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40 Jahre Schutzmaßnahmen für wandernde Wildtiere weltweit

19. Juni 2019 - 12:52

Bonn, 19. Juni 2019 - Am Sonntag, den 23. Juni, jährt sich zum 40. Mal das Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (CMS), auch "Bonner Konvention" genannt. Es ist der einzige globale Vertrag, der sich mit der Erhaltung wandernder Wildtiere und ihrer Lebensräume auf der ganzen Welt befasst, einschließlich Vögel, Wale, Delfine, Haie, Elefanten, Antilopen und Gorillas. 

Die Bonner Konvention ist eines der ältesten globalen Umweltabkommen und hatte als erste UN-Organisation ihren Hauptsitz in Bonn. Seit ihrer Verhandlung und Unterzeichnung auf der Godesburg in Bonn hat sich die Anzahl der Regierungen, die sich in der Konvention und ihren Abkommen engagieren auf über 160 erhöht. Auch viele Partnerorganisationen und Wildtierexperten arbeiten mit der Konvention zusammen.

Die amtierende CMS Exekutivsekretärin Amy Fraenkel erklärte: "Seit 40 Jahren ist CMS führend bei der Bekämpfung von Bedrohungen für wandernde Wildtiere weltweit. Wir sind sehr dankbar für die große Unterstützung der Stadt Bonn und der deutschen Bundesregierung als Gastgeber dieser wichtigen Konvention. Trotz zahlreicher Erfolge gibt es nach wie vor große Herausforderungen für wandernde Wildtiere, einschließlich des zunehmenden Verlustes von Lebensräumen, der Verschmutzung und des Klimawandels."

Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan erklärte: "Ich beglückwünsche die Bonner Konvention dazu, dass sie die Welt zu einem besseren Ort für wandernde Wildtiere gemacht hat. Sie hat als erste Organisation der Vereinten Nationen in Bonn eine ganz besondere Bedeutung für unsere Stadt. Heute sind wir mit 20 UN-Sekretariaten die deutsche Stadt der Vereinten Nationen. Und wir werden alle UN-Organisationen, die ihren Sitz hier bei uns haben, weiterhin uneingeschränkt unterstützen." Im Alten Rathaus der Stadt Bonn findet heute Abend ein Jubiläumsempfang statt. 

Die Bonner Konvention ist auch insofern einzigartig, als sie eine internationale Plattform für Länder mit gemeinsamen Wildtieren bietet, um für deren grenzüberschreitenden Schutz zu arbeiten. Die Erhaltung wandernder Arten und ihrer Lebensräume bietet ebenfalls wichtige Vorteile, wie z.B. die Bestäubung von Pflanzen, die Verbreitung von Saatgut, Schädlingsbekämpfung und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel. 

CMS fördert die wissenschaftliche Forschung zum besseren Schutz wandernder Wildtiere über ihre Lebensräume und Wanderrouten hinweg. Teil des Mandats des Übereinkommens ist es auch, die Auswirkungen des Klimawandels zu mindern, Wildtierkriminalität zu bekämpfen und die Nutzung erneuerbarer Energien wildtierfreundlich zu gestalten. Diese Bemühungen unterstützen auch die Erreichung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung, zu denen auch Ziele zum Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme gehören. 

Pressekontakt: Florian Keil, Koordinator Kommunikation der Sekretariate von UNEP/CMS und UNEP/AEWA. Tel: +49 (0)228 815 2451, press@cms.int
Veronika Lenarz, CMS-Sekretariat Pressestelle, Tel: +49 (0)228 815 2409, press@cms.int

Weitere Informationen: https://www.cms.int/

Warum es wichtig ist, wandernde Wildtiere zu schützen, wird auch in diesem Video erklärt:

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Weltweit erstmals mehr als 70 Millionen Menschen auf der Flucht - Zahl der Ankünfte in Deutschland sinkt weiter erheblich

19. Juni 2019 - 10:57

19. Juni 2019 - Während die Zahl der Asylbewerber in Deutschland weiter deutlich sinkt, hat das UN Flüchtlingshilfswerk UNHCR weltweit zum ersten Mal mehr als 70 Millionen Menschen auf der Flucht gezählt.

Zum 31. Dezember 2018 habe es auf der Erde 70,8 Millionen Flüchtlinge, Vertriebene und Asylbewerber gegeben, sagte der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge, Filippo Grandi, am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des UN-Flüchtlingsberichts „Global Trends“. Das seien 2,3 Millionen mehr als ein Jahr zuvor - und doppelt so viele wie vor 20 Jahren. Es ist zugleich die höchste Zahl von Flüchtlingen, die UNHCR, je gezählt hat.

„Die Daten unterstreichen, dass die Zahl der vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehenden Menschen langfristig steigt“, sagte Grandi. „Obwohl die Sprache, wenn es um Flüchtlinge und Migranten geht, oft vergiftet ist, sehen wir aber auch phantastische Beispiele von Großmut und Solidarität, gerade von Gemeinschaften, die selbst schon einer großen Zahl von Flüchtlingen Schutz gewähren. Wir sehen auch beispielloses Engagement von neuen Akteuren, wie Entwicklungshilfeorganisationen, der privaten Wirtschaft und von Einzelnen. Sie spiegeln nicht nur den Geist des Globalen Paktes für Flüchtlinge wieder, sondern leben ihn auch.“ Grandi sagte weiter: „Auf diesen positiven Beispielen müssen wir aufbauen und unsere Solidarität für die vielen Tausenden, die jeden Tag vertrieben werden, verdoppeln.“

In Deutschland ging die Zahl der neuen Asylanträge wieder deutlich zurück. Im vergangenen Jahr suchten 161.900 Menschen um Schutz vor Krieg und Verfolgung nach. Im Jahr zuvor waren es noch 198 300, im Jahr 2016 sogar 722 400. Die größte Gruppe der Asylsuchenden, 44 200, bilden nach wie vor Syrer. An zweiter Stelle folgen erneut Iraker (16 300) und an dritter kommen Menschen aus Iran. Dafür sank die Zahl der afghanischen Asylbewerber innerhalb von nur zwei Jahren von 127 000 auf 9900 im letzten Jahr.

Insgesamt gab es in Deutschland zum Jahreswechsel 1 063 800 anerkannte Flüchtlinge. “Diese Zahlen zeigen zum einen das Engagement der Deutschen: Sie verweigern Menschen in Not nicht ihre Hilfe und ihren Schutz und die Integration macht große Fortschritte“, sagte Grandi.

Für Hunderttausende Menschen hat sich die Situation aber auch gebessert. So konnten 593 800 Flüchtlinge nach Hause zurückkehren. Weitere 62 600 wurden Staatsbürger des Landes, in dem sie Schutz gefunden hatten. Und 92 400 kamen per Härtefallaufnahme in ein sicheres Aufnahmeland.

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Milliarden Menschen weltweit fehlt es an Wasser und sanitären Einrichtungen

18. Juni 2019 - 10:35

18. Juni 2019 - Laut einem neuen Bericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben 2,2 Milliarden Menschen kein sauberes Trinkwasser. 4,2 Milliarden sind ohne sanitäre Einrichtungen und drei Milliarden ohne Möglichkeit zum Händewaschen. Vor allem Menschen in ländlichen Gebieten sind betroffen.

„Kinder und ihre Familien in armen und ländlichen Gemeinden sind am stärksten gefährdet, zurückgelassen zu werden“, sagte Ann Naylor, stellvertretende Direktorin für Wasser, Sanitär und Hygiene (WASH). Sie forderte die Regierungen auf, „in ihre Gemeinden zu investieren, wenn wir diese wirtschaftlichen und geografischen Unterschiede überwinden und dieses grundlegende Menschenrecht verwirklichen wollen.“

"Die Länder müssen ihre Anstrengungen im Bereich der sanitären Grundversorgung verdoppeln, sonst erreichen wir bis 2030 keinen universellen Zugang", fordert auch WHO-Direktorin, Maria Neira.

Jedes Jahr sterben etwa 297.000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfall, der durch unzureichendes Waschen verursacht wird. Schlechte sanitäre Einrichtungen und kontaminiertes Wasser tragen auch zur Übertragung von Krankheiten wie Cholera, Ruhr, Hepatitis A und Typhus bei.

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UN-Generalsekretär verurteilt Terroranschläge in Kenia und Somalia

17. Juni 2019 - 11:39

17. Juni 2019 - Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hat die Anschläge von Samstag im kenianischen Wajir und in Mogadischu, der Hauptstadt Somalias, verurteilt. Bei den Anschlägen wurden mindestens 16 Menschen, unter Ihnen auch acht Polizisten, getötet.

Dutzende wurden bei beiden Terroranschlägen verletzt, welche die bewaffnete Gruppe Al-Shabaab für sich beansprucht hat. Sie ist besonders in Ostafrika aktiv. Der Anschlag in Kenia folgte einer Entführung dreier Polizisten am Freitag.

Guterres drückte seine Solidarität und sein "tief empfundenes Beileid gegenüber den Familien der Getöteten und gegenüber den Regierungen und der Bevölkerung Kenias und Somalias" aus und wünschte den Verletzten "eine schnelle Genesung“.

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USA bekräftigen vor UN-Sicherheitsrat Vorwürfe gegen Iran zu Tanker-Angriffen

14. Juni 2019 - 11:33

14 Juni 2019 - Der UN-Sicherheitsrat hat sich in einer Dringlichkeitssitzung mit den mutmaßlichen Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman befasst. Dabei bekräftigten die USA nach Angaben von Diplomaten am Donnerstag ihre Vorwürfe gegen den Iran. US-Botschafter Jonathan Cohen sagte demnach, alle Hinweise ließen auf eine Verantwortung Teherans schließen, unter anderem die Art der eingesetzten Sprengsätze.

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UN-Generalsekretär Guterres: Konfliktverhütung und Vermittlung sind wichtige Instrumente zur Verringerung des menschlichen Leidens

13. Juni 2019 - 13:55

Konfliktverhütung und Vermittlung sind zwei der „wichtigsten Instrumente, mit denen wir menschliches Leid lindern können“, hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, am Mittwoch vor dem Sicherheitsrat gesagt.

„Wenn wir frühzeitig handeln und uns einig sind, können wir erfolgreich Krisen deeskalieren, Leben retten und Leiden verringern - und so das grundlegendste Mandat der Vereinten Nationen erfüllen“, erklärte er.

Um diese Ziele zu erreichen, arbeiteten die Vereinten Nationen mit verschiedenen Konfliktparteien und Partnern auf der ganzen Welt zusammen.

Er nannte einige "ermutigende Anzeichen", wie die erfolgreiche konstitutionelle Machtübertragungen in Mali und Madagaskar; die Annäherung zwischen Äthiopien und Eritrea; das revitalisierte Abkommen im Südsudan; und, nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen, „die international anerkannte Ernennung der Republik Nordmazedonien“.

Wenn der Sicherheitsrat kooperieren und mit einer starken einigen Stimme sprechen kann, „können seine Entscheidungen entscheidende Auswirkungen haben“, sagte auch der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, gegenüber dem Sicherheitsrat.

"Die Arbeitsmethoden des Rates könnten verbessert werden", erklärte er und riet den Mitgliedern, "sich auf einen gemeinsamen Standpunkt zu einigen, um Konflikte in ihrem frühen Stadium anzugehen“. Auch sollten vermehrt rechtzeitige und überzeugende Erklärungen zu Konflikten abgegeben werden.

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Sudan: UNICEF-Chefin fordert ein Ende der Gewalt

12. Juni 2019 - 12:16

12. Juni 2019 - Berichten zufolge wurden im Sudan mindestens 19 Kinder getötet und weitere 49 verletzt, seit Anfang dieses Monats eine militärische Gegenreaktion gegen Demonstranten begann. Die Leiterin des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF), Henrietta Fore fordert ein Ende der Gewalt.

"Wir haben Informationen erhalten, dass Kinder inhaftiert, rekrutiert und sexuell missbraucht werden", sagte die UNICEF-Exekutivdirektorin. „Angesichts der Auswirkungen der anhaltenden Gewalt und Unruhen auf Kinder und Jugendliche“ brachte sie ihre tiefe Besorgnis zum Ausdruck. Sie forderte die Internationale Gemeinschaft dazu auf, sich entschlossen für Frieden im Sudan einzusetzen.

Nachdem die drei Jahrzehnte andauernde autokratische Herrschaft von Präsident Omar al-Bashir im April mit einer militärischen Übernahme endete, stockten die Gespräche zwischen Demonstranten und dem regierenden Übergangs-Militärrat im Mai bezüglich eines Zeitplans für den Übergang in eine Zivilregierung.

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Digitalisierung hilft bei Agenda 2030

11. Juni 2019 - 10:25

11. Juni 2019 – Das Gremium für digitale Zusammenarbeit der Vereinten Nationen hat den neuen technischen Bericht „Das Zeitalter der digitalen Interdependenz“ veröffentlicht. Darin heißt es, dass die digitale Zukunft sicherer und umfassender sein muss. Vor rund einem Jahr wurde das Gremium von Generalsekretär António Guterres ins Leben gerufen.

In dem Bericht wird untersucht, wie die digitale Technologie dazu beitragen kann, die Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung zu verwirklichen. In einer Zeit, in der rund die Hälfte der Weltbevölkerung noch keinen Zugang zum Internet hat, fordert das Gremium, dass jeder Erwachsene bis 2030 einen erschwinglichen Zugang zu digitalen Netzen, sowie zu digital gestützten Finanz- und Gesundheitsdiensten hat.

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China: Fahrräder feiern ein Comeback

4. Juni 2019 - 12:34

04 Juni 2019 – Autos haben in vielen chinesischen Städten das Fahrrad als Hauptverkehrsmittel abgelöst. Da jedoch die Luftverschmutzung ein großes Problem für das Land darstellt, erlebt das Fahrrad dank der digitalen Technologien und des Denkens des 21. Jahrhunderts ein Comeback.

Während China einst als das “Königreich des Fahrrads“ galt, haben in den letzten vier Jahrzenten Chinas wirtschaftlicher Wohlstand und die Verstädterung viele Menschen dazu gebracht, auf Kraftfahrzeuge als Hauptverkehrsmittel umzusteigen. Dies trägt zu einer deutlichen Verschlechterung der Luftqualität bei. Das belegen auch Messungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Dem Problem der Luftbelastung soll jetzt entgegengewirkt werden. So hat die Regierung der Stadt Hangzhou die fahrradfreundliche Infrastruktur verbessert und fast 86.000 öffentliche Fahrräder zur Verfügung gestellt. Mit einer Smartcard können Benutzer problemlos auf alle öffentlichen Verkehrsmittel zugreifen.

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UN-Sonderberichterstatter kritisiert Staaten für ihren Umgang mit Assange

3. Juni 2019 - 11:18

03 Juni 2019 - Nachdem er Julian Assange in einem Londoner Gefängnis besuchen konnte, hat Nils Melzer, der UN-Sonderberichterstatter für Folter, seine dringende Besorgnis über das Wohlergehen des Wikileaks-Mitbegründers geäußert. Er kritisiere, dass „eine Gruppe demokratischer Staaten“, sich gegen den Gefangenen „verbündet“ habe, mit dem Ziel Assange „zu isolieren, zu dämonisieren und zu missbrauchen.“

Weiter warnte er davor, den umstrittenen Aktivisten an die USA auszuliefern. Melzer erklärte: „Meine größte Sorge ist, dass Herr Assange in den Vereinigten Staaten einem echten Risiko ernsthafter Verletzungen seiner Menschenrechte ausgesetzt ist, einschließlich seiner Meinungsfreiheit, seines Rechts auf ein faires Verfahren und des Verbots von Folter und anderer unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung.“

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Ein ‚starkes und vereinten Europa‘ ist wichtiger denn je, sagt UN-Chef Guterres

31. Mai 2019 - 13:09

31. Mai 2019 – In einer Zeit, in der internationale Institutionen der Nachkriegszeit erodieren und gefährdert sind, ist ein „starkes und vereintes Europa“ an der Seite der Vereinten Nationen wichtiger denn je, sagte der UN-Generalsekretär António Guterres in Deutschland am Donnerstag.

Guterres war in Aachen, wo er den Karlspreis 2019 für seinen Einsatz für die europäische Einheit erhalten hat. Der Preis wird seit 1950 jährlich verilehen.

Als früherer portugiesischer Premierminister und Mitgestalter der Bemühungen der Europäischen Union in den späten 1990er und früheren 2000er Jahren für stärkere soziale Sicherheit, Solidarität und Kooperation mit Afrika und Indien beschreibt Guterres sich selbst as einen „engagierten Europäer“ der Auszeichnung mit dem Karlspreis gleichzeitig auch eine Ehrung des „Einsatzes, Engagement und Opferbereitschaft der Frauen und Männern der Vereinten Nationen“ ist.

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Guterres fordert den Stopp von Subventionen für fossile Brennstoffe

29. Mai 2019 - 15:29

29. Mai 2019 - "Wir müssen Umweltverschmutzung besteuern, nicht Menschen" und "Subventionen für fossile Brennstoffe beenden" hat der Generalsekretär António Guterres am Dienstag auf dem Weltgipfel der R20-Koalition gesagt. Die R20-Koalition ist eine von den Vereinten Nationen unterstützte Umweltorganisation, die vom ehemaligen kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger gegründet wurde.

Die Idee, dass die Subventionierung fossiler Brennstoffe ein Weg ist, um das Leben der Menschen zu verbessern, könnte nicht falscher sein, sagte der UN-Chef in der österreichischen Hauptstadt Wien. Das Geld der Steuerzahler auszugeben, fügte er hinzu, führe dazu, dass Hurrikans verstärkt und Dürren verbreitet werden.

Guterres forderte weiterhin die Dekarbonisierung der städtischen Infrastruktur, die Einstellung der Kohlekraftwerke und die Förderung eines nachhaltigen Verbrauchs und einer nachhaltigen Produktion: „Kurz gesagt, wir brauchen eine grüne Wirtschaft, keine graue Wirtschaft.“

Der R20 Weltgipfel ist eine langfristige Initiative, die Regionen, Staaten und Städten dabei helfen soll, die Ziele für nachhaltige Entwicklung umzusetzen und die globalen Klimaschutzziele des Pariser Übereinkommens zur Begrenzung des Klimawandels zu erreichen. Ziel von R20 ist es, den Gipfel zum wichtigsten europäischen Treffpunkt für Klimaschutzlösungen auszubauen.

Eine der anderen hochkarätigen Rednerinnen bei der Eröffnungssitzung der Veranstaltung war die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, die im November 2018 im Alter von 15 Jahren den Schulstreik „Fridays for Future“ für die Klimabewegung ins Leben gerufen hat.

Greta Thunberg sagte, dass Millionen von Kindern viel Aufmerksamkeit für die Klimakatastrophe mobilisiert haben, aber genau wie die Wissenschaftler seien sie keine Anführer und Entscheidungsträger, im Gegensatz zu den teilnehmenden Politikern, CEOs und Prominenten. „Die Menschen hören Ihnen zu und werden von Ihnen beeinflusst. Sie haben eine enorme Verantwortung, denen die meisten von Ihnen nicht nachgegangen sind.“

Solche Influencer, fügte sie hinzu, könnten sich nicht darauf verlassen, dass Menschen zwischen den Zeilen lesen oder selbst nach wissenschaftlichen Informationen suchen. Sie müssten die Situation wiederholt erklären, egal wie unbequem oder unrentabel das sein möge. Greta Thunberg erinnerte das Publikum daran, dass der Klimawandel zwar eine Chance für grünes Wachstum sein könne, aber in erster Linie sei er „ein Notfall, die größte Krise, mit der die Menschheit jemals konfrontiert war.“

Die Arbeit von Gouverneur Schwarzenegger und der R20-Koalition zur Verdeutlichung der Bedeutung von Klimaschutzmaßnahmen auf "subnationaler" kommunaler- und regionaler Ebene wurde vom UN-Chef gelobt, der subnationales Handeln als "Schlüssel zur Bekämpfung der Klimakatastrophe" bezeichnete.

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Jemen-Update: UNICEF-Chefin verurteilt Anschlag in Taizz, bei dem sieben Kinder ums Leben kamen

28. Mai 2019 - 12:03

28. Mai 2019 - Die Leiterin des UN-Kinderhilfswerks, Henrietta Fore hat gesagt, dass nirgendwo im Jemen Kinder sicher sind, nachdem bei einem Angriff in der Stadt Taizz zwölf Zivilisten ums Leben gekommen waren, darunter sieben Kinder. Dies sind die jüngsten Opfer des über vier Jahre andauernden Krieges im Land.

In einer Erklärung, in der sie die Luftangriffe auf eine Tankstelle in der südwestlichen Stadt am Freitag verurteilte, sagte Fore, dass die verstorbenen Kinder zwischen vier und 14 Jahre alt gewesen seien.

Damit erhöht sich die Zahl der Kinder, die in den letzten zehn Tagen in den Regionen um Taizz und die Hauptstadt Sanaa getötet oder schwer verletzt wurden, auf 27. Die UNICEF Chefin warnt, dass die tatsächlichen Zahlen "wahrscheinlich sogar noch höher sein werden".

UNICEF bestätigt, dass seit März 2015 mindestens 7.300 Kinder im Jemen bei Zusammenstößen zwischen Anhängern des jemenitischen Präsidenten Abd Rabbu Mansour Hadi und Oppositionsgruppen getötet oder schwer verletzt wurden.

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DR Kongo: „Es gibt keine Zeit zu verlieren“ sagt neu ernannter UN-Koordinator für Ebola-Nothilfemaßnahmen

24. Mai 2019 - 13:40

24. Mai 2019 - In Folge des schon zehn Monate anhaltenden schlimmsten Ebola-Ausbruch der Demokratischen Republik Kongo haben die Vereinten Nationen am Donnerstag Maßnahmen angekündigt, um ihre Nothilfe zu verstärken. Der neu ernannte UN-Koordinator für Ebola-Nothilfemaßnahmen (EERC), David Gressly erklärte, es gebe keine Zeit zu verlieren.

Die Epidemie hat bereits mehr als 1.200 Todesopfer gefordert und droht, sich auf andere Provinzen im Osten sowie auf Nachbarländer auszubreiten. Ein Drittel der Infizierten waren Kinder; dies ist ein höherer Anteil als bei früheren Ausbrüchen. Bis zur Monatsmitte lag die Zahl der Fälle nach Angaben der Vereinten Nationen bei 1.847. Insgesamt gab es 1.223 Todesfälle, nur 487 Menschen haben das tödliche Virus überlebt.

Obwohl die Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen die Bemühungen der Regierung und der Kongolesen zur Eindämmung des Virus in Teilen der Provinzen Ituri und Nord-Kivu unterstützt haben, behindern die anhaltende Unsicherheit und das Misstrauen der Bevölkerung weiterhin den Zugang. Dies hindert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Gesundheitsministerium daran, kranke Menschen aufzuspüren, zu behandeln und zu impfen, was letztendlich zu einer höheren Ebola-Übertragung führt.

Das immer komplexer werdende Umfeld hat die Vereinten Nationen dazu veranlasst, in Partnerschaft mit der Regierung und anderen Staaten ihr politisches Engagement und ihre operative Unterstützung zu verstärken. Ziel ist die Verstärkung der Unterstützung für die humanitäre Koordinierung; Stärkung der Vorbereitungs- und Vorsorgeplanung für die Region Goma und die Nachbarländer.

Gressly wies darauf hin, dass "eine verstärkte und koordinierte Nothilfe erforderlich ist, um diese operativen Einschränkungen zu überwinden" und betonte, dass "dies die Verlagerung der Führungsebene und der operativen Entscheidungsfindung in das Epizentrum der Epidemie in Butembo umfasst", wo UN-Generalsekretär António Guterres einen verstärkten Koordinierungs- und Unterstützungsmechanismus eingerichtet hat.

Zusätzliche Maßnahmen sollen die Arbeit von NGOs und UN-Organisationen vor Ort stärken, einschließlich UNICEF, dieeinen großen Beitrag zur Einbindung der Gemeinschaft leisten, psychosoziale Behandlung bereitstellenund daran arbeiten, die Infektionsgefahr durch Wasser-, Sanitär- und Hygienedienste zu einzudämmen.

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Geld für Gazastreifen könnte bald ausgehen

23. Mai 2019 - 11:38

23. Mai 2019 - Der Leiter des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA), Pierre Krähenbühl, hat gewarnt, dass trotz einer "wirklich existenziellen Krise" um die Finanzierung im vergangenen Jahr das Geld für die Fortführung der Operationen im Gazastreifen in diesem Jahr nur bis Mitte Juni reichen werde. Der Sonderkoordinator der Vereinten Nationen für den Nahost-Friedensprozess, Mladenov, sagte in dieser Pressekonferenz, die Eskalation zwischen Israel und Militanten über die Grenze im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen in den letzten Wochen habe "erneut die Dringlichkeit bewiesen, die bestehenden Vereinbarungen vor Ort zu festigen und zu erweitern".

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Libyen am Rande des Bürgerkriegs

22. Mai 2019 - 11:25

22. Mai 2019 - „Es wird Jahre dauern den Schaden zu beheben der Libyen zugefügt worden ist und wenn die Kämpfe rundum die Hauptstadt Tripolis nicht aufhören, riskiert das Land „in einen Bürgerkrieg zu geraten, der zur dauerhaften Teilung des Landes führen könnte.”

Das ist die Einschätzung des UN-Sonderbeauftragten für Libyen, Ghassan Salamé, der auch die UNSMIL-Support Mission leitet. Er informierte den Sicherheitsrat am Dienstag, nachdem sich die Konflikte in und um den Stadtrand von Tripolis wochenlang verschärft hatten.

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UN zu Lage im Jemen: 10 Millionen Menschen „eine Mahlzeit vom Verhungern entfernt"

21. Mai 2019 - 16:07

21. Mai 2019 - Der verheerende Bürgerkrieg im Jemen hat das bitterarme Land auf der arabischen Halbinsel nach Einschätzung der Vereinten Nationen Jahrzehnte in die Vergangenheit katapultiert. Der Jemen sei nach vier Jahren Krieg „in seiner Entwicklung fast um ein Vierteljahrhundert zurückgeworfen worden", sagte der Leiter des UN-Entwicklungsprogramms UNDP, Achim Steiner, am Montagabend in New York bei einer Veranstaltung des „Council on Foreign Relations". 80 Prozent der etwa 28 Millionen Jemeniten seien auf Hilfe angewiesen. „Zehn Millionen Menschen sind wortwörtlich eine Mahlzeit vom Verhungern entfernt."

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UN-Generalsekretär ruft die Staats- und Regierungschefs zu „aufgeklärtem Selbstinteresse“ auf, um den ganzen Planeten vor dem Klimawandel zu retten

20. Mai 2019 - 17:10

18. Mai 2019 – Zum Ende seines einwöchigen Besuchs im Südpazifik hat UN-Generalsekretär António Guterres, die Entscheidungsträger der Welt aufgefordert, „aufgeklärte“ Entscheidungen in Bezug auf Klimaschutzmaßnahmen zu treffen.


"In der vergangenen Woche habe ich die Auswirkungen des Klimawandels in den pazifischen Inselstaaten hautnah miterlebt", sagte der UN-Chef in einer Erklärung zum Abschluss seines Besuchs in der Region. „Sie tragen sehr wenig zur globalen Klimakrise bei und sind doch diejenigen, die am stärksten betroffen sind.“ Weiter fügte er hinzu, dass der Klimawandel nicht nur für einige von ihnen eine existenzielle Bedrohung darstellt, sondern auch der „ganze Planet“ auf dem Spiel steht.

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Hungersnot jetzt Realität für vertriebene Syrer

17. Mai 2019 - 12:13

17. Mai 2019 – In einem Lager für Vertriebene in Südostsyrien hat die Hungersnot ‚schon begonnen‘, sagte ein hoher UN-Beamter. Er verurteilte die anhaltenden Luftangriffe und Vergeltungsbomben in den von der Opposition besetzten Gebieten im Nordwesten.

Nach nunmehr neun Jahren hat der Konflikt Hunderttausende Menschenleben gefordert und Millionen zur Flucht gezwungen. Syrische Regierungstruppen und Verbündete gewinnen momentan Gebiete zurück, die zuvor von oppositionellen Kräften besetzt waren.

Im Lager Rukban, das sich in der Nähe der jordanischen Grenze befindet, haben humanitäre Hilfskräfte der Vereinten Nationen wiederholt einen besseren Zugang gefordert, denn der letzte Hilfskonvoi hatte den Ort im Februar erreicht.

Najat Rochdi, humanitäre Beraterin des UN-Sonderbeauftragten für Syrien sagte, dass mehr als 12.000 Menschen das Lager auf Grund sich verschlechternder Bedingungen und dem Mangel an Grundversorgung verlassen hätten.

„Die UN setzten sich weiterhin für einen dritten humanitären Konvoi und für die Anlieferung von Lebensmittel und Treibstoff über Handelsrouten nach Rukban ein", sagte sie und fügte hinzu, dass 29.000 Menschen noch dort sind. „Diese Menschen werden das Lager ebenfalls verlassen wollen, wenn sie keine humanitäre Hilfe und keinen dritten Konvoi erhalten“, ergänzte sie.

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Länder müssen mehr tun, um Geburtenrate mit geringem Geburtsgewicht zu senken

16. Mai 2019 - 11:26

16. Mai 2019 - Am Mittwoch wurde ein von den Vereinten Nationen unterstützter Bericht veröffentlicht, in dem Länder dazu aufgerufen werden, größere Anstrengung zur Steigerung der Geburtsraten zu unternehmen. Auch müsse von vielen Länder mehr investiert werden, um die Anzahl an Babys mit einem niedrigem Geburtsgewicht zu verringern.

Jedes siebte Baby weltweit ist laut der Studie des Londoner Instituts für Hygiene und Tropenmedizin, des UN-Kinderhilfswerks UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation bei der Geburt zu leicht. Mehr als 20 Millionen Neugeborene wurden 2015 mit einem niedrigen Geburtsgewicht von weniger als 2.500 Gramm geboren.

Die Studie zeigt nicht nur, dass in diesem Jahr mehr als 20 Millionen Babys mit niedrigem Geburtsgewicht geboren wurden, sondern auch, dass 80 Prozent der 2,5 Millionen Neugeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht jedes Jahr sterben, weil sie entweder vorzeitig geboren wurden und / oder zu klein waren. Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht leiden auch unter einem höheren Risiko für Entwicklungsbeeinträchtigungen sowie Krankheiten im späteren Leben - darunter chronische Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Drei Viertel dieser Kinder kamen der Studie zufolge in Südasien und in afrikanischen Ländern südlich der Sahara zur Welt. Aber auch in wohlhabenden Ländern Europas, in Nordamerika, Australien und Neuseeland hat es demnach seit dem Jahr 2000 kaum Fortschritte bei der Verringerung des Anteils von Geburten mit niedrigem Geburtsgewicht gegeben.

„Wir haben in den letzten 15 Jahren kaum Veränderungen erlebt“, sagte die Hauptautorin, Hannah Blencowe. Sie fügte weiter hinzu, „dass die nationalen Regierungen zu wenig tun, um geringes Geburtsgewicht zu senken.“

Im Jahr 2012 hatten die 195 WHO-Mitgliedstaaten beschlossen, den Anteil der Geburten mit niedrigem Geburtsgewicht bis 2025 um 30 Prozent zu verringern. Die neuen Schätzungen dokumentieren laut UNICEF aber einen leichten Rückgang der weltweiten Häufigkeit von niedrigem Geburtsgewicht.

Die Studienautoren riefen dazu auf, weltweit jedes Baby sofort nach der Geburt zu wiegen und besser zu versorgen. Mit Gesundheitsmaßnahmen wie Aufklärungskampagnen sollten die Ursachen für niedriges Geburtsgewicht bekämpft werden.

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