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Corona: Vielschichtige Krise für die Ärmsten

Welthungerhilfe - 19. Oktober 2020 - 16:36
Die weltweite Covid-19-Pandemie hat viele Leben gekostet und belastet die Wirtschaft. Gerade in den ärmsten Ländern werden dramatische Auswirkungen für die Bevölkerung ganz konkret spürbar: Tagelöhner haben keine Arbeit mehr, immer mehr Menschen hungern, die häusliche Gewalt steigt und Mädchen werden früher verheiratet. Wie Corona das Leben der Menschen in unseren Projektländern beeinflusst.
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Außenstelle Stuttgart: Neue Adresse

Engagement Global - 19. Oktober 2020 - 15:43
Die Außenstelle Stuttgart von Engagement Global ist ab sofort in der Olgastraße 53 zu finden.

Im Oktober hieß es für das Team der Außenstelle Stuttgart: Aufräumen, sortieren, Kartons packen und nach mehr als sechs Jahren Abschied nehmen vom Standort am Charlottenplatz. Dort war es eng geworden für das siebenköpfige Team, das zuständig ist für Baden-Württemberg und Bayern. Die neue Anschrift lautet nun: Olgastraße 53, 70182 Stuttgart.

Das neue Büro liegt am Rande des Bohnenviertels, der kleinen, charmanten Altstadt von Stuttgart, und wenige Gehminuten entfernt vom ehemaligen Standort, dem Welthaus. Mit den Vereinen im Welthaus wird die Außenstelle weiterhin Kontakt halten, insbesondere über die Kooperation des Globalen Klassenzimmers.

Dienstags von 14 bis 17 Uhr ist das Büro in der Regel offen und Informationssuchende finden kundige Ansprechpersonen in der Olgastraße 53. Wegen Corona sollte jedoch vorher telefonisch oder per E- Mail ein Termin vereinbart werden. Selbstverständlich berät die Außenstelle Stuttgart auch telefonisch und beantwortet Anfragen auch per E-Mail.

Wie die anderen fünf dezentralen Standorte von Engagement Global ist die Außenstelle Stuttgart Anlaufstelle für Entwicklungsbezogene Bildungsarbeit in den Bundesländern, für bürgerschaftliches Engagement und kommunale Entwicklungspolitik. Die Außenstellen bieten Zugang zu Informationen und Netzwerken, Beratungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Ihre Angebote richten sich an entwicklungspolitisch interessierte und engagierte Menschen. Besonders angesprochen sind zivilgesellschaftliche Akteure – einschließlich migrantischer und diasporischer Organisationen (MDO) – Schulen, Gruppen, Vereine, Bildungseinrichtungen, Film- und Medienschaffende und Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung in Kommunen und Landkreisen.

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Aktuell nachgefragt | Waldsterben 2.0: Wie steht es nach drei Dürresommern um den Wald?

Forum Umwelt & Entwicklung - 19. Oktober 2020 - 15:09

Noch 2017 erklärte die Bundesregierung den deutschen Wald ihrem Waldbericht für »in gutem Zustand«.  Nach den letzten drei katastrophal trockenen Sommern kann davon keine Rede mehr sein. Die Lage hat sich dramatisch verschlechtert. Stürme, Dürre, Borkenkäfer und auch Waldbrände haben den Wäldern schwere Schäden zugefügt. Betroffen sind vor allem die Fichtenbestände. Doch auch immer mehr Laubbäume leiden. Der Klimawandel schlägt mit voller Wucht zu.

Wie ist die Lage einzuschätzen? Sind Wälder und Wasserhaushalt bereits irreparabel geschädigt? Und vor allem: was ist zu tun?

In unserem neuen Veranstaltungsformat Aktuell nachgefragt steht dazu Klaus Borger Rede und Antwort. Er ist Diplom-Forstwirt und Umweltstaaatssekretär a.D., seit 30 Jahren als Geschäftsführer und Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Saar-Hochwald, einem Zusammenschluss von vorwiegend Kleinwaldbesitzern.

 

Termin: Dienstag 27. Oktober, 15 Uhr
Die Veranstaltung findet über zoom statt. Bitte melden Sie sich an um den Link zur Teilnahme zu erhalten.

 

Aktuell nachgefragt

45 Minuten für ein aktuelles Thema, ein informativer Input am Anfang, dann Fragen und Kommentare, direkt vom Schreibtisch aus, allerdings auch ohne anschließenden Abendempfang: Mit dem neuen Video-Veranstaltungsformat des Forums Umwelt & Entwicklung wollen wir in Zukunft kurz, bündig und aktuell informieren. Diskutieren Sie mit oder hören Sie nur zu – Sie sind herzlich eingeladen!

 

Anmeldung

 

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Für eine starke Jugendperspektive in der AU-EU-Partnerschaft!

VENRO - 19. Oktober 2020 - 14:56

Die junge Generation braucht mehr Mitsprache: Warum bei der Überarbeitung der AU-EU-Strategie die Anliegen der jungen Generation in den Mittelpunkt gestellt werden sollten, erklären die amtierenden UN-Jugenddelegierten für Nachhaltige Entwicklung für Deutschland, Felix Kaminski und Sophia Bachmann.

„Die Jugend muss Impulse setzen.“

„Wir brauchen einen fundamentalen Wandel.“

„Jugend soll das Herzstück der der europäisch-afrikanischen Partnerschaft werden.“

Mit diesen und weiteren hochmotivierten Aussagen startete der zweite Tag des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) organisierten Jugendforums zur Partnerschaft der Afrikanischen- (AU) und Europäischen Union (EU).

„Create your vision“ war der Titel der Konferenz, moderiert wurde sie von Shary Reeves, die viele Menschen in Deutschland noch aus ihrer Zeit bei „Wissen-macht-Ah!“ kennen. Dank ihrer locker-leichten Moderation sowie des ambitionierten Titels des Jugendforums arbeiteten die Teilnehmer_innen eineinhalb Tage mit großer Motivation an verschiedenen Themen rund um eine nachhaltige Zukunft. Die am ersten Tag in Kleingruppen erarbeiteten Politikempfehlungen wurden zum Abschluss virtuell als „Roadmap of Solutions“ an Bundesentwicklungsminister Gerd Müller übergeben.

Als persönliches Fazit dieser Konferenz können wir vor allem zwei Dinge festhalten: Es gibt eine Menge junger Menschen, die voller Ideen, Kreativität und politischer Energie sind und wollen, dass ebendiese Ideen und Zukunftsvorstellungen gehört und umgesetzt werden. Und es gibt eine Menge Politiker_innen, die gerne ambitionierte Reden halten und mit großen Worten eine nachhaltige und generationengerechte Zukunft ankündigen.

Größte junge Generation der Geschichte braucht mehr Mitsprache

Nach all diesen enthusiastischen Reden und große Worten müssen nun Taten folgen. Es ist immer leichter, zu reden, als zu handeln. Genau da stößt auch das Jugendforum an seine Grenzen: Wie kann es sein, dass den jungen Redner_innen zur Präsentation ihrer Politikempfehlungen lediglich fünf Minuten pro Arbeitsgruppe eingeräumt werden? Wie kann es sein, dass die Politiker_innen deutliche höhere Redeanteile haben als die Jugendlichen, wenn das Motto doch „Create YOUR vision“ lautet und nicht „Listen to the vision of politicans“?

Wie kann es sein, dass all den jungen Menschen, die sich unter der Woche so viel Zeit für dieses Forum genommen haben, keine konkreten nächsten Schritte im Umgang mit der „Roadmap of Solutions“ genannt wurde? Für uns ist es nicht ausreichend und nicht hinnehmbar, lediglich zu hören, dass Bundesminister Müller versuchen wird, diese Empfehlungen in eine andere Konferenz einfließen zu lassen.

Als größte junge Generation der Geschichte fordern wir, dass unsere Ideen und Empfehlungen ernst genommen und angemessen umgesetzt werden – sei es in der (inter-)nationalen Klimapolitik, im Kampf gegen jegliche Formen von Diskriminierung oder in der afrikanisch-europäischen Partnerschaft. Wie gesagt: Worte reichen nicht, Taten müssen folgen!

Wir erwarten, dass all unser Engagement auf allen politischen Ebenen nicht nur mit netten oder vielsprechenden Worten, sondern mit konkreten Taten gewürdigt wird!

Nächster Mitspracheversuch: Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft

Die Erarbeitung der AU-EU-Strategie, die nun im kommenden Frühjahr während des geplanten AU-EU-Gipfels fertig sein soll, wäre eine Möglichkeit für konkrete Taten. Die Jugend steht dafür bereit: Mit der Energie und dem Willen, jugendpolitische Forderungen in die AU-EU-Strategie zu integrieren, haben wir uns Ende September mit rund 30 Jugendvertreter_innen aus Afrika und Europa zu dem hybriden Seminar „How can we shape governmental institutions in Africa and Europe to increase youths’ trust and participation in politics“ getroffen.

Gemeinsam haben wir einen Zehn-Punkte-Plan mit Forderungen zur afrikanisch-europäischen Partnerschaft erstellt. Sie spiegeln den Zeitgeist unserer Generation wider und haben zum Ziel, das Vertrauen junger Menschen in politische Institutionen zu erhöhen.

Unsere Forderungen sind auf verschiedenen Ebenen angesiedelt: Auf der Makroebene fordern wir eine institutionalisierte Jugendbeteiligung entlang des Politikzyklus sowie eine bessere finanzielle Ausstattung von jugendpolitischen Aktivtäten. Auf der Mikroebene geht es uns unter anderem um die Erstellung eines jährlichen Berichts, in dem AU und EU erklären, inwieweit sie jugendpolitische Forderungen im Berichtszeitraum umgesetzt haben, sowie um eine bessere Nachvollziehbarkeit von politischen Diskussionen durch die Verwendung leicht-verständlicher Sprache oder den Ausbau von kulturellen Austauschprogrammen zwischen Afrika und Europa.

Diese Ergebnisse haben wir auch in kurzen Videostatements veröffentlicht. Wir haben sie zudem am 16. Oktober bei der Konferenz zur Afrika-Europa-Partnerschaft von VENRO auf einem Panel mit Jutta Urpilainen, der EU-Kommissarin für internationale Partnerschaften, sowie in einem anschließenden Workshop vorstgestellt.

Das digitale Zeitalter und die einfache Nutzung virtueller Formate haben es möglich gemacht, im kleinen Workshop-Format unseren Zehn-Punkte-Plan zu erstellen und in einem größeren Format bei der Jugendkonferenz an der „Roadmap of Solutions“ mitzuwirken. Aber ganz gleich wie die verschiedenen Positionspapiere bezeichnet oder ausgestaltet werden: Eine bloße Vorstellung und Veröffentlichung der Ergebnisse reicht nicht aus. Es liegt an uns, aufmerksam zu überprüfen, ob und wie entschieden die Politik unsere Empfehlungen umsetzt. Und es liegt auch an uns, weiterhin in Gesprächen und auf Konferenzen Politiker_innen die Wichtigkeit von echter Jugendbeteiligung vor Augen zu führen.

Felix Kaminski und Sophia Bachmann sind die amtierenden Jugenddelegierten für Nachhaltige Entwicklung für Deutschland. Sie begleiten die deutsche Nachhaltigkeitspolitik und vertreten die Interessen junger Menschen bei nationalen und internationalen Veranstaltungen wie dem Hochrangigen Politischen Forum für Nachhaltige Entwicklung (High Level Political Forum for Sustainable Development, HLPF).

Werden Sie Teil unseres Teams! Wir bieten zwei Praktika ab Dezember 2020.

Global Compact - 19. Oktober 2020 - 13:53
Sie besitzen vertiefte Kenntnisse im Themenfeld Unternehmerische Verantwortung und/oder in den Bereichen Marketing, Kommunikation und Medien und können diese erfolgreich einsetzen? Sie interessieren sich für die Arbeit des Deutschen Global Compact Netzwerks und des UN Global Compact und sind ab Dezember 2020 für sechs Monate verfügbar?
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19. Oktober 2020

ONE - 19. Oktober 2020 - 12:02

1. Nigeria: Proteste gegen Polizeigewalt gehen weiter
Wie der Tagesspiegel und die Frankfurter Rundschau berichten, eskaliert die Polizeigewalt in Nigeria weiter. Die Polizeieinheit SARS, gegen die die Menschen in Lagos seit Wochen auf die Straße gehen, habe laut Amnesty International bereits 82 Menschen getötet. Zudem liegen schwere Vorwürfe wegen Folter und Erpressung vor. Erst zu Beginn dieses Monats habe SARS einen jungen Mann aus einem Hotel gezerrt und daraufhin auf offener Straße hingerichtet. Die Hinrichtung sei aufgezeichnet und auf den sozialen Medien verbreitet worden. Dies habe zu einer Protestbewegung geführt, die keine*n Anführer*in habe und online koordiniert werde. Auch international solidarisieren sich Stars wie Wizkid und Kanye West mit dem Protestierenden. Nigerias Präsident Muhammadu Buhari habe sowohl die Auflösung der SARS-Polizeieinheit sowie die Freilassung aller im Zuge der Demonstrationen festgenommenen Personen versprochen sowie die Einrichtung einer Kommission, die die Übergriffe aufklären soll. Allerdings habe er ebenfalls die Gründung einer neuen Polizeieinheit angeordnet – SWAT (Special Weapons and Tactics Team). Da es in den letzten Jahren bereits ähnliche politische Versprechen gegeben und sich dennoch nichts geändert habe, seien die Protestierenden gewillt, weiterhin auf der Straße zu bleiben. Sie haben ihren Hashtag von #ENDSARS zu #ENDSWAT geändert. Die militärische Führung Nigerias habe bereits angedroht, „mit den subversiven Elementen und Störenfrieden aufzuräumen“.

2. Guinea: Wahlen ein politisches Pulverfass
Wie unter anderem die Tageszeitung (Taz), die Frankfurter Rundschau, die Deutsche Welle und evangelisch.de melden, fanden am Sonntag Präsidenschaftswahlen im westafrikanischen Guinea statt. Die Spitzenkandidaten seien dieselben wie jene bei der ersten demokratischen Wahl im Land 2010: Oppositionsführer Cellou Dalein Diallo sowie Amtsinhaber Alpha Condé. Letzterer würde mit einer erfolgreichen Wahl in eine dritte Amtszeit starten. Da dies bisher verfassungswidrig gewesen sei, habe Condé ein Verfassungsreferendum erwirkt, das ihm weitere zwölf Jahren im Amt ermöglichen würde. Es gebe landesweit politische und ethnische Spannungen, so Ilaria Allegrozzi von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW). Laut dem Washingtoner ‘Afrika Zentrum für Strategische Studien’ ergeben Amtszeitbegrenzungen Sinn, da temporäre Präsident*innen das Landeswohl nicht um jeden Preis mit der eigenen Macht verknüpfen. Laut einer Umfrage des Afrikabarometers befürworten 75 Prozent der Bewohner*innen des afrikanischen Kontinents eine Beschränkung der Amtszeit ihrer jeweiligen Staatsoberhäupter*innen. Laut Joschka Philipps, Soziologe mit Forschungsschwerpunkt Guinea an der Universität Basel, habe die internationale Gesellschaft großes Interesse daran, das westafrikanische Land stabil zu halten. Die Gründe dafür seien wirtschaftlich: Guinea habe weltweit das größte Bauxit-Vorkommen. Ein Sprecher des UN-Generalsekretärs António Guterres habe die Parteien Guineas aufgerufen, von Gewalt abzusehen, schreibt evanglisch.de.

3. Elfenbeinküste: Aufruf zum Wahlboykott
Wie die Tageszeitung (TAZ), die Frankfurter Rundschau und die Deutsche Welle thematisieren, haben zwei der vier Präsidentschaftskandidaten in der Elfenbeinküste zum Boykott der bevorstehenden Wahlen aufgerufen. Von 44 Bewerber*innen für die Kandidatur seien lediglich vier zugelassen worden. Der derzeitige Amtsinhaber Alassane Ouattara habe auf Grund des Todes seines Wunschnachfolgers Amadou Gon Coulibaly (ehemaliger Ministerpräsident) eine Erlaubnis für eine dritte Amtszeit erbeten und diese vom Verfassungsgericht erhalten. Die Bevölkerung sowie die Opposition stehen dieser Entscheidung kritisch gegenüber. Es sei bereits im August zu Ausschreitungen mit Todesopfern gekommen.

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„Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit brauchen wir ein gemeinsames Verständnis von Ursachen und Lösungen“

VENRO - 19. Oktober 2020 - 11:53

Die afrikanisch-europäischen Beziehungen sind vielschichtig und nicht frei von Spannungen. Dennoch sieht Jane Nalunga, die Direktorin des Southern and Eastern Africa Trade Information and Negotiations Institute (SEATINI) in Uganda, viele Möglichkeiten für eine konstruktive und solidarische Zusammenarbeit auf Grundlage der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030.

Almost a year ago, the newly appointed President of the EU Commission met with the Chairperson of the AU Commission during her first official trip abroad. She repeatedly announced that the EU Commission wants to take the AU-EU partnership to a “new level”. Do you see any improvement in that sense?

The commitment is welcome though we are yet to see it transformed into practical results that will structurally transform Africa’s economies. Although there has been bilateral assistance from the EU and the recognition that there are potential mutual benefits arising from the partnership, the historically unequal relationship has persisted. Such instances as the EU’s undue pressure on African countries to conclude the contentious Economic Partnership Agreements depicted a move away from the development intent to the pursuit of the EU’s objectives of increasing trade. But the AU has also failed to overcome the dependency syndrome and to come up with a coherent cooperation strategy for the EU.

The relations between African and European civil society are also not free of difficulties and misunderstandings. Which imbalances do you perceive? And what do we need to do to take our partnership to the “next level”?

While there is a lot in common between African and European civil society especially in terms of their fight for justice and a fair world, there is a power imbalance based on access to resources like finances, information and spaces for engagement. This has sometimes led to a skewed relationship between the two sides. European civil society should appreciate the challenges facing African civil society, especially in terms of access to resources and the complicated operating environment. The two parties should work under the principles of solidarity, mutual respect and complementarity while respecting diverging views, cultural sensitivities and priorities.

Which are the issues of common interest that both African and European citizens would benefit from and that the AU and EU should therefore focus on?

Both African and European citizens should push the AU and EU to focus on addressing the root causes of poverty and inequality within and between nations. This will entail the AU and EU working in concert to ensure that policies at their respective national, regional and multilateral levels promote sustainable people centred development as provided for in the Sustainable Development Goals (SDGs).

We continue to witness glaring inequality, for example in relation to climate justice, the distribution of wealth or the access to political and social rights. How can African and European civil society better coordinate their efforts to jointly tackle these challenges?

In order for the African and European civil society to jointly tackle these challenges, they should first of all develop a common understanding of the root causes and solutions to these challenges. This will facilitate successful joint engagement with the duty bearers in both Africa and the EU. For example, the challenges related to climate justice and the distribution of wealth are as a result of the promotion of the discredited neoliberal policies that facilitate unbridled capitalism. Yet some civil society members may see capitalism as as the solution. Joint advocacy cannot be sustained under such circumstances.

A new generation of young activists has entered the political arena with global concerns like climate change on their minds and digital communication tools in their hands. In how far does that change our mutual perception? Can we hope for more exchange and solidarity between people in Africa and Europe?

The young activists, facilitated by digital platforms, provide a ray of hope to promote solidarity between Africa and Europe. The dynamism and enthusiasm from the young people to advocate for such diverse issues as climate change, debt, fair taxation among others is refreshing. It is important that these efforts are channelled into engagement with power centres to ensure policy changes that will structurally transform African economies and eradicate inequality and poverty.

Jane S. Nalunga ist Direktorin des Southern and Eastern Africa Trade Information and Negotiations Institute (SEATINI) in Uganda. Sie war Podiumsteilnehmerin bei der Konferenz “Civil Society Driving Change: Towards a New Quality of the Africa-Europe Partnership“ am 16. Oktober 2020.

Zu viele Schlupflöcher

E+Z - 19. Oktober 2020 - 11:26
Die AIIB braucht klare und fristgerechte Informationspflicht über soziale und ökologische Risiken

Die AIIB (Asian Infrastructure Investment Bank) ist in Rekordzeit zum weltweit bedeutenden Akteur geworden. Mit Sitz in Peking nahm sie 2016 die Arbeit auf und will schon 2021 der wichtigste Kreditgeber für große Infrastrukturprojekte überhaupt sein. Sie entstand auf chinesische Initiative hin, ihr Präsident Jin Liqun ist von der chinesischen Regierung ernannt, und die Volksrepublik ist der größte Anteilseigner. Europäische und andere Regierungen traten ihr gegen den erklärten Wunsch von US-Präsident Barack Obama bei und sagten, sie würden sich für beste internationale Praxis in Hinblick auf Transparenz- und andere Standards einsetzen.

Das haben sie bisher nicht erreicht. Das sogenannte „Accountability Framework“ der Bank gibt ihrem Präsidenten weitreichende Vollmachten, die Finanzierung von Projekten im Alleingang zu entscheiden.

Anfangs kofinanzierte die AIIB meist Projekte mit anderen internationalen Finanzinstitutionen (IFIs). Mittlerweile baut sie aber ein eigenes Portfolio auf, das sich nicht auf Asien begrenzen soll, sondern auch Projekte in Afrika, Lateinamerika und Europa vorsieht.

Was Transparenz angeht, klingt der Wortlaut der AIIB-Richtlinien wie der bei anderen Banken. Bei näherem Hinsehen fehlt die nötige Substanz, was etwa Veröffentlichungsfristen für Umweltprüfungen betrifft. Wegen Schlupflöchern in der „Public Policy on Information“ (PPI) entscheidet letztlich der AIIB-Präsident, was die Öffentlichkeit erfährt. Ausnahmeregeln ermöglichen zudem Vertagung.

Auch die Transparenzregeln des „Environmental and Social Framework“ (ESF), der multilateralen Institution sind unzureichend. Es enthält keine Fristen dafür, wann die Bank und ihre Kunden öffentlich über einschlägige Risiken berichten müssen. Die entsprechenden Paragrafen verlangen die Publikationen nur „zeitgerecht“ beziehungsweise „sobald wie möglich“. Dabei ist Aufschub unbegrenzt erlaubt, sollten Informationen das Marktgeschehen beeinflussen können – zum Beispiel, weil ein Privatunternehmen betroffen ist. Kommerzielle Firmen­interessen übertrumpfen also das öffentliche Interesse.

Europäische Anteilseigner fordern klarere Regeln. Leider enthält der im September 2020 veröffentlichte Entwurf für die ESF-Reform, die nächstes Jahr beschlossen werden soll, solche Regeln nicht.

Es gibt zwar wichtige neue Klauseln im ESF-Entwurf. Sie betreffen beispielsweise die Fälle, in denen die AIIB ihre eigenen Sozial- und Ökostandards durch die entsprechenden Regeln eines Kunden ersetzt oder in denen sie mit privatwirtschaftlichen Finanzinstituten kooperiert oder in diese investiert. Allerdings gibt es abermals viele Schlupflöcher, die Transparenzpflichten bleiben vage und Fristen werden nicht definiert.

Selbst wenn solch ein Finanzpartner hochriskante Projekte mit AIIB-Förderung unterstützt, besteht keine spezifische Informationspflicht zu Sozial- und Ökofragen. Verlangt wird dafür nur ein Jahresbericht über einschlägige Dokumente – und auch diese Pflicht kann wegen Einschränkungen oder Bedenken von Finanzpartnern ausgesetzt werden.

Während die Klimakrise eskaliert und die Artenvielfalt schwindet, schrumpft vielerorts der Spielraum für zivilgesellschaftlichen Aktivismus. In China werden Stimmen zum Schweigen gebracht, die sich für die Menschenrechte oder auch nur eine kluge Gesundheitspolitik aussprechen.

Für multilaterale Entwicklungsbanken muss Rechenschaftspflicht herrschen. Große Infrastrukturprojekte sind immer hochriskant. Wenn der neue ESF-Entwurf nicht grundsätzlich revidiert wird, verpassen die Anteilseigner eine wichtige Chance, transparente Kreditvergabe, soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit zu fördern.

Es geht dabei nicht nur um die AIIB selbst. Es besteht die Gefahr, dass andere multilaterale Banken ihre eigenen Umwelt- und Sozialstandards im Wettbewerb mit ihr schwächen. Sie suchen schließlich dieselbe Art von Investitionschancen.

Korinna Horta ist unabhängige Wissenschaftlerin und resident scholar der Universität Lissabon.
korinna.horta@gmail.com

Wawa Wang arbeitet für VedvarendeEnergi, eine zivilgesellschaftliche Organisation in Dänemark, die sich mit Energie- und Umweltfragen beschäftigt.
ww@ve.dk

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Deutschland bewegt sich: 500.000 Euro Spenden

Welthungerhilfe - 19. Oktober 2020 - 10:00
„Wir können was bewegen!“ – Unter diesem Motto rief die Welthungerhilfe vom 11. - 18.10.2020 zu einer Aktionswoche für eine Welt ohne Hunger auf. TV- und Sport-Stars wie Max Raabe, Janina Hartwig, Gesine Cukrowski, Jan Sosniok, Jürgen Hingsen oder Klaus Augenthaler nutzten die „Woche der Welthungerhilfe“, um auf den Hunger in der Welt aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln. Im Rahmen der begleitenden #WocheChallenge setzten sich auch zahlreiche Bürger*innen in sportliche Bewegung.
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Vorbereitung auf Corona-Impfungen: Kein Impfstoff ohne Kühlkette

Unicef - 19. Oktober 2020 - 9:24
Während die Welt noch auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus wartet, bereitet UNICEF die größte Impfkampagne aller Zeiten vor. Um wirksam zu sein, müssen Impfstoffe durchgehend gekühlt werden. Doch in vielen Ländern ist es eine Mammutaufgabe, die Kühlkette zu gewährleisten.
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UNICEF beschafft über eine halbe Milliarde Spritzen für eventuelle Covid-19-Impfungen

Unicef - 19. Oktober 2020 - 9:01
Während weltweit auf einen Covid-19-Impfstoff gewartet wird, hat UNICEF mit den Vorbereitung auf mögliche Impfungen begonnen.
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Soziale "Tipping Points" könnten entscheidende Hebel im Kampf gegen den Klimawandel sein

reset - 19. Oktober 2020 - 5:39
Laut einer Studie könnten soziale "Tipping Points", auch Kipppunkte genannt, weitreichende gesellschaftliche Veränderungen anstoßen und so den Klimawandel eindämmen.
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Soziale Kippunkte könnten das globale Klima stabilisieren

reset - 19. Oktober 2020 - 5:39
Laut einer Studie könnten soziale "Tipping Points", auch Kipppunkte genannt, im Gegensatz zu physikalischen, den Klimawandel eindämmen.
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EU-Haushalt: eine Rechnung mit vielen Unbekannten

Welthungerhilfe - 18. Oktober 2020 - 13:33
Steigenden Hungerzahlen im globalen Süden wird der mehrjährige Finanzplan nicht gerecht. Aber die Ausgestaltung fängt gerade erst an.
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Warum nachhaltiges Wassermanagement im Bergbau Komplexität berücksichtigen muss

DIE - 18. Oktober 2020 - 13:21

Bei Bergbauunternehmen wächst zunehmend das Bewusstsein dafür, dass sie ihre Wasserrisiken besser eindämmen und intensiver den Dialog auf Augenhöhe suchen müssen. Trotzdem findet Verschmutzung von Wasserressourcen durch Bergbau weiter statt und Konflikte mit lokalen Gemeinden häufen sich. Ein Grund hierfür kann darin liegen, dass wir Gemeinden, Unternehmen und staatliche Behörden zu vereinfacht betrachten und dabei Chancen und Hindernisse für Zusammenarbeit übersehen.

Was steht auf dem Spiel?

Umweltprobleme bilden die Hauptursache für Konflikte zwischen Bergbauunternehmen und Gemeinden. In der jährlichen Umfrage der Unternehmensberatung EY unter Bergbauvertreter*innen stand das Fehlen der „sozialen Genehmigung” – der Akzeptanz der Mine durch die benachbarten Gemeinden – bereits zum zweiten Mal in Folge ganz oben auf der Liste der Geschäftsrisiken. In den vergangene zwanzig Jahren haben Bergbaukonflikte kontinuierlich zugenommen. Der Global Environmental Justice Atlas führt aktuell beinahe 900 Konflikte in Verbindung mit dem Abbau von Mineralien und Metallen auf. Von diesen werden in circa 85 Prozent der Fälle der Verbrauch oder die Verschmutzung von Oberflächen- beziehungsweise Grundwasser als wesentliche Streitpunkte angeführt. Durch die steigende Nachfrage nach bestimmten Mineralien – wie Lithium für die Elektromobilität – nimmt deren Abbau zu und erhöht den Druck auf Wasserressourcen.

Wasserressourcenmanagement im Bergbau berührt Schlüsselaspekte der Agenda 2030, zum Beispiel sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen, Gesundheit und Wohlergehen, weniger Ungleichheiten sowie nachhaltiger Konsum und Produktion. Zu den potenziellen Auswirkungen des Bergbaus gehören die Verunreinigung von Wasser mit Schwermetallen sowie die überzogene Zuweisung von Wasser an Privatunternehmen in Gebieten mit Wasserknappheit. In vielen Fällen sind es marginalisierte Bevölkerungsgruppen, deren Gesundheit, Lebensgrundlage und kulturelle Praktiken durch eine Verschlechterung der Wasserressourcen bedroht sind, während sich die aus dem Bergbau erwachsenden Gewinne häufig in den Händen von Eliten ansammeln. Andererseits liefern Bergbauunternehmen essentielle Rohstoffe für globale Lieferketten und können Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten schaffen sowie die lokale Wasserinfrastruktur verbessern.

Wie sehen Lösungen bisher aus?

Auf der 10. Wasserwerkstatt diskutierten Expert*innen aus Praxis und Wissenschaft in den Bereichen Wasser, Bergbau und Entwicklung die Frage, wie negative Auswirkungen des Bergbaus auf Wasserressourcen und von diesen abhängige Bevölkerungsgruppen vermieden werden können. Zu diesem Zweck existieren vielfältige Verfahren. Einige legen die Verantwortung in die Hände staatlicher Behörden, so wie Verordnungen zu Umweltverträglichkeitsprüfungen oder der Gewährung von Bergbaulizenzen. Andere, wie Zertifizierungssysteme oder Due-Diligence-Richtlinien, beruhen auf einer freiwilligen Einhaltung. Allerdings werden diese Verfahren nur selten so umgesetzt wie vorgeschrieben beziehungsweise sind sie nur selten so wirkungsvoll im Hinblick auf die Förderung umwelt- und sozialverträglicher Praktiken wie erwartet. 

Ein wesentlicher Grund hierfür liegt in der Vielheit von Wasser. Zum einen ist Wasser an sich divers, wie Keynote-Sprecherin Fabiana Li erklärte: für einige ist es ein Wirtschaftsgut, während andere Gewässer als lebende Wesen mit eigenen Rechten sehen, wie einem Existenz- und Bestandsrecht und dem Recht zur Aufrechterhaltung und Regeneration der eigenen Lebenszyklen. Solche verschiedenen Sichtweisen können Verhandlungen erschweren oder zu unerwarteten Konflikten führen. Da Wasser soziale Beziehungen beeinflusst und durch diese beeinflusst wird, tragen Programme zur sozialen Unternehmensverantwortung mit Wasser-Bezug unter Umständen zur Entstehung neuer Ungleichheiten unter Gemeindemitgliedern bei.

Ebenso ist jeder Akteur divers. Bergbauunternehmen bestehen aus unterschiedlichen Abteilungen, die nach verschiedenen Leistungsparametern und disziplinarischen Vorgaben handeln und daher unter Umständen verschiedene Ziele verfolgen. Oft besteht wenig Dialog zwischen den Abteilungen, so dass in einer Abteilung identifizierte Risiken in einer anderen nicht berücksichtigt werden, wie Keynote-Sprecherin Nadja Kunz anmerkte. Staatliche Behörden nehmen häufig widersprüchliche Rollen ein, wie zum Beispiel die Förderung des Mineralabbaus und die Überwachung der Einhaltung von Umweltvorschriften zugleich. Auch Gemeinden verfolgen selten einmütig ein einziges Ziel. Vielmehr bestehen auch hier diverse Formen der Positionierung in Bezug auf den Bergbau parallel zueinander. Sie rücken in den Vordergrund, wenn Gemeindemitglieder mit Unternehmen über die Nutzung von Wasserressourcen verhandeln.

Gemeinden, Unternehmen und staatliche Behörden werden im Rahmen von Forschung und politischen Interventionen oft als monolithische Gebilde behandelt. Spannungen, die durch die interne Vielheit dieser Akteure entstehen, werden überspielt. Interventionen und Forschungsansätze, die Unternehmen, Gemeinden und staatliche Behörden mit Hinblick auf ihre sozialen Bindungen betrachten, sind eher in der Lage, Anknüpfungspunkte für einen Dialog über Akteursgrenzen hinweg zu identifizieren. Sie können potentiell strittige Fragen frühzeitig erkennen, kontextualisieren und aufgreifen. Die Anerkennung bestehender Komplexität im Wasser- und Bergbaumanagement bildet daher einen ersten Schritt hin zu einer klarsichtigeren Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Gemeinden und staatlichen Behörden.

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bl-dem-trump-reinoehl

E+Z - 17. Oktober 2020 - 19:14
This Trump scandal deserves more attention

The background story is that Michael Reinoehl was shot dead by federal marshals in Washington state on 3 September. He was suspected of having killed a right-wing activist in Portland, Oregon, a few days earlier. At first, the security forces stated that Reinoehl had produced a gun when they wanted to arrest him. As the Washington Post reported in great detail last week, however, eyewitnesses tell a different story (paywall).  They say that the police officers did not identify themselves and started shooting immediately. Reinoehl’s gun was found in his pocket, which means he was not pointing it at anyone when he was killed.

The Trump administration wants people to believe that Reinoehl was a left-wing terrorist. Trump hopes that spreading fear of leftists will help him win the election in November, tough so far. most US citizens do not seem to fall for that kind of proganda. Trump’s Attorney General William Burr declared that streets in the USA are safer with Reinoehl dead, however.

What we know is that Reinoehl owned firearms, which is permitted in the USA, that he declared himself to be an anti-fascist, and that he provided security-services for Black Lives Matter protests in Oregon. What we do not know is what exactly happened in Portland the night the right-wing activist was shot. Even if Reinoehl was guilty of murder - which is possible, but unproven - he would certainly have deserved a fair trial. Instead, the security forces apparently killed him immediately.

The next twist in the story is particularly bizarre. Trump proudly told his supporters in Greenville about Reinoehl's death. He said that the marshals "knew who he was, did not want to arrest him and in 15 minutes that ended”. He also said: “We sent in the US marshals.” That, of course, is does not amount to an admission of ordering them to kill the suspect rather than to arrest him. But it does show that Trump endorses extrajudicial killings in principle, which in turn means that he is not at all interested in the rule of law.

This story deserves more attention. Yes, I know, it is probably not overly cynical to presume that many governments breach laws when they assume that is the raison d’état. The fact that such things happen, however, does not make them acceptable. In today’s world, even dictators prefert to pretend they are playing by the rules. They hardly admit extrajudicial killings, though they may well want opponents to believe them capable of such action.

A president who proudly boasts that security forces killed someone they did not want to arrest, basically proves himself unfit for office. US media are currently overburdened. They struggle to cover the endless stream of Trump scandals. To many journalists, Portland’s nights of unrest may seem like the story of many weeks ago. Some media organisations (for example salon.org) are still paying attention to Reinoehl’s death, but the majority of media professionals don’t seem to believe that every outrageous remark by Trump deserves attention. They have a point, but in this case, I think  they are wrong. When the president of the United States endorses an extrajudicial killing, that should be a top story.

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17.10.2020 Weltbank-Jahrestagung: Minister Müller schiebt klimafreundliche Investitionen zur Überwindung der Wirtschaftskrise in Entwicklungsländern an

BMZ - 17. Oktober 2020 - 8:00
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller nimmt als deutscher Gouverneur an der heutigen Jahrestagung der Weltbank teil. Dazu erklärte er: "Die Corona-Krise hat bereits verheerende Auswirkungen auf Entwicklungsländer: Millionen Menschen stehen durch das Zusammenbrechen der Lieferketten ohne Arbeit und Einkommen vor dem Nichts. 130 Millionen Menschen fallen zusätzlich in Hunger und Armut."...
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Nachhaltig verunsichert (Buchbesprechung)

DIE - 16. Oktober 2020 - 15:46

Besprechung des Buches von Wolfram Stierle, Über Leben in planetarischen Grenzen. Plädoyer für eine nachhaltige Entwicklungspolitik, Roßdorf: oekom verlag GmbH 2020.

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Alte Muster, neue Inhalte

E+Z - 16. Oktober 2020 - 14:37
Im arabischen Raum greifen Corona-Fake-News alte Verschwörungstheorien auf

Auf Facebook verbreitete sich die Geschichte einer japanischen Familie, die zum Islam übergetreten sein soll, nachdem sie von Corona geheilt wurde. Ein Bild zeigte einen asiatisch aussehenden Mann mit drei Kindern. Doch die Factchecking-Plattform Fatabyyano fand heraus, dass es sich um eine Falschinformation handelte: Der Mann ist zwar tatsächlich zum Islam übergetreten, allerdings vor mehr als 20 Jahren. Und das Bild ist fünf Jahre alt.

Noch populärer im arabischsprachigen Netz war ein Video mit einem ähnlichen Inhalt: Eine chinesische Frau soll wegen Corona zum Islam übergetreten sein. Im Video sagt sie vor einem islamischen Würdenträger das Glaubensbekenntnis auf. Die Factchecker stellten fest, dass auch diese Frau lange vor Ausbruch der Pandemie zum Islam übergetreten ist.

Die Beispiele zeigen, wie Ereignisse rund um Covid-19 im arabischen Raum mit altbekannten Mustern verbunden werden. Dazu gehört die Überzeugung von der Überlegenheit der eigenen Religion und die Bestätigung dieser Überlegenheit beispielsweise durch Übertritte zum Islam. In die gleiche Richtung gehen Falschnachrichten, die zu Beginn der Coronakrise verbreitet waren, etwa, dass das Virus nur Nichtmuslime treffe oder dass es ausgebrochen sei, um China für sein repressives Vorgehen gegen die muslimische uigurische Minderheit zu bestrafen.

Ein Video, das vor allem in WhatApp-Gruppen kursierte, sollte belegen, dass viele Italiener zum Islam übergetreten seien, nachdem der italienische Ministerpräsident zugegeben habe, die Kontrolle über die Krankheit verloren zu haben. Aber auch in kleinen Gemeinschaften ist dieses Muster verbreitet, zum Beispiel in palästinensischen Flüchtlingslagern im Libanon. Zu Beginn der Pandemie waren Nachrichten in Umlauf, die behaupteten, dass die Campbewohner von der Infektion geschützt seien, weil sie moralisch überlegen seien.

Einige Fake News haben ihren Ursprung in Europa und wandern dann ins arabischsprachige Netz – etwa über die Wirkung des Medikaments Chloroquin, die Rolle von Bill Gates oder die angeblichen negativen Auswirkungen des 5G-Mobilfunks beim Ausbruch von Corona.

Laut dem Factchecker Moustafa Elsayed von der Plattform Fatabyyano sind es in erster Linie Privatpersonen, die diese Falschnachrichten fabrizieren und verbreiten. Viele wollten dadurch bekannt werden, hätten kein Vertrauen in internationale Organisationen und ihre Regierungen und bewegten sich in digitalen Blasen. Sogar Menschen im Gesundheitswesen seien darunter: Sie verstünden wissenschaftliche Studien falsch, gingen unkritisch damit um oder würden von der Theorie geleitet, dass die reiche Welt einen Feldzug gegen die Armen führe und Corona ein Mittel dafür sei.

Viele Menschen suchen nach Erklärungen für die dauerhaft desolate Lage der arabischen Welt. Verschwörungstheorien bieten einfache Erklärungsmuster. So ist die Annahme sehr verbreitet, dass die ganze Welt den Islam und die arabische Welt bekämpfe. Je nach Standpunkt des Betrachters variiert der Feind.

Verschwörungstheorien werden auch auf einzelne Länder heruntergebrochen oder auf Religionsgruppen oder andere Gemeinschaften in einzelnen Ländern, zum Beispiel im Libanon. Als Corona-Infektionen zunächst in vorwiegend von Christen bewohnten Gebieten auftraten sowie in einer Stadt im marginalisierten Osten des Landes, kursierten schnell Falschnachrichten, dass Angehörige anderer religiöser Gruppen die Infektionen bewusst gestreut hätten, um den Christen beziehungsweise den Bewohnern der Stadt zu schaden.

Das Phänomen der Verschwörungstheorien und Falschnachrichten im arabischen Raum ist eng verbunden mit der sehr eingeschränkten Pressefreiheit und der Informationspolitik der Regierungen. Das Misstrauen vieler Menschen gegenüber ihren Regierungen beruht auf jahrzehntelangen bitteren Erfahrungen. Warum sollten sie ausgerechnet jetzt, in Corona-Zeiten, den offiziellen Stellen trauen?

Mona Naggar ist Journalistin und Trainerin. Sie lebt in Beirut, Libanon.
mona.naggar@googlemail.com

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MISEREOR global: Verbindungsstelle Brasilien

Misereor - 16. Oktober 2020 - 13:14
In kurzen Selbstporträts stellen wir Menschen vor, die für MISEREOR in den Dialog- und Verbindungsstellen vor Ort arbeiten. Stefan Kramer leitet seit 2015 die Verbindungsstelle in Brasilien und beschreibt die aktuellen Herausforderungen und wie er aus seiner Arbeit Motivation und Hoffnung schöpft.

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