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10. Wasserwerkstatt zur nachhaltigen Governance von Wasser in Bergbau- und Bergbaufolge-Landschaften

DIE Blog - 28. Oktober 2020 - 7:58

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Am 8. und 9. Oktober fand die 10. Wasserwerkstatt online unter der Schirmherrschaft des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) statt. Akademiker*innen und Praktiker*innen diskutierten gemeinsam, wie bergbaubedingte Wasserverschmutzung und -verknappung vermieden und eine ausgeglichene, faire Abwägung unterschiedlicher Interessen, Prioritäten und Bedeutungszuweisungen erreicht werden kann.

Ein Eröffnungsvortrag von Nadja Kunz von der University of British Columbia zeigte auf, dass Bergbauunternehmen zunehmend umdenken und anstatt eines intern fokussierten Wasserrisiko-Managements eine ganzheitlichere Rolle als Wasserverwalter anstreben. Mangelnder Austausch sowohl zwischen einzelnen Abteilungen sowie mit Stakeholdern vor Ort stellen allerdings weiterhin Herausforderungen dar. Ein zweiter Eröffnungsvortrag von Fabiana Li von der University of Manitoba betonte die Tatsache, dass Wasser soziale Gefüge prägt und von diesen geprägt wird. Daher nimmt es in Verbindung mit Bergbau unterschiedliche Rollen und ist Streit- und Verhandlungsobjekt in Bezug auf Werte, relevante Wissensformen und Bedeutungen.

Vorträge im Rahmen der Wasserwerkstatt stellten u.a. unterschiedliche Ansätze vor, um Wasserrisiken und potentielle Auswirkung auf lokale Bevölkerungsgruppen besser zu verstehen und zu minimieren. Sie beinhalteten aber auch Fallstudien zu Konflikten zwischen Bergbauunternehmen und der lokalen Bevölkerung, u.a. in Bezug auf den Abbau von Lithium in der Atacama-Wüste in Chile oder Zement-Abbau im Kendeng-Gebirge in Indonesien.

Abschließend fand eine Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), sowie der Universität Wageningen und von Germanwatch e.V. statt. Sie wandte sich u.a. der Frage zu, welche unterschiedlichen Rollen Staaten, (internationale) Forschung und Zivilgesellschaft einnehmen, um eine nachhaltige Governance von Wasser und Bodenschätzen zu fördern. Dringend notwendig hierfür sei insbesondere ein intensiverer Austausch zwischen der Zivilbevölkerung, staatlichen Behörden und Bergbauunternehmen, sowie die Förderung nachhaltiger Lieferketten.

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10th Dialogue on Water on Governing water sustainably in mining and post-mining landscapes

DIE Blog - 28. Oktober 2020 - 7:55

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On 8 and 9 October , the 10th Dialogue on Water took place online, organised jointly by researchers from the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) and the German Federal Institute for Geosciences and Natural Resources (BGR). It brought together academics and practitioners to discuss how water contamination and depletion from mining can be mitigated and how a balanced and equitable consideration of diverging interests, priorities and meanings tied to water resources can be ensured.

A keynote speech by Nadja Kunz of the University of British Columbia pointed out that mining companies are starting to shift their focus from internal water risk management to water stewardship. They still struggle, however, to coordinate across departments and to conduct sufficient outreach out to stakeholders. A second keynote by Fabiana Li of the University of Manitoba emphasised that water is an element that is shaped by social relations and shapes social relations in return. In consequence, it plays various roles in relation to mining, being an object of contestation and negotiation of values, relevant knowledges, and meaning.

Presentations during the workshop featured, i.a., voluntary certification schemes and water risk assessment tools, which provide incentives and starting points for mining companies to identify and manage potential negative effects on water resources and surrounding communities. They also included case studies of conflicts, illustrating what is at stake if mining companies fail to sufficiently mitigate water degradation and to prevent unintended social-environmental effects. Among these were contestations surrounding Lithium mining in the Atacama Desert in Chile, cement mining in the Kendeng Mountains in Indonesia and contestations in the Peruvian Andes.

A closing panel with representatives of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), the Federal Institute of Geosciences and Natural Resources (BGR), as well as of the University of Wageningen and of Germanwatch e.V. discussed how states, (international) academia and civil society can fulfil diverging roles in fostering sustainable governance in water and mining. Panelists emphasised the need for better dialogue between communities, state agencies, and mining companies, and for the promotion of sustainable value chains.

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Chile auf dem Weg zu einer neuen Verfassung

SWP - 28. Oktober 2020 - 0:00

Die profunde Unzufriedenheit der chilenischen Bevölkerung mit der tradierten Politik und der geltenden Wirtschaftsordnung hatten seit Oktober 2019 zu Demonstrationen und gewaltsamen Ausschreitungen in der Andenrepublik geführt. Im Ergebnis einigten sich die traditionellen politischen Parteien auf ein »Übereinkommen für den sozialen Frieden und die neue Verfassung«, das unter anderem die Durchführung eines bindenden Referendums über die Eröffnung eines Verfassungsprozesses vorsah.

Am letzten Sonntag nun stimmten 78,27 Prozent der Wählerinnen und Wähler dafür, dass das Land eine neue Verfassung erhält. Diese soll, auch dafür hat sich mit 78,99 Prozent eine deutliche Mehrheit ausgesprochen, eine direkt gewählte Verfassungsgebende Versammlung erarbeiten. Damit werden viele der zivilgesellschaftlichen Forderungen, die im Zuge der Demonstrationen erhoben wurden, institutionell aufgegriffen und diskutiert. Dass nur rund 51 Prozent der Wählerschaft an die Urnen gingen und sich damit der Trend niedriger Wahlbeteiligung seit der Abschaffung der Wahlpflicht fortsetzt, macht zugleich sichtbar, wie groß die Verdrossenheit gegenüber Parteien und institutionalisierter Politik ist. Bis zum Inkrafttreten einer neuen Verfassung werden die Chileninnen und Chilenen noch zweimal um ihre Stimmabgabe gebeten: im April 2021 für die Wahl der Mitglieder der Verfassungsgebenden Versammlung sowie voraussichtlich Ende 2022 für die Entscheidung über den neuen Verfassungstext. Bei diesem so genannten Ausgangsreferendum wird im Unterschied zum Eingangsreferendum vom 25. Oktober die Wahlpflicht gelten. Sollte es zu einem Votum gegen den neuen Text kommen, bleibt die aktuelle Verfassung in Kraft.

Hohe Erwartungen an einen normativen Rahmen

Die Verfassungsgebende Versammlung wird sich unter anderem mit dem Verhältnis von Gesellschaft und Politik, von Wirtschaft und Staat sowie privatem und öffentlichem Sektor auseinandersetzen müssen. Auch die Anerkennung von Minderheiten und die Ausweitung von Rechten, etwa die Einführung von Sozialrechten oder des Rechts auf eine saubere Umwelt, werden Thema sein. Die Chance ist groß, dass daraus ein neuer Gesellschaftsvertrag mit großer Ursprungslegitimität hervorgeht – anders als beim geltenden Verfassungstext, der zwar mehrere demokratisierende Reformen erfahren hat, jedoch unter der Pinochet-Diktatur entstand. Doch eine neue Verfassung allein wird Chile nicht in den demokratischen und sozialen Rechtsstaat verwandeln können, nach dem sich so viele sehnen. Sie kann nur den normativen Rahmen schaffen, in dem pluralistischere und inklusivere Aushandlungsprozesse innovative Sozial- und Wirtschaftspolitiken hervorbringen können. Hierzu müssen die etablierten Eliten aber bereit sein, ihre Privilegien aufzugeben, Kompromisse zu machen, Konflikte auszuhalten und sich mutig auf ergebnisoffeneren politische Verfahren einzulassen. Mit Blick auf andere Beispiele aus der Andenregion hat der chilenische Kongress vorsorglich gesetzgeberisch die Gefahr ausgeräumt, dass die Verfassungsgebende Versammlung durch Selbstermächtigung eine umfassende Volkssouveränität für sich beansprucht oder der verfassungsgebende Prozess thematisch wie zeitlich aus den Fugen gerät. Auch ist festgelegt worden, dass Chile eine Republik bleibt sowie ratifizierte internationale Verträge und rechtskräftige Urteile Geltung behalten.

Große Herausforderungen im Prozess

Um zu verhindern, dass der Verfassungsprozess das Land lange lahmlegt, hat der Kongress einen sehr straffen Arbeitsplan aufgestellt: Die Verfassungsgebende Versammlung wird neun bzw. maximal zwölf Monate lang tagen dürfen. Da der neue Verfassungstext »auf dem weißen Blatt« – also ohne vorausgehende Verfassungsentwürfe oder konkrete, umfassende Verfassungsprojekte als Grundlage – entsteht, ist der Zeitdruck allerdings immens. Dies einmal mehr, als für die Annahme der Beschlüsse stets eine aufwendig zu beschaffende Zweidrittelmehrheit erforderlich ist.

Bis Chile eine neue Verfassung hat, werden nichtsdestotrotz noch gut zwei Jahre vergehen, da die Verfassungsgebende Versammlung ihre Arbeit laut Plan erst im Mai 2021 aufnimmt. So lange muss Chile aber weiterregiert werden. Präsident Sebastián Piñera, dessen Regierungskoalition in der Verfassungsfrage gespalten war, bemühte sich zuletzt um eine positive Leseart des Plebiszits im Sinne einer Stärkung der chilenischen Demokratie und versprach bedeutende politische Reformen unabhängig vom Verfassungsprojekt. Dennoch wird es eine große Herausforderung für seine Regierung sein, Erwartungsmanagement entlang des Verfassungsprozesses zu betreiben und Chile durch die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im November 2021 zu führen – während die Verfassungsgebende Versammlung noch tagt. Ein erneuter Ausbruch von Gewalt sollte unbedingt vermieden werden.

Der Verfassungsgebenden Versammlung wird ihrerseits die gewaltige Aufgabe zukommen, für die Inklusion zu sorgen, die die meisten Bürgerinnen und Bürger Chiles in zahlreichen Bereichen vermissen. Während dank des ausordentlichen Engagements der Frauenbewegung die Genderparität für die Verfassungsgebende Versammlung bereits festgeschrieben ist, wird im Kongress noch über die Beteiligung von Indigenen und unabhängigen Kandidatinnen und Kandidaten diskutiert. Neben der physischen Vertretung verschiedener Gesellschaftsgruppen (deskriptive Repräsentation) ist aber auch deren inhaltlicher Einfluss (substantive Repräsentation) im Gremium für eine gelingende Beteiligung unabdingbar. Hierfür ist es notwendig, dass die Verfassungsgebende Versammlung Mechanismen zur Kommunikation mit der Zivilgesellschaft etabliert; im Zuge der Proteste sind im letzten Jahr zahlreiche Dialogforen entstanden, die einen Beitrag zum Verfassungsprozess leisten möchten.

Eine Parteienstunde der anderen Art

Viele der Vorzüge, die der chilenischen Demokratie in den letzten Dekaden aus guten Gründen zugeschrieben wurden, sind einem stark strukturierten Parteiensystem mit hoch institutionalisierten und an Konsens orientierten politischen Parteien zu verdanken. Dieses Modell begann zu versagen, als die Stabilität zur Starre wurde und sich die politischen und ökonomischen Eliten, unter anderem aufgrund von Oligarchisierungstendenzen und Korruption, zunehmend von der breiten Gesellschaft abkoppelten. Diese verlor die Geduld und äußerte ihren Unmut im letzten Jahr massiv auf den Straßen. Auch im verfassungsgebenden Prozess werden die politischen Parteien ausschlaggebend sein. Es ist zu hoffen, dass sie die dringende Notwendigkeit erkennen, sich neuen Akteuren, Anliegen und Anschauungen zu öffnen, damit sie zentrale Instanzen auch des künftigen politischen Systems Chiles bleiben können.

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10.11.2020 | 5 Jahre Agenda 2030, Pariser Klimaabkommen, Laudato si`

GIZ Event - 27. Oktober 2020 - 16:15
Veranstaltungsdatum: Dienstag, 10. November 2020
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Protracted armed conflict and fertility in Afghanistan

GIGA Event - 27. Oktober 2020 - 16:05
Lecture by Dr. Hamid R. Oskorouchi | Online event Online event GIGA Seminar in Socio-Economics Referent*innen [Dr. Hamid R. Oskorouchi](https://hcecon.uni-hohenheim.de/en/119395) is a research assistant in the field of household and consumer economics at the University of Hohenheim Forschungsschwerpunkte Wachstum und Entwicklung Regionen GIGA Institut für Nahost-Studien Anmeldung erforderlich

27.10.2020 Minister Müller kündigt Aufbau eines neuen "One Health"-Schwerpunkts im BMZ an

BMZ - 27. Oktober 2020 - 14:00
Beim World Health Summit stehen heute neue Strategien zur weltweiten Corona-Bekämpfung im Fokus. Auf der Konferenz tauschten sich dazu unter anderem Prof. Drosten (Charité Berlin), WHO-Generaldirektor Tedros, Prof. Mettenleiter (Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit), BMZ-Gesundheitsbotschafter von Hirschhausen und Parlamentarische Staatssekretärin Maria Flachsbarth aus. Dazu erklärte Minister Müller: "Wegen der Corona-Pandemie werden wir den Schwerpunkt ...
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Neues DFG-gefördertes Forschungsprojekt „Nachhaltige städtische Entwicklung in der Europäischen Arktis (SUDEA): Verbesserung von transnationaler Kooperation in abgeschiedenen Regionen“

DIE Blog - 27. Oktober 2020 - 13:59

Tromsø, Norway, 69°40′58″N 18°56′34″E ©Pixabay

Verschiedene Politiken auf lokaler, nationaler, regionaler und globaler Ebene fügen sich idealerweise wie zu einem Puzzle zusammen und ergeben das große Ganze. In der Realität jedoch steht Politikgestaltung für die Heterogenität und Widersprüche unserer global vernetzten Welt. Um diese verschiedenen Sichtweisen und die letztlich daraus resultierenden Politikmaßnahmen in einem gemeinsamen Kontext zu sehen und zusammenzubringen, ist transnationale Kooperation zentral. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsprojekt „Nachhaltige städtische Entwicklung in der Europäischen Arktis (SUDEA): Verbesserung von transnationaler Kooperation in abgeschiedenen Regionen“ untersucht seit Oktober 2020, wie ein Blick Richtung Norden – in die Arktis dazu beitragen kann, mögliche Wege zu identifizieren, die Politiken insbesondere im Kontext nachhaltiger Entwicklung besser harmonisieren können. Zwei internationale und interdisziplinäre Forschungsteams, angesiedelt am DIE und der Maria-Curie-Skłodowska-Universität in Lublin, Polen, werden für die nächsten drei Jahre gemeinsam ein Rahmenwerk für die Abstimmung und Weiterentwicklung von Governance-Ansätzen entwickeln, das auch über die Arktis-Region hinaus Anwendung finden soll.

 

Das Projektteam, Dorothea Wehrmann (Projektleitung, DIE), Michał Łuszczuk (Projektleitung, Maria-Curie-Skłodowska-Universität), Katarzyna Radzik-Maruszak (Maria-Curie-Skłodowska-Universität), Arne Riedel (Ecologic Institute) und Jacqueline Götze (DIE) werden theoretische Analysen mit empirischen Studien verbinden und dabei vor allem siebe Städte in der europäischen Arktis in den Blick nehmen: Rovaniemi und Kolari in Finnland, Nuuk in Grönland, Akureyri in Island, Tromsø in Norwegen sowie Kiruna und Luleå in Schweden.

Das Projekt ist Teil des Forschungsprogramms „Inter- und Transnationale Zusammenarbeit“ am DIE und wird zu theoretischen und konzeptionellen Debatten im Rahmen des Forschungsclusters „Erfolgsfaktoren für inter- und transnationale Kooperation“ beitragen.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Projektseite.

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New DFG-funded research project “Sustainable Urban Development in the European Arctic (SUDEA): Towards Enhanced Transnational Cooperation in Remote Regions” at DIE

DIE Blog - 27. Oktober 2020 - 13:56

Tromsø, Norway, 69°40′58″N 18°56′34″E ©Pixabay

Like puzzle pieces, ideally, policies agreed upon at the local, national, regional, and global levels should contribute to a coherent whole. In reality, however, policy-making mirrors our world’s heterogeneities and contradictions. To bring different realities, perspectives, and ultimately policies together, transnational cooperation is crucial. A new research project launched in October 2020 and funded by the German Research Foundation (DFG) investigates whether a “look up north” to the Arctic, where transnational cooperation has a long tradition, may help to identify pathways to better harmonise policies particularly in the context of sustainable urban development. Two international and interdisciplinary research teams based at the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) and the Maria-Curie-Skłodowska-University in Lublin, Poland, will collaborate for the next three years. A central result of the project “Sustainable Urban Development in the European Arctic (SUDEA): Towards Enhanced Transnational Cooperation in Remote Regions” will be a new framework to align and advance governance approaches also beyond the Arctic.

 

The researchers Dorothea Wehrmann (project lead, DIE), Michał Łuszczuk (project lead, Maria-Curie-Skłodowska-University), Katarzyna Radzik-Maruszak (Maria-Curie-Skłodowska-University), Arne Riedel (Ecologic Institute) and Jacqueline Götze (DIE) combine theoretical analyses with empirical studies and pay particular attention to seven cities located in the European Arctic: Rovaniemi and Kolari in Finland, Nuuk in Greenland, Akureyri in Iceland, Tromsø in Norway as well as Kiruna and Luleå in Sweden. The project is part of the Research Programme “Inter- and transnational cooperation” at DIE and will contribute to theoretical and conceptual debates also in the context of the research cluster “Success factors determining inter- and transnational cooperation”.

For further information, please check the project website.

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Strengthening the digital partnership between Africa and Europe

DIE - 27. Oktober 2020 - 13:50

The present policy brief identifies areas of opportunity, common objectives and potential for collaboration between the African Union (AU) and EU on digitalisation. At the same time, it recognises the significant disparities between the AU and EU, particularly in relation to capacity and regulatory powers.

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International Dialogue Forum on Sustainable Public Procurement

DIE Blog - 27. Oktober 2020 - 13:39

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From 26-28 October 2020, the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE), in cooperation with the Service Agency Communities in One World (SKEW), welcomed around 150 international experts to a virtual dialogue on sustainable public procurement.

 

 

 

The inclusion of sustainability criteria in public tenders is considered one of the biggest potential drivers of sustainable consumption and production patterns in the sense of SDG 12 of the Agenda 2030. In practice, sustainable procurement needs to be linked to instruments of a professional public procurement system.

The participants exchanged views on three currently much-discussed instruments:

  1. the use of electronic procurement platforms (e-procurement)
  2. various dialogue formats with market actors
  3. the bundling of demand in purchasing groups.

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During the first day of the event, experts such as André Siedenberg (Kopart) and Tumelo Ntlaba (National Treasury South Africa) discussed ways of taking sustainability criteria into account in electronic purchasing platforms. On those platforms, ordering sustainable products and services should be made as easy as possible for end users in municipalities. The exchange between the public sector and „the market“, i.e. retailers, manufacturers and certification organisations, was the main topic of the second event day. Birte Detjen (Immobilien Bremen) and Christian Gusbeth (Procurement Office of the Federal Ministry of the Interior, Building and Community) drew attention to the central advantages for both sides: Through exchange with the market, the public entities find out which criteria they can demand and/or prepare market participants for new ambitious criteria.

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On the other hand, companies would be able to plan production capacities and modalities better. On the last day of the Dialogue Forum, the participants focused on bundling demand in purchasing groups. Gisele Duarte Doetzer, manager of Brazil’s largest network on sustainable procurement (Sustenta Paraná), drew attention to the many positive consequences of demand pooling for the fulfillment of the SDGs. Due to the bundling of knowledge and buyer power, purchasing groups could often serve all sustainability dimensions more effectively than classic individual procurement.

 

 

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This year’s Dialogue Forum has clearly shown that sustainable and professional procurement have a positive influence on each other and should be approached in an integrated manner. This will enable public procurement to respond more effectively to both short-term challenges such as the current Corona crisis and long-term challenges such as climate change. Policy-makers are called upon to ensure that public support institutions are able to provide public authorities with effective and holistic guidance on sustainable and professional procurement.

If you want to look closer at this topic, please find here futher readings and videos on Pathways towards sustainable public procurement: success factors drawn from pioneering municipalities in Germany and Europe.

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Internationaler Dialog zu nachhaltiger öffentlicher Beschaffung

DIE Blog - 27. Oktober 2020 - 13:20

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Vom 26. bis 28. Oktober 2020 begrüßte das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) in Kooperation mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) rund 150 internationale Expert*innen zu einem virtuellen Dialog zu nachhaltiger öffentlicher Beschaffung.

 

 

 

Die Inklusion von Nachhaltigkeitskriterien in öffentliche Ausschreibungen gilt als einer der größten potenziellen Treiber nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster im Sinne von SDG 12 der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. In der Praxis gilt es, nachhaltige Beschaffung mit verschiedenen Instrumenten eines professionellen öffentlichen Beschaffungswesens zu verlinken.

Die Teilnehmer*innen tauschten sich zu drei aktuell diskutierten Instrumenten aus:

  1. der Nutzung elektronischer Beschaffungsplattformen (e-procurement)
  2. verschiedenen Dialogformaten mit Marktakteuren
  3. der Bündelung der Nachfrage in Einkaufsgemeinschaften.

©DIE

Während des ersten Veranstaltungstages diskutierten Expert*innen wie André Siedenberg (Kopart) und Tumelo Ntlaba (National Treasury Südafrika) Möglichkeiten einer Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien in elektronischen Warenkörben. Die Bestellung möglichst nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen müsse vor allem für die Endnutzer*innen in Kommunen möglichst niederschwellig und übersichtlich gestaltet werden, so der Tenor. Der Austausch zwischen öffentlicher Hand und „dem Markt“, also vor allem mit Händlern, Herstellern und Zertifizierungsorganisationen, war das Hauptthema des zweiten Veranstaltungstages. Birte Detjen (Immobilien Bremen) und Christian Gusbeth (Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat) machten auf die zentralen Vorteile für beide Seiten aufmerksam: Durch Austausch mit dem Markt könne der öffentliche Nachfrager herausfinden, welche Kriterien verlangt werden könnten bzw. Marktteilnehmer auf neue ambitionierte Kriterien vorbereiten.

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Auf der anderen Seite würden Unternehmen unter anderem in die Lage versetzt, Produktionskapazitäten und -modalitäten besser planen zu können. Am letzten Tag des Dialogforums widmeten sich die Teilnehmer*innen der Bündelung der Nachfrage in Einkaufsgemeinschaften. Gisele Duarte Doetzer, Manager von Brasiliens größtem Netzwerk zu nachhaltiger Beschaffung (Sustenta Paraná), machte auf die vielen positiven Folgen einer Nachfragebündelung für die Erfüllung der SDGs aufmerksam. Aufgrund der Bündelung von Wissen und Nachfragemacht könnten Einkaufsgemeinschaften sämtliche Nachhaltigkeitsdimensionen oft effektiver bedienen als im Zuge klassischer Einzelbeschaffungen.

 

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Das diesjährige Dialogforum hat deutlich gezeigt, dass sich nachhaltige und professionelle Beschaffung gegenseitig positiv beeinflussen und integriert angegangen werden sollten. So kann das öffentliche Beschaffungswesen in die Lage versetzt werden, sowohl auf kurzfristige Herausforderungen wie die aktuelle Corona-Krise als auch auf langfrsitige Herausforderungen wie dem Klimawandel effektiver reagieren zu können. Die Politik ist hier insofern gefragt, als dass öffentliche Unterstützungsinstitutionen in die Lage versetzt werden müssen, öffentlliche Stellen effektiv und ganzheitlich in Sachen nachhaltiger und proffesioneller Beschaffung zu begleiten.

Sie interessieren sich näher für das Thema?

Erfahren Sie hier mehr in Videos und Texten über Wege zu einem nachhaltigen öffentlichen Beschaffungswesen und zu Erfolgsfaktoren aus wegweisenden Kommunen in Deutschland und Europa

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Mixed and multi-methods to evaluate implementation processes and early effects of the Pradhan Mantri Jan Arogya Yojana Scheme in seven Indian states

DIE - 27. Oktober 2020 - 13:08

In September 2018, India launched Pradhan Mantri Jan Arogya Yojana (PM-JAY), a nationally implemented government-funded health insurance scheme to improve access to quality inpatient care, increase financial protection, and reduce unmet need for the most vulnerable population groups. This paper describes the methodology adopted to evaluate implementation processes and early effects of PM-JAY in seven Indian states. The study adopts a mixed and multi-methods concurrent triangulation design including three components: 1. demand-side household study, including a structured survey and qualitative elements, to quantify and understand PM-JAY reach and its effect on insurance awareness, health service utilization, and financial protection; 2. supply-side hospital-based survey encompassing both quantitative and qualitative elements to assess the effect of PM-JAY on quality of service delivery and to explore healthcare providers’ experiences with scheme implementation; and 3. process documentation to examine implementation processes in selected states transitioning from either no or prior health insurance to PM-JAY. Descriptive statistics and quasi-experimental methods will be used to analyze quantitative data, while thematic analysis will be used to analyze qualitative data. The study design presented represents the first effort to jointly evaluate implementation processes and early effects of the largest government-funded health insurance scheme ever launched in India.

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New ITC Report on leveraging sustainability standards to make supply chains more sustainable

DIE Blog - 27. Oktober 2020 - 13:03

Clara Brandi is co-author of the new report Linking Voluntary Standards to Sustainable Development Goals, which was launched during the Good Trade Summit 2020 of the International Trade Center (ITC). For the first time, the report systematically analyses to what extent voluntary sustainability standards (VSS) can make supply chains more sustainable by contributing to the  implementation of the Sustainable Development Goals (SDGs). The authors from the German Development Institute / Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), the European University Institute (EUI), the International Trade Centre (ITC), the United Nations Forum on Sustainability Standards (UNFSS) and the University of Amsterdam have examined the linkages between more than 230 sustainability standards and the targets of the 2030 Agenda.

 

 

 

©Bissinger, Katharina / Clara Brandi / Sandra Cabrera de Leicht / Matteo Fiorini / Philip Schleifer / Santiago Fernandez de Cordova / Niematallah Ahmed (2020): Linking voluntary standards to Sustainable Development Goals, Geneva: International Trade Centre

The analysis shows that 16 of the 17 SDGs are covered by sustainability standards and can thus contribute to their achievement. SDG 8 (Decent Work and Economic Growth), SDG 12 (Sustainable Production and Consumption) and SDG 2 (Zero Hunger) are particularly relevant from the perspective of sustainability standards, but also SDG 11 (Sustainable Cities and Communities), SDG 6 (Clean Water and Sanitation) and SDG 3 (Good Health and Well-being). The results of the ITC report also show in which countries and sectors the potential contribution of voluntary standards is particularly large. The report was presented at the World Trade Forum, the Geneva Trade Week, the World Sustainability Forum and the Global Goals Symposium. By identifying which SDG targets are covered by which VSS, the report shows how the private sector but also consumers can make use of synergies between VSS and SDGs and which gaps remain to be addressed by decision-makers in the public sector as well as by standard bodies.

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"Wir sind hierhergekommen, weil wir Sicherheit suchen. Aber hier sind wir nicht sicher"

Unicef - 27. Oktober 2020 - 13:00
Kurz nach dem Brand in Moria bin ich nach Griechenland, genauer nach Athen und Lesbos gereist. Dort habe ich viele Menschen getroffen, deren Geschichten mich zutiefst berührt haben. Geflüchtete und migrierte Kinder und Jugendliche in Athen und Lesbos haben ihre Ängste und ihre Träume mit mir geteilt. 
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27.10.2020 BMZ gründet neues globales Netzwerk und Fonds für Frauen auf der Flucht

BMZ - 27. Oktober 2020 - 13:00
Zur Stärkung von Frauen in Flucht- und Vertreibungskontexten gründet das Bundesentwicklungsministerium ein neues internationales Frauennetzwerk und unterstützt es mit 3,5 Millionen Euro. Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth, die die Schirmherrschaft übernimmt: "Nach wie vor sitzen nicht genug Frauen mit am Tisch, wenn in Konfliktsituationen wichtige Entscheidungen gefällt werden. Mit dem Aktionsnetzwerk wollen wir Frauen stärken. Gemeinsam ...
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Neuer ITC-Bericht zu Nachhaltigkeitsstandards und nachhaltigeren Lieferketten

DIE Blog - 27. Oktober 2020 - 12:51

Clara Brandi ist Ko-Autorin des neuen Berichts Linking Voluntary Standards to Sustainable Development Goals. Dieser wurde während des Good Trade Summits 2020 des International Trade Centers (ITC) veröffentlicht. Der Bericht analysiert zum ersten Mal systematisch, inwieweit freiwillige Nachhaltigkeitsstandards Lieferketten nachhaltiger machen können, indem sie zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) beitragen. Die Autor*innen des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), des European University Institute (EUI), des International Trade Centre (ITC), des United Nations Forum on Sustainability Standards (UNFSS) und der Universität Amsterdam untersuchten die inhaltliche Übereinstimmung zwischen mehr als 230 Nachhaltigkeitsstandards und den Unterzielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

 

 

©Bissinger, Katharina / Clara Brandi / Sandra Cabrera de Leicht / Matteo Fiorini / Philip Schleifer / Santiago Fernandez de Cordova / Niematallah Ahmed (2020): Linking voluntary standards to Sustainable Development Goals, Geneva: International Trade Centre

 

Die Analyse ergab, dass 16 der 17 SDGs von Nachhaltigkeitsstandards abgedeckt werden und so zu deren Erreichung beitragen können. SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), SDG 12 (Nachhaltige/r Konsum und Produktion) und SDG 2 (Kein Hunger) sind dabei besonders relevant, aber auch SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden), SDG 6 (Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen) und SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen). Die Ergebnisse des Berichts zeigen weiterhin, in welchen Ländern und Sektoren der potenzielle Beitrag der freiwilligen Standards besonders groß ist. Die Ergebnisse des ITC-Berichts wurden u.a. beim World Trade Forum, während der Geneva Trade Week, beim World Sustainability Forum und Global Goals Symposium präsentiert. Der Bericht ermöglicht es dem Privatsektor, aber auch Verbraucher*innen, Synergien zwischen Nachhaltigkeitsstandards und SDGs zu nutzen. Er macht deutlich, welche Aspekte der Agenda 2030 durch private Akteure nicht abgedeckt sind und daher ein besonderes Augenmerk politischer Entscheidungsträger benötigen.

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Bundeskanzler-Stipendium zur Klimaresistenz durch öffentliche Räume am DIE

DIE Blog - 27. Oktober 2020 - 12:25

©Peinhardt

Am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) ist derzeit Bundeskanzler-Stipendiatin Katherine Peinhardt zu Gast. Sie erstellt eine Studie zu den Möglichkeiten, die öffentliche Räume bieten, um die Widerstandsfähigkeit von Gemeinden gegen die Klimakrise zu stärken.

 

 

 

Klimaanpassung erfährt eine immer größer werdende Aufmerksamkeit. Der Schwerpunkt liegt allerdings nach wie vor eher auf der physischen als auf der sozialen Resilienz. Viele Maßnahmen beschränken sich nach wie vor auf Dinge wie „Hardscapes“ (harte Landschaftsmaterialien, die in die gebaute Umwelt integriert werden) und Seemauern statt auf lebendigen Parks, die die soziale Infrastruktur verbessern. Doch Innovatoren wie die Stadt Rotterdam sehen den Zusammenhang zwischen dem sozialen Zusammenhalt und sozialer Resilienz und, wie wichtig es ist, mehr Räume zu schaffen, in denen sich Menschen versammeln und ein Gefühl der Verbundenheit mit ihren Nachbarn entwickeln können. Rotterdam hat den öffentlichen Raum in seine Klimaanpassungsstrategien einbezogen, und mit dem Waterplein Benthemplein hat die Stadt ein Konzept namens „Wasserplatz“ erprobt. Der Platz verbindet physische und soziale Resilienz, indem er mehrere Funktionen erfüllt: Er absorbiert überschüssiges Regenwasser und bietet gleichzeitig Raum für Geselligkeit, Entspannung oder sogar Skateboardfahren.

 

Dieser Fall wird als paradigmatisches Beispiel für die Klimaanpassung unter dem Gesichtspunkt des „Placemaking“ verwendet und umreißt den politischen Kontext für Rotterdam im Hinblick auf öffentliche Räume, Klimaanpassung und langjährige Praktiken im Bereich des Wassermanagements. Eine Beobachtungsanalyse des Waterplein Benthemplein untersucht, wie Rotterdam sowohl die physische als auch die soziale Resilienz durch innovative Ansätze in der Stadtgestaltung und der Planung und Bewirtschaftung öffentlicher Räume zusammenschichtet. Das Forschungsprojekt von Katherine Peinhardt wird das entstehende Paradigma um einen ortsbezogenen Ansatz zur Klimaanpassung untersuchen. Dies geht über das Physische hinaus und berücksichtigt auch die soziale Resilienz.

 

Katherine Peinhardt hat ihre bisherigen Erkenntnisse während einer Podiumsdiskussion bei Art of City Building 2020 vorgestellt und wird sie in einem demnächst erscheinenden Discussion Paper veröffentlichen. Sie stellte ihre Erkenntnisse auch während eines TEDx-Talks vor, den Sie hier anschauen können:

 

 

Das Bundeskanzler-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung fördert angehende Führungskräfte aus den USA, der Russischen Föderation, der Volksrepublik China, Brasilien oder Indien. Die angehenden Führungskräfte kommen für ein Jahr nach Deutschland, um ihre selbst entwickelten Projektidee zu verwirklichen und werden dabei von einer Gastgeberinstitution unterstützt.

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El Salvador: Wichtiger Schritt zum Menschenrecht auf Wasser

INKOTA - 27. Oktober 2020 - 12:20
Nur 60 Prozent der Menschen in El Salvador verfügen über einen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Nun hat eine große Mehrheit der Abgeordneten des salvadorianischen Parlaments in einer ersten Abstimmung für eine Änderung der Verfassung gestimmt, die das Recht auf Wasser als Grundrecht festschreibt. INKOTA unterstützt seit langem zivilgesellschaftliche Organisationen in El Salvador, die für eine gemeinnützige und öffentliche Wasserversorgung kämpfen. Eine dieser Organisationen ist die Menschenrechtsorganisation Fespad. Wir sprachen mit ihrem Direktor Saúl Baños über die Reform, ihre Beurteilung durch die salvadorianische Zivilgesellschaft und die bestehenden Gefahren im Kampf für eine nachhaltige Wasserpolitik.

Am 15. Oktober hat das Parlament in El Salvador beschlossen, das Menschenrecht auf Wasser in die Verfassung aufzunehmen. Was genau ist passiert?
77 der 84 Abgeordneten haben eine Reform der Artikel 2 und 69 der Verfassung beschlossen. In den Artikel 2 wurde ganz allgemein aufgenommen, dass jede Person ein Recht auf Wasser hat. Im Artikel 69 heißt es dann genauer: „Der Staat ist dazu verpflichtet, eine Politik umzusetzen, die sicherstellt, dass alle Einwohner Wasser haben, das gesund, ausreichend, zugänglich und erschwinglich ist und dass die Wasserquellen genutzt und erhalten werden. Wasser ist ein öffentliches Gut.“
In El Salvador wird eine Verfassungsreform allerdings erst gültig, wenn sie zuerst, was nun passiert ist, mit Zweidrittelmehrheit angenommen und in der folgenden Legislaturperiode mit absoluter Mehrheit ratifiziert wird.
Es geht nun also darum, dass das nächste Parlament, das 2021 gewählt wird, die Reform bis 2024 bestätigt. Schon zwei Mal, 2012 und 2015, wurde die Aufnahme des Menschenrechts auf Wasser vom Parlament beschlossen, doch beide Male wurde diese Reform nicht ratifiziert. Wir hoffen, dass sich die Abgeordneten bei diesem dritten Versuch nun an den Interessen der salvadorianischen Bevölkerung orientieren.

INKOTA unterstützt in El Salvador Fespad und zwei weitere Organisationen in einem Programm, das die Umsetzung ebendieses Menschenrechts auf Wasser zum Ziel hat. Wie denkt das Projektteam über diese Verfassungsreform?
Ein zentrales Ziel des Programms ist eine Gesetzgebung, die das Menschenrecht auf Wasser anerkennt und zu dessen Verwirklichung beiträgt. Wir haben dazu, auch im Rahmen des seit 2019 laufenden Programms, verschiedene Aktivitäten durchgeführt. Diese Reform ist also ganz im Sinn der Ziele des Programms und ein wichtiger Erfolg für uns – für das Programm und für alle weiteren Organisationen, die sich in El Salvador für eine nachhaltige Wassergesetzgebung einsetzen.

Rundum zufrieden also?
Die Reform ist gut und wichtig. Sie hätte allerdings noch weitreichender sein können. Folgende Punkte fehlen in der Reform: 1. Wer wird in Zukunft für das Management des Wassers zuständig sein: die öffentliche Hand oder private Unternehmen? 2. Die Festlegung, dass das Wasser gemeinnützig ist und mit ihm keine Geschäfte gemacht werden dürfen. 3. Dass Gesetze im Bereich Wasser nicht durch andere Gesetze ausgehebelt werden können. Und 4. Dass sämtliche Gesetze, die mit dem Thema Wasser zu tun haben, unter Beteiligung der Bevölkerung verabschiedet werden müssen.
Angesichts dieser Schwachstellen muss es nun eine Mobilisierung geben, damit all diese Punkte in einem Wassergesetz festgeschrieben werden, das die Punkte der Verfassungsänderung konkretisiert.
Unabhängig von einigen Schwachstellen ist die Reform ein großer Erfolg all jener, die in El Salvador seit Jahren für das Menschenrecht auf Wasser kämpfen. Und uns bietet es die Möglichkeit juristisch aktiv zu werden und Verfassungsklage einzureichen, wenn zum Beispiel versucht würde, das Wasser auf dem Gesetzeswege zu privatisieren.

Welche Gefahren stehen einer nachhaltigen Wasserpolitik in El Salvador nun am meisten entgegen?
Die Ratifizierung der Reform hängt vom Parlament ab, das am 28. Februar 2021 gewählt wird. Es geht darum, dass möglichst viele Abgeordnete gewählt werden, die das Menschenrecht auf Wasser unterstützen. Im schlimmsten Fall könnte es wieder so wie 2012 und 2015 kommen, als die Reform nicht ratifiziert wurde.
Die aktuelle Regierung hat sich nicht klar für das Menschenrecht auf Wasser ausgesprochen, doch die Wahlumfragen sehen eine große Zustimmung für die Regierungspartei Nuevas Ideas. Und dann gibt es noch weitere Akteure, vor allem aus der Wirtschaft, die eine Gesetzgebung zugunsten des Menschenrechts auf Wasser verhindern wollen. Einige Parteien und ihre Abgeordneten richten sich nach den Interessen dieser Sektoren.

Das Interview führte Michael Krämer am 23. Oktober.

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German Chancellor Fellowship on Climate Resilience through Public Spaces at DIE

DIE Blog - 27. Oktober 2020 - 12:13

©Peinhardt

German Chancellor Fellow Katherine Peinhardt has been hosted by the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) to undertake a study on the opportunities that public spaces provide for enhancing community-scale resilience to the climate crisis.

 

 

 

Climate adaptation is growing as a formalised community of practice, but the emphasis remains on physical rather than social resilience — all too much adaptation work remains limited to things like hardscapes and sea walls instead of vibrant parks that enhance social infrastructure. But, innovators like the City of Rotterdam see the connection between social cohesion and resilience, and the importance of creating more spaces where people can gather and build on their sense of connection to their neighbours. Rotterdam has incorporated public spaces into their climate adaptation strategies, and with its Waterplein Benthemplein, the City has piloted a concept called a “water square.” The square combines physical and social resilience in that it serves multiple functions: absorbing excess stormwater while also providing space for socialising, relaxing, or even skateboarding.

 

This case is used as a paradigmatic example for climate adaptation through the lens of “placemaking,” and outlines the policy context for Rotterdam, with regard to public spaces, climate adaptation, and long-standing practices around water management. It continues with an observational analysis of Waterplein Benthemplein to explore how Rotterdam is layering both physical and social resilience together, through cutting-edge approaches to urban design and public space planning and management. The research project by Katherine Peinhardt will guide the emerging paradigm around a place-led approach to climate adaptation; one that goes beyond the physical to take social resilience into account.

 

Katherine Peinhardt has presented her findings during a panel at Art of City Building 2020. They will also be published within DIE’s publication series “Discussion Paper”. Katherine Peinhardt also featured her insight during a TEDx Talk , which can be watched here:

 

 

The German Chancellor Fellowship from the Alexander von Humboldt Foundation offers young prospective leaders from the USA, the Russian Federation, the People’s Republic of China, Brazil or India the opportunity to implement their own project. It helps to network with international future leaders in Germany to find new answers to the global issues of our time. Each fellow is hosted by a German institution.

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A European strategy against droughts

DIE Blog - 27. Oktober 2020 - 12:02

Michael Brüntrup, © DIE

Droughts and drought resilience are gaining in importance and attention both nationally and internationally. Within the framework of Germany’s EU Council Presidency, the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development  – as a national focal point of the United Nations Convention to Combat Desertification (UNCCD), – is organising a European strategy on the topic especially in preparation for the next UNCCD Conference of the Parties in 2021. DIE researcher Michael Brüntrup, the German contact scientist for the UNCCD and member of the international working group on drought, supported the BMZ by giving a keynote speech in the framework of the European Council’s Working Party on International Environment Issues – Desertification (WPIEI-DES). In line with the German sustainability strategy, he emphasised the importance of the issue for the EU countries themselves, for the channels of action and areas of intervention within bilateral development cooperation, and the need for greater harmonisation and cooperation at the international level. The aim must be to achieve a better understanding of the multiple impacts of (different types of) droughts (vulnerability analyses), to expand monitoring and early warning systems, and to give pro-active and preventive measures more weight, and to better link them to disaster intervention and emergency aid (multi-level resilience).

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