Sie sind hier

Ticker

The role of school in the identification of Afghan refugee adolescents in Iran

DIE - 15. September 2022 - 8:14

Purpose: This article explores the role of independent schools in the identity formation of Afghan refugee adolescents. Method: Following Thematic Analysis, 21 Afghan students studying were qualitatively interviewed. Findings: The Afghan adolescent used the accommodation strategy in Iran and achieved identity integrity through the narrative of intimacy. For them, the past (Afghanistan) is a ‘Nowhere land’, the present (Iran) is a ‘no here land’, and the future is ambiguous. The independent schools have the potential to rebuild their past, provide a pleasant present, and picture a hopeful future. It is a place where they can write their identity biography.

Kategorien: Ticker

Wie ist die Lage der Europäischen Union?

SWP - 14. September 2022 - 23:15
Kategorien: Ticker

Stromkrise: Deutschland muss seiner Verantwortung in Europa gerecht werden

SWP - 14. September 2022 - 14:48

Der deutsche Strompreis hat selbst Extremszenarien überholt. In der öffentlichen Debatte steht insbesondere das europäische Strommarktdesign in der Kritik. Es sieht einen einheitlichen Strompreis vor, vorgegeben durch den teuersten Anbieter im aktuellen Strommix – häufig Gaskraftwerke. Somit überträgt sich der momentan sehr hohe Gaspreis auf den Strompreis, obwohl die durchschnittlichen Stromerzeugungskosten dank anderer Technologien nur bedingt gestiegen sind. Nur mit drastischen Maßnahmen können Deutschland und die EU verheerende Folgen für Haushalte und Industrie, ihre geopolitische Handlungsfähigkeit und den nationalen wie europäischen Zusammenhalt noch abwenden.

Markteingriffe nötig, aber nicht hinreichend

Das von der Bundesregierung beschlossene Entlastungspaket III sieht direkte Strommarkteingriffe vor: Nutzern wird ein Basisstromverbrauch subventioniert, finanziert durch Gewinnabschöpfungen bei den profitabelsten Unternehmen, meist Solar- und Windstromproduzenten. Solche kurzfristigen Markteingriffe, welche auch der EU-Energieministerrat verhandelt, sind essenziell, damit Strom für Haushalte und vor allem Unternehmen bezahlbar bleibt.

Makroökonomisch wie auch geopolitisch ist ein starker Industriestandort mit sicherer und bezahlbarer Energieversorgung ein übergeordnetes Interesse. Europäische Wertschöpfungsketten sind eng verflochten und das potenzielle Ausmaß einer anhaltenden Stromkrise auf Wohlstand und internationale Handlungsfähigkeit ist enorm. In Zeiten erhöhten Systemwettbewerbs und geopolitischer Verwerfungen bedarf es einer starken Industrie, um technologische Standards zu setzen sowie geoökonomisch zunehmend durchlässige Wirtschafträume in der direkten Nachbarschaft anzubinden und zu stabilisieren.

Die unkontrollierten Preise motivieren zwar theoretisch den Ausbau erneuerbarer Energien und stromsparender Produktion. In der Realität jedoch benötigen die grüne Produktionstransformation und die Entwicklung klimafreundlicher Technologien genau die Industrie, die gerade aufs Spiel gesetzt wird. Markteingriffe bringen kurzfristig soziale und ökonomische Stabilisierung. Letztlich kann aber nur eine Erhöhung des Angebots Entspannung bringen. Deutschlands Weigerung, technologieneutral alle Erzeugungsmöglichkeiten auszuschöpfen, birgt das Risiko einer Deindustrialisierung und erodiert die europäische Solidarität.

Ausbau der Erzeugungskapazitäten dient europäischer Solidarität

Als der Gasmangel absehbar wurde, bat die Bundesregierung die EU-Mitgliedstaaten um Solidarität. Deutschland nutzt aktuell bestehende Flüssiggashäfen und Pipelinekapazitäten in Holland, Belgien und Skandinavien, um seine Gasspeicher zu füllen – und bald auch in Frankreich. Abgesehen von Einsparungen und dem Bau von Flüssiggasterminals kann Deutschland hier kaum unterstützen, wohl aber im Strommarkt: In Frankreich sind Kraftwerkskapazitäten ausgefallen; auch anderswo sind Kraftwerke durch niedrige Flussstände eingeschränkt.

Kurzfristig müsste daher nebst Braunkohlekraftwerken vor allem der Weiterbetrieb deutscher Kernkraftwerke selbstverständlich sein. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz versagt letzteres jedoch entgegen der eigens in Auftrag gegebenen Empfehlungen der deutschen Übertragungsnetzbetreiber. Auch wenn der Beitrag der Kernkraftwerke im Winter auf nur fünf Terrawattstunden geschätzt wird, hat das Thema eine massive Symbolwirkung im europäischen Ausland: Es forciert das Narrativ, Deutschland fordere die Hilfe anderer ein, sei jedoch nicht bereit, seine eigenen Befindlichkeiten für das Gemeinwohl außen vor zu lassen. Das Zögern der Bundesregierung spielt auch Russland in die Karten, das auf eine Spaltung Europas und Aufstände der Bevölkerung setzt. Einen Vorgeschmack auf Letzteres bietet Tschechien, wo jüngste Massendemonstrationen infolge der Energiepreise den Rücktritt der Regierung gefordert haben und Generalstreiks angekündigt wurden.

Auch beim Kapazitätszubau muss Deutschland Bürokratie und Kleinstaaterei endlich überwinden. Flüssiggasterminalbau und Corona-Politik haben eindrucksvoll gezeigt, dass Projekte schnell umgesetzt werden können – politischer Wille vorausgesetzt. Sondergenehmigungen für Windkraftanlagen und das Streichen von Abstandsreglungen sollten höchste Priorität bekommen. Die mittelfristige Anbahnung von Gas-Fracking könnte Abhängigkeiten schlagartig vermindern und eine Brücke zu blauem Wasserstoff schlagen. Auch würde sie europäischen Partnern signalisieren, dass Deutschland ernsthaft an der Stabilisierung der Lage mitwirkt.

Diskussion zur Strommarktreform rasch und unbefangen anstoßen

Doch es geht nicht nur um ad-hoc-Preisstabilisierung. Viele Strommarktökonomen wehren sich vehement gegen Marktreformen; sie berufen sich auf notwendige Anreize für den Zubau erneuerbarer Energien, welche das aktuelle System durch hohe Gewinnmargen schafft. Dies vermögen aber auch andere Ansätze, beispielsweise feste, technologiespezifische Einspeisetarife. Sie waren bereits Bestandteil des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und könnten durch eine zentrale europäische Behörde vorgegeben werden, was auch Resilienz böte. Weiterhin schieben Verteidiger des bestehenden Marktdesigns die angebliche Natürlichkeit des Preisbildungsmechanismus und eine damit verbundene Markteffizienz vor. Der Strommarkt und dessen Preise sind aber nicht frei und natürlich, sondern ein hochkomplexes regulatorisches Konstrukt, basierend auf einer historisch ausgehandelten Linie zwischen staatlicher Verwaltung und privatem Handeln.

Letztlich wurde der europäische Strommarkt in einer anderen Zeit und für andere Bedingungen entwickelt; eine Perspektive, die auch die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vertritt und daher Reformen ankündigte. Nicht nur technoökonomische, sondern vor allem auch (geo-)politische Imperative müssen Entscheidungen leiten, denn die Verhältnisse zwischen Renationalisierung und Zentralisierung, Liberalisierung und Lenkung sowie Markt und Versorgungssicherheit müssen neu tariert werden. Die Linie zwischen Staat und Markt – Wesen und Bestand des seit fast 20 Jahren liberalisierten Strommarktes – darf kein Dogma sein und muss entsprechend der Ziele und Gegebenheiten zur Debatte stehen. Diese Debatte sollte Deutschland proaktiv vorantreiben.

Kategorien: Ticker

A new era for the G20? Insights from the T20 Summit 2022 in Indonesia

DIE Blog - 14. September 2022 - 14:00

By Hellosumanjaya – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=110382121

“Recover Together – Stronger Together” is the slogan of the G20 presidency of Indonesia 2022. Formulated in 2021, it was meant as a signal to focus on economic recovery and the global health architecture after the Covid-19 pandemic, combined with sustainable energy transition. In 2022, geopolitical tensions amongst G20 member states and a series of yet more global challenges, including a severe food and energy crisis, place a bold question mark behind literally all components of the slogan. Economies and societies do not ‘recover’ at the aspired pace. The recent drop of the global Human Development Index erases gains of the last five years. The G20 is not ‘together’ and most of the world’s economies cannot be considered ‘stronger’. In sum, global governance is anything but fit to address the “interwoven sustainability emergencies” with a climate crisis at its core. Still, there is hope that the Indonesian presidency marks the beginning of a new era for the G20, and, thus, for the global cooperation system as a whole.

The new era arguably has already begun, even if keeping the G20 alive may turn out to be the Indonesian presidency’s main success under challenging circumstances. We will see a set of four G20 presidencies with a markedly “Global South” identity in a row: India (2023), Brazil (2024), and South Africa (2025) are to follow Indonesia. This comes with great potential in the mid-term for closer cooperation, more continuity in the G20 agenda and a stronger focus on development that works for the South.

The hope for more cooperation and a shift of focus towards development within the boundaries of the earth system crystallised during the recent summit of the Think 20 (T20) in Indonesia. The T20 is an official G20 engagement group that brings together leading think tanks and research institutions to provide research-based policy recommendations. In its final message to the G20 leaders, condensed from more than 130 policy briefs produced in 9 Task Forces and launched during the Summit, the community highlighted five core areas on how to:

  1. foster recovery and resilience,
  2. accelerate the process toward net zero emissions and combat climate change,
  3. govern transformation to the digital society,
  4. make the economy more inclusive and people-centred, and
  5. revive global governance.

Beyond these core points, discussions during the Summit revolved around the role of the T20 and the science and think tank community for international cooperation. In this way, the T20 tried to deliver on the thematic priorities of the Indonesian G20 presidency, while recognising at the same time that at the moment food and energy security are more immediate concerns than green and digital transformations.

A divided G20 faces interwoven crises

In 2022, cooperation in the G20 is both more difficult and more needed than ever. The core challenge of climate change becomes ever more pressing with numerous direct and indirect effects on societies, economies and ecosystems. Other, new challenges have been added, not least manifold implications of the Covid-19 pandemic. Despite the Covax initiative and related efforts, worldwide access to affordable vaccines remains a key challenge. Economic recovery is hampered by geopolitical tensions that come with a substantial food and energy crisis, a slowdown of growth for major world economies, a looming ‘stagflation’ period and an excess debt crisis. All of these effects hit less resilient economies hardest and it happens at a time when production and demand were still suffering from the disruption of supply chains during the pandemic. People mobility was reduced because of Covid-19-related restrictions and today harms both economic re-opening and the transnational cooperation between countries in more general terms. To illustrate, the already complex exchange with China has become even more difficult in the face of China’s strict public health measures due to its zero-Covid approach. Within societies worldwide, the pandemic widened the gender gap regarding income and socio-economic security; women were the first to lose their jobs and are the last to return to the labour market. Young generations suffer from “lost years” of education, the real consequences of which are likely to unfold in the next years only. The high share of young people in developing and emerging countries implies strongest effects here. The boost of digitalisation fuelled by the pandemic – occasionally perceived as a modernisation of services – results in more automation, adding an additional disruptive element to the labour market with a likely increase of existing inequalities.

The complexity and urgency of these interwoven challenges call for globally coordinated action. The G20 might be a forum for that, but political disagreement hampers comprehensive cooperation and, thus, increases the risk that the major challenges of our time remain unaddressed. G20 members are divided over their positions on Russia’s war against Ukraine, while its repercussions – including rising energy and food prices – put an additional burden on economic recovery. Additional political and economic uncertainty comes with strong disputes between the US and China regarding Taiwan. Under the Indonesian presidency, the G20 disguises these developments under the notion of ‘geopolitical tensions’ without addressing the elephants in the room openly. However, the absence of trust between various actors constitutes a key obstacle to the formulation of joint positions, and it is not unlikely that President Joko Widodo will have to close the Summit on 16th November without a joint communiqué.

A new era of cooperation in a ‘Southernised’ G20?

Despite these risks, there is hope that the sequence of chairing countries in the coming years bears the potential to initiate a ‘Southernisation’ of the G20 after a period of agenda setting by developed countries with positive effects. The incoming presidencies share similar development challenges and economic and political roles in their respective regions. This background can make it easier for them to arrive at common understandings of global problems – the precondition for joint and, thus, effective solutions. These countries also share the ambition to co-shape world affairs based on a better recognition of global power shifts towards the South. Three of them are members of BRICS, which can contribute to the synchronisation of initiatives. In this way, the sequence of presidencies can bring a stronger development focus and more continuity to the agenda, the lack of which remains a key obstacle to effective cooperation structures. The already established troika system, meant to synchronise the efforts of three consecutive G20 presidencies, could be made to work into the same direction. Initiatives like the T20 Research Forum, established during the T20 summit, may help develop joint understandings and continuous agenda setting, too. Beyond the set of chairing G20 countries, attempts to better integrate G20 views in the G7 process under the German G7 presidency 2022 shows potential for a parallel ‘G20-fication’ of the G7, with prospects for improved cooperation between the two country clubs. Crucially, together, the trends of 2022 – Southernisation of G20, and G20-ification of G7 – may also mark the beginning of a new era of global cooperation, in which Southern leaderships shift the focus to the Global South.

Indonesia is well positioned to keep the G20 alive. Its geopolitical position between major blocks, diverse international economic connections, its strong role in ASEAN and membership in APEC, the approval of the UN resolution ES-11/1 to deplore Russia’s invasion of Ukraine in combination with a non-alignment with ‘Western’ sanctions against Russia, and an overall careful diplomatic approach can help keep the show going when leaders meet for a showdown on Bali in November. However, as agreement on a comprehensive common approach to key crises remains unlikely, regional and thematic country clubs, which share higher ambitions in selected areas, could be a pragmatic means to create dots – within and outside the G20 – that can be connected at a later stage. The four presidencies of emerging powers in the G20 should work together to materialise the potential of a better-harmonised and more continuous agenda until 2025, with shared development and climate questions at the centre.

Here, the role of a cooperative and effective T20 as a “bank of ideas” underpinned by sound scientific evidence is crucial. It can help in setting and maintaining a multiannual agenda, building necessary transboundary bridges and finding common solutions. It remains to be seen in how far the strong T20 efforts under Indonesian guidance can contribute to a successful G20. Arguably, the T20 process can be most important when successful cooperation amongst G20 members is most difficult. While Indonesia’s presidency might not be able to fully live up to the ambition of its motto to have the G20 recover together and stronger in 2022, its legacy could be the preparation of a new phase of togetherness, which allows for better cooperation in the future.

Der Beitrag A new era for the G20? Insights from the T20 Summit 2022 in Indonesia erschien zuerst auf International Development Blog.

Tag der Tropenwälder: „Europas Konsum darf nicht länger zu Entwaldung führen“

SID Blog - 14. September 2022 - 13:14
Berlin - Der Konsum in Europa trägt immer noch maßgeblich zur Zerstörung von Wäldern bei. Auf diesen Zusammenhang hat Entwicklungsministerin Svenja Schulze am heutigen Tag der Tropenwälder hingewiesen. Sie warb zugleich für einen schnellen und ambitionierten Abschluss der Gesetzgebung aus dem europäischen Green Deal, die den Import von Produkten in die EU verbietet, deren Herstellung zu Entwaldung geführt hat. Das betrifft unter anderem Holz, Kaffee, Kakao, Palmöl, Rindfleisch oder Soja, welches vor allem als Futtermittel für Schweine und Geflügel verwendet wird.

 

Entwicklungsministerin Schulze: „Die meisten von uns wissen längst, wie überlebenswichtig Tropenwälder für uns Menschen sind. Niemand möchte beim Kaffeetrinken, Tanken oder Essen den Regenwald zerstören. Trotzdem führt unser Konsum in Europa immer noch zu Entwaldung in großem Umfang. Wir brauchen darum dringend strenge Regeln, die den Import von Produkten verbieten, deren Herstellung Wälder zerstört hat. Hier geht es um eine konsequente Neuordnung von Lieferketten, die für die Stabilität unseres Planeten existenziell sind."

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich bereits im Juni und das EU-Parlament hat sich gestern grundsätzlich für den Gesetzentwurf ausgesprochen. Die Details werden in den kommenden Monaten im Trilog verhandelt.

Wälder bedecken mehr als 30 Prozent der Erdoberfläche und beherbergen etwa 80 Prozent der bekannten Tier- und Pflanzenarten, die außerhalb der Ozeane leben. Auch für etwa ein Drittel der Menschheit sind Wälder die Lebensgrundlage. Seit 1990 gingen schätzungsweise 420 Millionen Hektar Wald verloren, das entspricht ungefähr der Größe der Europäischen Union. Der Großteil, 88 Prozent der globalen Waldzerstörung, geht auf die Landwirtschaft zurück. Insbesondere in den Tropen werden Wälder zum Beispiel für den Anbau von Soja oder Palmöl abgeholzt; Produkte, die vor allem für Tierfutter in der Fleischproduktion zum Einsatz kommen und oftmals auf Tellern im globalen Norden landen.

 

Das BMZ engagiert sich in besonders betroffenen Partnerländern wie Brasilien, Indonesien oder Côte d'Ivoire für entwaldungsfreie Lieferketten und möchte vor allem Kleinbauern und -bäuerinnen unterstützen, nachhaltig zu wirtschaften. Das BMZ engagiert sich auch für ein Umdenken hinzu nachhaltigem Konsum in Deutschland, ob in Unternehmen oder bei der öffentlichen Beschaffung (z.B. in Kantinen). Enge Abstimmung zu all dem erfolgt mit der EU-Kommission, vielen EU-Mitgliedstaaten, aber auch darüber hinaus mit Großbritannien und Norwegen.

Um die globale Waldzerstörung zu stoppen, setzt sich das BMZ für Waldschutz, nachhaltige Bewirtschaftung und den Wiederaufbau von Wäldern ein. In den letzten fünf Jahren (2017-2021) stellte das BMZ hierfür circa 2,5 Milliarden Euro Haushaltsmittel bereit und fördert waldrelevante Vorhaben in mehr als 40 Ländern. Schwerpunkte der Förderung liegen im Amazonastiefland und im Kongobecken, den größten zusammenhängenden Tropenwaldregionen. Auch beteiligt sich das BMZ an der Glasgow Leaders Declaration on Forests and Land Use, einer breiten Allianz von mehr als 140 Ländern mit mehr als 90 Prozent der globalen Waldfläche. Diese haben sich bei den Klimaverhandlungen in Glasgow im November 2021 dazu verpflichtet, gemeinsam den Verlust von Naturwäldern bis 2030 zu beenden, 350 Millionen Hektar Wald wiederherzustellen und Agrarlieferketten entwaldungsfrei zu gestalten. Das BMZ beteiligt sich hier bisher mit 700 Millionen Euro.

 

Indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften (ILPC) kommt beim Waldschutz eine zentrale Rolle zu. Sie tragen durch eine nachhaltige Lebensweise aktiv zur Gesundheit der Wälder bei. So weisen Wälder, die durch indigene Völker bewirtschaftet werden, eine erheblich geringere Entwaldungsrate auf. Trotzdem finden die Rechte indigener Völker, insbesondere nach geregelten Land- und Besitzrechten, oftmals kein Gehör. Die Bundesregierung setzt sich daher gemeinsam mit anderen internationalen Partnern für ihre Stärkung ein.

 

Entwicklungsministerin Schulze: „Ohne Wald fehlt saubere Luft und für viele Menschen in Entwicklungsländern ist der Wald auch Nahrungsgrundlage. Deshalb hat das BMZ seit 2017 über 2,5 Milliarden Euro in den Waldschutz investiert. Mir ist dabei wichtig, dass das BMZ nur Maßnahmen fördert, die Naturschutz, nachhaltige Nutzung und eine wirtschaftliche Grundlage für die lokale Bevölkerung zusammendenken und dabei indigene Völker und lokale Gemeinschaft einbeziehen. Denn ihnen kommt beim Waldschutz eine Schlüsselrolle zu."


 

"Fair steht dir" - Größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland startet am 16.09.2022

SID Blog - 14. September 2022 - 13:06

Faire Woche ruft zu Nachhaltigkeitswende in der Textilbranche auf

Berlin/Köln/Mainz, 14.09.2022 – Unter dem Motto „Fair steht dir – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit" findet vom 16. bis zum 30. September die Faire Woche statt, die größte Aktionswoche des Fairen Handels. Im Mittelpunkt stehen menschenwürdige Arbeitsbedingungen und nachhaltiges Wirtschaften in der Textillieferkette. Weltläden, Schulen, Fairtrade-Initiativen und viele weitere Akteure laden bei rund 2.000 Veranstaltungen dazu ein, den Fairen Handel kennenzulernen und sich mit den sozialen und ökologischen Auswirkungen von Textilkonsum auseinanderzusetzen. Die Faire Woche findet in diesem Jahr bereits zum 21. Mal statt. Organisiert wird die bundesweite Veranstaltung vom Forum Fairer Handel in Kooperation mit dem Weltladen-Dachverband und Fairtrade Deutschland.

Der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza 2013 in Bangladesch hat viele Menschen wachgerüttelt. Das Unglück, bei dem über 1.100 Menschen starben, steht wie kein anderes für die Missstände in der Textil- und Schuhindustrie. Auch knapp zehn Jahre später gilt die Textillieferkette als extrem anfällig für Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen. „Menschenwürdige Arbeit und Umweltschutz weltweit – dafür sollten wir uns auf allen Ebenen einsetzen. Als Konsumentinnen und Konsumenten kann jede und jeder einzelne von uns einen direkten Beitrag leisten und beim Einkauf Unternehmen unterstützen, die nachweislich auf gute Arbeitsbedingungen und nachhaltige Produktion setzen. Die Faire Woche bietet eine gute Gelegenheit, sich zu informieren und zu engagieren. Aber auch die Politik ist gefordert, das Thema strukturell anzugehen. Das deutsche Lieferkettengesetz ist hierfür ein wichtiger Schritt, denn es legt erstmals verbindlich fest, dass die Einhaltung der Menschenrechte keine Frage der Freiwilligkeit ist. Ich setze mich jetzt dafür ein, dass wir diesen Ansatz erweitern und eine starke EU-weite Regelung hinbekommen", erklärt Bundesministerin Svenja Schulze, Schirmherrin der Fairen Woche. „Die Menschen, die unsere Kleidung herstellen, müssen unter zunehmendem Zeitdruck und zu desaströs niedrigen Löhnen Unmengen neuer Ware produzieren", erklärt Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des Forum Fairer Handel. „Sie verbleiben in Armut, während große Modeunternehmen ihre Profite mit Fast Fashion maximieren", kritisiert Fütterer.

 

EU-weite Petition für existenzsichernde Löhne

Gemeinsam mit Organisationen wie Fashion Revolution und Fair Wear Foundation fordern die Veranstalter der Fairen Woche existenzsichernde Löhne für Textilarbeiterinnen und -arbeiter weltweit: „Existenzsichernde Löhne sind kein Luxus, sondern ein grundlegendes Menschenrecht. Diese Tatsache sollte gerade ein Verbund wie die Europäische Union anerkennen", sagt Claudia Brück, Vorständin bei Fairtrade. „Die EU zählt zu den wichtigsten Abnehmern für Textilien. Allein im ersten Halbjahr 2022 hat sie Textilprodukte im Wert von knapp 64 Milliarden Euro importiert. Eine europaweite Entscheidung für existenzsichernde Löhne hätte enorme Schlagkraft und könnte in der Branche wirklich etwas bewegen", so Brück. Damit sich die EU mit dem Thema auseinandersetzt, muss die Petition „Good Clothes, Fair Pay" eine Million Unterschriften erreichen.

 

Gemeinsam Umdenken

Immer mehr Menschen legen Wert auf nachhaltige Produktionsbedingungen und hinterfragen die Herkunft von Alltagsprodukten wie Kleidung. Der Faire Handel bietet ihnen Alternativen. Denn transparente Lieferketten, die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und ein Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit sind hier Kernpunkte. „Es ist eindrucksvoll, wie viele Frauen sich durch den Fairen Handel weiterentwickelt haben und jetzt unabhängig und selbständig ihren Weg gehen", erklärt Sujata Goswami von Sasha Fair Trade in Indien. Die Stärkung von Frauenrechten ist im Kontext textiler Lieferketten besonders wichtig, da in erster Linie Frauen von den ungleichen Machtverhältnissen im Handel betroffen sind.

 

Den Veranstaltungskalender der Fairen Woche finden Sie unter www.fairewoche.de/kalender.

 

Petition "Good Clothes, Fair Pay"

Passend zum Thema der Fairen Woche setzt sich die Europäische Bürger*inneninitiative mit der Petition „Good Clothes, Fair Pay" für existenzsichernde Löhne für Textilarbeiter*innen ein. Existenzsichernde Löhne sind kein Luxus, sondern ein grundlegendes Menschenrecht. Gemeinsam mit Organisationen wie Fashion Revolution und der Fair Wear Foundation fordern die Initiator*innen im Rahmen der Kampagne gesetzliche Rahmenbedingungen, die dieses Recht schützen. Es werden eine Million Unterschriften benötigt, damit die EU-Kommission zu den Forderungen Stellung nimmt.

 


Kambodscha - Gravierende Probleme im Mikrofinanzsektor bestätigt

SID Blog - 14. September 2022 - 13:05



Pressemitteilung vom 14. September 2022 Kambodscha: Von Bundesregierung geförderte Studie bestätigt gravierende Probleme im Mikrokreditsektor

Köln, Phnom Penh -- Eine vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderte Studie bestätigt das Problem der weitverbreiteten Überschuldung in Kambodscha durch Mikrokredite. Dieses führt zu einer „bedenklich hohen" und „nicht akzeptablen" Zahl von Landverkäufen. Die Studie zeigt, dass mehr als 167.000 kambodschanische Haushalte in den letzten fünf Jahren Land verkaufen mussten, um Kredite zurückzuzahlen. Die Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland, die Kambodschanische Liga zur Förderung und Verteidigung der Menschenrechte (LICADHO) und Equitable Cambodia fordern die Bundesregierung und andere Geber des Mikrofinanzsektors auf, endlich ihrer Verantwortung nachzukommen und unverzüglich konkrete Maßnahmen zu ergreifen.

Seit Mitte 2019 haben kambodschanische Menschenrechtsgruppen mehrere Berichte veröffentlicht, die die schwerwiegenden Auswirkungen der Mikrokredit-Überschuldungskrise aufzeigen. Die vom Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) durchgeführte Studie „Mikro"finanzierung in Kambodscha: Entwicklungen, Herausforderungen und Empfehlungen liefert hierfür weitere Belege.

Die Studie, die vom BMZ in Auftrag gegeben wurde, um „statistische Evidenz" zur Überschuldung in Kambodscha zu gewinnen, umfasste eine Haushaltsbefragung, Gruppendiskussionen mit Dorfbewohner*innen und Interviews mit lokalen Behörden in 24 Dörfern. Sie ergab unter anderem:
  • eine sehr hohe durchschnittliche Kredithöhe von 5.183 US Dollar bei den verschuldeten Haushalten, von denen viele sehr arm sind (mit jährlichen Zinssätzen von 18 Prozent plus Gebühren für Mikrokredite);
  • fast die Hälfte der verschuldeten Haushalte hat Rückzahlungsschwierigkeiten;
  • von den Haushalten mit Rückzahlungsschwierigkeiten haben 13 Prozent berichtet, dass sie in den letzten fünf Jahren Land verkaufen mussten, um Kredite zurückzuzahlen (hochgerechnet auf alle Kreditnehmer*innen würde dies 33.480 schuldengetriebene Landverkäufe pro Jahr bedeuten);
  • „in einer Reihe von Fällen" wurden Kreditnehmer*innen Opfer von Menschenrechtsverletzungen;
  • eine Reduzierung der Ausgaben für Lebensmittel kommt häufig vor;
  • Teilnehmer*innen der Gruppendiskussionen und lokale Behörden gaben an, dass Kinder aus der Schule genommen werden, um für die Rückzahlung von Krediten zu arbeiten.
Die Analyse bestätigt weiterhin, dass der kambodschanische Mikrofinanzsektor stark gesättigt ist, was zu einem massiven Wettbewerb zwischen den Anbietern führt. Aggressive Tür-zu-Tür-Kreditwerbung sowie ein übermäßiger Rückgriff auf Land als Sicherheit für Mikrokredite ist gängige Praxis. Die INEF-Forscher kommen zu dem Schluss, dass zwischen 25 und 50 Prozent der 2,8 Millionen verschuldeten Haushalte in Kambodscha überschuldet sind – ähnlich dem Befund einer Studie aus dem Jahr 2017, die unter anderem vom BMZ finanziert wurde.

Die INEF-Studie macht eine Reihe von Empfehlungen, wie z. B. einen generellen Schuldenerlass für sehr arme Haushalte, die Kündigung von Verträgen und Entschädigungen für Haushalte, die in Fällen grober Fahrlässigkeit von Kreditinstituten zum Verkauf von Land gezwungen wurden, sowie die Einschränkung der Verwendung von Landtiteln als Kreditsicherheit. Da die meisten der vorgeschlagenen Maßnahmen zweifellos eine gewisse Zeit benötigen, um ihre Wirkung zu entfalten, und angesichts der Tatsache, dass jeden Tag bis zu 100 kambodschanische Haushalte ihr Land verkaufen müssen, um Kredite zurückzuzahlen, fordern LICADHO, Equitable Cambodia und FIAN erneut, dass die Hunderttausenden Landtitel, welche die Kreditinstitute als Sicherheit eingezogen haben, unverzüglich an die Mikrokreditnehmer*innen zurückgegeben werden. Dies würde den Druck auf die Haushalte erheblich verringern und die Zahl der erzwungenen Landverkäufe reduzieren.

Darüber hinaus empfehlen die INEF-Forscher der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, die den Mikrofinanzsektor weiterhin direkt (durch die DEG-Entwicklungsbank) und indirekt (durch die KfW-Entwicklungsbank und das BMZ) über Mikrofinanzfonds unterstützt, ihren bestehenden Einfluss zu nutzen, um ihre Partner-Mikrofinanzinstitute (MFI) davon zu überzeugen, diese zentralen Empfehlungen umzusetzen. Mittelfristig wird empfohlen, die Unterstützung für den kambodschanischen Mikrofinanzsektor einzustellen.

Die Studie weist zwar zu Recht darauf hin, dass die kambodschanischen MFI und Banken mehr als genug Gewinne machen, um die Kosten für den dringend benötigten Schuldenerlass zu decken, doch sollten sich Geber wie die zuständigen deutschen Entwicklungsbanken nicht aus der Verantwortung stehlen. „Die Entwicklungsbanken und Mikrofinanzfonds haben ihre menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in Kambodscha zweifelsohne missachtet", sagt Mathias Pfeifer, Referent bei FIAN. „Die Bundesregierung und andere Geber wissen seit mindestens 2017 um die gravierende Überschuldung in Kambodscha. Sie haben aber so gut wie nichts unternommen, um das Problem anzugehen und pumpen bis heute Millionen von Euro in den Sektor", so Pfeifer weiter. Über den Mikrofinanzfonds MEF beispielsweise, an dem KfW und BMZ maßgeblich beteiligt sind, sind allein im Jahr 2021 fast 20 Millionen US-Dollar an Neuinvestitionen in den kambodschanischen Mikrofinanzsektor geflossen. Im selben Jahr betrugen die Erträge aus den (Gesamt-)Investitionen des MEF 49,9 Millionen US-Dollar.

„Die deutschen Entwicklungsbanken und andere Geber sollten die satten Gewinne, die sie über viele Jahre hinweg mit überschuldeten Kreditnehmer*innen gemacht haben, für einen Schuldenerlass verwenden und den Opfern von Menschenrechtsverletzungen wirksame Abhilfe verschaffen," so Naly Pilorge von LICADHO. Weitere wichtige Geber des kambodschanischen Mikrofinanzsektors sind verschiedene europäische und multinationale Entwicklungsbanken sowie private „ethische" Investoren wie Oikocredit, Triodos Bank, Invest in Visions, Vision Microfinance und mit kleineren Beträgen die Bank im Bistum Essen und GLS Bank.



Link zur Studie und Hintergrundinformationen:

• INEF-Studie: „Mikro"finanzierung in Kambodscha: Entwicklungen, Herausforderungen und Empfehlungen, September 2022 
• FIAN Studie: Mikrokredite und Überschuldungskrise in Kambodscha, Februar 2022 



Entwicklungsministerium und DFB vertiefen Partnerschaft

SID Blog - 14. September 2022 - 13:04
Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit – Entwicklungsministerium und DFB vertiefen Partnerschaft

Berlin/Frankfurt am Main - Zum zehnjährigen Bestehen ihrer Partnerschaft haben das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) vereinbart, das gemeinsame Engagement für Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Verantwortung und Entwicklung durch Sport fortzusetzen und zu intensivieren. Entwicklungsministerin Svenja Schulze und DFB-Präsident Bernd Neuendorf haben gestern in Berlin eine entsprechende Partnerschaftserklärung unterzeichnet. Im Fokus der Kooperation steht die gezielte Förderung von Frauen und Mädchen als künftige Verantwortungsträgerinnen in Sport und Gesellschaft.

Bundesentwicklungsministerin Schulze: „Fußball begeistert und verbindet Menschen auf der ganzen Welt. Darum hat er auch die Kraft, nachhaltige Entwicklung von Gesellschaften voranzutreiben. Globale Herausforderungen für Menschen, Umwelt und Klima können wir nur gemeinsam angehen. Daher freue ich mich, dass wir unsere starke Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund nach zehn Jahren heute erneuern, um uns genau hierfür gemeinsam einzusetzen – in unseren Partnerländern, aber auch in Deutschland werden wir gemeinsam den Fußball nutzen, um Vereine, Fans und engagierte Menschen für mehr Nachhaltigkeit zu begeistern, über globale Zusammenhänge in Lieferketten oder Klima zu informieren und positiven Wandel voranzutreiben. Dazu zählt auch die nachhaltige Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen. Die EURO 2024 in Deutschland sollte dafür Standards setzen!"

Bernd Neuendorf sagt: „Die Partnerschaft zwischen BMZ und DFB ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Gemeinsam sind wir der Überzeugung, dass der Sport und insbesondere der Fußball weltweit positive Beiträge zur persönlichen, sozialen und gesellschaftlichen Entwicklung leisten kann. In den vergangenen zehn Jahren wurden in zahlreichen Projekten viele kleine und große Fortschritte erzielt, auf der ganzen Welt haben wir Menschen erreicht und Menschen geholfen. Die Erfahrungen der Vergangenheit werden wir nutzen, wir wollen und werden in Deutschland, aber auch weit darüber hinaus in neuen Projektformaten neue Herausforderungen angehen. Mit der nachhaltigen Ausrichtung der UEFA EURO 2024 wollen wir Maßstäbe setzen und Vorbild und Inspiration sein für künftige Gastgeber*innen von Sportgroßveranstaltungen."

Das Entwicklungsministerium und der Deutsche Fußball-Bund kooperieren seit 2012. Die ehemalige Nationalspielerin Nia Künzer und der ehemalige Nationalspieler Gerald Asamoah setzen sich als von BMZ und DFB ernannte „Sport für Entwicklung"-Botschafterin und –Botschafter persönlich aktiv für die Partnerschaft ein. Gemeinsam setzen BMZ und DFB weltweit Sport für Entwicklung-Projekte um – etwa in Brasilien, Kolumbien, Mexiko, Namibia, Tunesien, Jordanien, Nordirak und Indonesien. Kinder und Jugendliche lernen bei diesem Sporttraining nicht nur den Umgang mit dem Ball, sondern auch Wissenswertes über Gesundheitsvorsorge, Umweltschutz, Geschlechtergerechtigkeit und Konfliktprävention. Außerdem werden über den Sport soziale und berufsrelevante Kompetenzen wie Toleranz, Ausdauer, Respekt und Selbstvertrauen vermittelt. Vor diesem Hintergrund bildet die deutsche Entwicklungszusammenarbeit gemeinsam mit dem DFB speziell geschulte Trainerinnen und Trainer in Partnerländern aus.

Dieser Ansatz soll durch Aus- und Fortbildungen künftig noch breitenwirksamer in lokalen Organisationen wie Schulen, Vereinen oder Verbänden verankert werden. Hierfür werden bestehende Verbandskooperationen in Partnerländern ausgebaut. Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei die Förderung von Frauen und Mädchen, zum Beispiel über das gemeinsame Nachwuchsförderprogramm „Future Leaders in Football" (FLF): junge, bereits im Fußball engagierte Frauen werden dafür qualifiziert, Führungsausgaben im Sport zu übernehmen und als Vorbilder und Multiplikatoren in Sport und Gesellschaft zu fungieren.

Teil der Vereinbarung zwischen BMZ und DFB ist, dass sich die Partner für die nachhaltige Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen einsetzen – und die EURO 2024 in Deutschland als wichtigen Impulsgeber für nachhaltige Entwicklung in Sport und Gesellschaft nutzen. 

Für weitere Informationen zum BMZ-Ansatz „Sport für Entwicklung" siehe folgende Links:

Toolkit "Sport für Entwicklung" der deutschen EZ:

https://www.sport-for-development.com/home

Film Sport für Entwicklung mit O-Ton der Ministerin:

https://www.youtube.com/watch?v=oZfZONl8Q4Y

Praxis-Beispiel Jordanien und Irak:

https://www.bmz.de/de/entwicklungspolitik/flucht/projekt-jordanien-irak-2456

 


Wirtschaftliche Erholung in Ghana

E+Z - 14. September 2022 - 12:52
Unternehmen in Ghana erholen sich langsam vom Corona-Einbruch, doch die steigende Inflation bereitet neue Probleme

Die Studie liefert der Regierung und anderen Akteuren wichtige Informationen, um die Auswirkungen der Pandemie auf die Einkommen der Haushalte einzuschätzen. Wie überall auf der Welt gehörten Hotels und Restaurants zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Unternehmen.

Rund 36 Prozent der Betriebe mussten schließen, wobei 16 Prozent auch nach den Lockdowns geschlossen blieben. Darüber hinaus ergab die Studie, dass 46 Prozent der Unternehmen die Löhne von rund einem Viertel ihrer Belegschaft (770 124 Arbeitnehmer) kürzten und 4 Prozent (41 952) der Arbeitnehmer entlassen wurden.

Die Ergebnisse der Statistikbehörde entsprechen Zahlen des Kinderhilfswerks UNICEF, das herausfand, dass fast 22 Millionen Ghanaer aufgrund der Pandemie einen Rückgang des Familien­einkommens hinnehmen mussten. Trotz dieser düsteren Szenarien zeigen die Daten der dritten Welle, dass sich die Situation im Vergleich zu den ersten Wellen verbesserte. So waren in der dritten Welle fast wieder alle (97,5 Prozent) Unternehmen geöffnet.

Auch bei der Beschäftigung ist zwischen erster und dritter Welle eine Verbesserung festzustellen. Glücklicherweise verloren insgesamt nur wenige Beschäftigten ihre Arbeit. In der dritten Welle meldeten ein Prozent der Beschäftigten, dass sie entlassen wurden, während es in der ersten Welle noch vier Prozent waren. 3,2 Prozent der Arbeitnehmenden mussten ihre Arbeitszeit in der dritten Welle verringen, verglichen mit fast 15 Prozent in der ersten Welle. Nur 4,1 Prozent der Arbeitnehmenden meldeten Lohnkürzungen, während es zuvor 16,5 Prozent waren. Auch die Zahl der unbezahlten Urlaube ging von 7,2 Prozent auf 0,8 Prozent zurück.

Positiv auf Unternehmen wirkten sich laut der Studie die Unterstützungsmaßnahmen der Regierung aus. 2021 wurde ein Programm mit 1,2 Milliarden ghanaischen Cedi (rund 125 Mio. Euro) eingeführt, um mittlere und kleine Unternehmen zu unterstützen, die von der Coronavirus-Pandemie betroffen waren.

Der aktuelle Angriff Russlands auf die Ukraine bringt jedoch neue Herausforderungen mit sich. Die daraus resultierende Inflation wirkt sich auf die Preise für Basiserzeugnisse wie Lebensmittel und Treibstoff (Benzin und Diesel) aus. Ghana leidet unter der Inflation, und die Bürgerinnen und Bürger spüren dies täglich. Das Land hat mit 13,53 Cedi (€ 1,3) pro Tag einen der niedrigsten Mindestlöhne in Westafrika.

Der Steuer- und Unternehmensberater Kofi Benteh Afful erklärt: „Die Inflation ist nicht auf die lokale Wirtschaft zurückzuführen. Wir erleben eine importierte Inflation, die sich auf fast alles auswirkt, was wir kaufen.“ Dieser Kostenanstieg wird seiner Meinung nach nicht so bald aufhören, und Menschen mit geringem Einkommen werden die Folgen am meisten zu spüren bekommen.

Dasmani Laary ist Journalist in Ghana.
laarygna@gmail.com

Kategorien: Ticker

C20 to the G20 Labour and Employment Ministers’ Meeting G20 Indonesia Presidency

#C20 18 - 14. September 2022 - 12:08

After reviewing the priority issues on the Labour and Employment, C20 call on the concrete steps to turn the commitment into the real actions to solve the current global labour and employment issues.

The labour market landscape around the world is changing , due to digital transformation, the impact of COVID-19 Pandemic, natural disaster, conflicts, wars and global recession, the G20 need to create more job opportunities especially for persons with disabilities, women, youth, migrants, undocumented workers in both land and sea-based sectors.

Download
Kategorien: english, Ticker

Momentum in der Ukraine – Neue Strategie in Deutschland?

SWP - 14. September 2022 - 10:55
Kategorien: Ticker

Sustainable Digitalisation as a Competitive Advantage for SMEs: Join our CSR.digital Event on 20 October 2022!

SCP-Centre - 14. September 2022 - 10:10

Since 2020, the CSR.digital project has been working with entrepreneurs in North Rhein-Westphalia, Germany (NRW) to develop a wide range of ideas and strategies on how to implement the twin transformation to a digital and sustainable economy. On 20 October 2022, the project team along with Mona Neubaur, NRW Minister of Economic Affairs, will share key learnings and how those could benefit other companies to transform.

At the event, you will learn first-hand from innovative companies what competitive advantages a sustainable orientation of your digital strategy can bring and how digital technologies can practically support the implementation of mega trends such as the Circular Economy or New Work.

Through an ‘interactive gallery walk’, you will get a taste for workshop concepts developed within the CSR.digital project that can support entrepreneurs to develop and implement digitalisation strategies that are driven by purpose.

An example is the CSR.digital Profile Check, a workshop format that helps companies to assess their positioning within action fields such as sustainable business models, new work methods, or digital skills.

Another one focuses on digitalisation as an enabler for the Circular Economy and supports companies to discover how digital technologies can work in favour of circular solutions along the value chain.

In addition, the project team and frontrunner companies in sustainable digitalisation will offer deep dives on topics such as digital leadership, digitalisation as an enabler for Circular Economy, and digital business models to foster sustainability.

Event: Crisis is always? – How sustainable digitalisation becomes the key to competitive success in small and medium-sized enterprises (SMEs)
Date: 20 October 2022
Time: 17:30-21:00
Place: Design Offices, Düsseldorf
Language: German
Cost: Free of charge

Speakers:

  • Mona Neubaur, Minister of Economic Affairs at the State of NRW
  • Sarah Kölsch, Head of the People & Culture Team at Wilding Shoes
  • Tim Breker, Managing Director at Vytal
  • Jörg Heynkes, Managing Director at Gut Einern
  • Prof. Dr. Barbara E. Weißenberger, Heinrich-Heine University, Düsseldorf

Join us – register now!

For additional details, please go to the CSR.digital project website.

For further information, please contact Anna Hilger.

The post Sustainable Digitalisation as a Competitive Advantage for SMEs: Join our CSR.digital Event on 20 October 2022! appeared first on CSCP gGmbH.

Kategorien: english, Ticker

RESET-Panel auf der „Bits& Bäume“-Konferenz: Die Energiewende in deiner Nachbarschaft – Wie kann das gelingen?

reset - 14. September 2022 - 6:27

Die Klimauhr tickt jedes Jahr lauter, doch die Politik bewegt sich nach wie vor in Minischritten Richtung Klimaschutz. Und es steht zu befürchten, dass die aktuelle Energiekrise nicht der Booster für den Umstieg auf erneuerbare Energien ist, sondern die Klimaziele mal wieder hintenangestellt werden.

Es braucht also weiter politischen Druck, damit die dringend nötige sozial-ökologische Transformation endlich auf den Weg gebracht wird. Gleichzeitig haben wir viele Möglichkeiten, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen – zum Beispiel, indem wir unsere eigene Energiewende starten.

Was aber ist auf Ebene deiner Nachbarschaft möglich? Wie können sich Bürger*innen zusammenschließen auf dem Weg zu 100 Prozent erneuerbaren Energien? Welche digitalen Tools können dabei unterstützen und wie werden diese am besten eingesetzt? Und welche politischen und rechtlichen Hürden gilt es zu überwinden?

Das sind die Fragen, die wir am 1. Oktober um 12.10 Uhr bei der Bits & Bäume 2022 in Berlin zusammen mit Expertinnen und Experten diskutieren.

Mit uns auf der Bühne werden sein:

Astrid Aretz, seit 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). Astrid arbeitet seit vielen Jahren zu Fragestellungen aus den Gebieten Erneuerbare Energien, Bürgerenergie und Digitalisierung der Energiewende.

Christoph Rinke, Vorstand von BürgerEnergie Berlin. BürgerEnergie Berlin ist ein Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern, die sich für eine zukunftsfähige, nachhaltige und demokratische Energiepolitik in Berlin engagieren.

Frieder Rabl, Projektmanager beiA2EI. A2EI will mit Open-Source-Daten sowie Vor-Ort-Forschung und -Analyse von Solarlösungen und Softwareplattformen die Solarenergie in Ländern des Globalen Südens vorantreiben.

Also, kommt vorbei und diskutiert mit: Die Energiewende in deiner Nachbarschaft – Wie kann das gelingen?

Das Programm für die Bits & Bäume 2022 steht schon fest, es gibt jeden Menge spannende Beiträge zu allen Themen rund um Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Programm Bits & Bäume 2022

Der Ticketverkauf läuft noch bis zum 20.09. – sichert euch jetzt ein Ticket!

The post RESET-Panel auf der „Bits& Bäume“-Konferenz: Die Energiewende in deiner Nachbarschaft – Wie kann das gelingen? appeared first on Digital for Good | RESET.ORG.

Kategorien: Ticker

Tödlichstes Jahr aller Zeiten für Medienschaffende

SID Blog - 14. September 2022 - 1:17

Nach der Ermordung von vier weiteren Journalisten im August ist dieses Jahr schon jetzt das tödlichste für Medienschaffende in Mexiko seit Beginn der Aufzeichnung durch Reporter ohne Grenzen (RSF). Angesichts von 14 Morden an Journalistinnen und Journalisten, davon nachweislich mindestens zehn in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit, fordert RSF von der mexikanischen Regierung einen umgehenden und radikalen Kurswechsel.

„Die Zahl der Journalistenmorde steigt in Mexiko teilweise wöchentlich, doch weder die mexikanische Regierung noch die lokalen Behörden setzen sich wirksam für mehr Sicherheit ein", sagte RSF-Geschäftsführer Christian Mihr. „Die dramatische Situation erfordert grundlegende Veränderungen: Die staatlichen Programme für Risikoprävention und Schutz müssen ebenso überarbeitet werden wie die entsprechenden Gesetze. Außerdem braucht es umfassende, langfristige politische Maßnahmen für mehr Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten."

RSF fordert Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador auf, sich mit Vertreterinnen und Vertretern der Organisation zu treffen, um umgehende, konkrete Maßnahmen beschließen zu können, die Mexiko aus der Spirale von Gewalt und Straflosigkeit herausführen. RSF ruft zudem die Gouverneure von Michoacán, Veracruz und Sonora auf, den Schutz für Medienschaffende zu verstärken sowie endlich die Täter und Hinterleute der Journalistenmorde der vergangenen Jahre zu ermitteln und zur Verantwortung zu ziehen.

Mehr Getötete als in Kriegsländern Ukraine und Jemen zusammen

Schon das vierte Jahr in Folge sind in Mexiko weltweit die meisten Medienschaffenden umgekommen, mehr als den Kriegsländern Ukraine (bislang acht Getötete) und Jemen (bislang drei Getötete) zusammen. Präsident López Obrador hat nur fünf der 14 Morde dieses Jahr öffentlich verurteilt.

Insgesamt sind RSF mindestens 36 Morde an Journalistinnen und Journalisten seit López Obradors Amtsantritt im Dezember 2019 bekannt. Zwei weitere Journalisten – Jorge Molotzin Centlal und Pablo Felipe Romero Chávez – verschwanden 2021 im Bundesstaat Sonora an der Grenze zu den USA. Die meisten Morde (jeweils fünf) seit Dezember 2019 ereigneten sich in Bundesstaaten, in denen Korruption und organisierte Kriminalität besonders ausgeprägt sind: Michoacán im Südwesten, Veracruz im Südosten und Sonora im Nordwesten. In der überwältigenden Mehrheit dieser 38 Fälle kamen zumindest einige der Täter und Hinterleute bisher straflos davon.

Der jüngste Fall ist der von Fredid Román, der am 23. August in Chilpancingo, der Hauptstadt des südlichen Bundesstaates Guerrero, Opfer eines Auftragsmordes wurde. Er war gerade mit seinem Auto von zu Hause losgefahren, als zwei behelmte Personen auf einem Motorrad neben ihm herfuhren, das Feuer eröffneten und dann davonrasten. Er war auf der Stelle tot.

Der 59-jährige Román war Kolumnist bei der lokalen Tageszeitung Vértice und schrieb gelegentlich auch für andere lokale Medien. Zuvor war er Herausgeber der von ihm gegründeten Zeitung La Realidad gewesen, die er jedoch wegen fehlender finanzieller Mittel hatte einstellen müssen. In all seinen Kolumnen äußerte er sich sehr kritisch über die Regierung des Bundesstaates Guerrero und über lokale Korruption.

Der Herausgeber von Vertíce erklärte gegenüber RSF, dass Román keine Drohungen im Zusammenhang mit seiner Arbeit erhalten habe und in kein staatliches Schutzprogramm aufgenommen worden sei. Románs Neffe beschuldigte jedoch öffentlich eine lokale kriminelle Gruppe namens Los Ardillos und behauptete, dass diese in letzter Zeit mehrmals gedroht habe, seinen Onkel zu töten. Románs Sohn war bereits am 1. Juli in Chilpancingo ermordet worden. Die örtlichen Behörden versuchen nach eigenen Angaben zu ermitteln, ob die beiden Morde miteinander in Verbindung stehen.

Die anderen drei Journalisten, die im August in Mexiko ermordet wurden, sind Ernesto Méndez (am 3. August im Bundesstaat Guanajuato), Juan Arjón López (am 9. August im Bundesstaat Sonora) und Alán González (am 11. August im Bundesstaat Chihuahua). Wie Román hatten auch sie Korruption und Gewalt in ihrer jeweiligen Region angeprangert. RSF konnte noch keinen direkten Zusammenhang zwischen den Morden und der Arbeit der Journalisten erkennen, untersucht und dokumentiert die genauen Umstände ihrer Ermordung aber weiter.

Mindestens neun Journalisten und eine Journalistin wurden 2022 bislang in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet: José Luis Gamboa Arenas (am 10. Januar), Alfonso Margarito Martínez Esquivel (17. Januar), Lourdes Maldonado López (23. Januar), Roberto Toledo (31. Januar), Heber López (10. Februar), Jorge Luis Camero Zazueta (24. Februar), Juan Carlos Muñiz (4. März), Armando Linares López (15. März), Luis Enrique Ramírez (5. Mai) und Antonio de la Cruz (29. Juni). Acht dieser zehn Medienschaffenden hatten vor ihrem Tod angegeben, bedroht worden zu sein.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht Mexiko auf Platz 127 von 180 Staaten.


Portal Globales Lernen wiedererstanden

SID Blog - 14. September 2022 - 0:12




Wiesbaden, 12. September 2022
Portal Globales Lernen mit neuem Design und verbesserter Suche
www.globaleslernen.de

Das Portal Globales Lernen, das zentrale Internetangebot zum Globalen Lernen und zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) im deutschsprachigen Raum, wurde grundlegend überarbeitet. Die Nutzerinnen und Nutzer erwartet eine attraktive und übersichtliche Website, die das umfassende Informations- und Bildungsangebot im Bereich Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung optimal zugänglich macht. Im Zentrum des relaunchten Portals steht eine komplexe Suchfunktion mit vielen Filtermöglichkeiten, über die alle Angebote des Portals erfasst und die Ergebnisse übersichtlich präsentiert werden. Das Melden eigener Bildungsangebote ist nun über ein Upload-Formular leichter möglich.

Das Herzstück: Die neue Suche

Das Informationsangebot im Bereich Globales Lernen/BNE wird immer umfangreicher. Damit Sie schnell und zielgenau das finden, was Sie suchen, ist die neue Suchfunktion des Portals mit vielen Filtermöglichkeiten ausgestattet: So können die Suchergebnisse nach Bildungsbereich, Thema, Format, Schulfach, Land, Nachhaltigkeitsziel (Sustainable Development Goal – SDG) und Anbieter gefiltert werden.

Das Upload-Formular

Das Hochladen von Bildungsangeboten wird nun durch ein Upload-Formular unterstützt, über das Anbieter ihr Angebot mit Beschreibung und umfassender Verschlagwortung an das Portal übermitteln können. Auch Bilder und Dateien können gleich mit hochgeladen werden. Dies erleichtert es Organisationen und Institutionen, ihre Bildungsangebote auf dem Portal zu präsentieren.

Das Portal Globales Lernen: Ein reicher Fundus für Materialien zu Nachhaltigkeitsthemen

Einen schnellen und übersichtlichen Zugang zu allen relevanten Informations- und Bildungsangeboten zum Globalen Lernen bieten – das war die Idee, die zur Gründung des Portals Globales Lernen vor 23 Jahren führte. Seither finden Lehrkräfte und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der außerschulischen Bildungsarbeit auf dieser Plattform Bildungsmaterialien, Hinweise auf Fortbildungen, Aktionen und Wettbewerbe genauso wie Hilfestellungen zur Gründung einer Nord-Süd-Schulpartnerschaft oder Informationen für eine nachhaltige Entwicklung von Schule oder Kita.

Wer steht hinter dem Portal?

Die Eine Welt Internet Konferenz (EWIK) ist ein Zusammenschluss von mittlerweile 113 Organisationen und Institutionen, die Angebote zur entwicklungspolitischen Bildung online zur Verfügung stellen. Aus dieser seit 1999 bestehenden Kooperation ist eine umfassende und einzigartige Online-Angebotsstruktur zum Globalen Lernen für alle Altersgruppen und Bildungseinrichtungen entstanden. Das Portal befindet sich in Trägerschaft des World University Service (WUS) und wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.






   

Geburtstag der DEG - Grund zum Feiern?

SID Blog - 14. September 2022 - 0:11

.background {background-color: #fff;}a {color: #0066ff;text-decoration: none;}.text {color: #666;font-size: 12px;font-family: Verdana;}body {margin: 0px;padding: 0px;background-color: #f7f7f7;width: 100% ! important;color: #666;font-size: 12px;font-family: Verdana;min-width: 100%;-webkit-text-size-adjust: 100%;-ms-text-size-adjust: 100%;}.ExternalClass {width: 100%;}.ExternalClass,.ExternalClass p,.ExternalClass span,.ExternalClass font,.ExternalClass td,.ExternalClass div {line-height: 100%;}#backgroundTable {width: 100%!important;line-height: 100%!important;}img {outline: none;text-decoration: none;-ms-interpolation-mode: bicubic;display: block;}center {width: 100%;min-width: 580px;}a img {border: none;}table {border-collapse: collapse;}td {word-break: break-word;-webkit-hyphens: auto;-moz-hyphens: auto;hyphens: auto;border-collapse: collapse!important;}table,tr,td {vertical-align: top;text-align: left;}table.body {height: 100%;width: 100%;}table.container {width: 580px;margin: 0 auto;text-align: inherit;}table.row {padding: 0px;width: 100%;position: relative;}td.wrapper {padding: 0px 0px 0px 0px;position: relative;}table.columns,table.column {margin: 0 auto;}table.columns td,table.column td {padding: 0px 0px 0px;}table.columns td.sub-columns,table.column td.sub-columns,table.columns td.sub-column,table.column td.sub-column {padding-right: 10px;}td.sub-column,td.sub-columns {min-width: 0px;}table.row td.last,table.container td.last {padding-right: 0px;}table.one center {min-width: 30px;}table.two center {min-width: 80px;}table.three center {min-width: 130px;}table.four center {min-width: 180px;}table.five center {min-width: 230px;}table.six center {min-width: 280px;}table.seven center {min-width: 330px;}table.eight center {min-width: 380px;}table.nine center {min-width: 430px;}table.ten center {min-width: 480px;}table.eleven center {min-width: 530px;}table.twelve center {min-width: 580px;}table.one .panel center {min-width: 10px;}table.two .panel center {min-width: 60px;}table.three .panel center {min-width: 110px;}table.four .panel center {min-width: 160px;}table.five .panel center {min-width: 210px;}table.six .panel center {min-width: 260px;}table.seven .panel center {min-width: 310px;}table.eight .panel center {min-width: 360px;}table.nine .panel center {min-width: 410px;}table.ten .panel center {min-width: 460px;}table.eleven .panel center {min-width: 510px;}table.twelve .panel center {min-width: 560px;}.body .columns td.one,.body .column td.one {width: 8.333333%;}.body .columns td.two,.body .column td.two {width: 16.666666%;}.body .columns td.three,.body .column td.three {width: 25%;}.body .columns td.four,.body .column td.four {width: 33.333333%;}.body .columns td.five,.body .column td.five {width: 41.666666%;}.body .columns td.six,.body .column td.six {width: 50%;}.body .columns td.seven,.body .column td.seven {width: 58.333333%;}.body .columns td.eight,.body .column td.eight {width: 66.666666%;}.body .columns td.nine,.body .column td.nine {width: 75%;}.body .columns td.ten,.body .column td.ten {width: 83.333333%;}.body .columns td.eleven,.body .column td.eleven {width: 91.666666%;}.body .columns td.twelve,.body .column td.twelve {width: 100%;}td.offset-by-one {padding-left: 50px;}td.offset-by-two {padding-left: 100px;}td.offset-by-three {padding-left: 150px;}td.offset-by-four {padding-left: 200px;}td.offset-by-five {padding-left: 250px;}td.offset-by-six {padding-left: 300px;}td.offset-by-seven {padding-left: 350px;}td.offset-by-eight {padding-left: 400px;}td.offset-by-nine {padding-left: 450px;}td.offset-by-ten {padding-left: 500px;}td.offset-by-eleven {padding-left: 550px;}td.expander {visibility: hidden;width: 0px;padding: 0!important;}table.columns .text-pad,table.column .text-pad {padding-left: 10px;padding-right: 10px;}table.columns .left-text-pad,table.columns .text-pad-left,table.column .left-text-pad,table.column .text-pad-left {padding-left: 10px;}table.columns .right-text-pad,table.columns .text-pad-right,table.column .right-text-pad,table.column .text-pad-right {padding-right: 10px;}.block-grid {width: 100%;max-width: 580px;}.block-grid td {display: inline-block;padding: 10px;}.two-up td {width: 270px;}.three-up td {width: 173px;}.four-up td {width: 125px;}.five-up td {width: 96px;}.six-up td {width: 76px;}.seven-up td {width: 62px;}.eight-up td {width: 52px;}table.center,td.center {text-align: center;}h1.center,h2.center,h3.center,h4.center,h5.center,h6.center {text-align: center;}span.center {display: block;width: 100%;text-align: center;}img.center {margin: 0 auto;float: none;}.show-for-small,.hide-for-desktop {display: none;}table.button,table.tiny-button,table.small-button,table.medium-button,table.large-button {width: 100%;overflow: hidden;}table.button td,table.tiny-button td,table.small-button td,table.medium-button td,table.large-button td {display: block;width: auto!important;text-align: center;background: #2ba6cb;border: 1px solid #2284a1;color: #ffffff;padding: 8px 0;}.sub-grid table {width: 100%;}body.outlook p {display: inline!important;}#crMainContent {background-color: #fff;border: 1px solid #ccc;padding: 10px 20px;}.cred-Main-Content {font-family: 'arial black', sans-serif;;}.cred-Main-Content {width: 332.5px; height: 1434px;;} u + #body a { color: #0066ff;text-decoration: none; }u + #body { margin: 0px;padding: 0px;background-color: #f7f7f7;width: 100% ! important;color: #666;font-size: 12px;font-family: Verdana;min-width: 100%;-webkit-text-size-adjust: 100%;-ms-text-size-adjust: 100%; }





Pressemitteilung vom 13. September 2022 Die Entwicklungsbank DEG wird 60 - nur Grund zum Feiern?
FIAN und Urgewald kritisieren Fehlentwicklungen bei der DEG


Am morgigen Mittwoch feiert die staatliche Entwicklungsbank DEG ihren 60. Geburtstag. Die Menschenrechts- und Umweltorganisationen FIAN und Urgewald haben in den letzten Jahren eine Reihe von DEG-Investitionen untersucht und Betroffene, welche im Kontext der Finanzierungen Menschenrechtsverletzungen erfahren haben, bei Beschwerden begleitet. Sie weisen seit Jahren auf Probleme der DEG-Finanzierungen, vor allem aus menschenrechtlicher Sicht hin. Dennoch fehlt es weiterhin an der nötigen Transparenz. Aktuelle menschenrechtliche Standards werden ignoriert und es gibt zahlreiche Investitionen in Steueroasen. Zudem ist eine auf Wachstum getrimmte Entwicklungsbank entwicklungspolitisch extrem fragwürdig. 

Bei Finanzierungen wie etwa der Kredit der DEG in das Palmölunternehmen Feronia-PHC in der Demokratischen Republik Kongo, dessen Landerwerb in die Zeit der belgischen Kolonialherrschaft im Kongo zurückreicht, zeigte sich, dass gültige Menschenrechtsnormen auch formal bei der DEG oft keine Rolle spielen. So verweist die DEG bis heute auf die zehn Jahre alten erarbeiteten Standards der Weltbank statt auf gültige Menschenrechts-Abkommen. Die Standards der DEG  ignorieren aktuelle menschenrechtliche Standards, wie die UN-Landleitlinien oder die Erklärung zu den Rechten von Kleinbäuer*innen.

2013 hatten FIAN und Urgewald zusammen mit 25 weiteren Nichtregierungsorganisationen eine Petition zur Transparenz bei der DEG an den Bundestag gerichtet. Kernanliegen war, dass man sich ein „Bild der menschenrechtlichen Praxis der DEG in ihren Projekten" machen kann. Dies ist jedoch bis heute nicht möglich. Daher hat FIAN aktuell eine Klage zur Veröffentlichung von Umwelt- und Sozialplänen einer DEG-Investition in Paraguay bei den Verwaltungsgerichten Frankfurt und Köln eingereicht; die Klage am VG Frankfurt wird am 23. November verhandelt. „Die DEG ist trotz ihres öffentlichen Auftrags extrem intransparent. Wir sind daher gezwungen, auf dem Klageweg menschenrechtlich relevante Informationen zu erhalten", sagt Philipp Mimkes, Geschäftsführer von FIAN Deutschland.  

Ein weiteres Problem sind die zahlreichen Investitionen in Steuer- und Finanzoasen. Ende 2021 hielt die DEG beispielsweise Anteile an 46 auf den Kaimaninseln registrierten Firmen, weitere 44 Firmen hatten ihren Sitz in Mauritius und 23 Firmen in Singapur. Wo und wie genau diese Finanzierungen in armen Ländern wirken, ist selbst der Bundesregierung und oftmals sogar der DEG nicht bekannt. Nur durch investigativen Journalismus wie über die Pandora Papers werden punktuell hoch problematische Finanzierungen der DEG aufgedeckt. Solche Finanzierungen staatlicher Durchführungsorganisationen konterkarieren zudem Bestrebungen der Bundesregierung, Steueroasen trockenzulegen.

Damit in Zusammenhang steht auch das rasante Wachstum der DEG: In den vergangenen 20 Jahren ist das Investitionsvolumen der DEG um gewaltige 536 Prozent gewachsen. Dieses Wachstum speist sich – anders als bei der KfW – nicht aus öffentlichen Geldern, sondern hauptsächlich aus eigenem, „organischen" Wachstum. „Die starke Expansion der DEG wird mit Gewinnen aus den Zielregionen finanziert. Es stellt sich die Frage, ob dieser hohe Finanzabfluss aus ärmeren Ländern nach Deutschland entwicklungspolitisch zielführend ist – oder die Probleme in den Ländern des Südens nicht oftmals noch verschärft. Denn gewinnbringend sind besonders Finanzinvestitionen in Steuer- und Finanzparadiese, privatisierte Gesundheitssysteme oder große Bergbauvorhaben", so Roman Herre, Agrarreferent der Menschenrechtsorganisation FIAN. 

Die DEG wurde 1962 als "Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit mbH" in Köln gegründet. Das Kapital der DEG geht auf staatliche Einlagen und Risikoabsicherung zurück, aus dem die DEG bis Anfang der 1980er Jahre den Großteil ihrer Investitionen bestritt. Zu Beginn der 80er Jahre wurde dieser Kapitalstock in privates Vermögen der Bank transferiert und die DEG zu einem Finanzinstitut umstrukturiert. 2001 wurde die DEG in eine hundertprozentige Tochter der staatlichen KfW-Bank überführt. Heute finanziert die DEG die Privatwirtschaft mit dem Mandat, „im Rahmen der entwicklungspolitischen Grundsätze und Maßnahmen der Bundesregierung" die Entwicklungszusammenarbeit zu fördern. Laut Satzung „verfolgt [die DEG] ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke", weswegen sie steuerbegünstigt ist. Auch in diesem Kontext werfen der Umfang von DEG-Investitionen in Firmen, die in Steueroasen registriert sind, sowie das enorme Wachstum viele Fragen auf.

Bundestagspetition aus 2013 zur Transparenz bei der DEG: https://epetitionen.bundestag.de/epet/petition/pdfdownload?petition=46803

Bericht u.a. von FIAN und Urgewald zur DEG-Investition in eine Palmölplantage im Kongo: https://www.fian.de/aktuelles/neo-kolonialismus-statt-entwicklungszusammenarbeit-im-kongo-neuer-ngo-bericht-kritisiert-deg-scharf/

Artikel zu DEG-Finanzierung in Schattenfinanzplätzen („Pandora Papers"):  https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/pandora-papers-schattenfinanzplaetze-105.html

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage im Bundestag „KfW-Auslandsgeschäfte im Agrarbereich", Antwort auf Frage 14: https://dserver.bundestag.de/btd/19/078/1907868.pdf

Pressemitteilung zur Klage gegen die DEG: https://www.fian.de/aktuelles/pressemitteilung-fian-und-ecchr-reichen-auskunftsklage-gegen-entwicklungsbank-deg-ein/

Jahresabschlussbericht der DEG mit Auflistung der aktuellen Beteiligungen: https://www.deginvest.de/DEG-Dokumente/Download-Center/DEG_JAB_2021_DE.pdf

Studie des Deutschen Institut für Menschenrechte zur (Nicht-)Anwendung der UN-Landleitlinien der DEG bei Landbezogenen Investitionen: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/ANALYSE/Analyse__Safeguarding_Human_Rights_in_Land_Related_Investments_bf.pdf

GPF Briefing: Folgen des Ukrainekriegs für Nachhaltigkeitsagenda und SDGs

SID Blog - 14. September 2022 - 0:11

NEUERSCHEINUNG

Folgen des Ukrainekriegs für Nachhaltigkeitsagenda und SDGs

von Jens Martens & Mel Arnecke
 
Die Welt befindet sich zurzeit im Dauerkrisenmodus. Neben der weiterhin schwelenden COVID-19-Pandemie und dem globalen Klimanotstand mit seinen Extremwetterereignissen beeinträchtigen nun auch die geopolitischen und ökonomischen Folgen des Ukrainekriegs die (Über-)Lebensbedingungen großer Teile der Menschheit.

Am deutlichsten zu spüren ist das bei der Ernährungssicherheit und der Energieversorgung. Die Weltmarktpreise stiegen 2022 auf Rekordniveau und lösten eine Inflationsspirale mit massiven Folgen aus. Die Vereinten Nationen warnen vor der bislang schwersten Krise der Lebenshaltungskosten in diesem Jahrhundert. Als Reaktion darauf sind die Notenbanken, allen voran die US-amerikanische Federal Reserve und die Europäische Zentralbank von ihrer Niedrigzinspolitik abgerückt.

Als Folge steigender Zinsen droht nun aber in den Ländern des globalen Südens eine neue Welle von Schuldenkrisen. Angesichts der „Kaskade von Krisen" (António Guterres) rückt die Verwirklichung der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) in noch weitere Ferne. Die Vereinten Nationen versuchen dem in den kommenden zwölf Monaten mit einem Bündel von Initiativen entgegenzuwirken. Höhepunkt werden der SDG-Gipfel und der „Summit of the Future" im September 2023 sein.

Zur Onlineversion/Download des Briefings


Folgen des Ukrainekriegs für Nachhaltigkeitsagenda und SDGs
Von Jens Martens & Mel Arnecke
Herausgeber: Global Policy Forum Europe
Bonn, September 2022
www.globalpolicy.org/de



Dieses Briefing ist Teil des Projekts „Halbzeit bei der SDG-Umsetzung" des Global Policy Forums Europe, gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen sowie von Engagement Global mit Mitteln des BMZ.



Für den Inhalt dieser Publikation ist allein Global Policy Forum Europe e.V. verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt von Engagement Global gGmbH, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen wieder.






The Precariat amid Crisis, How Would the G20 Respond This?

#C20 18 - 13. September 2022 - 17:00

Having the opportunity to intervene at the G20 Labor Employment Ministerial Meeting on September 13-14, C20 SDGs and Humanitarian Working Group held the G20 LEMM Side Event meeting in Bali, September 12, 2022, themed ‘G20, Crises, and the Precariat’ to strengthen concrete recommendations to the G20.

This event aims to discuss the issue of the precariat, vulnerable workers, domestic workers, and migrant workers affected by Covid-19. “We note that although in 2014 the G20 was committed to realizing the principle of non-discrimination against women and other workers, only 3 out of 20 member countries have ratified the ILO Conventions. So, the G20’s commitment to realizing decent work deserves to be questioned,” said Wahyu Susilo, a member of SDGs and Humanitarian WG.

Wahyu also revealed that C20 used to advocate for human trafficking, but the space is limited while the cases continuously increase. “The ironic case is that of workers case in the UK. Both countries, the victims and recipient country, are from G20 member countries. So, I hope this side event will produce concrete formulations that we will intervene at the G20 Labor Employment Ministerial Meeting,” he continued.

Chair of C20 Sugeng Bahagijo explained that this event is one example that C20 has ideas, enthusiasm, and has proposed solutions. He stressed that CSOs are not doing good for themselves, but C20 is trying to articulate or defend a better world for citizens. “C20 has one job, namely how to promote and articulate CSOs’ concerns both in the global south as well as in the global north,”

Although this is not an easy task, Sugeng is optimistic as many of the results of C20 engagements have begun to be adopted. “As an illustration, the process of policy formation at the G20 leaders is now in its second round. Policy recommendation documents have now been entered at the ministerial level. Furthermore, these documents will be processed one more level into a G20 leaders document and will be ratified in November,”

“The challenge now is how the solutions that the CSOs have voiced can be included in the document and agreed at the ministerial level and the level of the G20 leaders,” he reminded the audience. One of them which SDGs and Humanitarian Working Group frequently voice is lowering the cost of remittances from 12-13% to 6% and also social security for migrant workers.

Indian speaker Beem Reddy Mandha also briefly talked about the condition in India that the Covid-19 pandemic caused most of Asian workers, including Indians, to be sent back to their home countries. He proposed that every sending country or country of origin should have its policies or fund mechanism for the emergency return, like the fund mechanism for disaster management, and they have to rescue the migrant workers who return to their home country as migrant workers have contributed to the state’s economy by sending remittances.

Within the remaining time until the G20 Summit in November, instead of being pessimistic, an advisor to Migrant Care, Indri DS Saptaningrum, has seen good engagement with the labor ministry of Indonesia, who let EWG discussions at the ministerial level. She believes the government will welcome some additional input or proposed tax to strengthen the agenda.

Indrasari Tjandraningsih from AKATIGA Bandung said that some companies consider skill development as a cost instead of an investment, which causes no significant increase in employment. As skilled workers today could be regarded as precariat, she proposed that skill development or re-skilling should be one of the investment requirements.

Writer: Sita Mellia
Contact: sitamellia01@gmail.com

Kategorien: english, Ticker

09-20_Manzur Kadir Ahmed / Hans Dembowski - Covid-19 in Bangladesh

E+Z - 13. September 2022 - 16:13
Covid-19 caused hardship in Bangladesh, but proved less devastating than initially feared

In the summer of 2021, international media ran many stories about the devastating Covid-19 wave in India. Was Bangladesh affected in the same way?
Well, our country was hit by the pandemic, but we were not overwhelmed in the sense of dead bodies drifting in our rivers, as was apparently the case in India. In Bangladesh, charitable organisations ensured that the deceased were buried properly. When the pandemic started in 2020, we certainly felt overwhelmed, but that was largely mental. We were not sure how we would cope. Looking back, I would say that we had serious difficulties, but did not suffer a disaster.

What pandemic impacts do the poor communities feel?
The pandemic affected all communities, including the middle classes and lower-middle classes. Everyone was at risk of infection, many people did fall ill, some had to be hospitalised and some even died. However, the economic impacts hit poor people stronger. For example, all domestic helpers lost their jobs. Their employers told them to stay at home instead of coming to work because they did not want to have an outside person in their households in order to contain infection risks. Markets stayed closed, small business stopped working and transport services were drastically reduced. Even garments production stalled briefly (see Nazma Akter on www.dandc.eu). As a result, many people with low and moderate incomes temporarily lost their livelihoods, and that caused considerable pain.

Did it lead to hunger?
Many families certainly only had two meals per day instead of the three meals they are used to, but Bangladesh did not see a serious hunger crisis. In times of need, community members support one another in our country. Civil-society organisations, including ourselves, delivered food to vulnerable people, and the government adopted selective support policies for the poorest communities. Civil society, the private sector and state agencies cooperated well. That said, more people than is normally the case probably did not get sufficient amounts of vitamins and proteins. Things have been going back to normal however.

Bangladesh used to be one of the world’s poorest countries, but after three decades of fast economic growth, it is now a lower-middle income country. Would the impacts of Covid-19 have been worse if the pandemic had started in 1990 rather than in 2020?
Yes, definitely. On the other hand, our country keeps developing, so we would prove even more resilient should a similar disease emerge in 2030. Many social indicators have improved, including average incomes, literacy and life expectancy. Compared with other South Asian countries, our data regarding child and maternal mortality are very good too (as I spelled out in D+C/E+Z five years ago). The country’s birth rate has been close to the replacement rate for quite some time, so our population is not growing anymore (see Najma Rizvi on www.dandc.eu).  Our infrastructure has improved, and that includes health care. All this adds up to Bangladeshis’ average health status being better today than it was 30 years ago. Therefore, we are obviously in a better position to cope with any new health challenge.

In many countries, health systems were overwhelmed. For example, there were so many Covid-19 patients in intensive care, that there were no beds left for other patients. Important operations had to be postponed. Moreover, some patients shied away from going to clinics because they feared they might be infected there.
We obviously had those problems in Bangladesh too. Indeed, many private-sector health facilities closed for some time to avoid infection risks. Coronavirus is a global phenomenon, and it definitely caused hardship here. My point is that things did not turn out as bad as we initially feared. Among other things, we found that mobile telephones were very useful, with many people asking for – and getting – medical advice without going to health centres. In Bangladesh, almost everyone has a mobile phone today. Increased literacy rates helped too, because many people today access information on the internet. Generally speaking, the development achieved in the past decades has proved useful in this health crisis.

How do you assess long Covid?
That is hard to say. Much research still needs to be done internationally, and we hope to benefit from such information. I have had three Covid infections myself, and I now experience a kind of mild cramp that I did not have before.

Are those cramps a consequence of coronavirus?
I do not know. Eventually, clinical research will provide information. As a matter of fact, many people may be experiencing similar or other symptoms, but they do not inform us. In a developing country like Bangladesh, people will tolerate symptoms that do not really disable them without going to the doctor. Some poor people do not try to access medical care at all, given that they lack money to pay for services. To get a full picture of all Covid-related symptoms, we will need international studies.

How did the vaccination campaign go?
Well, we basically used two vaccines. The one developed by Oxford University and a Chinese one. We made good progress, but would have achieved more in shorter time if we had been allowed to manufacture a vaccine in Bangladesh. We have the industrial capacity. Oxford University prominently cooperated with AstraZeneca, the pharma multinational, but it also made an agreement with an Indian company. In return for the production license, the company promised to distribute the vaccine to developing countries in a cost-covering non-profit approach. But India stopped exporting that vaccine when its death toll started to rise fast last year. Luckily, we could rely on the Chinese vaccine at that point. Bangladeshi facilities could have produced either vaccine, and that would have reduced costs. That did not happen.

The innovative mRNA vaccines of Pfizer/­BioNTech and Moderna are considered to be more effective, but they also require better infrastructure, especially in regard to cold chains. Would it have made sense to manufacture them in your country?
Yes, of course. In our urban areas, we have the capacity to keep medical supplies cold, though I’ll admit it can be quite difficult in rural areas. One lesson for Bangladesh certainly is that we must keep improving the capacities of our pharma sector. So far, only one vaccine is under research in our country. We need more research and must become able to create innovative pharmaceuticals ourselves. We can – and will – get there.

Looking back, what kind of international support does Bangladesh need in a global pandemic?

  • First of all, we need information. Unless we know what is going on in other countries, we cannot prepare for what may happen here. Honest and comprehensive information is essential. Without it, we cannot adopt evidence-based policies.
  • Technology transfer matters too, though our pharma industries have become so strong that in many cases the license to use intellectual property rights will do.
  • There is no denying that we also need funding.
  • Finally, international supply chains must be kept viable to the extent possible. Our people suffer when imports and exports become restricted.

Is there any general lesson policymakers should learn from the pandemic?
I think that Covid-19 showed us once again that we need a holistic understanding of development. Economic growth in itself is not enough. It must be used to improve infrastructure, including in the health and education sectors. Better infrastructure makes communities more resilient, and it will ultimately reinforce economic growth. These things are interrelated. In this sense, the pandemic actually proved that the Sustainable Development Goals add up to a convincing agenda.

Manzur Kadir Ahmed is a medical doctor and the chief executive of Gonoshasthaya Kendra (GK), a non-governmental organisation focused on health care.
Gonoshasthaya Kendra (GK):
https://gonoshasthayakendra.com/

Kategorien: Ticker

09-18_Mahwish Gul - Corona and schools

E+Z - 13. September 2022 - 15:52
UNICEF reckons that one third of the world’s schoolchildren did not get formal lessons because of Covid-19

Poverty is typically defined in financial terms. The World Bank defines those living on less than the purchasing power of $ 1.90 per day as extremely poor, while the poverty line for a lower-middle income is $ 3.20 per day. Such monetary notions of poverty are based on estimates of the cost of goods and services required to meet the basic subsistence needs.

But not all goods and services can be obtained through markets, as the World Bank acknowledges. Some require large public investments and government spending. That includes physical and social infrastructures such as the power grid, the sewerage system, schools and health care. Deficiencies in fields like this compound deprivation. A depressing global pattern is that children tend to fare worse than adults, and female persons suffer more than their male counterparts. It also matters that poverty affects different age groups in different ways. Children, for example, are not supposed to be earning a living on their own, and measures of families’ purchasing power only offer a partial assessment at best. Poverty is therefore best understood as a multidimensional phenomenon, which goes beyond income and consumption. Other aspects are critical for well-being too.

SDGs tackle a host of poverty-related issues

The first UN Sustainable Development Goal (SDG1) is therefore to end poverty “in all its forms everywhere”. Accordingly, the SDG agenda tackles a multitude of related issues, from good health (SDG3) and quality education (SDG4) to labour conditions (SDG8), infrastructure (SDG9) or environmental hazards (SDG11).

According to the UN Development Programme (UNDP), some 1.3 billion people in 101 countries suffered multidimensional poverty in 2019. Half of them were below the age of 18, and 85 % of these young persons lived either in South Asia or sub-Saharan Africa.

Multidimensional poverty tends to affect more people than poverty measured in strictly financial terms. According to the UNDP’s 2019 index for multidimensional poverty, for example, 39 % of Pakistanis suffered this kind of poverty, while only 34 % had a purchasing power below $ 3.20 per head and day. It fits the picture according to a study conducted by UNICEF, the UN Children’s Fund, in Pakistan about half of all kids below the age of 18 suffered at least one severe deprivation. For example, they lacked access to school, health care or safe drinking water. Many of them belonged to families that were not financially poor. The study found deprivation to be worst in regard to informational needs.

Increasing child poverty

Since 2019, moreover, UNICEF has reported a 10 % increase of global child poverty. The number of children living in multidimensional poverty is said to have soared to approximately 1.2 billion in 2020.

Things were especially bad in regard to education. As schools closed down, at least one third of the world’s schoolchildren were denied any kind of formal lessons. The main reason was that they lacked digital equipment. Rural areas were affected in particular. Low connectivity and unfavourable student-teacher ratios obviously compounded the problems.

There were gender angles moreover. In male-dominated societies, sons tended to get priority access to mobile devices, while daughters were denied the safe public spaces that schools offer and their development benefits from in normal times (Ipsita Basu has discussed the Indian scenario on www.dandc.eu). According to UNICEF, only up to seven percent of students could use the internet in South Asia and Sub-Saharan Africa.

Governments adopted stopgap measures. For example, they opted for TV or radio lessons where digital technology was only insufficiently available. While personal interaction is possible in digitised classrooms, students following broadcasts have no such opportunity. That compounded the problem that poor parents are typically not in a good position to support their offspring’s learning. In Pakistan, a TV channel called Tele-School offered an-hour-a-day educational programming for every level of education. BBC contributor Mehreen Zahra-Malik called the minority who benefited from digital platforms the “lucky ones”.

Digital poverty

The pandemic has thus highlighted the digital divide that exists both within and between nations. UNICEF found a clear association between a country’s gross national income per capita and the percentage of students with access to digital classrooms. The notion of “digital poverty”, which predates Covid-19, has thus been reinforced. The Digital Poverty Alliance, a non-governmental initiative launched in Britain in 2021, defines it as “the inability to interact with the online world fully, when, where and how an individual needs to”. The Alliance insists that digital exclusion exacerbates existing inequalities in society and lead to new inequalities.

Once again, there is a considerable gender divide. Both access to digital devices and digital literacy tend to be less developed among women and girls, after all (for the example of Pakistan, see Sundus Saleemi on www.dandc.eu).

A crucial lesson of the Covid-19 crisis is thus that every kind of digital divide deserves public attention. The SDG motto is to leave no one behind – and that includes everyone who is still deprived of the opportunities that modern information and communication technology offers. Developing countries must build appropriate digital infrastructure and promote digital literacy. That is a message policymakers must heed at national levels, and international agencies should support related efforts.

Mahwish Gul is a consultant from Pakistan who specialises in development management. She lives in Nairobi.
mahwish.gul@gmail.com

Kategorien: Ticker

Seiten

SID Hamburg Aggregator – Ticker abonnieren