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Präsentation des UNESCO-Weltbildungsberichts 2020 „Inklusion und Bildung“ in Deutschland

SID Blog - 22. September 2020 - 20:19
Gemeinsame Pressemitteilung des Auswärtigen Amts, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Deutschen UNESCO-Kommission

Chancengerechte Bildung: Pandemie droht Ungleichheiten zu verstärken

Präsentation des UNESCO-Weltbildungsberichts 2020 „Inklusion und Bildung" in Deutschland



Berlin - Am 22. September stellten das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und die Deutsche UNESCO-Kommission den UNESCO-Weltbildungsbericht 2020 zum Thema „Inklusion und Bildung: Für alle heißt für alle" vor. In einer virtuellen Veranstaltung diskutierten hochrangige politische Vertreterinnen und Vertreter gemeinsam mit internationalen Expertinnen und Experten die Auswirkungen auf die Bildung in Deutschland und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit.

Obwohl sich die Weltgemeinschaft zum Ziel gesetzt hat, mit der Globalen Agenda Bildung 2030 inklusive und chancengerechte Bildung für alle bis 2030 sicherzustellen, haben mehr als eine Viertel Milliarde Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu Bildung. Millionen andere werden aufgrund ihrer Herkunft, Identität oder einer Behinderung innerhalb des Bildungssystems ausgegrenzt. Die Covid-19-Pandemie droht diese Ungleichheiten noch zu verschärfen. So haben beispielsweise etwa 40 % der Länder mit niedrigem und niedrig-mittlerem Einkommen während der Covid-19-Krise keine Maßnahmen zur Unterstützung der von Exklusion bedrohten Lernenden ergriffen. Zu dem Schluss kommt der UNESCO-Weltbildungsbericht „Inklusion und Bildung: Für alle heißt für alle", der heute in Deutschland vorgestellt wurde. Die UNESCO warnt, dass durch Covid-19 die jährliche Finanzierungslücke für Bildung in den Ländern mit niedrigem und niedrig-mittlerem Einkommen von 148 Milliarden US-Dollar um bis zu ein Drittel auf fast 200 Milliarden US-Dollar ansteigen wird.

Armut ist entscheidende Hürde für den Bildungserfolg

Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt: „Bildung ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe. Jeder sollte bestmöglich gefördert werden, um sein eigenes Potenzial voll entfalten zu können. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Es ist aber auch eine Verpflichtung, zu der wir uns als globale Gemeinschaft in internationalen Abkommen bekannt haben. In unserer Internationalen Kultur- und Bildungspolitik setzen wir uns dafür ein, dass wir gemeinsam dieser Verantwortung gerecht werden."

Globale Bildungspartnerschaften

Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: „Im Krisenkontext, wie der aktuellen Covid-19-Pandemie, verschärfen sich bestehende Ungleichheiten weltweit. Über eine Milliarde Kinder konnten wegen der Epidemie dieses Jahr nicht zur Schule gehen. Alle Menschen brauchen einen gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger Bildung. Globale Bildungspartnerschaften müssen jetzt gestärkt werden. Wir brauchen globale Solidarität, um den verheerenden Folgen, die diese Pandemie auf die Bildung hat, entgegenzuwirken."

In einem Viertel aller Länder weltweit ist die getrennte Bildung von Kindern mit und ohne Behinderung gesetzlich vorgeschrieben. In Asien, Lateinamerika und der Karibik existieren in über 40 Prozent der Staaten entsprechende Regelungen. Aber auch Minderheiten und Geflüchteten wird der Zugang zu hochwertiger Bildung in vielen Ländern der Welt noch immer nicht hinreichend gewährt. In mehreren mittel- und osteuropäischen Ländern lernen Kinder der Roma-Minderheit getrennt von der Mehrheitsgesellschaft. In den OECD-Staaten besuchen mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund Schulen, an denen mindesten die Hälfte der Schülerinnen und Schüler ebenfalls eine Zuwanderungsgeschichte hat.

Weltweite Schritte Richtung Inklusion

Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung: „Unser Anspruch ist es, Bildung auf allen Ebenen inklusiv zu gestalten. Wir müssen uns in Deutschland und der Welt noch mehr anstrengen, damit wir diesem Ziel Schritt für Schritt näherkommen. Jeder und jede hat ein Recht auf gute Bildung, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sozialem Status, religiöser und sexueller Orientierung oder einer Beeinträchtigung. Mit diesem Ziel vor Augen arbeiten wir im Bundesministerium für Bildung und Forschung für eine starke inklusive Bildung in Deutschland."

Die heutige Veranstaltung stellte die internationale Perspektive und die Entwicklung weltweit dar, fokussierte aber auf die Bedeutung des Weltbildungsberichts für das deutsche Bildungswesen. Nicht zuletzt der Bericht der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Ministerin Dr. Stefanie Hubig, zeigte Stand und Perspektiven chancengerechter Bildung in Deutschland.

Auch wenn die Weltgemeinschaft noch einen weiten Weg vor sich hat, gibt es viele Beispiele, die zeigen, wie Inklusion gelingen kann. Vor Veröffentlichung des Weltberichts stellte die UNESCO in diesem Jahr exzellente Beispiele inklusiver Bildung vor, darunter die Marie-Kahle-Gesamtschule Bonn, die von Sabine Kreutzer geleitet wird. An der 2009 gegründeten Schule wird nach der Dalton-Methode unterrichtet, die den Schülerinnen und Schülern ein selbstbestimmtes Lernen in ihrem eigenen Tempo ermöglicht. Die Bonner Bildungseinrichtung wurde dafür erst 2019 mit dem Jakob Muth-Preis für inklusive Schule ausgezeichnet.

Auch in vielen anderen Ländern hat die UNESCO innovative Ansätze für mehr Bildungsteilhabe gefunden. So existieren auf Kuba, in Malawi und der Ukraine Kompetenzzentren, die allgemeine Schulen dabei unterstützen, Kinder mit besonderen Bedarfen zu unterrichten. In Gambia, Neuseeland und auf Samoa werden mobile Lehrkräfte eingesetzt, um benachteiligte Gruppen zu erreichen. Der indische Bundesstaat Odisha verwendet 21 Stammessprachen in seinen Klassenzimmern und Kenia passt seinen Lehrplan an den Kalender der im Land lebenden Nomaden an.

Inklusion braucht gut geschulte Lehrkräfte

Walter Hirche, Minister a. D., Vorstandsmitglied und Präsident a. D. der Deutschen UNESCO-Kommission: „Vielen Bildungssystemen liegt die Annahme zugrunde, dass alle Menschen dieselben Lernbedürfnisse haben. Doch so unterschiedlich Menschen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Arten sich zu bilden. Nicht die Lernenden müssen sich in ein bestehendes System integrieren, sondern das Bildungssystem muss sich an sie anpassen. In Deutschland haben wir in den vergangenen Jahren bereits viel erreicht. Aber die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf lernt noch immer separiert, statt den Unterricht an allgemeinen Schulen zu besuchen. Wir müssen Lehrerinnen und Lehrer in der Ausbildung und mit passgenauen Fortbildungen dabei unterstützen, alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen mitzunehmen."

Bei der Umsetzung von Teilhabe im Bildungsbereich kommt insbesondere den Lehrkräften eine entscheidende Rolle zu. Sie sind der Schlüssel zu mehr Inklusion im Schulalltag, brauchen dafür aber das nötige Handwerkszeug. So gab ein Viertel aller Lehrkräfte in 48 untersuchten Ländern an, sich mehr Weiterbildungen zum Unterrichten von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bedarfen zu wünschen.
 

Hintergrund

Mit der Verabschiedung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, bis 2030 für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sicherzustellen. Die UNESCO koordiniert die Umsetzung dieses Ziels, evaluiert die Fortschritte und veröffentlicht jährlich den Weltbildungsbericht.
 

Weitere Informationen

Programm der Veranstaltung

Deutschsprachige Kurzfassung des UNESCO-Weltbildungsberichts 2020

Englischsprachige Langfassung des UNESCO-Weltbildungsberichts 2020

Informationen zum UNESCO-Weltbildungsbericht

Porträt von Sabine Kreutzer, Leiterin der Marie-Kahle-Gesamtschule Bonn

Porträt der Marie-Kahle-Gesamtschule Bonn
 


Moria: "Ich dachte, ich würde verbrennen" – Jugendliche berichten

SID Blog - 22. September 2020 - 1:25
Wie erleben migrierte und geflüchtete Jugendliche auf Lesbos ihre Lage nach dem Feuer in Moria? Hier erzählen sie. Außerdem: Ein Update zur UNICEF-Hilfe vor Ort. Liebe UNICEF-Freundin, lieber UNICEF-Freund,

"Als das Feuer ausbrach und wir merkten was los war, schrien wir, dass die Tore des Lagers aufgeschlossen werden sollten. Aber erst nach einer Stunde wurden sie geöffnet. Wir hatten furchtbare Angst."

Das erzählt Bahnam (16, Name geändert) über die Nacht, in der das Lager Moria in Flammen aufging. Gleichzeitig sagt er, dass er durch das Feuer wieder Hoffnung geschöpft habe, Moria endlich für immer verlassen zu können.
"Ich muss einfach wissen, wie es weitergehen wird für mich." Bahnam (16) aus Afghanistan Wie erleben andere Jugendliche die Situation? Meine Kollegin Susanne Nandelstädt hat ihre Stimmen gesammelt.
 Jugendliche aus Moria erzählen Wie läuft die Hilfe für die Kinder in Moria? Danke liebe UNICEF-Freundin, lieber UNICEF-Freund, dass Sie sich einen Moment Zeit nehmen, die Geschichten der Jugendlichen zu lesen. Viele UNICEF-Unterstützerinnen und Unterstützer wie Sie haben den Flüchtlingen in Griechenland in den letzten Tagen mit einer großzügigen Spende geholfen. Vielen Dank! So konnte unser Team die Kinder nach dem Feuer mit dem Allernötigsten versorgen. Mittlerweile sind viele Familien in ein provisorisches Camp aus Zelten umgezogen. Einige besonders schutzbedürftige Familien sind in unserem Kinder- und Familienzentrum TAPUAT untergekommen. Die Kinder erhalten auch psychosoziale Betreuung. Der nächste Schritt: Bildungsangebote für alle geflüchteten Mädchen und Jungen wieder aufnehmen. Wie sieht die Hilfe vor Ort konkret aus? Lesen Sie gern auf unserer Projektseite nach, wo Sie immer den aktuellen Stand finden: Die UNICEF-Hilfe im Überblick Viele Grüße, Ihre Laura Sandgathe UNICEF Deutschland Wie steht es um die Kinderrechte in Deutschland? Zum Weltkindertag 2020 haben wir in deutschen Städten und Gemeinden gefragt: Was tun sie für die Umsetzung der Kinderrechte? Wie beteiligen sie Kinder und Jugendliche an Entscheidungen?

Sebastian Sedlmayr, Leiter der Abteilung Kinderrechte und Bildung bei UNICEF Deutschland, hat sich die Ergebnisse der Umfrage angeschaut. Lesen Sie im Interview, was ihn erstaunt hat und was die Politik noch tun muss, damit Deutschland kinderfreundlicher wird. Zum Interview Zum Schluss etwas zum Schmunzeln Da hat jemand gute Laune: Soro (5 Monate) wartet in einem Krankenhaus in der Elfenbeinküste auf eine Impfung. (Ob er während und nach dem Pieks immer noch so gestrahlt hat, wurde leider nicht fotografisch festgehalten.)

Bilder wie dieses erinnern mich daran, warum die UNICEF-Hilfe so wichtig ist: Weil jedes Kind ein Recht auf ein so quietschvergnügtes Lachen hat wie Soro. Mehr Fotos von Kindern aus aller Welt und Infos zur Programmarbeit gibt es auf unserem Instagram-Kanal: Instagram entdecken Über uns |Spenden |UNICEF-Pate werden |Grußkartenshop Deutsches Komitee für UNICEF e.V. | Höninger Weg 104 | 509 69 Köln, Vereinsregisternummer: VR 50 68 | USt-Id-Nr.: DE 123 049 237 Zuständiges Gericht: Amtsgericht Köln | Vorstandsvorsitzender: Georg Graf Waldersee Geschäftsführer: Christian Schneider Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft Köln
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75 Jahre Vereinte Nationen – Es braucht ein System, das die eigene Nationalität transzendiert

VENRO - 21. September 2020 - 11:39

Für die Feier des 75. Jahrestages der Vereinten Nationen (UN) hat sich die Generalversammlung folgende Überschrift überlegt: „The Future We Want, the UN We Need: Reaffirming our Collective Commitment to Multilateralism. – Die Zukunft, die wir wollen, die UN, die wir brauchen: Wir bestätigen unser gemeinsames Bekenntnis zum Multilateralismus“.

In diesem Motto steckt beides: Das Bekenntnis selbst, aber auch die offensichtliche Notwendigkeit, dieses zu erneuern – in Zeiten des immer fragiler werdenden multilateralen Systems.

1945 – kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges – wurden die Vereinten Nationen gegründet. Eine ihrer Hauptaufgaben ist seither die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit. Die Charta, die „Verfassung“ bzw. der Gründungsvertrag der Vereinten Nationen, legte die Aufgaben fest. Dazu gehört neben der Friedenssicherung die Entwicklung besserer, freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen, die internationale Zusammenarbeit, die Lösung globaler Probleme und die Förderung der Menschenrechte. Die UN soll dabei der Ort sein, wo diese Ziele gemeinsam verhandelt werden. Ein grundlegendes Dokument ist die drei Jahre nach Gründung der UN verabschiedete Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948), die in den 1966 formulierten Menschenrechtspakten (Zivilpakt und Sozialpakt) konkretisiert und als völkerrechtsverbindlich festgeschrieben wurde.

Basis der Zusammenarbeit in den Vereinten Nationen ist das Prinzip der souveränen Gleichheit aller Mitgliedsstaaten. Die UN-Millenniumserklärung im Jahr 2000 betont neben der staatlichen Zusammenarbeit auch die Notwendigkeit, enger mit der Zivilgesellschaft zusammen zu arbeiten für die Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung. Auch der Privatsektor wird als wichtiger Akteur benannt.

Die Agenda 2030 und der Klimavertrag von Paris

Die 2015 verabschiedete Agenda 2030 versucht, die UN-Mitgliedsstaaten erneut darauf zu verpflichten, eine nachhaltige Entwicklung einzuschlagen, und zwar global. Jährlich werden auf der Berichtskonferenz „High Level Political Forum“ (HLPF) in New York Fortschritt und Rückschritt beschrieben und mit der Zielerreichung abgeglichen. Es wird versucht, den Stand der Umsetzung zu analysieren und Schritte für die Zukunft zu vereinbaren.

Der Klimavertrag von Paris, der gleichfalls 2015 auf der UN-Klimakonferenz verabschiedet wurde, ist ein weiteres Rahmenwerk, das basierend auf möglichst hoher Verbindlichkeit dem Klimawandel entgegentreten soll. Jedoch – auch UN-Mitgliedsstaaten können aus Verträgen aussteigen, wie es die USA 2017 getan haben. Sie verließen das Klimaabkommen und fühlen sich diesem gemeinsamen Anliegen nicht mehr verpflichtet. Und zunehmend kommt es vor, dass Staaten wie die USA oder Russland multilaterale Vereinbarungen blockieren, so dass deren Formulierungen fast bis zur Wirkungslosigkeit abgeschwächt werden oder gar nicht erst zustande kommen. So werden im UN-Welternährungsrat, in dem neben den Regierungen auch Zivilgesellschaft und Privatsektor vertreten sind, immer wieder die Verabschiedungen progressiver Leitlinien für die internationale Förderung von Ernährungssicherheit blockiert.

Die Umsetzung der Agenda 2030 geht nicht so voran, wie es sich die UN-Mitgliedsstaaten 2015 gedacht hatten. Der neueste Fortschrittsbericht zur Erreichung der Agenda 2030, der am 7. Juli 2020 in New York vorgestellt wurde, zeichnet ein düsteres Bild: Die globale Armut steigt seit 1998 wieder an, in armen Ländern haben nur 28 Prozent, das heißt drei Milliarden Menschen, keine Möglichkeit, sich die Hände zu Hause zu waschen, und das in Zeiten der Covid-19-Pandemie. Die Zahl der Menschen, die unter Hunger leiden, nimmt weiterhin zu und auch hier wird die Situation durch die Pandemie verschärft. Die Ungleichheit nimmt ebenfalls zu, innerhalb und zwischen Staaten.

Die Beteiligung der Zivilgesellschaft ist ein wesentlicher Motor

Sind also die Vereinten Nationen wirkungslos? Ein zahnloser Tiger? Klar ist: Staatliches Handeln ist unabdingbar: Das Regulieren wirtschaftlicher Aktivitäten und die Sicherung des Friedens über nationalstaatliche Grenzen hinaus – das UN-System globaler Governance, das ein wirkungsvolles Gegenüber für transnationale Akteure bilden kann – ist bisher alternativlos. Die Lösung globaler Probleme kann nur in multilateralen Strukturen entwickelt werden. Das ist beim Klimawandel offensichtlich, betrifft aber genauso die Bekämpfung von Ungleichheit, die Regulierung des internationalen Handels, die Organisation internationaler Fischereirechte oder die gemeinsame Verantwortung für die Menschenrechte auf soziale Sicherheit und Gesundheit, Wohnen, Nahrung und Wasser. Für all diese Bereiche gibt es Institutionen in der UN – und diese müssen gestärkt werden, sowohl finanziell als auch in ihrer Bedeutung und in ihren Einflussmöglichkeiten.

Der Schutz und die Einhaltung der Menschenrechte sind Schlüsselfaktoren und gemeinsame international vereinbarte Grundlage für eine global nachhaltige Entwicklung. Menschenrechte müssen einklagbar sein. Die Beteiligung der Zivilgesellschaft national und international an globalen Gestaltungsprozessen ist ein wesentlicher Motor in diesen Governance-Strukturen, so dass über politische und demokratische Beteiligung Einfluss genommen werden kann – im besten Sinne für das internationale Gemeinwohl.

Wirliche Solidarität muss gelebt werden können

Wahrscheinlich werden die Ausbeutung von Mensch und Natur, aggressive Landnahme und die Überbeanspruchung von Wasser- und anderen Ressourcen, die Auslagerung von Wirtschaftsaktivitäten in profitable Länder und die Verletzung der Menschenrechte erst dann aufhören, wenn das Bewusstsein des Gemeinsamen das der nationalen Identifikation überlagert und damit wirkliche Solidarität – also das Miteinanderverbundensein – gelebt werden kann. Es braucht ein System, das die eigene Nationalität transzendiert und gleichzeitig aus Staaten – Souverän des Regierens – besteht und genau das sind die Vereinten Nationen.

Klimakiller Reichtum: Oxfam-Bericht zeigt Verantwortung der Wohlhabenden

SID Blog - 21. September 2020 - 4:35

Oxfam-Bericht

Klimakiller Reichtum: Das reichste 1 Prozent schädigt das Klima doppelt so stark wie die ärmere Hälfte der Welt

Entwicklungsorganisation fordert Maßnahmen gegen den exzessiven CO2-Verbrauch der Wohlhabenden und den Umbau der Wirtschaft

Berlin, 21.09.2020. Das reichste 1 Prozent (63 Millionen Menschen) blies zwischen 1990 und 2015 mehr als doppelt so viele klimaschädliche CO2-Emissionen in die Atmosphäre wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen. Das zeigt ein neuer Bericht, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam heute veröffentlicht. Anlass sind die anstehenden klimapolitischen Gespräche im Rahmen der UN-Generalversammlung. Oxfam fordert den exzessiven CO2-Verbrauch der Wohlhabenden einzuschränken, Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und einen klimagerechten Umbau der Wirtschaft zum Wohle aller.

Der Bericht „Confronting Carbon Inequality" wertet aus, für wie viel CO2-Ausstoß die einzelnen Einkommensgruppen verantwortlich sind. Analysezeitraum sind die klimapolitisch wichtigen Jahre zwischen 1990 und 2015, in denen sich die klimaschädlichen Emissionen weltweit verdoppelt haben. Für diesen Anstieg sind insbesondere die reichsten 10 Prozent verantwortlich, nicht die globale Mittelklasse, wie häufig angenommen wird. Ungleichheit spielt für die Beschleunigung der Klimakrise eine entscheidende Rolle:

  • Die reichsten 10 Prozent (630 Millionen Menschen) sind für über die Hälfte (52 Prozent) der CO2-Emissionen verantwortlich, die zwischen 1990 und 2015 verbraucht wurden. Das reichste 1 Prozent verbrauchte alleine 15 Prozent, während die ärmere Hälfte der Menschheit nur für 7 Prozent verantwortlich war.
  • Von dem nach 1990 noch verfügbaren globalen Emissionsbudget verbrauchten die reichsten 10 Prozent alleine ein Drittel, die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung dagegen nur 4 Prozent. Das Emissionsbudget beziffert den maximalen Betrag an CO2, den die Menschheit in die Atmosphäre blasen darf, ohne dass die Erderwärmung auf über 1,5 Grad steigt – der Grenze für eine unkontrollierte Klimakatastrophe.
  • Die reichsten 10 Prozent der deutschen Bevölkerung, zu denen 8,3 Millionen Menschen zählen, sind für 26 Prozent der (deutschen) CO2-Emissionen verantwortlich, die seit 1990 in die Luft geblasen wurden. Nur etwas mehr (29 Prozent) hat die ärmere Hälfte der deutschen Bevölkerung verbraucht, die fünf Mal so viele Menschen umfasst (41,5 Millionen Menschen).
  • Im Jahr 2015 verbrauchten die reichsten 10 Prozent in Deutschland sogar mehr CO2 als die ärmere Hälfte der Bevölkerung.

„Die katastrophalen Folgen der Klimakrise sind schon heute vielerorts spürbar. Verantwortlich dafür ist eine Politik, die auf Konsumanreize setzt, immerwährendes Wachstums verspricht und die Welt ökonomisch in Gewinner und Verlierer spaltet. Für den Konsumrausch einer reichen Minderheit zahlen die Ärmsten den Preis", sagt Ellen Ehmke, Analystin für soziale Ungleichheit bei Oxfam Deutschland.

Um die Erderwärmung unter 1,5 Grad zu halten, so Oxfams Kalkulation, müssten die reichsten 10 Prozent der Weltbevölkerung ihre durchschnittlichen Pro-Kopf-Emissionen bis 2030 auf ein Zehntel des bisherigen Werts senken. Dies würde die globalen Emissionen insgesamt um ein Drittel verringern. Ein Hebel hierfür ist der Verkehr: So zeigen andere aktuelle Studien, dass die reichsten 10 Prozent der Haushalte für fast die Hälfte des Energieverbrauchs verantwortlich sind, die auf den Verkehr über Land zurückgehen – und für drei Viertel des durch den Flugverkehr erzeugten Energieverbrauchs. Das Verkehrswesen ist für rund ein Viertel der weltweiten Emissionen verantwortlich und SUVs sind der zweitgrößte Emissionstreiber zwischen 2010 und 2018.

„Wir müssen die Klima- und die Ungleichheitskrise zusammen lösen. Der exzessive CO2- Verbrauch der Reichsten geht auf unser aller Kosten und muss eingeschränkt werden. Steuern für klimaschädliche SUVs und häufiges Fliegen wären ein erster Schritt. Die Einnahmen müssen Regierungen in klimaeffiziente Mobilität, in öffentliche Infrastruktur und Dienste sowie in soziale Absicherung investieren. Das lässt nicht nur die Emissionen sinken, sondern hilft auch Armut und Ungleichheit zu überwinden", fordert Ellen Ehmke.

 

Redaktionelle Hinweise:

  • Der Oxfam-Bericht „Confronting Carbon Inequality" und der gemeinsam mit dem Stockholmer Umweltinstitut erarbeitete Forschungsbericht „The Carbon Inequality Era" (inklusive der globalen Daten) stehen unter folgendem Link zum Download bereit (Passwort: Oxfam, bitte Sperrfrist bis 21.9., 2:01 Uhr MESZ beachten): https://oxfam.box.com/v/Carbon-Inequality
  • Methodologie: Grundlage des Oxfam-Berichts sind Schätzungen über so genannte Verbrauchsemissionen, d.h. den Emissionsverbrauch eines Landes, einschließlich der importbezogenen Emissionen, abzüglich der exportbezogenen. Die Verbrauchsemissionen eines Landes wurden den einzelnen Haushalten zugeteilt, basierend auf aktuellen Daten zur Einkommensverteilung. Die durch vielfache Studien belegte Annahme dahinter ist, dass die Emissionen in Abhängigkeit zum Einkommen zunehmen – und zwar innerhalb eines (landesspezifisch definierten) minimalen und maximalen Verbrauchs. Die Auswertung erfolgte für 117 Länder für die Jahre 1990 bis 2015. Ausführlichere Informationen zur Methodologie sind im Forschungsbericht enthalten.

 

Weitere Zahlen für Deutschland:

  • Der Anteil an den deutschen CO2-Emissionen, für den die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung verantwortlich sind, ist zwischen 1990 und 2015 von 25 auf 29 Prozent gestiegen, während der Anteil beim übrigen Teil der Bevölkerung entweder gleichgeblieben ist oder sank. Das heißt die Reichsten in Deutschland schädigen im Verhältnis zum Rest der Bevölkerung das Klima stärker als 1990.
  • Insgesamt sind die durchschnittlichen Pro-Kopf CO2-Emissionen der deutschen Bevölkerung zwischen 1990 und 2015 gesunken (von durchschnittlich tCO2 14,7 auf tCO2 10,8). Allerdings liegt der Durchschnittsverbrauch eines Deutschen immer noch viel zu hoch. Um das globale Emissionsbudget bis 2030 nicht zu sprengen, wäre ein globaler Durchschnitt von 2,1 tCO2 nötig. Die Emissionen der Reichsten 10 Prozent in Deutschland betrugen im Jahr 2015 fast 15 Mal so viel. Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Emissionen der ärmeren Hälfte der deutschen Bevölkerung überstiegen diesen Wert noch immer um fast das Dreifache.

Oxfam ist eine internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, die weltweit Menschen mobilisiert, um Armut aus eigener Kraft zu überwinden. Dafür arbeiten im Oxfam-Verbund 20 Oxfam-Organisationen Seite an Seite mit rund 3.800 lokalen Partnern in mehr als 90 Ländern.

Mehr unter www.oxfam.de

???? The first ever fully virtual UN General Assembly just kicked off!

SID Blog - 20. September 2020 - 15:58

???? The first ever fully virtual UN General Assembly just kicked off! p{ margin:10px 0; padding:0; } table{ border-collapse:collapse; } h1,h2,h3,h4,h5,h6{ display:block; margin:0; padding:0; } img,a img{ border:0; height:auto; outline:none; text-decoration:none; } body,#bodyTable,#bodyCell{ height:100%; margin:0; padding:0; width:100%; } .mcnPreviewText{ display:none !important; } #outlook a{ padding:0; } img{ -ms-interpolation-mode:bicubic; } table{ mso-table-lspace:0pt; mso-table-rspace:0pt; } .ReadMsgBody{ width:100%; } .ExternalClass{ width:100%; } p,a,li,td,blockquote{ mso-line-height-rule:exactly; } a[href^=tel],a[href^=sms]{ color:inherit; cursor:default; text-decoration:none; } p,a,li,td,body,table,blockquote{ -ms-text-size-adjust:100%; -webkit-text-size-adjust:100%; } .ExternalClass,.ExternalClass p,.ExternalClass td,.ExternalClass div,.ExternalClass span,.ExternalClass font{ line-height:100%; } a[x-apple-data-detectors]{ color:inherit !important; text-decoration:none !important; font-size:inherit !important; font-family:inherit !important; font-weight:inherit !important; line-height:inherit !important; } #bodyCell{ padding:10px; } .templateContainer{ max-width:600px !important; } a.mcnButton{ display:block; } .mcnImage,.mcnRetinaImage{ vertical-align:bottom; } .mcnTextContent{ word-break:break-word; } .mcnTextContent img{ height:auto !important; } .mcnDividerBlock{ table-layout:fixed !important; } body,#bodyTable{ background-color:#; } #bodyCell{ border-top:0; } .templateContainer{ border:0; } h1{ color:#202020; font-family:Helvetica; font-size:26px; font-style:normal; font-weight:bold; line-height:125%; letter-spacing:normal; text-align:left; } h2{ color:#202020; font-family:Helvetica; font-size:22px; font-style:normal; font-weight:bold; line-height:125%; letter-spacing:normal; text-align:left; } h3{ color:#202020; font-family:Helvetica; font-size:20px; font-style:normal; font-weight:bold; line-height:125%; letter-spacing:normal; text-align:left; } h4{ color:#202020; font-family:Helvetica; font-size:18px; font-style:normal; font-weight:bold; line-height:125%; letter-spacing:normal; text-align:left; } #templatePreheader{ background-color:#FAFAFA; background-image:none; background-repeat:no-repeat; background-position:center; background-size:cover; border-top:0; border-bottom:0; padding-top:9px; padding-bottom:9px; } #templatePreheader .mcnTextContent,#templatePreheader .mcnTextContent p{ color:#656565; font-family:Helvetica; font-size:12px; line-height:150%; text-align:left; } #templatePreheader .mcnTextContent a,#templatePreheader .mcnTextContent p a{ color:#656565; font-weight:normal; text-decoration:underline; } #templateHeader{ background-color:#FFFFFF; background-image:none; background-repeat:no-repeat; background-position:center; background-size:cover; border-top:0; border-bottom:0; padding-top:9px; padding-bottom:0; } #templateHeader .mcnTextContent,#templateHeader .mcnTextContent p{ color:#202020; font-family:Helvetica; font-size:16px; line-height:150%; text-align:left; } #templateHeader .mcnTextContent a,#templateHeader .mcnTextContent p a{ color:#007C89; font-weight:normal; text-decoration:underline; } #templateBody{ background-color:#ffffff; background-image:none; background-repeat:no-repeat; background-position:center; background-size:cover; border-top:0; border-bottom:0; padding-top:9px; padding-bottom:0; } #templateBody .mcnTextContent,#templateBody .mcnTextContent p{ color:#202020; font-family:Helvetica; font-size:16px; line-height:150%; text-align:left; } #templateBody .mcnTextContent a,#templateBody .mcnTextContent p a{ color:#007C89; font-weight:normal; text-decoration:underline; } #templateColumns{ background-color:#FFFFFF; background-image:none; background-repeat:no-repeat; background-position:center; background-size:cover; border-top:0; border-bottom:2px solid #EAEAEA; padding-top:0; padding-bottom:9px; } #templateColumns .columnContainer .mcnTextContent,#templateColumns .columnContainer .mcnTextContent p{ color:#202020; font-family:Helvetica; font-size:16px; line-height:150%; text-align:left; } #templateColumns .columnContainer .mcnTextContent a,#templateColumns .columnContainer .mcnTextContent p a{ color:#007C89; font-weight:normal; text-decoration:underline; } #templateFooter{ background-color:#FAFAFA; background-image:none; background-repeat:no-repeat; background-position:center; background-size:cover; border-top:0; border-bottom:0; padding-top:9px; padding-bottom:9px; } #templateFooter .mcnTextContent,#templateFooter .mcnTextContent p{ color:#656565; font-family:Helvetica; font-size:12px; line-height:150%; text-align:center; } #templateFooter .mcnTextContent a,#templateFooter .mcnTextContent p a{ color:#656565; font-weight:normal; text-decoration:underline; }





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Weltkindertag: Kinderrechte schaffen Zukunft | UNICEF

SID Blog - 20. September 2020 - 15:57
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Kinderrechte schaffen Zukunft

Am Weltkindertag fordern Kinder vor dem Reichstag ihre Rechte ein

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Berlin/Köln, den 20.September 2020 // Mit der Aktion „Kinderrechte schaffen Zukunft" vor dem Reichstag in Berlin rufen UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk am heutigen Weltkindertag gemeinsam dazu auf, die Rechte der mehr als 13 Millionen Mädchen und Jungen in Deutschland zu stärken. Dazu präsentieren Kinder mit einem 100 Quadratmeter großen Kreidebild und zahlreichen Demoplakaten ihre Forderungen und ihre Vision einer kindergerechten Welt.

Dieses Jahr steht der Weltkindertag am 20. September aufgrund der Covid-19-Pandemie unter besonderen Vorzeichen. Die großen Feste in Berlin und Köln sowie in vielen weiteren Städten in Deutschland mussten abgesagt werden. In den vergangenen Monaten haben Mädchen und Jungen in Deutschland viele schwierige Situationen erlebt – Schulen waren monatelang geschlossen, Kinderinteressen wurden vielfach hintenangestellt.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: „Mehr als 30 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention gibt es in Deutschland immer noch Situationen, in denen die Interessen der Kinder hinter denen der Erwachsenen zurückstehen müssen und in denen die Meinung von Kindern nicht ernst genommen wird. Deshalb lautet meine Botschaft zum Weltkindertag: Die Zeit ist reif, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern, damit sie besser beachtet werden.

Als Bundesfamilienministerin setze ich mich weiterhin ganz klar dafür ein. Dabei geht es keineswegs um Symbolpolitik. Denn die Interessen und Rechte von Kindern und Jugendlichen gegenüber dem Staat sollen bei allen Entscheidungen, die sie betreffen, gestärkt werden: bei Behörden- und Gerichtsentscheidungen bis hin zum Bundesverfassungsgericht. Wir wollen Deutschland zu einem noch kinderfreundlicheren Land machen. Unsere Gesellschaft kann nur davon profitieren, wenn sie Kinder und Jugendliche schützt, fördert, ihnen zuhört, sie beteiligt und sie ernst nimmt."

„Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist es besonders wichtig, Kindern zuzuhören, denn viel zu schnell werden ihre Belange übersehen", sagt Christian Schneider, Geschäftsführer UNICEF Deutschland. „Am heutigen Weltkindertag malen und schreiben Kinder im ganzen Land auf, was ihnen wichtig ist. Wir Erwachsenen müssen hinschauen und verstehen, dass das Wohlergehen der Kinder die entscheidende Größe für die Zukunft unserer Gesellschaft ist."

„In der Corona-Pandemie hat sich die grundlegende Geringschätzung gegenüber den Bedürfnissen von Kindern wie unter einem Brennglas gezeigt. Behörden und Gerichte müssen den Interessen von Kindern in Zukunft bei der Rechtsdurchsetzung hinreichend Gewicht verleihen. Auch deshalb brauchen wir eine Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz. Das ist die klare Botschaft, die von diesem Weltkindertag ausgehen muss", so Anne Lütkes, Vizepräsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Bunte Aktionen zum Weltkindertag

Wegen der bundesweit geltenden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk alternative Aktionen zum Weltkindertag ins Leben gerufen. Ziel ist es, trotz der abgesagten Feste, Kindern eine Stimme zu geben: In über 70 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland erobern Mädchen und Jungen mit bunten Kreidebildern den öffentlichen Raum und zeigen, was sie in ihrer Umgebung vermissen. Unterstützt werden sie dabei vom ehrenamtlichen Netzwerk von UNICEF Deutschland. Auch der langjährige UNICEF-Partner IKEA Deutschland ruft zum Mitmachen auf und unterstützt die Aktion mit Coupons für Kunden für IKEA-Straßenmalkreide.

Das Deutsche Kinderhilfswerk hatte Kinder in ganz Deutschland dazu aufgerufen, Demoplakate zum Motto „Kinderrechte schaffen Zukunft" zu basteln, die vor dem Reichstag zusammen mit dem Kreidebild aufgestellt sowie von rund 20 Berliner Kindern persönlich vorgestellt werden. „Kinderrechte ins Grundgesetz, alles andere ist Geschwätz" oder „Kein Kind soll sein Ende im Meer finden" oder „Die Umwelt muss besser werden": So haben die Kinder ihre Forderungen zum Weltkindertag kreativ und bunt mit den Plakaten artikuliert.

Die gemeinsame Botschaft von Kreidebild und Plakaten lautet: Die Lösung für die Gestaltung einer besseren Zukunft liegt in der Verwirklichung der Kinderrechte.

Weitere Informationen auf www.unicef.de/weltkindertag und www.kindersache.de 


Weltkindertag am 20. September - Flüchtlingskinder: rechtlos, ausgegrenzt und ohne Zukunft

SID Blog - 19. September 2020 - 12:27
Weltkindertag am 20. September

Flüchtlingskinder: rechtlos, ausgegrenzt und ohne Zukunft

 

Bonn, 18. September 2020 (UNO-FLÜCHTLINGSHILFE)

Millionen Flüchtlingskinder müssen unter unbeschreiblichen Bedingungen leben, rechtlos, ausgegrenzt und oft inmitten von Krieg und Gewalt. Anlässlich des Weltkindertages am 20. September macht die UNO-Flüchtlingshilfe auf diesen Notstand aufmerksam.

 

Die aktuellen Zahlen sind erschreckend: Ungefähr 40 Prozent der 79,5 Millionen Menschen auf der Flucht sind Kinder - das heißt, zwischen 30 und 34 Millionen Flüchtlinge sind jünger als 18 Jahre. Tausende von ihnen sind von ihren Eltern getrennt und ohne Begleitung Erwachsener unterwegs. Ins Verhältnis gesetzt entspricht die Zahl von 30 bis 34 Millionen Flüchtlingskindern weltweit der Bevölkerung von Irland, Belgien und der Niederlande zusammengenommen.

 

„Die Bilder der traumatisierten Kinder aus dem Camp Moria auf der Insel Lesbos zeigen eindringlich, dass wir jetzt schnell und unverzüglich handeln müssen. Und nicht nur dort muss die Situation von Flüchtlingskindern verbessert werden. Fast jeder zweite Mensch auf der Flucht ist ein Kind. Hinter den anonymen Zahlen stehen die Schicksale von vielen Kindern mit individuellen Bedürfnissen und Wünschen. Doch ihre Chancen auf eine selbstbestimmte Zukunft und eine Lebensperspektive sind gering", so Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, dem nationalen Partner des UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR).

 

Von den etwa 12.000 Asylsuchenden und Migranten, die vor Kurzem vom Brand in Moria in Mitleidenschaft gezogen wurden, sind mehr als 4.000 Kinder, darunter über 400, die ohne Begleitung nach Lesbos gekommen sind. Viele leiden unter Traumata, die sie zu Hause, auf der Flucht oder in den Händen von gewalttätigen Schmugglern und während der lebensgefährlichen Überfahrt auf dem Mittelmeer erlitten haben. Unbegleitete oder von ihrer Familie getrennte Kinder sind dabei besonders gefährdet und werden oft Opfer von Missbrauch und Ausbeutung.

 

Unterstützung der UNO-Flüchtlingshilfe

Nach dem Brand in Moria hat die UNO-Flüchtlingshilfe 250.000 Euro für die Soforthilfe des UNHCR bereitgestellt, die vielen schutzbedürftigen Kindern und Familien zugutekommt. Auch auf der Nachbarinsel Chios unterstützt die NGO notleidendende Flüchtlinge: Das von der UNO-Flüchtlingshilfe geförderte Rechtshilfe- und Familienzusammenführungsprojekt der deutschen Organisation Equal Rights Beyond Borders kommt unmittelbar Asylsuchenden auf Chios und deren Familienmitgliedern in Deutschland und Europa zugute.

 

Mehr Informationen zum Thema Flüchtlingskinder und Unterstützungsmöglichkeiten unter:

https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/fluechtlingskinder/

 


Generalversammlung der Vereinten Nationen findet 2020 im Internet statt

SID Hamburg - 19. September 2020 - 0:41
Tune into the SDG Action Zone to listen, learn, and be inspired by world and emerging leaders supercharging solutions for the Goals

Hear from social entrepreneurs and business leaders like Jasmine Crowe, Founder and CEO of The Goodr Co, Sal Kahn, founder of Khan Academy or Brian Wong, Founder of Alibaba Global Initiatives; creatives like YouTuber Louis Cole, actress Cecilia Suarez, filmmaker Damon Gameau, actor Nikolaj Coster-Waldau, singer Yemi Alade, political leaders such as Ada Colau Ballano, Mayor of Barcelona, and Madam Ellen Johnson Sirleatf former president of Liberia and the first elected female head of state in Africa; community activists like Fatou Jeng founder of Earth Gambia; SDG advocates including Dia Mirza, actor and producer, Richard Curtis, film maker, and Eddie Ndopu, activist; and UN principals Amina J. Mohammed, Deputy Secretary-General of the United Nations, Achim Steiner, UNDP Administrator, Phumzile Mlambo-Ngcuka, Executive Director, UN Women, Inger Anderson, Executive Director, UNEP, and many more!
Register now to attendView program & create your own agenda

PEGNet Online Workshop on Covid-19 in Africa: Taking stock of the impacts on the informal economy, supply chains, and labor markets

SID Blog - 19. September 2020 - 0:29




Register now for the workshop "Covid-19 in Africa: Taking stock of the impacts on the informal economy, supply chains, and labor markets"

The ongoing Covid-19 pandemic has imposed economic costs and burdens on African countries that have compromised the implementation of development strategies and policies, and of international development cooperation. The lockdowns have halted economic activity and resulted in the closure of many enterprises, including the informal sector. Consequently, unemployment and poverty levels have risen. These shocks require immediate policy responses that will mitigate the direct and adverse impacts on poverty and livelihoods.

The workshop "Covid-19 in Africa: Taking stock of the impacts on the informal economy, supply chains, and labor markets"  will assess the socioeconomic impact of COVID-19 in Africa and discuss the immediate and long term implications for development cooperation partnerships and its role for recovery and future resilience. The event, that is jointly organized by GIGA, GIZ and PEGNet, will take place on 30th September from 15:00 to 18:00 hrs CEST.
It will seek to provide answers to the questions:

  • What are the impacts of COVID-19 on trade, supply chains, and foreign investment in Africa?
  • What direct and indirect impacts does COVID-19 have on African labor markets and the private sector, especially on micro, small and medium enterprises and on the informal sector?
  • What are feasible short-term policy responses to the crisis and how can development cooperation adjust?
  • Which are appropriate and feasible options to support the informal economy?
  • How can we strengthen the collaboration between researchers and policy makers/ practitioners to promote evidence-based decisions making?


 


 



The PEGNet Team
Poverty Reduction, Equity and Growth Network

Kiel Institute for the World Economy
Kiellinie 66 24105 Kiel, Germany

T +49 431 8814-205

pegnet@ifw-kiel.de
https://pegnet.ifw-kiel.de

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Publisher: Kiel Institute for the World Economy
Editor: Milena Baumert


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Fluchtdokumentation auf der Hamburger Klimawoche

SID Blog - 18. September 2020 - 15:18

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Am 23. September 2020 zeigt Engagement Global auf der Hamburger Klimawoche die Fluchtdokumentation Barca ou Bassa, die die Zusammenhänge zwischen ökologischen und ökonomischen Fluchtursachen aufzeigt. Im Anschluss spricht ZDF-Moderatorin Jana Pareigis mit Regisseur Peter Heller über die Entstehung des Films und mit Schauspieler Hannes Jaenicke über umweltpolitisches Engagement.

Der Film Barca ou Bassa dokumentiert die ökologischen und ökonomischen Gründe für die Migration von Menschen aus Westafrika nach Europa. Foto: Eldar Bock

Bonn/Hamburg, 17. September 2020. In Kooperation mit der Hamburger Klimawoche zeigt Engagement Global am Mittwoch, 23. September 2020, um 17 Uhr den Film Barca ou Bassa (Barcelona oder Tod) im Hauptzelt der Klimawoche auf dem Hamburger Rathausplatz.

Der Dokumentarfilm geht der Frage nach, warum Menschen ihre Heimat verlassen, um sich auf die gefährliche Reise nach Europa zu machen. Die afrikanischen Expertinnen und Experten, die hauptsächlich zu Wort kommen, zeigen sowohl ökologische und ökonomische Gründe für die Abwanderungen der Menschen aus Westafrika nach Europa als auch die Bedeutung geopolitischer Zusammenhänge auf. Die Migrationsgeschichte zweier Brüder, die ihre Heimatinsel Niodior vor der Küste Senegals verlassen, steht exemplarisch im Mittelpunkt des Films.

Nach der Filmvorführung führt ZDF-Moderatorin Jana Pareigis ein Gespräch mit dem Regisseur Peter Heller, der weitere Einblicke in die Entstehungsgeschichte und den Kontext der Dokumentation gibt.  

Ab 19 Uhr spricht Jana Pareigis mit Hannes Jaenicke, Schauspieler, Umweltaktivist und Bestsellerautor, am selben Ort über das Thema „Die Macht jedes Menschen die Welt nachhaltiger zu machen!". Jaenicke gibt dabei Einblicke, wie Menschen durch eigenes Engagement und überlegte Konsumentscheidungen dazu beitragen können, das eigene Leben nachhaltiger zu gestalten und den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung näher zu kommen.

Die Anmeldung zu den öffentlichen Veranstaltungen ist ab Montag, 21. September 2020, über die Website der Hamburger Klimawoche möglich.

Die Veranstaltungen werden von der Außenstelle Hamburg von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) durchgeführt. Ziel des EBD-Programms ist es, Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen zu motivieren und zu eigenem Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zu ermutigen.

Die 12. Hamburger Klimawoche findet von Sonntag, 20., bis Sonntag, 27. September 2020 statt. Während der Klimawoche werden in der Hansestadt verschiedene Veranstaltungen rund um das Thema Klimaschutz angeboten.

Zur Website der Hamburger Klimawoche



Spotlight on Sustainable Development 2020 - Shifting policies for systemic change

SID Blog - 18. September 2020 - 15:16

New publication

Spotlight on Sustainable Development 2020

Shifting policies for systemic change

Lessons from the global COVID-19 crisis
Global Civil Society Report on the 2030 Agenda and the SDGs

 

The COVID-19 crisis and the worldwide measures to tackle it have deeply affected communities, societies and economies around the globe. The implementation of the United Nations 2030 Agenda and its Sustainable Development Goals (SDGs) has been put at high risk in many countries. COVID-19 is a global wake-up call for enhanced international cooperation and solidarity.

But calls for "building back better" by just pushing the reset button will not change the game. We need structural changes in societies and economies that ensure the primacy of human rights, gender justice and sustainability.

This is the key message of the 2020 edition of the Spotlight Report on Sustainable Development "Shifting policies for a systemic change." It is published by a broad range of civil society organizations today – on the eve of the Global Action Week for the SDGs and three days before UN`s 75th (virtual) anniversary summit.

The Spotlight Report 2020 unpacks various features and amplifiers of the COVID-19 emergency and its inter-linkages with other crises. The report points out that even before COVID-19, many countries – especially in the global South - were in an economic crisis, characterized by contractionary fiscal policy, growing debt and austerity measures that made these countries more vulnerable to future crises. They are results of a dysfunctional system that puts corporate profit above the rights and well-being of people and planet.

Governments and international organizations have responded to the COVID-19 crisis on a massive scale. The announced liquidity measures, rescue packages and recovery programmes total US$ 11 trillion worldwide. But overall, most measures were not sufficient to meet people's real financial needs and did not take environmental justice into account.

A true alternative: the "8 R"- agenda for transformational recovery  

According to the Spotlight Report, it is therefore all the more important that longer-term reforms not only support economic recovery, but also promote necessary structural change which will decisively improve peoples' lives, such as strengthened public social protection systems, improved remuneration and rights of workers in the care economy, and the transition to circular economies, which seek to decouple growth from consumption of finite planetary resources.

As an alternative to the "Great Reset" initiative launched by the World Economic Forum to supposedly rescue capitalism, the Spotlight Report offers the "8 R"- agenda for transformational recovery. It identifies 8 key political and social areas in which re-thinking and re-structuring is indispensable, including the need for reclaiming truly public services and revaluing the central importance of care in our societies; decisively shifting the balance between local and global value chains; pursuing climate justice; a radical redistribution of economic power and resources and bold regulation of global finance for the common good;  and – underpinning this all - boosting multilateral solidarity and multilateralism by clearly strengthening the UN and its bodies.

"Multiple crises can only be overcome if the massive power asymmetries within and between societies can be reduced", the authors conclude.

 More details of the "8 R" – agenda can be found here.

The Spotlight Report is published by the Arab NGO Network for Development (ANND), the Center for Economic and Social Rights (CESR), Development Alternatives with Women for a New Era (DAWN), Global Policy Forum (GPF), Public Services International (PSI), Social Watch, Society for International Development (SID), and Third World Network (TWN), supported by the Friedrich Ebert Stiftung.

Spotlight on Sustainable Development 2020

Shifting policies for systemic change - Lessons from the global COVID-19 crisis

Global Civil Society Report on the 2030 Agenda and the SDGs

Beirut/Bonn/Ferney-Voltaire/Montevideo/New York/Penang/Rome/Suva, September 2020

www.2030spotlight.org

#SpotlightSDGs



Spotlight-Bericht 2020: Politikwechsel für systemische Veränderungen. Lehren aus der globalen COVID-19-Krise

SID Blog - 17. September 2020 - 13:02

 

ONLINE | Launch of Spotlight Report 2020 - Shifting policies for systemic change. Lessons from the global COVID-19 crisis

The COVID-19 pandemic has a massive impact on the implementation of the SDGs and the fulfilment of human rights. The looming global recession will dramatically increase unemployment, poverty and hunger worldwide. Moreover, the crisis threatens to further deepen discrimination and inequalities. With this virtual launching event, we will present key findings of the report.

Friday, 18 September 2020, 9:00-10:00am EDT

Please register here

 

 


The COVID-19 pandemic has a massive impact on the implementation of the SDGs and the fulfilment of human rights. The looming global recession will dramatically increase unemployment, poverty and hunger worldwide. Moreover, the crisis threatens to further deepen discrimination and inequalities.

In the Declaration on the Commemoration of the 75th Anniversary of the United Nations, to be adopted on 21 September 2020, Heads of State and Government will promise „to mobilize resources, strengthen our efforts and show unprecedented political will and leadership“ in response to the current crisis.

The call to „build back better“ has become a leitmotif of intergovernmental responses to the crisis. But does „building back“ really lead to the urgently needed systemic change? What kind of policies, strategies and structural changes are necessary to ensure the primacy of human rights, gender justice and sustainability goals in all policy areas?

These questions are discussed in this year's report Spotlight on Sustainable Development 2020. Its fundamental message is that the multiple crises can only be overcome if the massive power asymmetries within and between societies can be reduced.

With this virtual launching event, we will present key findings of the report.

Brief snapshots by

  • Roberto Bissio, Coordinator of Social Watch
  • Ziad Abdel Samad, Executive Director of the Arab NGO Network for Development (ANND)
  • Vanita Mukherjee, Member of the Executive Committee of Development Alternatives with Women for a New Era (DAWN)

Policy conclusions by

  • Ignacio Saiz, Executive Director of the Center for Economic and Social Rights
  • Barbara Adams, President of Global Policy Forum

Moderator/Facilitator

  • Bodo Ellmers, Director of Sustainable Development Finance, Global Policy Forum Europe
  • Elisabeth Bollrich, Global Economy Expert at Friedrich-Ebert-Stiftung

Please register here[scroll down for English version]

Participants will receive the login details for the web conversation one day before the event.

Please find more information on the Spotlight Report here.

Am 25. September 2020 findet das NachhaltigkeitsCamp Bonn digital statt

SID Blog - 17. September 2020 - 13:00

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Am 25. September 2020 findet das NachhaltigkeitsCamp Bonn digital statt. Engagement Global ermöglicht damit allen Interessierten, sich zu vernetzen und eigene Projekte zur Nachhaltigkeit voranzubringen.

Das 5. NachhaltigkeitsCamp Bonn findet digital statt. Foto: Kolja Matzke

Bonn, 17. September 2020. Vernetzung, Fachwissen und Förderprogramme bietet Engagement Global, um den historischen Begriff der Nachhaltigkeit langfristig und weltweit wirken zu lassen. Unter dieser Prämisse findet auch das NachhaltigkeitsCamp Bonn digital statt. Am Freitag, 25. September 2020, kommen rund 150 Menschen virtuell zusammen, um Ideen weiterzutragen und Projekte zur Nachhaltigkeit voran zu bringen. Die Bandbreite der Themen reicht von der Förderung von Chancengleichheit über Bildung bis hin zu Klimaschutz.

Beim diesjährigen Barcamp wird Luca Samlidis, Pressesprecher von Fridays for Future Bonn, zu Gast sein. Er wird live vom Klimastreik in der Bonner Innenstadt dazu geschaltet, um das Barcamp zu eröffnen. Luca Samlidis' Rat für alle, die sich für Nachhaltigkeit engagieren wollen, lautet: „Tut es einfach und lasst euch nicht erzählen, dass ihr perfekt sein müsst, um etwas für den Klimaschutz zu tun und politisch etwas einzufordern. Und: Klimaschutz kann und sollte Spaß machen!"  

Dass gemeinsames Engagement wirkt und die Welt in einigen Aspekten lebenswerter geworden ist, zeigt die Zwischenbilanz des Sustainable Development Goals Report 2020 der Vereinten Nationen. Am 25. September 2015 verabschiedeten alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen auf dem Gipfeltreffen in New York die Agenda 2030 und mit ihr die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs). Diesen Zielen hat sich auch Engagement Global verpflichtet und bietet mit dem NachhaltigkeitsCamp Bonn zum fünften Mal allen die Möglichkeit, ihnen näher zu kommen. Das Barcamp ist ein im Bonner Raum etabliertes Format, das jedes Jahr von rund 150 Menschen selbst gestaltet wird. 

Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen, digital an der Veranstaltung teilzunehmen oder nach vorheriger Rücksprache persönlich im Studio in Siegburg vorbei zu kommen, um hinter die Kulissen einer virtuellen Veranstaltung zu blicken. An beiden Orten stehen Ansprechpersonen zur Verfügung.


Zur Website des NachhaltigkeitsCamp Bonn

Spotlight-Bericht 2020: Politikwechsel für systemische Veränderungen. Lehren aus der globalen COVID-19-Krise

SID Hamburg - 16. September 2020 - 12:21
ONLINE | Launch of Spotlight Report 2020 - Shifting policies for systemic change. Lessons from the global COVID-19 crisis

The COVID-19 pandemic has a massive impact on the implementation of the SDGs and the fulfilment of human rights. The looming global recession will dramatically increase unemployment, poverty and hunger worldwide. Moreover, the crisis threatens to further deepen discrimination and inequalities. With this virtual launching event, we will present key findings of the report.

Friday, 18 September 2020, 9:00-10:00am EDT

Please register here

 

 

The COVID-19 pandemic has a massive impact on the implementation of the SDGs and the fulfilment of human rights. The looming global recession will dramatically increase unemployment, poverty and hunger worldwide. Moreover, the crisis threatens to further deepen discrimination and inequalities.

In the Declaration on the Commemoration of the 75th Anniversary of the United Nations, to be adopted on 21 September 2020, Heads of State and Government will promise „to mobilize resources, strengthen our efforts and show unprecedented political will and leadership“ in response to the current crisis.

The call to „build back better“ has become a leitmotif of intergovernmental responses to the crisis. But does „building back“ really lead to the urgently needed systemic change? What kind of policies, strategies and structural changes are necessary to ensure the primacy of human rights, gender justice and sustainability goals in all policy areas?

These questions are discussed in this year's report Spotlight on Sustainable Development 2020. Its fundamental message is that the multiple crises can only be overcome if the massive power asymmetries within and between societies can be reduced.

With this virtual launching event, we will present key findings of the report.

Brief snapshots by

  • Roberto Bissio, Coordinator of Social Watch
  • Ziad Abdel Samad, Executive Director of the Arab NGO Network for Development (ANND)
  • Vanita Mukherjee, Member of the Executive Committee of Development Alternatives with Women for a New Era (DAWN)

Policy conclusions by

  • Ignacio Saiz, Executive Director of the Center for Economic and Social Rights
  • Barbara Adams, President of Global Policy Forum

Moderator/Facilitator

  • Bodo Ellmers, Director of Sustainable Development Finance, Global Policy Forum Europe
  • Elisabeth Bollrich, Global Economy Expert at Friedrich-Ebert-Stiftung

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Participants will receive the login details for the web conversation one day before the event.

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Klimawandel kann Migration antreiben – insbesondere in Agrar-Ländern mit mittlerem Durchschnittseinkommen

SID Blog - 15. September 2020 - 23:33
Pressemitteilung des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

15.09.2020

Klimawandel kann Migration antreiben – insbesondere in Agrar-Ländern mit mittlerem Durchschnittseinkommen

Weltweit sind Menschen Umweltgefahren ausgesetzt, die unter bestimmten Bedingungen auch Migrationsbewegungen auslösen. Veränderungen des Temperaturniveaus, erhöhte Niederschlagsschwankungen und schnell einsetzende Wetterextreme wie Tropenstürme sind wichtige Faktoren, wie eine neue Studie unter Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt. Umweltbedingte Migration ist in landwirtschaftlich geprägten Ländern mit mittlerem Einkommen am stärksten ausgeprägt; sie ist geringfügig schwächer in Ländern mit niedrigem Einkommen, in denen die Bevölkerung häufig nicht über die für die Abwanderung erforderlichen Mittel verfügt. Die Ergebnisse der Studie ermöglichen es, Regionen zu identifizieren, die in Zukunft besonders anfällig für Migrationsbewegungen sein könnten.

„Umweltfaktoren können die Migration antreiben, aber das Ausmaß der Auswirkungen hängt von den besonderen wirtschaftlichen und soziopolitischen Bedingungen in den jeweiligen Ländern ab", sagt Hauptautor Roman Hoffmann vom PIK und dem Wiener Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. „Sowohl in Ländern mit niedrigem als auch in Ländern mit hohem Einkommen sind die Auswirkungen der Umwelt auf die Migration schwächer – vermutlich, weil die Menschen entweder zu arm sind, um wegzugehen – also quasi gefangen sind –, oder weil sie in reichen Ländern über genügend finanzielle Mittel verfügen, um die Folgen abzufedern. Deshalb sehen wir vor allem in Regionen mit mittleren Einkommen und einer Abhängigkeit von der Landwirtschaft starke Auswirkungen."

Was zählt ist der Kontext

Die Metastudie, in der 30 Studien zum Thema analysiert wurden, offenbart eine Reihe faszinierender Muster. Sie zeigt zum Beispiel, dass die Auswirkungen auf die Migration je nach Art der Umweltgefahren unterschiedlich sind, und dass sich verschiedene Gefahren gegenseitig verstärken können. „Während Temperaturänderungen den stärksten Einfluss auf die Migration haben, können auch rasch einsetzende Naturkatastrophen und sich verändernde Niederschlagsvariabilität und Anomalien eine Rolle spielen. Besonders Kleinbauern sind auf stabile klimatische Bedingungen angewiesen und leiden unter Veränderungen und Schocks, da sie nicht über ausreichende Anpassungskapazitäten verfügen", sagt Ko-Autorin Raya Muttarak vom International Institute for Applied Systems Analysis und dem Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital (IIASA, VID/ÖAW, University of Vienna).

Die Forscher betonen, dass es dabei keinen Automatismus gibt – umweltbedingte Migration hängt immer von einer Reihe wirtschaftlicher und soziopolitischer Faktoren ab. Das Bild von Klimaflüchtlingen, die nach Europa oder in die USA drängen, ist häufig zu simpel. So fanden die Forscher zum Beispiel deutliche Belege dafür, dass Umweltveränderungen in gefährdeten Ländern überwiegend zu Migration innerhalb dieser Länder führen, oder zu Wanderungsbewegungen in andere Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen – und nicht zu grenzüberschreitender Migration in Länder mit hohem Einkommen. Betroffene Bevölkerungsgruppen wandern oft an Orte innerhalb ihrer eigenen Region aus und kehren nach relativ kurzer Zeit wieder in ihre Heimat zurück.

Künftige Migrations-Hotspots

Die Ergebnisse, die in der neuesten Ausgabe von Nature Climate Change veröffentlicht wurden, weisen auch auf Regionen hin, die für den Klimawandel besonders anfällig sind, und in denen die Umweltmigration künftig besonders stark ausgeprägt sein könnte. „Unsere Untersuchung zeigt, dass die Bevölkerungen in Lateinamerika und der Karibik, in mehreren Ländern Afrikas südlich der Sahara, insbesondere in der Sahelzone und in Ostafrika, sowie in West-, Süd- und Südostasien besonders gefährdet sind", sagt Ko-Autorin Anna Dimitrova vom Wiener Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Angesichts des zu erwartenden Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur nehmen die Forscher an, dass die umweltbedingte Migration in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Folglich müssen Hilfsmaßnahmen auf die tatsächlichen Situationen vor Ort zugeschnitten sein, um das Leid der Betroffenen zu verringern. „Der beste Weg, die Menschen dieser Regionen zu schützen, ist die Stabilisierung des Weltklimas, also die rasche Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen aus der Verbrennung fossiler Energieträger", so das Fazit von Jesus Crespo Cuaresma von der Wirtschaftsuniversität Wien und IIASA. „Migration kann eine wirksame Anpassungsstrategie sein; aber meist passiert sie unfreiwillig und geht mit nicht hinnehmbarem menschlichen Leid einher – nicht hinnehmbar, weil es tatsächlich vermieden werden kann."

Artikel: Hoffmann R, Dimitrova A, Muttarak R, Crespo Cuaresma J, & Peisker J (2020). A Meta-Analysis of Country-Level Studies on Environmental Change and Migration. Nature Climate Change. DOI: 10.1038/s41558-020-0898-6

Weblink zum Artikel: https://www.nature.com/articles/s41558-020-0898-6

Kontakt für weitere Informationen:


Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Pressestelle
Telefon: +49 (0)331 288 2507
E-Mail: presse@pik-potsdam.de
Twitter: @PIK_Klima
www.pik-potsdam.de

Wer wir sind: Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist eines der weltweit führenden Institute in der Forschung zu globalem Wandel, Klimawirkung und nachhaltiger Entwicklung. Natur- und Sozialwissenschaftler erarbeiten hier interdisziplinäre Einsichten, welche wiederum eine robuste Grundlage für Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft darstellen. Das PIK ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

SPD-Fraktion zum Lieferkettengesetz

SID Blog - 15. September 2020 - 23:31

Nr. 275/2020 - 15.09.2020
Arbeitsgruppen: Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Arbeit und Soziales


SPD-Fraktion kämpft für das Lieferkettengesetz

Frank Schwabe menschenrechtspolitischer Sprecher,
Sascha Raabe, Sprecher für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung;
Bernd Rützel zuständiger Berichterstatter:

Die SPD-Fraktion im Bundestag hat dafür gesorgt, dass eine nationale gesetzliche Regelung zu den Sorgfaltspflichten deutscher Unternehmen entlang ihrer globalen Lieferketten im Koalitionsvertrag festgehalten ist. Teile der Unionsfraktion widersetzen sich jedoch, obwohl Forderungen nach einem Lieferkettengesetz immer lauter werden. Nach einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap befürworten drei von vier Befragten ein Gesetz, das Unternehmen zur Einhaltung von Sorgfaltspflichten in der Lieferkette verpflichtet. Selbst unter den Anhängern der Union spricht sich eine ebenso große Mehrheit für das Gesetz aus.

„Die SPD-Bundestagsfraktion macht sich weiter dafür stark, dass das Bundeskabinett schnell Eckpunkte für ein wirksames Lieferkettengesetz auf den Weg bringt. Die Blockadehaltung der Union muss ein Ende haben. Ein Lieferkettengesetz ohne Haftungsregelung entfaltet ebenso wenig eine gewünschte Wirkung wie die Beschränkung auf Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Viele Unternehmen sehen in einem Lieferkettengesetz einen Wettbewerbsvorteil und sind viel weiter als ihre teilweise rückwärtsgewandten Interessensverbände. Angesichts von schuftenden Kindern in lebensgefährlichen Steinbrüchen, von Näherinnen, die mit ihrem Lohn nicht mal ihre Kinder ernähren können und Arbeitern, die bei ihrer Arbeit in giftiger Brühe stehen, um Leder für Schuhe und Kleidung zu gerben, brauchen wir ein wirksames Lieferkettengesetz – und zwar jetzt."


  Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier: https://www.spdfraktion.de/presse/pressemitteilungen/spd-fraktion-kaempft-lieferkettengesetz
Die komplette Pressemitteilung als PDF: https://www.spdfraktion.de/node/4969175/pdf
 

© 2020 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: https://www.spdfraktion.de

IKEA unterstützt UNICEF-Programm Kinderrechteschulen

SID Blog - 15. September 2020 - 23:30
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Kinderrechte auf den Stundenplan

IKEA unterstützt UNICEF-Programm Kinderrechteschulen

© UNICEF/UNI267626/Etges

Köln/ Hofheim-Wallau, den 15. September 2020 // Die aktuelle Corona-Situation hat noch einmal verdeutlicht: Kinder brauchen besondere Unterstützung und besonderen Schutz. Die Verwirklichung ihrer Rechte ist heute wichtiger denn je, auch in Deutschland. IKEA Deutschland setzt sich jetzt gemeinsam mit UNICEF Deutschland dafür ein, die Umsetzung der Kinderrechte an deutschen Schulen zu stärken. Mit dem Startschuss am diesjährigen Weltkindertag am 20. September fördert das schwedische Einrichtungsunternehmen auch finanziell das UNICEF Programm „Kinderrechteschulen".

Die Kinderrechte gelten für jedes Kind – in Deutschland ebenso wie in den Entwicklungsländern und Krisenregionen der Welt – und ihre Verwirklichung entscheidet sich vor allem im direkten Lebensumfeld der Kinder. „Auch in Deutschland werden viele Kinder und Jugendliche nicht ausreichend geschützt, gefördert und beteiligt. Während der Corona-Pandemie wurden die Interessen von Kindern vielfach hintenangestellt", sagt Christian Schneider, Geschäftsführer UNICEF Deutschland. „Mit dem Programm Kinderrechteschulen möchten wir gemeinsam mit IKEA Kinder von klein auf darin stärken, ihre Rechte wahrzunehmen und sich für ein solidarisches Miteinander einzusetzen."

Mit dem breit angelegten Programm Kinderrechteschulen setzt sich UNICEF bereits seit vielen Jahren dafür ein, dass Schulen in Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention sowohl im Unterricht als auch in ihrem Schulalltag verankern. Unter dem Motto „Wir leben Kinderrechte!" werden die Kinderrechte zum Herzstück der Schulgemeinschaft und von den Kindern, Lehrkräften und Sozialarbeitern gleichermaßen respektiert und gelebt. Kinder lernen, sich für ihre Rechte einzusetzen, Lösungen auszuhandeln und gemeinsam für ihre Ideen einzutreten. Hierfür hat UNICEF Deutschland ein Trainingsmodell entwickelt, das Behörden, Schulpersonal und Eltern mit den nötigen Kompetenzen in den Bereichen Kinderrechte, Gewaltprävention, pädagogische Ethik und Beteiligung ausstattet, auch über Online-Trainings.

Bislang nehmen 110 Schulen in Nordrhein-Westfalen sowie 30 Schulen in Hessen am Kinderrechteschulen Programm teil. Mittelfristig soll das Programm in weiteren Bundesländern umgesetzt werden. Gemeinsam mit dem Partner IKEA sollen nun über die kommenden fünf Jahre weitere 150 Schulen in Deutschland dafür fit gemacht werden, Kinderrechte im Schulalltag von rund 37.500 Mädchen und Jungen zu verankern. IKEA unterstützt auf diese Weise auch das langfristige Ziel von UNICEF Deutschland, das Kinderrechteschulen Programm bis 2030 in allen 16 Bundesländern zu etablieren.

Besonders im Blick sind dabei Grundschulen und die Unterstufen. Dauerhaft soll das Programm auf weiterführende Schulen ausgeweitet werden. Kinderrechte werden Teil des offiziellen Lernstoffes und damit des Stundenplanes. 

„Kinderrechte schaffen Zukunft!"

„Wir möchten die Kinder dort abholen, wo sie sind – in den Schulen. Mit unserem Programm unterstützen wir Schulen als zentrale Orte dabei, Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein für ihre Rechte zu vermitteln. Denn Kinderrechte schaffen Zukunft! Sie sind die Basis für eine gerechtere und zukunftsfähige Gesellschaft", sagt Christian Schneider, Geschäftsführer UNICEF Deutschland. „Wir sind froh und dankbar, dass unser langjähriger Partner IKEA Deutschland uns auf diesem Weg unterstützt, die Kinderrechte als Basis des Miteinanders an deutschen Schulen zu stärken." 

Auch Dennis Balslev, Geschäftsführer IKEA Deutschland, freut sich auf die gemeinsame Kooperation. „Kinder sind nicht einfach kleine Erwachsene. Sie sind die wichtigsten und auch die verletzlichsten Menschen in unserer Gesellschaft. Unsere Entscheidungen beeinflussen ihre gesamte Zukunft. Deshalb ist es unsere Pflicht, die Rechte und Bedürfnisse von Kindern zu respektieren." Die aktuelle Situation zeige, wie wichtig es sei, auf den Standpunkt der Kinder mehr Rücksicht zu nehmen: „Sie brauchen Freunde, Schulstrukturen, Orte, an denen sie sich sicher fühlen und einfach ein Kind sein können."

Um noch mehr Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, hat UNICEF jetzt die Kreidemal-Aktion „Kinder erobern die Straßen" am Weltkindertag ins Leben gerufen, die auch von IKEA kommunikativ und mit Sachspenden unterstützt wird. Hier sollen Kinder mit abwaschbarer Kreide nach Herzenslust auf die Straße malen, was sie sich in ihrer Stadt wünschen – ob kinderfreundlichere Plätze, neue Spieloasen oder anderes. So können sich die Kinder weit über den Pausenhof hinaus für eine bessere Zukunft einsetzen. 

Am 20.11.1989 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention. Sie garantiert jedem Kind weltweit zum Beispiel das Recht auf Überleben, auf Bildung, auf Schutz vor Missbrauch und Gewalt, aber auch das Recht, an Entscheidungen beteiligt zu werden.

Pressekontakt: 
UNICEF Deutschland, Tim Rohde, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 0221/93650-316, presse@unicef.de

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Her mit dem guten Leben für alle!

SID Blog - 15. September 2020 - 23:29
Heute startet die Faire Woche auch in Schleswig-Holstein

Newsletter 4 // 2020
Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen
www.bei-sh.org

Liebe Freundinnen und Freunde des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein,

mit dem guten Leben kennen wir uns in Schleswig-Holstein aus. Immerhin landen unsere Bewohner*innen beim sogenannten Glücksatlas regelmäßig auf dem ersten Platz. Andere Länder wie Schottland, Island und Neuseeland halten sogar das Bruttoinlandsprodukt nicht mehr für zeitgemäß und orientieren sich lieber am Wohlbefinden der Bevölkerung als Wohlstandsindikator.

Mit dem guten Leben beschäftigt sich in diesem Jahr auch die bundesweite Faire Woche, die heute begonnen hat. "Fair statt mehr. #Fairhandeln für ein gutes Leben" heißt das Motto. In Schleswig-Holstein ist  von Fehmarn bis zur Hallig Hoge etwas geboten. Insbesondere die Engagierten an der Westküste haben sich ordentlich ins Zeug gelegt und ein buntes Programm zusammengestellt. Aber auch in Lübeck finden Aktionen statt. Mit dem Grünen Haus in Eckernförde haben wir ein Fairtrade-Quiz erarbeitet, das digital gespielt werden kann. Es gibt auch etwas zu gewinnen.

Kommen Sie gut durch die Faire(n) Woche(n) und hinein in den Herbst. In sechs Wochen lesen wir uns wieder.

Ihr Team vom Bündnis Eine Welt
Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
  Neuigkeiten aus dem Bündnis Eine Welt und von unseren Partnern Die Faire Woche in Schleswig-Holstein Heute starteten die Aktionswochen zum Fairen Handel. Unter dem Motto "Fair statt mehr" bieten sie die Möglichkeit, sich gemeinsam zu fragen, wie Produktions- und Konsummuster aussehen müssen, damit sie nicht zu Lasten von Mensch, Tieren und Umwelt gehen. Was kann der Faire Handel dabei leisten und was vor allem jede*r einzelne von uns dazu beitragen kann.
"Ich finde es beeindruckend, wie viele interessante Angebote gerade in diesen schwierigen Corona-Zeiten unsere Mitglieder, aber auch Fairtrade Towns und andere Fair Handels-Engagierte vielerorts auf die Beine gestellt haben!", sagt Marco Klemmt, unser Fachpromotor für zukunftsfähiges Wirtschaften. "Ich wünsche allen Veranstaltungen daher viel Zuspruch und den Besucher*innen spannende und anregende Unterhaltung!" Die Faire Woche in Heide Die Faire Woche in Eckernförde (PDF) Die Faire Woche in Meldorf (PDF) Die Faire Woche in Lübeck Rätseln und gewinnen: Rund um Meeresschutz und Fairen Handel Unser Programm Bildung trifft Entwicklung hat in Kooperation mit dem Büro des Kieler Stadtpräsidenten und dem Grünen Haus Eckernförde zwei neue, digitale Rätsel für die App Actionbound heraus gebracht. Diesmal gibt es für die ersten Teilnehmer*innen sogar etwas zu gewinnen. Alle Infos zu den Bounds und zum Gewinnspiel Neue Gesichter im Promotor*innen-Programm Gleich zwei neue Kolleg*innen bereichern die Arbeit im Promotor*innen-Programm Schleswig-Holstein. Antje Edler wechselte von Niedersachsen nach Heide und vervollständigt die Stelle zum zukunftsfähigen Wirtschaften. Lotte Nawothnig vernetzt zivilgesellschaftliche Initiativen in Kiel. Hier stellen sich die beiden vor Neues aus dem Corona-Blog - Engagement geht auch digital Viele junge Menschen, die sich in diesem Jahr beispielsweise mit dem weltwärts-Programm im Ausland engagieren wollten, mussten ihr Pläne ändern, zurück reisen oder konnten gar nicht erst starten. Es gibt einige Möglichkeiten, sich digital zu engagieren oder mit der Einsatzstelle in Kontakt zu bleiben. Eine Einführung in die Welt des Online-Volunteering bietet dieses neue Handbuch, welches unsere Promotorin Chiara Dickmann gemeinsam mit ihrer Einsatzstelle der Kultur Life gGmbH zusammengetragen hat. Weitere Infos & Download Farbe fürs Quartier - Streetart-Projekt zu Nachhaltigkeitsthemen gestartet Ein buntes Nachbarschaftsprojekt - Gemeinsam mit dem AWO Servicehaus Lübscher Baum und der dort angesiedelten Stelle zur Quartiersentwicklung möchten wir Teile der Hauswände des Servicehauses und des angrenzenden öffentlichen Gartens sowie Stromkästen und Mülleimer im Quartier vor dem Hintergrund der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) künstlerisch neugestalten. Voraussichtlich ab kommenden Montag wird es möglich sein, über die ersten Entwürfe online abzustimmen. Dann werden Jung und Alt gemeinsam mit den Künstler*innen zur Praxis übergehen und ein neues buntes Highlight in der Kieler Innenstadt erschaffen. Hier efahren Sie mehr über die Veranstaltung Migrant*innenorganisationen informieren sich über einfache Wege zur eigenen Vereinswebseite Anfang September hat das Projekt „Partizipations- und Vereinsberatung für Migrant*innen" einen Workshop zur einfachen Websitegestaltung für Migrant*innenorganisationen angeboten. Es war die erste analoge Veranstaltung seit Coronabeginn, die im Rahmen des Projekts durchgeführt wurde. Hier geht's zum Bericht Die Macht der öffentlichen Hand - Zu den Ergebnissen der 8. Bundeskonferenz für sozial verträgliche IT-Beschaffung Öffentliche Verwaltungen und Institutionen sind in der Lage, Einfluss auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen und Umweltschutz bei der Produktion von IT-Hardware zu nehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die achte Bundeskonferenz zu sozial verträglicher Beschaffung von IT-Produkten, die am 3. und 4. September auf Einladung des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI) e.V. und der Europa-Universität Flensburg erstmals digital stattfand.
  Hier geht's zur Zusammenfassung Weitere aktuelle Veranstaltungen In diesem Monat reden wir über Geld. Genauer gesagt über nachhaltige Geldanlagen. In Geesthacht und Halstenbek ist dazu jeweils eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verein zur Förderung ethisch-nachhaltiger Geldanlagen e.V. und dem Oikocredit Förderkreis Norddeutschland e.V geplant. Außerdem beschäftigen wir uns mit ungleicher globaler Ressourcenverteilung. Workshop & Spiel: Engagement For Future finden in Kooperation mit den Students For Future Kiel im Rahmen des Zukunftsfestivals "Kiel Kann Mehr" statt.
  Hier geht's zu unseren Veranstaltungen Ausstellung auf Westküsten-Tour Die Ausstellung „Schafft Recht und Gerechtigkeit" richtet sich an Kirchengemeinden und kirchliche Gruppen, die sich in der Initiative Lieferkettengesetz für einen gesetzlichen Rahmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards engagieren möchten. Unser Mitglieds-Verein Eine Welt im Blick e.V. aus Heide holt diese Ausstellung im September und Oktober nach Meldorf, Heide, Husum und Wesselburen. Weitere Infos auf der Vereinswebseite Nachrichten aus Stadt & Land Landtag debattiert über Lieferkettengesetz Unterstützt Schleswig-Holstein eine gesetzliche Pflicht von Unternehmen, Menschenrechte und Umwelt in internationalen Lieferketten zu schützen? Auf Antrag der SPD-Landtagsfraktion hat das Landesparlament in Kiel in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause darüber debattiert. Alle Fraktionen, bis auf FDP und AfD, unterstützen den Antrag, der jetzt im Umweltausschuss beraten wird. Die Reden der Abgeordneten können im Presseticker nachgelesen werden. Zum Presseticker Post für Peter Altmaier Ein starkes Zeichen aus Berlin: Heute haben die Aktivist*innen der Initiative Lieferkettengesetz gemeinsam mit Greenpeace Deutschland 222.222 Unterschriften für ein Lieferkettengesetz, das diesen Namen verdient hat, übergeben. Aktuell mauert insbesondere das Wirtschaftsministerium. An unserem Stand auf der Kieler Woche haben wir darüber informiert, wie Sie hier im Norden aktiv werden können. Eine Postkarte an Peter Altmaier konnte man ebenfalls da lassen. Die Petition gibt es aber auch online. Fordern Sie mit uns Peter Altmaier zum Umdenken auf Abschied von Mawuli Aboagye 

Unser BtE-Referent Mawuli Aboagye ist nach kurzer schwerer Krankheit in Ghana verstorben. Wir vermissen ihn als einen engagierten und zugewandten Referenten, der in vielen Bildungsveranstaltungen sein Heimatland mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten einer Vielzahl von Jugendlichen nähergebracht hat. Seit 2018 war er bei BtE aktiv und hat zunehmend mehr Veranstaltungen durchgeführt und auf den wir uns immer hundertprozentig verlassen konnten.

In seinen Veranstaltungen zu den Themen Klimawandel, Elektromüll, Komposttoiletten, Kaffee oder allgemein um die SDGs hat er die Schüler*innen inspiriert und berührt. Seine freundliche, positive Ansprache und seine Energie haben die Teilnehmenden in den Workshops mitgenommen. Mawuli hatte eine ganz besondere Art mit Ihnen in Verbindung zu treten- mit viel Liebe, Enthusiasmus, Spaß und Offenheit. 

Wir haben Mawuli sehr geschätzt, seine ruhige und überlegte Art, seinen Tatendrang, seinen wachen, kritischen Geist, seine Ruhe, seine Verbindlichkeit und sein Liebe, die er in seine Arbeit und seine Begegnungen gelegt hat.

Mawuli war voller Tatendrang!

Als BtE Referent in Schleswig-Holstein, in seinen Projekten in Ghana und im Verein succeed in Ghana. Mawuli war sehr offen und hat sich stets neuer Themen angenommen und diese mit seinen persönlichen Bezügen in die Bildungsarbeit eingebracht. Das gemeinsame Projekt in Ghana wuchs in den letzten Jahren, maßgeblich Dank seiner Initiative und Arbeit. 

Mawuli war positiv! 

„The world we see, is the world we create"- war einer seiner Leitsätze. Mawuli hat eine gute Welt gesehen und für sie gekämpft. In Schleswig-Holstein und in Ghana. Er war überzeugt, dass eine nachhaltige, gerechtere Welt möglich ist und dass es sich lohnt dafür einzustehen. Ein Schritt nach dem anderen. 

Eine Lehrerin schrieb uns nach einer Veranstaltung extra eine Mail, und betonte dabei, wie erfolgreich und nachhaltig Mawuli mit den SuS erarbeitet hat, was sie selbst gegen den Klimawandel tun können.

Auch wenn Mawuli nicht mehr bei uns ist, wirkt er weiter. Sein Einfluss ist nicht verloren. Die Dinge, die wir aus der Begegnung mit ihm gewonnen haben, leben ins uns weiter. Und für diese sind wir dankbar.

Das Bündnis Eine Welt
Schleswig-Holstein e.V. (BEI)
Wir sind Dachverband entwicklungspolitischer
Organisationen aus Schleswig-Holstein.
Das landesweite Netzwerk bündelt Informationen,
sorgt für Verbindungen unter den Akteuren und
 wirbt für globale Gerechtigkeit in der Welt.
 

Unsere Aufgaben, Ziele und Aktivitäten:
  • Als Dachverband sind wir Sprachrohr für die Themen und das Engagement unserer Mitglieder.
  • Als Träger und Kooperationspartner sind wir beteiligt an Projekten mit entwicklungspolitischen Inhalten in Zusammenarbeit mit Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft.
  • Vernetzung und Austausch: Wir bringen weltweit Menschen zusammen die sich für die Zukunft unserer Welt einsetzen (regional, national und international).
  • Projektentwicklung und Organisationsberatung: Durch Beratungs- und Fortbildungsangebote fördern wir die Aktivitäten der Menschen aus dem Umfeld unserer Arbeit.
  • Als Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit engagieren wir uns in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.
  Unsere Schwerpunkte:
  • Fairer Handel, Unternehmensverantwortung (CSR) und nachhaltige Beschaffung:
    Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen mit dem Fair Trade Prinzip.
  • Globale Partnerschaften und Entwicklung:
    Entwicklungszusammenarbeit in Schulpartnerschaften, Kommunalen Partnerschaften, Religiöse Partnerschaften, etc.
  • Durch Bildungsarbeit globale Zusammenhänge begreifbar machen, um die weltweite Entwicklung aktiv mitzugestalten.
  • Migration und Entwicklung
    Obwohl alle Menschen auf demselben Planeten leben, sind die Lebenswelten und Kulturen sehr unterschiedlich. Wir müssen voneinander lernen, um gemeinsam die weltweite Zukunft gestalten zu können.
Unser Grundsatz: "Global denken - lokal handeln"
  Sie möchten den Verband für sich nutzen, das Engagement unterstützen oder selber aktiv und Teil des Netzwerks werden? www.bei-sh.org/mitmachen Mitmachen Sie möchten Nachrichten und Aktionen mit entwicklungspolitischem Bezug mit interessierten Menschen in Schleswig-Holstein teilen? Dann schreiben Sie uns. news@bei-sh.org Weiterleiten Diesen Newsletter als email weiterleiten Diesen Newsletter auf Facebook teilen Diesen Newsletter auf Twitter teilen Empfangseinstellungen und Archiv: Sie sind in dem Verteiler des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) für unsere Rundschreiben (Newsletter) eingetragen.
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Bevölkerungswachstum als Sicherheitsrisiko in Afrika: Mythos oder unterschätzte Gefahr?

GIGA Event - 14. September 2020 - 13:31
Online-Veranstaltung Online GIGA Forum Referent*innen Stefan aus dem Siepen (Auswärtiges Amt), Dr. Charlotte Heyl (GIGA), Catherina Hinz (Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung) Moderation

Prof. Dr. Eckart Woertz (GIGA)

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Forschungsschwerpunkte Frieden und Sicherheit Wachstum und Entwicklung Regionen GIGA Institut für Afrika-Studien Anmeldung erforderlich

Ein Jahr staatliches Textilsiegel „Grüner Knopf“

SID Blog - 11. September 2020 - 14:07
Minister Müller: „Grüne Knopf hat sich etabliert"



Berlin – Vor einem Jahr hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit 27 Vorreiter-Unternehmen das staatliche Textilsiegel Grüner Knopf eingeführt. Das Siegel gibt eine klare Orientierung beim Kauf sozial und ökologisch hergestellter Textilien. Mittlerweile machen 52 Unternehmen mit, darunter anerkannte Nachhaltigkeits-Pioniere der ersten Stunde, Sportlabel, Familienbetriebe und Mittelständler und auch große internationale Einzelhändler.

 

Minister Müller: „Trotz einer schwierigen wirtschaftlichen Lage hat sich der Grüne Knopf am Markt etabliert. Ich freue mich, dass mittlerweile 52 Unternehmen mitmachen. Das ist eine Verdoppelung im ersten Jahr, obwohl die Textilbranche von der Coronakrise besonders betroffen ist. Mittlerweile kann man sich von ‚Kopf bis Fuß' mit Grüner Knopf-Produkten einkleiden – von Mützen, über T-Shirts bis zu Sneakern. Auch Bettwäsche, Rucksäcke oder Zelte tragen das Siegel. Den Grünen Knopf gibt es für jeden Geschmack und auch für jeden Geldbeutel. Denn nachhaltige Mode muss nicht automatisch teuer sein."

 

Eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts GfK kommt zu dem Ergebnis: „Der Grüne Knopf ist auf dem besten Wege zu einer Erfolgsgeschichte". Rund ein Drittel der Deutschen kennen ihn – nach einem Jahr ein im Vergleich zu anderen Nachhaltigkeitssiegeln sehr guter Wert. Und nahezu alle Befragten befürworten ein staatliches Siegel zur Überprüfung sozialer und ökologischer Standards. Die Menschen wissen auch, wofür der Grüne Knopf steht: wie das Verbot von Kinderarbeit und gefährlichen Chemikalien oder Zahlung von Mindestlöhnen.

 

Dieses Vertrauen spiegelt sich auch an der Ladentheke wieder: Allein im wirtschaftlich schweren ersten Halbjahr 2020 wurden mehr als 50 Millionen Textilien mit dem Grünen Knopf verkauft. Davon rund 35 Millionen Kleidungsstücke.  Das entspricht hochgerechnet einem Marktanteil  des Grünen Knopfs zwischen 1,5 und 3 %. Zur Einordnung: Das deutsche Bio-Siegel lag in dem ersten Jahren nach Einführung bei 2 % Marktanteil und hat nach 7 Jahren einen Marktanteil von 3,5 % erreicht.

 

Müller weiter: „Der Grüne Knopf ist mehr als ein Textilsiegel – er ist unser Zeichen für Verantwortung. Wir brauchen einen grundlegenden Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit in globalen Lieferketten. Denn am Anfang vieler unserer Produkte stehen Menschen, dies bislang kaum von ihrer Arbeit leben können. Noch immer müssen 75 Millionen Kinder weltweit unter ausbeuterischen Bedingungen schuften – auch für unsere Produkte. Immer mehr Kunden wollen das nicht länger hinnehmen und fordern, dass in der Produktion grundlegende Mindeststandards eingehalten werden. Die Unternehmen beim Grünen Knopf erfüllen dies bereits. Und so ist der Grüne Knopf nach einem Jahr auch eine Blaupause für ein branchenübergreifendes Lieferkettengesetz. Denn das Siegel zeigt: Es geht. Selbst kleine Start Ups schaffen das."

 

Jetzt setzen auch die Diakonie Deutschland und der Deutsche Caritsverband auf nachhaltige Textilien. Zusammen sind sie die größten Textilbeschaffer in Deutschland - außerhalb der öffentlichen Hand. Allein für die 2,2 Millionen Betten und Plätze in den 56.000 Einrichtungen werden riesige Mengen an Bettwäsche benötigt. Am ersten Jahrestag des Grünen Knopf, den 9.9.2020, unterzeichnet Bundesminister Gerd Müller und der Präsidenten der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie sowie der Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, Hans Jörg Millies eine entsprechende Vereinbarung.

 

Müller: „Ich freue mich, dass die Diakonie und der Caritasverband auf den Grünen Knopf setzen. Private und öffentliche Einrichtungen können viel zu fairen Lieferketten beitragen, wenn sie konsequent nachhaltig beschaffen. Der Gedanke der christlichen Nächstenliebe gilt auch für die Menschen am Anfang der Lieferkette, wie etwa die Näherinnen in Bangladesch, die unsere Kleidung in Akkordarbeit nähen."


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