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Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung im Wortlaut

Die Agenda zur nachhaltigen Entwicklung trägt den Titel: „Unsere Welt transformieren: Die 2030 Agenda für nachhaltige
Entwicklung“. Die Agenda enthält 17 Ziele und 169 Unterziele. Die vollständige Liste der Ziele und Unterziele ist hier abrufbar: http://www. un.org/sustainabledevelopment/sustainable-development-goals/

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

Ziel 1 Armut in allen ihren Formen und überall beenden
Ziel 2 Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen
und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern
Ziel 3 Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr
Wohlergehen fördern
Ziel 4 Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten
lebenslangen Lernens für alle fördern
Ziel 5 Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur
Selbstbestimmung befähigen
Ziel 6 Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für
alle gewährleisten
Ziel 7 Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle
sichern
Ziel 8 Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive
Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
Ziel 9 Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige
Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen
Ziel 10 Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern
Ziel 11 Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten
Ziel 12 Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen
Ziel 13 Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner
Auswirkungen ergreifen
Ziel 14 Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten
und nachhaltig nutzen
Ziel 15 Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern,
Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden
und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen
Ziel 16 Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen
Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und starke, rechenschaftspflichtige und inklusive
Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
Ziel 17 Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung
mit neuem Leben erfüllen

Neue Agenda für nachhaltige Entwicklung: Niemanden zurücklassen!

Mehr als 150 Staats- und Regierungschefs haben am 27. September 2015 in New York am Hauptsitz der Vereinten Nationen eine ehrgeizige, neue Agenda für nachhaltige Entwicklung zu beschlossen. Diese wegweisende Agenda wird der internationalen Gemeinschaft und den nationalen Regierungen als neuer Ankerpunkt für ihre Bemühungen dienen,  gemeinsam zum Vorteil aller Menschen den Wohlstand über die nächsten 15 Jahre zu mehren.

In einer Erklärung, die nach der Einigung auf die Gipfelergebnisse durch die Mitgliedstaaten veröffentlicht wurde, sagte  UN Generalsekretär Ban Ki-moon: „Diese Vereinbarung beinhaltet eine universelle, umgestaltende und integrierende  Agenda, die einen historischen Wendepunkt für unsere Welt markiert. Es handelt sich um eine Agenda der Völker, einen Maßnahmenplan, um Armut in all ihren Erscheinungsformen unumkehrbar zu beenden – und dabei niemanden zurückzulassen.“

Wie von den 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen vereinbart wurde, firmiert die vorgeschlagene Agenda unter dem Namen „Gestalten wir unsere Welt um: Eine Agenda für nachhaltige Entwicklung“. Sie besteht aus einer gemeinsamen Erklärung, 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung und 169 Unterzielen. Dies wird ergänzt von  einem Abschnitt, der sich mit den Mitteln zur Durchführung dieser Zielvorgaben und Mitteln für die Neubelebung der   notwendigen globalen Partnerschaft befasst, sowie einem Rahmenwerk zur Überprüfung und Bewertung dieser Maßnahmen.

Die Agenda ist einzigartig vor dem Hintergrund, dass sie alle Länder, unabhängig davon ob reich, arm oder von mittlerer Wirtschaftskraft, zum gemeinsamen Handeln auffordert. Gleichzeitig macht die Agenda deutlich, dass ein Ende der Armut nur Hand in Hand mit einem umfassenden Plan erreicht werden kann, der wirtschaftliches Wachstum fördert und eine Reihe von sozialen Bedürfnissen wie etwa Bildung, Gesundheit, soziale Sicherung und Arbeitsplätzen nicht außer Acht lässt, während er sich ebenso den dringlichen Herausforderungen des Klimawandels und des Umweltschutzes widmet. Die Inhalte der Agenda berühren darüber hinaus diverse Themen wie zum Beispiel Ungleichheit, Infrastruktur, Energie,  Konsum, Biodiversität, Ozeane und Industrialisierung.

Die neue Agenda für nachhaltige Entwicklung knüpft an die Ergebnisse der erfolgreich abgeschlossenen Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung an, die unlängst in Addis Abeba in Äthiopien stattfand. Es wird erwartet, dass die neue Agenda auch eine positive Wirkung auf die Verhandlungen über ein neues, umfassendes Klimaschutzabkommen diesen Dezember in Paris entfalten wird.

Zwischenstaatliche Verfahren auf dem Weg zu globalem Handeln für Menschen und Planet

Die Millenniumentwicklungsziele (MDGs), welche die wohl stärkste Bewegung gegen Armut in der Geschichte hervorgebracht haben, dienen als „Sprungbrett“ für die neue Agenda für nachhaltige Entwicklung, die von den Staats- und Regierungschefs beschlossen werden soll. Seit der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung von 1992 – dem Umweltgipfel – in Rio de Janeiro, Brasilien, hat die internationale Gemeinschaft einen neuen Pfad zum Wohl der Menschen finden und beschreiten können – den der nachhaltigen Entwicklung. Das Konzept der nachhaltigen Entwicklung, zusammengefasst in der Agenda 21, macht begreiflich, dass wirtschaftliche Entwicklung mit einem Wachstum in Einklang gebracht werden muss, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert und die Umwelt schützt. Die neue Agenda für nachhaltige Entwicklung knüpft daher an die Ergebnisse an, die beim Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung von 2002, dem Gipfel für die Millenniumentwicklungsziele von 2010 und bei der UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung von 2012 (Rio+20) erzielt worden sind - und berücksichtigt dabei die Ansichten von Menschen aus aller Welt.

Aufgrund der beachtlichen Erfolge, welche die Millenniumentwicklungsziele verzeichnen konnten, einigten sich die Staaten im Ergebnispapier von Rio+20, „Die Zukunft, die wir wollen“, eine offene Arbeitsgruppe einzusetzen, um eine Reihe von Zielen für nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten, die als Grundlage für Diskussion und angemessene Handlungen in der Folge dienen sollten. Quelle: UNRIC.

Weitere Informationen
www. un.org/sustainabledevelopment/summit/
www. uno.de