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Climate Summit of Generations 2019 in Hamburg

#HOCHN - October 18, 2019 - 12:00am
Am 18. und 19.10.2019 findet der Climate Summit of Generations unter dem Motto "Stop re-financing the climate crisis! Support science and solutions that benefit our society and economy!" an der Universität Hamburg statt.

Foto: unsplash/CC0 Lizenz

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Fachmesse ENGAGEMENT WELTWEIT - Arbeiten bei Engagement Global

Engagement Global - October 16, 2019 - 4:23pm
Engagement Global bündelt Beratung, Information, Vernetzung und Förderung in der Entwicklungszusammenarbeit. Foto: Bernadett Yehdou

ENGAGEMENT WELTWEIT ist eine Fachmesse zum Thema Arbeiten in der Entwicklungszusammenarbeit. Die in Deutschland einmalige Messe bietet Interessierten die Gelegenheit, sich direkt und umfassend über die Möglichkeiten des beruflichen Engagements im In- und Ausland, die verschiedenen Arbeitsfelder, Qualifizierungsangebote, Nachwuchsförderungsprogramme sowie Entwicklungen und Trends in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu informieren. Mehr als 50 Organisationen und Institutionen der EZ präsentierten sich am Samstag, den 12. Oktober 2019 in der Rhein-Sieg-Halle in Siegburg den rund 850 Besucherinnen und Besuchern.

Am Stand von Engagement Global erhielten Interessierte Informationen rund um das Arbeiten bei Engagement Global und erfuhren, welche Einstiegsmöglichkeiten es gibt.

Engagement Global bündelt Beratung, Information, Vernetzung und Förderung in der EZ, insbesondere in der Bildungsarbeit. Die Organisation unterstützt beispielsweise zivilgesellschaftliche Organisationen, Kommunen und Schulen bei ihrem entwicklungspolitischen Engagement. Entsprechend vielfältig sind ihre Arbeitsfelder. Mitarbeitende von Engagement Global unterstützen Programme wie den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltwärts oder Bildung trifft Entwicklung (BtE), indem sie Verwaltungs- und Koordinierungsaufgaben wahrnehmen. Weltwärts richtet sich an junge Menschen, die für sechs bis 24 Monate als Freiwillige in einem Entwicklungsprojekt arbeiten wollen. Die Koordinierungsstelle weltwärts bei Engagement Global prüft unter anderem die Anträge der Entsende- und Aufnahmeorganisationen auf Förderung und leitet die Fördermittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) an diese weiter. Das Programm BtE engagiert sich deutschlandweit für ein Lernen, das Brücken zwischen globalen Zusammenhängen und den Lebenswelten der Lernenden schlägt. Die Mitarbeitenden von BtE vermitteln unter anderem Referentinnen und Referenten für Bildungsveranstaltungen, beraten bei der Gestaltung von Projekttagen oder stellen didaktische Materialien zum Globalen Lernen bereit.

Neben den Infoständen der in der EZ tätigen Organisationen und Institutionen bot die Fachmesse auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Fachvorträgen, Gesprächsrunden und Workshops mit Expertinnen und Experten der EZ, beispielsweise zum Arbeitsalltag von Fach- und Führungskräften oder zu kritischen Perspektiven auf ausgewählte Aspekte der internationalen personellen Zusammenarbeit.

Bei einer Gesprächsrunde, an der die Personalabteilung von Engagement Global beteiligt war, ging es zum Beispiel um „Schlüsselkompetenzen in der internationalen Zusammenarbeit“. Neben Anforderungen wie eine sehr gute Kommunikationsfähigkeit oder hohe Flexibilität waren allen Anwesenden auch die Aufgeschlossenheit und Neugier gegenüber den Lösungswegen, die vor Ort entwickelt werden, sehr wichtig, da diese eine Grundvoraussetzung für die Begegnung auf Augenhöhe darstellen. „Bei Engagement Global haben zudem die Fähigkeiten zu organisieren und öffentliche Mittel zu verwalten, einen hohen Stellenwert“, fügte Daniela Rippin, Mitarbeiterin bei Engagement Global, hinzu. Sie betonte außerdem, dass die Mitarbeitendenschaft sehr divers ist und dass aufgrund der interkulturellen Projekte Bewerbungen von Menschen aller Kulturkreise begrüßt werden.

Die Ausschreibung der aktuellen Stellenangebote erfolgt über die Homepage von Engagement Global sowie über Bund.de und Interamt.de. Bewerbungen werden ausschließlich über das Bewerberportal Interamt entgegengenommen. Initiativbewerbungen und Bewerbungen auf dem Postweg können aus technischen Gründen nicht berücksichtigt werden.

Weitere Informationen

Zu den Stellenangeboten

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Entwicklungszusammenarbeit: “Die Stimmen von jungen Menschen müssen mehr gehört werden”

DSW - October 16, 2019 - 12:59pm

Am 27. September veranstaltete die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) gemeinsam mit acht anderen NGOs ein parlamentarisches Frühstück im deutschen Bundestag. Das Thema: Entwicklungszusammenarbeit und ihre Finanzierung. Auch Lara aus dem Plan International Jugendbeirat setzt sich schon lange mit diesem Thema auseinander und war als Sprecherin aus der Perspektive von jungen Menschen mit dabei. In Ihrer Rede vor den Bundestagsabgeordneten konnte sie ihre eigenen Standpunkte zu dem Thema verdeutlichen: 

Sehr geehrte Damen und Herren, wie stellen Sie sich das Jahr 2030 vor?

Mit der Agenda 2030 haben sich die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, darunter Deutschland, dazu verpflichtet, sich für eine Welt ohne Hunger, mit hochwertiger Bildung, Geschlechtergerechtigkeit, menschenwürdiger Arbeit und einem intakten Planeten einzusetzen. Wir haben noch etwa zehn Jahre Zeit, um diese Ziele zu erreichen und um ehrlich zu sein, schlagen wir uns nicht gerade gut. So steigt die Anzahl der Menschen, die Hunger leiden gerade wieder an – nach langjährigem Sinken.

Auch können wir nicht behaupten, wir würden uns an den Leitsatz der Agenda 2030Leave no one behind” halten. Denn in manchen Gegenden der Welt gehen fast 50 Prozent der Mädchen und jungen Frauen nicht zur Schule. Und 27 Prozent der Menschheit wird 2030 aufgrund grenzüberschreitender Konflikte und Kriege, Pandemien, Hungersnöten, Extremismus und Naturkatastrophen voraussichtlich in fragilen Kontexten leben.

Mir machen diese Zahlen große Sorgen. Denn das klingt nicht gerade nach einer Welt, in der ich gerne leben möchte. Aber noch haben wir Zeit, Entwicklungen umzukehren und es besser zu machen. Dafür ist eine Finanzierung nötig, die nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit (Official Development Assistance, kurz: ODA) möglich macht und ermöglicht Potentiale zu entfalten.

Geschlechtergerechtigkeit fördert Entwicklung

Nehmen wir Geschlechtergerechtigkeit als Beispiel: Wenn wir uns für  die Stärkung der Rechte von Mädchen und Frauen weltweit stark machen, werden Sie zu Trägerinnen positiver Veränderung für die Zukunft. Mit jedem weiteren Schuljahr, dass ein Mädchen zur Schule gehen kann, steigt ihr späteres Einkommen um 10 bis 20 Prozent. Sie verbessert nicht nur ihre eigene ökonomische Situation, sondern häufig auch die ihrer Familie und Gemeinde. Wenn Mädchen die Schule abschließen können, entscheiden sie selbstbestimmter und sind weniger anfällig für Krankheiten wie HIV und Aids oder Malaria. Außerdem schützen Mädchen sich, ihre Familie und ihr Umfeld besser vor den Folgen des Klimawandels und verbessern Ernährungssicherheit, wenn sie in ihren Rechten gestärkt werden. Im Jahr 2017 gingen dennoch nur 39,2 Prozent der sektoral aufteilbaren ODA Deutschlands  in Projekte, die Geschlechtergerechtigkeit als Nebenziel hatten und nur 1,1 Prozent in Projekte, die Geschlechtergerechtigkeit als Hauptziel verfolgt haben.

Weniger Konflikte durch Bildung

Nochmal zum Beispiel Bildung: Investitionen in Bildungschancen verbessern nicht nur die Perspektiven der Menschen vor Ort.  Bildung trägt auch zur Stärkung von Demokratie und Frieden weltweit bei. Laut einer über einen großen Zeitraum hinweg durchgeführten Studie in 100 Ländern mit niedrigem und mittleren Einkommen, waren Länder mit extremen Bildungsunterschieden  zweimal so anfällig dafür in den Folgejahren Konflikte zu erleben. Wenn aber im Durchschnitt 10 Prozent mehr junge Männer die Sekundarschule besuchten, sank das Risiko eines Konfliktes um ein Viertel. Und wir dürfen nicht vergessen, weltweit gehen 264 Millionen Kinder nicht zur Schule.

Entwicklungszusammenarbeit ist mehr als Fluchtursachenbekämpfung

Entwicklungszusammenarbeit ist eine Investition in die Welt, in der wir leben werden. Und als solche sollte sie dazu eingesetzt werden, Menschenrechte zu stärken und auf Augenhöhe und nachhaltig zusammenzuarbeiten. Entwicklungszusammenarbeit nur als Fluchtursachenbekämpfung anzusehen, ist zu kurzfristig und geht im besten Fall an den Bedürfnissen der Menschen vorbei, wenn es nicht sogar riskiert Unrecht und Menschenrechtsverletzungen zu verstärken.

Deutschland hat eine internationale Verantwortung sich für eine gerechtere Welt einzusetzen und dabei darauf zu achten, dass niemand zurückgelassen wird. Denn nicht zuletzt baut unser Wohlstand auch auf dem globalen Wohlstandsgefälle auf. Als Industrienation hat Deutschland unverhältnismäßig viel zur globalen Erwärmung und Ressourcenverschwendung beigetragen. Und unfairer Handel trägt dazu bei, dass Konsumierende hier Waren billig kaufen können und Unternehmen Profite machen, während anderswo Menschenrechte durch Zwangsarbeit, Ausbeutung und Landraub verletzt werden. Daher sollten wir alles tun, um diese Ungleichheiten abzubauen und nachhaltige Entwicklung zu fördern – und dafür reichen nicht nur Lippenbekenntnisse, wir müssen auch bereit sein, Geld zu investieren.

Kinder werden vor geschlossenen Türen stehen

Ich möchte Ihnen von meiner Erfahrung während meines Freiwilligendienstes in Nord-Mazedonien erzählen. Dort habe ich in einem Bildungszentrum mit Kindern und Jugendlichen aus der Roma-Community gearbeitet, Europas größter Minderheit, die sich leider in ganz Europa immer noch häufig mit Benachteiligung und Diskriminierung konfrontiert sieht. In dem Bildungszentrum, bekamen die Kinder und Jugendlichen Unterstützung um soziale Rechte vor allem das Recht auf Bildung besser wahrnehmen zu können. Durch meine Organisation haben sie die Möglichkeit ihrem Traum, in der Zukunft Richterin, Stewardess oder Anwalt zu werden ein Stück näher zu kommen. Das Zentrum verbreitet mit seiner Arbeit viel Mut und Hoffnung für eine bessere Zukunft. Doch, wenn zum Ende des Jahres die Projektfinanzierung ausläuft und kein neuer Geber gefunden wurde, werden um die 100 Kinder vor geschlossenen Türen stehen, wenn sie Hilfe bei den Hausaufgaben oder Förderung in bestimmten Schulfächern suchen. Was möchte ich mit diesem Bericht sagen? Es gibt Hoffnung für die Zukunft, es gibt schon viele Lösungsansätze. Aber wir müssen auch darein investieren. Zukunft gibt es nicht umsonst.

Versprechen einhalten – Unsere Zukunft sollte es wert sein

Deutschland hat sich 1970 im Rahmen der Vereinten Nationen dazu verpflichtet jährlich 0,7 Prozent seines Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit (ODA) auszugeben. Dieses Ziel  haben wir in fast 50 Jahren kein einziges Mal erreicht, wenn man die Kosten für geflüchtete Menschen im Inland nicht mit einrechnet. Dabei hat die jetzige Regierung sich in dem Koalitionsvertrag noch einmal zu ihrer internationalen Verantwortung bekannt. Und auch in den kommenden Jahren, jetzt wo wir so drängenden globalen Fragen gegenüber stehen, sieht es nicht so aus, als ob das Ziel erreicht werden würde. Im Gegenteil: Wie die aktuelle Studie von VENRO zeigt, werden nächstes Jahr 1,3 Milliarden Euro fehlen, um das 0,7 Prozent Ziel zu erreichen. In den Jahren danach wird die ODA-Lücke sogar noch größer. Mal im Vergleich dazu: Für das Verteidigungsministerium  sind im Haushaltsentwurf für 2020 44,9 Milliarden Euro vorgesehen. Warum geben wir Millionen Euro für Militär aus, vernachlässigen gleichzeitig aber die Finanzierung von ziviler Konfliktbearbeitung und Friedensförderung und Entwicklungszusammenarbeit, die nachhaltig dazu beitragen kann, dass Konflikte erst gar nicht ausbrechen und sich um die Menschen kümmert, die durch Konflikte ihre Lebensgrundlagen verloren haben und noch lange mit den Folgen von Krieg leben müssen?

Nicht zuletzt würde ich mir wünschen, dass die Stimmen von jungen Menschen mehr gehört werden. Denn wir sind diejenigen, die die Konsequenzen jetziger Entscheidungen tragen. Wir werden nicht nur 2030 erleben, sondern auch 2050, 2075 und manche von uns sogar 2100. Und deshalb ist es uns wichtig, dass in das Erreichen der Agenda 2030, in unsere Zukunft investiert wird.

Wir  müssen jetzt gemeinsam anfangen Schritte in die richtige Richtung zu gehen und  Zukunft zu gestalten.  Dafür müssen wir Zeit, Kraft, Mut und Geld  investieren. Unsere Zukunft sollte es uns wert sein!”

Quellen:

Dieser Beitrag ist im Vorfeld auf der Website von Plan International Deutschland erschienen. Hier geht’s zum Beitrag.

Der Beitrag Entwicklungszusammenarbeit: “Die Stimmen von jungen Menschen müssen mehr gehört werden” erschien zuerst auf DSW.

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Rückblick: Teilnehmerkonferenz des Deutschen Global Compact Netzwerks und Global Goals Forum in Berlin zur Umsetzung der Agenda 2030 und der SDGs

Global Compact - October 16, 2019 - 12:15pm
Am 10. Oktober fanden sich zum Global Goals Forum in Berlin 370 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen und regten einen spannenden Austausch zum Thema: "Agenda 2030: Läuft uns die Zeit davon?" an. Zentrale Fragestellungen wie gerechte Globalisierung, Klimawandel und unternehmerische Verantwortung wurden in Workshops, auf dem Panel und beim abschließenden "Get Together" diskutiert.
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Tag 2 der Verhandlungen für ein UN-Abkommen für Wirtschaft und Menschenrechte - Bericht

Global Policy Forum - October 16, 2019 - 10:31am

Während sich die Bundesregierung weiter dahinter versteckt, dass die Frage des EU-Verhandlungsmandats noch nicht geklärt ist und man sich nur im Block mit der EU äußern werde, war der zweite Verhandlungstag durch Beiträge von Spanien und Frankreich geprägt, für die diese Beschränkungen anscheinend nicht gelten. Inhaltlich ging es am zweiten Tag um die wichtigen Themen des Anwendungsbereiches eines zukünftigen Abkommens, die Frage, welche Rechte Betroffene von wirtschaftsbezogenen Menschenrechtsverletzungen haben und welche Maßnahmen Staaten als auch Unternehmen ergreifen müssen, um Schäden zu verhindern. Es zeigte sich erneut, dass Staaten, die auf nationaler Ebene ihre Verantwortung wahrnehmen und Unternehmen zur Beachtung menschenrechtlicher Sorgfalt verpflichten, auch auf internationaler Ebene voranschreiten.

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UNICEF-Bericht: "Alarmierend hohe" Anzahl Kinder sind weltweit unterernährt

Vereinte Nationen - October 16, 2019 - 10:29am

Weltweit ist mindestens jedes dritte Kind unter fünf Jahren unterernährt und entwickelt sich nicht richtig, teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF am Dienstag in seinem umfassendsten Bericht über Kinder und Ernährung seit 20 Jahren mit.

Laut dem Bericht sind rund 200 Millionen Kinder unter fünf Jahren entweder unterernährt oder übergewichtig, während jedes dritte Kind weltweit - und fast zwei Drittel der Kinder im fragilen Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren - keine Nahrung erhält, die die richtige Entwicklung fördert.

Der Mangel an ausgewogener Ernährung erhöht die Anfälligkeit von Kindern für Gesundheitsprobleme, wie zum Beispiel schlechte Gehirnentwicklung, geringes Lernvermögen, Immunschwäche, erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und in vielen Fällen vorzeitiger Tod.

Das Problem des versteckten Hungers

Das Hauptgutachten beschreibt die „dreifache Belastung“ durch Mangelernährung: Unterernährung, Übergewicht und Mangel an notwendigen Nährstoffen. Während 149 Millionen Kinder unter fünf Jahren von verkümmertem Wachstum betroffen sind, sind 50 Millionen zu dünn für ihre Körpergröße - häufige Anzeichen von Unterernährung.

Weitere 40 Millionen Kinder in der gleichen Altersgruppe sind übergewichtig oder fettleibig, und gleichzeitig bekommt die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren weltweit keine wichtigen Vitamine und Nährstoffe. Dieses Problem bezeichnet UNICEF als „versteckten Hunger“.

Zu Beginn des Lebens werden schlechte Diäten eingeführt, die sich in den entscheidenden ersten 1000 Tagen als besonders schädlich erweisen. Obwohl sich herausgestellt hat, dass das Stillen lebensrettend ist, werden nur 42 Prozent der Kinder unter sechs Monaten ausschließlich gestillt und es wird zunehmend auf Säuglingsanfangsnahrung gesetzt, warnt der Bericht.

In Ländern mit einem gehobenen mittleren Einkommen wie Brasilien, China und der Türkei stieg der Verkauf von Muttermilchersatz zwischen 2008 und 2013 um 72 Prozent.

Es ist bekannt, dass Stillen eine Reihe von Vorteilen bieten kann, darunter die Senkung der Wahrscheinlichkeit von Kindersterblichkeit, Übergewicht und Fettleibigkeit, sowie die Verbesserung der Schulleistung.

Wenn Kinder das schulpflichtige Alter erreichen, sind sie regelmäßig ungesunden, stark verarbeiteten Lebensmitteln ausgesetzt. Etwa 42 Prozent der Jugendlichen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen nehmen mindestens einmal täglich ein zuckerhaltiges Erfrischungsgetränk zu sich und 46 Prozent essen mindestens einmal pro Woche Fast Food. In einkommensstarken Ländern sind es 62 bzw. 49 Prozent.

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16. Oktober 2019

ONE - October 16, 2019 - 9:56am

1. Klimawandel verschlimmert Hunger
Viele Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, das ZDF, n-tv.de, die Tageszeitung (taz), die Berliner Morgenpost, der Münchner Merkur sowie die Neue Osnabrücker Zeitung, thematisieren den aktuellen Welthunger-Index, den die Welthungerhilfe gestern in Berlin vorgestellt hat. Laut der Entwicklungsorganisation sei die Zahl der Hungernden von 785 Millionen in 2015 auf aktuell 822 Millionen Menschen gestiegen. Überdies seien insgesamt zwei Milliarden Menschen von Mangelernährung betroffen. Am schlimmsten sei die Lage in der Zentralafrikanischen Republik. Als „sehr ernst“ betrachte die Welthungerhilfe zudem die Situation in Jemen, Sambia, Madagaskar und dem Tschad. Eine der größten Herausforderungen für den globalen Hunger sei der Klimawandel und seine Folgen für die Ernährungssicherheit.

2. Afrika: Deutsche Unternehmen zögern noch immer
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung setzt sich in seiner aktuellen Ausgabe damit auseinander, dass die deutschen Wirtschaft noch immer zögerllich agiert, wenn es um Investitionen in Afrika geht. Bis 2050 werde sich die Bevölkerungszahl auf dem Kontinent auf etwa 2,6 Milliarden Menschen verdoppeln. Während Länder wie China, aber auch das Vereinigte Königreich und Portugal den wachsenen Markt Afrikas längst für sich entdeckt haben, fließen nur etwa zwei Prozent der deutschen Direktinvestitionen in den Nachbarkontinent. Politische Instabilität sowie Korruption und Rechtsunsicherheit schrecken noch immer viele deutsche Investoren ab. Die Unternehmen jedoch, die zu Investitionen bereit seien, können auf die Unterstützung des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft hoffen. Deren Hauptgeschäftsführer Christoph Kannengießer fordere einerseits Verbesserungen der Hermes-Bürgschaften bei einem Engagement in Afrika und lobe andererseits Schritte der Bundesregierung wie die Einrichtung eines Entwicklungsinvestitionsfonds in Höhe von einer Milliarde Euro. Dieser stelle sowohl Mittel für zinsgünstige Darlehen zur Vefügung als auch für Direktinvestitionen afrikanischer Unternehmen sowie für Schulungen und Beratungen für deutsche Unternehmen, die in Afrika investieren wollen.

2. Terrorismus: Äthiopien im Visier
Die Deutsche Welle thematisiert die Gefahr in Äthiopien vor möglichen Anschlägen der islamistischen Terror-Miliz Al-Shabaab. Diese destabilisere seit über einem Jahrzehnt bereits Somalia und wende sich mittlerweile auch den Nachbarländern zu. Äthiopen gerate nun auch ins Visier der Terrorist*innen, da es sich zusammen mit Kenia an einer Friedensmission der Afrikanischen Union in Somaila beteilige. Aus Sorge um geplante Anschläge habe die äthiopische Regierunzg daher kürzlich mindestens zwölf mutmaßliche Al-Shabaab-Anhänger festgenommen. Ihnen werde vorgeworfen, Anschläge auf öffentlichen Plätzen verüben zu wollen, die wegen religiöser Feierlichkeiten hoch frequentiert werden. Die Tatsache, dass Äthiopien derzeit grundlegende poilitische Reformen durchführe, mit denen nicht alle einverstanden seien, mache das Land für Organisationen wie Al-Shabaab leichter verwundbar, urteilt die Brüssler Nichtregierungsorganisation International Crisis Group.

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Declaration of Civil Society Organisations at the World Bank and IMF Annual Meetings

Global Policy Forum - October 16, 2019 - 9:22am
Photo: IMF Photo

In a joint declaration, 35 civil society organisations reject the IMF austerity policies implemented in Ecuador, Argentina and Haiti, with agreements that include the restriction of public investment, reduction of labor rights, establish tax amnesties for the corporate sector and trigger a continued deterioration in public services. This is not the way to either prevent or resolve a crisis. The IMF has to change its austerity and deregulatory structural reform policies. Countries must have access to financing with sovereignty over their economic policies and in a a way that the State can guarantee human rights, civil and political, as well as economic and social rights, in line with their Constitutions and international treaties, and with the participation of diverse sectors of society, including social movements of indigenous people, women and workers.

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PiS in Polen: Fulminanter Wahlsieg mit Makeln

SWP - October 16, 2019 - 12:00am

Bei den Parlamentswahlen in Polen ist Jarosław Kaczyńskis Partei PiS (Recht und Gerechtigkeit) stärkste Kraft geworden. Doch uneingeschränkt als Gewinnerin bezeichnen kann sie sich nicht. Wie wird sich dieser Sieg mit Makeln auf das Verhalten der PiS auswirken? Wird die Partei ihr Programm des Umbaus von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft behutsamer angehen als bisher, oder wird sie genau das Gegenteil tun und den »Guten Wandel«, so die selbstgewählte Überschrift über dem Reformwerk der PiS, beschleunigen?

Die PiS konnte einen ansehnlichen Anteil von fast 44 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen – mehr als je eine andere Gruppierung seit 1989. Und weiterhin kann die Partei mit einer absoluten Mehrheit der Sitze im Sejm, der wichtigeren der beiden Parlamentskammern, regieren. Doch obwohl sie im nationalen wie im europäischen Maßstab ein Spitzenergebnis eingefahren hat, ist die Parteiführung nicht gänzlich zufrieden. Im Senat, der anderen Kammer, hat sie ihre Mehrheit knapp eingebüßt. Zwar kann der Senat Gesetzesprojekte nicht blockieren, sehr wohl aber legislative Abläufe verlangsamen. Im Augenblick bemüht sich die Regierungspartei darum, einige der gewählten Senatoren auf ihre Seite zu ziehen, um doch noch eine Mehrheit zu erlangen. Die PiS und ihr Vorsitzender werden auch damit zurechtkommen müssen, dass die beiden kleinen Partnerparteien in der Regierung zugelegt haben und ihr relativer Einfluss steigt. Mehr als ein Schönheitsfehler ist außerdem, dass die drei gemäßigten Oppositionsgruppierungen, Liberalkonservative, Linke und Bauernpartei (PSL), zusammen mehr Stimmen sammeln konnten als die PiS. Diese Unzulänglichkeiten bilden keine ernste Verkomplizierung, sie machen das Regieren aber etwas beschwerlicher als bislang.

Was ist also zu erwarten? Auf den ersten Blick hat die PiS ein Mandat für die Aufrechterhaltung ihrer Reformen, nicht jedoch für deren Intensivierung erhalten. Ob die PiS aber in ihrer Einschätzung des Wahlresultats zu einem ähnlichen Schluss kommt, ist fraglich. Vermutlich wird sie zu Beginn der neuen Legislaturperiode umsichtig agieren. Vor den anstehenden Präsidentschaftswahlen im Frühjahr möchte die Partei nicht als übermäßig aggressiv erscheinen und nicht zuletzt den offenen Konflikt mit der EU bzw. Deutschland vermeiden – wie bereits in den letzten Monaten. Doch diese taktische Zurückhaltung wird keine Periode der Demut einläuten. Und dies gleich aus mehreren Gründen.

PiS erhält Legitimität durch Bestätigung

Zum einen wird die PiS argumentieren, dass sie – anders als vor vier Jahren, als es noch Unklarheiten über den Kurs der Partei gab – vom aktiven Wahlvolk in Kenntnis auch strittiger Maßnahmen, wie etwa der Justizreform, bei hoher Wahlbeteiligung zum Regieren bevollmächtigt wurde.

Überdies muss die PiS auf die neue Konkurrenzsituation reagieren. Die radikale Rechte, die jetzt im Sejm vertreten ist, bildet die eine Herausforderung. Die andere zeigt sich im ländlichen Raum: Dort hat die PiS über 60 Prozent der Stimmen geholt, doch die Bauernpartei PSL ist nicht eingegangen, sondern hat sich als unbequemer Rivale gefestigt und in kleineren und mittleren Städten sogar Stimmenzuwächse erzielen können. Sowohl für das patriotische als auch für das ländlich-soziale Elektorat braucht die PiS daher vorzeigbare Erfolge oder zumindest eine wahrnehmbare Symbolpolitik. Unnachgiebigkeit in der EU dürfte zu ihrem entsprechenden Programm gehören.

Vor allem aber könnte die PiS-Führung gerade wegen des nicht idealen Wahlausgangs nach einer taktischen Atempause einen neuen Reformeifer an den Tag legen. Jarosław Kaczyński und die Seinigen möchten Polens Erneuerung, Aufwertung und Modernisierung weiter vorantreiben. Die Antwort auf die hinter den Erwartungen zurückgebliebene Unterstützung darf aus Sicht der PiS daher nicht Zweifel und Zaghaftigkeit, sondern muss Festigkeit und Entschlossenheit sein. In diesem Sinne lassen sich die Äußerungen des PiS-Parteichefs wie auch des Ministerpräsidenten Morawiecki interpretieren. Polen, so Jarosław Kaczyński, müsse sich weiterhin verändern, und zwar zum Besseren. Für das Regierungslager impliziere dies »noch mehr Arbeit« (Morawiecki).

Konkret ist also davon auszugehen, dass die PiS ihren Weg unverdrossen fortsetzen wird. Eine Zusammenschau ihrer Ziele lieferte zuletzt das 229 Seiten lange Programm, das im Wahlkampf veröffentlicht wurde. Wichtiger sind aber die von der Parteiführung vorgenommenen Priorisierungen, wie sie sich vor allem aus Aussagen von Kaczyński  und Morawiecki schließen lassen: der Aufbau eines polnischen Wohlfahrtsstaates, die Fortsetzung der Justizreform, eine patriotische Geschichtspolitik und die Kräftigung traditioneller Werte, aber auch die Umgestaltung des Energiesektors und der Ausbau von Infrastrukturen. Nicht ausgeschlossen ist zudem, dass die PiS eine »Repolonisierung« im Mediensektor in Angriff nehmen wird.

Mehr Gegenwind auf dem Reformkurs

Fest steht, dass die Rahmenbedingungen für die Reformpolitik der PiS anspruchsvoller werden. In den letzten vier Jahren hatte es die Partei vor allem mit einer schwachen Opposition und einer oft überraschten und reaktiven EU zu tun. Nun muss sie sich mit vielgliedrigen und vitalen Gegenspielern und mit einer EU auseinandersetzen, die in der Rechtsstaatspolitik nach effektiven Instrumenten sucht. Sollte Jarosław Kaczyński die Justizreform weiter vorantreiben und etwa auch die ordentlichen Gerichte mit kontroversen Innovationen ummodeln, steht eine neue Auseinandersetzung mit der Europäischen Kommission ins Haus. Die kurze Idylle nach der Wahl der neuen Kommissionspräsidentin (auch) durch die Stimmen der PiS-Abgeordneten im Europäischen Parlament wird daher wohl bald einem neuen Realismus weichen. Dazu kommen Differenzen mit anderen Mitgliedstaaten über die mögliche Sanktionierung von EU-Geldern bei rechtsstaatlicher Schieflage oder Meinungsverschiedenheiten über die konkrete Ausgestaltung des neuen Mechanismus zum Monitoring von Mitgliedstaaten hinsichtlich ihrer Rechtsstaatlichkeit. Neben einer gefestigten Opposition und einer wachsamen EU muss sich die PiS in der neuen Legislaturperiode womöglich auch mit ungünstigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen. Sollte Polen infolge eines Abschwungs in Europa in Mitleidenschaft gezogen werden, wird sich der Spielraum für die Sozialpolitik der PiS verengen.

Polens Partner und insbesondere Deutschland müssen sich auf eine PiS-Regierung einstellen, die selbstsicher und zugleich reizbar, zielstrebig und zugleich unstet agieren wird. In der Politik gegenüber Polen ist daher mehr als bislang Beharrungsvermögen und Irritationstoleranz gefragt.

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Save-the-Date: Life-Science-Forschungskolloquium am 13. März 2020

#HOCHN - October 16, 2019 - 12:00am
Am 13. März 2020 findet an der HAW Hamburg das Life-Science-Forschungskolloquium statt. Das kommende Symposium trägt den Titel "Nachhaltigkeit und Internationalisierung: neue Impulse für Hochschulen im deutschsprachigen Raum".

Foto: Eric Rothermel/ Unsplash

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Frauen leiden am meisten an Hunger

BfdW - October 15, 2019 - 4:46pm
Das Jahrbuch zum Recht auf Nahrung, das von Brot für die Welt und FIAN International veröffentlicht wird, belegt: Frauen und Mädchen sind stärker von Hunger betroffen als Männer. Verantwortlich dafür sind ihre fehlende rechtliche Gleichstellung und ihre Diskriminierung beim Zugang zu Land.Frauen kämpfen weltweit für ihr Recht auf Nahrung

Ob beim Anbau, der Ernte, der Zubereitung oder dem Konsum: Frauen spielen eine zentrale Rolle in den weltweiten Ernährungssystemen. Ihre spezifischen Bedürfnisse werden jedoch in vielen Gesellschaften ignoriert. Von Männern dominierte politische und gesellschaftliche Strukturen, Sexismus, fehlende rechtliche Gleichstellung, Diskriminierung beim Zugang zu Ressourcen etc. verhindern eine gleichberechtigte Teilhabe.

Frauen sind daher auf allen Kontinenten überdurchschnittlich von Hunger betroffen.

Der Aufstieg autoritärer Regierungen verschärft die Diskriminierung von Frauen, Landbevölkerung und Minderheiten. Dies führt unter anderem dazu, dass Migrantinnen und dunkelhäutige Frauen überproportional von Ernährungsunsicherheit und akuter Armut betroffen sind.

Auch sind Frauen in weiten Teilen der Welt gesellschaftlich unterrepräsentiert oder werden aus politischen Entscheidungen ausgeschlossen – im eigenen Dorf wie in der Weltpolitik. Selbst bei der Datenerfassung werden Frauen nicht angemessen berücksichtigt. Dadurch schließt sich oft ein Kreislauf von Diskriminierungen: da viele Daten nicht nach Geschlecht aufgeschlüsselt werden, können spezifische Probleme von Frauen meist nur punktuell untersucht und dargestellt werden.

Doch Frauen organisieren sich gegen alle Widerstände. Dies belegt das Jahrbuch in eindrücklicher Weise: Beispiele aus Mali und Indien zeigen, wie Frauen nahrhafte Lebensmittel sozial und ökologisch gerecht anbauen; in den Straßen Brasiliens demonstrieren sie beim „Marsch der Gänseblümchen“ gegen Gewalt im Agrarsektor; Migrantinnen von Mittel- nach Nordamerika verbünden sich gegen Gewalt und Hunger; in Nordsyrien bauen Frauen-Kooperativen gemeinsam Lebensmittel an. Und nicht zuletzt drängen Frauen beim Welternährungsrat der Vereinten Nationen in Rom darauf, dass internationale Entscheidungen ihre Belange berücksichtigen.

Gewaltbasierte Aspekte müssen aufgedeckt werden

Die Essays im diesjährigen Jahrbuch zeigen wichtige Schritte für die Stärkung von Frauen im Kontext des Rechts auf Nahrung auf. Zuerst müssen gewaltbasierte Aspekte im Bereich der Ernährung aufgedeckt und überwunden werden, denn oft werden Ernährung und körperliche Autonomie der Frauen durch Autoritarismus und religiösen Konservatismus eingeschränkt. In allen Teilen der Welt werden Frauen ausgebeutet und ihr Land sowie ihre Ressourcen enteignet. Missstände müssen mit umfassenden Statistiken und Zahlen untermauert werden – denn wenn Probleme von Frauen nicht sichtbar gemacht werden, werden sie ignoriert. Und auch Soziale Bewegungen müssen inklusiver gestaltet werden, um die Rollen von Frauen und ihre spezifischen Bedürfnisse angemessen zu berücksichtigen.

Zur Überwindung der aktuellen Krisen – Hunger, Klimaerhitzung, Armut, Artensterben etc. – rufen die Autorinnen zur Schaffung von Ernährungs- und Frauenbewegungen auf, um die Rechte von Frauen und Mädchen zu stärken und gerechtere Ernährungssysteme zu schaffen. Kollektive Rechte, z.B. auf Land und Wasser, müssen geschützt, Ungleichheit und Armut überwunden werden. Die Einhaltung der Menschenrechte ist hierfür die unabdingbare Basis.

Das Jahrbuch zum Recht auf Nahrung ist ab dem 16. Oktober unter dem angegebenen Link verfügbar.

Thema (BfdW) : Ernährung / LandwirtschaftSatt ist nicht genugLand Grabbing / LandraubLändliche Entwicklung / LandwirtschaftLebensmittelverschwendungLinks: Jahrbuch zum Recht auf Nahrung 2019
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E+Z/D+C 2019/11 – deb – bl – Hans Dembowski – Nobel economics

E+Z - October 15, 2019 - 4:26pm
Micro level evidence is insufficient for rising to macro level challenges

Duflo and Banerjee are professors at the Massachusetts Institute of Technology (MIT) and Kremer teaches at Harvard University. They are known for an approach called randomised controlled trials. The idea is to find out what best helps people to escape poverty by testing a policy intervention in one group and comparing the results with what happens in a very similar group without that intervention. Basically, this is how the pharmaceutical industry tests innovative medications.

In recent years, the three economists caused quite a stir with this approach. Now the Nobel committee is amplifying the praise they have been getting. No doubt, their influence will grow further. In some ways, this is good. First of all, poverty is a huge challenge and certainly deserves the attention of economists who mostly focus on other issues. Moreover, they all too often only stick to the mathematical models they design, showing little interest in empirical reality. No one can blame Duflo, Banerjee and Kremer of doing that. Alleviating poverty is their core concern, and they show a keen interest in people's real lives. In this sense, the Nobel committee has made a very good choice.

However, there are downsides too. Jim Rugh, a specialist in the evaluation of development programmes, pointed out several of them in an interview we published in D+C seven years ago. The main points are still valid:

  • It can be ethically problematic to split a needy target group in two and only provide promising support only to one of the subgroups.
  • Randomised control trials require a lot of resources, and those resources are not available for poverty alleviation.
  • This method is only useful for assessing micro-level interventions, but many development challenges arise at the macro-level, including institution building, infrastructure or climate action.
  • There is a potential tendency of searching for silver bullets that prove effective in specific circumstances. That is problematic if spending is then focused only on those interventions because action is needed in other areas as well.
  • Randomised controlled trials are increasingly seen as something like the gold standard for evaluation purposes, which implicitly means that action in fields where they are not useful are considered somewhat less legitimate.

I am neither saying that this evaluation method is not valid nor that it should not be applied. What I worry about is that it is becoming overrated. This is not the only way to do research on poverty. Poverty is a multidimensional and complex phenomenon. What Duflo, Banerjee and Kremer are doing, does not help us to understand what causes it or what makes inequality grow.

The evidence their research method provides is only of limited use, moreover. It is useful if the goal of a policy intervention is to improve the situation of a specific target groups who is particularly disadvantaged. It is of little help, however, for building universal social protection systems that make investment climates better, political systems stronger and national societies more cohesive.

I see a risk of a new paradigm emerging according to which proper development studies apply the methodology developed by the three Nobel laureates. That would be a disaster. To achieve the SDGs humanity needs more than well-targeted micro-level interventions. We need macro-level change, and must not let the Nobel committee distract us from that truth.

 

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Tag der Vereinten Nationen Bonn - Leaving no one behind

Engagement Global - October 15, 2019 - 3:42pm
Beim einem Quiz konnten die Besucherinnen und Besucher ihr Wissen zur Einen Welt unter Beweis stellen. Foto: Neil Baynes

„Leaving no one behind“ – so lautete das Motto des Tages der Vereinten Nationen, bei dem über 30 in Bonn arbeitende Institutionen und Organisationen sich und ihre Arbeit rund um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) vorstellten.

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung wurden im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen im Rahmen der Agenda 2030 verabschiedet und sollen zu einer ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Entwicklung beitragen. Die Nachhaltigkeitsziele gelten für alle Staaten und sollen gemeinschaftlich bis 2030 erreicht werden. Zu den Zielen gehören etwa Ziel 11, Nachhaltige Städte und Gemeinden: Städte und Siedlungen sollen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestaltet werden, oder Ziel 12, Nachhaltiger Konsum und Nachhaltige Produktion: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sollen sichergestellt werden.

Ideen dazu, welche Maßnahmen jede und jeder einzelne ergreifen kann, um der Erreichung der Ziele näher zu kommen, wurden am interaktiven Infostand von Engagement Global gesammelt. Weniger Auto fahren, weniger heizen und auf Plastikverpackungen zu verzichten, sind nur einige Gedanken, die die Besucherinnen und Besucher beispielsweise zu Ziel 13, Maßnahmen zum Klimaschutz, diskutierten und aufschrieben.

Beim Eine Welt-Quiz konnten Kinder und Erwachsene ihr Wissen über globale Zusammenhänge unter Beweis stellen und Fragen rund um die Themen Familie und Kinder, Ernährung und Umwelt, Geld und Konsum sowie Arbeit und Freizeit beantworten. Mit den Quizfragen macht Engagement Global auf aktuelle Herausforderungen aufmerksam, beispielsweise darauf, dass eine Näherin an einem T-Shirt, das für 4 Euro in einem Laden verkauft wird, nicht 1 oder 2 Euro, sondern gerade einmal 10 Cent verdient.

Eine flächengetreue, „auf dem Kopf“ hängende Weltkarte regte dazu an, die Perspektive zu wechseln und die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. „Diese Darstellungsform macht deutlich, wie klein Europa im Vergleich zu Afrika oder Asien ist“, stellte eine Besucherin fest. Die Weltkarte soll dazu anstoßen, ein neues Weltbild zu entwickeln, das Solidarität und Mitverantwortung für die eine, gemeinsam und bedrohte Erde in den Mittelpunkt stellt.

Neben Informationsmöglichkeiten und Mitmach-Aktionen bot das Bürgerfest auf dem Bonner Markt auch ein musikalisches Rahmenprogramm und wurde zum Beispiel durch die Band „UNbearable and friends“ der Vereinten Nationen begleitet.

Die Vereinten Nationen sind ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss von 193 Staaten. Die internationale Organisation wurde 1945 gegründet und hat sich gemäß ihrer Charta die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, den Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit zur Aufgabe gemacht. Der Gründungsvertrag, die sogenannte Charta, trat am 24. Oktober 1945 in Kraft. Als Stadt der Vereinten Nationen veranstaltet Bonn seit 1996 jedes Jahr im Herbst ein Bürgerfest, um den Geburtstag der Organisation zu feiern und über aktuelle globale Herausforderungen zu informieren.

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17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung

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Jugendliche fordern mehr Mitsprache in ihren Städten und Gemeinden

Unicef - October 15, 2019 - 3:00pm
Jeder zweite Jugendliche weltweit sagt, dass seine Meinung bei kommunalen Entscheidungen nicht berücksichtigt wird. Zum Auftakt des ersten internationalen Gipfeltreffens Kinderfreundlicher Kommunen in Köln wird dazu aufgerufen, die Rechte von Kindern ins Zentrum der Entwicklung von Städten und Gemeinden zu stellen. 
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