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Speed Dating für den fairen Handel

Engagement Global Presse - 26. August 2019 - 8:49
Der Kongress der Ideen und Taten findet vom 18. bis 20. September in Köln statt. Foto: Engagement Global

Zum „Kongress der Ideen und Taten“ laden TransFair e.V. und Engagement Global gGmbH mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt vom 18. bis 20. September 2019 ins Kölner E-Werk und Palladium ein. Interaktive Formate wie Group Speed Datings, Fish Bowls oder Coaching-Sessions bringen die Gäste ins Gespräch über aktuelle Fair Handels-Trends und geben lokale Antworten auf globale Herausforderungen. Inhaltliche Impulse kommen unter anderem von folgenden Gästen, die auch für Interviews vor Ort zur Verfügung stehen:

  • Susanne Jordan zeigt als Gründerin von Nager IT, wie faire Produkte auch in der Computerindustrie möglich werden.
  • apl. Prof. Dr. Niko Paech, Universität Siegen, prägte den Begriff der „Postwachstumsökonomie“ und wird über nachhaltige Lebensstile und gesellschaftliche Veränderungsprozesse diskutieren.
  • Florence Wanjiru Wanjiku, Tochter einer Blumenarbeiterin, ermöglichten Fairtrade-Gelder das Studium. Sie arbeitet heute als Human Ressource Assistant auf der Flamingo-Blumenfarm in Kenia.
  • Melanie Weigel nimmt sich nach ihrer erfolgreichen Petition für fairen Kaffee in der Deutschen Bahn nun das Unternehmen Ikea vor.
  • Christian Bersin, Leiter des Amts für Klima- und Umweltschutz in Saarbrücken, der Hauptstadt des Fairen Handels 2015, teilt seine Expertise fürs Vernetzen.
  • N.N., Vertretung der Gewinnerkommune „Hauptstadt des Fairen Handels 2019“


Feiern Sie außerdem mit uns die Preisverleihung des Wettbewerbs „Hauptstadt des Fairen Handels 2019“ am Mittwoch, 18. September sowie das Jubiläum zum 10-jährigen Bestehen der Kampagne „Fairtrade-Towns“ am Donnerstag, 19. September, moderiert von Enie van den Meiklokjes.

Foto-Highlights der Veranstaltung sind die Preisverleihung „Hauptstadt des Fairen Handels 2019“ am 18. September ab 16 Uhr und die längste Fairtrade-Kaffeetafel am Donnerstag, 19. September um 17 Uhr.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung.

Für Terminwünsche für Interviews mit unseren Gästen kommen Sie gerne auf uns zu.

Ansprechpersonen

Petra Gohr-Guder
Pressesprecherin Engagement Global
Telefon +49 (0)228 20 717-120
petra.gohr-guder@engagement-global.de

Edith Gmeiner
Pressereferentin TransFair e.V.
Telefon +49 (0)221 942040 46
presse@fairtrade-deutschland.de

Weitere Informationen

Kongress der Ideen und Taten

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Wingsails: Flügelsegel für eine grünere Schifffahrt

reset - 26. August 2019 - 7:44
Das spanische Unternehmen Bound4blue hat ein Segel entwickelt, dass die Emissionen von Frachtschiffen drastisch reduziert.
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A New Budget for the EU

SWP - 26. August 2019 - 0:00

Negotiations on the EU’s Multiannual Financial Framework (MFF) are al­ways lengthy, complex and conflictual. This applies to the MFF 2021–2027, which is expected to have a financial volume of around €1.3 trillion. As usual, the negotiations revolve around political priorities, the expenditures determined for each of them, and the distribution of the financial burden among mem­ber states. This ongoing process is hampered by the forthcoming Brexit, as the UK has so far contributed substantial amounts to the Union’s budget. Furthermore, there are new tasks for the EU which require additional resources, such as the establishment of a defence union, increased protec­tion of the EU’s external borders, and the stabilisation of the euro zone.

Since the European Commission presented its proposal for a pragmatic reform of the EU budget on 2 May 2018, the member states have been nego­tiating a comprehensive package. However, cohesion in the coalitions of net contributors and net recipients is dwindling. The delicate negotiation frame­­work makes the course and results of the search for consensus more difficult to foresee, and the actors less predictable. Due to the increasing uncertainty, all participants expect Germany to play a balancing role. Many countries hope that Germany, as the strongest economy and the largest net contributor, will provide additional resources to facilitate a successful conclusion of the negotiations on a new MFF. The German government therefore needs clear and firm ideas about the fields in which it wants to modernise EU pol­icies and to further Europeanise and communitise them.

 

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G7-Gipfel: Mehr Geld für den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria

DSW - 25. August 2019 - 18:25

Hannover, 25.08.2019. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) begrüßt die heutige Ankündigung Angela Merkels auf dem G7-Gipfel, den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose (TB) und Malaria in den nächsten drei Jahren mit einer Milliarde Euro zu unterstützen. Im Vergleich zur aktuellen Finanzierungsperiode hat die Bundesregierung die Zusage um knapp 18 Prozent erhöht. Mit diesem Schritt trägt Deutschland dazu bei, Millionen Menschenleben zu retten, Gesundheitssysteme nachhaltig zu stärken und dem nachhaltigen Entwicklungsziel 3, Gesundheit und Wohlergehen aller Menschen, näher zu kommen.

DSW: Merkels erhöhte Zusage für den Globalen Fonds zeigt deutlichen politischen Willen

Dazu sagt DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr: „Mit Angela Merkels erhöhter Zusage zeigt die Bundesregierung deutlichen politischen Willen, den drei Epidemien endlich ein Ende zu setzen. Das begrüße ich sehr! Ich finde es nach wie vor erschreckend, dass in Afrika südlich der Sahara drei Viertel der HIV-Neuinfektionen unter Teenagern Mädchen betreffen. Global gesehen ist Aids die Todesursache Nummer eins von Frauen unter 50. Alle diese Todesfälle sind vermeidbar und dafür spielt der Globale Fonds eine Schlüsselrolle!“

Gemeinsam mit neun anderen Entwicklungsorganisationen und Mitgliedern des Bundestages aus fünf Fraktionen hatte die DSW mit der Kampagne #FillUpTheFund (www.fillupthefund.de) die Bundesregierung dazu aufgerufen, den Globalen Fonds mit einem starken deutschen Beitrag zu unterstützen.

Renate Bähr erklärt hierzu: „Ohne die fraktionsübergreifende starke Unterstützung für den Globalen Fonds im Bundestag wäre es nicht zu dieser lebensrettenden Zusage gekommen. Wir werden weiterhin zusammen mit anderen NGOs im Parlament für einen vollfinanzierten Globalen Fonds werben.“

Über den Globalen Fonds:

Die drei großen Infektionskrankheiten Aids, TB und Malaria fordern laut WHO auch heute noch jedes Jahr fast drei Millionen Menschenleben. Der Globale Fonds finanziert Präventions- und Behandlungsprogramme in mehr als 140 Ländern. Dadurch hat er seit seiner Gründung 2002 dazu beigetragen, 27 Millionen Menschenleben zu retten, die ansonsten an den Folgen von Aids, TB und Malaria gestorben wären. Neben der Eindämmung der Epidemien stärkt der Globale Fonds die Gesundheitsversorgung insgesamt: Er unterstützt einkommensschwache Länder beim Aufbau nachhaltiger Gesundheitssysteme, damit alle Menschen Zugang zu guter Gesundheitsversorgung bekommen. Bis zu seiner Wiederauffüllungskonferenz in Lyon am 10. Oktober benötigt der Globale Fonds mindestens 14 Milliarden US-Dollar, um seine erfolgreiche Arbeit in den Jahren 2020-2022 fortzusetzen. Der an der Wirtschaftskraft gemessene faire Beitrag liegt nach Berechnungen des Aktionsbündnisses gegen Aids für Deutschland bei mindestens 1,2 Milliarden Euro.

Weitere Informationen: Über die DSW:

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein. Neben ihrem Hauptsitz in Hannover ist die DSW in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda sowie mit Verbindungsbüros in Berlin und Brüssel vertreten.

Der Beitrag G7-Gipfel: Mehr Geld für den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria erschien zuerst auf DSW.

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25.08.2019 Entwicklungsminister Gerd Müller begrüßt G7-Unterstützung für Regenwälder:ml;ßt G7-Unterstützung für Regenwälder

BMZ - 25. August 2019 - 13:00
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "Es ist wichtig, die Amazonas-Waldbrände so schnell wie möglich zu löschen. Und wir sollten auch Russland beim Kampf gegen die Feuer in Sibirien nicht alleine lassen. Als nächsten Schritt brauchen wir ein weitergehendes G7-Rettungsprogramm für die Regenwälder weltweit. Denn alle vier Sekunden wird die Fläche eines Fußballfelds abgeholzt - vor allem für riesige Soja- und Palmölplantagen. Elf Prozent ...
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Widerstand gegen Trump ist angesagt auf dem G7-Gipfel

Baustellen der Globalisierung - 24. August 2019 - 16:10
Trumps Böswilligkeit ist grenzenlos. In Biarritz sollte Europa mit Appeasement, Schmeichelei und feigen Konzessionen gegenüber Trump aufhören und zum Widerstand übergehen. Wie dies aussehen könnte, zeigt der folgende

Gastblog von Jeffrey D. Sachs


Donald Trump wird Europa anlässlich des G7-Gipfels in diesem Monat einen neuerlichen Besuch abstatten, und den europäischen Regierungen gehen, was den Umgang mit diesem US-Präsidenten angeht, die Optionen aus. Sie haben versucht, ihn zu bezirzen, zu überreden, zu ignorieren oder anzuerkennen, dass man anderer Meinung ist. Doch Trumps Böswilligkeit ist grenzenlos. Die einzige Alternative ist daher, ihm Widerstand zu leisten.

Das unmittelbarste Problem ist der europäische Handel mit dem Iran. Dies ist keine Kleinigkeit; es ist ein Kampf, den zu verlieren sich Europa nicht leisten kann.Trump ist in der Lage, anderen ohne Hemmungen großen Schaden zuzufügen, und er tut dies nun mit wirtschaftlichen Mitteln und mit der Androhung militärischer Maßnahmen. Er beruft sich auf wirtschaftliche und finanzielle Notstandsbefugnisse, die darauf zielen, den Iran und Venezuela in den wirtschaftlichen Zusammenbruch zu treiben. Er versucht, das Wirtschaftswachstum Chinas zu verlangsamen oder zu stoppen, indem er die US-Märkte für chinesische Exporte schließt, den Verkauf von US-Technologie an chinesische Unternehmen beschränkt und China zum Währungsmanipulator erklärt.

Es ist wichtig, diese Handlungen als das zu benennen, was sie sind: die persönlichen Entscheidungen eines unmäßigen Individuums und nicht das Ergebnis gesetzgeberischen Handelns oder auch nur des Anscheins öffentlicher Debatten. Bemerkenswerterweise leiden die USA 230 Jahre nach Verabschiedung ihrer Verfassung nun unter einem Alleinherrscher. Trump hat seine Regierungen von allen gesäubert, die wie beispielsweise Ex-Verteidigungsminister und General a. D. James Mattis selbst Statur besaßen, und nur wenige Republikaner im Kongress äußern auch nur gemurmelten Widerspruch.

Trump wird fälschlich weithin als zynischer Politiker beschrieben, dem es um persönliche Macht und finanzielle Vorteile geht. Doch die Situation ist viel gefährlicher. Trump ist psychisch gestört; er ist ein größenwahnsinniger, paranoider Psychopath. Und das ist nicht als Beschimpfung gedacht. Trumps geistiger Zustand macht es ihm unmöglich, Wort zu halten, seine Feindseligkeit unter Kontrolle zu halten und Zurückhaltung zu üben. Die Antwort hierauf muss Widerstand und darf nicht Appeasement heißen.

Selbst wenn Trump nachgibt, brodelt sein Hass. Bei einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping auf dem G20-Gipfel im Juni erklärte Trump einen Waffenstillstand in seinem „Handelskrieg“ mit China. Doch ein paar Wochen später kündigte er neue Zölle an. Trump war unfähig, seine eigenen Worte umzusetzen, und das trotz der Einwände seiner eigenen Berater. Zuletzt hat ihn ein Absturz auf den Weltmärkten zum vorübergehenden Rückzug gezwungen. Doch seine Aggression gegenüber China wird sich fortsetzen, und sein zügelloses Vorgehen gegenüber dem Land wird Europas Wirtschaft und Sicherheit zunehmend bedrohen.

Trump versucht aktiv, jedes Land zu brechen, das sich seinen Forderungen widersetzt. Das amerikanische Volk ist nicht so arrogant und unmäßig, aber einige von Trumps Beratern sind es mit Sicherheit. Der Nationale Sicherheitsberater John Bolton und Außenminister Mike Pompeo etwa verkörpern beide einen einzigartig arroganten Ansatz gegenüber der Welt, der im Falle Pompeos noch durch religiösen Fundamentalismus verschärft wird…


der vollständige Kommentar findet sich >>> hier.
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24.08.2019 Entwicklungsminister Gerd Müller fordert ein Regenwaldschutzprogramm der G7-Staaten

BMZ - 24. August 2019 - 0:00
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "Nur zu twittern, der Wald brennt, hilft niemandem. Die G7-Staaten gehören mit China weltweit zu den Hauptverursachern beim CO2-Ausstoß. Beim Gipfel in Elmau 2015 wurde deshalb vereinbart, ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für Klimaschutzprogramme in den hauptbetroffenen Ländern zu investieren. Dieses Versprechen gilt es jetzt dringend einzulösen. Deutschland wird mit zusätzlich 500 Millionen ...
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Wolfsburg bleibt „Kinderfreundliche Kommune“

Unicef - 23. August 2019 - 18:30
Feier-stunde mit Bundesfamilienministerin Giffey: Der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. verlängert das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ für die Stadt Wolfsburg. Damit würdigt der Verein das die Stadt die nachhaltige Verankerung der Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Verwaltung sowie auf der gesamten lokalen Ebene fortsetzt. 
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Youth and Citizenship in Europe, Latin America and the Caribbean

GIGA Event - 23. August 2019 - 14:40
Veranstaltung im Rahmen des Lateinamerika- und Karibik-Herbstes 2019 Hamburg Seminar Adresse

GIGA
Neuer Jungfernstieg 21
20354 Hamburg

Forschungsschwerpunkte Politische Verantwortlichkeit und Partizipation Frieden und Sicherheit Regionen GIGA Institut für Lateinamerika-Studien Anmeldung erforderlich

Pressemitteilung: Erhalt der Artenvielfalt zur Chefsache machen

Forum Umwelt & Entwicklung - 23. August 2019 - 13:29

Gemeinsame Pressemitteilung von BUND, DNR, Forum Umwelt&Entwicklung, Greenpeace, NABU, WWF Deutschland zum G7-Gipfel in Biarritz (24.-26. August 2019)

 

Umweltverbände: Erhalt der Artenvielfalt zur Chefsache machen

 

Bundeskanzlerin Merkel muss mit Frankreich beim Kampf für die Biodiversität vorangehen

 

Berlin/Biarritz, 23. August 2019 – Anlässlich des G7-Gipfels in Biarritz fordert ein breites Bündnis aus deutschen Umweltverbänden die Unterstützung der Bundeskanzlerin für eine französische Initiative zum Schutz der Artenvielfalt.

Kanzlerin Angela Merkel muss dafür sorgen, dass der Kampf gegen das weltweit dramatisch voranschreitende Artensterben und den Verlust der Natur auf dem G7-Gipfel endgültig zur Chefsache gemacht wird, fordern die Verbände. „Der Internationale Biodiversitätsrat (IPBES) prognostiziert, dass in den nächsten Jahrzehnten eine Million Arten vom Aussterben bedroht sind. Wenn das Realität wird, ist die Menschheit selbst in Gefahr. Die Bundeskanzlerin muss gemeinsam mit Gastgeber Emmanuel Macron und anderen Staatschefs eine starke Allianz für die Artenvielfalt und den Erhalt der Natur schmieden“, so die Umweltverbände. Nur so könnten Regenwälder, Mangroven, Korallenriffe und andere wertvolle Lebensräume vor der weiteren Zerstörung bewahrt werden.

Die doppelte Krise des Artensterbens, die Zerstörung der Ökosysteme und die zunehmende Erderhitzung bedroht unsere Lebensgrundlagen, unsere Gesundheit, Sicherheit und Wirtschaft in einer nie da gewesenen Art und Weise. Denn leider werden die bestehenden internationalen und europäischen Vereinbarungen nur schleppend in Taten umgesetzt. Strafverfahren der EU gegen Deutschland wegen mangelhafter Ausweisung von Schutzgebieten oder Überdüngung seien hierfür nur Beispiele, mahnen die Umweltverbände.

Die G7-Chefs müssten daher bei ihrem Treffen ein deutliches Zeichen setzen. Die von Frankreich initiierte Erklärung der G7-Umweltministerinnen und Umweltminister zur Erhaltung der Natur und zum Stopp des Artenschwundes, die sogenannte „Charta von Metz zur biologischen Vielfalt“ vom 6. Mai 2018, müsse von Deutschland uneingeschränkt und mit Nachdruck unterstützt werden. Bundeskanzlerin Merkel sollte hier den Schulterschluss mit Frankreichs Präsident Macron herstellen und die anderen Staatschefs auf einen klaren Naturschutzkurs einschwören.

Die G7-Staaten müssen außerdem vereinbaren, den Stopp des Artensterbens im kommenden Jahr zum Top-Thema des nächsten G20-Gipfels in Saudi-Arabien sowie der 75. UN-Generalversammlung im Jahr 2020 machen. Denn nur so könne der „Weltnaturschutzgipfel“ im chinesischen Kunming im Oktober 2020 ein Wendepunkt für die Rettung der Biodiversität werden.

 

Ausgehend von der Charta von Metz muss der G7-Gipfel nach Ansicht der Verbände folgende vier Kernforderungen konkret aufgreifen:

 

  1. Wende in der Wirtschaftspolitik: Ein neues internationales Abkommen muss endlich primär und effektiv die Treiber des Artensterbens angehen. Dafür ist eine grundlegende Wende in der Nutzung von Landflächen und Meeren hin zu einer natur- und klimaschonenden Land-, Waldwirtschaft und Fischerei einzuleiten, wie vom Weltbiodiversitätsrat angemahnt. Hierzu gehört die rasche Abschaffung aller naturschädlichen Subventionen ebenso wie die Etablierung positiver Anreize zur Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen.

 

  1. Schutzgebiete: 30 Prozent der Land- und Meeresfläche müssen bis zum Jahr 2030 im Einklang mit indigenen Völkern und lokalen Gemeinden effektiv für den Erhalt der Natur geschützt werden. Hierfür sind Regeln und Gelder notwendig, die sicherstellen, dass damit die wichtigsten Gebiete für den Erhalt der Artenvielfalt und Ökosysteme gesichert, gut gemanagt, ausreichend finanziert und untereinander vernetzt werden. Dabei sind die Bedürfnisse von indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften zu berücksichtigt.

 

  1. Finanzierung: Die Investitionen in den Schutz unserer Lebensgrundlagen müssen enorm gesteigert werden. Die G7-Länder müssen ihre Investitionen in den Naturschutz massiv erhöhen. Damit würde auch ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens durch den Schutz wichtiger Kohlenstoffsenken geleistet werden. Deutschland macht dabei seine eigenen Hausaufgaben bisher nicht. Bund und Länder müssen ihre Ausgaben für den  Schutz von Arten und Lebensräumen von derzeit gut 500 Millionen Euro auf mindestens 1,4 Milliarden Euro jährlich steigern.

 

  1. Kontrolle: Konkrete und einheitliche Umsetzungs- und Berichtspflichten für die 196 Vertragsstaaten müssen sicherstellen, dass Regierungen, die die Naturschutzziele in ihren Ländern nicht ausreichend umsetzen, öffentlich zur Rechenschaft gezogen werden.

 

Im zweiten Halbjahr 2020 wird die Bundesregierung die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen und daher eine große Verantwortung dafür tragen, dass gemeinsam mit dem Gastgeber China auf der 15. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD COP15 in Kunming/China) die richtigen Weichenstellungen für das nächste Jahrzehnt gestellt werden. Ein Versagen der Bundesregierung, der EU und der Weltgemeinschaft beim Schutz der Artenvielfalt und der Ökosysteme würde in naher Zukunft zu irreparablen Schäden nicht nur mit verheerenden Folgen für unsere Lebensgrundlagen, sondern auch mit immensen Kosten für Wirtschaft und Gesellschaft führen“, so die Verbände.

 

Für Rückfragen:

 

NABU: Konstantin Kreiser, Leiter globale und EU-Naturschutzpolitik, Tel.: 0172-4179730, E-Mail: Konstantin.Kreiser@NABU.de

BUND: Nicola Uhde, Expertin für internationale Biodiversitätspolitik , Tel.: 030-27586-498, Mobil: 0151 141 482 67, E-Mail:  nicola.uhde@bund.net

DNR:  Ilka Dege, Koordinatorin für Biodiversitätspolitik, Tel. : 030-6781775-917, E-Mail:  ilka.dege@dnr.de

Forum Umwelt & Entwicklung: Jürgen Maier, Geschäftsführer, Tel.:  0171 383 6135, E-Mail:  chef@forumue.de

Greenpeace:  Christoph Thies, Tel. : 0171-8831107,  E-Mail:  christoph.thies@greenpeace.org

WWF Deutschland: Deutschland: Günter Mitlacher,  Leiter Internationale Biodiversitätspolitik, Tel.: 030-311777200, Mobil: 0151-188 55 000, E-Mail: guenter.mitlacher@wwf.de

 

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Gipfel in Biarritz: Die Krisen und die G7

Baustellen der Globalisierung - 23. August 2019 - 12:56
Im Vorfeld des G7-Gipfels, der am Wochenende in Biarritz zusammenkommt, philosophierte der Gastgeber, der französische Präsident Emmanuel Macron, über die Krisen dieser Welt. Wir durchlebten derzeit eine „tiefe Krise der Demokratrie“, sagte er und fügte hinzu, es gebe auch eine „Krise des Kapitalismus“ und eine „Krise der Ungleichheit“. Eine „Krise der G7“ erwähnte er nicht. Da trifft es sich gut, dass Oxfam pünktlich zum Gipfel eine Studie herausgebracht hat – eine Handreichung gleichsam, die unter dem Titel The G7‘s Deadly Sins („Die sieben Totsünden der G7“) die Versäumnisse der G7 auf sieben wichtigen Politikfeldern benennt und aufzeigt, was die G7 tun müssen, um soziale Ungleichheit zu verhindern.

Die Ankündigung Macrons, den Kampf gegen soziale Ungleichheit zur Priorität auf dem kommenden G7-Gipfel zu machen, wird in der Tat ein Lippenbekenntnis bleiben, wenn die G7 ihre aktuelle Politik fortsetzen: Ungerechte Steuersysteme und schädliche Steuerpraktiken verhelfen Unternehmen und reichen Einzelpersonen zu drastischen Gewinnen, enthalten Entwicklungsländern aber wichtige Steuereinnahmen vor. Die Einnahmen fehlen den Entwicklungsländern, um sie in öffentliche Bildungs- und Gesundheitssysteme sowie soziale Sicherung zu investieren. Dies wäre aber dringend nötig, um Armut und Ungleichheit zu verringern und Geschlechtergerechtigkeit zu stärken, da Frauen und Mädchen derzeit den Löwenanteil an unbezahlter Pflege- und Sorgearbeit leisten.
Ein wichtiges Instrument gegen schädliche Steuerpraktiken ist Transparenz. Doch beispielsweise Deutschland treibt hier seit Jahren ein doppeltes Spiel: „Die Bundesregierung spricht sich für Steuertransparenz aus, blockiert aber in Europa nach Kräften eine Regelung, die Konzerne verpflichten würde, öffentlich zu berichten, in welchen Ländern sie wie viel verdienen und welche Steuern sie darauf zahlen“, kritisiert Oxfam. Zwar setzt sich Deutschland gemeinsam mit Frankreich international für Mindeststeuersätze ein, tut aber wenig dafür, dass deutsche Unternehmen in Entwicklungsländern tatsächlich höhere Steuern zahlen.
Auch beim Klimaschutz werden die G7-Länder (und keineswegs nur die USA) ihrer Verantwortung nicht gerecht. Keines der G7-Länder auch nur annähernd genug, um den Klimawandel zu begrenzen und arme Länder darin zu unterstützen, sich an die Folgen der Erderwärmung anzupassen. Dürren, Stürme und Überschwemmungen rauben bereits heute Millionen Menschen im Globalen Süden ihre Existenzgrundlagen und verschärfen dort Armut und Hunger. Die Verantwortung hierfür liegt klar bei den G7-Ländern, auf die ein Großteil der weltweiten CO2-Emissionen entfällt.Auch Deutschland kommt seiner Verantwortung nicht ausreichend nach: „Statt das Pariser Abkommen in Deutschland umzusetzen, bremst die Bundesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien, bekämpft in Brüssel wirksame Effizienzstandards für Autos und möchte, dass noch bis 2038 Kohlekraftwerke Treibhausgase in die Luft pumpen. Es sind vor allem die Ressorts Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft, die damit die Überhitzung der Atmosphäre weiter anfeuern“, kritisiert Oxfam.
Oxfam fordert von den G7-Staaten unter anderem, ein gerechtes Steuersystem zu schaffen, durch das Unternehmen und reiche Einzelpersonen ihren fairen Beitrag zum Gemeinwesen leisten. Die zusätzlichen Steuereinnahmen müssen in den Ausbau öffentlicher Systeme für Bildung, Gesundheit und soziale Sicherung fließen sowie in höhere Entwicklungszusammenarbeit. Darüber hinaus müssen die G7-Länder ihre CO2-Emissionen drastisch verringern, mit dem Ziel, diese deutlich vor 2050 auf null zu bringen. Zudem müssen sie bis 2020 die versprochenen Klimahilfen für arme Länder in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr bereitstellen.
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