Sie sind hier

Ticker

Erkenntnisse aus dem ersten Jahr der UN-Dekade für Ozeanforschung

DIE - 19. September 2022 - 10:00

Bonn, 19.09.2022. Der Ozean ist entscheidend für das Überleben der Menschheit: u.a. deckt er einen signifikanten Anteil des Nahrungsbedarfs von 3,5 Milliarden Menschen und nimmt 30 % aller Kohlendioxidemissionen sowie 90 % der durch diese Emissionen erzeugten zusätzlichen Wärme auf. Seine nachhaltige Bewirtschaftung ist daher eine essentielle und dringende Herausforderung. Dieser zu begegnen erfordert eine erhebliche Steigerung der Wissensproduktion, aber auch eine Veränderung der Art und Weise, wie Wissen zur Verfügung gestellt wird.

Wie in vielen Veranstaltungen der UN-Dekade für Ozeanforschung und auf der UN-Ozeankonferenz in Lissabon zur Sprache kam, hat die Meeresforschung ein Problem mit Zugänglichkeit – Zugänglichkeit für andere Wissenschaftler:innen, aber auch für Laien und politische Entscheidungsträger:innen, und insbesondere in Bezug auf nicht-wissenschaftliche Wissenssysteme. Viele Menschen sind sich der Bedeutung des Ozeans nicht bewusst und haben kaum die Möglichkeit, direkt mit ihm zu interagieren. Entsprechend ist der Aufbau einer so genannten "Meereskompetenz" oder „ocean literacy“ - d. h. einer Wertschätzung und eines Verständnisses für den Ozean – eines der Kernziele der UN-Ozeandekade.

Meereskompetenz zu erlangen wird jedoch durch mehrere Faktoren erschwert. Erstens arbeitet die Meereswissenschaft mit diversen Parameter und großen Datenmengen, die interpretiert und in Formate übersetzt werden müssen, die auch für Laien verständlich sind. Es gibt zwar spezielle Produkte, die wissenschaftliche Erkenntnisse vermitteln, wie z. B. der IPCC-Bericht oder das World Ocean Assessment, aber diese beantworten nicht unbedingt spezifische Fragen, die Bürger:innen oder Entscheidungsträger:innen beschäftigen. Die Gestaltung und Wahrnehmung von Kommunikationsmöglichkeiten (z.B. Tage der offenen Tür, gezielte Politikberatung) erfordern Zeit und Aufwand, die bei akademischen Leistungsbewertungen jedoch nicht unbedingt honoriert werden.

Zweitens ist der Ozean zwar ein Allgemeingut, von dem die gesamte Menschheit profitiert, doch die Infrastruktur für Meeresforschung (z.B. Forschungsschiffe) ist weltweit sehr ungleich verteilt, so dass viele Menschen nicht selbst als Forschende tätig werden können. Bisher haben administrative und politische Hürden das Bündeln nationaler Mittel verhindert, um eine nachhaltige, weltweit gemeinsam genutzte Forschungsinfrastruktur aufzubauen – wie etwa die Internationale Raumstation oder das internationale Wetterbeobachtungssystem sie darstellen. Abgesehen von einer gerechteren Verteilung der Forschungsmöglichkeiten würde dieses System konsistente und global umfassende Messungen fördern. Diese sind nötig, um z.B. Kipppunkte in der Kohlenstoffspeicherkapazität des Ozeans zu identifizieren und zu beurteilen, wie nahe die Menschheit daran ist, sie zu überschreiten. Während nahezu alle Forschenden bereit sind, ihre Daten zur Verfügung zu stellen, erfordert ein effizienter Datenaustausch das Vorlegen von Metainformationen, z.B. darüber, wie Daten gesammelt, bearbeitet usw. wurden. In vielen Forschungsprojekten wird Datenverwaltung jedoch nur unzureichend berücksichtigt, sodass für solche Arbeiten keine Mittel vorgesehen sind.

Auch außerhalb der Wissenschaft gibt es eine Fülle von Wissen, das z.B. auf (mündlichen) Überlieferungen, Kunstwerken, täglichen Beobachtungen und anderen Formen der Auseinandersetzung mit dem Ozean beruht. Die Meereswissenschaft erkennt zunehmend die Relevanz dieses Wissens für eine ganzheitliche Betrachtung des Ozeans und menschlicher Interaktionen mit dem Ozean an. Allerdings fällt es Forschenden oft schwer, anderen Wissenssystemen und Wissensträger:innen auf Augenhöhe zu begegnen, da dieses Wissen häufig in traditionelle oder indigene Wissenssysteme und Praktiken eingebettet ist, welche auf anderen Annahmen über Mensch und Natur beruhen als die Naturwissenschaft. Gegenseitiges Verständnis und einen gleichberechtigen Dialog aufzubauen erfordert Zeit, häufige Interaktion und Ergebnisoffenheit, die oft schwer in Forschungsprojekte zu integrieren ist. Gleichzeitig bietet die Auseinandersetzung mit anderen Zugängen zum Ozean die Möglichkeit, Meeresforschung gemeinsam mit denjenigen zu gestalten, die ihre Endnutzer sein sollen und somit die Relevanz der Ergebnisse sicherzustellen. 

Die Ko-Produktion von Wissen ist ein wichtiger Schritt, um die Kluft zwischen Wissenschaft und Gesellschaft sowie Wissenschaft und Politik zu schließen, und somit entscheidend, um „ocean literacy“ zu fördern. Auf der UN-Ozeankonferenz betonten Wissenschaftler:innen und Entscheidungsträger:innen entsprechend die dringende Notwendigkeit, Wissen gemeinsam zu produzieren. Um Ko-Produktion tatsächlich umzusetzen, sind jedoch strukturelle Veränderungen des internationalen Wissenschaftssystems nötig, damit z. B. Forschungsfragen und –methoden gemeinsam mit Stakeholdern festgelegt und Projekte finanziert werden können, deren Ergebnisse nicht im Voraus bereits abgrenzbar sind. Ob, inwieweit und wie schnell solche Veränderungen stattfinden, bleibt abzuwarten.

Kategorien: Ticker

Laws for Sustainability

Forum Umwelt & Entwicklung - 19. September 2022 - 8:00

Übersetzung unserer Publikation “Gesetze für Nachhaltigkeit” /Translation Laws for Sustainability”

zur deutschen Version

The 2030 Agenda and the SDGs could be considered a milestone in the collaboration of humanity. Only the Charta of the UN or the Universal Declaration on Human Rights come to mind as documents of similar scale and depth. All UN member states came together to write this impressive manifest of international cooperation in an effort to make the world a better, more equal place for both humans and nature.

 

While there are aspects in the agenda we as civil society see as problematic or not far-reaching enough – such as the weak language on “access to” instead of “right to” – there has been a wide consensus by civil society worldwide that the 2030 Agenda is the best document we could get at that point in time. Today, with only 7 years passed, it seems unfathomable that the international community could once again agree on such as comprehensive and, in parts, even radical political agenda.

 

The continuous decline of international cooperation between states as well as the careless way the SDG implementation has been presented at the High Level Political Forum (HLPF) by most, if not all, states with empty touristic videos or promises of policies that will never get implemented – this is truly disappointing for all of us who are calling for governments to step up and give us what they
have promised: A peaceful and sustainable world for all.

It is also in sharp contrast to the activities of many civil society organisations and activists worldwide who have used the SDGs to link their calls for justice, battling the climate crisis, global
equality and economic reforms. The SDGs have brought civil society together, with new alliances coming up, networks and cooperation thriving and a community that shares and learns from each
other.

With this publication, we want to strengthen those civil society actors that have continuously fought to make governments pay up. We want to help them and you with a new tool in your call
and in your work to implement the SDGs. All of us know all too well: We cannot count on voluntary commitments. We need binding legislation! This must be the case for the SDGs as well.
With over 100 suggestions for laws to be implemented by the current German parliament, we have tried to build a bridge, between the political recommendations of the SDGs, civil society’s call for
action and the legal structures of our democracy. The suggestions focus on German law and the German parliament, as this English version is a translation of the publication we designed for the
German Bundestag around the 2021 elections. Yet, we hope that it may serve you as a source of inspiration and courage to ask for a binding implementation of the SDGs in your country as well.
Let’s keep reminding governments of their promise for a world that leaves no one behind. The way to an SDG-world is still so very long, yet there is so little time left.

Download publication 

Kategorien: Ticker

Drahtlose AI-Sensoren können frühzeitig vor Waldbränden warnen

reset - 19. September 2022 - 6:07

Naturkatastrophen, die auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen sind, sind weltweit immer häufiger zu beobachten. Vor allem Waldbrände fügen Ökosystemen und Gemeinden großen Schaden zu und setzen große Mengen CO2 frei.

Um Waldbrände wirksam zu bekämpfen, ist es wichtig, frühzeitig einzugreifen. Breiten sich Brände aus, wirken sie sich nicht nur auf immer größere Gebiete aus, sondern entwickeln auch immer mehr Hitze. Werden Waldbrände zu „Megabränden“, kann die Hitze darin so groß werden, , dass sie sich nicht mehr löschen lassen. Kalifornische Feuerwehrleute stellten bei riesigen Bränden im Jahr 2021 fest, dass ihr aus der Luft abgeworfenes Wasser verdampfte, bevor es den Boden erreichte.

Ein Berliner Startup hat eine neue Technologie entwickelt, die Feuerwehrleuten hoffentlich einen Vorsprung verschaffen wird wenn es darum geht, Waldbrände frühzeitig zu erkennen und zu löschen. Das Frühwarn-System von Dryad Networks besteht aus vernetzten Internet-of-Things (IoT)-Sensoren, die die Luft „riechen“ und Informationen darüber liefern können, wo sich Brände entwickeln und wie sie sich ausbreiten könnten.

Ihre solarbetriebenen Sensoren, die sogenannten Silvanets, verwenden ein KI-System, um abnormale Gasmuster, wie zum Beispiel einen Anstieg von Wasserstoff, sowie Variablen wie Temperatur, Feuchtigkeit und Luftdruck zu erkennen. Diese Daten können dann über die LoRaWAN-Technologie (Long Range Wide Area Networks mit geringem Stromverbrauch) an Feuerwehr- und Rettungsteams gesendet werden. Selbst in Gebieten mit wenig oder gar keinem Mobilfunknetz kann die Satellitenfunkverbindung des Silvanet Informationen, einschließlich Koordinaten und Karten, mit einer Genauigkeit von 10 Metern an die Feuerwehrleute weitergeben. All dies soll innerhalb von 30 bis 60 Minuten passieren, so dass den Feuerwehrleuten genügend Zeit bleibt, um Brände im Anfangsstadium mit kleineren, mobileren Geräten zu löschen.

Derzeit führt Dryad Networks ein Pilotprojekt in den Wäldern rund um Berlin durch (auch hier sind im Sommer 2022 Waldbrände ausgebrochen) und verfeinert die Produktionstechniken und den Umfang seiner Sensoren.

Obwohl der Schwerpunkt auf der Entwicklung eines Frühwarnsystems für Waldbrände liegt, könnten die Sensoren von Dryad auch in anderen Bereichen eingesetzt werden, zum Beispiel in der Forstwirtschaft und sogar in der Landwirtschaft.

Die Ausbreitung von Waldbränden Cameron Strandberg

Wälder, die in Flammen aufgehen, sind eine ständige und wachsende Gefahr. Die UNO geht davon aus, dass die Zahl der Waldbrände bis 2030 um 14 Prozent und bis 2050 um 30 Prozent zunehmen wird. Das NASA Earth Observatory zeigt jeden Monat das Ausmaß der Waldbrände – und jeden Tag brennt irgendwo ein Wald. Nach Angaben des National Interagency Fire Center gibt es allein in den USA jedes Jahr bis zu 70.000 Waldbrände.

Langfristig gesehen spielen Waldbrände eine wichtige Rolle für die Gesundheit der Ökosysteme, da sie alte Vegetation beseitigen, neuen Pflanzen die Möglichkeit geben, Wurzeln zu schlagen, und wichtige Nährstoffe liefern, von denen sich die neuen Pflanzen ernähren können. Der Mensch hat diese natürlichen Zyklen jedoch gestört und ihre Intensität erhöht. Natürliche Brände brennen in der Regel mit geringer Hitze, und viele Bäume in von Natur aus brandgefährdeten Gebieten haben Möglichkeiten entwickelt, sich selbst zu schützen. Doch heute werden etwa 85 Prozent der Waldbrände vom Menschen ausgelöst in massiv forstwirtschaftlich genutzten Gebieten, die keine derartigen Schutzmechanismen entwickelt haben, da hier auf gewinnmaximierende Monokultur gesetzt wird.

Außerdem haben die durch diese Brände verursachten Schäden zugenommen. Wärmere, trockenere Sommer bedeuten, dass sich die Brände mit erschreckender Geschwindigkeit ausbreiten können, wodurch größere Brandflächen entstehen. In einigen Bundesstaaten der USA haben Flächen mit schweren Brandschäden seit den 1980er Jahren um bis zu 23 Prozent zugenommen. Die Geschwindigkeit der Brände stellt auch die Feuerwehr vor große Herausforderungen und schränkt die Fluchtmöglichkeiten von Wildtieren und Einheimischen ein. Die UNO erwartet, dass die Zahl der Waldbrände bis 2030 um 14 Prozent und bis 2050 um 30 Prozent zunehmen wird.

Traditionelle Feuerwarnsysteme – wie zum Beispiel Feuerwachtürme – beruhen auf der Beobachtung von Menschen, die den Rauch oft aus vielen Kilometern Entfernung wahrnehmen. Zu diesem Zeitpunkt kann das Feuer bereits ein beträchtliches Ausmaß erreicht haben. Der Vorteil des Dryad-Systems soll darin bestehen, dass Brände in der Schwelbrandphase erkennt werden können – zu einem Zeitpunkt, an dem sie viel leichter zu löschen sind.

The post Drahtlose AI-Sensoren können frühzeitig vor Waldbränden warnen appeared first on Digital for Good | RESET.ORG.

Kategorien: Ticker

Elektrolyseure für die Wasserstoff­revolution

SWP - 19. September 2022 - 2:00

Angesichts der Gaskrise und der russischen Invasion der Ukraine ist der Markthochlauf von Wasserstoff noch dringlicher geworden für die europäische und die deut­sche Energiepolitik. Die ehrgeizigen Ziele für grünen Wasserstoff stellen die Europäische Union (EU) und die junge Was­serstoffökonomie allerdings vor enorme Probleme. Abgesehen vom Strombedarf fehlen vor allem Produktionskapazitäten für Elektrolyseure. Die an­visierte Pro­duktionsskalierung von Elektrolyseuren ist kaum zu schaffen, außerdem steht sie im Konflikt zu Importbestrebungen und zementiert neue Ab­hängig­keiten von Lieferanten wich­tiger Rohstoffe und kritischer Komponenten. Wäh­rend eine Ent­koppelung von Russ­lands Rohstofflieferungen zumindest möglich ist, führt an China kein Weg vorbei, will die EU ihre Ziele erreichen. Nebst erleichter­ten Regularien, einem aktiven Rohstoffmanagement und neuen Partnerschaften sollte Europa auch die einseitige Beschränkung auf grünen Wasserstoff überdenken.

Kategorien: Ticker

Green and social regulation of second hand appliance markets: the case of air conditioners in the Philippines

DIE - 17. September 2022 - 18:49

Second hand markets for appliances such as air conditioners are largely unregulated in many low and middle income countries this far. Energy and climate goals may require a speedy phase-out of old appliances, whereas material resource and social concerns may call for repairing and reusing air conditioners as long as possible. Demand for space cooling is soaring globally, increasing regulatory pressure. In middle income countries such as the Philippines, the market for second hand room air conditioners is sizeable. This study targets the question when and how to regulate the market for used air conditioners to balance green and social goals. It analyses the second hand market for air conditioners in Metro Manila, uncovering the general supply chain, business models and customers as well as energy efficiency, refrigerant and repair practices. The study draws on qualitative interviews with 10 experts and 29 retailers and technicians active in the semi-formal second hand market for air conditioners. Available information of lifecycle analyses is taken into account, but the focus of this contribution lies on social impacts of potential regulation. Overall, short-to-medium interventions in the second hand market are required to balance environmental and social goals that target the different players in the market: construction industry, brokers, retailers and technicians, customers and scrap dealers. Neither a complete ban nor delaying or foregoing regulation is advisable. Specific policy recommendations are derived.

Kategorien: Ticker

CPDE to hold sessions on civic space, youth participation in climate action at Global People’s Assembly

CSO Partnership - 16. September 2022 - 17:49

The CSO Partnership for Development Effectiveness is co-organising two sessions at the Global People’s Assembly on Wednesday, 21 September 2022.

Held in time for the United Nations General Assembly high-level week, the Global People’s Assembly is a space that aims to bring the voices of the people to the forefront.

One session, on Civic Freedoms and Civil Society Participation, was organised in partnership with CIVICUS, and will happen 12:00 – 13:00 EST | 18:00 – 19:00 CET (register here). The other, co-hosted with MY World Mexico and available in Spanish, will tackle Youth meaningful engagement in climate action and SDGs in Latin America. It will be held 14:00 – 15:00 EST | 20:00 – 21:00 CET (register here) Check out the full Global People’s Assembly programme here for more information. #

The post CPDE to hold sessions on civic space, youth participation in climate action at Global People’s Assembly appeared first on CSO Partnership for Development Effectiveness.

Kategorien: english, Ticker

09-22_Imran Mukhtar - Pakistan - Flooding

E+Z - 16. September 2022 - 16:24
Not having contributed much to climate change, Pakistanis suffer impacts

Rain-induced floods have devastated homes, roads and crops. Education, health and electricity infrastructure is failing in most parts of Pakistan. The country’s already fragile economy is on the verge of collapse. 

The unexpected torrential rains started in the middle of June. They have affected over 33 million people. Hundreds lost their lives, according to Pakistan’s National Disaster Management Authority (NDMA). Hundreds of thousands have lost their homes. They had to flee to relief camps and other safe places as cities, towns and villages were inundated.

Food prices have skyrocketed in view of lost harvests, so many people’s food security has become precarious. In early September, about one third of the country was under water, so the next sowing season may also be affected. Experts reckon, moreover, that over 900,000 farm animals were lost.

International support

The cash-strapped Pakistani government has only limited resources. International aid agencies have geared up their efforts to save the people from starvation, extreme weather and waterborne diseases. Visiting the country, UN Secretary-General António Guterres urged the world to help as a matter of “justice”. Pakistan estimates the cost of flood damages at $ 30 billion.

Pakistani officials and experts point out that the country is feeling the impacts of climate change, a human-made phenomenon its people have hardly contributed to. Pakistan’s share of annual global greenhouse-gas emissions is not quite one percent though it accounts for almost three percent of the world population. By comparison, Germany is home to one percent of the world population, but emits two percent of climate-relevant gases.

The floods can indeed be called a “climate catastrophe”. First, there was an unprecedented heat wave, followed by unusually strong monsoon rains. Parched earth does not allow water to percolate. Moreover, the high rate of glacier melting meant that more water than normal was running in the rivers.

In political and economic terms, Pakistan was ill prepared for this kind of disaster. Earlier this year, Prime Minister Imran Khan was ousted, and the new government relies on a multi-party coalition with many internal frictions (see Marva Khan on www.dandc.eu). In late August, the International Monetary Fund (IMF) agreed to release $ 1.1 billion in funding for the country to help it revive its economy.

Pakistani policymakers are demanding reparations, given that the nation can be considered an innocent victim of harm brought about by others. Pakistan’s responsibility in terms of mitigating climate change is indeed tiny, but our authorities have paid far too little attention to adaption. Poor governance, lack of planning and the lack of adaption strategies have compounded this year’s disaster.

It adds to the problems that municipal authorities are weak in Pakistan and rules often remain unenforced. The floodwaters have destroyed many houses that were built illegally close to riverbeds. To a large extent, poverty makes people encroach and settle on unsuitable land. The mud huts that poor people rely on were washed away fast. In many places, however, brick structures, including houses, hotels and restaurants, stood in the wrong places and could not withstand the force of the floods either.

Lessons not learned

Similar damages occurred in 2010 when large parts of Pakistan were also submerged. The lessons were obviously not learned. Provincial governments and local authorities did not ensure implementation of relevant laws to stop such illegal construction activities. This time, there was even more water and it caused even more harm.

Successive national and provincial governments have failed to prepare the country. Policymakers have paid very little attention to the climate crisis. The nation urgently needs good adaptation policies and implementation must follow fast. Otherwise, future events are likely to prove even more devastating that the current floods. Our nation is not to blame for global heating, but  unless we prepare better, we will not be able to cope with it.

Imran Mukhtar is an Islamabad-based journalist.
imranmukhtar@live.com

Kategorien: Ticker

Kita-Kongress für eine faire Welt

Engagement Global - 16. September 2022 - 11:09
Adventskalender für globales Lernen auf dem Kita-Kongress. Foto: Engagement Global

Mit einer Traumreise in die Zukunft starteten die rund 60 Erzieherinnen und Erzieher aus saarländischen Kindertagesstätten in den ganztägigen Kongress „Fair von Anfang an! Fairer Handel und Globales Lernen im Elementarbereich“ am Mittwoch, 14. September 2022, in Saarbrücken.

Wie wird die Welt in 25 Jahren aussehen? Welche Zukunft können wir für unsere Kinder vorbereiten? Und wie können wir die Kinder handlungsfähig machen? Solche Fragen stellte Karin Wirnsberger den Teilnehmenden während dieser Reise. Wirnsberger ist Bildungsreferentin im Entwicklungspädagogischen Informationszentrum (EpIz) Reutlingen. In ihrem Einführungsvortrag legte sie die fachliche Basis für die folgenden sechs Workshops.

Workshops zu Spielzeug, Zertifizierung und Märchen

Die Fairtrade Initiative Saarland (FIS) lud dazu ein, sich mit der Zertifizierung zur Fairen Kita auseinanderzusetzen. Nicht nur die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen hierfür wurden im Workshop erklärt, sondern auch praxisnahe Tipps gegeben. Melanie Streibelt von FIS schlug etwa unter anderem ein Elterncafé vor, in dem fair produzierte und gehandelte Lebensmittel angeboten werden können.

Die Kölner Märchenerzählerin Magdalena Keil zeigte mit Büchern, einem Theater und anderen Bildungsmaterialien, wie man „Gemeinsam eine faire Welt erzählen“ und somit „aus Stroh Gold spinnen“ kann. Neben Ideen, wie Kinder in Geschichten eingebunden werden können, präsentierte sie Bücher, die Themen des globalen Lernens vermitteln. Besonderes Interesse galt einem Pixie-Adventskalender. Hinter jedem Türchen steckt ein Büchlein, in dem erzählt wird, wie Kindern in anderen Ländern Weihnachten feiern.

In einem Workshop zu (un)fairen Spielsachen tauschten sich die Teilnehmenden ebenfalls angeregt aus. Bildungsreferent Erik Dolch resümiert: „Es ist toll, dass in den Einrichtungen auch in Bezug auf Spielzug viel passiert. Viele Teilnehmenden berichteten, dass verstärkt mit Natur- und Upcycling-Materialien gespielt und gearbeitet wird. Das ist ein leichter, intuitiver und explorativer Einstieg.“

Global und fair in der Kita

Beim SDG-Bingo zog Moderatorin Iris Degen aus dem Los-Topf jeweils eins der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG), über die die Mitspielenden dadurch ins Gespräch kamen. Zum SDG 6 – Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen – berichtete eine Erzieherin, dass die Kita eine Wasserzisterne im Garten habe, die die Toilettenanlage der Einrichtung mit Wasser speist. „Außerdem trinken wir ausschließlich aus dem Hahn. Übriggebliebenes Wasser sammeln wir in Gießkannen für den Garten. Ältere Kinder achten bei Jüngeren drauf, dass die Wasserhähne immer ordentlich geschlossen sind“, gab sie weitere Anregungen.

Zusätzlich zu den Workshops lieferte ein „Markt der Möglichkeiten“ mit zwölf Ständen vielfältige Ideen, wie die Einrichtungen Themen des globalen Lernens stärker in den Kita-Alltag verankern können. Auch Engagement Global war mit dem Aktionsgruppenprogramm sowie Bildung trifft Entwicklung mit einem Stand vertreten und informierte über fachliche und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten.

Um den Teilnehmenden die Chance zu geben, aus allen Themen der zum Teil parallel stattfindenden Workshops etwas mitzunehmen, wurde eine kurzes World-Café organisiert und mit einer offenen Diskussionsrunde abgeschlossen.

Der Kita-Kongress fand im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) von Engagement Global und in Kooperation mit der Fairtrade Initiative Saarland (FIS) statt. Ziel des EBD-Programms ist es, Menschen durch Informations- und Bildungsmaßnahmen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen zu motivieren und zu eigenem entwicklungspolitischem Engagement zu ermutigen. Die Außenstellen von Engagement Global führen das Programm dezentral durch, um entwicklungspolitisches Engagement auch regional und lokal dauerhaft zu verorten.

Kategorien: Ticker

„Russland führt Vernichtungskrieg"

SWP - 16. September 2022 - 11:05
Kategorien: Ticker

Zwischen Wirkung und Risiko: Die Sanktionen gegen Russland

SWP - 16. September 2022 - 11:04
Kategorien: Ticker

Hungersnöte in Klima-Krisenherden haben sich in den letzten sechs Jahren mehr als verdoppelt

SID Blog - 16. September 2022 - 3:00
UN-Generalversammlung Hungersnöte in Klima-Krisenherden haben sich in den letzten sechs Jahren mehr als verdoppelt

Berlin, 16.09.2022. In den zehn am meisten von extremen Wetterereignissen betroffenen Klima-Krisenherden kämpfen mehr als doppelt so viele Menschen mit akutem Hunger als noch vor sechs Jahren, wie eine heute veröffentlichte Oxfam-Studie aufzeigt. Zugleich würde der Profit, den die fossilen Energiekonzerne innerhalb von weniger als 18 Tagen einnehmen, den gesamten von der UN veranschlagten weltweiten Bedarf an humanitärer Hilfe in diesem Jahr decken.

Gabriela Bucher, Generaldirektorin von Oxfam International, erklärt: „Klimawandel ist nicht länger nur eine tickende Zeitbombe, sondern eine, die gerade vor unseren Augen explodiert. Die Klimakrise bringt mehr und mehr extreme Wetterverhältnisse wie Dürren, Wirbelstürme und Flut mit sich – diese haben sich in den letzten 50 Jahren verfünffacht, treten immer öfter auf und fordern immer mehr Todesopfer."

Die Studie Hunger in a heating world identifiziert die zehn Klima-Krisenherde – Somalia, Haiti, Djibouti, Kenia, Niger, Afghanistan, Guatemala, Madagaskar, Burkina Faso und Zimbabwe. Diese Länder wurden in den letzten zwei Jahrzehnten am häufigsten von extremen Wetterereignissen heimgesucht. Heute leiden in diesen Ländern 48 Millionen Menschen unter akutem Hunger – ein Anstieg um 21 Millionen seit 2016 – und 18 Millionen von ihnen sind sogar gefährdet, an Hunger zu sterben.

Bucher führt aus: „Millionen von Menschen, die bereits unter anhaltenden Konflikten, grassierender Ungleichheit und Wirtschaftskrisen leiden, verlieren nun durch Unwetterkatastrophen, Klima-Extreme und die schleichenden Veränderungen ihre Lebensgrundlagen. Die Zunahme solcher Ereignisse ist so extrem, dass Menschen mit niedrigem Einkommen die Folgen immer weniger abfangen können und schließlich hungern müssen."

  • Somalia kämpft mit der verheerendsten Dürre, die je im Land dokumentiert wurde. Hungersnöte werden in den Bezirken Baidoa und Buurhakaba erwartet, der IPC-Ernährungssicherheitsbericht der UN hat am Montag die höchste Gefahrenstufe verkündet. Eine Millionen Menschen wurden durch die Dürre zur Flucht gezwungen. Was die Fähigkeit angeht, mit den Auswirkungen der Klimakrise umzugehen, wird das Land vom Notre Dame Global Adaption Index auf den 172ten Platz von 182 Ländern eingestuft.
  • In Kenia starben durch die Dürre fast 2,5 Millionen Nutztiere. 2,4 Millionen Menschen kämpfen mit Hunger, inklusive hunderttausender schwer unterernährter Kinder.
  • In Niger leiden 2,6 Millionen Menschen unter akutem Hunger – eine Steigerung um 767 Prozent im Vergleich zu 2016. Die Getreideproduktion ist eingebrochen um fast 40 Prozent, weil regelmäßige Extremwetterereignisse zusätzlich zu den andauernden Konflikten die Ernte zunehmend erschweren.
  • In Burkina Faso ist das Ausmaß des Hungers seit 2016 um 1350 Prozent gestiegen. Seit Juni kämpfen über 3,4 Millionen Menschen mit extremer Unterernährung, verursacht durch bewaffnete Konflikte und Verwüstung von Ernte und Agrarflächen.
  • In Guatemala hat eine extreme Dürre zum Verlust von 80 Prozent der Maisernte beigetragen und Kaffeeplantagen zerstört.

Der durch die Klimakrise angefachte Hunger ist auch Folge globaler Ungleichheit. Die Länder, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, leiden am meisten unter seinen Auswirkungen und haben zugleich die wenigsten Ressourcen, um ihnen zu begegnen. Während die Klima-Krisenherde für lediglich 0,13 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich sind, befinden sie sich im unteren Drittel jener Länder, die am wenigsten auf die Klimakrise vorbereitet sind.

Umgekehrt sind Industrienationen wie die G20, welche 80 Prozent der Weltwirtschaft kontrollieren, zusammen verantwortlich für über drei Viertel des globalen CO2-Ausstoßes. Die täglichen Profite der fossilen Energiekonzerne lagen in den vergangenen 50 Jahren im Durchschnitt bei 2,8 Milliarden Dollar. Die Profite von nicht einmal ganz 18 Tagen könnten die 49 Milliarden Dollar decken, die laut der UN gebraucht werden, um den gesamten Bedarf an humanitärer Hilfe im Jahr 2022 zu decken.

Bucher erklärt: „Wir können die Klimakrise nicht bewältigen, solange wir die grundlegenden Ungleichheiten in unseren Ernährungs- und Energiesystemen nicht bewältigen. Die Kosten dafür können leicht gedeckt werden, indem umweltverschmutzende Unternehmen stärker besteuert würden. Ein einziges Prozent des durchschnittlichen Jahresprofits der fossilen Energiekonzerne würde 10 Milliarden Dollar freisetzen. Damit wäre der größte Teil der Finanzierungslücke für den UN-Aufruf zur Ernährungssicherung geschlossen."

 

Die Studie Hunger in a heating world finden sie hier.

Gerne vermitteln wir Ihnen Interviews mit deutschsprachigen Ansprechpartner*innen in Somalia.

Die am achten September veröffentlichte Oxfam-Studie Fixing our food widerlegt Mythen über das weltweite Ernährungssystem.

 


Kofler wirbt für faire Arbeitsbedingungen in der Plattformwirtschaft

SID Blog - 15. September 2022 - 23:04
Parlamentarische Entwicklungsstaatssekretärin Dr. Bärbel Kofler wirbt für faire Arbeitsbedingungen in der Plattformwirtschaft

Fairwork-Gipfel liefert wichtige Impulse für mehr Schutz und Mitbestimmung von Plattformarbeiter*innen weltweit.

Berlin (BMZ) Ob Übersetzung, Webprogrammierung, Grafikdesign oder Fahr- und Auslieferservices: Rund 70 Millionen Menschen weltweit bieten ihre Dienste über Plattformen wie Uber, Bolt oder Upwork an. Sie sind besonders für junge Menschen äußerst attraktiv, weil sie schnelle, zeitlich und örtlich flexible Arbeit bieten. Doch neben den großen Chancen - flexible Arbeitszeiten, niedrige Einstiegshürden – birgt diese sogenannte „Gig-Economy" auch große Risiken: schlechte und oft gefährliche Arbeitsbedingungen, kein sozialer Schutz, unfaire Bezahlung und keine Mitbestimmung der Arbeitnehmer. Das BMZ fördert daher die Fairwork-Initiative, die Transparenz in die Arbeitsbedingungen der einzelnen Plattformen bringt und sie zu fairen Standards berät.

Anlässlich ihrer Teilnahme am virtuellen Gipfel zu Fairer Arbeit auf digitalen Plattformen der Fairwork-Initiative am 14. September forderte die Parlamentarische Staatssekretärin beim BMZ, Dr. Bärbel Kofler daher: „Millionen Menschen weltweit hätten ohne Plattformen keine Arbeit – das macht die Gig Economy so attraktiv. Gleichzeitig bezahlen viele den schnellen Job mit hohen Risiken: schlechte Bezahlung, fehlende Absicherung, dem müssen wir entgegenwirken! Und genau deshalb setzt sich das BMZ für höhere Arbeitsstandards auf Plattformen weltweit ein."

Die vom BMZ geförderte Fairwork-Initiative bewertet daher die Arbeitsbedingungen in der Plattformarbeit in über 24 Ländern Economy öffentlich, zeigt gute und schlechte Beispiele und Praktiken und deckt vorhandene Missstände auf. Das sorgt für Transparenz und öffentlichen Druck auf unfaire Arbeitsbedingungen. Ergänzende Beratung der Plattformbetreiber trägt zugleich zur Umsetzung fairer Standards bei.

So kann die Fairwork-Initiative bereits erste Erfolge für sich verbuchen: Die südafrikanische Plattformen GetTOD und NoSweat sowie Workana in Indien beispielsweise stellten die verpflichtende Bezahlung für alle Arbeiter*innen ihrer Plattformen vom Mindestlohn (minimum wage) zu existenzsicherndem Lohn (living wage) um. Außerdem hat sich die in weltweit 25 Ländern vertretene Lieferdienst-Plattform Glovo dazu verpflichtet, die Arbeitsbedingungen von 240.000 Arbeitenden weltweit zu verbessern.

Entwicklungsstaatssekretärin Dr. Kofler lobte diese Erfolge, mahnte aber zugleich, dass für langfristigen Wandel auch die Politik gefordert ist, das Thema strukturell anzugehen:

„Einen bedeutenden Schritt in diese Richtung hat die EU-Kommission mit ihrem Vorschlag der Direktive zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen auf digitalen Plattformen gemacht. Hierzu wird das BMZ die Kooperation mit Partnerregierungen, der Wissenschaft, dem Privatsektor und Nichtregierungsorganisationen weltweit weiter intensivieren – für eine gerechte und nachhaltige digitale Transformation."

Das Fairwork Projekt wird Im Auftrag des BMZ durchgeführt und von der GIZ-Initiative Gig Economy unterstützt. Die Initiative strebt an, die Voraussetzungen für faire Arbeit auf digitalen Plattformen zu schaffen.

Mehr unter: https://www.bmz-digital.global/initiativen-im-ueberblick/gig-economy



 


Sustainable Development, Corporate Influence and Private Finance

Global Policy Watch - 15. September 2022 - 22:51

By Antje Hipkins and Elena Marmo

Download this briefing (pdf version).

Crucial to the achievement of the Sustainable Development Goals (SDGs) of the 2030 Agenda is SDG 17, “Strengthen the means of implementation and revitalize the Global Partnership for Sustainable Development”. Increasingly, discussions now take the form of multistakeholder partnerships and engagement with the business sector as a tool to mobilize finance for the SDGs or generate needed capacity – often to develop a pipeline of bankable projects. This partnership orientation has become a regular feature of the UN agenda, from the Economic and Social Council (ECOSOC) Operational Activities Segment in May 2022 to the High-Level Political Forum (HLPF) in July 2022.

On 17-19 May 2022, the ECOSOC Operational Activities Segment (OAS) highlighted the work of the UN, its funds and programmes, and their work towards implementing the 2030 Agenda and the SDGs in UN Country Programmes. Part of this discussion involves the implementation of the United Nations Development System (UNDS) Reform. Ushered in by A/RES/72/279, the reform seeks to improve how the UNDS delivers programming through its various UN Funds and Programmes in UN country activities. A highlight of these discussions was the chronic underfunding of the UN System, which has opened doors for private sector donors, and their interests and priorities. As Official Development Assistance (ODA) and core contributions from donor governments wane, funding to bridge the financing gap has to be sought elsewhere.

At the 2022 High-Level Political Forum, which focuses on national progress towards the SDGs, financing constraints were frequently referenced in efforts to achieve the SDGs and recover from the economic shocks of COVID-19. Since the onset of the pandemic, most countries’ economies have suffered substantially, and many governments have not had the capacity to prioritize achieving the SDGs over the immediate needs of their populations. As a result, many are embracing multi-stakeholder partnerships as an opportunity to acquire critical financing.

Inadequate funding for UNDS Activities

Throughout the ECOSOC OAS, UN leadership echoed concerns regarding the inadequacy of funding. In the Opening Session, then President of ECOSOC, Collen Vixen Kelapile appealed: “We also need to seriously address the critical funding gap of the UN Development Agencies, and close the often spoken about imbalance between core and non-core resources.”

Pakistan on behalf of G77 and China noted: “While the world is experiencing immediate humanitarian urgencies, we are also on the verge of a global development crisis and these cuts in core funding of the UNDS would have a lasting effect on the most vulnerable, stall the collective development trajectories over the last decades, [endanger the] well-being, and security of people in the developing world — as well as affect the institutions that are designed to deliver on the development aspirations.”

Malawi on behalf of LDCs urged: “Donor countries must fulfill their commitments.”

UN Secretary-General António Guterres echoed these concerns: “None of this can be achieved without adequate, predictable and sustainable funding to the UN Development System. This is indispensable to build incentives for collective work and integration.”

In a session focused on the Resident Coordinator System (and subsequently the projected funding gap in years to come), Deputy Secretary-General Amina Mohammed and Assistant Secretary-General Robert Piper reiterated the role of Member States in the Funding Compact, an agreed set of commitments between the UN and Member States which holds governments to financing the reforms being implemented by the UN agencies.

In an informal dialogue with Member States, Amina Mohammed urged: “We need the same scrutiny and interrogation of the Funding Compact because it’s a deal, it’s a handshake. We’ll do what you’ve asked us to do, and you’ll do what we’ve asked you to do so that we can get it done. That hasn’t happened. And it needs to happen.”

Robert Piper acknowledged that: “a fundamental shift is needed to the way the UN system is resourced – meaning that Member States need to take a deep look at the funding decisions, mechanisms, modalities and expectations they have, if they want to see the requested reforms become a reality”.

ECOSOC Vice President for OAS and Chargée d’Affaires of Finland Miia Rainne highlighted: “All of our development ambitions and efforts to save the SDGs are dependent on adequate, flexible and predictable funding for the UN Development System. This is also at the heart of the Funding Compact and includes a fully funded Resident Coordinator System.”

In the closing session, the ECOSOC President stressed the responsibility of Member States: “It is also up to us – the Member States – to undertake some transformative actions in our interactions with UN system entities and in our funding patterns.”

Competing Funding Priorities

Beyond the insufficient funding in general, UN leadership and Member States have highlighted the added complexity of a system-wide imbalance between humanitarian and development funding.

This was addressed by Malawi on behalf of the LDCs:

“The overall funding of the United Nations Development System is rising. However, regrettably, the share of the development funding has dropped to 30 percent in 2020. While humanitarian assistance is important, it should in no way be at the expense of development assistance. This will jeopardize the balance between the three pillars of sustainable development. Similarly, the core resources have dropped down to only 17 percent. We rely on you Mr. Secretary-General and our partners to secure the balance between the three pillars of sustainable development and between core and non-core resources.”

In the closing session, the ECOSOC Vice President highlighted: “While many Member States are struggling with fiscal constraints during these challenging times, addressing urgent humanitarian needs cannot come at the expense of funding for development. Less funding towards development activities today means more funding will be required to address humanitarian crises tomorrow.”

At the 2022 HLPF, Member States also emphasized the need for more funding dedicated specifically to environmental protection and increasing biodiversity. This was underlined during a special session dedicated to SDGs 14 and 15 – covering life below water and life on land respectively – by Switzerland:

“To have an impact, it is essential that this framework contains relevant, clear and measurable goals, targets and indicators, including a global goal of protecting and conserving 30 percent of the world’s ocean floor by 2030. Given the scale of the challenge, action by all sectors and actors is needed. The new framework for biodiversity must therefore be comprehensive and promote synergies, notably among all biodiversity-related agreements and relevant multilateral institutions.”

The need to involve a variety of sectors in this search for funding was especially emphasized by Finland:

“We need everybody to get on board. The private and public sectors, Indigenous peoples and local communities, academia, civil society and the landowners. By fulfilling the whole of society approach and to find new forms and measures to minimize harmful impacts on biodiversity is essential.”

The growing emphasis on humanitarian funding due to COVID-19, impacts of the climate crisis, the war in Ukraine, and the subsequent social, economic and food crises already developing, contribute to the scramble to sufficiently fund the development agenda.

Calls-to-action for the private sector

Despite widely documented concerns about inadequate funding, consensus is lacking with regard to how the problem should be addressed. Across the OAS sessions, some highlighted the role of donor governments, whereas others stressed the need to diversify donor bases and engage the private sector. In informal dialogue with Member States during the opening session of the ECOSOC OAS, the Secretary-General highlighted his envisioned role for the private sector:

“Now the private sector. First of all, one of the elements of this theme is on partnerships. So exactly to give the Resident Coordinator capacity to enhance partnerships of different sorts with, namely, the private sector. On the other hand, we have the Global Compact, and we are linking more and more the Global Compact to the UN Development System and are aware of the Group of Investors on Sustainable Development, which again, we are bringing more and more into support of the Resident Coordinator System. So, the partnership with the private sector is absolutely crucial.”

This connects to the Secretary-General’s focus on multistakeholderism and “networked multilateralism” within his Our Common Agenda report and process. Member States also favoured a diversification of the donor base and, in some cases, named the private sector and philanthropy directly.

During the OAS, the Permanent Representative of Oman noted the potential within the private sector, but also called for greater coordination and engagement with International Finance Institutions (IFIs):

“We need to think of how to build a more diversified donor base and to have equal and unconditional access to adequate funding, especially given the financial difficulties facing many developing countries which became more dire due to COVID-19 crisis. While noting, with appreciation, the increase of contributions from the private sector, we call for closer collaboration and engagement from the international financing institutions especially with the developing and the Least Developed countries that are mostly affected by recent challenges.”

Additionally, as inputs to the ECOSOC OAS included reports from Heads of UN Funds and Programmes, Member States received updates from several agencies that are conducting comprehensive private sector fundraising programmes. This topic is explored further in a previous briefing.

In a session on the Development Coordination Office (DCO), the Permanent Representative of New Zealand on behalf of the Corrections Association of NZ (CANZ) noted the success of some UN entities in attracting private finance and asked: “How can their experience help inform efforts by DCO to attract investment?”

The Permanent Representative of Canada echoed this:

“We share your concern regarding the chronic underfunding of the RC system. We see this also as a major risk in terms of sustaining reform going forward, particularly as we continue to grapple with extremely challenging economic and fiscal times and insurgencies.…And we would also encourage DCO to continue to find more pathways for investment with stronger engagement with philanthropies, private sector, and other partners to find a more sustainable way forward.”

Similarly, Gabon acknowledged in their Voluntary National Review (VNR) at the 2022 HLPF:

“Like the technical and financial partners, the private sector is, alongside the government, fully concerned by the implementation of the SDGs. Indeed, through growth, which is their main objective, companies distribute income, promote investment, creativity, innovation and technology that influence the modes of production and technology that influence production and consumption patterns.”

The 2022 HLPF Ministerial Declaration also reiterates this call to action for the private sector:

“We call upon multilateral development banks, other financial institutions and the private sector to enhance finance mobilization in order to deliver the scale of resources needed to achieve climate plans, particularly for adaptation, and encourage countries to continue to explore innovative approaches and instruments for mobilizing finance for adaptation from private sources.”

As the global situation becomes more complex and the lines between humanitarian assistance and development activities blur, attention must be paid to which voices count. With funding comes influence, and while funding from the private sector may solve short-term deficits, the consequence of their influence on the agenda in the long-term runs the risk of undermining, rather than implementing, key components of the 2030 Agenda.

Calling on the Global North

At the 2022 HLPF, many state and nonstate actors underlined the need for funding to flow from countries in the Global North to those in the Global South. As Dr. Bruno Oberle, General Director of the International Union for Conservation of Nature (IUCN), stated:

“We need, of course, finance to bring the machine up to speed. We need a substantial amount of money to be transferred from the Global North to the countries that have the biggest challenges, that are the big repositories of biodiversity, the mega-diverse countries in the Global South. And we need money from a variety of sources – public money, private money, different types of instruments.”

This sentiment was reiterated by Uruguay in its VNR:

“So, the speed of the change requires that we coordinate our efforts and more financial resources on the principle of joint responsibilities, but differentiated responsibilities.… We need more commitments in terms of per capita income and we must use more of our resources for development because unless there is growth, there will be no funds for financing. Nevertheless, we do know that countries are encountering major public financing problems, particularly worsened by COVID-19 and given the increased public debt.”

In its VNR, Switzerland outlined a way in which it is involving the private sector in partnership to raise funding to support global development initiatives:

“Alleviating global poverty and advancing sustainable development are the primary aims of all of the official development assistance (ODA) funding disbursed by Switzerland. Mobilizing additional private-sector resources has now also been adopted as one of the priorities of Switzerland’s International Cooperation Strategy 2021-24. The federal government supports the creation of frameworks that encourage investment and private-sector initiatives, access to markets and financial institutions, and decent employment opportunities.”

As Member States and UN leadership have detailed the urgency of scaling up financing for the SDGs, humanitarian crises and climate action, it is clear that greater regulation and accountability is needed. As new financing actors are invited to the table, caution must be exercised to prevent the norms, standards and values of the United Nations from being shaped, re-shaped or undermined by new actors.

Further reading:

Barbara Adams and Jens Martens, “Fit for whose purpose? Private funding and corporate influence in the United Nations,” Global Policy Forum, Bonn/ New York (2015).

Barbara Adams, “D1. MONEY TALKS AT THE WORLD HEALTH ORGANIZATION,” Global Health Watch (2017), p.245.

Barbara Adams, “Private finance and partnerships at the UN,” Routledge Handbook on the UN and Development (2020), Ch.12.

Barbara Adams, “D3. THE UNITED NATIONS, GLOBAL GOVERNANCE, AND THE TOLL OF FUNDING FAILURES,” Global Health Watch (2022), p. 369.

Elena Marmo, “How the UN Opened Its Doors to Private Funding and Networked Multilateralism” Global Policy Forum and Rosa Luxemburg Stiftung-New York Office, New York, (June 2022).

The post Sustainable Development, Corporate Influence and Private Finance appeared first on Global Policy Watch.

Kategorien: english, Ticker

Kommune bewegt Welt 2022

Engagement Global Presse - 15. September 2022 - 20:11

Zehn Mal durfte gejubelt werden bei der Preisverleihung des Wettbewerbs Kommune bewegt Welt 2022 am 15. September 2022. Im Dürener Gemeindezentrum zeichnete die Jury vor rund 130 geladenen Gästen neun Kommunen für ihre herausragende entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft aus. Über den Publikumspreis und damit die zehnte Gewinnerin entschied das erste Mal die Öffentlichkeit per Online-Abstimmung.

Die großen Gewinnerinnen des Abends waren die Städte Leipzig (Sachsen), Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) und Gudensberg (Hessen). Sie siegten dieses Jahr in den drei Hauptkategorien – große, mittlere und kleine Kommunen – und nehmen jeweils ein Preisgeld von 20.000 Euro mit nach Hause.

Svenja Schulze, Bundesentwicklungsministerin und Schirmherrin des Wettbewerbs Kommune bewegt Welt 2022 hob hervor: „Kommunen sind wichtige Akteure für erfolgreiche Entwicklungspolitik. In großen Millionenstädten wie in kleinen Gemeinden engagieren sich überall in Deutschland Menschen aus Kommunalpolitik und –verwaltung entwicklungspolitisch. Sie schaffen Klimapartnerschaften, beschaffen Produkte aus fairem Handel und liefern Hilfsgüter in die Ukraine. Die Gewinnerkommunen stehen stellvertretend für die große Solidarität und Verantwortungsbereitschaft, die ich im ganzen Land erlebe. Und das, obwohl die Kommunen durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und die Covid19-Pandemie selbst vor immensen Herausforderungen in ihrer Arbeit stehen.“

Leipzig überzeugte durch eine vorbildliche Einbindung der Stadtgesellschaft in die Entwicklungspolitik und eine ganzheitliche Eine-Welt-Strategie. An der Bewerbung von Schwäbisch Gmünd hob die Jury den Arbeitskreis „Eine Welt“ hervor, der entwicklungspolitische Projekte begleitet, wie den fairen Einkaufsführer und die Klimapartnerschaft mit der äthiopischen Stadt Bahir Dar. Die Auszeichnung von Gudensberg hat einen tagesaktuellen Bezug: Gemeinsam mit dem Gudensberger Partnerschaftsverein e.V. unterhält die Kleinstadt unter anderem eine Partnerschaft mit der Siedlung Schtschyrez in der Ukraine. Für die Menschen in Schtschyrez organisierten die Gudensberger zahlreiche Spendenaktionen und fuhren bis heute über 30 Spendentransporte in die Ukraine.

Die Städte Köln (Nordrhein-Westfalen), Gießen (Hessen) und Bad Berleburg (Nordrhein-Westfalen) durften sich über die zweiten Plätze in den drei Hauptkategorien und jeweils 15.000 Euro freuen.

In der diesjährigen Wettbewerbsrunde haben sich insgesamt 50 Kommunen aus 14 Bundesländern beworben. Die Bewerbungen zeigen, dass jede Kommune Entwicklungspolitik wirksam gestalten kann egal wie groß sie ist. Die Teilnehmerinnen reichten von Millionenmetropolen über Landkreise und Provinzstädte bis hin zu kleinen Dörfern. Da sehr viele der Einreichungen überzeugten und eine große Themenvielfalt abdeckten, vergab die Jury zusätzliche Sonderpreise. Aufgrund seines vorbildlichen Engagements gegen den Klimawandel erhielt der Enzkreis den Sonderpreis „Klimaschutz“. Saalfeld/Saale durfte sich über den Sonderpreis „Gemeinsam stark“ freuen. Der Newcomer-Preis ging an Oldenburg in Niedersachsen. Die Sonderpreise und der Newcomer-Preis sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

Über die Siegerin des Publikumspreises entschied 2022 das erste Mal die Öffentlichkeit. Bei der Online-Abstimmung nahmen über 4.000 Personen teil. Gewonnen hat den Publikumspreis Klixbüll in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde mit gerade einmal knapp über 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro für ihr entwicklungspolitisches Engagement.

Ausgerichtet wird der Wettbewerb Kommune bewegt Welt von Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Ansprechperson

Marianne Kreuzig
Engagement Global
Telefon: +49 228 20717-2894
marianne.kreuzig@engagement-global.de

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Erste Konturen der philippinischen Außenpolitik unter Ferdinand Marcos jr.

SWP - 15. September 2022 - 16:00

Ferdinand (genannt »Bongbong«) Marcos junior gewann am 9. Mai mit einem Erd­rutschsieg die Präsidentschaftswahlen der Philippinen und wurde am 30. Juni offiziell vereidigt. Während des Wahlkampfs war der Sohn des 1986 gestürzten philippinischen Diktators Ferdinand Marcos senior in außen- und sicherheitspolitischen Fra­gen äußerst vage geblieben. Einige Beobachter spekulierten zunächst über eine Fort­führung der unter Amtsvorgänger Rodrigo Duterte vollzogenen außenpolitischen Hinwendung zur Volksrepublik China. Mittlerweile zeigt sich jedoch bereits ein deutlich nuancierteres Bild der zu erwartenden Außenpolitik unter Marcos jr. Der neugewählte Präsident dürfte in stärkerem Maße als sein Vorgänger eine Balance im Verhältnis zu China und den USA suchen. Er tritt damit in die außenpolitischen Fuß­stapfen seines Vaters. Ein solcher Kurs könnte Deutschland und der EU neue Koope­rationsmöglichkeiten eröffnen – sofern die Zusammenarbeit den in erster Linie innen­politisch motivierten Zielsetzungen der neuen Marcos-Regierung entspricht.

Kategorien: Ticker

09-21_Hans Dembowski - Blog - America is back

E+Z - 15. September 2022 - 13:47
White House stance on both climate and democracy are of great global relevance

Yes, Biden fast re-joined the Paris agreement on climate change, but his own climate agenda was not passed by Congress for many months. Moreover, the president shied away from clearly disowning his predecessor and his supporters in spite of their obviously anti-democratic behaviour. Authoritarian tendencies, after all, were evident not only, but especially in regard to the insurrection of 6 January 2021. A policymaker who speaks out against authoritarian tendencies abroad but stays silent about similar developments at home lacks full credibility.

The past few weeks, things have changed for the better. Congress has passed an ambitious climate agenda, which should, by the end of the decade, cut the USA’s greenhouse-gas emissions to 60 % of the level witnessed in 2005. Biden had aspired to achieve 50 %, which would have been better, but his diplomats will not arrive empty-handed at the climate summit in Egypt in November.

Moreover, Biden has started to ambiguously spell out that Trump and the Republicans who endorse him are a threat to democracy. Opinion polls show that Biden’s party is likely to expand its narrow Senate majority and may even maintain its majority in the House of Representatives. Should both happen, Democrats would be in a position to expand climate action as well as pass legislation to make elections safer and fairer.

These things are of great global and developmental relevance. The climate crisis is escalating, and US action is indispensable. Around the world, extreme-weather disasters are increasing (see our focus section in D+C/E+Z Digital Monthly 2022/06). The USA is affected too.

Negotiations at the climate summit in Sharm el-Sheikh this year will prove difficult for several reasons. The Ukraine war is resulting in enormous climate-relevant emissions, which the international public so far has largely neglected. In the short term, moreover, interest in fossil fuels has increased. Inflation is affecting many nations, partly as a consequence of the war and partly due to supply-chain disruptions in the Covid-19 pandemic. Disputes regarding what funding high-income nations owe less fortunate ones will be high on the agenda, and it does not help that the former have not been keeping their promises so far. On the upside, the war has also boosted policymakers’ long-term interest in renewables, while the number of those who deny climate change is growing smaller in view of the indisputable damage.

The climate negotiations will be tough. The outlook would be very bleak if it were clear from the start that hardly anything can be expected from the USA.

Biden’s invigorated stance towards democracy at home is helpful too. It will prove even more so if his party fares well in the midterm elections in November. Unfortunately, democracies are driven by short-term thinking and very few democracies have been responding appropriately to the mounting environmental challenges since the Earth Summit in Rio in 1992. However, despotic leaders tend to perform even worse. They focus entirely on the survival of their regime and, provided they can rely on strong means of repression, need not worry much about the common good. Russia, for example, has never been a leader in regard to climate issues. Because of Moscow’s war in Ukraine, initiatives to protect vital, but endangered boreal forests close to the Arctic have stalled. China, which has played a constructive role in the past, is increasingly emphasising narrow-minded nationalism.

Both in regard to climate protection and democracy promotion, Biden has begun to deliver. More must happen. If others are to ratchet up their environmental policies, the USA will be expected to do so too. The US legal system, moreover, must hold Trump accountable. Otherwise, the expectation of impunity will increase in many countries where right-wing populists are a force to be reckoned with.

Hans Dembowski is editor in chief of D+C Development and Cooperation / E+Z Entwicklung und Zusammenarbeit.
euz.editor@dandc.eu

Kategorien: Ticker

CHORIZO: Our New Horizon Europe Project to Tackle Food Loss and Waste Through Social Norms

SCP-Centre - 15. September 2022 - 13:00

The three-year CHORIZO project will take an innovative approach to tackling food loss and waste through gathering insights on social norms in a range of food-related settings and generating effective ways to apply behaviour change techniques in six real-life case study contexts.

Food loss and waste (FLW) is a topic with far-reaching consequences across the spectrum of economic, environmental and social spheres. It’s also a topic that involves a range of different actors from agriculture through to end consumers. While behaviour change around FLW has attracted a lot of attention for a number of years, the CHORIZO project, which stands for Changing practices and Habits through Open, Responsible, and social Innovation towards ZerΟ fοod waste, aims to approach it from a different perspective. The project will look into evidence of what works from the lens of social norms – in other words, the common ways of behaving within particular groups or societies – and how that links to food waste.

At the heart of the project is the gathering of results from relevant social norms and FLW actions, resulting in a database of evidence that will be developed with the use of advanced modelling techniques. The database will generate findings that can be applied to a variety of case studies, from hotels to schools to food banks. Within the project, the CSCP will develop actor-, context- and gender-specific guidance to change social norms as well as provide capacity building for a range of stakeholders on how to use such knowledge impactfully in their work.

The CHORIZO project is funded under the European Union’s Horizon Europe research programme and will run for three years (2022-2025), led by a consortium of 14 European partners.

Photo by Anton Murygin on Unsplash.

For further questions, please contact Rosalyn Old.

 

The post CHORIZO: Our New Horizon Europe Project to Tackle Food Loss and Waste Through Social Norms appeared first on CSCP gGmbH.

Kategorien: english, Ticker

Über die Beziehung zwischen Russland und China

SWP - 15. September 2022 - 11:23
Kategorien: Ticker

Gipfeltreffen der SOZ in Samarkand: Bündnispolitik im eurasischen Raum

SWP - 15. September 2022 - 10:09

Seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zeigt sich in der medialen Berichterstattung die unerfreuliche Tendenz, internationale Politik anhand der Leitdifferenz »Freund oder Feind« zu beobachten. Was sich dem Schema entzieht, wird der Einfachheit halber auf der einen oder anderen Seite der Distinktion verortet: Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns – und umgekehrt. Auch das Gipfeltreffen der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) im usbekischen Samarkand als Versuch zu deuten, eine neue anti-westliche Achse des Bösen zu etablieren, greift zu kurz. Für die Mitglieder der Organisation besteht die wichtigste Funktion der SOZ seit jeher darin, die Interessen untereinander auszutarieren. Dies gilt vor dem Hintergrund der geopolitischen Konfrontation mehr denn je.

Kein eurasisches Pendant zur Nato

Die SOZ war im Juni 2001 als Nachfolgeorganisation der »Schanghai-Fünf« gegründet worden, einem seit 1996 bestehenden Bündnis, dem Russland, die Volksrepublik China sowie ihre drei zentralasiatischen Nachbarn Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan angehörten. Mit der Überführung in die SOZ trat auch Usbekistan bei. In der Folge hat sich die Organisation, in die 2017 auch Indien und Pakistan aufgenommen wurden, als überregionales sicherheitspolitisches Format etabliert, in dem Beobachter stets eine Art sino-russisches Pendant zur Nato sahen.

Solche Ambitionen mögen auf russischer Seite durchaus vorhanden gewesen sein. Doch die Interessen und Präferenzen der Mitglieder standen ihnen immer entgegen. Die führende Rolle in der Organisation spielte von Anfang an China. Der Volksrepublik ging es vor allem darum, unter dem Dach des Multilateralismus mit seinen drei zentralasiatischen Nachbarn eine Reihe offener Fragen zum Grenzverlauf zu klären und die Gefahr der »drei Übel: Separatismus, Extremismus und Terrorismus« einzudämmen beziehungsweise ein Übergreifen islamistischer Bewegungen von Zentralasien ins eigene Land zu verhindern. Die Mehrzahl der Vereinbarungen zwischen den SOZ-Mitgliedern war dabei de facto stets bilateraler Natur.

Russlands Bemühungen, eine supraregionale sicherheitspolitische Allianz zu schaffen und die SOZ mit der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit OVKS – der Russland, Weißrussland, Armenien, Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan angehören – zu verschmelzen, sind nicht weit gediehen. Das liegt zum einen daran, dass eine solche Fusion von der Mehrzahl der Mitgliedstaaten nicht gewünscht war. Zum anderen vertraten Russland und China seit jeher unterschiedliche Auffassungen über Funktion und Stellenwert der SOZ, die sie vor allem als Vehikel für die Durchsetzung der eigenen politischen und wirtschaftlichen Ziele betrachteten. Folglich bestand die Hauptfunktion der SOZ in erster Linie darin, die Politik Russlands und Chinas in Zentralasien auszubalancieren.

Multilateralismus der Blockfreien

An diesen Gegebenheiten wird das Gipfeltreffen in Samarkand wenig ändern. Zu unterschiedlich sind nach wie vor die Zielsetzungen und Präferenzen der beteiligten Staaten. Dem chinesischen Staatschef Xi Jinping bietet die Teilnahme am Gipfel Gelegenheit, Chinas Anspruch als Gestaltungsmacht in Eurasien im Rahmen der Seidenstraßeninitiative (One Belt One Road) zu erneuern. Präsident Putin wird das Treffen seinerseits nutzen, um Rückhalt für seine Politik zu gewinnen, die in hartem Kontrast zu westlichen Vorstellungen steht und folglich auch anti-westliche Rhetorik impliziert. Die Anwesenheit weiterer Staatschefs, die in einem kritischen Verhältnis zum Westen stehen, dürfte unweigerlich dazu führen, dass sich die Gipfelteilnehmer über solche Kritik nicht nur hinter verschlossenen Türen verständigen.

Doch diese Konstellation bedeutet keineswegs, dass das Gipfeltreffen in Samarkand die SOZ in ein Bündnis gegen den Westen transformiert. Mutmaßungen dieser Art verkennen nicht zuletzt die Interessen der zentralasiatischen Kernmitglieder der Organisation. Insbesondere für die beiden zentralasiatischen Schlüsselstaaten Usbekistan und Kasachstan wäre eine gegen den Westen gerichtete Blockbildung alles andere als wünschenswert. Für diese Staaten, deren politisches Gewicht innerhalb der SOZ seit den Gründungsjahren erheblich gewachsen ist, liegt der Wert der SOZ gerade in ihrem bündnisfreien Status, wie Usbekistan als Gastgeber im Vorfeld des Gipfels hervorgehoben hat. Aufgrund der historischen Erfahrung mit den hegemonialen Bestrebungen Russlands und Chinas ist außenpolitische Unabhängigkeit für die zentralasiatischen Mitglieder ein Wert von allerhöchstem Rang. Besonders mit Russland verbindet sie ein komplexes Geflecht von Beziehungen und Abhängigkeiten. Diese würden sie lieber lockern als festigen – und das Mittel der Wahl ist eine diversifizierte Außenpolitik. Dabei kommt gerade den Beziehungen zu westlichen Staaten große Bedeutung zu.

Vor diesem Hintergrund ist auch die Erweiterung der SOZ um Länder wie den Iran und, perspektivisch, die Türkei sowie arabische Staaten eine ausgesprochen attraktive Option für die Zentralasiaten. Sie verbinden damit aber gerade nicht die Aussicht auf eine machtvolle Allianz gegen den Westen, von der sie keinerlei Vorteil hätten. Vielmehr liegt der Nutzen einer erweiterten SOZ für sie darin, die Vielstimmigkeit innerhalb der Organisation zu vergrößern, Machtansprüche einzelner Mitglieder dadurch zu zähmen und gleichzeitig den eigenen Handlungsspielraum zu erweitern.

Kategorien: Ticker

Our bright digital lives: some critical thoughts

EADI Debating Development Research - 15. September 2022 - 9:42
By Basile Boulay We find ourselves at a strange crossroads. Never have we been more aware of the devastating impact of consumer goods on the environment and never have we been so dependent upon them. Technological innovations are embedded in the daily lives of even the most critical among us, and both usage of and …
Kategorien: english, Ticker

Seiten

SID Hamburg Aggregator – Ticker abonnieren