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PHOTO GALLERY: CPDE-LAC holds Regional Meeting and Assembly in Mexico

CSO Partnership - 16. Oktober 2022 - 13:15

The Latin American and Caribbean constituency of the CSO Partnership for Development Effectiveness (CPDE-LAC) held a meeting between its member organisations in Mexico City on 13, 14 and 15 October 2022.

After more than two years of not having face-to-face meetings due to the pandemic, the meeting brought together more than 15 organisations from 12 countries in Latin America and the Caribbean that have been engaged in the platform and are developing activities linked or related to its strategies, campaigns and advocacies, especially in the framework of its 2020-2023 Strategic Plan.

In addition to consolidating support and coordinating activities on the main CPDE themes (Effective Development Cooperation and as well as other related agendas: Agenda 2030, Climate Finance, Enabling Environment, Istanbul Principles, and Post-Covid Recovery among others), this meeting was used to analyse, discuss and mobilise action related to the Effective Development Summit (High Level Meeting – HLM3) to be held in Switzerland in December 2022.

In terms of on-the-ground support, it has been of interest to promote case studies, research, forums and capacity building for political action (mobilisation and advocacy) that collectively or individually to expand or improve our actions aimed at regional or country institutions.

The face-to-face meeting was divided into two forums: a space for analysis, reflection and proposals for action to implement the 2022-2023 plan; and CPDE-LAC’s Regional Assembly to review, validate and formalise its various internal governance structures.

The following coordinators, members and focal points were present:

  • CPDE-LAC Coordination
    • Georgina Muñoz, Nicaragua (RENICC/LATINDADD)
    • Henry Morales, Guatemala (Tzuk Kim-pop)
      Malena Famá, Argentina (Red Encuentro)
  • CPDE Steering Committee (SC)
    • Marita González, Argentina (Plataforma PAMPA 2030 and SC Co-chair)
  • CPDE-LAC sub-regional coordination
    • Laura Becerra, Mexico (DECA Equipo Pueblo) – Mexico and Central America representative
  • CPDE Global Secretariat
    • Josefina Villegas, Policy and Membership Coordinator
  • Sectoral and regional members/focal points
    • Angie Pino, Colombia (Actoría Social Juvenil, Youth Sector)
    • Ricardo Jiménez, Peru (Forum Solidaridad – Rural Sector – Food Sovereignty)
    • Rodrigo Machado, Brazil (PCFS – Rural Sector – Food Sovereignty)
    • Tania Sánchez, Bolivia (Coordinadora de la Mujer – Feminist Sector)
    • José Ramón Ávila, Honduras (ASONOG)
    • Heriberto Martín, Guatemala (Congcoop)
    • Rubén Quintanilla, El Salvador (Funsalprodese)
    • Mónica Centrón, Paraguay (Pojoaju)
    • Cristina Prego, Uruguay (Anong)
    • Jared Ortíz, Dominican Republic (Partnership NGO)
    • Pedro Paulo Bocca, Brazil (ABONG)
    • César Artiga, El Salvador (Asociación Generaciones de Paz, Sector Agenda Climática)
    • Georfra Moreno, Nicaragua (RENICC)

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Lösungen gegen „Loss and Damage“: V20 und G7 einigen sich auf Zusammenarbeit zu Absicherung gegen Klimarisiken

SID Blog - 15. Oktober 2022 - 15:00

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Gemeinsame Pressemitteilung von V20 und dem BMZ

Lösungen gegen „Loss and Damage": V20 und G7 einigen sich auf Zusammenarbeit zu Absicherung gegen Klimarisiken

Startschuss für Globalen Schutzschirm gegen Klimarisiken soll auf Klimakonferenz im November erfolgen

Die V20 – „Vulnerable Twenty", ein Zusammenschluss von Finanzminister*innen von Staaten, die besonders stark vom Klimawandel bedroht sind, und die deutsche G7-Präsidentschaft haben gestern am Rande der Weltbanktagung in Washington eine Kooperation zur finanziellen Absicherung gegen Klimaschäden ("Loss and Damage") beschlossen. Die V20 und die G7 wollen auf der 27. Weltklimakonferenz gemeinsam einen Globalen Schutzschirm gegen Klimarisiken starten und damit einen Beitrag zum Pariser Klimaabkommen leisten. Der Schutzschirm soll mit Vorab-Finanzierungssystemen im Falle von Schadensereignissen vor Klimarisiken absichern. Kenneth Nana Yaw Ofori-Atta, der Vorsitzende der V20 und Finanzminister von Ghana, und Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze als Vertreterin der deutschen G7-Präsidentschaft kamen in Washington zusammen, um die letzten Details des Schutzschirms abzustimmen.

 

Ofori-Atta: "Wir freuen uns, dass die deutsche G7-Präsidentschaft mit den V20 beim Globalen Schutzschild gegen Klimarisiken zusammenarbeitet. Es ist offensichtlich, dass sich unsere sozioökonomischen Verluste aufgrund der zunehmenden Intensität und Ausmaßes der klimabedingten Risiken erhöhen. Allein die Schuldendienstzahlungen der V20 belaufen sich in den nächsten vier Jahren auf eine halbe Billion US-Dollar, und obendrein ist die Gruppe mit Inflation und Währungsabwertung gegenüber dem Dollar konfrontiert. Im Voraus vereinbarte Finanzierung und die effiziente Bereitstellung von Subventionen für Versicherungen durch den V20-Treuhandfonds sind entscheidend, um sicherzustellen, dass wir unsere Schuldenlast nicht erhöhen. Es ist wichtig, festzustellen, dass wir nicht um Almosen bitten. Was wir brauchen, ist eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Industrieländern und den vulnerablen Ländern der Welt durch Klimaschutz-Wachstumspläne. Wir brauchen neue Investitionen, die durch Schutzinstrumente im Rahmen des Globalen Schutzschildes ermöglicht werden, um unsere Volkswirtschaften, Lieferketten und Gesellschaften gegen die zunehmenden Klimarisiken widerstandsfähig zu machen. Ich freue mich, dass Ghana zu den Pilotländern im Rahmen des Globalen Schutzschildes gehört, und freue mich auf schnelles Handeln, damit wir diese Initiative auf dem gesamten afrikanischen Kontinent und weiteren Entwicklungsländern ausweiten können."

 

Schulze: „Der Klimawandel ist bereits heute dramatische Realität. Es ist nicht mehr die Frage, ob Klimaschäden auftreten, sondern nur noch wie oft, wie heftig und wie teuer sie werden – und vor allem, wen sie besonders treffen. Damit die Klimakrise nicht noch schlimmer wird, müssen wir umso engagierter den globalen Klimaschutz vorantreiben. Dazu gehört auch, dass wir anerkennen müssen, dass es Klimaschäden gibt und gerade die verwundbarsten Länder unsere Solidarität brauchen, um damit umzugehen. Hier wollen wir mit konkreten Problemlösungen Brücken bauen für die nächste Weltklimakonferenz in Ägypten. Die Welt braucht jetzt konkrete Taten mehr als Worte. Wir sind gemeinsam mit den besonders verwundbaren Entwicklungsländern in Washington einen wichtigen Schritt gegangen. Die Entscheidung, zusammen einen Klimarisiko-Schutzschirm aufzuspannen, wird Millionen verwundbare und arme Menschen finanziell und sozial nach einem Klimaschaden absichern."

Der Schutzschirm umfasst folgende drei Aspekte:

1.    verstärkte Koordinierung innerhalb der globalen Architektur für Klimakatastrophenfinanzierung durch alle G7-, V20- und weitere vom Klimawandel gefährdete Volkswirtschaften, um Kohärenz zwischen den Maßnahmen der verschiedenen Institutionen und Geber auf globaler, regionaler und nationaler Ebene sicherzustellen;

2.    eine globale, flexible und partnerschaftliche Finanzierungsstruktur, die Mittel von Gebern und weiteren Finanziers mobilisiert und bündelt und systematische Ansätze fördert, um Absicherungslücken gezielt zu schließen;

3.    eine nachhaltige Absicherung gegen zunehmende Klimarisiken durch den Ausbau bestehender Finanzierungsprogramme zu Klimakatastrophen, wie etwa durch soziale Sicherungsprogramme, und durch länderspezifische bedarfsgerechte Unterstützungspakete, wie etwa Prämien- und Kapitalisierungsunterstützung, um einkommensschwachen Ländern und Menschen Zugang zu Absicherungsinstrumenten zu ermöglichen.

 

Der Globale Schutzschirm baut auf die InsuResilience Global Partnership auf, die die V20 und die G20 ins Leben gerufen hatten. Sie hat zum Ziel, bis 2025 zusätzlich 500 Millionen Menschen in vom Klimawandel bedrohten Ländern zu versichern. Der Globale Schutzschirm ist ein breiterer Ansatz, der die Maßnahmen mit V20-, G7- und weiteren Mitgliedern erheblich ausbauen will.

 

Die V20-Gruppe von Finanzminister*innen ist eine Kooperation von Volkswirtschaften, die durch den Klimawandel systematisch gefährdet sind. Die V20-Mitglieder gehören auch dem Climate Vulnerable Forum (CVF) an. Aktuell zählen 58 Volkswirtschaften mit insgesamt etwa 1,5 Milliarden Einwohner*innen zu den V20: Afghanistan, Äthiopien, Bangladesch, Barbados, Benin, Bhutan, Burkina Faso, Costa Rica, Côte d'Ivoire, Dominikanische Republik, Eswatini, Fidschi, Gambia, Ghana, Grenada, Guatemala, Guinea, Guyana, Haiti, Honduras, Jemen, Kambodscha, Kenia, Kirgisistan, Kiribati, Kolumbien, Komoren, Demokratische Republik Kongo, Libanon, Liberia, Madagaskar, Malawi, Malediven, Marokko, Marshallinseln, Mongolei, Nepal, Nicaragua, Niger, Palau, Palästinensische Gebiete*, Papua-Neuguinea, Philippinen, Ruanda, St. Lucia, Samoa, Senegal, Südsudan, Sri Lanka, Sudan, Tansania, Timor-Leste, Tschad, Tunesien, Tuvalu, Uganda, Vanuatu und Vietnam.

[* als VN-Nicht-Mitglied mit Beobachterstatus]

 

Der Gruppe der 7 (G7) gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA an. Auch die Europäische Union nimmt an den Treffen der G7 teil. Am 1. Januar 2022 hat Deutschland die einjährige Präsidentschaft der G7 von Großbritannien übernommen. Am 1. Januar 2023 wird Japan die Präsidentschaft der G7 übernehmen.


Deutschland und die Mongolei wollen sich mit entwicklungspolitischem Freiwilligendienst verbinden

SID Blog - 15. Oktober 2022 - 15:00
Deutschland und die Mongolei wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich der Zivilgesellschaft ausweiten. Im Rahmen eines Staatsbesuches des mongolischen Premierministers Luvsannamsrai Oyun-Erdene in Deutschland unterzeichnete  der Parlamentarische Staatssekretär im Entwicklungsministerium Niels Annen mit der mongolischen Außenministerin Batmunkh Battsetseg eine gemeinsame Absichtserklärung zur Förderung des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes „weltwärts" zwischen beiden Ländern. Erst kürzlich hatte Annen bei einem Besuch in der Mongolei die Wiederaufnahme der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit insgesamt vereinbart.

Niels Annen: „Deutschland und die Mongolei verbindet eine langjährige Freundschaft. Ich freue mich, dass die bilaterale Zusammenarbeit fortgesetzt und nun durch eine weitere Facette zivilgesellschaftlicher Kooperation verstärkt wird. Mit dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts" werden junge Menschen über zivilgesellschaftliche Organisationen zusammengebracht und so stärken wir die Freundschaft und Partnerschaft zwischen unseren Ländern weiter. Wir hoffen, dass schon bald deutsche Freiwillige einen Dienst in der Mongolei aufnehmen können."

Der Freiwilligendienst weltwärts motiviert und stärkt junge Freiwillige für ein entwicklungspolitisches und gesellschaftliches Engagement. Er fördert das globale Lernen junger Erwachsener und die Partnerschaft zwischen den deutschen zivilgesellschaftliche Entsendeorganisationen und ihren Partnerorganisationen vor Ort.  Für sechs bis zwölf Monate unterstützen die Freiwilligen aus Deutschland das Engagement einer lokalen Partnerorganisation für Bildung, Gesundheit, Umwelt, Kultur oder Menschenrechte. Umgekehrt können auch junge Menschen aus den weltwärts-Partnerländern einen Freiwilligendienst in Deutschland leisten.

Einsätze von deutschen Freiwilligen in der Mongolei waren über viele Jahre hinweg  nicht möglich. Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung sollen neue Kooperationen zwischen deutschen und mongolischen zivilgesellschaftlichen Organisationen entstehen.

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts wurde 2008 vom BMZ gegründet und wird durch 160 deutsche zivilgesellschaftliche Entsendeorganisationen und ihren zahlreichen Partnerorganisationen vor Ort umgesetzt. Seit der Gründung haben über 43.000 Freiwillige einen Dienst in BMZ-Partnerländern weltweit absolviert und zusätzlich sind seit 2013 über 3.600 Freiwillige aus Partnerländern nach Deutschland gekommen.

Mehr Informationen zur Entwicklungszusammenarbeit mit der Mongolei: https://www.bmz.de/de/aktuelles/aktuelle-meldungen/deutschland-und-mongolei-verstaerken-zusammenarbeit--124698

Mehr Informationen zu dem Freiwilligendienst „weltwärts": https://www.weltwaerts.de/de/startseite.html

 


 

Does economic growth reduce multidimensional poverty? Evidence from low- and middle-income countries

DIE - 15. Oktober 2022 - 10:18

The long-standing tradition of empirical studies investigating the nexus between economic growth and poverty concentrates mainly on monetary poverty. In contrast, little is known about the relationship between economic growth and multidimensional poverty. Consequently, this study seeks to assess the elasticity of multidimensional poverty to growth, especially in low- and middle-income countries. The study employs two novel, individual-based multidimensional poverty indices: the G-CSPI and the G-M0. It relies on an unbalanced panel dataset of 91 low- and middle-income countries observed between 1990 and 2018: this is thus far the largest sample and the longest time span used in the literature to address this research question. Within a regression framework, we estimate the growth elasticity of multidimensional poverty using the first difference estimator. Our study finds that the growth elasticity of multidimensional poverty is −0.46 while using the G-CSPI and −0.35 while using the G-M0: this means that a 10% increase in GDP decreases the multidimensional poverty by approximately 4–5%. There is, however, heterogeneity in the results; in particular, the elasticity is higher in the second sub-period (2001–2018) and for countries with lower initial levels of poverty. Furthermore, a comparative analysis reveals that the elasticity of income-poverty to growth is five to eight times higher than that of multidimensional poverty. In conclusion, our results indicate that economic growth is an important instrument to alleviate multidimensional poverty, but its effect is substantially lower than that on monetary poverty. Therefore, future research should identify other factors and policies, such as social policies, to substantially reduce multidimensional poverty.

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No more children in the tea estates

E+Z - 14. Oktober 2022 - 9:07
In Malawi child labour is very common, but there are initiatives to change matters

Data and analysis by the International Labour Organization (ILO) show that over 2 million under-age children (5 to 14 years) are involved in child labour in Malawi. Almost 68 % of these are working in the agricultural sector mainly on farms, 1.4 % are working in the industry sector in activities like brickmaking and construction, 30 % are in varied activities such as vending, begging, ganyu (a form of casual labour) and domestic work in third-party homes.

Various factors account for this high number of children in active labour. Many of the child labourers come from poor families that cannot send them to school. They are left with the option of working on the farms alongside their parents. Malawi’s 2018 housing and population survey indicated that half of its 18.6 million people are poor. Around 20 % of these are living in extreme poverty.

In 2020, at the height of the Covid-19 pandemic, the ILO partnered with the Tea Association of Malawi to design and implement measures and programmes to end child labour in the sector. As the two-year partnership comes to an end, stakeholders confirm that progress has been made. Today, many tea-farm owners are aware of the legal ramifications of employing under-age children.

An executive member from the Tea Association who prefers anonymity admits that tea estates were very notorious for employing minors, some of whom even ran away from schools. “Poverty is one of the contributing factors. Many children work in the farms because they want to support their families with incomes. But today we are saying “no” because it is not good to have children working in tea estates,” he says.

Cecilia Bizeti, a mother of five children and an employee at one of the tea estates, says that allowing children to work in very hard conditions is not acceptable. She admits that children used to work in the tea estates “but the situation is improving these days with children now forbidden from working on tea estates.”

Bizeti affirms that local leaders have taken on the campaign to monitor the situation. In villages, the chiefs are telling their people not to allow their children to work in the agriculture sector. “We do not allow our children to work but because of poverty you will still find some parents sending their children to work in those harsh conditions to raise money for their up-keep,” she adds.

Labour Minister Vera Kamtukule recently told local media that the government is working hard to ensure that child labour becomes a thing of the past. However, the picture looks gloomy as Covid-19 shocks push more people into poverty. The resulting inflation and socioeconomic hardships may unfortunately see more underage children being pushed into the labour market.

Raphael Mweninguwe is a freelance journalist based in Malawi.
raphael.mweninguwe@hotmail.com

 

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Vielfältig anbauen, Existenzen sichern

E+Z - 14. Oktober 2022 - 9:00
Traditionelle und nachhaltige Landwirtschaft fördert die biologische Vielfalt und hilft gegen externe Schocks

Viele indigene und kleinbäuerliche Gemeinschaften in Zentralamerika sehen sich durch einen Verdrängungswettbewerb der industriellen Landwirtschaft in ihrer Existenz bedroht. Ihre traditionellen Sorten müssen zunehmend wenigen hochproduktiv gezüchteten Kulturen weichen.

Andere Gemeinschaften wiederum leben in so entlegenen Regionen, dass sie weder Zugang zu Märkten noch zu Finanzkapital haben. Um die Landbevölkerung zu unterstützen und zugleich dem Artenschwund entgegenzuwirken, hat die KfW im Auftrag der Bundesregierung ein Regionalprogramm mit dem Ziel aufgelegt, Agrobiodiversität in und durch indigene kleinbäuerliche Gemeinschaften zu fördern.

Beispiel Tacuba in El Salvador: Die Gemeinde liegt am Rande des größten und artenreichen Nationalparks des Landes, dem El Imposible: Rund 400 Baumarten, fast 300 verschiedene Vogelarten, zahlreiche Säugetiere und hunderte Arten von Schmetterlingen kommen dort vor. Die größtenteils indigene Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft.

Damit die Kleinbauernfamilien ihre traditionelle Produktionsweise beibehalten können, werden sie von dem Regionalprogramm „Agrobiodiversität in Zentralamerika“ unterstützt. „Es geht darum, die Ernährungslage zu verbessern und gleichzeitig die Vielfalt ihrer natürlichen Umwelt zu erhalten“, erläutert die zuständige Portfoliomanagerin Susanne Berghaus. Das bewahrt den Genpool, der entscheidend dafür ist, um sich an veränderte klimatische Bedingungen anpassen zu können. Dieses Vorgehen stärkt zudem den Naturhaushalt – was wiederum ein Beitrag zum Klimaschutz ist, da Pflanzen, Wälder und Böden natürliche CO2-Senken bilden.

Insgesamt 25.000 Menschen in Belize, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras und Panama profitieren von dem Programm, das drei wesentliche Ziele verfolgt: Die Produktivität in traditionellen landwirtschaftlichen Betrieben zu erhöhen, deren Produkte weiter zu verarbeiten und zu vermarkten und das Wissen über Pflanzen und traditionelle Anbauweisen zu verbreiten.

Die in Costa Rica ansässige Nichtregierungsorganisation ACICAFOC (Asociación Coordinadora Indígena y Campesina de Agroforestería Comunitaria Centroamericana) setzt das Programm für die KfW um. Dabei findet ein reger Austausch mit den indigenen Kleinbauern statt; die Förderideen kommen meist von den Basisgruppen selbst.

In der Gemeinde Tacuba hat sich seit Beginn der Förderung einiges getan: Gärten für Heilpflanzen sind entstanden; dazu Anbauflächen für Maniok, Kaffee und Kakao sowie für Obstbäume mit Sorten wie Papaya, Loquat, Avocado, Guánabana oder Taubenerbse. Auch einheimische Gemüsearten wie die kreolische Gurke oder Spinat wachsen dort. Dass alles blüht und sprießt, liegt auch an gut einem Dutzend Reservoirs für Regenwasser, die mit Hilfe des Programms gebaut wurden. Das Besondere dabei: Die landwirtschaftlichen Aktivitäten finden im Agroforst statt; das heißt, sie werden mit Bäumen oder Sträuchern kombiniert – das ist wichtig für den Klimaschutz.

Inzwischen sind fast 70 Kleinprojekte und Gemeinden Teil des Programms. Die Maßnahmen sehen überall ein wenig anders aus, aber es eint sie das Ziel: die Lebensgrundlage der überwiegend armen Bevölkerung zu sichern, indem traditionelle und nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken zum Einsatz kommen. „Das hilft den Menschen sowie der Umwelt – und davon profitieren dann letztlich auch wieder die Menschen“, beschreibt Susanne Berghaus den Erfolg des Programms.

Friederike Bauer

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Auf literarische Reise gehen

Engagement Global Presse - 13. Oktober 2022 - 15:43

Heimat, Lebensgefühl und Zusammenhalt – darum geht es in dem Roman „Manawa Toa“. Cathie Dunsford, die aus Neuseeland stammt, erzählt in ihrem Buch von Mythen und Legenden aus ihrer Heimat und nimmt ihre Leserinnen und Leser mit auf eine lehrreiche Reise zu den pazifischen Inseln. Im Fokus des Werkes steht der Widerstand gegen Atomtests auf einem pazifischen Riff in den 90er-Jahren. Anschaulich verhandelt werden dabei sowohl Naturschutzfragen als auch der Umgang mit dem kolonialen Erbe.

Lesung mit Perspektive auf Frieden und Entwicklung

Die Schauspielerin Franziska Kol liest am Donnerstag, 20. Oktober 2022, im Kleist Forum in Frankfurt (Oder) Auszüge aus dem Werk von Cathie Dunsford. Die Textpassagen werden zahlreiche Anknüpfungspunkte bieten, um über Frieden und nachhaltige Entwicklung in den ehemaligen Kolonien des Pazifik zu sprechen. In Kooperation mit der Stadt Frankfurt (Oder) lädt die Außenstelle Berlin von Engagement Global zur Lesung mit anschließender offener Gesprächsrunde ein.

Der Regionalexperte Oliver Hasenkamp vom Pazifik-Netzwerk e.V. wird die Geschehnisse im Buch wissenschaftlich einordnen und Fragen zum historischen und aktuellen Kontext beantworten.

  • Ort: Kleist Forum – Frankfurt (Oder), Platz der Einheit 1
  • Zeit: Donnerstag, 20. Oktober 2022, 18 bis 20 Uhr
  • Eintritt: Der Eintritt ist kostenfrei.
Weltreise beendet

Die Pazifikregion ist die letzte Station der Veranstaltungsreihe „5 Länder, 5 Abende – Eine literarische Reise von Südamerika bis Ozeanien. Perspektiven auf Frieden und Entwicklung“. Mit Geschichten aus unterschiedlichen Ländern und passenden sachlichen Beiträgen von Regionalexpertinnen und -experten schuf die Veranstaltungsreihe eine Gelegenheit, bekannte Länder aus einem neuen Blickwinkel kennenzulernen und das eigene Wissen um „Weltverhältnisse“ zu erweitern.

Die Veranstaltungsreihe findet im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) von Engagement Global und in Kooperation mit der Stadt Frankfurt (Oder) statt.

EBD möchte Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen motivieren und zu eigenem Engagement für eine nachhaltigere Welt ermutigen. Mit unterschiedlichen Formaten bringt EBD einer breiten Öffentlichkeit oder ausgewählten Zielgruppe entwicklungspolitische Themen nahe – bundesweit durch die sechs Außenstellen von Engagement Global.

Ansprechperson

Rebecca Burkert
Engagement Global
aussenstelle.berlin@engagement-global.de

Weitere Informationen
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In Indien wächst das Bewusstsein für gesunde Ernährung

E+Z - 13. Oktober 2022 - 14:32
Um die Mangelernährung zu bekämpfen, werden in Südasien alte Getreidesorten wie Hirse wiederentdeckt

Indien ist einer der größten Getreideproduzenten, liefert 21 Prozent der weltweiten Milchmenge, steht an zweiter Stelle bei der Fischproduktion und an dritter Stelle bei der Eierproduktion. Allerdings sind in diesem riesigen Land auch 224 Millionen Menschen unterernährt – das ist fast ein Viertel der Gesamtzahl der Betroffenen weltweit. Das steht im UN-Bericht „The State of Food Security and Nutrition in the World 2022“.

Die Unterernährung hat dramatische Folgen. Laut Daten des indischen Gesundheitsministeriums, erhoben von 2019 bis 2021, sind mehr als 35 Prozent der indischen Kinder unter fünf Jahren aufgrund schlechter Ernährung in ihrem Wachstum und ihrer Entwicklung beeinträchtigt (stunting). In Städten war die Quote 30,1 Prozent, im ländlichen Raum 37,3 Prozent. 187 Millionen indische Frauen litten an Blutarmut.

Die Ernährungssituation hat sich in Indien in den vergangenen Jahren verschlechtert. Laut einer Umfrage unter rund 6700 indischen Haushalten in 14 Bundesstaaten berichteten 2021 insgesamt 79 Prozent der Befragten, sie litten unter eine Art von Ernährungsunsicherheit. Ein Viertel der Familien sprach von „schwerer Ernährungsunsicherheit“. Diese „Hunger Watch“-Umfrage wurde von mehreren unabhängigen Organisationen durchgeführt, darunter die Right to Food Campaign und das Centre for Equity Studies.

Auch andere Quellen bestätigen diese Entwicklung. Im Welthunger-Index, den die beiden internationalen zivilgesellschaftlichen Organisationen Welthungerhilfe (Deutschland) und Concern Worldwide (Irland) jährlich erstellen, rutschte Indien 2021 vom 94. auf den 101. Rang unter 116 Ländern ab. Es lag damit hinter den Nachbarländern Pakistan, Bangladesch und Nepal. Gründe waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie und Missernten wegen Dürren.

Hilfe der Regierung

Als Antwort auf die Hungerkrise in der Pandemie startete die indische Regierung öffentliche Hilfsprogramme wie das Pradhan Mantri Garib Kalyan Anna Yojana. Dabei wurde Getreide kostenlos an arme Bevölkerungsschichten verteilt. Die Vertrieb stark subventionierter Grundnahrungsmittel an arme Menschen mit Berechtigungsscheinen lief zudem weiter. Heute hängen etwa 60 Prozent der indischen Bevölkerung von subventioniertem, staatlichem Getreide ab. Dabei geht es vor allem um Reis und Weizen.

Experten kritisieren, dass die Subventionen helfen, genügend Kalorien bereitzustellen, aber keine angemessene Versorgung mit wichtigen Nährstoffen wie Vitaminen und Proteinen sicherstellen (siehe Simone Welte auf www.dandc.eu). Problematisch ist auch, dass fett-, zucker- und salzhaltige Lebensmittel oft billiger sind und mehr Kalorien liefern als gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse. Dürresommer und der Krieg in der Ukraine haben gesunde Lebensmittel zusätzlich teurer gemacht.

Hirse als Lebensmittel der Zukunft

Viele Ernährungsfachleute empfehlen, traditionelle Getreidesorten wie Hirse wiederzubeleben, um eine ausgewogene Ernährung zu sichern (siehe Beitrag von Silke Stöber auf www.dandc.eu). Hirse ist reich an Ballaststoffen, Eisen und bestimmten Vitaminen und wird von rund 90 Millionen Menschen in Afrika und Asien als Grundnahrungsmittel verzehrt. Dieses Getreide wird oft als „Arme-Leute-Essen“ bezeichnet.

Hirse war früher auch in Indien ein Grundnahrungsmittel. Als das Land seine Unabhängigkeit erlangte, waren noch 40 Prozent des angebauten Getreides Hirse. Dann strebte Indien im Zuge der „Grünen Revolution“ die vollständige Selbstversorgung an und konzentrierte sich auf die Steigerung der Reis- und Weizenproduktion. Die Grüne Revolution bedeutete die Umstellung der traditionellen Landwirtschaft auf moderne Produktionsmethoden mit Maschinen, Dünger und Hochertragssorten. Die Bauernhöfe bauten nun vornehmlich ertragreiche Getreidesorten an. Hirse geriet weitgehend in Vergessenheit.

Die intensive Landwirtschaft ist allerdings nicht nachhaltig, da die Produktion ressourcenintensiv, getreidezentriert und auf bestimmte Regionen begrenzt ist. Obendrein leiden die Böden unter dem exzessiven Einsatz von Dünger und Pestiziden.

Nach der Liberalisierung und Marktöffnung der 1990er-Jahre wuchs vor allem in den Städten zudem die Bedeutung verarbeiteter Lebensmittel mit hohem Fett-, Zucker- und Salzgehalt. Erst langsam wächst in der indischen Bevölkerung das Bewusstsein für gesunde Ernährung.

Wiederbelebung der Hirse

Heute wird die Qualität der Hirse wieder anerkannt. Sie enthält wertvolle Nährstoffe, hat eine kurze Reifezeit, kann in fast allen tropischen Klimazonen angebaut werden und ihr Anbau verursacht geringe CO2-Emissionen. Laut Zahlen der indischen Regierung ist die Produktion von Hirse von 14,5 Millionen Tonnen im Wirtschaftsjahr 2015/16 auf rund 18 Millionen Tonnen im Wirtschaftsjahr 2020/21 gestiegen. Indien hat 2018 sogar als „Jahr der Hirse“ gefeiert.

Seitdem haben viele indische Bundesstaaten Programme zur Wiederbelebung des Hirseanbaus initiiert. Indien hat sich bei den UN auch erfolgreich für die Ausrufung des „Internationalen Jahres der Hirse“ 2023 eingesetzt. Im Vorfeld dieses Jubiläums ermutigt die Regierung Hirse-Initiativen. Finanzministerin Nirmala Sitharaman kündigte kürzlich einen Wettbewerb für Start-ups an, um Innovationen in der gesamten Wertschöpfungskette der Hirse zu entwickeln.

Biofortifikation als Chance

Der indische Agrarwissenschaftler Mahalingam Govindaraj hat kürzliche den renommierten Norman Borlaug Field Award gewonnen. Als Angestellter von ICRISAT  (International Crops Research Institute for the Semi-Arid Tropics) in Hyderabad leitete er Jahre lang die Züchtung und den Vertrieb von besonders ertragreichen Hirsesorten mit hohem Eisen und Zink Gehalt.

Sein Vorbild beflügelt nun weitere Bestrebungen zur Biofortifikation von Hirse.   Biofortifikation bedeutet, Pflanzen so zu züchten, dass sie einen höheren Nährstoffgehalt haben.

Schätzungen zufolge werden bis 2024 mehr als 9 Millionen Inder biofortifizierte Hirsesorten verzehren. Die Landwirtschaft meldete steigende Nachfrage auch in den Städten. Die Belieferung der dortigen Märkte ist aber kompliziert, so dass die Agrarfamilien nur einen kleinen Teil des Verkaufspreises erhalten, den Endverbrauchende zahlen. Die Höfe können auch nicht so viel produzieren wie von anderen Getreidesorten, weil die Erträge pro Hektar viel niedriger sind als bei Reis oder Weizen. Es mangelt auch an Verarbeitungsinfrastruktur.

Hirse ist sicherlich nicht die Patentlösung für alle Ernährungsprobleme in Indien. Sie kann aber einen wichtigen Beitrag zur höherer Ernährungssicherheit leisten.

Roli Mahajan ist freie Journalistin und lebt im nordindischen Lucknow.
roli.mahajan@gmail.com

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Schwere Rückschläge bei Hungerbekämpfung

SID Blog - 13. Oktober 2022 - 12:27

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13.10.2022 | Pressemitteilung

Welthungerhilfe stellt Welthunger-Index 2022 vor Aus Hungerkrisen werden Katastrophen – Fortschritte bei der Hungerbekämpfung werden zunichtegemacht

Bonn/Berlin, 13. Oktober 2022. Die Welt steht vor einem schweren Rückschlag bei den Bemühungen, den Hunger zu beenden. Der Krieg in der Ukraine hat die verschiedenen Krisen noch einmal massiv verschärft. Der aktuelle Welthunger-Index zeigt, dass sich bewaffnete Konflikte, der Klimawandel und die Corona-Pandemie gegenseitig verstärken und dazu geführt haben, dass 2021 bis zu 828 Millionen Menschen hungern mussten. Besonders dramatisch ist die Lage am Horn von Afrika, wo die schlimmste Dürre seit vier Jahrzehnten herrscht. In Somalia erleben Menschen in einigen Regionen bereits eine lebensbedrohliche Hungersnot. Der neue Bericht untersucht die Ernährungslage in 129 Ländern. 46 Länder werden bis 2030 voraussichtlich noch nicht einmal ein niedriges Hungerniveau erreichen. Afrika südlich der Sahara sowie Südasien sind erneut die Regionen mit den höchsten Hungerraten.  

„Durch die toxische Mischung aus bewaffneten Konflikten, Klimakrise und Covid-19 Pandemie waren bereits vor dem Krieg in der Ukraine Millionen Menschen mit enormen Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln konfrontiert gewesen. Der Krieg in der Ukraine hat dies verschärft und so werden aus den weltweiten Hungerkrisen zunehmend Katastrophen. Wir müssen schnell auf die humanitären Notlagen reagieren und sowohl flexible und höhere Mittel zur Verfügung stellen und zugleich größere Investitionen für die Transformation der Ernährungssysteme bereitstellen", fordert Marlehn Thieme, Präsidentin der Welthungerhilfe.  

Der Welthunger-Index zeigt in diesem Jahr, wie wichtig es ist, die Ernährungssysteme gerecht, nachhaltig und krisenfest zu gestalten. Die Mitbestimmung lokaler Akteure bei der nationalen Ernährungspolitik spielt dabei eine Schlüsselrolle. „Das Recht auf Nahrung muss bei der Transformation der Ernährungssysteme im Mittelpunkt stehen. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, dass die Zivilgesellschaft vor Ort Möglichkeiten hat, die jeweiligen staatlichen Strukturen zu überprüfen und Verbesserungen einklagen zu können. Nur wenn die Gemeinschaften und Bäuerinnen und Bauern mit ihrem lokalen Wissen und ihren konkreten Bedürfnissen mitbestimmen, können nachhaltige Lösungen für die Beseitigung des Hungers gefunden werden", betont Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe.

Weitere Informationen, Grafiken und Fotos sowie den Bericht finden Sie unter www.welthungerhilfe.de/pressemappe-whi-2022

 

Die Welthungerhilfe wird in diesem Jahr 60 Jahre. Sie ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 10.895 Auslandsprojekte in rund 70 Ländern mit 4,46 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.






Deutschland erhöht Beitrag für multilateral koordinierten Einsatz für globale Ernährungssicherheit

SID Blog - 13. Oktober 2022 - 12:26
Die Umsetzung des Bündnisses für globale Ernährungssicherheit geht voran. Entwicklungsministerin Svenja Schulze hat am Rande der Weltbanktagung 60 Millionen Euro für das „Globale Programm für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit" zur Verfügung gestellt, das von der Weltbank verwaltet wird. Das Programm fördert weltweit Projekte, die akute Hilfe gegen Hunger mit strukturellen und nachhaltigen Veränderungen der Agrar- und Ernährungssysteme verbinden und setzt so multilateral koordiniert die Ziele des Bündnisses um, das Schulze zusammen mit der Weltbank im Frühjahr initiiert hatte.

 

Schulze: „Der Klimawandel, bewaffnete Konflikte, die Folgen der Corona-Pandemie und jetzt auch noch die Schockwellen des russischen Angriffskriegs auf die weltweiten Agrarmärkte – diese gefährliche Mischung treibt Menschen weltweit in den Hunger. Als Weltgemeinschaft sind wir in der Verantwortung, diese Krise so zu bewältigen, dass die nächste nicht noch schlimmer wird. Darum müssen wir beim Kampf gegen den Hunger neben der akuten Hilfe immer auch auf nachhaltige, lokale und strukturelle Lösungen setzen. Das macht Gesellschaften auch unabhängiger von Erpressern wie Putin. Wir haben erlebt, wie leicht es im gegenwärtigen Agrarsystem für Russland ist, Getreide als Waffe einzusetzen. Unsere Antwort muss eine Politik für globale Ernährungssicherheit sein. Ich will diese Politik so multilateral und koordiniert wie möglich angehen. Darum habe ich schon im Frühjahr als G7-Vorsitz das Bündnis für globale Ernährungssicherheit gestartet. Und darum unterstützt Deutschland mit den Sondermitteln für Ernährungssicherheit auch gezielt multilaterale Programme und Organisationen."

 

Deutschlands Beitrag in Höhe von 60 Millionen Euro für das „Globale Programm für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit" (GAFSP) ist Teil der 880 Millionen Euro Sondermittel, die das Entwicklungsministerium in diesem Jahr zusätzlich investiert, um eine globale Hungerkrise zu verhindern. GAFSP ist ein Treuhandfonds, der in enger Abstimmung mit Partnerländern, Zivilgesellschaft und Wirtschaft und aufbauend auf den Erkenntnissen des Bündnisses für globale Ernährungssicherheit flexibel tätig werden kann, so wie es konkret vor Ort gebraucht wird.

 

Bewerben können sich internationale Organisationen wie IFAD mit Projektvorschlägen. Die Projekte sollen zum einen gezielt zur Bewältigung der unmittelbaren Krise beitragen, aber darüber hinaus auch die Agrar- und Ernährungssysteme langfristig unabhängiger und klimaresilienter machen. So werden in Somalia beispielsweise besonders betroffene Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bei der nachhaltigen Steigerung ihrer Ernten unterstützt.

 

Als Reaktion auf die weltweit zunehmende Ernährungsunsicherheit hatte Entwicklungsministerin Svenja Schulze als deutsche G7-Präsidentschaft gemeinsam mit der Weltbank im Mai 2022 das Bündnis für globale Ernährungssicherheit ins Leben gerufen. Das Bündnis bringt mittlerweile mehr als 100 Staaten und Organisationen zusammen. Die Weltbank nimmt hierbei eine Führungsrolle ein. Die Hungerkrise und der Einsatz für einen nachhaltigen und krisenfesten Umbau der weltweiten Agrar- und Ernährungssysteme ist auch Thema der Weltbank-Jahrestagung in dieser Woche in Washington, an der Schulze teilnimmt.

 

Deutschland gehört zu den größten Gebern im Einsatz für Ernährungssicherheit mit bislang rund 4 Milliarden Euro im Jahr 2022. Zudem hat Deutschland als G7-Vorsitz dazu beigetragen, eine international koordinierte Antwort auf die von Russlands Angriffskrieg ausgelöst Krise zu entwickeln.

 


 


UNICEF: Kindergesundheit in Gefahr

SID Blog - 13. Oktober 2022 - 12:25
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Weltgesundheitsgipfel in Berlin muss Gesundheitssysteme für arme Kinder stärken

© UNICEF/UN0557444/Esiebo

Köln, den 12. Oktober 2022// Vor dem am Sonntag in Berlin beginnenden Weltgesundheitsgipfel ruft UNICEF Deutschland dazu auf, die Gesundheitssysteme in den ärmsten Ländern nachhaltig zu stärken. Dazu sind unter anderem langfristige Investitionen in die Ausbildung und Bezahlung von mehr Gesundheitspersonal in Gemeinden und Einrichtungen notwendig. Weil immer mehr benachteiligte Kinder nicht geimpft sind, sind dringend Aufholkampagnen nötig, um sie vor gefährlichen Infektionskrankheiten zu schützen. 

„Kinder aus armen Familien haben eine viel schlechtere Chance, gesund aufzuwachsen und ihre Fähigkeiten zu entfalten. Sie sind schlechter ernährt, erhalten seltener Impfschutz und haben häufiger keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser", erklärte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Wo ein Kind geboren wird, darf nicht darüber entscheiden, ob es überleben und sich gut entwickeln kann. In einer Zeit multipler Krisen müssen die Teilnehmenden des Weltgesundheitsgipfels in Berlin Investitionen in eine nachhaltige Gesundheitsversorgung der ärmsten Familien in den Mittelpunkt stellen."

Gesundheitssituation von Kindern verschlechtert

Der Weltgesundheitsgipfel in Berlin findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem immer deutlicher wird, dass sich die globale Gesundheitssituation von Kindern verschlechtert hat. Die Covid-19-Pandemie hat nicht nur jeden Tag Tausende Menschenleben gefordert, sondern insbesondere in den ärmsten Ländern Fortschritte bei der Grundversorgung von Kindern zunichtegemacht, die schwachen Gesundheitssysteme stark belastet und weitere Familien in Armut gestürzt. Verstärkt werden diese Probleme durch zahlreiche lange anhaltenden Konflikte und die Auswirkungen des Klimawandels. Die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) geraten so immer mehr außer Reichweite.

Millionen Kinder ohne Impfschutz

Nach aktuellen Daten von UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation WHO haben allein in 2021 weltweit 25 Millionen Kinder keinen Impfschutz vor gefährlichen Krankheiten wie Diphtherie, Tetanus und Röteln erhalten. Das bedeutet einen Rückschritt um 30 Jahre. 

In verschiedenen vormals poliofreien Ländern wurden zuletzt erneut Fälle von Kinderlähmung registriert. Ursachen sind vermutlich das viermonatige Aussetzen von Polio-Impfkampagnen in 30 Ländern in 2020 sowie die Tatsache, dass viele benachteiligte Kinder mit Regelimpfungen nicht erreicht wurden. Gleichzeitig stieg allein in den ersten Monaten dieses Jahres die Zahl registrierter Maserninfektionen um 79 Prozent. 

Daten von UNICEF zeigen zudem, dass verschiedene Gesundheitsrisiken für Kinder einen Teufelskreis bilden. So leben die meisten Kinder, die keinen Impfschutz haben, in Regionen, wo besonders viele Mädchen und Jungen vor ihrem fünften Geburtstag an Lungenentzündung, Durchfall oder Malaria sterben. Auch der Anteil der Kinder, die an Mangelernährung, HIV oder anderen Tropenkrankheiten leiden, ist in vernachlässigten Gemeinden und Regionen besonders hoch. 

Vom 16.-18. Oktober diskutieren auf dem Weltgesundheitsgipfel in Berlin Expert*innen aus Wissenschaft, Politik, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft Wege zu einer nachhaltigen und gerechten Gesundheitsversorgung. UNICEF-Exekutivdirektorin Catherine Russell spricht zur Eröffnung des Weltgesundheitsgipfels.


Welthunger-Index: Aus Hungerkrisen werden Katastrophen

Welthungerhilfe - 13. Oktober 2022 - 9:00
Welthungerhilfe stellt Welthunger-Index 2022 vor. Fortschritte bei der Hungerbekämpfung werden zunichtegemacht.
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Pakistan nach der Jahrhundertflut: Hunger, Krankheiten und Obdachlosigkeit

Welthungerhilfe - 13. Oktober 2022 - 7:39
Aisha Jamshed ist seit 2020 Landesdirektorin der Welthungerhilfe in Pakistan. In diesem Gastbeitrag, der am 22. September im Kölner Stadt-Anzeiger erschienen ist, berichtet sie über die Situation in den von der Flutkatastrophe betroffenen Regionen und fordert die Öffentlichkeit auf, mehr Verantwortung zu übernehmen und humanitäre Arbeit zu unterstützen.
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