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25.05.2020 Drohnen liefern Sanitätsartikel in Malawi: BMZ prämiert digitale Lösungen für Corona-Krise

BMZ - 25. Mai 2020 - 11:00
Zur Überwindung der Corona-Krise in Entwicklungsländern hat das BMZ in einem globalen Wettbewerb innovative digitale Lösungen ausgezeichnet. Bei diesem Corona-Hackathon, genannt #SmartDevelopmentHack, wurden über 1.000 Projekte aus Afrika, Lateinamerika, Asien und Europa eingereicht, die helfen, die Krise in Entwicklungsländern zu bekämpfen. Entwicklungsminister Müller: "Corona besiegen wir nur gemeinsam in der Welt – oder gar nicht. In diesen Zeiten ...
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Durchbruch bei Zucht von Korallen könnte zur Rettung der Riffe beitragen

reset - 25. Mai 2020 - 7:22
In Florida ist es erstmals gelungen, Kaktuskorallen im Labor zu züchten. Dies könnte helfen, Lücken in beschädigten Riffen wieder zu füllen.
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Online-Konsultation für die Wissenschaft: Nachhaltig aus der Corona-Krise

#HOCHN - 25. Mai 2020 - 1:00
Wie kann Nachhaltigkeit zur Bewältigung der Krise beitragen – und wie kann die Bewältigung der Krise zur Stärkung von Nachhaltigkeit beitragen? Forschende aller Fachrichtungen sind gefragt, ihre Antworten fließen ein in einen wissenschaftlichen Impuls an die Bundesregierung.

Foto: Pixabay/athree23

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Unkonventioneller Klimaschutz

SWP - 25. Mai 2020 - 0:00

∎ Wenn die EU bis 2050 Netto-Null-Emissionen erreichen will, wird es nicht genügen, konventionelle Klimaschutzmaßnahmen zur Emissionsvermeidung zu ergreifen. Um unvermeidbare Restemissionen auszugleichen, werden zusätzlich auch unkonventionelle Maßnahmen zur Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre notwendig sein – etwa mittels Aufforstung oder der Direktabscheidung von CO2 aus der Umgebungsluft.

∎ Nicht alle Mitgliedstaaten und Branchen werden im Jahr 2050 bereits Treibhausgasneutralität erreicht haben, manche werden 2050 schon unter Null liegen müssen. Die Option der CO2-Entnahme aus der Atmosphäre ermöglicht eine stärkere Flexibilisierung der Klimaschutzpolitik, wird aber auch neue Verteilungsfragen aufwerfen.

∎ Die Vermeidung von Treibhausgasemissionen sollte gegenüber der nach­träglichen Entnahme von CO2 politisch priorisiert werden. Netto-Null-Ziele sollten explizit in Emissionsminderungsziele und Entnahmeziele unterteilt werden, statt die Effekte beider Ansätze beliebig miteinander zu verrechnen.

∎ Die zukünftige Entwicklung einer EU-CO2-Entnahme-Politik sollte durch ein adäquates Policy-Design in produktive Bahnen gelenkt werden. Ob die EU mittelfristig einen proaktiven oder zurückhaltenden Einstiegspfad wählt, wird nicht zuletzt mit davon abhängen, welche Netto-Negativ-Ziele sie für die Zeit nach 2050 anstrebt.

∎ Die EU sollte ihren Fokus in den kommenden Jahren darauf richten, ver­stärkt in Forschung und Entwicklung von CO2-Entnahme-Methoden zu investieren und vermehrt praktische Erfahrungen mit deren Einsatz zu sammeln.

∎ Nur wenn es der EU und ihren Mitgliedstaaten auf dem Weg zu Netto Null tatsächlich gelingt, konventionelle Emissionsminderungen und unkonventionelle CO2-Entnahmen überzeugend miteinander zu verbinden, kann die EU ihrem Vorreiter-Anspruch in der Klimapolitik gerecht werden.

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Vom Asien-Pazifik zum Indo‑Pazifik

SWP - 25. Mai 2020 - 0:00

∎ Immer mehr Staaten und Regionalorganisationen verwenden den Begriff »Indo-Pazifik«. Er verdrängt zunehmend das bisher übliche Konstrukt »Asien-Pazifik«. In Europa hat bisher nur Frankreich eine eigene »Indo-Pazifik«-Konzeption vorgelegt.

∎ Hinter der Verwendung des Begriffs »Indo-Pazifik« verbergen sich unter­schiedliche, teilweise divergente Konzeptionen. Diesen liegen wiederum sehr verschiedene ordnungspolitische Vorstellungen zugrunde. Allen gemein ist der Verweis auf die Wichtigkeit einer regelbasierten inter­natio­nalen Ordnung.

∎ »Indo-Pazifik« ist ein politischer Begriff und daher weder allein beschreibend noch wertneutral. Insbeson­dere das Konzept des »Free and Open Indo-Pacific« der Trump-Administration zielt auf die Eindämmung Chinas ab und ist somit Ausdruck der wachsenden strategischen Rivalität zwischen Washington und Peking. In Peking wird »Indo-Pazifik« primär als gegen China gerichtete, US-geführte Eindämmungs­strategie verstanden.

∎ Andere Akteure, zum Beispiel die ASEAN oder Indien, betonen in ihren Indo-Pazifik-Konzeptionen Aspekte wie wirtschaftliche Prosperität, Konnektivität und multilaterale Kooperation.

∎ Die EU und ihre Mitgliedstaaten sehen sich verstärkt Druck aus Washington ausgesetzt, sich direkt oder indirekt zum »Indo-Pazifik« zu be­kennen – und damit aus Sicht der USA für Washington und gegen Peking. Bei ihren Überlegungen sollten sich die Europäer nicht auf diese Nullsummen-Logik einlassen.

∎ Der EU und ihren Mitgliedstaaten stehen drei idealtypische Handlungs­optionen offen: »Äquidistanz«, »Alignment« und »Autonomie«. Um sich für eine Option entscheiden zu können, müssen die Europäer ihre wirtschaft­lichen, sicherheitspolitischen und ordnungspolitischen Interessen in der Region klären und die not­wendigen Ressourcen zu ihrer Umsetzung bereitstellen.

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Neue Freunde in der Not

SWP - 25. Mai 2020 - 0:00

Die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen wie sozialen Folgen stellen den Zu­sammenhalt der EU, aber auch die Machtbalance in der Union vor eine neue Bewährungsprobe. Die (Nicht-)Reaktion der EU zementiert die nationale Souveränität der Mitgliedstaaten und die Dominanz des Intergouvernementalen in der Krise. Zwischen den Staaten verschiebt sich der Spalt zwischen Nord und Süd: Folge einer europa­politischen Offensive Spaniens und Italiens, einer stärkeren »Südorientierung« Frank­reichs und eines gleichzeitigen Zerbröckelns der »Neuen Hanse«. Konjunktur haben vor allem Gruppen als Interessenverbände, die Differenzen in der EU verschärfen statt sie zu überwinden. Deutschland, ab dem 1. Juli 2020 als Ratsvorsitz in beson­derer Vermittlungsrolle, ist als Brückenbauer gefragt.

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Academia in the Time of COVID-19: Towards an Ethics of Care

#HOCHN - 25. Mai 2020 - 0:00
Frei zugänglicher Artikel “Academia in the Time of COVID-19: Towards an Ethics of Care” erschienen

Foto: Pixabay/Gerd Altmann

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Zyklon und Corona: 100.000 € für Opfer der doppelten Katastrophe

Welthungerhilfe - 22. Mai 2020 - 16:19
Die Welthungerhilfe startet Nothilfe in Indien und unterstützt die durch Wirbelsturm Amphan und der Covid-19-Krise betroffenen Menschen.
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B.A.U.M.- Preisverleihung 2020

RNE Termin - 22. Mai 2020 - 15:50
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The social contract as a tool of analysis: introduction to the special issue on “Framing the evolution of new social contracts in Middle Eastern and North African countries”

DIE - 22. Mai 2020 - 14:11

The term “social contract” is increasingly used in social science literature but is rarely well operationalised. We define social contracts as sets of agreements between societal groups and their sovereign on rights and obligations toward each other. The notion of social contracts helps to compare state-society relations in different countries and at different times. After independence, MENA countries had similar social contracts, which were then challenged by the Arab uprisings in 2010-11. Since then, social contracts in MENA countries have developed in different directions.

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22.05.2020 Kulturelle Vielfalt ist auch Pressevielfalt: BMZ unterstützt weltweit Arbeit der Medien zur Eindämmung der Corona-Krise

BMZ - 22. Mai 2020 - 13:00
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller erklärte anlässlich des Welttags der kulturellen Vielfalt am 21. Mai: "Kulturelle Vielfalt ist auch Pressevielfalt. Gerade in Corona-Zeiten sind richtige Informationen und Medien überlebenswichtig. Sie helfen bei der Eindämmung der Corona-Krise, indem sie Falschmeldungen entgegentreten, wichtige Hinweise zu Hygienemaßnahmen und zur Versorgung der Menschen geben oder Informationen in indigenen Sprachen zur Verfügung ...
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Rasante Ausbreitung

E+Z - 22. Mai 2020 - 11:52
Covid-19 trifft Brasiliens Armenviertel hart

Präsident Jair Bolsonaro spielt die Pandemie herunter (siehe Gilberto Scofield in unserem Covid-19-Tagebuch), aber die Fallzahlen steigen in seinem Land rapide. Weltweit haben mittlerweile nur die USA noch mehr Infizierte. Die Live-Statistik der Webseite Worldometer verzeichnet am 25. Mai 365 000 bestätigte Fälle in Brasilien – und 22,746 Tote.

Besonders gravierend ist die Situation in den Favelas, den informellen Siedlungen der Ballungsräume. Mehr als 6 300 solcher Slums gibt es in Brasilien. In Rio de Janeiro, der zweitgrößten Stadt mit 6,7 Millionen Einwohnern, sind es rund 700. Der Statistiken der Stadtverwaltung zufolge gab es Mitte Mai 20 000 Coronavirus-Infektionen in der Stadt. Wie viele davon auf Armenviertel entfallen, wird nicht erfasst. Voz das Comunidade, ein Lokalblatt aus einer großen Favela, erstellte zur Monatsmitte für 13 Favelas selbst Statistiken und stützt sich dabei auf eigene Datenerhebung sowie auf amtliche Angaben. Das Resultat ist nur ein kurzes Blitzlicht, vermittelt aber einen Eindruck davon, wie stark und mit welchen Folgen sich das Virus in den Armenvierteln verbreitet. Allein in den 13 untersuchten Favelas gab es Voz zufolge 440 bestätigte Fälle und 159 Covid-19-Tote.

Die Gesamtzahlen für alle Favelas sind sicherlich noch sehr viel höher.  13,6 Millionen Brasilianer leben in Favelas, schätzt das Forschungsinstitut Data Favela, und 2 Millionen davon leben im Staat Rio de Janeiro. Zwei Drittel von ihnen sind Schwarze. 

Diese Menschen sind sich ihres Risikos bewusst: „Wir kennen einige, die an der Krankheit gestorben sind,“, sagt die 47-jährige Dulce dos Santos, die ihren Job als Hausangestellte aufgrund der Pandemie verlor. „Ein Nachbar wurde infiziert. Ich vermeide es, mein Heim zu verlassen.“

Auch hohe Infektions- und Todesraten überraschen hier niemanden. „Abstandhalten ist kaum möglich, und das Alltagsgeschäft läuft weiter“, sagt der Arbeitslose William Rodrigues. Es seien auch keine Beamten da, die korrigierend eingreifen könnten. Tatsächlich bedeutet „Präsenz des Staates“ in Favelas in der Regel nur gewaltsames Eindringen von schwerbewaffneten Sicherheitskräften.

Die Menschen fühlen sich im Stich gelassen. „Ich sehe keinerlei Bemühungen des Staates, die Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen“, beklagt der 30-jährige Rodrigues. „Lebensmittelrationen verteilen nur zivilgesellschaftliche Organisationen.“

Zwar hat das nationale Parlament in Anbetracht der Krise jedem Arbeitslosen 600 Brasilianische Real (etwa 95 Euro) versprochen. Doch viele Favela-Bewohner können darauf keinen Anspruch erheben, weil sie die nötigen Dokumente gar nicht haben. Das gilt besonders für Obdachlose.  

Brasiliens Gesundheitssystem SUS (Sistema Único de Saúde) ist überlastet, und Slumbewohner haben oft gar keinen Zugang. Da Favelas vielfach auch unter Wassermangel leiden, sind die hygienischen Bedingungen denkbar schlecht. Krankheiten breiten sich schnell aus. Viele Bewohner arbeiten aber weiter – ohne Abstandsregeln oder Hygienemaßnahmen. Sie haben gar keine andere Wahl.

Thuany Rodrigues ist Journalistin in Brasilien.
thuanyrodriigues@gmail.com

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22. Mai 2020

ONE - 22. Mai 2020 - 10:53

1. Coronakrise: Merkel für gemeinsames Handeln
Wie unter anderem ZDF, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung und das Wochenblatt berichten, warnt Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer Videokonferenz mit den Vorsitzenden von fünf Wirtschafts- und Finanzorganisationen vor Protektionismus. Sie plädiert für eine stärkere internationale Zusammenarbeit: „Gemeinsames, abgestimmtes Handeln“ sei in der Coronakrise nötig, um der globalen Rezession zu begegnen. Armutsbekämpfung werde in den nächsten Jahren wichtig sein, um die Folgen der Pandemie zu bearbeiten, so die Kanzlerin. Unterdes warnt António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, dass die Coronapandemie die Armutsbekämpfung in Afrika bedrohe. Bestehende Ungleichheiten, Hunger, Fehlernährung, Anfälligkeit für Krankheiten würden durch die Pandemie noch gesteigert werden. Er fordert daher „globale Solidarität“ und 200 Milliarden Dollar zusätzliche Hilfen zur Bekämpfung der Coronakrise in Afrika. Wie unter anderem Spiegel, das Redaktionsnetzwerk Deutschland und BR24 berichten, überlassen Weltstars in der Coronakrise ihre Social-Media-Kanäle Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Bei der Aktion #PassTheMic der Entwicklungsorganisation ONE sind unter anderem Hollywoodstars wie Julia Roberts, Penelope Cruz oder Hugh Jackman dabei. Julia Roberts habe etwa auf ihrem Instagram-Account den US-Immunologen Dr. Anthony Fauci interviewt, der die moralische Verantwortung gegenüber Staaten mit schwächeren Gesundheitssystemen in der Krise betone. Auch deutsche Prominente und Expert*innen würden sich daran beteiligen.

2. Weltbank unterstützt Opfer der Heuschreckenplage mit 500 Millionen Dollar
Wie unter anderem Spiegel, Frankfurter Rundschau und der österreichische Kurier berichten, will die Weltbank die Opfer der Heuschreckenplage einem millionenschweren Hilfspaket unterstützen. In Ostafrika und im Nahen Osten spitze sich die Heuschreckenplage weiter zu. Die Plage sei laut Weltbank die schlimmste seit 70 Jahren. Es könnten allein um die Region am Horn von Afrika Schäden im Wert von Milliarden Dollar entstehen. Die Heuschrecken greifen die Ernte an und fressen etwa in Kenia innerhalb von 24 Stunden die Menge an Ertrag, von denen sich die Einwohner*innen des Landes zwei Tage lang ernähren könnten, erklärt Weltbank-Manager Holger Kray. Die Bekämpfung mit Pestiziden sei kaum erfolgreich, da die Bedingungen durch den Regen in Ostafrika ideal für die Insekten sei. Die Coronakrise erschwere das Vorgehen gegen die Plage zusätzlich, wie Weltbank-Präsident David Malpass sagt. Die Weltbank wolle daher Betroffene, insbesondere ärmere Kleinbäuer*innen, Viehhirt*innen und Familien in ländlichen Gebieten durch direkte Geldtransfers unterstützen und in den Wiederaufbau von Landwirtschaft und Viehbeständen investieren.

3. Müller fordert Schließung von Wildtiermärkten
Wie unter anderem die Welt, T-Online und Mainpost berichten, fordert Entwicklungsminister Gerd Müller die Schließung von Wildtiermärkten. Zudem fordere er mehr Artenschutz und warne vor dem Aussterben vieler Tier- und Pflanzenarten. Da Covid-19 auf einem Wildtiermarkt auf den Menschen übergesprungen sei, werden immer mehr Stimmen laut, die diese Märkte verbieten wollen. Müller will konkret 50 Wildtiermärkte in Asien und Afrika schließen, um die Übertragung gefährlicher Krankheiten auf den Menschen einzudämmen. Es müsse entschlossener vorgegangen werden, um die natürlichen Lebensräume von Tieren zu schützen und gegen Wildtierhandel und –märkte vorzugehen. Er wolle daher eine internationale Allianz gemeinsam mit dem WWF, der Wildlife Conservation Society und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt gründen.

 

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Nachhaltig aus der Corona-Krise: Wissenschaftliche Konsultation startet

#WPN2030 - 22. Mai 2020 - 10:40
Die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 (wpn2030) ruft Forschende aller Fachrichtungen auf, sich an der Online-Konsultation „Nachhaltig aus der Corona-Krise“ zu beteiligen.
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Hightech im Rhino Camp

E+Z - 22. Mai 2020 - 10:36
Ein südsudanesischer Flüchtling ist der Technikexperte für seine Nachbarn im Flüchtlingslager in Uganda geworden

Der Südsudanese Richard Maliamungu lebt schon lange im Rhino Camp. 2018 nahm er an einem Workshop des Access to Skills and Knowledge Network (#ASKnet) teil, einer Initiative der gemeinnützigen Organisation Agency for Open Culture and Critical Transformation mit Sitz in Berlin.

In dem Workshop ging es darum, aus vor Ort verfügbaren Materialien einfache elektronische Geräte herzustellen sowie kaputte Geräte zu reparieren. Außerdem wurden die Teilnehmer ermutigt, sich online mit anderen IT-Experten zu vernetzen.

Maliamungu zog aus dem Training nicht nur neue Fähigkeiten, sondern auch eine Inspiration: Er machte die Herstellung und Reparatur elektronischer Geräte zu seiner Lebensaufgabe. „Ich habe alles Elektronische geliebt, seit ich ein Kind war“, sagt er. „Ich habe schon immer gerne Dinge zusammengebaut.“

Im Camp setzte er das Gelernte schnell um, organisierte ein Repair-Café und begann, die kaputten Geräte seiner Mitflüchtlinge zu reparieren. Inzwischen ist er ein sehr gefragter Mann. Außerdem bringt er Flüchtlingen sowie Menschen, die in der Nähe des Lagers wohnen, als Trainer für #ASKnet die Grundlagen von Elektronik und IT bei.

Maliamungu unterstützt die Trainer in allen sechs ASKnet-Zentren im Südsudan, in Uganda und Kenia. Unter anderem bringen sie den Teilnehmern dort bei, wie sie Open-Text-Software und Open-Source-Plattformen wie Github nutzen können, die Software-Entwickler aus der ganzen Welt zusammenbringen. Auch für andere NGOs hat Maliamungu schon als Trainer gearbeitet, etwa für die Youth Empowerment Foundation und Platform Africa.

Bis zu dem Punkt, an dem Maliamungu jetzt steht, war es ein weiter Weg. Er ist einer von rund 2 Millionen Südsudanesen, die das Land seit Ausbruch des Bürgerkriegs 2013 verlassen haben. Ein großer Teil von ihnen lebt heute in Flüchtlingslagern in Uganda. Dort hinzugelangen, war nicht einfach.

Maliamungu erzählt, dass seine Familie und er auf dem kurzen Weg nach Uganda etwa zehn Straßensperren passieren mussten, die entweder von Regierungssoldaten oder von Rebellen kontrolliert wurden. Dort seien Menschen vor ihren Augen umgebracht worden. „Das hat mich hinterher psychisch stark belastet.“

Quelle
Access to Skills and Knowledge Network:
https://openculture.agency/asknet_-access-to-skills-and-knowledge-network/

Ochan Hannington ist ein südsudanesischer Journalist, Fotograf und Filmemacher. Er lebt momentan in Uganda.
hannington.a.o@gmail.com

 

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Essen, aber nachhaltig – wie wir die Welt auf unseren Tellern verbessern können

EINEWELTblabla - 22. Mai 2020 - 10:25

Jede*r von uns tut es – die meisten dreimal am Tag, manche nur zweimal. Manchmal muss es schnell gehen, manchmal lassen wir uns bewusst Zeit. Die Rede ist von … Essen!

Bereits Anfang des Jahres haben wir hier über das damit zusammenhängende Thema Lebensmittelverschwendung berichtet.

Dieser  Beitrag ist eine Ergänzung und zeigt weitere Handlungsmöglichkeiten auf, wie ihr mit eurem Essverhalten zu mehr Nachhaltigkeit beitragen könnt. Dabei ist es wichtig sich klarzumachen, dass man auf keinen Fall all diese Ratschläge gleichzeitig befolgen muss. Wir wollen euch lediglich Anregungen und Ideen geben. Wenn das alles auf einmal zu viel ist, macht euch keine Vorwürfe; auch kleine Veränderungen helfen schon!   

Wie wir nachhaltig handeln können, noch bevor das Essen auf dem Tisch steht

Die meisten von euch wissen wahrscheinlich bereits ein wenig über dieses Thema, spätestens nachdem ihr unseren vorherigen Beitrag gelesen habt. Dass Waren, die von weit entfernten Regionen mit dem Flugzeug oder Schiff hierher transportiert werden, eine oft fragliche Ökobilanz haben, habt ihr beispielsweise wahrscheinlich schon gehört.

Doch wie kann man denn nun konkret beim Einkaufen herausfinden, welche der Produkte im Supermarkt die nachhaltigsten sind? Am Beispiel eines Apfels nennen wir euch ein paar Herangehensweisen:

Im Supermarkt

Eine der Möglichkeiten ist, die Label der Produkte zu überprüfen. Da man im undurchdringlichen Dschungel an Öko- und Bio-Siegeln leicht den Überblick verlieren kann, hat der NABU den Siegel-Check entwickelt. Es wird übersichtlich dargestellt, was das Biosiegel eures Produktes beinhaltet – und was eben nicht.

Dazu kommt natürlich die Frage der Herkunft: Ist der Apfel  aus Chile importiert oder in Deutschland geerntet worden? Und wie wurde dieser in seinem Herkunftsland angebaut, geerntet und gelagert? Auch hier geben Siegel Auskunft.

Zusätzlich spielt die Saison eine Rolle: Zwar gibt es Äpfel das ganze Jahr über im Supermarkt – an den Bäumen hängen sie aber bei uns in Deutschland nur im Herbst. Den Rest des Jahres werden sie in Kühlhäusern frisch gehalten. Und dafür wird natürlich Strom verbraucht.

Auch die Verpackung der Produkte ist wichtig bei der Kaufentscheidung. Grundsätzlich ist es sinnvoll, seine eigene Einkaufstasche zum Einkaufen mitzubringen. Darin können dann auch Obst und Gemüse ohne Verpackung aufbewahrt werden. Dazu eignen sich übrigens auch super Papiertüten vom Bäcker. Hier erklären wir euch ausführlich, wieso es sinnvoll ist, Plastik zu vermeiden. In dem Zusammenhang könnten auch „Unverpackt-Läden“ interessant für euch sein. Dort könnt ihr eure eigenen Behältnisse mitbringen und Lebensmittel direkt dort hinein füllen. Verpackung? Gespart!

Zuletzt ist auch die eigene Anreise zum Supermarkt nicht unerheblich. Wer mit dem Auto nur für den Apfelkauf losfährt, verschlechtert dadurch die Umweltbilanz des Obstes.

Es ist noch umstritten, wie sehr sich insgesamt die Ökobilanz der Äpfel nach Herkunft unterscheidet. Grundsätzlich gilt aber: Wer saisonal UND regional kauft, Verpackungen vermeidet und auf nachhaltigen Anbau achtet, handelt auf jeden Fall am nachhaltigsten.

Zuhause

Außerdem lohnt es sich, vor dem Einkaufen genau zu überlegen, was man braucht und wieviel davon. Häufiges Spontan-Einkaufen führt oft dazu, dass am Ende ältere Produkte, die zuhause auf ihre Verwendung warten, ver- statt gegessen werden.

Deshalb gilt auch im Kühlschrank: Altes nach vorn, Neues nach hinten. Und falls ihr viel zu viel von einer Mahlzeit gekocht habt, friert doch ein paar Portionen ein – dann freut ihr euch später darüber.

Für diejenigen unter euch, die ein bisschen mehr Zeit haben, ist es mit Sicherheit auch eine Idee, Produkte selbst herzustellen, die sonst nur verpackt im Supermarkt zu finden sind. Wusstet ihr beispielsweise, dass man Nussmilch auch ganz leicht selbst herstellen kann? Smarticular und viele andere Internetseiten geben gute Tipps dazu.

Ernährungsweise

Außerdem spielt es natürlich eine Rolle, WAS ihr einkauft.  Eine Studie des WWF zeigt beispielsweise, dass der Verzehr von Rindfleisch rund zehnmal so viel CO2 produziert wie der Verzehr von Gemüse. Das PDF zur Studie findet ihr hier.

Das liegt daran, dass bei der Haltung einer Kuh große Mengen an Futter, Wasser und Energie verbraucht werden. Somit lohnt es sich, bezogen auf die Klimabilanz, ganz auf Fleisch zu verzichten oder den Konsum zumindest zurückzufahren. Dazu kommt, dass es auch tolle Alternativen zu Fleisch gibt: Burger-Patties lassen sich zum Beispiel super aus Linsen, Bohnen oder geriebenem Gemüse herstellen.

Es gibt zahlreiche Internetseiten, auf denen inspirierende vegane und vegetarische Rezepte zur Verfügung gestellt werden. Hier findet ihr von Utopia ein paar hilfreiche Tipps zur Umstellung.  

Lebensmittel vor der Tonne retten

Eine weitere Möglichkeit etwas für Nachhaltigkeit zu tun, noch bevor man sich zum Essen an den Tisch setzt, bieten Plattformen wie Foodsharing. Das Konzept dahinter ist, in Supermärkten, Cafés oder Bäckereien in ganz Deutschland Lebensmittel, die nicht mehr verkäuflich sind, abzuholen und gegebenenfalls weiter zu verteilen. Wir haben in dem bereits erwähnten Artikel ja bereits ausführlich darüber berichtet und viele weitere Initiativen vorgestellt.

Eine weitere Plattform in diesem Zusammenhang ist „To Good 2 go“, worüber fertig zubereitete Gerichte, die am Ende des Tages übrig bleiben, verteilt werden.

In gewisser Weise hilft auch die Seite mundraub Lebensmittelverschwendung vorzubeugen. Denn hier werden öffentliche Stellen genannt, an denen Obstbäume, Kräuter oder andere frei zugängliche, essbare Pflanzen zu finden sind, die womöglich sonst ungenutzt blieben. Und die dort zu findenden Produkte gäbe es vielleicht im Supermarkt auch nur in Plastik verpackt. Einem Ausflug vor dem und für das Mittagessen steht also nichts im Weg.

Wie wir nach dem Essen nachhaltig handeln können

 

Verpackungen recyclen

Angefallene Verpackungen müssen nicht unbedingt im Müll landen. Sogenanntes „Upcycling“ macht’s möglich: Alten Produkten einen neuen Sinn geben. In unserem Artikel von findet ihr Anregungen dazu. Und wenn euch das nicht reicht – im Internet gibt es jede Menge weitere tolle Ideen, zum Beispiel bei Utopia (https://utopia.de/tag/upcycling/ ).

Resteverwertung

Wenn ihr bereits gekochte Lebensmittel übrig habt, aber nicht genau wisst, was ihr damit anfangen sollt, findet ihr hier ein paar Ideen.

Und was ist mit den beim Kochen übrig gebliebenen Radieschenblättern, den abgeschnittenen Karottenstrunken oder gar der Karottenschale? Sogar dafür gibt es Verwendung!

Aus übrig gebliebenen Blättern lassen sich oft Cremige Suppen, Pestos oder Salate herstellen, so zum Beispiel aus Radieschenblättern oder Karottengrün. Aber recherchiert natürlich vorher, denn nicht alle Blätter sind essbar! Auch aus übrig gebliebenen Schalen, z.B. von Spargel, lassen sich prima Brühen kochen. „Leaf to root“ oder smarticular bieten euch dazu weitere kreative Ideen.

Außerdem können die Endstücke eures Gemüses oft mehr als ihr denkt! Lest bei food revolution und bei simplebites.de wie man ihnen mit einem einfachen Glas Wasser oder einem Topf Erde neues Leben einhauchen kann (diese Seiten sind allerdings beide auf Englisch verfasst). Eine deutsche Seite zu dem Thema findet ihr hier.

Zuletzt gibt es für die nicht verwendbaren, organischen Reste natürlich noch den guten alten Kompost, aus dem ihr nach einer Weile frische Erde gewinnen könnt. In der ihr dann wieder neue Pflänzchen ziehen könnt. So schließt sich der Kreis. Das geht übrigens auch in der Stadt, ohne Garten. Im Internet findet ihr Ideen und Anleitungen zum Anlegen eines Auch Wurmkisten könnten euch interessieren. Sie sind wie Balkonkomposte mit dem Zusatz, dass in ihnen Würmchen euren Resten helfen, ihre Nährstoffe in die Erde zurückzugeben und die diese zu lockern.  

Ihr seht also, es gibt eine ganze Menge Möglichkeiten, wie man beim Essen nachhaltig sein und bleiben kann. Vielleicht ist es etwas zu viel verlangt, all diese Tipps und Ideen umzusetzen – aber wenn Jede*r einen Beitrag leistet, hilft das auch schon, die Welt ein bisschen nachhaltiger zu machen. In diesem Sinne: Lasst es euch schmecken und ganz viel Spaß! 

Das Beitragsbild stammt von Jasmin Sessler auf unsplash.

Der Beitrag Essen, aber nachhaltig – wie wir die Welt auf unseren Tellern verbessern können erschien zuerst auf EineWeltBlaBla.

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E+Z/D+C 2020/06 – sw – Sudeh Dehnavi – gender justice

E+Z - 22. Mai 2020 - 10:06
Unequal income opportunities are the reason why women and girls must fetch water for poor families

The UN defines “water security” as people’s capacity to safeguard reliable access to adequate quantities of acceptable quality water for different uses. In many places, water security is ensured by public utilities, commercial providers and formal cooperatives. In poor communities that lack such infrastructure and services, however, the household itself is in charge of the matter. Typically, women and girls are put responsible of the matter – along with other duties such as preparing food, taking care of the sick and nursing children (also see Dagmar Wolf in D+C/E+Z e-Paper 2020/04, Monitor section).

Indeed, water fetching belongs to several time-consuming, but not income-generating activities that are essential for a family’s survival. Female household members must find out where they can get water, walk long distances to get there and carry back heavy buckets. The water is mostly used for drinking, cooking and hygiene purposes. Sanitation is typically a huge challenge.

Regardless of specific socio-economic, cultural and political contexts, traditions all over the world give women and girls responsibility for water matters. Indeed, 80 % of all households without on-premises water supply depend on women’s and girls’ efforts, according to UN data. According to estimates, women spend a collective 200 million hours per day fetching water.

There is a reason why this unfair division of labour persists in so many places. Women typically have fewer job opportunities. Moreover, they are paid less for the same jobs as men. This socio-economic imbalance means that women’s time is considered to be worth less than men’s. Since households are rational decision-making units, they allocate their available resources, including members’ time, in ways that maximise their benefits.

Finding and collecting water is mostly a non-income-generating exercise that consumes a lot of time. This work is therefore done by those whose time has the least value – the women. Girls are also sent to fetch water rather than boys. The reason is that the expected financial returns from their school attendance are lower. Indeed, they are often so low that families do not even consider relieving the burden on girls by investing in more expensive, but less time-consuming water provision.

Different developmental strategies focus on easing people’s access to water. They include:

  • building pipe-based distribution networks,
  • rainwater harvesting,
  • setting up water treatment capacities in homes and
  • offering microcredit to enable households to invest in safe water and sanitation solutions.

Research shows that these approaches make sense. They reduce the cost and time spent fetching water. They thus improve the opportunities of women, who will then do other work, and girls, who can then go to school. Unicef statistics show, for example, that reducing the time a Tanzanian girl spends fetching water from 30 to 15 minutes increases her school attendance by 12 %.

The policy options listed above are helpful. However, they do not change the fundamental injustice. Women’s and girls’ time is still considered to be worth less than the time of men and boys. Unless that changes, women and girls will always end up doing the least rewarding chores. ­Women and girls deserve better opportunities at work and in education. The more they are enabled to earn money, the more willing families and communities will become to invest in more sophisticated water-provision systems. Making that happen is the precondition for women and girls tapping their full potential and make the most of their lives.

Sudeh Dehnavi is a programme coordinator at the Institute for Technology and Resources Management in the Tropics and Subtropics of the University of Applied Sciences Cologne (TH Köln).
sudeh.dehnavi@th-koeln.de

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Elefanten umleiten und andere Herausforderungen

Unicef - 22. Mai 2020 - 10:00
UNICEF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter kämpfen in Krisenregionen für das Überleben tausender Kinder. Unsere australische Kollegin Peta Barns war bereits in Ländern wie Bangladesch oder dem Jemen im Einsatz und gibt uns einen Einblick in ihren Alltag als UNICEF-Nothilfe-Spezialistin.
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