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Unterkünfte für verantwortungsvolle Touristen - Fairbnb will das faire Airbnb werden

reset - 3. Oktober 2019 - 6:56
Am Anfang stand bei Airbnb die Vision, Übernachtungen in privaten Unterkünften statt anonymen Hotels zu ermöglichen. Das Konzept ist mehr als aufgegangen – und die Plattform stark in der Kritik. Fairbnb will aus dem Business wieder ein echtes soziales Netzwerk machen.
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02. Oktober 2019

ONE - 2. Oktober 2019 - 16:26
1. Nigeria: Menschenhandel aufgedeckt

Wie mehrere Medien, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Deutsche Welle, die Hannoversche Allgemeine Zeitung und die Ostsee Zeitung berichten, wurden in Nigeria 19 Frauen und Mädchen aus der Hand von Menschenhändler*innen befreit. Diese haben die Frauen in sogenannten „Babyfabriken“ festgehalten. Die Frauen befanden sich im Alter zwischen 15 und 28 Jahren und seien unter Vorwänden und Versprechen auf Arbeit in die Metropole Lagos gelockt worden, so Bala Elkana, Polizeisprecher. Dort seien sie dann entführt und anschließend vergewaltigt worden, um die Mädchen und Frauen zu schwängern. Die Kinder seien nach der Geburt direkt in ein anderes Haus gebracht worden, dort seien sie dann an interessierte Kund*innen weitverkauft worden. Die Frauen hätten in Interviews berichtet, dass sie keinen Kontakt zur Außenwelt gehabt hätten und vollkommen isoliert waren. Neben zwei bereits festgenommenen Frauen suche man noch nach einer dritten verdächtigen Person. Die befreiten Frauen werden nun wieder zurück in ihre Heimat gebracht. In Nigeria seien vor Menschenhandel nur Korruption und Drogenhandel noch häufigere Straftaten, so die Vereinten Nationen.

2. Angriff auf Militärstationen in Mali

Wie Zeit Online, die Süddeutsche Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung, der Deutschlandfunk und die Deutsche Welle melden, gab es in Mali einen vermutlich islamistischen Angriff auf Armeestützpunkte. Bei zwei zeitgleich stattfinden Anschlägen auf die Militärbasen in Boulikessi sowie Mondoro seien mindestens 25 Soldat*innen ums Leben gekommen. Yaya Sangare, Sprecher der malischen Regierung, teilte mit, dass auch 15 Terrorist*innen getötet wurden. Laut der Regierung gelten weitere 60 Soldat*innen als vermisst. Der Angriff auf die Basis Boulikessi sei vermutlich der Terrorgruppe Al-Kaida zuzurechnen. Die Angriffe seien in diesem Jahr der schwerste Verlust, den die malischen Truppen bisher erlitten haben. Die UNO-Mission für Frieden in Mali werde auch von Deutschland mit rund 1.000 Soldat*innen unterstützt.

3. Günter Nooke über Kamerun

Dirke Köpp interviewt in der Deutschen Welle den Afrikabeauftragen der Bundeskanzlerin, Günter Nooke, zu seinem Besuch in Kamerun und die andauernde Krise im anglophonen Teil des Landes. Nach der Rede Präsident Paul Biyas gebe es eine größere öffentliche Wahrnehmung für die Probleme innerhalb des Landes, so Nooke. Es sei wichtig, sich für einen erfolgreichen Dialog einzusetzen und schlimmere gewalttätige Auseinandersetzungen zu verhindern. Gewalt und Verbrechen in Kamerun gebe es von beiden Seiten, sowohl von Polizei als auch von denjenigen, die für die Unabhängigkeit des anglophonen Landesteils kämpfen. Laut Nooke gehe es nicht mehr nur um Nordwest- und Südwest-Regionen und die anglophonen Gebiete, sondern um die gesamte Staatsverfassung. Der föderalistische Staat sei zugunsten eines zentralistischen Systems abgeschafft worden, föderale Strukturen könnten jedoch gewisse Dinge erleichtern, so Nooke. So könnten beispielsweise freie und faire Wahlen auch auf kommunaler und regionaler Ebene stattfinden, und kleinere Kommunen und Provinzen könnten mehr Eigenständigkeit bekommen. Die Gewalt müsse zunächst auf beiden Seiten eingestellt werden, um Vertrauen zu schaffen. Deutschland sei als Beobachter geladen, doch wenn in Kamerun der Wunsch einer spezifischen Rolle bestehe, werde man auch darüber verhandeln, so Nooke.

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Endlich eine richtige Schule

E+Z - 2. Oktober 2019 - 14:51
In einem Flüchtlingslager für Syrer im Libanon haben Freiwillige eine Schule gegründet

Der Libanon ist eines der Länder mit den meisten Geflüchteten im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Seit Ausbruch des Krieges im Nachbarland Syrien haben Hunderttausende im Libanon Zuflucht gefunden. Im Juli 2019 waren knapp eine Million Flüchtlinge beim UNHCR im Land registriert. Mehr als ein Drittel dieser Menschen lebt in der Bekaa-Ebene im Ostlibanon. Trotz zahlreicher internationaler Programme besucht weniger als die Hälfte der 3- bis 18-jährigen syrischen Kinder und Jugendlichen eine Schule.

Medyen Al Ahmad, der mit seiner Familie ebenfalls vor dem Krieg in Syrien in den Libanon geflohen ist, engagiert sich seit vielen Jahren in Bildungsinitiativen für syrische Flüchtlingskinder. In seinem Camp gründete er für die jungen Bewohner seines und der umliegenden Lager eine Zeltschule, die vom deutschen Verein Schams unterstützt wurde. Die Kinder wurden anfangs nach einem Lehrplan für informelle Schulen unterrichtet und konnten keine offiziell anerkannten Zeugnisse bekommen. Das war stets ein Problem, wenn sie an weiterführende Schulen wechselten.

Aber nun soll es eine richtige Schule in dem Camp geben, ebenfalls von Schams unterstützt. Damit soll der Unterricht anders werden. Die Lehrer unterrichten nach libanesischem Lehrplan, und die Kinder bekommen vom Erziehungsministerium anerkannte Zeugnisse. Mitte Oktober geht der Schulbetrieb los. 75 syrische Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren werden die Klassen 1 bis 6 besuchen.  

Das einstöckige, braun verputzte Gebäude liegt außerhalb von Bar Elias in der Bekaa-Ebene. Zur syrischen Grenze sind es etwa 12 Kilometer. Aus den Fenstern der Schule schaut man auf Kartoffelfelder und informelle Lager – Hütten aus Holzgerüsten mit weißen Plastikplanen überzogen. In der Kleinstadt  leben ungefähr 20 000 Libanesen und mehr als doppelt so viele Flüchtlinge.

Es braucht viel Kraft, um im heutigen Libanon ein Projekt für syrische Kinder aufzubauen. Die Menschen im Land sind zunehmend feindlich gegenüber den Flüchtlingen eingestellt, und Politiker drängen darauf, dass die Syrer zurückgehen sollen – ungeachtet der Lebensbedingungen in ihrer Heimat. Al Ahmad zieht diese Kraft aus voll besetzten Klassenzimmern und dem Trubel der Kinder.

Links

UNHCR, 2019: Stepping up. Refugee education in crisis.
https://unhcrsharedmedia.s3.amazonaws.com/2019/Education-report_30-August_2019/Education+Report+2019-Final-web.pdf

Schams – Verein zur Förderung und Unterstützung von syrischen Kindern und Jugendlichen:
http://schams.org/

Mona Naggar ist Journalistin und Medientrainerin. Sie lebt in Beirut.
mona.naggar@googlemail.com

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Web-Handbuch „Afrika gibt es nicht. Beiträge zur Dekolonialisierung des Alltagsdenkens”

Weblinks - 2. Oktober 2019 - 14:44

Comments:

  • „Afrika gibt es nicht. Beiträge zur Dekolonialisierung des Alltagsdenkens”, so heißt ein Projekt des Bundesarbeitskreises Arbeit und Leben e.V. in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben Bremen. Das Projekt, das Akteure der politischen Bildung und afrikanische Wissenschaftler zusammengebracht hat, zielt darauf ab, Afrika-Bilder zu dekonstruieren und eine kritische Reflexion rund um Afrika-Themen zu fördern. - Karsten Weitzenegger

Tags: afrika, bildung, globales_lernen, lernen

by: Karsten Weitzenegger

Freiwilligenbefragung: Große Zufriedenheit mit weltwärts

Engagement Global Presse - 2. Oktober 2019 - 11:15
94 Prozent der Freiwilligen waren mit ihrem Freiwilligendienst insgesamt zufrieden. Foto: Marc Franz

Weltwärts trifft weiterhin den Bedarf junger Menschen und die Organisationen im In- und Ausland führen das Programm sorgfältig durch. Dieses Fazit zieht das uzbonn,Gesellschaft für empirische Sozialforschung und Evaluation, das die Befragung im Auftrag von Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen durchgeführt hat.

86 Prozent der Befragten waren mit ihrem Einsatzplatz sehr oder eher zufrieden. Sehr positiv sahen die Freiwilligen auch die soziale Einbindung am Einsatzplatz und die Möglichkeiten, sich aktiv im Projekt einzubringen. Die Zufriedenheit der Freiwilligen mit der Vorbereitung auf den Dienst erreichte mit 96 Prozent einen neuen Höchstwert. Auch das begleitende Seminarprogramm wurde von den Freiwilligen positiv bewertet.

Für 96 Prozent der Freiwilligen ist der Freiwilligendienst eine lebensprägende Erfahrung. Selbständigkeit und Eigenverantwortung sowie die Offenheit gegenüber anderen Kulturen wurden durch den Freiwilligendienst positiv beeinflusst. Rund 90 Prozent der Befragten gab an, dass sich der Freiwilligendienst positiv auf ihr Interesse an entwicklungspolitischen Fragen, ihr Verständnis für globale Zusammenhänge sowie auf ihre Motivation gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen ausgewirkt hat. 39 Prozent der Rückkehrerinnen und Rückkehrer engagierten sich in Deutschland weiter freiwillig. 46 Prozent gaben an, dass sie sich zukünftig sehr sicher oder wahrscheinlich engagieren werden.

Auch wenn Freiwillige von Situationen berichteten, die subjektiv als bedrohlich empfunden wurden, haben nur 5 Prozent selbst körperliche Gewalt im Aufenthaltsland erfahren. Trotz der Sicherheitsprobleme fühlten sich 93 Prozent aufgrund der Begleitung und Vorsorge durch ihre Entsendeorganisation in Deutschland und ihrer Aufnahmeorganisation im Gastland insgesamt (eher) gut aufgehoben. Dies ist ein neuer Höchstwert.

82 Prozent der Freiwilligen haben direkt nach Ende ihrer Schulzeit am Programm teilgenommen. 97 Prozent der Befragten gab das (Fach-)Abitur als höchsten erworbenen Schulabschluss an. 1,5 Prozent der Freiwilligen hatten eine Beeinträchtigung oder Behinderung.

Die Freiwilligen-Befragung dient dazu, das Programm im Sinne eines entwicklungspolitischen Lern- und Austauschdienstes für die Freiwilligen und die beteiligten Organisationen im Norden und Süden stetig weiterzuentwickeln. Befragt wurden alle Freiwilligen, die im Jahr 2018 ihren Freiwilligendienst beendet haben. An der Befragung haben zwei Drittel der Freiwilligen teilgenommen.

Weltwärts ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren können sich über den staatlich geförderten Dienst in Projekten in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa oder Ozeanien beziehunsgweise Deutschland engagieren. Ziele von weltwärts sind, dass die Teilnehmenden eine andere Lebensweise kennenlernen sowie Impulse für ein solidarisches Engagement nach der Rückkehr mitnehmen. Die Koordinierung des Programms liegt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) bei Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen.

Weitere Informationen

Zu den Ergenissen der Freiwilligen-Befragung 2018
Zur Webseite von weltwärts
Zur Facebook-Seite von weltwärts

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Präsident der Generalversammlung: Zu wenig Frauen

Vereinte Nationen - 2. Oktober 2019 - 11:06

2. Oktober 2019 - Der Präsident der UN-Generalversammlung hat die geringe Anzahl weiblicher Landesvertreter bei der zu Ende gegangenen Generaldebatte des Gremiums bedauert. Nur 16 der 192 Redner seien Frauen gewesen, sagte Tijjani Muhammad-Bande in New York bei einer Pressekonferenz. Das sei "keine gute Zahl, insbesondere angesichts unseres Strebens nach Geschlechtergleichheit", fügte der Nigerianer hinzu. Die Vereinten Nationen müssten die Regierungen ihrer Mitgliedsländer weiter zu "größtmöglicher Partizipation" drängen, um Hürden für Frauen abzubauen, die in die Politik wollten.

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False promises

E+Z - 2. Oktober 2019 - 10:41
Nigerian women are forced into prostitution in Ghana

In the evening, when most people in Tamale are having dinner, Nicki (name changed) is standing near the Bank of Ghana, a popular spot for sex workers. Every night, dozens of young women from several African countries line up here in the heart of the city to catch the eyes of men. Most of them are lured to Ghana by gangsters.

Nicki and two other women were brought to Ghana from Nigeria five months ago by a trafficker who promised to employ them as sales girls in her boutique. “But now she says I must prostitute myself,” Nicki says. “I don’t have a choice, because they say if I report to the police, the police will arrest me.” According to her testimony, the women were abused and beaten until they gave in.

Nicki makes an average of 100 Ghana cedis (17 euros) a night for her madam. If she fails to earn enough money, she is beaten that night. Out of her earnings, Nicki gets only 1 euro per day for food. She says: “I don’t want to use my body to make money. It is better for me to go back to Nigeria. When I was there, I wasn’t doing this.”

There is no accurate data available about the number of women that are forced to work as prostitutes in Africa and in Ghana in particular. According to Rafiatu Mohammed, assistant superintendent of immigration, there is a strong link between human trafficking and prostitution. “Mostly Nigerians are trafficked for prostitution,” she says and explains how it works: “Someone who seems to be trustworthy comes and tells the women: I am coming from Ghana, this is the business I am operating. Since you are not doing anything here, let’s go to Ghana, and you help with the business. You will be well paid. Just go to Ghana, and things will change.”

The victims start out with a debt of 8000 cedis (1350 euros) because of the smuggling costs. It takes them months to pay back this debt.

Ghana’s human trafficking act prescribes a minimum penalty of five years imprisonment for all forms of trafficking. However, the police finds it difficult to investigate crimes relating to sex trafficking. “Even when we arrest a man together with a prostitute, they tell us they are boyfriend and girlfriend. You need to do a lot of intelligence, monitoring and also get electronic evidence in order to prosecute them,” says Kwabena Otuo-Acheampong, who heads the anti-human trafficking unit of the police in the Northern Region.

Between 2018 and 2019, police in this Region have rescued 14 trafficked persons. Only one trafficker is serving a jail sentence.

Maxwell Suuk is a journalist in Northern Ghana.
suuk.max@gmail.com

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E+Z/D+C 2019/11 – tr – Heide Hackmann / Dirk Messner

E+Z - 2. Oktober 2019 - 10:14
What needs to be done so digitalisation will drive, not thwart the transformation to sustainability

António Guterres, the UN secretary general, keeps reiterating that we need deep transformations to prevent climate disaster as well as to fight poverty, reduce inequalities and stem rampant nationalism. He did so, for example, at the UN summits on the climate prices and the Sustainable Development Goals (SDGs) in New York in September. 

The UN leader has ample reason to be worried. A mountain of scientific publications points out the danger we are in. Probably the most impressive and comprehensive reports have been produced by the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). The scientific community has been making it absolutely clear that we need deep change if we are to achieve sustainability.

In retrospect, it is unfortunate that digitalisation was not mentioned in the major international policy agreements that heads of state and governments adopted in 2015. It obviously will have a bearing on achieving the UN’s 2030 Agenda, which includes the 17 SDGs, and the Paris Agreement on Climate Change. Artificial intelligence (AI), machine learning, virtual realities and related developments add up to a technological revolution which cannot be ignored.

Digital change will have impacts – some of them helpful, others detrimental – on every single SDG, ranging from poverty alleviation to resource efficiency, from governance to energy and mobility systems, from employment to transnational partnerships. Digital technology is speeding up fundamental societal and economic change (Sachs et al, 2019 ).

Eric Schmidt, the former Google chief executive, has said that AI-based systems may, within the next five to 10 years, solve scientific puzzles worth a Nobel prize. Could they also be the game changer we need to facilitate transformation toward sustainability? Integrated well, the two megatrends of digitalisation and sustainability transformation could shape the 21st century in a positive way. They might create a model of human prosperity decoupled from resource consumption and emissions. At the same time, it might recouple economic growth and social progress.

The German Advisory Council on Global Change (Wissenschaftlicher Beirat Globale Umweltveränderungen – WBGU) recently published a flagship report with the title: “Towards our Common Digital Future” (see Sabine Balk in D+C/E+Z e-Paper 2019/07, Monitor section). It shows two important, paradoxical things:

  • digital technologies have the potential to facilitate rapid transformations towards a green economy (by fostering decarbonisation in many sectors, multiplying resource and energy efficiency, and improving the surveillance and protection of ecosystems), but
  • ever-faster digitalisation has so far not brought about the sustainability U-turn we need. Instead, it is deepening and extending unsustainable growth patterns.

The UN Panel on Digital Cooperation (2019) and the science consortium “The World in 2050” have also come to these two conclusions in recent publications. There plainly is no automatism between digitalisation and sustainability transformations. The missing link is governance. Policymakers must act fast for humanity to rise to the climate challenge and achieve the SDGs and build the bridges between digital innovation and sustainability transformations. 

Technological revolution

To be clear: sustainability transformations in the digital age are not simply about smart incentives triggering quick technological fixes. Much more is at stake. Our societies are undergoing change as dramatic as the change that was brought about by the printing press or the steam engine in earlier times. We are entering a new era of human civilisation. Among other things, paradigm shifts will affect the meanings of “human development” and “sustainability”. 

We must take into account that digitalisation is not a blessing in itself. It is ambivalent:

  • On the one hand, it is a potential enabler of a green economy and transnational networking with great scope for connecting people around the world and boosting a culture of global cooperation.
  • On the other hand, digitalisation can exacerbate social divides, compound environmental risks and destabilise societies.

To get a grip on the dangers, we must therefore learn fast. The WBGU has identified several systemic risks in the digital age. They include the following:

  • Digital technologies depend on specific resources and high energy consumption. Unless we decarbonise energy systems and build circular economies, digitally-driven growth will exceed planetary guardrails. Tipping points of the Earth system (such as the melting of Greenland’s ice shield) will be reached.
  • Driven by big data, artificial intelligence and machine learning will disrupt labour markets. Not only blue-collar workers will be made redundant, but so will high-skilled professionals including lawyers, accountants and engineers. No nation has a social protection system designed to cope with these challenges. Our economies and education systems are ill-prepared.
  • Digital tools make it possible to trace everyone, while big-data analysis and social-scoring systems can be used to understand and manipulate individual and collective human behaviour. Democracy, freedom and human dignity are at risk where digital change serves authoritarian impulses.
  • National science systems need to adapt too. The opportunities of the digital revolution are profound. Digital technologies are creating a new 21st century infrastructure for understanding the complexity of transformative change and responding accordingly. However, national science systems are struggling to adapt their infrastructures, priorities and processes to these new opportunities and challenges. Unless they interconnect to this emerging data-intensive world of science, they will be unable to progress, stagnating in isolation. Yet another knowledge gap is beginning to open up between the global north and the global south. We must stop this trend because this will not only hurt developing countries. It will hurt the entire international community.
  • The combination of AI, big-data analysis, genome research and cognitive sciences is dangerous and yet in another way: it opens the door to human beings becoming “enhanced” in physical, cognitive or psychological terms. No doubt, there will be attempts to “optimise” homo sapiens. The Anthropocene is the era of the planet being shaped by humans. In the Digital Anthropocene, humans are becoming able to transform themselves. We certainly need ethical guardrails, but we do not have them yet. This issue extends far beyond the horizon of the 2030 Agenda.

We must prepare

For several reasons, we are only insufficiently prepared to tackle the challenges listed above. Science as a whole is not yet exploiting the tools of the digital revolution. Sustainability science and the research on digital innovations are not linked to one another sufficiently. The knowledge of what impact digital dynamics have on public agencies (including, of course, multilateral organisations like the UN) is still underdeveloped. How sustainability and digital transformations are linked has not been studied sufficiently either. We lack public discourse on what a human-centred, sustainable digital age would look like, and such discourse must not only involve policymakers, but also businesses, civil society and academia.

No doubt, action is needed fast. We must grasp the opportunities, gearing powerful technological innovations to sustainability.

Therefore, the WBGU has joined forces with other science organisations including the International Science Council, Future Earth, the UN University as well as several partners from Asia and Africa. At the UN events in New York in September, we launched a draft for a UN charter for a sustainable digital age. It is called “Our Common Digital Future” and can serve as the basis for global debate, involving scientists, decision makers, community activists and citizens all over the world. Such debate must then lead to action.

The global charter must contain three elements:

  • Digitalisation should be designed in ways that serve the achievement of the SDGs and the Paris Agreement.
  • Beyond that, systemic risks need to be avoided.
  • Every nation must prepare for a sustainable digital age, and that implies reforms in education sectors, intensive research on relevant matters and adopting ethical guardrails.

The draft charter has been published on multiple websites. It is open for comment and discussion. It builds on the Human Rights Declarations, the 2030 Agenda and the Paris Climate Agreement. Given, moreover, that digitalisation and sustainability have such overarching relevance, it would make sense to hold a World Summit on “Our Common Digital Future” in 2022 – 30 years after the Earth Summit in Rio de Janeiro.

Heide Hackmann is the chief executive officer of the International Science Council.
heide.hackmann@council.science

Dirk Messner co-chairs the German Advisory Council on Global Change (Wissenschaftlicher Beirat Globale Umweltveränderungen – WBGU) and is a director at the United Nations University. messner@ehs.unu.edu

References

IPCC, 2018: Global warming of 1,5 C. Geneva.
IPCC, 2019: The ocean and the Cryosphere in a changing climate. Geneva.
Sachs, J., Schmidt-Traub, G., Mazzucato, M., Messner, D., Nakicenovic, N., Rockström, J., 2019: Six transformations to achieve the Sustainable Development Goals. Nature Sustainability, Vol. 2, September, 805-814.
The World in 2050, 2019: The digital revolution. Vienna, IIASA.
WBGU, 2019: Towards our common digital future. Berlin, WBGU.
UN, 2019: The age of digital interdependencies. New York, UN.

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TruBudget und die Paris-Deklaration

E+Z - 2. Oktober 2019 - 9:25
Im Bereich der Aid Effectiveness gibt es noch viel zu tun

Alle waren sich einig: Die Umsetzung von Mitteln der öffentlichen Entwicklungshilfe (Official Development Assistance – ODA) sollte zukünftig über die Systeme der Partnerländer erfolgen, am besten gleich über den Partnerhaushalt (siehe hierzu auch Peter Lanzet in der Tribüne des E+Z/D+C e-Papers 2017/02). Budgethilfe wurde zum Mittel der Wahl in der Zusammenarbeit – auch in der deutschen Entwicklungspolitik.

Nach Paris gab es 2009 eine Bestandsaufnahme in Accra und 2011 in Busan. Mit einem ernüchternden Ergebnis. Nur eines von 13 Zielen der Paris-Deklaration wurde erreicht: Leichte Verbesserungen konnten wenn, dann nur auf der Partnerseite gefunden werden. Das Scheitern war so offensichtlich, dass es danach eine Rückbesinnung von der Budgethilfe auf die gute alte Projektfinanzierung gab.

Die Paris-Deklaration starb sozusagen einen langsamen Tod – eine Wiederauf­erstehung ist bislang nicht in Sicht. Heute steht die Gebergemeinschaft immer noch da wie vor 15 Jahren: reichlich ineffizient, kaum aufeinander abgestimmt und am Partnerhaushalt vorbeifinanziert. Dabei ist die Welt der Förderung für Empfängerländer noch komplexer und unübersichtlicher geworden.

Laut OECD bieten heute weltweit über 500 Geberorganisationen ihre Hilfe an. In Burkina Faso allein sind 81 bi- und multilaterale Geber aktiv. Jede einzelne Organisation mit ihren eigenen Ansprüchen und Konditionen will bedient werden und sorgt sich um ihre individuellen Ziele. Mit dem Ergebnis, dass etwa in burkinischen Ministerien über 300 Projektteams Kosten verursachen. Von Gebern initiiert, arbeiten diese Teams teilweise in den gleichen Regionen und Sektoren aneinander vorbei.

Nicht überraschend kommt ein Bericht der burkinischen Regierung 2017 zum Schluss, dass die Mittelausschöpfung bei extern finanzierten Projekten mit 63 Prozent deutlich niedriger liegt als bei national finanzierten Projekten (96 Prozent). Die Ursachen werden vor allem in Schwierigkeiten bei Planung und Management der unterschiedlichen Verträge und Vergabeprozesse der Geber gesehen.

Da die meisten Geber ihre Mittel aus Angst vor Kontrollverlust und Missbrauch nicht über die Konten des nationalen Haushaltes fließen lassen, wissen die Regierungen oft nicht, wie viel in ihrem Land für öffentliche Investitionen eigentlich ausgezahlt wurde. In der Regel erhalten die Dienstleister, die im Auftrag der Partnerländer unterwegs sind, ihre Zahlungen nämlich direkt aus Geberhänden. In Ländern mit einem signifikanten Anteil extern finanzierter Investitionen wirkt sich dieses Modell negativ auf die Nachhaltigkeit aus. So werden angesichts der parallelen Geberströme Projekte oft erst gar nicht in den Haushalt eingestellt. Ohne genaue Angaben zu Einnahmen und Ausgaben bleibt aber jede Haushaltsplanung Makulatur.

Warum aber sind wir heute nicht weiter in Sachen Paris-Deklaration? Die Budgethilfe konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Neben politischer Überfrachtung war dafür mangelnde Governance auf Seiten vieler Partnerländer verantwortlich. Skandale wie das sogenannte „Cashgate“ in Malawi 2013 haben die Glaubwürdigkeit dieser Art der Hilfe nachhaltig untergraben. Immerhin wurde für die Veruntreuung von rund 32 Millionen Dollar genau das elektronische System missbraucht, dass zur Verbesserung des öffentlichen Finanzmanagements installiert wurde.

Bislang gab es keine Möglichkeit, das Risiko des Mittelmissbrauchs in den Griff zu bekommen. Hier kommen jetzt neue Technologien wie Blockchain oder künstliche Intelligenz ins Spiel. Sie können Probleme, die wir für unlösbar hielten, mit einem Mal überwindbar machen. Tatsächlich angewendet werden sie in der Entwicklungszusammenarbeit allerdings bislang wenig.

Dabei bietet sich gerade Blockchain dafür an, Prozesse transparent, nachvollziehbar und sicher zu gestalten. So entstand in der KfW die Idee, das Potenzial dieser Technologie zu nutzen und die TruBudget-Anwendung zu entwickeln (siehe Haupttext). Sie ermöglicht eine transparente, sichere und nachvollziehbare Steuerung des Einsatzes von Gebermitteln. (pk)

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Partnerschaft auf Augenhöhe durch Blockchain-Technologie

E+Z - 2. Oktober 2019 - 8:46
KfW ermöglicht mit einer neuen digitalen Plattform eine transparente und sichere Umsetzung von ODA

TruBudget (Trusted Budget Expenditure) ist von der KfW als eine digitale Arbeitsplattform für Partnerländer entwickelt worden. Auf dieser Plattform können alle Arbeitsschritte und Auszahlungen eines Entwicklungsprojektes von den beteiligten Regierungsstellen und Geberorganisationen gemeinsam bearbeitet werden. Die Plattform ist im Grunde nichts anderes als ein vertrauenswürdiges Workflow-Tool für Geschäftspartner, die nicht auf ein gemeinsames IT-System zugreifen können.

Jede Aktion der Nutzer wird dabei auf einer sogenannten Blockchain, einer kontinuierlich erweiterbaren Liste von Datensätzen, abgespeichert. Daten auf einer solchen Blockchain können im Nachhinein nicht mehr verändert werden und sind damit fälschungs- und revisionssicher. Zudem liegen sie nicht zentral auf einem Server oder bei einem Unternehmen, sondern verteilt auf den Computern aller Beteiligten. Informationen können so nicht verlorengehen und sind vor Manipulationen geschützt.

Diese Eigenschaften von TruBudget schaffen enorme Vorteile: Zum einen hat damit jeder Partner jederzeit Zugriff auf aktuelle Informationen zum Stand der Projekte. Die aufwändige Kommunikation unzähliger E-Mails, in denen Berichte angefordert, angemahnt und dann in unterschiedlichen Versionen verschickt werden, fallen weg. Das vereinfacht die Abstimmungsprozesse immens, da alle Partner bei ihrer Entscheidungsfindung vom gleichen Informationsstand ausgehen können.

Zum anderen sind die eingestellten Informationen vertrauenswürdig. Jeder kann sofort nachvollziehen, wer was wann entschieden und veranlasst hat. Selbst im (immer noch möglichen) Betrugsfall sorgt das fälschungssichere Protokoll für eine eindeutige Identifizierung der Verantwort­lichen. Diese Transparenz bedeutet nicht nur eine permanente Peer-Kontrolle, sondern erhöht auch den Umsetzungsdruck auf denjenigen, der jeweils für den nächsten Schritt verantwortlich ist.

Die hohen Transaktionskosten aufwändiger Abstimmungs- und Kontrollprozesse können durch die TruBudget-Anwendung signifikant gesenkt werden. Mittel der öffentlichen Entwicklungshilfe (Official Development Assistance – ODA) können damit viel effektiver eingesetzt werden – ganz im Sinne der Paris-Deklaration zur Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit (siehe Kasten).

Das Finanzministerium in Burkina Faso hat mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine eigene Version von TruBudget entwickelt, auf der perspektivisch alle Geberprojekte in Burkina Faso abgewickelt werden sollen. Seglaro Abel Somé, Staatssekretär im Finanzministerium in Burkina Faso, geht davon aus, dass mit TruBudget die Informationsbeschaffung zur Verwendung von Gebermitteln und damit die eigene Haushaltsplanung deutlich verbessert werden können.

Für die Anwender wurde TruBudget einfach und intuitiv gestaltet. Partner brauchen nur einen Internetzugang, und das auch nicht unbedingt permanent oder besonders schnell. Die Bearbeitung von Arbeitsschritten erfolgt dann entweder über die Nutzeroberfläche von TruBudget oder das eigene Workflow-Programm, das mit TruBudget über eine digitale Schnittstelle (API) verbunden ist. Die Plattform ermöglicht so eine Zusammenarbeit unabhängig vom jeweiligen IT-System der beteiligten Partner.

Mit der Einbindung in das eigene IT-System entfällt die händische und somit fehleranfällige Eingabe in andere Datenbanken. Das ist ein großer Vorteil für die Finanz- und Planungsministerien, die bislang Daten aufwändig zusammentragen mussten. So ist die Projektverantwortliche im burkinischen Finanzministerium, Brigitte Compaore Yoni, davon überzeugt: „Mit TruBudget können wir die Daten zu den individuellen Geberzahlungen endlich einheitlich und verlässlich darstellen.“

TruBudget soll ein Partnerinstrument sein. Über die Governance und Zugriffsrechte entscheidet die jeweilige Regierung, die eine solche Plattform für die Abwicklung geber-finanzierter Projekte oder Programme nutzen will. Die KfW hat die Anwendung daher bewusst als Open Source entwickelt. Also als Software, deren Quelltext öffentlich einsehbar, änderbar und nutzbar ist. TruBudget steht damit allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung.

TruBudget ist so flexibel gebaut, dass es sich auch für andere Anwendungsfälle eignet, etwa bei der Lieferkette von Impfstoffen. Statt Workflows werden hier die Etappen der einzelnen Lieferschritte von der Bestellung über den Transport bis hin zur Anwendung in einem Dorf erfasst. Die internationale Impfallianz Gavi prüft gerade den Einsatz von TruBudget für ihr Finanzmanagement und die Lieferkette von Impfstoffen. Aber auch andere Lösungen wie etwa das Monitoring von Vertragskonditionen sind denkbar, genauso wie die Verknüpfung mit anderen innovativen Ansätzen wie Open Data oder künstliche Intelligenz (KI).

Neben dem Finanzministerium von Burkina Faso hat die brasilianische Entwicklungsbank BNDES als erste Institution TruBudget in ihre Prozesse und IT-Systeme verankert. Die Anwendung wird zur Abwicklung des Amazon Funds eingesetzt, wenn auch vorerst nur für einzelne Prozesse. Äthiopien und Georgien planen Piloteinsätze für KfW-finanzierte Programme. Das BMZ unterstützt diese Initiativen im Interesse einer Digitalisierung auf Augenhöhe.

Mit TruBudget steht endlich ein Instrument zur Verfügung, Partnersysteme mit vertretbarem Risiko einzusetzen. Gebermittel können damit direkt und sicher über den Partnerhaushalt abgewickelt werden. Eine eigenständige Verwaltung durch das Partnerland erhöht nicht nur Effizienz, sondern auch die Nachhaltigkeit der bereitgestellten Mittel. Die Herausforderung liegt nun allein in dem politischen Interesse von Partnerländern und Geberorganisationen, diese technologischen Möglichkeiten auch zu nutzen. Geber müssen sich zukünftig noch mehr daran messen lassen, inwieweit sie mit ihrer Unterstützung tatsächlich auch die strukturelle Eigenständigkeit von Entwicklungsländern fördern wollen.

Dieses Umdenken ist noch lange nicht überall angekommen. Umso wichtiger ist es, jetzt neue Standards einer transparenten Zusammenarbeit zu setzen – nicht nur in der deutschen Entwicklungspolitik.

Piet Kleffmann ist Leiter der Task-Force TruBudget.
piet.kleffmann@kfw.de

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Für eine friedliche Transition im Sudan

SWP - 2. Oktober 2019 - 0:00

Die guten Nachrichten vom Horn von Afrika scheinen nicht enden zu wollen. Erst übernimmt mit Abiy Ahmed ein junger Reformer die Führung in Äthiopien, ein Jahr später wird Sudans Diktator Omar al-Bashir nach dreißig Jahren Herrschaft gestürzt. Ausgerechnet das sudanesische Militär hatte nach Monaten ziviler und friedlicher Proteste den Machthaber aus dem Amt gedrängt. Knapp vier Monate später steht eine Regierung aus Zivilisten und Militärs, die von Abdalla Hamdok angeführt wird, einem Ökonomen mit jahrzehntelanger Erfahrung bei den Vereinten Nationen. Ob sich der Übergang weiterhin positiv entwickelt, wird von der Bereitschaft des Sicherheitsappa­rats abhängen, die Macht an eine zivile Führung zu übergeben. Entscheidend für die Stabilisierung und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes wird aber auch sein, ob und in welchem Ausmaß externe Akteure den sudanesischen Transforma­tionsprozess unterstützen.

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Call for Contributions tF Symposium 2020 – Wege transformativer Forschung: Zielorientierung und Indikatoren

#HOCHN - 2. Oktober 2019 - 0:00
Die Schader-Stiftung veranstaltet am 19. März 2020 zusammen mit der Hochschule Darmstadt das s:ne tF Symposium 2020 unter dem Thema "Wege transformativer Forschung: Zielorientierung und Indikatoren".

Foto: dima_goroziya on pixabay

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Rory O’Neill zu Gast in Bonn für den Dokumentarfilm “The Queen of Ireland”

Vereinte Nationen - 1. Oktober 2019 - 17:20

01. Oktober 2019 – Rory O’Neill, alias ‘Panti Bliss’ war Gast der ‚UN Cinema‘-Reihe in Bonn, bei der in der Volkshochschule der Dokumentarfilm “The Queen of Ireland” gezeigt wurde. Die Veranstaltung wurde vom Regionalen Informationszentrum der Vereinten Nationen (UNRIC) in Kooperation mit der Irischen Botschaft, der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen und der UN-Mitarbeiterinitiative UN Globe präsentiert.

Thema des Abends war die Förderung von Menschenrechten und Geschlechtergleichheit, vor allem ging es um die Nicht-Diskriminierung der LGBTI+-Gemeinschaft weltweit. Die Veranstaltung bot somit auch Gelegenheit, die Arbeit von UN Globe zu präsentieren, einer Inititative von UN Mitarbeitern, die für gleiche Rechte und eine faire Behandlung von LGBTI+Kollegen im UN-System eintritt.

Dr. Ingrid Schöll, Direktorin der VHS, begrüßte die Gäste und sprach über die aktuelle Vorlesungsreihe der VHS, die sich mit Ziel Nummer 5 für nachhaltige Entwicklung - der Geschlechtergleichheit – beschäftigt.

“UN Cinema ist eine der erfolgreichsten UNRIC-Initiativen, mit der wir in ganz Europa ein großes Publikum auf wichtige UN-Themen aufmerksam machen“, sagte Arne Molfenter vom Regionalen Infformationszentrum der Vereinten Nationen. Er fügte hinzu, dass “The Queen of Ireland” bereits sehr erfolgreich in Brüssel, London Stockholm, Wien und Genf gezeigt worden ist, immer in Kooperation mit den irischen Botschaften.

Botschafter Dr. Nicholas O’Brien wies in seiner Ansprache auf den Schwerpunkt in der irischen Außenpolitik hin, die Menschenrechte des Einzelenen zu sichern und für Nicht-Diskriminierung einzutreten.

Der Film porträtiert Rory O’Neill, wie er als „Panti Bliss“ zu Irland’s berühmtester Drag Queen wurde und zur Ikone für den Kampf für gleiche Rechte der LGBTI+ Gemeinschaft weltweit. Nach der Filmvorführung erklärte Rory in einem Interview mit UN Globe’s James Creswick, dass sein früher Aktivismus für Gleichheit und gegen Diskriminierung pures Eigeninteresse war. „Ich trat für meine eigenen Rechte ein, um es im Leben leichter zu haben“, sagte er. Er hätte selbst nie gedacht, dass sein Weg ihn zu dem weltweit bekannten Aktivisten machen würde, der er heute ist.

The Queen of Ireland ist ein preisgekrönter Dokumentarfilm des Regisseurs Conor Horgan über Irlands berühmteste Drag Queen namens "Panti Bliss" und ihren Aufstieg zu einer bedeutenden Aktivistin der LGBT+ (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender/Transsexual plus) Gemeinschaft. Der Film porträtiert den lebhaften, mutigen und unterhaltsamen Rory O’Neill, der im Vorlauf des Verfassungsreferendums über die gleichgeschlechtliche Ehe in Irland 2015 unverhofft das Gesicht der "Ja"-Kampagne wurde.

Weitere Fotos des Events können Sie hier aufrufen. 

 

 

 

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Mit Nachhaltigkeit zum Klimaschutz

Engagement Global - 1. Oktober 2019 - 16:45
Beim NachhaltigkeitsCamp Bonn 2019 wurden Projekte vorgestellt, Ideen ausgetauscht und Kontakte geknüpft.Foto: Kolja Matzke

Wie organisiert man Veranstaltungen nachhaltig? Wie wirkt sich das eigene Essverhalten auf das Klima aus? Und wie kann man Nachhaltigkeit in die Gesellschaft tragen?

Mit Fragen wie diesen setzten sich die Teilnehmenden des vierten NachhaltigkeitsCamps Bonn auseinander, das am Freitag, den 27. September 2019 in Bonn stattfand. Engagement Global lud mit Unterstützung von Bonn.digital alle Interessierten dazu ein, sich in der Wohnwagenlandschaft des BaseCamp Bonn über Nachhaltigkeit auszutauschen.

Als Barcamp ist das NachhaltigkeitsCamp Bonn eine für alle offene Konferenz, bei der die Teilnehmenden nicht nur zuhören, sondern selbst aktiv werden. Die Sessions werden erst am Veranstaltungstag vor Ort angeboten und über einen gemeinsam erstellten Zeitplan organisiert.

So entstanden nach der Vorstellungsrunde zu Beginn der Konferenz 40 Sessions in Form von Vorträgen, Workshops oder Diskussionen, in denen die rund 140 Teilnehmenden eigene Projekte vorstellten, gemeinsam neue Ideen entwickelten und sich vernetzten.

Müllvermeidung, authentisches Nachhaltigkeitsmarketing oder Storytelling zum Klimawandel waren nur einige der Themen, die vergangenen Freitag zwischen bunten Wohnwagen und ausrangierten Schlafwagen diskutiert wurden.

Sophie Schraml stellte beispielsweise die BonnBox vor – eine Art offenen Bücherschrank, in den man Dinge legen kann, die man nicht mehr braucht und mitnehmen kann, was einem gefällt. „Es ist immer wieder schön zu erleben, wie sich andere Menschen über die Dinge freuen, die man selbst aussortiert hat“, erzählte eine Teilnehmerin, die die BonnBox aus Nachhaltigkeitsgründen selbst gerne nutzt.

Inga Trost ging in einem anderen Workshop der Frage nach, wie Nachhaltigkeit in die Zivilgesellschaft getragen werden kann und führte in diesem Zusammenhang gemeinsam mit allen Interessierten verschiedene Spiele zum Globalen Lernen durch. „Beim Globalen Lernen geht es darum, globale Zusammenhänge aufzuzeigen und mit der Lebenswelt der Lernenden zu verknüpfen “, erklärte Trost, die Referentin des Programms Bildung trifft Entwicklung von Engagement Global ist, das genau darauf abzielt.

Zwischen den einzelnen Sessions hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich an einem veganen Buffet zu stärken und sich mit den Menschen vor Ort über eine virtuelle Karte zu vernetzen, um auch nach dem Camp in Kontakt zu bleiben und eventuell sogar gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten.

Das NachhaltigkeitsCamp leistet einen Beitrag zur Erreichung der Agenda 2030 und den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG) der Vereinten Nationen. Die Frage „Was kann ich selbst im Alltag tun?“ zog sich auch in diesem Jahr durch die vielfältigen Sessions.

Das NachhaltigkeitsCamp Bonn wurde in diesem Jahr zum vierten Mal von Engagement Global mit Unterstützung von Bonn.digital veranstaltet.

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01.10.2019 Regierungskommission Fluchtursachen nimmt Arbeit auf – Minister Müller: "Flüchtlinge brauchen Perspektiven in der Heimat."

BMZ - 1. Oktober 2019 - 16:00
Im Bundesentwicklungsministerium (BMZ) wird sich die Fachkommission Fluchtursachen der Bundesregierung am Mittwoch, den 2. Oktober 2019 zu ihrer ersten Sitzung treffen. Die 24 Experten aus Wissenschaft und Praxis erarbeiten bis Ende nächsten Jahres Vorschläge für den Bundestag und die Bundesregierung, wie künftig noch zielgenauer die Ursachen von Flucht und irregulärer Migration überwunden werden können. Den Vorsitz nehmen Gerda Hasselfeldt, Präsidentin ...
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UN Global Compact stellt "Target Gender Equality" Initiative vor

Global Compact - 1. Oktober 2019 - 15:25
Der UN Global Compact stellte am 01. Oktober 2019 eine neue globale Initiative vor, um die Position von Frauen in der Wirtschaft zu stärken.
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1. Oktober 2019

ONE - 1. Oktober 2019 - 15:21
  1. Neue Finanzpläne: 500 Millionen Euro mehr für Entwicklungsministerium

Wie Manfred Schäfers heute in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung  berichtet, hat das Finanzministerium den Haushaltsentwurf um die Klimabeschlüsse ergänzt. Der Ergänzungshaushalt soll bereits morgen beschlossen werden. Hauptbestandteil sei der Wirtschaftsplan für den Energie- und Klimafonds (EKF), dessen Volumen von derzeit 6,1 Milliarden Euro im 2019 auf bis zu 11,75 Milliarden Euro im Jahr 2023 kräftig steigen soll, wie das Handelsblatt weiß. Mit den Mitteln sollen verschiedene Klimaschutzmaßnahmen finanziert werden. Das Verkehrsministerium soll nächstes Jahr 1 Milliarde Euro mehr ausgeben dürfen, das Entwicklungsministerium unter Gerd Müller 500 Millionen Euro. Dennoch betone Finanzminister Olaf Scholz (SPD), dass es trotz des Ergänzungshaushalts keine Mehrausgaben im Haushalt geben werde, da Einnahmen und Ausgaben gleichermaßen steigen sollen.

  1. Afrikanische Länder wollen nicht mehr in Kategorie „fragiler Staat“ fallen

Christian Putsch beschreibt heute in der Printausgabe der Welt, was die Einstufung als „fragiler Staat“ für Entwicklungsländer bedeutet, wie sich die deutsche und internationale Ausrichtung der Entwicklungshilfe in den vergangenen Jahren verändert hat und wie Entwicklungsländer darauf reagieren. Obwohl es keine verbindliche Definition von fragilen Staaten gebe, werde der Begriff u.a. von der Weltbank und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung genutzt, um auszudrücken, dass die staatlichen Institutionen nicht funktionieren. Mittlerweile habe das Label „fragil“ eher negative Auswirkungen auf den Erhalt von Entwicklungsmitteln, weswegen viele Entwicklungsländer diese Bezeichnung scheuten. Die EU und die meisten Mitgliedstaaten konzentrierten sich seit einigen Jahren darauf, stabile und reformwillige Staaten zu unterstützen, weil man sich schnellere und nachhaltigere Resultate verspreche. Die G20-Inititative Compacts with Africa sei solch ein Beispiel. Krisenstaaten hätten in solchen Programmen keinen Platz. Zwar seien die Zahlungen der internationalen Gemeinschaft und auch Deutschlands zuletzt erhöht worden und sollen auch weiter steigen. Doch dies sei nur die Folge davon, dass ein immer höherer Anteil der extremen Armut in Konfliktstaaten zu finden sei, keine Trendwende in der Entwicklungszusammenarbeit. Dem südafrikanischen Institute for Security Studies zufolge haben Länder mit niedrigem Einkommen, aber stabilen Umfeld, die größten Chancen auf Fortschritt. Ein Beispiel dafür sei Äthiopien. Fragile Staaten hätten hingegen gar keine Institutionen, die Mittel absorbieren könnten.

  1. Designierte EU-Kommissarin Urpilainen ruft EU-Mitgliedstaaten zu 0,7-Prozent-Ziel auf

Wie einige Medien, u.a. der Tägliche Anzeiger, Yahoo und das Handelsblatt heute unter Rückgriff auf die AFP melden, hat die designierte EU-Entwicklungskommissarin Jutta Urpilainen die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, sich zu dem UN-Ziel zu bekennen, 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit auszugeben. Dies sei „eine Frage des politischen Willens”. Urpilainen wolle als Kommissarin versuchen, die Finanzminister*innen und Staats- und Regierungschef*innen der EU-Mitgliedsstaaten hier stärker in die Pflicht zu nehmen. Gelichzeitig habe sie vor zu großen Erwartungen gewarnt bezüglich der Pläne, Flüchtlingsbewegungen nach Europa zu verhindern, indem Entwicklungsgelder an Bedingungen geknüpft werden.

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