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The Opposition Alliance in Turkey: A Viable Alternative to Erdoğan?

SWP - 31. August 2022 - 2:00

In a remarkable development for Turkish politics, six opposition parties signed a joint manifesto at a public ceremony on 28 February. The document outlines plans to abolish the executive presidential system and restore rule of law and civil liberties under a “strengthened parliamentary system”. The successive concentration of power in President Recep Tayyip Erdoğan’s hands has culminated in a hyper-presidential system without meaningful institutional checks. The opposition parties are determined to reverse this process by offering the electorate an alternative political plat­form supported by a single presidential candidate. If their cooperation generates a pre-electoral alliance for the upcoming elections, the opposition camp dubbed the “Table of Six” has a reasonable chance of defeating Erdoğan and his governing bloc.

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Düsseldorfer Unternehmensbands rocken zugunsten der Welthungerhilfe

Welthungerhilfe - 30. August 2022 - 21:00
Rock gegen Hunger: Charity-Contest sammelt Spenden für notleidende Menschen in Sierra Leone. Bastian Campmann und Nils Plum von Kasalla sowie Jazzy Gudd küren am 08. September als Jury die beste Unternehmensband Düsseldorfs.
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Wie Nasra und Ezekiel Krankheiten eindämmen, Gesundheit stärken – und helfen, Tansania für die nächste Pandemie zu rüsten

ONE - 30. August 2022 - 16:02

In ländlichen Regionen in Afrika und weltweit, spielen lokale Gesundheitsfachkräfte wie Nasra und Ezekiel eine zentrale Rolle für die Gesundheit der Menschen. Sie klären über Krankheiten und deren Prävention auf und übernehmen die medizinische Versorgung, auch in den entlegensten Dorfgemeinschaften, wo die nächste Klinik weit entfernt ist. Was die wenigsten ahnen: der Einsatz der beiden und tausenden weiteren Gesundheitshelfer*innen ist das Rückgrat der Pandemievorsorge. Sie sammeln Gesundheitsdaten und untersuchen und dokumentieren auffällige Vorkommnisse, die die Gesundheit der Menschen bedrohen könnten. Auf dieser Grundlage können die zuständigen Behörden aktiv werden, Krankheitsausbrüche verhindern oder eindämmen und die Gesundheit der Menschen schützen.

Nasra Salimu ist Bäuerin in Bereko, einem Dorf im Bezirk Dodoma im Herzen Tansanias. Aber das ist nicht ihr einziger Job. Wenn die Arbeit auf dem Hof erledigt ist, macht sie sich auf den Weg in die Nachbargemeinden. Mal auf dem Marktplatz, mal bei Hausbesuchen spricht sie mit den Menschen und es geht immer um eines: Tuberkulose (TB) und wie man die Verbreitung der Lungenkrankheit verhindern kann. Weil nicht alle Dorfbewohner*innen lesen können, erklärt Nasra auch anhand von Bildern, wie sich TB verbreitet. Dabei hält sie auch nach typischen Tuberkulose-Symptomen Ausschau wie Gewichtsverlust, Nachtschweiß oder hartnäckigem Husten. Bei Verdacht wird getestet. Durch ihre Besuche vor Ort kann sie außerdem im Blick behalten, ob Betroffene regelmäßig ihre Medikamente einnehmen. „Die Krankheit ist heilbar, wenn Menschen ihre Medikamente nehmen. All das tue ich jeden Tag, damit sich Tuberkulose nicht weiterverbreitet.“

Nasra, eine Gesundheitshelferin aus dem Dorf Bereko in Tansania, macht sich auf den Weg zu ihren Patient*innen im Dorfzentrum. © The Global Fund/Vincent Becker

1.000 Kilometer westlich von Bereko liegt Kigoma, direkt am Tanganjikasee. Hier ist Ezekiel Msumyi zu Hause, auch er ist Gesundheitsarbeiter. Neben der Eindämmung von Malaria und der Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern, kümmert sich Ezekiel vor allem um die Erhebung von Gesundheitsdaten: von der Zahl schwangerer Frauen bis hin zur genauen Menge verteilter Moskitonetze. Er sammelt Informationen aus den 193 Haushalten, die zu seinem Gebiet gehören. Aber auch ungewöhnliche Vorkommnisse behält er im Auge, um mögliche Gesundheitsbedrohungen der Bevölkerung rechtzeitig zu erkennen. „Wenn ich von einem Problem in der Gemeinde höre, fahre ich umgehend hin, um dem auf den Grund zu gehen. Falls es tatsächlich ein Gesundheitsproblem wie ein Ausbruch ist, dokumentiere ich es und sende die Information direkt an die Klinik“, berichtet Ezekiel. „Dieser Job liegt mir sehr am Herzen.”

Ezekiel sammelt Gesundheitsdaten, die er schließlich in Berichten an die nahe gelegene Klinik liefert, sodass sie dort in die Online-Datenbank einfließen können. © The Global Fund/Vincent Becker

Die Daten, die Ezekiel und seine Kolleg*innen sammeln, sind essentiell, um Gesundheitsbedrohungen schnellstmöglich zu erkennen und ihnen zu begegnen. In Kasulu ist Athmani Mwinyihaji verantwortlich für die Verarbeitung der Gesundheitsdaten. Er berichtet, dass dank der Meldeketten die Kommunikation zwischen der Gemeindeebene und der nationalen Ebene gut funktioniert. So konnte die Öffentlichkeit in der Vergangenheit bereits vor dem möglicherweise gefährlichen Verzehr von Fisch gewarnt werden, weil Gesundheitsarbeiter*innen eine ungewöhnlich hohe Anzahl toter Fische im Fluss meldeten, während das Ministerium sich um die Aufklärung des Vorfalls kümmerte.

Um mögliche Krankheitsausbrüche frühzeitig zu erkennen und schnell zu reagieren, sammelt der Gesundheitshelfer Ezekiel Msumyi die Daten von 193 Haushalten. © The Global Fund/Vincent Becker

Allein in Tansania wurden mit Unterstützung des Globalen Fonds über 10.000 Gesundheitsfachkräfte ausgebildet, um die Gesundheitsversorgung auf Gemeindeebene zu stärken. Zusammen genommen gibt es in den Partnerländern des Globalen Fonds mehr als zwei Millionen Gesundheitsarbeiter*innen, die meisten sind Frauen. Sie sind es, die die Eindämmung von HIV, Tuberkulose und Malaria voranbringen, indem sie auch die Menschen erreichen, die in weit abgelegenen Gemeinden leben. Im Mittelpunkt stehen dabei Menschen mit einem erhöhten Krankheitsrisiko und solche, die medizinische Versorgung benötigen. Was lokale Gesundheitsarbeiter*innen wie Nasra und Ezekiel so einzigartig macht? Sie kommen selber aus den Regionen und kennen die Menschen, die Gemeinden vertrauen ihnen. Und genau darin liegt auch der Erfolg ihrer Arbeit begründet.

Nasra besucht die Wohnung einer Person mit TB-Symptomen, um eine Sputumprobe zu entnehmen, die zur Untersuchung an ein Labor geschickt wird. © The Global Fund/Vincent Becker

Athmani betont, dass das dezentrale, eng geknüpfte Netz aus Gesundheitsarbeiter*innen nicht nur bei der Bekämpfung aktueller Pandemien eine wichtige Rolle spielt. Dank dieser Vernetzung und basierend auf der Arbeit von Menschen wie Nasra und Ezekiel, sind Tansania und andere Länder auch für künftige Gesundheitsbedrohungen gut gerüstet, die auf diese Weise früh erkannt und effektiv eingedämmt werden können.

Du möchtest wie Ezekiel und Nasra die Gesundheit von Menschen weltweit stärken? Dann unterzeiche jetzt unsere Petition zur Unterstützung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose!

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Zusammenarbeit mit Frauengruppen kann Gewalt eindämmen

E+Z - 30. August 2022 - 15:25
Lokale Frauenrechtsgruppen werden oft übersehen, wenn Hilfsorganisationen auf humanitäre Krisen reagieren; das sollte sich ändern

Auf dem Höhepunkt der Pandemie nahm die Gewalt gegen Frauen so stark zu, dass das Phänomen als „Schattenpandemie“ bezeichnet wurde. Lockdowns, Schulschließungen und Anweisungen, zu Hause zu bleiben, ließen die Spannungen in Haushalten eskalieren. Allgemein hat die Pandemie Frauen stärker getroffen als Männer.

Das bestätigt auch ein Bericht des International Rescue Committee (IRC) zur Lage in Afrika, der einen deutlichen Anstieg der geschlechterbasierten Gewalt feststellte. Die internationale humanitäre Organisation befragte in den ersten zehn Monaten der Pandemie 852 Frauen in 15 afrikanischen Ländern, die in Flüchtlings-, Vertriebenen- oder Postkonfliktsituationen lebten. Fast drei Viertel (73 Prozent) der Befragten berichteten von einer Zunahme der Gewalt durch einen Partner, 51 Prozent von einer Zunahme der sexuellen Gewalt und 32 Prozent von einer Zunahme der Früh- und Zwangsehen in ihrer Gemeinde.

Ein Beispiel ist der Südsudan. Vor der Pandemie hatte schätzungsweise ein Drittel der Frauen und Mädchen sexuelle Gewalt durch einen Nichtpartner erfahren, und bis zu 73 Prozent erlebten Gewalt durch einen Partner (IRC et al., 2021). Diese Zahlen stiegen im Zuge von pandemiebedingten Schließungen und einem allgemeinen Zusammenbruch der sozialen Ordnung sprunghaft an. Das Land steht vor vielen Herausforderungen:

  • Bürgerkrieg,
  • ununterbrochener Gewalt,
  • Wirtschaftskrise,
  • Gefahr einer Hungersnot,
  • Covid-19-Pandemie und
  • einem schwachen Gesundheitssystem.

Im Südsudan leisten internationale und lokale humanitäre Gruppen Hilfe. IRC arbeitet mit Unterstützung von Irish Aid mit lokalen Frauengruppen zusammen, um in Lagern für Vertriebene sichere Räume, Beratung und Schulungen anzubieten. Damit sollen die Frauen geschützt und gestärkt werden, ihr Leben zu verbessern.

IRC will die Häufigkeit geschlechterbasierter Gewalt insgesamt verringern. Die Organisation setzt auf Maßnahmen, die das individuelle Verhalten verändern sollen. Das Programm heißt „Engaging men through accountable practices“. Die Menschen müssen geschlechtsspezifische Einstellungen, die zu Gewalt gegen Frauen führen können, hinterfragen. Männer müssen verstehen, dass Gewalt kostspielig und keine Lösung für häusliche Probleme ist. „Ich habe beschlossen, Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen. Meine Ehe hat sich verbessert“, sagte ein Ehemann nach der Teilnahme.

Auf lokaler Ebene handeln

Nationale und lokale Frauenrechtsorganisationen sind wichtige Akteure bei der Bekämpfung der „Schattenpandemie“. Sie sind wertvolle Informationsquellen über die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen. Dennoch bemängelt IRC, dass Frauengruppen bei der Planung von humanitären Initiativen häufig übersehen werden. Meist werden sie in strategischen Dokumenten nicht einmal erwähnt.

Gleichzeitig kommen Frauenorganisationen nur schwer an Finanzmittel. Eine Aktivistin sagte IRC, dass sie keinen Zugang zu Geldgebern haben. Es erscheine ihnen „unmöglich“, in das System vorzudringen. Selbst wenn eine Gruppe Glück hat, eine indirekte Finanzierung von einer internationalen Organisation zu erhalten, beinhaltet diese in der Regel keine Unterstützung für das Wachstum der Organisation.

Es sollte anders sein – Frauenorganisationen sollten mehr Einfluss auf die Entscheidungen haben, die ihre Gemeinden betreffen. Immerhin steht Deutschland derzeit an der Spitze einer feministischen Außenpolitik. Außerdem ist es Politik der UN, bei humanitären Maßnahmen lokale Ansätze zu fördern. Entsprechende Verpflichtungen wurden im „Call to Action on Protection from Gender-Based Violence“ festgelegt, einer globalen Initiative, die 97 Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und internationale Institutionen unterzeichnet haben. Nothilfe durch Zusammenarbeit mit lokalen Gruppen lokaler zu machen, ist ein wichtiger Schritt.

Ein stärkerer Fokus auf Partnerschaften mit lokalen Gruppen und ihre direkte Finanzierung stünde auch im Einklang mit den Zielen des Generation Equality Forum. Das 2021 erstmals von UN Women einberufene Forum, das gerade ein Jahr existiert, will die Gleichstellung der Geschlechter weltweit vorantreiben.

Die Absichten sind gut, aber in der humanitären Praxis hat sich viel zu wenig geändert. Systemische Reformen würden dazu beitragen, einen feministischeren Ansatz für die Partnerschaft umzusetzen. Diese drei Dinge sollten geschehen:

  • Das UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) sollte voraussetzen, dass Frauenorganisationen an jeder Phase der humanitären Programme beteiligt sind.
  • Internationale humanitäre Organisationen sollten die Anzahl und Qualität ihrer Partnerschaften mit Frauenorganisationen erhöhen.
  • Lokale und nationale Frauenorganisationen sollten mehr langfristige sowie flexible Finanzmittel erhalten, um ihre Kernausgaben decken, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schulen und ihre Maßnahmen an die Bedürfnisse der Zielgruppen anpassen zu können.

Wir brauchen ein anderes System. „Betrachten Sie uns als Gleichberechtigte“, sagte eine unserer Gesprächspartnerinnen, die eine Basisorganisation vertritt.

Links

IRC, 2021: Why not local? Gender-based violence, women’s rights organisations and the missed opportunity of Covid-19.
https://www.rescue.org/report/why-not-local-gender-based-violence-womens-rights-organisations-and-missed-opportunity-covid

IRC, 2020: What happened? How the humanitarian response to COVID-19 failed to protect women and girls.
https://www.rescue.org/sites/default/files/document/5281/ircwpecovidreportv7.pdf

IRC et al., 2019: What works to prevent violence against women and girls in conflict and humanitarian crisis.
https://www.whatworks.co.za/resources/policy-briefs/item/662-what-works-to-prevent-violence-against-women-and-girls-in-conflict-and-humanitarian-crisis-synthesis-brief

Glory Makena arbeitet für International Rescue Committee im Südsudan und ist spezialisiert auf den Schutz und die Stärkung der Rolle der Frau.
glory.makena@rescue.org

Brianna Guidorzi arbeitet für International Rescue Committee im Vereinigten Königreich und ist spezialisiert auf Politik zum Schutz und der Stärkung von Frauen.
brianna.guidorzi@rescue.org

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Informe de resultados del encuentro Movilidad Urbana Sostenible: un diálogo interregional sobre la industria y el financiamiento del transporte público colectivo

DIE - 30. August 2022 - 13:46

En este documento se presentan los resultados del intercambio realizado entre la Comisión Económica para América Latina y el Caribe (CEPAL) y el German Institute of Development and Sustainability (IDOS), como parte del proyecto “Ciudades inclusivas, sostenibles e inteligentes en el marco de la Agenda 2030 para el Desarrollo Sostenible en América Latina y el Caribe”. El evento se realizó los días 24 y 25 de mayo de 2022 y tuvo por objeto explorar distintas iniciativas de política pública en torno a la implementación del gran impulso para la sostenibilidad en la movilidad urbana. La reflexión estuvo inspirada en dos grandes preguntas: ¿Cuáles son las condiciones y posibilidades de la industria para responder a las exigencias de la movilidad urbana sostenible? y ¿cuáles son los problemas, requerimientos y oportunidades del financiamiento del transporte público sostenible en las ciudades? Para ello, se analizaron los casos de China y la India, junto con la situación actual y las perspectivas de América Latina en torno a los beneficios de implementar el gran impulso para la sostenibilidad como una estrategia orientada a alcanzar un nuevo modelo de desarrollo sostenible impulsado por las demandas urbanas de servicios públicos.

This document presents the results of the exchange carried out between the Human Settlements Unit of the Sustainable Development and Human Settlements Division of the Economic Commission for Latin America and the Caribbean (ECLAC) and the German Institute of Development and Sustainability (IDOS) within the framework of the “Inclusive and sustainable smart cities in the framework of the 2030 Agenda for Sustainable Development” project. The exchange aimed to explore different public policy initiatives around the implementation of the Big Push for Sustainability within the field of urban mobility. The reflection was inspired by two big questions: What are the conditions and possibilities of the industry to respond to the demands of sustainable urban mobility? And what are the problems, requirements and opportunities for financing sustainable public transport in cities? To do this, the cases of China and India were analysed, along with the current situation and perspectives of Latin America regarding the benefits of implementing the Big Push for Sustainability as a strategy aimed at achieving a new model of sustainable development driven by urban demands for public services.

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Beware of Climate Change! C20 Urges G20 Utilities to Adapt Faster, Learn Faster, and Implement Solution Faster

#C20 18 - 30. August 2022 - 13:24

August 29, 2022 was a decisive momentum for helping the world be on track with the 1.5 pathway of the Paris Agreement as Civil 20 purposely rounded up strategic panelists for a discussion called ‘The Role of G20 Power Utilities in Climate Mitigation Efforts’ in Courtyard by Mariott, Nusa Dua, Bali.

            Panelists such as Darmawan Prasodjo, the Director of Indonesia’s State-owned PT PLN (Perusahaan Listrik Negara), Youngjin Chae, the Vice President of Strategy and Planning from the Republic of Korea’s KPX (Korea Power Exchange), Federico Lopez de Alba, the Manager of Mexico’s CFE (Comisión Federal de Electricidad), and Dennis Volk, Germany’s BNetZa (Bundesnetzagentur), gathered to share plans on climate mitigation.

            The discussion explored how to generate energy more efficiently and implement measures to the expansion planning, including analyzing energy storage, expansion of renewable and low-carbon energy systems, clean industrial development, grid integration, and energy efficiency. In terms of financing, the energy transition also requires new projects and investments.

            Keynote speaker Phillipe Benoit, Adjunct Senior Research Scholar, enter on Global Energy Policy, Columbia University, delivered  that state-owned power companies (SPCs) are key to resilience on climate change mitigations or adaptation, “whether we think of mitigation, whether we think of adaptation, the ‘who’ is SPCs, and that we need to take into account,”

            As economic development immensely impacts to the environment, Sous Sherpa C20 Risnawati Utami Richard delivered points to note, “Due to the unsafe energy production, it’s time for G20 countries and stakeholder and energy business production have to involve civil society organizations to balance the environmental justice into a collective action to mitigate climate change in response to all kind of natural disaster that currently happen in the world,”

            The event was also enlivened by her critical question, “Who will be the most affected, if there are any natural disasters because of climate change? There are persons with disabilities, elder people, women and children and other indigenous people and other marginalized groups that will affect the worst situation of climate change,”

More concretely, she captured evidence of the current situation in the pacific because of  extreme weather. “There are persons with disabilities who are not normally considered for preparedness and responses activities to the various barriers they encounter in which include accessibility to information, services, and infrastructure, less of assistive devices and technology, support services, social protection, discriminatory procedure, and community-based inclusive development which limits their effective participations and humanitarian work and even in accessing relief program, this is not a good sign, at all,” she emphasized.

            At the end of the session, C20 Co-chair Fabby Tumiwa gave clarity of challenges faced by utility, “Utility today, in my understanding, is facing very various challenges. Utility deals with five key issues. One of the key issues is climate change, and we need to know that climate change brings challenges for utility to operate. The problem of climate change needs to be addressed because every utility now has to plan to reach net-zero emission by the middle of this century,” he said.

Lastly, he hopes this conversation can continue and calls G20 utilities to conduct skill-sharing so that they can adapt faster, learn faster, and implement the solution faster.

Writer : Sita Mellia
Contact : sitamellia01@gmail.com

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BeN Newsletter 4 2022 Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk

SID Blog - 30. August 2022 - 13:03
­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­

Liebe entwicklungspolitisch Interessierte,

willkommen zurück aus der Sommerpause! Während wir uns für ein paar Tage aus der Arbeit zurückgezogen, das Wetter und die freie Zeit genossen haben, ist das Leben an anderen Arbeits-Orten weiter gegangen. 

Und so gibt es direkt wieder Interessantes aus der Welt der Entwicklungszusammenarbeit. Passend zum Thema ‚Arbeit' zum Beispiel eine Stellenausschreibung des Nord-Süd-Forums Bremerhaven. Und gleich zwei Veranstaltungen, die sich mit einer partnerschaftlicheren Entwicklungszusammenarbeit ‚Auf Augenhöhe' beschäftigen. 

Eine anregende Lektüre und einen guten Start in den Spätsommer wünscht Euch und Ihnen allen: Das BeN-Team.
 
PS: Wie immer freuen wir uns über Artikelvorschläge und Neuigkeiten, die wir in den nächsten Newsletter einbinden können.
 

­ ­ ­  Neues aus Bremen und umzu ­ ­ ­ ­ ­

Partnerschaftsarbeit auf 

Augenhöhe - Wie ist das möglich?

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Seminar l 08.09. l 8.30 - 13.00 Uhr l Klub Dialog l Am Deich 86 l 28199 Bremen ­

Entwicklungspolitische Partnerschaften stellen eine wichtige Grundlage globaler Zusammenarbeit und damit auch eine zentrale Ausgangsbasis für einen Dialog zwischen dem Globalen Süden und dem Globalen Norden dar. In diesem Seminar soll es darum gehen, ein Verständnis dafür zu schaffen, wie eine globale Partnerschaft 'auf Augenhöhe' in einer ungleichen Welt gelebt werden kann.

Wir gehen gemeinsam auf die Suche nach eigenen Denkmustern, Bildern und emotionalen Infrastrukturen. Ziel ist es, ein kritisches Bewusstsein und eine fragende Haltung sich selbst und der Welt gegenüber zu entwickeln. In den interaktiven Denkanstößen wird an eigene Erfahrungen angeknöpft, möglichst nah am Alltag der Teilnehmenden.


Die Referentin Jana Funk ist Philosophin, Politologin, Studienleiterin politische Bildung im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad.

­ Hier geht es zur Anmeldung ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Lesung aus Broschüre zu Nordafrikanischen Zwangsarbeitern am U-Boot Bunker in Bremen Farge ­ Lesung l 08.09. l 19.00 Uhr l Übersee-Museum Bremen ­

Für den Bau des U-Boot Bunkers ‚Valentin' wurden zwischen 1943 und 1945 Tausende von Zwangsarbeitern eingesetzt: Zivilarbeiter ebenso wie Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge.

Appolinaire Apetor-Koffi, freier Mitarbeiter am Denkort Bunker Valentin, ist den Spuren in Nordafrika geborener Menschen nachgegangen, die beim Bunkerbau unter Zwang arbeiten mussten. Die Ergebnisse sind in der Broschüre 'Nordafrikanische Zwangsarbeiter der Baustelle des U-Boot-Bunkers in Bremen-Farge und in den zugehörigen Lagern 1943-45' veröffentlicht, die Apetor-Koffi an diesem Abend vorstellt.

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­

Soziale und ökologische Nachhaltigkeit entlang globaler Lieferketten – 
Anforderungen an ein europäisches Lieferkettengesetz

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ 21.09. l 20.00 Uhr l Domkapitelsaal l Domsheide 8 l 28195 Bremen ­

Im Sommer 2021 wurde das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz im Deutschen Bundestag verabschiedet, im Januar 2023 tritt es in Kraft. Ziel des Gesetzes ist es, Unternehmen zur Einhaltung und Überprüfung geltender Menschenrechtsstandards zu verpflichten. 

Nun ist auch auf europäischer Ebene ein Gesetz in Vorbereitung, das Mensch und Umwelt entlang globaler Lieferketten schützen soll. Welche Erwartungen, Hoffnungen oder Befürchtungen haben Unternehmen, Politiker*innen und die Zivilgesellschaft gegenüber dem europäischen Gesetzesvorhaben? Darüber wollen wir im Rahmen der Veranstaltung mit folgenden Gästen diskutieren:
 

l Joachim Schuster, MdEP, SPD / S&D 

l Diana Sanabria, Referentin für Weltwirtschaft der Nordkirche

l Caroline Strothman, IHK Bremen und Bremerhaven (angefragt)

l Unternehmen N.N. (angefragt)
 

Moderation: Ima Drolshagen

Veranstalter*innen: Kampagne für Saubere Kleidung l Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz) l Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk (BeN) l Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Nordkirche l  Joachim Schuster (MdEP)

­

 Rückfragen gerne an Gertraud Gauer-Süß (biz)

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­

Futtermittel vs. Nahrungsmittel - 
Verpasst Deutschland die Chance für bessere Hungerbekämpfung und mehr Nachhaltigkeit?

­ ­ ­ ­ ­ Diskussionsveranstaltung l 06.10. l 19.00 Uhr l DGB-Haus l Bahnhofsplatz 22-28  ­

In Deutschland werden 60% der landwirtschaftlichen Fläche für den Anbau von Tierfutter genutzt und auch in Ländern wie Brasilien werden Futtermittel für die deutsche Massentierhaltung angebaut. Dieses bringt vielfältigste globale Probleme mit sich. Wie können wir ihnen begegnen? BUND, denkhausbremen und das BeN laden zu einer Diskussionsveranstaltung darüber ein. 


Referent*innen:

l Matthias Lambrecht, Greenpeace-Landwirtschaftsexperte

l Susanne Mittag, MdB (SPD) und Obfrau im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft

Veranstalter*innen:
l BUND l denkhausbremen  l BeN

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KETAAKETI 
Wie ärmste Länder sich selbst entwickeln

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Vortrag und Lesung l 13.10. l 19.00 Uhr l Übersee-Museum Bremen  ­

Für eine andere Entwicklungszusammenarbeit steht die Organisation KETAAKETI, die seit 2007 partnerschaftlich mit Initiativen in Ländern des 'globalen Südens' zusammenarbeitet. 

Was ihre Arbeit im Wesentllichen von der klassischen Entwicklungszusammenarbeit unterscheidet, ist die Haltung hinter dem Engagement: KETAAKETI ist das nepalesische Wort für 'Kinder', und so sind alle Partner*innen Teil einer 'Weltfamilie', in der nicht die Einen geben und die Anderen nehmen (müssen), sondern sich gegenseitig unterstützen unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedürfnisse, Stärken und Möglichkeiten, im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Autonomie, Selbstverantwortung und die Beachtung des landeseigenen Expertentums sind zentrale Merkmale der Arbeit. 

Die Gründerin von KETAAKETI, Anneli-Sofia Räcker, stellt an diesem Abend ihr Buch und das Prinzip KETAAKETI vor.

Veranstalter*innen: Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz) l KETAAKETI l Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk (BeN)

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Hier geht es zur Internetseite von KETAAKETI

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Bolsonaros Erbe - 
eine Belastung für die Zukunft Brasiliens?

­ ­ ­ ­ ­ ­ Vortrag und Diskussion l 18.10. l 19.00 Uhr l Kukoon l Buntentorsteinweg 28  ­

Trotz einer starken Zivilgesellschaft überstand Bolsonaro seine vierjährige Amtszeit als Präsident und säte Hass und Gewalt. Harte Hand in den Schulen, lukrative Jobs für Militärs, Verunglimpfung von LGBTIQ*, Ausverkauf des Amazonasgebiets, Elend und Tod für Indigene, Waffen für die weiße Mittelschicht. 

Hat Bolsonaro seine Ziele erreicht? Wird er am 2.10.22 und 30.10.22 (zweiter Wahlgang) wieder gewählt? Wie schaffte er es, die brasilianische Gesellschaft in vier Jahren zu einem Rechtsruck zu verführen? Wie reiht er sich ein in die Riege der faschistischen Despoten der Welt? Diesen Fragen geht die Radiojournalistin Gudrun Fischer im Vortrag nach.

 

Referentin: Gudrun Fischer

 

Veranstalter*innen: Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz) l Kukoon l Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk (BeN)

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Informationsarbeit für entwicklungspolitische Organisationen - Unterstützung für eure Arbeit ­

Die Themenfelder, in denen sich entwicklungspolitische Organisationen in Bremen engagieren, sind vielfältig: Unterstützung von Friedens- und Versöhnungsprojekten, Stärkung des Fairen Handels, Beiträge zu Bildung und Gesundheit und der Schutz der Artenvielfalt ist nur eine kleine Auswahl.

Um diese Themenfelder in die Öffentlichkeit zu bringen, um Aufmerksamkeit, Engagement, Finanzen und politische Unterstützung zu erreichen, braucht es eine gute Öffentlichkeitsarbeit. Aber: Vielen Organisationen fehlen hier die notwendigen Kapazitäten. Beim Bremer entwicklungspolitischen Netzwerk (BeN) gibt es seit Januar die Fachpromotorinnenstelle Informationsarbeit. Die Stelle wird über das bundesweite Eine Welt Promotor*innen-Programm finanziert. An sie können sich Bremer Organisationen wenden, die Unterstützung bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit suchen, Bedarfe an Fortbildung zum Thema oder auch Ideen für gemeinsame Aktionen, etc. haben.

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Fragen, Anregungen, Ideen gerne per mail an Christiane Mache

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Entwicklungspolitische Leitlinien der Freien Hansestadt Bremen

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Für das Land Bremen sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) sowohl Leitlinien für das Handeln im Inneren als auch Richtschnur für das internationale Engagement. Um die Ziele bis 2030 erreichen zu können, wird regelmäßig der Umsetzungsstand anhand von spezifischen Indikatoren erhoben.

 
Die Fortschreibung der Leitlinien 2022 wurde in einem partizipativen Prozess zusammen mit dem BeN und anderen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen erarbeitet. Sie enthält konkrete Massnahmen für das Land in den Themenfeldern Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft. 

­ Die Leitlinien können hier heruntergeladen werden ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­

Stellenausschreibung Regionalpromotor*in Bremerhaven

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Das Nord-Süd-Forum Bremerhaven sucht ab Oktober eine*n Nachfolger*in für die Stelle der Regionalpromotor*in.
 

Regionalpromotor*innen entwickeln für ihre Region Aktionen und Projekte, mit denen sie internationale Themen wie die Weltentwicklungsziele (SDG) in die öffentliche Diskussion bringen. Mit gezielten Bildungsprojekten fördern sie eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Schulen und in der Erwachsenenbildung. Sie schaffen für unterschiedliche Zielgruppen Anlässe und Gelegenheiten, sich ehrenamtlich für konkrete Eine-Welt-Themen einzusetzen und verbessern mit ihren Service- und Beratungsangeboten die Attraktivität des bürgerschaftlichen Eine-Welt-Engagements.

 

Die Stelle hat einen Umfang von 75%. Bewerbungsschluss ist der 18.09.2022. 

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Weitere Informationen auf der Seite des Nord-Süd-Forums

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ 18. Bremer Solidaritätspreis ­ Bewerbungsfrist verlängert bis 31. August 2022 ! ­

Alle zwei Jahre verleiht der Senat der Freien Hansestadt Bremen den Bremer Solidaritätspreis, um Personen und Initiativen zu würdigen, die sich für Menschenrechte und Demokratie sowie gegen die Folgen von Kolonialismus und Rassismus einsetzen. In diesem Jahr steht der Bremer Solidaritätspreis im Zeichen der globalen Klimagerechtigkeit.

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Weitere Informationen gibt es auf der Seite der Bremer Senatskanzlei

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Afrikanissimo ­ Lesung l 06.09. l 18.00 Uhr l Norddeutsche Mission l Berckstraße 27 l 28359 Bremen ­

Seit einigen Jahren lädt die Norddeutsche Mission einmal im Jahr zu einer besonderen Lesung ein, bei der  Bremer Persönlichkeiten ihr Buch aus oder über Afrika vorstellen.

An diesem Abend werden Bettina Wilhelm (Landesbeauftragte für Frauen), Albert Schmitt (Manager der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen) und Jens Böhrnsen (Bürgermeister a.D.),  aus 'ihren' Büchern lesen und laden die Gäste ein, im Anschluss mit ihnen über die Texte ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt ist frei.

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Green Culture Tagung

­ ­ ­ ­ ­ ­ Tagung l 16. und 17.09. l  Theater am Leibnizplatz l Schulstraße 26 l 28199 Bremen ­

Wie kann der Klimawandel künstlerisch abgebildet werden? Können Menschen durch Kunst für mehr Umwelt- und Klimaschutz sensibilisiert werden? Was können Künstler*innen und Institutionen tun, um die eigene Klimabilanz zu verbessern? Und welche Möglichkeiten der Förderung für 'grüne' Kulturprojekte gibt es?

Die Green Culture Tagung möchte Kulturschaffende, Zivilgesellschaft und Verwaltung vernetzen und greift die oben genannten Themen in Workshops, Vorträgen und Praxisbeispielen auf.

Für die Teilnahme wird um eine Spende gebeten.

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Weitere Informationen und Anmeldung

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  Neues von hinterm Tellerrand ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Das Verschwinden der 85% ­

In der ersten Jahreshälfte 2022 wurde in der Tagesschau über das britische Königshaus umfangreicher berichtet als über den globalen Hunger. Dem Sport wurde mehr Sendezeit eingeräumt als allen Staaten des Globalen Südens zusammen. Diese Schieflage zeigte auch die Ausstellung 'Vergessene Welten und blinde Flecken', die noch bis Ende August in der Stadtbibliothek Bremen zu sehen ist. Jetzt hat der Autor der gleichnamigen Studie auf der Seite des 'European Journalism Observatory (EJO)' einen Beitrag veröffentlicht, der auf die weitere Zuspitzung dieser Situation unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine aufmerksam macht und darauf hinweist, dass es die unterstützung der Medien braucht, damit Globale Gerechtigkeit auch von der Politik als notwendig wahrgenommen wird.

­ Hier geht es zum Artikel auf der Seite des EJO ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Besucht uns doch auch mal auf 
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EU Lieferkettengesetz: Initiative Lieferkettengesetz)   KETAAKETI: KETAAKETI  l  Green Culture Tagung: Kammerorchester Konsonanz l alle anderen: pixabay (Pixabay Lizenz) ­ ­ ­ ­ ­ Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk e.V.Breitenweg 25
28195 Bremen
0421 I 69 53 14 53
info@ben-bremen.de ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­

Überschwemmungen in Pakistan: Sorge vor Hunger und Krankheiten wächst

SID Blog - 30. August 2022 - 13:00

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30.08.2022 | Pressemitteilung

Sorge vor Hunger und Krankheiten durch Überschwemmungen wächst Welthungerhilfe: Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan brauchen dringend Hilfe

Bonn/Berlin, 30.08.2022. Die Folgen des Klimawandels sind in Pakistan spürbar wie nie zuvor. Nach einer massiven Hitzewelle im Frühjahr zerstören jetzt außergewöhnlich starker Monsunregen und Überschwemmungen die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen in Pakistan. Die bisherigen Regenfälle 2022 sind um 200% stärker als im Jahresdurchschnitt. Mehr als 33 Millionen Menschen, jede*r siebte Einwohner*in des Landes ist nach UN-Angaben betroffen, und ein Ende der Fluten ist nicht abzusehen:

„Schon jetzt ist das Ausmaß der Katastrophe um ein Vielfaches größer als bei der Jahrhundertflut 2010 und es regnet noch weiter", sagt Isabel Bogorinsky, Programmleiterin der Welthungerhilfe in Pakistan. „Die Wassermassen reißen Häuser, Felder und die Lebensgrundlagen von Millionen Familien mit sich, vor allem in den Provinzen Sindh und Belutschistan, die vor wenigen Monaten noch unter einer Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 50 Grad litten. Auch in der Grenzregion zu Afghanistan in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa stehen weite Teile unter Wasser. Unter den Wetterextremen leiden wieder einmal diejenigen am meisten, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben." Pakistan ist besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen und belegt im jüngsten Klima-Risiko-Index 2021 den achten Rang.

Die Fluthilfe der Welthungerhilfe ist bereits angelaufen: Erfahrene Partnerorganisationen vor Ort konnten schnell reagieren und haben u.a. damit begonnen, Wasser abzupumpen, um der Ausbreitung von Krankheiten vorzubeugen, Nahrungsmittelpakete und Trinkwasser zu verteilen und Notunterkünfte zu errichten. Darüber hinaus werden Saatgut und landwirtschaftliche Geräte verteilt, sobald die Wassermassen zurückgegangen sind: „Die Überschwemmungen haben bereits 1,6 Mio. Hektar Anbaufläche zerstört, auf denen vorher z.B. Weizen und Obstbäume wuchsen. Sobald das Wasser abgeflossen ist, muss die Nahrungsmittelproduktion wieder starten, sonst droht Hunger und damit eine Kata-strophe nach der Katastrophe", sagt Isabel Bogorinsky. Durch die hohe Inflationsrate hatten sich Grundnahrungsmittel in den letzten Monaten stark verteuert.

Die Welthungerhilfe bittet um Spenden für die betroffenen Menschen unter dem Stichwort: Flutkatastrophe in Pakistan

Isabel Bogorinsky, Programmleiterin der Welthungerhilfe in Pakistan, steht für deutschsprachige Interviews zur Verfügung.

 Weitere Informationen unter www.welthungerhilfe.de/presse

 

Die Welthungerhilfe wird in diesem Jahr 60 Jahre. Sie ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 10.895 Auslandsprojekte in rund 70 Ländern mit 4,46 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.





Corruption endemic in all sectors

E+Z - 30. August 2022 - 12:39
Several embezzlement scandals have rocked Malawi with government officials accused of misusing funds

The health sector continues to suffer with multiple challenges such as shortage of equipment and drugs which has frustrated many citizens. Now, there is widespread fear that the situation will worsen as the population grows and funding for the sector declines.

Several embezzlement scandals have rocked the country with government officials accused of misusing funds. Among implicated officials was then labour minister, Ken Kandodo, who was fired on accusation of spending the equivalent of $ 800 from Covid-19 funds on a private trip to South Africa. Other government officials were also arrested on allegations that they took part in the looting of around $ 7.7 million. To make matters worse, about $ 21.6 million remain unaccounted for.

The embezzlement scandals in the health sector sparked widespread public outcry. President Lazarus Chakwera promised to crackdown on the perpetrators. However, one year down the road, there is little evidence of the said action. Recently, the government of Malawi unveiled the 2022/2023 national budget which has placed the health sector as the third national priority after agriculture and education. About the equivalent of $ 300 million have been allocated to the ministry of health. Fears are high among the public that these funds may not help in the ailing sector riddled with corruption.

To show the nation that his administration is serious about fighting the vice, Malawi’s president continues to fire civil servants implicated in corruption scandals. Most recently, he has relieved the Police Chief George Kainja of his duties after the Anti-Corruption Bureau (ACB) implicated him in a recent report. The vice president, Saulos Chilima, was also implicated by the same report.

Experts however feel that president Chakwera lost the war on corruption when his government failed to adequately prosecute officials implicated in embezzling Covid-19 funds. Sylvester Namiwa, the executive director at Centre for Democracy and Economic Development Initiatives, a non-governmental organisation, argues that corruption is now endemic in all sectors in Malawi, not just in health. “Chakwera will not end corruption. Whatever he says is just mere political rhetoric to make people believe he is fighting corruption,” he says. Namiwa further alleges that most of those involved in the corruption cases are connected to the presidency.

Raphael Mweninguwe is a freelance journalist based in Malawi.
raphael.mweninguwe@hotmail.com

 

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Ein Mann flieht

E+Z - 30. August 2022 - 12:03
Anhand der wahren Geschichte eines Afghanen erzählt der animierte Dokumentarfilm von lebenslanger Prägung durch Flucht

Flucht endet nicht mit der Ankunft in einem anderen Land. Diese Antwort gibt „Flee“ schon mit seinem Titel. Denn das Verb steht im Präsens, nicht im Präteritum. Amin Nawabis (Name geändert) Lebensgeschichte zeigt, wie eine Flucht im Kindesalter einen Erwachsenen weiter begleitet. Den Rahmen des überwiegend animierten Films bilden Gespräche zwischen Amin und dem Regisseur Jonas Poher Rasmussen. Stück für Stück berichtet der heute 36-jährige Interviewte von seiner Vergangenheit.

Es beginnt mit seiner Kindheit in Afghanistan. Geschätzt 35 Millionen Menschen leben in Afghanistan. Die Taliban haben am 15. August 2021 erneut die Macht übernommen und üben wieder ihre Schreckensherrschaft aus, die bereits in den 1990er-Jahren begann. Das Land ist isoliert. Die humanitäre Lage ist desaströs.

Flucht aus Afghanistan

Amin ist bereits in den 1980er-Jahren mit Mutter und Geschwistern aus Afghanistan geflohen. Zu dieser Zeit erschütterten gewaltvolle Auseinandersetzungen zwischen der kommunistischen Regierung, deren sowjetischen Unterstützern und den von den USA unterstützten Mudschaheddin-Gruppen das Land. Amins Vater war damals schon verhaftet worden und vermutlich tot. Das Ziel der Familie war Schweden, wo der älteste Bruder seit längerem lebte. Sie konnten aber nur nach Moskau einreisen.

Die Mittel für die Reise von dort nach Schweden hatten sie nicht. Es folgte eine trostlose Wartezeit. Die Lebensbedingungen waren hart, Fluchtversuche scheiterten. Schließlich musste die Familie sich trennen. Schlepper brachten sie zu unterschiedlichen Zeiten auf verschiedenen Wegen aus Moskau heraus.

So landete Amin als 16-Jähriger alleine in Dänemark. Um dort bleiben zu dürfen, musste er lügen. Er erzählte, dass seine Familie tot sei. Die Wahrheit erfuhr über Jahrzehnte niemand. Auch nicht der Freund, den er am ersten Schultag in Dänemark traf. Dieser Freund war Jonas Poher Rasmussen.

Die persönliche Beziehung zwischen Dokumentarfilmer und Protagonist verfälscht die Aufarbeitung nicht. Sie verstärkt die Aussage des Films. Erst nach vielen Jahrzehnten Freundschaft war es Amin möglich, sich zu öffnen. Er erzählt dem Freund, nicht dem Filmemacher, von der Flucht, den Ängsten, der Isolation und dem Leidensdruck. Sie sprechen auch über die Zeit in Dänemark: das Erwachsenwerden als Geflüchteter in einem fremden Land, die langersehnte Reise zu seiner Familie nach Schweden und Amins Karriere als Wissenschaftler.

Beziehung auf dem Spiel

Besonders im Fokus ist auch die Beziehung zu Amins Partner. Seine Homosexualität wird im Film thematisiert, aber nicht dramatisiert. Vor allem sehen die Zuschauerinnen und Zuschauer, wie sich Amins Blick auf seine eigene Homosexualität ändert. Viel wichtiger für Amin und damit den Film sind die Herausforderungen, die sich aus seiner Vergangenheit für seine Partnerschaften ergeben. Welche das sind, entdecken die Freunde während des Gesprächs gemeinsam. Deutlich wird, wie sehr die Flucht und die Lüge den inzwischen 36-Jährigen noch immer beschäftigen.

Der Film ist kein politisches Statement zum Afghanistan-Krieg. Er berücksichtigt nicht die aktuellen Ereignisse. Kritisiert wird nur marginal. Die Botschaft von „Flee“ ist eine andere. Jonas Poher Rasmussen hat seinem Freund einen Raum geschaffen, in dem dieser das Vergangene aufarbeiten und vielleicht sogar mit seiner Flucht abschließen kann. Das Ergebnis ist ein Werk, das einen normalen Menschen im Windschatten eines Krieges zeigt. Und seine jahrelange Flucht vor der eigenen Vergangenheit.

Wann endet Flucht?

Die Animationen ermöglichen, die ganze Geschichte zu visualisieren. Sie zeigen, was sonst verborgen geblieben wäre. Aufnahmen von den Regionen zur erzählten Zeit unterbrechen die Animationen gelegentlich. Sie vermitteln deutlich, dass trotz der ästhetisierten Bilder das Erzählte real ist.

Durch das Gespräch zwischen Amin und Jonas wissen die Zuschauerinnen und Zuschauer schon zu Beginn, dass es Amin gut gehen wird. Er ist in Sicherheit in Dänemark. Es ist seine emotionale Entwicklung, die den Spannungsbogen des Films ausmacht. Endet Amins Flucht vor der eignen Vergangenheit mit dem Film? Das ist die Antwort, die in „Flee“ zu suchen ist.

Film
Rasmussen, J. P., 2020: Flee. Dänemark/Frankreich.

Jane Escher ist Volontärin in der Öffentlichkeitsarbeit von Engagement Global.
jane.escher@engagement-global.de

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Welthungerhilfe: Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan brauchen dringend Hilfe

Welthungerhilfe - 30. August 2022 - 12:00
Sorge vor Hunger und Krankheiten durch Überschwemmungen wächst.
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„Behindertensport ist unverzichtbar“

E+Z - 30. August 2022 - 11:07
Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbands spricht im Interview über die Bedeutung von Sport und internationale Kooperationen

Auf der ganzen Welt bringt der Sport Menschen zusammen und hält sie fit. Welche Bedeutung hat er für Menschen mit Behinderung?
Der Behindertensport ist unverzichtbar. Noch stärker als der Sport von Menschen ohne Behinderung sorgt er für die individuelle Gesundheit. Menschen mit Behinderung, die Sport treiben, fühlen sich nicht nur selbst besser und sind mobiler, sondern bleiben auch länger fit. Laut dem aktuellen Teilhabebericht der Bundesregierung treiben allerdings 55 Prozent der Menschen mit Behinderungen in Deutschland keinen Sport. Das ist eine alarmierende Zahl und eine große Herausforderung für die gesamte Gesellschaft – auch für die Krankenversicherungen. Wir müssen deshalb die Angebote verstärken. Das Problem ist, dass mehr als 90 Prozent der Sportplätze und Sporthallen in Deutschland nicht barrierefrei sind. Oft verhindern zum Beispiel Treppen den Zugang für Rollstuhlfahrer. Wenn sie es bis in die Halle schaffen, können sie häufig die Toiletten nicht benutzen. Wer blind oder sehbehindert ist, hat oft gar keine Möglichkeit, sich zurechtzufinden.

Wie ließe sich das verbessern?
Indem bauliche Maßnahmen nicht nur verkündet, sondern auch wirklich vorgenommen werden. Erfreulich ist, dass Neubauten inzwischen behindertengerecht sind. Die meisten Sporthallen sind aber in kommunaler Hand, und dort fehlt Geld. In Deutschland ist das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderung zwar da, aber die Umsetzung bleibt zu zaghaft. Wir sprechen hier schließlich über Menschenrechte: Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf Teilhabe.

Wie ist der Behindertensport in Deutschland organisiert?
Die Basis sind mehr als 6400 Behindertensportvereine – und tausende Vereine, die zusätzlich zum Regelsport auch Behindertensport anbieten, allerdings sind das noch zu wenige. Viele Sportarten können von Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam ausgeübt werden, zum Beispiel Rollstuhlbasketball. Wir streben danach, weniger Behindertensportvereine zu gründen und stattdessen den Menschen die Teilhabe in den Regelsportvereinen zu ermöglichen. Die Behindertensportvereine sind wiederum in 17 Landesverbänden organisiert, es gibt auch zwei Fachverbände, für Rollstuhlsportler und Schwerhörige. Wir als Deutscher Behindertensportverband (DBS) sind der nationale Dachverband und insbesondere für den Spitzensport zuständig.

Ihr Verband hat gut 500 000 Mitglieder. Woher kommt diese Popularität?
Als ich 2009 das Präsidentenamt übernommen habe, hatten wir etwa 240 000 Mitglieder. Seither haben wir unseren Bekanntheitsgrad und unsere Angebote verbessert. Das ist das Ergebnis des großen Engagements vieler und der erfolgreichen Arbeit in tausenden Vereinen vor Ort. Wir hatten sogar noch mehr Mitglieder, aber mehr als 100 000 haben seit der Covid-19-Pandemie die Vereine verlassen, weil es zeitweise coronabedingt kaum noch Sportangebote gab. Viele Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung sind außerdem besonders vorsichtig, weil sie zu Corona-Risikogruppen gehören, etwa aufgrund von Atembeschwerden.

Wie finanziert sich der Behindertensport in Deutschland?
Der Breitensport lebt von den Mitgliedsbeiträgen der Vereine, von Sponsoren aus der Wirtschaft und von Spenden. Finanzielle Unterstützung kommt auch von den Bundesländern, sie sind für den Breitensport zuständig. Der professionelle Sport, das Team Deutschland Paralympics, wird über eine Agentur vermarktet, die Sponsorengelder in beachtlicher Höhe einwirbt. Aber der größte Teil des Leistungssports wird aus Steuergeldern des Bundes finanziert.

Welche Sportarten sind am populärsten?
Para-Leichtathletik und Rollstuhlbasketball sind Klassiker im Breiten- wie im Leistungssport. Immer größerer Beliebtheit erfreut sich Para-Radsport. Dort gibt es verschiedene Variationen, teils wird das Fahrrad im Liegen mit einer Handkurbel angetrieben.

Inwiefern wird Behindertensport im Ausland von Deutschland aus gefördert?
Es gibt beim Auswärtigen Amt bereits seit mehr als 50 Jahren eine internationale Sportförderung. Da geht es um vielfältige Projekte für den Aufbau und Ausbau von Breitensportstrukturen in vielen Ländern. Das ist ein wichtiger Baustein der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.

Haben Sie konkrete Beispiele?
In Vorbereitung auf die Paralympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016 gab es einen engen Austausch mit Brasilien. Unser Nationalteam im Goalball, einem Ballspiel für Menschen mit Sehbehinderung, besuchte beispielsweise im Rahmen eines Bildungsprojekts Kindertagesstätten in den Favelas, den Armenvierteln Rios. Wir haben auch bereits Menschen mit Behinderung aus Nordkorea, Argentinien und Chile nach Deutschland eingeladen, um ihnen im Schwarzwald den Behindertensport im Schnee näherzubringen. Deutsche Trainerinnen und Trainer werden auch nach Afrika und Asien entsandt, um dort Fortbildungen zu geben.

Wie kommen solche Kooperationen zustande?
Wir stehen im regelmäßigen Austausch mit dem Auswärtigen Amt und mit der GIZ. Außerdem fragen uns immer wieder Verbände aus anderen Ländern an. Häufig wünschen sie finanzielle Unterstützung – die können wir allerdings nicht leisten, das würde unseren Statuten widersprechen. Teils fragen sie auch Hilfsmittel an, etwa Sportrollstühle oder Prothesen. Das leiten wir weiter an andere Einrichtungen und Hilfsorganisationen. Manche Anfragen kommen auch über das Internationale Paralympische Komitee (IPC – International Paralympic Committee), die Dachorganisation der nationalen Komitees. Das IPC sitzt in Bonn, und wir arbeiten eng mit ihm zusammen, etwa für die Kampagne WeThe15.

Könnten Sie das bitte erklären?
WeThe15 weist darauf hin, dass 15 Prozent der Weltbevölkerung mit Behinderungen leben. Es ist eine globale Bewegung mit dem Ziel, Menschen mit Behinderung sichtbarer zu machen, Diskriminierung zu beenden sowie für Inklusion und Barrierefreiheit einzutreten. Am 19. August 2021 leuchteten zu diesem Zweck mehr als 100 Sehenswürdigkeiten in mehreren Ländern und Zeitzonen in Lila, der internationalen Farbe für Menschen mit Behinderung. Wir sorgten dafür, dass auch das Olympiastadion in Berlin leuchtete. Diese Bewegung wird weltweit fortgeführt und trägt auch zu Kooperationen zwischen verschiedenen Ländern bei.

Die internationalen Höhepunkte des Behindertensports sind die Paralympischen Spiele, die jeweils im Anschluss an die Olympischen Spiele an demselben Ort stattfinden.
Das sind die absoluten Highlights, ja. Die Entscheidung, dass Olympische Spiele nur noch mit Paralympischen Spielen stattfinden dürfen, war ein Quantensprung für den Behindertensport. Diese Vereinbarung gilt derzeit bis 2032. Ich gehe aber davon aus, dass sie verlängert wird.

Anfang des Jahres fanden die Paralympischen Winterspiele in Peking statt, Sie waren mit dem deutschen Team dabei. Wie haben Sie die Spiele erlebt?
Um es mit einem unserer Sportler zu sagen: Das war wie zweieinhalb Wochen Knast mit Freigang. Mit der chinesischen Bevölkerung konnte wegen der Covid-19-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen keine Begegnung stattfinden. Das kann ich nachvollziehen, aber dennoch war der Bewegungsspielraum übermäßig stark eingeschränkt. Unser Hotelkomplex war abgesperrt. Bei Olympischen und Paralympischen Spielen geht es eigentlich darum, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen, einen Einblick in andere Kulturen zu gewinnen und das völkerverbindende Element des Sports auszuleben. Das war hier auf Sparflamme. Dazu kam im Vorfeld die Drohung, bei negativen Äußerungen über China das chinesische Rechtssystem in Gang zu setzen. Ich war schon zuvor der Meinung: An Länder, die Menschenrechte missachten, sollten keine sportlichen Wettkämpfe vergeben werden – egal, ob es um Olympia und Paralympics in China geht oder um die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Diese Erfahrung hat mich darin bestärkt (zum Autoritarismus Chinas siehe Hans Dembowski auf www.dandc.eu).

Das nächste Großereignis sind die Paralympischen Sommerspiele 2024 in Paris. Freuen Sie sich darauf?
Natürlich, das wird hoffentlich ein großes Fest und eine riesige Chance in Sachen Aufmerksamkeit für den Behindertensport! Ich gehe davon aus, dass die Pandemie dann so weit überwunden ist, dass mehr Begegnungen stattfinden können.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten für die Zukunft des Behindertensports, welcher wäre es?
Ich hoffe, dass wir die im Grundgesetz verbriefte Gleichheit und Nichtdiskriminierung von Menschen mit Behinderung umsetzen können, nicht im Schneckentempo, sondern mit riesigen Schritten. Und dass wir den Anspruch auf Teilhabe leben können, der in der UN-Behindertenrechtskonvention formuliert ist – an jedem Tag und an jedem Ort.

Friedhelm Julius Beucher ist seit 2009 Präsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS), der zugleich das Nationale Paralympische Komitee Deutschlands ist.
beucher@dbs-npc.de

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Post Covid-19 firm-level government support in Egypt: uneven allocation and unequal effects

DIE - 30. August 2022 - 10:43

The COVID-19 pandemic saw two sets of policy responses: lockdown to limit spread of the virus, which was a huge demand and supply shock, and government support to firms and individuals to offset the effects of this policy-induced shock. This paper explores the allocation and effectiveness of government support to firms in Egypt. We consider both financial support measures which were by and large already being implemented pre-COVID, as well as tax- and loan-related exemptions and deferments. Our main findings show that government support has helped mitigate the effects of COVID-19, with a significantly larger, favorable impact on smaller, younger and private firms. However, although these firms apparently make better use of government support, they receive a disproportionately smaller share of it. In line with the emerging ‘unsocial’ social contract, government support has been chiefly determined by political connections and a captured industrial policy.  This ‘misallocation’ reinforces the missing middle phenomenon which acts as a constraint as SMEs are unable to grow. Finally, to control for the endogeneity of support, we use an instrumental variable approach and a propensity score matching. Our results remain globally robust.

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Prävention, die sich lohnt

SWP - 29. August 2022 - 17:07
Wie Deutschland seine Führungsrolle bei der Friedensförderung und der Verhinderung von Krisen aus- bauen kann – und was zivile Konfliktbearbeitung von der Zeitenwende lernen sollte.
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Kleine Inselstaaten – im Auge des (Schulden-)Hurrikans

erlassjahr.de - 29. August 2022 - 15:28
Wadadli – in der indigenen Sprache Antiguas so viel wie: “Wir selbst”. erlassjahr.de durfte gleichwohl mit beraten.

Anfang August trafen sich rund 100 Vertreter*innen der Allianz der kleinen Inselstaaten (AOSIS) auf der Karibikinsel Antigua. Thema war die Entwicklung gemeinsamer Strategien für die Mitgliedsstaaten, die gleichzeitig von der dreifachen globalen Krise aus Klimawandel, Covid-Folgen und Preissteigerungen durch den Krieg in der Ukraine betroffen sind. Jürgen Kaiser war für erlassjahr.de mit einem Beitrag zur sich verschärfenden Schuldenkrise vieler Länder dabei.

Es wurde deutlich, dass die kleinen Inselstaaten mit den existierenden Instrumenten keine Chance haben, aus einer lebensbedrohlichen Überschuldungssituation herauszufinden. Allerdings zeigte sich auch, dass die Länder sowohl einzeln als auch als Gruppe wenig Hoffnung haben, tatsächlich Einfluss auf globale Entschuldungsverfahren nehmen zu können. Prozesse, die mühsam in der UNO auf den Weg gebracht werden müssen, oder gar ihre minimalen Einflussmöglichkeiten innerhalb des IWF zu einer Initiative zu bündeln, erschienen als eine sehr ferne Handlungsoption.

Kurzfristig vielversprechender erschien demgegenüber eine andere für die Schuldenfrage relevante Thematik, nämlich die, wie Länder sich überhaupt für Schuldenerleichterungen qualifizieren können. Aktuell ist eine Reihe kleiner Inselstaaten sowohl vom Zugang zu zinsgünstigen Krediten als auch von Schuldenerlassen ausgeschlossen. Grund dafür ist ihr zu hohes Pro-Kopf-Einkommen. Da Schuldenprobleme aber in Ländern aller Einkommenskategorien auftreten können, ist die Beschränkung des Zugangs zu Schuldenerleichterungen auf Grund des Pro-Kopf-Einkommens eine unsachgemäße Beschränkung.

AOSIS hat nicht nur die bisherige Praxis zu kritisiert, sondern positiv auch versucht eine Alternative ins Gespräch zu bringen: den „Multidimensionalen Vulnerabilitätsindex“ (MVI). Dieser soll ein breites Spektrum von Gefährdungen abbilden, denen kleine Inselstaaten besonders ausgesetzt sind. Allerdings sind die bislang auf dem Tisch liegenden Vorschläge für einen MVI noch mit mindestens zwei gravierenden Problemen behaftet: (1) Er versucht Gefährdungen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit durch ein breites Spektrum von Faktoren abzubilden. Für eine Reihe dieser Faktoren stehen trotz aller Bemühungen etwa der Vereinten Nationen allerdings schlicht keine hinreichenden Daten zu Verfügung. (2) Wo diese Daten zur Verfügung stehen, stellt sich die Frage, wie sehr unterschiedliche Aspekte zueinander zu gewichten sind. Was heißt es für Verletzlichkeit und die Notwendigkeit von Schuldenerleichterungen, wenn ein Land bei der Einschulung von Kindern vorbildlich ist, es am Bau von Schutzräumen für den Fall eines Wirbelsturms aber fehlen lässt – und es sich in einem anderen genau umgekehrt verhält?

Der UN-Generalsekretär hat dazu ein Expert*innen-Panel unter Leitung des Premierministers von Antigua & Barbuda, Gaston Browne, und der ehemaligen norwegischen Regierungechefin Erna Solberg berufen. Auf der Tagung wurde von Mitgliedern des Panels schon mal vorsichtig angedeutet, dass der erhoffte anwendungsfähige Index bei der UN-Vollversammlung eher noch nicht zu erwarten sein werde.

Die Tagungsteilnehmer*innen konnten sich an den Stränden von Antigua in schönster karibischer Idylle treffen. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Region sich bereits mitten in der Hurrikan-Saison befindet. Ob und wenn ja auf welcher Insel noch in diesem Jahr damit gerechnet werden muss, dass wieder 100 oder gar 200 Prozent der gesamten jährlichen Wirtschaftsleistung in einer Nacht vernichtet werden, kann niemand vorhersagen. Unter solchen Umständen wäre eine pro-aktive Politik zur Bewältigung von Schäden und Verlusten (Loss & Damage) wie die Bundesregierung sie noch im Mai dem AOSIS-Vorsitzenden in Berlin zugesagt hatte, umso dringender.

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Towards a Smart Mix 2.0

SWP - 29. August 2022 - 15:22
Harnessing Regulatory Heterogeneity for Sustainable Global Supply Chains
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Africa beyond ‘South-South cooperation’: a framewith limited resonance

DIE - 29. August 2022 - 12:56

With reference to frames as socially determined definitions of reality, this paper examines the discrepancies between the prominence of ‘South-South cooperation’ terminology in globally dominant discourses and its limited usage by African stakeholders. Based on insights from the United Nations, (cross-)regional collaboration formats and bilateral cooperation, we find that African officials employ ‘South-South’ terminology mainly when ‘Northern’ partners are present but use other frames when engaging with developing countries. This limited resonance poses a challenge to multilateral organisations and traditional donors in their attempts to expand engagement with ‘South-South’ relations. A focus on the usage and effects of frames, we argue, can clarify the assumptions based on which international cooperation unfolds.

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