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Corona und Heuschrecken: Geballte Katastrophen in Indien

Welthungerhilfe - 29. Mai 2020 - 16:49
Erst Corona, dann der Zyklon Amphan, eine extreme Hitzewelle und nun auch noch eine Heuschreckenplage. Die Menschen in Indien werden zurzeit von vielen Katastrophen gleichzeitig heimgesucht. Unser Kollege Philippe Dresrüsse berichtet aus Indien.
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29. Mai 2020

ONE - 29. Mai 2020 - 15:19

1. GroKo für Stärkung der WHO
Wie unter anderem die Tagesschau und evanglisch.de berichten, will der Bundestag die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stärken. In einem gemeinsamen Antrag von Union und SPD im Bundestag nennen die Regierungsparteien die WHO die „einzige international legitimierte, normgebende Autorität in Gesundheitsfragen“. Sie müsse daher gestärkt und ausreichend finanziert werden. Die Bundesregierung solle sich daher unter anderem für höhere Pflichtbeiträge stark machen und zudem „eine ehrgeizige Strategie zur globalen Gesundheitspolitik“ vorlegen. Das Thema soll auch während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte vorangetrieben werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich zudem offen gegenüber weiteren internationalen Hilfen für schwächere Staaten, wie Reuters meldet. Die internationale Gemeinschaft müsse ihre Kräfte bündeln und solidarisch sein, wie Merkel bei einer Videokonferenz der Vereinten Nationen am Donnerstag erklärt habe.

2. Coronahilfen zu kurzfristig gedacht?
In einem Spiegel-Interview erklärt der australische Armutsforscher und Völkerrechtler Philip Alston, wieso er als Folge der Coronakrise ein Zeitalter strikter Sparmaßnahmen erwartet. Das Coronavirus treffe nicht alle Menschen gleich. Gerade stärker von Armut betroffene Gruppen seien besonders gefährdet. Alston warnt, dass finanzielle Hilfen nicht immer ankommen. Zudem helfen sie oft nur kurzfristig, da etwa der Internationale Währungsfonds (IWF) zurzeit zwar großzügig sei, jedoch irgendwann auf die Rückzahlung der Mittel pochen werde. Er kritisiert, dass bisher im Zuge der Krise keine Steuern für Vermögende oder Konzerne erhöht wurden. Der Forscher rechne damit, dass nach der Krise „ein neues Zeitalter brutaler Sparpolitik“ folge. Er kritisiert die strikten Lockdowns in vielen Entwicklungsstaaten, weil sie ohne Rücksicht auf besonders arme Bevölkerungsteile beschlossen worden sein. Sehr viele Menschen könnten an Hunger sterben, weil sie keine Möglichkeit haben Tagelöhner-Jobs nachzugehen, Vorräte anzulegen oder weitere Entfernungen zurückzulegen, um an Nahrung zu kommen. Zudem seien internationale Hilfsorganisationen durch die Beschränkungen in ihren Tätigkeiten eingeschränkt. Ein Schuldenerlass statt einer Stundung könne seitens der reicheren Staaten eines der hilfreichsten Mittel sein, so Alston. Wie evangelisch.de weiter meldet, fordert UN-Generalsekretär António Guterres Schuldenerleichterung für alle Entwicklungsstaaten. Das Schuldenmoratorium der G20 von April sei lediglich ein erster Schritt in die richtige Richtung. Jedoch seien dabei nicht alle hoch verschuldeten Staaten berücksichtigt worden, so Guterres.

3. Beatmungsgeräte Marke Eigenbau für Entwicklungsstaaten?
Wie Tom Kattwinkel in der Zeit Online thematisiert, hoffen ärmere Staaten, in denen kaum Beatmungsgeräte vorhanden sind, jetzt auf Eigenbau-Geräte von Start-ups und Studierenden. Neben Personal fehle es in bei der Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern vor allem an der Ausstattung. Laut OECD-Bericht stehen in Deutschland pro Millionen Einwohner*innen 339 Intensivbetten zur Verfügung. In Malawi seien es für die gleiche Zahl an Menschen lediglich knapp 2 Intensivbetten. Zudem gebe es dort landesweit gerade mal 17 Beatmungsgeräte. Das 360° Institute for Global Health der Rice University in Houston in den USA arbeite daher mit Entwicklungsstaaten wie Malawi zusammen, um günstigere Beatmungsgeräte aus Materialien bereitzustellen, auf die alle Menschen weltweit Zugriff haben. Wie die Zeit Online meldet, rechnet der US-Pharmakonzern Pfizer damit, dass ein Corona-Impfstoff zuerst für reichere Staaten zur Verfügung stehen wird. Die heutigen Technologien verlangen eine Lagerung von Impfstoff bei minus acht Grad, wofür in Afrika wahrscheinlich die Infrastruktur fehle, so Bourla. Erst in einer zweiten Welle wolle der Konzern dann darauf hinwirken, Produkte zu entwickeln, die auch ohne extreme Kühlung funktionieren. Unter anderem das Redaktionsnetzwerk Deutschland, Die Presse und das österreichische Volksblatt berichten, dass in Malawi 400 Menschen aus einem Isolationszentrum geflüchtet sind. Gründe seien mangelnde Versorgung mit Essen und Trinken und schlechte hygienische Bedingungen. Auch in Simbabwe seien mehr als 100 Personen aus Isolationszentren geflohen.

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Unter Gottes Schutz

E+Z - 29. Mai 2020 - 14:59
Burundi hat gewählt – weitgehend ohne Vorkehrungen gegen die Ausbreitung von Covid-19

Der neue Staatschef des kleinen ostafrikanischen Landes ist Evariste Ndayishimiye, Generalsekretär der Regierungspartei CNDD-FDD und enger Vertrauter von Noch-Präsident Pierre Nkurunziza, der nach drei Amtszeiten nicht wieder kandidiert hatte (siehe meinen Kommentar in E+Z/D+C e-Paper 2019/10, Debatte). Im August soll Ndayishimiye sein Amt antreten. Gleichzeitig mit ihm haben die Burundier am 20. Mai die Mitglieder des Parlaments und der Kommunalräte gewählt.

Mehr als 5 Millionen Wähler sind in Burundi registriert, mehr als 4 Millionen haben nach Angaben der Wahlkommission an der Abstimmung teilgenommen. Schutzvorkehrungen gab es so gut wie keine. Bereits im Wahlkampf, der vom 27. April bis zum 7. Mai dauerte, war von Abstand nichts zu sehen. Ganze Karawanen bewegten sich durchs Land und ließen kaum einen Hügel aus. Für die tausenden Parteianhänger, die vielerorts in Großveranstaltungen zusammenkamen, um die Kandidaten zu sehen, standen bestenfalls ein Eimer Wasser und ein Stück Seife oder Desinfektionsgel parat. Die Kandidaten traten ohne Gesichtsmaske auf.

Offiziellen Angaben zufolge gab es bis Mitte Mai nur 42 Corona-Infektionen und einen Todesfall im ganzen Land. Es wird jedoch wenig getestet, das wahre Ausmaß ist somit unbekannt. Die Regierung erklärte, Burundi stehe unter göttlichem Schutz. Sie rief die Bevölkerung aber trotzdem dazu auf, die angeordneten Hygienemaßnahmen einzuhalten – womit sie gleichzeitig diejenigen warnte, die es ihrer Meinung nach mit den Schutzvorkehrungen zu weit trieben.

Regierungssprecher Prosper Ntahorwamiye nannte in dem Zusammenhang die französische und die belgische Schule in Burundi, die den Betrieb aus Sorge vor einer Ausbreitung von Covid-19 eingestellt haben. In Nachbarländern wie Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo war bereits ein Lockdown im Gespräch.

Streit gab es zudem mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Wenige Tage vor der Wahl erklärte das Außenministerium die vier WHO-Repräsentanten in Burundi zu Personae non gratae. Einen Grund gab es nicht an. Es ist aber wahrscheinlich, dass das WHO-Team sich aus Sicht der Regierung auf unangemessene Weise in Burundis Umgang mit der Pandemie eingemischt hatte.

An dem weiteren Verlauf der Coronakrise wird sich auch der neue Präsident messen lassen müssen. Zunächst steht jedoch Ndayishimiyes Wahlsieg in Zweifel. Agathon Rwasa, der Kandidat der Oppositionspartei CNL, der dem vorläufigen offiziellen Ergebnis zufolge mit 24 Prozent der Stimmen weit hinter dem Sieger mit 69 Prozent landete, reklamiert den Sieg für sich. Er wirft der Regierung Wahlbetrug vor und will das Ergebnis vor dem Verfassungsgericht anfechten. Auch andere Beobachter sprachen von erheblichen Unregelmäßigkeiten. Internationale Wahlbeobachter waren bei dem Urnengang nicht zugelassen.

Mireille Kanyange ist Journalistin und Reporterin bei Radio Isanganiro in Burundi.
mika.kanyange@gmail.com

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agl-Dokumente Nr. 23: Zukunft gestalten ist gemeinnützig!

agl - 29. Mai 2020 - 11:55

 

Das Urteil des Bundesfinanzhofs zur Gemeinnützigkeit des Trägervereins von Attac und die Folgen stellen die Gemeinnützigkeit von Organisationen in Frage, die ihre gemeinnützigen Ziele auch dadurch verfolgen, dass sie versuchen, Einfluss auf die politische Willensbildung nehmen.

 

Das Problem durch das Attac-Urteil betrifft auch weite Bereiche von Eine Welt-Arbeit und entwicklungspolitischer Bildungs- und Informationsarbeit. Darum hat das Fachforum Partizipation und Zivilgesellschaft das hier vorliegende Hintergrund- und Diskussionspapier auf den Weg gebracht.

 

Der Fokus liegt auf der Frage der Gemeinnützigkeit und die Beschränkung von zivilgesellschaftlichem Engagement, wobei wir die Einschränkung von Eine Welt-Aktivitäten nicht allein bundesweit betrachten. Darum enthält dieses Papier auch einen kurzen Exkurs zur Frage, wie die Bundesregierung und die EU sich zur zivilgesellschaftlichen Mitwirkung in der politischen Willensbildung weltweit verhalten.

 

Unter diesem Link können sie das Diskussionspapier downloaden: Link

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UN reform and the COVID-19 pandemic – what role for the UN to better serve the world?

DIE - 29. Mai 2020 - 10:54

The Covid-19 pandemic not only threatens to undo development gains and reverse progress in achieving the sustainable development goals of the 2030 Agenda. It also presents an early and serious test for the reform of the UN development system (UNDS), where major reform decisions were taken in 2018 to reposition the UNDS for improved, integrated and strategic support in line with the 2030 Agenda’s interlinked nature.

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Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH)

Weblinks - 29. Mai 2020 - 0:32

Comments:

  • Mit der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH) stellt sich die deutsche Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft den Herausforderungen der Menschheit. Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze und Ideen, wie dieses Ziel zu erreichen ist. Der Kampf gegen den Hunger kann nur gemeinsam gelingen, wenn Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik bereit sind, sich mit ihrer Expertise zu ergänzen und gegenseitig von Erfahrungen zu lernen.
    - Karsten Weitzenegger

Tags: ernährung, hunger, Welt-Ernährung, SEWOH, BMZ, wirtschaft, SDG2

by: Karsten Weitzenegger

Grenzen des transnationalen Wassermanagements am Mekong

SWP - 29. Mai 2020 - 0:00

Asien gehört zu den vom Klimawandel besonders betroffenen Gebieten: Von den zehn Ländern, die von 1999 bis 2018 am meisten von Extremwetter geschädigt wurden, liegen sieben in Asien. Sehr schwer getroffen ist derzeit die Mekong-Region, die von einer Jahrhundertdürre geplagt wird. Ernteausfälle, Nahrungsmittelknappheit und Wassermangel sind nur einige Auswirkungen. Verschärft werden sie durch den Bau von Staudämmen am Oberlauf des Mekong, was oft lokale wie zwischenstaatliche Kon­flikte nach sich zieht. Daher ist es notwendig, ein nachhaltiges transnationales Wasser­management für den Mekong zu etablieren. Unter dem Gesichtspunkt einer globalen Klimapolitik sollte Deutschland sich weiterhin dafür engagieren.

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Cascading of crises in East Africa

SWP - 29. Mai 2020 - 0:00

In East Africa, and particularly in the Horn of Africa, several crises are currently overlapping. For some time now, climate events such as droughts have been creating major food supply bottlenecks in addition to fuelling conflict and war. These events are being exacerbated by a locust swarm that originated in Yemen and has been growing exponentially since October 2019. One of the reasons for the phenomenon is the increasingly frequent climatic event the “India Ocean Drop”, which has led to high levels of humidity and flooding in recent years. By June 2020, locusts are expected to multiply a further 500 times, which poses a massive threat to the crops in the coming harvest, previously forecast to be profitable.

Covid-19 comes as an additional problem, and it is unclear how widespread the virus has already become in East Africa, as there has been little testing. But the official figures are rising, and the number of unreported cases is probably high. What is certain is that the confluence of the pandemic with other crises, as well as the responses to them, will lead to a cascade of problems – a dynamic known from the policy area of civil protection. As a result, a doubling of the number of people affected by extreme hunger has to be expected. 

Covid-19 measures exacerbate the food supply crisis

Health policy responses to Covid-19 are taking place within a frame of extremely limited medical capacities: In Somalia there are 0.028 doctors per 1,000 inhabitants; in Kenya it is just under 0.2 (Germany: 4.2). As in other countries, efforts are being made to expand health capacities and implement hygiene rules. However, the latter are often limited due to poor water infrastructure. In reaction to these limitations, countries in East Africa rely heavily on border closures, travel restrictions, and strict lockdowns to flatten the infection curve. However, it is precisely these measures that make securing the food supply and controlling the locust population more difficult, which in turn leads to further food shortages. This shows that an approach which focuses only on one crisis can exacerbate other crises. There are also different crisis dynamics in urban and rural areas, for which individual responses must be made. At the same time, they influence each other and must be considered together.

Covid-19 and the reactive measures to it reach the populations in cities first and fastest. Here, many of the people who work in the informal sector often live in very confined spaces. They are particularly hard hit by the mobility restrictions, as they are unable to generate income, build up food reserves, or provide for their families. In urban centres, however, it is in principle easier to deliver aid to the suffering populations than in the countrysides – even though Corona restrictions can disrupt the market connections to rural producers with limited mobility. The other heavily affected group is comprised of refugees – in East Africa there are more than 10 million internally displaced persons who are receiving hardly any support. Refugees living in camps are particularly vulnerable to Covid-19, but unlike the day labourers in the cities, they are supplied by external aid organisations.

The lower population densities in rural areas and the widespread subsistence economy tend to make the populations there less susceptible to health and supply risks than city dwellers. However, the majority of farmers still have to buy additional food because their own harvests are not sufficient. They are thus also affected by price increases and supply bottlenecks for food, but also for seeds and fodder, which can be due to the locusts as well as Corona-related border closures and mobility restrictions.

Reconciling health protection and security of supply

How should solutions be tailored to do justice to this complex situation with its many interdependent crises and problems? First of all, government agencies must find ways to connect towns and countrysides to supply markets in the towns and cities and enable providers in the countrysides to make a living. African experience in dealing with Ebola can also be drawn on, according to which health protection and security of supply could be well reconciled. In West Africa, for example, there were collection points for the domestic trade of food, in which only a few people – using personal protective equipment – were involved. East Africa and the Horn are also pioneers in cashless financial transactions. This makes it possible to provide direct financial support to endangered population groups instead of direct food aid. Aid is thus distributed more fairly, the population can decide for itself how best to use the money, depending on the local situation, and the domestic market is strengthened.

At the regional level, the Intergovernmental Authority on Development could provide coordination for the crisis response: Based on excellent networking, it has proven to be essential for information about Covid-19 in the region.

International efforts should be made to ensure the trade in food and feed, insecticides, and drones; trade restrictions on these essential goods in particular must be dismantled. It must also be ensured that aid workers can move freely on the ground. Rapid financial assistance is also needed to respond to the expected increase in locust swarms, something that has been decided now by donors such as the World Bank and the EU.

In all local, regional, and international approaches, the longer-term problem of climate change should be considered an underlying major driver for several crises.

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Die Krise als Aufruf zur Solidarität – Gedanken zu Pfingsten

Misereor - 28. Mai 2020 - 23:11
Vor knapp drei Monaten änderte sich unser Alltagsleben drastisch. Anfängliche Hoffnungen auf eine grundlegende Veränderung „nach Corona“ verlieren nun immer mehr an Potential.

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Individual Preferences and Self-Selection into Emigration in Developing Countries

GIGA Event - 28. Mai 2020 - 16:16
Lecture by Dr. Tobias Stöhr Virtual Event GIGA Seminar in Socio-Economics Referent*innen [Dr. Tobias Stöhr](https://www.ifw-kiel.de/de/experten/ifw/tobias-stoehr/) is senior researcher at the Kiel Institute for the World Economy (IfW) Forschungsschwerpunkte Wachstum und Entwicklung Anmeldung erforderlich

UN reform and the COVID-19 pandemic – what role for the UN to better serve the world?

DIE Blog - 28. Mai 2020 - 13:00

By Artodidact on Pixabay

The Covid-19 pandemic not only threatens to undo development gains and reverse progress in achieving the sustainable development goals of the 2030 Agenda. It also presents an early and serious test for the reform of the UN development system (UNDS), where major reform decisions were taken in 2018 to reposition the UNDS for improved, integrated and strategic support in line with the 2030 Agenda’s interlinked nature.

2019 was a transformational year for the UNDS, as reforms were implemented and began to take root. Therefore UN Secretary-General Guterres’ annual report on the UN development system was eagerly awaited. The report can be seen as a near midterm-review of the ongoing reform of the UNDS, written at the onset of the Covid-19 pandemic. While self-confident about the success in reform implementation achieved so far (such “positivity” is of course in the DNA of the UN), the report is also self-critical regarding shortcomings and hints at looming challenges.

Both member states and UN agencies are asked to support the reform

The reform is “on track”, says the Secretary-General. An UN DESA survey among UN Resident Coordinators and developing country governments demonstrates measurable improvements on the ground. In some areas, such as the reform of the Resident Coordinator system, progress is faster; others such as the efficiency agenda and the reform of the UN’s regional structures prove to be more difficult and require “ongoing leadership from all involved.”

This frankness about shortcomings is laudable. Reform enthusiasm of UN entities cannot be taken for granted, warranting continued coordinated support from member states. Nor are member states fully on track for meeting their commitments made in the UN Funding Compact (agreed in 2019). Increases in the share of core funding or softly earmarked resources are key enablers for a reformed UNDS. Yet funding for instruments such as Joint SDG Fund falls short of what the Funding Compact calls for.

A revived system of UN Resident Coordinators

At the heart of the reform is the Resident Coordinator system, which has been detached from UNDP and now operates under the direct leadership of the Secretariat, with authority over the (on average 18) UN entities active in every developing country. A clear majority of 75% of Resident Coordinators report that they can make final decisions on the distribution of common resources, up from 61% in 2017. Developing countries confirm this. 79% of the governments surveyed agree that the Resident Coordinator “effectively leads and coordinates”. Interestingly, however, this number is down from 92% in 2017, which was before the reform.

New focus on transborder work

The “UN Sustainable Development Cooperation Frameworks”, which comprise the UN agencies’ collective response to country’s needs, are a key element of the new ways of planning and working together. They are not novel, but rather a new currency, after the old one (the UN Development Assistance Frameworks, known as “UNDAFs”) suffered from inflation. The UNDAFs were too often just a compilation of all activities planned by individual UN entities. The Coordination Framework’s explicit focus on transborder and regional work though is new and could strengthen the UN’s comparative advantages. Most of the UN’s development work has been heavily compartmentalized, yet transborder issues – not least the Covid-19 pandemic – could amplify the UN’s development offer.

The reform of the UN’s regional structure, where a simplification of the coordination mechanisms was decided but not yet implemented (among other things), can be expected to further advance this aspect.

Efficiency, transparency and results-orientation

On efficiency, a key interest in particular of donors, progress is slower. A goal was set to achieve savings of USD 300 million per year. More work remains to be done for the prospect of achieving this target. If the USD 300 Mio. are big or small, depends on the perspective (its approximately 1 % of the UNDS’s total annual expenditure). The more important aspect is probably that greater efficiency translates into smoother inter-agency coordination. A system is promised to go online in the second half of 2020 that tracks efficiency gains.

On transparency and results-orientation – an ongoing concern for decades – the report presents a whole bundle of achievements, initiatives, and priorities. In our recent report on earmarking in the UN, we concluded that there is still vast potential to improve transparency, in particular on funding and results. Currently, only UNDP provides project-level transparency. Project and programme evaluations are a good window in the UN’s field work, but are available only for a fraction of (UNDP) projects and country offices, and only after the completion of activities. The new UN Info will provide system-wide data on funding flows and activities of the UN within individual countries and might help address this transparency gap.

Challenging member states to up-date mandates on UN functions

The report is surprisingly ambitious in the sense that it demonstrates the willingness to go beyond consolidating what’s been achieved, even at the onset of the pandemic. The Secretary-General asks member states to raise the bar in their guidance to the UNDS and spell out the functions they see for the UNDS in more detail. So far, the current UNDS reform process was about institutional structures and processes, but there was an almost striking neglect of the question what policies the UN should pursue. The concentration rather on the form than the function of the UNDS also partially explains the success of this reform round – previously, member states failed to agree on priorities.

Support for national policy-making is one issue singled out by the Secretary-General – and rightly so as here the UNDS has a potential advantage over bilateral donors in supporting governments in finding integrated solutions for sustainable development in line with global agendas. All UN organisations present themselves as “policy” institutions that address root causes, help shape policies, and strengthen fundamental rights. “The UNDS will need to support governments with policy options and technical advice to make difficult choices.” This could mark a turning point in “delivering things” to “delivering thinking” (UNFPA).

Perspectives on policy-making and the UN’s advantage

Policy work is not easy. It’s hard to measure, takes time and can be politically risky as it requires balancing and shaping interests within a society. It is much easier to excite donors about implementation and service delivery work. But UN evaluations consistently point out the flaws in such downstream work: It often reaches only a relatively minor subset of the population and tends to have little effect beyond the duration of the intervention. Pilot projects are often not scaled up as planned.

Based on the survey of partner governments, the Secretary-General also challenges member states to provide guidance on the UN’s substantive policy areas. The UNDS clearly has its SDG darlings and orphans, the latter include SDGs 9 (infrastructure), 11 (settlements) and 12 (sustainable consumption). Those identified for a marked upgrading to respond to the articulated needs are SDGs 1 (poverty), 8 (economy) and 13 (climate).

The Secretary-General’s request to clarify the UNDS’s functions provokes a more fundamental question about the role of the UN: Should the UN be that global multilateral body where everything it does flows from and serves the common interest, or should it be a service provider, collectively owned, but optimized for meeting the various specific needs of (developing) states? The report also uses the term “global public goods” and ask member states to address the UNDS’ contribution to the Agenda 2030 implementation in states that are not traditional programme countries. The Covid-19 pandemic might provide an impetus to rebalance the UN more to its global functions.

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Der Menstrual Hygiene Day oder warum wir mehr über Menstruation reden sollten

EINEWELTblabla - 28. Mai 2020 - 11:55

Seine Periode haben, menstruieren, seine Tage haben– das alles sind Begriffe, die dasselbe meinen, nur unterschiedlich direkt thematisieren: Frauen* bluten einmal monatlich für durchschnittlich eine Woche, da die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird, wenn sich keine befruchtete Eizelle darin befindet. So, jetzt ist es raus. War gar nicht so schwer auszuschreiben.

Billige oder gar kostenlose Periodenprodukte, Stars, die in der Öffentlichkeit mit Blutflecken auf der Hose auftreten – es scheint sich etwas zu tun in der Welt der Menstruation. Heute, anlässlich des „Menstrual Hygiene Day“, möchten wir mit euch einen Blick auf das Thema Menstruation in der ganzen Welt werfen. 

In unserem Artikel von letztem September haben wir euch bereits umweltfreundliche Menstruationsprodukte vorgestellt. Doch das Thema Menstruation hat auch über Nachhaltigkeit hinaus eine große Bedeutung. Für uns hier in Deutschland ist es häufig mit Scham verbunden, „seine Tage“ zu haben. Doch wie ist das in anderen Ländern der Welt? Und was hat dieses Thema überhaupt auf einem Eine-Welt-Blog zu suchen?

Ein paar Beispiele aus aller Welt   Stigmatisierung

In vielen Ländern dieser Welt werden Frauen, wenn sie ihre Periode haben, als unrein angesehen. Die Scham, über das Thema zu sprechen, ist weit verbreitet.  In einigen Gebieten Indiens, Nepals oder Venezuelas leben Frauen deshalb währenddessen in sogenannten „Menstruationshütten“, entfernt vom Rest der Gemeinschaft. In manchen Gemeinschaften dürfen Frauen erst nach einem ausgiebigen Bad nach ihrer Menstruation wieder am Gesellschaftsleben teilhaben. Und in manchen Teilen Indiens dürfen Frauen während sie menstruieren keine religiösen Stätten besuchen und kein gesalzenes Essen zu sich nehmen.  

Doch was hat diese gesellschaftliche Stigmatisierung noch für konkrete Auswirkungen auf Frauen, die in diesen Gebieten leben?

Fehlende Aufklärung

Viele Mädchen wissen gar nicht genau, was Menstruation eigentlich ist, bis sie sie zum ersten Mal haben. Bei Plan International berichten Mädchen aus Indonesien, Malawi, Burundi, Nepal und Uganda über dieses Erlebnis. So erzählen sie beispielsweise, dass sie bei ihrer ersten Blutung dachten, sie hätten sich verletzt. Sie hätten sich nicht getraut, mit jemandem darüber zu sprechen oder waren überrascht, dass die Blutung mehr als einen Tag andauerte. Diese Verunsicherung zeigt, dass menstruieren häufig ein Tabuthema ist, das Mädchen mit sich selbst ausmachen müssen.

Teure Hygieneprodukte

Der Preis von Periodenprodukten spielt eine zentrale Rolle in der Problematik. Oft haben Familien nicht die finanziellen Mittel, sich diese zu leisten. Eine Abbildung auf der Startseite von der Organisation The Cup zeigt eindrücklich: Das ist ein wirkliches Problem. Zeitungen, alte Socken, Federn, Schwämme oder gar Schulbücher – all das sind Gegenstände, die verwendet werden, wenn das Geld für richtige Hygieneartikel fehlt, um zu verhindern, dass die „durchbluten“. Außerdem steigt durch diese Behelfsprodukte natürlich auch das Infektionsrisiko.

Zwar scheint das Thema im Globalen Norden weniger problematisch zu sein, doch auch hier gibt es „Periodenarmut“, also das Fehlen finanzieller Mittel, um ausreichend Hygieneprodukte zu kaufen. Aus diesem Grund sind mittlerweile bei uns in Deutschland Produkte rund um die Periode durch das Senken der Mehrwertsteuer billiger geworden. Menstruationsartikel wurden zuvor in die Kategorie „Luxusartikel“ eingeordnet, was eine Mehrwertsteuer von 19 % rechtfertigte. Die Mehrwertsteuer  ist nun durch den Druck verschiedener Akteur*innen (mit prominenter Unterstützung von unter anderem Lena Meyer-Landrut, Palina Rojinski und Jan Böhmermann) auf 7 % gesenkt worden, dem Prozentsatz für Artikel des täglichen Bedarfs.

In diesem früheren Artikel von uns könnt ihr euch genauer über die Ideen hinter der Initiative informieren. Und noch ein Positiv-Beispiel: In Schottland werden nun Schülerinnen Binden und Tampons sogar kostenlos zur Verfügung gestellt!

Zugang zu Bildung und zum Arbeitsmarkt

In manchen Ländern kann die Periode dazu führen, dass Mädchen in dieser Zeit nicht zur Schule gehen dürfen oder wollen. Einige Gründe haben wir euch schon erläutert: Fehlende finanzielle Mittel für Menstruationsartikel und die Angst, sie könnten „durchbluten“. Aber auch Scham und das Gefühl „unrein“ zu sein. Hinzu kommt, dass Schulen häufig nicht über Wasserzugänge verfügen und es keine Toiletten gibt, um Periodenprodukte zu wechseln.

Dadurch verpassen die Mädchen Unterricht und haben häufig Schwierigkeiten, den Schulstoff nachzuholen. Und dies kann unter Umständen in der Zukunft die Chancen, eine Arbeit zu finden, verringern. Ähnliche Probleme haben arbeitende Frauen an ihren Arbeitsplätzen. Es entstehen also auf Dauer systematische Nachteile für die Mädchen und Frauen.

Was tut sich aktuell? Und was können WIR tun?

Doch es gibt zum Glück auch viele gute Nachrichten rund um die weltweite Situation der Menstruation. 2018 engagierten sich laut „Menstrual Hygiene Day“ 310 Organisationen in 134 Ländern, um 27, 2 Millionen Mädchen bei Problemen rund um ihre Periode zur Seite zu stehen.

Menstruationstassen und Aufklärung

The Cup oder Rubycup stellen beispielsweise Menstruationstassen zur Verfügung, verbunden mit einem Aufklärungsprogramm zum Thema Menstruation und Gleichberechtigung. Dadurch soll es Mädchen möglich sein, auch während ihrer Periode zur Schule zu gehen, ohne auf sanitäre Anlagen angewiesen zu sein. Die Personen, die Aufklärungsarbeit leisten, kommen dabei aus einem ähnlichen kulturellen Hintergrund wie die Mädchen. Dadurch wird das Gefühl stärker, dass sie mit ihrer Situation nicht allein sind.

Wenn du The Cup oder Rubycup unterstützen magst, kannst du dies entweder durch den Kauf einer Menstruationstasse der Organisationen tun oder spenden. Auch zahlreiche andere Organisationen wie beispielsweise Plan International, Global Citizen oder die Welthungerhilfe verfügen über Programme zum Thema.  

Auch um Aufklärung mit Bildungsmaterial zu fördern, wird etwas unternommen. Menstrupedia hat einen Erklärcomic für Schulen und NGOs entwickelt, der jungen Mädchen helfen soll, zu verstehen, was in ihrem Körper während der Menstruation vorgeht. Dieser findet bereits in 18 Ländern Verwendung und wurde in 16 Sprachen übersetzt.

Aufklärung – auch für Jungen und Männer!

Das Besondere an dem Programm von The Cup ist, dass sich nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen mit Menstruation und Gleichberechtigung beschäftigen. Denn nur wer die Situation von Frauen versteht, kann sich auch in Zukunft rücksichtsvoll verhalten. Und das wiederum kann das Thema in der Gesellschaft insgesamt präsenter machen und entstigmatisieren.

Kampagnen

THINX, eine Unterwäschemarke aus den USA, fällt häufig durch provokante Werbung für ihre Produkte auf. So simuliert ihr neuer Werbespot der Kampagne MENstruation ein Szenario, in dem nicht nur Frauen, sondern auch Männer ihre Tage haben und vermutet, dass dann das Thema deutlich offener angesprochen würde.    

Ein weiterer Schritt zur Ent-Tabuisierung der Menstruation findet ganz in eurer Nähe statt – auf euren Handys! Vielleicht ist es euch schon aufgefallen: Seit 2019 gibt es den Blutstropfen-Emoji, der es Frauen und Mädchen erleichtern soll, mit anderen über das Thema zu schreiben.

Ihr könnt also mithilfe solcher Kampagnen in eigenen Nachrichten oder Posts, aber natürlich auch im realen Leben das Thema an die Öffentlichkeit bringen und mehr darüber sprechen. Immerhin ist es ein Thema das 50 % der Bevölkerung direkt betrifft und 100 % von uns etwas angeht. 

Menstruation in den Medien

Ein gutes Beispiel dafür ist auch Period. End of Sentence (deutscher Titel: Stigma Monatsblutung). Der Kurzfilm gewann 2019 den Oscar als bester Dokumentarfilm. Wenn ein Thema sogar bei der Oscar-Verleihung präsent ist, will das schon etwas heißen. Der Film ist mittlerweile auf Netflix streambar. Darin begleitet ein Kamerateam Schüler*innen der Oakwood Highschool, Los Angeles, die in Indien mithilfe der Organisation „Girls Learn International“ halfen, ein kleines Unternehmen aufzubauen, um Monatsbinden vor Ort herzustellen.

Info-Veranstaltungen

Ihr wollt noch mehr über das Thema lernen? Hier findet ihr das Programm des heutigen Menstrual Hygiene Day, an dem viele Organisationen und Expert*innen ihr Wissen teilen. Schau vorbei!

Ihr seht also: Es tut sich was. Aber bis jede Frau und jedes Mädchen auf dieser Welt sich traut, offen über ihre Menstruation zu sprechen, liegt noch ein weiter Weg vor uns.

Habt ihr noch mehr spannende Infos zum Thema? Oder kennt ihr noch andere interessante Kampagnen oder Organisationen? Dann kommentiert gerne diesen Beitrag oder schreibt uns eine Mail!

*Es ist zwar die gesellschaftliche Annahme, aber nicht nur Frauen bekommen ihre Tage. Transmänner zum Beispiel identifizieren sich nicht mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt aufgrund körperlicher Geschlechtsmerkmale zugewiesen wurde. Sie identifizieren sich als Mann und bekommen dann vielleicht trotzdem noch ihre Periode. Ob jemand menstruiert oder nicht sagt nichts über das Geschlecht aus.

Weitere Infos und die Quellen dieses Beitrags:

 

https://www.thecup.org/cup-program

https://www.globalcitizen.org/de/content/indian-students-forced-to-show-teachers-underwear/

https://menstrualhygieneday.org/resources-on-mhm/resources-mhm/

https://plan-international.org/sexual-health/menstruation

https://plan-international.org/news/2019-02-08-period-emoji-gets-go-ahead

https://www.worldbank.org/en/news/feature/2018/05/25/menstrual-hygiene-management

https://www.nzz.ch/international/kampf-gegen-perioden-armut-tampons-nun-auch-in-deutschland-billiger-ld.1531584

https://www.refinery29.com/de-de/stigma-monatsblututng-period-end-of-sentence-netflix-doku 

https://de.rubycup.com/ 

https://www.stern.de/politik/weltfrauentag–wo-frauen-wegen-ihrer-menstruation-ausgestossene-sind-9173056.html

https://www.welthungerhilfe.de/menstrual-hygiene-day-2020/

Das Beitragsbild stamt von  Erol Ahmed auf Unsplash. 

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Crashkurs Rohstoffpolitik 2020 | Online Webinarreihe

Forum Umwelt & Entwicklung - 28. Mai 2020 - 11:49

Für politisch Aktive und Multiplikator*innen aus Parteien, Gewerkschaften sowie umwelt- & entwicklungspolitischen NGOs

 

Online Webinarreihe: 08.06., 17.06., 22.06., 01.07.

 

Der Crashkurs Rohstoffpolitik für politische Multiplikator*innen führt dieses Jahr in das Thema Rohstoffwende ein. Rohstoffabbau, -nutzung und -verbrauch stehen in direkter Verbindung mit vielfältigen Menschenrechts-, Umwelt- und Entwicklungsproblemen. Die Webinarreihe zeigt diese Herausforderungen auf. Allein mit mehr Effizienz, besseren Recyclingsystemen, neuen Technologien und guter Regierungsführung sind diese Probleme nicht in den Griff zu bekommen. Im Gegenteil: In den bisherigen Debatten um Energiewende, Verkehrswende, Agrarwende oder die Digitalisierung tauchen die Fragen der Verfügbarkeit, Endlichkeit und nachhaltigen Nutzung von Metallen kaum auf. Die verschiedenen Krisen – Menschenrechts-, Klima-, Biodiversitäts- und Rohstoffkrise – gilt es zusammen anzugehen. Wir erleben derzeit eine Zuspitzung der ökologischen und sozialen Krise enormen Ausmaßes mit verschiedenen Facetten. Ihre Bekämpfung macht ein systemisches Umdenken und einen Paradigmenwechsel im Umgang mit den natürlichen Ressourcen des Planeten erforderlich. Dafür ist diese Webinarreihe ein Debattenbeitrag.

 

Termine:
  • Montag, 08.06.2020 | 18:00 – 19:30
    Kurze Einführung in die Webinarreihe Rohstoffwende – Was ist das und warum ist sie erforderlich?
    (Michael Reckordt, PowerShift) STOP. ACT. CHANGE. Bergbauproteste weltweit & Handlungsansätze (Beate Schurath, INKOTA)
    Moderation: Hannah Pilgrim, AK Rohstoffe

 

  • Mittwoch, 17.06.2020 | 18:00 – 19:30
    Analyse der aktuellen Rohstoffpolitik und Rohstoffstrategie der Bundesregierung (Michael Reckordt, PowerShift)
    Von Brumadinho bis Berlin – warum wir ein Lieferkettengesetz benötigen (Armin Paasch, Misereor)
    Die Rolle der europäischen Handelspolitik in der globalen Rohstoffpolitik (Merle Groneweg, PowerShift)
    Moderation: Beate Schurath, INKOTA

 

  • Montag, 22.06.2020 | 18:00 – 19:30 (in Englisch) 
    Perspektiven auf eine Rohstoffwende aus dem Globalen Süden (Jaybee Garganera, Alyansa Tigil Mina & Jaques Nzumbu Mwanga, CARF)
    Moderation: Merle Groneweg, PowerShift

 

  • Mittwoch, 01.07.2020 | 18:00 – 19:30
    Die verschiedenen Konzepte zur Rohstoffwende – was haben sie an Gemeinsamkeiten und Unterschieden? Wo können sie nachhaltige Entwicklungen initiieren? Diskussion der verschiedenen Vorschläge zum Thema Rohstoffwende mit Dieter Janecek, Dr. Doris Schüler und Rebecca Heinz (Germanwatch)
    Moderation: Hannah Pilgrim, AK Rohstoffe
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28. Mai 2020

ONE - 28. Mai 2020 - 11:41

1. Hilfsorganisationen warnen vor Kindesarmut wegen Corona
Wie unter anderem Spiegel, Zeit Online und Stern berichten, warnen das UN-Kinderhilfswerk Unicef und die Entwicklungsorganisation Save the Children davor, dass infolge der Corona-Pandemie 86 Millionen Kinder in die Armut abzurutschen drohen. Bis Ende des Jahres würden damit in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen insgesamt 672 Millionen Kinder unter der Armutsgrenze leben. Etwa zwei Drittel davon leben nach Angaben der Organisationen in Subsahara-Afrika und in Südasien. Der Anstieg der Kindesarmut während der Coronakrise sei laut einer gemeinsamen Studie zufolge in Europa und Zentralasien am stärksten. Dort rechnen die Organisationen mit einem Anstieg der Kindesarmut von bis zu 44 Prozent. Wie Unicef-Direktorin Henriette Fore erklärt, habe die Pandemie eine „beispiellose wirtschaftliche und soziale Krise ausgelöst, die vielen Familien weltweit ihrer Lebensgrundlage raubt“. Unicef und Save the Children appellieren daher an die Regierungen der Welt, soziale Sicherungssysteme auszuweiten, um auch die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Wie Inger Ashing, Chefin von Save the Children, erklärt, seien Kinder noch stärker durch Armut gefährdet als Erwachsene. Bereits kurze Zeiträume von Mangelernährung können bei ihnen zu dauerhaften Schäden führen.

2. Brüssel für mehr humanitäre Hilfe
Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung, Welt, ZEIT, Handelsblatt und das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichten, will die Europäische Union erstmalig Schulden aufnehmen, die als Zuschüsse an Mitgliedsstaaten fließen sollen, um diese in der Corona-Pandemie zu unterstützen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen habe am Mittwoch in Brüssel ihren Entwurf für ein Corona-Hilfspaket im Umfang von 750 Milliarden Euro vorgestellt. 500 Milliarden Euro seien Zuschüsse, weitere 250 Milliarden Euro seien günstige Kredite an Regierungen. Die EU-Kommission wolle das Geld durch Anleihen bereitstellen. Diese sollen zwischen 2028 und 2058 aus dem EU-Etat wieder beglichen werden. Wie unter anderem evangelisch.de meldet, sollen im neuen Haushaltsplan der EU-Kommission die Mittel für humanitäre Hilfen um fünf Milliarden Euro erhöht werden auf insgesamt knapp 15 Milliarden Euro. Auch die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit sollen gegenüber dem alten Entwurf wachsen. Das Instrument für Nachbarschaft, Entwicklung und Internationale Zusammenarbeit (NDICI) soll um rund sieben Milliarden auf insgesamt knapp 86 Milliarden Euro steigen.

3. Kommt das Lieferkettengesetz oder nicht?
Wie unter anderem die Rheinische Post und evangelisch.de berichten, wirbt Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) im Bundestag für ein verbindliches Lieferkettengesetz. Deutsche Unternehmen achten nicht freiwillig auf nachhaltige und faire Lieferketten, so Müller. Deshalb müssen gesetzliche Rahmenbedingungen für fairen Handel festgeschrieben werden. Der zweite Teil einer Unternehmensumfrage laufe am Freitag aus und werde absehbar zu nicht zufriedenstellenden Ergebnissen führen. Daher mache sich der Entwicklungsminister erneut für ein Gesetz gegen Dumping und Ausbeutung in globalen Lieferketten stark und werde einen neuen Entwurf vorlegen. Bereits im März habe Müller gemeinsam mit Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) einen ersten Gesetzesentwurf vorgelegt.

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Menschenrechte und Umweltschutz durch Rohstoffkapitel stärken

Forum Umwelt & Entwicklung - 28. Mai 2020 - 11:21
Wie Handelsverträge Menschenrechte und Umweltschutz im Rohstoffsektor stärken könnten

Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen sind beim Abbau von Rohstoffen gang und gäbe. Dennoch sind die Handelsverträge der Europäischen Union ausschließlich darauf angelegt, europäischen Unternehmen den Zugang zu Rohstoffen im Ausland zu sichern. Diese Verträge sorgen vor allem dafür, dass Partnerländer Beschränkungen im Rohstoffbereich abbauen müssen. Doch dies muss nicht so sein. Handelsverträge könnten dazu beitragen, dass Menschenrechte und Umweltschutz  eingehalten werden und vom Rohstoffabbau Betroffene ein garantiertes Mitspracherecht haben.

 

Diese englischsprachige Studie macht eine Reihe von konkreten Vorschläge wie Rohstoffkapitel in EU Handelsabkommen zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz beitragen könnten. Sie zeigt auf, dass detaillierte Vorgaben in diesem Bereich den Respekt für internationale Menschenrechts- und Umweltnormen fördern und das Mitspracherecht betroffener Menschen und Gemeinden verankern könnten. Damit dies Realität werden kann ist eine Kehrtwende in der Behandlung von Rohstoffen in europäischen Handelsverträgen notwendig: Von der Liberalisierung hin zur Regulierung des Handels mit Rohstoffen.

 

Für weitere Information:

Download der Studie

 

Dieser Beitrag erschien am 27. Mai bei Power-shift.de:

Menschenrechte und Umweltschutz durch Rohstoffkapitel stärken

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Water Security Assessment and SDG’s

Postgraduates - 28. Mai 2020 - 10:20

This interactive session looks at linkages between Sustainable Development Goals (SDGs) and water security, particularly SDG 6 „Clean Water and Sanitation“. Thelecturers will discuss the representativeness of SDG 6 to achieve water security based on several case studies in Iran.
Via Zoom: https://uni-bonn.zoom.us/j/98613068032?pwd=NWJMUUpaMGk1YVppREZvMllSaU1UQT09
Meeting ID: 986130680322
Password: 2747677
Lecturer: Dr. Sudeh Dehnavi & Neda Abbasi, Institute for Technology andResources Management in the Tropics and Subtropics, THKöln

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3 Mythen und 3 Fakten über die Menstruation

Unicef - 28. Mai 2020 - 9:27
Wenn ein Mädchen das erste Mal seine Tage bekommt, ist es vorbereitet: Tampons und Binden kennt es aus dem Badezimmerschrank, der Werbung und der Sexualkunde in der Schule. Wie angenehm oder unangenehm dieses „Erwachsenwerden“ für ein Mädchen ist, hängt aber davon ab, wo und in welcher Gesellschaft es heranwächst.
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Wolkenaufhellung über dem Great Barrier Reef: Haben wir das Zeitalter des Klima-Engineerings erreicht?

reset - 28. Mai 2020 - 6:51
Bis vor kurzem wurde Klima-Engineering als zu riskant angesehen, um ernsthaft in Erwägung gezogen zu werden. Doch das beginnt sich nun zu ändern. Im April wurde erstmals eine Technologie getestet, die Wolken aufhellt.
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