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Diskussionspapier: #Konzernmacht in der digitalen Welt

Forum Umwelt & Entwicklung - 12. Dezember 2018 - 11:40
Überlegungen der Initiative „Konzernmacht beschränken“ zur Regulierung 4.0 mit Schwerpunkt auf Marktmacht und Kartellrecht

 

Immer größere Teile der Wirtschaft setzen auf die Digitalisierung. Mit dem Internet der Dinge entsteht eine neue virtuelle Welt, in der Menschen, Computer und Geräte ständig Daten austauschen. Alle Bereiche gesellschaftlichen Lebens werden in Zukunft davon betroffen sein: Auto fahren, einkaufen von Lebensmitteln, Gesundheitsfürsorge oder Arbeitsabläufe im Industrie- und Dienstleistungsbereich. Doch die damit einhergehende Erhebung, Auswertung und Vernetzung von Daten droht, Grundrechte wie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung weiter auszuhöhlen und gefährdet überwachungsfreie (Lebens-)Räume und die soziale Gerechtigkeit in der digitalen Welt. Gleichwohl können gemeinwohlorientierte, digitale Technologien einen Beitrag zu einer offenen, gerechten und solidarischen Gesellschaft leisten.

Mit dem Diskussionspapier will die Initiative „Konzernmacht beschränken“ einen Beitrag zur öffentlichen Debatte über die Notwendigkeit von Regulierung 4.0. leisten. Im Mittelpunkt stehen die Betrachtung der Bedeutung von Daten und Algorithmen, der Monopolisierung sowie politischer Ansätze im Kartellrecht. Entscheidend wird sein, ob die Digitalisierung die soziale und ökologische Transformation des  Wirtschaftssystems unterstützt oder, was es zu vermeiden gilt, behindert.

 

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Das Bündnis „Konzernmacht beschränken“ wird getragen von:

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At the Competence Centre eStandards Day of “eStandards in Practice”, Companies Report on Their Digitalisation Projects and Share Strategies and Solutions

SCP-Centre - 12. Dezember 2018 - 10:31

What do lighthouses and digitalisation have in common? Not much at first glance. But like lighthouses, the lighthouse projects already implemented by small and medium-sized companies with the help of the Competence Centre eStandards offer orientation and have a signal effect on further digitalisation projects.

To bring these projects together and inspire other Small and Medium Sized Enterprises (SMEs), Competence Centre eStandards organised a free “eStandards in Practice” theme day in November in Cologne. Titled “Lighthouse projects: Sustainable and economical digitalisation – strategies and solutions from the user’s point of view”, SMEs reported on their own digitalisation projects. The participants experienced first-hand which learnings, recipes and standards can be used to implement digital solutions.

The workshop on sustainability, lead by Patrik Eisenhauer (CSCP), was well-received during the theme day. First-hand experiences on the topic were provided by FOND OF, a backpack company from Cologne who developed a sustainable return and recycling scheme and looked into circular economy solutions with the help of Competence Centre experts. “SMEs have the opportunity to receive very practical input on how to make their business models more resilient and to prepare their value chains for the future by thinking digitalisation and sustainability together. We see the positive effects of this type of thinking in many lighthouse projects, not just those that were specifically focused on sustainability”, comments Patrik Eisenhauer.

In addition to practical reports and workshops, the theme day offered hands-on eStandards experiences. During guided tours through the Cologne Open Workshop and the Mobile Open Workshop, visitors experienced how artificial intelligence is changing shopping in the future (“Shopper’s Experience”). The “Technologies Experience” demonstrated the advantages of using standards in a vivid and playful way with everyday examples. In the Mobile Workshop, visitors were able to experience first-hand applications of additive manufacturing with 3D scanning and printing, virtual reality and smart building installations.

Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum eStandards

The Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum eStandards is an initiative of Mittelstand-Digital. Mittelstand-Digital informs small and medium-sized enterprises about the opportunities and challenges of digitalisation. Regional Kompetenzzentren help local small retailers as well as larger production companies with expert knowledge, demonstration centres, and networks to facilitate the exchange of experiences and practical examples. The Federal Ministry of Economics and Energy enables the free use of all Mittelstand-Digital offerings. Further information can be found at www.mittelstand-digital.de.

For further information, please contact Patrik Eisenhauer.

Picture source: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards

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Addressing food insecurity in sub-Saharan Africa: the role of cash transfers

DIE - 12. Dezember 2018 - 10:30
Food insecurity is one of the international community's priorities in sub‐Saharan Africa (SSA). This article investigates the role played by cash transfers (CTs), the social protection scheme with the largest coverage, in enhancing food security in this region. First, it offers an innovative conceptual framework for explaining the channels through which CT programs can affect food security. Second, based on this conceptual framework, it provides a comprehensive review of evidence of the effects of CTs on different components/indicators of food security in low‐income countries in SSA. The article shows that CTs offer great potential for reducing monetary poverty and enhancing households’ access to food, as long as they take full account of important aspects related to their design and implementation. On the other hand, CTs alone cannot influence nutrition knowledge and practice, and are proved to have limited or no effects on food security outcomes, such as diet diversification or child anthropometrics. In order to enhance all the different aspects of food security in the medium to long term, CTs should be integrated with other, social and economic, interventions.
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UN-Generalsekretär nimmt an Jemenverhandlungen teil

Vereinte Nationen - 12. Dezember 2018 - 9:59

12. Dezember 2018 - Der UN-Generalsekretär wird am Donnerstag an den abschließenden politischen innerjemenitischen Verhandlungen in Schweden teilnehmen. Der Sondergesandte des Generalsekretärs für den Jemen, Martin Griffiths, hatte die beiden jemenitischen Parteien zu Verhandlungen zusammengerufen, um das Land wieder auf friedliche Bahnen zu lenken und somit dem Leiden der Jemeniten ein Ende zu setzen. Seit dem 6. Dezember verhandeln die Parteien intensiv über eine Breite grundlegender Fragen.

Der Generalsekretär wird sich mit den Delegationen beider Parteien treffen und an den abschließenden Gesprächen dieser Verhandlungsrunde teilnehmen.

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Farm Tech: Trends, Risiken und Chancen

Oxfam - 12. Dezember 2018 - 1:00
Pestizid-Drohnen, vernetzte Sensoren auf den Äckern, Online-Marktplätze für Saatgut: Nichts bewegt die Landwirtschaft derzeit so sehr wie die Digitalisierung. Marita Wiggerthale analysiert im Oxfam-Blog, welche sozialen und ökologischen Folgen die digitalen Technologien für die Landwirtschaft haben. © HerneyCC0 1.0

Nichts bewegt die Landwirtschaft derzeit so sehr wie die Digitalisierung. Verheißungsvoll wird erklärt, welch ein Segen die digitale Landwirtschaft sein wird. „Mensch und Natur arbeiten dank vernetzter IT enger zusammen denn je – Precision Farming macht es möglich“, heißt es. Das vielfach genannte, ultimative Ziel: 2050 neun Milliarden Menschen auf diesem Planeten zu ernähren. Dass die Digitalisierung die Landwirtschaft von Grund auf ändern wird, davon gehen Experten heutzutage aus. Die entscheidende Frage ist: Welche Auswirkungen haben die digitalen Technologien für die (klein-)bäuerliche Landwirtschaft und für die Umwelt? Können digitale Technologien eine soziale und ökologische Transformation unterstützen oder behindern sie diese vielmehr? Ein Blick auf die jetzige Entwicklung gibt wichtige Hinweise.

Farm Tech: Folge dem Geld!

Ein Gradmesser für Entwicklungstrends ist, wie viel und wohin Venture-Capital fließt. Innerhalb eines Jahres hat sich die Anzahl der Investoren in die AgriFood-Tech-Branche verdoppelt, von 670 auf 1.487 im Jahr 2017. Interessant ist, in welche Bereiche am meisten investiert wird:

  • Von den weltweit 10 Milliarden US-Dollar in AgriFood Tech 2017 investierten Geldern entfielen 2,6 Milliarden auf FarmTech. An der Spitze standen dabei Investitionen in Biotechnologie, gefolgt von Novel Farming, Agribusiness-Plattformen, Farmmanagement-Systemen und Automatisierung inkl. Roboter und Drohnen. Mit 243 Prozent erfolgte der höchste Anstieg im Vergleich zum Vorjahr bei Novel Farming, dazu zählen vertikale Farmen, Algen, Insekten und Aquakultur.
  • E-Commerce ist nicht nur im Agrarhandel groß im Kommen (+77 %), der Online-Lebensmittelhandel ist mit 2,4 Milliarden US-Dollar das attraktivste Einzel-Aktionsfeld der AgriFood-Tech-Branche weltweit. In Europa entfielen 2017 fast die Hälfte der Investitionen (0,8 Milliarden Euro) auf die Top 5 Lieferdienste, darunter Deliveroo und Takeaway. In China waren sogar 1,8 Milliarden US-Dollar bzw. 94 Prozent (2017) der Investitionen auf verbraucherorientierte Geschäftsmodelle im Online-Lebensmittelhandel konzentriert.
Farm Tech: Wer sind die Investoren?

Während anfänglich vor allem Anleger von Risikokapital an AgriFood Tech interessiert waren, stiegen in den letzten Jahren auch Investmentfonds und Konzerne verstärkt ein. In China gehörten die drei Internetkonzerne Baidu, Alibaba und Tencent zu den Hauptinvestoren im Jahr 2017. Konzernseitig zählen Syngenta VC zu den aktivsten Playern, gefolgt von Monsanto Growth Ventures, Maumee Ventures, BASF Venture Capital, Taylor Farms Ventures und Cargill. Auch Private-Equity-Firmen wie ADM Capital und globale Investmentunternehmen wie Alliance Bernstein sind im Geschäft. Wenn es um AgriFood Tech geht, sind auch Google, Amazon und Facebook mit dabei. So hat Google Ventures 2017 in das Farmers Business Network (US) investiert und Jeff Bezos’ Expedition Fund in Plenty (US-Indoor Farming). Den größten Fuß in der Tür aber haben die Landtechnik-Konzerne wie John Deere, AGCO und Claas, aber auch die Saatgut- und Agrarchemiekonzerne sind sehr aktiv.

Farm Tech: In welche Start-ups wird investiert?

Die Vielzahl von Start-ups macht einen Komplettüberblick unmöglich. Forbes hat eine Liste von Top 25 AgTech zusammengestellt. Bei AgFunders sind die Top 10 FarmTech und die afrikanischen Top 10 AgTech zu finden. In Lateinamerika sind Start-Ups wie Agrofy, Strider und Indigo vorne weg. Im April 2018 haben Bayer, die Weltbanktochter IFC, Netafim und Swiss Re die globale Allianz „Better Life Farming“ gegründet, die kleinbäuerlichen Produzenten „innovative“ Lösungen anbieten will, d.h. Saatgut, Pestizide, Bewässerungstechnik, Kredite und Versicherungen.

Anbei einige Beispiele von AgTech-Start-ups:

  • Agrofy: E-Commerce wächst schnell in Lateinamerika. Auch das argentinische Unternehmen bietet einen Online-Marktplatz an. Gelistet sind mehr als 65.000 Produkte von 5.000 Unternehmen, darunter Landtechnik, Land, Logistik, Versicherung und Finanzdienstleistungen. Auch Bayer, BASF und Claas sind dabei. Agrofy wird von Syngenta und Bunge finanziell unterstützt.
  • Indigo: Das US-amerikanische Unternehmen ist auch in Argentinien, Brasilien und Indien tätig. Es setzt auf Synthethische Biologie, gerät aber durch Bayer-Monsanto unter Druck. Nun expandiert es in den Online-Getreidehandel.
  • © Susan Moran/USDAgemeinfrei Über Fernerkundungs-Sensoren und Satellitenbilder lassen sich viele landwirtschaftliche Daten gewinnen. Strider ist eine Farmmanagement-Software-Plattform, die mittels Big Data, Satellitenbildern und Sensoren Schädlinge, Unkräuter und Maschinen auf mehr als 3.000 Farmen weltweit überwacht. Von Argentinien, Bolivien, Brasilien, Mexiko bis hin zu Mosambik. In Brasilien steht das Unternehmen in Kopf-an-Kopf-Konkurrenz zur Climate Corporation von Bayer-Monsanto. Ihre Kunden haben dort meistens mehr als 5.000 Hektar.
  • Pula ist ein Versicherungsvermittler, der in Afrika und Südasien aktiv ist. 2017 zählten 611.040 kleinbäuerliche Produzenten zu ihren Kunden, davon 85 Prozent Männer. Sie arbeiten zusammen mit Partnern wie Monsanto, WFP und staatlichen Stellen. Die kleinbäuerlichen Produzenten erhalten die Versicherungspolice gratis, wenn sie Betriebsmittel wie Saatgut oder Düngemittel kaufen und ihre Daten geben. Die Prämien bezahlen die Inputunternehmen. Die Kompensation bei Ertragsverlusten wird auf der Grundlage von Satellitendaten und Ertragsdaten automatisch berechnet. Pula versendet ebenso Präzisions-Anbauempfehlungen via SMS.
  • Farmcrowdy ist die erste digitale Agrar-Plattform in Nigeria. Individualpersonen sponsern einen von ihnen ausgewählten Betrieb. Am Ende des Anbauzyklus erhalten sie ihr Startkapital plus 40 Prozent des Profits. Der Bauer erhält ebenso 40 Prozent des Profits und 20 Prozent bleiben bei Farmcrowdy. Farmcrowdy stellt sicher, dass der Betrieb „moderne“ Anbautechniken anwendet sowie verbessertes Saatgut und moderne Landtechnik einsetzt. Farmcrowdy kooperiert mit Syngenta, Notore Seeds und ASTC (Agricultural Services Training Centre).
  • Das Start-up Wakati verkauft für 100 US ein solarbetriebenes Kühlzelt, in dem 150 kg frisches Obst und Gemüse für bis zu 10 Tage frisch gehalten werden kann. Futurepump bietet solarbetriebene Bewässerungstechnik für kleinbäuerliche Produzenten in Afrika und Asien an. Werden 3 Solarpaneele eingesetzt, können pro Stunde 3.600 Liter Wasser gepumpt werden. Kosten: 650 US-Dollar.
Mehr Fusionen und Übernahmen mit Digitalisierung

Die Digitalisierung geht einher mit einer Welle von Fusionen und Übernahmen. KPMG erwartet, dass sowohl Agrarkonzerne diesbezüglich aktiv sein werden als auch Techkonzerne wie Google und Amazon und staatseigene Unternehmen. Im Jahr 2017 fanden die meisten AgriFood-Tech-Übernahmen im Bereich Farmmanagement statt, gefolgt von Lebensmittelhandel, Robotern und Biotechnologie. Heute sind die Übernahmen der Landmaschinenhersteller nicht mehr Eisen-basiert, sondern Tech-basiert, erklärt Robert Saik von Agri-Data Solutions. Mit der Übernahme von Blue River Technology im Jahr 2017 spielt John Deere vorneweg in der High-Tech-Welt der Landwirtschaft mit. Im selben Jahr hat AGCO Precision Planting von Climate Corporation gekauft und Datenabkommen mit ihr angekündigt. Deere und AGCO arbeiten mit BASF, Bayer-Monsanto und DowDupont an der Digitalisierung der Landwirtschaft. Nach der Fusion ist Bayer im Besitz von Monsantos Sahnestück, der digitalen Plattform der Climate Corporation. Syngenta hat bereits mehrere AgTech-Unternehmen aufgekauft und plant die Übernahme von Strider. Der Kampf um die Daten- und Informations­führerschaft als auch die Marktführerschaft bei Farmmanagement-Systemen treibt das Fusions­karrussel an. Es ist davon auszugehen, dass es zukünftig nur 2-3 Farmmanagement-Systeme geben wird, die sich durchsetzen.

© AGCO-FendtCC BY-SA 4.0 Ein AGCO-Feldroboter bei der satellitengestützten Mais-Aussaat. Die Steuerung läuft über die Cloud des Konzerns – und dorthin fließen alle Daten. Digitale Landwirtschaft: Welche Chancen und Risiken gibt es?

Angesichts der enormen Marktmacht der Agrarkonzerne ist nicht zu erwarten, dass die Digitalisierung die Machtverhältnisse in der Lieferkette zugunsten von (klein-)bäuerlichen Betrieben ändern wird. Ein Potenzial bieten vielleicht Vermarktungs- und Getreidehandel-Plattformen oder digitale Technologien, die an kleinbäuerliche Produzenten angepasst sind. Zudem können digitale Instrumente wichtige Informationen über Marktentwicklungen bereitstellen und die Vernetzung verbessern, auch mit Konsument*innen. Im Visier der FarmTech-Start-ups und der Agrarkonzerne sind in erster Linie marktorientierte Betriebe, die in Wertschöpfungsketten integriert sind und eine input-fokussierte Landwirtschaft betreiben, die also viel Dünger und Pestizide einsetzen. Marginalisierte kleinbäuerliche Produzenten, die unter Armut und Hunger leiden, drohen weiterhin vernachlässigt zu werden. Wenn sich der gegenwärtige Trend fortsetzt, wird die digitale Landwirtschaft nichts an der Hungersituation und den Verletzungen des Rechts auf Nahrung ändern.

Die Agrarkonzerne und Dienstleister können mittels der erhobenen Daten kontrollieren, was Erzeuger*innen tatsächlich auf ihren Flächen und in ihren Ställen tun. Ob es um Futtermittel für Schweine, die Milchleistung von Kühen, die Nutzerdaten zum Einsatz von Pestiziden, Mineraldünger, Saatgut und Traktorenöl oder Daten über Erträge, Böden und Pflanzen geht. Rechtliche Fragen zu Daten in der Landwirtschaft sind hierzulande noch nicht abschließend geklärt, eine entsprechende Diskussion in Entwicklungsländern ist mir nicht bekannt. Ob der freiwillige EU-Verhaltenskodex zwischen Bauernverbänden und dem Agribusiness die Bauern und Bäuerinnen vor der Datengier der marktmächtigen Agrarkonzerne schützt, ist fraglich. Ex-ante sozial-ökologische Technikfolgen­abschätzungen von digitalen Technologien liegen nicht vor, ein TAB-Bericht ist in der Bearbeitung.

Die Digitalisierung befördert die Monopolbildung. Netzwerk-, Verbund- und Skaleneffekte kommen neben Fusionen und Übernahmen auch bei der digitalen Landwirtschaft zum Tragen. Die Abhängigkeit von Agrarkonzernen steigt, wenn die Auswahlmöglichkeiten bei Saatgut weiter reduziert und ein Wechsel der Farmmanagement-Systeme erschwert wird. Eine PwC-Umfrage hat ergeben, dass zudem die hohen Anschaffungskosten von Betrieben in Deutschland kritisch gesehen werden, zumal unsicher ist, ob und in welchen Bereichen sich die Investition überhaupt lohnt. Dies umso mehr, als die Erzeugerpreise vielfach zu niedrig sind. Für kapitalschwache bäuerliche Betriebe, erst recht im Globalen Süden, sind die mit digitalen Instrumenten ausgestatteten Maschinen zu teuer. Aus „Wachse oder Weiche“ wird „Digitalisiere oder Weiche“.

Es gibt aktuell keine Anzeichen dafür, dass die Digitalisierung zu einer Abkehr von der industriellen Landwirtschaft führt. Es geht vielmehr um eine Optimierung des bestehenden industriellen Agrarmodells. Umweltprobleme wie die Bodendegradation und der Verlust der Biodiversität bleiben ungelöst. Die biologischen Interaktionen in Ökosystemen lassen sich im Gegensatz zu linearen Input-Output-Ansätzen nur schwer in messbare und somit optimierbare Prozesse übersetzen. Die Agrarökologie lebt vom bäuerlichen Wissen über natürliche Kreisläufe, standortangepasstes Saatgut, lebendige Böden und mehrgliedrige Fruchtfolgen. Dieses Wissen droht durch die Digitalisierung mehr und mehr verloren zu gehen.

Biodiversität und Mischanbau fallen (bislang) nicht in das Repertoire der digitalen Angebote. In der Agrarökologie geht es nicht darum, wie viel NPK – Natrium, Phosphor, Kalium – die Pflanzen brauchen, sondern was die Böden brauchen, um das Bodenleben und damit den Humusaufbau zu fördern. Die Frage, welche Hilfspflanzen nützliche Insekten anlocken, stellt sich bei den digitalen Plattformen, die Mineraldünger und Pestizide anbieten, nicht. Die Digitalisierung verengt den Blick auf die Landwirtschaft und lässt ökosystemische Ansätze außen vor. Die notwendige soziale und ökologische Transformation der Landwirtschaft droht aus dem Blick zu geraten.

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Schadensbegrenzung bei der Rüstungskontrolle

SWP - 12. Dezember 2018 - 0:00

 

 

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12. Treffen des Netzwerks Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern

#HOCHN - 12. Dezember 2018 - 0:00
Am 1. Februar 2019 findet an der Universität Regensburg das 12. Treffen des Netzwerks Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern zum Thema „Digitalisierung der Hochschulen im Sinne nachhaltiger Entwicklungsprinzipien" statt. Auch HOCH-N wird vor Ort präsent sein.

Foto: Universität Regensburg

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Wächst unser Gemüse in Zukunft in der Vertical Farm?

reset - 11. Dezember 2018 - 19:07
Rund um den Globus schießen hochmoderne Farmen wie Pilze aus dem Boden. Dank neuester Technologien ist es möglich, Pflanzen in meterhohen Regalen übereinander anzubauen - direkt in der Stadt. Der Wasserverbrauch: gering. Die Transportwege der Produkte: ebenso. Und die CO2-Emissionen damit auch.
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Wachsen unser Obst und Gemüse in Zukunft in der Vertical Farm?

reset - 11. Dezember 2018 - 19:07
Rund um den Globus schießen hochmoderne Farmen wie Pilze aus dem Boden. Dank neuester Technologien ist es möglich, Pflanzen in meterhohen Regalen übereinander anzubauen - direkt in der Stadt. Der Wasserverbrauch: gering. Die Transportwege der Produkte: ebenso. Und die CO2-Emissionen damit auch.
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Vertical Farming – Kommt unser Obst und Gemüse in Zukunft aus der vertikalen Farm?

reset - 11. Dezember 2018 - 17:51
Bevölkerungswachstum, zunehmende Verstädterung, Klimawandel und ausgelaugte Böden - die Produktion unserer Nahrungsmittel wird zu einer immer größeren Herausforderung. Neue Wege sind gefragt. Sind vertikale Farmen eine Lösung?
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Vertical Farming – Eine große Chance für Landwirtschaft und Umwelt

reset - 11. Dezember 2018 - 17:51
Bevölkerungswachstum, zunehmende Verstädterung, Klimawandel und erschöpfte Böden - die Produktion unserer Nahrungsmittel wird zu einer immer größeren Herausforderung. Neue Wege sind gefragt. Sind vertikale Farmen eine Lösung?
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„Klimatechnologie zum Anfassen“

BfdW - 11. Dezember 2018 - 17:36

Welche Probleme verursacht der Klimawandel in Bangladesch?

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Hunger im Jemen

Welthungerhilfe - 11. Dezember 2018 - 16:41
Welthungerhilfe: Wir dürfen kein zweites Biafra zulassen
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SCALIBUR Project Kick Off: Promoting the Recycling of Urban Bio Waste for a Circular Economy

SCP-Centre - 11. Dezember 2018 - 15:56

In the EU over 100 million tonnes of bio waste are thrown away each year – around 200 kg per person.* The majority of this waste goes to landfills, causing major environmental problems. This practice wastes valuable nutrients, energy and resources. The SCALIBUR project promotes a circular economy approach to curb urban bio waste.

The H2020 project is a joint effort of leading waste management companies, technology developers and research organisations, as well as four European cities – Madrid (Spain), Albano Laziale (Italy), Kozani (Greece), and Lund (Sweden) as a mentor and example of a city with less than 1% of biowaste being landfilled. Together, we will demonstrate innovative solutions to transform urban bio waste into high value-added products and help cities increase their recycling rate, creating new circular economy business opportunities.

The CSCP will engage stakeholders along the entire bio waste value chain. A first step in these stakeholder dialogues will be the involvement of households to raise citizens’ awareness for the importance of waste separation and to raise the acceptance of products made from bio waste.

To implement better waste separation schemes, the Spanish company FCC will advise cities on the infrastructure required for collection, transport, sorting and pre-treatment of bio waste, while the City of Lund will mentor the municipalities on technical and social aspects.

Thus far, bio waste is commonly used for energy or composting, but SCALIBUR will demonstrate a range of innovative technologies to produce high value-added products, such as bioplastics and biopesticides. Three demonstration lines are planned:

  • Commodity chemicals, bioplastics and biopesticides from household waste (Spain’s National Renewable Energy Centre (CENER), ASA, Novamont, AERIS)
  • Proteins, lipids and chitin from HORECA and retail waste (Kour Energy, University of Modena, Reggio Emilia, ITENE, Nutrition Sciences, Zedatec)
  • Bioplastics from urban sewage sludge (Aqualia, WETSUS, Waterschap Brabantse Delta, ITENE)

The sustainability of the developed products and processes will be evaluated by CENER, ITENE and Exergy.

SCALIBUR plans a Europe-wide expansion by inspiring a revolution in urban biowaste recycling in Europe. Greenovate! Europe will lead activities to facilitate the expanded adoption of the project’s solutions, including an e-learning training programme for municipalities and entrepreneurs. Municipalities looking to improve bio waste recycling in their city are invited to join an Early Adopter Club, which will organise activities to share best practices from the SCALIBUR pilots. Recycling of bio waste into bio-based products creates many new business opportunities. 10 entrepreneurs and businesses will be mentored to enter this market. All information will be available via an online Stakeholder Platform, developed by IRIS.

The project will run for four years and is funded by the European Union. There are 21 project partners who held a kick off meeting for the project in Valencia, Spain, on 14 – 15 November.

For further questions, please contact Carina Diedrich.

*https://www.greenovate-europe.eu/sites/default/files/SCALIBUR%20kick%20off%20press%20release.pdf

Photo by Fahmi Ariza on Unsplash

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Eine bessere Zukunft für Nigeria

ONE - 11. Dezember 2018 - 14:50

Nigeria gehört zu den Ländern, in denen es Kinder und Mütter am schwersten haben. Jedes achte Kind, das unter dem fünften Lebensjahr stirbt, kommt aus Nigeria. 25 % aller Kinder, die hier vor dem fünften Lebensjahr sterben, sind Neugeborene. Deshalb haben wir die Kampagne Make Naija Stronger ins Leben gerufen.

Wie können 100 Millionen Nigerianer*innen mobilisiert werden, die Gesundheit ihrer Familien zu verbessern? Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass das National Health Act finanziert werden muss, um dieses Ziel zu erreichen.

Eine vollständige Finanzierung würde allen Nigerianer*innen eine angemessene und erschwingliche medizinische Grundversorgung ermöglichen. Damit können nicht nur grundlegende Dienstleistungen angeboten werden, auch Gesundheitseinrichtungen könnten erweitert und verbessert werden. Medizinisches Personal könnte eine gute Ausbildung erhalten und wichtige Medikamente könnten bereitgestellt werden. So wird der Prozess zu einer flächendeckenden Grundversorgung vorangetrieben.

ONE-Unterstützer*innen demonstrieren auf den Straßen von Abuja und rufen die Regierung auf: #MakeNaijaStronger

Seit dem Start der Kampagne im Jahr 2016 haben über 220 000 Personen die Online-Petition unterschrieben. Darin wird der amtierende Präsidenten Buhari aufgefordert, ein zugängliches Gesundheitssystems für alle aufzubauen. Hunderte von Menschen nahmen an den Demonstrationen teil, Tausende sahen und teilten die Videos der Aktionen. Unterstützer*innen marschierten im Februar 2018 sogar bis zu den Toren des Parlaments, um kluge Maßnahmen von Nigerias Politiker*innen zu fordern.

ONE Champions in Aktion.

Junge, motivierte ONE Champion Aktivist*innen verbreiteten die Botschaft der Kampagne an die gesamte Nation, an engagierte Bürger*innen, Lobbygruppen und an die lokale Regierung.

ONE arbeitete auch mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen und nichtstaatlichen Partner*innen zusammen, um Druck auf die Bundesregierung auszuüben. 2017 unterzeichneten über 30 Partner*innen einen offenen Brief an Präsident Buhari, in dem sie einen Quantensprung in der Gesundheitsfinanzierung forderten. Gemeinsam mit diesen Partner*innen organisierte ONE über 130 Lobbytreffen und öffentliche Aktionen.

Vor Kurzem konnte der großen Erfolg der #MakeNaijaStronger-Kampagne gefeiert werden! Nach zwei Jahren aktiver Kampagnenarbeit unterschrieb Präsident Muhammadu Buhari das Budget 2018 mit einer Förderung in Höhe von 55,1 Milliarden Naira für die medizinische Grundversorgung. Das entspricht 1% des CRF für den Grundversorgungsfonds.

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You spoke. They listened. We won. Millions of Nigerians will receive better health care as government allocates N55.15…

Posted by ONE Africa on Tuesday, July 10, 2018

Durch diese Kampagne haben wir realisiert: Wir alle haben eine laute, starke Stimme. Wenn wir an eine Sache glauben und Druck auf die Regierung ausüben, können wir Berge versetzen. Das wichtigste dieser Kampagne war die Teilnahme von unglaublich leidenschaftlichen nigerianischen Bürger*innen und einflussreichen Personen – wie Waje, Ali Nuhu, Desmond Elliot, Falz, Basketmouth, Toolz, Yemi Alade und Kate Henshaw.

Sie erkannten, dass ein Politikwechsel erforderlich war, um den Gesundheitssektor des Landes anzugehen.

Was kommt als Nächstes?

Es muss noch viel getan werden, bis sich diese Fonds in gesunde Leben verwandeln. Und auch wir müssen die gleiche Achtsamkeit, Leidenschaft, Einfallsreichtum und Hartnäckigkeit aufbringen wie die ONE Champion Aktivist*innen. Damit stellen wir sicher, dass die nigerianische Regierung die finanziellen Mittel effektiv und transparent verwendet. Denn nur so können wir eine sinnvolle Verwendung des nationalen Gesundheitsfonds garantieren. Und erst dann können wir erwarten, dass Leben positiv verändert und gerettet werden.

Mache jetzt mit und nutze deine Stimme, um zusammen eine stärkere Welt zu schaffen!
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Wahldrama

E+Z - 11. Dezember 2018 - 14:10
In Kenia wird weiter um ein faires und transparentes Wahlsystem gerungen

Die meisten Beobachter hielten die Präsidentschaftswahlen in Kenia im August 2017 für fair. Offiziell soll Uhuru Kenyatta 54 Prozent der Stimmen gewonnen haben. Angesichts des Unmuts der Opposition empfahl er dem wichtigsten Oppositionskandidaten, Raila Odinga, jedoch, vor Gericht zu gehen. Odinga sagte wiederholt, das sei keine Option; internationale Beobachter und Kirchenoberhäupter forderten ihn aber auf, nachzugeben oder sich an die Richter zu wenden.

Kurz vor Ablauf der letzten Frist wendeten sich Odinga und seine Anwälte schließlich mit dem Argument an den Obersten Gerichtshof, sie hätten ausreichende Beweise für einen Amtsmissbrauch. Der Fall wurde angenommen, der Oberste Gerichtshof hörte beide Seiten an und entschied zugunsten der Opposition: Wegen vieler „Rechtswidrigkeiten und Unregelmäßigkeiten“ wurde die Wahl für nichtig erklärt und eine Wiederholung innerhalb von 60 Tagen angeordnet.

Kenyatta war nicht einverstanden, gab aber vor, die Entscheidung zu akzeptieren. Im Wahlkampf dann attackierte er die Richter, nannte sie „Gauner“ und kündigte an, etwas, was er in der Justiz für „kaputt“ hielt, zu „reparieren“. Der Kampf um ein faires und transparentes Wahlsystem ging weiter.

Die Opposition forderte von der Wahlkommission die Absetzung einiger Beamter sowie Maßnahmen für mehr Transparenz. Sie sprach von einem „nicht reduzierbaren Minimum“ und drohte, den für den 26. Oktober angesetzten Neuwahlen fernzubleiben. Halbherzig akzeptierte die Wahlkommission einige Vorschläge, machte aber deutlich, dass sie die Glaubwürdigkeit der Wahl für eine Frage der Wahrnehmung halte und nicht für substanziell. Um die Wahlen schnell voranzutreiben, beharrte die Regierung darauf, es sei keine Zeit für größere Reformen.

Die Partei des Präsidenten hat die Mehrheit im Parlament. Sie änderte das Wahlrecht, indem sie Klauseln, die zur Wahlannullierung geführt hatten, strich und verwässerte. Sofort brachen Rechtsstreitigkeiten aus. Am 24. Oktober fragten Aktivisten beim Obersten Gerichtshof an, ob die Wahl unter diesen Voraussetzungen überhaupt am 26. Oktober stattfinden könne, woraufhin die Regierung den 25. Oktober zum Feiertag erklärte. Der Oberste Richter, David Maraga, gab an, das Oberste Gericht werde trotzdem tagen.

An diesem Abend wurde das Auto der stellvertretenden Obersten Richterin, Philomena Mbete Mwilu, beschossen. Der Fahrer wurde verletzt, sie blieb unversehrt, erschien tags drauf aber nicht am Gericht. Ein Richter war aus medizinischen Gründen im Ausland, ein anderer verpasste seinen Flug nach Nairobi, zwei weitere Richter blieben unentschuldigt fern. Neben Maraga war nur ein weiterer Richter anwesend – um entscheiden zu können, benötigt der Oberste Gerichtshof laut Quorum aber mindestens fünf Richter. Das Treffen wurde abgebrochen, die Wahlen fanden wie geplant statt.

Odinga boykottierte den Urnengang, und Kenyatta gewann 98 Prozent der Stimmen, wobei die Wahlbeteiligung von 79 Prozent im August auf nur 38 Prozent im Oktober gesunken war. In 25 Wahlkreisen, Hochburgen der Opposition, wurden keine Stimmen abgegeben.

Sicherheitskräfte würgten aufkommende Proteste ab, die Kenyatta-Regierung agitierte gegen die Opposition und schikanierte ihre Führer und Finanziers, einige wurden des Hochverrats beschuldigt. Ein kanadisch-kenianischer Anwalt mit doppelter Staatsbürgerschaft wurde festgenommen und des Landes verwiesen, nachdem er gewagt hatte, Odinga während einer Protestkundgebung im Januar als „Volkspräsidenten“ zu vereidigen.

Inzwischen hat sich die Lage beruhigt, besonders nachdem sich Kenyatta und Odinga im März überraschend trafen und per Handschlag eine Waffenruhe eingingen. Die Legitimität der Präsidentschaft Kenyattas wird weiter bezweifelt, aber nicht mehr gerichtlich in Frage gestellt. Die meisten Änderungen des Wahlgesetzes, die das Parlament kurz vor der Wahlwiederholung verabschiedet hatte, haben die Richter wiederaufgehoben. Der Kampf für ein faires und transparentes Wahlsystem geht weiter. (as)

 

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GES - Globale Entwicklung in der Schule - Engagement Global

Weblinks - 11. Dezember 2018 - 14:05

Comments:

  • Der Orientierungsrahmen Globale Entwicklung, ein gemeinsames Projekt der KMK und des BMZ, hilft dabei, eine Bildung für nachhaltige Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung der globalen Perspektive fest in Schule und Unterricht zu verankern. Länderinitiativen sowie Landeskoordinatorinnen und Landeskoordinatoren unterstützen dabei maßgeblich. - Karsten Weitzenegger

Tags: entwicklung, schule, engagement, BNE, politikdidaktik, BMZ, Bildung, globales_lernen

by: Karsten Weitzenegger

Chief of India’s central bank steps down

E+Z - 11. Dezember 2018 - 14:01
Dienstag, Dezember 11, 2018 - 14:00Hans DembowskiBusiness media should finally see through Modi’s maskUrjit Patel has resigned as governor of the Reserve Bank of India yesterday. He says he did so for personal reasons, but it is no secret that the government of India’s Prime Minister Narendra Modi has lately been putting pressure on the central bank. I think Patel’s resignation should make international business media reconsider the distorted narrative they have been relying on for far too long.

Modi has successfully made foreign journalists believe that economic reforms are at the top of his policy agenda. Even before his party, the BJP, a Hindu-chauvinist outfit, won the general elections in 2014, they praised him for his pro-business stance. The background was that, as the leader of the state government of Gujarat, he had facilitated major industrial investments in that state. On the other hand, Gujarat’s human-development indicators were only average. The data showed that Moody’s pro-business attitude did not really translate into higher standards of life. Given that he was chief minister of his state for more than a decade, some of the benefits should surely have trickled down.

What international business journalists tend to neglect, by contrast, is that Modi also has a reputation of Hindu-chauvinism. In 2002, horrible anti-Muslim riots rocked Gujarat. The state government did not stop the Hindu extremists from perpetrating violence even though Modi probably could have made a difference. After all, he is a prominent member of the RSS, the parent organisation of the most important right-wing Hindu organisations, including the BJP. 

In the election campaign in 2014, Modi cultivated a double image. On the one hand, he promised to modernise the economy. On the other hand, he did not deviate from the idea that India should be a Hindu nation, with all minorities and lower castes supposed to accept the predominance of this faith. It is true that he did not promote Hindu chauvinism in a particularly aggressive manner, but the Indian public knows who he is and what the RSS stands for. International observers, however, largely failed to notice that Hindu chauvinism was still very much on the agenda.

India will hold general elections again next year. The atmosphere is becoming tense. Part of the problem is that masses of young people lack prospects. The livelihoods of 90 % of the people still depend on the informal sector and small-scale agriculture. Modi’s government has not delivered on the promise of large-scale, formal-sector industrialisation. Nor has it managed to improve infrastructure dramatically. The new value added tax it introduced makes sense and principle, but it its design is overly complex, considerably increasing the private sector’s bureaucratic burdens. 

The Modi government’s most decisive intervention in economic affairs was “demonetisation” in 2016. Banknotes with high denomination were suddenly made void. The step was supposed to force people to use bank accounts and to eradicate black money. One of the impacts was that the economy slowed down. Foreign journalists pointed out that the policy was unprecedented and problematic, but nonetheless praised Modi’s determination. 

They did not notice that it actually helped his party in important state elections a few months later. The reason is that all parties in India used to rely on black money. The BJP was able to prepare for demonetisation, while all the other parties were taken by surprise. In Uttar Pradesh, the most populous state, a BJP leader with a long history of anti-Muslim agitation but no track record of interest in economic affairs became chief minister.

Indeed, Modi is a typical right-wing populist who pretends to be personally representing a homogenous nation. Of course, his idea of the nation expels anyone who disagrees with him. As Jan-Werner Müller elaborated in his excellent book “What is populism?”, leaders of his kind deny the legitimacy of all other political forces. Once in office, they do their best to manipulate institutions and modify legislation in ways that perpetuate their power. Modi’s attack on the central bank fits that pattern. Hindu chauvinists, moreover, are known to hound independent journalists. Moreover, hate crimes have increased, and not only Muslims have reason to feel threatened.

In recent weeks, the Modi government has made it clear that it wants the Reserve Bank of India to adopt a looser monetary policy, which would speed up economic growth in the short run. It also wants the central bank to be more lenient in regard to banks deal with bad assets and give more scope to non-bank financial institutions, many of which are under stress. Demands of this kind fly in the face of what international business papers appreciate. I wonder whether they will now see through Modi’s “reformer” mask.

As far as I can tell, there actually is a split among the journalists. Correspondents based in Delhi or Mumbai tend to be keenly aware of Modi’s populist arrogance, whereas news desks in Europe or North America tend to stick to the narrative of reforms only proceeding too slowly. They like to express the wish that the prime minister could do more.

Media coverage matters. The staff of major international development agencies are influenced by business papers for example. Their idea of India is shaped by what the editorial offices produce. Unfortunately, the reformer narrative is strong because it serves wishful thinking. The truth is that it distorts the international public’s understanding of what is happening in Indian politics.

Patel, by the way, was only in office as central bank governor for a little more than two years. Modi picked him, certainly hoping he would be subservient. However, Patel turned out to be a man of principle who did not want to do the government a few short-term favours in order to boost its chances in national elections. In this regard, he proved similar to his predecessor, Raghuram Rajan, a former chief economist of the International Monetary Fund and current professor at the University of Chicago. When Rajan was not reappointed, as he should have been according to Indian conventions in 2016, the international media regretted Modi’s decision – but did not point out that it fit a pattern. Will they notice now? 

Demokratie und RechtsstaatSüdasien
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Civil society engagement in regional governance: a network analysis in Southern Africa

DIE - 11. Dezember 2018 - 14:01
Since the 1990s, international and regional organisations have responded to calls to open up to civil society. Some, however, remain relatively inaccessible. The Southern African Development Community (SADC) is one of those regional organisations that seems to have resisted opening up, making it a “tough test” for civil society engagement. Yet, even in this difficult regional context, we observe the existence of transnational civil society networks that aim to engage and influence regional governance, although there are notable differences across policy sectors. It is likely that the characteristics of these civil society networks have an effect on civil society participation in, and engagement with, regional governance. Against this background, this paper asks: How do the characteristics of transnational networks contribute to civil society engagement in regional governance in SADC? The paper employs a comparative case study design focussing on civil society engagement in two policy sectors: gender, and employment and labour. Using an interview-based approach to social network analysis (SNA), we map the two policy networks surrounding the implementation of Article 8 of the SADC Protocol on Gender and Development, which aims to end the practise of early marriage, and the ongoing ratification of the SADC Protocol on Employment and Labour. We complement the social network analysis with semi-structured interviews with a variety of stakeholders, including civil society, donors, researchers, and national and regional policy-makers in Botswana, Mozambique, South Africa and Zambia. The findings reaffirm the state-centric nature of SADC and the difficulties for civil society to engage meaningfully. We also find notable differences in the civil society networks involved in the two policy sectors: The gender sector is driven by civil society organisations (CSOs) and financed by donors, with member states playing a relatively minor role, whereas member states are central players in employment and labour. The gender network is highly centralised, with one central CSO performing a coordinating role, whereas the labour and employment network is very dense and shaped by many interactions between different actors with diverse political aims. The findings suggest a trade-off between a hierarchical, centralised network that is efficient when it comes to sharing resources, versus a dense, consensus-finding network that mitigates potential conflicts. The networks for both policy sectors also suggest that the SADC Secretariat is more accountable to donors than CSOs, a reflection of SADC’s dependence on donor funds. We find that many of the challenges to civil society found at the national level in developing countries are replicated at the regional level. Questions surrounding the extra-regional funding of CSOs, their representativeness and their legitimacy pose great challenges to civil society networks. Nevertheless, civil society networks have the potential to act as drivers of people-centred regionalism, but so long as the institutions and organisational culture of SADC remain a “closed shop”, their potential will go unrealised.
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