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29.01.2019 | Köpfe und Ideen: Barbara Lochbihler zu Gast in der GIZ

GIZ Event - 17. Dezember 2018 - 11:47
Veranstaltungsdatum: Montag, 17. Dezember 2018
Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe "Köpfe und Ideen" steht eine Persönlichkeit, deren Vorstellungen die internationale Zusammenarbeit bereichern.
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Treckerpatenschaft übernehmen

AgrarKoordination - 17. Dezember 2018 - 9:29

Unterstützt unsere Bäuerinnen und Bauern!
Es ist enorm, mit welchem Engagement sich viele Bäuerinnen und Bauern für einen Wandel in der aktuellen Agrarpolitik einsetzen. Aus ganz Deutschland machen sie sich mit ihren Schleppern auf den Weg in die Hauptstadt um bei der Demonstration „Wir haben Agrarindustrie satt!“ am 19.1 in Berlin gemeinsam mit der Zivilbevölkerung ein wirksames Signal an die Bundesregierung für eine bäuerliche, ökologischere und fairer bezahlte Landwirtschaft zu setzen. Dieses Engagement kostet die Bäuerinnen und Bauern nicht nur viel Zeit, sondern auch eine Menge Geld. Unterstützt sie dabei. Werdet Treckerpate!

Wie übernehmt Ihr eine Treckerpatenschaft?
Ihr spendet 100 Euro an unten angegebene Bankverbindung, die dann direkt und zu 100 Prozent an die Bäuerinnen und Bauern weitergeleitet werden, die am 19. Januar mit ihren Treckern die Demo begleiten.

Nach der Spende schreibt ihr uns eine E-Mail mit Namen und ggf. Organisation an braendle@wir-haben-es-satt.]de. Wir werden die Spende dann auf Tafeln an den Treckern bei der Demo kenntlich machen. Gerne nehmen wir euch auch in unsere Liste der Treckerpatenschaften auf unserer Homepage auf. Organisationen, die spenden und uns ihr Logo schicken, werden außerdem in unserer Liste der Unterstützer*innen genannt.

Spendenkonto:
Konto: DNR Umwelt und Entwicklung
IBAN: DE95 3705 0198 0026 0051 81
BIC: COLSDE33XXX
Betreff: Treckerpatenschaft 2019

 

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Afrika ohne Grenzen? Regionalorganisationen und Personenfreizügigkeit in West- und Nordostafrika

DIE - 17. Dezember 2018 - 9:09
Die Vision eines vereinten Afrikas und die Ablehnung der durch die europäischen Kolonialmächte willkürlich gezogenen Grenzen bilden seit Jahrzehnten einen festen Bestandteil panafrikanischer Bestrebungen. Bereits im Abuja-Vertrag aus dem Jahr 1991, durch den die Afrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (African Economic Community, AEC) gegründet wurde, bildete das Erreichen kontinentaler Personenfreizügigkeit ein zentrales Ziel. In den Jahrzehnten darauf wurde es in Abkommen zur afrikanischen Wirtschaftsintegration oder in der Agenda 2063 der Afrikanischen Union (AU) bekräftigt. Im Januar 2018 einigten sich die Mitgliedstaaten der AU schließlich auf das AU-Protokoll zur Freizügigkeit von Personen und zum Recht auf Aufenthalt und Niederlassung. Den kontinentalen Agenden zufolge soll die Umsetzung von Freizügigkeit bei den afrikanischen Subregionen ansetzen. Dies ist nicht zuletzt in deren Historie begründet. So hat die Economic Commmunity of West African States (ECOWAS) mit ihrem Free Movement Protocol schon 1979 Pionierarbeit geleistet. In den folgenden Jahren wurde Personenfreizügigkeit auch in andere afrikanische Regionalisierungsprozesse integriert. So hat sich die East African Community (EAC) zumindest in Teilen auf weitreichende Schritte geeinigt; andere Subregionen (bspw. die nordostafrikanische Intergovernmental Authority on Development, IGAD) arbeiten aktuell auf entsprechende Abkommen hin. Eine Untersuchung des DIE am Beispiel der westafrikanischen ECOWAS und der nordostafrikanischen IGAD zeigt: beide Regionalorganisation haben Schwierigkeiten mit ihren Freizügigkeitspolitiken. Allerdings zeigen sich diese in unterschiedlichen Phasen des politischen Prozesses. In der IGAD-Region konnten sich die Mitgliedstaaten bislang noch auf kein Freizügigkeitsabkommen einigen, dagegen verzögert sich in der ECOWAS-Region die nationale und subnationale Umsetzung formal etablierter Gesetze. Diese Unterschiede lassen sich insbesondere durch historische Pfadabhängigkeiten, divergierende Legalisierungsgrade sowie abweichende Interessenlagen subregionaler Mächte erklären. Schließlich wirken in beiden Regionen interne Kapazitätsprobleme und die wachsende externe Einflussnahme auf innerafrikanische Migrations- und Grenzkontrolle regionaler Freizügigkeit entgegen. Aus entwicklungspolitischer Sicht ist die Unterstützung afrikanischer (sub-)regionaler Freizügigkeit sinnvoll. Folgende Empfehlungen resultieren aus der Analyse:
  • Regionale Kapazitäten fördern: Regionalorganisationen sollten sowohl bei der Formulierung von Freizügigkeitsnormen als auch ihrer Umsetzung auf nationaler und subnationaler Ebene personell und finanziell unterstützt werden.
  • Sicherheits- und Freizügigkeitspolitiken harmonisieren: Europäische Initiativen im Bereich Grenzschutz oder Migrationsmanagement dürfen intraregionale Migration und Freizügigkeitspolitiken nicht unterbinden, sondern müssen Freizügigkeit stärker unterstützen.
  • Sektorübergreifende Anreize bieten: Die Bundesregierung und die Europäische Union sollten Fortschritte bei der Regionalisierung von Freizügigkeitsregimen auch in anderen Bereichen der Zusammenarbeit anregen.
Um die Empfehlungen umzusetzen, ist es darüber hinaus wichtig, die Rolle von Regionalorganisationen auch auf globaler Ebene anzuerkennen und zu konkretisieren.
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Wohnen im Kork

reset - 17. Dezember 2018 - 5:59
Das portugiesische Startup Corkbrick hat ein modulares Baukastensystem aus Kork entwickelt, aus dem sich Betten, Regale und andere Möbelstücke zusammensetzen lassen.  
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Deutschland, Frankreich und Italien im Euroraum

SWP - 17. Dezember 2018 - 0:00

Als in Europa eine gemeinsame Währung eingeführt wurde, war dies mit der Annahme verbunden, unter den beteiligten Staaten werde sich eine zunehmende wirtschaftliche Konvergenz einstellen. Die Erwartung wurde enttäuscht. Statt sich ökonomisch allmählich anzunähern, haben die Länder des Euroraums sich in ihrer wirtschaftlichen Leistung deutlich auseinander­entwickelt. Das größte Problem einer solchen Divergenz besteht darin, dass sie zu sozialen Unterschieden und zu Diskrepanzen bei den politischen Interessen im Bereich der wirtschaftlichen und monetären Integration führt. Langfristig droht so das bestehende Integrationsmodell des Euroraums in Frage gestellt zu werden.

Bisherige Analysen, die sich wirtschaftlichen Unterschieden im Euroraum widmen, konzentrieren sich meist auf bestimmte Gruppen von Ländern, etwa Südeuropa gegenüber Nordeuropa oder Zentrum versus Peripherie. Die vorliegende Studie folgt einem anderen Untersuchungsansatz für das Konvergenzproblem. Sie richtet den Blick auf die drei größten Volkswirtschaften im Euro-Währungsgebiet: Deutschland, Frankreich und Italien.

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Und du bist eine Jugendbotschafterin?

ONE - 16. Dezember 2018 - 17:43

In diesem Artikel erzählt euch Luisa , was sie als ONE-Jugendbotschafterin alles erlebt und warum es so wichtig ist, sich zu engagieren. 

Was es für mich heißt, eine ONE-Jugendbotschafterin zu sein, kann ich selbst nach einem Jahr ONE-Engagement nicht in einen Satz fassen. Im Gegenteil. Mit jeder Aktion, mit jedem Artikel und nach jedem Event möchte ich weiter ausholen. Und noch etwas mehr ins Detail gehen. Wenn die Zeit reicht.

Erst vor einem Jahr bewarb ich mich für das Jugendbotschafterprogram. Damals fand ich mich in einem recht unangenehmen Spannungsfeld wieder. Auf der einen Seite die Gewissheit, dass die globale Verteilung von Wohlstand nicht ansatzweise gerecht ist und ich, schlicht durch meine Herkunft, zu einer privilegierten Gruppe gehöre. Auf der anderen Seite die Überzeugung, dass ich an dieser Ungerechtigkeit etwas ändern möchte. Gerade weil ich zu dem Prozent der Welt gehöre, das mit ziemlich großer Sicherheit auch in einem Tag, einem Monat und noch in einem Jahr satt wird. Allerdings ist „die Welt verändern“ im Zweifelsfall leichter gesagt als getan. Das klingt mehr nach der UNO als nach einer 19-Jährigen. Falsch. Mittlerweile ist für mich klar, es braucht uns alle.

Europäische ONE Jugendbotschafter in Brüssel

Jeder demokratisch gewählte Politiker und Entscheidungsträger steht in der Verantwortung als Repräsentant zum Wohle der Gemeinschaft zu agieren. Und dazu braucht es uns, wir, die zeigen wo jetzt Veränderung gebraucht wird. Wir, die Politik aus den Hinterzimmern hervor holen, mitten auf die weltpolitische Bühne. Auf die Bühne, auf der wir Jugendbotschafter auch zu finden sind.

Luisa mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (Copyright: © GIZ / Alexander Schelbert)

Als Jugendbotschafterin treffe ich lokale, regionale und nationale Politiker und Politikerinnen, um im Namen von 800 Millionen Menschen in extremer Armut weltweit auf Handlungsbedarf aufmerksam zu machen. Manchmal spreche ich dabei mit Profis wie dem Entwicklungsminister Gerd Müller und erinnere ihn an seine zentrale Rolle für globale Entwicklung. Manchmal spreche ich auch mit Menschen, die eher neu auf dem Spielfeld der Entwicklungspolitik sind und dankbar für Engagement und Aufklärung.

Aufklärung ist ein wichtiges Stichwort. Es reicht nicht mit Politikerinnen und Politikern über vermeidbare Krankheiten und Armut zu sprechen. Es braucht auch die Bevölkerung, die durch ihre Stimme auf dem Wahlzettel letztendlich in der Hand haben, wer im Namen ihres Landes Entscheidungen trifft. Und dafür muss Entwicklungspolitik in die Öffentlichkeit gerückt werden.

ONE Jugendbotschafter in Berlin in Aktion

Wir Jugendbotschafter sind dafür unterwegs – am Straßenstand, bei öffentlichen Veranstaltungen und bei Medienvertreterinnen. Denn wir sind Teil der Generation, die extreme Armut beenden kann.

Meistens mache ich so etwas im Team, mit anderen Jugendbotschaftern aus ganz Deutschland und auch Europa. Etwa als 300 von uns beim ONE-Summit 2016 in Paris zusammen kamen, um gemeinsam zu unterstreichen: Wir sind motiviert, der Politik auf die Füße zu treten, Druck auszuüben und mitzumischen. Wir wollen sicher gehen, dass die Weltgemeinschaft ihren Pflichten und Versprechen gegenüber den Ärmsten der Welt nachkommt. Und eine Sache steht fest: Die globale To-Do-Liste ist lang. Wir müssen noch lauter werden. Und das werden wir.

Hast auch du Lust, dich als Jugenbotschafter*in zu engagieren und einen Beitrag im Kampf gegen extremer Armut zu leisten? Dann informiere und bewirb dich hier!
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Warum jede Stimme für ONE zählt

ONE - 15. Dezember 2018 - 14:38

In diesem Artikel stellen sich euch Valentina aus Italien und Jordan aus Frankreich vor. Sie erzählen was sie dazu gebracht hat, mit ONE etwas zu verändern und ihren Stimmen Gehör zu verschaffen. 

Valentina aus Italien setzt sich für Gleichberechtigung ein

Mein Name ist Valentina und ich engagiere mich in der Politik seitdem ich 18 bin und ein Praktikum beim Europaparlament in Brüssel absolvierte. Dort befasste ich mich mit Themen wie Extremismus, Populismus, Nationalismus und Radikalisierung. Ich beschloss ONE-Jugendbotschafterin zu werden, weil ich der Überzeugung bin, dass sich mit Engagement gegen die Ungerechtigkeiten ein Beitrag zu einer gerechteren Welt leisten lässt.

Ich glaube, dass alle großen Fragen, die unsere Zukunft als Weltgemeinschaft bestimmten, miteinander zusammenhängen. Daher sehe ich jeden Aspekt aus „globaler“ Perspektive. Ausgangspunkt meines Engagements gegen Ungleichheit war eine einfache und wichtige Erkenntnis: Niemand ist frei, solange nicht jeder Mensch an jedem Ort der Erde dieselbe Chance auf ein Leben in Freiheit, Gesundheit und Entfaltung hat.

Dank meiner Erfahrung in einer Organisation, die sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung und den Abbau der damit verbundenen Hindernissen einsetzt, bin ich der festen Überzeugung, dass junge Menschen mit der Macht der Kampagnenarbeit einen Wandel in der Gesellschaft bewirken können. Inzwischen bin ich Sprecherin meiner Partei in Bari. Ich glaube fest daran, dass die Einbindung gesellschaftlicher Randgruppen in Entscheidungsprozessen auf jeder Ebene enorm viel bewirken kann.

Für Jordan aus Frankreich ist unter anderem Bildung essentiell

Hallo! Ich heiße Jordan, ich bin 24 Jahre alt und sehr stolz darauf, Jugendbotschafter zu sein! Meine Eltern stammen aus dem Kongo und ich wuchs mit Bildern vom Kivu-Konflikt auf. Für mich ist es extrem wichtig meine Zeit zu nutzen, um Menschen zu helfen – ob hier in Paris oder anderswo.

Vor einigen Jahren habe ich einen Verein gegründet, nachdem ich die Möglichkeit hatte nach Marokko zu gehen und dort junge Menschen zu unterrichten und ihnen zu vermitteln Veranstaltungen für Kinder zu organisieren, Klassenzimmer zu renovieren sowie Lehrbücher und Schreibsachen an Kinder zu verteilen. Wenn jeder ein klein wenig Zeit dafür aufwendet anderen zu helfen, können wir die Welt gemeinsam zum Besseren verändern. Daran glaube ich fest.

Ich studiere Humanitäre Hilfe an der Universität, weil ich an eine bessere Welt glaube und selbst etwas bewirken will. Als Jugendbotschafter bin ich mehr als nur eine Stimme. Wir ALLE haben dieselben Rechte und das Recht auf Chancengleichheit. Deshalb bin ich hier, um für das Gute zu kämpfen.

Hast auch du Lust wie Valentina und Jordan mit anzupacken und gegen extreme Armut zu kämpfen? Dann informiere und bewirb dich hier!
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14. Dezember 2018

ONE - 14. Dezember 2018 - 13:11

Die Top-Themen des Tages begeben sich in die Weihnachtspause. Dies sind die letzten Top-Themen für dieses Jahr. Sie erhalten unsere entwicklungspolitische Nachrichtenschau wieder ab dem 7. Januar 2019. Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Start ins neue Jahr!

1. USA: Neue Afrika-Strategie

Focus Online und das Handelsblatt melden, dass US-Präsident Donald Trump mithilfe einer neuen Afrika-Strategie plant den wachsenden Einfluss Chinas auf dem Kontinent zu bremsen. Trumps nationaler Sicherheitsberater John Bolton sehe Chinas Streben nach Macht in Afrika als sehr beunruhigend an. In Folge der neuen Strategie sollen jedoch nicht wahllos Projekte gefördert werden. Jede Unterstützung solle die Interessen der USA fördern und stehe damit ganz in der ‚America first‘-Doktrin des US-Präsidenten. Vorranging solle die Strategie Wirtschaftsbeziehungen mit afrikanischen Staaten fördern, US-Exporte vereinfachen und zugleich zu nachhaltigem Wachstum in Afrika führen. Allerdings würde diese „großzügige amerikanische Auslandshilfe“ nur für Schlüsselländer gelten, die nicht gegen US-Interessen handeln oder gegen die USA in internationalen Foren stimmen.

2. UN: 1,7 Millionen Babys könnten jährlich gerettet werden

Laut einer Studie der UNO könnten jedes Jahr potentiell 1,7 Millionen Säuglinge auf der Welt mit der richtigen medizinischen Versorgung vor dem Tod bewahrt werden, wie Spiegel Online bereits gestern meldete. Dazu gehören hygienische Versorgung der Nabelschnur nach der Geburt, Behandlung bei Geldsucht, Durchfall und anderen Infektionen sowie vorübergehende Versorgung mit Sauerstoff. Um diese zu finanzieren, benötigen Hilfsorganisationen 845 Millionen Euro im Jahr. Alleine in 2017 seien mehr als 5,4 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag gestorben, wovon rund 98 Prozent in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen lebten. Mehrere Nachrichtendienste wie Spiegel Online und die Stuttgarter Nachrichten berichten zudem, dass UNAIDS-Chef Michel Sidibé seinen Posten vorzeitig geräumt habe. Sibidé sei die Duldung sexueller Übergriffe sowie persönlicher Machtmissbrauch durch Vetternwirtschaft vorgeworfen worden.

3. Finanzdienstleistung Armutsbekämpfung

Roman Herre von der Entwicklungsorganisation Fian thematisiert in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau, wie Entwicklungszusammenarbeit zunehmend die Interessen von Großinvestoren in den Vordergrund stellt. Die Narrative der Entwicklungsfinanzierung, gefördert unter anderem durch die Weltbank, habe den Fokus stark auf privates Finanzkapitel gerichtet und legitimiere diese dadurch. Marktmittel, also vom Finanzmarkt geliehene Mittel für Entwicklungskredite, seien innerhalb der letzten zehn Jahre um das 18-Fache gestiegen. Auch der Mikrokreditmarkt weite sich aus und hinterlasse über 200 Millionen Schuldner*innen. Zunehmend rücken finanzielle Motive wie Renditeerwartungen oder Steuervermeidung in den Vordergrund und stellten somit entwicklungspolitische Ziele in den Schatten, so Herre.

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G20 Gipfel mit 3 wichtigen Botschaften für Bildung weltweit

ONE - 14. Dezember 2018 - 12:49

von Carmen Belafi

Vor kurzem trafen sich die Staats- und Regierungschef*innen der mächtigsten Länder weltweit (die G20) in Buenos Aires, um über drängende globale Probleme zu beraten. Es ging um Wirtschaftswachstum und Handel genauso wie um Fragen von Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung. Der diesjährige Gipfel hatte auch einige ermutigende Botschaften für Bildung im Gepäck.

Hier sind die drei wichtigsten:

Bildung ist ein Menschenrecht

Die G20 waren sich einig, dass Zugang zu Bildung kein Privileg für wenige ist, sondern ein Grundrecht für alle. Das bedeutet: Bildungssysteme müssen verbessert werden, wenn sie noch nicht für alle Kinder zugänglich sind. Dies ist ein starkes Signal. Aber die G20 sollten anerkennen, dass ein Recht auf Bildung mehr bedeutet, als einen Schulbesuch zu ermöglichen. Kinder müssen in die Schule gehen und lernen – und leider gibt es da große Lücken. Nach neuesten Berechnungen des Statistikinstituts der UNESCO verfügen über 600 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit nicht einmal über grundlegende Lese- und Mathematikkenntnisse – und zwei Drittel von ihnen besuchen eine Schule. Die G20 sollten den nächsten Gipfel in Japan nutzen, um zu betonen, dass ein Recht auf Bildung bedeutet, Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung für alle zu ermöglichen.

Bildung für Mädchen ist eine Priorität

Besonders betont wurde außerdem die enorme Bedeutung von Bildung für Mädchen – auch das ist eine wichtige Botschaft, denn Mädchen haben besonders in den ärmsten Ländern immer noch hartnäckige Bildungsbarrieren zu überwinden. Ein neuer Bericht der Weltbank zeigt, dass in einkommensschwachen Ländern weniger als zwei Drittel aller Mädchen die Grundschule abschließt und nur ein Drittel die untere Sekundarstufe. Zu viele Mädchen erhalten immer noch keine vollen 12 Jahre Schulbildung. Das ist nicht nur eine große Ungerechtigkeit, sondern verschwendet auch Potenzial. Da diese Mädchen nicht besser ausgebildet sind, verliert die Welt zwischen 15 und 30 Billionen US-Dollar in Einkommen und Wirtschaftskraft. In die Bildung von Mädchen zu investieren, ist eines der besten Mittel, um Gesundheit, Wohlstand und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.

Schule soll fit machen für den Arbeitsmarkt von morgen

Bildungssysteme existieren nicht im luftleeren Raum. Sie sollten Wissen und Fertigkeiten vermitteln, die Schüler*innen für den Arbeitsmarkt von morgen benötigen. Die G20 verwiesen darauf, dass Bildung, Beschäftigung und wirtschaftliche Teilhabe eng miteinander verknüpft sind.

Da sich die globale Wirtschaft durch Innovationen, Digitalisierung und Automatisierung stark verändert, wird auch die Nachfrage nach bestimmten Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt in Zukunft eine andere sein. Junge Menschen sollten heute vermehrt kognitive und digitale Kompetenzen erlernen – dies muss Schule vermitteln. Auch hier ist es wichtig, die Teilhabe von Mädchen früh im Blick zu haben. So sind Frauen etwa in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) und im High-Tech Sektor immer noch stark unterrepräsentiert.

In einem neuen Bericht stellt der Malala Fund fest, dass fast eine Milliarde Mädchen und junge Frauen (vor allem in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen) nicht über die notwendigen Fertigkeiten verfügen, um auf dem Arbeitsmarkt von heute und morgen erfolgreich zu sein. Dies umfasst nicht nur digitale Kompetenzen, sondern auch Fähigkeiten wie Kreativität, Problemlösung sowie logisches und kritisches Denken. Diese werden oft als “21st century skills” bezeichnet und beziehen sich nicht auf ein bestimmtes Fach, sondern sind sektorübergreifend übertragbar und damit für viele Berufe relevant. Wir müssen junge Menschen auf einen Arbeitsmarkt vorbereiten, der im Moment noch nicht existiert. Im nächsten Jahr haben die G20-Staaten die Möglichkeit, die Wichtigkeit dieser “21st century skills” stärker in den Mittelpunkt zu stellen.

Der G20-Gipfel in Argentinien war ermutigend für den Bildungsbereich. Aber das alleine wird nicht reichen. Wir brauchen finanzielle Zusagen und zielgerichtete Reformen, um Bildungssysteme weltweit zu verbessern. In nur sechs Monaten treffen sich die G20 wieder in Japan – und können dort auf Worte Taten folgen lassen.

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Energiewende in Südafrika: Zwischen Kohle und Klima

Misereor - 14. Dezember 2018 - 12:13
Die Energieversorgung in  Südafrika wird zu 90 Prozent mit Kohle abgedeckt und leistet damit einen erheblichen Anteil an der Verschärfung der Klimaproblematik. Gleichzeitig ist das Land von den Folgen des Klimawandels stark betroffen. Richard Halsey vom MISEREOR-Partner „Project 90 by 2030“ spricht im Interview darüber, vor …

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Der Beitrag Energiewende in Südafrika: Zwischen Kohle und Klima erschien zuerst auf MISEREOR-Blog.

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EU-Verteidigungsfonds und zivile Friedensförderung

BfdW - 14. Dezember 2018 - 12:08

Das EU Parlament (EP) hat am 12. Dezember seine Position zur Verordnung für einen "Europäischen Verteidigungsfonds" bestimmt.

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StudentIn für Projektarbeit im Themenbereich Nachhaltigkeit gesucht (KNU/HOCH-N)

#HOCHN - 14. Dezember 2018 - 12:00

Wir suchen drei motivierte studentische Hilfskräfte (SHK), die das Projekt "Nachhaltigkeit an Hochschulen" (HOCH-N) und andere Projekte im „Kompetenzzentrum Nachhaltige Universität“ (KNU) der Universität Hamburg unterstützen. Das KNU ist direkt zwischen Campus und Alster, bei der Präsidialverwaltung angesiedelt.

Aufgaben

  • Mitwirkung bei der Organisation eines deutschlandweiten Netzwerkes für eine nachhaltige Hochschullandschaft (Webseiten- und Verteilerpflege, neue Konzepte und Kommunikationsmaßnahmen miterstellen und ausarbeiten)
  • Unterstützung bei der allgemeinen Projektarbeit (Rechercheaufgaben, generelle Assistenz, Kommunikation mit Projekthochschulen, Veranstaltungsvorbereitung und -dokumentation)
  • Eigene Projekte und Themen konzipieren
  • (optional) Teilnahme an externen Veranstaltungen in ganz Deutschland

Anforderungsprofil

  • ausreichend Zeit für relativ flexibel einteilbare 10 Wochenstunden Arbeitszeit
  • motivierte, selbständige, präzise und zuverlässige Arbeitsweise
  • gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • sicheres Arbeiten am Computer mit den üblichen Office-Anwendungen
  • Interesse an bzw. Offenheit für Nachhaltigkeitsthemen
  • eingeschrieben an einer Hochschule der Region
  • gerne optional Erfahrungen in der Organisation von Veranstaltungen
  • gerne optional Kenntnisse in Content Management Systemen zur Webseitenpflege sowie Social Media Erfahrung
  • gerne optional stilsicheres Schreiben und Freude an Tätigkeiten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit/Kommunikation
  • gerne optional Erfahrungen mit Multimedia- oder Grafiksoftware (Adobeprodukte)

Wir bieten

  • ein spannendes Arbeitsumfeld mit Einblicken in die Nachhaltigkeitsthematik
  • aktiver Einbezug in die vielfältigen und anspruchsvollen Projektaufgaben
  • einen Aufgabenbereich der nach Möglichkeit mit Rücksicht auf Interessens- und Kompetenzprofil der Studierenden ausgestaltet wird
  • eine gute Arbeitsatmosphäre im kleinen und diversen Team
  • flexible Arbeitszeiten (ca. 10 Wochenstunden)
  • Vergütung nach UHH-Standard (siehe hier)
  • Aktuell eine Projektlaufzeit bis Ende 2020

Bewerbungsfristende

  • Donnerstag, 10. Januar 2019

Für Rückfragen steht Cordula Schwart gerne zur Verfügung.
Mail: kontakt@hoch-n.org, Tel. +49 40 42838-8896

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf) per Mail.

Foto: UHH/Arvid Mentz

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Jemen-Verhandlungen: Waffenruhe für Hafenstadt Hudaydah vereinbart

Vereinte Nationen - 14. Dezember 2018 - 11:56

14. Dezember 2018 - Die Kriegsparteien im Jemen haben sich auf eine Waffenruhe in und um die Hafenstadt Hudaydah geeinigt. UN-Generalsekretär António Guterres begrüßte die Vereinbarung, die für Millionen von Menschen eine Verbesserung ihrer Lebensumstände bedeute.

Guterres sprach am letzten Verhandlungstag in Schweden zu den Konfliktparteien und mahnte sie, sie hätten die Zukunft des Jemen, wo die Menschen einer schweren humanitären Krise ausgesetzt sind, in der Hand.

„Sie haben eine Vereinbarung über die Stadt und den Hafen von Hudaydah getroffen, die einen Rückzug aller Streitkräfte und eine Waffenruhe im gesamten Regierungsbezirk vorsieht.“ Guterres erklärte, die UN spielten im Hafen eine wichtige Rolle: „So wird der Fluss von Gütern und humanitärer Hilfe zu den Zivilisten sichergestellt.“

Fast vier Jahre nachdem der Konflikt zwischen der Regierung Jemens und den Houthi-Rebellen eskaliert ist, benötigen über 24 Millionen Menschen – das sind drei Viertel der Bevölkerung –  humanitäre Hilfe und Schutz.

Auch der Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms (WFP), David Beasley, lobte die Vereinbarung: „Die heutige Ankündigung gibt uns die Hoffnung, dass die Nahrungsmittelversorgung von 12 Millionen Jemeniten durch WFP in Zukunft einfacher wird.“ In den vergangenen Wochen hatten sich die Importe aufgrund der Konflikte im Hafen von Hudaydah halbiert.

Weiterhin einigten sich die Konfliktparteien auf eine Beruhigung der Situation in der drittgrößten Stadt des Landes, Taizz, und einen Zeitplan für den Austausch tausender Gefangener.

Mit Blick auf folgende Friedensverhandlungen im kommenden Jahr sagte Guterres, die Parteien hätten einen wichtigen Schritt im Friedensprozess getan: „Sie haben sich darauf geeinigt, sich im Januar wieder zu treffen und weiter zu diskutieren.“ Dies sei ein kritisches Element einer zukünftigen politischen Friedenseinigung.

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UNICEF-Foto des Jahres 2018

Unicef - 14. Dezember 2018 - 11:00
Jedes Kind zählt – ganz gleich, wo und unter welchen Bedingungen es geboren wurde, welcher Ethnie oder Religion es angehört, ob es gesund oder krank ist. Das diesjährige UNICEF-Foto des Jahres 2018 stellt die Kraft und den Lebensmut von Kindern angesichts schwierigster Lebensumstände in den Mittelpunkt.
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Gewalt vor den Parlamentswahlen

BfdW - 14. Dezember 2018 - 10:05

 

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