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Nach der Annahme ist vor der Umsetzung

VENRO - 7. Dezember 2018 - 5:19

Unter dem strahlend blauen marokkanischen Himmel scheinen sich die Rauchwolken und Nebelkerzen der aufgehitzten deutschen Debatte um den Globalen Migrationspakt während der letzten Wochen verzogen zu haben. Die Konfrenzteilnehmenden auf dem internationalen GFMD, dem Global Forum on Migration and Development mit zahlreichen Fachveranstaltungen zu Migration  hoffen, dass sich die Anzahl der Länder, die den Pakt nicht unterzeichnen wollen, konsolidiert hat. Hier steht die zentrale Frage im Fokus, was nach der Annahme in Deutschland folgen muss und was lässt sich an Erkenntnissen aus den vergangenen Wochen dafür mitnehmen lässt?

Die Umsetzung
Im Pakt wird definiert, was ein nationaler Umsetzungsprozess beinhaltet: er soll praktisch und ehrgeizig sein, regelmäßig die Fortschritte bewerten, offen sein für Beteiligungen aller Stakeholder inklusive Parlamenten und Kommunen und diese Ergebnisse auch in die Fortschrittsbewertungen auf regionaler und internationaler Ebene tragen. Das bedeutet im Ergebnis eine Art Aktionsplan mit konkreten Zielen, Konsultationen mit der Zivilgesellschaft, insbesondere auch mit Organisationen von Migrant_innen. Einige Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag wie das Fachkräfteeinwanderungsgesetz sowie der Integrationsaktionsplan fallen in den Bereich des Paktes. Diese Vorhaben sollten im Lichte des Paktes umgesetzt werden – ja, er soll innerstaatliches Verhalten beeinflussen, aber dazu später. Angesichts der Flexibilität, die der Pakt bei der Umsetzung lässt, sollten die Schwerpunkte der Umsetzung nach menschenrechtlichen Gesichtspunkten ausgewählt werden, damit am Ende nicht nur Rückführung und Bekämpfung von Schleuserkriminalität übrig bleibt. Die Zivilgesellschaft könnte eine an menschenrechtlichen Gesichtspunkten orientierte Schwerpunktsetzung auch durch eine eigene Prioritätenliste forcieren, die menschenrechtliche Lücken unter anderem bei Gesetzgebung und Verwaltungspraxis aufzeigt. Anhaltspunkte bieten hier übrigens auch die Empfehlungen der UN-Menschenrechtsvertragsorgane.

Die Kommunikation
Es braucht eine neue Art von Strategie für die Kommunikation, sowohl auf staatlicher Seite wie auch auf Seiten der Zivilgesellschaft. Die Debatte der vergangenen Wochen hat gezeigt, dass beim Thema Migration deutlich weniger Hemmungen als bei anderen Themen bestehen, jegliche Ansprüche an intellektuelle Aufrichtigkeit, Fakten und außenpolitische Grundpfeiler fahren zu lassen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es den Gegnern des Paktes weniger um einzelne Sachfragen ging, sondern der Migrationspakt als solches bereits für sie ein Reizwort ist. Ihn als Grundlage und Ratio für nationale Umsetzung zu nehmen, wird daher schwieriger als das beispielsweise bei der Agenda 2030 der Fall ist – auch wenn der Migrationspakt ja letztlich eines der Themen der Agenda 2030 aufgreift.

Die EU nicht vergessen
Der erste Review – eine Art Fortschrittsbewertung der Umsetzung – des Paktes wird 2020 auf der regionalen Ebene stattfinden, der erste globale Review folgt erst 2022. Gerade zum regionalen Review enthält der Pakt wenig. Gleichzeitig ist die EU einer der bedeutendsten regionalen Akteure, deren Migrationspolitik immer stärker kritisiert wird. Hier gilt es, Ideen zu entwickeln, wie der regionale Review in Europa strukturiert werden kann und wie insbesondere das regionale europäische Menschenrechtschutzsystem eingebunden werden kann.

Multilateralismus verteidigen
Die zunächst schwache Antwort bei zahlreichen Vertreter_innen von Parlament und Regierung, der Pakt sei ja ohnehin nicht rechtsverbindlich, geht am Kern vorbei. Außenpolitische Ratio Deutschlands seit dem 2. Weltkrieg und Sinn und Zweck der Kooperation zwischen Staaten ist doch gerade, durch Einigung auf Menschenrechtsstandards und Verfahren ein internationales System regelbasiert zu gestalten. Nicht zuletzt die EU ist Ausdruck dieses aufgeklärten Souveränitätsverständnisses. Natürlich soll der Pakt zukünftig Orientierung bieten für das gemeinsame Handeln Deutschlands und aller Staaten.

Andrea Kämpf, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Menschenrechte, Abteilung internationale Menschenrechtspolitik. Der Beitrag gibt die persönliche Meinung der Autorin wieder.

 

Myanmar, the Rohingya Crisis, and Further EU Sanctions

SWP - 7. Dezember 2018 - 0:00

The violence against the Rohingya, which has led hundreds of thousands of Rohingya to seek refuge in Bangladesh, has severely damaged Myanmar’s international image. In response to the deterioration of the human rights situation in Myanmar in Octo­ber 2018, the European Union (EU) threatened to withdraw the trade preferences that ensure the country has duty-free access to the EU common market. It seems highly plausible, however, that such measures would fail to alter the political calculations of the Burmese government or of the military. Instead, a withdrawal of the trade preferences would primarily hit the mostly female workers in the country’s textile industry. The EU and its Member States should therefore consider a combination of specific sanctions against military enterprises as well as tightened entry bans and account freezes that are directed at leading military personnel. These targeted sanc­tions against Myanmar’s armed forces should be flanked by an increase in the level of diplo­matic engagement with civilian actors in the country.

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Der Globale Migrationspakt im Kreuzfeuer

SWP - 7. Dezember 2018 - 0:00

Seit Anfang 2017 haben die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (VN) über den Globalen Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration beraten. Die Verhandlungen hatten lange Zeit kaum öffentliches Interesse gefunden, obwohl der Prozess transparent war und die Zwischenergebnisse veröffentlicht wurden. Kurz vor der geplanten Verabschiedung des Paktes in Marrakesch am 10. und 11. Dezember 2018 sind in vielen Ländern heftige innenpolitische Debatten ausgebrochen. In der Folge haben einige Staaten angekündigt, dem Pakt nicht zuzustimmen. Wie berechtigt sind die Einwände der Kritiker und welche praktische Bedeutung wird der Pakt nach der zu erwartenden Verabschiedung haben?

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06.12.2018 Markus Grübel: Religionsfreiheit wird in vielen Ländern mit Füßen getreten

BMZ - 6. Dezember 2018 - 18:00
Welche Möglichkeiten gibt es, Staaten zu sanktionieren, in denen es zu gravierenden Verletzungen der Religionsfreiheit kommt? Und wie kann der Austausch mit religiösen Führungspersönlichkeiten gestärkt werden? Diese und andere Fragen diskutierten Experten anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Bundesentwicklungsministerium. Eingeladen hatte Markus Grübel, der Beauftragte der Bundesregierung für ...
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Die Nicht-Euro-Staaten in der EU nach dem Brexit

SWP - 6. Dezember 2018 - 18:00

Obwohl das Vereinigte Königreich den Euro nicht eingeführt hat, wird der bevorste­hende Brexit neben den Folgen für die gesamte Europäische Union auch Konsequen­zen für die Währungsintegration haben. Der Austritt Großbritanniens aus der EU wird bei den »Euro-outs«, also den acht Mitgliedstaaten, die den Euro nicht eingeführt haben, die Befürchtung verstärken, dass sich ihr Einfluss auf den Willensbildungsprozess in der Union in Zukunft verringert. Diese Sorge hat zur Bildung einer neuen Koalition von Staaten geführt, die die Interessen der nördlichen Euro-Mitglieder und einiger Länder außerhalb der Eurozone vereint. Zwar ist die Debatte über eine Erwei­terung der Eurozone gegenwärtig abgeflaut. Der »Brexit-Moment« könnte jedoch Aus­löser einer neuen Dynamik und Treiber sein für eine Ausdehnung der Eurozone oder eine Stärkung der Verbindung einiger Nicht-Euro-Staaten mit der Bankenunion.

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Jugend fordert Klimagerechtigkeit vor COP24

BfdW - 6. Dezember 2018 - 16:53

Vom 29.11. – 1.12.18 fand die 14. Jugendklimakonferenz (kurz: COY14) in Katowice statt. Veranstaltet wurde die COY von StudentInnen der Schlesischen Universität in Katowice mit Unterstützung von YOUNGO.

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E+Z/D+C 2019/01 – sw – Mahwish Gul

E+Z - 6. Dezember 2018 - 15:52
According to the World Bank, the quality of governance depends on people’s policy acceptance

The topic of this WDR is governance and the rule of law. It wants governance to be geared to development, which it does not define in economic terms but as “the removal of various types of unfreedoms”, referring to Amartya Sen, the Nobel laureate. The report then goes on to state the objectives of development as minimising the threat of violence (security), promoting prosperity (growth) and ensuring that the prosperity is shared (equity). Moreover, sustainability for future generations must be ensured.

The WDR points out that policies that should lead to positive development are often either not adopted at all or poorly implemented, and may even end up backfiring over time. Its guiding question is why this is so – and points out that this is an issue of governance, which the WDR defines as the process through which state and non-state actors interact to design and implement policies. They all act within a given set of formal and informal rules that shape power – but are also shaped by power.

To gear governance towards development, the WDR makes a passionate case against the “best practice” approach, arguing that “best fit” is more important. Adopting an implementable second-best policy is preferable to a seemingly perfect, but un-implementable one. The WDR argues that three principles should guide attempts to improve governance:

  • distinguishing the forms of institutions from their functions,
  • building capacities in ways that reduce power asymmetries, and
  • focusing not only on the rule of law, but just as much on the role of law.

For two decades, the World Bank has been calling for “good governance”. This was basically a “best practice” approach. Critics pointed out, however that the list of normative requirements was long and apparently unrealistic. Instead, the World Bank is now focusing on “good enough” governance. The first principle means that results matter more than the perfect institutional design.

It is noteworthy that the World Bank considers power asymmetries in the context of capacity building. In the past, it promoted technocratic solutions that were seemingly beyond politics and supposedly transcended power relations. By contrast, the WDR now admits that policies may be ineffective simply because groups with enough bargaining power oppose them. They may even fail when such groups merely lack incentives to cooperate. The second principle thus is about these issues being considered when investments in capacity building are made.

The third principle is to focus on the role of law, which is to settle conflicts peacefully in accordance with norms that society generally appreciates. Such norms develop historically, with legitimacy depending on people’s acceptance and their sense of justice. The rule of law thus results from a home-grown process of contestation that shapes societies. Such processes can take a very long time, according to the WDR.

The three “cos”

As stated above, governance for development means that policymaking reduces “unfreedoms”. According to the WDR, commitment, coordination and cooperation are essential prerequisites of effective policymaking. Apart from government institutions, a wide range of interest groups have roles to play in governance. For example, various non-governmental organisations, including business associations or faith-based institutions, have a bearing on governance.

The success of development policies depends on three “cos”:

  • Commitment can ensure that policies are consistent and continuous over time.
  • Coordination implies that diverse beliefs and preferences are aligned.
  • Cooperation means that compliance is voluntary and no freeriding occurs.

In real life, none of the three can be taken for granted however, and if one or more are faulty, the result is policy failure. According to the WDR, it is essential to identify the functional problem in such cases. On that basis, the authors recommend, policymakers can find solutions. To better gear governance to development, they can take several approaches:

  • the policy arena can be made more “contestable” by involving additional interest groups in decision making,
  • parties can be given incentives to cooperate, and
  • actors can appeal to people’s preferences and beliefs.

The WDR wants systems of governance to become more contestable in the sense of all people concerned and affected becoming involved in the policy process. In any given country, power is typically distributed according to some kind of elite bargain that safeguards the status quo. Citizen engagement can challenge and change that constellation. International interventions can help to make that happen. Donor agencies, in other words, do not have an unpolitical role. They should design interventions in ways that lead to development results.

Governance for development ultimately depends on all parties being empowered to express their interests and exert influence. The more interest groups are involved, the better policies will reflect their needs, and, as a result, cooperation will become more likely. Incentives can help to commit actors to policy compromises and facilitate effective implementation. Finally, participants’ preferences and beliefs matter in terms of shaping decisions.

On this basis, reforms can be agreed and implemented. They can concern specific laws, programmes or organisations. They can also lead to adopting entirely new rules. Not only the drafting of laws benefits from broad-based participation, policy implementation and the management of state agencies improve too.

As policy processes are complex and involve many parties, prudent policymakers must anticipate opposition. They must also assess reforms’ unintended consequences. The important thing is to achieve consensus or compromise concerning policy goals and then find ways to make those goals come true.

Historically, the World Bank basically equated development with economic growth, but that stance has become untenable. The WDR 2017 shows that politics matter because politics shape policies. It is most welcome, moreover, that the World Bank is now looking for “best fit” instead of promoting “best practice” with the implication of one size fitting all. The WDR thus shows that the bank appreciates the ownership of the developing countries rather than proposing technocratic blue prints.

Lingering ambiguity

Nonetheless, a sense of ambiguity persists. On the one hand, the WDR points out that the quality of governance and the rule of law depend on people’s acceptance, but on the other hand, it wants international partners to have a bearing on making the policy arena more “contestable”. The irony of the matter is that while human rights were conceived as universal principles, they cannot be taken for granted everywhere.

Rural communities who live according to tradition in developing countries, for example, mostly do not have notions of men and women having equal rights. The World Bank wants these communities to be heard. At the same time, it wants the women to have equal rights and be heard. Indeed, both the community’s empowerment and women’s empowerment are ultimately rooted in western ideas of human rights. Strengthening one, however, may not lead to the strengthening of the other.

Either way, the WDR suggests ways to enforce ideas of human rights in countries that it concedes may not be ready for them. If the rule of law results from long periods of inner-society contestation, we cannot assume that any multilateral organisation’s ideas on these matters seem valid to all people in all countries. Ultimately, the World Bank thus still claims to express a universal truth.

The WDR 2017 is a culmination of the last two decades of the bank’s steady attempt to reposition itself and its policies as pro-poor, inclusive and participatory. The report consists of a rich synthesis and illustrated analysis to make the case for ‘good fit’ approaches to development. It has potentially far reaching implications for not only how the bank operates, but for other international development agencies as well. To what extent that happens remains to be seen.

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Jemen–Krieg: UN-gestützte Gespräche zur Waffenruhe beginnen in Stockholm

Vereinte Nationen - 6. Dezember 2018 - 13:53

 

6.Dezember 2018 – Es besteht große Hoffnung, dass die Konfliktparteien längst überfällige Verhandlungen über ein Ende des Konflikts beginnen, der mittlerweile Millionen von Zivilisten von internationaler Hilfe abhängig gemacht hat.
Am Mittwoch verkündete Jemen-Sondergesandter Martin Griffiths, dass die Wiederaufnahme des politischen Prozesses in der schwedischen Hauptstadt in wenigen Stunden beginnen werde.
Er dankte der schwedischen Regierung für die Bemühungen um die Organisation der Verhandlungen sowie der Regierung Kuwaits, die die Einreisebedingungen für die Delegation der Huthi-Rebellen ermöglicht hatte. An den Einreisebedingungen scheiterten bereits die im September in Genf geplanten Verhandlungen der UN.
Im Jemen sind mittlerweile mehr als 22 Millionen Menschen abhängig von humanitärer Hilfe und Schutz, darunter leiden acht Millionen an Lebensmittelknappheit oder sind vom Hungerstod bedroht.

Der Konflikt im Jemen eskalierte 2015, nachdem das saudische Militär auf Beschluss der Regierung einen Aufstand der Huthi-Rebellen niederschlug. Seitdem sind bereits tausende Zivilisten in den Luftangriffen und Bodenkämpfen umgekommen. Die großflächige Zerstörung der Infrastruktur führt immer wieder zu Ausbrüchen von Cholera und anderen tödlichen Epidemien.

Laut Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) haben alle Konfliktparteien sowohl das humanitäre Völkerrecht als auch die Menschenrechte missachtet und vorrangige und rechtzeitige humanitäre Hilfe verhindert.

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06. Dezember 2018

ONE - 6. Dezember 2018 - 12:50

1. Weniger Flüchtlinge durch EU-Afrika-Hilfe

Milliardenschwere EU-Hilfen hätten Flüchtlingsbewegungen nach Europa begrenzt, wie unter anderem Zeit online, stern.de und n-tv mit Bezug auf eine dpa-Meldung berichten. Diese neuen Einschätzungen kämen vom europäischen Rechnungshof. Dieser melde, dass allerdings noch nicht klar sei, wie groß der Beitrag im Vergleich zu anderen Maßnahmen sei. Es gehe konkret um einen 4 Milliarden Euro schweren EU-Afrika Nothilfe-Treuhandfonds, der die Schwerpunkte Sahelzone, Tschadsee-Region, Nordafrika und das Horn von Afrika habe. Der Rechnungshof kritisiere jedoch, dass die EU-Kommission die Effektivität der konkreten Projekte nicht ausreichend nachweisen könne.

2. Weber: EU-Afrika-Strategie als Zukunftsidee für Europa

Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung unterstreicht Manfred Weber, Spitzenkandidat der Union für die Europawahl, die Bedeutung neuer, ambitionierter Zukunftsideen für Europa. Eine solcher Zukunftsidee sei eine neue gemeinsame europäische Afrika-Strategie. Diese Strategie benötige mehr Hilfe vor Ort, vor allem bei der Entwicklung der Zivilgesellschaften, aber auch eine moderne Handelspolitik, die auf Werten basiert. Weber betonte, dass Produkte, die durch Kinderarbeit entstanden seien, keinen Platz auf dem europäischen Markt hätten: „Kinder gehören in die Schule, und nicht an den Arbeitsplatz“.

3. Sambia: Zwischen Chinas Einfluss und nationaler Souveränität

Thilo Thielke schreibt heute in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über die Situation in Sambia und den Einfluss Chinas. Trotz des Schuldenerlasses vor einigen Jahren sei Sambia erneut hochverschuldet. Deswegen und wegen Korruptionsfällen hätten sich zuletzt Großbritannien und der internationale Währungsfonds (IMF) von der Zusammenarbeit mit Sambia zurückgezogen. Das deutsche Entwicklungsministerium habe zwischen 2016 und 2018 weiter über 97,5 Millionen Euro in Sambia investiert. Doch nach dem Tod von Levy Mwananwasa, ein starker Kämpfer gegen die Korruption, seien Kleptokraten und Kleptokratinnen an die Macht gekommen, die Sambia herunterwirtschafteten: Alleine im Jahr 2017 seien mehr als 4,5 Milliarden Euro durch Korruption verloren gegangen. Dazu kämen der Einfluss und die Abhängigkeit von China. Mittlerweile seien ganze Industrien von chinesischen Firmen übernommen worden. Der zunehmende Verlust der nationalen Souveränität Sambias werde von vielen Ländern und Institutionen als äußerst kritisch angesehen.

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“Global Development? We Have Reached a Cul-De-Sac”

EADI Debating Development Research - 6. Dezember 2018 - 12:34
EADI President Henning Melber strongly supports the view that science is not neutral and needs to take clear positions. At the recent EADI Directors’ Meeting in October 2018 in Vienna we had the chance to ask him a few questions: What are, in your view, the most pressing challenges for the global development research community? …
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Popup Dialogue-Centre Opens Its Doors in Kiel From 12 – 20 December

SCP-Centre - 6. Dezember 2018 - 12:31

The Popup Dialogue-Centre “Durchblick” opens its doors for citizens in Kiel. It is dedicated to the questions and answers on the digitalisation of work. Which technologies will be pioneering in the future and which social and ecological aspects will play a role? What hopes and worries do we associate with digitalisation?

In the travelling exhibition, which tours six German cities from October 2018 onward, we present current developments and trends in the world of work and invite you to join us: by participating, asking questions, expressing opinions and criticising – we want to hear your vision for the future or work!

For nine days, starting on 12 December 2019, the exhibition will be located at Stresemannplatz 1 – 3, 24103 Kiel, Germany. We look forward to your visit on business days between 12 – 7pm.

On 17 December, we invite you to a round table discussion on the topic “Can humans and robots work together? Emma introduces herself”. Visiting us is the care robot “Emma” and Prof. Jens Lüssem (FH Kiel). See how robots support care personnel and what that means for the future of care work. For more information, please visit our website: www.durchblick-popup.de and follow us on Twitter @durchblickpopup.

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ZDF-Spendengala: Singen, spenden, Gutes tun

Misereor - 6. Dezember 2018 - 11:43
 „Ich mache Ihnen heute Abend ein faires Angebot: Wir schenken Ihnen wunderschöne Musik und Sie helfen uns heute ein großes Jubiläums-Spendenergebnis zu erzielen“, eröffnete Carmen Nebel die ZDF-Spendengala.

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Financing EU external action: understanding member state priorities

DIE - 6. Dezember 2018 - 10:35
In September 2017 the first of several high-level meetings on the European Union’s next Multi-Annual Financial Framework (MFF) was convened by the European Commission at its Charlemagne premises. The discussions among senior policy-makers revealed a range of visions and expectations for the 2021-2027 EU budget. While some expressed a desire to move beyond ‘business as usual’ and secure an ambitious new budget that befits Europe’s future, others sought to lower expectations of any such outcome given previous experience with EU budget negotiations. These tensions between ambition and caution continue to dominate the debate on the next MFF and it is still unclear what direction it will take.
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Ohne Kohleausstieg läuft nichts

Misereor - 6. Dezember 2018 - 9:23
Am Montag hat in Kattowitz die 24. Weltklimakonferenz begonnen. Seit dem Beschluss des Pariser Klimaabkommens sind nun drei Jahre vergangen. Dies bildet seither den Rahmen für die internationale Klimapolitik. Aber ein Rahmen ist noch kein Bild: hier in Kattowitz werden nun die konkreten Inhalte ausgemalt, damit …

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Die neue Wirklichkeit der Diplomatie

SWP - 6. Dezember 2018 - 0:00

 

 

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Europa zwischen Kolonialismus und Dekolonisation | Schriftenreihe der bpb APuZ

Weblinks - 5. Dezember 2018 - 17:37

Comments:

  • Der europäische Kolonialismus hat bis heute tiefgreifende Folgen in den ehemaligen Kolonien und Europa hinterlassen. Die neuen Informationen zur politischen Bildung zum Thema "Europa zwischen Kolonialismus und Dekolonisation" zeigen, dass das Kapitel des Kolonialismus bei weitem noch nicht abgeschlossen ist. - Karsten Weitzenegger

Tags: europa, kolonialismus, Kolonialzeit, postkolonial, politikkommunikation, politikdidaktik

by: Karsten Weitzenegger

An Erfahrungen wachsen

Engagement Global - 5. Dezember 2018 - 16:49
Der Osteroder Bürgermeister Klaus Becker mit den beiden Projektinitiatoren Elhadj Diouf und Tobias Rusteberg. Foto: Sabine Becker

Mit ihrem entwicklungspolitischen Engagement tragen Kommunen zu einer nachhaltigen und gerechten Entwicklung der Welt bei. Sie richten ihr Handeln vor Ort an den globalen Nachhaltigkeitszielen aus, binden migrantische Akteurinnen und Akteure in ihre Aktivitäten ein, fassen Beschlüsse zur fairen Beschaffung und pflegen Partnerschaften mit Kommunen in Afrika, Asien, Lateinamerika sowie Ost-und Südosteuropa. Gleichzeitig sind sie Vorbild für andere, die sich auf denselben Weg begeben wollen.

Aber wie finden deutsche Kommunen einen Einstieg in entwicklungspolitisches Engagement? Was braucht es, um den Blick in die Eine Welt zu öffnen? Was spornt an, was bewegt? Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global erzählt in der neuen Rubrik „Aus den Kommunen“, dass es oft persönliche Geschichten und Begegnungen sind, die den Stein ins Rollen bringen und schließlich eine ganze Stadt motivieren.

Osterode am Harz - Kaolack, Senegal

Eine dieser Geschichten stammt aus Osterode am Harz. Aus einer Schulpartnerschaft entwickelte sich über die letzten sechs Jahre hinweg eine intensive Städtefreundschaft mit Kaolack im Senegal. Anfang 2018 haben beide Städte beschlossen, sich in einer durch die SKEW geförderten kommunalen Klimapartnerschaft zu engagieren. Auch wenn die Kooperation institutionalisiert wurde, stehen die Menschen bei diesem Beispiel weiterhin im Mittelpunkt.

Oldenburg - China

Auch die Stadt Oldenburg ist schon seit über einem Jahrzehnt entwicklungspolitisch engagiert und bündelt ihre Aktivitäten in ihrer „China-Initiative“. Der Kommune und ihren beiden Partnerstädten Xi’an und Quingdao ist es gelungen, auf vielen verschiedenen Ebenen - von Wirtschaft über Wissenschaft zu Bildung und Sport - Brücken zwischen den Kulturkreisen zu schlagen.

Bereits mehr als 750 deutsche Städte, Landkreise und Gemeinden nutzen die Angebote und Programme der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global. Neben personeller und finanzieller Unterstützung bietet die SKEW ihren Kommunen eine wichtige Plattform, um weitere Akteurinnen und Akteure zu treffen, voneinander zu lernen, andere zu motivieren und damit in der Einen Welt etwas zu bewirken. Schauen Sie sich die neue Rubrik an und lassen Sie sich von den Erfolgsgeschichten aus den Projektkommunen inspirieren. Es kommen laufend neue Beispiele und Geschichten hinzu.

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Kommunale Partnerschaft Oldenburg und China

Kommmunale Partnerschaft Osterode am Harz und Kaolack

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