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Treaty Alliance letter to UN Member States

Global Policy Forum - 14. Juni 2018 - 11:37

On the occasion of the current open informal consultations in Geneva on a legally binding instrument on transnational corporations and other business enterprises with respect to human rights (“UN-Treaty”) more than 430 civil society organizations globally have signed a letter to UN Member States. They call on all UN Member States to engage without delay in this stage of the process in active and constructive negotiations of the substance of the treaty to improve the human rights of communities and people affected by the operations of TNCs and OBEs and their access to effective remedy, and to put an end to corporate impunity for human rights abuses.

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EU-Kommission will mehr Geld für Entwicklung – und gegen Migration

EurActiv - 14. Juni 2018 - 11:33
Die Europäische Kommission wird heute ihre Pläne für eine drastische Erhöhung der Ausgaben für die Migrationskontrolle darlegen. Dies ist Teil der Überarbeitung der geplanten Ausgaben für EU-Entwicklungshilfe im nächsten MFR.
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Kneipenquiz zu den Sustainable Development Goals: Alles Weltmeister?!

Forum Umwelt & Entwicklung - 14. Juni 2018 - 10:49

Passend zur Fußballweltmeisterschaft wollen wir der Rolle Deutschlands als „globaler Nachhaltigkeitsweltmeister“ auf den Zahn fühlen. Sie kennen sich mit Nachhaltigkeit in Deutschland und weltweit bestens aus? Wir laden Sie herzlich ein, Ihr Wissen bei unserem Kneipenquiz zu testen.

In kleinen Teams von vier bis fünf Personen wollen wir gemeinsam Fragen rund um Nachhaltigkeit beantworten und am Ende den SDG-Champion Berlins küren. Berlin Global Village und das Forum Umwelt & Entwicklung freuen sich auf Sie und einen spannenden und fröhlichen Abend in ungezwungener Atmosphäre!

Anmeldung als Einzelspieler*in oder im Team gerne unter staudt@forumue.de

 

Datum: 20.06.2018

Uhrzeit: 19:00 – 22:00

Ort: Berlin Global Village e.V. (Am Sudhaus 2, 12053 Berlin)

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Warnings of a new global financial crisis

Global Policy Forum - 14. Juni 2018 - 10:02

"There are increasing warnings of an imminent new financial crisis, not only from the billionaire investor George Soros, but also from eminent economists associated with the Bank for International Settlements, the bank of central banks. The warnings come at a moment when there are signs of international capital flowing out of some emerging economies, including Turkey, Argentina and Indonesia. Some economists have been warning that the boom-bust cycle in capital flows to developing countries will cause disruption, when there is a turn from boom to bust," analyzes South Centre's Executive Director Martin Khor.

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Eatapple: Ein Strohhalm aus Apfel

reset - 14. Juni 2018 - 6:21
Strohhalme müssen nicht aus Plastik sein. Das Startup Eatapple modelliert z.B. Apfelsaftreste in Trinkhalme um.
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Ein Strohhalm aus Apfel

reset - 14. Juni 2018 - 6:21
Das Startup eatapple modelliert Apfelsaftreste zu Strohhälmen um.
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21.06.2018 | New Work: Mehr Selbstbestimmung und Jobs vs. schonungslose Ausbeutung

GIZ Event - 13. Juni 2018 - 15:41
Veranstaltungsdatum: Donnerstag, 21. Juni 2018
Dritte Ausgabe von Digital Kontrovers! zum Thema „New Work: Mehr Selbstbestimmung und Jobs vs. schonungslose Ausbeutung“.
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Transitions and dialogues between the education system and the world of work based on educational justice and the right to a decent job within the framework of a new social contract between States, organizations and companies

#C20 18 - 13. Juni 2018 - 14:37

Read the C20 “Education, Employment and Inclusion” Working Group  recommendations linked to Transitions and dialogues between the education system and the world of work based on educational justice and the right to a decent job within the framework of a new social contract between States, organizations and companies.

Transitions and dialogues between the education system and the world of work

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13. Juni 2018

ONE - 13. Juni 2018 - 13:58

1. Jedes fünfte Kind in Afrika muss arbeiten
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, die Deutsche Welle und der Deutschlandfunk bereits gestern anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit berichteten, müssen über 150 Millionen Kinder zwischen 5 und 17 Jahren arbeiten. Obwohl diese Zahl seit Jahren insgesamt zurückgehe, sei Kinderarbeit besonders in Afrika und Asien noch stark verbreitet. Nach Zahlen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sei auf dem afrikanischen Kontinent jedes fünfte Kind betroffen. Über 70 Prozent der Kinder weltweit seien in der Landwirtschaft tätig, die meisten im Rahmen der Familie. Laut der ILO seien gesetzliche Verbote allein nicht ausreichend, um Kinderarbeit einzudämmen. Wichtig seien vor allem auch alternative Einnahmequellen und die soziale Absicherung der Familien, damit diese im Krisenfall nicht auf die Arbeit ihrer Kinder angewiesen sind.

2. Jean-Pierre Bema wieder frei
Laut Berichten von Spiegel Online, der tageszeitung (taz) und der Deutschen Welle ist der kongolesische Ex-Milizenführer Jean-Pierre Bemba wieder in Freiheit. Nachdem die Berufungskammer des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) am Freitag sein Urteil über die Beteiligung an Kriegsverbrechen aufgehoben hatte, sei am Dienstagabend seine vorläufige Freilassung veranlasst worden. Unbestritten sei, dass Bemba 2002 und 2003 die Befehlsgewalt über Soldat*innen hatte, die in der Zentralafrikanischen Republik zahlreiche Menschen folterten und töteten. Das Urteil von 2006 habe jedoch „ernstliche Fehler“, so die Berufungskammer. Bemba sei wegen Verbrechen verurteilt worden, die nicht Teil der ordentlichen Anlage waren. Zudem sei es Bemba nicht möglich gewesen, Verbrechen seiner Truppen im Nachbarland zu überprüfen.

3. Wohnungsnot in Südafrika
Die Süddeutsche Zeitung thematisiert heute den Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Südafrikas Städten. Durch den Zuzug von ehemaligen Landebewohner*innen in die urbanen Zentren habe sich diese Situation stetig zugespitzt. Die Einwohnerzahl der Metropole Kapstadt habe sich so in den letzten 20 Jahren etwa verdoppelt. Da der weißen Bevölkerung wesentlich mehr urbaner Wohnraum gehöre als der schwarzen, forderten die radikalen ‚Economic Freedom Fighters‘ zur Hausbesetzung auf. Seit dem letzten Jahr diskutiere die Regierungspartei ANC über mögliche Enteignungen weißer Landbesitzer*innen zu Gunsten der schwarzen Bevölkerung.

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Film als DVD neu erschienen: Ayeshas Schweigen

BfdW - 13. Juni 2018 - 13:54

Während Ayesha im Koranunterricht ihren Schülerinnen verdeutlicht, dass Gott die Menschen nicht nach Religionszugehörigkeit beurteilt, schließt sich ihr Sohn Saleem den islamistischen Fanatikern an.

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Drittes NachhaltigkeitsCamp Bonn am 22. Juni 2018

Engagement Global Presse - 13. Juni 2018 - 13:36
Bei einem Barcamp organisieren die Teilnehmenden selbst das Programm. Foto: Engagement Global

Nach den großen Erfolgen der letzten beiden Jahre veranstaltet Engagement Global gGmbH mit Unterstützung von Bonn.digital auch in diesem Jahr wieder ein NachhaltigkeitsCamp Bonn. In selbstorganisierten Sessions wird es am Freitag, 22. Juni 2018, im BaseCamp Bonn rund um globale nachhaltige Entwicklung gehen.

Das NachhaltigkeitsCamp Bonn ist ein Barcamp, also eine offene Konferenz, bei der die Teilnehmenden nicht nur zuhören, sondern selbst aktiv sind. Erst am Veranstaltungstag werden vor Ort Sessions angeboten und diese dann über einen gemeinsam erstellten Zeitplan organisiert. Jeder oder jede bringt etwas mit: Thema, Diskussionsbeiträge, Fragen. Mitzunehmen gibt es umso mehr: Inspirationen, Ideen, Mitstreitende!

Der Veranstaltungsort ist das BaseCamp Bonn, das mit umgebauten Wohnwagen und einer großen Außenfläche die ideale Kulisse bietet. Dieses Jahr steht das 17-Ziele-Mobil von Engagement Global vor Ort bereit. Interessierte informieren sich hier über die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) oder treten zum Laden des Handy-Akkus in die Fahrradpedale. Wie die Agenda 2030 spielerisch umgesetzt werden kann, berichten Studierende der Vitruvius Hochschule Leipzig. Das Barcamp leistet einen Beitrag zur Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Die Teilnehmenden können die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekte von Nachhaltigkeit an konkreten Beispielen diskutieren und neue Ideen entwickeln.

Presseeinladung

Journalistinnen und Journalisten sind zur gesamten Veranstaltung herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich im Vorfeld bei:

Petra Gohr-Guder
Pressesprecherin
Telefon +49 228 201717-120
presse@engagement-global.de

Veranstaltungsort

BaseCamp Young Hostel
In der Raste 1
53129 Bonn

Ablauf 9:30 Uhr Einlass 10:30 Uhr Eröffnung, Vorstellungsrunde, Sessionplanung 12:00 Uhr Sessions 13:00 Uhr Sessions 14:00 Uhr Sessions 15:00 Uhr Sessions 16:00 Uhr Sessions 17:00 Uhr Abschluss, Feedback, Ausklang Ablauf

Tickets kosten 20 Euro pro Person. Darin enthalten ist der Eintritt, Frühstück, Mittagessen und ein Nachmittagssnack. Um Plastikflaschen zu vermeiden, steht vor Ort eine Wasserstation bereit. Wir bitten alle Teilnehmenden, eine eigene Trinkflasche mitzubringen.

Weitere Informationen

Zur Internetseite des NachhatligkeitsCamps Bonn

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Dringender Handlungsbedarf

E+Z - 13. Juni 2018 - 13:19
Syrische Flüchtlingskinder sind vielen Stressfaktoren ausgesetzt, die zu dauerhaften Gesundheitsschäden führen können

Mehr als 5 Millionen Syrer sind bisher aus ihrer Heimat ins Ausland geflohen, die Hälfte davon sind Kinder. Nach UN-Angaben sind weitere 6 Millionen Menschen innerhalb Syriens auf der Flucht (siehe hierzu auch Artikel von Mona Naggar, S. 33). Im Februar 2018 hatten Mitarbeiter der internationalen Hilfsorganisation World Vision die Gelegenheit, im Süden Syriens, im Libanon und in Jordanien über 1 200 syrische Flüchtlingskinder im Alter von elf bis 17 Jahren zu ihrer aktuellen Situation zu befragen. Das Ergebnis ist in der kürzlich erschienenen Studie „Beyond survival“ nachzulesen.

Die unmittelbare Angst vor dem Krieg sei bei den Kindern, die im Süden Syriens leben, am größten, so der Bericht. Der Konflikt habe aber die familiären Lebensumstände und die sozialen Strukturen aller befragten Kinder dramatisch verändert. Sie lebten unter schwierigen Bedingungen, in Armut, vermissten Familienangehörige und Freunde, die vorher Teil ihres Lebens waren. Ihre Zukunft ist ungewiss.

Als ein großes Problem stellt sich für alle befragten Kinder die beengte Wohnsituation dar. Über 70 Prozent der Kinder in Südsyrien und dem Libanon gaben an, mit mindestens drei Personen in einem Raum zu leben, in Jordanien waren es sogar 80 Prozent. Diese angespannte Wohnsituation führe nicht selten zu häuslicher Gewalt. Sowohl im Süden Syriens als auch im Libanon gaben über 60 Prozent der Kinder an, in unsicheren Behausungen zu leben, das heißt in beschädigten Gebäuden mit keinem oder nur unzureichendem Zugang zu Wasser oder Strom. Über die Hälfte aller Kinder hatten laut Bericht keinerlei Zugang zur Gesundheitsversorgung. Jedes fünfte Kind im Libanon und im Süden Syriens bekommt nicht genug zu essen.

Viele der befragten Kinder gaben an, arbeiten zu müssen, um das spärliche Familieneinkommen aufzustocken. Drei von fünf der befragten Kinder im Libanon gingen gar nicht zur Schule. Etwas besser sah dem Bericht zufolge die Situation im Süden Syriens und in Jordanien aus – hier waren es acht beziehungsweise elf Prozent der Kinder, die gar nicht zur Schule gingen.

99 Prozent der Kinder im Süden Syriens gaben an, unter bildungsbedingten Stressfaktoren zu leiden – sei es Gewalt in der Schule oder Probleme mit dem Lehrstoff. Im Libanon waren es 86 Prozent, in Jordanien 52 Prozent. Viele der Kinder sagten, sie könnten sich aufgrund der beengten Wohnsituation nicht auf ihre Schularbeiten konzentrieren. Die Kinder klagten nicht nur über Probleme mit dem Lehrstoff. Insbesondere im Süden des Bürgerkriegslandes berichteten sie von körperlicher Züchtigung und von schwerer verbaler Gewalt in der Schule. Das höhere Stresslevel, die permanente Anspannung unter der die Lehrer dort stehen, wirke sich auch auf die Situation im Klassenraum aus, berichtet World Vision.

Die Geschichten der Kinder in dem Bericht „Beyond Survival“ zeugen alle vom täglichen Kampf, dem sie ausgesetzt sind, von materiellen und sozialen Stressfaktoren, die das alltägliche Leben zur Mühsal werden lassen. Für Kinder könne diese Be­lastung zu langfristigen mentalen Problemen wie dem Posttraumatischen Stresssyndrom, Depressionen und Angstzuständen führen. Werden diese Stressfaktoren nicht angegangen, drohten den Kindern langfristige Gesundheitsprobleme wie Herzerkrankungen, Schlaganfälle, geringe Widerstandfähigkeit, aber auch Gewalt und lebenslange Armut.

Laut Wynn Flaten, dem Leiter der Syrienhilfe bei World Vision, gehe es nicht nur darum, das nackte Überleben der Mädchen und Jungen zu sichern, vielmehr müsse ihre Kindheit als solche geschützt werden, damit sie zu körperlich und geistig gesunden Menschen heranwachsen können. World Vision appelliert an alle Beteiligten: Die Gewalt müsse beendet, die Familien müssten unterstützt und wieder zusammengeführt werden. Es müssten dringend psychosoziale Unterstützungsprogramme aufgebaut werden, damit Kinder die Fähigkeit zur Versöhnung entwickelten und für ihr Land eine bessere Zukunft gestalten könnten.

Link
World Vision, 2018: Beyond survival. Seven years of war on Syria‘s children.
http://bit.ly/2IqgpcH

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Ungleichheiten und Umweltrisiken: UN Bonn-Podiumsdiskussion beim Deutsche Welle Global Media Forum

Vereinte Nationen - 13. Juni 2018 - 13:13

13. Juni 2018 – Gestern diskutierten auf dem Deutsche Welle Global Media Forum in Bonn drei hochrangige UN-Experten den Zusammenhang zwischen Ungleichheiten und Umweltrisiken. Weltweit streben Länder danach, das Wohl ihrer Bevölkerung zu verbessern und bestehende Ungleichheiten zu verringern, doch Auswirkungen des Klimawandels und Umweltrisiken bedrohen diese Bestrebungen. Caroline Petit, stellvertretende Direktorin des Regionalen Informationszentrums der UN (UNRIC) in Brüssel, führte als Moderatorin durch die Diskussion.

Zita Sebesvari von der Universität der Vereinten Nationen – Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit (UNU-EHS) – sprach über Risiken für das Mekong-Delta in Vietnam. Je nach Jahreszeit sind große Teile des Deltas überflutet, doch die Art und Weise der Überflutung variiert aufgrund von Entwicklungsentscheidungen und Klimawandel. „Landwirte verlieren ihre Erträge und Möglichkeiten für ihren Lebensunterhalt“, betonte sie. „Einige sind unter Umständen sogar gezwungen, andere Einkommensquellen zu suchen, aber nicht alle Landwirte können sich solch radikale Veränderungen leisten.“

Matthias Braubach vom Europäischen Zentrum für Umwelt und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) brachte zudem eine gesundheitliche Perspektive in die Diskussion ein. „Es gibt einen Unterschied zwischen Ungleichheiten – wo Aspekte einfach anders und nicht gleich sind – und Ungerechtigkeit – wobei man sagt, dass das ein unfairer Unterschied ist“, sagte er. „Wir sehen unterschiedliche Dimensionen von Ungleichheiten auf globaler Ebene, beispielsweise in Bezug auf den Klimawandel. Viele Ressourcen unseres Planeten sind durch unseren Lebensstil bereits aufgebraucht.“

Koko Warner vom Sekretariat des UN-Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen (UNFCCC) hob die Umweltrisiken für das tägliche Leben von Menschen und den Aufbau von Resilienz hervor. Sie beschäftigt sich beruflich unter anderem mit der Anpassung an Risiken. Warner betonte, dass Umweltkatastrophen vor allem die Ärmsten treffen würden und nannte als Beispiel die großen Überschwemmungen in Pakistan im Jahr 2010: „Die Menschen hatten Mühe, ihre Kinder weiter zur Schule zu schicken, Essen auf den Tisch zu bringen und viele weitere Probleme, zum Beispiel sich Medizin leisten zu können“, sagte sie.

Neben anderen Maßnahmen gab es auch spezielle Programme für Frauen, denen Personalausweise ausgestellt wurden. Laut Warner half ihnen ein solches Programm, eine wirtschaftliche Basis zu schaffen und eigenes Einkommen zu generieren: „Durch diese Ausweise konnten arme Frauen plötzlich ein Bankkonto eröffnen.“ Die Frauen hatten somit die Möglichkeit, ihre Familien aus der Armut zu holen. „Was wir uns vorstellen, gestaltet unsere Zukunft – wir sollten sie gemeinsam gestalten“, so die Expertin.

Anschließend diskutierten die Podiumsmitglieder und das Publikum, das hauptsächlich aus Medienschaffenden und Experten bestand, die Beziehung zwischen den Medien und UN-Organisationen und wie Angelegenheiten globaler Relevanz ein breiteres Publikum erreichen könnten.

Das Global Media Forum der Deutschen Welle ist die einzige internationale Medienkonferenz, die Entscheidungsträger und Multiplikatoren aus den Bereichen Journalismus, digitale Medien, Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammenbringt. In diesem Jahr kamen mehr als 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom 11. bis 13. Juni nach Bonn.

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Nachhaltiges Wirtschaften lohnt sich

E+Z - 13. Juni 2018 - 13:03
Unternehmen müssen die Notwendigkeit und die wirtschaftliche Relevanz für nachhaltiges Handeln erkennen

Die DEG, die Unternehmen in Entwicklungsländern finanziert und begleitet, berät auch darin, welche Chancen umwelt- und sozialverträgliches Wirtschaften bietet. Diese Chancen lassen sich am Beispiel erfolgreich wirtschaftender Unternehmen aufzeigen:

Abfallprodukte können etwa für die Gewinnung von Prozessenergie genutzt werden, was maßgeblich Betriebskosten senken oder sogar ein eigenes Geschäftsmodell darstellen kann. In Mexiko finanziert die DEG eines der führenden holzverarbeitenden Unternehmen, das die Produktion von sogenannten mitteldichten Holzfaserplatten (MDF-Platten) ausgeweitet hat. Es verwendet jetzt Sägemehl anderer Unternehmen in der näheren Umgebung und Holz mit kleineren Durchmessern für die MDF-Platten, das aus den für die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder notwendigen Durchforstungen durch die Gemeinden anfällt. Die Produktion dieser Holzplatten ist nach dem nordamerikanischen Eco-Certified Composite (ECC) Sustainability Standard zertifiziert. Zusätzlich hat das Unternehmen zur Produktion von Prozess­energie und -wärme eine neue Biomasseanlage installiert. Der daraus gewonnene Strom wird die CO2-Emissionen der angrenzenden Gemeinden, die bisher Dieselgeneratoren verwendeten, deutlich reduzieren helfen. Die DEG hat das Unternehmen dabei beraten, die Biomasseanlage auf die Bedürfnisse des neuen MDF-Werks zuzuschneiden.

Selbst Unternehmen, die bereits moderne Technologien einsetzen, können die Ressourceneffizienz bei Produktionsanlagen, Gebäuden und Logistik verbessern und so Einsparpotenziale erzielen. Ein Beispiel hierfür ist die Deep Catch Trading im südlichen Afrika, ein Tiefkühl-Direktvertrieb und Logistiker, der Nahrungsmittel lagert, transportiert und handelt. Die meiste Energie verbraucht das Unternehmen durch Kühlung. Durch eine von der DEG initiierte Beratung konnten bei dem Lagerhaus und Bürogebäude in Windhoek mehrere einfache, aber sehr effiziente Investitionen identifiziert werden, die sich innerhalb weniger Jahre rechnen und den CO2-Ausstoß reduzieren. Beispiele sind die Isolierung des Daches der Kühlanlagen, Photovoltaikanlagen und Wärmerückgewinnung.

Die Zertifizierung von Erzeugnissen und Produktionsprozessen schafft und sichert den Zugang zu neuen Märkten. Im Süden Brasiliens bewirtschaftet beispielsweise ein DEG-Kunde Forstplantagen nach den Kriterien der Nachhaltigkeitsstandards des Forest Stewardship Councils (FSC). Die Zertifizierung erschloss dem Unternehmen neue Märkte in den USA.

Die Einhaltung von internationalen Umwelt- und Sozialstandards bedarf in Entwicklungs- und Schwellenländern besonderer Anstrengung. Diese zahlt sich aber aus, denn sie ermöglicht den Zugang zu internationalen Finanzierungen, wie eine externe Evaluierung von Finanzintermediären 2017 bestätigt hat.

Nachhaltige Personalentwicklung als Faktor für wirtschaftlichen Erfolg

Das Personalmanagement ist ebenfalls ein wesentlicher Erfolgsfaktor für nachhaltig wirtschaftende Unternehmen – und damit ein integraler, wenngleich noch wenig beachteter Bestandteil von Nachhaltigkeitsstrategien. So war etwa das Unternehmen Deep Catch Trading Namibia in den vergangenen zwei Jahren stark gewachsen, hatte jedoch Schwierigkeiten, ausreichend neue Arbeitskräfte mit den erforderlichen Fähigkeiten zu finden. Durch eine entsprechende Beratung gelang es Deep Catch herauszufinden, welche Qualifizierungen fehlen. Daraufhin erstellte das Unternehmen Anforderungsprofile für existierende und neu zu schaffende Stellen sowie Trainingskonzepte und -maßnahmen in den Bereichen Führung, Verkauf und Kundenservice. Deep Catch konnte so rasch neue Mitarbeiter gewinnen und an sich binden. Damit erzielt die Firma bessere Geschäftsergebnisse.

Die Beispiele zeigen, dass umwelt- und sozialverträgliches Handeln zum Erfolg von Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern beiträgt. So wappnen sie sich für zukünftige Herausforderungen, bleiben konkurrenzfähig und entwickeln sich stetig weiter.

Martin Geiger ist Leiter der Abteilung Nachhaltigkeit und Corporate Governance der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH.
martin.geiger@deginvest.de

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Crashkurs Rohstoffpolitik – für politisch Aktive und Multiplikator*innen aus Parteien, Gewerkschaften sowie umwelt- & entwicklungspolitischen NGOs

Forum Umwelt & Entwicklung - 13. Juni 2018 - 11:47

Ort & Datum: Freitag, 12. Oktober 2018, 11.00 Uhr bis Samstag, 13. Oktober 2018, 17.00 Uhr in Dresden

 

Die deutsche Industrie ist der weltweit fünftgrößte Importeur von metallischen Rohstoffen. Auf Druck der Industrie bemühen sich die Bundesregierung und die EU, mit politischen Instrumenten die „Versorgungssicherheit“ deutscher Unternehmen zu gewährleisten. Umwelt-, Sozial- und Entwicklungsanliegen spielen dabei eine untergeordnete Rolle, obwohl der Rohstoffabbau häufig mit Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung einhergeht.

 

Dieser Crashkurs für politische Multiplikator*innen führt in Themen der Rohstoffpolitik und ihre sozialen und ökologischen Folgen ein. Dabei wird das Vorgehen deutscher und europäischer Akteure ebenso beleuchtet wie die Folgen des Abbaus in den Herkunftsländern und alternative Abbaukonzepte. Schwerpunkt des diesjährigen Kurses liegt auf den Rohstoffen für so genannte „Zukunftstechnologien“, darunter die Batterien für elektrisch betriebene Fahrzeuge. Zu den am meisten diskutierten Rohstoffen gehören Lithium und Kobalt, deren Preise parallel zu Verbrauchsprognosen in die Höhe schießen.

Deshalb werden wir uns am ersten Tag des Crashkurses besonders auf Lithium fokussieren: Nachdem wir durch die Besichtigung des Besucherbergwerks Zinnwald einen physisch vermittelten Eindruck vom Rohstoffabbau bekommen, treffen wir den Geschäftsführer der Deutschen Lithium GmbH, um mehr über den geplanten Lithiumabbau in Altenberg zu erfahren. Abends lernen wir über die Herausforderungen des Lithiumabbaus in Bolivien.

Am zweiten Tag möchten wir auf verschiedene Instrumente der Rohstoffpolitik zu sprechen kommen, unter anderem die enge Verzahnung mit der Handels- und Investitionspolitik. Anschließend stellen wir Lösungsansätze vor, mittels derer die Einhaltung von Menschenrechten entlang der gesamten Lieferkette von Unternehmen gewährleistet werden soll. Dazu gehören die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte ebenso wie die EU-Konfliktmineralien-Verordnung. Um Rohstoffe für Zukunftstechnologien geht es schließlich wieder bei einem Bericht über Kobaltabbau in der Demokratischen Republik Kongo ebenso wie bei der Auseinandersetzung mit Tiefseebergbau.

Zu guter Letzt möchten wir über Alternativen zum Bergbau und Ansätze zur Reduktion des absoluten Rohstoffverbrauchs diskutieren. Wir freuen uns auf zwei gemeinsame, intensive Tage des Lernens!

 

 

Mit einem Webinar führen wir in den Crashkurs ein.

Letzte Septemberwoche

Webinar: Deutsche Rohstoffpolitik

  • Deutsche Rohstoffpolitik – eine Einführung, (Michael Reckordt, AK Rohstoffe)
  • Rohstoffe für Zukunftstechnologien (Beate Schurath, INKOTA)

 

Freitag, 12.10.2018

Teil I Rohstoff im Fokus: Lithium

Ab 11:00 Begrüßung, Vorstellungsrunde und Einführung ins Programm 12:15 Fahrt nach Zinnwald (Altenberg) 13:30 Besichtigung Besucherbergwerk Zinnwald (Altenberg) 15:00 Pause 15:30 Von der Exploration bis zum Abbau (Armin Müller, Deutsche Lithium GmbH) 17:00 Fahrt nach Dresden 18:00 Abendessen 19:00 Herausforderungen des Lithiumabbaus in Bolivien (Oscar Choque, AYNI Verein für Ressourcengerechtigkeit) 19:45 Wer verbraucht wessen Ressourcen? Über die imperiale Lebensweise (Carla Noever Castelos, ILA Kollektiv)

 

 

Samstag, 13.10.2018

Teil II Rohstoffpolitik und Menschenrechte

09:30 Instrumente der deutschen Rohstoffstrategie (Michael Reckordt, AK Rohstoffe) 10:15 Rohstoffpolitik trifft Handelspolitik (Merle Groneweg, PowerShift) 11:00 Pause 11:30 Menschenrechtliche Sorgfaltspflichten (Sarah Lincoln, Brot für die Welt) 12:15 Kobalt als Konfliktmineral? – Bergbau in der Demokratischen Republik Kongo (Gesine Ames, Ökumenisches Netz Zentralafrika) 13:00 Mittagessen 14:00 Nein zum Raubbau an der Tiefsee! (Jan Pingel, OzeanienDialog)

 

Teil III Politische Forderungen und Diskussion

15:00 Kleingruppenarbeit zu den politischen Forderungen des AK Rohstoffe   Offene Fragen und Diskussion 16:30 Feedback & Abschlussrunde

 

Download der Einladung als pdf

 

 

Bewerbung und Anmeldung:

Der Crashkurs richtet sich gezielt an Mitarbeiter*innen, Mitglieder und Aktive aus politischen Parteien, Gewerkschaften und NGOs. Voraussetzung für eine Teilnahme ist eine kurze Bewerbung mit Angaben. Diese sollte bis zum 15. Juli 2018 an jakob.kluchert@power-shift.de geschickt werden.

 

Endgültige Teilnahme­bestäti­gungen werden wir voraussichtlich Ende Juli verschicken!
Teilnahmebeitrag 50€ (Selbstzahler*innen) – 80€ (Organisationen) inkl. Übernachtung/Verpflegung
Es soll nicht am Geld scheitern (bitte im Zweifel bei jakob.kluchert@power-shift.de melden).

 

Angaben zur Bewerbung:

  • Name, Adresse, Email, Telefon: …
  • Motivation zur Crashkurs-Teilnahme; politische Erfahrung/Funktion oder politisches Engagement; Multiplikator*innenrolle (500-1000 Zeichen):
  • Sonstige Hinweise/Wünsche (bzgl. Ernährung, Übernachtung, Logistik etc.): …

 

 

Kontakt/Organisation:

Jakob Kluchert, PowerShift e.V.                                            Merle Groneweg, PowerShift e.V.
jakob.kluchert@power-shift.de                                            merle.groneweg@power-shift.de 030/41934182

 

 

 

Dieses Projekt wird gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie von der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.

 

 

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Ringvorlesung „Transformation unserer Welt“

Engagement Global - 13. Juni 2018 - 11:41
Anita Reddy (2. von rechts) Leiterin Bildungsprogramme, Förderung Inland von Engagement Global, sprach bei der Ringvorlesung zu innovativen Ansätzen in der Bildung. Foto: Janine Schmitz/photothek.net

Wie erreichen wir die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung? Welche Ansätze bringen Leben in die Agenda 2030? Diese Fragen beantworten Expertinnen und Experten an noch drei Abenden bei der Ringvorlesung „Transformation unserer Welt“ in Berlin. Dieses Jahr steht Bildung im Mittelpunkt der Ringvorlesung 2018. Dabei wird der Blick über die eigenständige Zielstellung des vierten Ziels der Sustainable Development Goals (SDG), Hochwertige Bildung, hinaus auf alle Ebenen nachhaltiger Entwicklung gerichtet.

Dr. Sven Grimm, Ko-Programmleiter Inter- und Transnationale Zusammenarbeit und Leiter des Ausbildungsteams des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), eröffnete die Reihe am 28. Mai 2018 in Berlin. Grimm legte aus Sicht des DIE die Rolle von Bildung in der Agenda 2030 dar. So formulierte die Auftaktveranstaltung die Grundlage für die weiteren Abende. „Bildung wird erst relevant [für die Umsetzung der SDG; Anmerkung der Redaktion], wenn Wissen mit dem notwendigen Können dieses anzuwenden vernetzt wird“, so Grimm.

Passender hätte der Übergang zur zweiten Veranstaltung am Montagabend, 4. Juni 2018 kaum sein können. „Entwicklungspolitische Bildung und innovativen Ansätzen in der Bildung – weltweit“ war das Thema des Abends. Dr. Klaus Seitz, Leiter der Abteilung Politik bei Brot für die Welt und Anita Reddy von Engagement Global zeigten aus ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globalem Lernen Chancen auf, um gesellschaftliche Transformationen anzustoßen.

Die Ringvorlesung 2018 „Transformation unserer Welt” ist eine Kooperation zwischen der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Engagement Global und dem Seminar für ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt-Universität zu Berlin.

Sie beleuchtet noch an den drei kommenden Montagen, 18. Juni, 25. Juni und 2. Juli 2018, die Rolle von Bildung für die Umsetzung der Agenda 2030 mit der unterschiedlichen Expertise und Perspektive der beteiligten Kooperationspartner.

Weitere Informationen

Zur Dokumentation der Einzelveranstaltungen sowie weiterführenden Informationen

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Julian Draxler in Jordanien: Fußball verbindet!

Unicef - 13. Juni 2018 - 11:25
Kurz vor Beginn des Trainingslagers zur anstehenden Fußball-WM hat sich Nationalspieler und UNICEF-Pate Julian Draxler die Zeit für eine besondere Herausforderung genommen: Er ist mit UNICEF nach Jordanien gereist, ins riesige Flüchtlingslager Za’atari.
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Staatsdefizit ist Kernproblem

E+Z - 13. Juni 2018 - 9:47
IWF unterstützt Argentinien mit 50-Milliarden-Dollar-Kredit

Die argentinische Regierung hat ihre erste wirtschaftliche und finanzielle Probe erfolgreich bestanden. Politische Herausforderungen, welche die Regierungsfähigkeit belasteten, wurden schon mehrfach bestanden. Die Wirtschaft erholt sich langsam, aber kontinuierlich. Darauf bin ich stolz. Es ist richtig, dass der argentinische Peso an Wert verloren hat – aber nicht viel mehr als andere Währungen der Region. Grund dafür war vor allem der internationale Höhenflug des Dollars in Folge des Zinsanstiegs in den USA.

Das große Haushaltsdefizit, das uns seit Jahrzehnten belastet, macht uns für Kapitalmarktturbulenzen besonders anfällig. Die schlechte Politik der Vergangenheit hat uns an einen fixen Dollar-Kurs gewöhnt, und wenn der nur ein wenig schwankt, fürchten viele gleich eine Krise.

Wir haben aber keine Angst, sondern verfügen über Wege, solchen Schwankungen zu begegnen. Argentinien stand zu keiner Zeit kurz vor einer wirklichen Krise. Es gab lediglich Liquiditäts- und Koordinierungsprobleme, so dass bestimmte Maßnahmen nötig wurden:

  • Die Leitzinsen der Zentralbank mussten ansteigen,
  • die Regierung musste Finanzhilfen beim IWF beantragen und
  • das Haushaltsdefizit reduzieren.

Ein wichtiger Meilenstein war der Triumph der „Lebacs“ genannten Zentralbank­anleihen. Wegen mangelnder Liquidität musste die Zentralbank neue Papiere auflegen. Die Nachfrage nach Lebacs war sogar größer als erwartet. Das zeigt, dass die politischen Entscheidungen und die Zeichen, die die Regierung setzte, ausreichen, um das Vertrauen in die argentinische Wirtschaft wiederherzustellen.

Auch die internationalen Reaktionen, von Washington über Berlin bis zu den G20, halfen bei der Stabilisierung. Die Welt sieht uns erneut als vertrauenswürdigen Partner. Der 50-Milliarden-Dollar-Kredit des IWF, der über drei Jahre läuft, wird uns helfen, bis 2020 einen ausgeglichenen Primärhaushalt zu erreichen.

Präsident Mauricio Macri hält an den optimistischen Zielen fest, die manche für unrealistisch halten. Das Versprechen der ökonomischen Normalisierung, das er vor zwei Jahren in einer Regierungserklärung machte, gilt weiter. Er warnt davor, Argentiniens Lage schlechtzureden.

Dass es nun Koordinations- und Kommunikationsprobleme gab, lag unter anderem an der Unabhängigkeit der Zentralbank, die bewahrt werden muss. Argentinien muss zudem dringend sein Haushaltsdefizit reduzieren, denn es belastet alle Bürger. Es macht das Land auch von externer Finanzierung abhängig und damit verwundbar. Das ist der Kern des Problems.

Wir Argentinier brauchen Vorhersehbarkeit. Wir müssen sicher sein, dass unkontrollierte Staatsausgaben unsere Wirtschaft nicht erneut vernichten. Die Krux ist, dass die Argentinier – allen voran die Regierung – jetzt ein Problem beheben müssen, das sich seit vielen Jahrzehnten manifestiert hat und uns zur Jahrtausendwende in die Krise geführt hat.

In manchen Provinzen sind heute 70 Prozent der Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst. Deshalb versuchen wir, echte Jobs zu schaffen – und für den Arbeitsmarkt auszubilden. Die beste Sozialpolitik besteht darin, Arbeit zu schaffen.

In den vergangenen turbulenten Wochen ist Argentiniens größter Windpark mit einer Investitionssumme von 3 Milliarden Dollar in Betrieb gegangen. Außerdem haben wir einen neuen Markt erschlossen: China hat seine Grenzen für frisches und tiefgefrorenes Fleisch geöffnet. Das ist ein Markt mit 200 Millionen potenziellen Konsumenten für diese Produkte. Auch der Bio­bereich spielt global gesehen eine wichtige Rolle und schafft Nachfrage nach argentinischen Erzeugnissen.

Echte Lösungen brauchen interna­tionale Zusammenarbeit mit wechselseitiger Unterstützung. Wir müssen darauf achten, dass die Segnungen des Fortschritts auch bei denen ankommen, die am wenigsten haben. Nur durch Teilhabe aller erreichen wir eine ethische Globalisierung.

Cornelia Schmidt-Liermann ist argentinische Parlaments­abgeordnete und gehört der Partei von Präsident Mauricio Macri an.
csliermann@diputados.gov.ar
http://corneliasl.com.ar/
Twitter: @CorneliaSL

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Ist Migration die bessere Entwicklungshilfe?

EurActiv - 13. Juni 2018 - 7:29
Letztes Jahr überwiesen Migrantes 466 Milliarden US-Dollar Angehörigen in den Herkunfststaaten weltweit. Warum diese Gelder mehr bringen als nur private Zahlungen.
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Sozialer Wohnungsbau aus dem 3D-Drucker

reset - 13. Juni 2018 - 5:12
…was klingt wie eine Utopie, wird in Frankreich und Holland aber bereits Realität. In wenigen Tagen fertigen überdimensionale Drucker ganze Häuser im 3D-Druckverfahren an. Die Häuser sollen schnell beziehbaren sozialen Wohnraum schaffen.
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