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Global Landscapes Forum (GLF) Bonn Digital Conference 2020

DIE Blog - 29. Juni 2020 - 12:31

Mariya Aleksandrova und Michael Brüntrup vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) gestalteten einen Dialog-orientierten Nachmittag im virtuellen Global Landscape Forum (GLF) 2020. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Partnern der Universität Bonn, der United Nation Convention to Combat Desertification (UNCCD) und der Rangeland Initiative des International Livestock Research Institute (ILRI),  organisierten sie drei zusammenhängende Sessions zum Nexus „Dürrerisikomanagement, Management natürlicher Ressourcen und Soziale Sicherung“. Aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) konnte der neue deutsche „Focal Point“ für die UNCCD, Frau Christa Franke, für eine Grußbotschaft gewonnen werden.

Eine abwechslungsreiche Mischung von drei Paneldiskussionen und 23 Videoclips als thematische Inputs – fast alle eigens für diese Veranstaltung durch das DIE produziert, bildeten den DIE-Beitrag.

Ein ungewöhnliches Highlight war die Ansprache von ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti, die die “orbitale Perspektive (…) auf die Aktivitäten zur Erhaltung des Klimas, der Biosphäre, der Landschaft und besonders der Landwirtschaft und Ernährungssicherheit” einbrachte und einige der Dienstleistungen aufführte, die die Raumfahrt dazu beitragen kann. In der letzten Session wurde unter anderem anhand von kurzen Ansprachen von Klima-Aktivist*innen aus Uganda sehr drastisch verdeutlicht, wie sehr die Corona-Krise und auch Dürren arme Menschen in armen Ländern beeinträchtigen. Akteure im Bereich Soziale Sicherung, Ressourcen- und Klimaschutz sowie Landwirtschaft sind gemeinsam gefordert, sich dem entgegenzustemmen. Christoph Strupat, DIE, konnte einige dieser Zusammenhänge anhand von Ergebnissen aus Interventions-Experimenten in Malawi eindeutig belegen.

Ein (vorläufiger) Gesamtmitschnitt ist hier zu finden.

Das GLF 2020 war schon lange vor der COVID-Pandemie als virtuelle Veranstaltung geplant gewesen, um ein Zeichen zu setzen, dass große Konferenzen und globaler Dialog auch ohne ressourcen-intensive Reisebewegungen  möglich und sinnvoll sind. Mit dem Ausbruch der Corona-Krise bekam dies nochmal eine besondere Dynamik und Bedeutung. Dem trugauch das Motto „Food in the time of crises“ Rechnung. Mit fast 5000 (einen Obolus von 10 US-Dollar) zahlenden Teilnehmer*innen aus 146 Ländern und allen gesellschaftlichen Bereichen ist dies eindrucksvoll gelungen. Die Teilnehmer*innen konnten frei zwischen den Sessions wechseln und sich mit den Vortragenden und untereinander austauschen; außerdem wurden die sozialen Medien intensiv bedient, die dort erzielte Reichweite beläuft sich auf  ca. 50 Millionen Kontakte.

Insgesamt zeigte diese Konferenz viele neue Möglichkeiten für globale Interaktionen auf. Gleichzeitig wurde deutlich, dass auch digitale Formate von allen einer intensiven Vorbereitung bedürfen und sie gleichzeitig physische Treffen nicht völlig ersetzen können.

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Covid-19, Development Policy and Science

DIE Blog - 29. Juni 2020 - 12:05

Anna-Katharina Hornidge, ©DIE

On 23 June, Anna-Katharina Hornidge, Director of the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE), addressed the General Assembly of the Working Group on Global Responsibility, the umbrella organisation of development and humanitarian organisations in Austria. The event focused on the impact of the COVID-19 pandemic on the future of development policy.

In her statement, Anna-Katharina Hornidge referred to a proposal made by Horst Köhler, former President of Germany, in 2017 to understand development policy as interdependence policy. What does close, mutual interdependence mean under the current conditions? What does it mean for a policy that is neither based on fear of the neighbour nor on the conviction that we want to help our neighbour as a much stronger partner – but for a policy that is to be understood as a structural policy for international cooperation that makes the global common good possible?

Such a development policy, according to Hornidge, should focus on three areas in particular: (a) the cultivation and expansion of transregional and global levels of understanding, including the active containment of nationalisms in dealing with the pandemic in the short and medium term, (b) the reduction of social inequalities, the expansion of health and education systems in the medium-term promotion of social crisis resilience, as well as (c) the consistent pursuit of the transformation of our production systems and consumption patterns towards a sustainable use of the resources of our planet, and as a precautionary measure with regard to future crises, which, similar to the current one, stem from the imbalance between man and nature.

On 24 June, Anna-Katharina-Hornidge gave an input to an online workshop on „COVID 19 and the development policy work of NRW actors“, jointly organized by the One World Network NRW and the State Chancellery of North Rhine-Westphalia. The workshop focused on the question of the extent to which the scientific landscape of North Rhine-Westphalia can contribute to the development policy measures of the state and in cooperation with civil society actors, with a special focus on the partner country Ghana. This was discussed by Ms Hornidge along the development policy guidelines of the State of North Rhine-Westphalia. She referred to DIE’s work at the interface between science and politics, also in the support of South-South cooperation in the context of Think Tanks 20 (T20), a network of research institutes and think tanks from the G20 countries, as well as in the context of the Bonn Alliance for Sustainability Research.

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Neues EU-Projekt von VENRO: Auch Zivilgesellschaft kann Trio

VENRO - 29. Juni 2020 - 10:00

Deutschland, Portugal, Slowenien – diese drei Länder übernehmen in den nächsten 18 Monaten nacheinander für jeweils ein halbes Jahr den Vorsitz im Rat der Europäischen Union (EU). Gemeinsam bilden sie auch eine Trio-Präsidentschaft, die von einem zivilgesellschaftlichen Trio unter der Leitung von VENRO begleitet wird.

Entscheidungen auf europäischer Ebene wirken sich mehr und mehr auf die Arbeit entwicklungspolitischer und humanitärer Organisationen aus. Einzelne zivilgesellschaftliche Akteure können jedoch komplexe Themen wie die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU, die Pandemiebekämpfung, EU-Handelsabkommen oder ein europäisches Lieferkettengesetz kaum angemessen bearbeiten. Europäische Vernetzung ist unerlässlich, um politische Prozesse in der EU besser verstehen und beeinflussen zu können.

VENRO und die beiden nationalen Verbände Plataforma Portuguesa das ONGD (Plataforma ONGD, Portugal) und Slovenian Global Action (SLOGA, Slowenien) werden während der Trio-Präsidentschaft ihrer Länder eng zusammenarbeiten, um die europäische Entwicklungspolitik und Maßnahmen in anderen relevanten Politikbereichen kritisch zu hinterfragen. Ein wichtiger Partner des zivilgesellschaftlichen Trios ist der in Brüssel ansässige europäische Dachverband Confederation for Cooperation of Relief and Development NGOs (CONCORD), der mehr als 2.600 europäische Nichtregierungsorganisationen repräsentiert, unter ihnen Plataforma ONGD, SLOGA und VENRO.

Die drei nationalen Plattformen und CONCORD werden sich unter dem Motto “Towards an open, fair and sustainable Europe in the world” vor allem für eine faire Partnerschaft zwischen Afrika und Europa einsetzen. Während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft von Juli bis Dezember 2020 werden die vier Partner unter anderem aktiv an der Afrika-Konferenz des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) im September und dem AU-EU-Gipfel im Oktober teilnehmen.

Die Informations- und Kampagnenarbeit richtet sich bei diesen und anderen Gelegenheiten nicht allein an europäische Institutionen und nationale Regierungen, sondern auch an eine breitere europäische Öffentlichkeit. Ziel der gemeinsamen Aktivitäten ist es, das Verständnis für globale Zusammenhänge und die Dringlichkeit für nachhaltige und verantwortliche europäische Politik zu erhöhen.

Das zivilgesellschaftliche Trio arbeitet aber auch mit außereuropäischen Partner_innen zusammen. So hat VENRO im Mai das “Digital Africa Forum 2020“ ausgerichtet, um gemeinsam mit rund 70 Organisationen aus mehr als 20 afrikanischen Ländern sowie aus Deutschland und Europa in einem Positionspapier konkrete Forderungen an die deutsche Bundesregierung zu richten.

Die Aktivitäten des zivilgesellschaftlichen Trios aus Deutschland, Portugal und Slowenien werden von VENRO koordiniert. Das Projekt ist der zweite Teil eines dreijährigen Vorhabens, das von der Europäischen Kommission finanziert wird. Zuvor hatten bereits die nationalen Plattformen aus Finnland, Kroatien und Rumänien zusammengearbeitet. Eine Fortführung dieser Trio-Zusammenarbeit ist auch über 2021 hinaus geplant.

Lesen Sie hier unser Positionspapier „Für eine faire Partnerschaft zwischen Afrika und Europa“, in dem wir die zivilgesellschaftlichen Forderungen zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 formuliert haben. Die englische Version unserer Forderungen finden Sie hier.

LHÜ-Info Juni 2020

SID Blog - 28. Juni 2020 - 20:20

Household bargaining over pro-social decisions: Evidence from Egypt

GIGA Event - 25. Juni 2020 - 9:31
Lecture by Jun.-Prof. Dr. Gerhard Riener Virtual Event GIGA Seminar in Socio-Economics Referent*innen [Jun.-Prof. Dr. Gerhard Riener](https://www.dice.hhu.de/diceteam/professorinnen-und-professoren/riener.html) (University of Düsseldorf ) Forschungsschwerpunkte Wachstum und Entwicklung Anmeldung erforderlich

Globalisation is on the ventilator – Long live globalism!

DIE Blog - 17. Juni 2020 - 14:00
Globalisation Unmasked

The world is grappling with a deadly pandemic unleashed on the planet by the Corona Virus (SARS-CoV-2/ HCoV-19). In its wake, the votaries of globalisation who have been espousing the cause of a borderless world of business with seamless flow of international trade, capital and even human resources across the world seem to be stung by a creepy realization whether the paeans sung by them were all worth the effort. More than the social and cultural aspects of globalisation, its economic manifestation in the form of product market integration with concomitant cross-border value chains has been credited with having contributed richly to the growth of the global and national economies. Today, more than half the world has locked down their economic, social, political and cultural activities to arrest the spread of the corona virus that has already infected nearly eight million patients world-wide and claimed over four hundred thousand lives as on the 15 June, 2020.

Amidst murmurs of economic distancing between nations, that are getting louder by the day, the future of globalisation has never been more volatile, uncertain, complex and ambiguous (VUCA), echoing the paradigm that scholars of strategic management cite so often in academic conversations. Perhaps, it is time to search for a more benign and less competitive paradigm of economic and social interdependence that values the human urge to exchange ‘value’ in a win-win mode rather than the fire in the belly form of one upmanship that globalisation has come to represent.

The most strident note in this regard was struck by Roberto Azevedo, Director General of the Geneva based World Trade Organization (WTO), when he went on record with an observation that ‘the COVID-19 has completely upended the global economy and with it international trade’. The global trade body projected that „trade in 2020 will fall steeply in every region of the world, and basically across all sectors of the economy”. The European Union is under severe duress as Italy has formally complained of lack of support from fellow members in the face of the pandemic and many countries including Australia, India and Spain are rewriting their foreign investment rules to fob off what they see as foreign raiders from China who are busy scouting and shopping for ‘distressed assets’ in this time of unprecedented human crisis. Chaotic reports of medical supplies destined for one nation being appropriated by another would have seemed bizarre only a quarter ago With developed and developing economies battling recessionary pressures, clearly, the post-COVID world is unlikely to be the same.

Context and Character of Globalisation

The pandemic and its associated stress being experienced by the world may neither be the direct cause or consequence of globalisation. However, it would be naïve to dismiss any link between the two. The socio-cultural, economic and technological context for globalisation was set by a huge body of literature in economic and trade theory of the last half a century that emphasized unbridled access to capital, goods and services as the key to accelerated economic growth and alleviation of poverty. Theodore Levitt, famously argued in an article for the Harvard Business Review (May, 1983) that “everywhere, everything gets more and more like everything else as the world’s preference structure is relentlessly homogenized…This makes the multinational corporation obsolete and the global corporation absolute”. As corporations began to compete fiercely for global competitiveness, the nation-state soon became a part of the rat race for trade supremacy which also provided a conduit for political hegemony. Developing economies of Asia and Africa were left with little choice but to jump on the bandwagon called globalisation during the nineties, with liberalisation and privatisation as integral parts of the package of structural reforms.

The character of globalisation rapidly became synonymous with competition and competitiveness at all levels –nations, corporations, societies and individuals, as its leitmotif. Neither the East Asian crisis of late nineties nor the global financial meltdown triggered by the American sub-prime crisis in the last decade, dampened either the spirit or the scope of globalisation. In their search for competitive advantage to meet the rising expectations of investors and stakeholders, corporations and their executives found it convenient to prioritize ends over means. The manner in which regulatory institutions for good governance have been systemically subjugated and influenced in recent decades by powerful corporations, presents a ubiquitous and infectious picture of shared learning and practice. The degree may vary but the sabotage that processes designed to protect and preserve healthy public opinion have suffered, across nations and regions, is a refreshingly familiar narrative- an absolute global product. It took a virus to halt this dystopian juggernaut. Globalisation, howsoever transient it might prove to be, seems right now on the ventilator.

A new world order is, indeed, the need of the hour. This economic ‘respite’ in the back drop of fractured global and local supply chains, disrupted industry value chains and loss of livelihoods and employment for millions of people should direct us to pause and reflect on how the new world order could potentially be shaped.

From Globalisation to Globalism

The picture of globalisation etched above does not seek to attribute entire blame to the COVID crisis. There is ample evidence to support the advancement of transnational and global cooperation for the good of humanity. It is just that the eerie silence generated by the pandemic does not give the comfort to believe that such outbreaks will not repeat in future or that the trade wars and rivalries that erupted in recent decades do not bear any nexus with the virus. The conspiracy theories and video clips doing the rounds in the social and even some mainstream media should be ignored with all emphasis that one can command.

Yet, it would be prudent to revisit the paradigm of globalisation. This review is not aimed at hindering or reversing its flow but is an effort to impart a more humane form to the spirit and scope of globalisation. This would ensure protection of the vulnerable, so that the bakers and brewers of the world; the small holding farmers and landless farm hands; the hawkers and push carters; or the large swathes of marginalized sections of the society who subsist on tenuous income levels of one or two dollars a day, do not have to negotiate their right to survival just because trade negotiations between nations break down. This plea is understandable to anybody who has watched the poignant televised images of tens of thousands of migrant workers in India, walking back on crudely bandaged feet to their native villages, with shambolic head loads of baggage accompanied by women and children trudging along, in the aftermath of the lockdowns following the Corona outbreak.

We may need a new moniker and a restructured institutional umpire to breathe some fresh air of compassion and conciliation in to the lungs of our trade strategists and leaders. At the beginning of this century, R. Keohane and J.S. Nye Jr had conceived ‘Globalism’ as a more generic phenomenon involving networks of multi-continental interdependence to facilitate economic, social and cultural exchanges but sadly the term ‘globalism’ came to be interpreted more as a measure of the core phenomenon viz. ‘thickening’ or ‘thinning’ of globalisation. Even if it means adding to the lexicon of ‘isms and schisms’, the new world order may embrace globalism as the way forward. Subtly different from globalisation, it would redefine trade relations and product market positioning based on a sobering paradigm of trust and interdependence rather than cold calculating models of tariff and non-tariff barriers between nations. Similarly, firm level competitiveness must be predicated on co-opetition, which implies competition tempered by complementarity rather than no-holds barred competition, that is fierce and uncompromising. For globalism to succeed, the WTO might need to be reinvented as the World Trusteeship Organization to promote and umpire a more benign trade regime, based on a renewed spirit of cooperation and co-existence. We do not know where and in what form the next global threat will manifest but we cannot lose sight of the lessons that the COVID crisis offers to inform the new world order. Long live Globalism!

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