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Die Klimaaußenpolitik-Strategie nimmt Fahrt auf

VENRO - 2. November 2022 - 15:39

Die Bundesregierung will bis Mitte 2023 eine Klimaaußenpolitik-Strategie erarbeiten und hat dazu einen Dialogprozess mit der Zivilgesellschaft angestoßen. Amin Hasanein, Koordinator für Climate Advocacy bei Islamic Relief Deutschland und Mitglied der VENRO-Arbeitsgruppe Klimawandel und Entwicklung, nahm an der Auftaktveranstaltung teil. Im seinem Blogbeitrag berichtet er von dem Treffen und führt aus, welche Punkte für eine gut durchdachte Strategie unabdingbar sind.

Die Klimaaußenpolitik-Strategie soll der Bundesregierung als ressortübergreifender Leitfaden dienen und dabei vor allem die vier Bundesministerien kohärenter aufstellen, die sich maßgeblich mit internationaler Klimapolitik befassen. Diese vier Bundesministerien – inzwischen gerne als „Kleeblatt“ bezeichnet – sind das Auswärtige Amt mit seiner neu eingerichteten Abteilung für Klimaaußenpolitik, das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), das Bundesumweltministerium (BMUV) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Die Zivilgesellschaft wurde explizit als Dialogpartnerin eingeladen, um an der Entwicklung der Strategie mitzuwirken. Hierfür organisierte das Auswärtige Amt zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) am 27. Oktober eine Auftaktveranstaltung. Die Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik und Staatsekretärin im Auswärtigen Amt, Jennifer Morgan, stellte dort ihre Vision zur Klimaaußenpolitik vor: mehr Tempo, Fokussierung und gesteigerte Ambitionen weltweit, um die notwendige Transformation zu einer klimaneutralen Gesellschaft in dieser Dekade zu beschleunigen. Als Leitfragen formulierte sie, in welchen Bereichen Deutschland und die Europäische Union die größten Veränderungen bewirken können und mit welchen Mitteln die Bundesregierung die Klimaaußenpolitik mit weiterem Leben füllen kann – denn zur Klimaaußenpolitik zählen nicht nur die Verhandlungen unter dem Dach der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC), sondern auch Klimapartnerschaften wie die „Just Energy Transition Partnerships“ (JETPs). Darüber hinaus gilt es, neue Initiativen zu entwickeln, damit es eine schnellere Transformation gibt.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung diskutierten die Teilnehmenden kritische Punkte und brachten ihre Anliegen zu einer wertebasierten Außenpolitik – wozu die Klimaaußenpolitik ebenso wie eine feministische Außenpolitik gehörten, zur Einbindung von lokalen Akteur_innen sowie zur grünen Transformation unter aktuellen geopolitischen Aspekten ein. Bis zum Ende dieses Jahres soll die Input-Phase weitergehen, unter anderem mit einem weiteren Workshop-Tag, an dem auch Vertreter_innen aus der Wirtschaft teilnehmen, aber auch durch einen erweiterten Austausch mit Partnerländern. Im Anschluss an diese Input-Phase soll mit Jahresbeginn 2023 das eigentliche Strategiedokument erarbeitet werden.

Folgende Punkte sind nebst anderem aus entwicklungspolitischer Sicht für eine gut durchdachte Klimaaußenpolitik-Strategie unabdingbar:

1. Einheitliche kohärente Leitlinien für die Bundesregierung, um ein aktuell noch sichtbar widersprüchliches Auftreten auf internationaler Ebene zu vermeiden. So unterstützt die Bundesregierung auf der einen Seite Klimapartnerschaften zur Unterstützung eines gerecht gestalteten Wandels hin zu regenerativen Energien, auf der anderen Seite aber auch Abkommen wie das mit Senegal zur Erschließung von fossilem Erdgas ­– gegen den Widerstand der dortigen Zivilgesellschaft.

2. Eine Übereinstimmung einer solch ambitionierten Klimaaußenpolitik mit einer ebenso ambitionierten „Klimainnenpolitik“. Um einer berechtigten Vorbildrolle Deutschlands gerecht zu werden, muss die Bundesregierung aufzeigen, wie Deutschland seine fossile Abhängigkeit beenden und die Klimaziele im eigenen Land einhalten will.

3. Eine gesicherte Klimafinanzierung, die zur Erfüllung bisheriger Zusagen internationaler Klimafinanzierung dient, aber ebenso auch weit darüber hinaus zur Umsetzung der Klimaaußenpolitik-Strategie.

Und natürlich: am Ende soll die fertig erstellte Klimaaußenpolitik-Strategie nicht nur ambitioniert klingen, sondern sie muss ebenso ambitioniert umgesetzt werden. Dafür reicht der Input von zivilgesellschaftlichen Organisationen beim Erstellungsprozess nicht aus. Vielmehr ist eine dauerhafte, kritische Begleitung bei der Umsetzung der Strategie im Sinne internationaler Klimagerechtigkeit und der sozial-ökologischen Transformation notwendig.

Eine starke afghanische Zivilgesellschaft – Chancen für Afghanistan?

VENRO - 2. November 2022 - 15:21

Auf Einladung von VENRO und des Verbands afghanischer Organisationen in Deutschland (VAFO) kamen am 7. Oktober 2022 Vertreter_innen der afghanischen und deutschen Zivilgesellschaft zur Afghanistan-Konferenz in Berlin zusammen. Hauptanliegen der Konferenz war es, der Politik Wege aufzuzeigen, wie eine unabhängige afghanische Zivilgesellschaft unter den schwierigen Bedingungen von außen unterstützt werden kann.

Mathias Mogge, Vorstandsvorsitzender von VENRO, betonte zur Eröffnung der Konferenz, wie wichtig es sei, der afghanischen Zivilgesellschaft eine Stimme zu geben und auch die nationale Politik kritisch zu hinterfragen. Kava Spartak, Vorsitzender von VAFO, unterstrich insbesondere die Rolle der afghanischen Diaspora: „Es ist wichtig, uns zuzuhören und zu konsultieren. Wir verlassen uns auf Deutschland und Deutschland kann sich auf uns verlassen.“ Derzeit rücke Afghanistan zu oft in den Hintergrund, sobald ein wichtigeres Thema auftauche, kritisierte Spartak. Ziel der Konferenz war es, dem entgegenzuwirken und in Workshops Empfehlungen an die deutsche Regierung zu erarbeiten.

„Es ist wichtig, uns zuzuhören und uns zu konsultieren.“

An der Paneldiskussion unter dem Titel “Die Stärkung der afghanischen Zivilgesellschaft: Erwartungen und Möglichkeiten deutscher Unterstützung“ nahmen neben Matthias Mogge die Menschrechtsaktivistinnen Suraya Pakzet und Negina Yari sowie Niels Annen, Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), teil. Im Fokus der Diskussion stand insbesondere die Situation der Frauen und Mädchen in Afghanistan: „Frauen und Mädchen sind wieder Gefangene in ihrem zuhause und es gibt für sie derzeit kein Licht am Ende des Tunnels.“, beschrieb Negina Yari die Situation (ein ausführliches Interview mit ihr gibt es hier). Suraya Pakzet fügte hinzu: „Die Situation erinnert mich an die Jahre 1996 bis 2000, als die Bildung von Mädchen verboten und Afghanistan vergessen war.“ Beide forderten von der deutschen Politik, stärker für die Frauen und Mädchen in Afghanistan einzustehen und eine feministische Außenpolitik durchzusetzen, die ihrem Namen gerecht werde. Für Yari sollten die Rechte der Frauen politische Priorität haben  – entsprechend deutlich positionierte sie sich gegenüber der deutschen Politik: „Wir sind hier, um für unsere Rechte zu kämpfen, aber wir brauchen Ihr politisches Engagement mit den De-facto-Autoritäten.“

Soll die deutsche Bundesregierung mit den Taliban verhandeln oder nicht?

Die Frage, ob die deutsche Bundesregierung mit den Taliban verhandeln soll oder nicht, wurde auf dem Panel sehr kontrovers diskutiert. Niels Annen wiederholte die Position der Bundesregierung, nicht mit den Taliban zu sprechen: „Wir wenden unsere Aufmerksamkeit nicht von Afghanistan ab, aber es gibt die klare Linie, nicht mit den Taliban zu kooperieren. Sie haben ihre Versprechen und somit die Basis jeglicher Verhandlungen gebrochen. Die diplomatische Isolation ist die einzige Lösung“, so der Staatssekretär. Stattdessen setze die Bundesregierung auf humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit.

Mathias Mogge thematisierte vor allem die Problematik des kaputten Bankensystems: „Es gibt fast kein Geld, das in Afghanistan einfließt. Für die dort ansässigen Nichtregierungsorganisationen (NRO) ist es daher sehr schwierig, ihre Tätigkeiten weiterhin durchzuführen.“ Für ein funktionierendes Wirtschaftssystem zu sorgen sei für ihn aktuell besonders wichtig: „Humanitäre Hilfe ist nicht die Lösung. Niemand möchte auf humanitäre Hilfe angewiesen sein“, so Mogge.

„Niemand möchte auf humanitäre Hilfe angewiesen sein“

Negina Yari betonte in diesem Zusammenhang, wie wichtig es außerdem sei, dass die Unterstützung lokalisiert wird und alle Regionen erreicht werden, auch abseits der Städte. Entscheidend sei bei aller Unterstützung, die Aktivitäten an lokale Akteur_innen zu übergeben, die ihre Zeit und Energie bereits in den letzten Jahrzehnten investiert haben, um bestimmte Ziele zu erreichen. Alle Panelist_innen zeigten sich – trotz Meinungsunterschieden bezüglich der Kooperation mit den Taliban – zufrieden über die Organisation und Ausrichtung der Konferenz. Staatssekretär Annen betonte, wie wichtig es für die Politik sei, direkte Ansprechpersonen zu haben.

Weiterer Dialog zwischen Politik und afghanischer Zivilgesellschaft

In vier Workshops sowie in einem anschließenden Abstimmungsprozess wurden zivilgesellschaftliche Empfehlungen zu den Themen Bildung und Gesundheit, der Situation der Frauen und Mädchen sowie der Zusammenarbeit mit der afghanischen Diaspora entwickelt, die in Kürze an die Bundesregierung übergeben werden sollen.

Der Dialog wird darüber hinaus weiter fortgesetzt: Am 24. November ist ein G7 Dialogue Forum unter dem Titel “Strengthening civil society in Afghanistan” geplant, an dem neben Niels Annen auch Bundesministerin Svenja Schulze mit Vertreter_innen der afghanischen Zivilgesellschaft zusammenkommen wird.

11-07_Progress Mwareya - Zimbabwe - illegal taxis

E+Z - 2. November 2022 - 14:49
Cheap and fast illegal commuter taxis are a popular alternative to public buses in Zimbabwe

Mushika-shika means “quick-go”. Most vehicles used are old beaten-up and discarded cars shipped mainly from Japan. They emit dirty fumes and are often in poor technical conditions.

Worsening inflation  makes the alternative taxis a massive job opportunity for thousands of chronically jobless youths who act as drivers, mechanics, cashiers – and thousands of the urban poor desperate for affordable transport.

Mushika-shikas were banned in Zimbabwe, because they are un-roadworthy and breaking every road traffic rule. Anyway, they continue to operate. In Harare, millions of urban working-class people cannot be absorbed in existing public transport infrastructure. On a typical working day, between 7 am and 4 pm, thousands of workers squeeze into bus terminals for a few state-owned urban commuter buses. In these humiliating queues, sometimes women are even molested in the scramble for scarce bus seats.

Seeing a money-making opportunity, the mushika-shikas sneak up and down Zimbabwe’s city highways, playing cat and mouse with police, whisking commuters for just 30 cents. Their attractiveness, apart from ultra-low prices, is their ability to quickly manoeuvre in the thinnest of city alleyways and ferry thousands of the urban poor to their workplaces quickly.

28-year-old Tonderai Gato, works on such a commuter vehicle as a conductor. However, his role goes beyond loading passengers. He sometimes acts as the mechanic to repair the vehicle when it breaks down, what could happen to the car at any time. “My job is letting the taxi drive on with doors open, my body outside in the air, the car speeding at 40 miles an hour so that passengers fit comfortably inside the car,” he says.

For Tonderai, his ‘quick-go’ vehicle means everything. “My family hospital bills, meals, children school fees depend on the earnings. I am willing to absorb the risk,” he says.

“Designed to carry a maximum of four passengers, mushika-shika squeeze a mind-boggling 12 passengers into each sedan. The drivers often drink on job and the cars hardly bear passenger injury insurance,” says Zano Sikhosana, a trade unionist in the capital Harare. Zimbabwe police have their hands full trying to waylay the illegal taxis, but the task is huge as a flood of these sedans dominates the streets.

A World Health Organization (WHO) report says that Zimbabwe’s roads are the deadliest in the southern Africa region with an average of 665 people killed each year in road fatalities. The mushika-shikas are a contributing factor. “It’s a choice between a fire and hot pan,” says Gladys Wemba, a hairdresser in Mutare. “Choose the $ 20 cents mushika-shikas and probably get your legs broken by squeezing or accident or take a safer state bus; arrive an hour late at work and get fired.”

Progress Mwareya is a freelance journalist based in east Zimbabwe.
progressmwareya2@gmail.com

 

 

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C20 Indonesian Leaders Shared Why C20’s Independence is a Must

#C20 18 - 2. November 2022 - 14:32

C20 Asia Forum’s consolidation meeting on October 31, 2022, became a momentum for Asian civil society organizations (CSOs) to present and share lessons learned preparing the upcoming G20 Indonesia Summit, 2023 G20 India Presidency, 2023 G7 Japan Presidency, and ASEAN Summit in 2023.

The meeting started by C20 Sherpa Ah Maftuchan expressing his condolences and prayers over the deadly Itaewon tragedy. He also stated that C20 Indonesia leaders committed to playing a role in the C20 India Presidency 2023 as Troika.

Ahead of the G20 Summit on November 15-16, 2022, he said that C20 Indonesia leaders actively communicated with G20 member countries, and G20 invited countries to send Communique and Policy Pack. 

“We are currently sending Communique and Policy Pack to all G20 member countries through their embassies in Jakarta and policy pack to invitees’ countries as well as the international organizations. We also requested to meet with the G20 delegates who will attend the G20 Leaders 15-16 November 2022 in Bali. The C20 Indonesia Presidency will also hold several side events on November 13-14, 2022 in Bali,” said Maftuchan.

C20 Chair Sugeng Bahagijo also shared C20’s journey in the past one year. He shared that the C20 engagement process officially started by a Kick-Off meeting in March, continued with a Policy Dialogue with the government in July, a follow-up expert meeting in August, C20 Pre-Summit Virtual Roadshow and People’s Caravan in September, and C20 Summit in October.

“C20 has been working for more than eight months, starting with a survey in October 2021 to decide who will be actively participating in C20 and resulting in seven working groups, more than fifty meetings and press conferences were also conducted,” he explained. Sugeng also emphasized that C20 has used an inclusive, open, and participatory method along the process, which means everyone can join and voice their aspirations.

Concretely, three achievements of C20 Indonesia 2022 Presidency were mentioned by Sugeng. “First, we have a huge participation of national and international CSOs. Second, we have succeeded in maintaining a tradition of independence in decision-making.Third, the result of our work (policy pack and communique) was accepted by the government at the C20 Summit,”

According to him, the next challenge will be how to maintain independence in the C20 India 2023 Presidency. “This independence should be continued to the Indian presidency. We have a tradition written officially on the C20 Principles document, which can be downloaded from our website,” he added.

C20 Steering Committee Binny Buchori stressed why C20’s independence is a must and shared how Indonesia’s presidency could be an example. “Independence for C20 as an official engagement group of G20 should be guaranteed, respected, and honored. During the Indonesian Presidency, the Government of Indonesia never interfered with the work of C20. C20 has all the freedom to establish its governance, expand its membership and develop the C20 policy pack. C20, without any interference from the Government of Indonesia, was able to hold various consultancies at international, national and sub-national levels,” she said.

Finally, C20 Indonesia leaders hope that the presidency’s transition process goes well and can ensure the meaningful involvement and participation of CSOs.

WRITER : SITA MElLIA

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50 Jahre Welthungerhilfe

Welthungerhilfe - 2. November 2022 - 14:11
Eine bewegte Geschichte
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Entwicklung und Klimaschutz: Nicht falsch sparen

DIE - 2. November 2022 - 13:56

Politische Prioritäten drücken sich in großen Teilen durch die vorgesehenen Budgets aus. Dies gilt für die Entwicklungspolitik und gleichermaßen für die internationale Klimafinanzierung. Zwischen beiden internationalen Kooperationsbeziehungen besteht zunehmend eine Überlappung, die international und auch in Deutschland erstaunlich wenig diskutiert wird.

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Ein Wiederaufbau im Schatten des Krieges ist möglich

DIE - 2. November 2022 - 13:33

Die Chance auf einen EU-Beitritt der Ukraine kann den Aufbau des Landes beschleunigen. Doch dafür braucht es tiefgreifende Reformen. Ein Gastbeitrag von Jörn Grävingholt, Gwendolyn Sasse, Jörg Faust, Alexander Libman, Solveig Richter und Susan Stewart. Der Beitrag basiert auf einem gemeinsamen Impulspapier der Autor*innen für Entwicklungsministerin Svenja Schulze, das im Vorfeld der Berliner Wiederaufbaukonferenz vom 25.10.2022 entstanden ist. Jörn Grävingholt forscht am German Institute of Development and Sustainability, Gwendolyn Sasse ist wissenschaftliche Direktorin am Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, Jörg Faust ist Direktor des Deutschen Evaluierungsinstituts der Entwicklungszusammenarbeit, Alexander Libman forscht am Osteuropa-Institut der FU Berlin, Solveig Richter an der Universität Leipzig und Susan Stewart arbeitet für die Stiftung Wissenschaft und Politik.

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Partner country selection between development narratives and self-interests: A new method for analysing complex donor approaches

DIE - 2. November 2022 - 13:19

Partner country (PC) selection lies in the centre of development policy decision-making of donor countries and institutions, and plays a significant role in shaping aid patterns. This paper proposes a comprehensive analysis contrasting donor intentions in PC selection with actual aid flows. Having analysed selected members of the Development Assistance Committee of the Organization for Economic Cooperation and Development, namely, the European Union, France, Germany, Japan, Netherlands, Sweden, the United Kingdom and the United States of America, we suggest that (1) donors might not only be either altruistic or self-interested but also motivated by an intention to contribute to the provision of global public goods; (2) self-interest in aid provision can be an explicitly-stated strategy, contrary to what has been argued in the majority of the literature, which often treats self-interest as a non-stated donor intention; and (3) donors' self-interested intentions do not always lead to a less development-oriented donor approach.

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Charta für Holz 2.0 im Dialog

RNE Termin - 2. November 2022 - 13:01

Nachhaltigkeit – Natur – Design

Der Beitrag Charta für Holz 2.0 im Dialog erschien zuerst auf Rat für Nachhaltige Entwicklung.

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CPDE Communications Workshop 2022 to focus on media relations and production

CSO Partnership - 2. November 2022 - 11:33

To aid its members in amplifying their work around effective development cooperation (EDC) to the press, global civil society platform CSO Partnership for Development Effectiveness (CPDE) is holding a communications workshop on media relations and production this November 8, 11, and 16, 2022, 4 to 6PM Philippines, 9 to 11AM France.

More specifically, CPDE aims to help members

  • build a robust relationship with journalists
  • make EDC content more attractive to the media
  • address challenges in media work, such as censorship, and media corporatization
  • reach a bigger audience through traditional and new media

Day 1 will focus on attracting media coverage, getting advocacies into publication, building relationships with media, and broadening the audience, and Days 2 and 3 will be about podcast-making. Resource speakers include seasoned journalists from Asia, as well as digital storytelling experts from Comundos.

The activity will be available in English and French. To register, visit this link.

CPDE would be more than happy to welcome all cause-oriented organisations, with the caveat that resource persons will be prioritising objectives related to media work around effective development cooperation.

Please keep visiting this link for more announcements. #

The post CPDE Communications Workshop 2022 to focus on media relations and production appeared first on CSO Partnership for Development Effectiveness.

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Die industrielle Landwirtschaft ist gescheitert

E+Z - 2. November 2022 - 11:26
Die gegenwärtige Lebensmittelpreis- und Hungerkrise kann durch eine Umstellung der Lebensmittelproduktion auf agrarökologische Konzepte gelöst werden

Sie bedeutet für Bauern und Bäuerinnen einen Ausstieg aus den teuren Produkten der Agrarchemie und für Verbraucherinnen und Verbraucher eine neue Vielfalt an lokalen, gesunden Nahrungsprodukten. Eine Abkehr von Importen würde auch die starke Reduzierung vom nährstoffarmen Getreideanbau, wie Mais oder Reis, bedeuten, außerdem eine Stärkung der Selbstversorgung, die (Preis-)Krisen in den Familien abfedert.

Diesen Umbau zu einem anderen, postfossilen Ernährungssystem haben Millionen Landwirte und ihre Vertreter als ihren Lösungsbeitrag zur Preis- und Hungerkrise auf der letzten Sitzung des UN-Welternährungsausschusses (Committee on World Food Security – CFS) im Oktober 2022 gefordert. Es ist nötig, dass auch die Industrieländer das Konzept der Ernährungssouveränität akzeptieren und unterstützen (CSIPM, 2022).

Da passt es nicht, dass im Rahmen der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) initiierten Ernährungsinitiative (GAFS – Global Alliance for Food Security) die Weltbank den Entwicklungsländern 30 Milliarden an Krediten zur Verfügung stellen will, um für die nächsten Ernten Dünger einzukaufen. Am Ende wird das vor allem die Gewinne der Agrarkonzerne mehren. Ein Teil der mittelfristigen Unterstützung muss zur Förderung eines agrarökologischen Umbaus eingesetzt werden, wie ihn auch das BMZ selbst, aber auch Entwicklungsorganisationen, wie Brot für die Welt, seit Jahren fördern und begleiten.

Die Industrieländer müssen aber auch ihre Landwirtschaft umstellen, damit nach einem hoffentlich baldigen Ende der Preiskrise und des perfiden russischen Machtspiels mit dem Hunger, nicht wieder subventionierte Getreide-, Milch- und Fleischmengen aus der EU die Märkte im Globalen Süden überschwemmen. Dies stört nämlich die lokale Agrarproduktion und verdrängt Kleinbauern von ihren Märkten.

Agrarwende auch in der EU

Dazu bedarf es auch eines veränderten Handelssystems, das Entwicklungsländer nicht mit Bestimmungen der Welthandelsorganisation (WTO) oder bilateralen Abkommen dazu zwingt, ihre Märkte für EU-Produkte offenzuhalten. Nur so können sie lokale Produktion schützen. Entwicklungsländern muss es auch erlaubt sein, Subventionen als Produktionsanreiz zu zahlen und öffentliche Lagerbestände aufzubauen, um Preis- und Mengenkrisen zu mildern. Ägypten und Indien haben in dieser gegenwärtigen Krise gezeigt, dass diese Preisstützungen den Ärmsten geholfen haben, aber nicht ausreichend sind um einen Anstieg der Hungernden zu verhindern, wenn sämtliche benötigten zugekauften Nahrungsmittel teurer werden.

In solchen Situationen Länder zu kritisieren, weil sie Exportrestriktionen erlassen, um zu verhindern, dass ihr subventioniertes Getreide den Händlern auf dem Weltmarkt Profite einbringt, hat einen Hauch von Heuchelei. Die Agrarminister der sieben führenden westlichen Industriestaaten (G7) hatten im Juni Indiens Entscheidung kritisiert, die Ausfuhr von Weizen mit sofortiger Wirkung zu verbieten.

Wollen die USA, Kanada, Frankreich oder Deutschland wirklich durch zusätzliche Exportmengen dem hohen Weizenpreis, den Spekulanten oder Putin die Stirn bieten, haben sie mit ihren eigenen großen Getreidemengen, die nur verfüttert oder verheizt werden, Millionen von Tonnen, die sie bereitstellen könnten. Dies könnte bitter nötig werden, falls Russland wieder die Weizenproduktion in der Ukraine behindert oder aber im nächsten Jahr die Ernten weltweit tatsächlich – wie viele Experten voraussagen – aufgrund der hohen Düngemittelpreise viel geringer ausfallen.

Dass stattdessen Verbände und Agrarkonzerne die globale Ernährungs- und Preiskrise missbrauchen, um massiv Druck in Europa und Deutschland zu erzeugen, die energieintensive Produktion auszubauen und fordern, dass selbst die kleinsten Fortschritte zum nachhaltigen Umbau der europäischen Landwirtschaft zurückgenommen werden, ist nicht nur unverfroren, sondern der beste Weg in die nächste Hunger-, Energie- und Preiskrise.

Referenz
Civil society and Indigenous People’s Mechanism for Relations with the Committee on World Food Security (CSIPM), 2022: Voices from the ground 2: transformative solutions to the global systemic food crises., FAO Headquarters, Rome
https://www.csm4cfs.org/wp-content/uploads/2022/09/layout-CSIPM-summary-EN.pdf

Francisco Marí ist Referent Welternährung, Agrarhandel, Meerespolitik bei Brot für die Welt.
francisco.mari@brot-fuer-die-welt.de

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Die Zahl der Hungernden weltweit steigt wieder

E+Z - 2. November 2022 - 10:14
Die Ursachen für Preisexplosionen liegen nur zum Teil an der Nahrungsmittelknappheit, verantwortlich sind Finanzspekulationen und die Energiepreise

Nach rund zwei Jahren Corona-Pandemie erreichte Ende 2021 der von der UN-Food and Agriculture Organization (FAO) herausgegebene monatliche Preisindex einen Anstieg von über 30 Prozent, nachdem die Preise fast zehn Jahre relativ stabil gewesen waren. Die FAO misst mit diesem Index die Außenhandelspreise von Fleisch, Milch, Getreide, Zucker und Speiseölen. Während der Preis für Reis oder Zucker nur wenig anstieg, verdoppelten sich die Preise für Speiseöle.

Das führte schon 2021 dazu, dass selbst Haushalte in Ländern, die nicht so stark von den Weltpreisen abhängen, höhere Preise für Nahrungsmittel bezahlen müssen. Besonders Menschen im Globalen Süden kürzten deshalb ihre Essensrationen und verzichteten auf frische Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse. Nur wenige Länder konnten es sich leisten, die hohen Preise durch „Brotsubventionen“ oder Programme zur sozialen Sicherung zu dämpfen. Vor allem Entwicklungsländer hatten dafür keine Ressourcen, da ihre Haushalte durch die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie, die zunehmende Staatsverschuldung und die Abwertungen ihrer Währungen stark belastet sind.

Hohe Gewinnerwartungen von Spekulanten

In diese schon preislich krisenhafte Situation der Welternährung löste der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine eine Preisrally aus, deren Ausmaß besonders bei den Weizenpreisen – sowohl was Preisspitzen als auch Volatilität angeht – die Ernährungskrise von 2006 übertrifft. Innerhalb weniger Tage stieg der bereits hohe Weizenpreis um 50 Prozent.

Eine Ursache dafür sind die interna­tionalen Finanzmärkte: In Erwartung hoher Gewinne setzten Investoren, besonders Indexfonds, massiv Kapital ein und spekulierten auf Handelsabschlüsse bei der Sommer­ernte 2022 und wetteten auf einen Ausfall der Getreideexporte aus der Schwarzmeerregion wie die investigative Nachrichtenplattform Lighthouse Reports offenlegte. Der russische Aggressionskrieg mit Hafenblockaden führte im Mai 2022 zum bisherigen Rekordpreis für eine Tonne Weizen von 438 Euro (2019: 175 Euro).

Die heftigen Kursbewegungen (Volatilität) auf der Weizenbörse und die hohe Anzahl von Finanztransaktionen weniger Akteure erklären nicht allein den Preisanstieg der gesamten Palette an Nahrungsmitteln. Aber die überdurchschnittlich hohe Zahl von Spekulationsgeschäften hält den Weltpreis für Weizen hoch. Sowohl die USA als auch die EU haben eigentlich Marktregeln, die die Lebensmittelspekulation durch Positionslimits beschränken sollen. Aber sie wurden von Aufsichtsbehörden nicht angewendet, was belegt wie sehr die Finanzwirtschaft das Instrument „Marktregulierung“ erfolgreich ausgehöhlt hat.

Paradox ist, dass wie seit Beginn des Preisanstiegs 2020, der plausibelste Grund für einen Preisanstieg, nämlich der Ausfall von Welternten auf dem Weizenmarkt, gar nicht vorlag, schon gar nicht vor Kriegsbeginn. Die Erntemengen 2021 fielen kaum geringer aus als in den Vorjahren, was sich auch jetzt nach den fast abgeschlossenen Ernten 2022 abzeichnet. Auch das Angebot auf den Exportmärkten – mit Ausnahme von Speiseölen – ist stabil. Das galt nach dem Istanbuler Abkommen zwischen der Ukraine und Russland selbst für Weizen. Allerdings hat die russische Regierung das Abkommen Ende Oktober aufgekündigt.

Wie es auf dem Weltmarkt weitergeht, ist schwer einzuschätzen. Klar ist aber, dass der Weizenpreis, sowie der anderer Getreidearten und Nahrungsmittel trotz guter Ernten  in den vergangen Wochen kaum gesunken ist, was mit der Erwartung von Spekulanten zu tun hatte, Russland könne Verknappung wieder als Kriegswaffe einsetzen.

Fatale Koppelung von Energie- und Lebensmittelpreisen

Ein weiterer Grund, weswegen der Preisanstieg für Getreide und der andere Nahrungsmittel wie Fleisch, Milchprodukte, Zucker und Speiseöle weit vor der russischen Aggression begann, liegt in der fatalen Abhängigkeit der Landwirtschaft von den Energiekosten (Kirikkaleli et al., 2021).

Die Energiekosten für Maschinen und Fahrzeuge sowie die Herstellung von Betriebsmitteln machen in der Regel fast die Hälfte der Kosten beim Anbau von Weizen aus. Hinzu kommt dann noch die benötigte Energie für Transport, Lagerung und Verarbeitung, zum Beispiel zu Mehl, was die Weizenmenge auch noch um fast 25 bis 30 Prozent reduziert. Die Preise für Getreide, Fleisch und Milchprodukte sind also sehr abhängig von den Energiepreisen.

Das setzt sich mit der Ausweitung der industriellen Intensivlandwirtschaft ständig fort und dient den Interessen der Agrarkonzerne, die für Ertragsteigerungen die immer gleichen Antworten haben: noch mehr Agrarchemie, noch mehr Agrargifte, noch größere Maschinen und noch mehr Transport. Das Ganze funktioniert – betrachtet man ihre Gewinnmeldungen – bestens, besonders, wenn fossile Energie günstig zur Verfügung steht. Die Schäden für die Böden, die Biodiversität und vor allem für das Klima werden ja nicht den Verursachern auferlegt, sondern der Allgemeinheit.

Da hohe Preise für Gas und Öl bis zum vollständigen Ausstieg aus fossilen Ener­gien zum Schutz des Erdklimas wohl bestehen bleiben, stellt sich die Frage nach einem radikalen Umbau der Ernährungssysteme immer dringender. Die Stimmen aus dem Globalen Süden, die eine Umkehr oder eine radikale Reduzierung der Abhängigkeit der eigenen Nahrungsversorgung vom globalen Roulette der industriellen Landwirtschaft fordern, werden immer lauter. Diese Verschärfung der Preiskrise für Getreide oder Speiseöle durch den russischen Angriffskrieg offenbarte so auch die Abhängigkeit vieler Staaten von Nahrungsimporten.

Importabhängigkeit reduzieren

Allerdings sollte man bei der Aufzählung der von ukrainischem oder russischem Weizen abhängigen Staaten etwas statistische Sorgfalt walten lassen und nicht nur auf die prozentuale Importabhängigkeit schauen, sondern auch auf die realen Importmengen. Der Kalorienanteil von Weizenprodukten am täglichen Kalorienverbrauch ist da ein besserer Gradmesser. Zum Beispiel haben Niger und Ägypten eine ungefähr gleich hohe Abhängigkeit von Weizenimporten (90 Prozent) über das Schwarze Meer. Während Weizenprodukte aber in Ägypten ein Drittel des täglichen Kalorienverbrauchs abdecken, sind es in Niger gerade ein Prozent.

Dennoch muss die zentrale mittelfristige Krisenreaktion für die meisten Staaten sein, die eigene Nahrungsproduktion zu steigern und unabhängiger von Importen zu werden. Das Menschenrecht auf ausreichende, gesunde und ausgewogene Ernährung ist eine Verpflichtung für alle Länder und für die internationale Staatengemeinschaft. Die Steigerung der akut hungernden Menschen aufgrund der Preiskrise, die weiter hohen Zahl an chronisch Hungernden und 2,3 Milliarden Menschen, die sich keine gesunde Nahrung leisten können, sind nach wie vor ein Skandal und eine Verletzung ihrer Rechte.

Da immer noch 70 bis 80 Prozent der produzierten Nahrung von bäuerlichen Familienbetrieben erzeugt werden, ist es unabdingbar, anzuerkennen, dass sie eine Schlüsselfunktion für die Beseitigung von Hunger, für die Reduzierung der Importabhängigkeit und die Senkung der Nahrungsmittelpreise haben.

Die Abkehr von Importabhängigkeit wie sie jetzt Regierungen von Entwicklungsländern, internationale Geldgeber, wie das BMZ, oder die Weltbank propagieren, darf aber nun nicht zu einer intensiveren Abhängigkeit von importiertem Hybridsaatgut, Chemiedünger oder Pestiziden führen. So würde die eine Abhängigkeit von fossiler Energie (Nahrungsmittel) durch eine andere (Betriebsmittel) abgelöst. Erst recht dürfen, wie jetzt in Kenia auf Druck der USA und ihrer Agrarkonzerne geschehen, nicht Entwicklungsgelder und Hilfslieferungen von der Freigabe von gentechnisch verändertem Saatgut abhängig gemacht werden, die das industrielle Agrarmodell voraussetzen.

Referenzen

The Hunger Profiteers, Lighthouse Reports 2022
https://www.lighthousereports.nl/investigation/the-hunger-profiteers/

Kirikkaleli, D., Darbaz, I., 2021: The Causal Linkage between Energy Price and Food Price. Energies 2021 14, 4182.
https://doi.org/10.3390/en14144182

Francisco Marí ist Referent Welternährung, Agrarhandel, Meerespolitik bei Brot für die Welt.
francisco.mari@brot-fuer-die-welt.de

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CRIC-Fachtagung Geld und Frieden

RNE Termin - 2. November 2022 - 10:14
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Ist Periodenunterwäsche eine gute Alternative?

EINEWELTblabla - 2. November 2022 - 8:45

In sozialen Medien sieht man sie immer häufiger: Periodenunterwäsche. Sie gilt als nachhaltig, sicher und bequem. Doch ist Periodenunterwäsche wirklich eine gute Alternative zu Binden und Tampons?

Was ist Periodenunterwäsche?

Bei Periodenunterwäsche handelt es sich um eine mehrschichtige Unterhose, die dein Menstruationsblut aufsaugt. Sie ist wie eine normale Unterhose, aber mit eingenähter Binde. Nach dem Tragen wäschst du sie kalt aus und gibst sie mit anderer Wäsche in die Waschmaschine.

Darum ist Periodenunterwäsche so beliebt

Periodenunterwäsche fühlt sich wie ganz normale Unterwäsche an. Sie ist auch meist dünner als Binden oder Stoffbinden und überhaupt nicht windelhaft. Außerdem ist der Stoff schön weich und angenehmer, als es bei herkömmlichen Binden der Fall ist. Dadurch, dass die Periodenunterwäsche sehr eng am Körper anliegt, kann da auch nichts verrutschen. Die Saugschicht geht dabei oft bis zum Bund hoch, was gerade nachts von Vorteil ist. Du brauchst dir also keine Sorgen zu machen, dass sie auslaufen könnte. 

Auch die hohe Saugstärke kann sich sehen lassen. Viele Modelle ersetzen 3 bis 6 Tampons! Bei guter Pflege und Qualität hält dir Menstruationsunterwäsche etwa 2 bis 5 Jahre. Damit stellt sie eine nachhaltige Alternative zu Tampons und Binden dar und du sparst jede Menge Müll.

Die Schattenseiten von Periodenunterwäsche

In manchen Modellen sind Biozide enthalten, um Keime abzutöten und unangenehme Gerüche zu vermeiden. Allerdings stehen solche Stoffe im Verdacht, allergische Reaktionen auszulösen und deine Bakterienflora zu beeinträchtigen. Zudem können Krankheitserreger Resistenzen gegen Biozide entwickeln. Beim Waschen lösen sich die Biozide teilweise und schaden möglicherweise Wasserlebewesen. 

Keine Sorge, es gibt auch Periodenunterwäsche ohne Biozide. Damit sie dennoch hygienisch ist, sollte sie bei 60° waschbar sein. Achte beim Kauf auch darauf, dass bestenfalls Bio-Baumwolle verwendet wird und der Anteil an Kunststofffasern möglichst gering ist.

Ein weiterer Nachteil von Periodenunterwäsche ist der relativ hohe Anschaffungspreis. Da du mehr als eine Period Panty brauchst, landest du schnell bei über 100 €. 

Fazit: Ist Periodenunterwäsche also eine gute Alternative?

Periodenunterwäsche ist bequem, wiederverwendbar und auslaufsicher. Allerdings sind Modelle mit Bioziden alles andere als umweltfreundlich und der Anschaffungspreis ist relativ hoch. Periodenunterwäsche ohne Biozide sind aber eine komfortable und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Tampons und Binden!

Wenn du allerdings nach einer Alternative suchst, die gut für die Umwelt und deinen Geldbeutel ist, passt vielleicht eine Menstruationstasse besser zu dir. Diese gibt es schon ab 10 € und du kannst sie bis zu 10 Jahre verwenden!

-Lena Gruber-

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Ist Zink der Stoff für die Energiespeicherung der Zukunft?

reset - 2. November 2022 - 5:41

Wie schnell die Energiewende gelingen wird, darüber wird unter anderem auch die zügige Entwicklung preiswerter, zuverlässiger und effizienter Speicherlösungen für erneuerbare Energien entscheiden. Da erneuerbare Energiequellen nicht kontinuierlich Strom erzeugen können, werden Speicherlösungen benötigt, um die erzeugte Energie in Zeiten des Überschusses zu speichern und in Zeiten des Energiedefizits wieder abzugeben.

Im Grunde geht es bei der Energiespeicherung darum, elektrische Energie in eine andere Form umzuwandeln, die dann wieder in elektrische Energie zurückverwandelt werden kann. Derzeit werden viele verschiedene Methoden der Energiespeicherung eingesetzt, die gängigste ist jedoch die Verwendung von großen Lithium-Ionen-Batterien. Lithium-Ionen-Batterien sind relativ effizient beim Laden und Entladen, lassen sich leicht skalieren und in einer Vielzahl von Umgebungen einsetzen. Allerdings sind Lithium-Ionen-Batterien nach wie vor teuer, bergen Sicherheitsbedenken und zeigen bei unterschiedlichen Temperaturen ein schlechtes Verhalten. Aus diesem Grund wird weiterhin nach neuen Wegen zur Entwicklung von Batterien gesucht.

Ein in Kanada ansässiges Unternehmen, e-Zinc, hat, worauf der Name schon hinweist, eine Batterie auf Zinkbasis entwickelt, die viele der Nachteile von Lithium-Ionen-Zellen nicht haben soll.

Die Batterie besteht aus drei Hauptteilen: einem Lade-, einem Speicher- und einem Entladeteil. Anstelle eines auf den Elektroden befestigten Metalls, wie bei einer herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterie, verwendet das Modell von e-Zinc ein neuartiges abnehmbares Metallsystem. Im Ladeteil befindet sich ein flüssiger Elektrolyt mit gelöstem Zink. Wenn Strom durch den Ladeteil fließt, lagert sich das gelöste Zink in kleinen Clustern an den Elektroden ab. Wenn diese groß genug sind, lösen sie sich von den Elektroden und fallen in den zentralen Speicherbereich, wo sie zur späteren Verwendung aufbewahrt werden können.

e-Zinc

Wenn dann Strom aus der Batterie benötigt wird, löst sich das Zink wieder in der Elektrolytlösung auf und gibt den gespeicherten Strom wieder an das Netz ab. Die Zinklösung kann dann für den nächsten Ladezyklus wieder in die Ladestation gebracht werden. Bei dieser Methode wird das Metall selbst als Energieträger und Speichermedium verwendet.

Nach eigenen Angaben hat die Speicherlösung von E-Zinc einige deutliche Vorteile gegenüber Lithium-Ionen-Batterien. Erstens werden nur günstige Rohstoffe benötigt; Zink ist ein gängiger, reichlich vorhandener und erschwinglicher Rohstoff. Außerdem besteht bei der e-Zinc-Batterie kein Brandrisiko und die Batterie kann in einem breiten Temperaturbereich betrieben werden und verliert mit der Zeit nicht an Ladeleistung. Schließlich kann die Zinkbatterie auch leicht skaliert und modifiziert werden, um unterschiedlichen Bedürfnissen oder Anforderungen gerecht zu werden.

Das 1,5-Grad-Ziel ist ohne eine echte Transformation unseres Energiesystems unerreichbar. Aber wie kann sie gelingen? Was sind die Energiequellen der Zukunft? Welche digitalen Lösungen stehen bereit und wo sind Innovationen gefragt? Und wie kann die Transformation vorangetrieben werden?

Das RESET-Greenbook „Energiewende- Die Zukunft ist vernetzt“ stellt digitale, innovative Lösungen vor und beleuchtet die Hintergründe.

Derzeit entwickelt e-Zinc eine Reihe von Versuchsprojekten mit wichtigen Partnern, darunter Toyota Tsusho Canada Inc und die California Energy Commission. Zu diesen Projekten gehört eine 1,3 Millionen Dollar schwere Felddemonstration, bei der e-Zinc-Batterien zur Speicherung von erneuerbarer Energie aus Windkraft eingesetzt werden sollen.

Doch auch wenn Zink zwar häufiger vorkommt und günstiger ist als Lithium, sind auch dessen Gewinnung und der Abbau mit Umweltproblemen verbunden. In der Umgebung von Zinkminen kommt es häufig zu einer stärkeren Verschmutzung von Wasser und Boden, was zu einer Verringerung der Biomasse und zur Verunreinigung von landwirtschaftlichen Flächen führt.

Zink ist jedoch nicht das einzige Element, mit dem Lithium auf dem Markt für Batterien verdrängt werden soll. Wir haben bereits über Batterien berichtet, die Natrium als Energieträger verwenden, oder in jüngerer Zeit über komprimierten Wasserstoff. Und natürlich gibt es neben wiederaufladbaren Batterien noch viele andere Möglichkeiten, erneuerbare Energie zu speichern, wie zum Beispiel die Speicherung mit Hilfe von Wasserkraft, das Heben und Fallenlassen von Gewichten oder die Erhitzung von Felsen und Steinen.

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2022 UN General Assembly High-level Debate: perspectives from the Global South

Global Policy Watch - 1. November 2022 - 15:16

The GPW Team

Download this briefing (pdf version).

In September 2022, heads of state and government spoke at the UN Headquarters on the theme “A watershed moment: transformative solutions to interlocking challenges”.

Secretary-General António Guterres’s message was clear: “Our world is in peril and paralyzed”. He launched the High-level General Debate bluntly: “Our world is in big trouble. Divides are growing deeper. Inequalities are growing wider. Challenges are spreading farther.” He urged, “We need action across the board.”

“Let’s have no illusions. We are in rough seas. A winter of global discontent is on the horizon. A cost-of-living crisis is raging. Trust is crumbling. Inequalities are exploding. Our planet is burning. People are hurting – with the most vulnerable suffering the most. The United Nations Charter and the ideals it represents are in jeopardy. We have a duty to act.”

These concerns reverberated throughout the high-level session. This briefing contains a sampling from countries of the Global South.

(All statements can be viewed at the official UNGA 77 General Debate archive or this playlist. Most written statements are also available on the official archive.)

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Growing inequalities highlight the unjust system

Prime Minister Mia Mottley of Barbados: “We live in a world… where the disparity in income is too great. And we live in a world where some are even benefitting from the crises disproportionately and egregiously. We must ask ourselves therefore whether the time has not come for a review of the settlement of the Bretton Woods institutions that no longer serve the purpose in the 21st century that they served when they were catering to a quarter of the nation states that are now members of this institution.”

President Alberto Fernández of Argentina: “Is it right that the fortune of only 10 men is greater than the income of 40 percent of the global population? Is it ethical that the pandemic claimed four times more lives in the poorest nations than in the rich ones? Not speaking out against this model of accumulation that places income in the hands of the few while millions remain plunged in poverty may make us complicit in simply strengthening this inequality. We have arrived in time to halt several of the threats facing humankind, the injustices that we are nothing will only worsen if extreme positions are allowed to take root. If wars continue over time allowing hunger to take root and if persistent inflation persistently corrodes the income of the weakest among us. We must work together and strengthen cooperation-based multilateralism.”

President Gustavo Petro of Colombia: “For power relations in the world, the jungle and its inhabitants are those responsible for the plague that afflicts them. …The relations of power are plagued by the addiction to money, to perpetrate themselves, an addiction to oil, to cocaine and harder drugs that can serve to anesthetize them. There is nothing more hypocritical than the discourse of saving the jungle.

“…Climate disaster will kill hundreds of millions of people [and] it is not produced by the planet it is produced by capital. The cause of climate disaster is capital. The logic of relating ourselves to consume more and more to produce more and more and for some to earn more and more money produces a climate disaster.”

Prime Minister John Briceño of Belize: “Our current systems and institutions, conceived for World War II recovery, are straining under the weight of today’s crises. In truth, they are broken and stand impotent in the face of the 3Cs – COVID, climate, and conflict… We urgently need a new global financial architecture that has the willingness and capacity to identify systemic threats, like debt, climate risk, and devise tools that are commensurable to the challenge. It should be dedicated to achieving the SDGs, Net Zero emissions and to build resilience… We call on IFIs, MDBs to use the MVI (Multidimensional Vulnerability Index)”.

This was echoed by Prime Minister Terrance Drew of Saint Kitts and Nevis: “This situation cries out for the multilateral system to urgently put in place a multidimensional vulnerability index, which takes into consideration the peculiar characteristics and climate vulnerabilities of small island developing states such as mine. All countries are environmentally vulnerable; all are socially and economically exposed to exogenous shock, but in the climate-challenged, tourism-dependent countries in the Caribbean Sea, during several consecutive months of every year, run the real risk of a wipe out event.”

President Wavel Ramkalawan of Seychelles: “We cannot continue to rely on temporary solutions to address the systemic faults within the existing development cooperation mechanisms. If this is to be a watershed moment, we must put into practice real solutions that focus on addressing vulnerabilities and building resilience to ensure socio-economic sustainability.”

Does Debt Crisis require new financial architecture?

“We need a reformed financial architecture that benefits developing countries, providing critical financing and debt relief,” urged the Secretary-General in his address at the opening of SDG Moment during the high-level week. “This is the only sustainable pathway to address the obscene inequalities that exist in every country, while ensuring that the world doesn’t slide into a recession.” With only eight more years to the end of the 2030 Agenda for Sustainable Development, he reiterated the urgency for commitments and measure for successful SDG implementation.

Prime Minister Ismail Sabri Yaakob of Malaysia: “In an international financial and monetary structure that is still dominated by a few major powers, as well as during the world economic recovery, domestic monetary decisions have to be adjusted by considering the reality and needs of developing countries. In this connection, Malaysia urges the UN Member States to establish an International Monetary Cooperation Mechanism to build a more effective and just system that is able to balance the needs of global development.”

Prime Minister John Briceño of Belize: “The current tentative, reactionary and piecemeal approach to addressing the debt problem has proven hopelessly ineffective. We must break the pernicious cycle between debt and climate and disaster risk. IFIs must incorporate climate risk into debt sustainability tools.”

President Mohamed Irfaan Ali of Guyana: “…there must be an immediate re-examination of the financing gap and the debt portfolio of developing countries to open fiscal space and create an opportunity for recovery and bridging the gap.”

Prime Minister Mia Mottley of Barbados asked the IMF to consider delinking the resilience and sustainability trust which will require “more countries seeding that fund with capital and more countries agreeing perhaps to allow their Special Drawing Rights to be used there, just as we ask them to allow those Special Drawing Rights to be used to allow multilateral development banks to significantly increase the money available,” particularly now as we face “a debt crisis where more than 45 countries” are in debt because of increased borrowing costs caused by inflation.

Prime Minister John Briceño of Belize: “The IMF is largely devoid of ways to quantify consequential climate impacts on public debt and countries’ capacity to pay. The IFI’s obstinate focus on primary balances and debt to GDP ratios ignores the empirical evidence that nature is in revolt. Incredibly, a recent analysis revealed that of the 80 IMF-funded Country Programmes around the world, climate was central to the country assessment in only a single case – Samoa… I ask, how much longer will this new ‘climate colonialism’ punish the victims and spare the victimizers?”

President Akufo-Addo of Ghana: “The spillover from central banks raising interest rates to combat inflation has been severe beyond borders, as global investors pull money out of developing economies to invest in bonds in the developed world. This has led to depreciating currencies and increased borrowing costs; meaning we need to raise and spend more of our own currencies to service our foreign debts in US dollars….

“It has become clear, if ever there was any doubt, that the international financial structure is skewed significantly against developing and emerging economies like Ghana. The avenues that are opened to powerful nations to enable them take measures that would ease pressures on their economies are closed to small nations. To make matters worse, credit rating agencies have been quick to downgrade economies in Africa, making it harder to service our debts. The tag of Africa as an investment risk is little more than, in substance, a self-fulfilling prophecy created by the prejudice of the international money market, which denies us access to cheaper borrowing, pushing us deeper into debts.”

Climate and food crisis go to issue of power imbalances

Prime Minister Muhammad Shehbaz Sharif of Pakistan: “Pakistan has never seen a starker and more devastating example of the impact of global warming,” he said, referring to the 40 days flooding that has pushed a third of the country under water. Pakistan is one of the 10 most climate-vulnerable countries that emit less than 1 percent of the greenhouse gases that are burning the planet. “What happened in Pakistan will not stay in Pakistan,” he stated, warning that unless world leaders act now “there will be no earth to fight wars over”.

President William Ruto of Kenya: “The world is facing the consequences of climate change. In Kenya, 1.3 million residents have become food insecure. Lowered agricultural output, water scarcity and starvation are looming.” In the lead-up to the COP, he urged member states to not waste time to demonstrate political will to cooperate and share technologies — to jointly usher in a “new paradigm in multilateralism”.

Deputy Prime Minister Don Pramudwinal of Thailand highlighted the need to strengthen multilateral action to address the global food crisis: “It is vital to keep our global supply chains open for seamless cross-border flows of food, fertilizers, and essential goods.”

President Gabriel Boric of Chile: “Our country, as many of yours, many of the Global South, is responsible for a minimum of GHG emissions – in our case it’s only 0.24 percent, while the largest economies of the G20… produce 80 percent of GHG emissions. This inequality…is an inherent threat to democracy because it breaks society apart, it destroys social cohesion and therefore hampers understanding and building a freer, more fair future together…I invite you to plan ahead in the search for greater social justice, to better distribute wealth and power.”

Prime Minister John Briceño of Belize: “Belize is ranked 8th out of 183 on the Global Climate Risk Index. We are but one hurricane away from catastrophe. Yet financing needed for climate adaptation remains woefully inadequate; only about a quarter of all climate finance goes to adaptation.”

President Gustavo Petro of Colombia: “I call on you to save the Amazon jungle with the resources that can be devoted to life throughout the world. If you do not have the ability to finance the fund to revitalize the jungle, if it is more important to devote money to weapons than to life, then let us reduce external debt to release our own state budgets, so we can carry out the task of saving humanity and life on the planet.”

Prime Minister Ismail Sabri Yaakob of Malaysia stated that climate is a universal problem which affects all: “Developed countries must fulfil their annual commitments to provide US $100 billion unconditionally.” He then called for developing countries to have “new, fair, inclusive and affordable technology which facilitates their greener and more sustainable socioeconomic development.”

Minister for Foreign Affairs Robert Dussey of Togo: “We ardently hope that the next COP 27, to be held 7-18 November 2022 in Egypt, will help to genuinely place back at the heart of international priorities the preservation of the environment, by incentivizing stakeholders to honour their financing pledges, which are necessary to tackle global warming and climate change.”

Prime Minister Adriano Afonso Maleiane of Mozambique: “Climate change places Mozambique under permanent surveillance. In recent times, our country has been cyclically and intensively affected by depressions, tropical cyclones, rains and strong winds, floods and droughts that have caused loss of human lives, displacement of persons, extensive damage to infrastructure and socio-economic activities… between 2019 and 2022, Mozambique was hit by cyclones Idai, Kenneth, Guambe, Chalane, Ana and Gombe.” He added that, in response, Mozambique joined countries of the southern region of Africa and cooperation partners to set up in Nacala-Porto the Center for Humanitarian and Emergency Operations of the Southern African Development Community.

President Mohamed Irfaan Ali of Guyana: “According to the World Bank and Global Trade Alert, between January – June 2022, 135 policy measures were announced or implemented that affected trade in food and fertilizer… During the same period, 34 nations imposed restrictive export measures on food and fertilizers.” He asked, “Whether globalization is only applicable under normal conditions or whether it is opportunistic in its application and when a crisis arises, we lock ourselves in and forget about multilateralism and globalization.”

Minister of Foreign Affairs Sameh Shoukry of Egypt: “Unfortunately, in Africa alone, one in every five [people] are at risk of hunger and the continent remains a net food importer at an annual cost of US$43 billion. In this vein, we reiterate the need to address this crisis through an integrated strategy that tackles its root causes,” by addressing, among others, “sustainable farming and food systems and meet the urgent needs of food importing developing countries” and “support[ing] the developing countries and the LDCs in their efforts to confront the devastating impact of climate change [as they] are the most deserving of such support, based on the principles of equity and Common but Differentiated Responsibilities.”

President Akufo-Addo of Ghana: “Every bullet, every bomb, every shell that hits a target in Ukraine, hits our pockets and our economies in Africa.” As global inflation soars, “Ghana is experiencing the highest rate for 21 years, with high food prices hurting the poor, especially in urban areas the most. It has become clear, if ever there was any doubt, that the international financial structure is skewed significantly against developing and emerging economies….”

Foreign Minister Retno Lestari Priansar Marsudi of Indonesia: “We cannot let global recovery fall at the mercy of geopolitics.” Calling the upcoming G20 Summit in her country a “catalyst for recovery”, she urged countries to address food and energy crises to avoid a fertilizer crisis that would affect billions of people, particularly in developing countries.

President David Kabua of Marshall Islands: “We value the United Nations as our primary international stage. But if the world does not adequately respond to the island nations and as seas rise, then this is really no United Nations at all.”

Loss and damage: a forgotten climate commitment?

At the opening of the General Debate, the Secretary-General urged governments and multilateral agencies to make climate action a priority, including holding fossil fuel companies to account. He called on developed economies “to tax the windfall profits of fossil fuel companies. Those funds should be re-directed in two ways: to countries suffering loss and damage caused by the climate crisis; and to people struggling with rising food and energy prices.”

Prime Minister Mia Mottley of Barbados: “The developing world and in particular, the Small Island Developing States, came to Paris and agreed for a global compact. One of the key aspects that allowed us to do so was the promise of Loss and Damage. Today, the people of Guadalupe and Puerto Rico, yesterday Turks and Caicos …face disruption by Hurricane Fiona. Today, I received news about difficulties for the natural gas supply in my own country, and I suspect others in this part of the world…

“When we match this with the reality that we have not planned in granular form, how we will have the capacity to meet the commitments that we have made for Net Zero… then I see trouble ahead of us and we must pause and get it right. Our small states are making commitments that the world wants to hear, but when those commitments are undermined by the inability to supply the electric cars or the batteries necessary to sustain renewable energy, then we know we have a problem.”

She explained that the impact of climate change on access to natural gas makes clear why Emerging Market Countries in the Caribbean and in Africa “have determined that we cannot abandon access to our own natural gas resources until we are assured that we have the capacity to sustain our populations. This is where the rubber meets the ground and I ask us today to recognize that those commitments on Loss and Damage and that granular detail that matches commitment to capacity are absolutely critical if we are to make serious progress in saving our world.”

Prime Minister John Briceño of Belize: “Public sector expenditure on climate-caused “loss and damage cannot continue to be classified according to fiscal orthodoxy.” At the COP in Glasgow, he added: “Rather than delivering a Loss and Damage Facility to help our countries deal with the losses and damages caused by climate change, we left with más palabras!”

Prime Minister Frank Bainimarama of Fiji: “Only come to [the COP in] Sharm El-Sheikh if you are ready to agree to a loss and damage mechanism… in the order of US$750 billion, with at least 10 percent of climate finance destined for small island states. …This is our story… a story of David against Goliath. A small state facing nations, corporations, and interests far bigger than we are. …This is not the time for words, this is the time for will and a time for courage.”

President Wavel Ramkalawan of Seychelles: “We are at the cusp of an ecological collapse… We need bold actions not unfulfilled promises and pledges… We must also confront the gross injustice of having citizens of states least responsible for the unravelling climate-induced disaster pay for the loss and damage caused by others.”

Global governance – highlights unequal positioning of Africa

Minister for Foreign Affairs Robert Dussey of Togo set out the unjust the power relationship: “Africa in the eyes of certain powers is only of interest when they are finding themselves in difficulty…. Today, Africa no longer holds the place that it deserves on the international stage. Noting that when the UN was created in 1945, with the exception of Liberia and Ethiopia, the countries of Africa were not yet independent: “After 77 years, it is the same International System, unfortunately, which persists, owing to the will of the five permanent members of the Security Council….”

Pointing to the consensus among 54 African States regarding the need to secure two permanent seats on the Security Council, he said that “the reluctance of certain members of the P5… to see Africa occupy this place stands in stark relief. …The great powers wish to boil Africa down to a purely instrumental entity for the service of their causes and they clearly do not wish to see Africa play an important role, a key role in the world…. They look towards Africa with agendas that are dictated by their own interests….

“In the concert of nations, there is a need for Africa to be heard, for dialogue to have a purpose. The inability to listen perverts the purpose of dialogue, morphing it into a juxtaposition of monologues partial reasonings, at times in the guise of pseudo-multilateralism whose danger resides in the distortion of the relationship. And yet in today’s world it is only by pooling our intelligence that we can reach agreement on the goals to be achieved together.”

President Macky Sall of Senegal: “I have come to say that Africa has suffered enough of the burden of history; that it does not want to be the breeding ground of a new cold war, but rather a pole of stability and opportunity open to all its partners, on a mutually beneficial basis.”

Prime Minister Mia Mottley of Barbados stated that the G7 and G20, “as the informal subcommittee of governance of this world” must recognize that we can no longer “call year after year after year for the inclusion of the people of Africa and African descent to be included in the G7 and G20. For how can a world have at its core a subcommittee that excludes more than 1.4, 1.5 billion people of the world and expect it to reflect fairness and transparency in its decision-making?”

This goes beyond fairness, she added, saying that those countries “must understand that if we are to move from possibilities to realities, we must embrace a transparent framework that allows our people, who are losing faith in their institutions and in the governance of this world, to understand that fairness means …the ability for all to have a voice, and that we can’t only speak to it within the corridors of democracy within the nation state, but it will only mean something when it also is reflected in our international community.”

Security imperatives require Security Council reform: from cooperation to ending the veto

Then President Paul-Henri Damiba of Burkino Faso: “No precautions or prevention measures will prevent terrorism from crossing the Atlantic if Sahel is abandoned.”

Minister for Foreign Affairs Robert Dussey of Togo: “The deterioration of the security situation [in Sahel] should be of concern to all of us, first and foremost to the United Nations. That having been said, there’s an important need to fully revitalize our organization and to spare no effort to achieve reform of the Security Council.”

President Macky Sall of Senegal: “It is time to heed Africa’s just and legitimate demand for Security Council reform, as reflected in the Ezulwini consensus. In the same vein, I reaffirm our request for the African Union to be granted a seat in the G20 so that Africa can finally be represented where decisions that affect 1 billion 400 million Africans are being taken.”

Permanent Representative to the UN Maria De Jesus Ferreira of Angola: “Negotiations for reforming the UN Security Council still have not produced the results that the overwhelming majority of Member States expects… The Ezulwini Consensus and the Sirte Declaration represent a viable option to restore the rights and legitimate aspirations of the African continent and to correct the historical injustices that the region is experiencing with its absence from the decision-making center of one of the main statutory bodies in matters of international peace and security created by the UN Charter.”

Minister for External Affairs Subrahmanyam Jaishankar of India: “As we begin the G-20 presidency this December, we are sensitive to the challenges faced by developing countries. India will work with other G-20 members to address serious issues of debt, economic growth, food and energy security and particularly environment. The reform of governance of multilateral financial institutions will continue to be one of our core priorities… The call for reformed multilateralism – with reforms of the Security Council at its core – enjoys considerable support among UN members.” While India is completing its tenure this year, it seeks to ensure that the injustice faced by the Global South is addressed through such a process. Serious negotiations “must not be blocked by procedural tactics. Naysayers cannot hold the intergovernmental negotiations process hostage in perpetuity.”

Prime Minister Mia Mottley of Barbados: “Earlier this week, President Biden spoke of the need to reform the Security Council. We call an echo for that, but we go further, because we believe that a Security Council that retains the power of veto in the hands of a few will still lead us to war as we have seen this year. Therefore, the reform simply must not be in its composition but also in the removal of that veto.”

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