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March against Bayer

AgrarKoordination - 18. Mai 2019 - 15:37
friedlicher bunter Protest mit Redebeiträgen und Musik die weltweite Demo für eine gerechte, gentechnikfreie Landwirtschaft
Kategorien: Hamburg, Ticker

Welttuberkulosetag 2019: Im Wettlauf gegen TB-Resistenzen

DSW - vor 5 Stunden 10 Minuten
DSW: Wirksame Behandlungen müssen für mehr Menschen verfügbar werden

Hannover, 22. März 2019. Jede Minute sterben weltweit drei Menschen an Tuberkulose – insgesamt über 1,6 Millionen Menschen jährlich. Damit gehört Tuberkulose (TB) zu den tödlichsten Infektionskrankheiten auf unserem Planeten.

Problematisch sind die weltweit wachsenden Fallzahlen von Infektionen mit Erregern, die gegen die zur Verfügung stehenden Medikamente resistent sind. Dementsprechend dringlich ist die Entwicklung neuer wirksamer Therapien. Hier gibt es vielversprechende Ansätze. Doch um diese zu finanzieren, wären deutlich mehr Investitionen notwendig. Die Finanzierungslücke für die dringend notwendige Forschung und Entwicklung von wirksamen Impfstoffen und Behandlungen beläuft sich laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf 1,3 Milliarden US-Dollar.

Von jährlich zehn Millionen TB-Infektionen werden 3,6 Millionen nicht diagnostiziert. Um das zu ändern braucht Tuberkulose unsere volle Aufmerksamkeit. 69 Prozent der internationalen Finanzmittel im Kampf gegen Tuberkulose kommen vom Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria. Daran erinnerte jetzt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Welttuberkulosetags 2019.

Dazu erklärt Renate Bähr, Geschäftsführerin der DSW: „Seit Bestehen hat der Globale Fonds die Behandlung von fünf Millionen Menschen mit Tuberkulose ermöglicht. In diesem Jahr entscheidet sich, in welcher Höhe der Globale Fonds für die nächsten drei Jahre gefördert wird. Nur wenn alle Geber – auch die Bundesregierung – den Globalen Fonds ausreichend finanzieren, kann er seine ambitionierten Ziele im Bereich Tuberkulose umsetzen und die Todesfälle um die Hälfte verringern. Ohne intensivere Forschungsanstrengungen für bessere und effektivere Medikamente und Diagnostika – besonders für resistente Formen der TB – wird dies nicht erreichbar zu sein.“

Über die DSW

Die DSW ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene nehmen wir Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter.

Mehr zum Thema:

Blogbeitrag: 5 Fragen – 5 Antworten zu Tuberkulose
Blogbeitrag: Armutskrankheiten

 

 

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Biopoli Seminar

AgrarKoordination - vor 5 Stunden 30 Minuten
22. - 24.3.2019 im Haus am Schüberg, Ammersbek bei Hamburg

Sie kennen die Situation: das Sprechen vor Publikum. Sie haben ein wenig oder auch schon erhebliche Erfahrung mit dem Präsentieren von Inhalten und merken dennoch manchmal, dass irgendetwas besser laufen könnte.

Auch erfahrene Sprecher frischen ihre Fertigkeiten dann und wann auf, und jeder kann das Spektrum seiner Fähigkeiten erweitern; hier ist eine Gelegenheit dazu:

Im Rahmen dieses Workshops sind Sie sehr aktiv: Sie trainieren Ihre Stimme, bügeln ggf. kleine Ausspracheprobleme aus, setzen Ihre Körpersprache ein. Sie werden sich Ihrer Kompetenzen noch einmal voll bewusst, und bauen auf diesem Fundament Ihre Fähigkeiten weiter aus.

Ziel ist es, die Erkenntnisse aus diesem Übungsteil anzuwenden in der inhaltlichen Arbeit: wie strukturiere ich Inhalte, Sprechablauf und die Veranstaltung angemessen? Wie gehe ich mit Störungen (bspw. Nervosität, unangenehme Zwischenrufe) um? Und wie gehe ich zufrieden nach Hause?

Inhalte des Workshops:

·         IST-Analyse des Sprechens

·         Übungen zu Atmung, Stimme, Artikulation

·         Übungen für den Körperausdruck – Tipps für mehr Präsenz

·         Souverän und strukturiert Sprechen

·         Aspekte der Interaktion (Information verständlich vermitteln, Dialog mit dem Publikum, Motivation der Zuhörer)

 

Ulrike Fricke ist Logopädin, Sprecherzieherin DGSS und systemischer Coach.

Ihre Tätigkeitsfelder sind u. A. die Aus- und Fortbildung von Hörfunk- und Fernsehjournalisten (ARD.ZDF Medienakademie), Seminartätigkeit für die Universität Hamburg und die Evangelische Medienakademie in Hamburg. Außerdem trainiert und coacht sie Klienten auch individuell in Einzelsitzungen.

Ulrike Fricke lebt seit dem Sommer 2018 in Lüneburg, zuvor hat sie 6 Jahre in Stockholm gelebt

 

Das gesamte Seminarprogramm findet sich hier.

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TOP 19 Versöhnung mit Namibia

#Bundestag - vor 6 Stunden 11 Minuten
89. Sitzung vom 21.03.2019, TOP 19 Versöhnung mit Namibia
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Welttuberkulosetag: Brauchen wir den eigentlich noch?

DSW - vor 6 Stunden 45 Minuten

Im 19. Jahrhundert gehörte Tuberkulose zu den Haupttodesursachen weltweit. Allein in Deutschland starben jedes Jahr hunderttausende Menschen an der Infektionskrankheit. Am 24. März 1892, also vor 127 Jahren, verkündete der Mediziner Robert Koch eine bahnbrechende Entdeckung: Ihm war es gelungen, Infektionserreger und Ansteckungswege gezielt zu identifizieren und so den Weg für Therapien und Präventionsmaßnahmen zu ebnen.

Die Lungenheilanstalt Grabowsee ist heute verfallen.

Früher wurde die Tuberkulose auch als „Schwindsucht“ bezeichnet, da sie im fortgeschrittenen Stadium zu einem starken Gewichtsverlust führt. Auch „Die Motten“ oder „Der weiße Tod“ waren verbreitete Namen.

Die „Schwindsüchtigen“ wurden in Lungenheilanstalten (oder „Mottenburgen“) behandelt, die sich meist in höheren Lagen und weit außerhalb von Städten befanden. Wärme und frische Luft waren die einzigen Erleichterungen, die man den Kranken bieten konnte. In seinem berühmten Roman „Der Zauberberg” beschreibt der Autor Thomas Mann sehr anschaulich und eindringlich den Einfluss, den diese Erkrankung auf alle Bereiche des menschlichen Lebens hatte. Überhaupt begegnet vielen von uns die Tuberkulose heute vor allem im Deutschunterricht: Franz Kafka, Theodor Fontane, Friedrich Schiller – sie alle waren daran erkrankt.

Wegen der seit Mitte des 20. Jahrhunderts zur Verfügung stehenden medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten sowie verbesserter hygienischen Bedingungen, ging die Verbreitung in Europa schnell zurück. Und mit der Zeit verschwand die Schwindsucht aus dem Alltag, die Sanatorien schlossen, verfielen oder wurden zu Kurhäusern. Man könnte denken: Tuberkulose? Irgendwie hatten wir das doch schon überwunden, oder?

Ein Drittel aller Menschen ist infiziert

Doch dieser Eindruck täuscht gewaltig. Denn ein Drittel der Weltbevölkerung ist dem Tuberkulose auslösenden Mycobacterium tuberculosis infiziert und bei ungefähr jedem zehnten dieser Menschen bricht die Krankheit irgendwann aus. Ein geschwächtes Immunsystem erhöht das Risiko.

Zunächst sind Menschen, die lediglich den Erreger in sich tragen, deren Immunsystem jedoch stark genug ist, um ihn unter Kontrolle zu halten, nicht ansteckend. Wenn Tuberkulose jedoch „offen“, also ausgebrochen ist, wird sie über Tröpfcheninfektion übertragen. Dies ist besonders gefährlich, wenn viele Menschen auf engem Raum leben.

Bei wem die Krankheit letztlich ausbricht, ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Am wichtigsten ist jedoch die Stärke des Immunsystems. Wer gesund und gut genährt ist, hat gute Chancen, dass das Immunsystem den Ausbruch der Krankheit verhindern kann und die Infektion ohne Symptome bleibt.

Wer ist von Tuberkulose heute noch gefährdet?

Der Übertragungsweg und die Faktoren für das Ausbrechen der Tuberkulose lassen erahnen, wer von der Krankheit am meisten betroffen ist: Menschen, die in Armut leben. Hinter der häufig genutzten Bezeichnung „Armutskrankheit“ verbirgt sich dabei eine komplexe Ungerechtigkeit: Wer in Armut lebt, ist stärker gefährdet mit dem TB-Erreger infiziert zu werden, stärker gefährdet, dass die Krankheit ausbricht und hat letztlich weniger Chancen auf Hilfe. Der Kampf gegen Tuberkulose ist auch heute noch lange nicht gewonnen.

Dabei gibt es wichtige Maßnahmen, die man treffen kann, um Tuberkulose einzudämmen. Doch dafür darf mangelnde Kaufkraft in Entwicklungsländern nicht als Argument gelten, um die Investitionen in Aufklärungsarbeit, Prävention und Zugang zu Therapien zu vernachlässigen. Darauf soll der 24. März aufmerksam machen. Brauchen wir den Welttuberkulosetag also noch? Solange 1,6 Millionen Menschen jährlich an TB sterben – leider ja.

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21. März 2019

ONE - 21. März 2019 - 16:33

1. Lage in Mosambik verschlimmert sich
Laut ZDF, Süddeutscher Zeitung, Tagesspiegel, Zeit Online, der Welt, und der Deutschen Welle spitzt sich die Lage in Mosambik nach dem Wirbelsturm „Idai“ vor 6 Tagen aufgrund der anhaltenden starken Regenfälle weiter zu. Hunderttausende seien von schweren Überschwemmungen betroffen, zahlreiche Orte von der Außenwelt abgeschnitten. Aufgrund der verheerenden Überschwemmungen habe Mosambiks Regierung nun den Notstand erklärt. Das Ausmaß der Schäden sei immer noch nicht absehbar. Die UN spreche jedoch von der möglicherweise schlimmsten Wetterkatastrophe, die die südliche Hemisphäre bisher erlebt habe. Das Rote Kreuz rechne allein mit bis zu 400 000 zeitweise obdachlosen Menschen. In der zweitgrößten Stadt Beira gebe es immer noch keinen Strom und keine Wasserversorgung, Telefone und Internet funktionieren nicht, die Lebensmittelpreise steigen. Es werde befürchtet, dass sich durch die Überschwemmungen und die zerstörte Infrastruktur schwere Durchfallerkrankungen wie Cholera ausbreiten können.

2. Söder will Äthiopien besuchen
Wie unter anderem die Welt und die Neue Presse melden, wird die erste große Auslandsreise des bayerischen Ministerpräsidenten, Markus Söder, nach Äthiopien gehen. Mit seiner Reise vom 14. bis 18. April wolle der CSU-Vorsitzende ein „klares Signal nach Süden“ setzen. Er wolle die wirtschaftlichen Beziehungen ausbauen sowie Land, Menschen und Kultur besser kennenlernen. Äthiopien und Afrika seien wichtige Märkte der Zukunft. „Deshalb werden wir in Addis Abeba unser Afrikabüro eröffnen“, so Söder. Ziel dieses Büros werde sein, bayerischen Unternehmen beim Zugang auf den dortigen Markt zu helfen. Neben dem Besuch eines Flüchtlingslagers plane er, kirchliche, soziale und ökologische Projekte zu besuchen. Darüber hinaus wolle er Gespräche mit Regierungsvertreter*innen führen.

3. Haushaltentwurf trotz Kritik beschlossen
Unter anderem Tagesschau.de, die Süddeutsche Zeitung, Zeit Online, die Deutsche Welle und die Stuttgarter Nachrichten berichten über den gestern von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) vorgelegten Haushaltsentwurf 2020 und die mittelfristige Finanzplanung bis 2023. Scholz habe den zuvor in die Kritik geratenen Etat für das Entwicklungsministerium verteidigt: Deutschland werde mit dieser Finanzplanung voraussichtlich weiterhin zweitgrößter Geber sogenannter ODA-Mittel bleiben. Wie angekündigt habe Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in einer Protokollnotiz festhalten lassen, dass er mit dem Etat für sein Ministerium nicht einverstanden sei. Wie unter anderem der Westdeutschen Zeitung zu entnehmen ist, äußerte sich Peter Ramsauer (CSU), Vorsitzender des Entwicklungsausschusses des Bundestages, ebenfalls kritisch: „Die Zahlen sind ein ganz klarer Verstoß gegen Buchstaben und Geist des Koalitionsvertrages und damit ein möglicherweise beabsichtigter Sargnagel für diese Regierungskoalition“. Der Neuen Presse zufolge ist auch vonseiten verschiedener Entwicklungsorganisationen heftige Kritik gekommen. Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) habe beispielsweise erklärt, dass eine solche Finanzierung es Deutschland unmöglich mache, seine internationalen Verpflichtungen zu erfüllen und einen fairen Beitrag zur Finanzierung nachhaltiger Entwicklung zu leisten. Auch der Direktor von ONE Deutschland, Stephan Exo-Kreischer, habe von einem „Verrat an all den Menschen, die in extremer Armut leben“, gesprochen.

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Wir werden nicht leise sein! - Die CSW in New York

BfdW - 21. März 2019 - 16:13
Die Tagung der UN-Frauenrechtskommission ist die größte Zusammenkunft innerhalb der Vereinten Nationen, die sich der Gleichstellung der Geschlechter und der Verwirklichung der Frauenrechte widmet. Jedes Jahr nehmen an die 4.000 Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und der UN-Mitgliedstaaten teil.

Aleksandra Kolodziejczyk von Brot für die Welt Österreich befindet sich in New York, wo die Frauenrechtskommission tagt. Sie hat uns einige ihrer Eindrücke im folgenden Text geschildert:

Die 63. Tagung der Kommission findet vom 11.-22. März 2019 in den Vereinten Nationen in New York statt. Sie widmet sich dem Schwerpunktthema "Soziale Sicherheit, öffentliche Dienstleistungen und Infrastruktur für die Gleichstellung und das Empowerment von Mädchen und Frauen“. Soziale Sicherungssysteme können die Lebensgrundlagen sichern und zugleich Sprungbrett für Frauenrechte sein, wie die Vorsitzende der Frauenstatuskommission Geraldine Byrne Nason bei der Eröffnung festgestellt hat. Das Schwerpunktthema betrifft jedenfalls Frauen und Mädchen überall auf der Welt und jeden Tag aufs Neue. So arbeiten UN WOMEN zufolge 740 Millionen Frauen weltweit in der informellen Wirtschaft und haben keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu sozialer Sicherung, zu Gesundheitsleistungen oder Altersvorsorge. Frauen und Mädchen erledigen 2,6-mal so viel unbezahlte Pflege- und Haushaltsarbeit wie Jungen und Männer. Zeit, die zu Lasten ihrer Bildung, Teilhabe am Arbeitsmarkt und Freizeit geht und nicht abgegolten wird. Weiterhin haben 208 Millionen Mädchen weltweit keinen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln.

Die UN-Frauenstatuskommission hat das Mandat, Antworten auf die Menschenrechtsverletzungen von Frauen und Mädchen zu geben und in einem - von allen UN-Mitgliedstaaten ausgehandelten - Abschlussdokument, den agreed conclusions, konkrete Empfehlungen für die Verwirklichung der Frauen- und Mädchenrechte auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene zu formulieren. Ein ambitioniertes Unterfangen, das die teils widerstrebenden Positionen der UN-Mitgliedstaaten zu den alljährlich wiederkehrenden, kontrovers diskutierten Themen wie sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte, sexuelle Orientierung und Gender-Identitäten oder Gewalt gegen Frauen und Mädchen in einem konsensual beschlossenen Dokument zu vereinigen versucht. Die USA, unter der Obama-Administration Verbündete der progressiven Stimmen im Verhandlungsprozess, haben seit dem Wahlsieg von Donald Trump die Seite gewechselt und verschärfen den konservativen frauenpolitischen Kurs von Jahr zu Jahr. Ein von Foreign Policy aufgegriffenes Strategiepapier der US-Delegation enthüllt das Bestreben der USA, den Begriff "Gender" durch "Frauen und Mädchen" in dem Abschlussdokument zu ersetzen. Rückschrittliche und zum Teil radikale Positionen der USA und somit Widerstand in den Verhandlungen in Bezug auf Klimawandel, reproduktive und sexuelle Gesundheit und Rechte sowie LGBTIQ Menschen sind zu erwarten und geben anderen konservativen Kräften Rückenstärkung.

Große Teile der nach New York angereisten Zivilgesellschaft geben sich jedoch kritisch und entschlossen, die Inhalte des Abschlussdokuments im progressiven Sinne zu beeinflussen.  In zahlreichen Veranstaltungen diskutieren Frauenrechtsaktivistinnen, NGO-Vertreterinnen und betroffene Frauen Themen wie die Arbeitsbedingungen und die Geschlechterungerechtigkeiten im Gesundheits- und Pflegebereich, die unbezahlte reproduktive Arbeit von Frauen und die Frage nach ihrer Umverteilung und Wertschätzung, Austeritätspolitiken und deren Auswirkungen auf Frauen und Mädchen, gender-transformative WASH (Water, Sanitation and Hygiene)-Maßnahmen oder die Rolle von privaten Dienstleistern beim Anbieten von sozialen Dienstleistungen.

Aus der Kritik an gender-blinden Handelsabkommen und deren negativen Auswirkungen auf Frauen und Mädchen ist die „Gender and Trade Coalition“ während der Tagung der UN-Frauenstatuskommission gelauncht worden. Rund 200 feministische Organisationen wollen zusammen in der „Gender and Trade Coalition“ die negativen Auswirkungen von Handelsabkommen auf Frauenrechte aufzeigen und Auswege aus den strukturellen Ursachen für Menschenrechtsverletzungen von Frauen suchen. Die UN-Frauenstatuskommission wurde auch zum Anlass genommen, die Globalen Aktionstage „Make Taxes Work For Women!“ (8.-22. März) bekannter zu machen. Die Bewegung für Steuergerechtigkeit fordert die Staaten auf, hoch qualitative, zugängliche und inklusive soziale Dienstleistungen und Infrastruktur anzubieten, die über Unternehmenssteuern finanziert werden sollen. Geht es nach den Initiatorinnen der „Make Taxes Work For Women!“–Aktionstage, sollen Steuervermeidung und Steuerflucht von multinationalen Unternehmen beendet, Unternehmenssteuern angehoben und staatliche Steuererleichterungen für diese abgeschafft werden.

Zusammen lässt sich bekanntlich mehr bewegen. Gerade auch auf der UN-Frauenstatuskommission braucht es vereinte Kräfte, um das Maximale für die Verwirklichung der Menschenrechte von Frauen und Mädchen weltweit herauszuholen. Morgen wird sich zeigen, inwieweit das Abschlussdokument einen substantiellen Beitrag dazu leisten kann.

Thema (BfdW) : Soziale SicherheitGeschlechtergerechtigkeitFrauenMenschenrechte
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Aktiv gegen Frauen-Altersarmut

Engagement Global - 21. März 2019 - 15:45
Mitarbeitende von Engagement Global hatten am 20. März die Chance, sich über Ursachen von Frauen-Altersarmut zu informieren. Foto: Engagement Global

Wer die Familienarbeit übernimmt, sei es in der Kindererziehung- und -betreuung oder in der Pflege von Familienangehörigen, steckt privat und beruflich oft zurück. Vor allem Frauen unterbrechen ihre Arbeit, um sich stärker der Familie zu widmen. Die traditionelle Rollenverteilung ordnet Frauen noch immer „frauentypische“ Berufe mit einem geringeren Einkommen im Vergleich zu Männern zu, was oft Frauenarmut in der Rente zur Folge hat. Laut Statistischem Bundesamt verdient eine Frau in Deutschland im Schnitt 21 Prozent weniger pro Arbeitsstunde als ein Mann. Der Equal Pay Day, der dieses Jahr auf den 18. März fiel, macht auf diesen Missstand aufmerksam und markiert symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Der Tag markiert den Zeitpunkt, bis zu dem Frauen arbeiten müssen, um das gleiche Einkommen zu erzielen, das Männer im Vorjahr erhalten. Frauen müssen demnach 77 Tage länger – nämlich bis zum 18. März 2019 – arbeiten, um auf den Betrag zu kommen, den Männer bereits am 31. Dezember 2018 erreicht haben.

Die Engagement Global gGmbH macht sich nicht nur in ihrer Arbeit für die Förderung von Frauen und ihren Rechten stark, sondern informiert auch die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Themen rund um Gleichstellung. Bei Engagement Global in Bonn sowie in der Außenstelle Berlin wurde anlässlich des internationalen Frauentages und des Women’s History Month (Monat der Frauengeschichte), der die Errungenschaften von Frauen in der Geschichte hervorheben will, über das Problem der Altersarmut von Frauen gesprochen. Bei den von der Gleichstellungsbeauftragten Heidi Thiemann organisierten Veranstaltungen wurde darüber diskutiert, welche Folgen Teilzeitarbeit auf die Rente haben können.

Außerdem stellten die Fachwirtin für Finanzdienstleistung Brigitta Kunert sowie Barbara Rune, Geschäftsführerin Rune Finanz GmbH, Konterstrategien zum Schutz vor Altersarmut im privaten und im staatlichen Bereich vor. „Lieber unromantisch als arm“, bemerkte eine der Finanzexpertinnen und plädierte damit für einen offenen Umgang mit Vorsorge und Finanzen in Beziehungen. Sie betonten wie wichtig eine Analyse der eigenen Situation und ein frühzeitiges Handeln sind. Dass ein Mann keine Altersversicherung ist, darüber waren sich alle einig. Es entstand eine lebhafte Diskussionen mit den Mitarbeitenden, die von ihren bisherigen Berührungspunkten mit den Themen Rente und Vorsorge berichteten. Zudem wurde auf die Wirkung der gewählten Instrumente privater und staatlicher Altersvorsorge vor dem Hintergrund einer sich immer weiter verändernden Demographie, welche sich auf das Rentenniveau auswirkt, eingegangen.

Ansprechperson

Heidi Thiemann
Gleichstellungsbeautragte
gleichstellungsbeauftragte@engagement-global.de

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21.03.2019 Minister Müller zum Weltwassertag: Klimawandel verschärft weltweiten Wassermangel

BMZ - 21. März 2019 - 15:00
Weltweit wird immer mehr Wasser benötigt. Bis 2050 wird sich der Wasserverbrauch sogar noch verdoppeln. Die Gründe dafür sind die wachsende Weltbevölkerung, der steigende Pro-Kopf-Verbrauch und der Klimawandel. Entwicklungsminister Müller: "Wasser ist die kostbarste Ressource der Menschheit. Aber mehr als zwei Milliarden Menschen leiden unter großer Wasserknappheit. Nur ein Viertel der Bevölkerung Subsahara-Afrikas hat überhaupt Zugang zu sauberem ...
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Nachhaltig die Welt gestalten mit dem Song Contest

Engagement Global Presse - 21. März 2019 - 14:49
Das Abschlusskonzert des Song Contests in Berlin im Juni 2018. Foto: Lena Siebrasse

Musik bringt Menschen unterschiedlicher Generationen, Herkunft, Kulturen und Religionen zusammen, transportiert Emotionen und überwindet Grenzen. Nicht umsonst wird sie auch als Sprache der Welt bezeichnet. Um Musik dreht es sich auch beim Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“, der gerade in die dritte Runde gestartet ist und Kinder und Jugendliche aus Deutschland und vielen anderen Ländern aufruft, sich musikalisch mit Themen globaler Entwicklung auseinanderzusetzen. Wie stellen sich junge Menschen die Gestaltung ihrer Zukunft vor? Welche Probleme und Lösungen sehen sie? Was macht ihnen Hoffnung? Ihre Gedanken und Gefühle können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in eigenen Songs präsentieren. Unterstützt wird der Wettbewerb von prominenten Patinnen und Paten, darunter Musiker EES, Sängerin Jamie-Lee, Fernsehmoderatorin Jess sowie die Bands KAFVKA und Banda Internationale.

Der Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“ ist eine Begleitmaßnahme zum Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ und wird von Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt. Ziel der beiden Aktionen ist es, zentrale Themen der Globalisierung stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rücken und dazu aufzufordern, sich an der nachhaltigen Gestaltung der EINEN WELT aktiv zu beteiligen.

Am Song Contest teilnehmen können Solokünstlerinnen und -künstler, Bands, Chöre und alle, die Spaß an Musik haben und zwischen zehn und 25 Jahre alt sind, indem sie ihre selbst geschriebenen und selbst komponierten Songs bis zum 25. Juni 2019 online auf www.eineweltsong.de einreichen. Nach dem Einsendeschluss ermittelt eine Vorjury eine Finalistenauswahl, aus der die Hauptjury in zwei Schritten den EINE WELT-Song sowie die Platzierungen 2 bis 30 bestimmt und die drei Sonderpreise „Afrika“, „Lateinamerika“ und „Bestes Video“ vergibt. Zudem kann im Rahmen eines öffentlichen User-Votings für den eigenen Favoriten-Song abgestimmt werden. Der Song mit den meisten Stimmen wird mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Studioaufnahmen, Preisgelder, Live-Auftritte und vieles mehr zu gewinnen

Die Songs der Plätze 1 bis 20 sowie des Afrika- und des Lateinamerika-Sonderpreises und des Publikumspreises werden im Studio aufgenommen und auf einem EINE-WELT-Album veröffentlicht. Der erstplatzierte Song – der EINE WELT-Song – begleitet zudem die neunte Runde des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik als Hymne und wird mit der Produktion eines professionellen Musikvideos prämiert. Insgesamt winken Geld- und Sachpreise im Wert von über 70.000 Euro, darunter Preisgelder, Live-Auftritte, personalisierte Urkunden sowie Workshops aus den Bereichen Musik, Performance, Tanz, Medien und vieles mehr.

Nützliche Tipps für Themenfindung, Komposition und Songwriting

Teilnehmerinnen und Teilnehmer finden auf der Website des Song Contests neben allen wichtigen Informationen zum Wettbewerb und den Teilnahmebedingungen auch nützliche Tipps für die Erarbeitung eines eigenen Songs. Lehrerinnen und Lehrern, die mit einer Klasse, einer AG oder einem Chor ein Musikprojekt zum Song Contest realisieren möchten, stehen zudem Arbeitsblätter und Unterrichtsmaterialien zum Download zur Verfügung.

Die Liste der zugelassenen Teilnehmerländer außerhalb Deutschlands gibt es hier:

Zum Download

Ansprechpersonen

Bianca Klüser
Engagement Global gGmbH
Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“
Telefon 0228 20 717-307
bianca.klueser@engagement-global.de

oder

Beate Wiese
wiese pr Agentur für Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 030 60945180
einewelt@wiese-pr.de

Weitere Informationen
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Einladung zur Fachtagung Entwicklungspolitik in Brandenburg

Engagement Global - 21. März 2019 - 13:15
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft kommen bei der Fachtagung zusammen. Foto: VENROB e.V./Heike Möller

Am Freitag, 22. März 2019, findet in Potsdam die Fachtagung Entwicklungspolitik in Brandenburg statt. Ziel der Veranstaltung ist es konkrete Empfehlungen für die Entwicklungspolitik der Landesregierung herauszuarbeiten.

Die Außenstelle Berlin-Brandenburg von Engagement Global lädt in Kooperation mit dem Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs (VENROB e.V.), sowie der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft (BBAG e.V.) Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, (Kommunal-)Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zum kritischen und konstruktiven Austausch in die Landeshauptstadt ein.

Wir freuen uns auf einen kritischen und konstruktiven Austausch mit Fachpublikum und interessierter Öffentlichkeit.

Veranstaltungsort

ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg
Babelsberger Str. 21
14473 Potsdam

Aktuelle Bedarfe, Ansätze und Rahmenbedingungen der entwicklungspolitischen Arbeit auf kommunaler Ebene sowie im Bereich der Bildungsarbeit sollen herausgearbeitet und Impulse für konkrete Vorhaben gesetzt werden. Drei wesentliche Aspekte erhalten in der Fachtagung besondere Aufmerksamkeit:

1. Diskussion und Weiterarbeit am Strategiepapier des Round Table Entwicklungspolitik Brandenburg: „Austausch fördern – Menschen überzeugen – Akzente setzen. Nachhaltige Entwicklung im Land Brandenburg mitgestalten“

2. Entwicklungspolitische Inlandsarbeit, insbesondere Bildung im Bereich des Globalen Lernens bzw. Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Wie können wir uns im Kontext von Rechtspopulismus / -extremismus und Rassismus (nicht nur) im ländlichen Raum positionieren und stärken?

3. Entwicklungspolitische Themen als Aufgabe der Kommunalpolitik. Wie können Kommunen dazu stärker motiviert und dabei unterstützt werden?

Ansprechperson

Inka Lange
Telefon +49 30 25482 212
inka.lange@engagement-global.de

Weitere Informationen
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UN-Tribunal: lebenslange Haft für Karadžić

Vereinte Nationen - 21. März 2019 - 12:58

Ein Berufungsgericht der Vereinten Nationen hat die vorerst verhängte Strafe von 40 Jahren Haft für den ehemaligen bosnischen Serbenführer Radovan Karadžić auf eine lebenslange Haftstrafe erweitert.

Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) hat den Serbenführer bereits 2016 wegen Völkermords und Kriegsverbrechen für schuldig erklärt. Karadžić wird verantwortlich für die Planung des Massakers von Srebrenica 1996 gemacht, bei dem an die 8000 bosnischen Serben ums Leben kamen.

Die Folgen des Massakers beschrieb das Tribunal damals als "Szenen aus der Hölle". Karadžić ist auch verantwortlich für die dreijährige Belagerung von Sarajevo, die zum Tode von schätzungsweise 10.000 Zivilisten führte.

Am Mittwoch hat die Berufungskammer des ICTY-Nachfolgers, der Haager Zweigstelle des Internationalen Residualmechanismus für UN-Strafgerichtshöfe, das Urteil von 2016 weitgehend bestätigt und dafür gesorgt, dass Herr Karadžić nun lebenslang für seine Verbrechen in Haft muss.

Laut Adama Dieng, UN-Sonderberater für die Verhütung von Völkermord, bestätigt das Urteil die Rechenschaftspflicht. Gleichzeitig warnte er aber davor, dass solche Gerichtsentscheidungen den gespaltenen Gemeinschaften keine echte Versöhnung bringen.

"Ein echter Wandel in der Gesellschaft", sagte er, "kann nur durch Selbstreflexion, Akzeptanz sowie konsequente und kollektive Bemühungen um Fortschritte erwachsen. Es erfordert harte Arbeit und Ausdauer. Und es bedarf auch eines nachhaltigen Beitrags zu Versöhnung und Vertrauensbildung sowie einen konstruktiven und sinnvollen Dialog zwischen politischen und sozialen Führungskräften und Bürgern."

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A Fatal Attraction - Business engagement with the 2030 Agenda

Global Policy Forum - 21. März 2019 - 12:09

Governments have dedicated a pivotal role to the private sector in the implementation and financing of the 2030 Agenda and the SDGs. This has pushed a turn towards the private sector, the promotion of multi-stakeholder partnerships between public and private actors. However, far too often there is a considerable gap between the social and environmental commitments companies make publicly in political fora like the UN and the actual effects of their production patterns and investment strategies on people and the environment. A new working paper, published by Brot für die Welt, Global Policy Forum and MISERERO provides an overview of the ways and means by which the UN involves business actors in the debates around the implementation of the 2030 Agenda. It describes new initiatives and alliances of business actors around SDG implementation at the international level, and their main messages and policy proposals. With a few selected examples it contrasts the sustainability rhetoric of corporations with their business reality. And finally, the working paper draws conclusions and formulates recommendations for policymakers on how to increase the benefits of UN-business interactions in implementing the 2030 Agenda - and how to reduce associated risks and negative side effects.

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Tax expenditure and the treatment of tax incentives for investment

DIE - 21. März 2019 - 11:33
Governments use tax expenditures to boost investment, innovation and employment. However, these schemes are largely opaque, costly and often ineffective in reaching their stated goals. They also frequently trigger unwanted side effects. In order to improve the performance of these tools, the authors present three concrete policy proposals: First, governments should increase transparency on tax benefits. G20 members should take the lead on this with frequent and comprehensive tax expenditure reports. Second, G20 governments should improve the design of tax incentives with the aim of minimizing the generation of windfall profits and negative spillover effects within and across (in particular, on poorer) countries. Third, governments should phase out tax expenditures that are environmentally harmful, including tax incentives for fossil fuels and other schemes that promote an unsustainable use of natural resources.
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