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BIOPOLI-Seminar in Brüssel zur EU-Agrarpolitik

AgrarKoordination - 16. Oktober 2018 - 9:00
Wir wissen es alle – die aktuelle Agrarpolitik bringt viele Probleme mit sich (Massentierhaltung, Nitrat im Grundwasser, Sojaimporte, Abnahme der Artenvielfalt, Höfesterben, …). Doch aktuell wird über die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU für die Zeit nach 2020 diskutiert. Jetzt ist also die Zeit, unsere Vorstellungen einer zukunftsfähigen Landwirtschaft direkt an die Entscheidungsträger zu bringen und mit ihnen über die aktuelle GAP-Reform zu diskutieren. Außerdem wollen wir die EU-Institutionen und deren Arbeitsweisen kennen und verstehen lernen.
Deswegen hat die Agrar Koordination ein Weiterbildungsseminar für ihre BIOPOLI-Referent*innen in Brüssel geplant.
In der Zeit vom 16.-18. Oktober 2018 treffen wir uns mit EU-Abgeordneten verschiedener Parteien sowie mit der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der EU Kommission (DG AGRI), tauschen uns mit in Brüssel ansässigen NGOs aus und werden eine kritische Stadtführung zum Thema Lobbyismus mit Corporate Europe Observatory machen. Genaueres zum Programm finden Sie hier.

Diese Veranstaltung steht allen offen - auch denjenigen, die noch nicht BIOPOLI-Referent*innen sind. Die Plätze sind allerdings begrenzt und werden bei Überbelegung primär an Referent*innen vergeben.

Zur Anmeldung oder bei Fragen schreiben Sie bitte an folgende E-Mail-Adresse: mireille.remesch@agrarkoordination.de
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Den Soja wahn stoppen - Verantwortung in der Lieferkette übernehmen

AgrarKoordination - 28. September 2018 - 15:29
Freitag, den 28. September 2018 von 17:00 bis 19:00 Uhr GLS Bank, Düsternstr. 10, 5. OG, 20355 Hamburg Anreise: Stadthausbrücke S-Bahn: S 1 oder S 3 (1 Min.) oder Rödingsmarkt U-Bahn: U3 (5 Min.) Unser Konsumverhalten und das derzeitige Modell der industrialisierten Landwirtschaft haben weitreichende Folgen, insbesondere für die Anbauregionen und betroffenen Menschen Lateinamerikas. Der hohe Bedarf an Eiweißfutter in der industriellen Tierhaltung Europas hängt direkt mit dem massiven Anbau von gentechnisch verändertem Soja und der Waldzerstörung in Lateinamerika zusammen. Deutschland ist der größte Fleischproduzent. 2016 wurden 6,3 Millionen Tonnen Soja importiert, überwiegend aus Lateinamerika. Aktuelle Untersuchungen von der Organisationen Mighty Earth, FERN und Rainforest Foundation Norway belegen die negativen Auswirkungen der Soja-Importe auf die Länder Argentinien und Paraguay. Tausende Hektar Naturwald werden dem Soja-Anbau geopfert. Das geht auf Kosten des Klimas, der Biodiversität und der Menschen vor Ort. Darüber hinaus gewähren die Untersuchungsergebnisse interessante Einblicke in die Intransparenz und mangelnde Nachhaltigkeit der Lieferketten. Großhändler und Supermarktketten, die auf ihren Webseiten Corporate-Responsibility-Grundsätze großschreiben, wissen oft nicht, wo ihre Produkte herkommen.
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"Kinder brauchen Freiräume"

Unicef - vor 7 Stunden 15 Minuten
Unter dem Motto "Kinder brauchen Freiräume" finden heute in ganz Deutschland mehrere hundert Veranstaltungen zum Weltkindertag statt. Damit rufen das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland dazu auf, mehr Möglichkeiten zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu schaffen.
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22.09.2018 1:0 für Afrika: Bundesentwicklungsministerium und TSG Hoffenheim bauen Engagement für mehr Nachhaltigkeit in Afrika aus

BMZ - 22. September 2018 - 15:00
Das BMZ und die TSG 1899 Hoffenheim wollen sich künftig gemeinsam für die Entwicklung Afrikas engagieren. Schwerpunkte sind in Afrika fair produzierte Textilien sowie gemeinsame Sport- und Umweltprojekte. Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller und Dr. Peter Görlich, Geschäftsführer der TSG 1899 Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH, unterzeichneten dazu eine Kooperationsvereinbarung am Rande des Heimspiels gegen Borussia Dortmund....
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Lobbytage in Berlin – ONEYouth18 stürmt das Parlament

ONE - 21. September 2018 - 16:06

Vom 26. bis zum 28. September kommen rund 30 Jugendbotschafter*innen aus ganz Deutschland zusammen, um über den Bundeshaushalt 2019 zu sprechen. In über 20 Lobbygesprächen erinnern wir Politiker*innen an das Versprechen, das Deutschland im Koalitionsvertrag gegeben hat. Demnach sollen 0,7% der Wirtschaftskraft in Entwicklung (Official Development Aid – ODA) investiert werden.

30 Jugendbotschafter*innen kommen zusammen, um für einen starken Entwicklunghaushalt zu werben

Das Schönste Versprechen – ein starker entwicklungspolitischer Haushalt

Das erste Ziel der Sustainable Development Goal (SDG) ist es, extreme Armut zu bekämpfen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss Deutschland sein Versprechen und die ODA-Quote einhalten. Im Kampf gegen extremer Armut suchen wir das Gespräch mit Politiker*innen, um sie an das Versprechen zu erinnern. Das Engagement der Politiker*innen entscheidet über die Zukunft von Millionen von Menschen, die in extremer Armut leben. Deshalb haben wir die Kampagne „Das Schönste Versprechen“ gestartet und unsere Jugendbotschafter*innen machten in den vergangenen Monaten deutschlandweit Druck. Sie sprachen mit den Abgeordneten an ihrem Wohnort, sammelten Unterschriften für unsere Petition und kontaktierten die regionalen Medien.

ONE-Jugendbotschafter*innen vor ihrem Termin mit Staatssekretär Gatzer im Finanzministerium

Gemeinsamer Aktivismus in der Hauptstadt

Nun steht der Höhepunkt unserer Kampagne bevor: Die Jugendbotschafter*innen reisen nach Berlin um in der Hauptstadt nochmal mit vereinten Kräften für einen starken Entwicklunghaushalt zu werben.
In Kleingruppen treffen sie Abgeordnete aus den Bereichen Bundeshaushalt, Entwicklungspolitik und Frauenpolitik zum Gespräch. Außerdem treffen sie gemeinsam den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Norbert Barthle. Neben den politischen Terminen stehen aber auch spannende Workshops auf dem Programm. Wir überlegen uns spannende Kampagnenaktionen und freuen uns riesig, dass unsere Afrikadirektorin Rudo Kwaramba-Kayombo vor Ort sein wird, um über die Arbeit von ONE in Afrika zu berichten.

Jugendbotschafter*innen beim Tag der offenen Tür im BMZ im Gespräch mit Staatssekretär Jäger

Du willst dich auch dafür stark machen, dass Deutschland sein Versprechen für das Ende extremer Armut einhält? Hier unterstützt du unsere Petition an Finanzminister Scholz, Entwicklungsminister Müller und die Mitglieder des deutschen Bundestages. Um während der Lobbytage auf dem Laufenden zu bleiben, folge unserem Hashtag #ONEYouth18.
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agl ist Mitglied in der Klima-Allianz

agl - 21. September 2018 - 14:28

 

Die agl ist als Mitglied in die Klima-Allianz Deutschland eingetreten.

 

Die Klima-Allianz Deutschland ist das breite gesellschaftliche Bündnis für den Klimaschutz. Mit ihren 123 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Umwelt, Kirche, Entwicklung, Bildung, Kultur, Verbraucherschutz, Jugend und Gewerkschaften setzt sie sich für eine ambitionierte Klimapolitik und eine erfolgreiche Energiewende auf lokaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene ein. Ihre Mitgliedsorganisationen repräsentieren zusammen rund 25 Millionen Menschen.

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Automatisierung im Billiglohnland

E+Z - 21. September 2018 - 13:09
Kostenfragen spielen eine große Rolle beim Einsatz von Robotern

Mexiko ist traditionell ein Land mit billigen Arbeitskräften. Lange hat der südliche Nachbar der USA ausländische Investoren vor allem mit niedrigen Produktionskosten ins Land gelockt, die in erster Linie niedrigen Lohnkosten geschuldet waren. Innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat Mexiko den niedrigsten Durchschnittslohn. Der allgemeine Mindestlohn liegt bei 88,36 Pesos pro Tag, was beim derzeitigen Umrechnungskurs nur rund 4,6 Dollar entspricht. In einzelnen Branchen wird allerdings deutlich mehr bezahlt. Die Einkommensungleichheit ist eklatant, und ein Großteil der Arbeit ist informell.

In der Automobilindustrie, einer der wichtigsten Branchen des Landes, verdienen Arbeiter nach Angaben des Center for Automotive Research, einem nicht gewinnorientierten Thinktank im US-Staat Michigan, im Durchschnitt etwas mehr als sieben Dollar pro Stunde. Das angesehene Colegio de México schätzt das Durchschnittseinkommen in der Autoindustrie dagegen nur auf etwas mehr als drei Dollar. Medienberichten zufolge verdienen manche Arbeiter sogar nur zwei Dollar pro Stunde.

In den USA sind hingegen 20 bis 30 Dollar normal. Dieser Unterschied war ein Thema der Verhandlungen zum neuen amerikanisch-mexikanischen Handelsabkommen, das das alte Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) ersetzen soll. Damit Autos künftig zollfrei in den USA verkauft werden dürfen, sollen demnach 40 bis 45 Prozent der Komponenten von Arbeitern produziert werden, die mindestens 16 Dollar pro Stunde verdienen. Autohersteller, die dem nicht nachkommen, müssen 2,5 Prozent Zoll zahlen. Ob ihnen dieser relativ niedrige Satz viel ausmacht, ist nicht klar – und ob es überhaupt so kommt, war zu Redaktionsschluss noch offen, denn Kanada hat dem neuen Abkommen noch nicht zugestimmt. Rechtskräftig ist die vorläufige Vereinbarung noch nicht.

Die neue Regel kehrt den bisherigen Wettbewerbsvorteil billiger Löhne um und stellt einen Anreiz für Autobauer dar, in Ländern mit höheren Durchschnittslöhnen zu produzieren. Sie könnte es aber auch attraktiv machen, die Produktion in Mexiko stärker zu automatisieren. Zudem besteht die Aussicht, dass die Löhne in der Branche steigen.

Wichtiges Importland

Industrieroboter sind bereits auf dem Vormarsch. Nach Angaben des internationalen Verbands der Robotik-Industrie (International Federation of Robotics – IFR) gehört Mexiko zu den wichtigsten Schwellenländern, was den Import betrifft. Demnach führte das Land im Jahr 2016 mehr als 5 900 Industrieroboter ein, 2020 werden es den Prognosen zufolge schon 9 000 Einheiten sein. In der Autoindustrie kommen besonders viele Roboter zum Einsatz. Weitere Branchen, in denen Automatisierung eine Rolle spielt, sind die Lebensmittel-, Tierfutter-, Elektro- und medizintechnische Industrie.

In der Autoindustrie haben Roboter bislang vor allem die körperlich schwersten Arbeiten wie Hebevorgänge übernommen, während nach wie vor viele menschliche Hände für kompliziertere Aufgaben gebraucht werden. In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie werden Roboter außer für Hebevorgänge auch in der Verpackung und Palettierung eingesetzt. Auch im Finanzdienstleistungsbereich machen Computer-Anwendungen menschliche Arbeit überflüssig. Die Bank BBVA kündigte vor kurzem an, im Zuge eines Digitalisierungsprojekts 1 500 Menschen vor die Tür zu setzen.

Automatisierung gewinnt auch in kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) an Bedeutung. Beispielsweise übernehmen Roboter zunehmend Fließbandarbeiten. Es gibt allerdings noch Widerstand gegen diesen Wandel, und da die meisten Jobs in KMU angesiedelt sind, ist noch nicht abzusehen, ob und in welchem Ausmaß die Zahl der Arbeitsplätze durch Automatisierung verändert wird. Laut der Unternehmensberatung McKinsey liegt Mexikos Automatisierungspotenzial bei insgesamt 52 Prozent der Arbeitsplätze. Die verarbeitende Industrie ist prozentual am stärksten betroffen: Dort könnten 64 Prozent der Jobs wegfallen, das sind 4,9 Millionen Arbeitsplätze. In absoluten Zahlen liegt der Einzelhandel an erster Stelle; 5,5 Millionen Jobs oder 51 Prozent sind bedroht. Digitalkassen ermöglichen automatisierte Lagerhaltung und optimierte Lieferketten, wovon vor allem große Supermarktketten profitieren – was aber für Verbraucher und Volkswirtschaft auch vorteilhaft sein kann. Tilman Altenburg vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik empfiehlt, solche Prozesse politisch zu steuern (siehe E+Z/D+C e-Paper 2017/10, S. 38).

Im primären Wirtschaftssektor, zu dem Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei und Jagd gehören, könnten 59 Prozent oder 4,7 Millionen Arbeitsplätze ersetzt werden. Repetitive physische Arbeiten sind dem Bericht zufolge am ehesten geeignet, von Maschinen übernommen zu werden, gefolgt von der Erhebung und Verarbeitung von Daten.

Die tatsächliche Automatisierung hängt laut McKinsey von fünf Faktoren ab. Das sind:

  1. technische Machbarkeit,
  2. Kosten der Automatisierung,
  3. Verfügbarkeit, Fähigkeiten und Kosten von Arbeitskräften, die die entsprechenden Arbeiten ansonsten ausführen würden,
  4. weitere Vorteile der Automatisierung (über die Lohnkostenersparnis hinaus), etwa höhere Präzision, und
  5. regulatorische Bedingungen als Ausdruck der gesellschaftlichen Akzeptanz.

Kostenfragen spielen für unternehmerische Entscheidungen eine große Rolle. Es ist aber beispielsweise nicht klar, ob es auf lange Sicht teurer oder billiger ist, die billigen Arbeitskräfte, die charakteristisch für Mexikos Wirtschaft sind, durch Roboter zu ersetzen. Dieses Dilemma könnte das größte Hindernis für den Einsatz neuer Technologien in der Wirtschaft des Landes darstellen.

Auch die Qualifizierung von Arbeitskräften stellt eine Herausforderung dar. Die Transformation der Produktion erfordert andere Ausbildungsprofile und höhere Spezialisierung (siehe Kasten nächste Seite). Laut McKinsey liegen die wichtigsten Kompetenzen, die die zunehmende Automatisierung und die Einführung künstlicher Intelligenz erfordert, im technischen, sozialen und emotionalen Bereich, während körperliche beziehungsweise manuelle Fertigkeiten langsam, aber sicher an Bedeutung verlieren werden. Darauf müssen sich sowohl das Bildungswesen als auch die Arbeitskräfte erst noch einstellen.

Virginia Mercado ist Wissenschaftlerin an der Universidad Autónoma del Estado de México (UNAM) und Lehrkraft für Friedens- und Entwicklungsstudien.
virmercado@yahoo.com.mx

Quelle

Chui, M., Manyika, J., and Miremadi, M., 2016: Where machines could replace humans – and where they can’t (yet). McKinsey Quarterly, July 2016.
https://www.mckinsey.com/business-functions/digital-mckinsey/our-insights/where-machines-could-replace-humans-and-where-they-cant-yet

https://public.tableau.com/profile/mckinsey.analytics#!/vizhome/InternationalAutomation/WhereMachinesCanReplaceHumans
 

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E+Z/D+C 2018/10 – sw – Patrick Ruether / Vikrom Mathur / Urvashi Aneja

E+Z - 21. September 2018 - 12:10
Digitalisation offers opportunities, but also goes along with huge risks in India

The parking lot at Delhi airport gives you an idea of what the digital future may look like in India. For the barrier to open, you must scan your parking ticket. In most other countries, you would do that yourself. In Delhi, however, you hand over your ticket to someone who will do it for you.

The parking lot uses up-to-date technology, but staff members who are not really needed anymore are still employed. The general assumption is that technology boosts productivity by allowing employers to make workers redundant. It does not seem to apply in Delhi.

This may actually be a good sign, given that some 1 million Indians are estimated to join the labour market every month. Job-killing automation could cause a lot of harm. Foregoing automation, on the other hand, could hamper long-term development. Keeping staff to handle automated processes may seem counter-intuitive to most management consultants, but it makes sense in socio-political terms.

This issue is at the heart of how the future of work and artificial intelligence (AI) are currently being debated in India. At first glance, India seems to be doing pretty well in terms of growth and investment. The economy is expected to grow by around 7.4 %. That is one of the best rates internationally. In 2017, the country improved its World Bank’s Ease of Doing Business ranking by 30 places and rose to the 100th rank.

At second glance, things look more challenging. Growth is mostly driven by government spending (almost 11 % of GDP), not by private consumption or investment. Even more disturbingly, the current growth rate is insufficient for generating the millions of new jobs that India needs. Indeed, India’s unemployment rate is rising.

According to the Centre for Monitoring Indian Economy, around 31 million Indians are currently unemployed (seven percent). This figure, however, can be somewhat misleading because it does not include 270 million Indians living in poverty, many of whom depend on informal employment.

Compounding the employment problems, half of India’s population is still engaged in agriculture, but environmental stress – not least due to climate change – is reducing productivity significantly. If digitalisation is done well, it might have beneficial impacts (see box by Aditi Roy Ghatak). On the other hand, many poor people are still hardly literate – and that may prove an obstacle to rural modernisation.

There can be no doubt, however, that the future of work is critically linked to the future of employment. This is the context in which technology can make a difference – for the worse or the better. As is true of globalisation, digitalisation and technological progress will create winners and losers. In this regard, India does not differ from other countries. Due to its sheer size, however, it may well become the central battleground for “decent digitalisation” in emerging markets. The challenge is two-fold:

  • In the global race for technological leadership, India can build upon its existing and quite reputable IT sector if it adapts to innovation fast. To do so, massive investments in research and development (R&D) and human skills are necessary.
  • India must create high-quality employment that caters to the needs of the young and aspirational generation, in terms of both jobs and livelihoods.

Prashant K. Nanda of the business website livemint.com estimates that out of the one million new job seekers per month, half lack employable skills. According to a similar essay by Dilip Chenoy in the Hindustan Times, nearly 400 million people in India are unskilled.

India’s Industrial Training Institutes used to have a good reputation, but they have lost track of modern industrial production. New centres for skills training are mushrooming, but they seem to be chasing government subsidies and specialising in rent seeking. Most of them do not teach up-to-date vocational skills. Given that they are not rising to today’s challenges, one should not expect them to rise to tomorrow’s challenges. On the other hand, nobody – whether in India, Europe or elsewhere – really knows exactly what skills will be in labour-market demand in the future.

What impact digital technology will have, differs from sector to sector, of course. The Friedrich-Ebert-Stiftung, a foundation linked to Germany’s Social Democrats, recently held a workshop on the matter in the Delhi agglomeration. Leading business experts agreed that the sectors least likely to be affected by digitalisation are construction, domestic and/or care work as well as hospitality.

Business leaders at the FES event expected lay-offs to concern mostly workers with some, but not very sophisticated skills. Repetitive tasks in manufacturing are the easiest targets for automation. This is a common pattern, and it explains why growth often remains jobless.

Mumbai beats Hamburg

Logistics is among the front runners in technological innovation. When talking to trade union members in logistics, one gets a feeling for the enormous challenge ahead. For example, the Jawaharlal Nehru Port in Mumbai is now one of the world’s most digitally controlled ports. It is the largest container port in India and among the global top 25. Currently, it handles 10 million containers annually with a mere 1,700 permanent employees. The comparative figures for the Hamburg Port Authority are 8.8 million containers and 1,800 staff. To judge by these numbers, Mumbai’s port is more digitally advanced than Hamburg’s. In both cities, however, the docks used to be crowded with workers. Now they are empty and digitally managed. The trend is good for business, but bad for employment.

India is famous for its strong ICT sector. Corporations involved in information and communications technology have been making international headlines for about two decades. Nonetheless, even their jobs are not safe. It surprised many when the sector drastically cut jobs last year. The leading corporations – including Infosys, Wipro, Tech Mahindra and HCL – laid off more than 50.000 employees. International competitiveness had suffered due to a lack of investments and innovations, so managers had to adjust.

The ICT sector is supposed to be the future. Its staff members belong to the middle classes and include many women. Job losses in this sector are therefore especially painful. And more bad news seem likely because artificial intelligence is expected to be a game changer. The work done in call centres and comparatively simple computer programme writing may soon be taken over by advanced computer programmes.

Tandem Research and FES are therefore convening a series of six workshops with diverse stakeholders in India – including the government, civil society and private sector. The goal is to collectively evaluate and identify the narratives, social frameworks and key players for shaping AI in India.

The country faces opportunities and challenges. Advances in AI-based technologies could improve the quality, accessibility and affordability of health care and education for under-served populations, for example. On the other hand, unguided AI may cause serious problems in terms of job displacement, data privacy or the transparency of accountability of decision-making by algorithm. Moreover, the gains of progress need to be shared fairly. Broad-based debate is needed to ensure that #AIforALL does not become empty rhetoric.

India must shape new technologies to bring jobs and opportunities to the bottom of the pyramid and to solve persistent development challenges of providing health care, education and a clean environment. In the short term, it is indeed smart to adopt automation technology and keep unskilled staff to operate it – as is the case at Delhi airport’s parking lot.

Patrick Ruether is the representative of Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in India. FES is a non-profit foundation with close ties to Germany’s Social Democrats.
patrick.ruether@fes-india.org
www.fes-india.org

Vikrom Mathur is a co-founder and director of Tandem Research, a Goa-based, multi-disciplinary research collective which specialises in policy advice on technology, society and sustainability.
hello@tandemresearch.org
www.tandemresearch.org

Urvashi Aneja is a co-founder and director of Tandem Research.
hello@tandemresearch.org
www.tandemresearch.org

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UN-Generalsekretär Guterres erwartet ‘neues Engagement’ für globale Regeln und Werte, während sich Staatschefs aller Welt auf den Weg nach New York machen

Vereinte Nationen - 21. September 2018 - 11:46

21. September 2018 - UN-Generalsekretär António Guterres hat sich in einer Pressekonferenz in New York den Fragen der Journalisten gestellt. Dabei hat er betont, dass die UN noch immer „ein unverzichtbarer Rahmen für internationale Kooperation sind“. 

Ein Jahr nach seiner Einführung einer system-übergreifenden Strategie für Geschlechtergleichstellungsstrategie, stellte sich Guterres zunächst Fragen zur Umsetzung der Straegie. Er betonte, dass heute genauso viele Frauen wie Männer die UN-Friedensmissionen weltweit leiten. Dies seien so viele weibliche Leiterinnen wie noch nie zuvor.

Um sexueller Belästigung vorzubeugen und Fälle sexueller Belästigung schneller verfolgen zu können, wurde ein neues und spezialisiertes Team innerhalb des Amtes für interne Aufsichtsdienste gebildet, welches seit Februar eine 24-Stunden-Hotline anbietet, für Fragen und Anliegen innerhalb der UN.

Laut Guterres hätten bisher mehr als 16,000 Mitarbeiter ein neues verpflichtendes Online-training zu Sexueller Belästigung gemacht, und im Oktober wird eine Mitarbeiterumfrage dazu dienen, die Situation innerhalb der Organisation noch besser einschätzen zu können.

Guterres nutzte die Pressekonferenz auch dazu, drei wichtige Sitzungen anzukündigen, die er in den nächsten Tagen einberufen wird.

Bei der ersten Sitzung am Montag wird Guterres sowohl eine neue Strategie mit dem Namen „Youth2030“ als auch die Initiative „Generation Unlimited“ einführen. Beide Strategien sollen dabei helfen, jungen Menschen eine qualitative Bildung zu ermöglichen und Radikalisierung zu verhindern.

In seiner zweite Sitzung am Montag wird Guterres seine Strategie zur Finanzierung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung veröffentlichen.

Guterres verkündete außerdem seine Beteiligung an einem Treffen am Dienstag zur Stärkung der UN-Friedenssicherung als Teil der Initiative „Action for Peacekeeping“.

Mehr Informationen: https://bit.ly/2QOuhl6

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Ein Drittel mehr geflüchtete und migrierte Kinder auf den griechischen Inseln

Unicef - 21. September 2018 - 11:30
Von Januar bis August 2018 ist die Zahl minderjähriger Flüchtlinge und Migranten, die auf den griechischen Inseln eintrafen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32 Prozent gestiegen. Mehr als 7.000 Kinder und Jugendliche kamen über den gefährlichen Seeweg und leben zumeist in überfüllten und unsicheren Unterkünften.
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21. September 2018

ONE - 21. September 2018 - 11:06
  1. OECD fordert mehr Geld von Deutschland für Entwicklungsstatistik

Johannes Jütting, Manager der Partnerschaft für Entwicklungsstatistik im 21. Jahrhundert der OECD, beschreibt in der Außenansicht der Süddeutschen Zeitung, wie Big Data genutzt werden kann, um die Nachhaltigen Entwicklungsziele zu erreichen. Die Agenda 2030 bestehe aus 240 Indikatoren. Um diese zu bilden, werde eine große Menge an Daten benötigt. Diese seien in armen oder fragilen Staaten jedoch nicht oder nur in schlechter Qualität verfügbar. In armen Ländern wachse die Digitalisierung exponentiell schnell. Big Data habe daher ein enormes Potential – jedoch nur, wenn die Daten zugänglich sind und mit anderen Datenquellen kombiniert werden. Dies sei oft nicht der Fall. Zudem sei es nicht möglich, Daten über einen längeren Zeitraum zu erheben. Die Daten seien oft auch nicht repräsentativ. Daher sei es nicht möglich, Armut mit Big Data allein zu messen. Dies ginge nur in Verbindung mit traditioneller Datenerhebung – am besten über öffentlichen Statistikämter. Doch die öffentliche Statistik erhalte weniger als 0,5 Prozent der öffentlichen Entwicklungshilfe. Deutschland habe zwischen 2011 – 2015 37,4 Millionen US-Dollar dafür aufgewendet, das seien nur zwei Prozent der Gesamtunterstützung. Der Koalitionsvertrag sehe vor, Digitalisierung in Entwicklungsländern zu fördern. Der Autor fordert Deutschland auf, die Statistikämter vor Ort stärker einzubeziehen und die öffentliche Statistik stärker zu finanzieren.

  1. Flüchtlingsabkommen mit Nordafrika

Viele Medien, unter anderen DLF24 und das Hamburger Abendblatt schreiben heute über das gestern auf dem informellen EU-Rat in Salzburg geplante Flüchtlingsabkommen mit Nordafrika. Angela Merkel habe Gespräche darüber vor allem mit Ägypten, aber auch mit Tunesien, Marokko und Libyen angekündigt. Ziel sei, dass Bootsflüchtlinge gar nicht über das Mittelmehr nach Europa gelangten, sondern nach der Rettung direkt nach Nordafrika zurückgebracht werden, so der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz. EU-Kommissionspräsident Juncker gehe davon aus, dass es bis Ende 2019 eine Einigung über den EU-Außengrenzschutz geben könne. Angela Merkel habe hinzugefügt, dass bei dem Gipfel erneut klar geworden sei, dass eine enge Partnerschaft mit Afrika nötig ist, um die illegale Migration einzudämmen. Man müsse aber noch lernen, wie man Entwicklungszusammenarbeit und private Investitionen mit diesen Ländern besser hinbekomme.

  1. Hin und Her bei neuer Währung für Zimbabwe

Claudia Bröll schreibt heute in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über das hin und Her bei der Einführung einer neuen Währung für Zimbabwe. Der neue Finanzminister Mthuli Ncube habe erst vor zehn Tagen eine Währungsreform zu seinem Hauptanliegen erklärt. Diese sollte bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Nur wenige Tage später habe der neue Staatspräsident Emmerson Mnangagwa erklärt, es bleibe alles beim Alten, bis sich die wirtschaftliche Lage gebessert habe. Investoren hätten nun weiterhin Mühe, an US-Dollar zu kommen, da in Zimbabwe aktuell mit einer Ersatzwährung, den Bond-Noten, gehandelt würde. Da Zimbabwe über große Bodenschätze verfüge, verfolgten Investoren die Entwicklung des Landes seit dem Sturz von Robert Mugabe sehr genau.

Zimbabwe hatte vor neun Jahren den Zim-Dollar aufgegeben, nachdem er durch Hyperinflation wertlos geworden war. Seitdem werden US-Dollar, der südafrikanische Rand, britische Pfund und der chinesische Yuan offiziell als Zahlungsmittel akzeptiert. Vor zwei Jahren führte Zimbabwe die Bond-Noten ein. Sie haben offiziell den gleichen Wert wie ein US-Dollar, sind im Ausland allerdings wertlos. Ein Umtausch der umgangssprachlich Bollar genannten Währung in US-Dollar bei der Simbabwischen Zentralbank sei sehr schwierig.  Finanzminister Ncube, der international einen sehr guten Ruf genieße und zuvor u.a. Vizepräsident der afrikanischen Entwicklungsbank war, sieht drei Optionen: Die Einführung des Dollar und Abschaffung des „Bollar“, ein Anschluss an Südafrika, Namibia, Lesotho und Swaziland in der Rand-Währungsunion oder die Einführung eines neuen Zim-Dollars. Experten sehen den Anschluss an die Rand-Währungsunion kritisch.

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5 Fragen – 5 Antworten zur Verhütung

DSW - 21. September 2018 - 10:00
Wie steht es um die Verhütung in der Welt? Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen.

Am 26. September ist übrigens Weltverhütungstag. Er soll den Blick darauf lenken, wie wichtig Sexualaufklärung und Verhütung für uns alle ist – und darauf, dass viele Frauen in Entwicklungsländern ihr Recht auf Verhütung noch immer nicht wahrnehmen können. Dabei sollte Verhütung das Natürlichste auf der Welt sein:

1. Wie verhüten die meisten Menschen weltweit?

Während in Deutschland die Antibabypille unangefochten an der Spitze steht, ist die weltweit gängigste Verhütungsmethode mit 30 Prozent die Sterilisation der Frau, gefolgt von der Spirale mit 21 Prozent. Pille und Kondom landen im weltweiten Durchschnitt lediglich auf den Plätzen 3 und 4. Rund jede*r Zehnte „verhütet“ mit traditionellen Methoden – darunter der Coitus Interruptus oder die Zykluskontrolle.

Wenn Frauen die Wahl zwischen verschiedenen Verhütungsmethoden haben, gibt es mehrere Faktoren, die ihre Entscheidung beeinflussen. Dazu zählen gesundheitliche Nebenwirkungen, die einfache Anwendbarkeit und die Präferenz des Partners. In Entwicklungsländern, in denen Frauen häufig gesellschaftlich schwächer gestellt sind, können Frauen die Anwendung von Verhütung gegenüber ihrem Partner oft nicht durchsetzen. Daher sind „unsichtbare“ Methoden wie die Dreimonatsspritze besonders wichtig.

Eine Übersicht über 17 Verhütungsmittel mit Hinweisen zur Anwendung und zu Vor- und Nachteilen bietet die Seite Your Life.

2. Welche Verhütungsmethoden sind besonders wirksam?

Die meisten modernen Verhütungsmethoden sind sehr wirksam, um eine Schwangerschaft zu vermeiden. Das setzt jedoch voraus, dass man sie korrekt und regelmäßig anwendet. Es genügt also nicht, Verhütungsmittel bereitzustellen. Vielmehr müssen auch Informationen darüber vermittelt werden, wie sie anzuwenden sind.

Die Wirksamkeit der verschiedenen Verhütungsmethoden lässt sich daran messen, wie viele Schwangerschaften es pro 100 Frauen im ersten Jahr der Nutzung gibt. Die wenigsten Schwangerschaften (nämlich 1 pro 100 Frauen) gibt es bei Implantaten, Spiralen und der weiblichen Sterilisierung, womit diese als die sichersten Verhütungsmethoden gelten. Die meisten Schwangerschaften gibt es bei den beiden traditionellen Methoden Coitus Interruptus (22) und Zyklusmethoden (24) sowie bei Spermiziden (28). Allerdings schützt selbst die am wenigsten wirksame Methode noch um ein Vielfaches besser vor einer Schwangerschaft als keine Methode. Denn: Von 100 sexuell aktiven Frauen, die auf Verhütung verzichten, werden innerhalb eines Jahres 85 schwanger.

3. Ist Verhütung für jeden selbstverständlich?

In Entwicklungsländern kann jede vierte Frau, die eine Schwangerschaft vermeiden möchte, nicht verhüten. Das sind 214 Millionen Frauen! Während Verhütung für die meisten Frauen in Industrieländern eine Selbstverständlichkeit und leicht zugänglich ist, können Frauen in Afrika südlich der Sahara davon nur träumen. Dort hat jede zweite Frau, die verhüten möchte, keine Möglichkeit dazu. Dabei ist Verhütung ein Menschenrecht!

Ob jemand Verhütungsmittel verwendet oder nicht, ist unter anderem eine Frage der Bildung und des Einkommens. Wenn Frauen keine Verhütungsmittel verwenden, kann es aber auch daran liegen, dass sie mit den verfügbaren unzufrieden sind oder sie Angst vor den Nebenwirkungen haben. Sexualaufklärung, gute Beratungsangebote und ein hochwertigeres Verhütungsmittelangebot sind nötig, um dem entgegenzuwirken.

Das ist vor allem für junge Frauen in Entwicklungsländern lebenswichtig, denn sie sind besonders vom Mangel an Familienplanung betroffen und zugleich besonders hohen Risiken bei einer zu frühen Schwangerschaft ausgesetzt.

4. Welche Folgen hat fehlende Verhütung?

In Entwicklungsländern werden fast 250.000 Mädchen und Frauen ungewollt schwanger – jeden Tag! Pro Jahr sind das 89 Millionen ungewollte Schwangerschaften.

Was hinter diesen Zahlen steckt: Vor allem bei Mädchen und jungen Frauen und bei denjenigen, die eine unsachgemäße Abtreibung durchführen lassen, bedeutet eine ungewollte Schwangerschaft häufig gravierende, teilweise lebenslange gesundheitliche Einschränkungen oder sogar den Tod. So zählen Komplikationen infolge von Schwangerschaft oder Geburt für Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren zu den häufigsten Todesursachen. Hinzu kommt, dass Mädchen in Entwicklungsländern, die schon im Teenageralter schwanger werden, häufig die Schule oder Ausbildung abbrechen müssen. Ein Kreislauf aus Armut und Not beginnt.

Deshalb sind Aufklärung und Familienplanung so wichtig! Investitionen in Familienplanung helfen nicht nur, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden und Leben zu retten. Mit jedem zusätzlich in Familienplanung investierten US-Dollar können 2,30 US-Dollar für schwangerschaftsbezogene Gesundheitsdienste eingespart werden.

Wenn alle Frauen verhüten könnten und Schwangere und Neugeborene eine gute medizinische Versorgung bekämen,

  • würde die Zahl ungewollter Schwangerschaften um 75 Prozent auf 22 Millionen pro Jahr sinken,
  • gäbe es 23 Millionen weniger ungewollte Geburten und 36 Millionen weniger Schwangerschaftsabbrüche,
  • könnte das Leben von 224.000 Müttern und 2,2 Millionen Neugeborenen gerettet werden.
5. Was ist zu tun, damit Verhütung selbstverständlich wird?

Da ist ein ganzer Strauß von Maßnahmen zu nennen: von der Entwicklung neuer Verhütungsmethoden, die auf bessere Akzeptanz bei allen Zielgruppen stoßen, über den Ausbau an Aufklärungs- und Verhütungsangeboten – besonders auch für junge Menschen – bis hin zur Stärkung von Gesundheitssystemen.

Das alles kostet Geld, aber der Rahmen ist überschaubar. Jährlich würde es elf Milliarden US-Dollar kosten, allen Frauen in Entwicklungsländern, die verhüten möchten, die Möglichkeit dazu zu geben. Das sind 5,5 Milliarden US-Dollar mehr, als gegenwärtig in Verhütungsmittel, Personal und Gesundheitssysteme investiert wird. Gefordert sind dabei sowohl die Entwicklungs- als auch die Industrieländer. Mehr Mittel für Verhütung ist gut investiertes Geld und zahlt sich mehrfach aus – sowohl aus menschenrechtlicher als auch aus wirtschaftlicher Sicht.

Und hier noch 5 Fragen – 5 Antworten der etwas anderen Art:
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Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 24.09.2015 und wird jährlich mit neuen Zahlen überarbeitet.

Der Beitrag 5 Fragen – 5 Antworten zur Verhütung erschien zuerst auf DSW.

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Israels Nationalstaatsgesetz

SWP - 21. September 2018 - 0:00

Am 19. Juli 2018 hat das israelische Parlament das sogenannte Nationalstaatsgesetz verabschiedet. Das Gesetz ist in Israel wie auch im internationalen Kontext stark umstritten, obwohl es strenggenommen nur wenige Neuerungen enthält. Seine Be&hsy;fürworter betonen, dass darin nur Realitäten zum Ausdruck kämen. Kritiker machen geltend, das Gesetz diskriminiere Minderheiten, richte sich gegen demo­kratische Werte und unterschlage insbesondere das Prinzip der Gleichheit. Dabei offenbart die Debatte in Israel das gesellschaftliche Spannungsverhältnis zwischen »jüdischer« und »demokratischer« Identität. Zudem zeigt sich, dass die maßgeblichen Unterstützer des Gesetzes auf Regierungsseite weiterreichende Absichten verfolgen, als dessen Wortlaut erkennen lässt. Ihnen geht es darum, jüdische Kollektivrechte über indivi­duelle Rechte und Freiheiten zu stellen. Das Gesetz ist daher auch eine Manifesta­tion derzeitiger Regierungspolitik, die darauf abzielt, Israel weg von einer eher libera­len und hin zu einer majoritären Demokratie zu führen. Insbesondere der Oberste Ge­richtshof als Verteidiger liberaler Prinzipien ist von dieser Politik betroffen.

Anhang: »Grundgesetz: Israel – Nationalstaat des jüdischen Volkes« (PDF)
Übersetzung aus dem Hebräischen von Stefan Wolfrum und Peter Lintl
Das Nationalstaatsgesetz wurde am 19. Juli 2018 von der Knesset beschlossen und trat am 26. Juli 2018 in Kraft.

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4 Jahre Suche nach den 43 Verschwundenen

BfdW - 20. September 2018 - 17:34

Mit der Kampagne „Ayotzinapa. Die Hoffnung liegt in der Wahrheit“ machen Partnerorganisationen von Brot für die Welt und andere auf das Verschwindenlassen aufmerksam. Nach vier Jahren liegt der Fokus der Familienangehörigen auf dem Recht nach Wahrheit und auf der Suche nach den 43 Studenten.

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