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Mit Sport zu nachhaltiger Entwicklung

Engagement Global - 5. August 2019 - 13:28
Junge Sportlerinnen und Sportler gingen in verschiedenen Workshops der Frage nach, wie Sport einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung leisten kann. Foto: Janina Schmitz

Sport kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung näher zu kommen. Er vermittelt Werte wie Toleranz und Respekt, fördert Gesundheit und Bildung und wirkt Ungleichheiten entgegen. Engagement Global gestaltete als Kooperationspartnerin des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV) die inhaltliche Ausrichtung des Jugendlagers für Nachwuchssportlerinnen und –sportler aus den Landesverbänden mit. Das Jugendlager fand begleitend zu den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften von Freitag, 2. August, bis Sonntag, 4. August 2019, in Berlin statt.

Gleich am ersten Tag nutzten rund 60 junge Sportlerinnen und Sportler die Gelegenheit, an den von Engagement Global angebotenen entwicklungspolitischen Workshops teilzunehmen. Bei einem Planspiel zum Thema „Fair Play in der Sportartikelindustrie“ schlüpften die Teilnehmenden in die Rollen von Sportunternehmen, Beschäftigten und Konsumierenden und suchten nach Lösungen für Interessenskonflikte. Die Jugendlichen waren sich einig, dass vermutlich die meisten Menschen fairen Handel befürworten, aber niemand dazu bereit sei, mehr Geld auszugeben. Umso mehr arbeiteten sie jedoch darauf hin, einen Ausgleich zwischen den Interessen aller an der Sportartikelindustrie Beteiligten zu erzielen.

In einem anderen Workshop diskutierten die Teilnehmenden darüber, wie Sport generell und sie selbst als Athletinnen und Athleten zur Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele beitragen können. Dabei herrschte Einigkeit darüber, dass Sport Menschen verbindet und einander näher bringt, was sich zum Beispiel bei der Integration von Geflüchteten oder bei Vereinspartnerschaften zeigt.

Um zu erfahren, wie sich die im Sport erlernten Fähigkeiten auf das globale Miteinander auswirken, führten die Sportlerinnen und Sportler im Workshop „Fit for Global Life“ Übungen zu Selbstvertrauen, Kreativität, gruppendynamischen Prozessen und Kommunikation durch. Insbesondere bei den Einheiten zu den emotionalen, persönlichen und sozialen Fähigkeiten der Teilnehmenden wurde deutlich, dass im Sport Werte zählen, die den interkulturellen Austausch erleichtern.

Engagement Global nutzt den Sport im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, um bei der breiten Zielgruppe der Sportbegeisterten durch Ansätze des Globalen Lernens einen Perspektivwechsel anzuregen. Die Workshops werden dabei über das EBD-Programm, Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland, organisiert. Das EBD-Programm verfolgt das Ziel, Menschen durch Informations- und Bildungsmaßnahmen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen zu motivieren und zu eigenem entwicklungspolitischem Engagement zu ermutigen. Die Außenstellen von Engagement Global führen das Programm dezentral durch, um entwicklungspolitisches Engagement auch regional und lokal dauerhaft zu verorten.

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Geschachere um IWF-Spitze: Unredliches Europa

Baustellen der Globalisierung - 5. August 2019 - 12:09
Die europäischen Finanzminister haben am späten Freitagabend letzter Woche in einem langen und komplizierten Abstimmverfahren die jetzige Vizepräsidentin der Weltbank, die Bulgarin Kristalina Georgieva, zur Kandidatin für die Position der Geschäftsführenden Direktorin des IWF nominiert. Damit ist der ehemalige niederländische Finanzminister und Sprecher der Euro-Gruppe Jeroen Dijsselbloem, den neben den Niederlanden die Deutschen und die Finnen wollten, aus dem Rennen. Das ist die gute Nachricht. Denn Dijsselbloem wäre mit Sicherheit die schlechteste Variante gewesen. „Als Präsident der Euro-Gruppe von 2013 bis 2018“, so schrieb der Columbia-Professor Adam Tooze letzte Woche, „verkörperte er eine Mischung aus populistischer nordischer Missgunst und finanzpolitischer Engstirnigkeit, die die Politik der Eurozone gegenüber Zypern und Griechenland bestimmte.“ Leicht vorzustellen, wie er den IWF mit fortgesetzten Oktrois gegenüber den Gläubigern weiter in Verruf gebracht hätte.

Die schlechte Nachricht gibt es dennoch. Sie liegt in der Chuzpe, mit der die Europäer – allen Änderungen der Kräfteverhältnisse in der Weltwirtschaft zum Trotz – an dem archaischen „Recht“ festhalten, die Spitzenposition im IWF zu besetzen. Da ist es ein schwacher Trost, wenn die Financial Times heute darüber spekuliert, dass Georgieva wahrscheinlich den Kurs ihrer Vorgängerin Lagarde fortsetzen dürften, den Blick des Fonds „stärker auf die Bedeutung von Ungleichheit, Gender und Klimawandel zu legen“. Denn abgesehen davon, dass letzteres eher rhetorische denn reale Änderungen (z.B. an der berüchtigten Konditionalität der IWF-Kredite) waren (>>> Der Washington Consensus lebt), müsste Georgieva hier erst einmal liefern.
Der eigentliche Skandal ist, dass die Europäer noch im 75. Jahr nach der Gründung von IWF und Weltbank in Bretton Woods an einem „Gentlemen Agreement“ festhalten, das eigentlich gar keines ist, sondern ein überkommener Machtanspruch. Warum sollten die USA auf Ewigkeit das „Recht“ genießen, den Präsidenten der Weltbank zu bestimmen, und die Europäer das „Recht“, die IWF-Spitze zu besetzen? In den letzten Jahren hat es bescheidene Versuche in beiden Bretton-Woods-Institutionen gegeben, bei der künftigen Auswahl des Spitzenpersonals auch Kriterien wie Qualifikation („merit-based“) und Offenheit zum Zuge kommen zu lassen. Das hätte auch Kandidaten aus Schwellenländern eine Chance eröffnet. Mit der Wahl von David Malpass zum Weltbankchef vor einigen Wochen (übrigens ein Weltbank-Gegner und populistischer Kritiker) und der Nominierung von Kristalina Georgieva zur IWF-Chefin sind diese Ansätze wieder einmal zunichte gemacht worden. Multilaterale Redlichkeit, die manche Europäer so gerne für sich beanspruchen, sieht anders aus.
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05. August 2019

ONE - 5. August 2019 - 11:11

1. Sudan: Endlich Frieden?
Viele Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die tageszeitung (taz), Zeit Online, n-tv.de, der Deutschlandfunk und die Deutsche Welle berichten, dass sich die Militärführung und die Opposition im Sudan auf Eckpunkte einer neuen Verfassung geinigt haben, die auch die lange umstrittene Machtfrage regelt. Am 18. August solle ein „souveräner Rat“, der aus sechs Vertreter*innen der Opposition und fünf Militärs bestehen werde, die Regierungsgeschäfte übernehmen. Im Beisein ausländischer Regierungsvertreter*innen solle einen Tag vorher ein entsprechendes Abkommen feierlich unterzeichnet werden. Die Demonstrierenden auf den Straßen der Hauptstadt Khartum sowie Vertreter*innen der Afrikanischen Union und der Regierung Äthiopiens, die im Konflikt vermittelt hatten, haben die Einigung begrüßt. Seit dem Sturz des Langzeitpräsidenten Omar al-Bashir habe es einen langen Konflikt zwischen Militärs und Zivilist*innen um die Führung des Landes gegeben, bei dem insgesamt 250 Menschen ums Leben gekommen seien.

2. Müller für Ökostrom in Afrika
Wie die Bild am Sonntag meldet, will Entwicklungsminister Gerd Müller aktiver gegen die globale Erderwärmung vorgehen. In einem Brief an die Regierungsfraktionen von Union und SPD habe er gemeinsames und entschlossenes Handeln in dieser Frage gefordert. 90 Prozent aller Kohlekraftwerke werden in Entwicklungsländern geplant, so Müller. Die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°C sei nicht möglich, wenn die geplanten 1000 Kohlemeiler ans Netz gehen. Daher müsse Deutschland die afrikanischen Länder darin unterstützen, ihren wachsenden Energiebedarf aus erneuerbaren Energien zu decken. Die Mittel dazu sollen aus dem neu aufgelegten Klimafonds der Bundesregierung kommen.

3. Impfen gegen Ebola
Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung benennt der Epidemologe und Geschäftsführer der Impfallianz Gavi Seth Berkley die Herausforderungen im Kampf gegen die derzeitige Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo. Derzeit seien 2700 Ansteckungen und über 1800 Tote gemeldet worden. Als Vorsichtsmaßbahme habe das Nachbarland Ruanda seine Grenzen vorübergehend geschlossen. Berkley sei kürzlich von einer Reise aus dem Krisengebiet zurückgekehrt. Die Grenzschließungen könne er nachvollziehen, allerdings erhöhe sich damit auch das Risiko von alternativen Grenzüberquerungen, bei denen kein Fieber festgestellt werden könne. Er betonte auch die Notwendigkeit von flächdeckenden Routineimpfungen. Derzeit erliegen in Kongo mehr Menschen den Masern als Ebola. Lediglich etwa ein Drittel der Bevölkerung könne mit Masernvakzinen erreicht werden. Obwohl es bereits einen Ebola-Impfstoff gebe, der erfolgreich im Kongo eingesetzt werde, sei mehr Handeln erforderlich, um einen Ausbruch effektiv entgegenzuwirken. Es sei kaum möglich, alle Ebola-Kontaktpersonen aufzuspüren. Und wenn geimpft werde, geschehe dies noch nicht schnell genug, so der Mediziner. Uganda habe mit seiner schnellen Reaktion und gezielten Impfungen vorgemacht, wie man Ebola in den Griff bekommt, bevor es sich zu einer Epidemie entwickle. Insgesamt sei es wichtig, ein stabiles Gesundheitssystem aufzubauen, so Berkley.

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UN-Generalsekretär beklagt Beendigung des INF-Abrüstungsvertrags

Vereinte Nationen - 5. August 2019 - 11:01

5. August 2019 – UN-Generalsekretär António Guterres hat am Freitag sein "tiefes Bedauern" darüber ausgdedrückt, dass der wegweisende Vertrag über mittelgroße Nuklearstreitkräfte (INF) zwischen den Vereinigten Staaten und Russland ausgelaufen ist.

In einer Erklärung seines Sprechers bekräftigte der UN-Generalsekretär, dass er "die Vereinigten Staaten und die Russische Föderation beständig aufgefordert habe, ihre Differenzen durch die im Vertrag vorgesehenen Konsultationsmechanismen beizulegen, und bedauert, dass sie dies nicht erreicht haben.“

1987 hatten die Staats- und Regierungschefs der USA und der Sowjetunion den INF-Vertrag zur Beseitigung von landgestützten Nuklearraketen und Mittelstreckenarsenalen aus Europa unterzeichnet.

"Der Generalsekretär betont die Notwendigkeit, destabilisierende Entwicklungen zu vermeiden und dringend eine Einigung über einen neuen gemeinsamen Weg für die internationale Rüstungskontrolle zu erzielen", heißt es in seiner Erklärung.

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Myanmar: Vertriebene im eigenen Land

Misereor - 5. August 2019 - 10:43
Rund 68,5 Millionen Menschen waren laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) Ende 2017 auf der Flucht. Tendenz: steigend. Unter den Top Fünf der Länder, aus denen weltweit die meisten Geflüchteten kommen, findet sich auch der Vielvölkerstaat Myanmar.

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Der Beitrag Myanmar: Vertriebene im eigenen Land erschien zuerst auf MISEREOR-BLOG.

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Das Smartphone mit Körperwärme laden

reset - 5. August 2019 - 7:08
Energie ist überall – in der ein oder anderen Form. Ein Gerät des Industrie-Designers Connor Musoke-Jones nutzt Wärmeenergie, um Strom zu erzeugen.
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Climate Neutrality as Long-term Strategy

SWP - 5. August 2019 - 0:00

As a traditional frontrunner in international climate policy, the European Union (EU) is under great pressure to meet global expectations. In 2020, it must present its long-term decarbonisation strategy to the United Nations. Political attention has so far focussed on the lack of consensus among the Member States on whether they should adopt the European Commission’s proposed goal of »greenhouse gas neutrality« by 2050. Two aspects of this decision have hardly been debated so far – first, the ques­tion of whether this will herald the end of differentiated reduction commitments by Member States, and second, the tightening of the EU climate target for 2030. National governments and climate policymakers will have to take both issues into account.

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Health and Security

SWP - 5. August 2019 - 0:00

The Ebola epidemic in the Democratic Republic of the Congo (DRC) highlights the urgent need to strengthen cooperation between security, health, and development actors. As the disease spreads, the World Health Organization (WHO) has declared an international health emergency. In crisis situations like these, the interdependencies between health and security are highly complex. Which population groups and which diseases are perceived as suspected health risks, and why, is a normative question for donor countries. It has political consequences above all for affected developing countries. Where health and security are common goals, it is not enough to contain infectious diseases in developing countries. Instead, resilient, well-functioning, and accessible health systems must be established. This fosters the implementation of the human right to health, creates trust in state structures, and takes into account the security interests of other states. In the United Nations (UN) Security Council, the German government could advocate for policies based on the narrative “stability through health.”

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Bewerbungsaufruf für Promotionsprogramm "Integrated Management of Water, Soil, and Waste"

#HOCHN - 5. August 2019 - 0:00
Für das gemeinsame Promotionsprogramm "Integrated Management of Water, Soil and Waste" der UNU-Flores und der Technischen Universität Dresden werden vom 1.08. bis zum 15.09.2019 Bewerbungen entgegengenommen.

Foto: Glenn Carstens-Peters/ Unsplash

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"Modekultur, Textilien und Nachhaltigkeit" - Ideenwettbewerb des Fonds Nachhaltigkeitskultur

#HOCHN - 5. August 2019 - 0:00
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung sucht innovative Projekte und Ideen zum Thema "Modekultur, Textilien und Nachhaltigkeit". Bewerbungen sind noch bis zum 18. August 2019 möglich.

Foto: Rat für Nachhaltige Entwicklung

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OECD Studie: Blended Finance in den am wenigsten entwickelten Ländern

Weblinks - 4. August 2019 - 16:31

Comments:

  • Die 47 am wenigsten entwickelten Länder der Welt (LDCs) sind zugleich die Länder, die den Anschluss an den Rest der Welt am ehesten verlieren können – auch was das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen betrifft. Hierfür benötigen sie neben öffentlicher Entwicklungshilfe auch private Finanzmittel. Doch bislang wird zu wenig in die LDCs investiert. Deshalb sind neue Ansätze gefragt, um mehr und bessere öffentliche und private, nationale und internationale Finanzmittel in die verwundbarsten Länder der Welt sowie unterversorgte Gemeinschaften und Projekte zu lenken. - Karsten Weitzenegger

Tags: oecd, blended, finance, ldc

by: Karsten Weitzenegger

BMW, Daimler & Co: Antworten ohne Verantwortung

INKOTA - 4. August 2019 - 12:45
Akkus für Elektro-Autos gelten als das neue Gold: Die Rohstoffe, die dafür gebraucht werden, sind auf internationalen Märkten heiß umkämpft. Ihre Verfügbarkeit bestimmt über den Ausbau der Elektro-Flotte. Daher drücken Autohersteller oft beide Augen zu, wenn es um die Frage geht: Woher stammen die wertvollen Metalle und Mineralien? Und wurden die Menschenrechte bei der Förderung eingehalten?

11.000 E-Mails mit Fragen schickten INKOTA-UnterstützerInnen deshalb an die großen Automobilunternehmen in Deutschland. Sie wollten wissen: Wie gerecht ist die Herstellung ihrer Elektroautos? Das Ergebnis: Kein Unternehmen kann bisher eine transparente Lieferkette vorweisen!

Das ist dramatisch, weil viele Zulieferer in der Kritik stehen, Menschenrechte bei der Förderung der Schlüsselrohstoffe zu missachten. Denn auch wenn der Verbrennungsmotor weg muss und eine Verkehrswende dringend nötig ist, so kann sie nur gelingen, wenn sie für alle weltweit grün und sauber ist.

Lesen Sie hier unsere Bewertung der Auskünfte von BMW, Daimler, VW & Co
Die Gewinnung von Kobalt, Kupfer, Lithium, Seltenen Erden, Nickel oder Grafit trägt zur Zerstörung der Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung in vielen Abbauregionen bei, die Arbeitsbedingungen im Bergbau sind häufig menschenunwürdig. Traurige Bekanntheit gewann der Rohstoff Kobalt, als Bilder von Kinderarbeit in und um die Minen um die Welt gingen. Auch im industriellen Bergbau werden Arbeitsrechte missachtet, trägt Korruption zur Ausbeutung der Regionen bei und steht Rohstoffsicherheit für Industrienationen noch immer an erster Stelle.

Die Antworten der Autohersteller machen deutlich: Freiwillige Selbstverpflichtungen zur Einhaltung von Menschenrechten sind nicht ausreichend. Selbst aufgeschlossene Unternehmer kümmern sich noch zu wenig um das menschenrechtsbasierte Management ihrer Lieferketten. Wir fordern daher die Bundesregierung auf, verbindlich Standards festzulegen: Die Pflicht für Unternehmen, Menschenrechte entlang ihrer Lieferketten zu achten, muss gesetzlich verankert werden.

Teilen Sie jetzt die Ergebnisse unser Befragung und machen Sie damit Druck bei den Auto-Herstellern:

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Aktivistische Klimakunst sollte Lösungen anbieten

KMGNE - 2. August 2019 - 19:18

Das Projekt CLIMART untersuchte die psychologischen Effekte von Klimakunst. Daraus hervorgehend ist jetzt eine Studie erschienen, die untersucht, ob Klimakunst zum Handeln stimulieren kann.

Laura Kim Sommer und Christian A. Klöckner, der das Projekt CLIMART leitete, haben den wissenschaftlichen Aufsatz über aktivistische Kunst in dem Journal „Psychology of Aesthetics, Creativity and the Arts“ veröffentlicht. Für ihre Studie haben sie 874 Besucher der ArtCOP21 zu einer Auswahl von 37 dort präsentierter Kunstwerke hinsichtlich kognitiver und emotionaler Effekte befragt. Die ArtCOP21 ist ein Klimakunst-Festival, das 2015 parallel zur Klimakonferenz COP21 in Paris stattfand.

Die beiden Wissenschaftler*innen kamen zu dem Ergebnis, dass lösungsorientierte Kunstwerke, die sie dem Cluster „the awesome solution“ zuordneten, am ehesten den psychologischen Effekt der Publikumsaktivierung aufwiesen. Diese Kunstwerke waren im öffentlichen Raum platziert und nicht explizit als Kunstwerke ausgewiesen. Sie werden in der Studie als schöne und farbige Darstellungen der erhabenen Natur („beautiful and colourful depictions of sublime nature“) beschrieben, die Lösungen zu Umweltproblemen zeigen.

Eine unbefriedigende Wirkung wiederum hatten Kunstwerke, die in der Studie als „the challenging dystopia“ bezeichnet werden. Dunkle Farben, metallische und künstliche Materialien zeichneten diese Werke aus. Zusammen mit Arbeiten der beiden anderen Cluster „the comforting utopia“ und „the mediocre mythology“ waren dystopische Ansätze in großer Zahl vorhanden.

Die Kategorie „awesome solutions“ bildeten lediglich drei Kunstwerke. Das hört sich zunächst unbefriedigend an. In der Studie wird abschließend darauf eingegangen. Da heißt es, dass es nicht ausreiche, Probleme auf ästhetische Weise zu zeigen. Es sei wichtig, einen persönlichen Bezug herzustellen, Ursachen und Konsequenzen darzustellen und Lösungen anzubieten.

Dem kann hinzugefügt werden, dass es möglicherweise nicht ganz einfach ist, Kunst zu schaffen, die Lösungen zu Umweltproblemen oder anderen gesellschaftlichen Konflikten anbietet. Das gilt ja auch für Geschichten, seien sie nun in Film, Fernsehen oder einem anderen Medium erzählt. Auch in Literatur, Film und Fernsehen (Streaming-Plattformen eingerechnet) finden sich sehr viele dystopische Erzählungen. Das kann viele Gründe haben, mit denen wir uns auseinandersetzen können.

Hier geht es zur Studie.

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Entwicklungszusammenarbeit der EU

#Bundestag - 2. August 2019 - 17:58
Entwicklungszusammenarbeit der EU - Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung /Kleine Anfrage
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LHÜ-Info Juli 2019

SID Blog - 2. August 2019 - 12:55

"Dies ist nicht der Sommer unserer Jugend", warnt UN-Generalsekretär Guterres

Vereinte Nationen - 2. August 2019 - 10:48

Die globale Erderwärmung und die zunehmenden politischen Spannungen seien gefährlich und vermeidbar, sagte der Generalsekretär am Donnerstag vor Journalisten zum im September stattfindenden Klimaschutzgipfel der Vereinten Nationen in New York.

„Wenn wir jetzt nicht gegen den Klimawandel vorgehen, sind diese extremen Wetterereignisse nur die Spitze des Eisbergs. Und dieser Eisberg schmilzt ebenso. Dies ist nicht der Sommer unserer Jugend, sondern ein Klimanotstand.“

Die Staats- und Regierungschefs müssten mit konkreten Plänen zum geplanten Climate Action Summit kommen, so der Generalsekretär. „Schöne Reden“ genügten daher nicht aus, um die Ziele zu erreichen. Guterres kommentierte, dass viele Lösungen verfügbar seien und bereits umgesetzt würden. Dazu gehöre der zunehmende Einsatz von Technologien, die erneuerbare Energien billiger machen, als fossile Brennstoffe. Durch das Pflanzen von Millionen von Bäumen müsse die Entwaldung umgekehrt und Kohlendioxid aus der Umwelt gebunden werden. Die Staats- und Regierungschefs forderte er auf, Subventionen für fossile Brennstoffe abzuschaffen.

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