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Ororatech: Das Waldbrand-Orakel aus dem Weltall

reset - vor 2 Stunden 34 Minuten
Das Münchner Startup Ororatech sammelt und aggregiert Sattelitenbilder, um vor Waldbränden weltweit zu warnen. Dafür werden unter anderem selbst entwickelte Nanosatelliten eingesetzt.
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Nachhaltigkeitsmonitor der KAS: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2021 – Sind die Weichen richtig gestellt?

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Die am 10. März 2021 veröffentlichte Fortschreibung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) der Bundesregierung kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt. Das seit 2004 regelmäßig aktualisierte und 2016 an die UN-Nachhaltigkeitsziele gekoppelte Schlüsseldokument für Deutschlands Nachhaltigkeitspolitik muss sich daran messen lassen, ob die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele bis 2030 unter Pandemie-Bedingungen noch gelingen kann.

Im Vorwort des 388-seitigen Dokuments unter der Überschrift, „die Weichen richtig stellen für die Dekade des Handelns“ appelliert Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel an die Staaten, schneller und ehrgeiziger bei der Agenda-Umsetzung vorzugehen. Inwiefern die Vorschläge der in die Fortschreibung eingebundenen Akteure aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik aufgegriffen wurden und wo noch Verbesserungsbedarf besteht, wird in der Publikation der Konrad-Adenauer-Stiftung erörtert.

Link (extern)
Zum PDF-Download des Nachhaltigkeitsmonitor: https://www.kas.de/de/einzeltitel/-/content/deutsche-nachhaltigkeitsstrategie-2021

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Financing for Sustainable Development Report 2021 veröffentlicht

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Im Vorlauf des Financing for Development (FfD) Forums der Vereinten Nationen, das vom 12. bis 16. April virtuell stattfindet, wurde die neueste Ausgabe des Financing for Sustainable Development Reports veröffentlicht. Der Report wird von der so genannten Inter-Agency Task Force (IATF) erstellt, in der zahlreiche UN-Organisationen sowie IWF, Weltbank und WTO vertreten sind. Er gilt allgemein als die umfassendste Datensammlung und Analyse zu Fragen der Entwicklungsfinanzierung. Dazu enthält er auch Politikempfehlungen, die die UN-Mitgliedsstaaten bei ihren Verhandlungen beim kommenden FfD Forum berücksichtigen sollten.

Auf über 200 Seiten wirft der Report ein Licht auf den Schereneffekt, die zurzeit größte Herausforderung bei der Finanzierung nachhaltiger Entwicklung: Durch die von der Coronakrise verursachten Rückschläge sind die Kosten für die Umsetzung der Agenda 2030 noch weiter gestiegen, gleichzeitig sind einige Finanzierungsquellen eingebrochen, die privaten Direktinvestitionen und Rücküberweisungen von Arbeitsmigrant*innen noch stärker als die Mittel für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA), und eine zunehmende Anzahl von Ländern im globalen Süden ist hoffnungslos überschuldet. Die Finanzierungslücke, die es zu schließen gilt, wächst also stetig weiter.

Der Report macht deutlich, dass ambitioniertes Handeln nötig ist, wenn die Agenda 2030 noch gerettet werden soll, und arme und reiche Länder sowie arme und reiche Schichten nicht noch weiter auseinanderdriften sollen.  Die

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Globalisierung ’21 | Neue Rezeptur, alte Probleme

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Das Jahr 2020 lässt Beobachterinnen und Beobachter der internationalen Politik mit einem Schleudertrauma zurück. Es begann mit Ereignissen, die wirklich nichts Gutes für die Zukunft erwarten ließen. Australien brannte, im Nahen Osten drohte nach der gezielten Tötung des iranischen Generals Soleimani ein erneuter blutiger Konflikt. Am 31. Januar verließ das Vereinigte Königreich nach langem Tauziehen endgültig die Europäische Union, verhandelte aber weiter über die handelspolitischen Folgen. Im Februar und März trat dann die COVID-19-Pandemie offen zu Tage und führte zu den größten ökonomischen und sozialen Verwerfungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Die globale Krise brachte aber keineswegs mehr globale Zusammenarbeit [...] 

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Nachhaltige Entwicklung in Deutschland - Indikatorenbericht 2021

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Das Statistische Bundesamt berichtete bereits seit 2006 in zweijährlichen Indikatorenberichten über die Entwicklung der Indikatoren der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.

Auch zu der aktualisierten Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist das Statistische Bundesamt von der Bundesregierung damit beauftragt worden, die Indikatoren fachlich unabhängig darzustellen und über deren Entwicklung objektiv zu berichten. Mit dem Indikatorenbericht 2021 legt das Statistische Bundesamt nun seinen achten Bericht zur Entwicklung der Indikatoren der deutschen Nachhaltigkeitstrategie vor.

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Deutschland berichtet zum Umsetzungsstand der Agenda 2030

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Deutschland berichtet 2021 das zweite Mal bei den Vereinten Nationen über die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung in, durch und mit Deutschland. VENRO und weitere Organisationen des Netzwerks Agenda 2030 haben ihre Erwartungen an den Prozess und die Inhalte des Staatenberichts formuliert.

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Bundesregierung veröffentlicht Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Die Weiterentwicklung der Strategie finden Sie hier (Langfassung) und hier (Kurzfassung), die dazugehörige Pressemitteilung der Bundesregierung hier.

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Nachhaltigkeitsstrategie generalüberholt: Nachhaltigkeitsrat begrüßt neuen Fokus auf die großen Transformationsthemen

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Berlin, den 10.03.2021 – In einer ersten Stellungnahme begrüßt der Nachhaltigkeitsrat die grundlegende Generalüberholung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. „Wichtig ist vor allem, dass die Bundesregierung erstmals sogenannte Transformationsbereiche ausgewiesen hat“, so Dr. Werner Schnappauf, Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Um diese Bereiche wirksam zu machen für ein gemeinsames Vorgehen reiche es nicht aus nachzusteuern, sondern es müsse konsequent umgesteuert werden. „Klimaneutralität rückt damit ins Zentrum der Nachhaltigkeitspolitik, aber auch beispielsweise Flächenverbrauch und Breitbandausbau bekommen einen hohen Stellenwert.“ Schnappauf forderte die Regierung auf, künftig das Leitprinzip der Nachhaltigkeit mutig, entschlossen und konsequent über die Ressortgrenzen hinweg auch tatsächlich umzusetzen. 

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Campaign activation workshop: Making the 2030 Agenda accountable

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

The Campaign
How can the SDGs be used to hold governments and the private sector accountable for global issues like climate, the pandemic or finances? The High Level Political Forum (HLPF) is tasked with overseeing implementation of the 2030 Agenda, but it has proven itself to be insufficient. Civil society around the world organize campaigns on finances, trade, health, gender and the environment, utilizing spaces beyond the HLPF to advance accountability to the SDGs. As the SDGs are intrinsically interrelated, how can the campaigns be mutually supportive and identify reference points beyond the HLPF? What reforms are required in the HLPF to enable genuine global accountability?

The video of the workshop “Making the 2030 Agenda accountable: What is the role for civil society?” is now online. The virtual workshop was hosted by Global Policy Forum, Global Policy Watch and Social Watch as part of the 2021 SDG Global Festival of Action and was held on March 25, 2021.

Further information here.

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EINLADUNG: Online-Diskussionsrunde (Webex) - Baustellen des Multilateralismus

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40
Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit, eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.

Die COVID-19-Pandemie mit ihren weltweiten Auswirkungen hat einmal mehr vor Augen geführt, dass grenzüberschreitende Probleme nicht allein mit unilateralen Maßnahmen bewältigt werden können. Aber der Multilateralismus steckte in den letzten Jahren in einer massiven Krise.
Mit dem Machtwechsel in den USA gibt es nun Anzeichen für eine Trendwende. Und auch die Bundesregierung will mit dem angekündigten „Weißbuch Multilateralismus“ ein Zeichen für die Stärkung internationaler Zusammenarbeit setzen. Stehen wir vor einem Comeback des Multilateralismus?
Das Global Policy Forum beschreibt in seiner neuen Publikation einige „Baustellen“ auf dem Weg zu einem wiederbelebten Multilateralismus. Unter anderem geht es um die Frage, wie das Machtgefälle zwischen den globalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen und den für Menschenrechte und Nachhaltigkeit zuständigen UN-Organisationen reduziert werden kann. Welche Rolle können dabei der Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) und das Hochrangige Politische Forum für nachhaltige Entwicklung (HLPF) spielen? Kann es gelingen, Global Governance-Lücken zu schließen, z.B. im Bereich der internationalen Steuerkooperation?
Bei unserer virtuellen Diskussionsrunde wollen wir mit den Autor*innen sowie dem Leiter des Planungsstabs des Auswärtigen Amts darüber sprechen, welche Chancen es für einen solidarischen Multilateralismus unter dem Dach der Vereinten Nationen gibt und welchen

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Baustellen des Multilateralismus

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Die COVID-19-Pandemie mit ihren weltweiten Auswirkungen hat einmal mehr vor Augen geführt, dass grenzüberschreitende Probleme nicht allein mit unilateralen Maßnahmen bewältigt werden können. Aber der Multilateralismus steckte in den letzten Jahren in einer massiven Krise.

Mit dem Machtwechsel in den USA gibt es nun Anzeichen für eine Trendwende. Und auch die Bundesregierung will mit dem angekündigten „Weißbuch Multilateralismus“ ein Zeichen für die Stärkung internationaler Zusammenarbeit setzen. Stehen wir vor einer Renaissance des Multilateralismus?

Das Global Policy Forum beschreibt in seiner neuen Publikation einige „Baustellen“ auf dem Weg zu einem wiederbelebten Multilateralismus. Unter anderem geht es um die Frage, wie das Machtgefälle zwischen den globalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen und den für Menschenrechte und Nachhaltigkeit zuständigen UN-Organisationen reduziert werden kann. Welche Rolle können dabei der Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) und das Hochrangige Politische Forum für nachhaltige Entwicklung (HLPF) spielen? Kann es gelingen, Global Governance-Lücken zu schließen, z.B. im Bereich der internationalen Steuerkooperation? Welche Chancen gibt es für einen solidarischen Multilateralismus unter dem Dach der Vereinten Nationen und welchen Beitrag sollte die deutsche Politik dazu leisten?

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Demokratie versus Kleptokratie

E+Z - 9. April 2021 - 13:52
Um international Demokratie zu fördern, sollten westliche Regierungen illegitime Finanzflüsse bekämpfen

Demokratien sind per definitionem pluralistisch. Wenn Regierungen sich Wählern verantwortlich fühlen, nehmen sie mit großer Wahrscheinlichkeit vielfältige Interessen in Betracht. Autokratische Herrscher dienen dagegen meist kleinen, oligarchischen Eliten. Sie behaupten zwar, „die“ Nation zu stärken, aber zählen nur zur Volksgemeinschaft, wer ihnen zujubelt.

Die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump prägten Selbstbereicherung sowie Missachtung von Institutionen auf nationaler wie internationaler Ebene. Er tat nichts, um Demokratie zu fördern. Autoritäre Despoten fühlten sich ermutigt. Leider füllten keine anderen westlichen Politiker die Lücke, die Trump aufriss. Allerdings hat die EU auch eigene Demokratiedefizite, wie etwa rechtspopulistische Regierungen in Polen und Ungarn. US-Präsident Joe Biden will Demokratie wieder zum globalen Leitprinzip machen. Dafür braucht er Verbündete. Wohlklingende Rhetorik wird nicht reichen, denn wer anderen glaubwürdig gute Regierungsführung predigen will, muss selbst mit gutem Vorbild vorangehen. Um das zu tun, sollten westliche Staaten mit viel größerer Entschlossenheit illegitime Finanzflüsse bekämpfen. Das wäre sowohl innen- wie außenpolitisch klug.

Autokraten und Oligarchen spotten zwar gern über liberale Demokratien, aber sie brauchen Zugang zu westlichen Kapitalmärkten. Um sich sicher zu führen, wollen sie schließlich zumindest einen Teil ihres Reichtums in Anlagen investieren, deren Wert in Dollar, Euro, Yen und anderen international anerkannten Währungen gemessen wird. Sie profitieren von Geldwäsche, Steueroasen und dubiosen Transaktionen. Dem können westliche Staaten viel entgegensetzen, wenn sie nach Kräften Wirtschaftskriminalität bekämpfen, das Steuerrecht durchsetzen und Schlupflöcher schließen. Eine Folge wären höhere Staatseinnahmen, sodass ihnen mehr Mittel für das Gemeinwohl zur Verfügung stünden. Soziale Ungleichheit würde reduziert. Je überzeugender sie agieren, desto stärker wird das Vertrauen in Institutionen – zu Hause, aber auch jenseits der Grenzen. Zugleich würden sie Despoten und deren Cliquen das Leben schwerer machen.

Laut dem Center for American Progress, einem Think Tank in Washington, bedroht internationale Korruption in zunehmendem Maße westliche Demokratien. Ein kluges Strategiepapier aus diesem Hause trägt den Titel „Turning the tide on dirty money“. Die Autoren erkennen an, dass die internationale Korruptionsbekämpfung in den vergangenen Jahrzehnten Fortschritte gemacht hat, warnen aber, dass sich bedrohliche Trends noch schneller beschleunigt haben. Zugleich urteilen sie, die USA, die EU und das britische Königreich könnten durch entschlossenes und geschlossenes Handeln wirkungsvoll gegensteuern.

Das ist auch nötig. In Europa halten viele die Zukunft der Demokratie wieder für gesichert, weil Biden nun Präsident ist. Es gibt aber weiterhin Anlass zur großer Sorge. So urteilt Freedom House, ein weiterer Think Tank in Washington, im neuen Jahresbericht 2021 mit dem Titel „Democracy under siege“. Er besagt unter anderem, dass nur noch 20 Prozent der Menschheit in einem freien Land leben. So klein war die Quote seit 1995 nicht mehr. Außerdem leben 75 Prozent der Weltbevölkerung in Ländern, in denen sich die Lage 2020 verschlechtert hat. Dabei spielt natürlich eine große Rolle, dass Indien unter dem hindu-chauvinistischen Regierungschef Narendra Modi nur noch als „teilweise frei“ statt „frei“ gilt. Mit fast 1,4 Milliarden Menschen stellt das Land aber nur 18 Prozent, nicht 75 Prozent der Menschheit.

In Hongkong, Belarus und andernorts fordern Protestbewegungen (mehr) Demokratie. Manchmal haben sie Erfolg, aber allzu oft werden sie unterdrückt. Als deprimierend bezeichnet Freedom House auch andere Entwicklungen, wie beispielsweise den Bürgerkrieg in Äthiopien, wo Premierminister Abiy Ahmed mehr Demokratie zu versprechen schien, oder das Aufflackern des Gewaltkonflikts in Nagorny-Karabach. Autokraten, Kriegsherren und ihre Verbündeten sind auf illegitime Finanzflüsse angewiesen. Um die Demokratie im eigenen Land zu verteidigen und sie zugleich international zu fördern, sollten westliche Spitzenpolitiker der Kleptokratie entschlossen Grenzen setzen.

Links
Center for American Progress, 2021: Turning the tide on dirty money.
https://www.americanprogress.org/issues/security/reports/2021/02/26/495402/turning-tide-dirty-money/
Freedom House, 2021: Democracy under siege.
https://freedomhouse.org/report/freedom-world/2021/democracy-under-siege

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Was bedeutet es im Bürgerkrieg aufzuwachsen?

EINEWELTblabla - 9. April 2021 - 12:53

„An den Frieden denken heißt, an die Kinder denken.“ – Michail Gorbatschow 

Die neusten Geschehnisse in Myanmar und die damit verbundene Angst, ein Bürgerkrieg könne ausbrechen, erinnern nur allzu schmerzlich an andere Bürgerkriege in der Welt. Zu oft verschließen wir unsere Augen vor den tragischen Schicksalen vieler Kinder in den betroffenen Regionen. Gerade diese brauchen doch Schutz, einen Zugang zu Bildung, ein sicheres Zuhause und eine dauerhafte Versorgung mit Lebensmitteln. Die Realität sieht jedoch anders aus: Weltweit leben rund 426 Millionen Kinder in Konflikt- und Krisengebieten – fast jedes 5. Kind. Was bedeutet Bürgerkrieg für diese Kinder?

Der Syrien-Konflikt

Nicht zuletzt durch eine kurze mediale Aufmerksamkeitswelle wurde den Menschen im März 2021 vor Augen geführt, dass in Syrien seit nun zehn Jahren Bürgerkrieg herrscht. Ein Ende ist nicht in Sicht. Laut UNICEF sind 9 von 10 Kindern auf humanitäre Hilfe angewiesen, Mangelernährung betrifft im Norden Syriens eins von drei Kindern. Viele sind von Sorgen über Armut geplagt, Perspektivlosigkeit belastet die Psyche. Sorgen, mit denen eigentlich kein Kind konfrontiert werden sollte. In ihrer Verzweiflung müssen viele Eltern ihre Kinder arbeiten schicken. Frühe Heirat ist ein trauriges, aber hilfreiches Instrument, um die Familie zu ernähren.

Auch die Bildung der Kinder ist vom langen Bürgerkrieg gezeichnet: Ein Drittel aller Schulen sind zerstört oder beschädigt, fast 2,5 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule.

Bundesentwicklungsminister Gert Müller hat dazu Mitte März Stellung genommen: „Syrien ist die größte Tragödie dieses Jahrhunderts. Nach 10 Kriegsjahren sind 22 Millionen Menschen im ganzen Krisenbogen auf humanitäre Unterstützung angewiesen. Eine ganze Generation syrischer Kinder kennt nichts als Angst und Not.“ Weiterhin fordert er: „Auf der Syrienkonferenz Ende März müssen alle Geber ihre Anstrengungen verstärken. Und wir brauchen einen neuen Anlauf für einen dauerhaften Frieden. Denn ein ‚weiter so‘ für die nächsten 10 Jahre kann es nicht geben.“ Die Geberkonferenz zeigte sich am Ende jedoch eher als große Enttäuschung: Lediglich 5,3 der notwendigen 8,54 Milliarden Euro kamen zusammen, wobei Deutschland mit 1,7 Milliarden Euro den größten Betrag beisteuerte. Andere Länder wie Großbritannien kürzten ihre zugesagten Mittel sogar noch. Wenn die Weltgemeinschaft die Notwendigkeit der Hilfe für Syrien nicht erkennt, wer hilft dann all diesen vom Bürgerkrieg gezeichneten Kindern?

Die humanitäre Katastrophe im Jemen

Seit 2015 leiden die Menschen im Jemen unter einem Bürgerkrieg, der laut den Vereinten Nationen zur weltweit größten humanitären Katastrophe unserer Zeit geführt hat. Dabei sind Kinder vor allem von Unterernährung bedroht: In diesem Jahr werden nach Informationen von UNICEF schätzungsweise bis zu 2,3 Millionen Kinder unter 5 Jahren an akuter Mangelernährung leiden. Lebensbedrohlich kann diese Mangelernährung für rund 400 000 Kinder werden. Nur durch Spezialnahrung wie Erdnusspaste und therapeutische Milch kann noch geholfen werden.

Der Zugang zu Bildung wird jemenitischen Kindern durch verschiedene Faktoren erschwert. Schulen werden routinemäßig angegriffen. So wird ein Ort, an dem Kinder in einem behüteten Umfeld lernen sollten, zur Gefahr. Fast 2 Millionen Kinder können die Schule nicht besuchen.

Doch auch der Bürgerkrieg selbst hat viele Kinder als Opfer gefordert. Durch Angriffe haben seit 2015 tausende Kinder ihr Leben verloren. Auch Zwangsrekrutierung ist für viele Realität geworden.

Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen, Save the Children oder UNICEF geben vor Ort alles, um den Menschen zu helfen. Doch auch hier enttäuscht die internationale Unterstützung: Bei der diesjährigen UN-Gerberkonferenz sind weniger als die Hälfte der benötigten 3,85 Milliarden Dollar für den Jemen zusammengekommen. So bleibt wohl auch weiterhin die drohende Hungersnot und das damit verbundene Leiden an der Tagesordnung im Jemen.

Was also tun bei all dem Leid?

Die Zahlen im Jemen und in Syrien sprechen eine eindeutige Sprache. Leid, Todesangst, Hungersnot und fehlende Bildung im Kindesalter führen zu irreversiblen Schäden. All die Erfahrungen, die Kinder in Kriegs- und Krisengebieten machen, zeichnen sie für ihr Leben. Sie sind nicht wieder gut zu machen. Doch nicht nur Syrien und der Jemen sind vom Bürgerkrieg betroffen, weitere Länder wie Somalia oder der Südsudan kämpfen mit den Folgen bewaffneter Konflikte. Am Ende trifft es jedoch immer die Schwächsten: die Kinder.

Was können wir also tun, bei all dem Leid? Wichtig ist wohl vor allem, die Augen nicht zu verschließen und nicht zu vergessen. Sich die Schicksale und Geschichten anzuhören, nicht wegzuschauen. Gegebenenfalls eine Öffentlichkeit schaffen, immer wieder auf die Missstände hinweisen. Wenn ihr gerne finanziell unterstützen möchtet, könnt ihr dies zum Beispiel über UNICEF oder Save the Children tun.

-Leah-

Das Bild ist von Aladdin Hammami auf Unsplash.com und zeigt Aleppo, Syrien.

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09. April 2021

ONE - 9. April 2021 - 11:20
1. Weniger als zwei Prozent aller Corona-Impfungen in Afrika

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) seien an die 1,3 Milliarden Menschen in Afrika bisher weniger als zwei Prozent aller weltweit ausgelieferten Impfdosen verabreicht worden. Das berichten Deutschlandfunk und die Evangelische. David Ehl schreibt in der Deutschen Welle, dass in einigen Ländern die Impfkampagne noch nicht einmal begonnen hat. Laut Clemens Schwanhold, politischer Referent bei der Nichtregierungsorganisation ONE, gebe es mit Blick auf Afrika zwar die gute Nachricht, dass 44 Länder bereits Impfstoff erhalten haben, das bedeute im Umkehrschluss aber auch, dass zehn Länder bisher noch gar keinen Impfstoff erhalten haben. Die WHO befürchtet weitere Verzögerungen der Vakzin-Lieferungen an afrikanische Länder, nachdem Indien den Export von Impfstoffen vorübergehend untersagt habe. Der weltweit größte Impfstoffhersteller habe Probleme, seine eigene Bevölkerung zu impfen, wie David Pfeifer in der Süddeutsche Zeitung thematisiert. Das Serum Institut of India produziere Impfdosen nicht nur für Indien, sondern auch für die 92 ärmsten Länder der Welt. 

2. Rechnungshof fordert Ausgaben-Stopp

Unter anderem Welt, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Spiegel melden, dass der Bundesrechnungshof harte Kritik an der Krisen-Finanzpolitik der großen Koalition übt. in Ausgabenmoratorium durch die nächste Bundesregierung sei unausweichlich. Die Kontrolleure des Bundeshaushalts kritisieren, dass in der mittelfristigen Finanzplanung von Finanzminister Olaf Scholz für die Jahre 2023 bis 2025 bereits absehbare Belastungen nur in unzureichendem Maße berücksichtigt sind. Dazu gehören unter anderem in Aussicht gestellte Mittel für die Entwicklungspolitik. So dürfe es in den Einzelplänen für Verteidigung und Entwicklungszusammenarbeit von 2023 an jeweils rund 3 Milliarden Euro im Jahr fehlen. 

3. SADC berät über Kampf gegen Terrorismus

Wie Deutschlandfunk, die Tageszeitung (taz) und die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichten, haben sich die sechs Staats- und Regierungschefs der Staatengemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) gestern zu einem Anti-Terror-Gipfel in Mosambiks Hauptstadt Maputo getroffen. Vorausgegangen waren wochenlange Angriffe durch Rebellen auf die Stadt Palma im Norden von Mosambik. SADC habe mit großer Sorge auf die Terrorattacken reagiert und beschloss einen „sofortigen technischen Einsatz“ in Mosambik. Konkrete Schritte dazu sollen auf einem weiteren Krisengipfel Ende des Monats beraten werden. Die Anschläge seien ein „Affront gegen den Frieden und die Sicherheit nicht nur in Mosambik, sondern auch der Region und in der gesamten internationalen Gemeinschaft“, so Botswanas Präsident Mokgweetsi Masisi. 

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Vorstellung des UNFPA-Weltbevölkerungsberichts 2021

DSW - 9. April 2021 - 8:00
„Mein Körper gehört mir“: Pandemie verhindert körperliche Selbstbestimmung

Hannover, 09. April 2021. Viele Mädchen und Frauen haben nicht die Wahl. Sie dürfen nicht wählen, ob und wie lange sie die Schule besuchen. Sie dürfen nicht wählen, wann und wen sie heiraten. Sie dürfen nicht wählen, ob und mit wem sie Sex haben – oder nicht. Sie dürfen nicht wählen, ob und wie viele Kinder sie bekommen. All das hat einen gemeinsamen Ursprung: Der Glaube, Männer hätten das Recht, über die Schicksale von Mädchen und Frauen zu entscheiden.

Der diesjährige Weltbevölkerungsbericht des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) trägt den Titel „Mein Körper gehört mir: Das Recht auf Autonomie und Selbstbestimmung einfordern“. Der Bericht liefert erste ernüchternde Antworten auf folgende Frage: Wie wirkt sich die Coronakrise auf die körperliche Selbstbestimmung und Unversehrtheit von Mädchen und Frauen aus?

Die deutsche Kurzfassung des UNFPA-Weltbevölkerungsberichts 2021 stellen wir Ihnen vor am:

Mittwoch, 14. April 2021, um 14:30 Uhr
Konferenzsaal, Haus der Bundespressekonferenz
Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin (Ecke Reinhardtstraße)

 

Als Redner*innen auf dem Podium:

● Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
● Dr. Natalia Kanem, Exekutivdirektorin UNFPA
● Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

Herr Kreutzberg steht im Anschluss für O-Töne zur Verfügung. Wir bitten Sie, gewünschte Interviews bis zum 9. April 2021 anzumelden.

Achtung: Durch die Corona-Krise gelten besondere Einschränkungen. Momentan können nur Mitglieder der Bundespressekonferenz (BPK) und des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland (VAP) zugelassen werden. Vor Ort gilt eine Registrierungspflicht.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie die Pressekonferenz über einen Livestream verfolgen möchten.

Den UNFPA-Weltbevölkerungsbericht 2021 und Presseunterlagen können Sie bei der DSW, Herausgeberin der deutschen Kurzfassung, anfordern.

Pressekontakt

Bei Rückfragen melden Sie sich gerne bei Ihrer Ansprechpartnerin im DSW-Presseteam:

Monika Schröder, Tel.: 0511/ 94373-38 oder per E-Mail: monika.schroeder@dsw.org

Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

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A more ambitious G20 for a sustainable post-pandemic recovery and transformation

DIE Blog - 8. April 2021 - 13:54

The COVID-19 pandemic submerged the world for more than a year now, and global infection numbers are still rising. There are huge differences in the ability of governments and societies to cope with the pandemic: while Europe and the Americas remain epicentres of the disease, there are signs that infections are now also picking up across the African continent.

In an interesting turn-of-tide in discussion, the IMF calls for more public expenditure and higher taxation of the wealthy. The IMF states that economic recovery is possible in 2021 but dependent on both, access to vaccines and other medical interventions, and continuous effective policy support. Policy support needs to cushion the effects of the economic contraction, to decarbonize energy systems and economies, and for intensified multilateral cooperation to ensure universal access to vaccines and therapeutics and adequate financial liquidity of highly indebted countries.

While the IMF focusses on the dual challenge of recovery and decarbonisation, the G20 has committed to implementing the 2030 Agenda as a whole since 2016. All of this means a full agenda for the G20 (and the G7), domestically and globally. In this piece, I want to discuss the advantages and difficulties of such an integrated approach to recovery and transformation, and what the G20 can do for implementing it effectively.

Why choose an integrated approach towards recovery and sustainable development?

In 2020, the argument for integrated approaches was that states faced a dual challenge: they had to react immediately to the social and economic emergencies of the Covid-19 crisis, and invest into the long-term transformation of social and economic infrastructures and consumption habits towards sustainability. This transformation encompasses the reduction of poverty and inequality as much as climate neutrality, the transition to a circular economy and the protection of biological diversity and natural habitats. Integration of the two agendas was not only timely –so many years had been lost with sterile debates and negotiations – but was also needed because public and private budgets are limited. Sequential or disconnected parallel processes cannot be afforded.

Today, one year after, this has not changed; yet, tonality in the debate is different. Covid-19 and its socio-economic consequences will stay with us much longer than anticipated due to the lack of domestic effectiveness and insufficient efforts at multilateral cooperation. Viruses don’t negotiate; if left to “their business”, they mutate. Thus, public budgets and political institutions are under extraordinary pressure and policymakers are having a hard time understanding that wrong decisions lead to irreversible costs in terms of infections and deaths. Adequate decisions are those informed by a variety of scientific disciplines and careful ethical considerations.

Economic recovery is one important aspect of coping with the pandemic – but just one. Living with the virus requires to adjust the ways in which we live and work, we take care of children, youth and the elderly, the sick and the vulnerable in order to enhance social and institutional resilience, domestically and globally. These broader dimensions of coping are reflected in the 2030 Agenda; decarbonisation is but an important part of it. If these adjustments are designed to last, they can support further transformation processes. Citizens expect governments to do what they can to cope with the pandemic; they demand reliable conditions for public and private life. Naturally, the process of coping creates experiences both with failure and with other, alternative ways of doing things. These experiences raise societal expectations.  And alternative experiences can also raise readiness for reform and further change; the population might be more ready for transformation than some decision-makers dare to believe.

It depends on the quality of crisis management now whether in retrospect from 2050 the Covid-19 pandemic will just seem a short episode, compared with the structural transformation process we will hopefully have substantially progressed on by then. Huge impacts on personal lives and expectations, on the economy and on public budgets will shape the next decades. This is why it is so important to get the pandemic under control as quickly as possible and in ways that do not obstruct efforts to create sustainable and attractive futures on this planet. Recovering and transforming have to be integrated processes, and cannot come one after the other.

How can the integrity of public and private investments towards recovery with sustainable transformation be achieved?

Governments need a clear understanding of where to direct public investments to, and how to align private decisions and investments with a sustainable recovery. A clear and reliable strategy and communication helps. Governments should use their national strategies for SDG implementation and decarbonisation plans for these purposes, link these with public budgets so that funding resources are clear and adequate, monitor their implementation with the support of independent scientific commissions, learn from successes and failures, and invest in clear and regular communication around it – with the general public, with stakeholders in the economy, in society and in academia, and with subnational levels of government.

This will allow for reliable framework conditions for private investors (and households) and make uncertainties manageable. One example is dynamic carbon pricing, another one public support for new infrastructures and for new technologies. Work on sustainable finance by central banks and finance ministers, globally, in the G20 and the European Union is crucial.

Equally, clear and reliable strategies, investments in improved social safety nets (e.g. universal health coverage), in economic infrastructure and transparent communication and accountability help to protect and increase cohesion within society and trust in political institutions. This are vital resources for coping with crises and for sustainable transformation and decarbonisation processes.

What can the G20 do?

These tasks are universal and all countries are confronted with them. Still, the resources needed for accomplishing them are very unequally distributed – be they financial, human, technological, knowledge, cultural or social. Securing fiscal space for low-income countries and middle-income countries under stress is vital for controlling the pandemic, for recovery and sustainable transformation. The G20 and the international community at large needs to define clear perspectives for mutual support over the next decade in order to enable public and private action towards these goals.

In principle, the G20 is a very good platform for making recovery converge with implementation of the 2030 Agenda, but its current form of organisation prevents it from using its full potential. The Global Sustainable Development Report published by the UN Independent Group of Scientists in 2019 distinguishes thematic entry-points for sustainable development, such as “human well-being and capabilities” and “sustainable and just economies” from policy-related levers for delivering change. In 2020 we analysed the workstreams of the G20 under the Saudi presidency, and we could see that most of the lever-related workstreams belong to the Finance Track, while all entry point-related workstreams fall under the Sherpa Track. For shaping recovery in a way conducive to sustainable development, both tracks need to work closely together to ensure that transformative policy objectives (often owned by the Sherpa track) are equipped with the levers of adequate financial, fiscal and economic policies (owned by the finance track). The G20 is particularly strong on finance, fiscal and economic policies. However, it needs to expand its political and financial clout to a second lever: science, technology and innovation (STI) policies, and gear it towards sustainable recovery and transformation. Sharing technologies and engaging in joint knowledge creation is vital for sustainable recovery and transformation. Scientific cooperation by G20 members is primarily motivated by strengthening competitiveness. In the 21st century, much more funding is needed for scientific cooperation that envisages the global common good.

The priorities of the Italian presidency of the G20 – grouped under the keywords people, planet, and prosperity taken directly from the 2030 Agenda – are a very good first step for enhancing the collective capacity of the G20 towards integrating recovery and sustainable transformation measures.

In this context, the Development Working Group (DWG) can play an important role in the Italian presidency: it is grouped in the Sherpa track, and it has been tasked in 2016 to coordinate and inspire the G20’s work for sustainable development across all working groups. The Italian presidency has planned four DWG meetings; the first one took place just before the first meeting of finance ministers and central bank governors, while the last meeting will be back-to-back with the meeting of finance and central bank deputies. Timing offers great potential for coordination and even cooperation, on the broader theme of shaping recovery towards sustainable development, and for ensuring that the G20 engages in expanding fiscal space of developing countries, in particular of least developed countries. For realising the potential, national delegations to the DWG need to include representation beyond development departments.

Furthermore, the DWG needs to be ambitious. It should go beyond updating the G20 Action Plan on the SDGs as it has done annually since 2017, and focus on fresh action in the aftermath of the Covid-19 pandemic. The perspective needs to be how to enhance universal implementation of the SDGs, expanding the horizon beyond instruments of development cooperation, and understanding implementation of the 2030 Agenda as what it is: a universal task that includes cooperation relations across all countries, with the G20 strength to go beyond the boundaries of North-South and South-South cooperation and their instruments.

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08. April 2021

ONE - 8. April 2021 - 11:40
1. G20 verlängern Schuldenmoratorium

Wie zahlreiche Medien, darunter Tagesschau.de, die Deutsche Welle, Spiegel, das Handelsblatt, Stern und Arte, berichten, haben die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) angesichts der Corona-Krise von Armut betroffenen Ländern einen weiteren Aufschub ihrer Schulden bis Ende 2021 gewährt. So können die betroffenen Staaten nun das Geld für Sozial- und Gesundheitsausgaben zur Bewältigung der Pandemie nutzen. Der Aufschub allein reiche allerdings nicht, betonte Finanzminister Olaf Scholz. Nötig sei auch, manchen Ländern die Schulden zu erlassen. Zudem forderten die G20 den Internationalen Währungsfonds (IWF) auf, seine Hilfen für ärmere Länder zu erhöhen. Möglich seien neue Sonderziehungsrechte im Umfang von 650 Milliarden Dollar. Darüber hinaus peilen die G20 bis Juli eine weltweite Steuerreform an, wie Italiens Finanzminister Daniele Franco ankündigte. 

2. Tansanias neue Präsidentin Samia Suluhu Hassan zeigt klare Kante

Die Tageszeitung (taz), die Frankfurter Rundschau und Der Standard thematisieren, wie Tansanias neue Präsidentin Samia Suluhu Hassan klare Stellung gegen Korruption und Corona-Krise bezieht. Nach dem Tod ihres Vorgängers John Magufuli Ende März wurde die bisherige Vizepräsidentin unvorbereitet ins höchste Staatsamt berufen, habe aber schnell Handlungsfähigkeit bewiesen. Mit der Verhaftung eines hochrangigen Regierungsbeamten und personellen Veränderungen greife die neue Präsidentin gegen bestehende Machtstrukturen deutlich durch. Zudem erkenne sie die Corona-Krise an und verkündete die Berufung eines Expertengremiums zur Bekämpfung der Pandemie. Magufuli hatte die Existenz des Virus in Tansania geleugnet.

3. Die WTO braucht grundlegende Reformen

Renate Schubert schreibt in einem Gastbeitrag im Tagesspiegel über notwendige Reformen der Welthandelsorganisation (WTO), vor der die neue nigerianischen Chefin Ngozi Okonjo-Iweala steht. Seit längerem schaffen es die Länder des Nordens und des Südens nicht mehr, gemeinsame Positionen zu erarbeiten. Okonjo-Iweala habe bereits erklärt, erstmals verbindliche WTO-Regeln für den digitalen Handel erarbeiten zu wollen, was angesichts der beschleunigten Digitalisierung in der Corona-Pandemie überfällig sei. Handelsstreitigkeiten zwischen „den Großen“ und wechselseitige Blockaden müssen aufbrechen, die Rahmenbedingungen des weltweiten Handels neu gestaltet werden. Letztlich solle es weniger um Vormachtstellungen und Machtdemonstrationen gehen, sondern darum, die Bevölkerung mit möglichst vielen und qualitativ hochwertigen internationalen Gütern zu versorgen. 

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Kaffeeradeln

RNE Termin - 8. April 2021 - 10:34

Der Beitrag Kaffeeradeln erschien zuerst auf Rat für Nachhaltige Entwicklung.

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