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kulturchoc liefert Korrekte Konfekte in die moderne Gesellschaft.

Weblinks - 18. Oktober 2018 - 23:04

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  • kulturchoc versteht sich als Energielieferant einer modernen Gesellschaft. In der Mitarbeit richtet sich dieses Projekt daher insbesondere an Frauen mit Flucht- oder Migrationserfahrung. - Karsten Weitzenegger

Tags: Hamburg, fair_trade, fairer_handel, schokolade, kakao, lecker

by: Karsten Weitzenegger

Welternährungstag: Keine Wende im Kampf gegen den Hunger

VENRO - 16. Oktober 2018 - 11:53

The same procedure as every year – mit dieser flapsigen Feststellung könnte man die jährliche steigende Zahl der Hungernden kommentieren. Aber es ist viel zu ernst. Denn die 821 Millionen Schicksale mahnen uns alle, mehr im Kampf gegen den Hunger zu tun statt zu resignieren.

Eigentlich könnte man jedes Jahr die Kommentierung der Hungerzahlen mit nur wenig veränderten Zahlen wiederholen. An den Hauptursachen des Hungers und an der Situation der Hungernden hat sich nichts Wesentliches verändert. Kriege, Konflikte und der Klimawandel treiben die  Zahl der Hungernden weltweit weiter nach oben. Hier die wichtigsten Fakten: 2017 sind insgesamt rund 821 Millionen Menschen chronisch unterernährt gewesen, heißt es im Welternährungsbericht, der im September in Rom vorgestellt wurde. Damit hungert eine von neun Personen. Vor allem Menschen in Südasien und Afrika sind von Unterernährung betroffen: In afrikanischen Ländern unterhalb der Sahara war es demnach sogar fast ein Viertel der Bevölkerung.  2015 schätzten die Vereinten Nationen (UN) die Zahl der Hungernden auf 777 Millionen, für ein Jahr später laut aktuellem Stand auf 804 Millionen. Der Anteil der Kinder unter fünf Jahren, deren Entwicklung wegen Unterernährung beeinträchtigt ist, lag 2017 mit gut 22 Prozent oder etwa 150 Millionen leicht unter den  Vorjahreswerten, wie es in dem Bericht des Welternährungsprogramms (WFP), der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), des Kinderhilfswerks UNICEF und des Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) weiter heißt.

Was für Schlussfolgerungen ergeben sich aus diesen nackten Zahlen:

Die internationale Staatengemeinschaft schafft keine Wende im Kampf gegen den Hunger. Jahr für Jahr wird es immer schwieriger für sie werden, ihr gemeinsam gestecktes Ziel zu erreichen: dass bis zum Jahr 2030 niemand mehr hungert. Auch bei einigen anderen nachhaltigen Entwicklungszielen sieht es ähnlich aus. Man entfernt sich von den Zielen statt sich ihnen zu nähern. Eklatant vor allem auch beim Klimawandel, der wiederum einer der Treiber für steigende Hungerzahlen ist. Die Probleme hängen zusammen und dies erfordert das Arbeiten an vielen verschiedenen Stellschrauben.

Ohne Frieden ist alles nichts. Es fällt auf, dass die  Mehrzahl der hungernden Menschen in Ländern leben, in denen Kriege und Konflikte herrschen. Im letzten Jahrzehnt hat die Zahl der Konflikte zugenommen. Wenn dann noch staatliche Strukturen versagen und die Folgen des Klimawandels wie im Jahr 2017 besonders spürbar werden, verschärft dies die Not. Umgekehrt gilt aber auch, dass mangelnde Ernährungssicherheit Konflikte anheizt, wenn starke Ungleichheit und schwache Staatlichkeit vorherrschen.

Hunger ist immer noch ein ländliches Problem und verschärft den Urbanisierungsdruck. 80 Prozent der Hungernden leben auf dem Land und überwiegend von der Landwirtschaft. Das heißt, dass die Gestaltung der Agrar- und Ernährungssysteme und auch der Stadt-Land-Beziehungen in diesen Ländern eine entscheidende Rolle spielen. Hunger ist eine wichtige Flucht- und Migrationsursache. Selbst wenn Konflikte oder Kriege beendet werden, hören damit der Hunger, Flucht und Migration nicht automatisch auf.

Strukturveränderungen sind enorm schwer. Obwohl vor zehn Jahren die Zahl der hungernden Menschen mit einer Milliarde ihren höchsten Stand seit den 80er Jahren des letzten Jahrhundert erreichte und diese Krise in aller Munde war, wurden die mehrdimensionalen und strukturellen Ursachen des Hungers in den letzten zehn Jahren nicht beseitigt. Besseres Saatgut, weniger Landraub, mehr Umweltschutz, effiziente Infrastruktur und Märkte mit stabilen Preisen sind Grundvoraussetzungen, um den Hunger wirksam zu bekämpfen. Dieses Nichtstun hat tiefgreifende existenzielle Auswirkungen auf die Menschen, auf ihre Gesundheit und auch auf das soziale Gefüge in den Gemeinden. Um den Anstieg der Lebensmittelpreise zu kompensieren, haben viele Menschen – insbesondere Frauen – keine andere Wahl, als zusätzliche Arbeit unter oft ausbeuterischen und unsicheren Bedingungen anzunehmen. Durch hohe Lebensmittelpreise werden gute Lebensmittel durch qualitativ schlechtere ersetzt. Fast zeitgleich zu dem Welternährungsbericht stellte die Welternährungsorganisation FAO fest: im Jahre 2017 mussten die ärmsten Länder nun 28 Prozent ihrer Exporteinnahmen für Nahrungsmittelimporte ausgeben, doppelt so viel wie 2005. Dieses Geld fehlt an allen anderen Ecken und Enden.

Das Recht auf Nahrung wird millionenfach verletzt. Die vorherrschenden wirtschaftlichen und politischen Systeme sowie die Eliten, die davon profitieren, stellen immer noch ihre Interessen und ihren Gewinn über das Recht auf Nahrung und den Erhalt der Umwelt. Traditionelle und indigene Gemeinschaften werden von ihrem Land vertrieben; Handelsabkommen beschlossen und umgesetzt, die zu wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse der Armen nehmen; die Natur durch den Rohstoffabbau zerstört. Agrarkonzernen gelingt es immer mehr, Essen und Nahrung auf eine rein handelbare Ware zu reduzieren. Im ländlichen Raum manifestiert sich das Versagen der globalen Ernährungssysteme vor allem durch die Übernutzung von Land, Wasser oder der Biodiversität. Dies treibt die kleinbäuerlichen Familien in die Enge. In den Städten sind die starke Zunahme von ernährungsbedingten Krankheiten, Mangelernährung und Fettleibigkeit Indikatoren dieser Fehlentwicklung.

Alternativen bestehen, werden aber zu wenig gefördert. Eine systematische und nachhaltige Umstellung der Agrarproduktion, der Verteilung der Nahrungsmittel sowie des Konsumniveaus steht an, um die Zahl der Hungernden zu reduzieren und das Recht auf Nahrung zu verwirklichen. Ein Beispiel für diese Alternativen ist die Agrarökologie. Sie ist in der Praxis erprobt, aber leider noch nicht im größeren Maßstab umgesetzt – zum Teil wird dies auch von den Agrarkonzernen verhindert. Es würde ihr Geschäftsmodell zu stark in Frage stellen. Agrarökologie basiert auf der Vielfalt. Im Mittelpunkt steht dabei ein ganzheitlicher Ansatz, der die Erfordernisse der landwirtschaftlichen Familienbetriebe, der Gemeinden und der Ökosysteme berücksichtigt, um lokale Bedürfnisse zu befriedigen. Agrarökologie fördert biologische Prozesse, damit weniger oder keine Mineraldünger, Pestizide oder fossile Brennstoffe benötigt werden. Ziele sind dabei die Stärkung lokale Strukturen, höhere Erträge, mehr Ertragsstabilität und weniger Abhängigkeit, um die Gefahr der Verschuldung einzudämmen.

Welche konkreten Maßnahmen sollte die Bundesregierung im Kampf gegen den Hunger ergreifen? Die Bundesregierung tut bereits einiges, um den Hunger zu bekämpfen – sei es das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit der Sonderinitiative Eine Welt ohne Hunger oder das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) in seinem Engagement bei der Welternährungsorganisation FAO. Aber es könnte mehr und besser abgestimmt sein mit den anderen Politikbereichen der Bundesregierung. Diese haben politisch mehr Gewicht und konterkarieren leider zu oft die Bemühungen in der Entwicklungszusammenarbeit. Deshalb sollte die Bundesregierung ihre Politik ressortübergreifend so gestalten, dass Entwicklungszusammenarbeit nicht durch die Entscheidungen anderer Ressorts – Stichwort Waffenhandel und unfaire Handelsbeziehungen – zunichte gemacht wird. Sie sollte Waffenexportverbote viel strikter kontrollieren, so dass Waffen – besonders Kleinwaffen – nicht Konflikte anheizen und verlängern. Sie sollte Entwicklungsgelder nicht zur Abwehr von Flüchtlingen einsetzen und jede Umwidmung von Entwicklungsgeld für sicherheitspolitische Zwecke entschieden ablehnen. Sie sollte die Länder und Regionen, die besonders viele Flüchtlinge aufnehmen, bei dieser Aufgabe unterstützen. Sie sollte deutlich mehr für die Umsetzung der in Paris vereinbarten Klimaziele tun und die armen Länder bei der Bewältigung der Klimaschäden unterstützen. Sie sollte sich viel stärker als bisher für die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) einzusetzen und diese Ziele zur Richtschnur ihrer Politik zu machen. Dies würde im Kampf gegen den Hunger mitentscheidend helfen und weitere Rückschritte vermeiden.

EU to the rescue: Priorities for a positive multilateralism

DIE Blog - 15. Oktober 2018 - 11:59

We are a long way from 2015. That year, the world committed to the Sustainable Development Goals and the Paris Agreement on climate – promising to end extreme poverty, address corrosive inequality, boost peace and prosperity, and stop climate change.

Now in 2018, we already look back at 2015 with nostalgia. This was the high water mark of multilateralism, brought low by the rise of populism and ‘illiberal democracy’. Suddenly, it seems, we are forced to find ways of rescuing the global rules-based order.

The EU has a strong interest in defending multilateralism. Its economic power as the world’s largest market depends on rules-based trade and finance; and its political strength requires the rule of law. Externally, the EU is the world’s largest aid donor and an important defender of human rights. Internally, it also needs to safeguard its values and ability to work together.

The EU has embraced from the beginning a form of multilateralism that was not cooperation in pursuit of narrow self-interest, but rather one where the mutual gains from cooperation made the whole bigger than the sum of its parts.

Today, global challenges require global action. The SDGs provide a framing. For the EU, there are five priorities.

First, to help deliver an inclusive, equitable globalisation that shares the benefits of fair trade and investment with citizens at home and abroad. For many countries that have begun to escape long-term poverty, the key to success has been to engage in the world economy through trade, so trade rules and trade facilitation need to be central. And fighting inequality globally and within the EU promotes long-term economic prosperity and social stability.

Second, to engineer the sustainability revolution needed to avoid the worst impacts of climate change. The EU has a role in developing and scaling investments, technology, and policy needed to achieve major transitions in energy, water, agriculture, and consumption; and in supporting the actions needed to adapt to higher temperatures, higher sea levels, disrupted weather patterns and extreme weather events.

Third, to tackle conflict, invest in prevention, deploy civil and military means to support stabilisation and peacebuilding, and take action internationally to limit arms sales. Thus, a new development cooperation needs to be about how to deal with complex security threats, like those found in the Sahel or Myanmar, and with the impact of war on ordinary people in countries like Yemen or Syria. There are no easy wins or short-term commitments.  Progress will require all the arts of diplomacy and defence, alongside development and humanitarian aid.

Fourth, to move migration policy beyond ‘Fortress Europe’, respecting the rights of refugees and recognising the many benefits of legal, safe migration – and not just for the migrants themselves. Remember, migration rises, not falls, in the early stages of economic development: investing in the countries of origin will reduce migration pressure, but only in the long term.

Fifth, to promote human rights and democratic norms inside the EU and globally.

It is not axiomatic that ‘Europe’ should be the instrument of choice in all these cases. European countries need to support the work of the UN, and of bodies like the World Bank and the IMF. ‘Europe’ must always make its case.

However, the European Union brings many assets and has a track record to be proud of: committed to democracy and to accountable institutions; collectively, the world’s largest aid donor; together, pioneers in climate action; progressive trade policy, emphasising labour and environmental standards; and experience in civil and military security missions.

Furthermore, the actions Europe itself takes internally shape the prospects for achieving the SDGs. For example, phasing out coal in the EU is just what the Marshall Islands and other climate vulnerable countries need and are calling for.

So, there is much to do, and there are many choices to make. The forward EU budget to 2027 is under negotiation. A Summit is planned for May 2019, in Sibiu, Romania, to set in train a process of European renewal. Elections to the European Parliament will take place, also in May. There is no single, uncontested routemap. These inter-locking processes need to debate alternative futures and sketch policy and fiscal alternatives. There will then be an agenda for the new European Commission at the end of the year. This cannot be an empty discussion in the abstract about more or less Europe. Our vision of positive multilateralism needs firm commitments. This is what we should be asking of national leaders, of MEPs, and of the new Commission.

The authors:

  • Lucien Chabason is Acting Director of the Institute for Sustainable Development and International Relations/ Institut du Développement Durable et des Relations Internationales, Paris, France
  • James Mackie is Acting Director of the European Centre for Development Policy Management, Maastricht, the Netherlands
  • Simon Maxwell is Chair of the European Think Tanks Group
  • Imme Scholz is Acting Director of the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Bonn, Germany
  • Alex Thier is Executive Director of the Overseas Development Institute, London, UK
  • Nathalie Tocci is Director of the Istituto Affari Internazionali, Rome, Italy

 

This opinion piece was published on EURACTIV’s Website and on ETTG.EU.

Der Beitrag EU to the rescue: Priorities for a positive multilateralism erschien zuerst auf International Development Blog.

Kriege um Land, Wasser und Rohstoffe: das Konfliktpotenzial natürlicher Ressourcen

GIGA Event - 12. Oktober 2018 - 9:42
Vorträge und Diskussion Hamburg GIGA Forum Referent Dr. Christiane Fröhlich (GIGA), Jun. Prof. Dr. Janpeter Schilling (Friedensakademie Rheinland-Pfalz/Universität Koblenz-Landau), Dr. Almut Schilling-Vacaflor (Universität Osnabrück) Moderation

Dr. Christian von Soest (GIGA)

Regionen GIGA Institut für Afrika-Studien GIGA Institut für Lateinamerika-Studien GIGA Institut für Nahost-Studien Adresse

GIGA
Neuer Jungfernstieg 21
20354 Hamburg

Forschungsschwerpunkte Frieden und Sicherheit Anmeldung erforderlich

Future Food Forum in Berlin über Ernährungssicherung

Weblinks - 11. Oktober 2018 - 20:35

Comments:

  • Mit welchen Strategien kann für die gesamte Weltbevölkerung ein Zugang zu ausreichender Ernährung geschaffen werden? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt der Konferenz - Karsten Weitzenegger

Tags: ernährung, Ernährungssicherung, ernte, berlin, hunger, welthunger

by: Karsten Weitzenegger

Weltfreiwilligenkonferenz in Augsburg, 25. IAVE Welt-Freiwilligenkonferenz | International Association for Volunteer Effort

Weblinks - 11. Oktober 2018 - 20:31

Comments:

  • Die Konferenz des Weltfreiwilligenverbandes IAVE findet in diesem Jahr in Augsburg statt. Dort geht es auch um die Frage, welche Rolle freiwilliges Engagement bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen spielt. - Karsten Weitzenegger

Tags: volunteer, association, freiwilligenarbeit, freiwilligendienste, freiwillige

by: Karsten Weitzenegger

Political Education Programme for Junior Politicians in Myanmar

GIGA Event - 11. Oktober 2018 - 10:58
In cooperation with Initiative Austausch e.V. and the Friedrich Ebert Foundation Yangon, Myanmar Workshop Adresse

Yangon, Myanmar

Regionen GIGA Institut für Asien-Studien Anmeldung erforderlich

Shaping Past, Present, and Future: Political Parties and State Transformation in Myanmar

GIGA Event - 11. Oktober 2018 - 10:36
In cooperation with Initiative Austausch e.V. and the Friedrich Ebert Foundation Yangon, Myanmar Konferenz Regionen GIGA Institut für Asien-Studien Adresse

Yangon, Myanmar

Publikationen Richard Roewer Myanmars Nationale Liga für Demokratie am Scheideweg

GIGA Focus Asien, 01/2017

Anmeldung erforderlich

Die Neuausrichtung des chinesischen Wirtschaftsmodells unter Xi Jinping: Analyse der institutionellen Rahmenbedingungen

GIGA Event - 10. Oktober 2018 - 16:19
Kooperationsveranstaltung mit dem Konfuzius-Institut, FU Berlin Berlin Workshop Adresse

Konfuzius-Institut an der FU Berlin
Goßlerstr. 2-4, Galerieraum
Berlin-Dahlem

Regionen GIGA Institut für Asien-Studien öffentliche Veranstaltung

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