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Save the Date: Netzwerkteffen "Klimaneutrales Bayern"am 22.01.2021

#HOCHN - 7. Januar 2021 - 0:00
Tagung zum Thema "Klimaneutrales Bayern - nachhaltiger Betrieb an bayerischen Hochschulen" am 22.01.2021

Foto: markus spiske/unsplash

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China – Winning the Pandemic… for Now

SWP - 7. Januar 2021 - 0:00

Is it not ironic that the Coronavirus pandemic, which arguably began in a Wuhan ani­mal market in late 2019, has accelerated China’s rise? Indeed, early interim assess­ments show that Beijing’s draconian, sometimes inhumane, disease control measures have proven highly successful. China’s containment of Covid-19 domestically has enabled a return to normality and laid the foundation for a strong economic up­swing. Party and state leaders are using these achievements for political advancement at home and abroad. China’s effective crisis management – epidemiological, economic, and politi­cal – reveal that the country is winning this crisis in the end of 2020. Nonetheless, the sustainability of these economic and political successes is debatable.

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Leben und Sterben auf Wikipedia

INKOTA - 6. Januar 2021 - 17:21
Das Beispiel der ermordeten brasilianischen Politikerin Marielle Franco zeigt die Mechanismen der Ungleichheit auf der Online-Enzyklopädie auf. Von Adele Godoy Vrana Vor fast drei Jahren wurde die Schwarze, queere Politikerin und Menschenrechtsaktivistin Marielle Franco in Brasilien ermordet. Noch immer ist unklar, wer dahinter steckt. Leider war es erst ihre Ermordung, die Marielle Franco schließlich relevant genug machte, um im Online-Lexikon Wikipedia aufgenommen zu werden. Anderen (Schwarzen) Frauen aus dem globalen Süden ergeht es ähnlich. Am 14. März 2018 wachte ich in Kalifornien mit schockierenden Nachrichten auf. Freund*innen, Beiträge in den sozialen Medien und Presseartikel erzählten davon, dass Marielle Franco, eine junge brasilianische Politikerin und Menschenrechtsaktivistin, ermordet worden war. Ich kannte Marielle nicht persönlich, wahrscheinlich weil ich seit acht Jahren im Ausland lebte. Aber das Wenige, das ich über sie wusste, reichte aus, um zu verstehen, dass sie einzigartig und etwas Besonderes war. Geboren in einer Favela in Rio de Janeiro, stellte Marielle eine statistische Ausnahme dar. Schwarze Frauen sind in Brasilien am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen und beziehen weit niedrigere Löhne als jede andere demografische Gruppe – 2019 knapp 45 Prozent dessen, was weiße Männer verdienen. Marielle erwarb ihren Master-Abschluss in öffentlicher Verwaltung, wurde zu einer scharfen Kritikerin der Polizeibrutalität in den Favelas. Bei den Kommunalwahlen 2016 wurde sie als eine der Politiker*innen mit den meisten Wähler*innenstimmen in den Stadtrat von Rio de Janeiro gewählt. Ihre Leistungen sind nicht alltäglich in einem Land, in dem mehr als die Hälfte der Bevölkerung Schwarz oder PoC ist, diese aber nur ein Viertel aller Studierenden stellen. Jetzt den Südlink 194 "Digitalisierung: Was passieren muss, damit niemand zurückbleibt" bestellen Marielles Tod trug zu einem weiteren beunruhigenden Trend in Brasilien bei. Während die Morde an weißen Frauen seit 2003 deutlich zurückgegangen sind, haben die Morde an Schwarzen Frauen um mehr als 50 Prozent zugenommen. Als Schwarze Brasilianerin weiß ich, dass der tragische Tod einer Schwarzen Frau aus dem globalen Süden nicht jeden Tag zu einer nationalen und sogar globalen Nachricht wird. Ich war schockiert, traurig und sehr daran interessiert, mehr über Marielle und ihr Leben zu erfahren. Mein natürlicher Ausgangspunkt war das portugiesische Wikipedia. Als ich nach ihrem Namen suchte, tauchte sofort ihr Artikel auf. Ich war ziemlich überrascht, diesen in so guter Qualität zu finden, und erstaunt, dass er ein schönes, frei lizenziertes Bild enthielt. Denn dies ist bei Schwarzen Frauen nicht immer der Fall, insbesondere wenn sie aus dem globalen Süden kommen. Trotz des schrecklichen Grundes, der mich an jenem Morgen zu ihrem Artikel führte, hatte ich das Gefühl, dass sich die Dinge auf Wikipedia und in der Welt zum Besseren änderten. Ich war froh zu sehen, dass das Leben und die bemerkenswerten Taten dieser Schwarzen, queeren Frau, Mutter, jungen Politikerin und Menschenrechtsaktivistin, die so aussah wie ich, bereits auf Wikipedia sichtbar und anerkannt waren. Als Lebende nicht relevant genug Was ich in diesem Moment nicht wusste: Marielles Artikel hatte noch am Tag zuvor auf Wikipedia überhaupt nicht existiert. Nachdem jemand versucht hatte, 2017 einen Eintrag über sie zu anzulegen, wurde dieser von den ehrenamtlichen Redakteuren des portugiesischen Wikipedia gelöscht. In der Diskussion um die Löschung im Juni 2017 sprach sich nur ein Redakteur namens Joalpe dafür aus, Marielles Wikipedia-Artikel auf der Website am Leben zu erhalten. Seine Stimme reichte nicht aus. Eine Gruppe von sechs Redakteuren entschied, dass Marielle Franco keinen Artikel auf der Seite verdiente, weil sie die Wikipedia-Kriterien für „Bekanntheit“ nicht erfüllte. Dies ist eine der Richtlinien, die Freiwilligen bei der Entscheidung helfen, wer zu Wikipedia gehört und wer nicht. Sie stimmten dafür, den Artikel zu streichen und Marielles Leben und Vermächtnis auf einer der meistbesuchten Webseiten in Brasilien unsichtbar zu machen. Nach Ansicht dieser Gruppe von Redakteuren waren Marielles Leben, ihr Werk und alles, was sie als Lokalpolitikerin, Aktivistin und lebendes Symbol der Hoffnung für Tausende in Rio de Janeiro außergewöhnlich machte, nicht relevant genug. Erst nachdem sie am 14. März getötet wurde, konnte Joalpe erfolgreich für die Wiederaufnahme des Artikels plädieren, und am 15. März konnte ich über das Leben und den Tod dieser bemerkenswerten Frau lesen. „Bevor sie auf der Straße hingerichtet wurde, wurde Marielle Franco auf der portugiesischen Wikipedia-Seite hingerichtet. Ich glaube fest daran, dass diese Dinge miteinander verflochten sind.“ So beschreibt Joalpe, der Wikipedianer, der dafür kämpfte, Marielles Artikel noch vor ihrer brutalen Ermordung am Leben zu erhalten, den frustrierenden und traurigen Verlauf von Marielles Artikel.
Diese Geschichte ist vielen von uns, die Inhalte über marginalisierte Gemeinschaften in Wikipedia aufnehmen, nur allzu vertraut. Regelmäßig ist es nötig, mit der Bekanntheit bestimmter Frauen zu argumentieren, um die Löschung ihrer Artikel auf Wikipedia zu verhindern. Die Relevanzkriterien von Wikipedia wurden ursprünglich aufgestellt, um Leute daran zu hindern, Wikipedia zu benutzen, um für Ihre Garagenband oder den kleinen Laden eines Freundes zu werben. Standards dafür zu haben, welche Art von Inhalt in eine Enzyklopädie gehört, ist absolut vernünftig. In der Praxis jedoch verlangen diese Kriterien „bedeutende Berichterstattung“ in „zuverlässigen Quellen“, die von der jeweiligen „Person unabhängig sind“. Obwohl Wikipedia Neutralität anstrebt, sind die meisten ihrer Freiwilligen immer noch weiße Männer aus dem globalen Norden – nur eine*r von zehn Redakteur*innen ist weiblich –, die ihr Verständnis der Welt mitbringen, wenn sie Wikipedia herausgeben. Und da Frauen aus dem globalen Süden tendenziell zu den Personen gehören, die in unseren Geschichtsbüchern, wissenschaftlichen Zeitschriften und Mainstream-Nachrichtenquellen am häufigsten außen vor bleiben, werden Frauen wie Marielle viel eher als unbedeutend angesehen als zum Beispiel ein weißer männlicher Politiker aus den USA. Bis sie sterben. Danach gibt es manchmal zusätzliche Quellen, die eine Person, so wie Marielle, bekannt genug macht, aber nicht immer. Als Delta Meghwal, eine Dalit-Frau aus Indien, im Jahr 2016 ermordet wurde, beschlossen die englischen Wikipedianer, sie in Wikipedia zu erwähnen. Aber nicht, indem sie einen Artikel über sie als Person verfassten. Über Delta findet sich nur etwas in dem Artikel mit dem Titel „Vergewaltigungsfall Delta Meghwal“. Mit anderen Worten: Für viele Schwarze und PoC-Frauen aus dem globalen Süden sind Vergewaltigung oder Tod das, was uns bekannt macht, aber nicht unser Leben oder unsere Arbeit. Einem lokalen Nachrichtensender zufolge hatte der portugiesische Artikel von Marielle am Tag nach ihrer Ermordung etwa 70.000 Seitenaufrufe. Ich war einer der vielen Menschen, die sich Wikipedia anvertraut haben, damit mir die Enzyklopädie mehr über diese unglaubliche Frau erzählt, die allen Widrigkeiten getrotzt hat, die normalerweise das Leben Schwarzer Frauen in Brasilien bestimmen. Doch erst durch die internationale Berichterstattung und den Aufschrei über ihren Tod, wurde ihr Artikel auch in 16 anderen Sprachen auf Wikipedia veröffentlicht. Geschichten, die erzählt werden müssen Die Welt ist voll von erstaunlichen Frauen wie Marielle, deren Leben und Beiträge wichtig und bedeutungsvoll sind, und ihre Geschichten verdienen es, erzählt zu werden. Ich brauche und verdiene es, andere Schwarze Frauen wie mich in der Online-Enzyklopädie der Welt zu sehen. Vor allem sollten wir dort auftauchen, solange wir noch leben, und nicht erst, nachdem uns etwas Schreckliches passiert ist. Jetzt den Südlink abonnieren Am 15. November 2020 wachte ich in Kalifornien auf und erfuhr in Windeseile von den Kommunalwahlen in Brasilien und den Morddrohungen gegen Marielles Freundin, die Schwarze feministische Kongressabgeordnete Talíria Petrone. Sie musste aus Rio de Janeiro fliehen. Zweieinhalb Jahre sind seit der brutalen Ermordung Marielles vergangen. Wir wissen immer noch nicht, wer hinter dem Mord an Marielle stand und warum. Aber wir arbeiten weiter an einer Welt, in der Frauen nicht bedroht oder getötet werden müssen, um in den Nachrichten und auf Wikipedia erwähnt zu werden. Unsere Arbeit ist ein Tribut an Marielle und andere bemerkenswerte Frauen, die es wie sie verdienen, im Leben und nicht nur im Tod gesehen und gefeiert zu werden.
Da wir jedes Jahr im März die #VisibleWikiWomen-Kampagne durchführen, um Bilder von bemerkenswerten Frauen in Wikipedia zu veröffentlichen, bleibt Marielles Geschichte eine schmerzliche Erinnerung daran, wie viel noch zu tun bleibt, um die Sichtbarkeit von Frauen online zu erhöhen. Initiativen wie #VisibleWikiWomen, Whose Knowledge? werden weiterhin dringend benötigt. Marielles Wikipedia-Artikel hätte eine Hommage an ihr außergewöhnliches Leben zu Lebzeiten sein sollen. Jetzt ist er eine postmortale Hommage an alles, was sie getan hat, und an alles, für das sie stand. Möge ihr Kampf uns weiterhin inspirieren, wenn wir uns dafür einsetzen, die Stimmen, das Wissen und das Leben der Marginalisierten online und überall auf der Welt in den Mittelpunkt zu stellen. Aus dem Englischen von Tobias Lambert. Eine frühere Version des Artikels erschien auf dem Portal https://whoseknowledge.org. Adele Godoy Vrana ist Mitgründerin und Co-Direktorin der Initiative „Whose Knowledge?“, die sich dafür einsetzt, die Sichtbarkeit marginalisierter Gruppen im Internet zu vergrößern. Jetzt weitere Artikel aus dem Südlink lesen Jetzt den Südlink 194 "Digitalisierung: Was passieren muss, damit niemand zurückbleibt" bestellen Jetzt den Südlink abonnieren
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Fotoreportage: Akot aus dem Südsudan hat den Hunger besiegt

Unicef - 6. Januar 2021 - 15:00
Der neun Monate alte Akot war lebensbedrohlich mangelernährt, als er in das UNICEF-Ernährungszentrum im Südsudan kam. Acht Wochen später ist er nicht mehr wiederzuerkennen: Dank der Spezialnahrung ist er jetzt ein vitales und fröhliches Baby.
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13.01.2021 | Gespräche zur Internationalen Zusammenarbeit

GIZ Event - 6. Januar 2021 - 14:06
Veranstaltungsdatum: Mittwoch, 13. Januar 2021
Web Talk aus der Reihe „Gespräche zur Internationalen Zusammenarbeit“ zum Thema:„Gemeinsam gegen Extremismus: Herausforderungen für Innen- und Außenpolitik“
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Infoblatt Welternährung 19: Agroforstwirtschaft

INKOTA - 6. Januar 2021 - 13:24
Agrofortsysteme sind eine umweltschonende Alternative zur industriellen Landwirtschaft – mit großem Potential, um die Klimakrise, Hunger und ländliche Armut zu überwinden. Doch was genau ein Agroforstsystem ist, wissen die wenigsten Menschen. Dabei ist bekannt, dass Agroforstsysteme beispielweise in Spanien schon vor 4.500 Jahren genutzt wurden. Und derzeit betreiben rund 1,2 Milliarden Menschen Agroforstwirtschaft auf einer Fläche so groß wie die USA. Nachhaltige Alternative Agroforstwirtschaft Das neue INKOTA-Infoblatt Welternährung 19: Agroforstwirtschaft beleuchtet einerseits die lange Geschichte und Tradition von Agroforstwirtschaft in Europa und im globalen Süden und zeigt auf, warum Agroforstsysteme bedroht sind. Andererseits wird beschrieben, wie diese dazu beitragen kann, Ökosysteme widerstandsfähiger zu machen und wie INKOTA-Projektpartner*innen in der Praxis von Agroforstsystemen profitieren. Es wird also gezeigt, warum seit den 1970er Jahren auch internationale Institutionen, wie die Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), auf Agroforstwirtschaft als nachhaltige Alternativen zu chemie-intensiven Praktiken setzen. Das Papier ist das 19. INKOTA-Infoblatt der Reihe Welternährung. Die leicht verständlichen zweiseitigen Infoblätter beantworten jeweils die wichtigsten Fragen zu verschiedenen Themen aus dem Bereich Hunger, Ernährung und globale Landwirtschaft. Darüber hinaus enthalten sie Hinweise auf weiterführende Literatur, interessante Internetlinks und weitere INKOTA-Materialien. Jetzt das ganze Infoblatt lesen Weitere Informationen: Erfahren Sie mehr über den Arbeitsbereich Welternährung & Landwirtschaft Erfahren Sie mehr über das Thema Agrarökologie INKOTA-Projekte in denen Agroforstwirtschaft eine Rolle spielt:
  • Guatemala: Zuverlässige Ernte und gesundes Essen
  • Nicaragua: Schritt für Schritt der Armut entrinnen
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E+Z/D+C 2021/02 – mo – now – Raphael Mweninguwe – Malawi – street vendors

E+Z - 6. Januar 2021 - 11:16
Informal vendors fight for the right to sell on the streets of Malawi

Now the government of President Lazarus Chakwera, which was elected in June 2020, is vowing to sweep the vendors off the streets once and for all. Accordingly, city mayors – such as Mayor Juliana Kaduya of Lilongwe – sent battalions of police in September to chase the street vendors away.

For a while, the police action appeared to succeed. “We are happy that police have managed to remove vendors from the streets and we want them to continue patrolling,” says Steve Magombo, chairman of Flea Market Vendors, a group of sellers in an official market. Nonetheless, many street peddlers have no other work, and their customers tend to enjoy the lower prices they offer. Therefore, unofficial hawkers may return in some locations despite the ban.

Street vendors are fighting back with demonstrations in the capital city Lilongwe, in the northern-region capital Mzuzu and in the commercial capital Blantyre. Although official figures are scarce, the number of informal street vendors countrywide is estimated to exceed 200,000. “The government is forcing us to move from the streets, but during the campaign they never said anything about it,” says Ibrahim Kamanga, an informal seller of mobile phone accessories.

Facilities such as toilets and trash removal are provided to shoppers in official markets but are less available to pedestrians on city streets. Vendors in official markets blame litter in the streets on the informal vendors. Street vendors counter that the streets are dirty anyway, through no fault of theirs.

Moreover, street vendors say they sell informally because there is not enough space for them in designated markets. Officials managing designated markets counter that street vendors simply do not want to pay the fees required to set up shop legally in the markets.

One solution would be to expand the official markets. “The issue of vending should not be difficult to solve,” says Ernest Thindwa, a lecturer on politics at the University of Malawi. “I see no reason why the city should let vendors sell on the streets when we have designated markets where they can sell their goods.” He adds: “Politicians should not be afraid of losing the votes of street vendors. For one thing, there are not that many of them. And for another, authorities should enforce their own laws. We cannot afford to have a country without laws.”

The bigger issue is unemployment, Thindwa concedes. “We have many unemployed young people and street vending is a solution for them. We need a government that can create jobs for our youths.”

“While street vendors claim that there isn’t enough space for them in designated markets, this is no justification for selling in the streets,” agrees Mustapha Hussein, associate professor of political science of the University of Malawi. “Governments can work with them concerning their grievances.”

Raphael Mweninguwe is a freelance journalist based in Malawi.
raphael.mweninguwe@hotmail.com

 

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E+Z/D+C 2021/02 – bl – Hans Dembowski – Stierle

E+Z - 6. Januar 2021 - 11:01
Competences needed for improving international aid efforts

The book’s title is a pun. “Über Leben in planetarischen Grenzen” literally means “On life within planetary boundaries” but can also be understood as “Surviving within planetary boundaries”. The author’s point of reference is that the BMZ not only promises to promote sustainable development, but indeed aspires to promoting the global transformation to sustainability. As Stierle elaborates convincingly, this is a massive mandate that a single government department cannot rise to on its own.

The short book has a not even 180 pages, but Stierle thoroughly dissects BMZ rhetoric. He starts with an excellent review of 50 years of critical writing about official development assistance (ODA). From the start, the declared goal was to reduce poverty. Initially, donors promised to develop “underdeveloped” nations after World War II. Today, eyes are set on a global transformation to sustainability (see Mahwish Gul in D+C/E+Z e-Paper 2020/09, Focus section). To what extent it was achieved always remained in doubt. Over the decades, important points that critics raised included that:

  • development programmes only deepened newly independent nations’ dependency on former colonial powers,
  • aid money fostered corruption, whilst blocking policymakers’ ambitions to develop their nations, or
  • aid really did not make much of a difference in the global capitalist system.

To some extent, it would be easy to prove the critics wrong, but Stierle is quite generous. While he does note in passing that the share of desperately poor people around the world has been in decline for many years (see Sabine Balk in D+C/E+Z e-Paper 2018/09, Focus section), the author is more interested in appreciating valid points than in finding flaws in critics’ argument. He then declares that more fundamental criticism of development efforts would make sense.

Soft-law principles

In his eyes, it is a core problem that BMZ policies are based on soft law. For example, neither the Universal Declaration of Human Rights, nor the UN’s Sustainable Development Goals nor the Paris Agreement on Climate Change are binding law. Governments around the world have officially endorsed them, but they have also made sure that they are not enforceable against their will.

Adding to the difficulties, the soft law principles are more controversial than generally acknowledged. Germany and other western nations, for example, have never shown a serious interest in the social, economic and cultural human rights. Moreover, there is also an implicit tension between the environmental SDGs and the economic and social SDGs. If the goal of eradicating poverty is achieved through economic growth, for example, the global environment is doomed. Reducing inequality is high on the SDG agenda, and the BMZ promises to make it happen. However, as Stierle points out, Germany does not have a track record of limiting inequality at home. Instead, social disparities are widening.

Another issue Stierle raises is that we have no clear understanding of what “transformation” means. On the one hand, it is well understood that business as usual cannot go on in view of the climate crisis, the dwindling of biodiversity and related ecological challenges. On the other hand, donor agencies still pretend that advanced nations are leading the way. The full truth, Stierle insists, is that no prosperous country has so far adopted a sustainable lifestyle.

Unconvincing response

For a long time, multilateral and bilateral development agencies have been responding to criticism by publishing evaluation reports which claim to assess the achievements objectively. Evaluation is supposed to serve several purposes, from proving effectiveness to improving operations. As Stierle argues, the evaluation industry has generated many jobs, spawned a jargon of its own and published libraries’ worth of documents. Nonetheless, it has not convinced the general public of the merits of aid. Part of the problem is that the results of a project differ from outcomes at the community level, which in turn differ from much needed macro-level change.

Stierle thus shows convincingly how shaky the foundations on which BMZ policies are built really are. Nonetheless, he insists that ODA efforts must go on. The point is that our future is doomed if humankind does not rise to the global challenges of poverty and environmental change. The SDGs may only be soft law, but they are the international community’s valid response to very real problems. Giving up is not an option.

Civil-society agencies have long argued that the BMZ is struggling with whole-of-government problems (see, for example, Bernd Bornhorst in D+C/E+Z e-Paper 2016/04, Debate section). Stierle agrees. Within the cabinet, it is the development minister’s job to represent global interests, while other ministers focus on German interests. German arms exports or European farm subsidies have a tendency of undermining BMZ efforts. In a similar sense, the cabinet tends to prioritise the interests of the car industry over SDG achievement.

Becoming more competent

Stierle does an amazing job of analysing these and other matters. His conclusion is that the BMZ must increase its competence in:

  • dealing with ambivalence (because very few developments are either entirely good or entirely bad),
  • promoting modernisation (since incremental progress is often ambivalent, achieving some positive results but also triggering new crises),
  • driving transformation (which is only insufficiently understood so far),
  • boosting its own legitimacy (which current rhetoric does not safeguard properly) and
  • referring to social values and religious beliefs (because they have a bearing on society, but have been neglected in ODA efforts for far too long – see my contribution in D+C/E+Z 2017/05, Monitor section).

This is a daunting agenda. To a large extent, Stierle does not offer solutions, but is trying to guide expert discourse in a direction that may eventually lead to solutions. The scope of what is needed may seem discouraging, but it is a good sign that a BMZ officer is able to assess the dilemmas so accurately. To find the right answers, one needs to ask the right questions first.

Reference
Stierle, W., 2020: Über Leben in planetarischen Grenzen (“On life within planetary boundaries”, only available in German). Munich: oekom verlag.

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ARTS seminar series : „SDG5: Land rights for women and gender equality“

Postgraduates - 6. Januar 2021 - 1:10

The Agricultural Sciences and Resource Management in the Tropics and Subtropics (ARTS) seminar series of the University of Bonns are focussing this winter term on:
„The Sustainable Development Goals: Case studies & operationalization“.

On January 7th Isabel Kempf from the United Nations research Institute for Social Development will give a presentation on SDG5: „Land rights for women and gender equality“.

You are cordially invited to join the virtual meeting!

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ARTS seminar series : „SDG 16: The Peace Sustainability Nexus—A Critical Reflection“

Postgraduates - 6. Januar 2021 - 1:06

The Agricultural Sciences and Resource Management in the Tropics and Subtropics (ARTS) seminar series of the University of Bonns are focussing this winter term on:
„The Sustainable Development Goals: Case studies & operationalization“.

On January 14th Conrad Schetter from the International Center for Conversion Bonn will give a presentation on
SDG16: „The Peace Sustainability Nexus—A Critical Reflection“.

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ARTS seminar series : „SDG13: The use of scientific information in international negotiation processes“

Postgraduates - 6. Januar 2021 - 1:01

The Agricultural Sciences and Resource Management in the Tropics and Subtropics (ARTS) seminar series of the University of Bonns are focussing this winter term on:
„The Sustainable Development Goals: Case studies & operationalization“.

On January 21st Koko Warner from the Climate Secretariate will give a presentation on
SDG13: „The use of scientific information in international negotiation processes“.

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ARTS seminar series : „SDG11: Sustainable cities and communities“

Postgraduates - 6. Januar 2021 - 0:56

The Agricultural Sciences and Resource Management in the Tropics and Subtropics (ARTS) seminar series of the University of Bonns are focussing this winter term on:
„The Sustainable Development Goals: Case studies & operationalization“.

On January 28th Yunus Arikan from Local Environmental Initiatives will give a presentation on
SDG11: „Sustainable cities and communities“.

You are cordially invited to join the virtual meeting!

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ARTS seminar series : „SDG12: Examples and implications of responsible consumers‘ behavior“

Postgraduates - 6. Januar 2021 - 0:51

The Agricultural Sciences and Resource Management in the Tropics and Subtropics (ARTS) seminar series of the University of Bonns are focussing this winter term on:
„The Sustainable Development Goals: Case studies & operationalization“.

On February 4th Kathleen Jacobs  from the Sustainability Campus Bonn will give a presentation on
SDG12: „Examples and implications of responsible consumers‘ behavior“.

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ARTS seminar series : „SDG15: Combatting desertification“

Postgraduates - 6. Januar 2021 - 0:46

The Agricultural Sciences and Resource Management in the Tropics and Subtropics (ARTS) seminar series of the University of Bonns are focussing this winter term on:
„The Sustainable Development Goals: Case studies & operationalization“.

On February 11th Barron Joseph Orr from the Desert Secretariate will give a presentation on
SDG15: „Combatting desertification“.

You are cordially invited to join the virtual meeting!

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Meeting-ID: 929 5571 9896
Access code: 119536

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Chinas Finanzierung des UN-Entwicklungssystems

DIE - 5. Januar 2021 - 16:57

Die chinesischen Beiträge zum Entwicklungssystem der Vereinten Nationen (UNDS) sind in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Finanzielle Beiträge sind für China zu einem wichtigen Instrument geworden, um weltweit mehr Einfluss auszuüben. Allerdings sieht sich die Volksrepublik China mit unterschiedlichen Erwartungen konfrontiert.

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Dazwischen – Rückblick ins Jahr 2020 und Ausblick ins Jahr 2021

EINEWELTblabla - 5. Januar 2021 - 15:35

Und wieder ist ein Jahreswechsel abgeschlossen. Das Alte vorbei, das Neue noch ungewiss. Zwischen den Jahren kommen einem oft Gedanken darüber, was war und darüber, was sein wird. Wir möchten dieses Jahr mit euch in diesem Dazwischen, in diesem schwankenden Hin und Her beginnen. Dazu nehmen wir euch auf einen kleinen Jahresrückblick der etwas anderen Art mit und wollen euch gleichzeitig ein bisschen Schwung für die kommende Zeit mit die an die Hand geben.

Der Blick zurück: die top five

Wir von EineWeltBlabla haben uns gefragt, was euch in dem letzten Jahr interessiert hat, welche Themen und welche Projekte ihr verfolgt habt. Und dabei sind diese folgenden fünf Artikel hervorgetreten, denen ihr am meisten Aufmerksamkeit geschenkt habt. Wir stellen euch diese fünf Artikel hier nochmal kurz vor und verlinken sie euch, falls ihr sie nochmal nachlesen wollt.

Die Ökostrom-Lüge

Darunter war zum einen der Aspekt der Energiewende und der Lüge hinter manchem Ökostrom-Angebot. Denn nicht überall wo grün draufsteht, ist auch nur grün drin. Zum einen ist der Herkunftsnachweis für Ökostrom oft problematisch, andererseits schwindeln die Stromanbieter teilweise bei ihren Etiketten. Und auch die nachhaltige Investition von den Gewinnen in den Ausbau von erneuerbaren Energien funktioniert auf europäischer Ebene nicht ausreichend. Trotz allem ist es sinnvoll in grünen Strom zu investieren, denn Nachfrage und Angebot regeln sich bekanntlich gegenseitig.

Wider die Corona-Langeweile: Online-Kurse, Online-Spiele und Apps

Zum anderen hat euch das Angebot an Apps und Online-Spielen zu verschiedenen Klima- und Umweltthemen interessiert, um eure Langeweile in Coronazeiten zu überbrücken. Denn auch die Unterforderung des ständigen Zuhause-bleiben-müssens war und ist für viele eine Form der Überforderung. Und ein bisschen Beschäftigung und neuer Input kann da manchmal wirklich sehr weiterhelfen.

Minimalismus und Nachhaltigkeit

Auch der Gastbeitrag von Carlos zum Thema Minimalismus und Nachhaltigkeit wurde oft gelesen. Er erklärt, wie wir mit einem minimalistischen Konsum die Umwelt schützen können. Und inwiefern ein minimalistischer Lebensstil auch sehr positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat.

Rojava – Ökologie, Feminismus, Demokratie

Vielleicht erinnert ihr euch auch noch an das autonome Gebiet Rojava im Norden von Syrien, das wir euch vorgestellt haben. Als ein Beispiel für ein praktiziertes Experiment einer direkten kommunalen Demokratie mit radikaler Ökologie und feministischer Emanzipation. Als ein Beispiel für eine Alternative zu dem bestehenden System der kapitalistischen Moderne.

Fakten statt Vorurteile: Afrika hat mehr zu bieten als Armut

Der Gastbeitrag von Katja Scherer zu Wirtschaft in Afrika bildet den Abschluss eurer Top FIVE Artikel. Dort stellt sie ihren Blog WirtschaftinAfrika.de vor, mit dem sie auf die Vielfältigkeit der Menschen und Orte in Afrika aufmerksam machen möchte.

Der Blick nach vorne

Ein neues Jahr beginnt auch oft mit dem Brauch der neuen Vorsätze. Mit der Möglichkeit etwas neu anzufangen oder auszuprobieren. Warum es da hilft, auf die Artikel aus dem letzten Jahr zu blicken? Die Idee ist, euch zu zeigen, dass all diese Themen auch in diesem Jahr nicht an Relevanz verlieren. Und auch nicht ihre verschiedenen Gesichter. Ob nun in Form der Energiewende, dem kritischen Hinterfragen des Konsums, dem Gestalten einer Alternative zu kapitalistischen Lebensformen oder dem Öffnen von neuen Blickwinkeln auf globale Zusammenhänge und dem Öffnen zu enger Perspektiven auf andere Kulturen. Das alles sind Möglichkeiten und Wege, diese Eine Welt zu verändern – und zwar nachhaltig. Und mit dieser Vielfalt im Blick wollen wir mit euch in dieses neue Jahr starten!

-Ronja-

Das Beitragsbild ist von Manuel Meurisse auf Unsplash.

Der Beitrag Dazwischen – Rückblick ins Jahr 2020 und Ausblick ins Jahr 2021 erschien zuerst auf EineWeltBlaBla.

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Zentralamerika: mit Agrarökologie dem Klimawandel trotzen

INKOTA - 5. Januar 2021 - 12:01
Wer die bittere Realität des Klimawandels sehen möchte, braucht den Blick nur auf Zentralamerika zu richten. 45 Extremwetterereignisse, 164 Todesopfer pro Jahr und jährliche Schäden in Höhe von 223 Millionen US-Dollar - das ist die Bilanz der Jahre 1998 bis 2017 in Nicaragua. Damit steht das Land im globalen Klima-Risiko-Index der am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffenen Länder an sechster Stelle. Guatemala folgt knapp dahinter auf Rang 14. Mehr Extremwetterereignisse durch Klimawandel Auch die Projektgemeinden der Partnerorganisationen INKOTAs in Guatemala und Nicaragua sind von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Immer wieder werden sie von Extremwetterereignissen wie tropischen Wirbelstürmen, Dürren, Starkregen oder Überschwemmungen heimgesucht. Dadurch werden große Teile der Ernten von Kleinbauernfamilien zerstört und bestehende Probleme wie Hunger und Armut verschärft. Antworten auf den Klimawandel und die damit einhergehenden Herausforderungen zu finden, ist deshalb in den vergangenen Jahren immer mehr ins Zentrum der Projektarbeit INKOTAs und unserer Partnerorganisationen gerückt. Agrarökologie schafft Perspektiven Viele unserer Partnerorganisationen in Zentralamerika setzen auf Agrarökologie um dem Klimawandel zu trotzen. Dabei geht es vor allem darum, mit umweltfreundlichen Anbaumethoden und unterschiedlichen Pflanzensorten geschlossene Kreisläufe und Synergien zu erzeugen:
  • Der Abfall der einen Pflanze bildet die Grundlage für eine andere
  • Dadurch, dass auf synthetische Düngemittel und Pestizide verzichtet wird, schont diese Anbaumethode die Böden, fördert die Artenvielfalt und reduziert die CO2-Emissionen
  • Auf äußerst kleinen Flächen werden Getreide, Gemüse, Obst und Kräuter nebeneinander angebaut. So entwickelt sich ein kleines, aufeinander abgestimmtes Ökosystem
Die positiven Nebeneffekte einer solchen Methode: der vielfältigere Anbau führt zu einer gesünderen Ernährung und kann bei Extremwetterereignissen Ernteverluste leichter auffangen, da nicht alle Anbaukulturen gleichermaßen von ihnen betroffen sind. Diverserer Anbau, bessere Böden Die Anbaukulturen zu diversifizieren ist für die Projektleiterin Flor Martínez von unserer Partnerorganisation ODESAR in Nicaragua ein zentraler Schritt bei der agrarökologischen Umgestaltung landwirtschaftlicher Parzellen: „Wenn wir diversifizieren, dann bauen wir statt einer einzigen Anbaukultur verschiedene Pflanzen an. Dadurch fügen wir dem Boden verschiedenste Nährstoffe zu. Indem wir Bäume pflanzen, verhindern wir außerdem die Erosion, da die Intensität des Regens abgeschwächt und weniger Boden weggespült wird. Dadurch bleibt der Boden nährstoffreich und wir haben ertragreichere Ernten.“

Marco López aus der Gemeinde Azancor zeigt uns seine Wurmkompostierung, mit der er die Bodenfruchtbarkeit seiner Gemüsebeete verbessert.

Chemikalienfrei dank Agrarökologie Ein weiterer wichtiger Erfolg ist, dass Familien die an agrarökologisch orientierten Projekten teilnehmen, kaum noch chemische Düngemittel benutzen. Stattdessen stellen sie ihren eigenen organischen Dünger her. „Auch verbrennen die Familien kein Unkraut und keine Ernterückstände mehr, bevor sie ihre Felder bestellen“, stellt Flor Martínez fest. „Insgesamt hat ein starker Wandel hin zu mehr Umweltbewusstsein stattgefunden. Dazu zählt auch, dass wir einheimisches Saatgut verwenden, das den lokalen Bedingungen besser angepasst ist und kaum Agrochemikalien benötigt.“ Dadurch werden die Kleinbauernfamilien auch unabhängiger vom Markt und den internationalen Agrarunternehmen. „So beinhaltet Agrarökologie eine Vielzahl an Techniken, die es uns ermöglichen trotz des Klimawandels unsere Nahrungsmittel zu produzieren“, fasst Flor Martínez zusammen. Auch in Guatemala erfolgreich Auch in Guatemala konnte durch agrarökologische Projekte viel erreicht werden. Die Landpastorale von San Marcos, INKOTAs Partnerorganisation, fördert eine Diversifizierung der landwirtschaftlichen Produktion und die Anwendung von agrarökologischen Methoden und alternative, angepasste Technologien. Statt wie traditionell ausschließlich Mais und Bohnen anzubauen, pflanzen die am Projekt teilnehmenden Kleinbauernfamilien jetzt auch eine Vielzahl an Gemüse-, Kräuter- und Obstsorten an. Häusliches Abwasser wird durch ein einfaches Kohlefiltersystem geklärt und kann dadurch für die Bewässerung des Gemüses wiederverwendet werden.

Mitglieder des von INKOTA unterstützten Agrarökologischen Produzent*innen-Netzwerks PPAS waschen ihr Bio-Gemüse, bevor sie es auf dem Wochenmarkt in Tojchoc Grande verkaufen.

Kleine Veränderungen, riesiger Unterschied Projektleiter Rony Aguilar zeigt sich durchweg begeistert von dem Projekt: „Viele kleine Veränderungen machen einen riesen Unterschied. Agrarökologie ist ein ganzheitlicher Ansatz. Es geht uns nicht nur um Landwirtschaft, sondern Gesundheits- und Hygieneaspekte müssen unbedingt mitgedacht werden.“ So bauen die Kleinbauernfamilien im Rahmen des Projekts Heilkräuter an und verarbeiten sie zu Salben, Tee, Hustensäften und Tinkturen. Gewächshäuser gegen den Klimawandel In den Projektgemeinden im Landkreis Sipakapa im guatemaltekischen Hochland werden derzeit Tunnelgewächshäuser errichtet. „Das ist gleich in dreifacher Hinsicht eine äußerst wirksame Maßnahme“, so Rony Aguilar. „Auf der einen Seite reicht dadurch eine Tröpfchenbewässerung aus und die knappen Wasserressourcen werden optimal genutzt. Auf der anderen Seite werden die Pflanzen vor zu starken Regenfällen und Hagel geschützt, was im Hinblick auf die sich verschärfenden Auswirkungen des Klimawandels besonders wichtig ist. Drittens können bei den konstant warmen Temperaturen im Gewächshaus Gemüsesorten angebaut werden, die unter freiem Himmel keine Chance hätten. Dadurch wird die Ernährung der Familien sinnvoll ergänzt.“ Agrarökologie: kleinbäuerliche Alternative zu agroindustrieller Landwirtschaft Der agrarökologische Ansatz der INKOTA-Partnerorganisationen ist ein Gegenentwurf zur agroindustriellen Landwirtschaft der großen Agrarkonzerne und stärkt explizit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Die Beispiele aus Zentralamerika zeigen: Wenn Kleinbauernfamilien Agrarökologie umsetzen, dann können sie ihrer misslichen Lage – geprägt von Armut, wenig Land, wenig Wasser und Klimaextremen – entkommen. Ohne die schlechte Hilfe der Agrarkonzerne. Weitere Informationen: Mehr zum Thema Agrarökologie Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit in Guatemala Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit in Nicaragua
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Beyond ‘donor-recipient relations’? A historical-institutionalist perspective on recent efforts to modernise EU partnerships with third countries

DIE - 5. Januar 2021 - 10:50

This paper presents a historical-institutionalist perspective on the EU’s current efforts to modernise its development policy and reform its various relationships with third countries. Applying concepts that endogenise institutional change, the analysis looks into the origin and basis of the policy and describes the various types of development partnership that the EU pursues with third countries. The paper subsequently analyses the 2007 Joint Africa-EU Strategy and the negotiations on EU-ACP post-2020, with a specific focus on how the development of these partnerships over time affects current EU efforts to seek to move beyond donor-recipient relations. It observes a gap between the reform-oriented discourse and the relative continuity in relationships over time, which serves to secure both the support of reform-oriented actors and those seeking to preserve the status quo. Repetition of this strategy over time combined with the need to launch new initiatives as well as changing circumstances affect this broad-based consensus and the legitimacy of the partnerships concerned.

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05.01.2021 Leitfaden veröffentlicht: Bundesregierung stärkt nachhaltige Textilbeschaffung

BMZ - 5. Januar 2021 - 9:00
Die Bundesregierung hat den "Leitfaden für eine nachhaltige Textilbeschaffung der Bundesverwaltung" veröffentlicht. Der Leitfaden definiert erstmals klare soziale und ökologische Nachhaltigkeitskriterien entlang der gesamten Textil-Lieferkette. Damit erleichtert er Beschaffungsstellen des Bundes eine verantwortungsvolle Beschaffung. Entwicklungsminister Gerd Müller: "Mit dem Leitfaden für eine nachhaltige Textilbeschaffung sendet die Bundesregierung ein klares Signal: ...
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ESA kündigt ehrgeizige neue Erdbeobachtungsmissionen mit Satelliten an

reset - 5. Januar 2021 - 6:00
Die ESA plant weitere ambitionierte Satellitenmissionen, die dazu beitragen sollen, dringende ökologische Herausforderungen zu bewältigen. Aber können diese auch verwirklicht werden?
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