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Zohra Cosima Benamar

E+Z - 9. Januar 2023 - 14:22
Zohra Cosima Benamar admin Mo., 09.01.2023 - 14:27 Zohra Cosima Benamar Zohra_Cosima_Benamar@iscte-iul.pt

hat im Herbst 2022 zu E+Z/D+C beigetragen. Sie promoviert am ISCTE Universitätsinstitut Lissabon zu Geo- und Energiepolitik.

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Zenzele Ndebele

E+Z - 9. Januar 2023 - 14:22
Zenzele Ndebele admin Mo., 09.01.2023 - 14:27 Zenzele Ndebele

hat im Winter 2022/2023 zu E+Z/D+C beigetragen. Er leitet das unabhängige Zentrum für Innovation & Technologie (CITE) in Bulawayo, Zimbabwe.

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xx

E+Z - 9. Januar 2023 - 14:22
xx admin Mo., 09.01.2023 - 14:27
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Simone Schnabel; Antonia Witt

E+Z - 9. Januar 2023 - 14:22
Simone Schnabel; Antonia Witt admin Mo., 09.01.2023 - 14:27
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Roselyn Davina Vusia

E+Z - 9. Januar 2023 - 14:22
Roselyn Davina Vusia admin Mo., 09.01.2023 - 14:27 Roselyn Davina Vusia roselyn.vusia@giz.de

hat im Winter 2022/2023 zu E+Z/D+C beigetragen. Sie arbeitet für die GIZ in Uganda. Sie ist stellvertretende Leiterin von RISE, einem Projekt, das darauf abzielt, integrative sozioökonomische Chancen für Flüchtlinge und die Gastkommunen zu schaffen.  

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Progress Mwareya

E+Z - 9. Januar 2023 - 14:22
Progress Mwareya admin Mo., 09.01.2023 - 14:27 Progress Mwareya progressmwareya2@gmail.com

contributed to D+C/E+Z in autumn of 2022 as a freelance journalist based in east Zimbabwe.
 

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Peter Mulenga

E+Z - 9. Januar 2023 - 14:22
Peter Mulenga admin Mo., 09.01.2023 - 14:27 Peter Mulenga peter.mulenga@cbu.ac.zm

hat im Herbst 2022 zu E+Z/D+C beigetragen. Er ist Dozent an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Copperbelt University in Kitwe, Sambia.

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How ethical can research relationships be in Development Studies?

EADI Debating Development Research - 9. Januar 2023 - 11:01
By Isis Barei-Guyot The COVID-19 pandemic disrupted research practice, and where research was possible to continue nevertheless, researchers had to ask themselves how it could do so ethically. The context of the pandemic meant that many of such ethical considerations were new to researchers, and we witnessed a moment of overcoming and adapting that produced …
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Rolls Royce stellt Wasserstoff-Triebwerk für Flugzeuge vor – Fliegen wir bald klimaneutral?

reset - 9. Januar 2023 - 5:07

Wer sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, wird schnell feststellen, dass neue Technologien und Konzepte schnell zu großen Hoffnungsträgern werden. Doch ob Blockchain, künstliche Intelligenz oder Kohlenstoffsequestrierung – oft zeigt sich erst im Lauf der Zeit, wie revolutionär diese neuen Technologien tatsächlich sind. Werden sie einen großen Einfluss haben oder in der relativen Bedeutungslosigkeit versinken?

Eine der derzeit in Wissenschafts-, Wirtschafts- und Umweltkreisen viel diskutierten Technologien ist Wasserstoff als ein potenzieller Kraftstoff für die Zukunft. Wasserstoff wurde als neue Methode zur Speicherung erneuerbarer Energien, als eigenständige Energiequelle – und jetzt werden neue Hoffnungen in Wasserstoff als klimaneutraler Treibstoff für Flugzeuge gesetzt: Britische Ingenieur*innen haben ein angeblich funktionsfähiges, grünes Wasserstofftriebwerk entwickelt.

Das Team, eine Zusammenarbeit zwischen Rolls Royce und EasyJet, hat kürzlich einen Prototyp auf dem Testgelände des britischen Verteidigungsministeriums in Boscombe Down getestet. Im Gegensatz zu herkömmlichen Düsentriebwerken, die häufig Kerosin und speziell entwickelte Kohlenwasserstofftreibstoffe verwenden, nutzt das neue Triebwerk Wasserstoff. Als einziges Nebenprodukt fällt dabei Wasser an. Darüber hinaus gibt das Team an, dass der Kraftstoff ausschließlich aus erneuerbaren Energien synthetisiert wurde, was ihn zum so genannten grünen Wasserstoff macht.

Ein tatsächlich neuer Kraftstoff ist Wasserstoff allerdings nicht. Die NASA setzt bereits seit den 1950er Jahren flüssigen Wasserstoff als Hauptbrennstoff für ihre Raketen ein. Wasserstoff hat das geringste Molekulargewicht aller Elemente und verbrennt bei etwa 3.000 Grad Celsius, was ihn ideal für die Luftfahrt macht, wo Gewicht und Leistung von zentraler Bedeutung sind.

Die „Zähmung“ dieser Technologie für die terrestrische Nutzung ist jedoch mit Problemen verbunden. Das Hauptproblem ist die schwierige und gefährliche Lagerung von Wasserstoff. Er muss in Druckbehältern aufbewahrt werden, die bei einem Bruch explodieren könnten. Für den Straßenverkehr, wo Zusammenstöße und Kollisionen an der Tagesordnung sind, oder für die Luftfahrt, wo harte Landungen erforderlich sein können, sind das keine guten Voraussetzungen. Entgegen den Darstellungen in vielen Filmen ist Erdöl in dieser Hinsicht relativ „sicher“.

Rolls Royce/EasyJet

Außerdem sind riesige Mengen an Wasserstoff und die entsprechenden Speichermöglichkeiten gefragt, um denTreibstoff sinnvoll einsetzen zu können. Deshalb ist er vielleicht am besten für den Schwerlastverkehr, für Schiffe, Züge und ja, auch Flugzeuge geeignet.

Ist also das neu entwickelte Triebwerk ein Durchbruch für die Dekarbonisierung des Luftfahrtsektors? Das Team von Rolls Royce und EasyJet gibt auf jeden Fall an, dass das Triebwerk vor allem aufgrund der Art und Weise, wie der Wasserstoff synthetisiert wird, sauber ist. Verwendet wurde eine gängige Methode, die als Dampf-Methan-Reformierung bekannt ist. Dabei wird der heiße Dampf verwendet, um die Moleküle des Erdgases in Kohlenmonoxid und Wasserstoff aufzuspalten. Für ihren Motor nutzten sie Wind- und Gezeitenquellen für die Anfangsenergie, die für den Dampf-Methan-Reformierungsprozess benötigt wird; daher auch ihr Anspruch auf „grünen Wasserstoff“.

Wasserstoff in der Luftfahrt

Wasserstoff und Luftfahrt ist kein ganz neues Team. Schon bei den ersten großen Vorstößen in die Luftfahrt spielte Wasserstoff eine große Rolle, denn er lieferte das Treibgas für Luftschiffe wie die berühmten Zeppeline. Die Hindenburg-Katastrophe von 1937 setzte dem jedoch bald ein Ende.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit weiteren Experimenten zur Verwendung von Wasserstoff als Kraftstoff begonnen. Im Jahr 1957 flog ein US-amerikanischer Düsenbomber vom Typ B-57B mit Wasserstoff als Treibstoff – wenn auch nur 20 Minuten lang. Im Jahr 1988 baute die Sowjetunion das erste experimentelle Wasserstoffflugzeug, die Tu-155. Es absolvierte rund 100 Flüge, bevor das Projekt aufgrund des Zusammenbruchs der Sowjetunion eingestellt wurde. In jüngerer Zeit betrafen die meisten Wasserstoff-Luftfahrtprojekte kleinere Flugzeuge mit einem Propeller und Drohnen. Anstatt Wasserstoff als Treibstoff zu verwenden, werden hier meist Wasserstoff-Brennstoffzellen zum Antrieb des Motors eingesetzt.

Wie grün ist grüner Wasserstoff?

Obwohl Wasserstoff an seinem Verwendungsort letztlich kohlenstofffrei ist, ist seine Erzeugung vielleicht nicht immer so „grün“, wie es scheint. Tatsächlich handelt es sich bei etwa 96 Prozent des derzeit synthetisierten Wasserstoffs um so genannten „grauen Wasserstoff“, bei dem normale Netzenergie für den Betrieb des Dampf-Methan-Prozesses verwendet wird. Wenn Wasserstoff auf diese Weise hergestellt wird ist es jedoch keine grüne Alternative. Für jedes Kilo Wasserstoff, das produziert wird, entstehen bis zu zehn Kilo Kohlendioxid. Diese Art der Herstellung ist jedoch wesentlich kostengünstiger als die Herstellung von „grünem Wasserstoff“ in kleineren Mengen.

Eine Lösung für dieses Problem ist die Umwandlung in „blauen Wasserstoff“. Bei diesem Verfahren soll der entstehende Kohlenstoff abgeschieden und unterirdisch gespeichert werden. Dies ist jedoch noch nicht in großem Maßstab demonstriert worden und es ist fraglich, wie kosteneffizient und nachhaltig das jemals sein kann. Sowohl grauer als auch blauer Wasserstoff werden daher oft auch als fossiler Wasserstoff bezeichnet.

Auch die Dampf-Methan-Reformierung ist nicht wirklich emissionsärmer. Das dabei entstehende Kohlenmonoxid ist zwar weniger schädlich als Kohlendioxid, trägt aber dennoch zur globalen Erwärmung bei. Und wenn Erdgas weiter raffiniert wird, wird auch Kohlendioxid freigesetzt. Auch wenn es sich dabei um relativ geringe Mengen handelt, sind diese nach Ansicht vieler Umweltforschenden immer noch inakzeptabel hoch.

Der herkömmliche „grüne Wasserstoff“ nutzt das Verfahren der Elektrolyse. Anstatt Erdgas zu verwenden, wird Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten. Bei diesem Verfahren wird kein Kohlendioxid freigesetzt, aber auch relativ viel Energie benötigt. Wenn dieser Strom aus erneuerbaren Quellen stammt, kann der gesamte Prozess CO2-neutral sein, aber das ist nicht immer der Fall. Grüner Wasserstoff ist im Moment leider auch am teuersten und damit am wenigsten skalierbar.

Trotz dieser Probleme setzen sich einige Länder und Branchen für grünen Wasserstoff ein. Das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beispielsweise hält grünen Wasserstoff für absolut unverzichtbar für eine erfolgreiche Energiewende und das Erreichen der Klimaziele. Er kann nicht nur zur Herstellung klimaneutraler Kraftstoffe, sondern auch zur Energieversorgung der Industrie eingesetzt werden. Allerdings räumt das Ministerium auch ein, dass Deutschland nicht über die nötigen Kapazitäten an erneuerbaren Energien verfügt, um die benötigte Menge an Wasserstoff zu erzeugen.

Wie immer scheint eine Lösung darin zu bestehen, auf bereits etablierte, erschwingliche und skalierbare erneuerbare Energietechnologien zu setzen. Sobald diese gesichert sind, könnte eine grüne Wasserstoffzukunft aber dann in erreichbare Nähe rücken.

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Der neue US-Kongress und die europäische Sicherheit

SWP - 9. Januar 2023 - 1:00

Die Hängepartie bei der Wahl Kevin McCarthys zum neuen Sprecher des US-Repräsen­tantenhauses ist auch für Washingtons Sicherheits- und Verteidigungspolitik von Bedeutung. Sie verdeutlicht den Einfluss einer kleinen, aber doch zunehmend rele­vanten Gruppe republikanischer Politikerinnen und Politiker. Viele von ihnen lehnen nicht nur die Ukraine-Hilfen der USA ab, sondern blicken generell skeptisch auf das sicherheitspolitische und militärische Engagement Amerikas in Europa. Diese Vor­behalte zeigten sich bereits bei mehreren Abstimmungen in Senat und Repräsentantenhaus, als es nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 um Unterstützung für Kiew, um die Nato und um Sanktionen gegen Moskau ging. Lange Zeit konnten sich Amerikas Verbündete in der Allianz darauf verlassen, dass beide Häuser des US-Kongresses mit großen, überparteilichen Mehrheiten die sicherheitspolitische Führungsrolle Washingtons in Europa unterstützen. Doch an dieser ein­helligen Position zum Bündnis sind zuletzt Zweifel aufgekommen.

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Krisen, Kriege, Klimawandel – wie handlungsfähig sind deutsche NRO im Lichte aktueller Herausforderungen?

VENRO - 6. Januar 2023 - 18:04

Vor welchen Herausforderungen stehen wir als entwicklungspolitische Zivilgesellschaft und wie können Nichtregierungsorganisationen in einer Zeit voller Unwägbarkeiten handlungsfähig bleiben? Auf dem VENRO-Forum 2022 wurde deutlich: Mit Blick auf Klima, Krieg und humanitäre Katastrophen ist jetzt die Zeit, ressortübergreifend strategische und wirkungsvolle Maßnahmen zu ergreifen.

Mit der Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens und der Agenda 2030 im Jahr 2015 verbanden sich Hoffnungen auf Fortschritte auf dem Weg zur global nachhaltigen Transformation. Dass wir als NRO uns nun auf der Hälfte dieses Weges bis 2030 mit einer Fülle an sich überlagernden Krisen konfrontiert sähen und dadurch gewissermaßen ausgebremst würden, konstatierte die VENRO-Vorstandsvorsitzende Martina Schaub zu Beginn des 4. VENRO-Forums, das am 5. Dezember 2022 in Berlin stattfand. Sie richtete den Blick  jedoch auch auf die Chancen, unsere Arbeit jetzt kritisch zu hinterfragen und uns über anstehende Herausforderungen klarzuwerden. Gleichzeitig sprach sie sich auf der Veranstaltung dafür aus, auf Handlungsmöglichkeiten und Aktivitäten zu schauen, die uns in der Bildungsarbeit, in der Entwicklungszusammenarbeit und in der Humanitären Hilfe offenstehen, um resilient mit den gegenwärtigen Krisen umzugehen.

Deutliche Zunahme von humanitärer Arbeit

Ingrid Lebherz, Geschäftsführerin von AWO International e.V., berichtete von einer Verschiebung der politischen Aufmerksamkeit und der Handlungsprioritäten auf humanitäre Krisen, die das Arbeitsfeld der langfristigen entwicklungspolitischen Arbeit derzeit zu überlagern drohten. So leistete AWO International im Jahr 2022 in der Ukraine erstmals humanitäre Hilfe im Kontext eines Angriffskrieges. Diese neue Situation habe neue Aufgaben und Herausforderungen mit sich gebracht. Auch Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland e.V., zeigte den gewachsenen Stellenwert der Humanitären Hilfe auf: 339 Millionen Menschen seien laut dem Global Humanitarian Overview 2022 auf Hilfe angewiesen. Der Finanzbedarf sei um 10 Prozent gestiegen, jedoch klaffe eine Lücke zwischen Bedarf und Finanzierung. Er stellte darüber hinaus fest, dass das System der humanitären Hilfe zunehmend an seine Grenzen stoßen werde, wenn die Ursachen von Krisen nicht besser adressiert würden. „Mit Effizienzgewinnen und mehr Mitteln werden wir den humanitären Bedarf nur bedingt decken können. Wir müssen an die Ursachen kommen und Lösungen finden, um die Krisen zu regulieren“, so Zentel.

Strategien zum Umgang mit Einschränkungen zivilgesellschaftlicher Handlungsräume

Angesichts sich schnell ändernder äußerer Bedingungen müssen wir auch in vielen Projekten und Programmen mehr Flexibilität und Pragmatismus etablieren. Was gestern Ausnahmen waren, ist heute eher die Regel. Hier müssen wir neue Standards entwickeln, die unbürokratisch und flexibel sind. Judith Ohene, Geschäftsführerin von Weltfriedensdienst e.V., zeigte die Notwendigkeit von mehr Flexibilität in Partnerschaften der Entwicklungszusammenarbeit auf. Insbesondere aufgrund zunehmender Einschränkungen zivilgesellschaftlicher Arbeit in einigen Ländern müssten neue Arbeitsweisen gefunden werden. So wurde beispielsweise eine

Partnerorganisation in Simbabwe, deren Arbeit durch ein neues Gesetz eingeschränkt wird, von Südafrika aus unterstützt. Ohene zeigte auf, wie wichtig ein agiler Austausch und Vertrauen in Partnerschaften – aber auch in der Zusammenarbeit mit Geberinstitutionen – geworden sei: „Wir haben gelernt, flexibler zu arbeiten und haben Vertrauen in die Partner und in die Kolleg_innen im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Jeder Tag, an dem kreative Lösungen funktionieren, schafft mehr Vertrauen und Vertrauen gibt Hoffnung.“

Was können NRO tun?

Die Diskussionen machten deutlich, wie wichtig es ist, vor dem Kontext der Polykrisen den Dreiklang aus Entwicklungszusammenarbeit, humanitärer Hilfe und Bildungsarbeit als Ökosystem zu stärken und die Zusammenarbeit zu fördern. Es gilt stärker denn je zuvor: Raus aus dem Silo-Denken und mutig neue Partnerschaften knüpfen. Das ressortübergreifende Denken, das wir so oft einfordern, müssen wir auch selbst leisten. So können Kapazitäten und Ressourcen gebündelt und die Handlungsfähigkeit auf allen Ebenen erhöht werden. Wichtig ist auch, das Potential der Partnerorganisationen sowohl für die unmittelbare Krisenresponse als auch für eine langfristige Transformation weiter zu stärken. Außerdem sollten sich NRO dafür einsetzen, dass Länder im Globalen Süden mehr Ressourcen zur Verfügung haben, um in soziale Sicherungssysteme zu investieren.

Insgesamt müssen wir Zugänge begleiten und die breite Öffentlichkeit stärker wirksam ansprechen. Hier spielt die Bildungs- und Informationsarbeit eine wesentliche Rolle. Die Themen des Globalen Südens werden durch die näher rückenden Krisen auch in Deutschland anschlussfähiger. VENRO kann hier nicht nur verstärkt in die Themensetzung gehen, sondern auch eine strategische Rolle übernehmen. Grundsätzlich sollten wir unsere Organisationen langfristig für krisenhafte Zeiten stärken – nach innen wie nach außen. Das fängt bei der Reflektion von Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden und der Entwicklung von Leitlinien zur CO2-Reduktion an und endet bei der Entwicklung neuer Regularien in der Förderung, um Anpassungsfähigkeit zu erzeugen. Auch sollte die Aufmerksamkeit wieder zurück auf „vergessene“ Konflikte und die systemischen Herausforderungen gelenkt werden, anstatt bestimmte Krisen zu fokussieren.

Die Teilnehmenden des VENRO-Forums stellten viele neue Fragen und formulierten Themen, mit denen wir uns zukünftig als Dachverband und in den Organisationen weiter beschäftigen werden. Mathias Mogge, VENRO-Vorsitzender, betonte abschließend, dass es für uns als entwicklungspolitische und humanitäre NRO eine Vielzahl an konkreten Schritten gebe, die wir gehen könnten. „Wir wollen neue politische Impulse setzen, um zukunftsfähig zu sein und zu bleiben!“

Auf dem VENRO-Forum diskutieren Mitarbeitende der 143 VENRO-Mitgliedsorganisationen, die Arbeitsgruppen, der VENRO-Vorstand sowie die Geschäftsstelle einmal im Jahr über die Zukunft des gemeinnützigen Sektors. Ergebnisse von Slido-Umfragen unter den Teilnehmenden finden Sie hier:

Eurozone um Kroatien erweitert: Attraktives Projekt mit bestehenden Problemen

SWP - 6. Januar 2023 - 15:30

Die erste Euroraum-Erweiterung seit dem Beitritt Litauens im Krisenjahr 2015 gilt als großer Erfolg, ist aber eher eine Vernunftehe. Aus kroatischer Sicht ist die Einführung des Euro für die Wirtschaft von Vorteil, weil der größte Teil der Ausfuhren auf die Länder der Eurozone entfällt. Der Bankensektor ist ebenfalls stark auf den Euro ausgerichtet. Und da die meisten Einlagen hier auf Euro lauten, verringert die Einheitswährung die Risiken erheblich. So ist die Einführung für ein Land, das sich vor 30 Jahren noch im Krieg befand, ein gewisser Erfolg. Es ist jedoch nicht das Ende eines Weges, sondern der Beginn einer neuen Phase, des Funktionierens in einem einheitlichen Währungsraum. Es wird künftig ständige Anstrengungen erfordern, damit das eigene Wirtschaftsmodell wettbewerbsfähig bleibt.

Die kroatische Wirtschaft steht trotz guter Wachstumsprognosen vor einer Reihe struktureller Herausforderungen. Dazu gehören die schwierige demografische Situation, die Abwanderung von Fachkräften oder die starke Abhängigkeit der Wirtschaft vom Tourismussektor, auf den laut Internationalem Währungsfond (IWF) mehr als 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und der Beschäftigung entfallen. In diesem Zusammenhang wird es wichtig sein, die EU-Mittel, von denen Kroatien im Verhältnis zum BIP einer der größten Empfänger ist, effektiv zu nutzen – insbesondere in den Bereichen der grünen Transformation, der Bildung und der Verbesserung der Qualifikation der Arbeitskräfte. Im Korruptionswahrnehmungsindex 2021 von Transparency International schnitt Kroatien von allen Ländern der Eurozone am schlechtesten ab. EU-weit stehen nur Bulgarien, Ungarn und Rumänien schlechter da.

Euro – ein Patient, der Aufmerksamkeit braucht

Auf der anderen Seite ist die Erweiterung der Eurozone auch kein Indiz für ihre Gesundheit. Zwischen den Ländern im Norden und Süden, die unterschiedliche Vorstellungen von der weiteren wirtschaftlichen Integration haben, herrscht ein tiefes Misstrauen. Infolgedessen besteht keine Bereitschaft, die Risikoteilung im Bankensektor oder im Bereich der Staatsverschuldung zu erhöhen, deren hohes Niveau eines der wichtigsten Probleme des Euroraums bleibt. Im Jahr 2023 steht eine weitere Gesprächsrunde über Reformen der Fiskalregeln an: Ausgang ungewiss. Die anhaltenden strukturellen Probleme der größten Mitgliedsländer – insbesondere in Frankreich und Italien, aber auch in Deutschland –, die nun durch die Notwendigkeit einer ausdrücklichen Energietransformation noch verstärkt werden, stellen ebenfalls eine Herausforderung dar. Problematisch ist auch die Heterogenität des Währungsraums, die sich in gegensätzlichen Erwartungen an die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank niederschlägt. Diese Widersprüche werden nicht nur zwischen den größten Ländern besonders deutlich, sondern auch am Beispiel der baltischen Staaten, die bei einer Inflation von mehr als 20 Prozent wesentlich höhere Zinssätze benötigen als der Rest der Eurozone.

Ein Projekt unter neuen politischen Bedingungen

Trotz dieser Herausforderungen ist der Euroraum nach wie vor ein attraktives Projekt. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und der Rekordinflation ist deutlich geworden, dass der Euro vor externen Schocks schützt, indem er Währungsstabilität oder geringere Kosten für die Bedienung der Staatsschulden bietet. In den Gesellschaften der mittel- und osteuropäischen EU-Länder – insbesondere Polen und Ungarn – wird immer deutlicher, dass in der aktuellen Situation, geprägt von Rekordinflation, Wirtschaftspopulismus und politisierten nationalen Zentralbanken, die nationale Währung in erster Linie nicht mehr ein Attribut staatlicher Souveränität ist, sondern vielmehr den Interessen der Regierungspartei dient und so zum Opfer ihr Wirtschaftspolitik wird. In der Folge schwindet das Vertrauen in die eigene Währung.

Ein Sonderfall hier ist Polen, wo die Parlamentswahlen im Herbst einen Machtwechsel bringen könnten. Die zweitgrößte Oppositionspartei »Polska 2050« spricht sich als potenzielles Mitglied einer künftigen Regierungskoalition offen für die Einführung des Euro aus. Allein die Vorbereitungen darauf könnten zur Stärkung der demokratischen Institutionen des Landes beitragen, wie sie für die Mitgliedschaft in der Eurozone erforderlich ist. Ein stärkerer finanzpolitischer Rahmen auf der Grundlage von Fachkompetenz, Eigenverantwortung und Transparenz könnte verhindern, dass die Staatskassen nicht nur auf zentraler, sondern auch auf lokaler Ebene nicht zur Bestechung der Wähler verwendet werden.

Im Falle Kroatiens wird sich in den kommenden Jahren zeigen, ob das Land die Zeit für die Vorbereitung auf die Mitgliedschaft in der Eurozone optimal genutzt hat, ob es die Mitgliedschaft zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit nutzt oder als Sündenbock für strukturelle Probleme auf nationaler Ebene.

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Wozu unsere Digitale Monatsausgabe gut ist

E+Z - 6. Januar 2023 - 10:41
Der dauerhafte Wert unseres e-Papers und der Unterschied zum Druckheft

Unsere Digitale Monatsausgabe fasst die Inhalte zusammen, die wir im Laufe von etwa vier Wochen auf unsere Website stellen. Wer sie runterlädt, kann alles in Ruhe offline lesen. Wir gehen davon aus, dass das vor allem für Menschen mit instabiler Internetverbindung hilfreich ist. Um problemlose Downloads zu ermöglichen, haben wir den Datenumfang deutlich reduziert und werden künftig systematisch unter fünf MB bleiben. Weil wir uns auf Themen mit langfristiger Bedeutung konzentrieren, sind die Informationen in unserem e-Paper meist nicht schnell überholt, sondern helfen langsame Entwicklungen zu verstehen.

er die Digitale Monatsausgabe gleich nach der Veröffentlichung liest, findet darin eine ganze Reihe von Beiträgen, die noch nicht auf der Website erschienen sind. Unser Team ist für tagesaktuelle Berichterstattung zu klein, wir achten aber darauf, mindestens sechsmal in der Woche einen neuen Beitrag auf der Website zu posten. Wir veröffentlichen ausschließlich Originalbeiträge, die noch nicht anderswo erschienen sind.

In autoritär regierten Ländern ist es zudem vermutlich weniger riskant, schnell ein PDF herunterzuladen, als längere Zeit auf einer Website zu verbringen, die sich klar für gute Regierungsführung und Menschenrechte ausspricht. Geheimdienste verfolgen zunehmend aufmerksam, was im Internet geschieht, aber einzelne e-Paper ins Visier zu nehmen, ist technisch recht anspruchsvoll.

Unsere Digitalen Monatsausgaben unterscheiden sich von unseren Druckheften, die nur alle zwei Monate erscheinen und nur eine Auswahl unserer Webinhalte enthalten. Früher veröffentlichten wir elf Druckhefte im Jahr, aber Porto-, Papier- und Druckkosten waren teuer – und die Post langsam. Deshalb wurde beschlossen, mehr Inhalte für das Internet zu produzieren und die Frequenz der Printausgaben zu reduzieren.

Allerdings waren unsere Leser den Monatstakt gewohnt, sodass wir sie nun mit zwölf e-Paper im Jahr bedienen. Zugriff auf alte Ausgaben gewährt auf der Website unser Digitales Monatsarchiv. Wenn Sie möchten, können Sie alle seit 2016 erschienenen digitalen Ausgaben kostenfrei herunterladen. Das Archiv dient als langfristige Ressource.

Die neue Digitale Monatsausgabe stellen wir jeweils zum Monatsanfang auf unsere Homepage. Wenn Sie daran erinnert werden wollen, bestellen Sie bitte unseren Newsletter.

Falls Sie sich für das Druckheft interessieren, bekommen Sie hier ein Freiabo.

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Oft ersetzt Wasser das Essen

Welthungerhilfe - 6. Januar 2023 - 9:10
Die Folgen der anhaltenden Dürre in Ostafrika werden immer dramatischer. Was das für die dort lebenden Menschen bedeutet, erfuhr unsere Kollegin Asenath Niva bei einem Besuch im nordkenianischen Marsabit.
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From Common Values to Complementary Interests

SWP - 6. Januar 2023 - 1:00

The Covid-19 pandemic and Russia’s war of aggression against Ukraine have posed major challenges – in different ways – to Latin American and Caribbean (LAC) coun­tries as well as to the European Union (EU). At the same time, these international crises have revealed how little resilience there is in the narratives that are supposed to inform normative relations between the two regions: shared values, strategic part­nership, and dialogue at eye level. In fact, this rhetoric is based on wishful thinking and does less and less justice to the reality of mutual relations. Common ground is crumbling, and there is a lack of projects that give meaning and purpose to cooperation. Such projects would have a chance of success especially if divergent views were addressed and mutual expectations were openly negotiated. Instead of building on commonalities, future-oriented cooperation should rely more on complementarities – within the framework of varying formats.

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Affordable internet access for all

E+Z - 5. Januar 2023 - 16:09
In Zambia, internet access is still limited, but the Starlink company of US billionaire Elon Musk aims to improve the situation

Many rural areas of Zambia have poor internet infrastructure. Service providers like MTN and Airtel complain about the low number of users in these areas. However, the high cost of data may explain why many local people shy away from using the internet.

Veronica Siame, a businesswoman from Nakonde district in northern Zambia, used to run her mobile-money kiosk in a rural area. However, she decided to relocate to a favourable urban centre with adequate internet connectivity. “I am happy my small business is thriving now and stands to grow from the availability of the internet because my enterprise depends on it even when internet access is very expensive,” Siame says.

Another businessperson, Albert Chungu, who supplies mining firms in Zambia’s Copperbelt, recently missed a business opportunity worth millions of Kwacha because he was experiencing poor internet access. He says that while he was offline, the companies advertised an invitation to tender which he only saw days past the submission deadline.

A Dutch private internet service company, Surfshark, in its Digital Quality of Life index 2022 has ranked Zambia 105th in the world by overall digital wellbeing. The country’s internet quality, speed, stability and growth ranks 116th and is 68 % worse than the global average. Surfshark evaluates countries based on five digital wellbeing pillars including internet quality, e-government, e-infrastructure, internet affordability and e-security.

The country’s struggles with internet quality and access have attracted the attention of the private sector. Starlink, a satellite internet constellation operated by SpaceX, has earmarked Zambia for its fast affordable internet project.

Zambia’s president, Hakainde Hichilema met the Starlink delegation in New York and invited the company to his country. “We intend to quickly sort out our connectivity as this is the only way we can have a truly functional e-government of the 21st Century. We are working round the clock to ensure that facilities such as technology are put to great use so that jobs and business opportunities can be realised,” Hichilema said.

Statistics from the Zambia Information and Communications Technology Authority (ZICTA) show that only about 56 % of Zambians have internet service, with less than one percent connecting through personal computers. Most people access the internet using smart phones.

It is envisaged that with more internet users and better internet services in Zambia, there will be affordable education, easy access to health and shopping services, increased productivity, and technological development.

Internet access is a challenge in many more other African countries. Zambia is one among many other African countries targeted by Starlink in its African continent penetration drive. Its internet service is already available in Nigeria and Mozambique with plans to reach Burkina Faso, Cameroon, Chad, Ghana, Mali and Niger in 2023.

Derrick Silimina is a freelance journalist based in Lusaka.
derricksilimina@gmail.com

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Das Erbe der kolonialen Herrschaftsstrategie

E+Z - 5. Januar 2023 - 15:58
Eine spaltende Politik spielt Hindus gegen Muslime in Indien und Pakistan aus

Auch in Pakistan spielt glaubensbasierte Identitätspolitik eine Rolle, wenn auch auf andere Weise als in Indien. Radikale Sunniten haben es geschafft, den Islam weitgehend als ihre eigene Version des Glaubens neu zu definieren und andere zu diskriminieren.

Es wäre eine Illusion, zu glauben, dass frühere indischen Regierungen nach der Unabhängigkeit 1947 eine harmonische und inklusive Gesellschaft aufgebaut hätten. Meist stellte die Kongresspartei die Regierung, und die Macht lag in den Händen der Eliten der oberen Kasten und Einkommensgruppen. Minderheiten blieben weitgehend ausgegrenzt. Heute sind sie – und besonders die Muslime – Zielscheibe systematischer und institutionalisierter Hetze. So wirkt das Trauma der Teilung heute noch fort.

Es heißt oft, die Kolonialmacht hätte Indien mit nur 15 000 britischen Menschen im Land beherrscht. Sie konnten den riesigen Subkontinent kontrollieren, weil die Unterworfenen zwei Jahrhunderte lang mitmachten und teils die britische Herrschaft auch unterstützten. Wie zuvor unter den muslimischen Mogulen blüte die einheimische Oberschicht in Wohlstand auf.

Koloniales Erbe

Die britische Kolonialmacht setzte auf eine Strategie von „Teile und herrsche“. Sie spielte Hindus und Muslime gegeneinander aus und schärfte ihnen ein, die religiöse Identität sei entscheidend. Historisch waren Sprache, Kaste und Klasse von mindestens gleicher Bedeutung, zumal das Kastensystem auch andere Glaubensrichtungen als den Hinduismus durchdringt. Nach dem Aufstand von 1857 gegen die Kolonialmacht, an dem Hindus und Muslime beteiligt waren und der in Südasien als „erster Unabhängigkeitskrieg“ bezeichnet wird, hielt sich die Kolonialmacht strikt an ihre spalterische Identitätspolitik.

Die 1885 gegründete Kongresspartei war die politische Vorreiterin im Kampf gegen die Kolonialherrschaft. Sie war keine Hindu-Organisation, aber manche Muslime fühlten sich dennoch ausgeschlossen. Daher wurde 1906 die All India Muslim League gegründet. Die Kongresspartei wollte, dass Indien nach der Unabhängigkeit geeint blieb, aber die Muslimliga bestand auf einem eigenen Staat. Sie argumentierte, dass die Menschen ihres Glaubens sonst benachteiligt werden würden.

In den Jahren bis zur Unabhängigkeit des Landes nahmen die Spannungen stark zu, und es verbreitete sich immer mehr Hass. 1946 kam es in Kalkutta zu schrecklichen Ausschreitungen zwischen Hindus und Muslimen. Als die Briten ihre Macht abgaben, wurden Indien und Pakistan ein Jahr später zu zwei getrennten Staaten. In beiden Ländern kontrollierten Angehörige der etablierten Eliten die neuen Regierungen.

Suparna Banerjee ist Politikwissenschaftlerin und lebt in Frankfurt am Main.
mail.suparnabanerjee@gmail.com

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