Sie sind hier

Ticker

31. Juli 2020

ONE - 31. Juli 2020 - 10:26

1. Corona-Impfstoff für alle?
Das Handelsblatt thematisiert, wie das Wettrennen um einen Corona-Impfstoff die zwischenstaatlichen Beziehungen beeinflusst. Nicht erst seit der Pandemie gebe es Vorwürfe von Hackerangriffen gegen China und Russland. Zwar betonen die meisten Staaten die Bedeutung internationaler Kooperation in der Corona-Bekämpfung. Trotzdem wolle jeder Staat der erste sein, der einen effizienten Impfstoff entwickelt. Ob ein künftiger Impfstoff auch wirklich allen Menschen zugänglich gemacht werde, sei umstritten. Der Reflex, sich auf die eigene Bevölkerung zu fokussieren, sei sehr stark, wie Außenpolitiker Norbert Röttgen (CDU) sagt. Er warnt vor einem „Impfstoff-Nationalismus“. Stärker von Armut betroffene Staaten ohne eigene Pharmaindustrie könnten dadurch auf der Strecke bleiben. Insbesondere China sehe den Impfstoff nicht nur als Mittel zum Schutz der eigenen Bevölkerung, sondern auch als politische Währung. Peking verspreche afrikanischen Staaten, ihnen Zugang zum Impfstoff zu geben und Kredite für Medizin bereitzustellen. Beim China-Afrika-Gipfel Mitte Juni habe Chinas Präsident Xi Jinping seine Unterstützung zugesichert. So könne sich China den Einfluss auf seine Rohstofflieferungen und Absatzmärkte auf dem afrikanischen Kontinent sichern.

2. Klimakrise verschärft sich im Schatten von Corona
Wie die Hamburger Morgenpost thematisiert, macht die Klimakrise auch während der Corona-Pandemie keinen Halt. Zu Beginn der Pandemie sei vielerorts von einer Erholung der Natur gesprochen worden, weil CO2-Werte sanken. Dies sei aber längst kein Langzeit-Trend. Nicht nur in Lateinamerika werde Regenwald abgeholzt. Laut der UN-Landwirtschaftsbehörde FAO sei Afrika in den letzten zehn Jahren Brennpunkt der weltweiten Waldverluste geworden. Starkes Bevölkerungswachstum und die Not von Kleinbauern und –bäuerinnen, neue Ackerflächen zu gewinnen, seien die Gründe dafür. Nicht zu unterschätzen seien zudem klimawandelbedingte Extremwetterereignisse wie Dürren, Heuschreckenplage oder Stürme. Zudem werde die Lage für Umweltaktivist*innen immer gefährlicher. 2019 seien 212 Umweltschüter*innen getötet worden, wie die NGO Global Witness in einer Studie mitteilte. Die Deutsche Welle berichtet über ein Projekt junger kenianischer Agrarunternehmer*innen. Frederick Kimathi Githua und sein Team lassen in ihrem Gewächshaus in Nairobi nicht Pflanzen, sondern Larven heranwachsen. Die Insekten werden als Tierfutter verwendet. Durch die sozialen Netzwerke finde sein Unternehmen auch international Beachtung. Er liefere Starter-Sets mit Fliegeneier an andere Produktionsstätten in Afrika, aber auch Europa. Die Herstellung sei umweltfreundlicher und ergiebiger als etwas von Soja, was sonst Hauptbestandteil der meisten Tierfuttermittel sei.

3. Korruption nimmt zu
Wie David Ehl in der Deutschen Welle thematisiert, kommen nicht alle Mittel, die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie mobilisiert werden, dort an, wo sie sollen Das Korruptionsrisiko sei extrem hoch. Wegen der Dringlichkeit würden vielerorts Anti-Korruptions-Mechanismen ausgesetzt, wie Sarah Steingrüber erklärt, unabhängige Beraterin für Anti-Korruptionsmaßnahmen im Bereich Globale Gesundheit. In Simbabwe etwa seien im Covidgate-Skandal überteuerte Schutzmasken für 28 US-Dollar pro Stück verkauft worden, was einem Monatsgehalt in Simbabwe entspreche. Der mittlerweile entlassene Gesundheitsminister Obadiah Moyo müsse sich nun vor Gericht verantworten, jedoch stehe auch die Präsidentenfamilie unter Verdacht, in den Fall verstrickt zu sein. Muchaneta Mundopa, Beobachterin bei Transparency International Simbabwe, erklärt, dass es zudem auch im pharmazeutischen Bereich Korruption gebe und das chronisch unterbezahlte medizinisches Personal Schmiergeld annehme, wie aus einer derzeit laufenden Studie hervorgehe. Auch der Zugang zu Beatmungsgeräten und das vorzeitige Quarantäne-Ende könne sich in verschiedenen afrikanischen Ländern erkauft werden, wie zuletzt in Kamerun. Die Zivilbevölkerung könne wegen der Ausgangsbeschränkungen nicht gegen die Korruption mobilisieren.

The post 31. Juli 2020 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Good Practice-Sammlung zu Suffizienz an Hochschulen im ländlichen Raum

#HOCHN - 31. Juli 2020 - 1:00

„Ohne Suffizienz ist ein gutes Leben für zukünftige Generationen auf diesem endlichen Planeten nicht denkbar; Effizienz und Konsistenz sind eben sinnvolle und opportune Strategien, aber alleine stoßen sie in einem Umfeld von endlichen Ressourcen an eine unüberwindbare Grenze hin zu einer nachhaltigen Entwicklung.“ Diesen Ansatz verfolgt die kürzlich erschienene Good Practice-Sammlung „Suffiziente Hochschulen im ländlichen Raum“ des netzwerk n.

Die Sammlung zeigt anschaulich, wie Suffizienz an Hochschulen im ländlichen Raum bereits heute gelebt und erprobt wird. Die systematisch aufgearbeiteten Ansätze, Projekte und Strukturen gelingender Nachhaltigkeit laden zur Nachahmung ein und bieten Denk- und Handlungsimpulse, wie die politisch und gesellschaftlich nach wie vor vernachlässigte Nachhaltigkeitsstrategie der Suffizienz mit Inhalt, Kreativität und Freude gefüllt werden kann.

Die Sammlung ist Open Access hier abrufbar.

Weitere Informationen zur Publikation finden sich außerdem hier.

Foto: Pixabay/DavidRockDesign

Kategorien: Ticker

Wirtschaft studieren mit Fokus Nachhaltigkeit an Schweizer Hochschulen

#HOCHN - 31. Juli 2020 - 0:00

Wie viel Nachhaltigkeit steckt in den wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen an Schweizer Hochschulen? Zwei kürzlich veröffentlichte Dokumente des WWF Schweiz widmen sich dieser Frage.

Die Neuauflage des „Studienratgeber Wirtschaftswissenschaften 2020“ (PDF) zeigt für 111 Studiengänge auf, wie die Nachhaltige Entwicklung inhaltlich und methodisch integriert ist – und gibt gleichzeitig die umfangreichste Übersicht zum Angebot wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge an Schweizer Hochschulen.

Im dazugehörenden Bericht „Nachhaltige Entwicklung in den Wirtschaftswissenschaften 2020 – Themen, Lernmethoden und Handlungskompetenzen in den Studiengängen der Schweizer Hochschulen“ (PDF) ist die Gesamtsituation in der Schweiz sowie ein Vergleich mit 2018 dargestellt.

Bei der Erhebungsmethodik – insbesondere beim Integrationslevel – wurde sich unter anderem auf den Leitfaden Lehre von HOCHN gestützt.

In englischer sowie französischer Sprache sind die Dokumente ebenfalls erschienen und hier zu finden.

 

Foto: Pixabay/congerdesign

Kategorien: Ticker

Wie Vorhersagen Leben retten

Welthungerhilfe - 30. Juli 2020 - 14:54
Helfen, bevor es zu spät ist: Die Welthungerhilfe nutzt Frühwarnsysteme und Risikoanalysen, um humanitäre Hilfe zu leisten, bevor verheerende Katastrophen eintreten.
Kategorien: Ticker

Spaß (und Ernst) mit Karten

EINEWELTblabla - 30. Juli 2020 - 13:41

Einer meiner Professoren sagte mal: „Wenn du dein Publikum wirklich begeistern willst, brauchst du eigentlich nur eines: Eine gute Karte. Ernsthaft, jeder liebt Karten!“

Und ganz Unrecht hat er nicht. Ich stelle immer wieder fest, wie wichtig es ist, zu einem Thema nicht nur Fakten zu lesen, sondern diese auch zu verbildlichen. Und wie ginge das besser als mit Karten?!

Karten erklären uns die Welt, durch Karten beschäftigen wir uns mit globalen Themen und sie lassen uns manchmal schmunzeln. Heute stellen wir euch sechs Quellen vor, deren Karten zu Eine-Welt-Themen uns besonders gefallen, beeindrucken oder zum Lachen bringen. 

Mit offenen Karten

Einige Redakteur*innen des Fernsehsenders Arte hatten wahrscheinlich ähnliche Gedanken wie wir, als sie „Mit offenen Karten“ ins Leben riefen. Dieses geopolitische Magazin widmet sich wichtigen Fragen und Konfliktlagen der Welt, indem es dazugehörige Karten analysiert. So werden große Themen spannend und ansprechend aufgearbeitet. Mehr Videos der Reihe findet ihr auf Youtube. Besonders empfehlenswert: Ein Beitrag zur weltweiten Sandknappheit, auf dem unser Artikel vom Juni basiert.

Der Atlas der Migration

Leider nicht interaktiv, dafür informativ: Der Atlas der Migration der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Darin wird nicht nur ersichtlich, wohin Menschen aus aller Welt migrieren, sondern vor allem auch WARUM. Auch Chancen und Herausforderungen, die sich in den Zielländern ergeben, werden ausführlich thematisiert (z.B. Abschiebungen, Rechtspopulismus, aber auch der Bedarf an Zuwander*innen, Integration und die Anzahl ehrenamtlicher Helfer*innen für Geflüchtete).

Wer es gerne etwas interaktiver hat, kann hier die weltweiten Migrationsströme per Mausklick nachvollziehen (auf Englisch). Allerdings werden keine Erklärungen zu den einzelnenn  Strömen geboten.  

Die Sustainable-Development-Goals-Karte

Die meisten von uns kennen die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (die Sustainable Development Goals – SDGs) recht gut. Für diejenigen, denen dieser Begriff nichts sagt: 2015 wurde im Rahmen der Agenda 2030 ein „Fahrplan“ festgelegt, wie man weltweit menschenwürdige Bedingungen erfüllen kann, während gleichzeitig natürliche Ressourcen erhalten werden. Somit wurden die 17 Nachhaltigkeitsziele geboren. Die damit zusammenhängenden Überlegungen umfassen ökonomische, ökologische und soziale Aspekte.

Aber welche Fort- und Rückschritte sind weltweit in deren Umsetzung zu beobachten? Ausführliche Antworten darauf finden sich im Sustainable Development Report 2020 (auf Englisch verfasst). Zu jedem Land wird die Entwicklung der 17 Nachhaltigkeitsziele beleuchtet und erläutert.

Dazu kann man auch die dazugehörige  interaktive Weltkarte nutzen und sich durch die Welt klicken.

Und nun zum (teilweise) Lustigen: Das Katapult-Magazin

Das Katapult-Magazin hat mich überhaupt erst auf die Idee gebracht, den Artikel zu verfassen, den ihr gerade (hoffentlich) eifrig lest. Ihr findet in diesem Magazin allerlei Karten zu globalen und lokalen Themen.

Wo in Deutschland gibt es Straßen, die nach Kolonialist*innen benannt sind? Wie wirkt sich Corona auf die weltweiten CO2-Emissionen aus? In welchen Ländern werden am meisten Journalist*innen verhaftet? Inwiefern reflektieren digitale Sprachassistent*innen Sexismus? Und wieviel Zeit wenden Männer und Frauen deutschlandweit für Hausarbeit auf? All diese und noch viel mehr Fragen beantwortet Katapult mit aussagekräftigen Grafiken und Karten.

Mit dabei sind auch einige witzige Karten, die beispielsweise wahre Vorurteile über die einzelnen Bundesländer aufzeigen oder — besonders beliebt — die witzigsten deutschen Ortsnamen in einer Karte vereinen. Zu den Karten gibt es immer auch ausführliche Hintergrunderklärungen der jeweiligen Themen.

Noch mehr Spaßiges (und Erstaunendes!): The true size

War euch klar, dass Australien 22x so groß ist wie Deutschland und größer als der gesamte westliche Teil Europas? Oder, dass Äthiopien fast halb so groß ist wie Grönland? Nein? Mir auch nicht. Deshalb ist The True Size so interessant. Man kann spielerisch verschiedene Länderschablonen über die ganze Welt schieben und… staunen. Hauptsächlich darüber, wie sehr unsere herkömmlichen Karten das Größenverhältnis zwischen dem Globalen Süden und Norden verzerren.

Und noch was ganz Lustiges zum Abschluss: Wilbur Sargunaraj

Ehrlich gesagt habe ich vorher noch nie von Wilbur Sargunaraj gehört. Doch er ist einer der bekanntesten Youtuber Indiens. Wofür er bekannt ist: Für ein Lied namens „A Simple Superstar“ und für seine Beiträge zum Konzept der Cultural Intelligence (kurz CQ). Cultural Intelligence definiert er als „die Fähigkeit mit Personen anderer Kulturen zusammenzuarbeiten“. Seine Beiträge sind allesamt auf Englisch verfasst.

Auf seiner Website findet ihr eine interaktive Karte, auf der ihr lustige Musik- und Videobeiträge von Wilbur zu den jeweiligen Ländern mit deren Bewohner*innen seht, aber auch Vorträge, die er dort zum Thema CQ gehalten hat. Der Gedanke dabei ist, über diese Videos die jeweilige Kultur etwas besser kennenzulernen und zu wissen, was Menschen dort beschäftigt – ohne eine gesamte Kultur zu stereotypisieren und das Bewusstsein zu behalten, dass es immer Subkulturen und Ausnahmen zu der Norm gibt.

Wir hoffen, dass euch diese kleine Auswahl an großen Karten interessiert und vielleicht sogar inspiriert hat. Kennt ihr noch mehr außergewöhnliche oder spannende Karten? Dann verratet es uns gerne in den Kommentaren und teilt sie mit der darauf abgebildeten Welt!

Das Bild stammt von Ruthie auf unsplash.com.

Der Beitrag Spaß (und Ernst) mit Karten erschien zuerst auf EineWeltBlaBla.

Kategorien: Ticker

E+Z/D+C 2020/09 – covid – Syed Muhammad Abubakar – Pakistan – mangoes

E+Z - 30. Juli 2020 - 11:54
Pakistan’s mango sector is hurt by environmental changes and slow exports

Mahmood Nawaz Shah is a mango grower and exporter from Tando Allah Yar district in Sindh province of Pakistan. Over the past few years, he has been seeing delayed ripening of mangoes due to changes in weather patterns. “The Sindhri mango, a popular variety, used to ripen by the end of May, but this year it was ready for harvest by the end of the first week of June in lower Sindh,” Shah says.

According to the global climate risk index 2020, which is published by the German NGO Germanwatch, Pakistan is the fifth most vulnerable country to climate change. Impacts of climate change strongly affect the agrarian economy.

Shah says: “Temperatures exceed 50 degrees Celsius. Coupled with unusual wind patterns, this affects the size and sweetness of mangoes.” Certain districts of Punjab province that used to produce bumper crops of mangoes were impacted by rains and storms, Shah adds. Therefore, this year’s mango production in these areas will be considerably lower than usual. Changing seasons and unusual rain patterns affect mango production too.

However, climate change is not the only problem mango growers face. Exports have severely declined due to the Coronavirus pandemic. “Covid-19 has resulted in demand contraction and disruptions in flights. Air fright on the few available flights costs two to three times more than previously. Supermarkets in the UK have delisted Pakistani mangoes due to very high prices,” says Shah.

According to the All Pakistan Fruit and Vegetable Exporters, Importers and Merchants Association (PFVA), a trade association, Pakistan exported 130,000 tons of mangoes last year, which earned $ 90 million in foreign exchange. For this year, the target has been reduced to 80,000 tons. PFVA patron-in-chief Waheed Ahmed says: “COVID-19 had a two-pronged effect on mangoes. Peoples’ buying power has been affected, and air freight costs have skyrocketed thus limiting exports”.

Worsening the situation, the European Union Air Safety Agency (EASA) has suspended the authorisation for Pakistan International Airlines (PIA) to operate in the bloc for six months, starting in July. The decision followed a statement by Pakistan‘s aviation minister Ghulam Sarwar Khan that 30 % of Pakistani pilots have fake licenses.

Even if these problems are solved, next year the situation could be even worse: Pakistan is witnessing dreadful attacks of locusts on mangoes. They do not eat the fruits but the leaves, thus harming the trees and possibly affecting future mango production. Ahmed points out that the arrival of locusts and their regeneration is an environmental phenomenon: “Without a favourable environment, locusts wouldn’t have been able to flourish the way they have.”

Syed Muhammad Abubakar is an environmental journalist based in Pakistan.
s.m.abubakar@hotmail.com
Twitter: @SyedMAbubakar

Kategorien: Ticker

New World Disorder and the Indian Imperative

GIGA Event - 30. Juli 2020 - 11:29
Dr. Shashi Tharoor and Dr. Samir Saran in conversation with Prof. Amrita Narlikar | Online event Online event Veranstaltung Referent*innen Dr. Shashi Tharoor (Member of Parliament), Dr. Samir Saran (ORF) Moderation

Prof. Dr. Amrita Narlikar (GIGA)

Forschungsschwerpunkte Macht und Ideen Regionen GIGA Institut für Asien-Studien Anmeldung erforderlich

MISEREOR stellt COVID-19-Observatory vor

Misereor - 30. Juli 2020 - 10:19
Mit dem neuen COVID-19-Observatory möchten MISEREOR und Partnerorganisationen vor Ort die derzeitige Ernährungssituation im ländlichen Subsahara-Afrika unter Corona dokumentieren.

Weiterlesen

Der Beitrag MISEREOR stellt COVID-19-Observatory vor erschien zuerst auf MISEREOR-BLOG.

Kategorien: Ticker

30. Juli 2020

ONE - 30. Juli 2020 - 10:06

1. Gewalt gegen Geflüchtete in Afrika
Laut einer gemeinsamen Studie des UN-Geflüchtetenhilfswerks UNHCR und dem Mixed Migration Centre des Dänischen Geflüchtetenrats sind zwischen 2018 und 2019 mehr als 1750 Menschen auf der Flucht durch den afrikanischen Kontinent ums Leben gekommen. Dies berichten unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Frankfurter Rundschau, Zeit Online und die Deutsche Welle. Im Fokus stehen dabei sowohl die Route zum Mittelmeer als auch Migrationsbewegungen von West- nach Ostafrika. Rund 28 Prozent der Todesfälle finden in der Sahara statt. Darüber hinaus sei insbesondere Libyen, wohin seit Beginn des Jahres über 6.200 Geflüchtete rücktransportiert worden seien, alles andere als ein sicherer Ort. Das UNHCR beklage die vor Ort üblichen willkürlichen Inhaftierungen von Geflüchteten.

2. Ruanda setzt auf Nukleartechnologie
Wie Simone Schlindwein in der Tageszeitung (taz) berichtet, will Ruanda damit beginnen, Atomenergie zu nutzen. In Kooperation mit dem russischen Konzern Rosatom soll ein nukleares Rechenzentrum sowie ein Atomreaktor enstehen. Das Forschungszentrum solle keinen Strom produzieren, sondern in erster Linie bei Strahlentherapien zum Einsatz kommen oder dabei helfen, Ernten länger haltbar zu machen. 76 der 78 Abgeordneten im ruandischen Parlament haben für die Nutzung nuklearer Energie plädiert. Einzig zwei grüne Oppositionelle haben unter Hinweis auf die Unsicherheit von Atomreaktoren dagegen gestimmt. Neben Ruanda haben auch andere afrikanische Staaten wie Ägpyten, Südafrika, Sambia, Äthiopien und Nigeria ähnliche Deals mit dem russischen Energiekonzern Rosatom geschlossen. Allerdings unterhalte Rosatom bis dato lediglich einen afrikanischen Atommeiler in Südafrika. 60 Prozent der Bevölkerung Afrikas habe bisher keinen Zugang zu Strom. Primäre Energiequellen seien bisher Dieselgeneratoren, Staudämme, Solarenergie oder Gas.

3. Corona-Tests: Deutschland unterstützt Afrikanische Union
Unter anderem das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) meldet, dass die Bundesregierung der Afrikanischen Union 1,4 Millionen Corona-Tests zur Verfügung stellt. Täglich werden in Afrika 20.000 neue Covid-19-Fälle gemeldet. Insbedondere Südafrika sei betroffen. Ein Problem sei die geringe Testrate. Während in Deutschland auf 1000 Menschen über 88 Corona-Tests kommen, seien es in Südafrika rund 46. Gravierender sei die Situation in Kenia (knapp 5 Tests pro 1000 Einwohner*innen) und Nigeria (1,27 Tests per 1000 Einwohner*innen). Zu der Unterstützung sagte Entwicklungsminister Gerd Müller, „die Pandemie könne nur weltweit besiegt werden oder gar nicht“.

The post 30. Juli 2020 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Polycrisis as an opportunity for development cooperation? Building a better global architecture for international development cooperation after the COVID-19 pandemic

DIE - 30. Juli 2020 - 9:12

The outbreak of the COVID-19 pandemic and the multiple crises it unleashed around the world coincided with the beginning of the period that the world leaders dubbed the “Decade of Action” to deliver on the Sustainable Development Goals (SDGs). Launched at the beginning of 2020, it aims to instill a sense of urgency, thereby spurring action, unlocking development finance, and harnessing innovative approaches for the attainment of the SDGs and the promise of “leaving no one behind”. A strong call for action was based on the realization that the world was seriously off-track in its progress towards sustainable development. Delivering on the promises of financing and the commitments of partnership is key for progress across the goals.

Kategorien: Ticker

ICARUS: Verhaltensbeobachtung von Tieren durch Minisender und Satelliten

reset - 30. Juli 2020 - 7:34
Ein satellitengestütztes System zur Beobachtung von Tieren soll der Erforschung von Ausbreitungswegen von Infektionskrankheiten, der Vorhersage von Naturkatastrophen und dem Artenschutz dienen.
Kategorien: Ticker

Eins von drei Kindern weltweit leidet unter Bleivergiftung

Unicef - 30. Juli 2020 - 2:01
Laut einem aktuellen Bericht von UNICEF und der Umweltorganisation Pure Earth sind Kinder in großem und bisher unbekanntem Ausmaß von Bleivergiftungen betroffen.Dem Bericht zufolge weist eins von drei Kindern – rund 800 Millionen Kinder weltweit – eine Bleibelastung im Blut von mindestens 5 Mikrogramm auf. 
Kategorien: Ticker

Improving Europe’s China Competence

SWP - 30. Juli 2020 - 0:00

Dealing with China is not only about finding answers to urgent problems in politics, business, or technology. Rather, a system of European China competence must be established that ensures long-term capacity for action. It is crucial to locate this task at the nexus of foreign and education policy. The development of China competence through education should therefore be part of Europe’s China strategy.

Kategorien: Ticker

#PassTheMic: Michael Mittermeier übergibt an Prof. Kekulé und Dr. Tlaleng Mofokeng

ONE - 29. Juli 2020 - 17:56

Bei unserer weltweiten Kampagne #PassTheMic haben wir Informationen über die Pandemie aus erster Hand bekommen. Renommierte Expert*innen und diejenigen, die an vorderster Front gegen Covid-19 kämpfen, übernahmen für einen Tag die Social-Media-Kanäle von unseren prominenten Unterstützer*innen.

In Deutschland übergab neben Carolin Kebekus und Motsi Mabuse auch der Comedian Michael Mittermeier seinen Account auf Instagram und Facebook.

Michael Mittermeier #PassTheMic an…

Auf Instagram übernahm die südafrikanische Ärztin Dr. Tlaleng Mofokeng. Sie hat sich auf den Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte spezialisiert.  Zu ihren Fachgebieten gehören die öffentliche Gesundheitspolitik und die Produktion von Inhalten für die öffentliche Gesundheitskommunikation.

Bei Facebook übergab Michael Mittermeier sein Profil an Prof. Dr. Alexander Kekulé. Er ist Direktor des Instituts für Biologische Sicherheitsforschung in Halle und hat die Bundesregierung 12 Jahre lang zum Seuchenschutz beraten. Seine aktuelle Arbeit umfasst unter anderem das aktuelle Infektionsgeschehen zu bewerten wie in diesem Podcast des MDR.

Professor Dr. Kekulé auf Facebook

Als Einführung in die Aktion betonte Michael Mittermeier, dass ein Lösungsansatz immer die regionale und lokale Ebene einbeziehen muss.

In einer Krisensituation braucht man auch Vertrauen, Flexibilität, Reaktionsgeschwindigkeit und Improvisationstalent.

Damit bezog er sich auf die Aussage von der WHO – ein künftiger Impfstoff müsse für alle verfügbar sein.

Prof. Kekulé sagte, dass mit der Corona-Krise eine Art weltweite Notgemeinschaft entstanden ist. Die Krise verpflichtet dazu, global zu denken. Zu Zeiten der Ebola-Krise in Westafrika vor einigen Jahren gab es viele Stimmen, die das seinerzeit schon gefordert haben. So richtig passiert sei leider kaum etwas. Bei Corona hofft er darauf, dass der ‘globale Geist’ stark ist und auch über die Zeit der akuten Krise hinaus bestehen bleibt.

Das hier ist #PassTheMic von ONE Deutschland: Ich mache Sendepause und überlasse heute meine Social Media Accounts…

Posted by Michael Mittermeier on Friday, June 12, 2020

Was die beiden besprochen haben, findet ihr hier:

Kommt ein Virologe zum Komiker. Klingt wie ein vielversprechender Anfang für einen Witz, wenn ihr mich fragt. Schaut euch selbst an, was ich mit Prof. Dr. Alexander Kekulé für #PassTheMic zu besprechen habe.

Posted by Michael Mittermeier on Friday, June 12, 2020

Dr. Tlaleng Mofokeng übernimmt auf Instagram

Auf Instagram übernahm Dr. Tlaleng Mofokeng. Die Allgemeinärztin, die sich auf sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte spezialisiert hat, erzählte in ihrer Übernahme welche Lernerfolge aus vergangen Pandemien auch bei der Bekämpfung von Corona nützlich sein können.

Egal, ob es um Impfstoffe geht, um Forschung oder um Aufklärung – wir müssen sicherstellen, dass wir in der Corona-Pandemie niemanden zurücklassen, vor allem nicht die Ärmsten.

Denn: Niemand von uns ist sicher, wenn nicht alle Menschen in Sicherheit sind.

View this post on Instagram

Wenn wir in Südafrika eines aus der HIV-Krise gelernt haben, dann wie wichtig Gesundheitsgerechtigkeit ist. Egal, ob es um Impfstoffe geht, um Forschung oder um Aufklärung – wir müssen sicherstellen, dass wir in der Corona-Pandemie niemanden zurücklassen, vor allem nicht die Ärmsten. Denn: Niemand ist geschützt, wenn nicht alle sicher sind.

A post shared by Michael Mittermeier (@michlmittermeier) on Jun 12, 2020 at 2:59am PDT

Das Gespräch von den beiden findet ihr hier:

View this post on Instagram

Für mich als bekennender Südafrika-Fan und Vater einer Tochter war es total spannend mit Dr. T sprechen zu dürfen. Ich habe auf jeden Fall einiges gelernt. Danach bin ich ruhig. Versprochen.

A post shared by Michael Mittermeier (@michlmittermeier) on Jun 12, 2020 at 12:51am PDT

Wir befinden uns in einer weltweiten Pandemie, die eine globale Reaktion erfordert. Ruft gemeinsam mit uns zu Maßnahmen auf, um jeden und jede überall zu schützen. Folgt uns auf Facebook und Twitter um auf dem Laufenden zu bleiben.

The post #PassTheMic: Michael Mittermeier übergibt an Prof. Kekulé und Dr. Tlaleng Mofokeng appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

29.07.2020 Corona-Pandemie: Deutsche Expertengruppe Gesundheit übergibt 1,4 Millionen Tests an Afrikanische Union

BMZ - 29. Juli 2020 - 15:00
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "Corona ist längst nicht besiegt. Weltweit haben sich 17 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern steigen die Zahlen rasant. Unser Nachbarkontinent Afrika meldet jeden Tag rund 20.000 Neuinfektionen – doppelt so viele wie vor einem Monat. Mit 450.000 bestätigten Infektionen steht Südafrika weltweit bereits auf Platz 5 der Länder mit den meisten Corona-Fällen. Wir ...
Kategorien: Ticker

G20 Anti-Corruption Commitments Tracker

#C20 18 - 29. Juli 2020 - 14:13
Click here to download 
Kategorien: english, Ticker

29. Juli 2020

ONE - 29. Juli 2020 - 12:18

1. Seit Corona sterben jeden Monat 10.000 Kinder
Wie unter anderem die Tagesschau, Deutschlandfunk, Rheinische Post, Redaktionsnetzwerk Deutschland und die Deutsche Welle berichten, sterben durch die Coronakrise jeden Monat mehr als 10.000 Kinder an Hunger. Dies gehe aus einer Studie der Vereinten Nationen hervor. Betroffen seien Regionen, in denen Nahrungsmittel ohnehin knapp seien, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Unicef erklären. Bauern und Bäuerinnen in ländlichen Regionen mit schwachen Erträgen werden vom Markt abgeschnitten. In kleineren Dörfern kommen keine Lebensmittel- oder Medizinlieferungen mehr an. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten drehe sich die Entwicklung damit um. Seit 1980 habe die Kindersterblichkeit stetig abgenommen. Die Mangelernährung vieler Kinder werde Langzeitfolgen haben, wie Francesco Branca, Chef für Ernährung bei der WHO, erklärt. So leiden durch die Mangelernährung immer mehr Kinder am sogenannten Wasting-Syndrom, eine starke Form der Unterernährung und Verkümmerung, die zu dauerhaften körperlichen und psychischen Schäden führt. Laut UN seien mindestens 2,4 Milliarden US-Dollar Soforthilfe nötig. Wie Alan Posener in der Welt beleuchtet, schlägt die UN vor, den am stärksten von Armut betroffenen Menschen während der Coronakrise ein Grundeinkommen zu zahlen. Zur Finanzierung sollen die Regierung der betroffenen 132 Länder die Mittel verwenden, die eigentlich zur Schuldentilgung vorgesehen sind. Monatlich wären das 172 Milliarden Euro. Für sechs Monate entspräche es einem Drittel der Schuldenrückzahlungen, die die Staaten in diesem Jahr zahlen müssten. Ein Feldversuch des Grundeinkommens in Namibia habe vielversprechende Ergebnisse gezeigt: Über zwei Jahre sei ein Rückgang der Kriminalität und ein Anstieg im Schulbesuch verzeichnet worden. Schwierig bleibe bei einem solchen Vorhaben im größeren Stil allerdings, wie sichergestellt werden kann, dass das Geld auch wirklich Bedürftige erreicht und keine korrupten Regime.

2. Verhandlungen in Mali
Katrin Gänsler thematisiert in der tageszeitung (taz) die Verhandlungen in Westafrika über die derzeitige Krise in Mali. Dreimal innerhalb der letzten zwei Wochen haben die 15 Staatsoberhäupter der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) getagt. Zuletzt haben sie sich in einer Videokonferenz am Montag darauf verständigt, die Vorschläge der ersten Ecowas-Vermittlungsmission von Nigerias Ex-Präsident Goodluck Jonathan erneut zu unterstützen. Mali Protestbewegung lehne diese jedoch ab. Der größte Streitpunkt sei, dass die westafrikanischen Regierungen den amtierenden Präsidenten Ibrahim Boubacar Keita unterstützen. Das Ziel der malischen Protestbewegung M5-RFP sei jedoch Keitas Rücktritt. Neben der kritischen Sicherheitslage sei der Wahlsieg von 31 Parlamentsabgeordneten umstritten. Laut Opposition habe das Verfassungsgericht die ursprünglichen Wahlergebnisse zugunsten von Bewerber*innen der Regierungspartei RPM aufgehoben. In diesem Fall befürworte auch die Ecowas-Mission Neuwahlen für die betroffenen Wahlkreise. Dies könnte sich auf die gesamte Region auswirken, da zum Ende des Jahres auch in Malis Nachbarländern Guinea, Elfenbeinküste, Burkina Faso und Niger neue Präsident*innen gewählt werden. Die Mehrheit dieser Wahlen berge Konfliktpotential, da auch in anderen Ländern Wahlergebnisse umstritten seien und Proteste gegen Regierungsparteien stattfinden.

3. Ostkongo: Kehrt M23 zurück?
Simone Schlindwein berichtet in der tageszeitung (taz) über die Gerüchte von wiederkehrenden M23-Rebellen im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Seit einer Woche kursieren Meldungen, nach denen die Rebellengruppe M23 (Bewegung des 23. März) wieder in den Bergen Ostkongos aktiv sei. Teile des Bezirks Rutshuru in der Provinz Nord-Kivu seien eingenommen worden. Der kongolesische Armeesprecher Major Njike Kaiko Guillaume habe Kämpfe im Bezirk Ruthuru bestätigt. Drei Soldat*innen seien getötet und eine*r verwundet worden. Er habe zunächst nur von „Angreifern“ und „bewaffneten Männern“ gesprochen, aber die Gruppen nicht genauer identifiziert. Viele Menschen vermuten, dass es sich um M23 handelt: Die Terrorgruppe habe 2012 die Provinzhauptstadt Goma eingenommen. Erst 2013 habe die Rebellengruppe zurückgedrängt und entwaffnet werden können. Nach eigenen Aussagen befinde sich M23-Militärführer Sultani Makenga seit Anfang 2017 mit knapp 100 Kämpfern aus Uganda in der Nähe des erloschenen Sabinyo-Vulkans. Dort warte er auf „den richtigen Moment“. Aus Uganda werden die Vermutungen als Gerüchte und Angstmacherei auf Social Media abgetan.

The post 29. Juli 2020 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Seiten

SID Hamburg Aggregator – Ticker abonnieren