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Weihnachten 2018: Was sich Kinder wünschen

Unicef - 14. Dezember 2018 - 9:00
"Eine neue Puppe." "Ein Fahrrad." "Eine Star-Wars-Figur." "Ein Pony." Fragt man Kinder, was sie sich zu Weihnachten wünschen, könnte eine Wunschliste wie diese zusammenkommen. Oder aber auch eine ganz andere: Was wünschen sich Kinder, die im Krieg, auf der Flucht oder in Armut leben? 
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Concluding Report: Recommendations to the GGE

SWP - 14. Dezember 2018 - 0:00

 

 

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Endspurt MFF-Kampagne – Eure bisherigen Aktionen

ONE - 13. Dezember 2018 - 18:01

Aktuell laufen die Verhandlungen über den Mehrjährige Finanzrahmen (MFR) auf Hochtouren. Warum diese Verhandlungen für uns so wichtig sind? Der MFR endet nur drei knappe Jahre bevor wir die Ziele der Agenda 2030 erreichen wollen. Wenn die EU und ihre Mitgliedstaaten also ernsthafte Fortschritte in der Bekämpfung extremer Armut machen will, muss sie einen vorausschauenden Haushalt bereitstellen. Will die EU ihrer Verantwortung gerecht werden und eine Vorreiterrolle in der Welt übernehmen, muss sie 140 Milliarde Euro für Entwicklung zur Verfügung stellen.

Wir haben zahlreiche Aktionen auf die Beine gestellt um unserer Botschaft Gehör zu verschaffen. Wir haben den mächtigsten Politiker*innen gezeigt: wir sind da, wenn es um wichtige Entscheidungen geht.

Eine Umfrage zeigt: 9 von 10 EU-Bürger*innen finden, dass die EU Entwicklungsländer unterstützen sollte. Es ist wichtig, dass die Regierung im Sinne ihrer Bürger*innen handelt. Im nächsten MFR wird sich zeigen, ob die EU diese Führungsposition annimmt und Menschen in den ärmsten Ländern der Welt unterstützt.

In einer Nacht und Nebel-Aktion haben Jugendbotschafter*innen vor dem Europa-Gipfel in Brüssel Plakate von ONE aufgehängt, um unsere Sichtbarkeit zu erhöhen und Politiker*innen an ihre Verantwortung zu erinnern.

Kürzlich hat ONE einen Bericht veröffentlicht, der aufdeckt, was ein starker EU-Haushalt für Entwicklung bewirken könnte. Aus dem Bericht von ONE geht hervor, was das EU-Budget von 140 Milliarden Euro erreichen könnte: 32,5 Millionen Kinder könnten zur Schule gehen und 43,5 Millionen Menschen würde der Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung und Ernährung gewährt werden. Außerdem könnten fragile Staaten Afrikas und LDCs pro Jahr 50,3 Millionen benachteiligte Menschen mit einem sozialen Sicherheitsnetz auffangen.

Diese Ergebnisse würden nicht nur die in den ärmsten Ländern der Welt lebende Bevölkerung stärken, sie wären auch ein wesentlicher Bestandteil einer neuen Partnerschaft zwischen Europa und Afrika.

Um uns in unseren Forderungen zu unterstützen, sendeten zahlreiche Menschen Tweets an unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel, die ebenfalls an den Verhandlungen des Europa-Gipfels teilnimmt. Wer kein Twitter Konto besitzt, schrieb uns einfach eine Mail mit der Bitte um Weiterleitung. Wir haben für euch ein paar der schönsten Nachrichten, die wir bisher erhalten haben, zusammengestellt.

Did you see our message @eucopresident ? If EU aid was increased to €140 billion, at least 32.5 million children could go to school every year.
Make the right choice: invest in potential! #EUbudget #zeropointseven https://t.co/1GqBhwAKxs #ONEYouth18 pic.twitter.com/06FpW8r0r6

— Lukas Zimmermann (@LukasZi30370710) December 12, 2018

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

  • “Weltweit leben rund eine Milliarde Menschen in extremer Armut. Während die Weltgemeinschaft extreme Armut seit 1990 um mehr als die Hälfte verringern konnte, ist sie dennoch nach der jüngsten Wirtschaftskrise in vielen Ländern noch immer Realität. Bei all den Verhandlungen derzeit über den Brexit müssen wir sicherstellen, dass der Kampf gegen extreme Armut nicht in Vergessenheit gerät.” – Angela

 

  • “Mein Wunsch an die “große” Politik ist: Endlich für ein wirklich partnerschaftliches Handeln einzusetzen … und zwar WELTWEIT. Nur so kann es gelingen unsere Erde zu erhalten und allen Menschen in ihrer Heimat ein gutes und sicheres Leben zu ermöglichen!” – Thomas

 

  • “Gehen Sie mit gutem Beispiel voraus, fördern Sie die Landwirtschaft, Schulen, Universitäten, Krankenversorgung – alles durch gute Bildung in den jeweiligen Ländern möglich. Wir haben viel zu viel, was uns nicht glücklicher macht, als wenn wir einfach nur genug hätten, im Gegenteil.” – Maria

 

  • “Ich bitte Sie, sich beim Treffen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel gegen extreme Armut entschieden einzusetzen. Sie sind ein kompetente Kanzlerin, deren Meinung geachtet wird. Ich hoffe auf Ihr Engagement!” – Gertrud

Die Bevölkerung Afrikas soll sich bis 2050 mehr als verdoppeln, dabei wird die Hälfte der Bevölkerung jünger als 25 Jahre sein. Investitionen in die afrikanischen Jugend von heute werden die die Zukunft Afrikas und Europas entscheidend prägen. Der nächste MFR ist eine einzigartige Gelegenheit, dieses Potenzial zu nutzen.

Wir danken euch für eure Unterstützung und euer Engagement im Kampf gegen extreme Armut. Du möchtest auch einen Tweet an Angela Merkel schicken? Super, das geht hier mit einem Klick. Wenn du kein Twitter hast, kannst du uns auch eine E-Mail an mitmachen[at]one.org schicken und wir leiten deine Nachricht weiter.

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Nein zum Verbot von CENIDH: Wichtigste Menschenrechtsorganisation in Nicaragua aufgelöst

INKOTA - 13. Dezember 2018 - 17:19
Fünfzehn Tage hat die Menschenrechtsorganisation CENIDH Zeit, um sich aufzulösen. Das beschloss das nicaraguanische Parlament am Mittwoch den 12. Dezember 2018. Zusätzlich zu CENIDH, mit dem INKOTA eine jahrelange Zusammenarbeit verbindet, entzog das Parlament weiteren Nichtregierungsorganisationen die juristische Anerkennung. Damit erreicht die Repression in dem krisengeschüttelten Land neue Ausmaße. „Diese Enteignung ist eine weitere Fortsetzung der Bestrafung und Verfolgung von zivilgesellschaftlichen und Menschenrechtsorganisationen durch Daniel Ortega und Rosario Murillo“, sagt CENIDH. „Damit wird das Recht auf Vereinigungsfreiheit und die kollektive Verteidigung der Menschenrechte verletzt.“ CENIDH setzt sich seit 28 Jahren für die Menschenrechte in Nicaragua ein. Seit Beginn der schweren politischen Krise im April 2018 dokumentiert CENIDH die gravierenden Menschenrechtsverletzungen durch Polizei und andere regierungsnahe Gruppierungen. Die CENIDH-Direktorin Vilma Núñez ist eine der bekanntesten MenschenrechtsaktivistInnen Lateinamerikas und eine vehemente Kritikerin von Präsident Daniel Ortega und seiner Frau und Vizepräsidentin Rosario Murillo. Für INKOTA ist klar: Der Entzug der juristischen Anerkennung von CENIDH ist ein politisches Manöver der Regierung von Daniel Ortega, um eine der wichtigsten Stimmen der nicaraguanischen Zivilgesellschaft zum Schweigen zu bringen. Wir solidarisieren uns mit dem Menschenrechtszentrum und verurteilen dessen faktisches Verbot sowie alle Menschenrechtsverletzungen, die die Regierung Daniel Ortegas zu verantworten hat. INKOTA hat am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, gemeinsam mit anderen Organisationen mit einer Mahnwache in Berlin auf die gravierende Menschenrechtslage in Nicaragua aufmerksam gemacht und die sofortige Freilassung der mehr als 600 politischen Gefangenen, die Entwaffnung paramilitärischer Einheiten und eine unabhängige Untersuchung aller Menschenrechtsverletzungen der letzten acht Monate gefordert. INKOTAs nicaraguanischer Projektpartner Popol Na unterstützt von politischer Repression Betroffene und Untergetauchte. Zahlreiche AktivistInnen, die für eine Demokratisierung des Landes auf die Straße gegangen waren, mussten untertauchen, weil sie von Verhaftung bedroht sind. Den in Verstecken lebenden Verfolgten fehlt es an Lebensmitteln, persönlichen Hygieneartikeln, Kleidung und Medikamenten. Popol Na unterstützt sie mit dem Nötigsten und leistet juristische und psychosoziale Begleitung. Weitere Informationen Mehr über die Abeit von INKOTAs Partner Popol Na in Nicaragua Spenden Sie für Hilfe für politisch Verfolgte in Nicaragua
Weitere Informationen und Kontakt: Isabell Nordhausen, nordhausen[at]inkota.de, Tel. 030-4208202-40
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„Das Umdenken hat begonnen“

E+Z - 13. Dezember 2018 - 16:21
Die KfW engagiert sich verstärkt darin, die weltweite Verkehrswende zu fördern

Was verbinden Sie mit dem Begriff nachhaltige Mobilität?
Damit verbinde ich Verkehr, der fließt, ohne Stau. Er ist umweltfreundlich, komfortabel, bezahlbar und bedient nicht nur die Reichen, sondern alle Menschen.

Meinen Sie damit Autos oder öffentliche Verkehrsmittel?
Beides. Ein Verkehrssystem sollte so angelegt sein, dass es die Masse der Menschen über öffentliche Transportmittel bewegt und sich dann intelligent mit individuellen Verkehrsmitteln verknüpft, am besten natürlich mit umweltfreundlichen wie Fahrrädern, Fußwegen, aber auch energieeffizienten Autos und später verstärkt Elektrofahrzeugen.

Hierzulande sprechen wir dauernd von neuen Verkehrsformen, vom autonomen Fahren, von E-Mobilität und smarten Lösungen über Apps. Sind das Debatten, die auch in den Entwicklungsländern geführt werden?
Tatsächlich sehen wir auch dort Bewegung. Der Leidensdruck ist in den wachsenden Städten des Südens sehr groß. Beispiel Indien: Prognosen zufolge kommen in den nächsten Jahren 200 Millionen Menschen zusätzlich in die Städte. Das hat mit Abwanderung in die Metropolen zu tun, aber auch mit dem Bevölkerungswachstum. Mehr Menschen verursachen mehr Verkehr, zumal wenn der Lebensstandard steigt. Jeder, der es sich leisten kann, schafft sich dann ein eigenes Auto an – und produziert noch mehr Verkehr. Mehrere Stunden im Stau zu stehen ist in vielen Städten mittlerweile trauriger Alltag.

Und deshalb wird jetzt Abhilfe geschaffen?
Ja, das Umdenken hat begonnen. In Indien beispielsweise sollen die 25 größten Städte alle ein Verkehrssystem bekommen, zum Teil mit U-Bahnen, zum Teil mit Stadtbahnen, je nach Größe und auch Kosten der Investition.

In Asien tut sich viel in puncto Mobilität. In China zum Beispiel fließen große Summen in nachhaltige Mobilität. Was ist mit anderen Weltgegenden?
Auch in Lateinamerika sehen wir Veränderungen; in zahlreichen Metropolen entstehen schnelle Busspuren, genannt „Bus Rapid Systems“, Stadt- oder U-Bahnen. Auch ungewöhnlichere Verkehrsmittel wie Seilbahnen sind im Kommen, wie zum Beispiel in Medellín (Kolumbien). In Afrika sehen wir das noch nicht im selben Maß, aber die Beschäftigung mit dem Thema wird auch dort schnell an Bedeutung zunehmen. Das ist absehbar und hängt ebenfalls mit der wachsenden Bevölkerung zusammen. Bis 2050 soll sich die Zahl der Stadtbewohner in Afrika auf rund 1,2 Milliarden verdreifachen.

In Deutschland heißt es, die Verkehrswende sei die nächste Energiewende. Gilt das auch für Entwicklungsländer?
Ja, allerdings würde ich die Dimen­sion vergrößern, weil Mobilität zusätzlich zum Umwelt-Aspekt ganz starke wirtschaftliche Folgen hat. Es kann deshalb nicht darum gehen, Mobilität einzudämmen; sie ist entscheidend für wirtschaftlichen Fortschritt, sondern Transport und Verkehr umweltfreundlich und intelligent zu gestalten.

Was ist notwendig, damit das auch wirklich geschieht?
Aus meiner Sicht vor allem gute Planung. Verkehrsmittel können ein Stadtbild für Jahrzehnte, manchmal sogar Jahrhunderte prägen. Nehmen Sie die Londoner U-Bahn als Beispiel. Umso wichtiger ist es, Investitionsentscheidungen dieser Größe gut zu planen und in integrierten Systemen zu denken. Das ist in vielen Städten bisher nicht geschehen, aber dahin müssen wir kommen.

Was unternimmt die KfW, um die weltweite Verkehrswende zu befördern?
Auch bei uns geht es erst richtig los. Wir haben in den letzten Jahren unser Engagement hochgefahren, aber wir wollen noch eine Menge mehr tun. Die Bundesregierung hat vor zwei Jahren die Initiative TUMI ins Leben gerufen. Sie sieht vor, jedes Jahr 1 Mrd. EUR in nachhaltige Mobilität zu investieren. Wir setzen diese Initiative für die Bundesregierung um, aber klar ist auch: Solche Projekte haben eine große Vorlaufzeit.

Wo liegen Ihre Schwerpunkte?
Bisher sind wir am stärksten in Asien und Lateinamerika engagiert, noch nicht so sehr in Afrika. Das wird sich ändern, aber im Moment ist das der Status quo. Wir fördern jeweils angepasste Lösungen von Fahrradwegen über Stadtbahnen bis hin zu U-Bahnen.

Gehört dazu auch schon Elektromobilität jenseits vom Schienenverkehr?
Zum Portfolio der Entwicklungsbank bisher nicht, aber wir verhandeln gerade über eine größere Zahl von Elektrobussen für Indien. Ich gehe davon aus, dass das mehr wird. Denkbar wären zum Beispiel auch E-Bikes mit Lastenaufsätzen à la Streetscooter und anderes mehr. Wichtig ist für uns allerdings nicht allein die Art des Antriebs, sondern dass sich ein KfW-Projekt in ein nachhaltiges Gesamtsystem einpasst.

Neben guter Planung und Geld liegt ein weiterer Faktor bei den Menschen selbst. Sie sitzen einfach lieber im eigenen Auto als in einer U-Bahn. Wie bekommt man dieses Denken aus den Köpfen?
Das ist in der Tat eine Herausforderung. Man wird das nur schaffen, wenn der öffentliche Nahverkehr modern gestaltet ist. Er muss angenehm sein und einen Mehrwert bieten, zum Beispiel Surfen, Entertainment oder Arbeiten zulassen. In heißen Ländern sollte er klimatisiert sein, in kalten gut beheizt. Bahnhöfe und Zubringerwege müssen attraktiv, beleuchtet und sicher sein. Solche Veränderungen dauern. Umso wichtiger ist, dass wir keine weitere Zeit verlieren und Mobilität in Städten vorrangig behandeln.

Das Interview führte Friederike Bauer.

Link

KfW-Beilage in E+Z/D+C
https://www.kfw-entwicklungsbank.de/PDF/Download-Center/PDF-Dokumente-Medienkooperation-mit-E-Z/2018_10_NachhaltigeMobilität_DE.pdf

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Umsteuern – aber wie?

E+Z - 13. Dezember 2018 - 15:47
In Entwicklungsländern fehlt den meisten Menschen bisher die Möglichkeit, sich schnell, sicher und preisgünstig fortzubewegen

Die Mobilitätsbedürfnisse der meisten Menschen werden weltweit noch kaum befriedigt: Pendler stehen in endlosen Staus, alternative öffentliche Verkehrsmittel gibt es häufig nicht, gut aufeinander abgestimmte und getaktete schon gar nicht. In São Paolo zum Beispiel addieren sich Pendlerstaus an Spitzentagen auf über 300 Kilometer. Ärmere Menschen sind auf teure Minibusse angewiesen, die nicht ins bestehende Verkehrssystem eingepasst und häufig auch nicht verkehrssicher sind. So wird der Weg zur Arbeit eine mühsame und zeitraubende Angelegenheit – und für Frauen wegen möglicher sexueller Übergriffe zusätzlich noch zu einer täglichen Gefahr.

Am Ende entstehen neben den direkten Kosten in Form von überhöhten Fahrpreisen, Zeitverlusten und wirtschaftlichen Einbußen – im Großraum Kairo verursachen Staus jährlich Kosten von geschätzten 8 Mrd. EUR – auch noch indirekte Verluste als Folge von Verkehrsunfällen und Atemwegserkrankungen. Allein in Indien stirbt rund eine Million Menschen jährlich an Krankheiten, die mit schlechter Luft in Städten zusammenhängen.

Während große Städte in Asien und Lateinamerika immer mehr mit U-Bahnen, Bussystemen oder auch Seilbahnen ausgestattet werden, ist der Nachholbedarf in Afrika noch besonders groß, v. a. südlich der Sahara. Dort läuft der öffentliche Nahverkehr noch nahezu ausschließlich über Minibusse und (Kollektiv-)Taxis. Lediglich im äthiopischen Addis Abeba gibt es seit drei Jahren eine Straßenbahn, im tansanischen Daressalam seit zwei Jahren ein modernes Bus Rapid Transit System (BRT). Und in einer Reihe größerer Städte befinden sich BRT derzeit in unterschiedlichen Stadien der Vorbereitung, so zum Beispiel in Dakar (Senegal), Lagos (Nigeria), Nairobi (Kenia) oder in Kampala (Uganda).

Damit hinkt Afrika, dessen Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten besonders stark wachsen wird, der Entwicklung Lateinamerikas hinterher. Dort wurde vor über 20 Jahren damit begonnen, Busse auf gesonderte Spuren zu verlagern und über entsprechende Haltestellen ein leistungsfähiges, sicheres und komfortables Verkehrssystem zu entwickeln. In einigen Städten wie Quito oder Lima stoßen diese BRT jedoch bereits an ihre Grenzen. Dort investiert man jetzt zusätzlich noch in größere, schienengebundene Systeme.

Da U-Bahnen viel Geld kosten, schwierig zu planen und zu bauen sind, gelten sogenannte Light Rail-Bahnen, also oberirdische Stadt- oder Straßenbahnen, als interessante Ergänzung oder Alternative. In Indien blickt man inzwischen vermehrt in diese Richtung. Auch in Tunesien (Tunis) und Brasilien (Rio) wächst das Netz solcher Bahnen – mit KfW-Unterstützung.

Wie auch immer die Lösungen im Einzelnen aussehen, klar ist, dass Entwicklungs- und Schwellenländer mehr Mobilität brauchen, nicht weniger. Und dass es mit immer neuen Autospuren und Ringstraßen nicht getan ist, weil man früher oder später an Belastungsgrenzen für Mensch und Umwelt stößt. Schon heute geht rund ein Viertel aller energie-relevanten CO2-Emissionen auf den Verkehr zurück. Der notwendige Zuwachs an Mobilität muss deshalb nachhaltig geschehen.

Nicht zuletzt aus Gründen des Klimaschutzes nähert sich in den Industrieländern die Ära des Verbrennungsmotors ihrem Ende. Alle großen Autofirmen beeilen sich derzeit, ihre E-Sparten weiterzuentwickeln und auszubauen. Hinzu kommt das autonome Fahren, das sich durch die Digitalisierung ab 2025 zunehmend verbreiten wird. Der Wertewandel hin zu einer „sharing economy“ erleichtert den Abschied vom eigenen Fahrzeug zusätzlich und führt am Ende wohl zu elektrisch betriebenen Fahrzeugen, die öffentlichen und individuellen Verkehr verbinden bzw. mischen.

Diese Trends aus den Industrieländern lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres auf Entwicklungs- und Schwellenländer übertragen – schon aus Mangel an Strom und leistungsfähiger Infrastruktur für das Laden elektrischer Fahrzeuge. Bis der Individualverkehr auf Strombasis dort massentauglich wird, vergehen in den meisten Ländern noch Jahre. Einstweilen braucht es andere Lösungen, um die Mobilitätsprobleme der Schwellen- und Entwicklungsländer zu lösen, zumal angesichts der Wucht der Urbanisierung, vor der viele Städte dort stehen.

Erforderlich ist deshalb ein zielstrebiger Ausbau von geplanten und integrierten öffentlichen Verkehrsmitteln. Dafür setzt sich die KfW künftig verstärkt in ihren Partnerländern ein. Was sich genau anbietet, variiert von Stadt zu Stadt; dazu gibt es keine Blaupausen. Lösungen müssen sich an Faktoren wie Größe, Siedlungsstruktur, Topografie einer Stadt und ihrem wirtschaftlichen Entwicklungsstand orientieren. Während in Megastädten auf lange Sicht wahrscheinlich S- oder U-Bahnen unumgänglich sind, um den Verkehr zu bewältigen, können in kleineren Städten auch (energieeffiziente) Busse oder Seilbahnen gute Dienste leisten. Aber auch in größeren Städten können gut funktionierende Bussysteme ein sinnvoller erster (Zwischen-)Schritt sein.

Gerade deshalb ist eine solide Planung wichtig, die verschiedene Verkehrsmittel klug aufeinander abstimmt und den nichtmotorisierten Verkehr einbezieht. Wie kommen Menschen zur S-Bahn? Wo können sie ihre Räder parken? All das sind Fragen, die zwar kleinteilig wirken, im Zweifel jedoch darüber entscheiden, ob nachhaltige Verkehrsmittel genutzt werden oder nicht. Viele Wege in Städten überschreiten wenige Kilometer nicht. Bei vorhandener Infrastruktur lassen sich solche Strecken gut zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen.

Auch die Digitalisierung bietet große Chancen für neue Lösungen. Ob Verkehrssteuerungs- oder Citymautsysteme, elektronisch buchbare Leihräder oder Apps zum Einsatz kommen, um Verkehrsmittel aufeinander abzustimmen – die Veränderungen von Mobilitätsmustern durch die digitale Welt haben erst begonnen. Und sie sind oft auch kostengünstig und rasch zu haben.

Für die KfW Entwicklungsbank bedeutet das, künftig mehr in den öffentlichen Nahverkehr zu investieren und nichtmotorisierte, energieeffiziente oder elektrische Antriebe zu fördern – und dabei die Zukunft mit all ihren denkbaren Systemänderungen fest im Blick zu behalten
               

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KfW-Beilage in E+Z/D+C:
https://www.kfw-entwicklungsbank.de/PDF/Download-Center/PDF-Dokumente-Medienkooperation-mit-E-Z/2018_10_NachhaltigeMobilität_DE.pdf

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Supporting peace after civil war: what kind of international engagement can make a difference?

DIE - 13. Dezember 2018 - 14:53
peacekeeping can be an effective instrument in maintaining peace, but little systematic knowledge exists on the roles that other types of peace support can play. International peacebuilding encompasses a broad range of activities beyond peacekeeping. It includes non-military support to increase security through disarmament, demobilisation, the reintegration (DDR) of former combatants, as well as security sector reform (SSR) and demining; support for governance to strengthen political institutions and state capacity; support for socioeconomic development to create a peace dividend through reconstruction, basic services, jobs and macroeconomic stability; and support for societal conflict transformation, including reconciliation, dialogue and transitional justice programmes.
This briefing paper presents the results of a comprehensive analysis of disaggregated external support in post-conflict situations, undertaken recently within the DIE research project “Supporting Sustainable Peace”. Analysing combinations of peace support provided during the first five years of 36 post-civil war episodes since 1990, we find that international peacebuilding can clearly make a difference. More specifically, our findings show that
  • international peacekeeping is one, but not the only, means of support associated with sustained peace;
  • contrary to concerns regarding the destabilising effects of democratisation, the majority of successful cases are in fact characterised by substantial international support in the field of politics and governance in democratising contexts;
  • only combined international efforts across all types of support can help prevent renewed conflict in contexts of a high risk of recurrence; and
  • countries that did not receive any substantial peace support experienced conflict recurrence within five years.
In light of these findings, we recommend the following to the international community when faced with post-civil war situations:
  • Engage substantially in post-conflict countries. Our results show that international peacebuilding can be effective, even where there is a high structural risk of conflict recurrence. While success will never be guaranteed, countries that receive substantial international support often remain peaceful, whereas all countries that were neglected by the international community experienced conflict recurrence.
  • Pay particular attention, and provide substantial support, to the field of politics and governance in post-conflict countries that begin to democratise. While it is well known that democratisation processes are conflict prone, our analyses demonstrate that donor engagement geared towards supporting such processes can help mitigate conflict and contribute to peace. When a post-conflict country has decided to embark on political reforms donors should offer governance support to help overcome potential destabilising effects of democratisation processes.
  • Invest in an international approach that encompasses all areas of peacebuilding early on after the end of a civil war. Especially in contexts with a high structural risk of renewed violent conflict, the chances of sustained peace are increased by simultaneous support for security, institutions, livelihoods and societal conflict transformation.


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Sex gegen Fisch

E+Z - 13. Dezember 2018 - 14:48
Armut und Verzweiflung bringen Frauen in Fischergemeinschaften in Kenia dazu, Sex gegen Waren einzutauschen

An einem späten Freitagabend im Oktober 2017 kam ich in Mbita an, einem der vielen Fischerorte am Ufer des Viktoriasees. Das sollte für die nächsten Wochen mein Zuhause sein und ich freute mich darauf, die hoch gelobten Tilapia und Omena (eine Art Sardine) zu genießen. Obwohl die Gegend nicht vollständig elektrifiziert ist, bemerkte ich, dass es am Horizont viele kleine Lichter gab. Ich fragte mich, welche Stadt das ist. Mein Gastgeber sagte mir, dass dies keine Stadt sei, sondern der riesige Viktoriasee, und die Lichter die von den Fischern genutzte Lampen.

Omena, der größte Fang in dieser Region, wird nachts mit Hilfe von Solarleuchten gefischt. Die Fischer nutzen Holzboote und Fischernetze, die Moskitonetzen ähneln. Ein Fischerboot ist mit mindestens vier muskulösen Männern besetzt, die vom Bootsbesitzer angestellt sind. Die meisten Nächte verbringen die Fischer auf dem See, tagsüber schlafen sie. Mein Gastgeber sagte, bei starkem Wind erfordere das Ziehen der Netze viel körperliche Kraft, weshalb die Arbeit von starken Männern verrichtet werden muss.

Am frühen Samstagmorgen fuhren mein Gastgeber und ich zum nahegelegenen Strand. Müde Fischer zogen den Fang des Tages an Land. Einige Boote waren halb und andere ganz voll. Die Frauen warteten gespannt darauf, ihre Ware für den Tag zu kaufen. Wie in vielen anderen Fischergemeinschaften ist die Arbeitsteilung in Mbita traditionell festgelegt. Die Männer holen den Fang ein und die Frauen trocknen den Fisch und verkaufen ihn auf den lokalen Märkten. Teilweise verkaufen sie den Omena an Zwischenhändler, die ihn in großen Mengen sammeln und zu größeren Märkten bis nach Mombasa transportieren. Wie an vielen anderen Küstenstränden im Binnenland auch, haben die Fischer weniger Fisch, als die Händlerinnen kaufen möchten.

Am Strand traf ich Akinyi (Name geändert). Sie war 26 Jahre alt und hatte drei Kinder. Nach dem Tod ihres Mannes verließ sie ihr Zuhause im Binnenland und zog nach Mbita. Sie wollte nicht von ihrem Schwager „geerbt“ werden. Witwenvererbung ist ein Brauch der Luo, der größten ethnischen Gruppe am kenianischen Ufer des Viktoriasees. Obwohl der Brauch langsam verschwindet, halten ihn einige Familien noch aufrecht.

Den Begriff „Sex gegen Fisch“ kannte Akinyi nicht, aber sie sagte jeder kenne den lokalen Begriff „Jaboya“. In der Luo-Sprache meint Jaboya einen Schwimmer, der an einem Fischernetz befestigt ist. Er sorgt dafür, dass das Fischernetz trotz Beladung über Wasser bleibt. Die Fischer, die Händlerinnen Exklusivrechte an ihrem Fang geben, werden auch Jaboya genannt. Sie sind wie Schwimmer. Sie sichern den Frauen den Zugang zu Fisch. Akinyi sagte, dass ein Jaboya wegen des harten Wettbewerbs um den Zugang zum begrenzten Fang wie eine Brücke zwischen ihr und der Ware ist. Im Austausch für Sex erhalten die Händlerinnen vorrangigen Zugang zu Omena. Eine Frau ohne Jaboya muss warten und auf einen Überschuss hoffen. Akinyi sagte, es sei eine übliche Praxis in Mbita, aber die Leute redeten nicht offen darüber.

Auf die Frage, ob sie einen Jaboya hat, nickte Akinyi schüchtern. Nach dem Umzug nach Mbita war der Omena-Verkauf der einzige Lebensunterhalt, den sie finden konnte. Sie hoffte damit sich selbst und ihre drei Kinder zu ernähren. Anfangs wollte sie sich nicht am Jaboya-System beteiligen. Nach vielen Tagen der Enttäuschung, in denen sie ohne Fisch nach Hause gehen musste, gab sie dem Druck nach. Der harte Wettbewerb um begrenzte Waren ließ ihr keine andere Wahl. Wie viele andere Händlerinnen entschied Akinyi sich aus Armut und Verzweiflung für eine sexuelle Beziehung zu einem Fischer. Sie sagte, dass sie sogar mehrere Jaboyas an verschiedenen Fischerstränden hat. Ich sprach auch mit anderen Händlerinnen, die von ähnlichen Erfahrungen mit Jaboya berichteten.

Bei einem Rundgang durch Mbita waren die vielen Plakate und Werbetafeln unübersehbar, die auf HIV und Aids aufmerksam machten. Es gab auch Zelte an strategisch wichtigen Orten und an den Stränden, wo Menschen kostenlos getestet und zur Behandlung in eine Gesundheitseinrichtung vermittelt werden können. Aufklärung über HIV wurde auch von Tür zu Tür, durch Roadshows und in lokalen Radiosendungen durchgeführt. Kondome wurden kostenlos verteilt und in Spendern an den Stränden angeboten. Viele Frauen sagten jedoch, dass sie sie nicht verwenden. Obwohl Akinyi die Kondomspender kannte, hat sie noch nie eins rausgezogen. Sie wollte nicht riskieren, dabei beobachtet zu werden. Sie fürchtete, dass die Leute auf sie herabschauen und die Gemeinschaft sie als unmoralisch ansehen würde.

Die Frauen erwähnten auch, dass ein hoher Alkoholkonsum unter Fischern verbreitet ist. Mit einem betrunkenen Fischer um die Nutzung von Kondomen zu verhandeln sei äußerst schwierig. Viele Studien zu Sexualverhalten bringen Alkoholkonsum mit riskantem Sexualverhalten in Verbindung. Akinyi sagte, dass sie bereits mehrfach auf ein Kondom verzichten musste, da ihr Jaboya drohte, ihr sonst keinen Fisch zu verkaufen. Lange Zeit hatte sie große Angst, sich auf HIV testen zu lassen. Während einer der Tür-zu-Tür-Kampagnen entschloss sie sich dennoch dazu. Der Test war positiv und sie ist seitdem in Behandlung. In den vergangenen vier Monaten wanderte sie auf der Suche nach Fisch zwischen fünf Fischerstränden. Die häufigen Bewegungen beeinträchtigten ihre Termine in der Klinik. Sie verpasste manchmal Termine und deckte sich nicht ausreichend mit Medikamenten ein.

Akinyis Geschichte ähnelte der vieler anderer Fischhändlerinnen, die ich getroffen habe. Obwohl die meisten von ihnen die über die Angebote zur HIV-Prävention, -behandlung und -pflege Bescheid wussten und deren Vorteile kannten, machten sie nicht viel Gebrauch davon. Außerdem sahen sich viele Frauen, die einen Jaboya hatten, keinem hohen HIV-Infektionsrisiko ausgesetzt. Sie betrachteten es auch nicht als eine Form von Prostitution oder käuflichem Sex. Die meisten Frauen hatten langjährige Beziehungen zu den Fischern, und einige sagten, ein Jaboya sei wie ein Freund oder Ehemann. Manchmal lebten Fischer einige Wochen bei der Frau und sie kochte und wusch Wäsche für ihn. In solchen Beziehungen sahen die Beteiligten keine Gründe, Kondome zu verwenden oder sich auf HIV zu testen.

Sex gegen Fisch wird in Kenia als eine der Hauptursachen für die hohen HIV-Raten unter den Fischergemeinschaften am Viktoriasee angesehen. Laut den Kenia HIV County Profiles, die 2016 vom National AIDS Control Council veröffentlicht wurden, waren die HIV-Prävalenzraten in den entsprechenden Landkreisen am höchsten. In Homa Bay (einschließlich Mbita) lag die Rate zum Beispiel bei 26 Prozent, fast das Vierfache des nationalen Durchschnitts von 5,9 Prozent. In anderen Fischergemeinschaften in einigen Ländern Sub-Sahara Afrikas ist die Situation ähnlich, insbesondere in der Binnenfischerei. Trotz umfangreicher Initiativen zur Prävention und Behandlung von HIV-Infektionen haben Studien konzentrierte Epidemien unter den Fischergemeinschaften in Uganda, Tansania und Malawi festgestellt.

Um das Ziel der Agenda 2030 zur Beendigung der Aids-Epidemie zu erreichen, sollte jedes Land daran arbeiten, die HIV-Prävalenz unter den wichtigsten Bevölkerungsgruppen zu verringern sowie Pflege und Behandlung anzubieten. Innovative und zielgerichtete Präventions-, Behandlungs- und Pflegedienste müssen entwickelt und ausgebaut werden. Interventionen müssen insbesondere auf die Bedürfnisse der lokalen Gemeinschaften eingehen. Zum Beispiel erwähnten Frauen in Mbita, dass es manchmal „Mondlicht-HIV-Tests“ gab. Menschen konnten nachts getestet werden, ohne Angst dabei von Freunden und Familie gesehen zu werden. Solche Initiativen werden jedoch nicht regelmäßig durchgeführt. Für sehr mobile Gemeinschaften wie die der Fischer ist es wichtig, mobile Gesundheitsdienste anzubieten, um Dienstleistungen näher zu den Bedürftigen zu bringen. Die Ausweitung solcher Interventionen würde einen großen Beitrag im Kampf gegen HIV und AIDS leisten.

Brenda Mbaja Lubang’a ist Absolventin der Ruhr-Universität Bochum, Deutschland, wo sie einen Master in Entwicklungsmanagement absolvierte. Ihr Masterstudiengang ist dem AGEP, dem deutschen Verband für Postgraduiertenprogramme mit besonderer Relevanz für die Entwicklungsländer, angeschlossen.
mbajabrenda@gmail.com

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Guterres bei COP24: Fehlende Einigung auf Klimamaßnahmen wäre nicht nur „unmoralisch“ sondern „lebensmüde“

Vereinte Nationen - 13. Dezember 2018 - 14:33

13. Dezember 2018 - UN-Generalsekretär António Guterres hat die über 100 Regierungsvertreter bei der Klimakonferenz in Kattowitz am Mittwoch dazu aufgefordert, zu einer Vereinbarung zu kommen und „den Job zu Ende zu bringen“. Es bleiben nur noch drei Verhandlungstage bei der Konferenz und nach wie vor bestehen viele Hindernisse zu einer Einigung über die Umsetzung des historischen Pariser Klimaabkommens von 2015.

„In meiner Eröffnungsrede zu dieser Konferenz vor einer Woche habe ich Sie gewarnt, dass der Klimawandel schneller voranschreitet als wir, und dass Kattowitz ein Erfolg werden muss, um diesen Trend umzukehren“, sagt der Generalsekretär. „Diese Gelegenheit in Kattowitz nicht zu nutzen, würde bedeuten, unsere letzte gute Chance auf eine Umkehr des Klimawandels zu verspielen. Das wäre nicht nur unmoralisch, sondernlebensmüde.“

Guterres forderte die Verhandelnden dazu auf, „berechenbare und zugängliche Finanzströme für den wirtschaftlichen Übergang zu einer emissionsarmen und klimaresistenten Welt“ bereitzustellen. Industrieländer seien laut der UN-Klimawandelkonvention (UNFCCC) von 1992 dazu verpflichtet, Entwicklungsländer finanziell zu unterstützen, erinnerte Guterres das Publikum. Er forderte Industrieländer dazu auf, ihre Beiträge zu erhöhen, um, wie vor drei Jahren in Paris beschlossen, gemeinsam 100 Milliarden Dollar pro Jahr bis 2020 zu mobilisieren.

Neben Ressourcen sei außerdem ein „flexibles aber robustes Regelwerk“ für die Umsetzung des Pariser Abkommens nötig, so der UN-Generalsekretär. „Wir müssen eine Regelung finden, durch die die Verantwortung gerecht verteilt wird.“ Hierzu sei ein transparenter Rahmen für die Überprüfung und Auswertung aller Maßnahmen nötig.

„Wir haben bereits das nötige Wissen und einen unglaublichen gesellschaftlichen Antrieb. Was wir jetzt noch brauchen ist der politische Wille, uns vorwärts zu bewegen.“

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EU-Defence Fund - Feeding the Arms Industry

BfdW - 13. Dezember 2018 - 14:22

According to today’s decision, the EP and the Commission are proposing to establish a European Defence Fund with a 13 billion euro budget within the next Multiannual Financial Framework (MFF) (2021-2027).

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Extractivism: The Right to say No gains Ground

BfdW - 13. Dezember 2018 - 14:03

The Forum

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Extractivism: The Right to say No gains Ground

BfdW #Nachhaltigkeit - 13. Dezember 2018 - 14:03
Mining and extractives are topics of heated debate in the South and in the discussion on the role of the business sector in financing development and creating jobs. In many countries, communities, trade unions, academics and "traditional" NGOs join forces and insist on the right to say NO!
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Begrenzte Möglichkeiten

E+Z - 13. Dezember 2018 - 13:36
Der IStGH schränkt die Aussicht auf Straflosigkeit ein – aber zur Aufarbeitung von Gräueltaten ist mehr nötig

Verfahren vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) dauern lang und enden oft mit Freisprüchen. Medien und zivilgesellschaftliche Organisationen äußern darüber immer wieder Unmut. Wird der IStGH seinen Aufgaben gerecht?
Ja, er macht seine Arbeit vernünftig, aber die Erwartungen sind häufig zu hoch. Der IStGH prüft in Einzelfällen, ob einem Tatverdächtigen die Verantwortung für schreckliche Verbrechen nachgewiesen werden kann. Die Verfahren dauern lange, weil die Ermittlungen unter schwierigen Bedingungen stattfinden und die Beweisführung kompliziert ist. Es geht um die konkrete Feststellung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit des betreffenden Beschuldigten. Die Beteiligung und Genugtuung der Opfer spielen zwar eine große Rolle bei der internationalen Strafjustiz, im Mittelpunkt des konkreten Strafverfahrens steht aber die mögliche Verantwortung des Beschuldigten. Ein Freispruch stellt weder eine Negation begangener Verbrechen noch des Leids der Opfer dar; er bedeutet nur, dass die Schuld des Angeklagten eben nicht zur Überzeugung des Gerichts feststeht.

Es wirkt jedenfalls unbefriedigend, wenn jemand wie Jean-Pierre Bemba nach langem Verfahren und erstinstanzlicher Verurteilung wegen Verbrechen im Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen Republik schließlich doch freigesprochen wird.
Natürlich sind die Opfer und ihre Angehörigen dann enttäuscht. Deswegen ist der konkrete Freispruch aber nicht falsch. Die Entscheidung war sehr knapp (drei zu zwei) und beruhte vor allem auf prozessual-technischen Erwägungen. Letztlich stellte die Berufungsinstanz höhere Anforderungen an die Beweisführung, als die Erstinstanz das getan hatte. Sie verlangte insbesondere einen genaueren Nachweis der Einzeltaten der Truppen Bembas. Sicherlich kann man darüber diskutieren, ob das nötig war, aber die Diskussionsgrundlage ist das konkrete Verfahren, dass von außen eigentlich nicht wirklich beurteilt werden kann. Das gilt übrigens auch für juristisch ausgebildete Personen, wenn sie nicht den ganzen Prozess beobachtet haben. Strafurteile beruhen auf der Überzeugung der Richter, die sie aus der unmittelbaren und mündlichen Beweisaufnahme gewinnen. Wer diese nicht mitbekommt, kann streng genommen gar nicht mitreden. Manchmal beobachten Gerichtsreporter einen Prozess komplett, und ihre Eindrücke und Kommentare sind dann durchaus relevant. Ohne intime Kenntnis der Beweise ist es aber sehr schwer, zu entscheiden, ob ein Mann wie Bemba in einer bestimmten Situation als Milizkommandeur hätte eingreifen können und müssen, um Verbrechen zu verhindern. Leider neigen zivilgesellschaftliche Akteure und Medien häufig dazu, die Dinge zu einfach darstellen und die Beschuldigten zu dämonisieren.

Der IStGH soll aber doch Straflosigkeit nach schweren Verbrechen verhindern. Freisprüche tun das nicht.
Es gibt nicht nur Freisprüche. Thomas Lubanga und Germain Katanga zum Beispiel wurden für Verbrechen im Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo verurteilt. Es wäre rechtsstaatlich völlig unakzeptabel, Verdächtige zu verurteilen, nur damit irgendjemand bestraft wird. Die Aufgabe des IStGH ist insoweit nichts anderes als die jedes anderen Strafgerichts: über die Schuld beziehungsweise Unschuld von Angeklagten mit rechtsstaatlichen Mitteln und in einem fairen Verfahren zu befinden. Die nahezu unbegrenzte Straffreiheit von Despoten und Milizenführern wird damit reduziert, aber natürlich nicht völlig beseitigt. Der IStGH ist Teil eines internationalen Strafjustizsystems, in dem die Hauptverfolgungslast von den Territorial- oder Drittstaaten zu tragen ist. Im Übrigen darf man nicht die begrenzte Wirkung des Strafrechts im Rahmen der Aufarbeitung von Gräueltaten übersehen. Es wird ergänzt durch andere Maßnahmen, wie etwa Wahrheits- und Versöhnungskommissionen.

Auch im hiesigen NSU-Verfahren sind ja viele Fragen offengeblieben – zum Beispiel, ob die Polizei versagt hat oder welche Rolle der Verfassungsschutz spielte, der zwar offensichtlich vielfachen Kontakt zum NSU hatte, aber zur Aufklärung seiner Straftaten praktisch nichts beitrug. Die Anwälte der Opfer sprechen von strukturellem Rassismus und Staatsversagen.
Ja, das sind alles wichtige Fragen, aber ein Strafprozess kann sie nicht beantworten. Das Oberlandesgericht in München hatte zu entscheiden, ob Beate Zschäpe und die Mitangeklagten schuldig sind oder nicht. Schon eine solche begrenzte Aufgabenstellung muss die meisten Opfer unzufrieden lassen. Für die gesellschaftliche Aufarbeitung schwerer Gewaltverbrechen ist eben mehr als ein Strafverfahren nötig. Deshalb ist zum Beispiel der Weg, der in Kolumbien eingeschlagen wurde, um nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg Frieden zu schaffen, geradezu vorbildlich. Es gibt eine strafrechtliche Komponente in Form einer Sondergerichtsbarkeit für den Frieden, die Höchststrafen bis zu 20 Jahren verhängen kann. Es gibt aber – in einem integralen, komplementären System der Übergangsjustiz – auch eine Wahrheitskommission, die sich um das große historische Narrativ kümmert, also ein gemeinsames Verständnis der Vergangenheit entwickeln soll. Es gibt ein gesondertes Entschädigungsverfahren für die Opfer und eine Einheit zur systematischen Suche nach Verschwundenen. Das ist aus konzeptioneller Sicht alles gut durchdacht, und die Einzelkomponenten greifen ineinander, ergänzen sich.

Kolumbiens neuer Präsident Iván Duque ist aber ein erklärter Gegner des Friedensvertrages. Ist die institutionelle Verankerung des Friedensprozesses stark genug, um weiter zu bestehen?
Auch Präsident Duque bekennt sich grundsätzlich zum Friedensvertrag und dem geschaffenen System. Er will bestimmte Änderungen vornehmen, aber schon die Mehrheitsverhältnisse im Kongress erlauben ihm nicht, dass System radikal zu verändern oder gar abzuschaffen.

Sie betonten eben, dass es in Kolumbien ein nationales Transitions-System gibt. Haben internationale Instanzen dieselbe Glaubwürdigkeit wie nationale?
Die Akzeptanz internationaler Tribunale und Gerichte ist in der Tat ein großes Problem. Outreach-Programme versuchen die Entfernung von den Tatorten zu kompensieren, das gelingt aber nur begrenzt. Das zeigt sich zum Beispiel am Jugoslawientribunal (International Criminal Tribunal the former Yugoslavia), das Anfang der 1990er Jahre von den UN eingerichtet wurde und derzeit immer noch mittels eines Übergangsmechanismus letzte Verfahren abschließt. Tendenziell hielten Kroaten aber Urteile gegen kroatische Kriegsverbrecher für ungerecht und Serben Urteile gegen serbische Kriegsverbrecher. Wegen dieser nationalistischen Tendenzen sind nationale oder regionale Mechanismen sinnvoller. Denken wir nur an die geringe Akzeptanz der Nürnberger Prozesse hierzulande. Die heute sehr erfolgreiche Nürnberger Akademie wurde erst im Jahre 2014 rechtlich gegründet. Das Problem nationaler Institutionen ist allerdings, dass sie nicht unabhängig sind und zum Spielball politischer Interessen werden. Wie dem auch sei, es ist vernünftig, dass die Nationalstaaten die Hauptverantwortung tragen und der IStGH nur dann zuständig ist, wenn sie nicht fähig oder willens sind, Ermittlungen und Verfahren durchzuführen.

Was halten Sie denn von der Kritik afrikanischer Politiker, der IStGH diene imperialistischen Interessen?
Aus dem Munde von Politikern wie dem verstorbenen Muammar al-Gaddafi, dem sudanesischen Präsidenten Omar Al-Bashir oder dem kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta ist das offensichtlich eine sehr parteiliche und bewusst überspitzte Argumentation. Diese Leute leugnen Tatsachen und erfinden alternative Fakten. Sie nehmen nicht einmal zur Kenntnis, dass ein Großteil der IStGH-Mitarbeiter aus Schwarzafrika kommt, einschließlich so wichtiger Personen wie die aktuelle Chefanklägerin Fatou Bensouda (Gambia) und der aktuelle Präsident Chile Eboe-Osuji (Nigeria) und die Vizepräsidentin Joyce Aluoch (Kenia). Das Motiv solcher Vorwürfe ist leicht zu erkennen: Diese Politiker haben Angst vor dem Gericht, also diskreditieren sie es. Über diese Kritik kann man eigentlich nicht seriös diskutieren. Leider verfängt die Polemik aber in manchen Ländern und bei manchen Leuten. Deshalb ist es gut, dass der IStGH darauf reagiert hat und insbesondere seine Ermittlungen auf andere Weltregionen ausgedehnt hat. Hervorzuheben sind insoweit etwa die Ermittlungen zu Verbrechen in Georgien und die Vorermittlungen zu Irak/Vereinigtes Königreich, Kolumbien, Palästina/Gaza, Ukraine und Venezuela.

Kai Ambos lehrt Strafrecht an der Universität Göttingen, ist Richter am Kosovo-Sondertribunal (Kosovo Specialist Chambers, Den Haag) und Berater (amicus curiae) der kolumbianischen Sondergerichtsbarkeit für den Frieden. Er leitet auch die Forschungsstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht (CEDPAL).
kambos@gwdg.de

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Konfliktsituationen meistern

Engagement Global - 13. Dezember 2018 - 13:06
Teilnehmende des Trainingsmoduls „Conflict Management and Conflict Transformation“ bei der Konfliktanalyse über den Zugang und die Nutzung von Wasser zwischen Ägypten und Äthiopien. Foto: Engagement Global

Die Außenstelle Berlin von Engagement Global hat in Kooperation mit dem Seminar für ländliche Entwicklung (SLE) von Montag, 26., bis Freitag, 7. Dezember 2018, das Trainingsmodul „Conflict Management and Conflict Transformation“ unterstützt. Das zehntägige Trainingsmodul ist Teil des SLE Trainingscurriculums zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung und befasst sich insbesondere mit dem Ziel 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen.

Ziel des praxisorientierten Trainingskurses war es, Fach- und Führungskräfte aus der Internationalen Zusammenarbeit in den Prinzipien von Konfliktmanagement und -transformation zu schulen. Die Teilnehmenden lernten, komplexe Konfliktsituationen zu analysieren und entwickelten Möglichkeiten, in diesen Situationen deeskalierend und konfliktmindernd zu agieren. Durch den Einblick in verschiedene Methoden der Mediation und Friedensbildung waren sie am Ende des Kurses befähigt, ihr eigenes Konfliktverhalten sowie Konfliktdynamiken auf kleinem sowie Großgruppenniveau zu verstehen.

In einer Trainingseinheit in den Räumlichkeiten der Außenstelle Berlin von Engagement Global erhielten die Teilnehmenden vertiefte Einblicke in den Themenschwerpunkt „Sicherheit trifft Entwicklung“. Im Rahmen eines Fishbowl, einer Methode der Diskussionsführung in großen Gruppen, wurden verschiedene Perspektiven zum „Vernetzten Ansatz“ und der zivil-militärischen Zusammenarbeit eingenommen und analysiert.

Die Trainingseinheit wird über das Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) umgesetzt.

Weitere Informationen

Die Außenstelle Berlin als regionale Anlaufstelle

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13. Dezember 2018

ONE - 13. Dezember 2018 - 12:32

1. Neue Kolonialmacht China?

Die Frankfurter Allgemeine und die Frankfurter Rundschau thematisieren heute Afrikas Schuldenkrise und den Einfluss Chinas auf dem afrikanischen Kontinent. Afrikanische Staaten stünden bereits mit über 130 Milliarden US-Dollar bei China in der Schuld. Besonders gefährdet seien Kenia, Äthiopien, Dschibuti und Sambia. Die Stimmung bei Afrikaner*innen sei gemischt. Einige befürworten den Ausbau der Infrastruktur mithilfe Chinas. Doch die Klagen über chinesischen Firmen würden immer lauter. Sie nähmen keine Rücksicht auf die Umwelt, verdrängten lokale Akteure und böten miserable Arbeitsbedingungen. Viele Experten*innen sehen China als neuen „Kolonialherren“, an den der Kontinent ausverkauft würde. Zuletzt habe der chinesische Staatspräsident Xi Jinping beim afro-chinesischen Gipfel im September zusätzliche 60 Milliarden US-Dollar in Form von Krediten versprochen. Jedes zweite Land im Süden Afrikas habe seine Staatsschulden seit 2011 verdoppelt. Es sei bis dato kaum abzusehen, was passieren würde, wenn China in der Zukunft seine Kredite zurückfordere.

 2. Afrika: Auf dem Weg in die Moderne

Im Welt-Interview mit Andrea Seibel erklärt Afrika-Experte Stephen Smith warum er eine Massenmigration von Afrika nach Europa erwartet und dies keine Katastrophe ist. Smith verwies darauf, dass das anhaltende ungeplante Bevölkerungswachstum eines der größten Herausforderungen für Afrikas Entwicklung sei. Die Lösung sehe er hier bei der Stärkung der Rechte der Frauen und freiwilliger Familienplanung, um Geburtenraten zu senken. Bevor es zu einer Massenmigration kommen würde, müsse Afrika eine Mindestschwelle des Wohlstands überschreiten, da die am stärksten von Armut betroffenen Menschen derzeitig nicht die Mittel hätten, um nach Europa zu immigrieren.  Diese Migration werde dann stoppen, wenn Afrika ein gewisses Wohlstandsplateau erreiche. Jedoch sei dies für Smith kein Grund zur Panik, da Afrika innerhalb von zwei bis drei Generationen seinen demografischen Wandel abschließen werde. Infolgedessen würde auch die dortige Bevölkerung altern.

3. Afrika-Cup 2019: Kein Ausrichter in Sicht

Wie Welt Online bereits gestern berichtete, verzichtet Marokko auf eine Gastgeberrolle für den Afrika-Cup 2019. Daher müsse der afrikanische Fußballverband (CAF) weiter nach einem Ausrichter für den bevorstehenden Cup suchen. Zuvor habe die CAF dem Titelverteidiger Kamerun die Gastgeberrolle entzogen, da es enorme Verzögerungen bei den Vorbereitungen gab. Bis Ende dieses Jahres wolle die CAF einen neuen Ausrichter des Cups präsentieren.

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3 wichtige Lehren aus unserer ONE-Unterstützer*innenbefragung

ONE - 13. Dezember 2018 - 12:23

Keine Frage: Die ONE-Unterstützer*innen sind ganz besondere und beeindruckende Menschen. Unsere Aktivist*innen sind eine ausgesprochen heterogene Gemeinschaft, in der fast jedes Land der Welt vertreten ist. Klar, dass da wir gerne mehr über euch wissen wollen!

Mitte des Jahres haben wir eine Umfrage verschickt, um mehr über unsere Unterstützer*innen zu erfahren, über eure Gemeinsamkeit und was euch zum Handeln bewegt. Hier sind die drei wichtigsten Erkenntnisse, die wir aus dieser Umfrage gewonnen haben:

1. ONE-Unterstützer*innen engagieren sich mit Leidenschaft, und das nicht nur für die Beendigung extremer Armut.

In der diesjährigen Umfrage haben wir unsere Unterstützer*innen gebeten, uns zu verraten, bei welchen Themen sie den dringlichsten Handlungsbedarf sehen. Wir haben erfahren, dass die wichtigsten Themen für ONE-Unterstützer*innen die Bekämpfung des Klimawandels, ein besserer Zugang zu einer guten Schulbildung, die Verbesserung des Zugangs zu Wasser und sanitärer Grundversorgung sowie das Beenden der Geschlechterungleichheit sind.

Während diese Themen euch weltweit ein Anliegen waren, variieren andere Antworten je nachdem, wo die ONE-Unterstützer*innen leben. So sehen beispielsweise ONE-Unterstützer*innen in Nigeria den größten Handlungsbedarf bei der Verbesserung des Zugangs zu einer guten Schulbildung, während die Unterstützer*innen in den USA am meisten daran interessiert sind, Hungersnöte zu beenden und eine gute Ernährung zu fördern.

Es freut uns zu sehen, dass – unabhängig von den Antworten – alle unsere Unterstützer*innen in der Mission vereint sind, der extremen Armut überall auf der Welt ein Ende zu bereiten! Da wir die extreme Armut nicht bekämpfen können, ohne uns in einer Vielzahl von Bereichen zu engagieren, haben wir eine ganze Reihe eurer wichtigsten Anliegen bereits Visier!

2. ONE-Unterstützer*innen sind optimistisch, was die Zukunft und die Erfolge unseres Engagements betrifft.

In einer Zeit polarisierender Politik und großer Unsicherheit beurteilen unsere Unterstützer*innen die Chancen auf die Erfolge ihres Engagements im Kampf gegen extreme Armut dennoch weiterhin optimistisch! Überwältigende 94% der Befragten waren der Meinung, dass sie mit ihrem Engagement etwas bewegen können. Das sind großartige Nachrichten, denn Optimismus ist für den Kampf gegen extreme Armut von enormer Bedeutung.

Ob sie nun mit politischen Vertreter*innen in Kontakt treten, bei ONE-Veranstaltungen ehrenamtliche Arbeit leisten oder unsere Anliegen einfach nur online teilen – der Enthusiasmus unserer Unterstützer*innen ermöglicht es uns, einen fundamentalen Wandel zu bewirken. Es demonstriert den Entscheidungsträger*innen, welche gewaltige Kraft uns antreibt: Eine Bewegung von Menschen, die bereit sind, alles zu tun, um die extreme Armut zu bekämpfen.

3. ONE-Unterstützer*innen macht es Freude, andere zu ermutigen und sich mit Leidenschaft an der Bekämpfung der extremen Armut zu beteiligen.

Die Teilnehmer*innen der Umfrage gaben mehrheitlich an, dass sie ihre Freunde und Familie wahrscheinlich ermutigen würden, sich ONE anzuschließen. Nur 12% der weltweit Befragten antworteten, dass sie andere nicht dazu ermutigen würden. In Nigeria antworteten 88% der befragten Unterstützer*innen, dass sie ONE sehr wahrscheinlich empfehlen würden! Wir freuen uns, Unterstützer*innen zu haben, die sich so sehr dafür einsetzen, dass unsere Bewegung weiter wächst!

Vielen Dank an alle unsere Unterstützer*innen, die an dieser Umfrage teilgenommen haben! Bei unseren weiteren Kampf gegen die extreme Armut werden wir eure Antworten im Kopf behalten.

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Social Transfers: A Corner-Stone for Human, Economic and Political Development

EADI Debating Development Research - 13. Dezember 2018 - 12:17
By Markus Loewe and Christoph Strupat (Image by UNICEF Malawi) It is common wisdom that social transfer schemes are an important instrument of poverty reduction and human development. But evidence is increasing that fair and generous social transfer schemes are also important for economic growth and political stability. Social transfer schemes are non-contributory schemes of …
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13.12.2018 Erstmals re:publica in Afrika – Bundesentwicklungsministerium fördert Digitalisierung

BMZ - 13. Dezember 2018 - 12:00
In der ghanaischen Hauptstadt Accra startet am Freitag die erste re:publica in Afrika. An zwei Tagen treffen sich über 500 Vertreter aus den Bereichen Start-ups, Wissenschaft, Politik, Kunst, Zivilgesellschaft, Netzaktivismus, Blogs und Medien. Das BMZ ist der Hauptpartner der re:publica Accra. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "Mit der Digitalisierung kann Afrika riesige Entwicklungssprünge machen. Auf der re:publica in Accra entwickeln wir gemeinsam mit den jungen ...
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Executive Update: Menschenrechte als Treiber für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung

Global Compact - 13. Dezember 2018 - 11:18
Im Rahmen der COP 24 und dem 70. Jahrestages der Universal Declaration of Human Rights diskutiert Lise Kingo, CEO und Exekutiv Direktorin des United Nations Global Compact, wie Unternehmen gleichzeitig Klimaschutz und Menschenrechte fördern können.
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Aid and conflict at the subnational level: evidence from World Bank and Chinese development projects in Africa

DIE - 13. Dezember 2018 - 10:59
Using geo-referenced data on development projects by the World Bank and China, we provide a comprehensive analysis of the effect of aid on conflict using fixed effects and instrumental variables strategies. The results show that aid projects seem to reduce rather than fuel conflict, on average. Our analysis suggests that this is driven by projects in the transport and financial sectors, and through  less  lethal  violence  by  governments  against  civilians. There  are  no  clear  differences based on ethnic fractionalization and government affiliation of a region, but some indications of spill-overs to other regions.   We also find no increased likelihood of demonstrations, strikes or riots, but a higher likelihood of non-lethal government repression in areas where China is active.
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