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SID Mitglieder Update

Reclaiming Lead Space by Local NGOs in Bangladesh

VENRO - 17. Mai 2021 - 16:55

In our new blog series on equitable partnerships, colleagues from local, national and international organisations will share their views on different perspectives on partnership and localisation.

Shrinking humanitarian space for local non-governmental organisations (NGOs) / civil society organisations (CSOs) is a critical issue within the humanitarian community worldwide. Experiences show that local NGOs are the front-line-first-responders. As they are the organisations from the community, by nature they are accountable to the community. It has also proven that the local NGOs are in front line during COVID-19 pandemic response.

A trend is being observed that international actors like agencies of the United Nations (UN) and international NGOs try to take lead and operational roles in Bangladesh. Using local registrations, some international NGOs claim that they are local. In the Rohingya response, direct foot print of UN agencies has enhanced. A study report from Development Initiatives, a research agency from the United Kingdom, has found the funding to local and national NGOs to be shrinking. In Rohingya response it is less than four per cent.

Future roles of local and international NGOs

The UN have prepared a localisation road map in Rohingya response but they are hesitating for its implementation. Campaigns on the implementation of Grand Bargain commitments, Charter for Change and Principles of Partnership are there. The notion of “capacity development” is being challenged with the concept of “capacity convergence”.

Amidst growing demand for aid transparency, Publish What You Fund did a study on aid transparency in Rohingya response. Most of the Bangladeshi NGOs work in development nexus where humanitarian response mingled with development, democracy and human rights initiatives. Micro finance has given a scope of self-reliance among Bangladeshi NGOs. It’s a logical demand that they will take the lead, while they ask UN agencies and international NGOs to limit their role in monitoring and technical assistance and provide more space for local NGOs and CSOs.

Iqbal Uddin is the Joint Director of COAST Foundation and a localisation activist in Bangladesh.

PIK: Wenige realistische Szenarien bleiben zur Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5°C

SID Blog - 14. Mai 2021 - 12:01
Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)

  • Nur noch wenige realistische Szenarien bleiben zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C gemäß dem Pariser Abkommen, so eine neue Studie.
  • Um dieses ehrgeizige Klimaziel zu erreichen, müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, einige davon in einem herausfordernden Maße.
  • Zu diesen Hebeln zählt neben dem Energie-Sektor insbesondere auch die Land-Nutzung.
  • Unrealistisch optimistische Szenarien neigen dazu, beispielsweise die Potenziale der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung zu überschätzen.

14.05.2021

Wenige realistische Szenarien bleiben zur Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5°C 

Von den mehr als 400 Klimaszenarien, die im 1,5°C-Bericht des Weltklimarats IPCC ausgewertet wurden, vermeiden nur etwa 50 Szenarien ein deutliches Überschreiten von 1,5°C globaler Erwärmung. Das zeigt eine neue Studie. Von diesen machen nur etwa 20 realistische Annahmen zu den Minderungsoptionen, zum Beispiel zum möglichen Umfang des Herausholens von CO2 aus der Atmosphäre oder zum möglichen Ausmaß von Aufforstung. Alle 20 Szenarien müssen mindestens einen Minderungshebel in einem eher "herausfordernden" Maße bewegen, so die Analyse. Daher besteht für die Welt ein hohes Risiko, die 1,5°C-Grenze zu überschreiten. Das realistische Zeitfenster für die Einhaltung dieses Klimaziels aus dem Pariser Abkommen schließt sich sehr schnell.

Wenn alle Hebel des Klimaschutzes in Bewegung gesetzt werden, könnte es immer noch möglich sein, die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Das ist ein wichtiges Ergebnis für die hitzige klimapolitische Debatte. "Die Emissionsszenarien unterscheiden sich in ihrer Abhängigkeit von jedem der fünf von uns untersuchten Minderungshebel. Doch alle Szenarien, die wir als realistisch einschätzen, ziehen zumindest mehrere Hebel in einen herausforderndem Bereich", sagt Leit-Autorin Lila Warszawski vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). "Keines der realistischen Szenarien verlässt sich auf einen einzigen Königsweg."

Alle realistischen Szenarios nutzen alle fünf "Hebel"

"Der Energiesektor ist natürlich der Schlüssel zum 1,5°C-Ziel, einerseits durch die Reduzierung der Energienachfrage und andererseits durch die Dekarbonisierung der Nutzung und Erzeugung von Energie", sagt Warszawski. "Aber wir können nicht auf die anderen Strategien verzichten. Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entfernen und zum Beispiel unterirdisch zu speichern, erweist sich ebenfalls als nahezu unverzichtbar. Die Landnutzung muss zu einer Netto-Kohlenstoffsenke werden, zum Beispiel durch Wiedervernässung von Mooren oder Aufforstung. Schließlich muss der Ausstoß des starken Treibhausgases Methan aus der Tierproduktion, aber auch aus Lecks bei der Öl- und Gasförderung reduziert werden. Das ist eine ziemliche Liste."

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zogen bestehende Forschungsergebnisse heran, um Grenzen zu definieren, die zwischen dem "vernünftigen", "herausfordernden" und "spekulativen" Einsatz der Hebel bis zur Mitte des Jahrhunderts abgrenzen. Die Grenzen quantifizieren die Bandbreite der Emissionsminderungspotenziale von jedem aggregierten Hebel, die sich aus technologischen, wirtschaftlichen, sozialen und ressourcenbezogenen Überlegungen ergeben. Sie können dann in Beiträge zur Begrenzung der Erwärmung auf 1,5°C ohne oder mit nur geringer Temperaturüberschreitung umgerechnet werden.

Eine dreifache Herausforderung für die Menschheit

"Dies erfordert eine sofortige Beschleunigung der weltweiten Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen mit allen verfügbaren Mitteln", sagt Ko-Autor Tim Lenton von der Universität Exeter. "Wir brauchen eine Nachhaltigkeitsrevolution, ähnlich wie einst die industrielle Revolution. Andernfalls werden diejenigen, die dem Klimawandel am stärksten ausgesetzt sind, die Hauptlast des Verfehlens des 1,5°C-Ziels tragen. Dies ist eine komplexe Aufgabe für unsere gesamte Gesellschaft und Wirtschaft - Stückwerk und Rhetorik werden nicht ausreichen."

"Die Menschheit steht vor einer dreifachen Herausforderung, um die globale Erwärmung zu stabilisieren, ohne die 1,5°C-Grenze deutlich zu überschreiten", sagt Ko-Autor Nebojsa Nakicenovic vom International Institute for Applied Systems Analysis, IIASA. "Erstens eine Halbierung der globalen Emissionen jedes Jahrzehnt, was eine herkulische Anstrengung darstellt und eine Dekarbonisierungsrevolution durch den Ausstieg aus fossilen Energien, einen Sprung vorwärts in Effizienz und Suffizienz sowie klimafreundliche Verhaltensweisen und Ernährungsweisen erfordert. Zweitens eine wirklich mit der Natur verträgliche CO2 aus der Atmosphäre herauszuholen durch Aufforstung und Landnutzungsänderungen. Und drittens den Schutz der natürlichen Elemente im Erdsystem, die bereits heute die Hälfte der globalen Emissionen aus der Atmosphäre aufnehmen."

Unrealistisch optimistische Szenarien überschätzen das Potenzial für das Abscheiden und Verpressen von CO2

Die Szenarien, die in der Analyse als unrealistisch optimistisch eingestuft werden, neigen am häufigsten dazu, die Potenziale der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung überzubewerten. Andere überschätzen die Reduzierung von Nicht-CO2-Treibhausgasen wie Methan. Wieder andere machen allzu kühne Annahmen über Ernährungsumstellungen hin zu mehr pflanzlicher Nahrung oder über ein begrenztes Bevölkerungswachstum.

Die Autoren haben sich auch die Szenarien der Internationalen Energieagentur (IEA) aus dem Jahr 2018 und das Szenario "Sky" des Öl- und Gaskonzerns Shell genauer angeschaut. Beide Szenarien sehen vor, dass die Netto-Emissionen weltweit erst im Jahr 2070 auf Null sinken. Die Forscher fanden heraus, dass sie nicht innerhalb des Korridors der Kohlendioxidemissionen im nächsten Jahrhundert liegen, der eine realistische Chance zu bieten scheint, das 1,5°C-Ziel zu erreichen.  Das Shell Sky Szenario zeigt Emissionswerte im Jahr 2030, die deutlich über denen der anderen in dieser Studie betrachteten Szenarien liegen. 

"Das Shell Sky Szenario wurde als Luftschloss bezeichnet, und das ist es auch", sagt Mitautorin Gail Whiteman von der University of Exeter's Business School. "Aus wissenschaftlicher Sicht ist das ganz klar. In der Wirtschaft mögen es einige noch immer, weil es im Vergleich zu anderen Szenarien einen relativ einfachen Ausweg aus der Klimakrise zu bieten scheint. Unsere Analyse zeigt aber, dass es keine einfachen Auswege gibt."

Unabhängig vom speziellen Klimaziel kommt es jetzt auf rasche Emissions-Minderungen an

"Die notwendigen Emissionsminderungen sind schwer zu erreichen, technisch, aber auch politisch. Sie erfordern eine noch nie dagewesene Innovation der Lebensstile und der internationalen Zusammenarbeit", sagt Ko-Autor Johan Rockström vom PIK. "Ich verstehe jeden, der meint, dass wir das 1,5°C-Ziel verfehlen könnten. Es ist auch klar, dass es ganz unabhängig vom speziellen Klimaziel jetzt vor allem darauf ankommt, schnell starke Emissionsminderungen umzusetzen. Dennoch denke ich, dass eine Begrenzung der Erwärmung auf 1,5°C jede Anstrengung wert ist. Und zwar weil dies das Risiko begrenzen würde, einigen Kippelementen im Erdsystem einen zusätzlichen Schubs zu geben, etwa den Eisschilden oder Ökosystemen wie dem Amazonas-Regenwald. So technisch das alles auch klingen mag, es geht einfach um eine sichere Klimazukunft für alle."


Artikel: Lila Warszawski, Elmar Kriegler, Timothy M. Lenton, Owen Gaffney, Daniela Jacob, Daniel Klingenfeld, Ryu Koide, María Máñez Costa, Dirk Messner, Nebojsa Nakicenovic, Hans Joachim Schellnhuber, Peter Schlosser, Kazuhiko Takeuchi, Sander van der Leeuw, Gail Whiteman, Johan Rockström (2021): All options, not silver bullets, needed to limit global warming to 1.5°C: a scenario appraisal. Environmental Research Letters [DOI:10.1088/1748-9326/abfeec]

Weblink zum Artikel: https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/abfeec

FIAN veröffentlicht Studie zu Pestizid-Missbrauch in Lateinamerika

SID Blog - 12. Mai 2021 - 11:00
„Pestizide deutscher Hersteller für Vergiftungen verantwortlich"
Menschenrechtsorganisation FIAN veröffentlicht Studie zu Pestizid-Missbrauch in Lateinamerika
Die Menschenrechtsorganisation FIAN kritisiert den ungezügelten Einsatz von Pestiziden in Lateinamerika und der Karibik. In der aktuellen Studie "Pesticides in Latin America: Violations Against the Right to Adequate Food and Nutrition" untersucht FIAN den Einsatz von Agrochemikalien in Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Guatemala, Haiti, Honduras, Mexiko und Paraguay. Anwendung, Lagerung und Entsorgung von Pestiziden dort sind mit erheblichen Risiken verbunden; jährlich werden Millionen Menschen Opfer von Vergiftungen.

Die 108-seitige Studie beschreibt eine Vielzahl von Verstößen gegen die Menschenrechte auf Leben, Gesundheit und angemessene Ernährung. So werden in Bananenplantagen in Ecuador mehr als 40 Mal pro Jahr Fungizide gesprüht. Plantagenarbeiter*innen leiden häufig unter schweren Hautproblemen und Atemwegserkrankungen, was sie zusätzlich anfällig für einen schweren Krankheitsverlauf mit Covid-19 macht. Auch untersucht die Studie die Vereinnahmung lateinamerikanischer Regierungen durch transnationale Agrarkonzerne, welche den unkontrollierten Einsatz von Pestiziden erst ermöglicht.

Valeria Burity von FIAN Brasilien kritisiert, dass der Einsatz von Agrochemikalien und die damit verbundenen Gesundheitsschäden weiter zunehmen. Burity fordert ein Verbot doppelter Standards – also der Praxis, in westlichen Ländern verbotene Pestizide in Länder des Südens zu exportieren. Rund ein Drittel der in Brasilien verwendeten Pestizide sind in Europa verboten. Auch Dr. Marcos Orellana, UN Sonderberichterstatter für Giftstoffe und Menschenrechte, fordert Konsequenzen: „Ländliche Gemeinden zahlen den Preis für die Vergiftung unseres Planeten. Dies führt zu inakzeptablen Menschenrechtsverletzungen. Es wird deutlich, dass die bestehenden Instrumente versagen und dass doppelte Standards zu Diskriminierung führen. Wir brauchen grundsätzliche Veränderungen."

Während Länder wie Frankreich und die Schweiz bereits Schritte unternommen haben, um den Export von in Europa verbotenen Gefahrstoffen zu verbieten, verzögert Deutschland als Herkunftsland großer Konzerne wie Bayer oder BASF entsprechende Schritte. „Der Schutz der Gesundheit und der Menschenrechte muss vor Unternehmensinteressen stehen. Als ersten Schritt muss die Bundesregierung vollständige Transparenz gewährleisten, welche Pestizide von Deutschland aus in welche Länder exportiert werden. Zudem benötigen wir eine wirksame Regulierung, welche die Bevölkerung im Globalen Süden schützt. Hierzu zählt auch ein Exportverbot für Pestizide, die in der EU aus Gründen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes verboten sind", so Almudena Abascal, Lateinamerika-Referentin von FIAN Deutschland.

Die Studie in Englisch kann hier abgerufen werden.

Kampagne für Exportstopp verbotener Pestizide
FIAN Pressemitteilung vom 12. Mai 2021

Europa nicht Zentrum der weltweiten Fluchtbewegungen

SID Blog - 12. Mai 2021 - 10:59
UNO-Flüchtlingshilfe zum heutigen Europatag (9.5.)

„Europa nimmt die meisten Flüchtlinge auf", so lautet ein gängiges Vorurteil. Die UNO-Flüchtlingshilfe betont anlässlich des Europatages, dass von den weltweit mehr als 80 Millionen Menschen auf der Flucht weniger als zehn Prozent in Europa leben. Die allermeisten Schutzsuchenden bleiben in ihren Heimatländern oder werden von Staaten in Afrika oder Asien aufgenommen, die selbst mit Armut, Konflikten und anderen politischen und sozialen Problemen zu kämpfen haben.

„Niemand flieht ohne Grund, und den meisten Menschen fällt es nicht leicht, ihre Heimat zu verlassen. Die großen Fluchtbewegungen finden woanders statt. Doch Europa und seine Zivilgesellschaften können ein weltweiter Leuchtturm der Solidarität mit Menschen auf der Flucht sein", betont Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe anlässlich des Europatages.

Hört man von Menschen auf der Flucht, kommen vielen sofort die Bilder von notdürftig geflickten, überfüllten Schlauchbooten auf dem Mittelmeer in den Sinn. Oder man denkt an die zahlreichen Debatten in Deutschland über die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen. An die Kinder und Jugendlichen, die noch immer in den griechischen Aufnahmelagern warten und ihr Leben endlich mit einer Perspektive in Europa verbinden wollen. Die Zahl der Flüchtlinge weltweit hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt: Waren es 2009 noch knapp über 43 Millionen Menschen, so sind es jetzt mehr als 80 Millionen.

Hauptursache für diese Entwicklung ist die Kombination aus Langzeitkonflikten mit großen Fluchtbewegungen wie in Syrien, Afghanistan oder Südsudan und neueren Krisen wie in Venezuela, der Sahelzone oder aktuell in Äthiopien. Alles Regionen, die sich außerhalb Europas befinden, und wo die Nachbarstaaten die Hauptlast und die Verantwortung für Geflüchtete tragen. Diese Krisen sind nur selten in den Schlagzeilen.

Staaten und Gemeinden, die Flüchtlinge und Vertriebene aufgenommen haben, brauchen umfangreiche Unterstützung. Fehlendes Geld kann Instabilität herbeiführen, hat Konsequenzen für die lebenssichernde humanitäre Hilfe oder löst Weiterwanderung aus. Aus Sicht der UNO-Flüchtlingshilfe, dem nationalen Partner des UN-Flüchtlingshilfswerkes, können die Menschen in Europa durch ihr Engagement zeigen, dass die Menschen auf der Flucht nicht allein sind und ihr Schicksal nicht in Vergessenheit gerät.

Unterstützungsmöglichkeiten unter:

www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/fluchtursachen

 

Welthungerhilfe stellt 300.000 Euro Soforthilfe für Madagaskar bereit

SID Blog - 9. Mai 2021 - 10:58

09.05.2021 | Pressemitteilung

Welthungerhilfe stellt 300.000 Euro Soforthilfe für Madagaskar bereit
Dürre, Corona, Hungersnot - Schlimmste Dürre seit 40 Jahren bedroht Menschen in Madagaskar 

Bonn/Berlin, 09.05.2021. Die schlimmste Dürre seit 40 Jahren trifft die Menschen im Süden von Madagaskar besonders schwer und verwüstet ganze Landstriche. Wenn keine schnelle Nothilfe erfolgt, droht eine Ausweitung der Hungersnot, die das Leben von bis zu einer Million Menschen gefährdet. Bereits jetzt gibt es 70.000 Kinder, die akut unterernährt sind, und diese verheerenden Zahlen steigen von Tag zu Tag. Zwischen November 2020 und Januar 2021 fiel weniger als die Hälfte der normalen Niederschlagsmenge, nachdem es bereits in den letzten Jahren Dürren gab. Es wird erwartet, dass die Menschen in den nächsten Monaten bis zu 60 Prozent ihrer Ernten verlieren.  Die sich ausweitende COVID-19 Pandemie verschlimmert die Lage zusätzlich, denn Transportwege und Lieferketten sind unterbrochen und die Nahrungsmittelpreise steigen kontinuierlich an. Die regionalen Lockdowns erschweren zudem den Zugang der Helfer in die betroffenen Gebiete und führen dazu, dass die ohnehin schon von der Hand in den Mund lebenden Tagelöhner keine Arbeit mehr finden und ihre Familien nicht mehr ausreichend ernähren können.

„Unsere Kollegen im Süden berichten von Feldern, die aufgrund des fehlenden Regens zu Staub und Sand geworden sind. Normalerweise ernten die Kleinbauern zu dieser Jahreszeit, um ihre Familien zu ernähren. Stattdessen müssen die Kinder hungern, weil sie nicht genügend zu essen bekommen. Die Menschen ernähren sich von Blättern, Beeren und Heuschrecken. Es gibt für die kleinbäuerlichen Familien keine Möglichkeit, ausreichend gesunde Nahrung zu bekommen oder ein Einkommen zu erzielen. Die Menschen im Süden erleben die schlimmste Dürre seit 40 Jahren und haben keinerlei Reserven mehr. Ohne schnelle Hilfe von außen droht ihnen der Hungertod. Die Menschen im Süden Madagaskars brauchen bereits jetzt viel Unterstützung und Zeit, um wieder auf die Beine zu kommen“, schildert Marlene Müller, Programmleiterin der Welthungerhilfe aus der Hauptstadt Antananarivo die dramatische Lage im Süden des Landes. 

Aufgrund der Hungerkrise weitet die Welthungerhilfe ihre Unterstützung in den derzeitigen Einsatzgebieten im Süden des Landes aus und hilft den am stärksten gefährdeten Familien beim Zugang zu Nahrung und Wasser. In Abstimmung mit der Humanitären Koordination der Vereinten Nationen und der Nationalen Katastrophenbehörde Madagaskars arbeitet die Welthungerhilfe daran, die lebensrettende Hilfe auf weitere Distrikte auszuweiten, die dringend humanitäre Hilfe benötigen.

Die Welthungerhilfe bittet dringend um Spenden für die Menschen in Not: https://www.welthungerhilfe.de/spenden-madagaskar/hunger-in-madagaskar-jetzt-spenden-und-helfen/

(Optional) Dieser Text erscheint NUR in der Vorschau, jedoch nicht der Haupt-E-Mail .


 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 9.830 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,95 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.


Dumpingpreise zügig verbieten!

SID Blog - 7. Mai 2021 - 23:49

Bundestag geht beim Verbot von unfairen Handelspraktiken nicht weit genug

Berlin/ Wuppertal, 07.05.2021 – Brot für die Welt, Forum Fairer Handel und GEPA – The Fair Trade Company kritisieren, dass das gestern Abend vom Bundestag verabschiedete Gesetz zum Verbot von unfairen Handelspraktiken nicht weit genug geht. Zwar gehe das Gesetz über die Anforderungen der EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette hinaus. Zudem sei begrüßenswert, dass sich der Bundestag für eine unabhängige Ombudsstelle ausgesprochen hat, bei der auch Zulieferer aus Nicht-EU-Ländern Beschwerden über unlautere Handelspraktiken einreichen sowie unfaire Preise melden können. Es sei jedoch verpasst worden, existenzsichernde Einkommen und damit eine gerechtere Verteilung der Wertschöpfung im Lebensmittelhandel zu fördern. Die Preise, die Erzeugerinnen und Erzeuger für ihre Produkte erhalten, decken häufig nicht einmal die Produktionskosten. Um dies zu ändern, hätte ein Verbot des Einkaufs unterhalb der Produktionskosten in das Gesetz mitaufgenommen werden müssen, so Brot für die Welt, Forum Fairer Handel und die GEPA.

„Das sogenannte ‚Gesetz zur Stärkung der Organisationen und Lieferketten im Agrarbereich' und die vom Bundestag geforderte Ombudsstelle sind wichtige erste Schritte, um unfaire Praktiken von marktmächtigen Unternehmen in globalen Lieferketten zu unterbinden. Die Bundesregierung muss jetzt die Beschlüsse des Bundestages wirksam umsetzen und ausreichende Kapazitäten für Überwachung und Durchsetzung der Regelungen schaffen", fordert Klaus Seitz, Leiter der Politikabteilung von Brot für die Welt. „Doch leider haben Bundesregierung und Bundestag die Chance verpasst, dem ruinösen Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel einen Riegel vorzuschieben und den Einkauf unterhalb der Produktionskosten als unlautere Handelspraktik in das Gesetz aufzunehmen. Damit bleibt auch vielen Bananenproduzentinnen und –produzenten in Peru beispielsweise der Weg zu existenzsichernden Einkommen und Löhnen verwehrt."

Aufgrund ihrer Marktmacht können Supermarktketten ihren Lieferanten Preise  diktieren. Der Kosten- und Preisdruck wird so entlang der Lieferkette an die Erzeugerinnen und Arbeiter weitergegeben – in Deutschland und Europa genau wie im Globalen Süden. Die Folge sind Einkaufspreise, die häufig nicht die Produktionskosten decken und damit Produzentinnen und Produzenten in Existenznot bringen und zu Hungerlöhnen bei angestellten Arbeiterinnen und Arbeitern führen. Das neue Gesetz hat diese Lücke nicht geschlossen. „Es muss doch selbstverständlich sein, dass Einkaufspreise die Produktionskosten decken. Immerhin hat der Bundestag trotz viel Gegenwind zumindest beschlossen, ein gesetzliches Verbot des Einkaufs von Lebensmitteln unterhalb der Erzeugerkosten zu prüfen. Die Bundesregierung sollte diese nun zügig durchführen und auch umsetzen, um den regelmäßigen Preiskämpfen der großen Lebensmitteleinzelhändler entgegenzuwirken", fordert Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des Forum Fairer Handel.

Produzentinnen und Produzenten kämpfen seit Jahren mit steigenden Produktions-, Lebenshaltungs- und Transportkosten. So ist beispielsweise der EU-Einfuhrpreis von Bananen zwischen 2013 und 2018 um etwa 20 Prozent gesunken. Auch im November 2020 hatte Aldi angekündigt, den Einkaufspreis von Bananen zu senken, und das, obwohl der Lebensmitteleinzelhandel als Gewinner aus der Corona-Krise hervorgeht und seine Umsätze steigern konnte. Zudem hatte der Discounter zusammen mit zahlreichen anderen deutschen Einzelhandelsunternehmen noch im Januar 2020 eine Absichtserklärung unterzeichnet, sich entlang seiner globalen Lieferketten für existenzsichernde Einkommen und Löhne einzusetzen.

„Das Preisdumping im Bananensektor zeigt deutlich, dass Freiwilligkeit nicht ausreicht. Deshalb ist positiv zu bewerten, dass mit der Umsetzung der UTP-Richtlinie unfaire Handelspraktiken in der Lebensmittelversorgungskette in Zukunft auch sanktioniert werden können. Um existenzsichernde Einkommen und Löhne zu ermöglichen, muss aber auch die Preisfrage adressiert werden. Soziale und ökologische Kosten müssen eingepreist werden und die Preise müssen den Erzeugerinnen und Erzeugern und ihren Familien ein existenzsicherndes Einkommen und eine nachhaltige Produktionsweise ermöglichen. Fair-Handels-Unternehmen zeigen, dass faire Konditionen in globalen Lieferketten umsetzbar sind. Es braucht aber verbindliche Regeln für alle Unternehmen, um existenzsichernde Einkommen branchenweit zu ermöglichen", bekräftigt Peter Schaumberger, Geschäftsführer der GEPA.


Welthungerhilfe zum aktuellen Global Report on Food Crisis

SID Blog - 6. Mai 2021 - 23:06
(Optional) Dieser Text erscheint NUR in der Vorschau, jedoch nicht der Haupt-E-Mail .

05.05.2021 | Statement Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe

Zu dem heutigen Report erklärt Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe: „Die Zahlen des Global Report on Food Crisis sind alarmierend. Seit fünf Jahren steigt die Zahl der Menschen, die jeden Tag akut unter Hunger leiden. Es ist niederschmetternd zu sehen, dass wir diesen katastrophalen Trend nicht stoppen können. Insbesondere Krisen und Konflikte sind weiterhin die Hungertreiber aber auch der Klimawandel und die wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 vernichten Existenzgrundlagen. Deshalb begrüßen wir es, dass Hungerbekämpfung auf der Tagesordnung des G7-Gipfels im Juni steht und wir hoffen, dass schon heute beim Treffen der G7-Außenminister in London erste Maßnahmen beraten werden. Aus unserer Sicht müssen die G7-Staaten dringend zusätzliche Gelder für Nothilfemaßnahmen bereitstellen und vor allem dazu beitragen, dass friedenssichernde Diplomatie wieder ein größeres Gewicht erhält.“

Laut dem Bericht litten im Jahr 2020 155 Millionen Menschen in 55 Ländern unter akutem Hunger und können ihre Ernährung nicht ohne Hilfe bestreiten. Das sind 20 Millionen Menschen mehr als im Jahr zuvor. Zwei Drittel der Hungernden verteilen sich auf nur zehn Länder (D.R. Kongo, Jemen, Afghanistan, Syrien, Sudan, Norden von Nigeria, Äthiopien, Südsudan, Simbabwe und Haiti). Für 133.000 Menschen in Burkina Faso, Südsudan, Jemen waren die Kriterien für eine Hungersnot erfüllt.

Das sind die zentralen Ergebnisse des „Global Report on Food Crisis“, den die UN-Organisationen WFP und FAO mit weiteren Organisationen aus dem Bereich Ernährungssicherung heute vorgelegt haben.

Die Gesamtzahl aller unter- und mangelernährten Menschen lag nach UN-Angaben 2019 bei weltweit 690 Millionen.

Hier finden Sie den Bericht zum Download.

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 9.830 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,95 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.


Biden’s Geo-Economics Forces De-Globalization

DIE Blog - 6. Mai 2021 - 9:53

Under US President Joe Biden America continues to threaten the rules-based world economic order and is pushing the trend towards de-globalization. Although the new Biden administration rhetorically seeks more „values“ and the „community of democracies,“ the United States is still at its core seeking to protect its national interests with all its economic and military power.

In his first „100 days,“ specifically in US trade policy, President Joe Biden has not yet turned his multilateral rhetoric into action. This is particularly important for Europe. Biden has not reversed the aluminum and steel tariffs imposed by his predecessor, Donald Trump, on America’s „allies,“ nor has he ruled out further tariffs, such as on cars. While Biden has abandoned the blockade on the appointment of the new Director-General of the World Trade Organization (WTO), Ngozi Okonjo-Iweala, he maintains the US blockade on reappointing judges for the WTO’s appellate body. With the blockage of the dispute settlement function, the United States under the Trump and Obama administrations rendered inoperative the heart of the WTO and thus weakened an important body of the international economic order – the Biden team has done little to nothing to undo these consequential decisions. Instead of using the WTO, and thus the rules-based order, to limit China’s neo-mercantilist economic policies, Biden continues thus far the unilateral economic course pushed by his predecessor with the right of the economically and militarily strongest.

World trade order still under threat

In particular, President Trump has repeatedly portrayed the multilateral world trade system as a bad deal for America. Drawing the “military trump card “ by imposing punitive tariffs (on steel and aluminum) on national security grounds, he not only achieved his protectionist trade policy goals, but also undermined the credibility of the WTO.

The combination of trade and security policy has brought about a consequential paradigm shift: it is questionable whether the WTO can settle disputes at all over trade measures based on national security given the inadequacy of the WTO’s rulebook on this issue. Following the example of the United States, other countries could, for their part, impose tariffs in the name of their national security. That would definitely contribute to the end of an already endangered international trade order regulated by the WTO.

In other respects, too, the United States is endangering the functioning of the WTO by blocking the replacement of vacant judicial posts on the appellate body. Since December 2019, the WTO’s legally binding dispute settlement procedure including an independent appeals mechanism has been suspended. In particular, the United States will continue to criticize the fact that in many cases the appellate body has exceeded its powers and in its judgments has affected the rights of the United States to use trade defense measures.

In any case, the United States, in its obsession with national sovereignty, assumes that a WTO ruling against the United States will not automatically lead to a change in its laws or trade practice. Conversely, however, American trade laws should be enforced worldwide with all the power at the United States’ disposal. Henceforth, US geo-economics, using economic “weapons” such as the dollar to manipulate markets, further undermines the rules-based order.

At the same time, the United States also criticizes the WTO for being incapable of countering trade-distorting practices by non-market countries such as China. The rules are too weak or too outdated to deal with state-subsidized trade, state-owned enterprises, forced technology transfer, or the theft of intellectual property. As a result, the United States has been aggressively and unilaterally targeting its competitors, using all its economic and political power as leverage to force reciprocal market access and better trade relations.

Geo-Economics: Economy as a weapon

In the increasing geo-economic competition, especially between the USA and China, but also with America’s „allies,“ economy is no longer the goal, but a means for geostrategic purposes. America’s „allies“ in Europe are also being forced to buy more US „freedom gas“ instead of cheaper Russian gas and to pay for the infrastructure needed for transportation, such as liquefied natural gas (LNG) terminals. Those in Europe who still expect to do business with Iran underestimate the military and economic power of the United States. The US government may continue Trumps hardline by openly (or diplomatically, behind closed doors) threatening to stop giving Germany intelligence and to sanction German companies that continue to do business with the Chinese supplier Huawei.

European decision makers in politics and business should recognize the seriousness of the precarious situation in the United States and its effects: because of its economic plight exacerbated by the COVID-19 pandemic, and huge debt, which now – with at 100.1 percent of its gross domestic product (GDP) – exceeds the country’s economic power, the United States need to share this (economic) burden with its allies. No one should be surprised if under Joe Biden the US administration will all the more so try to capitalize on the economic and, in particular, military dependence of its allies in Europe and Asia.

European allies should remember that Trump has only exacerbated existing transatlantic conflicts in security and trade policy. Already in the Obama/Biden administration, the United States put pressure on the Europeans to take on more burdens and, as agreed at the 2014 summit in Wales, to spend „two percent“ of their economic output on defense in the   future. In order to achieve this goal, Germany will most likely be encouraged by the Biden/Harris government to “buy American” armaments in order to remain technologically dependent.

The United States will continue to manage or manipulate trade, energy, financial, and data flows, especially through (secondary) sanctions. Above all in the technology sector, for example in the case of 5G/Huawei, Washington will remain intransigent towards allies: in the struggle for technopolitical spheres of influence, in which future economic and military supremacy is at stake, the United States will increase pressure on third countries such as Germany and put it before the choice of doing business with either America or China. The result could be a world divided into Chinese and American standards and systems. That would be the end of the international economic order and globalisation as we still know it today.

Dr. Josef Braml’s Blog: usaexperte.com

Der Beitrag Biden’s Geo-Economics Forces De-Globalization erschien zuerst auf International Development Blog.

EWIK Newsletter Mai: Biologische Vielfalt / Nachhaltige globale Landwirtschaft

SID Blog - 5. Mai 2021 - 14:32

Newsletter Eine Welt Internet Konferenz

Der Infodienst des Portals Globales Lernen

Ausgabe Mai 2021: Biologische Vielfalt / Nachhaltige globale Landwirtschaft

Liebe Leserinnen und Leser,

zu Beginn des Jahres erschien „Der Fleischatlas 2021 – Jugend, Klima und Ernährung". Besonders beeindruckt hat uns während der Lektüre die Angabe zum Fleischkonsum junger Menschen: „Im Vergleich mit der Gesamtbevölkerung ernähren sich doppelt so viele 15- bis 29-Jährige vegetarisch oder vegan. Für viele junge Erwachsene ist der Verzicht auf Fleisch ein politisches Statement", heißt es in der Publikation der Heinrich-Böll-Stiftung (www.boell.de/de/de/fleischatlas-2021-jugend-klima-ernaehrung). Damit wird deutlich: Fleischkonsum ist heute ein stark politisches Thema und keine private Geschmackssache mehr. Die junge Generation lehnt die heutige Form der Tierhaltung ab.

Wir haben großen Respekt vor diesen jungen Menschen und unterstützen sie gern in ihrer Haltung. Sie sind besorgt um ihre eigene Zukunft auf diesem Planeten. In unseren BIOPOLI Bildungsveranstaltungen thematisieren wir das Thema „Fleischkonsum" immer wieder: Ganze Schülerschaften haben wir bereits dazu in den Aulen informiert. Ein Austausch zum Thema ist bereichernd, vermittelt Wissen und weckt Empathie für die vegane und vegetarische Ernährungsweise. Beide Aspekte machen die Bildungsarbeit mit jungen Menschen so wertvoll für uns. Und wir bieten diese Themen an, weil sie die jungen Menschen stark bewegen und beschäftigen, bieten Raum, Methode und Expertise.

Laut einer kürzlich veröffentlichten UN-Studie sind der Fleischkonsum und die intensive Landwirtschaft die weltweit größten Naturzerstörer. Nie ist der Verlust von Lebensräumen und biologischer Vielfalt so dramatisch gewesen wie in den vergangenen 50 Jahren, warnen die Autoren. Ihre Forderung ist es, die Ernährung auf pflanzliche statt auf tierische Eiweißträger umzustellen (vgl. www.sonnenseite.com/de/umwelt/un-studie-fleischkonsum-ist-haupttreiber-der-naturzerstoerung/).

Daher brauchen wir zukunftsfähige Konzepte für eine nachhaltige Landwirtschaft. Ein Konzept ist die Agrarökologie. Agrarökologie stellt eine Alternative zur industriellen Landwirtschaft dar und bietet Lösungen für die grundlegende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme. Um Agrarökologie zu stärken, müssen die verfehlten Agrar-, Handels-, Forschungs- und Subventionspolitiken grundlegend und schnell verändert werden.
Agrarökologie ist ein wissenschaftlich fundiertes Konzept, das zugleich auf ökologischen Prinzipien, dem politischen Ansatz der Ernährungssouveränität und dem Recht auf angemessene Nahrung basiert. Bauern und Bäuerinnen, handwerkliche Verarbeiter*innen und Verbraucher*innen stehen im Zentrum. Das Konzept baut auf den grundlegenden Prinzipien des ökologischen Landbaus auf, zu denen vornehmlich der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, der Kreislauf von Boden-Pflanze-Tier und Mensch sowie die Unabhängigkeit der Betriebe von externen Betriebsmitteln gehören.
Eben eine der Lösungen für ein gesundes Morgen für die jungen Menschen und den Planeten!

Wir wünschen Ihnen mit diesem Newsletter eine anregende und spannende Lektüre!

Jana Zotschew und Regina Schrader
Mitarbeiterinnen der Agrar Koordination in Hamburg

EWIK-Kooperationspartner
Aktuelles
VENRO Handreichung „Qualitätskriterien für entwicklungspolitische Bildungsarbeit"

Bildungspraktiker*innen stehen bei der Konzeption und Umsetzung von entwicklungspolitischen Bildungsangeboten vor vielen Fragen: Was zeichnet qualitativ hochwertige entwicklungspolitische Bildung aus? Was müssen Bildungspraktiker*innen bei der Gestaltung ihrer Bildungsangebote beachten? Wie können Bildungsangebote bei der Zielgruppe am besten wirken? Die neuen „Qualitätskriterien für entwicklungspolitische Bildungsarbeit" dienen Bildungspraktiker*innen als Orientierungshilfe für eine wirksame Bildungsarbeit. Sie geben keine einfachen Antworten, unterstützen Bildungspraktiker*innen aber bei der Planung und Vorbereitung, der inhaltlichen Gestaltung und der didaktischen Umsetzung von Bildungsangeboten im Bereich des Globalen Lernens, der Bildung für Nachhaltige Entwicklung und der entwicklungspolitischen Bildung sowie bei der Kooperation mit Schulen.

Neue, digitale Bildungsmaterialien zum Fairen Handel: Bildungssäule mit Lernsnacks & Podcast fairtont

Die Bildungssäule des Weltladen-Dachverbandes besteht aus Stehsammlern mit Materialien, Medien und didaktischen Anregungen zu den Themen Fußball, Kaffee, Kakao, Handy, Textilien, Fairer Handel & Südfrüchte. Dazu gibt es digitale Lernsnacks wie interaktive Infografiken, Weltkarte, Quiz, Zeitstrahl und Memories. 2021 komplett aktualisiert, ist sie nun auch papierfrei als Digitalpaket erhältlich. Weiterhin im Angebot: der Weltladen-Podcast fairtont mit spannenden Folgen zu Fair Fashion, dem Weltladen-Tag, der Klimakrise und Interviews mit interessanten Gästen.

Aktion #WirSindFansVonNäherInnen

Im Vorfeld der Europameisterschaft 2021 macht die Christliche Initiative Romero (CIR) unter dem Motto #WirSindFansVonNäherInnen auf die Arbeitsrechte von Näher*innen weltweit aufmerksam. Die Näher*innen, die anlässlich der EM Fantrikots für Adidas, Puma, Nike und Co. in riesigen Mengen produzieren, verdienen Applaus für ihren Einsatz. Doch im Zuge der Corona-Pandemie wurden viele von ihnen entlassen oder haben keinen Lohn erhalten. Mit einem Faltblatt, das sich für Multiplikator*innen und Sportvereine eignet, um Sportfans für politisches Engagement zu begeistern, informiert die CIR über den Zusammenhang zwischen Produktionsbedingungen von Trikots und Sport-Großereignissen. 

Wettbewerb „Dein Song für EINE WELT"

Der Song Contest „Dein Song für EINE WELT!" verfolgt das Ziel, das Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen für entwicklungspolitische Themen zu stärken und ihnen und ihren musikalischen Botschaften eine Plattform zu geben. Ab sofort sind Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 25 Jahren aufgerufen, selbstgeschriebene Songs einzureichen, die sich musikalisch mit globalen Themen auseinandersetzen. Der Song Contest „Dein Song für EINE WELT!" ist eine Begleitmaßnahme zum Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle" und wird von Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt. Zu gewinnen gibt es Geld- und Sachpreise. Einsendeschluss ist der 16. Juni 2021.

Learn@Lunch: 17 Ziele kreativ und sichtbar

Zur Lösung der drängenden globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Artensterben oder soziale Ungerechtigkeit hat die Weltgemeinschaft im Jahr 2015 die Agenda 2030 mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) beschlossen. In dem neuen digitalen Format zur Mittagszeit Learn@Lunch geht es um den Stand der Umsetzung einzelner Ziele und um Ideen, wie wir alle dazu beitragen können. Die Veranstaltungsreihe wird im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) von Engagement Global in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Hochschule Pforzheim durchgeführt.

CREACTIV für Klimagerechtigkeit

Im Bildungsprogramm „CREACTIV für Klimagerechtigkeit" befassen sich Hamburger Schüler*innen für die Dauer eines Schuljahres im Austausch mit jungen Künstler*innen aus Ländern des Globalen Südens mit den weltweiten Auswirkungen des Klimawandels. Gemeinsam entwickeln sie künstlerische Präsentationen und kreative Aktionen zum Thema Klimagerechtigkeit. Jährlicher Höhepunkt des Projekts ist der einwöchige Besuch der jungen Künstler*innen an der Schule (im Schuljahr 2021 / 2022 aus Uganda und El Salvador). Projektträger ist das Hamburger Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH. Interessierte Schulen können sich ab sofort für die Teilnahme am Projekt anmelden
Zum Schwerpunkt: Bildungsmaterialien
Projektdoppelstunde zum Thema Saatgut als Gemeingut

Im Rahmen des Projektes „Saatgut als Gemeingut" der Aktion Agrar sind diese Materialien entstanden, die sich für die Gestaltung einer Projekt-Doppelstunde mit Berufsschul-Klassen der landwirtschaftlichen Ausbildung zum Thema „Saatgut als Gemeingut - lokale und globale Perspektiven auf Saatgutpolitik und bäuerliche Saatgutsysteme" eignen.

Ergebnisdokumentation: Die globale Perspektive nachhaltiger Ernährung in Angeboten außerschulischer Bildungseinrichtungen am Beispiel Soja

Wie können die globalen Auswirkungen des Milch- und Fleischkonsums in der Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aufgegriffen werden? In der Dokumentation „Die globale Perspektive nachhaltiger Ernährung in Angeboten außerschulischer Bildungseinrichtungen am Beispiel Soja" des Projekts GloPE der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung e.V. für Multiplikator*innen der außerschulischen Bildungsarbeit geht es genau darum. Neben Hintergrundwissen zum Thema Soja werden sechs ausgewählte Beispiele aus der Bildungspraxis vorgestellt – von konkreten Methoden über eine Ausstellung bis hin zu Bildungsmaterialien ist alles dabei.
Zukunftsfähige Ernährung am Beispiel der Südpfalz

Unser Landwirtschafts- und Ernährungssystem steht vor großen Herausforderungen: Durch die stetige Industrialisierung und Globalisierung der Landwirtschaft werden wertvolle Rohstoffe ausgebeutet, Böden und Wasser verschmutzt, der Klimawandel wird verstärkt und die Gesundheit der Menschen belastet. Die Handelsstrukturen der Agrarmärkte führen zu einer ständigen Verschärfung globaler Ungleichheiten und zur Verarmung zahlreicher Landwirt*innen weltweit. Dieses Bildungsmaterial thematisiert die Verbindung von globalen Gerechtigkeitsfragen mit konkreten Handlungsalternativen für Schulen und andere Bildungsakteure anhand eines konkreten Beispiels.

Nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung: Methoden für die Bildungsarbeit. 18 Ideen für die Gestaltung für den Schulunterricht und von Seminaren

Die Broschüre „Methoden für die Bildungsarbeit. 18 Ideen für die Gestaltung für den Schulunterricht und von Seminaren" bietet auf 75 Seiten Ideen für den Bereich Landwirtschaft und Ernährung. Mit dem Heft, herausgegeben von der Agrar Koordination, lassen sich einzelne Seminare planen oder - durch die Kombination der Methoden - auch die Durchführung einer ganzen Projektwoche. Das Heft ist für Lehrer*innen und Seminarleiter*innen konzipiert.

Wem gehört das Saatgut? Wie Eigentumsrechte an Saatgut die biologische Vielfalt und Bauern und Bäuerinnen weltweit beeinflussen

Von einstigen 307 Sorten Zuckermais finden wir nur noch 12 auf den Feldern. Wie kommt es, dass von einer enormen Sortenvielfalt nur ein geringer Teil angebaut wird und auf unseren Tellern landet? Wer bestimmt, was gesät wird? Welche Auswirkungen hat dies auf die weltweite Ernährung und Landwirtschaft? Am Beispiel von Saatgut wird die Bedeutung von Agrarvielfalt für die Umwelt und die Ernährungssouveränität weltweit diskutiert.
Die Lernkiste bietet Material, Methodenbeschreibung und Hintergrundinformationen, um einen eigenen Workshop durchzuführen. Ziel ist, dass Teilnehmende die Bedeutung von Biodiversität für die Ernährungssouveränität kennenlernen und sich mit Fragen nach geistigen Eigentumsrechten auf Saatgut auseinandersetzen. Sie werden für globale Ungerechtigkeiten im vorherrschenden Agrarmodell sensibilisiert und lernen Handlungsmöglichkeiten kennen.
People-Led Development – Entwicklung, die vom Menschen ausgeht

Das von Misereor herausgegebene Unterrichtsmaterial beschreibt den Bottom-Up-Entwicklungsansatz People-Led Development am Beispiel der Caritas in Embu, Kenia, die mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern am Mount Kenia im Bereich der Landwirtschaft arbeiten. Es wurde für den Einsatz im Geographie-Unterricht der Sekundarstufe II konzipiert. Es ist als Begleitmaterial zu dem Erklärvideo „Development starts with the human – People-Led Development" zu verstehen.
„Zeit, dass sich was dreht" – Begleithefte für Lehrkräfte und Schüler*innen zur Klimakrise ab Klasse 7

Im Rahmen einer Pilotphase des „changemaker-Projekts" von CARE sind unter dem Titel „Zeit, dass sich was dreht" zwei Hefte zum Themenkomplex Klimakrise für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte entstanden. In der Begleitbroschüre erhalten Lehrkräfte neben einleitenden Hintergrundtexten eine Vielzahl an praktischen Methoden und Übungen, die die verschiedenen Facetten des Themas aufzeigen und insbesondere globale Zusammenhänge der Klimakrise verdeutlichen. Im Fokus stehen dabei die Themen Klimagerechtigkeit und Klimapolitik. Jedes Kapitel ist unabhängig von den anderen anwendbar, sodass einzelne Übungen individuell eingesetzt und zusammengestellt werden können. Die Materialien wurden für den Einsatz im Unterricht ab Klasse 7 konzipiert. Eine zielgruppengerechtes Infohheft für Schüler*innen ergänzt das Material.

Biodiversität im Überblick

Das Manual gibt einen Einblick in das Konzept Biodiversität und erleichtert es, sich mit diesem komplexen Themenfeld auseinanderzusetzen und aktuelle politische Entwicklungen zu beurteilen. Es geht u.a. den Fragen nach, warum wir Biodiversität brauchen, was der Unterschied zwischen genetischer Vielfalt, Artenvielfalt und Vielfalt der Ökosysteme ist, was sich hinter dem Begriff „Hotspots der biologischen Vielfalt" verbirgt und wo sich solche beispielsweise in Deutschland befinden.

Zum Schwerpunkt: Multimediales

Der Klima-Acker-Podcast

Dieser Podcast vom Berliner Weltacker richtet sich an Hörer*innen mit Interesse an Naturwissenschaft und Landwirtschaft. Was ist der Einfluss unserer Ernährung auf die Umwelt? Wie bemisst man Umweltschäden? Was können wir durch unsere Konsumentscheidungen verändern? Der Klima-Acker-Podcast ist die neueste Ergänzung des Weltacker-Programms zur Klima- und Umweltbildung. Es werden die Folgen einer unnachhaltigen Landwirtschaft diskutiert. Unterteilt ist der Podcast in zwei Reihen, die sich gegenseitig ergänzen.

Podcast „Curare, Kautschuk, Stevia – eine koloniale Spurensuche über das Pflanzensammeln" 

Der Verein des Forschungs- und Dokumentationszentrums Chile-Lateinamerika hat einen Podcast erstellt, bei dem es um die Kolonialgeschichte Botanischer Gärten und des Pflanzensammelns geht. Der Podcast ist für die Sekundarstufe II und die Erwachsenenbildung geeignet. In sechs Folgen werden unter anderem folgende Fragen diskutiert: Unter welchen Bedingungen fand Pflanzensammeln zu Zeiten des Kolonialismus statt? Was haben Botanische Gärten mit der Kolonialzeit und der Ausbeutung der Pflanzenwelt zu tun? Wie wurde mit dem Wissen um die Nutzung der Pflanzen umgegangen? Und welche Personen werden als „Entdecker" geehrt und welche nicht?

Unfairtobacco: Digitale Diashows und Quizze

Zigaretten machen krank – das ist weitgehend bekannt. Bei Unfairtobacco erfahren Kinder und Jugendliche, warum es beim Rauchen nicht nur um ihre eigene Gesundheit geht. Wo wird Tabak angebaut? Wer arbeitet eigentlich auf den Feldern? Wieso soll Tabak der Umwelt schaden? Und wenn das alles so schlimm ist, was kann man dagegen tun? Die kurzen Module eignen sich zum Einsatz in digitalen Lernräumen und als Hausaufgabe im online classroom, die von Lehrkräften selbst vergeben werden kann. Digitale Diashows für unterschiedliche Altersgruppen (Sek I, Sek II) geben einen Einblick in verschiedene Themen. Nach einem kurzen Video zum Abschluss können die Kinder und Jugendlichen ein Quiz machen, um ihr Wissen zu testen.

BIOPOLI: Online-Quizze

Das Jugendbildungsprojekt BIOPOLI von Agrar Koordination stellt Online-Lernangebote in Form von Quizzen, Lernsnacks und Sofa-Rallyes bereit. Neben den Fragen beinhalten die Angebote selbstverständlich auch die Antworten und bieten noch mehr Hintergrundinfos. Alle Online-Lernangebote eignen sich für den Distanzunterricht ab Klasse 9.

Online-Lernangebote aus dem Klimafrühstück von KATE e.V.

Essen und Klima schützen? Wie hängt das miteinander zusammen? Mit dem Bildungsangebot „Das Klimafrühstück - Wie unser Essen das Klima beeinflusst" bringt KATE e.V. diesen Zusammenhang seit 2006 Kindern und Erwachsenen näher. KATE e.V. ist seit über 30 Jahren eine Organisation der nachhaltigen Umweltbildung und des Lernens in globalen Zusammenhängen. Nun hat das Klimafrühstück-Team eine Reihe an Online-Angeboten herausgebracht, die problemlos in den schulischen Alltag oder im Homeschooling integriert werden können, um spielerisch entwicklungspolitische Themen zu behandeln.

Klimawandel macht Hunger! Unterrichtsmaterialien der Welthungerhilfe

Welche Auswirkungen haben unsere Ernährungsgewohnheiten auf den Klimawandel und damit vor allem auf die Lebensgrundlagen von Millionen von armen Menschen im Globalen Süden? Und wie sieht Essen mit Zukunft aus? Mit den neuen crossmedial angelegten Materialien der Welthungerhilfe können hochaktuelle Fridays-for-Future-Themen wie Lebensmittelverschwendung, Fleischkonsum, Saatgut und Landwirtschaft mit Zukunft schülerbezogen und handlungsaktiv im Unterricht aufgegriffen werden. Werden Sie ein Teacher for Future!
Download und kostenlose Bestellung im Klassensatz ist möglich.

Zum Schwerpunkt: Aktionen, Angebote, Fortbildungen
Vielfalt in Natur und Gesellschaft

Vielfalt ist mehr als Biodiversität. Die globale und vernetzte Weltgemeinschaft ist ohne kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt nicht vorstellbar. Mit dem Umweltbildungsprojekt „Faszination Vielfalt" möchte die Tropenwaldstiftung OroVerde junge Menschen befähigen, kulturelle, gesellschaftliche und biologische Vielfalt zu verstehen, zu begreifen und zu respektieren. Mit dem geplanten Projekt bringt OroVerde die Problematik des Biodiversitätsverlustes, aber auch die Chancen der gesellschaftlichen Vielfalt für deren Schutz in das Bewusstsein von Schüler*innen und in die Öffentlichkeit. Das Projekt will die Wichtigkeit des Themas für Schüler*Innen vermitteln und Mut machen, sich für Vielfalt einzusetzen und Verantwortung für globale Themen zu übernehmen.

Online-Workshop Wasser und Landwirtschaft

In dem Workshop „Zukunft ernten" wird die Landwirtschaft als ein Grund und zugleich als Lösung für die Klimakrise betrachtet und der Zusammenhang von Landwirtschaft und Wasserkreisläufen in den Mittelpunkt gestellt. Ausgehend von den eigenen Konsum- und Essgewohnheiten und der schwierigen Situation für deutsche Landwirt*innen, geht der Blick nach Afrika. Dort bringen die Partnerorganisationen des Weltfriedensdienst e.V. in Simbabwe und in Senegal die Wüste zum Blühen. Gemeinsam geht es um eine Analyse der Nebenwirkungen der Intensiv-Landwirtschaft in Süd und Nord und die Suche nach Alternativen. Während des Workshops beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler je nach Klassenstufe und Fachbezug mit der Frage, wie Landwirtschaft nachhaltig gestaltet werden kann.

Acker, Algen, Algorithmen. Der Lyrik- und Poetrywettbewerb

Unter dem Titel „Acker, Algen, Algorithmen" starten das Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie und das Onlinemagazin www.LizzyNet.de einen Lyrik- und Poetry-Wettbewerb für Jugendliche und junge Erwachsene. Gesucht werden Gedichte oder lyrische Kurzformate wie Haikus oder Elfchen von jungen Autorinnen und Autoren von 12 bis einschließlich 26 Jahren, in denen sie sich der Bioökonomie mit sprachlichen Bildern nähern. Ziel ist, sich mit dem Konzept biobasierter Produktions- und Konsumweisen für eine nachhaltigere Zukunft zu beschäftigen und Aspekte daraus unterhaltsam und verständlich einem breiten Publikum vorzustellen.
Zum Schwerpunkt: Hintergrundinformationen

Ein starkes Bündnis für biologische Vielfalt

Zum Tag des Artenschutzes am 3. März haben Vertreter*innen aus Wirtschaft und Gesellschaft den Verein „Food for Biodiversity" gegründet. Eine Million Arten sind laut einem Bericht des Weltbiodiversitätsrates vom Aussterben bedroht. Der Verlust der biologischen Vielfalt gehört neben dem Klimawandel zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Um den Negativtrend zu stoppen und Arten sowie Lebensräume besser zu schützen, haben 13 Unternehmen, Verbände, Standardorganisationen sowie ein Forschungsinstitut den Verein „Food for Biodiversity" gegründet.

Abschlusskommuniqué 2021 Pandemien und Klimawandel: Wie ernähren wir die Welt?

Corona erschwert den Kampf gegen den Hunger - Schätzungen gehen pandemiebedingt von 130 Millionen zusätzlichen Menschen aus, die hungern. 76 Agrarminister haben sich im Januar 2021 bei der 13. Berliner Agrarministerkonferenz beim Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) auf ein ambitioniertes Abschlusskommuniqué geeinigt, in der sie sich zu einer gemeinsamen Pandemiebekämpfung verpflichten. Die Erklärung ist ein wesentlicher Beitrag zum Food Systems Summit der Vereinten Nationen 2021.

Biodiversität

Biodiversität spielt beim Funktionieren von Ökosystemen eine große Rolle. Intakte Ökosysteme sorgen für fruchtbaren Boden, liefern uns Nahrung, sauberes Wasser, Holz, Substanzen zur Herstellung von Medikamenten etc. Mit dem Verlust an Biodiversität wird der vielfältige Nutzen geschmälert, den Menschen aus Ökosystemen ziehen. Das Themendossier „Biodiviersität" wurde von éducation21 mit Unterstützung des Forum Biodiversität realisiert. Es ist für alle Stufen einsetzbar.

Doppelstandards und Ackergifte von Bayer und BASF - Ein Blick hinter die Kulissen des internationalen Handels mit Pestizidwirkstoffen

In der neuen Studie des INKOTA-Netzwerks, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und PAN Germany wird gezeigt, dass Bayer und BASF tief im internationalen Geschäft mit hochgefährlichen Pestiziden und Pestizidwirkstoffen stecken. Dabei ermöglichen Doppelstandards den Konzernen die Vermarktung ihrer Pestizide und Wirkstoffe im globalen Süden, auch wenn diese in der EU aus Gesundheits- oder Umweltschutzgründen nicht mehr genehmigt oder verboten sind. Mindestens 33 Pestizidwirkstoffe vermarkten und entwickeln die deutschen Chemiegiganten, die eine akute Bedrohung für die menschliche Gesundheit darstellen. Aus unseren Fokusrubriken
Das Portal Globales Lernen setzt mit seiner Rubrik „Im Fokus" thematische Schwerpunkte, um aktuelle Themen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausführlicher behandeln zu können.

Diese Schwerpunkte sind aktuell:

Fridays for Future
Digitalisierung und Globales Lernen
Weniger ist mehr / Degrowth
Sustainable Development Goals (SDG)
Flucht und Asyl
Abfall und Müllexporte weltweit
Lebensmittelverschwendung

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen aktuelle Meldungen aus diesen Rubriken.


Zeitschrift Global Lernen zum Thema Digitalisierung

Die Zeitschrift Global Lernen von Brot für die Welt richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufen. In der Ausgabe zum Thema Digitalisierung wird sich dem Thema von verschiedenen Seiten genähert und werden Impulse für eine Auseinandersetzung gegeben. Das Heft bietet analoge und digitale Arbeitsmaterialien für den direkten Einsatz im Unterricht, um diese komplexen Fragen und Diskussionen zum Thema Digitalisierung in die Schule zu bringen. Das Unterrichtsmaterial liegt sowohl in deutsch- als auch in englischsprachiger Version vor.

Zukunft. Global. Denken. SDGs fairbinden!

Im Rahmen des einjährigen Bildungsprojektes „Zukunft. Global. Denken. SDGs fairbinden!" sind insgesamt 24 Unterrichtseinheiten für die Jahrgänge 9 bis 12 entstanden. Das Projekt setzt an der interdisziplinären Schnittstelle zwischen Ethnologie und Soziologie/Umweltsoziologie an. Im Fokus stehen die Themen der Nachhaltigen Weltentwicklungsziele - Sustainable Development Goals (SDGs), die durch eine Kombination aus ethnologischem und entwicklungspolitischem Fachwissen sowie mit den Methoden und Materialien des Interkulturellen und Globalen Lernens behandelt werden.

„Plastic Pirates" auf Mission gegen den Plastikmüll

„Plastic Pirates - Go Europe!" ist eine länderübergreifende Citizen-Science-Aktion der Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsministerien Deutschlands, Portugals und Sloweniens und findet im Rahmen ihrer Trio-Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union statt. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung und den Schutz von Flüssen als natürliche Ressourcen zu stärken und den Mehrwert internationaler Forschungszusammenarbeit hervorzuheben. Die Aktion ruft Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren dazu auf, sich mit dem Thema Plastikmüll in der Umwelt – insbesondere in und an Gewässern unterschiedlicher Art – auseinanderzusetzen. Der nächste Aktionszeitraum läuft vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2021.

Future Fiction Kreativwettbewerb

Was wäre, wenn die Klimaerwärmung gebremst oder sogar aufgehalten werden kann? Was wäre, wenn die Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden? Was wäre, wenn das die Zukunft ist? Wie sieht diese Zukunft aus? Stellen wir uns kurz vor: wir befinden uns in einem Jahr zwischen 2030 und 2040. Es wurden viele Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt und wir haben es geschafft, die Erderwärmung zu stoppen. Wie sieht die Welt nun aus? Im Rahmen des Future Fiction Kreativwettbewerbs werden Menschen zwischen 13 und 23 Jahren gesucht, die ihre Vorstellung in einem Text oder Video darstellen möchten.

Mitreisende gesucht: Nicaragua-Reise im Rahmen der CIR-Klimagerechtigkeitskampagne

Die Christliche Initiative Romero (CIR) sucht Teilnehmer*innen für eine Reise nach Nicaragua im Frühjahr 2022, die im Rahmen der europaweiten Kampagne „Game On – Don't let climate change end the game!" stattfinden wird. Gemeinsam mit Aktiven aus der Klimabewegung aus ganz Europa soll es in dem mittelamerikanischen Partnerland der CIR zum Austausch über sozial gerechte Lösungsansätze im Kampf gegen die Klimakrise kommen. Zurück in Europa werden die Teilnehmer*innen der Reise ein Bewusstsein für die Perspektive der Menschen aus Mittelamerika schaffen. Aktive junge Menschen, die als Klimabotschafter*innen diese wichtige Mission unterstützen möchten, können sich bis zum 11. Mai bei der CIR bewerben.

Neues vom Blog EineWeltBlaBla


EineWeltBlaBla im April 2021

Seit Ende 2019 zerstört die Heuschreckenplage in Ostafrika die Ernten vieler Bäuer*innen. Was sich das kenianische Startup The Bug Picture überlegt hat, um den Bäuer*innen zu helfen und die Plage besser in den Griff zu bekommen, haben wir in unserem ersten Blogbeitrag des Monats erklärt. 

„An Frieden denken, heißt an die Kinder denken." Das hat schon Michail Gorbatschow gesagt. Und doch leben weltweit rund 426 Millionen Kinder in Konflikt- und Krisengebieten – fast jedes 5. Kind. Besonders schlimm ist die Lage in Syrien und im Jemen. Doch was bedeutet es im Bürgerkrieg aufzuwachsen

Vom 19. bis 25. April 2021 fand die diesjährige Fashion Revolution Week statt. Unter dem Hashtag #WhoMadeMyClothes forderten auch dieses Jahr wieder viele engagierte Menschen Unternehmen zu transparenten und verantwortungsvollen Lieferketten auf. Im Rahmen des Blogbeitrags haben wir viele spannende Aktionen vorgestellt und erklärt, wie jede*r Einzelne aktiv werden kann. 

Anlässlich der Veröffentlichung der Waldzerstörungs-Weltrangliste von WWF haben wir einen Blogbeitrag zu den Ursachen von Tropenwaldrodung verfasst. Dabei erklären wir, was Abholzung eigentlich genau mit unserer Ernährung zu tun hat und beleuchten, warum Soja, Palmöl und Rindfleisch die größten Waldzerstörer sind. 

In einem bewegenden Gastbeitrag bekommen wir die Geschichte von Abdulkarim und Wael erzählt. Durch die unermüdliche Unterstützung von Armut und Gesundheit in Deutschland e.V. haben die zwei den langen Weg von Damaskus nach Mainz geschafft.

Zum Monatsende hin haben wir den Blick auf die Auswirkungen von Corona auf die Entwicklungszusammenarbeit gelegt. In unserem Blogbeitrag berichten wir über die aktuellen Schwerpunkte und Herausforderungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, beleuchten aber auch, wie die Länder des Globalen Südens selbst aktiv geworden sind, um die Auswirkungen der Pandemie abzufangen.

Kennt ihr schon unseren Instagram und Facebook Account? Da werdet ihr regelmäßig über die Veröffentlichung unserer neuen Beiträge informiert!
Wir freuen uns, wenn ihr mitredet!

Neues aus den Datenbanken
Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien

In der Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien können sich Lehrkräfte und Interessierte über das aktuell verfügbare Angebot an didaktischen Printmaterialien zur Einen Welt informieren. Die Datenbank bietet die Möglichkeit, über eine umfassende Suchmaske gezielt nach Publikationen zu suchen. Hier gelangen Sie zu einer Zusammenstellung aktueller Bildungsmaterialien.

Datenbank Eine Welt Medien – Filmtipps zum Thema Biologische Vielfalt / Nachhaltige globale Landwirtschaft

Die Datenbank Eine Welt Medien hat auch zum Schwerpunkt dieses Newsletters eine Empfehlungsliste mit Filmen zusammengestellt. Ob zu Ernährungssicherung, Bienen, Saatgut, Agrargifte oder Widerstand von Kleinbauern – zu sämtlichen Aspekten des komplexen Themenfeldes gibt es sehenswerte Dokumentarfilme. Alle Filme werden jeweils mit ausführlicher Beschreibung, Altersempfehlung und Verleihstellen aufgeführt.
Veranstaltungen
Digitalisierung verstehen und hinterfragen
05.05.2021 online
Welternährung neu denken. Interaktive Lehrerfortbildung zum weltweiten Ernährungswandel. Ein digitaler Workshop zum SDG2
05.05.2021 online One Health - Gesundheit für alle. Ein digitaler Workshop der DAHW zum SDG3
05.05.2021 online Nachhaltigkeitsziel 4: Bildung für alle – digitale Unterrichtsmaterialien mit offener Lizenz selbst erstellen
11.05.2021 online
Kinderarbeit und Kinderrechte weltweit. Ein Online-Workshop von Brot für die Welt zum SDG8
11.05.2021 online
Selbstreflexion, Intersektionalität und Diversitätsorientierung in der sozialen und pädagogischen Arbeit
11.05.2021 online
Online-Lehrkräftefortbildung: Methoden zur Klimakrise digital anwenden
18.05.2021 online Kinder haben Rechte - hier und überall. Ein Online-Workshop des Kindermissionswerks 'Die Sternsinger' zum SDG10
19.05.2021 online Der Nachhaltigkeit auf der Spur mit digitalen Schnitzeljagden (Actionbounds): Ein Bildungsangebot von Future Fashion zum SDG 11
19.05.2021 online Learn@Lunch: 17 Ziele kreativ und sichtbar - Generation Verantwortung? Youth Leadership und Bildung für Nachhaltige Entwicklung
20.05.2021 online
Online-Workshop zum SDG 4: Teilhabe möglich machen - Konzepte zur Umsetzung von Wirkensräumen von Bildung für Nachhaltige Entwicklung
20.05.2021 online Entwicklungspolitische Diskussionstage 2021
25.05.2021 - 26.05.2021 online Workshop: Kapitalismuskritische Perspektiven auf Globales Lernen
28.05.2021 online
Seminar für Multiplikator*innen: Vom Wissen zum Handeln - jetzt aber wirklich!
11.06.2021 - 13.06.2021 in Halle (Saale) Der Griff nach der Nahrung: Interessen der Märkte im Widerspruch zum Menschenrecht!
28.11.2021 - 03.12.2021 in Hattingen Vorschau Ausgabe Juni 2021: 
Die nächste Ausgabe des Newsletters der Eine Welt Internet Konferenz erscheint Ende Mai 2021 zum Thema

Entwicklungserfolge / Partnerschaften zur Erreichung der Ziele (SDG 17)

Zusendungen sind bis zum 21. Mai 2021 willkommen.
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Um Ihre Suche nach passenden Bildungs- und Unterrichtsmaterialien, nach aktuellen Aktionen, Veranstaltungen und Kooperationsmöglichkeiten zu erleichtern, versuchen wir stets, die Vielfalt der Angebote im deutschsprachigen Raum möglichst umfassend darzustellen.

Wir möchten daher gerne wissen: Werden wir unserem Anspruch gerecht, einen schnellen und übersichtlichen Zugang zu allen relevanten Informations- und Bildungsangeboten zum Globalen Lernen zu bieten?

Hier geht es zur Umfrage. Das könnte Sie auch interessieren:
Publikationen der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd
Print-Rundbrief  –  März 2021 SDG 2 - Hunger beenden

Der Rundbrief erscheint viermal jährlich und berichtet über die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Bund und Ländern, Fortbildungsangebote, Veranstaltungen, neue Materialien, Kampagnen und Aktionen.
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Dr. Kambiz Ghawami (V. i. S. d. P)

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World Fair Trade Day | Unsere Wirtschaft muss sozial und ökologisch zukunftsfähig werden!

SID Blog - 3. Mai 2021 - 13:06

Zum World Fair Trade Day fordern Forum Fairer Handel und Weltladen-Dachverband einen Fairen Aufbruch

 

Berlin/ Mainz, 3. Mai 2021 – Anlässlich des Internationalen Tages des Fairen Handels (zugleich Weltladentag) am 8. Mai rufen das Forum Fairer Handel und der Weltladen-Dachverband die nächste Bundesregierung und Legislative zum Aufbruch in eine sozial und ökologisch zukunftsfähige Wirtschaft auf. Aus Sicht des Forum Fairer Handel bedarf es dafür dreier Säulen: einer Wirtschaft, die Menschen und Umwelt vor den Profit stellt; der Herstellung von Klimagerechtigkeit und Förderung bäuerlicher Landwirtschaft weltweit; einer internationalen (Handels)Politik, die ein menschenwürdiges Leben für alle ermöglicht. Unter dem Motto „Die Welt braucht einen Tapetenwechsel" geben hunderte Weltläden an ihrem traditionellen Aktionstag Impulse, wie die grundlegende Transformation unserer Wirtschaft gelingen und der Faire Handel als Kompass dafür dienen kann.

 

Die Welt steht vor enormen Herausforderungen. „Wir beobachten tiefgreifende sozio-ökonomische und ökologische Krisen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden viele davon weiter verschärfen", erklärt Andrea Fütterer, Vorsitzende des Forum Fairer Handel. Die soziale Ungleichheit nimmt immer weiter zu, sowohl global als auch hierzulande, Umweltzerstörung und Klimawandel schreiten voran. „Es ist offensichtlich: Unsere Art zu leben und zu wirtschaften ist nicht zukunftsfähig. Die Welt braucht einen Tapetenwechsel, und zwar jetzt", konstatiert Anna Hirt, Kampagnenreferentin des Weltladen-Dachverbandes.

 

Ziel des geforderten fairen Aufbruches ist ein resilientes und zukunftsfähiges Wirtschafts- und Handelssystem, welches nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial und ökologisch nachhaltig ist. Die Prinzipien des Fairen Handels können dabei als Blaupause dienen. „Es muss Schluss sein mit dem Mantra der Alternativlosigkeit. Unsere Art des Wirtschaftens ist menschengemacht und kein Naturgesetz. Dass es anders geht, zeigt der Faire Handel. Die Politik kann Weichen für einen Umbau des Wirtschaftens stellen, sie muss nur wollen", betont Fütterer. Das Lieferkettengesetz ist ein erster Baustein auf diesem Weg. „Wir begrüßen die Einigung auf ein Lieferkettengesetz. Allerdings muss klar sein, dass Unternehmen Verantwortung entlang ihrer gesamten Lieferkette übernehmen müssen", fordert Hirt. Da der aktuelle Gesetzentwurf die unternehmerische Sorgfaltspflicht vollumfänglich nur für direkte Zulieferer vorsieht, müssen die Bundestagsabgeordneten den Entwurf zum Lieferkettengesetz dringend nachbessern.

 

Vor diesem Hintergrund laden die Weltläden am 8. Mai bundesweit unter dem Motto „Die Welt braucht einen Tapetenwechsel" dazu ein, selbst aktiv zu werden und den dringend benötigten Wandel mitzugestalten. Im Rahmen der Aktion #GönnDirWandel erhalten Bürger*innen Impulse, wie sie im eigenen Alltag zu mehr Solidarität, Nachhaltigkeit, Respekt, Gleichberechtigung, Transparenz und Dialog beitragen und wie sie sich politisch engagieren können.

 

Auch auf europäischer und globaler Ebene ruft die Fair-Handels-Bewegung unter dem Dach der Kampagne #BuildBackFairer zum Fairen Neustart nach der Pandemie auf: „Fair-Handels-Unternehmen setzen Menschen und Umwelt an erste Stelle. Im Sinne der globalen Solidarität haben sie sich dazu verpflichtet, die Welt während und nach der Pandemie gerechter zu gestalten. Nur wenn sich Menschen auf der ganzen Welt dieser Anstrengung anschließen, können wir die Welt wirklich zu einem besseren Ort machen", erklärt Roopa Mehta, Präsidentin der World Fair Trade Organization. 

 

Service

Forderungen des Forum Fairer Handel an Bundestag und Bundesregierung für die Legislaturperiode 2021-2025

Eine ausführliche Erläuterung dieser Forderungen enthält das Papier „Die Transformation fair gestalten – Aufbruch in eine sozial und ökologisch zukunftsfähige Wirtschaft" | Download Langfassung

Für einen schnellen Überblick empfehlen wir die zweiseitige Kurzfassung der Forderungen |  Download Kurzfassung

 

Aktion zum Weltladentag #GönnDirWandel

In Deutschland beteiligen sich am World Fair Trade Day/Weltladentag hunderte Weltläden in ganz Deutschland mit der Aktion „Wandel to go". Ihren nächsten Weltladen finden Sie unter: www.weltladen.de/ueber-weltlaeden/weltladen-finden

Informationen zur Aktion finden Sie unter www.weltladen.de/kampagne.

#BuildBackFairer

Das Forum Fairer Handel und der Weltladen-Dachverband gehören der internationalen zivilgesellschaftlichen Allianz „Build Back Fairer" an. Deren Forderungen für die Transformation der Wirtschaft und des Handelssystems hin zu einer gerechten und nachhaltigen Entwicklung können Sie hier aufrufen: Build Back Fairer Statement

 

Faire Woche 2021

Auch die Faire Woche 2021 widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema „Zukunft fair gestalten – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit". Sie findet vom 10. bis 24. September statt. Informationen dazu erhalten Sie hier: www.faire-woche.de

  



Veranstaltung (online) "Kann die Religions- und Weltanschauungsfreiheit nachhaltige Entwicklung fördern?" | 17. Mai

SID Blog - 3. Mai 2021 - 13:05

Einladung | Veranstaltung (online) "Kann die Religions- und Weltanschauungsfreiheit nachhaltige Entwicklung fördern?" | 17. 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Einladung zur digitalen Veranstaltung

Kann die Religions- und Weltanschauungsfreiheit nachhaltige Entwicklung fördern? Inklusive Bildungssysteme im Fokus




Schülerinnen und Schüler beim Unterricht an der öffentlichen Schule in Kwali / Abuja, Nigeria, © Thomas Imo / photothek.net

Sehr geehrte Damen und Herren,

Bildung, nachhaltige Entwicklung und Religions- sowie Weltanschauungsfreiheit stehen in einer engen, noch wenig untersuchten, Beziehung zueinander. Einerseits soll Bildung Pluralität, Respekt und Toleranz zwischen Angehörigen verschiedener Religionen oder Weltanschauungen fördern. Dies geschieht zum Beispiel durch Aufklärung und Begegnungen, die eine religionsbezogene Diskriminierung, Stereotype und Vorurteile abbauen. Andererseits können Bildungssysteme das Menschenrecht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit auch gefährden. Dies gilt etwa dann, wenn Zugangsbeschränkungen zu Bildungssystemen aufgrund einer Religionszugehörigkeit bestehen, Curricula und Bildungsmaterialien zur Dominanz bestimmter religiöser Überzeugungen führen oder sogar eine bestimmte religiöse Bildung für alle Schulkinder verpflichtend ist.  

  • Wie kann das Menschenrecht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit in staatlichen Bildungssystemen weltweit gestärkt werden? 
  • Was kann getan werden, damit Religions- und Weltanschauungsfreiheit im Bildungswesen zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele beitragen kann? 
  • Welche Chancen und Herausforderungen bestehen dabei für religiöse und weltanschauliche Gruppen? 
  • Welche Rolle spielen religiöse Akteure im Bildungswesen? 
  • Welche Ansätze können progressive Strömungen von religiösen und weltanschaulichen Gruppen im Bildungswesen stärken? 

Anknüpfend an den zweiten Bericht der Bundesregierung zur weltweiten Lage der Religionsfreiheit möchten wir an der Schnittstelle von Politik und Wissenschaft diese und weitere Fragen gern mit Ihnen diskutieren. Wir tun dies in einer Kooperation des Beauftragten der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit mit dem GIGA und laden Sie herzlich zur Teilnahme an dem virtuellen Fachaustausch ein.  

Montag, 17. Mai 2021 | 16:00-17:30 Uhr (MEZ)
GIGA | ONLINE

Referent:innen:
Markus Grübel MdB ist Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit.

Dr. des Amanda tho Seeth ist Post Doc an der Humboldt-Universität zu Berlin und Mitarbeiterin im GIGA Projekt "Freedom and Development? Religious Actors, Freedom of Belief and Religion, and Sustainable Development".

Dr. Hamideh Mohagheghi ist Sprecherin des Rat der Religionen, Hannover und Mitglied des Vorstands von Religions for Peace Deutschland.

Prof. Dr. Matthias Basedau ist Direktor des GIGA Institut für Afrika-Studien.

Moderation:
Dr. Zrinka Štimac ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Georg-Eckert-Institut, Leibniz-Institut für Internationale Schulbuchforschung (GIE).

Hier finden Sie den Teilnahmelink.

Die Veranstaltung wird in deutscher Sprache abgehalten.

Das GIGA nimmt die Coronavirus-Situation sehr ernst: Bis auf weiteres finden alle Veranstaltungen des GIGA ausschließlich im digitalen Raum statt und das Team GIGA arbeitet von zu Hause aus.

 



 

I


 


 

Towards a Global Digital Constitutionalism: A Radical New Agenda for UN75

DEVELOPMENT - 3. Mai 2021 - 0:00
Abstract

Twenty years after the WSIS, even as multi-stakeholder governance models in the domain have been stripped of any claim to their democratic potential, global digital governance is in shambles. Norm-building for the digital paradigm is increasingly shifting to plurilateral spaces and private sector-led rule-making in the guise of technical standards development. The UN Secretary-General’s Roadmap for Digital Cooperation (2020) has failed to address this crisis. The paper argues for how in its 75th year, the UN needs to make a clean break from its historical soft-pedalling of corporatized rule-making for the digital by embracing the radical agenda of a transformative global constitutionalism, and proceeds to outline its constituent elements.

Frauen verlieren durch COVID-19 weltweit über 800 Milliarden an Einkommen

SID Blog - 30. April 2021 - 14:49

Frauen verlieren durch COVID-19 weltweit über 800 Milliarden US-Dollar an Einkommen

Ökonomische Verluste von Frauen entsprechen dem Nationaleinkommen von 98 Ländern

Berlin, 29.04.2021. Weltweit hatten Frauen durch die COVID-19-Krise im vergangenen Jahr Einkommensverluste von mindestens 800 Milliarden Dollar. Das ist mehr als das Bruttonationalkommen von 98 Ländern zusammen. 64 Millionen Frauen verloren ihren Arbeitsplatz, ein Jobverlust von 5 Prozent, verglichen mit 3,9 Prozent bei den Männern. Das zeigt eine Berechnung der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam im Vorfeld des diesjährigen 1. Mai. Oxfam fordert mehr Investitionen in öffentliche Systeme für Bildung, Gesundheit und soziale Sicherung.

Oxfams Kalkulation beruht auf Daten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und ist eine konservative Schätzung. Weltweit arbeiten Frauen überproportional häufig in Berufen, die zwar für das Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft unerlässlich sind, jedoch häufig schlecht bezahlt, wenig wertgeschätzt und von den Folgen der Corona-Pandemie besonders betroffen. Dies gilt unter anderem für den Einzelhandel, den Tourismus oder die Gastronomie sowie das Sozial- und Gesundheitswesen. In Südasien, Afrika und Lateinamerika arbeiten Frauen zudem vielfach in informellen Arbeitsverhältnissen, etwa auf Märkten oder als Haushaltshilfen.

Mehr Pflege, weniger Einkommen – Frauen doppelt gestraft

Frauen sind in der Pandemie auch deshalb häufiger von Einkommensverlusten betroffen, weil sie den Löwenanteil unbezahlter Pflege- und Fürsorgearbeit leisten. Sie verkürzen ihre Arbeitszeit oder steigen vorübergehend ganz aus dem Berufsleben aus, um kranke Angehöriger zu pflegen oder während der Schulschließungen ihre Kinder zu betreuen. Schon vor dem Ausbruch des Virus leisteten Frauen und Mädchen täglich 12,5 Milliarden Stunden unbezahlte Betreuungsarbeit.

„Frauen sind in der Pandemie doppelt gestraft. Sie schultern noch mehr unbezahlte Betreuungsarbeit und verlieren gleichzeitig an Einkommen. Wie selbstverständlich springen Frauen ein, wenn Alte und Kranke gepflegt oder Kinder betreut werden müssen. Doch das ist nicht selbstverständlich, sondern eine gesellschaftliche Erwartung, die den Frauen durch sexistische Normen auferlegt wird. Frauen federn die gesellschaftliche Wucht der Pandemie ab – und bleiben dabei selbst auf der Strecke", kritisiert Sandra Dworack, Entwicklungsexpertin von Oxfam Deutschland.

47 Millionen Frauen zusätzlich in extremer Armut

Die Vereinten Nationen schätzen, dass im Jahr 2021 weltweit zusätzlich 47 Millionen Frauen in extreme Armut geraten werden und mit weniger als 1,90 Dollar pro Tag auskommen müssen. Nach einer Kalkulation des Weltwirtschaftsforums (WEF) wird es eine Generation länger dauern, um den Global Gender Gap zu schließen, der die Unterschiede bei der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Teilhabe von Frauen und Männern bemisst. Dem WEF zufolge wird es wegen der Einbußen von Frauen in der Pandemie statt 99,5 Jahre nun 135,6 Jahre dauern, die Lücke zwischen den Geschlechtern zu schließen.

Obwohl einige Regierungen positive Maßnahmen ergriffen haben, um die wirtschaftliche und soziale Situation von Frauen in der Pandemie zu verbessern, bleibt die Reaktion der meisten Staaten höchst unzureichend: Nur 11 Länder haben für Beschäftige mit Betreuungsaufgaben kürzere oder flexible Arbeitszeitregelungen geschaffen, und 36 Länder bessere Bedingungen für Lohnfortzahlung bei pflegebedingten Arbeitsausfällen.

„Eine Erholung von COVID-19 ist unmöglich, ohne dass sich die Frauen erholen. Es gilt, die Wirtschaft nach der Pandemie geschlechter- und klimagerecht zu gestalten und soziale Ungleichheit insgesamt abzubauen", erklärt Sandra Dworack. Oxfam fordert von den Regierungen weltweit eine Stärkung öffentlicher Bildungseinrichtungen und Gesundheitsversorgung sowie sozialer Sicherungssysteme.

 

Hinweise:

  • Fotos und Geschichten von berufstätigen Frauen und Müttern, die von den wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie betroffen sind, finden Sie hier.
  • Globale Daten zu Arbeitsplatzverlusten von Frauen und Männern: https://www.ilo.org/wcmsp5/groups/public/@dgreports/@dcomm/documents/briefingnote/wcms_767028.pdf (siehe S. 9/10)
  • Daten zu informellen Arbeitsverhältnissen: https://www.ilo.org/wcmsp5/groups/public/@dgreports/@dcomm/documents/briefingnote/wcms_743146.pdf
  • Methodische Anmerkungen zur Berechnung der Einkommensverluste: Der oben genannte Gesamteinkommensverlust von Frauen ist eine Schätzung auf Grundlage von Daten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Um die Einkommensverluste zu ermitteln, hat Oxfam zunächst das durchschnittliche Einkommen von Frauen weltweit geschätzt und diese Zahl mit der Anzahl der in den Jahren 2019 und 2020 arbeitenden Frauen multipliziert. Die monatlichen Verdienstdaten der ILO umfassen fünfzig Länder, die jede Region der Welt repräsentieren. Um den Jahresverdienstwert zu ermitteln, hat Oxfam die monatlichen Durchschnittswerte mit zwölf multipliziert. Es wird dabei ein konstantes durchschnittliches Jahreseinkommen angenommen (2019 ist das letzte Jahr, für das Daten verfügbar sind). Die Kalkulation ist eine konservative Schätzung, da sie informelle Beschäftigungsverhältnisse und Einkommensausfälle aufgrund reduzierter Arbeitszeiten nicht berücksichtigt. Ein blinder Fleck ist außerdem das Ausmaß wirtschaftlicher Ungleichheit unter Frauen. Die ILO weist zudem darauf hin, dass die Daten auf nationalen Statistiken beruhen und deshalb nicht für Ländervergleiche oder Ranglisten verwendet werden sollten.


Corona-Krise in Indien spitzt sich zu

SID Blog - 30. April 2021 - 14:47
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30.04.2021 | Pressemitteilung

Welthungerhilfe stellt 100.000 Euro Soforthilfe bereit
Corona-Krise in Indien spitzt sich zu

Bonn/Berlin, 30.4.2021. Die Lage der Menschen in Indien wird täglich verzweifelter. Die Zahl der Infizierten und Toten insbesondere in den Städten steigt dramatisch und das medizinische System ist komplett zusammengebrochen. Auch in den ländlichen Regionen verschlechtert sich die Situation massiv. Die Welthungerhilfe beklagt, dass die Ärmsten in den Städten und auf dem Land erneut am stärksten betroffen sind.

„Gerade die Ärmsten können sich am wenigsten schützen und zu Hause bleiben. Sie müssen täglich auf Arbeitssuche gehen oder auf den Feldern arbeiten, denn sonst haben sie kein Einkommen und keine Nahrung zum Überleben. Gleichzeitig ist auf dem Land die Unwissenheit über das Virus hoch und Schutzregeln werden auch aus der Not heraus nicht befolgt. Aus Angst vor Ansteckung verlieren kranke Familien die Unterstützung und Solidarität der Nachbarn“, beschreibt Nivedita Varshneya, Landesdirektorin der Welthungerhilfe in Delhi die Lage.

Die Welthungerhilfe geht davon aus, dass sich die Krise auf die Nachbarländer ausweitet: In Pakistan, Nepal, und Afghanistan schnellen die Infektions- und Todeszahlen ebenfalls hoch und die Gesundheitssysteme sind überlastet. „Das Virus samt seiner Mutationen macht vor Grenzen nicht halt. Deshalb benötigen wir dringend mehr Impfstoffe in Indien wie auch in allen Ländern des globalen Südens. Ich appelliere auch an die deutsche Regierung, endlich die Patentrechte für die Herstellung der Impfstoffe zeitweise aufzuheben“, fordert Varshneya. 

Die Welthungerhilfe bereitet mit ihren Partnern die Versorgung notleidender Familien durch Nahrungsmittel oder Bargeld vor. Außerdem unterstützt sie in verschiedenen Distrikten die lokalen Stellen bei der Einrichtung von Quarantänestellen sowie bei Aufklärungskampagnen. Gleichzeitig werden Hotlines und Anlaufstellen auf dem Land aufgebaut, um nötige Informationen zum Impfen und anderen Schutzmaßnahmen bereitzustellen.

Die Welthungerhilfe bittet dringend um Spenden für die betroffenen Menschen: https://www.welthungerhilfe.de/corona-spenden/corona-indien

Unsere Landesdirektorin sowie weitere deutschsprachige Mitarbeiter stehen für Interviews zur Verfügung.

Weitere Informationen sowie Fotos zum Download finden Sie unter
www.welthungerhilfe.de/presse

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 9.830 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,95 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.



???? Writing the story of 2026, together - CONCORD Newsletter April 2021

SID Blog - 30. April 2021 - 14:46
Director's blog WRITING THE STORY OF 2026, TOGETHER

As CONCORD prepares its new four-year strategy, which will run from 2023-2026, I've been giving some thought as to how our external environment is changing. What does that mean for the role of the Confederation and how we may need to adapt to be able to work in that context, especially given our ambition to do more than react to an EU-set agenda?

The pandemic particularly brought to light or reinforced certain changes in the international arena - including the EU's role in that arena - while directly impacting on our ability to realise our most basic rights. All these changes mark a leap towards a future in which transformative, systemic change and the goal of a more equal world become significantly more difficult to achieve.

We must draw the strands together to consider which scenarios are possible – over the years to 2026 – and what role CONCORD should play in ensuring that we can write the future of 2026, together.


Tanya Cox,
CONCORD Director


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CONCORD NEWS OF THE MONTH PRESS RELEASE: EU ODA UP, BUT FAR FROM LEVELS PROMISED AND NEEDED AMID INTERNATIONAL CRISES The figures offer the first tangible evidence of the global pandemic's impact on EU ODA. In absolute terms, according to the OECD DAC, EU aid increased by 7.8% (72.7 billion USD) compared to 2019. But this is not yet a reason to celebrate: EU ODA levels are still very far from the level of development financing required. 

Our press release REACTION TO THE EU TRADE STRATEGY The review of the EU's Trade Strategy was an opportunity for the EU to use its leadership in the multilateral trade system to accelerate worldwide progress on the implementation of the 2030 Agenda and the Paris Agreement. This analysis identifies 12 key improvements to the reviewed EU Trade Strategy to move towards an economy that ensures well-being for the people and planet.

Our analysis REGIONAL ALLIANCES APRIL NEWSLETTER Our work on Regional Alliances aims to ensure the EU and Member States engage with partner regions in human rights-based partnerships that prioritise sustainable development and tackle inequalities, with increased space and role for civil society. In these newsletters, aimed to be shared monthly, you will get the chance to catch up on our advocacy activities and to learn more about what's to come.
  Our newsletter UPDATES FROM OUR NETWORK SOLIDAR OFFICE RENTAL OFFER IN BRUSSELS The pandemic will forever change the world of work and the need to find new office solutions that are flexible enough to offer both stability and creativity for individual and collective processes. SOLIDAR has just entered centrally located, newly renovated offices at Av. des Arts 50 (1000 – Brussels) and are looking for a sister organisation or movement to join them. 

Learn more THE COVID-19 PANDEMIC AND RELATED CRISES CALL FOR HIGHER LEVELS OF ODA In a joint statement, 76 civil society organisations across the world, including CONCORD and many of our members, called on OECD/DAC countries to fulfill and exceed the 0.7% target for ODA and the 0.15% to 0.2% target for Least Developed Countries (LDCs), prioritising unconditional grants and technical support.

Learn more EVENTS Unless stated differently the following events are taking place online. CONCORD FOCUS: EU ODA, MIGRATION AND GLOBAL EUROPE INSTRUMENT


Conditionality on migration remains a controversial discussion, high on the EU political agenda. The findings and recommendations of a new CONCORD's paper regarding the implementation of the Global Europe instrument 10% allocation for migration-related actions will be presented in this webinar. 

When: 5 May 2021, 15:30 - 17:00 (CET)
Registrations: open until 30 April via this link 
Hosted by: CONCORD Europe CONCORD FOCUS: EU BLENDED FINANCE IN THE LEAST DEVELOPED COUNTRIES


As LDCs contexts have been more challenging, blending should not come at the expense of other concessional finances in LDCs and other vulnerable countries. This webinar aims to bring together some key principles that ODA channelled through blending in LDCs must respect. The findings and recommendations of a new CONCORD's paper will be presented.

When: 26 May 2021, 15:30 - 17:00 (CET)
Registrations: open until 7 May via this link 
Hosted by: CONCORD Europe INNOVATIVE PARTNERSHIP IN EU EXTERNAL ACTION: THE ROLE OF SUSTAINABLE AND INCLUSIVE BUSINESSES


CONCORD organises, together with FTAO, WFTO, Cooperatives Europe and other partners, a session during the EU Social Economy Summit. We will discuss with representatives from the European Commission, European Parliament, business and civil society and aim to present the findings and recommendations from our 'Mind our business' report.

When: 26 May 2021, 11:30 - 13:00 (CET)
Registrations: via this link
Hosted by: EU Social Economy Summit   JOB OPPORTUNITIES Advocacy Coordinator
Organisation: EU-CORD
Deadline: 4 May 2021 Communication and Media Assistant
Organisation: CONCORD
Deadline: 9 May 2021 Programme Manager, Coasts and Deltas
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 Senior Communications Officer, Mangroves
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 Partnerships Manager, Europe
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 Partnerships Manager, Africa
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 Senior Technical Officer, Wetland Carbon Developer
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 Head of Communications and Advocacy
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 Advocacy Officer, Climate
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 Project Controller
Organisation: Wetlands International
Deadline: 9 May 2021 CALLS FOR PROPOSALS & OPPORTUNITIES The latest open calls for proposals from DG INPTA

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Challenging Corporate Power: Human Rights Globalization from Above and Below

DEVELOPMENT - 30. April 2021 - 0:00
Abstract

To address the most pressing issues of our day, the United Nations must be redesigned to transform global social relations in ways that reduce corporate power and empower civil society and local authorities as global actors. People’s movements have made deliberate efforts to advance what I have called human rights globalization, building foundations for an alternative global order from the ground up. These emerging transformative projects can end corporate impunity and foster global norms and identities that contest corporate governance and the monopoly authority of states.

Historischer Erfolg für Klima-Verfassungsbeschwerde

SID Blog - 28. April 2021 - 13:38
Karlsruhe erklärt Klimaschutzgesetz teilweise für verfassungswidrig und stärkt Rechte der jungen Generation... ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌
­ News und Hintergründe zu Klima | Landwirtschaft | Unternehmensverantwortung | Bildung ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ EILMELDUNG: Historischer Erfolg für Klima-Verfassungsbeschwerde ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Pressemitteilung ­ ­ ­ ­ Historischer Erfolg für Klima-Verfassungsbeschwerde ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Karlsruhe erklärt Klimaschutzgesetz teilweise für verfassungswidrig und stärkt Rechte der jungen Generation ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Berlin (29. April 2021). Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem heutigen Beschluss die Verfassungsbeschwerde von neun Jugendlichen für eine menschenwürdige Zukunft in weiten Teilen akzeptiert: Die Freiheits- und Grundrechte werden bereits heute durch unzureichenden Klimaschutz verletzt. Der Gesetzgeber muss das Klimaschutzgesetz bis Ende nächsten Jahres nachbessern.

Rechtsanwältin Dr. Roda Verheyen (Hamburg), die die jungen Menschen vertritt, kommentiert die Entscheidung: „Das Bundesverfassungsgericht hat heute einen global beachtlichen neuen Maßstab für Klimaschutz als Menschenrecht gesetzt. Es hat die extreme Krisensituation beim Klimaschutz erkannt und die Grundrechte generationengerecht ausgelegt. Der Gesetzgeber hat jetzt einen Auftrag für die Festlegung eines schlüssigen Reduktionspfads bis zur Erreichung der Treibhausgasneutralität. Abwarten und verschieben von radikalen Emissionsreduktionen auf später ist nicht verfassungskonform. Klimaschutz muss heute sicherstellen, dass zukünftige Generationen noch Raum haben."

Sophie Backsen, eine der jungen Beschwerdeführer:innen, erlebt schon heute die Folgen der Klimakrise auf ihrer Heimatinsel Pellworm: „Die Entscheidung der Gerichts ist ein Riesenerfolg für uns junge Menschen, die wir schon jetzt von der Klimakrise betroffen sind - ich freue mich sehr! Es ist klar geworden, dass wesentliche Teile des Klimaschutzgesetzes nicht mit unseren Grundrechten vereinbar sind. Wirksamer Klimaschutz muss jetzt beginnen und umgesetzt werden - nicht erst in zehn Jahren. Nur so kann meine Zukunft auf meiner Heimatinsel gesichert werden. Die Entscheidung gibt mir Rückenwind, weiterzukämpfen."

Luisa Neubauer von Fridays for Future ist ebenfalls eine Beschwerdeführerin: „Klimaschutz ist nicht nice-to-have - gerechter Klimaschutz ist Grundrecht, das ist jetzt offiziell. Ein Riesen Erfolg - für alle und besonders für uns junge Menschen, die seit über zwei Jahren für ihre Zukunft klimastreiken. Wir werden nun weiter kämpfen, für eine generationengerechte 1,5 Grad Politik."

Germanwatch hat die Verfassungsbeschwerde unterstützt.
Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch:
"Das bahnbrechende Urteil des Bundesverfassungsgerichts legt den Schutz der Grundrechte endlich generationengerecht aus. Die Freiheit und Grundrechte von morgen dürfen nicht durch unsere Emissionen heute verheizt werden – es gibt die Verpflichtung, diesen Schutz durch ein wissenschaftsbasiertes Klimaschutzgesetz zu gewährleisten. Der Grundrechtsschutz gilt auch für betroffene Menschen im globalen Süden. Dieses Urteil wird ein zentraler Bezugspunkt für alle Klimaklagen, die weltweit anhängig sind."

Die insgesamt vier Verfassungsbeschwerden richten sich gegen das 2019 verabschiedete Klimaschutzgesetz der deutschen Bundesregierung. Die Kläger:innen sind Jugendliche und Erwachsene aus dem In- und Ausland. Sie werden unterstützt vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und dem Solarenergie-Förderverein Deutschland, von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) sowie von Greenpeace, Germanwatch und Protect the Planet. Mit ihren Verfassungsbeschwerden verleihen sie ihrer Kritik Nachdruck, dass die Ziele und Maßnahmen des Klimaschutzgesetzes nicht ausreichen, um ihre Grundrechte wirksam vor den Folgen der Klimakrise zu schützen sowie die Verpflichtungen aus dem Pariser Klima-Abkommen zu erfüllen. Eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin war vorausgegangen – und lieferte wichtige Grundlagen für das heutige Urteil.

Aktenzeichen: 1 BvR 288/20 ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Folgen Sie uns auf: ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Germanwatch e.V. | info@germanwatch.org | www.germanwatch.org
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Gerechte Klimapolitik könnte helfen, extreme Armut zu verringern

SID Blog - 27. April 2021 - 18:54

Das UN-Ziel zur Beseitigung extremer Armut bis 2030 wird bei Fortsetzung der aktuellen Entwicklung deutlich verfehlt.
  • Ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen und die Reduktion extremer Armut können Hand in Hand gehen.
  • Hierfür ist eine Kombination aus nationaler Umverteilung von Einnahmen aus Emissionspreisen und internationaler Klimafinanzierung notwendig.

Gerechte Klimapolitik könnte helfen, extreme Armut zu verringern

Ambitionierte Klimapolitik könnte helfen, extreme Armut in Entwicklungsländern zu reduzieren. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie von Forschenden des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) - ein Ergebnis, das im Gegensatz zu der weit verbreiteten Annahme steht, dass die Eindämmung des Klimawandels mit einem Kompromiss bei der Bekämpfung von Armut einhergeht. Um Klimapolitik und Armutsbekämpfung zu einer Win-Win-Situation für Planet und Mensch zu machen, sind eine progressive Verteilung der Einnahmen aus Emissionspreisen und eine faire internationale Lastenteilung entscheidend.

"Klimapolitik schützt die Menschen vor den Folgen des Klimawandels wie extremen Wetterereignissen oder Ernteausfällen. Sie kann aber auch zu höheren Energie- und Nahrungsmittelpreisen führen", so Bjoern Soergel vom PIK, Hauptautor der Studie. "Dies könnte eine zusätzliche Belastung vor allem für arme Bevölkerungsschichten weltweit darstellen, die ohnehin schon anfälliger für Klimafolgen sind. Armutsbekämpfung muss daher in die Gestaltung der Klimapolitik einbezogen werden."

In der Studie, die in Nature Communications veröffentlicht wurde, berechnen die Potsdamer Forscher, dass im Jahr 2030 noch etwa 350 Millionen Menschen in extremer Armut (d.h. mit weniger als 1,90 Dollar pro Tag) leben werden, wenn die derzeitige sozioökonomische Entwicklung anhält - und diese Zahl berücksichtigt noch nicht einmal die COVID-19-Pandemie oder die negativen Auswirkungen des Klimawandels. Das UN-Ziel für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goal, kurz SDG), extreme Armut bis 2030 zu beseitigen, wird damit deutlich verfehlt. Bei einer ehrgeizigen Klimapolitik, die dem 1,5°C-Ziel aus dem Pariser Abkommen entspricht, könnten sogar zusätzliche 50 Millionen Menschen in extremer Armut verbleiben.

"Um dies zu vermeiden sollten wir die Bepreisung von Emissionen mit einer progressiven Verteilung der Einnahmen daraus kombinieren", so Soergel weiter. Dies könnte über eine Klimadividende" erreicht werden: Die Einnahmen werden zu gleichen Teilen an alle Bürger zurückgegeben, wodurch ärmere Haushalte mit typischerweise geringeren Emissionen insgesamt profitieren. Zusätzlich empfiehlt die Studie internationale Klima-Finanztransfers von Industrieländern an Entwicklungsländer. „Zusammengenommen könnte dies tatsächlich den Zielkonflikt zwischen Klimaschutz und Armutsbekämpfung auflösen und in eine Synergie verwandeln", so Soergel. 

Mit oder ohne? Die Auswirkungen nationaler Umverteilungspolitik auf die Armut

Um zu diesen Ergebnissen zu kommen, modellierten die Forscher zunächst eine globale Klimapolitik bestehend aus höheren Emissionspreisen in Industrieländern und zunächst niedrigeren Preisen in Entwicklungsländern. Weiterhin untersuchten sie, wie sich die globale Armut ohne und mit progressiver Verteilung der Einnahmen aus den Emissionspreisen entwickelt.

Ihre Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Umverteilung dieser Einnahmen die negativen Auswirkungen von Klimapolitik auf Armut abmildern kann. Insgesamt würde dies sogar zu einer Reduzierung von extremer Armut um etwa 6 Millionen Menschen im Jahr 2030 führen.  Es zeigt sich aber auch, dass die nationalen Einnahmen in den meisten Ländern in Subsahara-Afrika nicht ausreichen würden, um die Auswirkungen ambitionierter Klimapolitik auszugleichen – also gerade in der Weltregion, in der auch extreme Armut am weitesten verbreitet ist.

Finanztransfers von Industrie- zu Entwicklungsländern

In einem zweiten Schritt betrachteten die Wissenschaftler deshalb die internationale Lastenteilung. Ko-Autor Nico Bauer erklärt: "Um die Kosten des Klimaschutzes gerecht zu verteilen, sollten Industrieländer Entwicklungsländer finanziell unterstützen." Laut der Studie würde bereits ein kleiner Teil der Einnahmen aus den Emissionspreisen (ca. 5%) der Industrieländer ausreichen, um die negativen Auswirkungen von Klimapolitik auch in Subsahara-Afrika mehr als auszugleichen. Diese finanzielle Transferleistung könnte zu einer Reduktion der globalen Armut um rund 45 Millionen Menschen im Jahr 2030 führen. "Die Kombination von nationaler Umverteilung der Einnahmen aus Emissionspreisen mit internationalen Finanztransfers könnte somit ein wichtiger Ansatzpunkt für eine faire und gerechte Klimapolitik in Entwicklungsländern sein", folgert Elmar Kriegler, Ko-Autor der Studie. "Dabei ist wichtig, auch über das Jahr 2030 hinauszuschauen und langfristig darauf hinzuarbeiten, extreme Armut zu beseitigen."


Artikel: Bjoern Soergel, Elmar Kriegler, Benjamin Leon Bodirsky, Nico Bauer, Marian Leimbach, Alexander Popp (2021): Combining ambitious climate policies with efforts to eradicate poverty. Nature Communications. DOI: https://doi.org/10.1038/s41467-021-22315-9

Weblink zum Artikel, sobald er veröffentlicht ist: https://www.nature.com/articles/s41467-021-22315-9  

Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), 27.04.2021

Deutschland und die Welt rüsten hemmungslos auf - trotz Corona und Klimakatastrophe

SID Blog - 26. April 2021 - 22:55
Deutschland und die Welt rüsten hemmungslos auf - trotz Corona und Klimakatastrophe: Netzwerk Friedenskooperative fordert Umdenken Das Netzwerk Friedenskooperative kritisiert die weltweit zunehmenden Militärausgaben, die laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI auch 2020 erneut gestiegen sind und 1.981 Milliarden US-Dollar betrugen. Auch Deutschland beteiligte sich im vergangenen Jahr an dieser Rüstungsspirale und hob seine Ausgaben auf über 52 Milliarden US-Dollar an.

Das Netzwerk Friedenskooperative fordert die jetzige und besonders die kommende Bundesregierung auf, der Aufrüstung ein Ende zu setzen, der 2% Zielvorgabe der NATO eine klare Absage zu erteilen und Schritte hin zu einer konsequenten Abrüstung einzuleiten. Dies würde Gelder freigeben für Investitionen, die es dringend braucht in zivilen Bereichen, wie dem Bildungs- oder Gesundheitssektor oder für den Klimaschutz und die Armutsbekämpfung.

Weitere Aufrüstung ungeachtet der globaler Krisen
1.981 Milliarden Dollar für Rüstung auszugeben bedeutet, dass 2,4 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung für Rüstungsgüter verschwendet werden. Zum Vergleich: Der Haushalt der Vereinten Nationen beträgt lediglich rund 3 Milliarden US-Dollar im Jahr. Auch Deutschland trägt dazu bei, dass sich die Rüstungsspirale immer schneller dreht und gab 2020 rund 52,8 US-Dollar für Krieg und Militär aus, was einer Steigerung von 5,2 Prozent zum Vorjahr entspricht.

Angesichts globaler Krisen setzen viele Staaten mit einer Erhöhung der Rüstungsausgaben komplett falsche Prioritäten. So nimmt beispielsweise die Zahl von hungernden Menschen weltweit zu. Im Jahr 2019 litten laut UNICEF rund 690 Millionen Menschen Hunger, Tendenz steigend. Statt Geld auszugeben um sich gegenseitig zu bekämpfen, sollten die Staaten mit diesem Geld besser Hunger, Pandemien und den Klimawandel bekämpfen.

Aktiv für Abrüstung einsetzen
Die Friedensbewegung wird sich im Jahr der Bundestagswahl vielfältig für Abrüstung einsetzen und so den Druck auf die Politik erhöhen, damit diese konkrete Schritte hin zu einer konsequenten Abrüstung umsetzt. Ein Großteil der Bevölkerung lehnt Rüstungsprojekte, wie beispielsweise die Beschaffung neuer atomwaffenfähiger Kampfflugzeuge, ab. So ist für Anfang September eine Menschenkette am Atomwaffenstandort Büchel geplant. Aktuell läuft bereits eine Plakataktion des Netzwerk Friedenskooperative um darauf aufmerksam zu machen, dass vielen Menschen das Thema Abrüstung wichtig ist.

Weitere Hinweise
Weitere Infos zum SIPRI-Bericht sind zu finden unter:
https://sipri.org/media/press-release/2021/world-military-spending-rises-almost-2-trillion-2020

Veranstaltungshinweis: Webinar zu den SIPRI-Zahlen 2020; am 28.04.2021von 16 bis 17 Uhr via Zoom; Veranstalter: IPB und Global Campaign on Military Spending. Weitere Infos unter: https://www.friedenskooperative.de/termine/online-sipri-zahlen-2020-zu-weltweiten-und-deutschen

Weitere Veröffentlichungen aus der Friedensbewegung Pressemitteilung
IPPNW, IALANA und IPB vom 26-04-2021: Abrüstung ist das Gebot der Stunde – Plädoyer für eine neue Sicherheitspolitik: https://www.ippnw.de/startseite/artikel/de/abruestung-ist-das-gebot-der-stunde.html

Überschwemmungen: Es trifft die ärmsten Familien

SID Blog - 26. April 2021 - 22:52
Überschwemmungskatastrophen nehmen weltweit zu. Kinder brauchen schnelle Hilfe. Be Liebe*r UNICEF-Freund*in,

die Sandsäcke konnten das Wasser nicht abhalten, sie wurden einfach überschwemmt. Das Foto, das Sie oben sehen, ist kürzlich in Burundi entstanden. Schwere Regenfälle ließen dort Flüsse über die Ufer steigen, ganze Dörfer standen unter Wasser. Infolge des Klimawandels nehmen Überschwemmungskatastrophen wie in Burundi zu. Familien bleibt oft nichts als die Flucht. Sie stehen nach der Flut vor dem Nichts.
Ich möchte helfen Ob in Burundi, Kambodscha oder Mosambik, es trifft die ärmsten Familien. Ihre Häuser halten den Fluten nicht stand, werden zerstört oder weggeschwemmt. Ernten auf den Feldern verderben.

„Kinder haben nichts mehr zu essen, kein sauberes Wasser und können nicht mehr zur Schule gehen"
, berichtet UNICEF-Helfer Daniel Spalthoff in unserem Video aus Burundi, das Sie hier anschauen können.

Bei Überschwemmungskatastrophen brauchen Familien deshalb schnelle Hilfe. Jetzt spenden & helfen UNICEF versorgt Kinder rasch mit dem Nötigsten, beispielsweise mit Trinkwasser. Das ist wichtig, denn im angespülten Wasser breiten sich oft lebensgefährliche Krankheitserreger aus. Liebe*r UNICEF-Freund*in, in vielen Regionen Asiens drohen im Sommer in der Monsunzeit bereits neue Fluten. Bitte leisten Sie jetzt einen Beitrag, um die Kinder zu schützen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Herzliche Grüße Ihr
Klas Libuda UNICEF Deutschland Reinigungstabletten  10.000 Reinigungstabletten für sauberes Trinkwasser 34 € Jetzt spenden Wassereimer  8 Wassereimer mit Deckel für je 20 Liter Wasser 50 € Jetzt spenden Krisenpakete 5 Krisenpakete, u.a. mit Decken und Wasserreinigungstabletten 90 € Jetzt spenden Über uns |Spenden |UNICEF-Pate werden |Grußkartenshop Deutsches Komitee für UNICEF e.V. | Höninger Weg 104 | 509 69 Köln, Vereinsregisternummer: VR 50 68 | USt-Id-Nr.: DE 123 049 237 Zuständiges Gericht: Amtsgericht Köln | Vorstandsvorsitzender: Georg Graf Waldersee Geschäftsführer: Christian Schneider Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft Köln
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