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Kann ein Bild die Welt verändern?

Unicef - 22. Dezember 2020 - 11:00
In diesem Blogbeitrag teilt das Jury-Mitglied zum „UNICEF-Foto des Jahres“ und stellvertretender Vorsitzender von UNICEF Deutschland Peter-Matthias Gaede seine Ansichten zum Fotowettbewerb und spricht über die Wirkung und die Kraft der Bilder. 
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Für einen Wandel im Lebensmittelsystem braucht es europäisch-afrikanische Partnerschaft

EurActiv - 22. Dezember 2020 - 6:15
Nach der Coronavirus-Pandemie werde die Zusammenarbeit zwischen der EU und Afrika wichtiger denn je sein, um die Nahrungsmittelsysteme zu stärken und zu transformieren. Es  müsse aber darauf geachtet werden, dass eine gleichberechtigte Partnerschaft entsteht, betonen Expertinnen und Experten.
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So können wir immer noch das 1,5-Grad-Ziel erreichen - risikoarm und sozial gerecht

reset - 22. Dezember 2020 - 5:26
Zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung hat das Konzeptwerk Neue Ökonomie eine Studie veröffentlicht die zeigt, wie eine sozial-ökologische Transformation aussehen kann, mit der wir die Pariser Klimaziele einhalten können.
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»Recover better« – Wie Klima- und Nachhaltigkeitsziele trotz Pandemie erreicht werden können

SWP - 22. Dezember 2020 - 0:00

Candida Splett: 2030 ist ein kritisches Jahr, sowohl für die Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (»SDGs«) als auch für die Klimaziele der Europäischen Union. Die Ziele können nur mit großen Schritten erreicht werden – doch nun hat die Corona-Pandemie die Staatengemeinschaft ausgebremst. Was ist passiert?

Marianne Beisheim: Probleme gab es auch ohne die Pandemie schon: Als im September 2019 beim sogenannten SDG-Gipfel eine »Aktionsdekade« für die zehn Jahre bis 2030 ausgerufen wurde, hatten Begriffe wie Dekarbonisierung oder Green Economy in der gemeinsamen Resolution keine Chance. Die Staaten riefen zwar zu beschleunigter Umsetzung auf, aber ohne sich verbindlich zu konkreten Maßnahmen zu verpflichten. Mit der Pandemie wurde es noch schwieriger, die Ziele zu erreichen, als ohnehin schon: Hunger und Armut nehmen wieder zu, und Bildung ist schwierig, weil Kinder nicht zur Schule gehen können. Im Sommer 2020 musste das UN-Forum zu nachhaltiger Entwicklung rein virtuell stattfinden. Da fehlte die Dynamik, die bei realweltlichen Konferenzen entsteht.

Susanne Dröge: Die Klimakonferenz COP26 wurde aufs nächste Jahr verlegt. Da hat man die Reißleine gezogen, weil das Networking am Rande der Konferenz und die Möglichkeit, spontan Dinge auszuhandeln, essentiell für ihren Erfolg ist. Virtuell funktioniert das nicht. Die Klimapolitik hatte ja bereits stark unter dem Rückzug der USA aus dem Klimaabkommen gelitten.

Sie zeichnen in Ihrem Studienbeitrag zwei Szenarien für das Zieljahr 2030. Eines, in dem es gelungen ist, die internationale Gemeinschaft vereint »an Deck« zu holen, um sich für einen wirksamen Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Und eines, in dem Deutschland und die EU alleine dastehen. Was sind Stellschrauben für eine positive Entwicklung?

Beisheim: Ich fand bemerkenswert, dass es die UN geschafft hat, im Laufe dieses Jahres ein positives Narrativ zu entwickeln. Das hieß zunächst »Build back better«, dann »Recover better«. Es geht darum, dass man Konjunkturprogramme zur Bewältigung der Pandemiefolgen von Anfang an mit anderen Zielen zusammendenkt, zum Beispiel Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung. Wichtig ist, dass wir dieses Narrativ konkretisieren. Und zwar jetzt: Wir haben eine unerwartet hohe Mobilisierung von Geldern und politischem Willen. Etwas in dieser Größenordnung werden wir nicht so schnell noch einmal erleben. Die Koordinaten für den zukünftigen Kurs werden jetzt gesetzt.

Dröge: In der Klimapolitik sind die Stellschrauben für »Recover better« da, sie müssen vor allem angezogen werden. Eine davon ist der Green Deal, mit dem die EU eine solche Agenda anbietet. Die mehr als 50 Vorschläge müssen weiter geprüft und konkret vorangetrieben werden. Da geht es zum Beispiel darum, auf Kreislaufwirtschaft zu setzen, also Ressourcen mehrfach einzusetzen Hier könnte man über konkrete Etappen für Recyclingquoten nachdenken. Was in Deutschland gerade auf Eis liegt, ist das Lieferkettengesetz. Da geht es darum sicherzustellen, wie umweltfreundlich oder sozialverträglich Lieferketten sind. Das sollte zügig vorangehen.

Ist die EU mit ihren Vorhaben ambitioniert genug?

Beisheim: Der Green Deal setzt gute Akzente, vor allem im Klimabereich, aber das reicht nicht aus. Nehmen wir zum Beispiel den Europäischen Aufbauplan oder den gesamten EU-Haushalt: Dort ist die Rede von circa 30 Prozent der Mittel, die in grüne Sektoren fließen sollen. Aber was ist mit dem Rest? Stützen sie unter Umständen auch Wirtschaftsbereiche, die wir gar nicht mehr retten sollten? Wenn wir sie nicht retten wollen, müssen wir uns fragen, wie wir mit sozialen Verwerfungen umgehen, die das mit sich bringt. Welche Lösungen wir hierfür finden, interessiert auch Entwicklungs- und Schwellenländer, die nicht die wirtschaftlichen Möglichkeiten haben wie wir.

Welche Rolle spielt das Vorbild der EU für die Entwicklungs- und Schwellenländer?

Beisheim: China zum Beispiel muss innenpolitisch seine Versprechen von sozialem Aufstieg und Wohlstand erfüllen. Dort wie auch anderswo werden sich Regierungen nur anders verhalten, wenn sie Wege beschreiten können, auf denen sie soziale und wirtschaftliche Ziele erreichen und gleichzeitig ökologische Grenzen respektieren können. Die EU muss vormachen, wie das geht.

Dröge: Dabei geht es auch um Wettbewerb. China hat gezeigt, wie die Produktion von Solarpanels, die ja mit dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz überhaupt erst Fahrt aufnahm, viel kostengünstiger werden konnte und ist inzwischen Weltmarktführer. Durch die Produktion großer Mengen konnten Preise gedrückt werden. Dieser Kick-off für weiteren technologischen Wettbewerb muss von der EU kommen. Ein Feld, wo das wichtig ist, sind alternative Technologien für die CO2-intensive Stahlproduktion. Solche Investitionen müssen erst staatlich mitfinanziert werden, bis sie sich rechnen, und dann kann es zu internationalem Wettbewerb kommen. Die Aussicht auf Technologieführerschaft könnte auch die USA überzeugen, und auf die kommt es als Partner für die EU entscheidend an.

Was kann die Politik aus der Corona-Pandemie für den Umgang mit Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung lernen?

Beisheim: Wir sehen jetzt, dass systematische Krisen extrem hohe Kosten verursachen, wenn nicht rechtzeitig und umfassend gehandelt wird. Daraus kann man die Einsicht gewinnen, dass Prävention die kostengünstigere Variante ist. Wir lernen auch, dass die soziale Dimension sehr wichtig ist, wenn wir Maßnahmen für Wendeprozesse entwickeln. Und Hoffnung macht, dass der ACT Accelerator, mit dem Entwicklung, Produktion und gerechte Verteilung von COVID-19-Impfstoffen, Medikamenten und Tests international koordiniert werden, zeigt, dass öffentliche und private Akteure ihre Kräfte bündeln und erfolgreich gemeinsam an einem Strang ziehen können.

Dröge: In der Pandemie haben wir gesehen, dass es funktioniert, wenn Wissenschaft eine explizite Rolle in Debatten eingeräumt bekommt und diese stark mitkommuniziert wird. Umfragen zeigen, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung die Maßnahmen der Bundesregierung in der Pandemie unterstützt – und diese, das macht die Politik deutlich, basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das ist für Klima und Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema, weil hier die Gruppe der Wissenschaftsskeptiker ungleich größer ist. Die Klimaforscher reklamieren zwar eine gesellschaftliche Rolle für sich, die wird aber von der Politik nicht entsprechend gestützt.

Das Interview führte Candida Splett von der Online-Redaktion der SWP.

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Ethecon Awards 2020: Wer rettet und wer tötet den Planeten?

EINEWELTblabla - 21. Dezember 2020 - 12:43

Die ethecon – Stiftung für Ethik und Ökonomie vergibt seit 2006 die internationalen ethecon Awards: Den Blue Planet Award und den Dead Planet Award. Wo wir uns auch auf EineWeltBlaBla viel mit der Zukunft des Planeten Erde aus unterschiedlichsten Perspektiven beschäftigen, freut uns vor allem die Verleihung des Blue Planet Awards für besondere Verdienste zu Rettung und Erhalt des Blauen Planeten. Oft hat man jedoch das Gefühl, gegen große mächtige Mühlen zu mahlen, die den Fokus statt auf Erhalt auf Zerstörung legen. Und das vor allem, um die eigene Macht und den eigenen Profit zu sichern. Bei diesen Awards kann auch damit gewonnen werden, nämlich mit dem Dead Planet Award.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt schon: Wer wurde dieses Jahr bloß ausgezeichnet? Für beide Awards gibt es doch viele Leute, die sich im Sinne der Awards verdient gemacht haben. Erst die gute oder die schlechte Nachricht? Beginnen wir mit der guten.

Der Blue Planet Award 2020 geht an Phyllis Omido

Die Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Phyllis Omido wurde mit dem Blue Planet Award 2020 ausgezeichnet. Sie hat sich vor allem für die Ortsbewohner*innen und Arbeiter*innen einer Blei-Recycling-Fabrik in Owino Uhuru, ein Dorf nahe der kenianischen Stadt Mobasa, eingesetzt, in der sie auch selber arbeitete. Die Abgase und das bleiverseuchte Abwasser der Fabrik haben Krankheiten und Fehlgeburten verursacht und zu zahlreichen Todesfällen geführt. Phyllis Omido hat Proteste dagegen organisiert, die Probleme und auch Korruption innerhalb der Umweltbehörde publik gemacht und sogar erfolgreich gegen die kenianische Regierung geklagt. Jetzt gibt es ein Gesetz, das vorschreibt, dass Blei aus Ostafrika nicht mehr ausgeführt werden darf. Das Blei, das recycelt werden soll, kommt übrigens (wenig überraschend?!) zu großen Teil aus Europa.

In dem Buch Mit der Wut einer Mutter berichtet Phyllis Omido von ihrem Kampf gegen das gefährliche Bleischmelzen. In der Begründung zur Vergabe steht noch viel mehr, das Phyllis Omido geleistet hat.

Der Dead Planet Award 2020 geht an Jeffrey Preston Bezos

Die Auswahl war auch in diesem Bereich groß, doch einer ist besonders herausgestochen und hat damit verdientermaßen den Dead Planet Award 2020 erhalten: Der US-amerikanische Unternehmer und Investor Jeffrey Preston Bezos. Seinen Namen könnte man mit dem schönen Amazonasgebiet verbinden und hoffen, dass er sich dort für die Umwelt einsetzt, doch weit gefehlt. Er ist der Gründer des Onlineversandhändlers Amazon und gilt als reichste lebende Einzelperson der Welt. Reicht da die Bezeichnung ultra-reich überhaupt aus?! Während er auch während der Corona-Pandemie reich und reicher wird, werden die Arbeitsbedingungen bei Amazon schlecht und schlechter. Ein Tarifvertrag oder eine Gewerkschaft für die Beschäftigten? Wozu? Dann doch lieber Überwachung. Schonender und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen? Dann doch lieber kerosinintensive Luftfracht und Abbau seltener Erden und Mineralien. Und obendrauf: Weltraumtourismus. Damit schafft er es, sich nicht nur für die Zerstörung unseres Planeten einzusetzen, sondern weit darüber hinaus, wow!.

Damit es hier nicht ausartet, könnt ihr noch mehr über seine Taten in der Begründung zu Vergabe nachlesen.

Die Preisverleihung im November 2020

Die Preisverleihung fand in diesem Jahr online statt, was euch ermöglicht, sie noch einmal anzusehen und zwar hier. Darüber hinaus gab es Proteste vor deutschen Amazon-Niederlassungen.

-Marina-

Das Beitragsbild ist von Greg & Lois Nunes auf Unsplash.

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How sustainable is recycling? Reconciling the social, ecological, and economic dimensions in Argentina

DIE - 21. Dezember 2020 - 12:11
How can recycling in developing countries be shaped to be socially, environmentally, and economically sustainable? Our research synthesizes the ideas and expectations of a diverse set of actors in the recycling sector of Buenos Aires, Argentina.
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Weltbevölkerung zum Jahreswechsel 2020/ 2021 – 7.837.693.000 Menschen leben auf der Erde

DSW - 21. Dezember 2020 - 9:08
DSW: „Der Zugang zu Bildung und Verhütung darf durch die Corona-Pandemie nicht erschwert werden.”

Hannover, 21.12.2020: Zum Jahreswechsel 2020/ 2021 leben 7.837.693.000 Menschen auf der Erde, teilt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) mit. Damit ist die Weltbevölkerung im Jahr 2020 um etwa 82 Millionen Menschen reicher geworden. Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) wächst die Weltbevölkerung aktuell jedes Jahr um etwa 1,09 Prozent. Damit hat sich das Wachstum in den letzten 50 Jahren beinahe halbiert. Mit einem jährlichen Zuwachs von 2,05 Prozent hatte es zwischen 1965 und 1970 seinen Höchststand erreicht und befindet sich seitdem im Rückgang.

Grund dafür ist unter anderem die Entwicklung moderner Verhütungsmethoden und eine bessere Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln. Auch bessere Bildungschancen für Frauen spielen beim Rückgang des Bevölkerungswachstums eine entscheidende Rolle. So zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen der durchschnittlichen Kinderzahl pro Frau und ihrem Bildungsabschluss. „Der Zugang zu Bildung und Verhütung in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen darf durch die Corona-Pandemie nicht erschwert werden!”, darauf macht Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) zum Jahreswechsel aufmerksam. Vor Beginn der Corona-Pandemie waren die UN davon ausgegangen, dass das jährliche Bevölkerungswachstum bis zum Jahr 2025 auf unter ein Prozent sinkt.

DSW: „Covid-19 darf die Erfolge der letzten Jahre nicht ausbremsen!”

„Seit Beginn der Corona-Pandemie beobachten wir in unseren Projektländern Kenia und Uganda eine enorme Zunahme der Teenager-Schwangerschaften, weil Schulen geschlossen sind. Die meisten der schwanger gewordenen Mädchen und jungen Frauen werden nicht in die Schule zurückkehren können, viele werden in Armut leben. Aufklärungskampagnen und eine bessere Versorgung mit modernen Verhütungsmitteln sind jetzt wichtiger denn je – vor allem in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Covid-19 darf die Erfolge der letzten Jahre nicht ausbremsen”, warnt Jan Kreutzberg. In Afrika südlich der Sahara ist der Bedarf an modernen Verhütungsmitteln nur zu 55,5 Prozent gedeckt. Das bedeutet, dass beinahe die Hälfte der Frauen und Mädchen zwischen 15 und 49 Jahren nicht verhüten kann, obwohl sie es gerne möchte. Weltweit liegt der Anteil der Frauen und Mädchen, deren Bedarf an modernen Verhütungsmitteln gedeckt ist, bei 76,8 Prozent.

DSW: „Verhütungsmittel sind auf der Welt ungleich verteilt!”

Mit durchschnittlich 4,7 Kindern, bekommen viele Frauen in Afrika südlich der Sahara mehr Kinder als sie möchten. „Verhütungsmittel sind auf der Welt ungleich verteilt. Es liegt auch in der Verantwortung der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit der internationalen Staatengemeinschaft den Zugang zu Verhütungsmitteln, Aufklärung und Gesundheitsdiensten in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen zu verbessern”, erklärt Kreutzberg. Laut den Vereinten Nationen liegt die Fertilitätsrate im internationalen Durchschnitt aktuell bei 2,4 Kindern pro Frau. Seit den 60er Jahren hat sich die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau mehr als halbiert. Sie lag damals noch bei fünf Kindern pro Frau. Bei einer durchschnittlichen weltweiten Fertilitätsrate von 2,1 Kindern pro Frau würde die Weltbevölkerung nicht weiterwachsen.

Weitere Informationen Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Pressekontakt:

Monika Schröder
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
Hindenburgstr. 25 | 30175 Hannover
Telefon: 0511 94373-38 | Fax: 0511 94373-73
E-Mail: presse@dsw.org

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Wie die neue EU-Arktispolitik die Pandemie berücksichtigen sollte

DIE - 21. Dezember 2020 - 8:20

Die Auswirkungen der Pandemie bestimmen weltweit die Jahresrückblicke: Plötzlich und unerwartet ist die „Corona-Krise“ in unseren Lebensalltag gerückt und ein neuer Fluchtpunkt für die politische Zusammenarbeit geworden. Andere globale Herausforderungen wie der Klimawandel scheinen oftmals weniger akut. Anders in der Arktisregion, in der dringender Handlungsbedarf sowohl im Umgang mit der „Corona-Krise“ als auch bei den transformativen Auswirkungen der „Klima-Krise“ besteht. Markus Rex, Leiter der MOSAiC-Arktis-Expedition, beschreibt den Klimawandel mit eindringlichen Worten: „Das Eis der Arktis stirbt.“ Gleichzeitig erkranken in der abgelegenen Region immer mehr Menschen an COVID-19, deren medizinische Versorgung eine besondere Herausforderung darstellt. Für die EU, die im nächsten Jahr im Rahmen des europäischen Grünen Deals eine neue Arktispolitik verabschieden wird, gilt es deshalb, das aktuelle Momentum der politischen Zusammenarbeit aufzugreifen, um die „Corona-“ und die „Klima-Krise“ in der Arktis und global wirksam zu bekämpfen.

„Was in der Arktis geschieht, bleibt nicht in der Arktis. Es betrifft uns alle.“ – so deutlich formulierte der EU-Kommissar für Umwelt, Meere und Fischerei, Virginijus Sinkevičius die Bedeutung der Region kürzlich beim Launch der öffentlichen Konsultation zur neuen EU-Arktispolitik. Die EU will mit einer „klaren und kohärenten Arktispolitik“ zukünftig eine Vorreiterrolle übernehmen. Damit das gelingen kann, muss die EU die Erfahrungen aus der Pandemie unbedingt berücksichtigen. Denn durch COVID-19 haben sich bestehende Ungleichheiten und Herausforderungen in der Region verstärkt – insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Gesundheitsversorgung. Gemeinschaften, die in der Arktis weit entfernt von größeren Gesundheitszentren leben, sind während der Pandemie beispielsweise mehr denn je auf die begrenzte (auch digitale) Infrastruktur angewiesen. Hohe Transportkosten, Grenzschließungen und unterbrochene Lieferketten sind für die Menschen nicht selten lebensbedrohlich.

Lokale Ansätze, wie der gemeinsam mit indigenen Wissensträger*innen entwickelte One Health-Ansatz für die Arktis, der die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt zusammendenkt, tragen zu einem besseren Verständnis von kurz- und langfristigen Folgen der „Klima-“ und „Corona-Krise“ bei. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie schwächen allerdings die lokalen Strukturen. Wichtige Einnahmen fallen durch Einbrüche im Handel, Tourismus und in der Ressourcenerschließung weg. Zugleich schwächt die historisch hohe Arbeitslosigkeit viele Regionen in der Arktis. Die EU sollte Foren fördern, die zu einem pan-regionalen Austausch unter Einbeziehung lokaler Akteure und Institutionen beitragen, um Herausforderungen transnational zu beraten und Lösungsansätze inklusiv zu formulieren. Vor diesem Hintergrund kann eine Verstetigung des EU-Arktis-Forums, das gemäß der EU-Arktispolitik von 2016 als „zeitweiliges Forum“ gegründet wurde, einen wichtigen Impuls in der neuen EU-Arktispolitik setzen. Das Forum folgte einem Multi-Stakeholder-Ansatz, ermöglichte Diskussionen über regionale Entwicklungen und konzentrierte sich insbesondere auf die Themen internationale Zusammenarbeit sowie Klimawandel.

Zugleich sollte die EU ihr bisheriges Engagement in der Region fortsetzen – insbesondere die Förderung von Forschungsaktivitäten. Diese sind essentiell, um die komplexen regionalen Veränderungsprozesse besser zu verstehen und ein wesentlicher Beitrag zur transnationalen Zusammenarbeit in der Arktis, den die EU leistet. Auch die multilaterale Zusammenarbeit in dem bedeutsamsten intergouvernementalen Forum der Region, dem Arktischen Rat, zeichnet sich vor allem durch herausragende Erfolge im Bereich der Wissensgenerierung aus. Bereits im Sommer stellte der Arktische Rat einen umfassenden Bericht zu den Auswirkungen der Pandemie in der Arktis vor, der gemeinsam mit lokalen und indigenen Wissensträger*innen entwickelt wurde. Auf dessen Grundlage hat der Rat im November Maßnahmen zum Umgang mit den Auswirkungen der Pandemie beraten. Diese ‚Methode‘ kooperativer Wissensgenerierung und informierter politischer Umsetzung ist für das Forum aber kein Neuland, sondern stellt auch die Richtschnur im Bereich des Klimawandels dar. Ein Blick in die Arktis ‚lohnt‘ also – und kann viele Beispiele für erfolgreiche transnationale (Wissens-) Zusammenarbeit für die Bewältigung globaler Krisen aufzeigen, die auch für die EU relevant sind.

Die Treibhausgase in der Atmosphäre haben in diesem Jahr erneut einen Rekordwert erreicht. Prioritäten in der politischen Zusammenarbeit können schnell angepasst werden - das hat die Corona-Pandemie gezeigt. Hoffentlich stehen statt der negativen Auswirkungen der Pandemie erfolgreiche Bewältigungsstrategien im Zentrum der Jahresrückblicke im nächsten Jahr, die Vorbild für den Umgang mit anderen Krisen sind – in der Arktis und weltweit.

Dieser Text entstand in dem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt „Nachhaltige Städtische Entwicklung in der Europäischen Arktis (SUDEA): Verbesserung von Transnationaler Kooperation in Abgeschiedenen Regionen“ (Projektnr. 426674468).

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Othalo will gleichzeitig Wohnungsnot und Plastikverschmutzung in afrikanischen Ländern angehen

reset - 21. Dezember 2020 - 6:46
Mit modularen Gebäuden aus recyceltem Plastik will ein norwegisches Startup günstigen Wohnraum bauen und gleichzeitig Plastikmüll reduzieren.
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Othalo: Afrikas Wohnungsnot und die Plastikverschmutzung gleichzeitig angehen

reset - 21. Dezember 2020 - 6:46
Mit modularen Gebäuden aus recyceltem Plastik will ein norwegisches Startup günstigen Wohnraum bauen und gleichzeitig Plastikmüll reduzieren.
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Covid-19-Pandemie und internationale Wanderungen: »Wir brauchen mehr Zusammenarbeit«

SWP - 21. Dezember 2020 - 0:10

Çetin Demirci: Viele Staaten versuchen, mit Reisebeschränkungen die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen. Was bedeutet das für die internationale Migration?

Steffen Angenendt: Viele Staaten haben zur Bekämpfung der Pandemie ihre Grenzen geschlossen, die Erteilung von Visa reduziert und die Aufnahme von Flüchtlingen ausgesetzt. Für eine Bilanz ist es noch zu früh, aber es ist jetzt schon klar, dass weniger Menschen gewandert sind. Diese Immobilisierung ist die sichtbarste Auswirkung der Covid-19-Pandemie.

Welche Entwicklung erwarten Sie?

Die Pandemie wirkt sich auf jede Wanderungsform unterschiedlich aus. Ich erwarte vier Trends: Erstens wird der Bedarf an Arbeitsmigranten zumindest für einige Zeit abnehmen, weil die Rezession die weltweite Nachfrage nach ihnen dämpft – mit Ausnahme einiger Mangelbereiche wie bei Gesundheits- und Pflegekräften oder Saisonarbeitern. Zweitens wird die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen weiter wachsen, weil die wirtschaftliche Not besonders die ärmsten Staaten trifft. So dürfte die Zahl der absolut Armen im Zuge der Pandemie zunehmen und damit aller Wahrscheinlichkeit nach auch Verteilungskämpfe und gewalttätige Konflikte. Drittens werden irreguläre Wanderungen zunehmen, weil viele Länder die legale Zuwanderung und die Flüchtlingsaufnahme gedrosselt haben. Und schließlich werden wegen der geschlossenen Grenzen die Binnenwanderungen umfangreicher werden. Menschen werden in ihrer Not ihre Heimatorte verlassen, aber in ihrem Land bleiben.

Weil sich die Menschen erst gar nicht auf den Weg in ein anderes Land machen?

Ja, weil sie wegen der schärferen Grenzkontrollen und wegen fehlender Mittel noch größere Schwierigkeiten haben werden, Grenzen zu überschreiten. In Zukunft werden zum Beispiel Gesundheitskontrollen zum festen Bestandteil von Wanderungen gehören, als Voraussetzung dafür, überhaupt in ein anderes Land einreisen zu können. Kein europäisches Land wird Migranten oder Flüchtlingen künftig ohne Gesundheitsnachweis die Einreise erlauben. Und es werden neue Kontrollverfahren entwickelt. Insgesamt gibt die Pandemie der Digitalisierung der Asyl- und Migrationspolitik einen Schub, von biometrischen Identifikationssystemen bis zur KI-gestützten Vernetzung von Datenbanken.

Über welchen Zeitraum sprechen wir?

Wanderungen lassen sich vor allem kurzfristig schwer prognostizieren, weil so viele Faktoren die Wanderungsentscheidungen beeinflussen. Ich würde aber erwarten, dass die beschriebenen Trends zumindest für die nächsten vier oder fünf Jahre gelten werden.

Was kann man aus dem Umgang mit der Covid-19-Pandemie für die Asyl- und Migrationspolitik lernen?

Die internationale und europäische Kooperation in der Pandemie hat mich wirklich überrascht. Die war bislang – mit einigen Ausnahmen – erstaunlich gut, gerade wenn man sich vor Augen führt, wie der Multilateralismus in den Trump-Jahren gelitten hat. Kooperation haben wir schon zu Beginn der Pandemie bei den medizinischen Geräten, dem Ausleihen von Personal und bei der Übernahme von Schwerkranken gesehen. Heute findet sie bei der Entwicklung und Verteilung von Impfstoffen statt. Zumindest in der Corona-Krise scheint die Einsicht gesiegt zu haben, dass man globale Herausforderungen nicht mit Kleinstaaterei bewältigen kann. Ich hoffe sehr, dass das auch auf die Asyl- und Migrationspolitik ausstrahlt, das wäre ja gerade in der EU bitter nötig.

Wie muss man sich das konkret vorstellen?

Einseitige Handlungen wie zum Beispiel Grenzschließungen wirken möglicherweise kurzfristig, sind aber wegen der internationalen Verflechtung keine Dauerlösung. Viele Herkunfts- und Zielländer  sind auf transnationale Lieferketten und Arbeitsmigration angewiesen, und grenzüberschreitende Mobilität wird zum Ausgleich unterschiedlicher Entwicklungsstände immer wichtiger. Solche globalen Entwicklungen brauchen mehr internationale Zusammenarbeit. Ob rechtliche Regelungen oder Unterstützungsleistungen für die Herkunfts- und Transitländer – nichts lässt sich mehr im nationalen Alleingang regeln. Dafür ist die Pandemie ein gutes Beispiel, etwa bei der Verteilung der Impfstoffe. Es geht um Kriterien, Verfahren und Prozesse.

Was sollten Europa und Deutschland tun?

Das aktuelle Migrations- und Asylpaket der EU ist sicher keine Patentlösung. Es ist im Moment aber der einzige konkrete Vorschlag, um doch noch zu einer gemeinsamen Politik zu kommen. Deutschland sollte sich deshalb für das Paket einsetzen, dabei aber darauf achten, das flüchtlings- und menschenrechtliche Standards eine zentrale Rolle spielen. Die sind kein Luxus, sondern die notwendige Bedingung für eine wirkungsvolle Asyl- und Migrationspolitik. Zweitens sollte sich die Bundesregierung für eine Unterstützung der Erstaufnahmeländer von Flüchtlingen einsetzen, wie etwa Libanon, Jordanien oder die Türkei. Die Fluchtsituationen dauern weltweit immer länger an und die Aufnahmeländer brauchen dringend Unterstützung. Drittens sollte sich Deutschland für funktionierende EU-Migrationspartnerschaften stark machen. Bislang waren gerade solche Partnerschaften zu stark auf Grenzkontrollen und zu wenig auf legale Migration und Mobilität ausgerichtet. Deshalb gab es in den Partnerländern auch wenig Bereitschaft, sie umzusetzen. Um das zu ändern, müssen die Partnerschaften auf einem fairen Interessenausgleich beruhen und darauf zielen, die Rechte von Migrantinnen und Migranten zu schützen und entwicklungspolitische Impulse zu setzen. Und viertens sollte sich die Bundesregierung noch stärker für die internationalen Prozesse zu Flucht und Migration engagieren. Da hat Deutschland in den vergangenen Jahren viel getan und gerade bei den globalen Pakten für Migration und Flüchtlinge eine wichtige Rolle gespielt. Hieran kann die Regierung anknüpfen und auch andere Staaten zur Umsetzung der Vereinbarungen und zur Unterstützung der internationalen Prozesse drängen.

Das Interview führte Çetin Demirci von der Online-Redaktion.

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Zur Corona-Krise: Leiter des Kölner Jugendamtes gibt Tipps für die Weihnachtstage

Unicef - 21. Dezember 2020 - 0:00
Wie ist das hinter uns liegende Corona-Jahr aus Sicht der Jugendämter gelaufen? Welche Ratschläge und Tipps haben wir für Familien, damit sie gut durch die nächsten Wochen und Monate kommen? All das haben wir Stephan Glaremin gefragt, den Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln.
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Unterstützung für die Weltgesundheitsorganisation

SWP - 21. Dezember 2020 - 0:00

Vor der Covid‑19-Pandemie galt die Europäische Union (EU) weder als Motor für globale Gesundheit noch als bedeutende Unterstützerin der Weltgesundheits­organisation (WHO). 2010 verabschiedete der Rat der EU Schlussfolgerungen zur Rolle der Union im Bereich globaler Gesundheit; sie gerieten in Vergessenheit und wurden nie umfassend umgesetzt. Da einige EU-Mitglied­staaten zu den besonders von der Pandemie betroffenen Ländern gehören, ist die EU verstärkt an multilateraler Zusammenarbeit auf dem Gebiet der globalen Gesundheit interessiert. Drei Dinge könnten dafür hilfreich sein: eine Auf­wertung ihres Status in der WHO, die Einrichtung eines Referats für globale Gesundheit im Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) sowie eine Überarbeitung der formellen Beziehungen zwischen EU und WHO.

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Wissenschaftliche Politikberatung in Zeiten der Pandemie

SWP - 21. Dezember 2020 - 0:00

 

 

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CPDE Report to the Public 2018-2019

CSO Partnership - 20. Dezember 2020 - 19:55

The CSO Partnership for Development Effectiveness presents the document version of our Report to the Public 2018-2019 which covers our engagements and activities from 2018-2019, which were supported by two complementary programmes, “Development Partnerships on People’s Realities and Realisation of their Rights,” and “Enhancing Civil Society Role in Development Partnerships Post-2015.”

Anchored on promoting partnerships to contribute to sustainable development, said programmes were completed in the period through the funding support of CPDE’s development partners European Commission and the Swedish International Development Cooperation Agency.#

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Kick off Meeting C20 2021. SAVE THE DATE!

#C20 18 - 18. Dezember 2020 - 19:54
CIVIL 20 KICK-OFF MEETING 25-27 January 2021 SAVE THE DATE   The Italian Civil 20 Organizing Committee is glad to announce that the C20 Kick-Off Meeting for civil society’s engagement during the Italian Presidency of the Group of 20 will be held virtually on January 25-27, 2021. The meeting is open to all civil society [...]
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18.12.2020 Entwicklungsminister Müller: "EU zeigt mit neuem Entwicklungsinstrument Handlungsfähigkeit."

BMZ - 18. Dezember 2020 - 18:00
Unter deutscher Ratspräsidentschaft konnte nach 14-monatigen Verhandlungen heute in Brüssel eine Einigung über das neue "Instrument für Nachbarschaft, Entwicklung und internationale Zusammenarbeit" (NDICI) erzielt werden. Damit stehen für den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen der EU von 2021 bis 2027 insgesamt 80 Milliarden Euro für die Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern und den Nachbarstaaten der EU zur Verfügung....
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The Populists
 and the Pandemic

DIE - 18. Dezember 2020 - 15:34

At first glance, it may seem that the coronavirus has dealt populist governments a blow. Yet a closer look reveals how many have managed to capitalize on the pandemic. And the causes of populism will if anything be further exacerbated by the crisis.

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UNICEF: „Das Licht am Ende des Tunnels muss für alle Kinder und Familien scheinen“

Unicef - 18. Dezember 2020 - 15:00
Unter der Voraussetzung, dass genügend Covid-19-Impfstoff zur Verfügung steht, könnte UNICEF im nächsten Jahr den Transport von voraussichtlich 850 Tonnen Covid-19-Impfstoffen pro Monat gewährleisten. 
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Was von der Biden-Regierung in der MENA-Region zu erwarten ist

DIE - 18. Dezember 2020 - 13:08

10 years after the onset of the Arabellion, one of the few positive outlooks is on Joe Biden’s presidency. A Biden/Harris administration offers potential for perhaps subtle but potentially catalytic changes for the MENA region. With the incoming administration, Germany and Europe will find a partner who is interested in addressing the root causes of conflict in the Middle East and North Africa (MENA) and in building more sustainable social contracts in the different countries after the current pandemic. Undoubtedly Biden will have to focus first on domestic challenges such as managing the effects of the Corona pandemic, dealing with a massive polarisation between the political camps, reviving growth, reducing the excessive influence of the arms lobby and repairing US diplomacy and development policy. In the MENA region, he will try to revise some of the decisions taken by President Trump. The controversial appointment of Reema Dodin, a Palestinian American, as part of his legislative affairs team that shapes presidential policies, alongside plans to repeal Trump’s “Muslim Ban” suggests the potential for bold new agendas – both domestically and with respect to the MENA region.

Challenges for peace and development have increased in the MENA region since the last change of power in the US four years ago. This is partly due to Trump’s refusal to deliver on foreign policy: he did nothing to mediate in conflicts (for example in Yemen, Libya, Syria) but frankly strengthened regional powers and tolerated their involvement in these conflicts and the violations of international law and human rights. Critically, Trump has not inspired MENA countries to nurture inclusive transitions towards more participatory and egalitarian social contracts.

The next US administration will follow a different strategy for MENA but it will probably not be able to engage too heavily in the region, making Europe’s enhanced engagement a welcome contribution to defusing conflict in that region. The Biden administration will be quite busy with the post-pandemic, social and economic reconstruction in its own country, even with continuing domestic political blockade by a presumably Republican Senate in Congress and already excessively high foreign debt. Hence, it will hardly be willing to commit itself financially or militarily in the MENA region beyond the current state of contribution. Pending on re-joining an improved Nuclear Deal with Iran (‘JCPOA+’), President-elect Biden is probably going to discontinue Trump’s ‘unsmart’ sanctions against Iran: Implicitly aiming at the collapse of the Ayatollah regime, the sanctions actually strengthen the hardliner group in Iran. In Iraq, Biden might continue to pursue innovative foreign policy approaches as he did before, under Obama, by promoting the devolution of power in Iraq into federal or even independent states: one for the Kurds in the North and one for the rest of the country. Such approaches have potentially valuable transferability for other countries damaged by external intervention, such as Libya. But his position on many other issues is not yet clear – he may well seek to reset relations with Saudi Arabia and backtrack on intervention in Yemen.

In view of the mandate from the electorate, a Biden administration will undoubtedly cause less harm in the region than the Trump era but it will not be able to undo all the damage done so far. In addition, it remains an open question if the US will be a partner for autocrats, reformers, or both. Biden will need to build a reliable, principled approach to working with allies, mending relationships and taking decisions in the interests of sustainable transformation for the region – at the heart of which lies inclusive and responsive social contracts. He will not, and, given domestic economic challenges, he cannot revert to policing the region as earlier presidents have done.

Bearing this analysis in mind, a new German government from autumn 2021 will need to step up in terms of foreign, alliance and development policy vis-à-vis the MENA region. Together with the EU, Germany is already the largest donor in efforts to stabilise the quagmire around the Syria crisis and in Iraq, and Germany is crucially pivoting to support more sustainable post-conflict orders in the region. Together with a more coherent EU Southern Neighbourhood policy, and an increasingly rules-based US policy, MENA region citizens my regain inspiration and resilience against malignant domestic and external powers. More crucially, the region may find formidable obstacles removed that better enable Arab Spring aspirations, now a decade on, to be realised.

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