellt. Eine multiprofessionell besetzte Jury wählt aus den eingegangenen Bewerbungen mindestens acht Standorte aus.

In einer zweiten Phase finden Hospitationen und Interviews durch die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft an den ausgewählten Standorten statt. Darauf basierend erfolgt die abschließende Auswahl der vier neuen Pilotprojekte durch die Jury.

Alle Informationen auf einen Blick

Alle Informationen sowie die Ausschreibung finden Sie unter https://www.montag-stiftungen.de/handlungsfelder/paedagogische-architektur/ganztag-und-raum/ausschreibung

Zwei Informationsveranstaltungen am 31.01.2023 in Köln und am 08.02.2023 in Berlin informieren über die Ausschreibung und bieten die Möglichkeit für Fragen und Austausch. Zusätzlich werden erste Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt in Ulm präsentiert.

Kategorien: Hamburg

„Wir haben es satt!“-Demo

AgrarKoordination - 21. Januar 2023 - 12:00
Breites Bündnis aus Landwirtschaft und Gesellschaft fordert Umverteilung, damit Agrarwende und gutes Essen für alle klappen Berlin, 21.01.23. Bauernhöfe unterstützen, Insektensterben und Klimakrise stoppen, artgerechte Tierhaltung statt Megaställe und gutes Essen für alle – das fordern 10.000 Menschen bei eisigen Temperaturen zum Auftakt der „Grünen Woche“ bei der „Wir haben es satt!“-Demonstration in Berlin. „Wir erwarten deutlich mehr von Agrarminister Özdemir und der Bundesregierung, das war zu wenig ambitioniert, zu mutlos und zu langsam“, sagt Bündnis-Sprecherin Inka Lange mit Blick auf ein Jahr Agrar- und Ernährungspolitik der Ampel-Koalition. „Olaf Scholz‘ selbsternannte Fortschrittskoalition blockiert die Agrarwende. Das Höfesterben geht weiter, das 1,5-Grad-Ziel wurde beerdigt und trotz enormen Reichtums können sich bei uns viele Menschen keine gesunden, umweltgerecht hergestellten Lebensmittel leisten.“ Die Lage ist ernst: Jeden Tag schließen hierzulande im Schnitt zehn landwirtschaftliche Betriebe und für Konzerninteressen wird in Lützerath die Klimakrise weiter angeheizt. Weltweit hungert mittlerweile jeder zehnte Mensch, während 95 Energie- und Lebensmittelkonzerne ihre Gewinne im letzten Jahr mehr als verdoppelt haben. Nach einem Jahr im Amt ist die Schonzeit für Minister Özdemir vorbei. Die Menschen verlangen mehr Tempo beim sozial gerechten Umbau der Landwirtschaft. Als Ernährungsminister muss Özdemir dafür sorgen, dass auch Menschen mit wenig Geld Zugang zu guten Lebensmitteln haben. „2023 muss die Regierung die sozial gerechte Agrar- und Ernährungswende voranbringen. Denn eine gute Zukunft geht nur sozial und ökologisch”, so Lange„Konkret fordern wir: eine Übergewinnsteuer auch für Agrar- und Lebensmittelkonzerne, die Mehrwertsteuer bei Obst und Gemüse auf Null senken, viel mehr Unterstützung für Menschen mit wenig Geld, eine Vermögensabgabe für Superreiche sowie gerechte und klimaschonende Agrarsubventionen.“ Artgerechte Tierhaltung, mehr Insekten- und Klimaschutz auf den Höfen, die notwendige Erhöhung des Bürgergeld-Regelsatzes um mindestens 250 Euro – das alles kostet und dafür muss Finanzminister Lindner die Mittel freigeben. Das Geld ist da. Es konzentriert sich aller­dings in den Händen weniger Milliardär*innen. 81 Prozent der Vermögensgewinne aus den Jahren 2020 und 2021 gingen auf das Konto des obersten Prozents in Deutschland. Konzerne dürfen nicht länger von Krisen profitieren, dafür brauchen wir gerechte Steuern. Die Demonst­ration steht unter dem Titel: „Wir haben Krisenprofite satt! Gutes Essen für alle – statt Profite für wenige“. Karen Stubbemann, Bäuerin aus Niedersachsen, die mit dem Trecker angereist ist, sagt: „Wir Bäuerinnen und Bauern ziehen mit der Gesellschaft an einem Strang, aber die Politik muss endlich planbare Rahmenbedingungen für den Umbau der Landwirtschaft vorgeben. Wir brauchen wirtschaftliche Perspektiven, die eine klima- und umweltschonende Bewirtschaf­tung und den Umbau der Tierhaltung ermöglichen. Die Agrarsubventionen müssen gerecht verteilt und an ökologische und tiergerechte Kriterien gebunden werden. Und wir brauchen ein klares Bekenntnis gegen Gentechnik auf Acker und Teller.“ Schon am Vormittag übergaben die Bäuerinnen und Bauern, die mit ihren Traktoren nach Berlin gekommen waren, eine Protestnote an Özdemir und die rund 80 versammelten Agrar­minister*innen der Welt. Zudem fand der „6-Punkte-Plan für gutes Essen für alle“ seinen Adressaten im Agrarminister. Über 100 Organisationen – von Landwirtschaft über Umwelt- und Sozialverbänden bis zu Gewerkschaften und Erwerbslosen-Initiativen – fordern von der Bundesregierung höhere Sozialleistungen, faire Erzeuger*innenpreise und gute Löhne. Aufgerufen von 60 Organisationen gehen bei der „Wir haben es satt!“-Großdemonstration seit 2011 viele Tausende gegen die Agrarindustrie und für eine zukunftsfähige Landwirtschaft auf die Straße. Konventionelle und Öko-Bäuer*innen demonstrieren im Schulterschluss mit der Gesellschaft gegen die fatalen Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft. Gemeinsam zeigt das Bündnis Wege für eine bäuerliche Landwirtschaft auf, die auf breite Zustimmung in der Bevölkerung treffen und den Bauernhöfen wirtschaftliche Perspektiven bieten.
Kategorien: Hamburg

Gutes Essen für alle – statt Profite für wenige!

AgrarKoordination - 21. Januar 2023 - 12:00
Zusammenstehen für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft, für Klima-, Tier- und Umweltschutz, für globale Gerechtigkeit und gesundes Essen für alle Viel zu wenig Regen, trockene Böden und schlechte Ernten – die Klimakrise wird auch bei uns immer bedrohlicher. Die Wachstumslogik und politische Fehlentscheidungen sind verantwortlich für das Überhitzen des Planeten und das dramatische Artensterben. Viele Höfe müssen dichtmachen, während weiter große Tierfabriken genehmigt werden. Weltweit wächst der Hunger und auch hierzulande wissen viele Menschen nicht mehr, wie sie ihren Kühlschrank füllen sollen. Wir kämpfen für die sozial-ökologische Transformation. Sie ist die Antwort auf die vielfältigen Krisen. Klar ist: Ohne Agrar- und Ernährungswende verfehlen wir krachend das 1,5-Grad-Ziel und damit globale Klimagerechtigkeit. Alle Menschen müssen sich gesunde Lebensmittel leisten können. Bauernhöfe, Bäckereien und das Lebensmittelhandwerk brauchen faire Preise. Wir haben Konzerne satt, die mit dem Hunger in der Welt ihr Geschäft machen. Investmentfonds verdienen an der Spekulation mit steigenden Nahrungsmittelpreisen. Agrar-, Lebensmittel- und Düngerkonzerne wie Cargill, Unilever oder Yara vermelden in der Krise horrende Profite. Supermarktketten mit massiver Marktmacht drehen an den Preisschrauben. Konzerne wie Bayer wollen Agro-Gentechnik auf unsere Äcker und Teller bringen. Das haben wir satt! Essen ist politisch – für eine gerechte Agrar- und Sozialpolitik! 
Wir schätzen die Arbeit aller, die uns mit gesunden und hochwertigen Lebensmitteln versorgen.
 Gerade in Krisenzeiten sind wir solidarisch und kämpfen für eine gerechte Gesellschaft: mit vielen Bauernhöfen, die ländliche Räume lebendig halten. Mit einer flächengebundenen, artgerechten Haltung von weniger Tieren. Mit fairen, regionalen Versorgungsketten und mehr pflanzlicher Ernährung. Mit gesundem Essen, einer gerechten Verteilung des Wohlstands und einem guten Leben ohne Krieg und Ausgrenzung für alle Menschen weltweit. Es gibt genug Nahrung, doch sie wird ungerecht verteilt oder verschwendet. Viel zu viel Essen landet als Futter im Trog, Agrosprit im Tank oder Abfall im Müll. Künftig muss gelten: Teller statt Trog und Tank – Lebensmittelverschwendung stoppen! So schützen wir das Klima und alle werden satt. Für die sozial gerechte Agrar- und Ernährungswende gehen wir im Januar mit Tausenden – pandemiegerecht und entschlossen – auf die Straße. Zu wenig, zu langsam – das ist die Bilanz von einem Jahr Ampel-Koalition. Agrarminister Özdemir muss den Umbau der Landwirtschaft beschleunigen und Finanzminister Lindner die notwendigen Mittel freigeben. Bäuer*innen und Gesellschaft wollen den Umbau, aber Klima-, Tier- und Naturschutz müssen sich für die Höfe lohnen. Der russische Angriffskrieg darf nicht gegen eine nachhaltige Landwirtschaft ausgespielt werden. Dafür erhöhen wir zum Auftakt der weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“ im Berliner Regierungsviertel den Druck. Wir haben die Krisenprofite satt – für eine globale Agrarwende und gutes Essen für alle! Wir fordern die sozial-ökologische Transformation:

Höfesterben stoppen
faire Erzeuger*innenpreise durchsetzen und Bauernhöfe beim klima- und artgerechten Umbau unterstützen! Krisengewinne besteuern
Übergewinnsteuer auch für Agrar- und Lebensmittelkonzerne und viel mehr Unterstützung für Armutsbetroffene! Klimakrise und Artensterben bekämpfen
durch Mehrwertsteuersenkung mehr Pflanzliches auf die Teller bringen und pestizidfreie Lebensräume für Insekten sichern! Bäuerliche Tierhaltung erhalten
mit weniger Tieren, die dafür deutlich besser gehalten werden! Hunger beenden und Agro-Gentechnik stoppe
Spekulationsverbot für Lebensmittel, gerechter Handel und gutes, gentechnikfreies Essen für alle! Wir haben Agrarindustrie satt!-Demo: Samstag, 21.1.23 | 12 Uhr | Berlin
Kategorien: Hamburg

GIZ akzente Newsletter, Ausgabe 1/23

SID Blog - 20. Januar 2023 - 11:19

            Ausgabe 1/23     akzente Newsletter     Einblicke in die Arbeit der GIZ weltweit
Ein Service der Unternehmenskommunikation         Sehr geehrte Leserinnen, sehr geehrte Leser,

wir freuen uns sehr, dass Sie unseren GIZ akzente-Newsletter abonniert haben! Multimediale Geschichten nehmen Sie mit in die mehr als 120 Einsatzländer der GIZ und liefern spannende Hintergründe zu den drängenden Themen der internationalen Zusammenarbeit.

Seit letztem Jahr steht Ihnen GIZ akzente komplett digital zur Verfügung – jederzeit und überall erreichbar. Auch außerhalb des redaktionellen Kosmos lässt sich die Digitalisierung nicht mehr wegdenken: Sie ist eines der zentralen Themen, mit denen wir uns als GIZ weltweit befassen. Wie kann Digitalisierung als Entwicklungstreiber genutzt werden? Wie können alle Menschen Zugang zum Internet erhalten? Lesen Sie dazu mehr in diesem Newsletter.

Zunächst blicken wir aber auf Themen, die uns auch 2023 stark fordern werden: das Klima und die Biodiversität. Die 15. Biodiversitätskonferenz im vergangenen Dezember hat Artenvielfalt in den Fokus gerückt, bisher fehlt aber die globale Aufmerksamkeit. Warum ist das so? Unsere Beiträge liefern einige Antworten.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

Ihre Ute Schaeffer
GIZ-Pressesprecherin

PS. Kennen Sie Menschen, für die GIZ akzente ebenfalls spannend sein könnte? Leiten Sie diesen Newsletter gerne weiter!         Inhalt Biodiversität » Klimaschutz und der Erhalt von Biodiversität gehören zusammen » Hintergründe zur Biodiversität » Nutzpflanzen 2.0 » Was schätzen Sie? akzente des Monats » Klimapolitik im Kleinen und Großen » Status Quo Digitalisierung Making-of     Biodiversität     Klimaschutz und der Erhalt von Biodiversität gehören zusammen Die Biodiversitätskrise ist nicht weniger gefährlich als der Klimawandel. Nur eine intakte Natur kann im Ökosystem Erde unser Überleben sichern. GIZ-Vorstandsmitglied Ingrid-Gabriela Hoven wünscht sich ein klares Zeichen, mehr für Biodiversität zu tun. Bislang hat der Schutz des Artenreichtums aber keine große Lobby. Warum eigentlich?
Erklärungsansätze und wie Entwicklungszusammenarbeit helfen kann, lesen Sie im Interview mit Frau Hoven.   © IISD/ENB Angeles Estrada Vigil »  Zum Interview Hintergründe zur Biodiversität © 3st kommunikation Die biologische Vielfalt schrumpft seit Jahren drastisch. Etwa eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht, der natürliche Verlust wird damit um das 100-Fache übertroffen. Die 15. UN-Biodiversitätskonferenz im vergangenen Dezember hat dem Thema zu verstärkter Aufmerksamkeit verholfen. Das ist entscheidend, damit der Erhalt der Artenvielfalt gelingt und wirkungsvolle Schutzmechanismen in Gang kommen. Auf GIZ akzente finden Sie Hintergründe, Interviews und kompakte Fakten zum hochaktuellen Thema. »  Zum Themen-Spezial Nutzpflanzen 2.0 Der Klimawandel wirkt sich auf Ernteerträge aus: Klassische Nutzpflanzen wie Weizen oder Reis halten Dürre, Überschwemmungen und Starkregen immer weniger stand.
Um die Ernährungssicherheit zu erhalten und zu verbessern, müssen Nutzpflanzen an die neuen Verhältnisse angepasst werden.
Neue Züchtungen besinnen sich auf teilweise uralte Sorten – oder hochmoderne Neuauflagen bekannter Klassiker.
Wir stellen fünf Nutzpflanzen 2.0 vor. »  Zum Artikel   © 3st kommunikation   Was schätzen Sie?       Niemand weiß genau, wie viele Arten es auf der Erde gibt. Wissenschaftler*innen gehen aktuell von etwa 15 Millionen aus – viele davon hat noch kein Mensch je zu Gesicht bekommen. Wie viele Arten sind tatsächlich bekannt und beschrieben?

a) 10,3 Millionen
b) 6,4 Millionen
c) 1,8 Millionen


Die Antwort und mehr Fakten zum Thema „Biologische Vielfalt" finden Sie in unserer
» Infografik       akzente des Monats     Klimapolitik im Kleinen und Großen © picture alliance/photothek | Thomas Imo Das Klima ist politisch. Und wie in allen politischen Prozessen treffen verschiedene Meinungen und Interessen aufeinander. Eines ist unbestreitbar: Der Klimawandel zeigt dramatische Auswirkungen auf allen Kontinenten, er passiert genau jetzt und genau vor unseren Haustüren. Ein globales Vorgehen ist daher wichtiger denn je. Wir beleuchten verschieden Facetten zum Thema Klimapolitik – vom Rückblick auf die COP27 über die Relevanz von 0,5 Grad Celsius bis hin zu Visionär*innen, die ihre unmittelbare Umwelt schützen.
»  Zum Themen-Spezial Status Quo Digitalisierung © 3st kommunikation Digitalisierung und Internetnutzung umspannen den ganzen Globus. Doch erst zwei Drittel der Menschen haben Zugang zum Netz. Insgesamt gibt es noch Luft nach oben, was die gesicherte Teilhabe und einen nachhaltigen Umgang mit Internet und Digitalisierung angeht. Wissen, wo die Potenziale und Schwachstellen liegen, ist der erste Schritt auf dem Weg dorthin.
Unsere Infografik lenkt den Blick auf 9 aufschlussreiche Fakten.
»  Zur Infografik     Making-of     Eine Reportage aus Laos © Peter Livermore In den vergangenen Monaten waren wir für Sie auf der Welt unterwegs und haben interessante Menschen und Projekte kennengelernt. Wie zum Beispiel in Laos. Dort begeisterte unser Video-Team die Kinder eines kleinen Dorfes mit ihrer Drohne. Worum es eigentlich bei der Recherche ging? »  Zur Reportage     Kontakt
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Vorsitzender des Aufsichtsrats
Staatsekretär Jochen Flasbarth

Vorstand
Thorsten Schäfer-Gümbel (Vorstandssprecher)
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Verantwortlich:
Ute Schaeffer, GIZ-Pressesprecherin

Redaktion:
Franziska Schmuelling
Nicole Annette Müller
Sabrina Pfost
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Entwicklungsministerium fordert globalen Strukturwandel

SID Blog - 20. Januar 2023 - 11:17

Kampf gegen den Hunger kann nur mit Umbau von Agrar- und Ernährungssystemen erfolgreich sein

Unsere Agrar- und Ernährungssysteme müssen mehr und anderes leisten als heute: Welternährung sichern, Lebensgrundlagen wie Böden und Wasser schützen, Einkommen sichern. Entsprechende Forderungen und entwicklungspolitische Initiativen stellte Entwicklungs-Staatssekretär Jochen Flasbarth heute bei der Internationalen Grünen Woche in Berlin vor. Langfristige Ernährungssicherheit, dazu Vorrang von Getreide als Lebensmittel vor Tank oder Trog, eine entwaldungsfreie Landwirtschaft, sowie die Honorierung ökologischer Leistungen in der Landwirtschaft sind zentrale Bausteine beim Umbau der Agrar- und Ernährungssysteme.

Flasbarth: „Die heutige globale Ernährungs- und Landwirtschaft schädigt und zerstört vielerorts ihre eigenen Produktions- und damit Lebensgrundlagen und befeuert den Klimawandel. Die unmittelbaren Folgen spüren vor allem arme Menschen im globalen Süden. Dürren und Überschwemmungen vertreiben Menschen aus ihrer Heimat, landwirtschaftliche Erträge gehen zurück, Hunger und Mangelernährung werden verschärft, immer mehr Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Entwicklungsländern können nicht von ihrer Arbeit leben. Daher müssen wir grundlegend an die Strukturen ran. Die Agrar- und Ernährungssysteme müssen weltweit eine gesunde Ernährung für die wachsende Weltbevölkerung innerhalb der planetaren Grenzen und zwar zu fairen Bedingungen sicherstellen. Das wird nur mit strukturellen Veränderungen gelingen. Die müssen wir international ebenso voranbringen wie bei uns in Deutschland. Zu dieser Transformation tragen wir mit unserem entwicklungspolitischen Engagement bei."

Weltweit hungern laut Vereinten Nationen rund 828 Millionen Menschen, mehr als drei Milliarden Menschen können sich keine ausreichende und gesunde Ernährung leisten. Gleichzeitig tragen die gegenwärtigen Agrar- und Ernährungssysteme zu Klimawandel, Biodiversitätsverlust und zur Zerstörung von natürlichen Ressourcen wie Böden, Wäldern und Wasser bei. Die drastischen Folgen spüren insbesondere arme Menschen im globalen Süden.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, müssen Agrar- und Ernährungssysteme mehr und anderes leisten als heute: Sie müssen multifunktional sein. Sie müssen die Welternährung sichern, zu Einkommen und Beschäftigung im ländlichen Raum beitragen, also Armut bekämpfen, und die natürlichen Ressourcen schützen. Voraussetzung dafür ist eine ausgewogene Entwicklung im ländlichen Raum, die Lebensgrundlagen wie Wasser und Böden erhält und nachhaltig nutzt. Das BMZ leistet hierzu mit seinem entwicklungspolitischen Engagement wichtige Beiträge: „Hunger bekämpfen – Agrar- und Ernährungssysteme transformieren!".

Eine entwaldungsfreie Landwirtschaft ist zentral beim Bemühen um nachhaltiges, ressourcenschonendes Wirtschaften. Der Anbau von Agrarrohstoffen darf nicht zur Zerstörung von Naturräumen wie Wäldern führen. Wir dürfen über den Agrarhandel keine Entwaldung importieren. Darum fördert das BMZ gemeinsam mit seinen Partnerländern den Aufbau entwaldungsfreier Lieferketten und unterstützt internationale handelspolitische Initiativen wie die kommende EU-Verordnung zum Import entwaldungsfreier Produkte wie Soja, Palmöl, Rindfleisch und Leder, Kakao, Kaffee, Naturkautschuk und Holz. Weitere Informationen: „Entwaldungsfreie Lieferketten - Nachhaltige Anbauregionen fördern und Wald schützen".

 Staatssekretär Flasbarth wird im Rahmen der Grünen Woche auch Gespräche mit Partnern im Bündnis für globale Ernährungssicherheit führen. Das Bündnis für globale Ernährungssicherheit wurde auf Initiative von Entwicklungsministerin Schulze im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft gemeinsam mit der Weltbank als direkte Reaktion auf die sich ausweitende Ernährungskrise in Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Mai 2022 ins Leben gerufen. Seither hat sich das weltweite Bündnis als agile, offene Plattform etabliert und eine Vielzahl an Partnern gewonnen. Am Stand des BMZ spricht Staatssekretär Flasbarth heute mit der Kommissarin der Afrikanischen Union für Landwirtschaft, Ländliche Entwicklung, nachhaltige Wirtschaft und Umwelt, Josefa Leonel Correia Sacko, sowie mit Weltbank-Vizepräsident für Nachhaltige Entwicklung, Jürgen Vögele.

Das BMZ auf der Internationalen Grünen Woche:

Standort: Halle 10.2, Stand 107

Weitere Informationen zum BMZ-Bühnenprogramm: Link zum Bühnenprogramm

 



Entwicklungsministerium stärkt Situation der jesidischen Gemeinschaft im Nordirak

SID Blog - 19. Januar 2023 - 14:31
Der parlamentarische Staatsekretär im Entwicklungsministerium Niels Annen trifft Aktivistinnen und Aktivisten der jesidischen Gemeinschaft

Heute will der Bundestag entscheiden, die Gräueltaten gegen die Jesiden durch den sogenannten Islamischen Staat (IS) im Irak offiziell als Völkermord anzuerkennen. Vor diesem Hintergrund trifft sich der parlamentarische Staatssekretär im BMZ Niels Annen mit  Vertretern des Zentralrates der Êzîden in Deutschland, Überlebenden sowie Stammesoberhäuptern aus dem Nordirak. Neben dem Austausch zur Situation der Jesiden stellt Niels Annen auch das laufende Engagement des BMZ im Nordirak vor, wo ein großer Teil der Gemeinschaft lebt. Mit Hilfe der deutschen  Entwicklungszusammenarbeit konnten seit 2014 fast fünf Millionen Binnenvertriebene im Irak wieder in ihre Heimat zurückkehren.  Seit 2014 hat das Entwicklungsministerium (BMZ) mehr als zwei Milliarden Euro in den Wiederaufbau des Iraks investiert.

Staatsekretär Niels Annen: „Wir haben viel geschafft, das zeigen die klar messbaren Entwicklungsfortschritte im Nordirak. Aber wir sehen auch, dass die Lage für viele Menschen in der Region nach wie vor schwierig ist. Wir unterstützen daher auch weiterhin ganz besonders die Aufarbeitung der Folgen der IS-Terrorherrschaft, den Wiederaufbau, aber auch die Versorgung und Integration in den Gastgemeinden. Für die Zukunft müssen wir vor allem die strukturellen Entwicklungshemmnisse des irakischen Staates ins Visier nehmen, zuallererst die Korruption und die überbordende Bürokratie. Wir müssen Perspektiven für die Menschen schaffen und sie gegen die Auswirkungen des Klimawandels wappnen".  

Mit Hilfe der deutschen Entwicklungszusammenarbeit wurde viel im krisengebeutelten Nordirak erreicht, von dem auch die Angehörigen der jesidischen Minderheit profitieren: So konnte seit dem Sieg über den IS der Zugang zu medizinischer Grundversorgung für rund vier Millionen Menschen verbessert werden. Die Trinkwasserversorgung wurde für 3,5 Mio. Menschen wiederhergestellt und Bildungsangebote für über 800.000 Schülerinnen und Schüler geschaffen. Die Krisenbewältigung spielt weiterhin eine wichtige Rolle, und dies oftmals auf ganz persönlicher Ebene.

Viele jesidische Mädchen und Frauen sind Opfer von sexualisierter Gewalt durch den IS geworden. Das BMZ unterstützt deshalb mehrere Projekte im Nordirak zur Trauma-Verarbeitung und psychosozialer Betreuung. Wiederaufbauprojekten werden zudem stets Maßnahmen zur Seite gestellt, die den gemeinschaftlichen Zusammenhalt stärken sollen. 

Das BMZ schlägt mit seinem Engagement im Irak somit bewusst einen Bogen von kurzfristiger Flüchtlingshilfe und Krisenbewältigung hin zum Wiederaufbau befreiter Gebiete bis zur Unterstützung langfristiger Entwicklung und notwendiger Strukturreformen. Neben der notwendigen Aufarbeitung der Krise soll insbesondere das Überwinden der strukturellen Ursachen helfen, zukünftigen Konflikten entgegenzuwirken und ein friedliches Zusammenleben im Irak sicherzustellen. 


 

 

 

 

Abidjan Declaration

UIL UNESCO Hamburg - 18. Januar 2023 - 17:17
Kategorien: english, Hamburg

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