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Globale Steuer: Der Teufel steckt im Detail

Baustellen der Globalisierung - 8. Juli 2021 - 12:13

Ein Gastkommentar von Joseph E. Stiglitz

 

Es scheint, dass die internationale Gemeinschaft auf eine von vielen als historisch bezeichnete Übereinkunft zur Festlegung eines globalen Mindeststeuersatzes für multinationale Konzerne zusteuert. Das wird auch Zeit – aber reicht womöglich nicht aus.

 

Im Rahmen der bestehenden Regeln können es Unternehmen vermeiden, ihren fairen Anteil an Steuern zu bezahlen, indem sie ihre Einnahmen in Niedrigsteuerländern verbuchen. In einigen Fällen haben sie – wenn der Gesetzgeber es ihnen nicht erlaubt, so zu tun, als ob ein ausreichend großer Teil ihrer Einkünfte seinen Ursprung in irgendeiner Steueroase hat – Teile ihres Unternehmens in derartige Länder verlagert.

 

Apple hat sich zum Sinnbild für Steuervermeidung entwickelt, indem es die Gewinne aus seinem Europageschäft in Irland verbucht und dann ein weiteres Steuerschlupfloch nutzt, um auch Irlands notorisch niedrigen Steuersatz von 12,5% größtenteils zu vermeiden. Doch ist Apple durchaus nicht das einzige Unternehmen, das den von uns geliebten Produkten zugrundeliegenden Einfallsreichtum zur Vermeidung von Steuern auf die Gewinne nutzt, die es durch Verkauf dieser Produkte an uns erzielt. Das Unternehmen behauptet zu Recht, dass es jeden Dollar Steuern zahle, den es zahlen muss; es nutzt lediglich die ihm durch das System gebotenen Vorteile vollumfänglich aus.

 

So gesehen ist eine Einigung über die Einrichtung eines globalen Mindeststeuersatzes von mindestens 15% ein wichtiger Fortschritt. Doch steckt der Teufel im Detail. Der aktuelle offizielle Durchschnittssatz ist beträchtlich höher. Es ist also möglich – und sogar wahrscheinlich –, dass sich dieser globale Mindestsatz zum Höchstsatz entwickeln wird. Eine Initiative, die als Versuch begann, die Multis zur Zahlung eines fairen Anteils an Steuern zu zwingen, könnte daher zu sehr begrenzten zusätzlichen Steuereinnahmen führen: viel weniger als den 240 Milliarden Dollar, die jährlich zu wenig bezahlt werden. Und einige Schätzungen legen nahe, dass auch die Entwicklungsländer und Schwellenmärkte nur einen kleinen Bruchteil dieser Einnahmen zu Gesicht bekommen würden.

 

Besonders problematisch ist bei den von der OECD vorgelegten Vorschlägen die erste Säule, bei der es um Besteuerungsrechte geht und die lediglich auf die allergrößten globalen Unternehmen Anwendung findet. Das alte System der Transferpreise war den Herausforderungen der Globalisierung des 21. Jahrhunderts eindeutig nicht gewachsen; die Multis hatten gelernt, wie sie das System manipulieren konnten, um ihre Gewinne in Niedrigsteuerländern zu verbuchen. Die USA verfolgen aus diesem Grund einen Ansatz, bei dem die Gewinne den US-Bundesstaaten gemäß einer Formel zugeordnet werden, die Umsatz, Beschäftigung und Kapital berücksichtigt…

 

… den vollständigen Kommentar finden Sie >>> hier.

 

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08. Juli 2021

ONE - 8. Juli 2021 - 12:11
1. Dritte Welle in Namibia

Mehrere Medien, darunter Zeit Online, die Süddeutsche Zeitung, T-online und das Ärzteblatt, thematisieren heute die dritte Corona-Welle in Namibia. Das Land verzeichne die vierthöchste Corona-Inzidenz weltweit. Gestern habe deswegen das größte Frachtflugzeug der Welt vom Flughafen Leipzig/Halle aus Hilfsgüter zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nach Namibia gebracht. Der erste von drei Hilfsflügen aus Deutschland werde heute Mittag in der Hauptstadt Wind­huk erwartet. Die namibische Regierung hatte sich angesichts eines dramatischen Anstiegs der COVID-19-Infektionen mit einem Hilferuf an die internationale Gemeinschaft gewandt. Seit vergangener Woche seien Erstimpfungen nicht mehr möglich, weil die Impfstoffvorräte ausgegangen seien. Namibia sei zu arm, um selbst flächendeckend zu impfen, gelte aber als zu reich, um von Spenden der internationalen Impfinitiative COVAX zu profitieren. Vor allem die Armen treffe die Krise hart – das könne auch Folgen für den andauernden Völkermord-Streit mit Deutschland haben, so Paul Starzmann im Tagesspiegel

2. Chinas Afrika-Strategie

In einem Gastkommentar im Handelsblatt und im Tagesspiegel, thematisiert Günther H. Oettinger Europas und Chinas Strategie in Afrika. Der afrikanische Kontinent gerate immer stärker unter chinesische Kontrolle. Auch die Corona-Pandemie stärke China geopolitisch: Während sich die reichen Industrieländer 70 Prozent aller verfügbaren Impfdosen gesichert haben, teile China den eigenen Impfstoff mit der Welt. Ein weiterer Unterschied: Peking betrachte Afrika nicht als Problem- sondern als Chancenkontinent. Chinas Strategie könne womöglich die Machtverhältnisse in allen afrikanischen Ländern verschieben. Auch Friederike Böge schreibt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wie Europa von Chinas Ansatz in Armutsbekämpfung in Afrika oder dem Projekt Neue Seidenstraße lernen kann. 

3. Steigende Lebensmittelpreise & Inflationsraten

Das Handelsblatt berichtet, wie Lebensmittelpreise in Schwellen- und Entwicklungsländern rasant teurer werden. Der Lebensmittelpreisindex der Vereinten Nationen sei im Mai auf den höchsten Stand seit fast einem Jahrzehnt gestiegen. Die Preissteigerungen treffen Länder ohne sozialen Schutz besonders hart. In Nigeria beispielsweise, wo die Hälfte der Menschen arbeitslos oder unterbeschäftigt sind, sei die Teuerungsrate für Lebensmittel auf den höchsten Stand seit 20 Jahren gestiegen. Die Inflation bei Nahrungsmitteln betrage fast 25 Prozent. Gleichzeitig wird im Stern die Inflationsrate der Währung in Simbabwe thematisiert – dort habe die Zentralbank die Einführung einer neuen 50-Dollar-Banknote angekündigt, der wertvollste Schein des Landes. Doch die Einwohner*innen können sich damit noch nicht einmal einen Laib Brot kaufen. Umgerechnet sind die 50 Simbabwe-Dollar rund 50 Euro-Cent wert.

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Bangladesch und der Klimawandel

EINEWELTblabla - 8. Juli 2021 - 11:05

Die Auswirkungen des Klimawandels werden immer spürbarer. In Kanada und den USA zerstören gerade Waldbrände ganze Städte und Rekordtemperaturen von 49,5 Grad in British Colombia führten vermutlich zum Hitzetod mehrerer Menschen. Gleichzeitig schmilzt die Arktis – und das sogar noch viel schneller als erwartet. Bereits 2035 wird die Arktis Experten zufolge im Sommer komplett eisfrei sein. Auch viele Länder Asiens sind schon jetzt massiv vom Klimawandel betroffen, darunter vor allem die Küstenregionen. Heute wollen wir deswegen Bangladesch genauer in den Blick nehmen und schauen, was für Auswirkungen der Klimawandel dort auf die Menschen und die Natur hat.

Das Land Bangladesch

Mit einer Bevölkerung von rund 161 Millionen zählt Bangladesch trotz vieler Entwicklungsfortschritte zu den ärmsten Ländern in Südasien. Ähnlich wie in Indien gibt es auch hier eine große Schere zwischen Arm und Reich, eine Mittelschicht ist so gut wie nicht vorhanden. 43 Prozent der Bevölkerung hat weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag zur Verfügung und ein Drittel lebt sogar unter der nationalen Armutsgrenze. Die Wirtschaft ist jedoch in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen, was nicht zuletzt an der enormen Bedeutung der Textilindustrie liegt (was es jedoch auch dort für enorme Probleme gibt, könnt ihr in unserem Blogbeitrag über die Textilbranche in Bangladesch nachlesen).

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur und die Menschen in Bangladesch

Bangladesch wurde in den letzten Jahren von den Folgen des Klimawandels besonders hart getroffen. Und das, obwohl die Menschen dort lediglich einen Pro-Kopf-Ausstoß an CO2 von 0,5 Tonnen pro Jahr haben. Zum Vergleich: in Westeuropa beträgt der jährliche Pro-Kopf-Ausstoß 15 Tonnen, in den USA sogar 20 Tonnen. Und dennoch beeinflusst der Klimawandel das Land in weitaus höherem Maße als die USA oder Europa. Doch warum ist das eigentlich so?

Ein großer Faktor ist die Lage Bangladeschs nur knapp über dem Meeresspiegel. Da dieser durch das wärmere Klima und das Schmelzen der Arktis jedoch immer mehr ansteigt, ist der Großteil der Küstenregionen im Süden bedroht. In immer kürzeren Abständen treffen Zyklone auf die Küste und zerstören die Lebensgrundlage tausender Menschen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Bangladeschs lebt von der Landwirtschaft. Überschwemmungen und Monsunregen zerstören jedoch ständig wieder die Ernten und Felder der Menschen.

Deswegen sehen sich immer mehr Menschen gezwungen, ins Landesinnere zu flüchten und dort neue Arbeit zu suchen. Dabei zieht es sie vor allem in die Hauptstadt Dhaka, die mit einer Bevölkerung von 14 Millionen eh schon aus allen Nähten platzt. Schätzungen zufolge kommen dort täglich bis zu 2000 Binnenmigrantinnen und –migranten an, die in der Textilbranche oder auf der Baustelle Arbeit suchen. Einer dieser Menschen ist Jahangir Alam, ein ehemaliger Fischer. In einem Interview mit Qantara erzählt er: „Vor zwanzig Jahren habe ich mein erstes Haus verloren, damals habe ich als Fischer gearbeitet. Dann, drei Jahre später, hat der Fluss mein zweites Haus weggespült, und vor sieben Monaten schließlich mein drittes… Wir wollten dieses Opfer nicht auf uns nehmen, wir wollten auf unserer Insel bleiben.“

Möchtest du noch mehr über die Auswirkungen des Klimawandels auf Bangladesch erfahren? In einem Artikel von Qantara gibt es die komplette Geschichte von Jahangir Alam, dem ehemaligen Fischer. In einem Artikel von bpb gibt es weitere aufschlussreiche Informationen über das Land Bangladesch.

Wusstet ihr, dass Bangladesch so enorm vom Klimawandel betroffen ist? Und meint ihr, dass diese Entwicklungen überhaupt noch aufzuhalten sind?

-Leah-

Das Beitragsbild stammt von Hasib Matiur auf Unsplash.com und zeigt Dhaka, Bangladesch.

Der Beitrag Bangladesch und der Klimawandel erschien zuerst auf EineWeltBlaBla.

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Russlands Einflussmacht im Kaukasus

SWP - 8. Juli 2021 - 2:00

Im zweiten Karabach-Krieg vom Herbst 2020 vermittelte Russland einen Waffenstillstand und erweiterte seine militärische Präsenz im Südkaukasus, indem es eine Friedenstruppe im restlichen Berg-Karabach stationierte. In diesem Krieg hatten aserbaidschanische Streitkräfte die Südprovinz Karabachs und die zuvor von armenischen Truppen kontrollierten Territorien in dessen Umgebung eingenommen. Laut internationalen Beobachtern hat die Dominanz Russlands und der Türkei bewirkt, dass sich die geopolitischen Koordinaten im Kaukasus auf Kosten westlicher und globaler Akteure verlagerten. In Moskaus Perspektive besteht der Kaukasus aus Russlands Föderationssubjekten im Nordteil und seinem »nahen Ausland« im Südteil der Region. Für seine Politik im Südkaukasus nutzte der Kreml ungelöste Territorialkonflikte als machtpolitische Hebel. Mit seiner Unterstützung für die von Georgien abtrünnigen Landesteile Abchasien und Südossetien will Moskau das am stärksten nach Westen ausgerichtete »nahe Ausland« bestrafen. Im Karabach-Konflikt dagegen war Russland trotz enger sicherheitspolitischer Verbindung mit Armenien auf Neutralität bedacht und stellte sich nicht grundsätzlich gegen west­liche Konfliktmediatoren im Verhandlungsrahmen der OSZE. Russlands Ordnungsmacht im Südkaukasus wird durch die enge mili­tärische Allianz der Türkei mit Aserbaidschan eingeschränkt. Auch Iran tritt verstärkt als Akteur in der Region auf. Das geopolitische Gewicht dort verschiebt sich zu den historischen Regional- und Großmächten. Globale und westliche Akteure sind aber noch nicht aus der Region ver­bannt. Der Karabach-Konflikt bleibt im Brennpunkt internationaler Politik. Das wurde sechs Monate nach Kriegsende offenbar, als die Grenzkonflikte zwischen Armenien und Aserbaidschan sich im Mai 2021 erneut zuspitzten.

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Kommunen erklären Einsatz für 17 Ziele

Engagement Global Presse - 7. Juli 2021 - 16:31
Auch die Kommunen können zur Erreichung der 17 Ziele beitragen. Foto: Janine Schmitz

Heute wurde der „Bonn-Pakt Agenda 2030 kommunal“ veröffentlicht, in dem sich viele deutsche Städte, Landkreise und Gemeinden zum nachhaltigen Handeln und den 17 SDGs (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen bekennen. Das ambitionierte Ziel des Pakts: „Wir streben an, dass 90 Prozent der Menschen in Deutschland bis 2030 in einer ‚Agenda-2030-Kommune‘ leben“, so David Linse, Fachbereichsleiter für Internationales, Europa und Protokoll der Stadt Mannheim und Vorsitzender des Programmbeirats der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW). Die Zahl der Städte und Gemeinden, die sich aktiv für die Umsetzung der SDGs in Projekten der SEKW einsetzen, soll konkret auf 2030 Stück steigen.

Der „Bonn-Pakt Agenda 2030 kommunal“ wurde in einem partizipativen Prozess parallel zur Bundeskonferenz der kommunalen Entwicklungspolitik in Bonn (Buko) vom 14. bis 16. Juni 2021 ausgearbeitet. Alle teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen konnten im Rahmen von Workshops und mittels Einsendungen den Pakt mitgestalten. Dabei wurden nicht nur Themen, sondern auch konkrete Vorschläge erarbeitet, wie man globalen Herausforderungen kommunalpolitisch begegnen will. „Für die Erreichung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele sind wir Kommunen zentrale Mitgestalter. Gemeinsam sind wir bereit, eine Vorreiterrolle auf der Zielgeraden der SDGs einzunehmen. Dabei spielen strategische Kooperationen mit Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen und Wirtschaft eine wichtige Rolle“, betont Katja Dörner, Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn und Mitgastgeberin der Buko.

Der Bonn-Pakt wurde stellvertretend für die beteiligten Kommunen von David Linse an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) übergeben. Das Dokument erscheint in einer wichtigen politischen Phase, denn in Kürze wird es nicht nur eine neue Bundesregierung, sondern auch eine neue Spitze im zuständigen Ministerium geben. „Ich hoffe, dass das BMZ das Papier bei den derzeit laufenden Strategieprozessen berücksichtigt. Wenn es gut läuft, wird es in Zukunft auch neue Programme und Maßnahmen für die Kommunen geben, die sich aus diesem Pakt ableiten“, so Linse.

Der „Bonn-Pakt Agenda 2030 kommunal“ sowie ein Hintergrund-Interview mit David Linse stehen auf der Website der SKEW zur Verfügung.

Die SKEW ist ein Fachbereich von Engagement Global. Sie ist das Kompetenzzentrum für kommunale Entwicklungspolitik in Deutschland. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung steht sie den Kommunen seit 2001 als Service- und Beratungseinrichtung zur Verfügung. Die Servicestelle berät, fördert und informiert zu ihren Zukunftsthemen: Global Nachhaltige Kommune (GNK), Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene, fairer Handel und faire Beschaffung, kommunale Partnerschaften und internationale entwicklungspolitische Kommunalbeziehungen.

Die Agenda 2030 wurde von den Vereinten Nationen im Jahr 2015 verabschiedet und stellt ein Rahmenwerk für nachhaltige Entwicklung dar. Die Agenda formuliert 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die jeweils ökonomische, soziale und technologische Aspekte ansprechen.

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G20 ministerial meetings: high-time for development and finance ministers to work hand in hand for a sustainable global recovery

DIE - 7. Juli 2021 - 16:02

On 29 June, G20 Ministers responsible for development policy convened for the first time under the Italian Presidency. The meeting saw the adoption of a detailed and ambitious policy communique that in addition to prompting international action is also expected to further inform the deliberations of other G20 ‘tracks’ that may affect developing countries. It seems particularly strategic to us that the meeting of Finance Ministers at the end of this week in Venice picks up and further develops on these commitments.

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COVID-19: solidarity as counter-narrative to crisis capitalism

EADI Debating Development Research - 7. Juli 2021 - 15:41
By Christiane Kliemann | EADI/ISS Blog Series The absence of serious measures to protect citizens from the COVID-19 virus in countries such as India and Brazil, as well as vaccine grabbing by countries in the Global North, have created much avoidable suffering, mainly, but not only, in the Global South. Nearly a year and a half …
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Optimising carbon taxation: tax energy sources, not sectors, and be consistent

DIE - 7. Juli 2021 - 12:42

Many governments consider carbon taxation an efficient tool to reduce carbon emissions, but it can negatively affect welfare in terms of emission reductions versus reductions in output. So, how can carbon taxes be best introduced? In a new study using evidence from Mexico, we show that when governments cannot select the most optimal policy –simply taxing some energy sources but not others – this may have substantial implications on how emissions and output, and eventually welfare, are affected.

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07. Juli 2021

ONE - 7. Juli 2021 - 10:57
1. Rückschritte bei der Agenda 2030

Joachim Wille thematisiert in der Frankfurter Rundschau, wie die Corona-Pandemie die Bemühungen, die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDG) bis 2030 zu erreichen, stark zurückgeworfen hat. Das zeige ein offizieller UN-Bericht, der gestern veröffentlicht wurde. So seien rund 120 Millionen Menschen in die Armut zurückgedrängt worden, 255 Millionen Arbeitsplätzen verloren gegangen und die Zahl der Hungernden habe sich um 83 bis 132 Millionen erhöht. Die Rückschritte in der Bekämpfung von Hunger auf der Welt thematisiert auch Matthias Koch im Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Pandemie mache Nahrung teurer denn je und das Corona-Virus sei zum “Hungervirus” mutiert, so Marlehn Thieme, Chefin der Welthungerhilfe. Doch auch die Auswirkungen des Klimawandels seien verheerend. Besonders alarmierend sei die Situation im Inselstaat Madagaskar, wo viele Menschen die fünfte Stufe der Nahrungsmittelknappheit, den baldigen Hungertod, erreicht haben. 

2. Spannungen in und um Äthiopien

Wie der Deutschlandfunk, Yahoo Nachrichten und der Tägliche Anzeiger Holzminden berichten, hat Äthiopien nach ägyptischen Angaben erneut das Becken des umstrittenen Staudamms am Blauen Nil geflutet. Das zuständige ägyptische Ministerium erklärte, das Auffüllen des Staubeckens sei ein schwerwiegender Verstoß gegen internationale Regeln und bedrohe die Sicherheit und den Frieden in der Region. Nun befasse sich der UNO-Sicherheitsrat mit dem Thema. Die tunesische Delegation habe einen entsprechenden Entwurf eingereicht. Demnach soll die Regierung in Addis Abeba aufgefordert werden, das Befüllen des Staubeckens einzustellen. Über die Spannungen innerhalb Äthiopiens berichtet Elona Evelins in der Tageszeitung (taz). Mit dem einst als Hoffnungsträger geltende Präsident Abiy Ahmed entluden sich lang unterdrückte Spannungen. Im ganzen Land sei es zu ethnischen Zusammenstößen und Angriffen gekommen, besonders gegen die tigrayische Bevölkerungsgruppe. 

3. Bundeswehr führt EU-Mission in Mali

Wie Tagesschau.de, das Redaktionsnetzwerk Deutschland und die Deutsche Welle melden, übernimmt die Bundeswehr ab heute wieder die Kommando der Ausbildungsmission “EUTM Mali“. Von den 950 Soldat*innen in der EU-Mission habe Deutschland derzeit rund 110 Männer und Frauen im Einsatz. Gleichzeitig fordere Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer eine Schärfung der Ziele der Mali-Einsätze, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland und der Deutschlandfunk scheiben. Nötig sei eine Debatte darüber, was die internationale Gemeinschaft in der Sahelzone realistischerweise erreichen könne, so die CDU-Politikerin. Darüber hinaus berichten RP-Online und der Deutschlandfunk, dass nach dem Bombenanschlag auf deutsche Soldat*innen in Mali die Bundeswehr nun ein im Internet verbreitetes Bekennerschreiben der islamistischen Terrorgruppe JNIM prüft.

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5 Fragen – 5 Antworten zur Weltbevölkerung

DSW - 7. Juli 2021 - 10:00

Am 11. Juli ist Weltbevölkerungstag. Hier beantworten wir einige wichtige Fragen rund um das Thema Weltbevölkerung.

1. Wie viele Menschen leben heute auf der Welt?

Zum Weltbevölkerungstag 2021 leben 7,88 Milliarden Menschen auf der Welt – und es werden mehr. Während der Zeit, in der Sie diese Zeilen lesen, sind 68 Kinder geboren worden und 27 Menschen gestorben. Die Weltbevölkerung ist somit um 41 Menschen gewachsen. Besonders stark wächst die Weltbevölkerung in Afrika südlich der Sahara, der ärmsten Region der Erde. Mitte des Jahrhunderts werden dort mit rund 2,1 Milliarden Menschen voraussichtlich fast doppelt so viele leben wie heute.

Die historische Entwicklung der Weltbevölkerung: Der Anstieg der Weltbevölkerung erfolgte vor allem ab Mitte des 20. Jahrhunderts.

 

In China leben aktuell die meisten Menschen, nämlich 1,44 Milliarden. Die Entwicklung der Weltbevölkerung ist eng mit besonders bevölkerungsreichen Ländern verknüpft. Bis zum Jahr 2100 werden die Bevölkerungen von Indien, den USA, Indonesien, Pakistan, Brasilien und Nigeria um etwa 900 Millionen Menschen wachsen. Davon gehen die Vereinten Nationen in ihren aktuellen Vorausberechnungen aus. China ist dabei ein Sonderfall. Hier gehen die Vereinten Nationen von einem Rückgang auf 1,06 Milliarden Menschen im Jahr 2100 aus. Um das Jahr 2027 wird deshalb Indien China als bevölkerungsreichstes Land ablösen.

Diese Infografik zeigt die Verteilung der Weltbevölkerung nach Kontinenten anhand von 100 Menschen.

2. Warum wächst die Weltbevölkerung?

Das hohe Bevölkerungswachstum eines Landes geht zu einem großen Teil auf unbeabsichtigte Schwangerschaften zurück – weil Frauen und Mädchen nur mangelnden Zugang zu Familienplanung, Aufklärung und Gesundheitsdiensten haben. Gerade Frauen, die in ländlichen Regionen von Entwicklungsländern leben, bekommen häufig mehr Kinder, als sie sich wünschen.  Auch wenn Jungen und Männer bei Verhütungsfragen dieselbe Verantwortung tragen müssen, wird die Versorgung mit Verhütungsmitteln in internationalen Studien vor allem an Mädchen und Frauen gemessen. Der Grund: Frauen sind diejenigen, die schwanger werden und ihre eigene Vorstellung bezüglich der Kinderzahl oftmals nicht selbst bestimmen können. In unseren Projekten in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda klären wir Mädchen und junge Frauen genauso wie Jungen und junge Männer über Sexualität und ihre Rechte auf.

Rund 214 Millionen Frauen in Entwicklungsländern würden gern verhüten, haben dazu aber keine Möglichkeit. Deshalb sind 43 Prozent aller Schwangerschaften in diesen Ländern ungewollt! Neben ungewollten Schwangerschaften wirken sich auch der Wunsch nach mehr als zwei Kindern pro Paar und der hohe Anteil an jungen Menschen, die noch ins reproduktive Alter kommen, auf die Bevölkerungsentwicklung aus. Warum die Bevölkerung wächst, zeigt unser Animationsfilm:

3. Leben mehr Männer oder mehr Frauen auf der Welt?

Der Anteil von Frauen und Männern an der Weltbevölkerung ist ungefähr gleich. Als die Vereinten Nationen Mitte 2019 die neuen Zahlen zur Entwicklung der Weltbevölkerung veröffentlichten, lebten insgesamt 7,71 Milliarden Menschen auf der Erde, davon 3,82 Milliarden Frauen und 3,89 Milliarden Männer.

4. Gibt es mehr junge oder mehr alte Menschen auf der Erde?

Die Weltbevölkerung ist jung – derzeit wächst die größte Jugendgeneration aller Zeiten heran. Von den 7,88 Milliarden Menschen, die aktuell auf der Welt leben ist etwa ein Viertel (25,3 Prozent) jünger als 15 Jahre. In Zahlen sind das 1,99 Milliarden, also rund zweieinhalb mal so viele Menschen, wie in ganz Europa leben. Die Welt insgesamt altert: Heute ist rund jede zehnte Person älter als 65 Jahre. Im Jahr 2050 wird es jede sechste (16 Prozent) sein. Und in Europa, der Region mit der ältesten Bevölkerung, voraussichtlich sogar jede vierte. Hier liegt das Medianalter schon heute bei 42 Jahren. Die meisten Kinder und Jugendlichen wachsen in Entwicklungsländern auf – oft unter schwierigen Bedingungen. Damit sie ihr Potenzial voll entfalten können und zur Entwicklung ihrer Länder beitragen können, brauchen sie Zugang zu Aufklärung, Bildung und Gesundheitsdiensten.

5. Wird die Weltbevölkerung immer weiter wachsen?

Vermutlich nicht. Tatsächlich hat das Wachstum der Weltbevölkerung bereits abgenommen. Demograf*innen der Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung um das Jahr 2100 ihr Maximum von etwa 11 Milliarden Menschen erreichen wird. Andere Forschungsgruppen, wie zum Beispiel die Wissenschaftler*innen um Lutz Wittgenstein setzen das Maximum bei etwa 10 Milliarden Menschen um das Jahr 1970 ein. So unterschiedlich die Vorausberechnungen sein mögen. Im Ergebnis, dass weitere Fortschritte bei der freiwilligen Familienplanung, bei der Gesundheitsversorgung, beim Zugang zu Bildung und der Stärkung von Frauen und Mädchen notwendig sind, sind sich sich die Forschenden einig. Dazu muss zwingend in diese Bereiche investiert werden.

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 10.07.2015 und wird laufend aktualisiert.

Der Beitrag 5 Fragen – 5 Antworten zur Weltbevölkerung erschien zuerst auf DSW.

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Bewässerung mit Luftfeuchtigkeit? Ein super saugfähiges Gel könnte von Dürre geplagten Landwirt*innen helfen

reset - 7. Juli 2021 - 6:09
Ein neuartiges Gel kann Wasser aus der Luftfeuchtigkeit aufnehmen und könnte Landwirt*innen helfen, die mit den Auswirkungen von Trockenheit zu kämpfen haben.
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A global review of ecological fiscal transfers

DIE - 6. Juli 2021 - 14:51

Ecological fiscal transfers (EFT) transfer public revenue between governments within a country based on ecological indicators. EFT can compensate subnational governments for the costs of conserving ecosystems and in principle can incentivize greater ecological conservation. We review established EFT in Brazil, Portugal, France, China and India, and emerging or proposed EFT in ten more countries. We analyse common themes related to EFT emergence, design and effects. EFT have grown rapidly from US$0.35 billion yr−1 in 2007 to US$23 billion yr−1 in 2020. We discuss the scope of opportunity to expand EFT to other countries by ‘greening’ intergovernmental fiscal transfers.

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Mobilisierung der Wirtschaft für globale Nachhaltigkeit

Engagement Global - 6. Juli 2021 - 13:15
Mit einem moderierten Gespräch der Expertinnen und Experten am Mittwochabend endeten die Koblenzer Werkstatttage. Foto: Engagement Global

Wie Unternehmen erfolgreich geführt und gleichzeitig globale Nachhaltigkeitsziele im Auge behalten werden, zeigten die Koblenzer Werkstatttage „Wirtschaften mit globaler Verantwortung“ mit vier digitalen Workshops und einer hybriden Abendveranstaltung. Sie wurden am 29. und 30. Juni 2021 von der Außenstelle Mainz von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD), in Kooperation mit dem ISSO Institut Koblenz durchgeführt.

Vier digitale Workshops – für Wirtschaft mit Nachhaltigkeit

Im ersten Workshop am Dienstagvormittag verdeutlichte Mathias Brandt von der IHK Koblenz, wie mit Kommunikation und Kooperationen Brücken geschlagen werden können zwischen privatwirtschaftlichen Investitionen und den Zielen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Auch staatliche Stellen beteiligen sich. Prof. Dr. Clemens Wollny von der TH Bingen zeigte dies an dem Beispiel einer Machbarkeitsstudie zu einer Kompostierungsanlage in Kigali, Ruanda, die von der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) finanziert wurde. Mit dem „SDG Compass“ präsentierte Doreen Hermann von CQC Consult im zweiten Workshop am Nachmittag ein Werkzeug für Firmen, mit dem aus den Sustainable Development Goals (SDG) konkrete Maßnahmen abgeleitet werden können.

„Jetzt stellen sich die Weichen für viele Unternehmen, ob sie in zehn oder 20 Jahren noch dieselben Marktanteile haben werden wie heute. Für ein verantwortungsvolles Handeln ist die Verankerung der Sorgfaltsprozesse sinnvoll und als langfristige Investition zu sehen“, machte Erik Wessels vom Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte im Workshop „Global verantwortlich in Rheinland-Pfalz. Menschenrechtliche Sorgfaltsprozesse im Unternehmen verankern“ am Mittwochvormittag deutlich. Carolin Seeger, ebenfalls Expertin beim Helpdesk, nahm den Teilnehmenden die Sorge vor komplizierten Verfahren: „Man fängt nie bei null an. Es gibt immer schon bestehende Prozesse, auf die aufgebaut werden kann.“

Im vierten Workshop gab Prof. Dr. Nadine Kammerlander von der WHU in Vallendar am Nachmittag Impulse zum „Verantwortungsvollen Wirtschaften eines jeden Einzelnen – mit Konsequenzen in alle Richtungen“. Im Workshop wurden drei zentrale Thesen erarbeitet: Der Mensch müsse im Mittelpunkt wirtschaftlicher Aktivitäten stehen, Akteure aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft gelte es zu vernetzen sowie das Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele ernsthaft zu verfolgen.

Hybrider Abschluss – mit Keynote und Expertengespräch

Während der hybriden Abendveranstaltung zum Abschluss der Werkstatttage erläuterte auch Prof. Christian Berg in seiner Keynote „Global nachhaltige Wirtschaften – Verantwortung und Chance zugleich“, dass es zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele keine punktuellen Lösungen gebe. Vielmehr müsse systemisch gedacht, Zielkonflikte vermieden und Synergien genutzt werden.

Im Gespräch mit Moderatorin Ulrike Nehrbaß gefragt nach konkreten Maßnahmen sollte er je Wirtschaftsminister werden, würde Berg eine Erhöhung des CO2-Preises durchsetzen und sich für mehr Transparenz stark machen. Obwohl Berg mehrfach auf die Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen hinwies, betonte er auch, dass ein integrativer Ansatz und globale wirtschaftliche Rahmenbedingungen nötig seien.

Die Abendveranstaltung wurde live übertragen und kann weiterhin online abgerufen werden.

Das Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) will Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen motivieren und zu eigenem Engagement für eine nachhaltigere Welt ermutigen. Mit unterschiedlichen Formaten bringt EBD einer breiten Öffentlichkeit oder ausgewählten Zielgruppe entwicklungspolitische Themen nahe – bundesweit durch die sechs Außenstellen von Engagement Global.

Weitere Informationen
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06. Juli 2021

ONE - 6. Juli 2021 - 11:37
1. Erneut über 100 Schüler in Nigeria entführt

Mehrere Medien, darunter Zeit Online, Tageszeitung (taz), Tagesschau.de, der Deutschlandfunk und die Deutsche Welle berichten, dass in Nigeria bewaffnete Angreifer erneut bis zu 140 Schulkinder entführt haben. Die Attacke ereignete sich auf ein Internat im Bundesstaat Kaduna. Rund 25 Kindern der Bethel Baptist High School sei die Flucht gelungen. In Nigeria werden immer wieder Kinder und Jugendliche aus Schulen entführt, um Lösegeld zu erpressen. Dies sei bereits der zehnte Angriff mit Massenentführungen seit Dezember im Nordosten des Landes. In Kaduna habe es allein in den vergangenen drei Tagen drei Großangriffe gegeben, darunter am Sonntag auf ein Krankenhaus.

2. Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Afrika

Die Tageszeitung (taz), Stern.de, Arte.tv und der Deutschlandfunk melden, dass in Afrika in der vergangenen Woche eine Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen registriert worden ist. Zwischen Montag und Sonntag wurden auf dem Kontinent täglich mehr als 36.000 Neuinfektionen nachgewiesen, wie eine AFP-Zählung auf der Grundlage von Behördenangaben ergab. Am schwersten betroffen sei Südafrika, wo sich die Delta-Variante des Coronavirus derzeit stark ausbreite. Der Kampf gegen die Pandemie werde in Afrika durch den Mangel an Corona-Impfstoffen erschwert. Darüber hinaus thematisiert Dominic Johnson in der Tageszeitung (taz), wie die Bundesregierung auf die Forderungen Namibias nach  Hilfe gegen die aktuelle Covid-19-Welle reagiert: Die Bundesregierung schicke Schutzmasken, geforderte Impfdosen bleiben jedoch aus.

3. Merkel, Macron und Xi beraten über Afrika-Kooperation

Kanzlerin Angela Merkel hat sich offen für internationale Kooperationen gemeinsam mit China zur Entwicklung des afrikanischen Kontinents gezeigt. Das schreiben das Handelsblatt und Finanztreff.de. Sie sehe es erstmal positiv, dass die chinesische Seite bereit sei, bei tri- oder multilateralen Projekten in Afrika zusammenzuarbeiten, sagte Merkel am Montag in Berlin nach einer gemeinsamen Videokonferenz mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und dem französischen Präsident Emmanuel Macron. Xi hatte eine gemeinsame Plattform mit Deutschland, Frankreich und anderen Ländern zur Entwicklung des afrikanischen Kontinents ins Gespräch gebracht. Merkel verwies auf die 2017 unter der deutschen G20-Präsidentschaft ins Leben gerufene Initiative “Compact with Africa” als guter Anknüpfungspunkt für China, sich einzubringen.

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Überbrückungshilfe in Übersee

Welthungerhilfe - 6. Juli 2021 - 11:12
Während Unternehmen in Deutschland in der Corona-Pandemie staatliche Hilfen beantragen können, haben kleine Betriebe in armen Ländern von heute auf morgen ihre Existenzgrundlage verloren und können nicht auf „Überbrückungshilfe“ zählen. Hier springt das Entwicklungsministerium (BMZ) ein und unterstützt nachhaltig produzierende kleinbäuerliche Betriebe, um in der Corona-Krise Jobs zu erhalten. Darunter sind auch Kakao-Bäuer*innen in Sierra Leone, die die Welthungerhilfe unterstützt.
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Südsudan: 300.000 Kinder von schwerer Mangelernährung bedroht

Unicef - 6. Juli 2021 - 2:01
Zehn Jahre nach seiner Gründung erlebt der Südsudan laut UNICEF die schlimmste humanitäre Krise seit seiner Unabhängigkeit. Im jüngsten Staat der Welt benötigen derzeit 8,3 Millionen Menschen humanitäre Hilfe – das sind zwei Drittel der Gesamtbevölkerung. Mehr als die Hälfte davon – 4,5 Millionen – sind Kinder.
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Making Sense of the Contested Biden‑Putin Summit

SWP - 6. Juli 2021 - 2:00

The Biden-Putin summit in June 2021 has brought more questions than answers. It was a highly debated move – particularly in the United States – ever since the possi­bility of the event was announced in April. The outcomes of the high-profile bilateral meeting are still elusive. Despite these, the summit offered a few valuable insights on United States-Russia bilateral relations as well as on how the two countries seem to per­ceive each other. Among them, Russia views strategic stability to be of key im­portance for its ability to influence world affairs. The biggest concerns of the United States include cybersecurity and reducing Russia’s disruptive behaviour, which in­stru­mentalises instability in conflicts around the world. The revelations following the summit serve as useful signals but offer few reasons for optimism with regard to the United States and Russia engaging on a solid common agenda, and more likely for them to continue pursuing opposing interests.

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WTO reform: the role of the G20

DIE - 5. Juli 2021 - 23:17

Discussions on the reform of the World Trade Organization (WTO) have intensified over the last few years, and the often uncoordinated trade-policy responses to the Covid-19 pandemic further highlight the need to strengthen multilateral trade cooperation. The chapter discusses which roles the G20 can play in the increasingly dynamic and overlapping discussions on reform-ing the WTO – not least in the light of the fact that the group’s members have been actively submitting multiple proposals for WTO reform.

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GESETZE FÜR NACHHALTIGKEIT

#2030Agenda.de - 5. Juli 2021 - 22:48

Sechs Jahre nach der Verabschiedung der Agenda 2030 mit ihren Sustainable Development Goals (SDGs) zeigt sich, dass die Umsetzung in Deutschland weiterhin vor großen Hürden steht.

Ein Kernproblem ist und bleibt ihre Unverbindlichkeit. Mit der SDG-Aktionsdekade, die der UN-Generalsekretär für die nächsten 10 Jahre ausgerufen hat, muss nun auch die Verbindlichkeitsdekade beginnen.

Mit dieser Publikation werden deswegen Vorschläge für Gesetze vorgestellt, die der Bundestag in der 20. Legislaturperiode erarbeiten und verabschieden kann.

Die Vorschläge sind ein Angebot, aber auch eine Checkliste für das Ambitionsniveau, das der Bundestag und die Regierung an den Tag legen. Denn Untätigkeit und Unverbindlichkeit wollen und können wir nicht mehr länger hinnehmen.

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